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Explore every episode of the podcast People for Now
Dive into the complete episode list for People for Now. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.
| Title | Pub. Date | Duration | |
|---|---|---|---|
| #32: Mein wichtigster Shift in ein neues Leben - über emotionalen Missbrauch, unsere Mutterwunde und die Liebe | 13 Dec 2023 | 00:42:43 | |
In den letzten Monaten habe ich tatkräftige Frauen begleitet, deren Identität im Helfen und Retten anderer verankert ist. Die Frauen stoßen an ihre Grenzen, haben keine Energie mehr, sich in dieser Form einzubringen. Sie protestieren.
So beleuchte ich in dieser Podcastfolge, welche Dynamiken hinter dem Engagement der gebenden Frauen stecken, was die Ursachen dafür sind und was die Frauen selbst davon haben, wenn sie für andere Verantwortung übernehmen.
Ich mache sichtbar, dass hinter scheinbar selbstlosem Verhalten eine Dynamik liegt, die das Übel für sehr vieles in unserer Welt ist: emotionaler Missbrauch. Wo die Wurzeln dafür zu finden sind, decke ich auf. Dabei spreche ich über die Mutterwunde, erkläre, welche Auswirkungen fehlende Einstimmung von Müttern auf unser erwachsenenes Ich und auch auf unsere Gesellschaft hat.
Bei alldem schone ich mich selbst nicht. Ich lege offen, wie ich selbst im großen Stil emotionalen Missbrauch betrieben habe. Beruflich wie privat. Ich mache transparent, was meine Arbeit in den Vorstandsetagen der Automobilindustrie mit meiner Mutterwunde zu tun hatte und wie ich mich sehr bewusst daraus gelöst habe. Aus dieser Erfahrung heraus sowie mit meinem traumatherapeutischen Wissen gebe ich Impulse, wie eine Mutterwunde geheilt werden kann.
Welche Auswirkungen das Heilen der Mutterwunde haben kann, erzähle ich am Ende der Podcastfolge. In dem Moment, wo sich missbräuchliche Verstrickungen auf tiefsten Ebenen lösen, lösen sich Identitäten auf. Es entsteht ein neuer freier Raum, in dem das einziehen kann, wofür wir Menschen hier sind: die Liebe, die nichts mehr will.
Viel Freude beim Zuhören! | |||
| #31: 100 Tage Hamburg - meine Erkenntnisse | 13 Jul 2023 | 00:33:43 | |
Mit Neugier bin ich im Frühjahr aufgebrochen, um in Hamburg ein junges feminin geführtes Unternehmen zu unterstützen. Die Organisation ist von einer Vision und Manifestationskraft getragen, die eindeutig Zukunft schreibt. Für mich ein spannendes Projekt und Experiment, zu erforschen, wie das Neue, der Spirit auf die Welt kommt.
So beleuchte ich in dieser Podcastfolge, welche Erfahrungen ich in den letzten drei Monaten gemacht habe, was ich erkennen durfte. Mit welcher Achtsamkeit Frauen ein Business führen, wie sie die Kultur prägen, welche Schatten aus der bisherigen Welt sich gleichzeitig im System zeigen, welche Prinzipien und Ursachen meiner Wahrnehmung dahinter liegen.
Ich gebe Einblick, wie ich mich persönlich mit Dynamiken und Menschen identifiziert habe, die mich an meine Ursprungsfamilie erinnert haben. Wie sehr ich mich damit beschäftigt habe, das Alte zu bekämpfen, anstatt in meiner Kraft auf meiner Frequenz zu bleiben. Was Machtansprüche, Suchtstrukturen einzelner Mitarbeitenden und die Idee, eine Organisation als Familie zu führen, damit zu tun haben.
Am Ende haben mir mein Werte- und Nervensystem Signale gesendet, am falschen Platz zu sein. So habe ich entschieden, das Experiment für mich zu beenden.
Mit wertvollen Erkenntnissen gehe ich weiter. Zurück bleibe ich mit ein paar Fragen: Wo wiederholst du etwas, das du aus deiner Ursprungsfamilie kennst? Wo fühlst du dich zugehörig, bist abhängig, um frühkindlichen emotionalen Mangel zu kompensieren? Obwohl du genau weißt, es ist Zeit, dich für den nächsten Schritt ins Erwachsen- und Freisein zu entscheiden?
Viel Freude beim Zuhören! | |||
| #30: Alte Welt, Neue Welt: zwischen Boys Clubs und femininen Organisationen - ein Erklärungsversuch aus Traumasicht | 17 May 2023 | 00:35:46 | |
Es ist gar nicht so leicht, in dieser Zeit des Wandels, Neues aufzubauen, während das Alte noch wirkt. Aktuell sind in der Medien- und Film-Branche Schatten sichtbar, die die Ausläufer des Alten sind: Boys Clubs, die über Jahrzehnte in Führungsetagen zuhause waren, Relikte des Patriarchats sind und nun öffentlich beleuchtet werden. Fakt ist: Es wird eng für Machtmissbrauch und Sexismus, obwohl hierarchische Systeme diese begünstigen.
In dieser Folge werden die Dynamiken von Boys Clubs aus Traumasicht erklärt, was Bindung damit zu tun hat und die Beziehung zu frühesten Bezugspersonen, welche Rolle abwesende Väter und verzerrte Mütter spielen sowie transgenerationale Traumata.
Als Fallbeispiel für Boys Clubs dient der Axel Springer Verlag, der zu dem Thema viel zu bieten hat. Was sind das für Persönlichkeiten, die im Boys Club zusammen kommen? Welche Kulturen, Strukturen und Systeme unterstützen das? Welche Schatten sind auf persönlicher und kollektiver Ebene aktiv?
Wenn sich Menschen und Organisationen nun im Bewusstsein weiter entwickeln, so wie es gerade evolutionär geschieht, was wird dann aus den Boys Clubs? Lösen sie sich auf? Wie ist z.b. die Situation in nachhaltigen Unternehmen und Start-ups? Mit ihrem Anspruch, einen guten Beitrag für die Welt zu leisten, dürften dort solch alte Machtdynamiken passé sein. Ist das so, liebe Start-up Szene Hamburgs und Berlins?
Und wie sieht es in den neuen Unternehmen aus, die auf feminine Weise geführt sind?
Beispielhaft erzähle ich von einer Organisation in Hamburg, in der ich mitwirke. Wie bisherige Strukturen im Wege stehen und wie die Rolle des Männlichen dort ist. Eins kann ich schon verraten: Das Alte ist nach wie vor da. Jedoch viel leiser und subtiler als das Laute und Grobe, was der Springer Verlag noch zum Besten gibt.
Wenn dir bewusst wird, in welchem Umbruch wir gerade leben zwischen der Entmachtung von Boys Clubs und der Ermächtigung des Femininen: Wie ist dein Beitrag für eine neue Welt? Was deckst du auf? Wofür stehst du ein?
Viel Freude beim Zuhören! | |||
| #29: Auf ins Neue - Servus, Tschüss und auf Wiederhören. | 22 Mar 2023 | 00:33:29 | |
Diese Folge ist in vielerlei Hinsicht eine besondere. Wir sind im Aufbruch. Der Neubeginn ist auf so vielen Ebenen deutlich spürbar. In den Unternehmen wachen die Menschen reihenweise auf, folgen ihrem natürlichen Lebensimpuls, sich entwickeln zu wollen. Dies stößt mehr denn je an die Grenzen der bisherigen Systeme.
In drei Unternehmen zeigt sich diese Begrenzung gerade stark. Fast zeitgleich haben sie eine Umfrage zur psychischen Gesundheit der Mitarbeitenden durchgeführt. Welche Ergebnisse sichtbar wurden und wie die Führungsebenen damit umgehen - das ist in der Folge zu hören.
Menschen weiten sich aus, gehen in Expansion, wenden sich dem Leben zu. Was aus Traumasicht sehr gesund und natürlich ist, kann für andere bedrohlich sein. Expansion und Kontraktion treffen aufeinander. Worum es in dieser Dynamik geht, versuche ich anhand eines Praxisbeispiels zu erklären.
