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Explore every episode of the podcast Paläotalk

Dive into the complete episode list for Paläotalk . Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.

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TitlePub. DateDuration
49. Palaeoloxodon – Im Reich der riesenhaften und verzwergten Elefanten02 Oct 202600:50:55

Riesige Elefanten, die durch die Landschaften des Eiszeitalters Eurasiens streiften, und winzige Zwergelefanten, die auf Mittelmeerinseln ein verborgenes Dasein führten – die ausgestorbene Gattung Palaeoloxodon vereint einige der erstaunlichsten Formen innerhalb der Evolution der Rüsseltiere. Ihr bekanntester Vertreter, der Europäische Waldelefant, lebte während der Warmzeiten in weiten Teilen Eurasiens und wurde während der Kaltzeiten vielerorts von Mammuten abgelöst. Andere Arten entwickelten sich zu wahren Giganten, während ihre Verwandten auf Inseln immer kleiner wurden – bis hin zu den kleinsten bekannten Elefanten überhaupt.

Doch warum erreichten einige dieser Rüsseltiere eine Schulterhöhe von über 4 Metern, während andere wiederum nur so groß wie ein herkömmliches Schaf wurden? Und wie kam es überhaupt zu dieser erstaunlichen Vielfalt innerhalb der Gattung Palaeoloxodon? Genau diesen Fragen und den Ursprüngen dieser vielseitigen Elefantengattung widmen wir uns diese Woche bei Paläotalk, zusammen mit Paläontologin Ursula B. Göhlich vom Naturhistorischen Museum in Wien.

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©Bildcopyright: Joschua Knüppe

48. Bioakustik – Wie ausgestorbene Insekten wieder hörbar werden25 Sep 202600:47:07

Wie klang Asien vor rund 165 Millionen Jahren? Zwischen den Bäumen des Mittleren Jura könnten sich zirpende und trillernde Insekten gegenseitig überboten haben – und manche von ihnen erzeugten möglicherweise sogar Töne im Ultraschallbereich. Fossile Flügel außergewöhnlich gut erhaltener Langfühlerschrecken erlauben heute einen faszinierenden Einblick in diese längst vergangene Klanglandschaft. Mithilfe moderner Vergleichsuntersuchungen, Computersimulationen und maschinellen Lernens konnten Forschende rekonstruieren, welche Geräusche ausgestorbene Insekten einst erzeugten.

Doch wie entstehen solche akustischen Signale überhaupt, und wie nehmen Insekten die Geräusche ihrer Artgenossen wahr? Welche erstaunlichen Strukturen haben sich im Laufe der Evolution entwickelt, um Schall zu erzeugen oder zu hören – von vibrierenden Membranen bei Zikaden bis hin zu den ungewöhnlichen Hörorganen verschiedener Insekten? Mit dem Biologen Björn Thorin Jonsson von der Universität Graz schauen wir uns tierische Kommunikationssysteme an, aka Bioakustik.

Das Paper zu den außergewöhnlichen Insekten-Klängen aus der Jurazeit Asiens findet ihr hier: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2615107123

Repertoire das Leierschwanz, nur für euch: https://youtu.be/mSB71jNq-yQ?si=FEMSVDEneimgyA90

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©Bildcopyright: Hartono subagio von Pexels

47.10 Prehistoric Planet – Nordamerika, eine Welt vor unserer Zeit18 Sep 202600:33:51

Nichts kann Nordamerikas Top-Raubtier, den T.rex einschüchtern, dessen Größe und Biss eine tödliche Kombination darstellen - bis auf einen riesigen, geflügelten Gegner.

„Prehistoric Planet“ begeisterte ab dem 23. Mai 2022 weltweit zahlreiche Paläontologie- und Naturdokumentations-Fans und wurde zu einem beeindruckenden Kapitel der modernen Paläomedien auf Apple TV+. Unter der Leitung der Executive Producer Jon Favreau und Mike Gunton entführt die Serie die Zuschauer 66 Millionen Jahre zurück in die späte Kreidezeit – eine Ära, in der Dinosaurier ihre Herrschaft über die Erde auf dem Höhepunkt hielten.

Wie jede Rekonstruktion der Erdgeschichte steht auch „Prehistoric Planet“ vor der Herausforderung, dass sich wissenschaftliche Erkenntnisse ständig weiterentwickeln. Einige Darstellungen entsprechen heute nicht mehr vollständig dem aktuellen Forschungsstand, während andere auf begründeten Interpretationen basieren. Gemeinsam mit Paläokünstler Joschua Knüppe betrachten wir die fünf Episoden der ersten Staffel, analysieren die gezeigten Tiere und Lebensräume und ordnen ein, wie gut „Prehistoric Planet“ den Spagat zwischen spektakulärer Naturdokumentation und wissenschaftlicher Genauigkeit meistert.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt auf „Prehistoric Planet“, dann gibt es hier den Link zu ⁠⁠Apple TV+⁠⁠: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://www.amazon.de/gp/video/detail/B0DH2G1QCY?ref_=atv_dp_season_select_s1⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

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47.9 Prehistoric Planet – Die Ozeane des Planeten vor unserer Zeit18 Sep 202600:34:53

Tief unter der Wasseroberfläche lauert das größte Raubtier der Welt, der Mosasaurus, und wartet auf arglose Beute.

„Prehistoric Planet“ begeisterte ab dem 23. Mai 2022 weltweit zahlreiche Paläontologie- und Naturdokumentations-Fans und wurde zu einem beeindruckenden Kapitel der modernen Paläomedien auf Apple TV+. Unter der Leitung der Executive Producer Jon Favreau und Mike Gunton entführt die Serie die Zuschauer 66 Millionen Jahre zurück in die späte Kreidezeit – eine Ära, in der Dinosaurier ihre Herrschaft über die Erde auf dem Höhepunkt hielten.

Wie jede Rekonstruktion der Erdgeschichte steht auch „Prehistoric Planet“ vor der Herausforderung, dass sich wissenschaftliche Erkenntnisse ständig weiterentwickeln. Einige Darstellungen entsprechen heute nicht mehr vollständig dem aktuellen Forschungsstand, während andere auf begründeten Interpretationen basieren. Gemeinsam mit Paläokünstler Joschua Knüppe betrachten wir die fünf Episoden der ersten Staffel, analysieren die gezeigten Tiere und Lebensräume und ordnen ein, wie gut „Prehistoric Planet“ den Spagat zwischen spektakulärer Naturdokumentation und wissenschaftlicher Genauigkeit meistert.

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47.8 Prehistoric Planet – Die Sümpfe des Planeten vor unserer Zeit18 Sep 202600:38:16

In einem von Dürre geplagten Talbecken in dem schon viele umgekommen sind, verteidigt ein alter Pachycephalosaurus-Bulle seine Führungsrolle gegen einen jungen Herausforderer.

„Prehistoric Planet“ begeisterte ab dem 23. Mai 2022 weltweit zahlreiche Paläontologie- und Naturdokumentations-Fans und wurde zu einem beeindruckenden Kapitel der modernen Paläomedien auf Apple TV+. Unter der Leitung der Executive Producer Jon Favreau und Mike Gunton entführt die Serie die Zuschauer 66 Millionen Jahre zurück in die späte Kreidezeit – eine Ära, in der Dinosaurier ihre Herrschaft über die Erde auf dem Höhepunkt hielten.

Wie jede Rekonstruktion der Erdgeschichte steht auch „Prehistoric Planet“ vor der Herausforderung, dass sich wissenschaftliche Erkenntnisse ständig weiterentwickeln. Einige Darstellungen entsprechen heute nicht mehr vollständig dem aktuellen Forschungsstand, während andere auf begründeten Interpretationen basieren. Gemeinsam mit Paläokünstler Joschua Knüppe betrachten wir die fünf Episoden der ersten Staffel, analysieren die gezeigten Tiere und Lebensräume und ordnen ein, wie gut „Prehistoric Planet“ den Spagat zwischen spektakulärer Naturdokumentation und wissenschaftlicher Genauigkeit meistert.

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47.7 Prehistoric Planet – Die Badlands des Planeten vor unserer Zeit18 Sep 202600:25:29

Zwei junge Tarchia stapfen durch eine sengend heiße Wüste und finden in einer Oase etwas Erholung. Dort treffen sie jedoch auf einen doppelt so großen Erwachsenen, der seinen Alleinanspruch erhebt.

„Prehistoric Planet“ begeisterte ab dem 23. Mai 2022 weltweit zahlreiche Paläontologie- und Naturdokumentations-Fans und wurde zu einem beeindruckenden Kapitel der modernen Paläomedien auf Apple TV+. Unter der Leitung der Executive Producer Jon Favreau und Mike Gunton entführt die Serie die Zuschauer 66 Millionen Jahre zurück in die späte Kreidezeit – eine Ära, in der Dinosaurier ihre Herrschaft über die Erde auf dem Höhepunkt hielten.

