Explore every episode of the podcast Pferde, Schäfer und Menschen
| Title | Pub. Date | Duration | |
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| Wir wissen so viel und werden doch immer kränker | 13 Jul 2026 | 00:26:30 | |
Wir leben in einer Zeit, in der wir mehr Wissen über Gesundheit haben als je zuvor. Und trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass wir uns immer weiter davon entfernen.
Diese Folge ist anders als meine bisherigen Podcastfolgen. Sie ist persönlicher. Ehrlicher. Und vielleicht auch unbequemer.
Ich nehme euch mit in meine Gedankenwelt und erzähle, warum mich mein eigener Weg manchmal frustriert. Warum ausgerechnet die Arbeit mit Pferden meinen Blick auf Gesundheit komplett verändert hat. Warum ich heute immer weniger in einzelnen Symptomen denke und immer mehr in Zusammenhängen.
Es geht um Prävention. Um Eigenverantwortung. Um den Darm, das Nervensystem, Ernährung, Bewegung und die Frage, warum wir häufig erst dann handeln, wenn Krankheit längst da ist.
Außerdem spreche ich darüber, warum ich in meinen Beratungen nicht einfach Nahrungsergänzungsmittel verteile, weshalb ich Menschen manchmal auch enttäusche, wenn ich genau das nicht tue, und warum ich glaube, dass Gesundheit sehr viel mehr bedeutet als die Suche nach der nächsten schnellen Lösung.
Diese Folge ist keine Anleitung und kein erhobener Zeigefinger. Sie ist eine Einladung, neugierig zu bleiben, Fragen zu stellen und den Körper wieder als Ganzes zu betrachten.
Vielleicht geht es euch nach dieser Folge wie mir: mit mehr Fragen als Antworten. Und vielleicht ist genau das der Anfang. | |||
| Pferdegesundheit kommt nicht aus dem Eimer – Wann und warum eine Ergänzung dennoch Sinn macht | 08 Jul 2026 | 00:47:20 | |
Braucht dein Pferd das wirklich? Diesen Satz hat Sabine als junge Reiterin immer wieder von ihren Eltern gehört, wenn sie etwas für ihr Pferd kaufen wollte. Ein einfacher Satz – und gleichzeitig eine Frage, die wir uns heute vielleicht häufiger stellen sollten. Denn der Markt für Ergänzungsfuttermittel wächst stetig. Für nahezu jedes Problem scheint es inzwischen eine passende Lösung im Eimer zu geben. Aber brauchen unsere Pferde das wirklich? Gemeinsam sprechen wir darüber, warum Tiergesundheit nicht aus einem einzelnen Produkt entsteht, weshalb Haltung, Fütterung, Bewegung und Stressmanagement immer die Grundlage bleiben und warum durchdachte Ergänzungen trotzdem ihren Platz haben können. Es geht um Transparenz statt Marketingversprechen, um wenige, bewusst ausgewählte Inhaltsstoffe statt endloser Zutatenlisten und um die Frage, wie wir sinnvolle Entscheidungen treffen können, ohne jedem Trend hinterherzulaufen. Außerdem sprechen wir über den Spagat zwischen Wissenschaft und Erfahrungsmedizin, darüber, warum Intuition und genaues Beobachten ebenfalls ihren Platz haben darf und weshalb Ehrlichkeit wichtiger ist als die perfekte Verkaufsstrategie. Lösungs- statt problemorientiert für ganz viel Gesundheit. Eine Folge für alle Pferdetherapeuten, Trainer und engagierten Pferdebesitzer, die Gesundheit ganzheitlich betrachten und verstehen möchten, wann weniger tatsächlich mehr ist. Transkript: Pferde, Schäfer und Menschen – „Braucht ich das wirklich?“ (mit Sabine Paulsen, Exquizid)Denise: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Pferde, Schäfer und Menschen. Das Thema heute geht in die Richtung, warum Gesundheit nicht aus dem Futtereimer kommt und warum durchdachte Ergänzungen trotzdem sinnvoll sein können. Und wenn du folgende Sätze schon mal gehört hast, wird die Folge für dich auf jeden Fall einen enormen Mehrwert bringen. Wir hören ja häufiger sowas wie: Ich mache mal eine Entgiftungskur bei meinem Pferd oder bei meinem Hund, und dann ist das Tier frei von Giftstoffen. Und die andere Seite sagt dann sowas wie: Was für ein Quatsch, der Körper entgiftet ganz alleine, das ist nur Geldmacherei. Mit beiden Mythen möchte ich heute aufräumen. Und ich habe dazu einen Gast eingeladen, das ist Sabine Paulsen, die die Firma Exquizid gegründet hat. Ich werde ja häufiger auch mal kontaktiert von Futtermittelfirmen, die mir dann schreiben: Denise, wir haben da ein Produkt, wir würden dich gerne mal kennenlernen und hätten dich gerne als Partner. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich ganz, ganz selten da in den Kontakt gehe, weil ich mir dann erstmal die Inhaltsstoffe anschaue und schaue, was überhaupt das Konzept dahinter ist. Und ganz oft haben wir in diesem überlaufenden Markt einfach auch Produkte, wo ich sage: Nee, das erschließt sich mir nicht ganz. Bei Exquizid war das definitiv anders, und dann habe ich mich mit Sabine getroffen. Und ich habe gemerkt, dass Sabine nicht einfach sagt: Hier, kauft mein Produkt, das ist die eierlegende Wollmilchsau, sondern dass sie ganz genau weiß, wann sie was empfiehlt und warum sie dieses Produkt entworfen hat. Deswegen wollte ich mit Sabine heute eine Folge machen. Ich finde es immer ganz wichtig, dass wir verstehen, wer der Mensch hinter der Firma ist und was jemanden dazu bringt, in einem Markt voller Futtermittel noch ein weiteres Ergänzungsfuttermittel herzustellen. Herzlich willkommen, Sabine. Und Sabine, wer bist du eigentlich? Wer steckt hinter der Firma Exquizid? Wie bist du in den Pferdebereich gekommen? Ich würde mich sehr freuen, wenn du uns einmal erzählst, wer hinter Exquizid steckt. Sabine: Ja, liebe Denise, erstmal vielen, vielen Dank für deine Einleitung, deine lieben Worte und überhaupt auch für die Einladung hier zu diesem Podcast. Ich freue mich wirklich, mit dir in das Thema nochmal näher einzugehen. Du hast jetzt ganz viele Fragen gestellt, die ich nicht alle auf einmal beantworten kann, aber das macht auch nichts, wir gehen da Stück für Stück durch, da habe ich dich ja an der Seite. Also kurz zu mir: Meine Eltern haben mir als Kind immer wieder nur eine Frage gestellt: Braucht dein Pferd das wirklich? Damals fand ich diese Frage ziemlich nervig. Heute merke ich, dass genau daraus meine ganze Sicht auf Gesundheit überhaupt entstanden ist. Ich bin Sabine Paulsen aus dem Norden Schleswig-Holsteins. Die Firma ist die B&P Concept GmbH, und dadurch ist die Marke Exquizid entstanden – Exquizid ist die Marke der B&P Concept GmbH. Ich komme von einem Bauernhof, bin also mit Tieren wirklich groß geworden, mit Pferden, mit Hunden. Meine Eltern und Großeltern waren schon immer der Pferdezucht verbunden, Hunde waren natürlich auch immer ein Thema, mein Bruder ist eher in die Hundezucht gegangen. So bin ich eigentlich zu Pferden gekommen, das ist also wirklich eine Generationsgeschichte. Über meinen Weg, über viele verschiedene Stationen – ich wollte als Mädchen natürlich nur reiten, das stand für mich ganz oben, aber meine Eltern haben gesagt: Nein, du lernst erst nochmal wirklich was Ordentliches, bevor du dich hier nur die ganze Zeit den Pferden widmest. Also habe ich Verwaltungsfachangestellte gelernt, war dann aber sofort wieder als Pferdebereiterin unterwegs, viel auf der Welt, auch außerhalb von Deutschland. Dabei habe ich sehr viele Beobachtungen und Erfahrungen gemacht. Später kamen Kinder dazu, sodass ich aus dem Reitsport wieder etwas zurückgetreten bin. Dann bin ich über eine Geschäftsführerposition gegangen, und irgendwann fiel mir zu Hause die Decke auf den Kopf – was mir heute mit diesen ganzen Erfahrungen sehr hilft in Bezug auf die eigene Firma. So ist der Weg gewesen, und die Themen Gesundheit, Tiernatur, Heilkunde haben mich in den letzten Jahren sehr stark begleitet. Denise: Aber das macht man ja nicht einfach so, es gibt ja meistens irgendeinen Grund, warum man sich mit solchen Themen beschäftigt. Wann hast du angefangen, diese Gesundheitsthemen auch etwas anders zu betrachten? Sabine: Ja, ich habe natürlich wirklich sehr viel in den letzten Jahren beobachtet. Damals als Mädchen zu Hause auf dem Hof musste das für meine eigenen Pferde auch irgendwie das bunte Müsli sein, weil das gut aussah, gut roch, und das musste doch auch einfach gut für mein Pferd sein. Aber wie gesagt, meine Eltern haben mich sehr stark geprägt: Braucht dein Pferd das wirklich? Diese Frage – ihr werdet sie wahrscheinlich noch öfter hören – ist immer wieder in meiner Laufbahn gekommen, und ich habe mich immer wieder bewusst gefragt, was es eigentlich wirklich braucht zum Thema Gesunderhaltung, wieder gesund werden und so weiter. Dadurch ist entstanden, dass ich gesagt habe: Ich möchte wirklich etwas bewegen. Ich wollte nicht das 50. Mineralfutter, das 30. Magenprodukt auf den Markt bringen – davon könnte ich noch viel mehr erzählen. Für mich war es wichtig, etwas zu bewegen, und ich war schon immer ein Freund davon, nicht irgendwelche Symptome zu bekämpfen, sondern immer tiefer zu wissen: Wo ist die Ursache, wo entsteht etwas? Ich hatte das große Glück, dass ich auf dem eigenen Hof groß geworden bin, die Pferde hatten viel Bewegung, ich habe gesehen, wo sie groß geworden sind, wie das Futter selbst hergestellt wurde, sei es das Heu, das Stroh. Natürlich wurde auch Hafer dazugekauft, aber das Grundsätzliche – das Raufutter – wurde selbst hergestellt. Ich wusste, was auf den Feldern los ist. Und irgendwann kam die Frage auf: Warum habe ich eigentlich so viele gesunde Pferde, warum habe ich diese Probleme nicht? Ich habe oft gehört: Mein Pferd hat wieder Magenprobleme, mein Pferd hat Kotwasser, der hat dies, der hat das. Und ich konnte das gar nicht verstehen, ich kannte es einfach nicht. So ist Stück für Stück dieses Bewusstsein bei mir gewachsen, und diese Erfahrung habe ich natürlich über all die Jahre gemacht – dass ich letztendlich selbst Verantwortung für meine Tiere übernommen habe. Und das wolltest du ja auch wahrscheinlich verstehen. Genau, ich wollte das einfach tief verstehen: Bei mir geht es nie darum, nur das Symptom zu bekämpfen – ich habe jetzt das und das –, sondern ich wollte es wirklich verstehen. Woher kommt das? Woher rührt das? Was ist los? Denise: Ja, spannend, so ging es mir auch. Ich habe auch jahrelang nur als