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TitlePub. DateDuration
#18 Von Rencontres Arles zu MCP-Agenten23 Jul 202600:45:43

KI raus aus dem Rampenlicht? In Arles war sie deutlich seltener – doch Kennzeichnung und künstlerischer Wert bleiben heiß umkämpft. Wo endet Fotografie und wo beginnt KI? Von manipulierten Selfies bis zu synthetischen Bildern wird Authentizität zum neuen Minenfeld.Meta, Google und Gesetzgeber suchen nach Regeln für Deepfakes, KI-Labels und menschenähnliche Agenten – bisher eher Flickenteppich als klare Lösung. Jetzt kommen MCP Agenten und Skills: Kreative Workflows, Bildauswahl und Geschmack werden automatisierbar – und vielleicht bald sogar der ganze Podcast.

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Im KI-Podcast unterhalten sich Dr. ⁠⁠⁠Jürgen Scriba⁠⁠⁠, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat und ⁠⁠⁠Boris Eldagsen⁠⁠⁠ (Mitglied der Arbeitsgruppe) mit wechselnden Gästen über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie.


Feedback, Wünsche und Anregungen bitte an ki(at)deutscher-fotorat.de


HIGHLIGHTS:


  • (00:08) : Rückblick auf die Fotofestivals in Arles: Trotz großer Hitze war die diesjährige Ausgabe überzeugender als die beiden Vorjahre. KI-Bilder waren deutlich weniger präsent.
  • (01:57) : Eine Arbeit von Jordan Beal aus Martinique zeigt KI-Motive, die vom Bildschirm mit Polaroid fotografiert und vergrößert wurden. Die formale Idee ist verständlich, der inhaltliche Zusammenhang bleibt unklar.
  • (07:37) : Anhand eines Selfies mit Fontcuberta unterscheidet Boris authentische Fotos, KI-manipulierte Bilder und vollständig generierte Szenen.
  • (09:37) : Ein KI-Talk in Arles war besser als im Vorjahr, er fragte, ob Fotografie noch Künstler braucht. Relevante Themen wurden berührt, doch die eingeladenen Expertinnen, unter anderem von der FH Dortmund, arbeiteten selbst nicht praktisch mit KI.
  • (14:54) : Meta plante kurzzeitig, Instagram-Nutzern die KI-Verarbeitung fremder Bilder zu erlauben. Die Opt-out-Lösung war unpraktisch und nicht rückwirkend; nach Protesten wurde das Vorhaben zurückgezogen.
  • (20:07) : Plattformen führen KI-Kennzeichnungen ein, etwa Instagram-Labels oder Hinweise bei Google-Anzeigen. Die Lösungen bleiben uneinheitlich und technisch eingeschränkt.
  • (21:51) : Neue Regeln und Verfahren sollen synthetische Darsteller und Deepfakes kenntlich machen. Googles unsichtbare Kennzeichnung SynthID hilft, mit Google-Werkzeugen erzeugte Inhalte zu erkennen.
  • (22:54) : In China werden menschenähnliche KI-Agenten stärker eingeschränkt, besonders zum Schutz Minderjähriger vor emotionaler Abhängigkeit. In den USA stehen häufiger Suizid und Selbstverletzung im Mittelpunkt.
  • (24:29) : Ein Deal zwischen Getty Images und OpenAI scheint eher die Bebilderung von Suchergebnissen mit echten Pressefotos als das KI-Training zu betreffen. Die Details bleiben unklar.
  • (28:11) : Bei Bildmodellen gilt nicht mehr automatisch: neuer ist besser. Sie unterscheiden sich nach Qualität, Geschwindigkeit, Reasoning und Preis; für anspruchsvolle Aufgaben bleibt oft die Pro-Variante überlegen.
  • (34:06) : Aggregator-Plattformen erschweren Preisvergleiche durch eigene Token-Währungen. Meta bietet sein Bildmodell derzeit kostenlos an; ein Videomodell ist angekündigt.
  • (36:18) : Bei Videomodellen verschärft sich der Wettbewerb. Längere Clips, viele Referenzbilder und gezielte Änderungen werden möglich, doch Veröffentlichungen verzögern sich oft.
  • (38:23) : Ein neuer Trend sind CLI-, MCP- und Agenten-Workflows: Bild- und Videogenerierung wandert vom Browser ins Terminal und lässt sich stärker automatisieren.
  • (40:40) : Wiederverwendbare „Skills“ sollen persönliche Arbeitsweisen und Vorlieben abbilden. Mit „Record and Replay“ können Abläufe aufgezeichnet und als KI-Fähigkeit weitergegeben werden.
  • (43:19) : So könnten Bildauswahl, Geschmack und kreative Routinen ausgelagert werden. Das eröffnet neue Geschäftsmodelle, bedroht aber klassische kreative Arbeit.
  • (44:28) : Zum Schluss wird scherzhaft gefragt, wann auch der Podcast von KI-Avataren übernommen wird. Themenvorschläge sollen künftig per E-Mail eingesendet werden.
SPEZIAL EU-Regulierung | Sind alle fotorealistischen KI-Bilder Deepfakes?27 Jun 202600:56:06

Die Spezialfolge zum EU-AI-Act, dem neuen "Code of Practice" und den neuen EU-Guidelines. Zu Gast sind Alexandra Lechner (BFF, DGPh, Female Fotoclub) und Marco Urban (freelens) aus der Fotorat-Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" und BFF-Justiziarin Dorothe Lanc. Wir diskutieren mit unseren Gästen, was künftig als Deepfake gilt und wie KI-generierte oder KI-veränderte Inhalte gekennzeichnet werden müssen. Die Runde klärt besonders, was das für Fotografierende, Bildbearbeitung, Werbung und Journalismus bedeutet.

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Im KI-Podcast unterhalten sich Dr. ⁠⁠Jürgen Scriba⁠⁠, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat und ⁠⁠Boris Eldagsen⁠⁠ (Mitglied der Arbeitsgruppe) mit wechselnden Gästen über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie.


HIGHLIGHTS:

  • (00:00) - Ausgangspunkt ist die Frage, wann ein Bild als „Deepfake“ gilt.
  • (03:25) - Diskutiert wird, wer als „Deployer“ gilt.
  • (06:13) - Der Deepfake-Begriff ist extrem weit gefasst: Wenn etwas wie Realität aussieht, aber durch KI erzeugt oder verändert wurde, kann es darunterfallen.
  • (08:29) - Dorothe differenziert: Nicht jede KI-Nutzung ist automatisch kennzeichnungspflichtig, sondern erst, wenn eine Täuschung über Realität möglich ist.
  • (11:04) - Journalistische Fotografie wird klar von Werbung und kommerzieller Bildproduktion getrennt.
  • (15:22) - Boris fragt, ob ein fotorealistisches KI-Bild des Pfälzerwaldes schon ein Deepfake ist. Die Antwort hängt eigentlich vom Kontext ab.
  • (17:32) - Die Guidelines kennen Ausnahmen nur für Kunst und Satire. Das bedeutet: KI-generierte Produktfotos, Werbemotive oder Spots müssen vermutlich gekennzeichnet werden.
  • (20:42) - Die Runde warnt vor „Label Fatigue“: Wenn am Ende alles gelabelt ist, nimmt niemand das Label noch ernst.
  • (23:19) - Alexandra beschreibt die Praxis: Kundinnen verlangen oft stark optimierte Presse- und Unternehmensbilder.
  • (24:50) - Die Kennzeichnungspflicht ist verpflichtend, bei Verstößen drohen Bußgelder. Dorothe kritisiert aber, dass Labels wie „KI-modifiziert“ zu grob sind; sinnvoller wäre zu erklären, was genau KI-generiert wurde.
  • (28:20) - Statt nur Logos ins Bild zu kleben, bräuchte es nachvollziehbare Bearbeitungshistorien: Daraus könnten „Trust Zones“ entstehen, in denen ein Foto wieder als Foto erkennbar bleibt.
  • (29:23) - Der Begriff „Deepfake“ wird als unglücklich kritisiert. Eigentlich sollte er für harte Täuschungen reserviert bleiben, für kleinere KI-Eingriffe wäre ein präziserer Begriff besser.
  • (31:02) - Boris erinnert daran, dass Werbung schon immer Fake war. Die neue Frage ist nicht, ob Werbung echt ist, sondern wo das Publikum noch Authentizität erwartet.
  • (33:51) - Authentizität wird paradoxerweise selbst zur Marketingstrategie: Aber selbst ein verwackeltes Making-of kann heute generiert werden. Wenn Regulierung nur an technischen Werkzeugen hängt, läuft sie der Entwicklung immer hinterher.
  • (38:33) - KI-Anbieter sollen technische Kennzeichnungen, Wasserzeichen und Prüftools bereitstellen. Diskutiert wird, ob Labels wie „AI generated“ oder „AI manipulated“ sichtbar am Bild erscheinen müssen.
  • (41:58) - Praktisch bleibt vieles ungeklärt: Fotografinnen liefern ein Bild, Kundinnen schneiden es später zu, Metadaten gehen verloren, Social-Media-Formate ändern alles. Deshalb wäre eine geschützte Pipeline für Provenienzdaten wichtiger als ein starres Logo im Bild.
  • (46:03) - Dorothe empfiehlt: KI-Nutzung dokumentieren. Also Tool, Prompts, Bearbeitungsschritte und ausgelieferte Kennzeichnung festhalten. Wichtig, falls später jemand fragt: „War da KI drin?“
  • (52:25) - Kontrolle und Sanktionen sind offen. Behörden müssen sich erst organisieren, aber Wettbewerber könnten nicht gekennzeichnete KI-Kampagnen abmahnen lassen.
  • Fazit: Die Praxis bleibt unklar, Gerichte werden viel auslegen müssen — gute Zeiten für Jurist*innen, schlechte für einfache Antworten.