Wie sehen Organisationen aus, die auf Expansion ausgelegt sind? In denen sich Menschen ganz leben können? Im Modell der Spiral Dynamics werden sie mit der Farbe Gelb codiert. Diese Unternehmen sind noch sehr jung, erst seit ca. 10 Jahren in unserer Gesellschaft sichtbar. Es sind die, die die Zukunft gestalten. Es sind "People for Now".
Was der Aufbau einer neuen Organisation in Hamburg damit zu tun hat, wie ich in diesem Projekt forschend mitwirke, und welche weiteren Auswirkungen es für mich persönlich und für diesen Podacast hat, mich auszuweiten und mich organisch durchs Leben zu bewegen, das lege ich am Ende dieser Folge offen. Viel Freude beim Zuhören! | |||
| #28: Wenn sich Führungskräfte auf den Weg machen, aber das System andere Pläne hat | 08 Mar 2023 | 00:28:40 | |
Zwei Führungskräfte in zwei verschiedenen Unternehmen machen sich auf den Weg zu sich selbst. Sie entdecken, wer sie wirklich sind, versuchen, ihre Wahrheit zu leben. Wie ihre Veränderung ankommt, wie die jeweiligen Unternehmen, sprich Systeme, darauf antworten, das ist in dieser Folge zu hören.
Das Ringen der bisherigen Ordnung mit den Möglichkeiten des Lebens, die die Menschen nach und nach entdecken, wird sichtbar. Dabei ist der Wunsch nach Lebendigsein sehr natürlich. Die Menschheit befindet sich inmitten eines enormen Bewusstseinssprungs. Die bisherigen Formen von Zusammenarbeit stoßen damit an ihre Grenzen. Es braucht neue Ansätze.
Mit Hilfe des Farbkonzepts der Spiral Dynamics wird sichtbar, wo Unternehmen derzeit verortet werden können und wohin die Reise geht. Was passiert, wenn sich immer mehr Menschen auf den Weg machen zu sich selbst? Wie attraktiv sind dann noch bisherige Systeme? Wie sehen die Systeme der Zukunft aus? und wie spiegelt sich das Lebendigsein darin. Genau das erforscht diese Folge. Viel Freude beim Zuhören! | |||
| #27: Wenn nichts mehr bleibt, wie es war - über das Auflösen von Identität und der Frage nach Zugehörigsein. | 22 Feb 2023 | 00:36:17 | |
Es ist nicht mehr zu übersehen. So viel Altes stirbt gerade in der Welt, geht zu Ende. Mehr und mehr Menschen lösen sich aus ihren bisherigen Anpassungen und Strukturen, stellen ihre Identität und die anderer in Frage, erkennen, was sie glaubten, wer sie waren.
Zwei Führungskräfte eines Unternehmens stecken genau in diesem Prozess. Während es dem einen an etwas fehlt, hat der andere deutlich zu viel davon. Beide wollen wissen, wieso das so ist. was es braucht, um sich weiter zu entwickeln, wieder mehr "ganz" zu sein. Wie sie sich auf den Weg machen, was sie über sich heraus finden, ist in der Folge zu hören.
Sobald sich alte Emotionen vervollständigen, wandelt sich die Identität. Damit verbunden sind Zyklen vom Sterben und Werden, die wir alle durchleben. Maren berichtet von ihren Erfahrungen, zeigt auf, wie sie mit den Schälprozessen umgeht, was ihre Herkunft damit zu tun hat und was es mit ihrem Gefühl von Zugehörigsein macht. Fakt ist: Mit jedem Wandel entsteht Raum für Neues, der mit Leben gefüllt werden will. Viel Freude beim Zuhören! | |||
| #26: Wo du Platz nimmst, entscheidet, was in dir Platz nimmt. | 08 Feb 2023 | 00:28:06 | |
Welchen Einfluss hat es, wo wir unsere Aufmerksamkeit hin richten? mit wem wir unsere Zeit verbringen? an welche Orten wir uns bewegen? in welchen Arbeitsumgebungen wir Platz nehmen? das sind die Fragen, die diese Folge beleuchtet.
Zum Einstieg macht Maren sichtbar, welch beruhigende Wirkung der Ort der Dunkelheit auf ihr Nervensystem hat. welche Erfahrungen sie in einem Dunkelretreat machte, in dem sie vor einigen Jahren Platz nahm. Wie diese Erfahrungen bis heute in ihrem Körper gespeichert sind und von ihr abgerufen werden können. Umso eklatanter ist es, wenn etwas in ihrem System Platz nehmen will, das nicht mehr zu ihr passt. Wie zum Beispiel ein Unternehmen, das eine Konferenz mit 40 Geschäftsführenden veranstaltet. Die Anfrage, diesen Prozess zu begleiten, löste einiges aus. Während Maren früher auf Grund der Prägung ihres Nervensystems direkt zugesagt hätte, handelte sie nun anders und überschrieb damit auf ganz körperlicher Ebene das alte Muster. Wie der Prozess war, legt sie offen.
Am Ende steht die Sensibilisierung, genau hinzuschauen und zu fühlen, wo wir Platz nehmen. Denn das, womit sich unsere Systeme verbinden, zu dem werden wir.
Eindrücklich ist in diesem Zusammenhang das Beispiel einer Frau, die in einem Unternehmen eine enorme Karriere machte. Nun erkennt sie nach vielen Jahren: "Ich habe alles erreicht, nur nicht mich selbst." Wie sie damit umgeht, welche Möglichkeiten wir haben, dass es nicht so weit kommt - damit endet die Podcastfolge. | |||
| #25: Was jetzt? - über die Ohnmacht in Führungsetagen und die Frage nach dem nächsten Schritt | 25 Jan 2023 | 00:32:30 | |
Willkommen zur 2. Staffel des Podcasts People for Now. Die neue Folge beginnt mit einem Innehalten und beleuchtet, wieso die Podcast Pause wichtig war. Was sich im Innen weiter entwickelt hat. wie es sich im Außen ausformt. Was die Veränderungen des Podcasts mit dem Aufbrechen in der Welt zu tun haben.
Altbewährte enge Vorstellungen, Muster, Prägungen lösen sich langsam auf, bewegen sich in eine neue Form des Daseins und Miteinanders.
Dass es noch ein langer Weg ist, zeigen zwei Beispiele aus der Arbeitswelt. Maren spiegelt, wie sie die patriarchalen Auswirkungen noch immer direkt erlebt. Sie macht zum einen den Angriff eines Geschäftsführers sichtbar, der mit Abwertung und Unterdrückung versuchte, seine Macht zu demonstrieren. Wieso ihm das nicht gelang, was stattdessen passierte, ist in der Folge zu hören.
Zum anderen gibt Maren Einblick in einen Auftrag, den sie in einem nachhaltigen Unternehmen hat. Führende und Mitarbeitende fallen zunehmend aus ihren Rollen, zeigen ihre Ängste, benennen das Gefühl, kollektiv ohne Macht und Orientierung zu sein. Strukturen, die zuvor Sicherheit gaben, tragen nicht mehr. Die von Menschen gemachten Hierarchien zerfallen. Was jetzt?
Der nächste Schritt steht an. Wir sind mitten in der Transformation, die geführt und begleitet sein will. wie wichtig Vorstände in den noch hierarchisch organisierten Unternehmen sind, was den Übergang in ein neues Miteinander erleichtert, wie echter Wandel geschehen kann – das alles gibt es in der neuen Folge zu hören. | |||
| #24: Mach's gut Kapitalismus - wieso uns der Abschied von dir so schwer fällt. | 16 Nov 2022 | 00:38:11 | |
Vor 12 Jahren erhielt Maren einen Anruf aus der Automobilindustrie. Die Mitarbeiterin eines Konzerns fragte an, ob sie ein Konzept für Führungskräfte ausrollen könne. Das Gespräch endete sehr schnell mit einer Absage von Marens Seite. Sie wollte keine Branche mehr unterstützen, die maßgeblich für die Probleme unserer Zeit verantwortlich war. Wieso sie den Auftrag am Ende doch annahm und welche Rolle der Kapitalismus dabei spielte, macht sie in der Folge deutlich.
Das Wirtschaftssystem des Kapitalismus bestimmt durch und durch unser Leben. Was für unseren Wohlstand, für unsere Bildung und für die Gleichberechtigung ein Segen war, stößt schon lange an Grenzen. und zwar an die Grenzen der Natur, an Rohstoff- und Umweltgrenzen und an die Grenzen des eigenen Menschseins.