Manualtherapeutin gearbeitet und dann immer wieder gemerkt, dass ich bei ganz vielen Pferden merke: Ich komme da nicht weiter, die haben andere Themen. Ich wurde damals auch gefragt: Was hältst du denn von dem und dem Futtermittel? Ich gebe das Müsli. Und ich war damals noch nicht so gut im Selbstwert, dass ich mich getraut habe, auch zu sagen: Davon habe ich noch keine Ahnung. Irgendwann habe ich gesagt: Ich fuchse mich da mal rein. Mittlerweile arbeite ich mich in alle möglichen Themen so tief ein, weil ich das immer noch zwei, drei Ebenen tiefer verstehen möchte. Ich glaube, diese Unsicherheit, die wir heute auch durch Social Media haben, durch diese vielen Unmengen an Futtermitteln – das sind die Hauptprobleme, die Pferdebesitzer auch haben, dass sie sagen: Ich habe das Gefühl, ich muss mein Pferd unterstützen. Dazu kommen wir auch gleich noch, wann das Sinn macht und was erst mal wichtiger ist. Aber ich blicke überhaupt nicht durch. Ich merke, dass die Pferde auch andere Themen haben: Darmprobleme, Entgiftungsprobleme, Leberthematiken, Hautthematiken, wo ich einfach nicht weiterkomme. Es hat, glaube ich, jetzt zehn Jahre gedauert, bis ich das Gefühl habe, einen guten Überblick zum jetzigen Stand zu haben – und ich glaube, dass ich in zehn Jahren wieder etwas anderes erzählen werde. Deswegen finde ich es toll, wenn Menschen sich wirklich ganz fundiert damit beschäftigen, was sie da tun. Wenn man sich aber den Markt anschaut, gibt es ja unzählige Produkte schon. Ich persönlich bin komplett unabhängig von Firmen, es gibt zwar immer wieder Firmen, mit denen ich sehr gerne arbeite, aber ich muss voll dahinterstehen. Das heißt, ich sage nicht: Ich arbeite mit der und der Firma, sondern ich frage mich: Was ist das Thema des Pferdes? Und dann schaue ich, was gezielt dazu passen könnte. Schauen wir uns den Markt an, dann haben wir unzählige Produkte – warum hast du dann trotzdem gesagt: Ich entwickle nochmal etwas Neues? Sabine: Ja, das ist eine gute Frage, die ich mir natürlich auch selbst gestellt habe: Willst du jetzt noch einen Ergänzungsfuttermittelmarkt hier auf den Markt bringen? Und viele, wie du auch schon gesagt hast, sind ja wirklich unnötig verunsichert dadurch, dass es so viel auf dem Markt gibt. Das kann ich total verstehen, denn ich bin ja auch in diesen Markt gegangen und war erschlagen von dieser Vielfalt an Ergänzungsfuttermitteln. Mir war wichtig zu schauen: Wo entsteht eigentlich ein Problem, und welche Lösung gibt es dafür? Die Pferde sind ja auch alle unterschiedlich. Ich sehe Exquizid nicht als Ergänzungsfuttermittel im klassischen Sinne, sondern ich möchte einen Beitrag leisten, der Tiere, Pferde und Hunde in ihrer Gesundheit wirklich unterstützt. Das lag mir sehr am Herzen. Ich habe mich schon lange damit beschäftigt, diese Futtersäcke umzudrehen und auf die Rückseite zu schauen: Was sind da an Inhaltsstoffen drin, was für Zusatzstoffe gibt es da? Und wirklich zu schauen, was es wirklich braucht – wieder diese Frage meiner Eltern: Braucht es das wirklich? Denise: Erst hat dich die Frage wahrscheinlich unheimlich genervt, so wie Eltern eben auch nervig sein können – das kann ich als Mutter eines 14-jährigen Sohnes aktuell sehr deutlich sagen, dass das, was ich sage, natürlich erst mal auf Abwehr trifft. Aber ich finde es so spannend, dass ich selbst die Erfahrung gemacht habe: Themen, die mir erstmal zuwider sind, wo ich denke, das nervt, da will ich eigentlich gar nicht rein – dass es sich lohnt, sich damit zu beschäftigen und die Augen nicht davor zu verschließen. Ich finde es schön, wenn man das so herunterbricht: Gerade bei diesem Thema müssen wir uns immer fragen, wie ein Schaden entsteht. Ein Schaden entsteht – und so können wir das bei vielen Sachen herunterbrechen – durch ein Missverhältnis aus Belastung und Belastbarkeit. Wenn die Belastung höher geworden ist durch eine unglaublich hohe Anzahl an Umweltgiften, auf die der Körper physiologisch definitiv nicht vorbereitet sein kann – das sind körperfremde, naturfremde Stoffe, mit denen unser Körper, der Hundekörper, aber auch der Pferdekörper konfrontiert wird, durch den Boden, durch das Futter, durch das Wasser –, dann haben wir eine sehr hohe Belastung. Und wenn die Belastbarkeit dann gering ist, dann kann ich sagen: Okay, kann ich die Belastung etwas runterfahren? Das geht aber nur in einem gewissen Maße. Wir können es nicht vermeiden, dass wir Giftstoffe zu uns nehmen. Ich hatte gestern gelesen, dass über 90 Prozent der Europäer Glyphosat mit dem Urin ausscheiden, und dass wir uns davor gar nicht mehr schützen können, selbst wenn wir nur Bio benutzen. Und dann stellt sich die Frage – und das machst du ja auch mit dem, was du konzipiert hast –, dass die Belastung steigt, aber das ist ja nicht nur dieses eine Produkt, sondern es sind auch noch andere Sachen. Wenn dich jetzt jemand anruft und sagt: Sabine, was gebe ich denn jetzt meinem Pferd, das hat diese und jene Symptome – wie greifst du das auf? Was sagst du, wenn jemand fragt, was er geben kann für sein Pferd? Wie gehst du das an, worauf schaust du? Sabine: Du sprichst jetzt viele Faktoren an, was Umwelt und Futterbelastung angeht. Wir können da nicht vor weglaufen, da bin ich ganz deiner Meinung, und darum geht es auch gar nicht – Dinge irgendwie von uns fernzuhalten. Ich sage immer, wir müssen lernen, damit umzugehen, das ist ganz wichtig. Wenn ich solche Anrufe habe, gucke ich mir grundsätzlich das ganze Konzept an. Mir geht es nicht nur um die Fütterung, sondern für mich gehören wie beim Menschen Körper, Geist und Seele auch beim Pferd zusammen. Bewegung, Ernährung – das sind Riesenfaktoren, welche Rasse, wie wird trainiert und so weiter. Das kann ich in so einem Telefonat gar nicht alles beantworten oder Empfehlungen aussprechen. Grundsätzlich sage ich immer: weniger ist mehr – nicht in Form von weniger Heu in der Masse, sondern bei Zusatzstoffen und Inhaltsstoffen wirklich gezielt zu schauen, was ein bestimmtes Pferd oder Pony braucht. Da wirklich individuell zu schauen nach Bewegung, Training, Ernährungszustand, Allgemeinzustand. Und dann fließt vielleicht auch noch ein Teil der Besitzer mit ein – Stress ist ein Riesenfaktor. Gehe ich gestresst in den Stall, schauen wir uns bewusst unser Pferd an, das spiegelt es uns wider. Für mich sind das viele Dinge, die ineinanderfließen müssen. Ich bringe da gerne ein Beispiel: Das Auto hat aus gutem Grund vier Räder, damit kommt es am besten vorwärts. Ist ein Rad lädiert, kaputt oder platt, oder fehlt sogar ganz, dann fehlt einfach ein Teil – und genauso ist es in der Fütterung auch. Es kann sein, dass ein Pferd mehr braucht als das andere, das ist sehr individuell zu betrachten. Denise: Ja, genau, und das ist einfach super umfangreich. Mich erreichen ganz oft Fragen wie: Denise, welches Mineralfutter ist gut, was kann ich meinem Pferd geben – nach dem Motto: Kannst du mal eben die Frage beantworten? Oder ein Kollege fragt: Ich habe ein Pferd, da brauche ich ein gutes Eiweißprodukt für, was würdest du geben? Und dann denke ich: Ich kann diese Frage nicht beantworten, weil ich die komplette Geschichte dazu brauche, wenn ich eine vernünftige Therapie machen möchte. Ich muss mich vor allem fragen: Wie steht das Pferd, was hat es für Belastungen, ist es auch handlungsfähig? Das finde ich ganz wichtig, denn wir haben uns so weit von der Natur entfernt, und die Pferde auch, dass sie manchmal komplett von uns abhängig sind und gar nicht mehr – weder körperlich noch geistig, das können wir nicht trennen, wie du auch schon gesagt hast – handlungsfähig sind, gar keine richtige Herde haben. Das heißt, die Belastbarkeit ist dann schon mal deutlich geringer durch diesen Stress. Und jeder weiß auch, im Stress kann man nicht entgiften, oder? Wobei Entgiftung, das muss man auch nochmal ganz deutlich sagen, ja nicht so ist, dass eine Tür geöffnet wird und die Giftstoffe rausgeschmissen werden. Ich glaube, das ist manchmal die Idee, die Pferdebesitzer haben – und das ist gar nicht böse gemeint, gerade wenn sie medizinisch oder biochemisch nicht so im Thema sind –, dass sie denken: Ich gebe jetzt etwas, was die Tür öffnet, und dann schmeißt man den ganzen Klumpatsch raus. Entgiftung oder Biotransformation ist ja wahnsinnig komplex. Da muss man sich erst mal fragen: Ist der Körper überhaupt in der Lage, auch nochmal mit einem zusätzlichen Gesteinsmehl, Toxinbinder oder zusätzlichen Kräutern zu arbeiten? Oder müssen wir erst mal eine andere Basis schaffen? Das ist ja eigentlich für dich wirtschaftlich unklug, wenn du dann sagst – denn eigentlich würde man denken: Sabine müsste ja ganz viel von ihrem Futtermittel verkaufen. Aber letztendlich fällt das ja auf uns zurück, wenn man sagt: Ich gebe jetzt einfach ein Futtermittel, und dann ist das gut – dann heißt das nachher, das Pferd ist nicht besser geworden, weil wir vergessen haben, diese Faktoren zu berücksichtigen. Du sprichst da einige Dinge an, wo ich sagen kann – Sabine: Ja, genau so ist es. Auch das Thema Entgiftung – das ist das eine. Ich sehe da aber auch noch ganz wichtig den Darmfaktor. Viele sagen: Ich mache jetzt mal schnell eine Entgiftungskur, und dann geht es wieder. Aber ich muss mir das ganze Pferd anschauen, wie du auch sagst, in einem sauren Milieu ist es eben auch schwierig zu entgiften. Unser Detox sorgt auch für den Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes, was essenziell wichtig ist. Aber ich muss mir wirklich die ganze Geschichte anschauen: Wenn das Pferd aktuell vom Immunsystem her gar nicht gut dasteht, ist es natürlich nochmal zusätzlicher Stress für den Organismus, da jetzt einfach zu entgiften. Das Thema ist also ein bisschen komplexer, als man vielleicht auf den ersten Blick denkt. Man sollte schon ein Stück weit im Thema drinstecken – deshalb ist es für mich bei Exquizid auch wirklich ein Konzept, das dahintersteht, und nicht einfach – Denise: – das nächste Ergänzungsfutter auf dem Markt. Wenn dich jetzt so ein Pferdebesitzer fragt: Sabine, was sollen