#09 Von "Versäumten Bildern" zu versäumtem Copyright | Zu Gast: Dr Anke Schierholz, Gesine Born, Dr Phillip Ströbel15 Oct 202501:36:45

Im Fokus diesmal: Die Verwendung von KI zur Erstellung historisch anmutender Bilder. Zu Gast sind Gesine Born mit ihrem Projekt "Versäumte Bilder", Dr.Philip Ströbel vom Historischen Seminar der Universität Zürich der das Projekt "Re-Experiencing History" vorstellt und Dr. Anke Schierholz (VG Bildkunst) die aktuelle Copyright-Fragen mit Jürgen diskutiert.

Wir sprechen über den Nano Banana Konkurrenten Seedream 4 und den Release von Sora 2.

Im KI-Podcast unterhalten sich Dr. Jürgen Scriba, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat und Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) mit wechselnden Gästen über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie.LINKS: "Versäumte Bilder" https://bilderinstitut.de/versaeumte-bilder-bmftr & https://bilderinstitut.de/versaeumte-bilder-bonn & https://bilderinstitut.de/versaeumte-bilder-darmstadt-1"Re-Experiencing History" https://tinyurl.com/ycevsnvz Arbeitsgruppe des Deutschen Fotorstes: https://deutscher-fotorat.de/arbeitsgruppen/technischer-fortschritt


HIGHLIGHTS:

(00:00) - Start

(01:17) - Sora 2 dominiert den Monat:

  • Release 1. Oktober; massiver Hype, Meme-Welle, kaum zu umgehen.
  • Zugang via VPN & Invite; „Add Cameo“ (eigener Avatar), Altman-Cameo viral.
  • Prompting ohne Skills; App als Social-Media-Produkt. Konkurrenz klar schwächer.
  • „Null-Skill-Commercials“: Thema reicht, Spot entsteht automatisch.
  • Qualität & Limits: starke Prompt-Treue, kurze Clips (10–15 s), viele Fehlschläge/Zensur.
  • Remix als Killer-Feature.
  • „AI-Share“ als neues Marketing-KPI.
  • Rechtekontrolle faktisch Opt-out, Sperren leicht umgehbar.

(18:00) - Politökonomie der KI:

(23:04) - Bild-Modelle: China vorn

  • Seedream4 (ByteDance) vor Google; Textprompt-Editing.
  • China-Vorsprung wird im Westen unterschätzt.

(25:49) - KI-Leaderboards:

  • LM Arena: „Hunyuan“ (Tencent) rückt nach vorn.

(28:08) - KI-Video:

  • USA knapp vorn: Sora2 & Veo 3
  • China dicht dahinter.

(29:42) - Virtuelle Schauspielerin:

  • „Tilly Norwood“ als Case für automatisierte Content-Pipelines.

(33:54) - Katalogfotografie wird KI:

  • Otto ersetzt Studio-Shoots; ~60 % Kostenersparnis.

(37:57) - Zu Gast: Dr. Anke Schierholz, VG Bildkunst

  • Fair Use & Anthropic
  • US-Settlement: KI-Training mit legalen Quellen zulässig („Freifahrtschein light“).

(44:01) - Opt-outs & EU-TDM:

  • Debatte um zentrales Opt-out; Bild-Granularität unklar.

(48:12) - Kollektivlizenzen:

  • Einzel-Opt-outs unrealistisch; Bedarf an gesetzlichen Lizenzen.

(55:28) - Hoffnung auf EuGH:

  • Klarstellung nötig, sonst „Internet = Gemeinfreiheit“.

(59:06) - Zu Gast: Gesine Born, Bilderinstitut Berlin

  • „Versäumte Bilder“: Ergänzt fehlende Frauenportraits; partizipativ, transparent.

(01:13:13) - Akzeptanz & Zeitpatina:

  • Technisches Altern vs. emotionale Fixierung; KI-Kennzeichnung wichtig.

(01:20:19) - Kontrolle & Transparenz:

  • Bilder entziehen sich Kontrolle → Prozess-Offenlegung nötig.

(01:22:15) - Zu Gast: Dr. Phillip Ströbel, Universität Zürich:

  • „Re-Experiencing History“
  • KI-Rekonstruktionen via LoRA-Fine-Tuning; weniger Anachronismen, nie fehlerfrei.


#08 Von Slopifizierung zu Nano Banana15 Sep 202500:45:18

Dr. Jürgen Scriba, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat unterhält sich mit Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie. Im Fokus steht dabei die neue Stellungnahme des Deutschen Fotorates zu Generativer KI, die "Slopifizierung" des Internets, der neue Trend "Prompt Editing", Content Credentials und Boris Einblicke in die World AI Conference Shanghai .


LINKS

Die Stellungnahme des Deutschen Fotorates zu

https://deutscher-fotorat.de/beitraege/stellungnahme-generative-ki-2025

AI Forensics:https://aiforensics.org/work/gen-ai-slop


HIGHLIGHTS:


(00:00) - Start


(00:08) - FOTORAT-Statement & 8 Forderungen:

  • Schutz geistigen Eigentums beim KI-Training; Reform der EU-TDM-Richtlinie.
  • Klare Vergütung & Opt-in/Opt-out-Standards statt Opt-out-Chaos (robots.txt ohne Standard).
  • Transparenzpflicht: Trainingsquellen offenlegen; Urheber-Metadaten nicht löschen.
  • Kennzeichnung nicht auf spätere, vage Gesetze schieben: Redaktionen brauchen eigene Regeln jetzt.
  • Urheberrechte nicht zur geopolitischen Verhandlungsmasse machen (EU/USA).
  • Beteiligungsverfahren (EU Code of Practice) demokratischer gestalten.
  • Call-to-Action: Community mobilisieren, Presse & Politik adressieren; keine „Amnestie“ für Modelle vor 2026.


⁠(16:13) -⁠ Recht & „Slopifizierung“:

  • US-Klage gg. Anthropic mit mutmaßlichem Settlement—Signalwirkung offen.
  • Social Feeds fluten mit KI-Slop/Deepfakes (Promis, Bunny-Memes); Face-Swaps werden „new normal“.
  • Gesetzgebung vs. Durchsetzung: offen, graue Zonen bleiben.


(21:25) - Hype vs. Realität:

  • Sam Altman setzt KI-Bilder ≈ Smartphone-Fotos — kritisiert als Marketing-Halbwahrheit.
  • GPT-5-Hype: Erwartung & Lieferung; Bildfunktionen stagnieren.


(24:18) - China & AI-First-Medien:

  • Voll-Digitalisierung + Kontrolle; kollektiver KI-Rausch, rasche Aufholjagd zu US-Tools.
  • Kreativ-Automatisierung via Agenten; „gut genug“ als Produktionsstandard.
  • Welt TV mit KI-Avatar; Medien/Agenturen propagieren „AI First“.


(30:15) - Techniktrend: Prompt/Contextual Editing

  • Textbasiertes Editieren ersetzt klassisches Inpainting (Auto-Segmentierung).
  • Tool-Vergleich: ChatGPT Image, Alibaba Qwen, Flux Kontext, ByteDance SeedEdIt.
  • Neues Top-Modell: Google „Nano Banana“ (Gemini 2.5 Flash Image) – stark bei Charakter-Konsistenz, aber Limits.


(36:07) - Praxis & neue Rollen:

  • Case Roger Ballen & "Nana Banana": präzise Text-Edits (Objektwechsel bei konstantem Subjekt) demonstrieren Richtung.
  • Entstehende Rolle „AI Assessor“: Menschen kuratieren Tool-Stacks; Nano-Banana-Schwäche z.B. bei 16:9-Reframing.


(40:22) - Content Credentials als Gamechanger:

  • Google Pixel bettet standardmäßig fälschungssichere Content Credentials ein - Paradigmenwechsel gegenüber Kamera-Pilotprojekten.


(42:17) - Produktion & Ambivalenz

  • Neuer Vor-/Abspann via KI in Minuten statt Tagen; Soundtrack aus Pi-Ziffern.
  • Gemischtes Gefühl: Effizienzgewinn vs. entgangene Jobs—typische KI-Ambivalenz.


SPEZIAL: EU Regulierung mit Nina George und Kai Zenner15 Aug 202501:08:59

In dieser Spezialausgabe des KI-Podcasts geben Insider einen selten offenen Blick hinter die Kulissen der europäischen Gesetzgebung zum AI Act. Wo sind die offenen Baustellen? Wie kommt es, dass es nur so vor Initiativen wimmelt und trotzdem kein echter Fortschritt in Sicht zu sein scheint? Was können Kreative jetzt tun, um sich für Ihre Rechte am geistigen Eigentum einzusetzen? Zu Gast sind Nina George vom European Writers’ Council und Kai Zenner aus dem Europäischen Parlament.

ÜBERBLICK

(00:00) - Start

(00:08) - Einführung

  • Vorstellung des Juli-Specials zum EU AI Act und Code of Practice
  • Anlass: Inkrafttreten der nächsten Stufe am 2. August

(01:17) - Nina George & European Writers Council:

  • Ihre Rolle beim European Writers Council
  • aktueller Fokus auf AI Licensing und Schutz vor ungewollter Nutzung kreativer Werke

(02:28) - Kai Zenner & EU Parlament:

  • Seine Arbeit im EU-Parlament
  • Frust über politische Stagnation und ideologische Blockaden bei Digitalthemen

(07:05) - Auswirkungen AI Act & Code of Practice:

  • Kurzfristig kaum direkte Pflichten für Kreative
  • Fokus aktuell auf Model Provider, Vorbereitung für Regeln ab August 2026.

