Ein Blick auf die Startseite der Streamingplattform der Wahl reicht aus, um mit Song-Empfehlungen, personalisierten Mixtapes und Releaseradars überschüttet zu werden. Irgendwo will immer irgendwer, dass wir uns neue Musik anhören. Nur sind das immer seltener Menschen und immer häufiger von Plattenfirmen gesponserte Algorithmen. Die Musik-Nerds Linda, Steffi, Stigy und Conor lassen sich zwar auch von diversen Musik-Plattformen influencen, treffen sich dann aber ganz analog, spielen sich ihre spannendsten Entdeckungen des Monats vor und sprechen miteinander darüber. Zufällig stehen beim gemütlichen Plattenabend der drei und ihren wechselnden Gästen auch noch ein paar Mikrofone im Raum, so dass ihr beim Philosophieren über Songs des Monats, popkulturelle Ereignisse oder auch Rückblicke in vergangene Jahrzehnte dabei sein könnt. Der Plattenabend Podcast erscheint immer am 1. und 15. des Monats jeweils mit einer Deepdive- und einer Songs des Monats Folge.
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Data updated on 31/10/2026
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Es sollte die Abkehr vom ironischen Hipstertum sein, ein Besinnen auf die Hippie-Era, auf den Einklang von Musik, Natur und Spiritualität. Man trug Rauschebärte und Holzfällerhemden und nahm ein Jammer-Album in einer abgelegenen Holzhütte irgendwo in Wisconsin auf. Oder man hüpfte "Ho, Hey" singend, Bajo spielend und klatschend um ein Lagerfeuer... War das Indie-Folk Revival der 00er und 10er Jahre das letzte Mal, dass Popmusik wirklich "real" war? Oder war es vielmehr das peinliche Vortäuschen von Realness, das eigentlich nur als süßliche Untermalung für Mobilfunk-Werbeclips gedacht war? So oder so wurde "Stomp, Clap, Hey" innerhalb weniger Jahre vom beliebten Mainstreamphänomen zu "Millenial-Cringe" degradiert. Der Song "Home" von Edward Sharpe fristet zum Beispiel mittlerweile ein Dasein als Worst-Song-Ever-Meme. Höchste Zeit für die Millenials des Plattenabend Podcasts sich ihrem zweifelhaften Erbe zu stellen. Dazu holen sich Stigy und Conor in dieser Folge Hilfe von Indie-Folk-Fan Thomas, der einen Deepdive in die Untiefen des Stomp, Clap, Hey mit den beiden macht und sie überzeugen will, den zynischen Snobbismus abzulegen und die musikalischen Qualitäten von Bands wie Mumford & Sons, Noah & The Whale aber auch nischigeren Acts wie The Black Atlantic anzuerkennen. Ob das gelingen kann?
Playlists zur Folge: https://tidal.com/playlist/16ee289b-da26-4926-9c0b-56ae159bc0c9 https://open.spotify.com/playlist/2Nnjpb3mOY2YFxOjA4TI9Y?si=9d3af5baa50742a8
#34 Das Jahr 2017
Season 1 · Episode 34
Thursday, September 17, 2026 • Duration 01:31:07
Wir schreiben das Jahr 2017. Donald Trump regiert seit einem Jahr, der Brexit ist beschlossen, Rechtspopulismus bahnt sich seinen Weg durch die westliche Welt und der letzte Rest Spaß der 10er Jahre ist vorbei. Wie hat sich diese Weltlage auf die Musik ausgewirkt? Dem gehen Stigy, Conor und ihr Gast Lennart in dieser Folge nach. Sie tauchen ein in eine Zeit in der Taylor Swift noch ein Popstar unter vielen war, ihr durchschnittlich erfolgreiches Album „Reputation“ aber schon zu einem der 10 besten Alben des Jahres vom Rolling Stone gekürt wurde – neben Kesha und U2.