Die Zeit des Kapitalismus ist vorbei. Der Zyklus ist beendet, auch wenn die Mehrheit es nicht wahrhaben will und weiter macht, als ob nichts wäre. Entweder wir Menschen steigen aus, schaffen das System selbst ab, oder es endet in einem Chaos. Da gibt es keine Wahl.
Marens Hoffnung: Der Wandel wird durch die ausgelöst, die mit Haltung und klaren Werten basierend auf natürlichen Prinzipien voran gehen. Es sind die, die eine neue Kreislaufwirtschaft leben, wie das Projekt biodepot in Karlsruhe beispielhaft zeigt. Leider stellen sich ihnen Bürokratien, Regeln und insbesondere konservative Menschen in den Weg, die den Kapitalismus mit aller Macht erhalten wollen.
Wie die Alternative zum Kapitalismus heißt, ist nicht klar und gar nicht wichtig. Fakt ist, dass sie sich an der Natur orientieren muss. Vorschläge, wie es maßvoll weiter gehen kann, kommen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Journalismus. Auch der ehemalige McKinsey-Berater Frederic Laloux setzt sich gemeinsam mit seiner Frau und vielen Freund:innen weltweit ein. Ihr Programm "The Week" konfrontiert auf sehr persönliche Weise mit dem Klimawandel, geht nah, rüttelt wach und zeigt Lösungen auf. Gerade nimmt Maren an der globalen Vorpremiere des Programms teil.
Während der Kapitalismus im Sterbeprozess ist, versucht Maren, Ruhe zu bewahren, und Neues mitzugestalten. Dabei übt sie sich seit einigen Jahren darin, postkapitalistisch zu leben. Wie das konkret aussieht? Davon erzählt sie in der Folge. | |||
| #23: Dunkelheit hat nicht das letzte Wort - über Krisen, Depression, Suizid in Unternehmen | 09 Nov 2022 | 00:34:07 | |
Im Moment arbeitet Maren in verschiedenen Unternehmen, in denen sich in den letzten Wochen führende Mitarbeitende das Leben genommen haben. Die hinterbliebenen Kolleg:innen sind im Schock, brauchen emotionale Entlastungsräume, das Unbegfreifliche zu verarbeiten. Hauptursache für Suizid sind Depressionen. Dieses Tabu will aus der dunklen Ecke herausgeholt werden, auch wenn es alles andere als leicht ist. Wir dürfen genauer hinsehen.
Depressionen haben multifaktorielle Gründe. Anhand welcher Symptome wir sie erkennen, ist Thema dieser Folge. Außerdem versucht Maren, das Innenleben von depressiven Menschen zu erklären, und wie Mitarbeitenden damit umgehen können, wenn sie im Verdacht haben, ein Kollege ist depressiv.
Depressive Menschen suchen häufig die Schuld bei sich und denken nicht an eine Erkrankung. Hinzu kommt, dass Hoffnungslosigkeit zur Depression gehört. Viele Betroffene glauben nicht, dass ihnen geholfen werden kann, was nicht richtig ist. Depressionen sind behandel- und heilbar, wenn sich der Mensch professionelle Hilfe sucht.
Manchen Menschen gelingt dies nicht. Suizid ist häufig der Schlusspunkt einer jahrelangen leidvollen Lebensgeschichte. Was unterdrückte Wut und Aggressionen damit zu tun haben, wie diese gegen sich selbst gerichtet werden und zur Selbsttötung führen, wird sichtbar. Welche Unterstützung Hinterbliebene bekommen können, welche Ressourcen wichtig sind, bildet den Abschluss dieser sensiblen Folge. | |||
| #22: Wie wir zukünftig sichtbar werden | 02 Nov 2022 | 00:35:33 | |
Mit Eintritt in die dunkle Jahreszeit von Herbst und Winter ziehen Menschen sich in die Stille und Innenschau zurück. Das, was nicht mehr stimmt, darf losgelassen werden und sterben, damit Neues entstehen kann. Ein Sichtbarsein, wie es normalerweise definiert ist, nämlich nach außen zu treten, scheint jetzt wenig Raum zu haben. Was aber, wenn Sichtbarsein viel mehr ist als das?
Im letzten Women for Now Treffen haben die Frauen erkundet, was jetzt in ihrem Leben gehen darf und als nächstes durch sie sichtbar werden will. Eine eher zurückhaltende Frau, die in einem Konzern tätig ist, äußerte sehr bestimmt, wie sie sich zukünftig mit Klarheit ganz zeigen werde. Eine andere Frau wird als Investorin die Entwicklung von anderen ermöglichen.
Wir Menschen haben die Sehnsucht, mit dem wer und wie wir sind, sichtbar zu werden, von anderen gesehen zu werden. Gleichzeitig haben wir genau davor Angst. Denn alte Verletzungen, Zurückweisungen, Ablehnungen stehen im Wege. Welche Dynamiken in der Tiefe aktiv sind und wie sie gelöst werden können, ist Thema dieser Folge.
Wie wird Sichtbarsein auf neue Weise möglich? Wie sieht eine Präsenz aus, die im Innen wie im Außen synchron ist? auf natürlichen Prinzipien fußt? Was heißt das konkret für ein Marketing der Zukunft? Wie verbinden sich fein arbeitende Menschen, sehen sich, empfehlen sich? in ihrem ganzen eigenen Wert. | |||
| #21: Verrat an sich selbst und an den Generationen nach uns | 26 Oct 2022 | 00:33:40 | |
Verrat ist alles andere als ein leichtes Thema, insbesondere wenn es um den Verrat an sich selbst geht. So viele Menschen stehen neben sich, halten sich an Regeln fest, folgen dem, was ausgedient hat, anstatt ihrer eigenen Wahrheit zu vertrauen. Eindrücklich ist, dass sich gerade Frauen, die in starren Hierarchien in eher schwachen Positionen sitzen, wie an Rettungsbojen am Alten festzuklammern scheinen. Maren beobachtet dieses Verhalten im Moment hautnah in einem Unternehmen und versucht es aus systemischer Sicht zu erklären.
Dieser Verrat an sich selbst beginnt schon sehr früh. Kinder verlassen ihr wahres Selbst für die Bedürfnisse ihrer Eltern haften an. Wenn wir dieses Überlebensmuster als Erwachsene nicht durchschauen und transformieren, wird sich wenig ändern. Es bleibt dann dabei, dass Unternehmen, Politik und Gesellschaft, wie sie bisher funktionieren, profitieren.
Hoffnung geben diejenigen, die hindurch sehen und Haltung zeigen. Ob sie nun sichtbar auf Bühnen stehen oder tagtäglich in der Auseinandersetzung mit der alten Welt sind: Ihre Präsenz und Stimme wirken. Sie lassen sich auf dem Bazar der alten Regeln & Normen nicht mehr locken und gehen mit einer reinen Weste hindurch, selbst wenn sie mit Dreck beworfen werden. Damit setzen sie ein Zeichen für sich und für die Generationen nach uns:
vor allem für die die GenZ, mit der viel Bewegung kommt. Ihr Bedürfnis nach Freiheit und Selbstverwirklichung ist nicht mehr mit der Welt ihrer Eltern und Großeltern kompatibel. Die GenZ leidet unter Orientierungslosigkeit und Sinnfragen. Umso wichtiger: Wie bewusst ist uns, dass wir mit den Entscheidungen, die wir heute treffen, die Zukunft der nächsten Generation mit gestalten - dass sich der Verrat an uns selbst auf die auswirkt, die mit uns sind und nach uns kommen? | |||
| #20: Sehr geehrte alte Welt, du mich auch. | 19 Oct 2022 | 00:30:42 | |
Der Titel der Podcastfolge ist durch eine E-Mail inspiriert, die letzte Woche in der Inbox auftauchte. Absender war eine Person aus einem Unternehmen, das für die Prinzipien der alten Welt steht: dem Einhalten von Hierarchien, Regeln, Kontroll- und Silodenken, der Angst. Die transparente Arbeitsweise, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, fiel aus verschiedenen Gründen nicht auf fruchtbaren Boden. Es folgte eine schriftliche Zurechtweisung: Sehr geehrte Frau ...