(10:20) - Unsicherheit der Umsetzung:

  • Mögliche Änderungen durch transatlantische Handelsverhandlungen und Digital Omnibus, unklar, welche Teile des AI Act final umgesetzt werden.

(12:04) - Kennzeichnungspflichten (Art. 50):

  • Offene Fragen zu Verantwortlichkeiten,
  • Definition „Deployer“, technische Umsetzbarkeit.

(16:04) - Kritik am Code of Practice für GPI-Modelle:

  • Minderheitenposition der Urheber
  • Intransparenter Prozess
  • Industriefreundliches Ergebnis, fehlende Transparenz zu Datensätzen

(24:29) - Grundprobleme:

  • Nutzung riesiger Datenmengen ohne Bezahlung
  • TDM-Schranke (Text & Data Mining) als Einfallstor für kommerzielle KI-Entwicklung

(28:46) - Politischer Kontext:

  • AI Act als horizontales Monstergesetz
  • Copyright-Problematik bewusst ausgeklammert

(31:04) - TDM-Debatte:

  • Historische Fehlinterpretation
  • Ursprung in Lobbyarbeit
  • Forderung nach Ausschluss von KI-Training aus TDM-Ausnahme

(36:28) - Draft Report Axel Voss:

  • Initiativbericht ohne Garantie auf Umsetzung
  • Langer parlamentarischer Weg, politisch unsicherer Ausgang

(44:10) - Defensivrechte der Kreativen:

  • Fehlende einfache Mechanismen für Rechtevorbehalte, hoher administrativer Aufwand.

(48:55) - Zuständigkeiten in Deutschland:

  • Unklare Verantwortlichkeiten zwischen BMJ, BMWK, Digitalministerium und BKM
  • Empfehlung, alle relevanten Stellen mit Evidenzen zu versorgen

(49:09) - Evaluierung der Copyright Directive:

  • Interne Uneinigkeit in der EU-Kommission
  • Beteiligung an Konsultationen wichtig, kreative Branche oft uneinig

(55:00) - Spaltung der Kreativwirtschaft:

  • Unterschiedliche Interessen von Urhebern und Verwertern
  • Beispiel Konflikt um Kennzeichnungspflicht in Filmbranche

(1:00:39) - Politische Großwetterlage:

  • Handels- und Innovationspolitik könnten strengere Regeln blockieren

(1:03:19) - Fahrplan 2026:

  • In den nächsten 12–18 Monaten viele Konsultationen zu Art. 50 AI Act, Guidelines und weiteren Digitalstrategien

(1:06:01) - Handlungsempfehlungen:

  • Klärung der Position zur Lizenzierung
  • Sammlung belastbarer Evidenzen zu kreativer Arbeit
  • Proaktive Initiativen
#07 Von C2PA zu 3C | Zu Gast: Dr. Aljoscha Burchardt15 Aug 202500:59:00

Dr. Jürgen Scriba, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat unterhält sich mit Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie. Zu Gast ist diesmal Dr. Aljoscha Burchardt, Principal Researcher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Berlin und Co-Host des Podcasts "KI - und jetzt" des SR, rbb und DFKI. Thema ist das Projekt "Wegweiser KI" zwischen dpa und DFKI: https://www.dpa.com/de/wegweiser-ki


INFO:

Dr. Aljoscha Burchardt ist Principal Researcher, Research Fellow und stellvertretender Standort­sprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Berlin. Er ist Experte für Sprach­techno­logie und Künstliche Intelligenz. Burchardt ist Senior Research Fellow des Weizenbaum-Institutes für die vernetzte Gesellschaft und Stell­ver­tre­ten­der Vorsitzender der Berliner Wissenschaftlichen Ge­sell­schaft. Außerdem war er als Sachverständiger Mitglied der Enquete-Kommission “Künstliche Intelligenz” des Deutschen Bundestages. Aljoscha ist Co-Host des Podcasts "KI – und jetzt? Wie wir Künstliche Intelligenz leben wollen" des SR, rbb und DFKI (https://www.dfki.de).


HIGHLIGHTS:


(00:00) - Start

(00:12) - Festival in Arles

  • KI-Bilder seit Jahren präsent, aber ohne thematische Auseinandersetzung.
  • Kritik: stereotype Midjourney-Ästhetik, mittelmäßige Umsetzung.
  • Positiv: Augustin Rebetez integriert KI organisch in Medienmix.
  • Panel „Unthinkable AI“ ohne fachliche Relevanz, Publikum enttäuscht.

(07:34) - Adobe Firefly vs. Google VEO3

  • Adobes neues Video-/Animationsmodell liefert unrealistische Ergebnisse.
  • Google bietet realistischere Optik, Soundintegration und bessere Prompts.
  • Fazit: Adobe kann nicht aufschließen.

(13:04) - Google DeepMind Video

  • Misslungenes Showcase
  • Kreative Qualität bleibt hinter Technikdemo zurück.

(16:22) - KI-Content-Plattformen

  • Pika Labs: Avatare als Lifestyle („It’s not real, it’s better“).
  • Higgsfield: KI-Video mit Filtern/Charakter-Generierung für Social Media.
  • Trend zu komplett KI-generierten Online-Identitäten.

(22:28) - Kamera-Authentizität

  • Canon & Sony führen C2PA-Signierung ein, teils als Abo.
  • Kritik: mögliche Zusatzkosten für Profis.

(26:15) - Zu Gast: Aljoscha Burchardt, DFKI

  • DFKI & DPA KI-Trainingsprojekt
  • Journalist:innen für KI geschult, Mentoring für Multiplikatoren.
  • Einsatz entlang der Produktionskette (Planung, Text, Bild, Social Media, Feedback).
  • Gretchen AI prüft Bildkontexte, erkennt manipulierte Inhalte

(41:37) - KI in Redaktionen

  • Chancen: Effizienz bei Faktencheck & Feedback.
  • Risiken: Verlust menschlicher Expertise.
  • Forderung nach klaren Einsatzentscheidungen.

(47:06) - Politik & Regulierung

  • Regulierung oft zu langsam oder praxisfern (DSGVO-Beispiel).
  • Empfehlung: Strategien selbst entwickeln, nicht auf Politik warten.

(50:34) - Geschwindigkeit & Bildung

  • „3C“: Curiosity, Critical Thinking, Creating your own working environment.

(57:59) - Haltung

  • Vorsichtig optimistisch (7/10).
  • Mehr Sorge vor gesellschaftlichen Fehlentwicklungen als vor Superintelligenz.
#06 Von KI-Modebildern zu Urheberrecht | Zu Gast: Monica Menez & Sebastian Deubelli15 Jul 202500:59:00

Dr. Jürgen Scriba, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat unterhält sich mit Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie. In der aktuellen Folge sprechen wir mit unseren Gästen Monica Menez (Fotografin, Regisseurin, Art Director) über KI in der Modefotografie und Sebastian Deubelli (Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht) über aktuellejuristische Fragen bei der Benutzung von KI.


LINKS:

https://www.monicamenez.de

https://www.sld-ip.com

 

HIGHLIGHTS:

 

(00:00:00) - Start

(00:01:17) - Conversational Prompting & Chatbotisierung von Bild-KI:

  • Neue KI-Modelle wie Flux Context erlauben präzise Bearbeitung einzelner Bildbereiche. Gleichzeitig geht der Trend zum „Conversational Prompting“
  • Prompts werden in natürlicher Sprache gestellt, was zu einer „Chatbotisierung“ von Bild- und Video-KI führt.

(00:02:53) - Social-Media-Transformation durch KI:

  • Meta integriert KI direkt in Apps wie Instagram, z.B. für automatisches Umstyling.
  • Realität wird zur beliebigen Vorlage – ein Wettbewerb um Aufmerksamkeit, nicht Authentizität.

(00:04:33) - KI-Bilder und historische Erinnerung (Auschwitz-Debatte):

  • Das Auschwitz-Museum warnt vor KI-generierten Holocaust-Bildern.

(00:06:20) - Szenarien zur „Explosion“ von KI (AI 2027 vs. Gentle Singularity):

  • Zwei gegensätzliche Zukunftsszenarien: Entweder steht bald eine KI-Explosion bevor (AI 2027), oder es läuft „harmonisch“ weiter (SamAltmans „Gentle Singularity“).
  • Debatte über Regulierung, Risiken, Kontrollverlust.

(00:09:35) - Red-Teaming:

  • KI wird zum Erpresser und Mörder
  • Experimente zeigen, dass Bots wie Claude hypothetisch zu Erpressung oder Tötung bereit wären. Später versagen sie aber beim Snackverkauf und brechen zusammen. Humor trifft Horror.

(00:18:08) - Bewertung von Fotos durch KI: Miles Astray Experiment

  • Ein reales Foto verliert gegen KI-Kitsch bei einem von KI bewerteten Wettbewerb. Historische Fotos (z.B. Martin Luther King) schneiden miserabel ab.
  • Fazit: KI bewertet nach populärem Durchschnitt, nicht kulturellem Gehalt.

(00:23:53) - Adobe & der kommerzielle Umbau der KI-Funktionen:

  • Adobe strukturiert um: Creditsystem, neue Abo-Modelle, Firefly wird kostenpflichtig.
  • Doch die Konkurrenz bietet oft bessere Modelle und größere Freiheit – etwa Flux oder Krea.
  • Adobe droht, an Relevanz zu verlieren.

