Perspektiven – Details, episodes & analysis

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Perspektiven

Perspektiven

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Religion & Spirituality

Frequency: 1 episode/6d. Total Eps: 50

Schweizer Radio und Fernsehen
Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und sinnieren. Immer nah am Menschen und den grossen Fragen auf der Spur.
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Iran: Gottesstaat ohne Gläubige?

samedi 28 juin 2025Duration 27:02

Die Islamische Republik Iran ist ein selbsterklärter Gottesstaat. Doch nirgendwo im Nahen und Mittleren Osten ist die Zivilgesellschaft so säkular wie im Iran. Viele Menschen wenden sich vom Islam ab - wegen der Erfahrung der Unterdrückung und Entrechtung durch das Regime. Das iranische Regime setzt seine Ideologie des Gottesstaates seit Jahrzehnten mit Gewalt durch. Es zeige sich aber, dass die Bevölkerung ihre noch in den 1970er und 1980er Jahren starke islamische Religiosität gerade durch die Erfahrung der Unterdrückung in einem selbsterklärten Gottesstaat mehrheitlich abgelegt habe, so Katajun Amirpur. Sie ist Islamwissenschaftlerin und Autorin des Buches «Iran ohne Islam: Der Aufstand gegen den Gottesstaat». Ein Gespräch über den Gottesstaat, dem die Gläubigen zunehmend abhandenkommen. Autorin: Anna Jungen Buchhinweis: Amirpur, Katajun: Iran ohne Islam Der Aufstand gegen den Gottesstaat, Verlag C.H.Beck, München

Entwicklungshilfe in Krisenzeiten: Gespräch mit HEKS-Direktorin

samedi 21 juin 2025Duration 28:40

Es war kein einfaches erstes Jahr für Karolina Frischkopf als Direktorin des Hilfswerks HEKS: Krisen und Konflikte weltweit, Mitarbeitende in Gefahr, weniger Gelder des Bunds für die Entwicklungshilfe und abrupt endende Projekte wegen Kürzungen bei USAID. Wie also weiter? Lebensmittelkits und Hygieneartikel als Nothilfe in der Ukraine. Zugang zu sauberem Wasser in Kongo und Äthiopien. Mit derartigen Projekten hilft das HEKS Menschen in Notlagen. Oder besser gesagt half: Denn die Gelder für diese Projekte kamen von der amerikanischen Entwicklungsbehörde USAID. Deren Gelder wurden von heute auf morgen massiv gestrichen, 100 Mitarbeitende des HEKS wissen nicht, wie’s weiter geht. Diese Entwicklung ist nur eine von vielen, die die Arbeit des HEKS im letzten Jahr erschwerten. Die prekäre Sicherheitslage in Konfliktgebieten führte dazu, dass zwei HEKS-Mitarbeitende ihr Leben verloren und das Hilfswerk mehr Geld in die Sicherheit investieren muss. Ein Auftrag für den Rechtsschutz im Bundesasylzentrum Nordwestschweiz ging verloren. Und die Kürzungen des Bundes bei der Entwicklungshilfe dürften das Hilfswerk ebenfalls treffen. Keine einfachen Voraussetzungen also für die neue Direktorin Karolina Frischkopf. Wie geht sie mit den Herausforderungen um? Was gibt ihr Halt und Zuversicht? Und wohin geht die Zukunft des Hilfswerks in diesen unsicheren Zeiten? Das fragen wir Karolina Frischkopf im «Perspektiven»-Gespräch. Autorin: Nicole Freudiger