Umso wichtiger sind jetzt genau die Menschen, die auf eine andere Weise voran gehen. Diejenigen, die Bestehendes hinterfragen, an bisherigen Systemen rütteln, etwas Neues ausprobieren, mutig sind. Meistens haben sie ihr eigenes Unternehmen gegründet, wirken so in die bestehenden Branchen hinein. oder aber sie sind "Intrapreneure", die abgeschlossene Inseln in Unternehmen geschaffen haben, aus denen heraus sie in die Organisation wirken.
Wer sind diese Menschen? Sie sind selbstreflektiert, fühlend, verletzlich, aufrecht in der Haltung. Es sind die, denen klar ist, dass es bei ihnen anfängt. Es sind die, die sich in den Dienst stellen, erkennen, dass sie einen Beitrag geben, der größer ist als sie selbst. Sie folgen ihren inneren Impulsen, ihrer eigenen Wahrheit. Es sind People for Now.
wie z.B. der Berliner Bestattungsunternehmer Hendrik, der die nicht ausgebildete Sterbekultur in Deutschland neu wachsen lässt, Abschiede anders gestaltet. Oder die Geschäftsführerin Sandra einer Hamburger Design-Agentur, die sich einfühlt, über verdeckte Aufstellungen Fragen überprüft, von dort ihre Mitarbeitenden führt. sowie der Münchner Kirchenvertreter, dem bewusst ist, wie alte Vorstellungen von Kirche der Transformation im Weg stehen.
Diese Menschen haben eins gemeinsam: eine aufrechte Haltung und Werte, die dem Menschen zugewandt sind. Sie sind Leuchttürme, die aussenden, damit andere sie erkennen können. Sie wirken leise, mit Substanz, aus der Tiefe, weisen den Weg. Sehr geehrte neue Welt, so soll es sein. | |||
| #19: Über die Angst vor der Freiheit | 12 Oct 2022 | 00:34:42 | |
In der vergangenen Woche äußerten gleich zwei Frauen unabhängig voneinander: "Ich habe Angst vor der Freiheit." Damit inspirierten sie zu dieser Podcastfolge. Sie drückten aus, was Viele im Moment spüren: Angst vor dem Neuen, vor dem nächsten Schritt, vor dem Nichtwissen.
Während es so scheint, als würden Menschen wie selbstverständlich in die Freiheit drängen, geht es vielen ganz anders. Freiheit bedeutet, sich innerlich auszudehnen, dafür die gewohnten Muster zu verlassen. Das kann durchaus Angst machen. Wer bin ich ohne meine Anpassungen? Wer bin ich, wenn ich den Schritt in etwas Neues wage? Welche inneren Prozesse löst das aus? Kann ich die Emotionen beinhalten?
Als Praxisbeispiel dient der Entwicklungsprozess einer Führungskraft, die sich über zwei Jahre hinweg aus ihren inneren Verwicklungen in die Freiheit schälte. Was er durchlebt hat und wie ihn die alten Muster versuchten, wieder einzunehmen, wird sichtbar.
Genauso wie auf der persönlichen Ebene laufen die Dynamiken auch kollektiv ab. Beispielhaft ist die Branche der (Impro-)Schauspielerei, die zu einem Kongress in Köln eingeladen hatte, der die Veränderung der Arbeitswelten thematisierte. Was dort geschah, wie eine ganze Branche Angst vor der Freiheit zu haben scheint, wie sich das ausdrückt, wird in dieser Folge reflektiert.
Am Ende gilt die Aufmerksamkeit den Bewegungen und Menschen in der Kulturszene, die Hoffnung machen. Ob es die Improvisationskünstlerin auf dem Kongress war, die etwas Neues wagte, die junge Tänzerin aus der GenZ ist, die ihre Lebenszeit in die Anhebung des Wertes von Kultur investiert oder die aktuelle Literaturnobelpreisträgerin, die sich durch ihre Angst in die Freiheit bewegt und uns daran teilhaben lässt: Sie alle sind Teil des Wandels, in dem wir stecken. Richtung Freiheit. Hinein ins Leben. | |||
| #18: Verletzlichsein & Liebe als Führungskultur | 05 Oct 2022 | 00:35:54 | |
Es ist nicht mehr zu übersehen. Überall brechen bisherige Machtsysteme auf. Egozentrierte Kulturen zerfallen, verlieren ihre Kraft. Menschen streben nach Freiheit, ins Leben, in ihr Lebendigsein. Weltweit. Die Zeit ist überreif, die Ära von Angst und Kontrolle hinter sich zu lassen. Im Kleinen, in unseren Beziehungen im Privatleben, wie im Großen, auf gesamtgesellschaftlich globaler Bühne.
Könnte die Liebe der Schlüssel für eine neue Führungskultur sein? diese Frage, die von einer Klientin gestellt ist, leitet durch diese Podcastfolge. Denn eins ist klar: Liebe ist der Weg für die neuen Kulturen, die jetzt gestaltet werden wollen. Aktuell befinden wir uns aber noch im Sterbeprozess, im Abgesang des Alten.
Wie dieser Übergang vom Alten ins Neue praktisch aussehen kann, macht Maren anhand eines Beispiels deutlich. Vor kurzem hatte sie den Auftrag, den Führungswechsel in einem Unternehmen zu begleiten. Nach 30 Jahren verließ der bisherige egozentrierte Geschäftsführer seine Position und übergab an seinen jungen, visionären Nachfolger. Dieser Prozess war ein Stellvertreter-Prozess für das, was im Moment auf globaler Bühne ansteht. Das Alte muss abdanken, Platz machen, für das Neue. Ego, Angst, Manipulation & Kontrolle dürfen gehen. Verletzlichsein & Liebe übernehmen.
Was Liebe heißt, welche Hindernisse wir Menschen der Liebe in den Weg stellen und wieso insbesondere Menschen in Führung nicht lieben können, versucht diese Folge zu beleuchten. Hinzu kommt: Menschen in Machtpositionen stolpern häufig – aus Gründen - über ihre abgespaltene Sexualität, die sie in verschiedenen Facetten ausagieren.
Hoffnung geben Menschen, die auf dem Weg ins Neue sind. Ob das die Führungskraft ist, die mit Maren in der Auftragsklärung direkt über Liebe spricht, oder die Generation Z, mit der sie kürzlich 2 Tage verbringen durfte. Sie alle sind Puzzleteile von dem, um das es zukünftig gehen wird: Verletzlichsein & Liebe - einfach pures Menschsein. Gar nicht so leicht, wenn die Mehrheit immer noch blockiert, nicht sehen kann und will, dass ihre Zeit vorbei ist. | |||
| #17: Vom Kontrollverlust zur Hingabe | 28 Sep 2022 | 00:34:00 | |
„Ich habe die Kontrolle verloren, bin frustriert, ernüchtert“. das sagen derzeit viele Menschen, wenn sie über sich und ihren Arbeitsplatz reden. Flächendeckende Krankmeldungen und Kündigungen zeigen den Ausnahmezustand vieler Branchen an, allen voran dort, wo es menschelt, wie im sozialen Bereich. Wer da die Kontrolle verloren hat, ist die Frage. Ist es wirklich der Mensch? oder ist es das System?
Es ist wohl nicht zu übersehen, dass die bisherigen Systeme die Kontrolle verlieren. Menschen brechen weltweit das auf, wo ihr Leben unterdrückt ist und Kontrolle herrscht. Während die Proteste in anderen Teilen der Welt eruptiv sind, wählen Menschen in Deutschland den eher passiv aggressiven Weg wie innere Kündigungen. Zu groß ist die Angst, wirklich für sich aufzustehen, am Ende die Kontrolle zu verlieren.
Woher kommt das Muster, kontrollieren zu wollen? Was sind das für Dynamiken, die uns im Griff haben? In früheren Zeiten war dieses Verhalten klug, sicherte das Überleben. wie der Biber, der den Fluss mit seinen Dämmen staut und kontrolliert, damit seine Wohnung unter Wasser geschützt ist.