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47.6 Prehistoric Planet – Die Inseln des Planeten vor unserer Zeit18 Sep 202600:49:30

Ein monumentales Schauspiel findet auf einer kleinen Insel statt, wo sich ein riesiger Hatzegopteryx von seiner sanften Seite zeigt, um eine Partnerin zu umwerben.

„Prehistoric Planet“ begeisterte ab dem 23. Mai 2022 weltweit zahlreiche Paläontologie- und Naturdokumentations-Fans und wurde zu einem beeindruckenden Kapitel der modernen Paläomedien auf Apple TV+. Unter der Leitung der Executive Producer Jon Favreau und Mike Gunton entführt die Serie die Zuschauer 66 Millionen Jahre zurück in die späte Kreidezeit – eine Ära, in der Dinosaurier ihre Herrschaft über die Erde auf dem Höhepunkt hielten.

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47.5 Prehistoric Planet – Die Wälder des Planeten vor unserer Zeit11 Sep 202600:38:20

Die Reise durch eine unterirdische Höhle in Nordamerika wird zu einem gefährlichen Abenteuer, als ein junger Triceratops von seiner Mutter getrennt wird.

„Prehistoric Planet“ begeisterte ab dem 23. Mai 2022 weltweit zahlreiche Paläontologie- und Naturdokumentations-Fans und wurde zu einem beeindruckenden Kapitel der modernen Paläomedien auf Apple TV+. Unter der Leitung der Executive Producer Jon Favreau und Mike Gunton entführt die Serie die Zuschauer 66 Millionen Jahre zurück in die späte Kreidezeit – eine Ära, in der Dinosaurier ihre Herrschaft über die Erde auf dem Höhepunkt hielten.

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47.4 Prehistoric Planet – Die Eiswelten des Planeten vor unserer Zeit11 Sep 202600:38:43

In einem verschneiten Wald entwickelt sich ein spannendes Duell zwischen zwei vorzeitlichen Erzrivalen: Pachyrhinosaurus und Nanuqsaurus.

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47.3 Prehistoric Planet – Die Feuchtgebiete des Planeten vor unserer Zeit11 Sep 202600:39:41

Mit gefiedertem Körper und einem Entenschnabel watet ein acht Tonnen schwerer Deinocheirus durch ein asiatisches Feuchtgebiet auf der Suche nach Erleichterung vor den lästigen Stechfliegen.

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47.2 Prehistoric Planet – Die Wüsten des Planeten vor unserer Zeit11 Sep 202600:25:49

Hoch über den Wüsten Nordafrikas kommt es zu Kämpfen in der Luft, wenn sich männliche Barbaridactylus-Pterosaurier bekriegen, um die Aufmerksamkeit der Weibchen zu erlangen.

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47.1 Prehistoric Planet – Die Küsten des Planeten vor unserer Zeit11 Sep 202600:40:27

Ein schwangerer Tuarangisaurus ist in Not und ihr junges Kalb spürt dies, denn sie muss Gewässer durchqueren, welche die Heimat der tödlichsten Raubtiere des Ozeans sind.

„Prehistoric Planet“ begeisterte ab dem 23. Mai 2022 weltweit zahlreiche Paläontologie- und Naturdokumentations-Fans und wurde zu einem beeindruckenden Kapitel der modernen Paläomedien auf Apple TV+. Unter der Leitung der Executive Producer Jon Favreau und Mike Gunton entführt die Serie die Zuschauer 66 Millionen Jahre zurück in die späte Kreidezeit – eine Ära, in der Dinosaurier ihre Herrschaft über die Erde auf dem Höhepunkt hielten.

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46. Paläontologie – Wie kommt man eigentlich an einen Job mit Dinosauriern?04 Sep 202601:01:03

Paläontologie ist weit mehr, als Dinosaurier auszugraben und Fossilien zu untersuchen. Zwischen Studium, Forschung, Museen, Sammlungen, Ausstellungen und Wissenschaftskommunikation gibt es ganz unterschiedliche Wege, in diesem Berufsfeld Fuß zu fassen. Doch welche Voraussetzungen braucht man eigentlich für ein Paläontologie-Studium? Welche Fächer und Fähigkeiten sind wichtig, wie sieht der Arbeitsalltag aus und welche Jobmöglichkeiten gibt es nach dem Studium? Und wie schwierig ist es tatsächlich, eine Stelle in der Forschung oder an einem Museum zu bekommen?

Gemeinsam mit dem Paläontologen Armin Schmitt, dessen eigene Begeisterung für Dinosaurier bereits im Alter von fünf Jahren begann, werfen wir einen Rückblick auf seinen Weg, der ihn über das Studium in Mainz und Bonn und die Arbeit am Goldfußmuseum unter anderem zum Dinosaurier-Park Münchehagen sowie an die Universitäten Oxford und Cambridge führte. Neben seiner Forschung war er für National Geographic tätig, tritt regelmäßig als Dinosaurier-Experte im Fernsehen und Radio auf und veröffentlichte 2023 sein populärwissenschaftliches Buch „Großartige Giganten – Den letzten Geheimnissen der Dinosaurier auf der Spur“.

Armins erstes Buch "Großartige Giganten: Den letzten Geheimnissen der Dinosaurier auf der Spur": https://www.amazon.de/Großartige-Giganten-Geheimnissen-Faszinierende-Paläobiologie/dp/3423352078

Und Armins neustes Kinderbuch "Dinosaurier. Gigantisch, gefährlich, großartig": https://www.loewe-verlag.de/dinosaurier.-gigantisch-gefaehrlich-grossartig/38564

Als auch der Link zu den "Dinothemen": https://www.youtube.com/@ArminTube72

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©Bildcopyright: Armin Schmitt

45. Lemuria – Wo Paläontologie, Speculative Evolution und Paläoart aufeinandertreffen21 Aug 202601:27:02

Was wäre, wenn die Geschichte unseres Planeten niemals so verlaufen wäre, wie wir sie kennen? Willkommen in der alternativen Zeitlinie 42027010 – in der Welt von Lemuria. In dieser Realität blieben Indien und Madagaskar während des Mesozoikums miteinander verbunden. Doch welche Folgen hätte diese geologische Abzweigung für die Evolution gehabt? Wie hätten sich Tier- und Pflanzenwelt entwickelt, wenn der Himalaya niemals entstanden wäre oder die gewaltigen Vulkanausbrüche der Dekkan-Trapps am Ende der Kreidezeit ausgeblieben wären? Und welche urzeitlichen Lebensformen könnten heute noch immer unseren Planeten bevölkern?

Lemuria ist eine wissenschaftlich inspirierte Reise in eine alternative Erdgeschichte – eine Welt, in der Dinosaurier und andere längst ausgestorbene Tiergruppen nicht verschwanden, sondern sich über Millionen Jahre weiterentwickelten. Gemeinsam mit Paläokünstler Joschua Knüppe und Paläo-Enthusiast Armin Reindl tauchen wir in dieses außergewöhnliche Projekt ein, das gemeinsam mit einer großen Community entsteht. In Zeichen-Streams auf YouTube und Twitch werden fremdartige Biome, einzigartige Ökosysteme und Kreaturen zum Leben erweckt, die es in unserer eigenen Zeitlinie niemals gegeben hat. In der dritten Phase führt die Expedition in das frühe Pleistozän von Lemuria: Der Kontinent ist weiter in Richtung Pazifik gewandert, das Klima hat sich verändert und die Evolution hat neue Wege eingeschlagen. Eine Welt wo Paläontologie, Speculative Evolution und Paläoart aufeinandertreffen.

Heute gibt es einige Links, zum Beispiel den zu Paleostream auf Twitch: https://www.twitch.tv/paleostream

Oder zu YouTube: https://www.youtube.com/channel/UC9SosBtiHurRdh3WBCUhgpg?view_as=subscriber

Dann dürfen wir auch nicht den Discord-Server von Paleostream vergessen. Dort findet ihr auch Kanäle zu Paläomedias, den neuesten wissenschaftlichen Papers und vor allem Joschs Skizzen: https://discord.gg/3rFTMdN

Dann noch einen großen Thread auf Twitter mit allen Lemuria-Pieces aus Phase 1: https://x.com/JoschuaKnuppe/status/1965095250466378033

Oder aus der letztjährigen Phase 2: https://x.com/JoschuaKnuppe/status/1984691582298439799

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©Bildcopyright: Joschua Knüppe

44. Tendaguru Formation – Zwischen Kolonialgeschichte und riesigen Sauropoden14 Aug 202600:53:55

Am Anfang des 20. Jahrhunderts führt eine Expedition nach Deutsch-Ostafrika zu einer der bedeutendsten Dinosaurier-Fundstellen der Welt: Tendaguru im heutigen Tansania. Zwischen 1909 und 1913 werden dort rund 225 Tonnen Fossilmaterial ausgegraben und nach Berlin verschifft. Die Funde umfassen einige der bekanntesten Dinosaurier Afrikas – darunter Kentrosaurus, Elaphrosaurus und Dicraeosaurus. Zum wohl berühmtesten Fund wird jedoch Giraffatitan brancai, dessen gewaltiges Skelett bis heute zu den Wahrzeichen des Museums für Naturkunde Berlin gehört.