Neben der Beschäftigung mit dem damals den Ton angebenden Trap und Alben von Kendrick Lamar, SXTN und Zugezogen Maskulin, präsentieren die drei Hobbymusikhistoriker auch wieder allerlei Hot Takes: Stigy ist zum Beispiel überzeugt, dass Björks von der Kritik gefeiertes Album „Utopia“ vollkommen unhörbar ist und von niemanden ernsthaft gern gehört wurde. Auch das von der damals noch aktiven Spex als Album des Jahres ausgezeichnete Werk von Kelela wird als durchschnittliches Popgedudel abgewatscht und anschließend werden Wutreden gegen das Phänomen Poptimismus gehalten.
Playlist zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/3DitmWSgGtvNUYPADwkNUG?si=ce53c087d77a4538
Conor und Steffi lassen sich von Hermanos Gutiérrez musikalisch in die Anden entführen, von der Sludgeband Chat Pile zu Arbeitszeitbetrug anstiften und von Maya Ongaku in eine Traumwelt befördern. Daneben besprechen sie das neue Album von Songwriter Henning Hans, den Autotuneoverkill von den Strokes und die leider zu früh beendete Karriere vom kürzlich verstorbenen Glen Hansard.
Besprochene Songs: Hermanos Gutierréz - Canto Andino Henning Hans - In den Zonen Chat Pile - Same Rules Chat Pile - Pen Is Mall The Strokes - Dine N' Dash Maya Ongaku - Thinkingscpae Glen Hansard - McCormack's Wall
#32 Grenzkontrolle, Spacemoth, Karl Hector&The Malcouns und Endless Wellness
Tuesday, July 14, 2026 • Duration 27:42
Liebe "Musikfans"! Wir freuen uns ja immer, wenn es neue Bands aus unserem vermaledeiten Land gibt, die gute Musik machen und Haltung zeigen. Der WDR allerdings hat bei der Band Grenzkontrolle aus Köln bei einem TV-Auftritt den Rotstift angelegt und die komplette erste Strophe aus der Sendung herausgeschnitten. Deswegen hier einmal die erste Strophe des Songs "Revolution":
Die Ampel ist aus und im nahen Osten tobt die Revolution / Das Joch ist schwer / Hilfst du mir? Or you don't care / Liebe ist heute schwer zu greifen und 'ne Bude kann sich kaum jemand leisten / Wo kommen wir da hin? / Wo kommen wir da hin?
:)
Ansonsten stelle ich wieder meine Psych-Album-Favoriten vor, die gerade perfekt zum Dahinschmelzen-Wetter passen und Conor hat die neue Single von Endless Wellness dabei, die statt wie früher mit schwarzem Humor zu glänzen, diesmal etwas melancholischer, aber auch sehr schön und nostalgisch klingen.
Enjoy und liebe Grüße, Steffi
Songs: Karl Hector and the Malcouns - Yolek GRENZKONTROLLE - NEUMARKT Spacemoth - Flower Memory Endless Wellness - Nie mehr sicher
#31 Aldous Harding, Death Cab for Cutie und Gelli Haha
Sunday, June 14, 2026 • Duration 01:05:53
Ob Mortadella auf Marienfigur (Get Well Soon) oder Tanzshow mit Primärfarben und Kinderspielzeug (Gelli Haha) - unsere liebsten Neuheiten sind nicht nur musikalisch top. Alles was drumherum passiert, ob Artwork oder Bühnenshow, ist signifikanter Teil des Erlebnisses. (Also: Guckt euch auch Musikvideos an!!) Natürlich haben wir diesmal auch einen Tipp aus Japan dabei, selbsterklärend! Ansonsten nehmen wir unter die Lupe was so im Mainstream passiert - manches cool, manches langweilig, aber wohl notwendig.