(00:29:27) - Zu Gast: Monica Menez

  • Vom Zusammenbruch zur KI-Transformation
  • Modefotografin Monika Menz erzählt, wie KI sie zuerst in eine Sinnkrise stürzte, sie dann aber zur kreativen Neuentdeckung führte.
  • Jetzt nutzt sie KI für visuell hochwertige Arbeiten, bleibt aber kritisch.

(00:35:35) - Hybride Shootings & der neue Produktionsprozess:

  • KI wird zunehmend mit realer Fotografie kombiniert (hybride Shootings).
  • Plattformen wie Genera ermöglichen massenhaft KI-Modelfotos.
  • Menz warnt vor Kundenillusion: KI = billig & schnell. Tatsächlich sei gute KI-Arbeit zeitintensiv.

(01:02:27) - Zu Gast: Sebastian Deubelli:

  • Sebastian Deubelli erklärt laufende Klagen gegen KI-Firmen(z.B. LAION, Midjourney). Streitpunkt: Dürfen Trainingsdaten ohne Zustimmung genutzt werden?
  • Die EU hinkt der Realität hinterher. Ohne Transparenz keine fairen Verhandlungen.
  • Besonders brisant: Beweislast liegt beim Urheber, obwohl keine Einsicht in Trainingsdaten besteht.
#05 Von Conversational Prompting zur Zukunft von Bildredaktionen | Zu Gast: Andreas Trampe & Christian Gogolin15 Jun 202500:54:17

Dr. Jürgen Scriba, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat unterhält sich mit Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie. In der aktuellen Folge sprechen wir mit unseren Gästen Andreas Trampe (Mitarbeiter im Deutschen Fotorat) und Christian Gogolin (GEO Bildredaktion) über den Round Table der Fotorats Arbeitsgruppe mit über 20 deutschen Bildredakteur*innen.


LINKS:


HIGHLIGHTS:


(00:00) - Start

(00:11) - VEO3:

  • Das neue KI-Videomodell von Google jetzt auch ohne VPN und virtueller Kreditkarte.

(04:11) - VEO3 Features

(12:37) - Conversational Prompting:

  • Das Bearbeiten von Bildern in Umgangssprache, jetzt auch mit dem neuen "Flux Kontext" Modell.

(15:28) - KI & Adobe Stock:

  • Prozentsatz von KI-Bildern auf Adobe Stock

(18:50) - Byebye KI-Regulierung:

  • Die Abschaffung von rechtlichen Schranken für KI in den Vereinigten Staaten

(20:48) - re:publica 25

  • KI-relevante Vorträge auf der re:publica 25: Roland Meier

(21:16) - re:publica Vortrag von Björn Ommer: KI als "Ermöglichungstechnologie"

(22:18) - Jürgen ist "ChatGPT-geschädigt"

  • Ist ChatGPT durch neue Funktionen erst mal schlechter geworden?
  • Multimodalität als Zukunft des Promptens

(28:29) - OpenAI x Jony Ive

  • OpenAI kauft Unternehmen von Apples ehemaligem Chefdesigner

(34:00) - Zu Gast: Andreas Trampe und Christian Gogolin

  • Gemeinsamer Rückblick auf den Round Table der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" mit den deutschen Bildredaktionen


#04 Vom "Last Human CEO" zum neuen Firefly Geschäftsmodell15 May 202500:42:58

Dr. Jürgen Scriba, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat unterhält sich mit Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie. In der vierten Folge schauen wir uns Midjourney 7 genauer an, reden über Google, Adobe und OpenAI.


LINKS:


HIGHLIGHTS:

(00:00) - Start

(01:54) - Midjourney 7 Updates

(13:51) - Sam Altmans Kommentar zum Thema Copyright

(19:18) - Googles KI-Tools

(22:00) - Zukunftsvision? "The Last Human CEO" als VEO2 Showcase

(30:30) - Adobes KI-Agenten

(33:52) - Adobe Firefly wird zur "All-In-One" Plattform

(36:12) - Noch eine Zukunftsvision: Die Ki mit Fachwissen



Dr. Jürgen Scriba leitet die Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" des Deutschen Fotorats. Er studierte Physik und Informatik in Hamburg und München, wo er in experimenteller Halbleiterphysik promovierte. Er war im Wissenschaftsjournalismus als Redakteur bei den Nachrichtenmagazinen Spiegel und Focus tätig, bevor er ein Biotech-Startup mitgründete und als COO bis zum Verkauf an einen japanischen Lifescience-Konzern leitete. Danach arbeitete er als Fotograf im Bereich Industriefotografie und Video. Er war elf Jahre Geschäftsführer der Deutschen Fotografischen Akademie und arbeitet derzeit als Elektronikentwickler im Orgelbau neben seiner künstlerischen Fotoarbeit (https://aussendienst.photography).


Boris Eldagsen studierte Bildende Kunst und Philosophie in Köln, Mainz, Prag und Hyderabad. Seit 2000 wurden seine Foto- und Medienarbeiten in internationalen Institutionen und Festivals gezeigt und ausgezeichnet. Seit 2004 unterrichtet er Ideenlehre, Kreativität und Fotografie an internationalen Kunsthochschulen. Boris ist einer der international anerkannten Experten für KI-generierte Bilder. Seine Absage der Sony World Photo Awards im April 2023 löste eine weltweite Debatte über die Beziehung zwischen Fotografie und KI-generierten Bildern („Promptografie“) aus. Er war der “Posterboy der KI-Debatte” (SZ) und sein Bild “PSEUDOMNESIA | The Electrician“ wurde als “the picture that stopped the world“ (The Guardian) Symbolbild einer neuen Ära. (https://www.promptwhispering.ai).

#03 Von "Autoritären Bildern" zu ChatGPT Image | Zu Gast: Sabine Richly15 Apr 202500:52:59

Dr. Jürgen Scriba, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat unterhält sich mit Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie. In der dritten Folge schauen wir auf den neuen Bildgenerator von OpenAI, OmniHuman, wie Trollfarmen den politischen Bias künftiger Modelle beeinflussen, die Hintergründe des Trumpschen Gazavideos und besprechen mit unserem Gast Sabine Richly, Rechtsanwältin aus München, die Regulationsprozesse der EU.


LINKS:

https://wirsing.infohttps://www.ardmediathek.de/video/ttt-titel-thesen-temperamente/politik-kapert-kunst/ard/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3R0dCAtIHRpdGVsIHRoZXNlbiB0ZW1wZXJhbWVudGUvODg2Y2YxNjctYT


HIGHLIGHTS:

(00:00) - Start

(00:17) - Die Macher des GAZA-KI-Videos

(05:40) - Wolfgang Ulrich über "Autoritäre Bilder": https://youtu.be/wGR-ujiJMdU?si=bxAuRkEwh8dJTlIP

(08:28) - ChatGPT-Image:- Der neue Bildgenerator von OpenAI und Boris Erfahrung als Betatester

(19:40) - OmniHuman und LipSync bei KI-Videos

(21:38) - Desinformation:- Trollfarmen die den politischen Bias des Trainingsmaterials beeinflussen

(25:49) - KI & Getty Images- Der NZZ-Artikel über flasche Kennzeichnung bei Getty Images

(27:20) - KI & Die ZEIT- Stellenausschreibung: ZEIT Online sucht KI-Künstler

(29:20) - Zu Gast: Sabine Richly

  • Juristin mit Schwerpunkt Urheberrecht

(31:20) - EU AI Act:

  • "Code of Practice" und die Debatte um "Robots.txt"

(40:34) - EU vs. USA

  • Wird der AI Act Verhandlungsmasse im Zollkrieg zwischen EU und USA?


#02 Von Midjourneys Moodboard zum EMOP Berlin15 Mar 202500:36:33

Dr. Jürgen Scriba, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat unterhält sich mit Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie. In der zweiten Folge schauen wir auf die Regulationsprozesse der EU, das neue Moodboard-Tool von Midjourney und die EMOP-Berlin-Ausstellung "RIVALEN - Fotografie vs Promptografie".


HIGHLIGHTS:

(00:00) - Start

(00:27) - Trump-Gaza-Video:

  • Das Trump-Gaza-KI-Video und was dies für die politische Kommunikation der Zukunft bedeutet.

(03:32) - Midjourney Moodboard:

  • Personalisierung mit dem neuen Midjourney Moodboard
  • Goodbye Copyright?

(09:10) - KI-Video aktuell:

  • Wie gut ist Adobe Firefly?
  • Sora (OpenAI) und VEO (Google) jetzt in Europa erhältlich. Ist es das Geld wert?
  • Und wieso gibt es schon wieder ein neues chinesisches Video-Modell (Wan2.1 von AliBaba)?

(11:30) - EU AI Act:

  • Die Fotorat-Arbeitsgruppe „Technischer Fortschritt“ ist „Stakeholder“ und berät das AI Office der EU bei der Umsetzung des EU AI Acts.
  • Wie sieht das in wirklich aus? Und warum hat die EU Ende Februar den Prozess plötzlich gestoppt?

(28:41) - EMOP Berlin:

  • Die Berliner Ausstellung „RIVALEN – Fotografie vs. Promptografie“ versammelt 17 Fotograf*innen und 18 Ki-Künstler*innen, um die Stärken beider Medien herauszuarbeiten und voneinander abzugrenzen. Boris hat diese Ausstellung „aus Frust“ kuratiert und lädt alle ein, sich an der Erarbeitung dieser Grammatik zu beteiligen.


PS: Jürgens Tonspur stolpert diesmal ein bisschen, bis zum nächsten Mal haben wir das behoben.


#01 Vom Technischen Fortschritt zu Post-Truth15 Feb 202500:44:53

Dr. Jürgen Scriba, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat unterhält sich mit Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie. In der ersten Folge schauen wir auf die großen Veränderungen des Jahres 2024 zurück und diskutieren die Herausforderungen mit denen 2025 begann.