Gemeinsam mit der Paläontologin Daniela Schwarz reisen wir zurück zu dieser außergewöhnlichen Expedition und verfolgen die Geschichte der Tendaguru-Fossilien bis in die Gegenwart. Dabei geht es um die Dinosaurier und das Ökosystem der jurassischen Küstenlandschaft ebenso wie um die gewaltigen logistischen Herausforderungen der Ausgrabungen. Doch Tendaguru erzählt auch eine Geschichte über Wissenschaft und Kolonialismus: Die Fossilien wurden während der deutschen Kolonialherrschaft ausgegraben und nach Berlin gebracht. Heute werden daher zunehmend Fragen nach ihrer Herkunft, ihrem Umgang und einer möglichen Rückgabe nach Tansania gestellt.

Mehr Informationen zum Forschungs- und Archivierungsprojekt von Daniel findet ihr hier: https://www.museumfuernaturkunde.berlin/forschung/projekte/forschung-und-verantwortung/

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©Bildcopyright: ilja.nieuwland CC BY 3.0

43. Eunotosaurus africanus – Die Schildkröte, die keine Schildkröte war07 Aug 202600:44:48

Schildkröten gehören zu den ungewöhnlichsten Wirbeltieren der Erde. Alleine ihr Panzer macht sie unverwechselbar – doch wie und aus welchen Vorfahren dieses einzigartige Merkmal entstand, beschäftigt die Paläontologie seit Jahrzehnten. Eine neue internationale Studie bringt nun frischen Wind in diese Debatte: Ausgerechnet Eunotosaurus africanus, der lange als mögliche „Ur-Schildkröte“ galt, ist offenbar gar kein direkter Vorfahr der Schildkröten. Stattdessen liefert die Untersuchung erstmals überzeugende fossile Belege dafür, dass Schildkröten tatsächlich die nächsten lebenden Verwandten der Archosaurier sind – also jener Gruppe, zu der heute Vögel und Krokodile gehören.

Mithilfe hochauflösender Computertomographie und einer umfassenden Analyse früher Schildkröten und ihrer vermeintlichen Verwandten konnten Forschende wie Serjoscha Evers, Leiter des Urwelt-Museums Oberfranken in Bayreuth und Wissenschaftler der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns, die Entstehung der Schildkrötenlinie neu rekonstruieren. Die Ergebnisse verändern nicht nur den Stammbaum dieser faszinierenden Reptilien, sondern geben auch neue Hinweise auf ihre Lebensweise: Während Eunotosaurus vermutlich ein grabender Landbewohner war, könnten sich die ersten echten Vorfahren der Schildkröten bereits an ein Leben im Wasser angepasst haben.

Das Paper rund um Eunotosaurus africanus findet ihr hier: https://www.cell.com/current-biology/abstract/S0960-9822(26)00574-9?_returnURL=https%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS0960982226005749%3Fshowall%3Dtrue

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©Bildcopyright: Gabriel Ugueto

42. Atmung und Sauerstoff – Warum die dicken Brummer so riesig wurden31 Jul 202601:01:13

Libellen mit Flügelspannweiten von über 70 Zentimetern, riesige Tausendfüßer und gewaltige Skorpione: Besonders Gliederfüßer besitzen ein einzigartiges Atmungssystem. Statt einer Lunge versorgt ein fein verzweigtes Tracheensystem ihren Körper direkt mit Sauerstoff. Lange galt deshalb der hohe Sauerstoffgehalt der Atmosphäre während des Karbons als einfache Erklärung für diesen Gigantismus. Doch aktuelle Forschungen zeichnen ein deutlich differenzierteres Bild.

Die Größe dieser Tiere lässt sich nicht allein durch mehr Sauerstoff erklären, sondern ist das Ergebnis eines weitaus komplexeren Zusammenspiels verschiedener Faktoren. In dieser Folge ist diesmal Tierphysiologe Philipp Lehmann von der Universität Greifswald zu Gast. Gemeinsam schauen wir uns die Atmung verschiedener Tiergruppen an und gehen der Frage nach, welche Faktoren den Gigantismus urzeitlicher Gliederfüßer tatsächlich ermöglichten.

Hier findet ihr das Paper zum Wachstum der Rieseninsekten: https://www.uni-greifswald.de/en/forschung/nachrichten-aus-der-forschung/details/n/atmospheric-oxygen-not-decisive-for-the-body-size-of-insects-nature-study-with-the-participation-of-the-university-of-greifswald-challenges-long-standing-assumption-271750/

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©Bildcopyright: Science Photo Library

41. Osnabrücker Piesberg – Zwischen Riesentausendfüßern und Schachtelhalmen24 Jul 202600:55:33

Vor rund 300 Millionen Jahren lag das heutige Osnabrück nur wenige Grad nördlich des Äquators. Dichte Regen- und Sumpfwälder bedeckten die Landschaft und bildeten die Grundlage für die mächtigen Steinkohlevorkommen, die später am Piesberg abgebaut wurden. Zwischen den Kohleflözen verbirgt sich heute eine der bedeutendsten Fossillagerstätten des späten Karbons in Deutschland.

Hier lebten zwei Meter lange Riesentausendfüßer, seltene Rieseninsekten, Skorpione und urtümliche Spinnen, von denen einige weltweit nur an dieser Fundstelle bekannt sind. Hinzu kommen außergewöhnlich gut erhaltene Pflanzenfossilien, darunter das nahezu einzigartige Wurzelorgan eines Siegelbaums. Gemeinsam mit Paläontologe Patrick Chellouche vom Museum am Schölerberg in Osnabrück reisen wir in die Steinkohlewälder des Karbons und sprechen darüber, wie aus tropischen Sümpfen Kohle entstand und warum der Piesberg weltweit eine so besondere Fossillagerstätte ist.

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40. überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen – Als der größte Ammonit aller Zeiten durch Münster schwamm17 Jul 202600:53:40

Wie sah Nordrhein-Westfalen aus, als hier Meeresreptilien durch tropische Flachmeere glitten, gewaltige Schuppenbäume dichte Wälder bildeten und Dinosaurier das Land beherrschten? Die Paläontologische Landesausstellung „überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen“ im LWL-Museum für Naturkunde in Münster nimmt ihre Besucherinnen und Besucher mit auf eine Zeitreise durch rund 420 Millionen Jahre Erdgeschichte. Vom 10. Juli 2026 bis zum 5. September 2027 zeigen mehr als 1.800 Exponate – darunter Originalfossilien, aufwendige Rekonstruktionen und interaktive Medienstationen –, wie sich die Tier- und Pflanzenwelt im Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens über Millionen von Jahren verändert hat.

Zu den Höhepunkten zählen die Originalknochen des Meeresreptils „Westphaliasaurus simonsensii“, ein lebensgroßes Modell des größten bekannten Raubsauriers Mitteleuropas sowie das immersive Paläoaquarium, in dem urzeitliche Meeresbewohner digital zum Leben erwachen. Gemeinsam mit dem Paläontologen Achim Schwermann werfen wir in dieser Folge von Paläotalk einen Blick auf den größten Ammoniten, der jemals existierte, auf unscheinbare Säugetiere, die durch Münster huschten, und auf die ersten Landpflanzen, die das Land eroberten.

Mehr Information zur Sonderausstellung „überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen“ gibt es hier: https://www.lwl-naturkundemuseum-muenster.de/de/ausstellungen/sonderausstellungen/landesausstellung-muenster/

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39. Europasaurus holgeri - Deutschlands eigener Mini-Sauropode10 Jul 202600:56:05

Vor rund 150 Millionen Jahren war Deutschland ein tropisches Inselreich. Während weite Teile des heutigen Mitteleuropas von einem flachen Meer bedeckt waren, ragten nur wenige größere Inseln aus dem Wasser. Auf einer dieser Inseln, nahe des heutigen Goslar, lebte ein außergewöhnlicher Dinosaurier: Europasaurus. Als Vertreter der Macronaria gehörte er zu einer Gruppe, die sonst für ihre gigantischen Ausmaße bekannt ist. Mit einer Länge von nur etwa sechs Metern und einem Gewicht von rund einer Tonne wirkte er im Vergleich zu seinen Verwandten jedoch fast wie ein Zwerg.