Was dem Biber hilft, ist für den Menschen nicht das Beste. Wie geht es, diese inneren Dämme abzubauen? in den Fluss des Lebens zu kommen? Sich hinzugeben anstatt zu kontrollieren? Anzunehmen, was ist. Antworten hierzu geben uns die Natur und die Achtsamkeitspraxis, in der es darum geht, sich seiner selbst gewahr zu werden. Gar nicht so leicht, wenn das Getöse im Außen groß ist und die Systeme alles daran setzen, einen kontrollieren zu wollen. Oder? | |||
| #16: Komfortzone oder was Neues wagen? | 21 Sep 2022 | 00:29:51 | |
Wir Menschen lieben die Komfortzone. Diesen Ort, wo es sicher und stabil ist, wo das Gefühl von Geborgensein da ist, wo alles klar zu sein scheint. Die Komfortzone ist der Ort, an dem wir es uns bequem machen, an dem wir bleiben wollen. Dass dies meistens aus einer Anpassung heraus geschieht, die im Kindesalter begonnen hat und nun das Erwachsenenleben überschattet, wissen wenige oder blenden viele aus. Welche Dynamiken liegen dahinter?
Die Komfortzone hat viele Gesichter und Facetten. Für jeden ist sie etwas anderes. Eine Führungskraft eines Konzerns glaubte, sie sei am richtigen Platz, bis sie eines Tages spürte, wie stark ihr Korsett war, in dem sie steckte. Das, was sie sich lebenslang aufgebaut hatte, war plötzlich alles andere als Komfort. Wie sie ihr Aufbrechen bemerkte, welche Hin- und Herbewegungen darauf folgten und wie sie letztendlich ihre Komfortzone verließ, ist in dieser Folge zu hören.
Was passiert, wenn Menschen sich erlauben, sich auszudehnen? zu dem zurück finden, wer sie wirklich sind? frei von gelernten Anpassungen, selbst auferlegten Vorstellungen und gesellschaftlichen Normen in ihre Größe gehen? Wenn Menschen ihre Natur wieder entdecken und aus ihrem Innersten heraus wählen, Entscheidungen treffen, anstatt sich an Expert:innen im Außen zu orientieren? Dann würden Impulsvorträge, wie einer, der letzte Woche in einem Unternehmen mit 500 Frauen statt gefunden hat, anders ablaufen - nämlich auf Augenhöhe... und dann wird es richtig spannend. | |||
| #15: Trauern & Loslassen | 14 Sep 2022 | 00:43:03 | |
Jeden Tag gehen in unserem Leben Zyklen zu Ende. Ideen, Projekte, Unternehmen, Beziehungen sterben, meistens auf natürliche Weise. Die Intensität der Sterbeprozesse ist unterschiedlich und somit nur bedingt vergleichbar. Die Dynamiken, die dahinter liegen, sind es jedoch. Menschen scheuen sich, sich mit dem Sterben & Tod auseinander zu setzen. Zu schmerzhaft ist die Endlichkeit und die Tatsache, dass wir alle sterben werden.
Es sind Menschen, die sterben. Lebenskonzepte, die aufbrechen, in Frage stehen. Es sind Beziehungen die zu Ende gehen. Partnerschaften, die sich auflösen. Freundschaften, die spürbar auslaufen. Arbeitsbeziehungen, die nicht mehr passen. Die bisherigen Systeme sind für viele Menschen nicht mehr tragbar. Das, was nicht mehr stimmt, stirbt. Wie gehen wir damit um? Auf diese Frage versuche ich Impulse und Antworten zu geben.
Dabei spanne ich den Bogen weit. Ich erzähle vom frühen Tod meines Vaters, der starke Auswirkungen auf mein Leben hatte. Die jahrelang unverarbeitete Trauer, die im Hintergrund viel Kraft hatte, wirkte in jede Beziehung hinein. Von dort ziehe ich Vergleiche zu Trauerprozessen, die ich auf verschiedenen Ebenen in Unternehmen begleitet habe. Dadurch wird sichtbar, wie weit verbreitet das Unvermögen ist, sich der Trauer, dem Fühlen und Loslassen zu stellen. Trauer wabert überall in unserer Gesellschaft und hält die Energie zurück, die wir für den Wandel ins Neue brauchen.
Hierzu passend fand gerade die Konferenz VE:22 der Purpose Bewegung für neues Wirtschaften statt. Die Location hatte es in sich: Es war das ehemalige Krematorium im Berliner Wedding. Was die zukunftsorientierte Bewegung mit dem Sterben der bisherigen Wirtschaft zu tun hat, wie die Bewegung eventuell selbst davon betroffen ist, welche Konsequenzen das hat, versuche ich aufzuzeigen. In diesem Sinne: Lasst uns sterben und werden. Wenn wir Altes loslassen, hat der Samen des Neuen Raum zum Wachsen. | |||
| #14: Übergriffe wahrnehmen & Grenzen setzen | 07 Sep 2022 | 00:40:25 | |
Von Übergriffen können wir wohl alle viel erzählen. Die Bandbreite ist groß und vielfältig. Wo Menschen aufeinander treffen, sind diese Verletzungen nicht weit. In allen möglichen Alltagssituationen werden Grenzen nicht gewahrt und überschritten. Das geschieht oft unbemerkt, ohne Absicht oder unbewusst. Manchmal jedoch auch sehr gezielt.
Die Beispiele von sexuellen Übergriffen an der Uni Münster und in einem Unternehmen erklären, wie die Reaktion von Opfern sein kann. Die Fragen, die im Nachklang offen sind: Wie hätte ich besser reagieren können? Mich besser schützen können? Genau das will diese Folge erforschen.
Sexuelle Übergriffe sind die offensichtlichsten Formen von Grenzverletzungen. Es gibt jedoch ganz feine, subtile Formen, die genau dieselben Auswirkungen haben, jedoch viel weniger in der Öffentlichkeit diskutiert werden.
Viele sensible, empathische Menschen haben das Problem, Opfer von Übergriffen zu werden. Welche Ursachen liegen dahinter? Was hat es mit dem aktuellen Hype von Hochsensibilität auf sich? Woher rührt dieser? Im Fokus stehen mangelnde intakte energetische Grenzen, die früh überschritten wurden.
Wie können wir nun Übergriffe wahrnehmen und beantworten? Welche Rolle spielen das Nein sagen, der Augenkontakt und die eigene Wut? Wieso tun sich viele Menschen so schwer damit? Welche Ressourcen braucht es, um am Ende gesunde Grenzen zu setzen und sich klar zu schützen? | |||
| #13: Sucht & Kompensation - wie wir versuchen, uns zu regulieren | 31 Aug 2022 | 00:39:27 | |
Diese Podcastfolge erzählt von uns Menschen, die sich selbst therapieren, um weiterhin in der Gesellschaft zu funktionieren. Anstatt uns aufrecht zu fragen: "Was erfüllt mich?", drehen wir uns gern weg. Viele greifen zu Alkohol, rauchen, arbeiten übermäßig, kompensieren mit Sex, Essen, Social Media oder nehmen Drogen.
Dabei ist es egal, ob der Mensch einen Anzug trägt, mit seinem Arbeitskittel in der Produktion steht, einen Doktortitel inne hat oder im weißen Gewand mit der Gitarre Mantren chantet: Die meisten Menschen befinden sich im emotionalen Mangel - ich behaupte sogar: im emotionalen Ausnahmezustand. Die Schmerzen, unter denen viele leiden, sind dieselben. Da gibt es keinen Unterschied. Manche fühlen sie stärker, manche weniger, die meisten gar nicht. Im großen Stil dimmen wir Menschen uns weg, damit wir die Emotionen aushalten - anstatt sie zu beinhalten. Dies geschieht im persönlichen Bereich genauso wie auf gesellschaftlicher Ebene. Zum Beispiel sind aus meiner Sicht das Oktoberfest, der Karneval oder die Reeperbahn Symptome hierfür.
Auch in der spirituellen Szene ist das sich Wegdimmen groß, was u.a. anhand des Trends von Ayahuasca Reisen sichtbar wird. Mit Hilfe der aus Südamerika stammenden, psychedelisch wirkenden Pflanze, versuchen viele Menschen, Bewusstseinserweiterung zu erlangen, anstatt sich und ihre Verletzungen in der Tiefe zu fühlen. Maren selbst war einmal auf einem Trip und erzählt von ihren Erfahrungen.