HIGHLIGHTS

(00:00) - Fortschritte bei der KI-Bild- und Videogenerierung:

  • Bedeutende Fortschritte bei KI-Tools zur Bild- und Videoerstellung im Jahr 2024
  • Der Einfluss von Sora
  • Der Aufstieg chinesischer Modelle
  • Der Erfolg des Open-Source-Modells Flux bei der Überwindung von Handrendering-Problemen.

(20:08) - Urheberrecht und regulatorische Herausforderungen:

  • Erhebliche urheberrechtliche Bedenken im Zusammenhang mit der KI-Bilderzeugung, insbesondere bei der Verwendung von Referenzbildern
  • Die Grenzen und Absurditäten der derzeitigen Regulierungsbemühungen wie robots.txt bei der Lösung dieser Probleme.

(33:03) - Erosion des Vertrauens in die Medien:

  • Das wachsende Misstrauen in die Medien durch KI-generierte Fehlinformationen geschürt wird
  • Herausforderungen, denen sich Journalisten stellen müssen, um ihre Glaubwürdigkeit in einer Post-Truth-Ära zu bewahren.


#17 Von Ansel Adams zu Google Omni27 Jun 202600:29:53

Die neuen EU-Guidelines machen Deepfake- und Transparenzpflichten etwas klarer und wir geben einen ersten Überblick. Als Beispiel für die ethische Grauzone dient die KI-kolorierte Version von Ansel Adams Foto „Moonrise“ durch James Danziger: juristisch wohl erlaubt, künstlerisch aber als geschmacklose Verfälschung kritisiert; im Kontrast dazu wirkt KI-Verjüngung bei den Rolling Stones anders, weil die Künstler selbst zustimmen.Wir reden über neue Bild- und Videomodelle, Googles „Omni“, steigende KI-Kosten sowie Deepfake-Erkennung: Seedance lockert sichtbare Labels, YouTube und OpenAI bauen Detektoren aus, doch wirklich verlässliche, unabhängige Prüfverfahren fehlen weiterhin.

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Im KI-Podcast unterhalten sich Dr. ⁠⁠Jürgen Scriba⁠⁠, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat und ⁠⁠Boris Eldagsen⁠⁠ (Mitglied der Arbeitsgruppe) mit wechselnden Gästen über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie.


HIGHLIGHTS:


  • (00:08) : EU-Guidelines klären, wann Fotograf:innen mit KI als „Deployer“ gelten
  • (02:19) : Zentral ist die „First Exposure“: der erste Kontakt eines unvorbereiteten Publikums mit KI-Inhalten. Die Abgrenzung bleibt knifflig und soll in einem Special mit Fachleuten vertieft werden.
  • (02:57) : Deepfakes sind vor allem Inhalte, die reale Personen oder Orte authentisch erscheinen lassen.
  • (05:01) : Für Kunst, Satire und Fiktion gelten Ausnahmen von harter Kennzeichnungspflicht.
  • (05:52) : Werbung wird strenger bewertet als Kunst.
  • (06:40) : Entscheidend ist nicht Täuschungsabsicht, sondern der verwendete Werkzeugtyp. Pixelstempel und Generative Fill könnten juristisch sehr unterschiedlich behandelt werden.
  • (08:17) : Die KI-kolorierte Version von Ansel Adams’ „Moonrise“.Das ikonische Schwarzweißbild wird durch Farbe als künstlerisch massiv verfälscht empfunden.
  • (11:40) : Urheber ist der New Yorker Galerist James Danziger, nicht irgendein Internetbastler. Er verweist auf Public Domain, KI-Hinweis und seine Liebe zum Original — überzeugt aber nicht.
  • (14:31) : Juristisch mag die Farbversion erlaubt sein, ästhetisch wird sie hart kritisiert. Fazit: Nur weil man etwas darf, muss man es nicht tun.
  • (15:20) : Beim neuen Rolling-Stones-Video werden die Musiker per KI verjüngt. Da die Künstler selbst zustimmen, wirkt die ethische Lage deutlich anders.
  • (16:17) : In Hollywood nehmen die Pro-KI-Stimmen zu. Die alte Brandmauer bröckelt, KI-Arbeit im Film wird als normale Entwicklung gesehen.
  • (16:58) : Bei Bildmodellen werden Microsoft, Grok, Luma, Nvidia, Krea und Recraft beobachtet. Aggregator-Plattformen dienen als Frühwarnsystem für neue Topmodelle.
  • (19:13) : Google stellt sein neues Videomodell „Omni“ vor.Es kann Text, Bilder, Videos und Ton als Referenzen nutzen, ist aber kein Seedance-Killer.
  • (20:19) : Googles Stärke liegt eher in Videobearbeitung als in reiner Generierung. Omni kann Perspektiven ändern und Inhalte austauschen, bleibt aber bei Laufzeit und Cinematik zurück.
  • (21:54) : KI-Tools werden spürbar teurer. Credits, Limits und Tarife werden enger gezogen; hochwertige Bild- und Video-KI kostet mehr.
  • (22:37) : Seedance lässt sein sichtbares KI-Logo offenbar abschalten. YouTube geht andersherum vor und will KI-Inhalte bei Verdacht automatisch kennzeichnen.
  • (24:17) : YouTube bietet „Likeness Detection“ gegen missbräuchliche Deepfakes der eigenen Person. Dafür braucht es biometrische Daten, Gesichtsvideo und Ausweis — nützlich, aber heikel.
  • (25:55) : OpenAI erkennt vor allem Inhalte aus eigenen Bild- und Videomodellen. Der Detektor sagt eher „wir waren es nicht“ als zuverlässig „das ist kein KI-Bild“.
  • (27:47) : Sinnvoll wären übergreifende Detektoren mit Wasserzeichen- und forensischer Analyse. Ein unabhängiges Prüfsystem wäre hilfreicher als lauter Insellösungen einzelner Anbieter.
  • (29:27) : Fazit: Die Regeln werden klarer, aber die Praxis bleibt voller Grauzonen.
  • Das angekündigte Deepfake-Spezial soll Kunst, Werbung, Kennzeichnung und Erkennung weiter klären.
#16 Von Algorithmischer Fotografie zu Deepfake-Erkennung | Zu Gast: Christoph Behl18 May 202601:13:08

KI-Bild- und Videomodelle entwickeln sich gerade in einem Tempo, bei dem selbst Profis kaum hinterherkommen: Midjourney korrigiert seinen Kurs, ChatGPT Image 2 holt überraschend auf, und aus China kommen neue Videomodelle wie Wan 2.7 und Happy Horse. Gleichzeitig wird sichtbar, dass diese kreative Explosion teuer ist — in Geld, Rechenleistung, Energie und neuen Nutzungslimits. Die Folge diskutiert außerdem, warum KI-Bilder Fotografie, Journalismus und Wettbewerbe unter Druck setzen. Boris erklärt, warum Joan Fontcubertas „algorithmische Fotografie“ ein Nonsense-Begriff ist. Im Gespräch mit unserem Gast Christoph Behl von "It’s Real" geht es schließlich darum, wie wir in einer Welt perfekter synthetischer Bilder wieder Vertrauen schaffen können: durch Detektion, Provenienzdaten und neue „Trust Zones“ für echte Bilder.


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Im KI-Podcast unterhalten sich Dr. ⁠Jürgen Scriba⁠, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat und ⁠Boris Eldagsen⁠ (Mitglied der Arbeitsgruppe) mit wechselnden Gästen über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie.


HIGHLIGHTS:


(00:08) - EU-Guidelines zur juristischen Definition von Deepfakes i

  • Fehlen weiterhin. Bis dahin wird praktisch weiter getestet, wie Deepfakes und synthetische Medien entstehen.


(00:31) - Bei KI-Bildmodellen gab es große Bewegung

  • Midjourney 8.1 korrigiert viele Schwächen von Version 8.0. Die neue Architektur bringt das alte „Midjourney-Feeling“ zurück.


(02:17) - ChatGPT Image 2 wird neu bewertet

  • In der Beta war es enttäuschend, inzwischen liegt es in vielen Use Cases fast gleichauf mit Nano Banana 2.


(04:53) - In praktischen Bildtests zeigt sich:

  • ChatGPT Image 2 überzeugt bei Bildrestauration, Lichtübertragung, Pose-Transfer und komplexen Bildkombinationen.
  • Nano Banana 2 ist stärker bei Realismus, Farbpaletten und manchen Stilübertragungen.


(12:41) - Im Videobereich bringt Alibaba zwei Modelle

  • Wan 2.7 und Happy Horse. Beide kommen aus unterschiedlichen Alibaba-Labs; Happy Horse zielt stärker auf Talking Heads, Short Drama und menschliche Figuren.


(15:51) - Die Kostenfrage

  • KI-Infrastruktur, Tokenverbrauch und Rechenleistung explodieren.
  • Nutzer merken das an Limits, langsameren Diensten und teuren Pro-Tarifen.
  • Der Energie- und Ressourcenverbrauch wird zu einem zentralen Problem.


(21:07) - KI-Bilder in Fotowettbewerben

  • Beispiele aus Hasselblad- und Naturfoto-Wettbewerben zeigen, wie schwer Jury und Publikum echte Fotos von synthetischen Bildern unterscheiden können.


(24:03) - Re-Light

  • Nachträgliche Lichtveränderung in Fotos werden Standard.


(30:00) - Philosophische Debatte

  • Sind KI-generierte Bilder Fotografie?
  • Boris widerspricht Joan Fontcubertas These von „algorithmischer Fotografie“ und argumentiert, KI-Bilder seien Teil eines größeren Metamediums: Latent Space.