Der Atem schärft den Blick für das Wesentliche im Leben

samedi 14 juin 2025Duration 28:32

Wer regelmässig Atemübungen praktiziert, lebt gesünder, bleibt gelassener und verzettelt sich weniger. Davon ist der Coach und Managementberater Christoph Glaser überzeugt. Er hat eine eigene Methode atembasierter Achtsamkeit entwickelt. Bewirkt sie auch, was sie verspricht? Christoph Glaser träumt als Jugendlicher von einer Karriere als Profifussballer. Doch als er beim Training stürzt und sich eine schwere Rückenverletzung zuzieht, platzen diese Träume. Es folgen jahrelange Krankenhausaufenthalte, Traurigkeit, Schmerzen. Jahre später entdeckt er die atembasierte Achtsamkeit. «Raus aus der Depression und rein in die Zuversicht», fasst Christoph Glaser sein damaliges Schlüsselerlebnis zusammen. Seither ist er davon überzeugt, dass der Atem den Wesenskern eines jeden Menschen berührt, einen Raum der Ruhe, der Orientierung und der Zuversicht schafft. Heute berät und trainiert Christoph Glaser Menschen weltweit und gibt Seminare für Führungskräfte. Dazu hat er die sogenannte «Zwölf-Minuten-Methode» entwickelt, eine Abfolge von Atemübungen aus dem Yoga. Nur: wie lassen sich innere Ruhe und dynamische Arbeitswelt vereinbaren? Sind Atemseminare und Achtsamkeitsübungen mehr als ein Hype? Und was sagen sie über die heutige Gesellschaft aus? In «Perspektiven» berichtet Christoph Glaser von seiner Entdeckung, wie der Atmen wirkt und die Medizinerin Elisabeth Balint zeigt, wie der Atem Emotionen und Nervensystem beeinflusst. Autor: Norbert Bischofberger Buchinweis: Christoph Glaser: Atmen. Der Schlüssel zur erfolgreichen und gesunden Führung. Nur 12 Minuten täglich für mehr Energie und Gelassenheit. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2024. Roland Liebscher-Bracht, Petra Bracht, Christoph Glaser: Lange gut leben. Endlich umsetzen, was wirklich hilft. Mosaik Verlag, München 2025.

Naturspiritualität – eine neue grüne Weltreligion? (W)

lundi 9 juin 2025Duration 27:48

Gehen Sie auch gerne in den Wald? Finden Sie dort einen inneren Frieden? Oder spüren Sie vielleicht sogar eine Verbindung zu Bäumen, Moos und Tieren? Damit sind Sie nicht allein. Immer mehr Menschen suchen spirituelle Erfahrungen in der Natur, sagt der Religionswissenschaftler Bron Taylor. Bron Taylor ist Professor für Religion, Natur und Umweltethik an der «University of Florida». Schon seit Jahrzehnten untersucht er die Schnittstelle zwischen Natur und Religion und hat ein Buch unter dem Titel «Dark Green Religion» geschrieben. Der Begriff Dunkelgrüne Religion umfasst für ihn ein breites Spektrum: von Menschen, die Rituale in der Natur durchführen, bis zu Menschen, die sich vor allem auf die westliche Wissenschaft stützen. Für viele sei die westliche Wissenschaft unbestritten. Es gibt aber andere, die glauben, dass nicht alles durch wissenschaftliche Methoden erklärt werden könne. Oftmals seien es Erfahrungen in der Natur, die einem das Gefühl vermitteln, dass es noch mehr gebe, meint Bron Taylor. In dieser Perspektiven-Sendung wird ausgelotet, was Naturspiritualität alles sein kann, und der Frage nachgegangen, ob das bald einmal eine neue Weltreligion sein könnte. Autorin: Mirella Candreia Erstaustrahlung: 26.05.2024