Die Ursache für seine geringe Größe liegt vermutlich in den besonderen Bedingungen seines Lebensraums. Auf einer begrenzten Landfläche waren Nahrung und Ressourcen knapp, sodass kleinere Tiere einen evolutionären Vorteil besaßen. In dieser Folge von Paläotalk sprechen der wissenschaftliche Leiter Fritz Stoepke und der Präparator Alessandro Stauf vom Dinosaurier-Park Münchehagen über die Entdeckung und Erforschung von Europasaurus und darüber, was dieser ungewöhnliche Sauropode über Evolution unter extremen Umweltbedingungen verrät.

Alle Informationen zum Dinosaurier-Park Münchehagen: https://dinopark.de

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38.2 Karolinasittich – Als Papageien noch durch die Wälder der USA flogen03 Jul 202600:18:43

Der Karolinasittich war die einzige ursprünglich im Osten Nordamerikas heimische Papageienart. Mit seinem leuchtend grünen Gefieder, dem gelben Kopf und dem orangefarbenen Gesicht gehörte er zu den auffälligsten Vögeln seiner Heimat. Die sozialen Tiere lebten in Schwärmen, suchten gemeinsam nach Nahrung und prägten über Jahrtausende die Ökosysteme der südlichen und östlichen Vereinigten Staaten. Innerhalb weniger Jahrzehnte verschwand der Karolinasittich jedoch vollständig.

Die Ausbreitung von Landwirtschaft und Siedlungen zerstörte große Teile seines Lebensraums, während die Vögel zugleich als vermeintliche Ernteschädlinge verfolgt wurden. Mit dem Tod des letzten bekannten Individuums, „Incas“, im Jahr 1918 im Cincinnati Zoo endete die Geschichte dieser außergewöhnlichen Papageienart. Im zweiten Teil dieser Doppelfolge sprechen wir mit Madeleine Geiger, Leiterin Sammlung und Forschung am Naturmuseum St. Gallen, über die Lebensweise, Ökologie und das Aussterben des Karolinasittichs.

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38.1 Wandertaube – Wie eine der häufigsten Vogelarten der Welt verschwand03 Jul 202600:21:38

Milliarden von Wandertauben durchzogen einst in riesigen Schwärmen die Wälder Nordamerikas und verdunkelten dabei mitunter stundenlang den Himmel. Noch im 19. Jahrhundert schien ihr Bestand unerschöpflich. Doch innerhalb weniger Jahrzehnte verschwand die Art vollständig. Intensive Bejagung und die großflächige Zerstörung ihrer Lebensräume führten zu einem der dramatischsten Aussterbeereignisse der jüngeren Geschichte. Besonders tragisch ist, dass die Wandertaube gerade aufgrund ihrer enormen Schwarmgrößen verwundbar war.

Die Tiere waren auf große Brutkolonien und soziale Interaktionen angewiesen und konnten sich von den massiven Bestandsverlusten nicht erholen. 1914 starb die Art endgültig aus. Heute zeugen nur noch Präparate in Museen auf der ganzen Welt von ihrer einstigen Häufigkeit, darunter auch im Naturmuseum St. Gallen. Im ersten Teil dieser Doppelfolge werfen wir gemeinsam mit Madeleine Geiger, Leiterin Sammlung und Forschung am Naturmuseum St. Gallen, einen Blick auf den einst häufigsten Vogel Nordamerikas.

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37. Tapejaridae – Enorme Schädelkämme und irisierende Farben26 Jun 202601:04:36

Untersuchungen fossiler Haut- und Haarstrukturen von Sinopterus dongi aus der frühen Kreidezeit zeigen, dass diese Tiere möglicherweise schillernde Farben besaßen – ähnlich wie heutige Kolibris. Verantwortlich dafür waren komplexe Nanostrukturen in pigmenthaltigen Zellorganellen, den sogenannten Melanosomen, die Licht auf besondere Weise reflektierten. Besonders bemerkenswert ist der Nachweis einer sogenannten photonic structure, einer regelmäßig angeordneten Schicht aus stabförmigen Melanosomen.

Computermodelle legen nahe, dass dadurch je nach Blickwinkel irisierende Grün-, Blau- und Magentatöne entstanden. Die Studie liefert damit den ersten direkten Nachweis strukturell erzeugter Irisierung bei Flugsauriern. Gemeinsam mit dem Paläontologen Denis Theda sprechen wir über diese außergewöhnliche Entdeckung, die Farbgebung von Flugsauriern und die Frage, ob Pterosaurier möglicherweise eine Art feines „Federkleid“ besaßen.

Erstes Paper über Sinopterus und seine Ernährungsweise: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2095927325006759

Hier das zweite Paper rund um das "Federkleid" und die Farben bei Sinopterus: https://www.biorxiv.org/content/10.64898/2026.05.06.723168v1

Bevor ich es vergesse, gibt es hier noch das Paper zu den leuchtenden Schädelkämmen bei Helmkasuaren: https://www.nature.com/articles/s41598-026-40230-1

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36. Muttaburrasaurus – Australiens bekanntester Dinosaurier war ein Picky Eater19 Jun 202601:01:47

Muttaburrasaurus gehört zu den bekanntesten Dinosauriern Australiens – und dennoch gibt seine Anatomie bis heute Rätsel auf. Eine neue Studie hat den nahezu vollständig erhaltenen Schädel des Pflanzenfressers mithilfe moderner CT-Scans und neu entdeckter Fossilfragmente erneut untersucht. Im Mittelpunkt steht die markant aufgeblähte Schnauzenregion von Muttaburrasaurus. Während frühere Forschungen diese Struktur vor allem den Nasenbeinen zuschrieben, zeichnet die neue Analyse ein deutlich komplexeres Bild.

Mehrere Knochen, darunter bislang unbekannte Elemente, die als „Prenasalia“ bezeichnet werden, bildeten ein System von Luftkammern innerhalb der Schnauze. Zusammen mit den ungewöhnlich großen Riechkolben des Gehirns deutet dies darauf hin, dass Muttaburrasaurus über einen ausgeprägten Geruchssinn verfügte. Darüber hinaus wirft seine ungewöhnliche Bezahnung neue Fragen auf: Im Gegensatz zu vielen seiner Verwandten besaß er im vorderen Schnabelbereich noch spitze Zähne. Dies könnte wichtige Hinweise auf die Ernährung und ökologische Rolle dieses australischen Dinosauriers liefern – Themen, die wir heute bei Paläotalk gemeinsam mit dem Paläontologen Nicolas Stagg näher besprechen wollen.

Schädelanatomie, Paläoneurologie und Paläobiologie rund um Muttaburrasaurus langdoni: https://peerj.com/articles/20794/

Erster Nachweis eines hohlen Schädelkamms bei einem früh abzweigenden Entenschnabeldinosaurier: https://www.mdpi.com/2079-7737/15/8/615

Der frühe Ursprung der Iguanodontia: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/pala.70057?fbclid=IwY2xjawRVqLVleHRuA2FlbQIxMABzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeuwKnXtxHU2QjvhPTZWE0HuzgY9FzWoxjQHGmojLodTnSNjWQRGqmKDJiOjU_aem_OBak-lWA4Qw3EIdXCVV-1A

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35. Bicharracosaurus dionidei – Der erste Brachiosauridae aus dem Jura Südamerikas12 Jun 202600:32:43

Während wir Brachiosauriden aus Afrika und Nordamerika inzwischen recht gut kennen und erforscht haben, bleiben ihre Verwandten auf den südlichen Kontinenten deutlich rätselhafter. Mit Bicharracosaurus dionidei wurde nun ein neuer Sauropode aus dem Oberjura Argentiniens beschrieben. Der etwa 20 Meter lange Pflanzenfresser ist durch zahlreiche Wirbel, Rippen und Teile des Beckens bekannt.

Entdeckt wurde dieser neue Sauropode von einem deutsch-argentinischen Paläontologenteam unter der Leitung des deutschen Paläontologen Oliver Rauhut. Die Erstautorin der Studie und heutige Gästin bei Paläotalk, die Paläontologin Alexandra Reutter von der Ludwig-Maximilians-Universität München, analysierte die Überreste des neuen Sauriers im Rahmen ihrer Doktorarbeit. Besonders spannend ist die ungewöhnliche Kombination seiner Merkmale: Einige Knochen erinnern an Brachiosauriden wie den afrikanischen Giraffatitan, andere ähneln eher Diplodocus und dessen nordamerikanischen Verwandten.

Das Paper rund um Bicharracosaurus dionidei findet ihr hier: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC13092234/

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34. Fossillagerstätte Geiseltal – Von riesigen Hühnern und winzigen Pferden05 Jun 202600:47:32

Mitten in Sachsen-Anhalt, nahe Halle an der Saale, verbirgt sich eine der bedeutendsten Fossillagerstätten Europas: das Geiseltal. Vor rund 48 bis 41 Millionen Jahren, im Mitteleozän, herrschte hier ein subtropisches Klima. Heute befinden sich hier ehemalige Braunkohletagebaue, die wiederum zahlreiche Fossilien unter anderem ans Licht brachten. Darunter landlebende Krokodile, flugunfähige Riesenvögel, frühe Primaten und winzige Urpferdchen.