(40:47) - Zu Gast: Christoph Behl

  • Behl erklärt, wie sein Unternehmen KI-generierte und manipulierte Bilder durch einen multisignalen Ansatz erkennt.
  • Die Detektion basiert auf semantischen Mustern: Bildsprache, Symmetrie, Texturen, Rauschen, Frequenzen, Entropie und typische KI-Artefakte werden kombiniert.


(55:09) - Beispiele

  • An Beispielen zeigt "It’s Real", wie komplett generierte Bilder, authentische Bilder und teilweise manipulierte Bilder unterschieden werden.


(58:01) - Zielgruppen sind breiter als geplant

  • Medien, Bildagenturen, Behörden, Polizei, Militär, Versicherungen und E-Commerce interessieren sich für Bildprüfung.
  • Besonders relevant sind Betrug, Desinformation, Bildarchive und journalistische Verifikation.


(1:03:04) - „Deepfake“

  • Der Begriff wird kritisch gesehen, weil er juristisch und praktisch unscharf ist. Statt alles KI-generierte zu labeln, schlägt Christoph vor, stärker das Echte zu zertifizieren: Trust Zones, Provenienzdaten und geprüfte Authentizität.


(1:09:41) - Fazit

  • Vertrauen in Bilder wird künftig aktiv hergestellt werden müssen — technisch, juristisch und kulturell.



#15 Von Verlierern zu Gewinnern | Zu Gast: Anke Schierholz & Christoph Künne25 Apr 202600:55:05

Im aktuellen Rückblick sprechen wir über die Gründe von OpenAI, Sora 2 einzustellen. Google dominiert Bildmodelle, ByteDance/Seedance 2.0 setzt neue Maßstäbe bei Video. KI-Restaurierung, Kriegspropaganda und KI-Influencer destabilisieren Erinnerung, Wahrheit und politische Kommunikation.

Wie lassen sich KI-Training, Nutzung und Vergütung fair regulieren? Fotograf:innen geraten ökonomisch unter Druck, besonders bei Brot-und-Butterjobs und hybrider Postproduktion.

Wir fragen unsere Gäste: Dr. Anke Schierholz, Leiterin der Rechtsabteilung der VG Bildkunst und Christoph Künne, Kulturwissenschaftler und Mitbegründer des DOCMA Magazins.

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Im KI-Podcast unterhalten sich Dr. Jürgen Scriba, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat und Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) mit wechselnden Gästen über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie.


HIGHLIGHTS


(00:08) - Sora 2 wird eingestellt

  • OpenAI beendet Sora 2 offiziell wegen Rechenkapazitäten und neuer Prioritäten wie Weltsimulation und Robotik.


(02:57) - OpenAI verliert den Vorsprung

  • Sora 2 sollte offenbar vom Profi-Tool zum Mainstream-Produkt werden. Diese Strategie scheint gescheitert, während OpenAI bei Bild, Video und Coding nicht mehr eindeutig vorne liegt.


(04:21) - Bildmodelle: Google vorn, Midjourney schwächelt

  • Google/Nano Banana bleibt vorn. Midjourney 8 wirkt trotz neuer Architektur wie ein Dinosaurier.


(09:23) - Google gegen ByteDance im Video-Wettbewerb

  • Google setzt auf billigere Light-/Fast-Versionen, Seedance 2.0 von ByteDance auf Qualität. Nach Hollywood-Druck reagiert ByteDance mit Kennzeichnung, Watermarking und Filtern für geschützte Figuren oder echte Gesichter.


(15:10) - KI-Restaurierung und Erinnerung

  • KI-Restaurierung alter Fotos kann emotional stärkere Bilder erzeugen, verändert aber oft Gesichter und Charaktere.


(18:13) - Authentizität oder Wirkung?

  • Boris fragt, ob dokumentarische Authentizität nötig ist, wenn ein verfälschtes Bild emotional stärker wirkt.


(20:33) - KI-Propaganda und synthetische Influencer

  • KI-generierte Bilder destabilisieren Kriegskommunikation, Quellenvertrauen und historische Rekonstruktion. Figuren wie „Jessica Foster“ zeigen, wie KI-Influencer politische, militärische und erotische Fantasien bedienen.


Zu Gast: Dr Anke Schierholz und Christoph Künne


(23:34) - Fotografie, Einkommen und KI-Schock

  • Der zweite Teil fragt, was mit fotografischen Einnahmen passiert, wenn Bilder für Centbeträge generiert werden.


(25:49) - Von Photoshop zu KI-Workflows

  • Bildbearbeitung verschiebt sich von klassischer Retusche zu generativen Workflows. Kund:innen erwarten zunehmend hybride Arbeit aus Foto und KI.


(28:07) - Fotobranche unter Druck

  • Besonders gefährdet sind Brot-und-Butterjobs, die oft anspruchsvollere Arbeit mitfinanzieren.


(32:30) - KI-Nutzung als Stigma

  • Viele Fotograf:innen nutzen KI längst für Retusche oder Postproduktion, sprechen aber ungern darüber.


(36:08) - Der gordische Knoten der Vergütung

  • KI-Systeme nutzen geistiges Eigentum vergangener Jahre und bedrohen nun diejenigen, die davon leben wollten. Ein globales Vergütungssystem wirkt unrealistisch.


(37:48) - Umsatzbeteiligung und Nachweisproblem

  • Anke hält Umsatzbeteiligung für denkbar, dafür müsste Training aber klar lizenzpflichtig werden. Das Hauptproblem bleibt: Urheber:innen können meist kaum beweisen, dass ihre Werke genutzt wurden.


(45:01) - KI-Bilder und Schutzfähigkeit

  • Boris fragt, ob komplex erzeugte KI-Bilder wie „The Electrician“ meldbar sein können.


(49:18) - KI als Kulturbruch

  • KI wird mit früheren Medienumbrüchen wie Fotografie und Digitalisierung verglichen. Neu ist die Breite: KI verändert nicht nur Bilder, sondern Arbeit, Denken und Zusammenleben.


(53:50) - Das Mehl darf nicht gratis sein

  • Das TDM-Fundament muss neu gefasst werden, damit kreative Arbeit nicht weiter kostenloser Rohstoff bleibt. Auch der Bäcker bekommt sein Mehl nicht umsonst.


#deutscherfotorat #kibilder #fotografie


#14 Von Nano Banana 2 zu Pilzen & UFOs | Zu Gast: Jens Schröter09 Mar 202601:12:55

Im aktuellen Rückblick sprechen wir über die neuen Modelle Nano Banana 2, Seedream 5 Light und das neue Videomodell Seedance 2.0. Außerdem geht es um die massive Disruption der Produktfotografie, den Umgang mit Trainingsdaten und die Frage, warum wissenschaftliche Daten plötzlich bezahlt werden, kreative Werke aber oft nicht.Im Gespräch mit Medienwissenschaftler Prof. Dr. Jens Schröter von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn wird es dann grundsätzlich: Was ist Kreativität, was bleibt von der Fotografie, und wie verändert KI unseren Begriff von Authentizität, Kunst und Wirklichkeit? Und was haben UFOs, Pilze und KI gemeinsam?

HIGHLIGHTS


(0:08) – Februar-Rückblick & Modellschub

  • Rückblick auf den Februar 2026: Mehrere Releases und Leaks sorgen für Dynamik im KI-Toolmarkt.

(0:27) – Nano Banana 2 & Seedream 5 Light

  • Einordnung der neuen Bildmodelle und des Naming-Chaos: Nano Banana – Nano Banana – Nano Banana 2. Testergebnis: schneller, günstiger und stabiler als Seedream 5 Light, das teils inkonsistent reagiert und stärker zensiert ist.

(3:29) – Vision Grounded Search

  • Nano Banana 2 und Seedream 5 Light nutzen eine neue Logik: Das Modell kann während der Generierung online nach visuellen Referenzen suchen.

(9:47) – Seedance 2.0 & verschobener Release

  • Das neue ByteDance-Videomodell kursiert bereits online, ist offiziell noch nicht veröffentlicht. Der Release wurde offenbar mehrfach verschoben, während das Netz bereits mit Demo-Clips gefüllt ist.

(10:47) – Hollywood reagiert auf KI-Deepfakes

  • Studios und Rechteinhaber protestieren gegen die Nutzung ihrer Figuren und Gesichter ohne Zustimmung. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob westliche Firmen juristisch gegen ByteDance vorgehen können.

(14:08) – Warum Seedance 2.0 überzeugt

  • Aus einfachen Prompts entstehen cineastische 15-Sekunden-Clips mit Schnitt, Kameraführung, Dramaturgie und Sounddesign. Das Modell versteht filmische Sprache überraschend gut und wirkt derzeit stärker als Googles oder Klings Videomodelle. Problematisch bleibt eine chaotische, sich ständig ändernde Zensur in Beta.

(19:23) – KI in der Produktfotografie

  • Ein neues Google-Tool zeigt, wie aus einfachem Ausgangsmaterial sofort professionelle Produktbilder und Szenen entstehen. Der Markt für klassische Produktfotografie könnte sich dadurch stark verändern.

(22:50) – ZDF-Fall: KI-Material im Nachrichtenkontext

  • Diskutiert wird ein KI-generierter Clip in einem ZDF-Beitrag mit sichtbar gebliebenem Sora-Logo. Die Kritik richtet sich nicht nur auf fehlende Kennzeichnung, sondern auch auf redaktionelle Abläufe, Verifikation und Krisenkommunikation.