Mit allen Sinnen in den Wald eintauchen – Waldbaden im Trend (W)

lundi 9 juin 2025Duration 25:12

Waldbaden ist eine etablierte Praxis aus Japan, die auch hierzulande Fuss fasst. Dabei spaziert man langsam und achtsam durch den Wald. Alle Sinne werden aktiviert. Waldbaden soll Stress reduzieren und sich positiv auf die menschliche Gesundheit auswirken. An der ZHAW wird geforscht, ob das stimmt. Shinrin Yoku – so heisst das Waldbaden auf Japanisch – ist in Japan Bestandteil des Gesundheitssystems. Dort kann Shinrin Yoku Menschen, die unter stressbedingten Erkrankungen leiden, ärztlich verschrieben werden. Auch in der Schweiz erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Wirkung des Waldes auf den Körper; und zwar mit dem Ziel, Waldbaden auch hier in das Gesundheitssystem zu integrieren. Eine dieser Forschenden ist Hortikultur-Ingenieurin Martina Föhn von der ZHAW. In Perspektiven spricht sie über ihre Forschung. Ausserdem besuchen wir einen Waldbaden-Kurs und sprechen mit Kursleiterin Zoë Lorek. Und Kunstvermittlerin Sylvia Seibold erzählt, wie Shinrin Yoku im kulturell-religiösen Kontext Japans verstanden werden kann. Autorin: Mirella Candreia Erstaustrahlung: 22.09.2024

Die Magie der Kraftorte der Schweiz (W)

lundi 9 juin 2025Duration 27:26

Menschen lassen an Kraftorten die Seele baumeln oder tanken Energie für den Alltag. Orte der Kraft sind en vogue. Sie finden sich in der freien Natur oder in Kirchen und Klöstern. Ihre Wirkung ist aus naturwissenschaftlicher Sicht umstritten. Die Engstligenfälle bei Adelboden, der Bachalpsee oberhalb von Grindelwald, die Felsformation Creux du Van, die prähistorische Steinreihe von Clendy oder die Klosterkirche von Romainmôtier im Kanton Waadt gelten als bedeutende Kraftorte der Schweiz. Touristendestinationen bewerben Kraftorte mit opulenten Bildern. Menschen reagieren unterschiedlich auf Kraftorte. Die einen spüren ein wohltuendes Kribbeln an Händen und Füssen, ein angenehmes Gefühl im ganzen Körper oder auch gar nichts. An Kraftorten soll es erhöhte natürliche Energie geben. Es gibt Methoden, um die Wirkung von Kraftorten zu messen und zwar mit Hilfe eines Pendels oder einer Wünschelrute. Die Intensität der Erdstrahlung wird auf Tabellen in sogenannten Bovis-Einheiten bestimmt, benannt nach dem französischen Physiker André Bovis (1871-1947). Die Messmethoden sind aus naturwissenschaftlicher Sicht umstritten. Zu den Pionierinnen der Kraftort-Forschung in der Schweiz gehört die Geobiologin Blanche Merz (1919-2002). Ihr Erbe führt Andrea Fischbacher von der «Forschungsstelle Kraft- & Kulturorte Schweiz» weiter. «Perspektiven» begleitet sie an Kraftorte in Luzern. Die Religionswissenschaftlerin Dorothea Lüddeckens ordnet die Faszination für Kraftorte ein. Autor: Norbert Bischofberger Erstausstrahlung: 19.05.2024

Popmusik als Erlebnisreligion unsrer Zeit? (1/6)