Jede Sucht, jedes kompensatorische Verhalten ist in der Regel auf Mangel und fehlendes sicheres Gehaltensein in frühesten Bindungen zurück zu führen.
Welche alternativen Wege es gibt, sich abseits von Substanzen oder Kompensationen selbst zu regulieren, ist die Frage. Es beginnt wie immer damit, sich erst einmal selbst ehrlich selbst in Frage zu stellen: Wie sehr kompensiere ich? Was sind meine Strategien, um mich nicht fühlen zu müssen? Welche Ressourcen habe ich, es anders zu machen? | |||
| #12: Narzissmus erkennen & damit umgehen | 24 Aug 2022 | 00:35:03 | |
Sie sitzen an entscheidenden Stellen, häufen Macht an, kontrollieren andere, kreieren Gefolgschaften, errichten Imperien und lieben sich selbst: Narzissten. Im ersten Kontakt wirken sie offen, charmant, einnehmend. Sie wissen, wie sie sich verhalten müssen. Für das Bewundertwerden tun sie viel. Sie nutzen andere schamlos für ihre Zwecke aus. Wer es mit einem Narzissten zu tun hat, ist gefordert oder besser: überfordert, hilflos, ohnmächtig.
Die Bandbreite von Narzissmus ist groß. Es gibt harmlose Varianten, die wir alle haben, und es gibt Extreme, die als pathologisch zu bezeichnen sind. Welche Symptome Narzissmus ausmachen und was Narzissten um jeden Preis vermeiden wollen, ist Inhalt der Folge.
Worüber Maren sich Gedanken macht, sind die vielen Menschen, die sich von Narzissten abhängig fühlen und abhängig machen – am Arbeitsplatz oder in privaten Beziehungen. Es braucht Zeit, diese verwickelten, häufig toxischen Abhängigkeiten zu durchschauen und Mut, sich aus ihnen zu lösen. Wer es jedoch schafft, wächst über sich hinaus.
Maren gibt Einblick in einen Fall, in dem ein ganzer Geschäftsbereich über Jahre dem Martyrium eines Narzissten ausgesetzt war. Sie unterstützte den verantwortlichen Bereichsleiter, sich von der mitarbeitenden narzisstischen Führungskraft abzugrenzen und letztendlich zu trennen. Dieser Befreiungsprozess dauerte ein Jahr und ließ am Ende alle aufatmen.
Für unsere Gesellschaft ist Narzissmus besonders kritisch, da Menschen, die nur an sich denken, das bisherige ego-getriebene Menschenbild füttern. Der Wandel kommt jedoch aus der Gegenrichtung, aus dem Wir. Deswegen muss es ein Ende haben, Narzissten weiterhin zu unterstützen und in Machtpositionen zu fördern. Dafür setzt Maren sich konsequent ein. Wie ist es mit dir? An welchen Stellen unterstützt du Narzissmus? - deinen eigenen und den von anderen? | |||
| #11: Über Selbstzweifel & den Mut aufzustehen | 17 Aug 2022 | 00:34:59 | |
Mit vier Jahren schien die Welt für Maren noch in Ordnung. Im Kindergarten griff sie beherzt zum Mikro, sang lautstark, spielte bei einer Aufführung die Hauptrolle. Bis sie ein paar Jahre später auf Grund von Selbstzweifeln verstummte. Was war geschehen? Darüber spricht Maren in dieser Folge.
Selbstzweifel - diese inneren Stimmen, die sich gegen einen selbst richten, abwerten, klein machen, verurteilen. Das Gefühl, nicht genug zu sein. Woher kommen sie? Wie können wir uns von ihnen frei machen? Diese Dynamiken wollen erforscht sein – insbesondere für Frauen. Sie scheinen nämlich stärker mit Selbstzweifeln behaftet zu sein als Männer. Ist das wahr?
Wie es geht, sich nach und nach aus Selbstzweifeln zu befreien, schildert Maren anhand eines Beispiels aus ihrer Coachingpraxis. Welchen Wert Wut in diesem Prozess hat, wird dabei schnell deutlich. Wut hilft Menschen, mit ihrer Kraft in Kontakt zu sein – sich abzugrenzen, aufzustehen, sich auszudrücken.
Aufstehen? Wofür? Es geht darum, sich mutig sichtbar zu machen - in unseren Beziehungen, in Meetings am Arbeitsplatz oder in anderen Runden, wo es wichtig ist, ein Zeichen zu setzen. So nehmen wir Einfluss, der heute immer weniger über Posten oder Positionen läuft, sondern über Wirkkraft - frei von Zweifeln. | |||
| #10: Über die Schattenseiten von Coaching, Therapie & Spiritualität | 10 Aug 2022 | 00:34:28 | |
Sie stehen auf Bühnen, füllen Hallen, ziehen tausende Menschen an, die auf der Suche sind. Die Rede ist von Speakern der Coaching-Szene. Seit Jahren boomt der Markt, insbesondere online. Es ist ein Riesengeschäft, das leider nicht nur sauber ist, sondern auch von viel Manipulation durchzogen ist. In der neuen Folge wirft Maren einen Blick auf die Schattenseite .
Gleichzeitig finden Menschen in anderen Bereichen Unterstützung. Die Therapieszene ist weit leiser als die Coaching Branche. Jedoch sind auch hier dunkle Seiten zu finden. Gern inszenieren sich Therapeut:innen als Helfende, die ihre Klient:innen für ihre Überlebensstrategie nutzen. Maren selbst kann von diesem Muster ein Lied singen. Schonungslos erzählt sie von den Erkenntnissen, die sie während einer der wohl wichtigsten Übung innerhalb ihrer Ausbildungen gemacht hat.
Daran anschließend erzählt sie von ihren Erlebnissen in der spirituellen Welt. Welche Grenzen sie dort für sich erfahren hat. Wie viele Menschen Orientierung bei einem spirituellen Lehrer oder Guru suchen, obwohl sie in Traumatherapie gehören. Was Bypassing ist und weshalb die Spiritualität dazu einlädt.
Am Ende stehen zwei Fragen im Raum: 1. Aus welcher Motivation heraus begleite ich Menschen? 2. Wo gebe ich meine Macht an andere ab, anstatt meiner eigenen inneren Stimme zu folgen? | |||
| #9: Wenn Trauma führt - in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft | 03 Aug 2022 | 00:27:27 | |
In der neuen Folge greift Maren zunächst das Thema transgenerationales Trauma auf.
Sie berichtet von ihrem Besuch in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers in Dachau, der anders war als sie gedacht hat. Gemeinsam mit einem Kollegen ist sie vor Ort und erforscht, was es mit ihr und ihren Emotionen macht. Dabei kommt sie zu einer überraschenden Erkenntnis.
Außerdem wird ersichtlich, wie schwer Deutschland transgenerational nach wie vor trägt. An vielen Stellen zeigt sich in Wirtschaft, Politik & Gesellschaft ein Symptom: nämlich Angst. Deutschland ist eine Angst-Kultur. Für Maren ist es die Angst vorm Fühlen, die sie näher beleuchtet.
Für sie sind Ängste Signale, hinter denen Emotionen versteckt sind, die vermieden werden wollen. Diese Ängste bewegen sich wie ein leises Grundrauschen durch die Gesellschaft, durch die Familien, Wirtschaft & Politik. Unsichtbar bestimmen sie den Ton des Miteinanders und das Leben von allen, die in diese Kultur hineingeboren werden.
Die Mehrheit der Deutschen steckt in diesen Ängsten, dreht sich weg, passt sich scheinbar freundlich an, um dazu zu gehören. Das ist gefährlich. Anstatt mit zu schwimmen, zu allem Ja und Amen zu sagen, geht es darum, Fragen zu stellen, für sich ein- und aufzustehen. Es geht um Autonomie.