(32:14) – Zu Gast ist Jens Schröter: Medienkultur, Pilze, UFOs

  • Mit dem Medienwissenschaftler Prof. Dr. Jens Schröter verschiebt sich das Gespräch zu Grundsatzfragen. Beispiele aus Mushroom Studies und UFO-Forschung dienen als Metapher dafür, wie Kultur mit radikal Fremdem umgeht – auch mit KI.

(37:49) – KI als fremde Intelligenz

  • Schröter schlägt vor, KI nicht nur als Spiegel menschlicher Kultur zu sehen, sondern als mögliche Form andersartiger Intelligenz.
  • Boris hält dagegen: Das Fremde wird meist durch menschliche Kategorien gedacht.

(42:00) – Kreativität: Simulation oder Praxis

  • Diskutiert wird, ob KI Kreativität nur simuliert oder bereits kreativ handelt. Schröter argumentiert, dass auch menschliche Kreativität meist auf vorhandenen Mustern und kulturellen Feldern basiert.

(49:39) – Margaret Boden & Regelbruch

  • Boris bringt Margaret Bodens Kreativitätstheorie ins Spiel: Kombination, Mustererkennung und möglicher Regelbruch. Offen bleibt, ob KI echte Regelüberschreitung leisten kann.

(1:00:33) – Fotografie im Wandel

  • Fotografie war historisch immer ein Feld technischer Umbrüche – von Chemie über Elektronik bis zur Digitalisierung.

(1:05:29) – Authentizität, Herkunft, Kontext

  • Entscheidend ist weniger die Frage „Ist das noch Fotografie?“, sondern unter welchen Verfahren Bilder als authentisch gelten. Transparenz und institutionelle Regeln werden zentral.


#13 Von Multishot zu Multi-Doom19 Feb 202600:49:43

Im Januar 2026 ist viel passiert rund um KI, Bilder und Video. Das chinesische Videomodell Kling 3.0 kann jetzt 4K-Videos, mehrere Kameraperspektiven in einem Clip und immer realistischere Szenen erzeugen, "Flux 2 Klein" ist die Minivariante von Flux 2. Wir fragen uns, was "Lügnerdividende" ist und schauen etwas genauer auf die Negativszenarien des CEOs von Anthropic. Wir untersuchen die Kennzeichnungspflicht des EU AI Acts, besprechen die Microsoft-Studie zur weltweiten Nutzung von KI und sind erstaunt, dass die USA nur im Mittelfeld und hinter Deutschland liegen.

Im KI-Podcast unterhalten sich Dr. Jürgen Scriba, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat und Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) mit wechselnden Gästen über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie.


HIGHLIGHTS:

(0:00) – Jahresauftakt & Plattform-Update

  • Rückblick auf Januar 2026 (Folge 13).
  • Podcast jetzt auch auf Spotify, bald iTunes.
  • Weniger neue KI-Modelle als erwartet.


(0:52) – Neue Bild- & Videomodelle

  • Flux 2 klein: schnelles, lokal laufendes Bildmodell.
  • Bytedance kündigt neue Modelle an.
  • „Kling 3.0“ (China): 4K, 15 Sekunden, Multishot (mehrere Kameraeinstellungen im Prompt), Ton- & Stimmenklonen.
  • Trend: Video wird als generierter 3D-Raum gedacht – Bild und Film verschmelzen.


(4:22) – KI im Foto-Alltag

Workshops zeigen:

  • KI wird für hybride Aufgaben genutzt (Menschen ergänzen, Retusche, Begrünung, etc.).
  • Kommerzielle Fotografie war immer inszeniert – KI verstärkt das.
  • Zentrale Frage: Wird das künftig als „Deepfake“ gelten?


(9:37) – EU AI Act & Kennzeichnung

  • KI-generierte Inhalte sollen gekennzeichnet werden.
  • Problem: Definition knüpft am Werkzeug (KI) an, nicht an Authentizität.
  • Gefahr: Inszenierte Fotos gelten als „echt“, KI-Bilder als „Fake“.
  • Forderung: Durchgängige Metadaten statt reiner KI-Markierung.


(21:03) – Politische KI-Beispiele

  • KI-Inszenierungen mit historischen Figuren.
  • Manipulierte Bilder aus politischen Kontexten.
  • Polizeiliche KI-Symbolbilder zur Emotionalisierung.
  • Problem: Behörden erzeugen eigene Bildrealitäten – Glaubwürdigkeit leidet.


(27:10) – KI-Erkennung scheitert

  • Studie zeigt: Chatbots erkennen KI-Videos nicht zuverlässig.
  • → Technische Erkennung allein reicht nicht.


(29:06) – Neue Kennzeichnungsideen

  • Vorschlag: Transparenz nach
  • Autorenschaft
  • Ausführung
  • Verfeinerung
  • Verifikation (Mensch/KI/Assisted).
  • Ansatz: Medienübergreifendes System statt einfacher „KI“-Labels.


(35:44) – Vertrauenskrise neu definiert

  • „Lügner-Dividende“: Echte Bilder können als KI-Fake diskreditiert werden.
  • KI-Restaurierungen verändern reale Personen subtil.
  • Notwendig: Vertrauenszonen je nach Kontext (Journalismus, Werbung, freie Kunst).


(38:48) – KI-Nutzung weltweit

  • Microsoft-Studie zeigt:
  • Hohe Nutzung in VAE und Singapur.
  • Deutschland im Mittelfeld.
  • USA nicht führend bei Nutzung.
  • Digitalisierte Staaten adaptieren schneller.


(41:37) – Kreative vs. KI-Training

  • Initiativen gegen ungefragtes Training mit urheberrechtlich geschütztem Material.
  • Beispiel: Bücher werden gekauft, gescannt, zerstört – rechtlich zulässig in den USA.


(44:54) – Risiken: Doom-Szenario oder Realismus?

  • Essay von Dario Amodei (CEO Anthropic):
  • Risiken durch Überwachung, Autoritarismus, Missbrauch.
  • Weniger Superintelligenz, mehr reale Machtfragen.


#12 Vom neuen Realismus zur Zukunft des EU AI Acts | Zu Gast: Sabine Richly02 Feb 202600:54:52

Zum Jahreswechsel überbieten sich amerikanische und chinesische Anbieter mit neuen Modellen. OpenAI versucht mit ChatGPT 1.5 an die Modelle von Google und Bytedance Anschluss zu finden.

Hautunreinheiten sind wieder begehrt: Higgsfield, Magnific und Topaz bieten einen "Skin Enhancer" für einen neuen Realismus.

Im Videobereich arbeiten sich chinesische Modelle immer näher an Google VEO 3.1 heran. Ali Baba Cloud bietet Wan 2.6 mit Sound, Bytedance bietet mit Seedream 1.5 Pro ein Videomodell mit Sound, Multiframe und Storyboard, das eine echte Konkurrent geworden ist.

Wir schauen auf das viral gewordene KI-Weihnachtsvideo von McDonald, die Jahresansprache des Instagram CEO zur Zukunft der Contentproduktion und unterhalten uns mit unserem Gast Sabine Richly über den aktuellen Stand des EU AI Acts.

...

Im KI-Podcast unterhalten sich Dr. Jürgen Scriba, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat und Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) mit wechselnden Gästen über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie.


LINKS:

HIGHLIGHTS:


(00:08) - Selbstironischer Start

(01:19) - KI-Weihnachtswerbung & Backlash:

  • Coca-Cola: mittelmäßig, McDonald’s NL: massiver Shitstorm.
  • Spot „The Most Terrible Time of the Year“: Anti-Weihnachtsbotschaft + KI-Look → Ablehnung.
  • Verteidigung der Agentur („Our fingers hurts from typing prompts“) wird Meme.
  • Cleveres Reaction-Video einer anderen Agentur kontert KI mit KI, thematisiert Copyright & Austauschbarkeit von KI-Figuren.

(06:20) - Disney & OpenAI:

  • Disney lizenziert Charaktere und investiert nach vorheriger Drohkulisse.
  • Strategie: erst alles zulassen, Markt schaffen, dann lizensieren.
  • Fanfiction wird Marketing-Asset (UGC 2.0). Profit vor allem für große Player.

(10:44) - Metadaten & Transparenz:

  • IPTC 25.1 führt detaillierte KI-Felder ein (Modell, Version, Prompt etc.).
  • Wichtig für kommende Kennzeichnungspflichten; offen bleibt, ob IPTC, C2PA oder anderes Standard wird.
  • Politik: mögliche Verzögerungen wegen „Komplexität“.

(14:34) - Tool- & Modell-Update:

  • ChatGPT Images: wenig Innovation, klarer Fokus auf Mainstream-User.
  • Marktführer aus Praxis: Google (Nano Banana Pro) & ByteDance (Seedream 4.5).
  • Trend: Realismus-Nachbearbeitung (Skin Enhancer, Pickel als „Echtheitsmarker“).
  • Video: Kling mit starkem Sound-Generator; Foley wird automatisiert.
  • Higgsfield Angles: Bilder als latente 3D-Räume → neue Perspektiven aus 2D.
  • Video-Modelle: ByteDance und Google aktuell vorne; kein „bestes Modell“, alles use-case-abhängig.

(29:46) - Instagram & Authentizität:

  • Insta CEO Adam Mosseri erklärt Hochglanz-Ästhetik für tot.
  • Widerspruch: Auch „unperfekt“ kann KI faken.
  • Idee: Reservate für echte Fotos wären sinnvoller als noch mehr Realismus.

(34:35) Zu Gast: Sabine Richly

  • EU AI Act: Code of Practice zu Transparenz/Kennzeichnung
  • Kennzeichnung maschinenlesbar, nicht sichtbar fürs Auge.
  • Problem: Freiwilligkeit, geopolitische Spannungen, Durchsetzung.
  • Plattformen (Deployers) sollen visuelle Labels einblenden.
  • Deepfake-Begriff unscharf; Rechtsprechung wird nachschärfen.