Weltweit einzigartig ist die außergewöhnliche Erhaltung vieler Fossilien. Zahlreiche Funde sind dreidimensional überliefert und bewahren sogar Weichteile, Mageninhalte oder ursprüngliche Farbreste. Gemeinsam mit dem Präparator Michael Stache blicken wir auf diese Detailfülle, die das Geiseltal zu einem Schlüsselfenster in das Klimaoptimum des Eozäns macht und uns Einblicke in Biodiversität, Nahrungsketten und Lebensweisen erlaubt, wie sie sonst kaum möglich sind.

Mehr Information zur Geiseltalsammlung gibt es: https://www.naturkundemuseum.uni-halle.de/sammlungen/geiseltalsammlung/

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©Bildcopyright: Michael Stache

33. Sirenia – Sanfte, friedliche Kolosse im Reich der Meeressäuger29 May 202601:03:45

Als rein pflanzenfressende Meeressäuger leben Seekühe heute in Küstengewässern und sogar im Süßwasser tropischer Regionen. Anders als Robben besitzen sie keine funktionsfähigen Gliedmaßen mehr für das Leben an Land, und dennoch sind ihre nächsten heute lebenden Verwandten ausgerechnet die Elefanten. Die ältesten bekannten Vorfahren der Seekühe stammen aus dem frühen Eozän vor rund 50 Millionen Jahren. Diese frühen Formen besaßen noch vier Beine und konnten sich vermutlich sowohl an Land als auch im flachen Wasser fortbewegen.

Im Verlauf ihrer Evolution bildeten sich die Hinterbeine zurück, während sich eine kräftige horizontale Schwanzflosse entwickelte. Fossilien aus den Randbereichen der ehemaligen Tethys zeigen, wie erfolgreich diese Tiergruppe einst war und wie weit sie verbreitet war – von Nordafrika über Europa bis nach Indien und Java. In dieser Folge von Paläotalk blicken wir gemeinsam mit der Paläontologin Manja Voß vom Museum für Naturkunde Berlin auf die Evolution und Diversität der Seekühe sowie darauf, wie sich aus landlebenden Pflanzenfressern vollständig aquatische Meeressäuger entwickelten.

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32. Coleoidea – Die sonderbare Welt der Riesenkraken, Kalmare und Sepien22 May 202600:47:43

Kalmare, Kraken und Sepien gehören zu den faszinierendsten Bewohnern der heutigen Ozeane. Als Vertreter der Coleoidea entwickelten sie hochkomplexe Sinnesorgane, ausgefeilte Tarnstrategien und eine bemerkenswerte Intelligenz. Charakteristisch für diese Gruppe der Kopffüßer sind ihr reduziertes oder vollständig verlorenes Gehäuse sowie der namensgebende Tintenbeutel, mit dem sie sich bei Gefahr verteidigen können. Heute leben rund 800 bekannte Arten in den Weltmeeren, doch der Fossilbericht zeigt, dass ihre Evolutionsgeschichte weit tiefer reicht.

Die ältesten eindeutig nachgewiesenen Tintenfische stammen bereits aus dem Unterkarbon Nordamerikas. Fossilien aus außergewöhnlichen Konservatlagerstätten erlauben dabei seltene Einblicke in Weichteile, embryonale Strukturen und sogar frühe Entwicklungsstadien dieser Tiere. In dieser Folge werfen wir gemeinsam mit dem Paläontologen Dirk Fuchs einen Blick auf die Morphologie, Evolution und Fossilüberlieferung der Tintenfische. Dabei geht es um die Entstehung innerer Schalenstrukturen, um Räuber-Beute-Beziehungen im Mesozoikum und darum, was es mit dem sagenumwobenen Riesenkraken mit einer Körperlänge von über 15 Metern auf sich hat, der angeblich in den Meeren der Oberkreide sein Unwesen trieb.

Das Paper zum kreidezeitlichen Riesenkraken gibt es hier: ⁠https://www.science.org/doi/10.1126/science.aea6285

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31. Bavariscyllium – Ein rätselhafter Hai stellt die Evolution auf dem Kopf15 May 202600:42:25

Vor rund 150 Millionen Jahren schwamm in den tropischen Lagunen des heutigen Bayerns ein Hai, der heute das Bild der frühen Haievolution verändert. Bavariscyllium, nur etwa 25 Zentimeter lang und gefunden im berühmten Solnhofener Plattenkalken, vereint Merkmale verschiedener moderner Haigruppen – ohne sich eindeutig einer heute lebenden Ordnung zuordnen zu lassen. Besonders auffällig ist ein bartelartiges Sinnesorgan im Kehlenbereich, das möglicherweise mechanische Reize wahrnehmen konnte. Vergleichbare Strukturen finden sich heute nur bei wenigen Ammenhaiartigen.

Gleichzeitig besitzt Bavariscyllium anatomische Merkmale, die an Katzenhaie erinnern. Die Zahnform deutet auf einen unspezialisierten Generalisten hin, der vermutlich kleinen Beutetieren nachstellte. Gerade diese Mischung verschiedener Eigenschaften macht den Hai wissenschaftlich so spannend – und zeigt, dass die frühen Vertreter moderner Haie deutlich variantenreicher waren als bislang angenommen. Gemeinsam mit dem Paläontologen Sebastian Stumpf vom Naturhistorisches Museum Wien sprechen wir über diese neuen Untersuchungen und warum Bavariscyllium die bisherige Vorstellung zur Evolution und Datierung moderner Haigruppen ins Wanken gebracht hat.

Sebastians Studie zu Bavariscyllium findet ihr hier: https://www.nature.com/articles/s42003-025-09272-5

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30. überLeben in der Eiszeit – Als zottelige Wollhaarmammuts durch Essen wanderten08 May 202601:07:41

Mit der Sonderausstellung „ÜberLeben in der Eiszeit“ wird das Ruhr Museum zum Schauplatz einer faszinierenden Reise in die jüngere Erdgeschichte. Vom 20. April 2026 bis zum 10. Januar 2027 erzählen auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein rund 350 Exponate – darunter spektakuläre Originalfunde wie der Mammutschädel von Haltern, lebensgroße Rekonstruktionen und seltene Pflanzenfossilien – vom Leben in einer Zeit extremer Klimaschwankungen. Gewaltige Eismassen formten die Landschaften Nordrhein-Westfalens, während sich in wärmeren Phasen artenreiche Lebensräume entlang von Rhein, Lippe und Ems entwickelten.

Im Zentrum steht die beeindruckende Tierwelt der Eiszeit: Wollnashörner und Mammuts treffen auf Flusspferde und Waldnashörner, Riesenhirsche auf Höhlenhyänen. Die Ausstellung zeigt, wie unterschiedlich Tiere auf Kälte und Wärme reagierten – und welche Strategien über Erfolg oder Aussterben entschieden. Gemeinsam mit dem Paläontologen Achim Reisdorf werfen wir in dieser Folge Paläotalk einen Blick auf dieses wechselhafte Ökosystem und darauf, was uns die Eiszeit über Anpassung, Klimawandel und das Überleben in extremen Lebensräumen lehrt.

Mehr Information zur Sonderausstellung „ÜberLeben in der Eiszeit“ gibt es hier: https://ruhrmuseum.de/ausstellungen/aktuell/ueberleben-in-der-eiszeit

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©Bildcopyright: Ruhr Museum / Christoph Sebastian

29. Grube Messel – UNESCO-Welterbe und paläontologische Goldgrube24 Apr 202600:59:45

Die Grube Messel bei Darmstadt gehört zu den bedeutendsten Fossillagerstätten der Welt und ist seit 1995 UNESCO-Weltnaturerbe. Vor rund 47 Millionen Jahren entstand hier durch eine gewaltige Wasserdampfexplosion ein tiefer Kratersee, in dessen sauerstoffarmen Tiefen sich feinste Sedimente ablagerten. In diesem besonderen Milieu konnten abgestorbene Tiere und Pflanzen nahezu vollständig erhalten bleiben – oft inklusive Haut, Haaren oder sogar Mageninhalten. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Fenster in eine tropische Lebenswelt des frühen Tertiärs.

Die Fossilien aus Messel dokumentieren ein komplettes Ökosystem: Säugetiere, Vögel, Reptilien und Insekten sind in außergewöhnlicher Detailtiefe überliefert. Zu den bekanntesten Funden zählt das Messeler Urpferdchen, an dem sich die rasante Entwicklung der Säugetiere nach dem Aussterben der Dinosaurier nachvollziehen lässt. Mit dem Paläontologen und Geschäftsführer Philipp Havlik sprechen wir in dieser Folge von Paläotalk über die Entstehung der Lagerstätte, darüber, welche besonderen Fossilien hier geborgen wurden, und warum Messel bis heute als eine der wichtigsten Fundstellen für das Verständnis früher Säugetierökosysteme gilt.