das denn für Giftstoffe sein, wie hat sich die Umwelt verändert – was hat sich da verändert, dass es überhaupt notwendig ist, den Körper gut aufzustellen und zu unterstützen? Sabine: Meine Meinung, oder gerade meine Beobachtung in den letzten Jahren – natürlich war mir das damals als Mädchen vom Bauernhof noch nicht so bewusst, ich bin damit groß geworden. Aber im Vergleich zu heute, auch wenn man nicht alles vergleichen sollte – schaut man mal zurück: Wie war es früher, was kann man vielleicht von früher noch mitnehmen? Heute ist die Mediengeschichte natürlich ganz groß, alles wird irgendwo verteufelt, alles ist schlecht, hier geht das nicht. Ich bin nicht diejenige, die gerne in den Problemen herumrührt, sondern die wirklich nach Lösungen schaut: Wie können wir damit umgehen, was können wir tun? Bewirken, bewegen – da geht es wieder um Selbstverantwortung, das Bewusstsein wirklich zu schärfen: Was kann ich tun, gerade um diese Umwelteinflüsse, die wir wahrnehmen – es scheint ja wirklich etwas zu sein, es wird ja auch öffentlich kommuniziert, dass es Umwelteinflüsse gibt, sei es über die Luft, den Regen, die Wasserqualität. Das sind meine eigenen Erfahrungen, meine eigene Meinung, aber es ist auch öffentlich nachweislich. Ich höre da ganz viel auf mein eigenes Gefühl, ich fühle, ich beobachte. Ich bin schon sehr früh mit einer gewissen Sensibilität ausgestattet worden, wenn ich das mal so sagen kann – ich fühle und spüre sehr früh, was los ist und was nicht, was sich gut anfühlt und was nicht, wo es sich in mir zusammenzieht, wo ich sage: Oh nee, da halte ich lieber Abstand. Das möchte ich auch gerne in die Welt tragen, dass wir als Pferde- und Hundebesitzer viel mehr wieder dahin kommen, auf unser eigenes Gefühl und Gespür zu hören. Da merke ich: Das tut mir gut, das tut mir nicht so gut. Und dann lerne ich, damit umzugehen und eine Lösung zu finden – wie kann ich das eventuell eliminieren, wie bekomme ich das aus meinem Organismus wieder raus? Das Thema Toxine, Schimmelpilze und so weiter ist nun mal da. Gucken wir uns das Heu an: Früher gab es bei uns auch mal den schlechten Heuballen, weil er durch Lagerung oder Druckstellen Schimmel gebildet hat. Die ersten, verschimmelten Lagen haben unsere Tiere bekommen, die Rinder. Diese Möglichkeit hat aber nicht jeder – heutzutage, seien wir ehrlich, als Einsteller werden die ersten Lagen abgenommen und der Rest wird verfüttert. Was wollen wir dann machen, wollen wir dem Pferd gar nichts geben? Wir müssen ja etwas füttern und dann damit lernen umzugehen. Deshalb ist es essenziell wichtig, das Immunsystem zu stärken. Und das Immunsystem liegt nun mal ganz stark im Darm – 70 bis 80 Prozent des Immunsystems werden im Darm gebildet, der Darm ist unser größter Kontaktbereich – Denise: – zur Außenwelt. Ich glaube, vielen ist einfach nicht bewusst, dass das, was das Pferd oder der Hund aufnimmt, auch stoffwechselaktiv ist und verarbeitet werden muss. Wie du schon richtig gesagt hast, geht es nicht immer nur darum zu schimpfen, dass das Heu vielleicht von der Qualität her nicht mehr so gut ist, dass zu niedrig gemäht wird, dass auch Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, die auch naturnahe Wiesen nicht verschonen, weil sie ja nicht regional auf dem Feld bleiben. Die Umweltbelastungen sind definitiv größer geworden – wer das verleugnet… Aber wie du schon sagtest, sollten wir lösungsorientiert sein, statt unsere Energie, die wir ja nicht endlos haben und die Pferde auch nicht, darin zu verschwenden, immer nur zu schimpfen und zu meckern. Können wir doch schauen: Wie können wir das so gestalten, dass der Körper gesund ist? Das setzt eben nicht nur an der Leber an – viele medizinische Laien wissen ja, dass die Leber irgendwas mit Entgiftung zu tun hat, aber das ist nicht das Einzige, was da unterstützt werden muss. Ich glaube, euer Konzept geht ja auch nochmal in andere Richtungen. Was müssen wir da alles unterstützen, was ist da noch wichtig? Du hattest schon Stress, Heuqualität und Wasserqualität genannt – da muss man ja auch ansetzen. Aber was ist es, wo du sagst, das gilt es auch zu unterstützen, nicht nur die Leber? Sabine: Ja, genau. Es ist klar, man geht in den Markt, holt sich seinen Lebersaft oder Nierensaft und hat die Hoffnung, dass dann wirklich etwas passiert. Letztendlich sind wir alle so: Wenn ich mir etwas kaufe, erwarte ich davon auch etwas, sonst würde ich es mir nicht kaufen. Da steckt heutzutage schon eine gewisse Erwartung dahinter. Mir war es wichtig, Qualität und Effektivität zu sichern. Deshalb gibt es für mich nicht nur das eine Produkt oder den einen Inhaltsstoff, sondern es ist immer ein Komplex aus vielen Dingen. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, dass hinter Exquizid ein Konzept steht. Zum einen sind es die Produkte, das Detox und das Refresh. Viele fragen: Warum hast du nicht nur ein Produkt? Es gibt für mich nicht diese One-Pot-Lösung. Ich kann nicht auf der einen Seite entgiften und gleichzeitig aufbauen – wenn ich zum Beispiel Gesteinsmehle drin habe, oder andere Dinge, die ausleitend wirken oder die Ausleitung fördern, dann kann ich auf der anderen Seite nicht gleichzeitig mit bestimmten Dingen aufbauen. Das hebt sich für mich logisch voneinander ab. Es funktioniert vielleicht ein Stück weit, aber ich möchte Effektivität, deshalb war mir das sehr wichtig. Wenn ich zum Beispiel einen Hustensaft für mein Pferd möchte, stelle ich mich in die Küche – da geht es für mich wieder um Selbstverantwortung –, nehme bestimmte Kräuter, die dafür schon jahrzehntelang effektiv sind, und gebe das über das Futter. Deshalb war es mir wichtig, wirklich dort anzusetzen, wo Probleme entstehen, wie ich am Anfang schon gesagt habe. Denise: Ja, und ihr habt im Grunde relativ wenig Zutaten. Wenn man auf eure Seite schaut, ist das komplett transparent, man hat nicht diese lange Liste von Zusatzstoffen, wo man – ich muss ja mittlerweile immer meine Brille aufsetzen und mir das abfotografieren, um es lesen zu können. Das finde ich bei euch schön, dass ihr nur Stoffe drin habt, wo ich sage: Okay, ich verstehe komplett, was damit gemeint ist. Und ich verstehe auch, warum nicht nur ein Produkt da ist, weil wir wissen, dass Entgiftung nicht eine Phase ist: Die Leber schafft es, dass Toxine wasserlöslich gemacht werden, dann ist wiederum die Niere gefragt, die diese wasserlöslichen Giftstoffe ausscheiden muss. Die Nierenunterstützung ist also auch ein Teil eures Konzepts, und es bringt ja auch nichts, nur die Leber mit Mariendistel und Artischocke zu unterstützen, sondern man muss schauen, dass man das komplette Konzept hat – was kann man auf Organebene sinnvollerweise machen. Wenn mich jemand fragt, was ich machen würde, um die Entgiftung des Pferdes zu fördern, würde ich sagen: Bewegung. Erst mal auch Dinge, die nichts kosten. Oder sauberes Wasser. Ich wurde auch mal kritisiert, es hieß: Du steckst ja mit den Firmen unter einer Decke. Da habe ich gesagt: Wie schade, wer mich kennt, weiß, dass ich genau überlege, wann es überhaupt Sinn macht, etwas reinzugeben. Ich hatte einen Fall, da habe ich ein Pferd behandelt, und die Besitzerin fragte: Was kann ich machen, was kann ich unterstützen? Ich habe gesagt: Bevor wir irgendwas machen, schauen wir erst mal, dass du sauberes Wasser für dein Pferd hast. Ich habe mir die Hände gewaschen und bin da auch sehr sensibel und nehme viele Sachen wahr – beim Händewaschen habe ich gemerkt, das Wasser war komplett eisenhaltig, es kam wirklich braun raus. Und das Pferd hatte einen Schilddrüsenkropf entwickelt. Ob das damit zusammenhängt, ist rein hypothetisch, aber ich dachte: Erst mal, wie du auch am Anfang gesagt hast, schaffen wir eine gute Grundsituation, dass das Pferd erst mal eine Basis hat – vernünftiges Wasser, vernünftiges Heu, wo wir zwar auch nicht immer verhindern können, dass trotzdem Toxine enthalten sind, aber das finde ich ganz wichtig. Ich bin ja auch in der Verantwortung, als Therapeutin gut zu unterstützen, und ich nehme mir wahnsinnig viel Zeit für ein Pferd – wirtschaftlich ist das für mich eigentlich total verrückt, denn man könnte ja auch sagen: Dann nehme ich lieber einen Therapeuten, der sich weniger Zeit nimmt. Mein Mehrwert ist einfach, dass ich alle Puzzleteile zusammenfüge und schaue, was sonst noch auffällt. Wenn ich in den Stall gehe und es riecht schon, oder ich bekomme Kopfschmerzen, wenn ich dort bin, und das Heu wird aufgeschüttelt und ich sehe, wie viele Staubpartikel hochkommen – das habe ich alles in meinen Behandlungen im Hinterkopf, nicht nur: Ich löse da jetzt eine Blockierung und suche ein tolles Kraut raus. Können wir hier um Kopf und Kragen reden? Das war eigentlich auch gar nicht das Thema. Deswegen, Sabine, möchte ich einmal deine Meinung wissen bezüglich dieses brisanten Themas Wissenschaft und Erfahrung, das ja gerade auf Social Media manchmal sehr schwarz-weiß dargestellt wird. Das ist ein sehr aktuelles Thema, und wir brauchen die Wissenschaft, aber wir wissen auch, dass nicht alles, was wir beobachten, bereits wissenschaftlich unabhängig von irgendwelchen Firmen untersucht wurde. Meine Frage ist: Wie bewertest du das? Muss alles wissenschaftlich erwiesen sein? Dürfen wir auch den Mut haben zu sagen, wir haben da Erfahrungswerte, die wir plausibel rekonstruieren können? Sabine: Ja, das ist natürlich ein Thema, Wissenschaft und Studien. Meiner persönlichen Meinung nach muss das Ganze einfach im Gleichgewicht sein, wie bei vielen anderen Dingen auch. Es gibt wissenschaftliche Nachweise über bestimmte Dinge, und dann gibt es wiederum wissenschaftliche Nachweise, die dagegensprechen. Deshalb ist es für mich immer schwierig, und ich versuche, mich im Gleichgewicht zu halten. In einigen Bereichen sind Studien und Wissenschaft mehr gefragt als in anderen. Ich halte es ein bisschen nach dem Motto: Alles kann, nichts muss. Auch hier habe ich über die Jahre wirklich gelernt, auf mein Gefühl zu hören – und das täuscht mich sehr selten. Wenn es mich