samedi 12 juillet 2025Duration 26:04

Ob bei Madonna oder Taylor Swift: An Live-Konzerten singt die «Fangemeinde» alle Songs mit, feiert den Star ekstatisch, erlebt Gemeinschaft und Trost. Ist das schon Religion? Zumal, wenn Liedtexte existentielle Fragen zu Leben, Tod, Liebe und Zukunftsängsten verhandeln. Die Forschung spricht von einem «spiritual turn» in der Popmusik seit den 1990er Jahren: Aus Protest und Provokation wie etwa bei Madonna wurden Mantren mit Anleihen aus verschiedenen spirituellen Traditionen, von Buddha bis Bibel. Sänger Sting besang im Popsong «fragile» die Zerbrechlichkeit des Menschen, Michael Jackson schrie im «Earth Song» seine Betroffenheit mit der leidenden Schöpfung heraus, und Herbert Grönemeyer verarbeitet die Trauer über den Tod seiner geliebten Ehefrau mit dem Hit «Mensch». Wie viel echte Spiritualität, ja sogar Theologie steckt in kommerzieller Popmusik? Wann ist es reiner Kommerz? Verkauft sich Popmusik vielleicht sogar besser, wenn sie mit religiösen Symbolen spielt und damit auch bewusst provoziert? So erheischte etwa Madonna, die Queen of Pop, immer wieder Aufsehen und Aufschreie: als Gekreuzigte, im Bischofsornat oder mit Songs wie «like a prayer»?! Im Auftaktgespräch zu unserer sechsteiligen Sommerserie «Gott und Pop» analysiert Theologieprofessor Frank Brinkmann den spirituellen Gehalt säkularer Popmusik. Der Kulturwissenschaftler von der Universität Giessen engagiert sich im akademischen Arbeitskreis «pop.religion». Buchhinweis: Frank Thomas Brinkmann, Ashes to Ashes, Spaceboy?! Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf die transkonventionelle POP-Theologie des David Bowie, Springer Fachmedien, Wiesbaden 2023. Die Sommerserie «Gott und Pop» läuft vom 13. Juli bis 17. August 2025 auf Radio SRF 2 Kultur, sonntagmorgens 08:30 Uhr und online als Podcast www.srf.ch/perspektiven Autorin: Judith Wipfler

Dalai Lama: Geistiges Oberhaupt von Tibet feiert Geburtstag

samedi 5 juillet 2025Duration 26:59

Der 14. Dalai Lama wird 90 Jahre alt. Das religiöse Oberhaupt der Tibeterinnen und Tibeter ist zur Ikone des Buddhismus und des Mitgefühls geworden. Warum ist er so populär und wie wird dereinst seine Nachfolge identifiziert? Am 6. Juli 1935 kam Lhamo Döndrub als Sohn einer einfachen Bauernfamilie in Nordosten Tibets zur Welt. Nur zwei Jahre später wurde er als Reinkarnation des 13. Dalai Lama identifiziert. Mit bereits 15 Jahren übernahm er die politische Führung Tibets und musste ohne politische Erfahrung komplexe Aufgaben übernehmen, nachdem die chinesische Volksbefreiungsarmee 1950 in Tibet einmarschierte. Ein paar Jahre später kam es zur Flucht nach Indien, als chinesisiche Trppen 1959 einen tibetischen Aufstand brutal niedergeschlugen. Bis heute lebt der 14. Dalai Lama im nordindischen Dharamsala im Exil, zusammen mit einer grossen tibetischen Diaspora. In der Weltöffentlichkeit wurde er spätestens durch die Vergabe des Friedensnobelpreis 1989 bekannt, als er für seinen gewaltfreien Kampf geehrt wurde. Seine internationalen Auftritte und Belehrungen über Mitgefühl oder Glück sowie seine Auslegungen zu einer grundlegend menschlichen Ethik haben den Dalai Lama auch im Westen populär gemacht. Warum buddhistische Lehren mehr sind als nette Sprüche, die man sich am Kühlschrank aufhängen kann, und wie das Konzept der Reinkarnation zu verstehen ist, darum geht es in Perspektiven. Die Nachfolgefrage des 14. Dalai Lama ist eine politisch hoch aufgeladene Angelegenheit. Denn seit Jahren versucht die chinesische Regierung, diese zu beeinflussen. Welche Bedeutung kommt also heute dem Dalai Lama zu, gerade auch für eine jüngere tibetische Diaspora in der Schweiz? In der Sendung kommen zu Wort: · Thupten Jinpa, buddhistischer Intellektueller und Religionswissenschaftler an der kanadischen McGill Universität in Montreal; seit 1985 englischer Hauptübersetzer des Dalai Lama und Gründer des Comassion Instituts. · Tenzin W., Schweiz-Tibeterin, 33 Jahre alt und arbeitet im Kulturbereich. Die Sternstunde Religion zeigt den Film "Dalai Lama - Schicksalsjahre eines Auserwählten" (Heike Bittner, Deutschland 2025) ab Montag 7. Juli online auf srf.ch und am Samstag 12. Juli im Fernsehen auf SRF 1 Buchhinweise: Manuel Bauer, Thupten Jinpa, Christian Schmidt (Hrsg.): «Dalai Lama. Fotografien von Manuel Bauer. 1990–2024», Scheidegger & Spiess, Zürich 2025. Dalai Lama: «Eine Stimme für die Entrechteten. Meine über sieben Jahrzehnte währende Auseinandersetzung mit China», HarperCollins, Hamburg 2025. Autorin: Léa Burger