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28. Säugetiergebisse – Von Brechscheren und zahnlosen Säugetieren17 Apr 202600:48:02

Kaum ein Merkmal verrät so viel über ein Tier wie seine Zähne. Bei Säugetieren spiegeln Gebisse Ernährung, Lebensweise und evolutionäre Anpassungen wider – von scharfen Reißzähnen bei Fleischfressern bis hin zu komplexen Mahlzähnen bei Pflanzenfressern. Form, Abnutzung und Anordnung der Zähne liefern dabei nicht nur Hinweise auf die Nahrung, sondern auch auf Entwicklung, Wachstum und ökologische Nischen – wie beispielsweise bei Lesmesodon edingeri, einem Hyaenodonten aus Messel.

In einer neuen Studie wurde die Zahnfunktion von Lesmesodon und seinem nahen Verwandten analysiert. Das Ergebnis: Lesmesodon hatte wahrscheinlich eine überwiegend insekten- und fleischfressende Ernährungsweise. Zudem zeigt die Studie, dass sich Gebisse von Insektenfressern funktionell deutlich unterscheiden können, obwohl sie äußerlich ähnlich angepasst erscheinen. In dieser Folge spricht Paläontologin Julia Ann Schultz von der Universität Bonn genau über diese Vielfalt und Funktion von Säugetiergebissen und darüber, wie sich aus fossilen Zähnen Rückschlüsse auf Verhalten und Umwelt ziehen lassen.

Das Paper zu Lesmesodon und seiner Ernährungsweise findet ihr hier: https://palaeo-electronica.org/content/2025/5643-chewing-cycle-analysis-of-lesmesodon-edingeri

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27. Paranthropus – Unsere “Verwandten” mit dem Nussknacker-Gebiss10 Apr 202600:44:42

Die Gattung Paranthropus, auch als „Nussknacker-Mensch“ bekannt, gilt als einer der markantesten Seitenzweige der frühen Homininen. Ihre Fossilien stammen aus einem Zeitraum von etwa 1,4 bis 2,8 Millionen Jahren und wurden bislang vor allem aus Süd- und Ostafrika beschrieben. Charakteristisch sind die massiven Kiefer und Zähne, die auf eine spezialisierte Ernährungsweise mit harter oder stark abrasiver Nahrung hindeuten.

Eine nun in Nature veröffentlichte Studie erweitert dieses Bild grundlegend: Im Norden Äthiopiens wurde im Gebiet Afar erstmals ein Paranthropus-Fossil entdeckt – rund 1000 Kilometer weiter nördlich als bisher bekannte Fundorte. Der Fund besteht aus einem Teil eines Unterkiefers aus dem Forschungsgebiet Mille-Logya und wurde unter der Leitung von Zeresenay Alemseged entdeckt und gemeinsam mit dem Paläontologen Fred Spoor vom Natural History Museum London weiter untersucht. Mit Letzterem sprechen wir heute über die Bedeutung dieses außergewöhnlichen Fundes, seine Auswirkungen auf die Verbreitung von Paranthropus und darüber, wie neue Fossilien das Bild unserer frühen menschlichen Verwandten Schritt für Schritt erweitern.

Hier das Paper, an dem Fred mitgewirkt hat: https://www.nature.com/articles/s41586-025-09826-x

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26. Deinotherium – Hauerelefanten mit ungewöhnlicher Zahnarchitektur03 Apr 202600:39:12

Mit bis zu vier Metern Schulterhöhe gehörte Deinotherium zu einem der größten Rüsseltiere seiner Zeit. Als früher Vertreter seiner Gruppe, zu denen auch heutige Elefanten zählen, lebte diese beeindruckende Gattung vom Miozän bis ins frühe Pleistozän in Europa, Afrika und Asien – und war über Millionen Jahre hinweg äußerst erfolgreich. Seinen Namen verdankt das „Schreckenstier“ den gewaltigen Ausmaßen, doch sein auffälligstes Merkmal sind die nach unten gebogenen Stoßzähne im Unterkiefer. Diese ungewöhnlichen Stoßzähne geben bis heute Rätsel auf.

Abnutzungsspuren und Beschädigungen deuten darauf hin, dass Deinotherium sie bei der Nahrungsaufnahme einsetzte – etwa zum Schälen von Baumrinde oder zum Umformen von Pflanzenmaterial. Auch sein Körperbau sowie chemische Analysen des Zahnschmelzes sprechen dafür, dass das Tier vor allem in bewaldeten Lebensräumen unterwegs war und sich von Blättern, Zweigen und Rinde ernährte. In dieser Folge von Paläotalk spricht Paläontologin Manuela Aiglstorfer über die Lebensweise dieser außergewöhnlichen Rüsseltiere, ihre Rolle in urzeitlichen Waldökosystemen und darüber, was dieses Tier bis heute so besonders macht.

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25. Tanyka amnicola – Verdrehte Kiefer aus Gondwanas Urzeit27 Mar 202600:42:35

Ein verdrehter Kiefer, seitlich stehende Zähne – und vielleicht eines der ungewöhnlichsten „Mahlwerke“ der frühen Wirbeltiergeschichte: Forschende haben im Nordosten Brasiliens eine neue Art eines frühen Landwirbeltiers beschrieben – Tanyka amnicola. Gefunden wurden bislang neun isolierte Unterkiefer aus der Pedra-de-Fogo-Formation. Doch gerade diese Kiefer verraten Erstaunliches. Die Zähne zeigen nach außen und bilden zusammen mit kleinen Zähnchen auf der Innenseite eine reibende Oberfläche – möglicherweise eine Art biologisches Mahlwerk.

Das deutet darauf hin, dass Tanyka zumindest teilweise pflanzliche Nahrung zerkleinerte, obwohl viele seiner nahen Verwandten Fleischfresser waren. Noch erstaunlicher: Das Tier gehörte zu einer sehr alten Gruppe früher Tetrapoden, deren Blütezeit eigentlich schon Millionen Jahre zuvor lag. Mit Wirbeltierpaläontologe Jörg Fröbisch vom Naturkundemuseum Berlin sprechen wir in dieser Folge von Paläotalk über Tanykas ungewöhnliche Anatomie – und darüber, was seine Kiefer über die Evolution früher Landwirbeltiere verraten.

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24. Diplodocus – Fossilisierte Melanosomen und Farbmuster bei Sauropoden20 Mar 202600:40:23

Lange Zeit galt die Haut von Sauropoden als schlicht und farblich kaum differenziert. Neue Fossilfunde aus der Morrison-Formation in Montana stellen diese Annahme infrage. Erstmals gibt es Hinweise auf mögliche Farbmuster bei Sauropoden, basierend auf fossiler Haut juveniler Diplodociden aus der Mother’s Day Quarry. Die Haut zeigt zwei erhaltene Epidermisschichten mit unterschiedlichen Mikrostrukturen und Kohlenstoffdichten. In der äußersten Schicht finden sich längliche Körper, die als Melanosomen interpretiert werden, sowie weitere scheibenförmige Mikrostrukturen, deren genaue Funktion noch unklar ist.

In dieser Folge von Paläotalk erläutert Dr. Emanuel Tschopp, Paläontologe und Sauropoden-Experte aus Berlin, welche Bedeutung diese Befunde für die Rekonstruktion von Dinosaurierhaut, Physiologie und möglicher Tarnung haben – und warum selbst unscheinbare Hautreste helfen, das Erscheinungsbild der größten Landtiere der Erdgeschichte neu zu bewerten.

Das Paper zur Studie, über die Haut von Diplodocus findet ihr hier: https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwi__72ho5WTAxXt9LsIHYH5DCQQFnoECBwQAQ&url=https%3A%2F%2Froyalsocietypublishing.org%2Frsos%2Farticle%2F12%2F12%2F251232%2F364075%2FFossilized-melanosomes-reveal-colour-patterning-of&usg=AOvVaw02x5n5RatT-RM_WV1wHpsb&opi=89978449

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23. The Dinosaurs – Ein Muss für alle Fans von Jurassic Park und Steven Spielberg?13 Mar 202601:58:42

Die vierteilige Dokumentationsserie The Dinosaurs von Netflix nimmt die Zuschauenden mit auf eine Reise durch etwa 165 Millionen Jahre Erdgeschichte – von den allerersten Dinosauriern bis zu ihrem dramatischen Ende am Ende der Kreidezeit. Eine hochwertige filmische Umsetzung verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit Steven Spielberg als Executive Producer – dem Regisseur, der mit Jurassic Park für viele das Bild von Dinosauriern im Film geprägt hat – während die Erzählung von Oscar‑Preisträger Morgan Freeman übernommen wird.