täuscht, dann waren mein Kopf und meine Gedanken mit im Spiel. Ansonsten: Ich kann Studien lesen, die sich für mich richtig anfühlen, ich kann aber auch Studien lesen, die sich für mich nicht richtig anfühlen. Beides ist für mich richtig – ich höre da ganz viel auf mein eigenes, tiefes Gefühl, das mich über die Jahre begleitet und mich zu dem gemacht hat, wo ich jetzt stehe. Denise: Ich denke auch, dass die Idee, eine Studie zu machen, ja auch durch Erfahrungen entsteht. Wir hatten eine viel größere Zeit in der Menschheit, in der es noch keine Studienuntersuchungen gab – was ich auch total spannend finde. Die Entstehung von Studien kommt ja auch durch Erfahrungen: Jemand hat gemerkt, dass etwas wunderbar greift, und dann untersucht man das. Es ist dann schön, wenn wir da ein Ergebnis haben, wobei wir natürlich immer genau schauen müssen, wie untersucht wurde und wie individuell wir das werten können. Aber ich glaube auch, dass uns oft von klein auf das eigene Gefühl abgesprochen wird. Ich erinnere mich, ich hatte eine schöne Kindheit, gar keine Frage, aber wenn ich als Kind besonders sensibel auf etwas reagiert habe, hieß es oft: Sei doch nicht so empfindlich, ist doch nicht so schlimm. Ich bin unheimlich geräuschempfindlich, und das wurde oft abgetan – ach, du bist aber auch empfindlich. Mir wurde immer gezeigt, dass mein Gefühl nicht richtig ist, gar nicht böse gemeint. Aber irgendwann habe ich festgestellt, dass ich mich sehr wohl auf mein Gefühl verlassen kann. Und seitdem ich das mache, sind meine Behandlungen viel besser geworden – seitdem ich mich wirklich auf mein Gefühl verlasse und nicht sage: Oh nein, das darf jetzt nicht sein, das kann ich ja nicht belegen. Ich habe nach 20 Jahren Pferdetherapie gemerkt, dass ich mich auf mein Gefühl und meine Erfahrung mehr verlassen kann, als wenn mir jemand sagt: Ich habe jetzt belegt, dass manuelle Therapie nicht wirksam ist. Wenn ich doch selbst merke, dem Tier geht es danach besser – egal ob durch die manuelle Therapie oder durch etwas anderes, was ich angeregt habe –, ist mir das letztendlich egal. Wir haben denselben Nenner in Wissenschaft und Erfahrungsmedizin: Wir wollen langfristig gesunde Tiere haben. Ich glaube, darüber könnten wir uns noch lange unterhalten, aber wir haben ja auch schon besprochen, dass wir noch weitere, tiefergehende Folgen machen, wenn Interesse da ist und die Zuhörer sagen: Das und das interessiert mich noch genauer, könnt ihr das nochmal vertiefen. Sabine: Gerne, auf jeden Fall – wir sprechen hier wirklich nur die Oberfläche an, das geht noch viel tiefer. Und was du gerade zum Schluss auch sagtest: Letztendlich sollte uns allen daran gelegen sein – wie die Liebe zum Tier entsteht, die Gesundheit, die Vitalität, das ist letztendlich das Ziel von uns allen, und nicht ein bestimmter Plan, den wir jetzt verfolgen sollten, oder: Das macht man so und so, und nein, ich mache das anders. Jeder ist auf seinem eigenen Weg. Denise: Und wie du gesagt hast: Ob man es nur mit der manuellen Therapie geschafft hat oder ob es vielleicht doch etwas anderes war, was dazu geführt hat – wichtig ist doch für uns alle, dass wir ein gesundes Pferd, einen gesunden Hund haben, der lange an unserer Seite ist. Für mich sind die Tiere immer mehr als nur ein Tier gewesen, sondern das ist ein Familienmitglied, für das wir die Verantwortung tragen. Genau. Sabine, wenn wir den Zuhörern ein paar Tipps mitgeben wollen, wie man gute Ergänzungsfutter grundsätzlich erkennt – könntest du ein paar Ideen mitgeben, worauf der Pferdebesitzer oder Therapeut auch beim ganz klein Gedruckten achten sollte, wann Skepsis angebracht ist? Sabine: Ja klar, auf jeden Fall. Ich sage immer: Je weniger hinten draufsteht, desto besser ist es – je weniger Inhaltsstoffe aufgeführt sind, desto reiner ist es in der Regel. Wenn ich also ein Produkt habe, das wirklich viele Inhaltsstoffe zeigt, wäre ich vorsichtig. Und wenn ich mich selbst nicht so gut damit auskenne, würde ich mir jemanden hinzuziehen, der sich damit auskennt. Wenn mir irgendwie ein Inhaltsstoff nicht zusagt, gibt es genug Menschen, die mir dazu etwas sagen können – das empfehle ich wirklich gerne. Sich jemanden an die Seite zu holen, ist ganz wichtig. Skepsis ist angebracht, oder man sollte auf gut Deutsch die Finger davonlassen, bei Dingen, die dem Organismus nachweislich mehr belasten, als sie entlasten würden. Es ist schwierig – es gibt kaum ein Futtermittel, einen Futtersack, ein Kraftfutter, bei dem ich sage: Das ist jetzt wirklich top, das ist perfekt. Irgendwo ist immer ein bisschen was, wo eine gewisse Skepsis angebracht ist. Letztendlich muss es im Gleichgewicht sein – wir finden nicht diese eierlegende Wollmilchsau, wie du auch am Anfang gesagt hast. Wir müssen lernen, damit umzugehen. Für mich ist wichtig, wieder zu schauen: Was braucht mein Pferd wirklich? Kommt es vielleicht mit genügend Heu aus, weil es viel bewegt wird, viel auf der Weide steht und sich selbst Gräser holt – auch Disteln oder Brennnesseln, wenn es die braucht? Man kann bewusst darauf achten, die Pferde holen sich das, wenn sie noch auf der Weide stehen. Viele denken, das piekst ja so, aber sie fressen es wirklich. Wirklich zu schauen, was man wirklich braucht, sich als Besitzer zu Hause hinzusetzen und ehrlich zu reflektieren: Braucht es das beworbene Produkt wirklich? Ja, das Heu und das Mineralfutter, denke ich, sind heutzutage schon essenziell wichtig, weil die Böden diese Mineralien gar nicht mehr hergeben, das Futter an sich auch nicht. Da sollte man heute wirklich schauen – und die Pferde zeigen es einem auch, ob sie es brauchen oder nicht. Brauchen sie es nicht mehr, lassen sie es auch gerne mal im Trog liegen. Denise: Ja, ich bin da ziemlich skeptisch – nicht nur bei anderen Menschen und Produkten, sondern auch bei mir selbst, und hinterfrage immer extrem, was ich mache, und denke danach, oder fünf Jahre später: Was hätte ich vor fünf Jahren bei dem Pferd anders machen können? Das wird immer so sein. Ich habe auch das Detox und das Refresh für meine Jack-Russell-Hündin besorgt und dachte, das probiere ich jetzt mal aus. Sie wiegt nur fünf Kilo, ich glaube, damit werde ich das ganze Jahr gut auskommen. Sie frisst es gut, und ich weiß genau, was ich da füttere, das finde ich cool. Aber da setze ich natürlich nur auf etwas drauf, was ohnehin schon gut ist – sie nimmt am Hof auch manchmal wirklich Mist auf, frisst alles, wenn ich sie mit zur Behandlung nehme. Zu Hause wird sie aus meiner Sicht sehr artgerecht gefüttert, aber trotzdem habe ich ein sehr gutes Gefühl, wenn ich das auf eine gute Basis, körperlich und mental, draufsetze. Und sie läuft im Moment wirklich sehr gut – man sieht ihr alles an, was sie da absetzt, es riecht zwar nicht gut, aber es sieht sehr gesund aus. Sabine, wenn du nur drei Dinge mitgeben könntest, die Pferde- und Hundebesitzer für eine langfristige Gesundheit beachten sollten – ich bin ja absoluter Pferdemensch und behandle keine Hunde, aber bei euch stehen ja Hund und Pferd im Fokus – was wären die drei Dinge? Sabine: Bei mir ist es wirklich das Thema Bewusstsein – das eigene Bewusstsein wieder zu schärfen, das ist ein ganz großes Thema. Genauso, sich die Frage zu stellen, jetzt wahrscheinlich zum letzten Mal: Was braucht es wirklich? Ehrlich mit sich selbst sein, sich wirklich hinsetzen, meinetwegen auch mit dem Pferd auf die Weide setzen – das Pferd wird sich zwar nicht setzen, aber man kann sich zu seinem Pferd auf die Weide setzen und sich ehrlich fragen: Was braucht es wirklich, was braucht mein Pferd? Oder mit dem Hund im Garten – was braucht mein Hund wirklich, um gesund zu sein? Und dabei nicht nur an das Futter denken, sondern auch an die anderen Dinge. Und als Drittes: Hör auf dein eigenes Gefühl, nicht deinen Kopf, sondern dein tiefes Gefühl. Was fühlt sich wirklich gut an, was nicht? Lerne, wieder mehr zu fühlen und hinzuhören – du kennst die Antwort. Denise: Ich glaube, das können wir super auf den Menschen übertragen. Wir kennen das ja: Ach, das könnte ich noch gebrauchen, das ist ein Angebot – nicht nur auf die Tierwelt bezogen, sondern auch für uns selbst. Ich wohne mit meinem Partner, Kind, Hund und Katze in einer ganz kleinen Wohnung und habe festgestellt, wie wenig ich eigentlich brauche. Ich bin wesentlich zufriedener, seitdem ich weniger habe, und frage mich das auch oft selbst: Brauche ich das wirklich? Nicht nur bezogen auf die Gesundheit des Tieres, sondern auch für mich selbst – ist das wirklich notwendig? Sabine: Ja, genau, das ist auch so ein Thema bei Exquizid: Weniger ist mehr – das spiegelt sich in allem wider, sei es in den Inhaltsstoffen oder in den Produkten. Wir haben keine Vielfalt an Produkten, wir haben es für Hund, für Pferd, dazu noch ein kleines Magnetfeldgerät für Pferde und Hunde, aber auch für die Besitzer selbst – ein kleines, feines Portfolio, auf dem man aufbauen kann. Denise: Ich sage übrigens auch immer Exquizid, also „Exquizid“ – das hören wir ja öfter, aber das ist total egal, es ist alles gut. Sabine, tausend Dank, dass du zu Gast warst – schickt uns gerne Rückmeldungen und Fragen, die wir gerne in einer weiteren Folge beantworten. Zum Schluss nochmal die Quintessenz: Gesundheit entsteht dadurch, dass wir lernen, den Organismus mit seinen Belastungen besser zu verstehen und wahrzunehmen, und ganz bewusst Entscheidungen zu treffen. Ergänzungen können unterstützen, sie ersetzen aber niemals die Grundlagen, auch wenn es so einfach wäre. Vielen lieben Dank, Sabine. Sabine: Gerne, gerne, vielen Dank für die tolle Folge. Meldet euch gerne, auch mit Fragen – wie Denise schon sagte, kritische Fragen sind durchaus erlaubt. Vielen Dank, dankeschön. | |||
| Warum Veränderung so schwer fällt – für Mensch und Pferd | 28 Jun 2026 | 00:20:42 | |
Warum werden Empfehlungen von Therapeuten so häufig nicht umgesetzt, obwohl Pferdebesitzer ihr Pferd lieben und eigentlich nur das Beste möchten? Liegt es wirklich an fehlender Motivation oder steckt etwas ganz anderes dahinter?