Wie erlangen wir die? Das versucht Maren auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene sichtbar zu machen. Eins ist ganz klar: Keine Energie mehr in Menschen und Systeme, die in der Komfortzone bleiben wollen. Dafür haben wir keine Zeit mehr! Vielmehr müssen wir erforschen, was uns noch im Wege steht, frei zu sein. | |||
| #8: Transgenerationale Traumata - wie sie unser Miteinander beeinflussen | 13 Jul 2022 | 00:30:35 | |
Ohne dass es uns bewusst ist, wirken sie überall: Transgenerationale Traumata. Es sind Ereignisse, die unsere Eltern oder Großeltern erlebt haben. Sie werden über das Erbgut an uns weiter gereicht. Wir wundern uns dann, wieso wir gewisse Symptome haben (z.B. diffuse Ängste, depressive Phasen, aggressives Verhalten...) und können diese nicht an real Erlebtes knüpfen. Denn nicht wir haben es erlebt, sondern die Generationen vor uns. Das ist oft schwer zu durchschauen. Die Kraft dieser Traumata wirkt überall durch uns Menschen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Insbesondere durch die, die in Führung sind.
Was haben die Generationen vor uns erlebt oder zu verantworten? Gerade in Deutschland ist diese Frage so wichtig. Besondere Aufmerksamkeit brauchen aus Marens Sicht die beiden Kollektivtraumata (2.Weltkrieg + DDR). Es sind komplexe Dynamiken, die sich hieraus ergeben. Maren gibt Einblicke in die Erkenntnisse der Epigenetik und der Traumaforschung. Sie verknüpft dies mit ihren Erfahrungen in einem deutschen Unternehmen, das im 2. Weltkrieg eine Rolle gespielt hat. In diesem System waren 60 Jahre später Menschen in Führung, die ihre Macht über Jahre missbrauchten. Mitarbeitende schwiegen aus Angst, machten mit, um ihr Überleben zu sichern. Für Maren gibt es hier eine Wiederholung von historischen Dynamiken, die sie mit transgenerationalen Traumata erklärt.
In der zweiten Hälfte dieser Folge wird es sehr persönlich. Maren legt die Täterschaft ihres Großvaters im 2. Weltkrieg offen. Wie seine Traumata das gesamte Familiensystem transgenerational im Griff hatten. Wie sie versucht hat, stellvertretend Verantwortung zu übernehmen, mit der übertragenen Scham und Schuld zu leben. Dass es letztendlich darum geht, diese falschen Loyalitäten aufzulösen, sich von den Generationen vorher zu desidentifzieren, um ein freies Leben zu leben - das macht Maren deutlich. | |||
| #7: Strukturen & Abhängigkeiten - wie sie uns im Wege stehen | 06 Jul 2022 | 00:30:21 | |
In dieser Folge geht es um einen Teamtag, den Maren kürzlich begleitet hat und der ihr wichtige Erkenntnisse gebracht hat. Sie zeigt auf, wie sie schon während der Auftragsklärung erste Zeichen für Missstände innerhalb der Organisation empfing. Und über diese hinweg ging.
Vor Ort legte sie mit allen Beteiligten Schicht für Schicht frei, wo die Schmerzpunkte im Team lagen. Das 4-Quadranten-Modell gab Orientierung und half, die Perspektiven zu weiten. Maren erläutert das Modell in dieser Folge. Bei der Analyse der Herausforderungen sind die vier Perspektiven ein guter Weg, durch die Symptome durch zu schauen und die tiefer liegenden Ursachen zu entdecken.
So wurde sichtbar, wie die Organisation aus Kosten- und Spargründen die Strukturen so gebaut und hat wachsen lassen, dass es viel zu dicht für alle Menschen darin ist. Ein Klassiker in vielen Organisationen. Welche Auswirkungen das hat, macht Maren anhand eines Beispiels deutlich.
Daran anschließend zeigt Maren, auf, wie ein harmloser Teamtag zu einer hoch anspruchsvollen Veranstaltung werden kann. Mit dem Verweis auf Kollektivtraumata macht sie die Dynamiken deutlich, die im Raum verdeckt mitwirken (z.b. transgenerationale Traumata aus dem 2. Weltkrieg, DDR Traumata, Fluchtthemen, Kriegstraumata ....)
Wie diese verschiedenen Wirkkräfte Einfluss nehmen, wie sie sich in engen Strukturen abbilden und wie Menschen wiederum von diesen abhängig sind, beleuchtet Maren. Was das für ein Dilemma ist und welche Wege es raus gibt, ist Thema dieser Folge. | |||
| #6: Neues Wirtschaften & Gründen - The Feminine Way. mit Diana Stier | 29 Jun 2022 | 00:33:49 | |
Nach fünf Solo-Folgen öffnet Maren heute den Podcast für eine Gesprächspartnerin. Mit ihr im Austausch ist Diana Stier, Co-Founderin von People for Now. Beide haben den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Bei Maren ist es 15 Jahre her. Diana hat vor 4 Jahren neben ihrem Job als Fernsehjournalistin gegründet– und zwar einen Seminarort im Karlsruher Stadtwald, mitten im Grünen, namens „räume“. Seit März 2022 sind Diana und Maren zusammen im Gründungsteam von People for Now.
Zu Beginn der Folge tauschen sich Diana und Maren über ihre Gründungsimpulse aus. Während Diana klare Bilder bekommt, wie Orte und Dinge aussehen werden, wenn sie fertig sind, ist es bei Maren anders. Sie erhält ihre Impulse in Form von inneren Wahrheiten - oft Jahre, bevor die Zeit dafür reif ist.
Beide folgen ihren inneren Stimmen, verleihen natürlichen Prinzipien mehr Gewicht als Businessplänen. Für sie ist es der "Feminine Way", Projekte und Unternehmen organisch entstehen zu lassen, anstatt etwas pushen zu wollen. Welche Rechtsform dies abbildet und wie wichtig vertrauensvolle Beziehungen im Neuen Wirtschaften sind, das alles beleuchten sie gemeinsam. Außerdem legt Diana ihren Fokus darauf, die Haltung zum Geld zu hinterfragen. Erst wenn Geld Mittel zum Zweck wird und Geldflüsse grundsätzlich anders fließen, ist Neues möglich.
Für beide ist klar: Es geht mehr als um's Ich. Es geht um das Größere, um das Wir, um unsere Gesellschaft, wie wir Teil der Lösung sein können. Wie geht der Weg, Einfluss in der Welt zu nehmen? Etwas abseits der bisherigen Wirtschaftswelt auszuprobieren? während die Mehrheit noch im bisherigen steckt. Genau darum geht es in dieser Folge. | |||
| #5: Das Feminine - wie es die bisherige Welt bedroht | 22 Jun 2022 | 00:39:30 | |
Das Feminine – nach wie vor abgewertet, unterdrückt, ignoriert von vielen Menschen in unserer Gesellschaft. Dabei ist das Fühlen, sich Einstimmen, empathisch sein, das Weiche und Zarte in uns Menschen essentiell für den Wandel.
In dieser Folge erzählt Maren, wie es war, in einem stark patriarchalen Umfeld aufgewachsen zu sein. Wie viel Frauenfeindlichkeit, Unterdrückung, Sexismus, Rassismus sie in ihrer norddeutschen Heimatstadt erlebt hat. Was alkoholgeschwängerte Schützenfeste damit zu tun haben. Wie sich diese Dynamiken 1:1 in der Wirtschaftswelt wiederholt haben. Mit dem Unterschied, dass Schützenfeste dort Weihnachtsfeiern sind.
Welche Auswirkungen die patriarchalen Machtspiele und das Dominanzverhalten auf uns Menschen haben, erläutert Maren an sich selbst. Sie beleuchtet zwei Aspekte, die aus traumatherapeutischer Sicht relevant sind: die Identität (die psychologische Ebene) und das Nervensystem (die körperliche Ebene).
Wie wichtig Wut für uns alle ist, sich aus falschen Loyalitäten und Verwicklungen zu lösen, um das Feminine zu integrieren, zeigt Maren auf. Dabei differenziert sie zwischen nicht verbundener und erwachsener Wut.
Maren spricht am Ende die Protestbewegung des Feminismus an. Ihrem Gefühl nach, agieren zahlreiche Aktivistinnen aus nicht integrierter Wut und aus persönlichen Verletzungen, ohne dies zu bemerken. Sie glaubt, dass der Wandel nicht von dort kommt.