Doch wie viel ist in The Dinosaurs wirklich auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft? Mit Paläoartist Joschua Knüppe besprechen wir alle vier Folgen hinsichtlich ihrer wissenschaftlichen Genauigkeit. Beginnend mit frühen Dinosaurierformen wie Marasuchus, über gigantische Pflanzenfresser wie Plateosaurus und Mamenchisaurus, bis hin zu bekannten Fleischfressern wie Tyrannosaurus rex und Allosaurus.

Joschuas Streams findet ihr jeden Freitag, Samstag und Sonntag hier: ⁠https://www.twitch.tv/paleostream⁠

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22. Pebas-Formation – Als Riesenkaimane den Norden Südamerikas beherrschten06 Mar 202600:59:38

Die miozäne Pebas-Formation erstreckt sich über mehr als eine Million Quadratkilometer und umfasst heute Regionen in Brasilien, Peru, Ecuador und Kolumbien. Entstanden im Vorlandbecken der aufsteigenden Anden, dokumentieren ihre Ablagerungen ein riesiges Seen- und Sumpfsystem. Berühmt ist die Pebas-Formation nicht nur für ihre außergewöhnlich reichen Fossilien von Mollusken, sondern vor allem für eine bizarre und extrem vielfältige Krokodilfauna.

Hier lebten riesige Kaimane, langschädelige Gaviale, die man sonst vor allem aus Asien kennt, spezialisierte Muschelfresser mit stumpfen Zähnen und sogar Formen, die vermutlich im Schlamm nach Kleinstlebewesen suchten. Gemeinsam mit dem österreichischen Paläontologie- und Krokodil-Enthusiasten Armin Reindl reisen wir in dieses versunkene Südamerika-Paradies und sprechen über Evolution, Anpassung und darüber, warum einige der Krokodile der Pebas-Formation zu den faszinierendsten Spezialisten der Erdgeschichte gehören.

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21. Spinosaurus mirabilis – Das letzte Einhorn unter den Spinosauridae27 Feb 202600:52:59

Mit der Entdeckung von Spinosaurus mirabilis erweiterte sich vor genau einer Woche das Bild der wohl rätselhaftesten Raubdinosaurier-Gruppe überhaupt. Der Fund aus dem zentralen Sahara-Becken in Niger offenbart eine spektakuläre Besonderheit dieser zweiten Spinosaurus-Art: einen markant geschwungenen, säbelartigen Schädelkamm, der zu Lebzeiten vermutlich von einer auffälligen Horn- oder Keratinschicht überzogen war. Gleichzeitig widerspricht der Fund bisherigen Vorstellungen, dass Spinosaurier primär küstennahe Lebensräume bevorzugten.

Spinosaurus mirabilis lebte offenbar weit im Landesinneren, bis zu 1.000 Kilometer von der damaligen Küstenlinie entfernt, in einem von Flusssystemen durchzogenen Waldgebiet. Statt ein Meeresräuber zu sein, war er vermutlich ein Wat- und Uferjäger in ausgedehnten Flusslandschaften. Gemeinsam mit dem Paläontologen Maximilian Kellermann, der bereits zuvor zu Gast war, ordnen wir die Entdeckung in die Evolution von Spinosaurus ein - eine Geschichte die noch lange nicht vollständig erzählt ist!

Hier die angesprochene Folge von "Weird & Death": https://open.spotify.com/episode/5aQReacYXcFN6Qypul1Hqu?si=dfLQeYx8SQyFl3ISGrczSA

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20. Pelagornithidae – Die größten Vögel, die jemals den Himmel beherrschten20 Feb 202601:01:14

Mit Flügelspannweiten von über fünf Metern gehörten die Pelagornithidae zu den imposantesten und größten Vögeln, die jemals geflogen sind. Diese sogenannten Pseudozahnvögel überflogen vom Paläozän bis zum Pliozän alle Ozeane und Meere der Welt. Charakteristisch waren ihre knöchernen, zahnähnlichen Fortsätze am Schnabel – eine spektakuläre Anpassung an das Leben als Hochseejäger.

Mit dem Paläornithologen und Ornithologen Gerald Mayr blicken wir auf eine faszinierende Vogelfamilie, die erst vor wenigen Millionen Jahren verschwunden ist, und auf die Frage: Wie konnten Vögel wie Pelagornis chilensis, eine Art aus dem Miozän Chiles, beschrieben von Mayr, mit einer Flügelspannweite von rund 17 Fuß – also über fünf Metern – eigentlich fliegen?

Hier findet ihr den Link zum angesprochenen Paper: https://royalsocietypublishing.org/rsos/article/13/2/251840/480278/The-largest-extinct-volant-bird-Pelagornis-could

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©Bildcopyright: Liz Bradford

19. Ammoniten – Evolutionäre Erfolgsgeschichte über 350 Millionen Jahre13 Feb 202601:14:55

Über mehr als 350 Millionen Jahre hinweg prägten Ammoniten die Weltmeere und entwickelten sich zu einer der erfolgreichsten Tiergruppen der Erdgeschichte. Ihre charakteristischen spiraligen Gehäuse sind heute Leitfossilien der Paläontologie und erlauben detaillierte Einblicke in Evolution, Umweltveränderungen und Massenaussterben.

Zusammen mit Paläontologe René Hoffmann von der Ruhr-Universität Bochum werfen wir einen genaueren Blick auf den Körperbau der Ammoniten. Wie funktionierte ihre Schwimmtechnik? Warum entwickelten Ammoniten eine solche Vielfalt an Gestalten, von glatt bis extrem ornamentiert? Und hatten Ammoniten vielleicht einen Tintenbeutel, so wie heutige Kopffüßer?

Den Trailer zu "Ammoniten - Schönheit gebannt in Stein" gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=NYzivam--1M

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18. Plesiosaurier – Mit langen Hälsen durch die Meere der Vorzeit06 Feb 202601:04:13

Mit ihrem langen Hals, dem kleinen Kopf und vier paddelartigen Flossen gehören Plesiosaurier zu den bekanntesten Meeresreptilien der Erdgeschichte. Ihr ungewöhnlicher Körperbau machte sie perfekt an das Leben im offenen Ozean angepasst – und wirft bis heute Fragen zur Fortbewegung, Jagdstrategie und Ernährung auf. Von schnellen Kurzhalstypen bis zu langhalsigen Formen mit dutzenden Halswirbeln zeigt diese Gruppe eine bemerkenswerte Vielfalt.

Die wissenschaftliche Entdeckung der Plesiosaurier ist eng mit der Fossiliensammlerin Mary Anning verbunden, die im 19. Jahrhundert einige der ersten spektakulären Skelette an der englischen Jurassic Coast fand. Heute werden Plesiosaurier auf der ganzen Welt entdeckt, auch bei uns in Deutschland. Gemeinsam mit Paläontologe Sven Sachs schauen wir uns heute bei Paläotalk Körperbau, Lebensweise, Ernährungsstrategien und die vier westfälischen Plesiosaurier an, die zum Fossil des Jahres 2026 ernannt wurden.

Mehr zu Sven findet ihr auf seiner Website: https://www.sachspal.de/de/startseite/

Infos zu den vier westfälischen Plesiosauriern gibt es hingegen hier: https://www.palaeontologische-gesellschaft.de/ueber-uns/fossil-des-jahres

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17. Beißkraft – Wie Paläontologen Kräfte aus Fossilien berechnen30 Jan 202600:44:47

Wie stark konnte ein Dinosaurier wirklich zubeißen? Und wie lassen sich Kräfte messen, die seit Millionen von Jahren nicht mehr wirken? Die Rekonstruktion von Beißkräften gehört heute zu den zentralen Fragen der funktionellen Paläontologie – und ist zugleich ein Paradebeispiel dafür, wie moderne Technik die Fossilforschung verändert.

Mithilfe computergestützter Modelle, biomechanischer Analysen und digital rekonstruierter Schädel berechnet Wirbeltierpaläontologe Stephan Lautenschlager, Senior Lecturer für Paläobiologie an der University of Birmingham, Belastungen, Muskelkräfte und Bewegungsabläufe ausgestorbener Wirbeltiere. So wird sichtbar, wie sich Form und Funktion im Laufe der Evolution bei Dinosauriern entwickelt haben.

Schaut auch gerne mal bei Stephan vorbei: https://stephanlautenschlager.com

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©Bildcopyright: Stephan Lautenschlager

16. Tameryraptor markgrafi - Ein neuer, alter Carcharodontosaurus aus Ägypten16 Jan 202600:30:36

Auf über 80 Jahre alten Archivfotos haben Paläontologen die Überreste eines riesigen, bislang unbekannten Raubdinosauriers aus Ägypten identifiziert. Sein Originalskelett wurde im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff zerstört – und so hielt man den Räuber lange Zeit für den bekannten Carcharodontosaurus. Erst die erneute Analyse des Bildmaterials brachte seine wahre Identität ans Licht!