In dieser Folge spreche ich über einen psychologischen Mechanismus, der uns alle betrifft: Wir orientieren uns häufig weniger an dem, was objektiv sinnvoll ist, sondern an dem, was in unserem Umfeld als normal gilt. Genau deshalb werden viele Verhaltensweisen im Stall irgendwann gar nicht mehr hinterfragt – auch dann nicht, wenn sie dem Pferd langfristig schaden können.
Wir sprechen darüber, warum Gewohnheiten so mächtig sind, weshalb Veränderungen oft so schwerfallen und warum Fachwissen allein häufig nicht ausreicht, um Menschen zum Umdenken zu bewegen. Außerdem geht es um die Rolle des Therapeuten: Wie viel Einfluss haben wir eigentlich, wenn wir ein Pferd nur alle paar Wochen oder Monate sehen und der Besitzer die übrige Zeit in einem Umfeld verbringt, in dem vieles einfach "schon immer so gemacht wurde"?
Diese Folge richtet sich an Pferdephysiotherapeuten, Pferdeosteopathen, Tiertherapeuten, Trainer und Pferdebesitzer, die menschliches Verhalten besser verstehen und Veränderungen langfristig begleiten möchten.
Denn oft ist nicht mangelndes Wissen das größte Problem – sondern das, was wir als selbstverständlich und normal empfinden.
Viel Freude beim Zuhören! | |||
| Ein gesundes Pferd beginnt beim gesunden Menschen | 23 Jun 2026 | 00:52:45 | |
Wie dein Nervensystem die Zusammenarbeit mit deinem Pferd beeinflusst.
Ein gesundes Pferd beginnt beim gesunden Menschen.
Ein Satz, der zunächst vielleicht provokant klingt. Schließlich sprechen wir in der Pferdewelt ständig über Training, Haltung, Fütterung, Hufe, Ausrüstung oder Therapieformen. Deutlich seltener stellen wir uns die Frage, welchen Einfluss wir selbst auf das System Pferd haben.
In dieser Podcastfolge spreche ich mit Sophie Bratschke über mentale und körperliche Gesundheit in helfenden Berufen, über Stress, Grenzen, Selbstständigkeit, Verantwortung und darüber, warum die eigene Verfassung oft mehr Einfluss auf unsere Arbeit mit Pferden hat, als uns bewusst ist.
Wir sprechen darüber,
warum viele Therapeut:innen und Pferdebesitzer:innen ihre eigenen Warnsignale lange ignorieren,
weshalb gerade empathische Menschen häufig in die Überforderung geraten,
wie sich innere Klarheit auf Kommunikation, Entscheidungen und Behandlungen auswirken kann,
warum Grenzen setzen nichts mit Kälte zu tun hat,
wie Pferde auf Stress, Unsicherheit oder innere Ruhe reagieren,
und weshalb die Arbeit an der eigenen Gesundheit manchmal auch die Beziehung zum Pferd verändert.
Diese Folge richtet sich nicht nur an Therapeut:innen, sondern an alle Menschen, die Pferde begleiten und sich fragen, welchen Anteil sie selbst am gemeinsamen Wohlbefinden haben.
Oft beginnt Veränderung nicht beim Pferd, sondern bei uns selbst. | |||
| Magen-, Rücken- Sattel- oder Hufprobleme – Musst du dich als Therapeut spezialisieren? | 20 Jun 2026 | 00:29:11 | |
Wenn ein Pferd Trageschwäche zeigt, schlecht Muskulatur aufbaut, Gurtzwang entwickelt, lahmt oder Leistungsprobleme hat, wird oft schnell nach einer Ursache gesucht.
Doch was, wenn dieselben Symptome völlig unterschiedliche Ursachen haben können?
In dieser Podcast-Folge spreche ich über aktuelle Fälle aus meinem Praxisalltag als Pferdeosteopathin und Pferdephysiotherapeutin. Wir schauen gemeinsam auf Magenthematiken, Rückenprobleme, Hufrehe, Insulin-Dysregulation, Zahnprobleme, Borreliose-Verdacht, Lahmheiten, Sattelprobleme und Trageschwäche – und darauf, warum vorschnelle Schlussfolgerungen in der Pferdetherapie häufig in die falsche Richtung führen können.
Du erfährst:
- warum ein Symptom oft viele mögliche Ursachen haben kann
- weshalb eine gute Anamnese für mich die wichtigste Grundlage jeder Behandlung ist
- warum Zuhören manchmal wichtiger ist als die nächste Technik
- welche Rolle Magen, Stoffwechsel, Hormonsystem, Hufe, Zähne und Training bei schwierigen Fällen spielen können
- weshalb ich glaube, dass die Zukunft der Pferdetherapie im Erkennen von Zusammenhängen liegt
Diese Folge richtet sich an Pferdetherapeuten, Pferdephysiotherapeuten, Osteopathen, Trainer und interessierte Pferdebesitzer, die schwierige Pferdefälle besser verstehen und strukturierter einordnen möchten.
Wenn du lernen möchtest, Zusammenhänge zwischen Magen, Stress, Stoffwechsel, Trageschwäche und Leistungsproblemen besser zu erkennen, findest du weitere Informationen zu meinen Fortbildungen und der Masterclass Pferdemagen auf der Website der Horse Therapy Academy.
Viel Freude beim Hören! | |||
| Gegen Sportreiter? Ein Missverständnis über Leistung, Training und Pferdewohl | 12 Jun 2026 | 00:26:22 | |
„Du bist ja nicht so für die Sportreiter.“
Ein Satz, der mich vor einiger Zeit zum Nachdenken gebracht hat. Nicht, weil ich mich angegriffen gefühlt habe, sondern weil er eine spannende Frage aufgeworfen hat: Warum wird Kritik an bestimmten Trainingsmethoden oder Entwicklungen im Pferdesport so oft als Ablehnung des Sports verstanden?
In dieser Folge spreche ich darüber, warum ich Sport und Leistung keineswegs ablehne, weshalb ich mich seit vielen Jahren intensiv mit Trainingslehre beschäftige und warum ich glaube, dass körperliche und mentale Gesundheit die Grundlage für langfristige Leistungsfähigkeit sind – sowohl beim Menschen als auch beim Pferd.
Es geht um Trainingsprinzipien, Biomechanik, mentale Stärke, Schmerzen, Motivation und die Frage, warum wir manchmal Wissen ignorieren, das längst vorhanden ist. Außerdem teile ich Gedanken aus meiner Arbeit als Therapeutin und Dozentin und erkläre, warum ich überzeugt bin, dass Leistung und Pferdewohl keine Gegensätze sein müssen.
Eine Folge für alle, die Pferde fördern, fordern und sportlich arbeiten möchten – ohne dabei die Bedürfnisse des Pferdes aus den Augen zu verlieren. | |||
| Zwischen Wissen und Wirklichkeit – Die ersten Jahre als Pferdetherapeutin | 08 Jun 2026 | 00:48:07 | |
82 % der Therapeuten gaben in meiner Instagram-Umfrage an, dass sie sich nach ihrer Ausbildung nicht wirklich sicher gefühlt haben. Doch ist das wirklich ein Problem – oder vielleicht sogar ein wichtiger Teil der Entwicklung?
In dieser Folge spreche ich mit Marlena Riemann, Human- und Pferdephysiotherapeutin, über die Realität der ersten Jahre im Beruf. Wir sprechen über Unsicherheit, Verantwortung, die ersten Patienten, den Unterschied zwischen Ausbildung und Praxis und darüber, warum therapeutische Sicherheit oft nicht durch noch mehr Wissen entsteht, sondern durch Erfahrung, Reflexion und den Mut, Entscheidungen zu treffen.
Außerdem geht es um die Frage, welche Vorteile die Humanphysiotherapie für die Arbeit am Pferd mit sich bringt, welche Herausforderungen viele Therapeuten nach der Ausbildung erleben und warum das eigene Pferd manchmal der schwierigste Patient sein kann.
Eine ehrliche Folge für alle, die sich schon einmal gefragt haben: „Mache ich das eigentlich richtig?“ | |||
| Blutwerte beim Pferd verstehen – Referenzwerte, Symptome und häufige Missverständnisse | 02 Jun 2026 | 00:42:22 | |
Wichtige Korrektur: Ich habe mich in einem Satz verkehrt ausgedrückt: Serumsblut ist das Blutplasma abzüglich der Gerinnungsfaktoren ;) (und nicht wie ich falsch ausgedrückt in der Folge "das geronnene Plasma" genannt habe)
In dieser Folge sprechen wir über eines der meistdiskutierten Themen in der Pferdegesundheit: Blutwerte.
Was sagt ein großes Blutbild eigentlich wirklich aus? Warum können Tierarzt und Therapeut manchmal zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen? Und bedeutet ein Wert im Referenzbereich automatisch, dass alles optimal ist?
Ich erkläre, warum Blutwerte immer nur eine Momentaufnahme sind, welche Faktoren die Ergebnisse beeinflussen können und weshalb ich Blutwerte als wichtiges Puzzleteil betrachte – aber niemals als die ganze Wahrheit.
Außerdem sprechen wir über:
- den Unterschied zwischen kleinem und großem Blutbild
- Referenzwerte und Optimalbereiche
- Serum oder Vollblut – wo liegt der Unterschied?
- Einfluss von Stress, Training, Jahreszeit und Fütterung
- häufige Fehler vor der Blutabnahme
- warum wir Pferde behandeln und nicht Laborzettel
Wie immer geht es nicht um Schwarz-Weiß-Denken, sondern darum, Zusammenhänge besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen für die Gesundheit unserer Pferde zu treffen. | |||
| Darmgesundheit beim Pferd: Warum das Mikrobiom unterschätzt wird | 04 May 2026 | 01:14:18 | |
In dieser Folge spreche ich mit Alexandra von Biomequine über ein Thema, das in der Pferdegesundheit immer noch teils unterschätzt wird, gleichzeitig aber eine zentrale Rolle spielt: die Darmgesundheit beim Pferd und das equine Mikrobiom.
Ein zentraler Gedanke dieser Folge: Darmgesundheit ist nicht alles - aber ohne Darmgesundheit ist alles nichts.