Soll eine Lehrerin Kopftuch tragen dürfen? Eine Auslegeordnung

samedi 8 novembre 2025Duration 28:36

Zurzeit diskutiert die Schweiz übers Kopftuch im Klassenzimmer. Auslöser war eine Muslimin, die mit Kopftuch unterrichten wollte. Eltern verhinderten dies. Was bedeutet die Diskussion für eine angehende Lehrerin mit Kopftuch? Warum ist ein Pädagogikprofessor für ein Verbot? Und was sagt das Gesetz? Der «Tages-Anzeiger» machte den Fall im Juli publik: Eine muslimische Lehrerin mit Kopftuch sollte nach den Sommerferien in Eschenbach SG ihre Stelle antreten. Doch Eltern protestierten. Und die Schule löste den Arbeitsvertrag mit der Muslimin auf, um einen Rechtsstreit zu verhindern. Seither läuft die Diskussion: Ist ein Kopftuch als sichtbares Zeichen des Islams im Klassenzimmer zulässig? Ritzt dies die religiöse Neutralität, die in der Schule verfassungsmässig garantiert wird? Und was, wenn Schülerinnen Kopftuch tragen wollen? Das Kopftuch im Klassenzimmer wirft viele Fragen auf. Nach Chancengleichheit, Integration, Werten und der Stellung der Religion und des Islams in unserer Gesellschaft. «Perspektiven» versucht, Antworten zu finden und spricht mit einer angehenden Lehrerin mit Kopftuch, einem ehemaligen Professor der Pädagogischen Hochschule und SP-Politiker, der sich für ein Verbot des Kopftuchs für Lehrerinnen ausspricht und mit einem Rechtsexperten, der aufzeigt, dass die Rechtslage nicht so eindeutig ist wie in der Diskussion oft angenommen. In der Sendung kommen zu Wort: • Zahra Öğretmen (Pseudonym), angehende Lehrerin mit Kopftuch • Bernhard Hauser, emeritierter Professor der pädagogischen Hochschule SG, SP-Kantonsrat SG • Lorenz Engi, Privatdozent für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Hochschule St. Gallen Autorin: Nicole Freudiger

Klangpionier Peter Roth: Mit den Ohren nach innen schauen

samedi 1 novembre 2025Duration 27:53

Peter Roth liegen die Ohren am Herzen. Er ist der Überzeugung, dass wir auf der Schwelle zu einem neuen Zeitalter stehen: der Zeit des Hörens. Und dass die Ohren uns ins Innere führen, zur Quelle des Lebens. Peter Roth (81) ist Musiker, Komponist, Lehrer und Klangpionier. Schon als Kind lösten bei ihm die Klänge der Alpenkultur wie Jodel, Hackbrett oder Schellen Hühnerhaut und Tränen aus. Er ist tief im Toggenburg verwurzelt. Dort gründete er mit Gleichgesinnten die «Klangwelt Toggenburg» und initiierte das Klanghaus Toggenburg. Die Ohren und das Lauschen führten Peter Roth in die unsichtbare Welt zur Quelle des Lebens; aus ihr kommen nach Roths Überzeugung die Menschen, zu ihr kehren sie nach dem Tod wieder zurück. Aus dieser Quelle fliesst auch alle Musik, die Peter Roth komponiert hat. Autorin: Yvonn Scherrer

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