Stattdessen bringt Maren den Fokus zu alternativen Bewegungen, die alle Geschlechter mit einbeziehen und mit femininen Qualitäten neu, außerhalb der bisherigen Welt, gestalten. Für die meisten ist das ein Experiment. Sie erforschen, wie es anders gehen kann. Das ist gut so. | |||
| #4: Sex, Macht, Missbrauch - wie ich unbewusst mitwirkte | 15 Jun 2022 | 00:31:07 | |
Sex ist ein gewaltiges Schattenthema unserer Gesellschaft. Soviel Scham & Verdrehung haben ihre Spuren hinterlassen. Maren beleuchtet und weitet das Tabu Sex mit ihrem Verständnis. Für sie geht Sex über die körperliche Intimität hinaus.
Maren wirft einen Blick in die Führungsetagen unserer Wirtschaft und erzählt von dem, was sie erlebt hat. Sie hat dort zahlreiche Menschen getroffen, die mit ihrer verzerrten Sexualität ihre Macht missbrauchen.
Welche Dynamiken dahinter stehen, was das Täter-Opfer-Spiel damit zu tun hat und was die Ursachen für Missbrauch sein können, versucht sie aus traumatherapeutischer Sicht zu erklären.
Wichtig ist Maren, dass Missbrauch durch alle Menschen stattfinden kann – unabhängig vom Geschlecht. Jedoch begünstigen die aktuellen hierarchischen Systeme in der Wirtschaftswelt, in denen nach wie vor Männer in Machtpositionen sitzen, Missbrauch im klassischen Sinn zwischen Mann und Frau. Maren legt offen, wie sie selbst mitgewirkt hat und als Frau mit ihrem Verhalten Männer manipuliert hat.
Am Ende versucht Maren Wege aufzuzeigen, wie wir alle in ein Erwachsensein kommen anstatt kindliche Überlebensstrategien zu spielen. Zum einen geht es individuell um das Bewusstsein über die eigenen Anziehungskräfte und um Körperarbeit. Zum anderen fragt sich Maren, wie wir gesamtgesellschaftlich in Deutschland in die sexuelle Befreiung kommen. Eine Mammutaufgabe, da wohl keine Kultur sexuell dichter, voller Angst und Scham steckt wie die deutsche.
Weitere Informationen zu People for Now und Women for Now findest du unter https://www.peoplefornow.com/ | |||
| #3: Geld, Macht, Abhängigkeiten - Mein Weg raus | 08 Jun 2022 | 00:35:44 | |
Heute wird es sehr persönlich. Maren erzählt, wie sie mit den wirtschaftlichen Konsequenzen umgegangen ist, nachdem sie ihre Verträge mit der Konzernwelt gekündigt hat. Sie gibt Einblick, was Geld für sie bedeutet, und was die Frauen in ihrer Familie damit zu tun haben. Insbesondere ihre Großmutter.
Maren zeigt auf, was Geld häufig kompensiert: nämlich emotionale Bedürfnisse. Wie dadurch der Selbstwert plötzlich ans Außen gekoppelt ist und wie Geld und Leistung genutzt werden, um innere Leerstellen zu füllen. Daran krankt aus Marens Sicht unsere gesamte Gesellschaft. So wirft sie die Frage auf: Sind wir wirklich nur was wert, wenn wir was leisten? Ist das wahr?
Im weiteren Verlauf erforscht sie, wie wir aus diesen Abhängigkeiten wieder raus kommen. Gehe ich für mich oder passe ich mich an, um dazu zu gehören? Maren akzeptiert keine Ausreden mehr, in der Komfortzone zu bleiben. Sie will Menschen ermächtigen, sich aus ihren Geld-Prägungen, Verwicklungen und Identifikationen zu lösen.
Am Ende spricht Maren von ihrer Begegnung mit dem dm-Gründer Götz Werner, der mit der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) ein wertvolles Erbe hinterlassen hat. Eine weitere Inspirationsquelle ist für Maren die Purpose Bewegung. Hier finden sich Unternehmen frei von Gewinnmaximierung, in denen das Vermögen an Mitarbeiter:innen und an den Unternehmenszweck gebunden ist.
Wohlwissend, dass global massive Gegenkräfte wirken, ist Maren von den Ansätzen des neuen Wirtschaftens überzeugt. Diese Ansätze erscheinen noch in der Minderheit, haben jedoch eine starke Wirkmacht, da sie sich mit Substanz aus der Tiefe entwickeln, anstatt auf Sand gebaut.
Götz Werner: Interview zum Bedingungslosen Grundeinkommen (utopia.de)
https://utopia.de/dm-gruender-goetz-werner-interview-bedingungsloses-grundeinkommen-77887/
Buch von Götz Werner: Einkommen für alle. Bedingungsloses Grundeinkommen. Die Zeit ist reif. Kiepenheuer & Witsch. 2018.
https://buch7.de/produkt/einkommen-fuer-alle-goetz-w-werner/1031105950?ean=9783462051087
Purpose Bewegung: https://purpose-economy.org/de/
ARTE 2021: Mehr Sinn statt Gier – Kapitalismus neu gedacht.
https://www.youtube.com/watch?v=0zNYTNiXoVs
Weitere Informationen zu People for Now findest du unter https://www.peoplefornow.com/
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| #2: Feeling statt Leading - wie wir zukünftig führen werden | 01 Jun 2022 | 00:39:02 | |
Die zweite Folge „People for Now“ startet mit einem kleinen Experiment, in dem es um Selbstwahrnehmung geht. Anschließend erforscht Maren das Verständnis von Leadership, hinterfragt Entwicklungsprogramme, die dazu in Unternehmen laufen und wie sie diese in der Vergangenheit selbst mit gestaltet hat.
Maren zeigt auf, was für sie Leadership ist und wo wir uns hinbewegen werden: Zukünftig führen wir Beziehungen anstatt Mitarbeitende. Dafür müssen wir uns aber erst einmal fühlen. Anhand eines Beispiels macht sie deutlich, welche Auswirkungen es haben kann, wenn Leader dissoziiert sind und emotional keine Beziehung aufbauen können. Sie erforscht das Verhalten in der Tiefe, verbindet ihre Erfahrungen mit modernen Erkenntnissen aus der Trauma- und Bindungsforschung.
Am Ende gibt sie Einblick in ihre Unternehmensgründung. Sie erzählt, wie es 6 Frauen gelungen ist, sich miteinander organisch im Kreis zu führen und am nächsten Tag plötzlich alles anders war.
Maren legt offen, was ihr in 20 Jahren Coaching & Therapie geholfen hat, ins Fühlen zu kommen. Und sie berichtet von dem Trend, wie derzeit verschiedene Initiativen mit demselben Purpose abseits bisheriger Systeme entstehen: Menschen zu unterstützen, zur Besinnung zu kommen und aus der Tiefe heraus Neues in der Welt zu gestalten.
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| #1: Wieso ich keinen Fuß mehr in Konzerne setze | 25 May 2022 | 00:36:30 | |
In der ersten Folge „People for Now“ dreht sich alles um Menschen in Machtpositionen, ihre Persönlichkeiten & Innenwelten und die Frage, wieso Menschen sind, wie sie sind. Maren erzählt von einem Schlüsselmoment in einem Konzern, als sie 25 Männer begleitete, die einen Skandal mit zu verantworten hatten. Sie erforscht ihr Verhalten in der Tiefe, verbindet ihre Erfahrungen mit modernen Erkenntnissen aus der Trauma- und Bindungsforschung. Maren versucht hinter die Fassaden zu blicken und setzt Mensch und System in Beziehung zueinander. Am Ende gibt es einen Weckruf, der pieksen kann: Was trägst du mit deinem Verhalten dazu bei, dass diese Welt gerade so ist, wie sie ist? Maren appelliert für andere Menschen, die jetzt mit Haltung und klaren Werten in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft voran gehen. Diese Menschen sind bei sich und haben im Blick, dass es um mehr geht als nur um sie selbst.
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| Trailer | 25 May 2022 | 00:03:57 | |
People for Now ist der Podcast von Maren Heidemann für eine sinnorientierte Welt. Ihre Themen sind Persönlichkeit, Leadership, Emotionen, Neues Wirtschaften & Globaler Wandel. Ab 25.05.2022 auf allen Plattformen. Du hast Fragen oder möchtest ein Thema einbringen? https://forms.gle/RZGMfD8KpF5qACoA6 | |||
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