Wir sprechen darüber, warum der Darm weit mehr ist als nur ein Verdauungsorgan und welche Auswirkungen er auf Stoffwechsel, Immunsystem und die gesamte Regulation hat.
Dabei geht es um:
- die Bedeutung der Diversität im Mikrobiom,
- warum viele Pferde mehrere Probleme gleichzeitig entwickeln,
- Hufrehe und Fruktan - typische Missverständnisse rund um Anweiden und Weidemanagement,
- warum Fütterung allein oft nicht ausreicht und
- warum Therapie kein Sprint ist, sondern eine Begleitung auf dem Weg zur Darmgesundheit.
Diese Folge ist für dich, wenn du Pferdegesundheit wirklich verstehen willst – und bereit bist, über einzelne Symptome hinauszudenken. | |||
| Zu viele Pferdetherapeuten? -Warum Konkurrenz nicht dein Problem ist. | 25 Apr 2026 | 00:34:33 | |
„Ich bilde meine eigene Konkurrenz aus und habe keine Angst davor.“
Ein Satz, der erstmal irritiert.
Denn gerade im Bereich der Pferdetherapie hört man oft:
„Es gibt doch schon so viele Therapeuten…“
In dieser Folge teile ich meine ehrlichen Gedanken als Dozentin in der Pferdephysiotherapie.
Ich spreche darüber:
- warum Konkurrenz aus meiner Sicht nicht das eigentliche Problem ist
- weshalb eine Ausbildung immer nur ein Anfang sein kann
- was vielen nach der Ausbildung fehlt – und warum Unsicherheit entsteht
- wie wichtig es ist, Zusammenhänge im Körper wirklich zu verstehen
- und warum ich bewusst Wissen weitergebe, statt es zurückzuhalten
Außerdem nehme ich dich mit in meinen eigenen Weg:
von Zweifeln in der Schulzeit über das Gefühl „jetzt weiß ich alles“ bis hin zu der Erkenntnis, dass echte Entwicklung erst in der Praxis beginnt.
Eine Folge über Anspruch, Entwicklung, Kollegialität –
und darüber, warum es nicht darum geht, besser zu sein als andere,
sondern zu verstehen, was man tut.
Für Pferdetherapeut:innen, die mehr wollen als nur Techniken. | |||
| „Entgitung“ ist keine Kur – Was im (Pferde-)Körper wirklich passiert | 17 Apr 2026 | 00:17:46 | |
Entgiftung ist ein Thema, das aktuell sehr präsent ist – sowohl im Humanbereich als auch in der Pferdetherapie.
Oft wird dabei ein sehr vereinfachtes Bild vermittelt:
Ein Produkt, eine Kur, ein paar Wochen – und der Körper ist „entgiftet“.
So einfach ist es nicht.
In dieser Folge spreche ich darüber, was im Körper tatsächlich passiert, wenn wir von Entgiftung sprechen – oder genauer gesagt: von Biotransformation.
Du erfährst:
- warum Entgiftung kein einzelner Prozess, sondern ein kontinuierlicher Vorgang in jeder Zelle ist
- welche Rolle Darm, Leber und Niere wirklich spielen
- warum Toxinbinder sinnvoll sein können – aber oft falsch eingesetzt werden
- und weshalb die Reihenfolge entscheidend ist, wenn wir den Körper unterstützen wollen
Ich teile außerdem meine Gedanken zu Umweltgiften, Detox, zunehmender Belastung und warum wir lernen müssen, differenzierter auf dieses Thema zu schauen – ohne in einfache Lösungen zu verfallen.
Diese Folge ist keine Anleitung für eine „Entgiftungskur“. Sondern eine Einladung, Zusammenhänge besser zu verstehen. | |||
| Was, wenn das Problem deines Pferdes nicht die bildgebende Diagnose ist, sondern der Umgang damit | 27 Mar 2026 | 00:22:20 | |
"Das muss tierärztlich abgeklärt werden.“ - ein Satz, den wir alle kennen ... und der in vielen Fällen absolut richtig ist.
Aber was passiert eigentlich danach?
Was passiert, wenn Probleme immer wieder auftreten?
Wenn Sehnen dauerhaft auffällig sind, Pferde immer wieder fühlig laufen oder Rückenschmerzen einfach nicht verschwinden?
In dieser Folge spreche ich darüber, warum eine tierärztliche Diagnose oft nicht ausreicht und warum die eigentliche Herausforderung häufig nicht im Befund liegt, sondern im Umgang damit.
Anhand von Fallbeispielen zeige ich dir, warum Bildgebung nicht immer das widerspiegelt, was im Pferd passiert, und weshalb es so wichtig ist, Symptome im Zusammenhang zu betrachten.
Du erfährst:
– warum „tierärztlich abgeklärt“ kein Endpunkt sein sollte
– weshalb wiederkehrende Probleme fast immer eine tiefere Ursache haben
– welche Rolle Themen wie Stoffwechsel, Training, Haltung und Stress spielen
– warum es entscheidend ist, das erste Symptom zu verstehen – und nicht nur das aktuelle Problem zu behandeln
Diese Folge richtet sich an Therapeuten und Pferdebesitzer, die nicht nur Symptome managen wollen, sondern lernen möchten, Zusammenhänge zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Wenn du deine therapeutische Arbeit auf ein neues Level bringen willst ... weg von reiner Symptombehandlung, hin zu Ursachenarbeit ... dann bist du hier genau richtig.
Mehr Inhalte, Webinare und fachliche Tiefe findest du auf https://horse-therapy-academy.de | |||
| PPID, Hufrehe, Insulinresistenz, Gelenkprobleme– kann ein Eisenüberschuss beim Pferd eine Rolle spielen? | 12 Mar 2026 | 00:24:29 | |
Viele Pferdebesitzer machen sich Sorgen über mögliche Mineralstoffmängel und ergänzen deshalb verschiedene Spurenelemente in der Fütterung. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig ein anderes Bild: Beim Spurenelement Eisen liegt beim erwachsenen Pferd meist kein Mangel, sondern eher ein Überschuss vor.
Eisen ist für den Körper zwar lebenswichtig. Es spielt eine zentrale Rolle im Sauerstofftransport im Blut, in verschiedenen Enzymsystemen und im Energiestoffwechsel. Gleichzeitig kann ein dauerhaft erhöhter Eisenspiegel im Körper jedoch problematisch sein.
Heu enthält oft bereits relativ hohe Eisenmengen. Zusätzlich kann auch Brunnenwasser eine wichtige Quelle sein. Da Pferde täglich etwa 30 bis 50 Liter Wasser trinken, kann sich darüber im Laufe der Zeit eine relevante Eisenaufnahme ergeben.
Ein Eisenüberschuss wird zunehmend im Zusammenhang mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen diskutiert, unter anderem mit:
- Insulinresistenz und Equinem Metabolischen Syndrom (EMS)
- PPID (Cushing beim Pferd)
- Hufrehe
- Leberbelastung
- entzündlichen Prozessen
- sowie möglichen Auswirkungen auf Gelenke, Sehnen und Bänder
Außerdem kann ein Überangebot an Eisen die Aufnahme anderer wichtiger Spurenelemente wie Zink und Kupfer beeinträchtigen und dadurch zu weiteren Stoffwechselproblemen beitragen.
In dieser Podcastfolge spreche ich darüber:
- warum Eisenmangel beim Pferd selten ist
- warum Eisenüberschüsse häufiger vorkommen als gedacht
- welche Rolle Heu und Trinkwasser spielen können
- warum Mineralstoff-Ungleichgewichte entstehen
- und weshalb gerade Pferde mit PPID, Insulinresistenz oder Hufrehe genauer hinschauen sollten.
Wenn du dich intensiver mit den Zusammenhängen zwischen Verdauung, Stoffwechsel und Fütterung beschäftigen möchtest, dann ist meine Masterclass „Pferdemagen“ ein sehr guter Einstieg. Dort schauen wir uns die physiologischen Grundlagen und wichtige Einflussfaktoren ausführlich an.
Mehr Informationen zu neuen Inhalten und Webinaren bekommst du außerdem über meinen Newsletter, den du über den Link in den Shownotes abonnieren kannst. | |||
| „Da müssen Sie durch- Von PMDS, chronischen Prozessen und der Zwiebeltherapie“ | 25 Feb 2026 | 00:25:51 | |
Viele Frauen kennen PMS. Aber was, wenn es deutlich mehr ist? In dieser Folge spreche ich über PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung) eine zyklische, ernstzunehmende Belastung, die oft mit „Da müssen Sie durch“ abgetan wird. Ich teile:
Und ich erzähle auch von meinem eigenen Weg von massiver Erschöpfung, Depression, „Werte sind in der Norm“ und der Erfahrung, wie sich Therapie wie das Schälen einer Zwiebel anfühlen kann. Diese Folge ist sehr persönlich, kann dir aber eine Menge Mehrwert geben. Gesundheit ist kein Schalter, sondern ein Weg, der sehr individuell ist Themen dieser Episode: | |||
| Was habe ich als Therapeut bei einem lahmen Pferd zu suchen? | 19 Feb 2026 | 00:26:41 | |
In dieser Folge spreche ich über eine der häufigsten und zugleich sensibelsten Fragen in der Pferdetherapie: "Was habe ich als Therapeut bei einem lahmen Pferd zu suchen?"
Akute Lahmheiten gehören selbstverständlich in die tierärztliche Abklärung. Doch was ist mit wiederkehrenden Lahmheiten, unklaren Befunden oder Problemen, die trotz Therapie immer wieder auftreten?
Ich beleuchte:
- den Unterschied zwischen struktureller und funktioneller Lahmheit
- warum Bildgebung nicht automatisch Ursache bedeutet
- was wir aus der Humanmedizin über Bandscheibenvorfälle und Arthrose lernen können
- warum Belastung und Belastbarkeit entscheidend sind
- welche Rolle Stress, vegetatives Nervensystem und stille Entzündungen spielen
- und wo die Grenzen – aber auch der Wert – der physiotherapeutischen Arbeit liegen
Diese Folge richtet sich an Pferdetherapeuten, die nicht nur Symptome behandeln möchten, sondern Zusammenhänge verstehen wollen.