Paläontologe Maximilian Kellermann hat sich während seiner Masterarbeit an die alten Fotos von den zerstörten Fossilien drangesetzt und nebenbei eine ganz neue eigene Carcharodontosaurus-Art beschrieben: ⁠Tameryraptor⁠, der „Räuber aus dem geliebten Land“.

Das Paper zu Tameryraptor: https://www.researchgate.net/publication/388003458_Re-evaluation_of_the_Bahariya_Formation_carcharodontosaurid_Dinosauria_Theropoda_and_its_implications_for_allosauroid_phylogeny

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©Bildcopyright: Joschua Knüppe

15. Fayolia sterzeliana – Von Haieikapseln und dem Fossil des Jahres 202501 Jan 202600:47:55

Unspektakulär klein und doch von großer Bedeutung: Fossile Haieikapseln liefern seltene Einblicke in die frühe Evolution der Knorpelfische. Mit Fayolia sterzeliana wurde 2025 ein solches Fossil zum „Fossil des Jahres“ gekürt – ausgezeichnet von der Paläontologischen Gesellschaft für seine außergewöhnliche wissenschaftliche Aussagekraft. Der Fund stammt aus dem Unterkarbon von Chemnitz-Borna und Chemnitz-Glösa und ist rund 330 Millionen Jahre alt.

Die Eikapseln stammen von mindestens zwei verschiedenen Arten früher Süßwasserhaie und stellen die bislang ältesten bekannten Fossilien dieses Typs dar. Gemeinsam mit dem Paläontologen und Hai-Experten Jan Fischer sprechen wir heute über die Bedeutung von Fayolia sterzeliana, über die Vielfalt fossiler Hai-Eikapseln und darüber, warum diese seltenen Fossilien häufig mit Pflanzenresten verwechselt werden.

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©Bildcopyright: Museum für Naturkunde Chemnitz

14. Partula-Baumschnecken – In der Natur ausgestorbene Arten26 Dec 202500:45:22

Partula-Baumschnecken galten in der Natur als ausgestorben – heute sind sie ein Symbol für internationalen Artenschutz. Seit 2021 beteiligt sich der ⁠Zoo Schweri⁠n gemeinsam mit dem Grünen Zoo Wuppertal am europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der ⁠Moorea-Baumschnecke⁠. Bereits über 6.000 Tiere wurden aus verschiedenen Zoos zurück nach Französisch-Polynesien gebracht – darunter mehrere Hundert aus Schwerin. Nach einer erfolgreichen Auswilderung im Herbst 2024 folgte nun die nächste Rückkehr in die Heimat der Schnecken.

Doch warum verschwanden die Tiere überhaupt? Invasive Arten wie die Rosige Wolfsschnecke haben seit den 1960er-Jahren fast alle der ursprünglich 51 Partula-Arten vernichtet – mindestens 29 gelten heute als ausgestorben. Welche Rolle zoologische Einrichtungen beim Schutz dieser einzigartigen Schnecken spielen, wie Wiederansiedlungen in Moorea ablaufen und warum Arten überhaupt in der Natur aussterben, dazu Sabrina Höft, Kuratorin im Zoo Schwerin.

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©Bildcopyright: Zoo Schwerin

13. Makrodactylus – Ein neuer Flugsaurier aus der Mörnsheim Formation 19 Dec 202500:43:15

Auf den ersten Blick wirkt er wie ein weiterer Flugsaurier aus der Mörnsheim-Formation – doch Makrodactylus entpuppt sich als überraschend eigenständiger Neuzugang. Erst vor wenigen Wochen wissenschaftlich beschrieben, zeichnet sich dieser Flugsaurier durch eine lange, schmale Schnauze und den namensgebenden verlängerten Finger aus. Bekannt ist die Gattung bislang nur durch eine einzige Art, Makrodactylus oligodontus. Grundlage der Beschreibung sind ein bereits 2014 entdeckter Teilschädel sowie das Skelett eines ausgewachsenen Exemplars.

Der Fund reiht sich einweitere Neuentdeckungen und Beschreibungen des Jahres 2025, darunter Tameryraptor, Mirasaura, Plesionectes – und nicht zuletzt Nanotyrannus. Gemeinsam mit dem Paläontologen und Paläoartist Frederik Spindler schauen wir uns die neu beschriebene Art einmal ganz genau an, wie Mörnsheim während der Jurazeit aussah und welche weiteren Flugsaurier hier kreisten.

Mehr von Frederiks Arbeit und Palaeonavix findet ihr hier: https://www.palaeonavix.org/index.php

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©Bildcopyright: Hone et al.

12. Höhlenbär – Mehr als nur ein großer, pflanzenfressender Braunbär12 Dec 202500:40:37

Höhlenbären waren eindrucksvolle, riesige und ikonische Bewohner der letzten Eiszeit. Ihre Überreste finden sich zahlreich in europäischen Höhlen, doch viele Fragen sind bis heute ungeklärt: Wie lebten diese Pflanzenfresser tatsächlich? Warum zogen sie sich so häufig in Höhlen zurück? Und was führte schließlich zu ihrem Aussterben am Ende des Pleistozäns?

Neue Forschungen zeichnen ein komplexeres Bild: vom saisonalen Verhalten über die Ernährung bis hin zu den Wechselwirkungen mit frühen Menschen, die denselben Lebensraum nutzten. Molekulare Analysen und moderne Vergleichsstudien verändern zudem unser Verständnis davon, wie flexibel – oder eben empfindlich – Höhlenbären auf Umweltveränderungen reagierten. Mit Paläontologin Anneke van Heteren beleuchten wir in dieser Folge Paläotalk, was aktuelle Studien über Biologie, Verhalten und Evolution der Höhlenbären verraten.

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©Bildcopyright: Joschua Knüppe

11. Prehistoric Planet: Ice Age – Vom Big Freeze zum Big Melt02 Dec 202502:07:24

„Prehistoric Planet: Ice Age“⁠ ist ein groß angelegtes neues Kapitel der preisgekrönten Naturdokumentationsreihe der Executive Producer Jon Favreau und Mike Gunton. Die fünfteilige Serie, die weltweit am 26. November 2025 startete, entführt uns in eine dramatische neue Ära der prähistorischen Geschichte – Millionen Jahre nach dem Aussterben der Dinosaurier. Es ist eine Zeit, geprägt von Eis, einem unerbittlichen Kampf ums Überleben und dem Aufstieg einer neuen Generation von Giganten: der ikonischen Megafauna.

Die Dokumentation zeigt spektakuläre Lebensräume und deren Bewohner und bietet ein Erlebnis, wie es zuvor noch keines gab. Von riesigen Wollmammuts bis zu scheuen Schneefaultieren, von furchteinflößenden Säbelzahnkatzen bis hin zu widerstandsfähigen Zwerg­elefanten (die nur rund 90 cm groß wurden) enthüllt die Serie epische Überlebenskämpfe und überraschende Geschichten jener Tiere, die einst die Eiszeit beherrschten. Wir bereisen weite Tundren, karge Wüsten, wachsende Graslandschaften und tauenden Permafrost, während diese Kreaturen in einer Welt extremer Klimabedingungen, wandelnder Landschaften und dem Einsetzen der „Großen Eiszeit“ – und schließlich der „Großen Schmelze“ – ums Überleben ringen.

Gemeinsam mit ⁠Palaeoartist Joschua Knüppe⁠ werfen wir einen Blick auf alle fünf Episoden, sprechen über die darin gezeigten Tiere, ordnen die wissenschaftlichen Erkenntnisse ein und diskutieren über eine mögliche Fortsetzung in Form einer vierten Staffel.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt auf „Prehistoric Planet: Ice Age“, dann gibt es hier den Link zu ⁠Apple TV+⁠.

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©Bildcopyright: Apple TV

10. Neandertaler – Unsere nächsten ausgestorbenen Verwandten28 Nov 202500:37:29

Sie sind unsere nächsten ausgestorbenen Verwandten – die Neandertaler. Jahrtausende lang teilten sie sich mit uns den europäischen Kontinent, hinterließen Werkzeuge und Kunst. Ihr Ruf schwankt bis heute zwischen „primitiven Höhlenmenschen“ und hochentwickelten Jägern, die uns in vielerlei Hinsicht ähnlicher waren, als lange gedacht.

Doch wer waren die Neandertaler wirklich? Anthropologe Dustin Welper vom ⁠⁠Neanderthal Museum⁠⁠ in Mettmann nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit, zu einer Menschenform, die längst verschwunden ist und doch in uns weiterlebt. Denn in jedem von uns steckt noch ein Teil Neandertaler-DNA!

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©Bildcopyright: Neanderthal Museum

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