Songs: Sosyete'25 - Yan Death Cab For Cutie - Punching the Flowers Get Well Soon - There's Waldo Gelli Haha - Klouds Will Carry Me To Sleep Maverick Mom - Travessia Aldous Harding - What Am I Gonna Do Lola Young - From Down Here Apsilon - Keiner von euch Ikkimel - KINK
#30 Das Jahr 1990 (Teil 2)
Season 1 · Episode 30
Friday, May 15, 2026 • Duration 01:05:16
Nur 9 Monate nachdem sie es angekündigt haben, liefern Stigy, Conor und Gast Lennart den zweiten Teil ihres großen Specials zum Jahr 1990. Ein Jahr das musikalisch... ja was eigentlich war? Es war nicht mehr in den 80ern zuhause, aber auch noch nicht im Sound der 90er angekommen. Nur wenige Klassikeralben erschienen in ihm, ganz im Gegensatz zum Jahr 1991. Auch gab es keinen Sound oder Genre, das die Popmusik komplett dominiert hätte. Und doch entwickelten sich hier Stile, die später bedeutsam werden sollten: Dream Pop oder Nu Metal waren in ihren Anfängen. Happy Mondays waren mit ihrem Madchester Sound erfolgreich, A Tribe Called Quest mit zurückgelehntem Hip Hop. Über all das wird ausführlich generded.
Besprochene Songs
Primus - Too Many Puppies Phillip Boa And The Voodooclub - This Is Michael Cocteau Twins - Heaven Or Las Vegas They Might Be Giants - Birdhouse In Your Soul Happy Mondays - Step On Pat Metheny, Dave Holland, Roy Haynes - Question And Answer
#29: Courtney Barnett, The Notwist und The Orielles
Season 1 · Episode 29
Wednesday, April 15, 2026 • Duration 44:12
Gibt es aktuell ein Grunge-Revival? Auf welchem algorithmusfreien Weg kann ich neue Musik entdecken? Hat Courtney Barnett ihre kreative Blockade überwunden? Wie kann ich gleichzeitig gerade Mutter werden und PR für mein neues Album machen?
All das erfahrt ihr in dieser Folge, in der sich Conor und Steffi ihre liebsten Neuveröffentlichungen vorstellen.
Besprochene Songs (und die evtl. dazugehörigen Alben/Sampler):
Margaritas Podridas - Quema Los Recuerdos Cameron Winter - Warning Baby Cool - Everything Courtney Barnett - Same The Orielles - Three Halves The Notwist - Teeth Gorillaz - Damascus (feat. Omar Souleyman & Yasiin Bey)
Welche Bands und Künstler*innen sind berechtigerweise Kult und welche sind es noch nicht, sollten es aber noch werden? Linda, Steffi und Conor erzählen sich wen man unbedingt gehört haben sollte und warum.
Mit dabei: Björk David Bowie Jun Togawa Ichiko Aoba Ja, Panik King Gizzard and the Lizard Wizard
(00:00:00) Die Sterne
(00:09:55) Puscifer
(00:16:25) Kim Gordon
(00:22:09) Kid Kapichi
(00:27:33) Lauren Auder
(00:33:39) Die Spitz
(00:39:30) Mitski, Dry Cleaning, Poppy, The Hirsch Effect und The Notwist im Schnelldurchlauf
Stigy und Conor sortieren, was in ihrem Paralleluniversum die "Hits" der vergangenen Monate waren. Mit dabei ist das neue Album der Sterne, das von Stigy mit leichten Snobismus- und Langeweile-Vorwürfen bedacht wird. Mehr Einigkeit herrscht dafür bei den Spätwerken von Puscifer (das gefühlt zehnte Nebenprojekt von Maynard James Keenan) und Kim Gordon. Damit aber nicht nur prehistorische Acts vorkommen, wagen sich die beiden Podcaster an ausgemachte Gen Z Acts: Für beide eine Neuentdeckung ist die Künstlerin Lauren Auder, die im besten Sinne dramatischen Indie-Pop mit leichtem King Krule Einschlag macht. Einiges lauter wird es bei Die Spitz, die man als Grunge-Band bezeichnen könnte, wenn es Grunge noch gäbe.
Playlists zur Folge: https://open.spotify.com/playlist/29PNl9PV9yuQgE7JqVkzpi?si=e90cce2706ba43c7
Conor und Steffi haben jegliche Hemmungen verloren und legen offen was ihre peinlichen Guilty Pleasures sind. Aber sind es wirklich Guilty Pleasures? Wieso sollte man sich für diese Songs schämen? Und was ist der Unterschied zwischen moralischen und nostalgischen Guilty Pleasures? Das erfahrt ihr alles hier!
Conors Guilty Pleasures: Klaus Lage Band - Monopoli Shakira (feat. Alejandro Sanz) - La Tortura