Wenn du lernen möchtest, Ursachen klarer zu erkennen und Belastbarkeit systematisch zu beurteilen, findest du weiterführende Inhalte in der Horse Therapy Academy. | |||
| Defizite in der Aufzucht von Pferden – Ein stabiles Fundament ist unsere Verantwortung. | 08 Feb 2026 | 00:43:23 | |
In dieser Podcast-Folge spreche ich mit Caro Voß-Stemping vom Hiesterhof über ein Thema, das in der Pferdehaltung leider oft unterschätzt wird, aber massive Auswirkungen hat: die Aufzucht. Wir beleuchten, warum Defizite in der Aufzucht später nicht einfach aufgeholt oder „wegtherapiert“ werden können – weder im Bewegungsapparat noch im Sozialverhalten oder im Stoffwechsel. Caro erklärt, welche Basics eine gute Aufzucht wirklich braucht und warum ein stabiles Fundament unsere Verantwortung als Züchter, Halter und Ausbilder ist. Eine Folge für alle, die Pferde langfristig gesund erhalten wollen und verstehen möchten, wo viele Probleme ihren Ursprung haben. | |||
| Schulpferde gesund halten – zwischen Struktur, Verantwortung und Realität. | 04 Feb 2026 | 00:48:51 | |
Didi Meiners vom Rumlerhof im Interview Schulpferde gesund halten – zwischen Struktur, Verantwortung und Realität Wir sprechen darüber, warum Struktur und klare Regeln im Reitschulbetrieb keine Härte bedeuten, sondern Sicherheit schaffen – für Pferde wie für Menschen. Warum mentale Stabilität eine zentrale Grundlage für Gesundheit ist. Und warum Mitleid oft weniger hilft als tragfähige Systeme, klare Verantwortlichkeiten und gute Basics im Alltag. Es geht um die Realität eines Reitschul- und Ferienbetriebs: Diese Folge richtet sich an alle, die Schulpferde nicht bemitleiden, sondern verstehen, schützen und fair begleiten wollen. | |||
| Zahlst du drauf? Preise, Wert und warum Pferdetherapie mehr sein darf als die Zeit vor Ort | 31 Jan 2026 | 00:26:23 | |
Zahlst du als Pferdetherapeut in deinen Behandlungen drauf – ohne es zu merken?
In dieser Podcast-Folge spreche ich offen und ehrlich über ein Thema, das viele im Pferdetherapie-Bereich betrifft, aber selten klar benannt wird: Preiskalkulation, Unterbewertung und die wirtschaftliche Realität selbstständiger Pferdetherapeut:innen.
Ich rechne in dieser Folge realistisch vor, was von einer Behandlung tatsächlich übrig bleibt – inklusive Fahrzeit, Organisation, Buchhaltung, Fortbildungen, Krankenversicherung, Altersvorsorge, Umsatzsteuer und Einkommensteuer. Dabei wird deutlich, warum viele Therapeut:innen – vor allem im Nebenerwerb – unbewusst dazu beitragen, den Markt zu verzerren, obwohl sie eigentlich helfen wollen.
Gleichzeitig geht es um eine zentrale Frage der Zukunft:
👉 Was ist der eigentliche Wert einer Behandlung?
Nicht die Minuten vor Ort am Pferd, sondern der langfristige Mehrwert für die Pferdegesundheit.
Ich spreche darüber,
- warum Therapie nicht nur „Behandlungszeit“ ist
- weshalb Beratung des Pferdebesitzers ein wesentlicher Teil professioneller Therapie sein muss
- was Opportunitätskosten in der Pferdetherapie bedeuten
- und warum interdisziplinisches, ganzheitliches Denken (Haltung, Fütterung, Training, Management) entscheidend ist, damit Therapie nachhaltig wirkt.
Diese Folge richtet sich an:
- Pferdephysiotherapeut:innen
- Pferdeosteopath:innen
- Therapeut:innen im Neben- oder Haupterwerb
- alle, die Therapie professionell, tragfähig und zukunftsfähig gestalten wollen
Ziel dieser Folge ist keine Kritik an Einzelpersonen, sondern Klarheit:
für Therapeuten, für Kollegen – und letztlich auch für Pferdebesitzer. | |||
| Der schwierige Weg lohnt sich – Jungpferde, Selbstständigkeit & Eigenverantwortung mit Anna Hübner | 28 Jan 2026 | 00:52:10 | |
In dieser Folge spreche ich mit Anna Hübner über Wege, die bewusst keine Abkürzungen nehmen – weder in der Jungpferdeausbildung noch im eigenen beruflichen oder persönlichen Leben.
Anna und ich kennen uns seit vielen Jahren, noch aus einer Zeit klassischer Ausbildungsstrukturen. Schon damals war spürbar, dass sie genauer hinschaut, Zusammenhänge sehen will und Verantwortung nicht an Methoden delegiert. Heute arbeitet sie selbstständig mit Pferden und Menschen – in der Ausbildung, in der pferdegestützten Förderung, im Coaching sowie im Bereich mentaler Gesundheit, Kommunikation und Stressmanagement.
Wir sprechen über:
- Probleme in der heutigen Jungpferdeausbildung, wenn Leistung vor Entwicklung steht
- warum schnelle Lösungen selten nachhaltig sind – weder fürs Pferd noch für den Menschen
- was es bedeutet, Verantwortung wirklich zu übernehmen statt Symptome zu verwalten
- Selbstständigkeit als Entwicklungsweg – mit Zweifeln, Klarheit und Eigenverantwortung
- Sensibilität als Stärke und nicht als Schwäche
- und warum beruflicher Wandel ohne Abkürzung oft der ehrlichere Weg ist
Dieses Gespräch bewegt sich bewusst zwischen Leistung und Menschlichkeit.
Es richtet sich an Pferdetherapeuten, Trainer und reflektierte Pferdebesitzer – aber auch an alle, die spüren, dass Entwicklung Zeit braucht und Haltung wichtiger ist als Tempo.
Eine Folge über Jungpferde. Über Selbstständigkeit. Und über den Mut, den schwierigeren Weg zu gehen. | |||
| Was mach ich bei…. Thema Kotwasser beim Pferd | 24 Jan 2026 | 00:27:22 | |
Kotwasser beim Pferd – was tun bei Kotwasser oder Durchfall?
Kotwasser gehört zu den häufigsten und gleichzeitig verunsicherndsten Themen in der Pferdegesundheit. Viele Pferdebesitzer suchen nach schnellen Lösungen – doch genau hier liegt das Problem: Kotwasser ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom.
In dieser Podcastfolge spreche ich darüber,
- warum man Kotwasser und Durchfall klar unterscheiden muss,
- weshalb pauschale Futterempfehlungen oft nicht helfen – oder das Problem sogar verschlimmern können,
- und warum die Frage „Was mache ich bei Kotwasser?“ ohne Ursachenklärung keine seriöse Antwort zulässt.
Du erfährst unter anderem:
- welche Unterschiede zwischen Kotwasser und Durchfall bestehen
- welche Rolle Dickdarm, Fütterung, Stress, Zahnstatus und Management spielen
- warum gut gemeinte Maßnahmen (z. B. Kräuter, Mikroorganismen, Hausmittel) problematisch sein können
- und weshalb eine individuelle, strukturierte Ursachenanalyse der einzige sinnvolle Weg ist
Diese Folge richtet sich an Pferdebesitzer und Therapeuten, die verstehen wollen, warum Kotwasser entsteht – statt nur Symptome zu unterdrücken.
Mehr fundierte Informationen, Weiterbildungen und meinen ganzheitlichen Ansatz in der Pferdetherapie findest du auf meiner Homepage: horse-therapy-academy.de
Wenn du genug hast von schnellen Versprechen und stattdessen echte Zusammenhänge verstehen möchtest, ist diese Folge für dich. | |||
| Nicht alles ist der Magen – wie ich therapeutische Klarheit finde | 16 Jan 2026 | 00:23:47 | |
In dieser Podcastfolge spreche ich darüber, warum ich als Pferdeosteotherapeutin trotz jahrelanger Erfahrung immer wieder an Grenzen gestoßen bin – und weshalb therapeutische Klarheit oft nicht durch mehr Behandlung, sondern durch ein besseres Verständnis der Grundlagen entsteht. Ich nehme dich mit in meinen Weg von der klassischen Osteopathie hin zu einer ganzheitlichen, funktionellen Betrachtung von Pferdegesundheit – mit besonderem Fokus auf Magenthematiken beim Pferd, Fütterung, Stoffwechsel, Entzündungen und das vegetative Nervensystem. Du erfährst:
Diese Folge richtet sich an Pferdetherapeuten und Trainer, Am Ende erzähle ich, warum aus genau diesen Fragen die Masterclass Pferdemagen entstanden ist – als praxisnaher Kurs für alle, die Magenthematiken beim Pferd sicher einordnen und fundiert begleiten möchten. Alle meine Kurse, Webinare und Fortbildungen findest du auf der | |||
| Echte Pferdtherapie beginnt dort,wo wir aufhören,einfache Antworten zu erwarten. | 01 Jan 2026 | 00:25:21 | |
Warum wirkt Therapie bei einem Pferd – und beim nächsten nicht? In dieser Podcast-Folge spreche ich darüber, warum echte Therapie immer individuell ist – und warum Schwarz-Weiß-Denken Pferden oft mehr schadet als hilft. Ich erkläre, weshalb ich keine schnellen „Was mache ich bei …?“-Antworten gebe und warum Biologie kein Baukastensystem ist. Ein Schwerpunkt dieser Folge liegt auf dem Zusammenhang zwischen Genetik, Epigenetik und Therapieerfolg beim Pferd. Du erfährst, warum Gene kein festgeschriebenes Schicksal sind, sondern ständig abgelesen werden – und wie Faktoren wie Ernährung, Zucker, stille Entzündungen, Bewegung und Stoffwechsel beeinflussen, ob Therapie greifen kann oder nicht. Außerdem spreche ich darüber, warum Zucker kein reines Gewichtsproblem, sondern ein Gesundheitsthema ist – auch bei schlanken Pferden – und weshalb hochwertige Ernährung und gute Bedingungen oft entscheidender sind als schnelle therapeutische Lösungen. Diese Folge richtet sich an Pferdetherapeut:innen, Trainer:innen und Pferdebesitzer:innen, die Therapie verstehen wollen – nicht nur anwenden. 👉 Passend zur Folge: Mein Webinar/Kurs zu Genetik & Epigenetik in der Pferdetherapie – horse-therapy-academy.de Pferdetherapie · Epigenetik Pferd · Genetik Pferd · individuelle Therapie · Therapieresistenz Pferd · Ernährung Pferd · Zucker Pferd · stille Entzündung · ganzheitliche Pferdegesundheit · Osteopathie Pferd | |||
| Aktiv zuhören statt Show-Therapie – ein unterschätzter Erfolgsfaktor in der Pferdetherapie | 21 Dec 2025 | 00:17:44 | |
Zuhören ist kein passiver Prozess. In dieser Folge spreche ich darüber, Es geht um:
Ich spreche außerdem über die osteopathische Listening-Technik – Diese Folge richtet sich an Pferdetherapeut:innen, Wenn du lernen möchtest, wie du ruhiger, klarer und effektiver arbeitest – | |||
| Selen, Social Media und das Jungpferd, das fast in eine toxische Überversorgung rutschte | 29 Nov 2025 | 00:28:32 | |
Selen im Pferdefutter: Wie entsteht unbemerkt eine Überversorgung – und warum sind Social-Media-Tipps so gefährlich? Du erfährst:
Diese Folge richtet sich an alle, die Pferde nicht „zwischen Tür und Angel“ behandeln oder füttern möchten, sondern Zusammenhänge ganzheitlich verstehen wollen. Wenn du tiefer in Themen wie Spurenelemente, Stoffwechsel, Magenprobleme und Darmgesundheit einsteigen möchtest, trag dich gern in meinen Newsletter ein – dort erhältst du kostenlose Webinare und Fachwissen für nachhaltige Pferdegesundheit.