#11 Zum Jahresende überbieten sich alle mit neuen Modellen 15 Dec 202500:56:04

Zum Jahresende zeigt sich eine massive Beschleunigung der generativen KI: Drei Jahre nach ChatGPT ist der Markt fragmentierter und professioneller geworden.

Im Bildbereich setzt sich das chinesische Modell Seedream 4.5 gegen Googles Nano Banana Pro durch, vor allem durch höhere Prompt-Treue und bessere Eignung für professionelle Workflows, während Detailverliebtheit allein nicht mehr reicht. Mit Flux 2 und Z-Image versuchen zwei Open Source Modelle dazu aufzuschließen.

Bei Video-KI eskaliert der Wettbewerb mit neuen Editing-, Audio- und Cameo-Funktionen, wobei Google (Veo) aktuell vorne liegt, die chinesische Modellen von Kling (O1 und 2.6) aber mit weniger Zensur aufholen. Runway veröffentlich Gen 4.5.

Parallel verschieben sich die Grundfragen: Urheberrecht, Regulierung, journalistisches Vertrauen und kulturelles Erbe werden zur eigentlichen Frontlinie – nicht die nächste Modellversion.

Im KI-Podcast unterhalten sich Dr. Jürgen Scriba, Leiter der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat und Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) mit wechselnden Gästen über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie.


LINKS:

Symposium des Deutschen Fotorates, Hamburg, 21.11.2025


HIGHLIGHTS:


00:00:08 | Rückblick auf November/Dezember, 3 Jahre ChatGPT / generative KI.


00:04:03 | Black Forest Labs: 3-Mrd-Bewertung, europäische Grundlagenarbeit, Substanz vs. Marketing.


00:05:48 | Neue KI-Bildmodelle & erste Einordnung:

  • FLUX 2: Gutes Open-Source-Modell - aber schwächer als Konkurrenz.
  • Microsoft MAI: angekündigt, noch ungetestet.
  • Nano Banana Pro (Google) vs. Seedream 4 → 4.5 (ByteDance).
  • Z-Image Turbo (Alibaba): Open Source, lokal, offline, schnell, wenig Zensur.


00:08:43 | Video-KI-Overkill Ende Nov / Anfang Dez:

  • Runway 4.5 angekündigt, ab Mitte Dezember verfügbar
  • Kling Omni (O1): nachträgliches Video-Editing per Prompt & Referenz.
  • Vergleich zu Sora 2 Cameo / Veo: Deepfake-Potenzial, erste Demos.
  • Kling 2.6: Video + Ton + Sprache + Musik (stark bei Musik, schwach bei Schauspiel).
  • Zwischenfazit Video: Veo 3.1 vorne, Kling holt auf, Zensur als Faktor.


00:12:39 | Geopolitik & Zensur:

  • Chinesische Modelle: günstiger, weniger zensiert, Open-Source-Strategie als Marktangriff.
  • Persönliches Nutzungsfazit: Bild = China vorn, Video = China schließt auf.


00:14:10 | Großer Bild-Modell-Vergleich: Nano Banana Pro vs. Seedream 4.5

  • Style- & Color-Transfer: Prompt-Verständnis als Schwachstelle.
  • Renaissance des Textprompts beim Prompt Editing.
  • Corporate / Auftrags-Usecases: Seedream stabiler, Nano Banana detailverliebt.
  • Rollen-Prompts („Du bist Helmut Newton“): Referenztreue vs. Stilfreiheit.
  • Usecase Werbung


00:26:16 | Vorhergehender Test Nano Banana Pro vs Seedream 4.0


00:29:06 | Klares Jahresfazit: Seedream 4.5 aktuell bestes Modell für Prompt Editing.


00:29:13 | Strategische Positionierung der Player:

  • OpenAI: Masse, Gamification, Social.
  • Google: professionelle Tools, Infografiken, strukturierte Prompts.


00:32:10 | Kreativer Prozess & Bewertung

  • Google-Ansatz: KI evaluiert eigenen Output gegen Prompt.
  • Kernproblem: Automatisierung vs. Mittelmaß.
  • China-Studie: Juniors → Ideen, Seniors → Bewertung & Feinschliff.
  • Kreativität, Stil, Vorhersehbarkeit, Comedy-Experimente.


00:38:30 | Mitarbeit in UNESCO-Arbeitsgruppe: KI-Werke & Weltkulturerbe.


00:39:30 | Urheberrecht & Rechtspolitik:

  • Provokation: „Entertaste = Auslöser“ → menschliche Autorschaft.
  • Gefahr juristischer Scheinpräzision (Prompt-Länge, Iterationen).
  • USA vs. EU: Deregulierung, Zölle, Machtkampf.
  • GEMA vs. OpenAI: Präzedenzfall Trainingsdaten.
  • Historischer Exkurs: Fake-Image-Debatte schon 1912.


00:47:20 | Das Symposium des Fotorates:

  • AI Act & „Deepfake“-Kennzeichnung: Begrifflich und praktisch problematisch.
  • Branchenreaktionen (Werbung, Amazon).
  • Vertrauensverlust: „Ich glaube euch kein Bild mehr.“
  • Konsequenz: Provenienz, Signaturen, Verifikation.
  • Vision: Foto-„Reservate“, redaktionelle Standards, Vertrauen statt Label-Inflation.


#10 Von Authentizität zur Zukunft der Bildagenturen | Zu Gast: Alexander Karst15 Nov 202500:43:55

Wie verändert sich die Bildagentur-Landschaft durch KI? Unser Gast ist diesmal Alexander Karst, Geschäftsführer von "DieBildbeschaffer" und Berater für "Bildrecherche, Bildeinkauf,Bildrechte, Lizenzierung und Archivierung."  Wir sprechen mit ihm über den Wandel derletzten Jahre und was KI für Bildagenturen und Bildberater*innen bedeutet. Dazugibt es einen vollgepackten Rückblick auf alle Neuerungen bei KI-Bild undVideomodellen - und ein Special zum Thema "Prompt-Editing".

 

Im KI-Podcast unterhalten sich Dr. Jürgen Scriba, Leiter derArbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat und BorisEldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) mit wechselnden Gästen über aktuelleAuswirkungen von KI auf Fotografie.

 

LINKS:

Die Bildbeschaffer: https://www.die-bildbeschaffer.de

Symposium des Deutschen Fotorats: Dr.Jürgen Scriba über"Bildjournalismus im Zeitalter Generativer KI"https://www.youtube.com/watch?v=MYxDe9I2IH8&t=8628s

 

HIGHLIGHTS:

 

(00:00) - Start

(00:08) - Einstieg:

  • Ausstellungen, Hamburg-Fotorat & erste Video-Experimente

(03:10) - KI-Bubble, Geldkreislauf & Nvidia:

  • Blase oder Investitionswelle?
  • Kapital zirkuliert bei Big Playern, Nvidia profitiert durch Chips + CUDA.
  • Ideen: Orbital-Rechenzentren, Teslas als verteiltes Compute.

(06:30) - Authentizität, KI-Kamera & Canva/Affinity:

  • Sony-Firmware unterscheidet reale 3D-Szenen von abgefilmten Screens.
  • KI-Kamera als iPhone-Add-on mit generativen Filtern.
  • Canva kauft Affinity; Suite quasi gratis, Monetarisierung über KI-Abos.

(09:30) - Preisverfall bei Aggregatoren:

  • Preise stürzen: Gratisjahre, Flatrates, APIs statt eigener Modelle.
  • China drückt Preise, Markt wird laut und unübersichtlich.

(12:30) - Bildmodelle & Prompt Editing:

  • Neue Modelle: Qwen Edit, Seedream4, Reve, Nano Banana.
  • Rollenprompting, Negatives ohne Extrafelder, neue Referenzen.
  • Camera Angle Control rekonstruiert Blickwinkel.
  • Fall „Afghan Girl“ auf der Paris Photo: neue Perspektive oder Aneignung?

(17:10) - Videotrends & latente 3D-Räume:

  • Veo 3.1 ändert Kamera nachträglich; ChronoEdit baut 3D aus fünf Frames.
  • Trend: Bilder/Videos als rekonstruierte 3D-Szenen.
  • Abo-Frage: Einzeltools vs. Aggregatoren (Runway nutzt Fremdmodelle).

(21:10) - Fun Facts: China-Namen, Branding & Sora

  • Kulturelle Modellnamen, neue Modelle (Flux 2, Microsoft).
  • Branding: „Nano Banana“ vs. „ChatGPT Image“.
  • Sora 2 mit Cameo-Cloning, jetzt auch Android.

(26:01) - Zu Gast: Alexander Karst („Die Bildbeschaffer“):

  • Beratung, Recherche, Lizenzen; Ex-Getty.
  • Disruptionen: Krise, Napster, Fotolia, Social
  • KI als nächste Welle.

(31:00) - KI vs. Stock:

  • KI ersetzt generischen Stock, Reportage bleibt.
  • Adobe trennt Stock/Firefly; Stock wird Massenware, Markt kippt zu Großkunden.

(34:30) - Qualität, Geschmack & Übersättigung:

  • Generieren schlägt Suchen; ohne Auge entstehen Fehler.
  • Bewertung wird zentral: Kultur, Kontext, Marke.
  • KI und Stock verschmelzen; Kennzeichnung kommt.

(41:00) - Ausblick:

  • Weg vom Einheitsbrei zur eigenen Bildsprache.
  • Gute Bilder kosten – KI oder Kamera.
  • Handwerk bleibt, C2PA rückt näher. Fazit: dranbleiben.


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