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| Die Zähne wurden gerade „gemacht“…warum der Pferdebesitzer und Therapeut bei den Zähnen genauer hinsehen sollte | 17 Nov 2025 | 00:20:51 | |
Viele Pferdebesitzer sagen mir beim Öffnen des Mauls: „Die Haken und Kanten sind gemacht.“
Doch auch dann ist mein Auge, meine Nase und meine therapeutischen Hände wachsam
In dieser Folge spreche ich darüber, warum die reine Bearbeitung der Kauflächen oft nur ein kleiner Ausschnitt der Zahngesundheit ist – und wieso spezialisierte Dentalbehandler so wertvoll sind. Wir gehen die Bereiche durch, die in der Praxis häufig übersehen werden: Schleimhäute, Fisteln, parodontale Taschen, alte Zahnwurzelprozesse, Maulgeruch, Zahnfächer, Parodontose-Verdacht und funktionelle Zusammenhänge über Kiefergelenk, Muskulatur und Organbezüge....
Eine Folge für alle, die verstehen möchten, was ich bei Pferden noch im Zahnbereich untersuche, fühle und sehe – weit über Haken und Kanten hinaus.
Wenn du tiefer in die Pferdetherapie einsteigen möchtest:
Über meinen Newsletter auf www.horse-therapy-academy.de | |||
| Zwischen Herz und Haltung – ursachenorientierte Pferdetherapie mit Janine Kettlitz | 11 Nov 2025 | 00:53:59 | |
Ein ehrliches Gespräch mit Janine Kettlitz über Haltung, Verantwortung und die Kunst, als Therapeut:in klar und authentisch zu bleiben.
Wir sprechen über die Bedeutung von Mindset, Grenzen und ursachenorientiertem Denken – und darüber, was wahre Professionalität mit Wertschätzung und dir selbst zu tun hat.
Wenn dich die folgenden Themen interessieren, solltest du diese Folge nicht verpassen: Mindset Pferdetherapeut, Pferdetherapie Ausbildung, professionell arbeiten mit Pferden, Business für Pferdetherapeuten, ganzheitliche Pferdetherapie, Ursachenorientierung, Selbstständigkeit Pferdetherapie, Pferdetherapeut werden, Grenzen setzen im Pferdebusiness, Erfolg im Pferdeberuf
https://horse-therapy.de
https://horse-therapy-academy.de | |||
| Training beginnt mit Körpergefühl – bei Mensch und Pferd | 05 Nov 2025 | 00:27:56 | |
Training beginnt mit dem Körpergefühl – beim Mensch und beim Pferd
Was bedeutet eigentlich gutes Training – und warum hat es so viel mit Körpergefühl zu tun?
In dieser Folge spreche ich darüber, warum Bewegung allein noch kein Training ist, warum körperliche Arbeit keine Stabilität ersetzt und wie wichtig gezielte Reize, Wahrnehmung und Regeneration für echte Handlungsfähigkeit sind – bei Mensch und Pferd.
Ich erkläre, warum Rumpfkraft vor Extremitätenkraft kommt, wie Faszien als Sinnesorgan unsere Bewegung lenken und weshalb Training immer im Nervensystem beginnt.
Und ich teile, warum ich – trotz körperlicher Arbeit mit Pferden – ganz bewusst ins Fitnessstudio gehe, um meine eigene Stabilität zu erhalten.
Wenn du verstehen möchtest,
• warum Körpergefühl die Grundlage für funktionelles Training ist,
• wie du Pferde ganzheitlich und anatomisch sinnvoll trainierst,
• und was Trainingsprinzipien wirklich bedeuten –
dann ist diese Folge für dich.
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| „Ich will lieber mit Tieren arbeiten“ – Warum das kein guter Grund ist, Therapeut:in zu werden | 30 Oct 2025 | 00:17:03 | |
„Ich will lieber mit Tieren arbeiten“ – Warum das kein guter Grund ist, Therapeut:in zu werden
Viele Therapeut:innen starten mit dem Wunsch: „Ich möchte lieber mit Tieren arbeiten als mit Menschen.“
Ein schöner Gedanke – aber auch einer, der schnell an Grenzen stößt.
Denn in der Tiertherapie, ob beim Pferd oder beim Hund, ist der Mensch immer Teil des Systems.
Er ist derjenige, der das Tier täglich sieht, füttert, führt und beeinflusst – emotional, körperlich und energetisch.
In dieser Folge spreche ich darüber, warum erfolgreiche Tiertherapie immer auch gute Kommunikation mit Menschen bedeutet,
warum dein eigenes Mindset entscheidend ist – und wie du lernst, mit herausfordernden Besitzern professionell umzugehen,
ohne dich selbst dabei zu verlieren.
Wenn du als Therapeut:in lernen möchtest, Pferd und Mensch wirklich ganzheitlich zu begleiten,
dann ist diese Folge genau das Richtige für dich.
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| PSSM, MIM, MFM beim Pferd – Warum Genetik nicht alles entscheidet | 23 Oct 2025 | 00:42:38 | |
Immer mehr Pferde werden genetisch getestet – und gleichzeitig wird die Verunsicherung größer.
Was sagt ein Test wirklich aus? Und wann ist er hilfreich – oder vielleicht sogar hinderlich, weil er den Blick auf das Wesentliche verstellt?
In dieser Folge spreche ich über PSSM1, MIM (ehemals PSSM2) und MFM, darüber, was wissenschaftlich gesichert ist, was (noch) nicht, und warum Management, Training, Fütterung und Stress letztlich oft den größeren Unterschied machen als jedes Laborergebnis.
Ich erzähle, wie Forscherinnen wie Stephanie Valberg und Melissa McKee das Thema einordnen, warum PSSM2 nicht gleich PSSM2 ist, und warum es so wichtig ist, zwischen Genetik und Epigenetik zu unterscheiden.
Wenn du Pferdetherapeut:in oder interessierte:r Pferdebesitzer:in bist und verstehen willst,
warum sich Muskelprobleme nicht allein über Gene erklären – und schon gar nicht über „Wundertests“ lösen lassen –, dann ist diese Folge für dich.
Themen der Folge:
PSSM1 vs. PSSM2 – was ist wirklich belegt?
MFM und Desmin-Ablagerungen – was passiert da im Muskel?
Welche Rolle spielt die Epigenetik wirklich?
Warum Gentests keine Diagnosen ersetzen
Wie du als Therapeut:in oder Besitzer:in Einfluss nehmen kannst
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| Ist das wirklich Osteopathie, was da im Pferdebereich angeboten wird? | 10 Oct 2025 | 00:15:21 | |
🎧 Folge: Ist das wirklich Osteopathie, was wir im Pferdebereich machen?
In dieser Folge spreche ich offen und ehrlich über ein sensibles Thema:
Was verstehen wir eigentlich unter Pferdeosteopathie – und ist das, was viele von uns praktizieren, wirklich Osteopathie?
Auslöser war ein Gespräch mit einem Human-Osteopathen, der mich gefragt hat, ob das, was ich tue, tatsächlich osteopathisches Arbeiten ist – oder einfach gute manuelle Therapie mit osteopathischem Denken.
Diese Frage hat mich nachhaltig beschäftigt und meine Arbeit tief beeinflusst.
Ich möchte in dieser Folge niemanden kritisieren, sondern zum Nachdenken anregen.
Denn Osteopathie ist mehr als das „ganze Pferd einmal durchzutesten“ – sie beruht auf einem tiefen Verständnis für Anatomie, Physiologie und funktionelle Zusammenhänge.
💬 In dieser Episode erfährst du:
– Warum der Begriff Osteopathie im Pferdebereich kaum geschützt ist
– Was echte osteopathische Denkweise bedeutet
– Wie konstruktive Kritik dich fachlich weiterbringen kann
– Warum es wichtig ist, die eigene Arbeit immer wieder zu reflektieren
Wenn du dich für fundierte, ganzheitliche Pferdetherapie interessierst und dein Verständnis für Zusammenhänge im Pferdekörper vertiefen möchtest,
dann hör unbedingt rein – und trag dich gern in meinen Newsletter auf www.horse-therapy-academy.de ein. | |||
| Selbstständig oder teilselbständig als Pferdetherapeut? Nur, wenn du bereit bist, an dir zu arbeiten | 07 Oct 2025 | 00:22:58 | |
| Ganzheitlich – das meist missbrauchte Wort in der Pferdetherapie? Warum viele nur die Hälfte sehen und was alles beachtet werden kann. | 27 Sep 2025 | 00:19:07 | |
| Schwarz-Weiß-Denken im Pferdebereich. Was mir als Therapeutin so richtig auf den Keks geht und warum Dauer-Symptom-Therapie nicht die Lösung sein sollte. | 23 Sep 2025 | 00:16:43 | |
| Arthrose – „Da kann man nichts machen“ – ach wirklich? Ein anderer Blick auf Gelenkerkrankungen | 09 Sep 2025 | 00:47:56 | |
Arthrose beim Pferd – kein Urteil, sondern ein Auftrag.
Arthrose gilt oft als „Abnutzung“, doch das ist längst überholt. In dieser Folge erfährst du, warum Arthrose ein aktiver Prozess ist, den wir beeinflussen können – durch Ernährung, Mikronährstoffe, Bewegung und Stressreduktion.
Ich spreche über aktuelle Forschung, funktionelle Zusammenhänge und meine Erfahrungen aus 18 Jahren therapeutischer Arbeit mit Pferden.
➡️ Diese Folge ist für alle, die verstehen wollen, wie ganzheitliche Therapie wirklich wirkt – jenseits von Symptombehandlung und Diagnoselabels.
💌 Wenn du tiefer einsteigen möchtest:
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| Was ich früher als Pferdetherapeut belächelt hätte – Heute trägt es meine Arbeit. | 06 Aug 2025 | 00:23:40 | |
| Dauerlärm am Stall – Zu laut für Heilung | 29 Jul 2025 | 00:29:00 | |
Was wir unseren Pferden manchmal unbewusst antun
Dauerlärm im Stall – unterschätzter Stressfaktor für Pferde
Viele Pferde stehen tagtäglich unter Stress, ohne dass wir es merken – ausgelöst durch Dauerlärm im Stall.
In dieser Folge spreche ich darüber, was Pferde hören, was wir nicht wahrnehmen, und warum ständige Geräuschkulisse wie Radios, Metallklappern, Pumpen oder Solarium-Geräusche das Nervensystem massiv belasten können.
Du erfährst:
Wie empfindlich das Hörvermögen von Pferden wirklich ist
Welche Studien zeigen, dass Lärm Cortisol und Herzfrequenz erhöht
Warum Dauergeräusche Verdauung, Schlaf und Regeneration beeinträchtigen
Welche einfachen Maßnahmen du sofort umsetzen kannst – ganz ohne zusätzliche Kosten
Mein Ziel: mehr Bewusstsein für akustische Stressoren, die viele gar nicht bemerken – und damit mehr Ruhe, Entspannung und echte Heilung für Pferde.
Denn: Therapie bedeutet nicht nur Symptomarbeit, sondern Ursachen erkennen und verändern.
Jetzt reinhören und bewusster hinhören – deinem Pferd zuliebe.
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| Zwischen Ist-Zustand und Geschichte – wie wir Pferde wirklich sehen sollten | 23 Jul 2025 | 00:11:25 | |
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