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Explore every episode of the podcast NDR Kultur - Glaubenssachen

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Von heiligen Hainen und biblischen Bäumen - Der Wald als Fluchtpunkt im Grünen18 oct. 202600:19:59
Der Wald wird geliebt, bedrängt und verklärt - als Rückzugsort und Seelenlandschaft, als Symbol der Hoffnung und als Indikator für den Klimawandel. Im Märchen ist er auch ein Ort des Unheimlichen. Bäume haben ihren Platz in der Bibel, in Mythen, Erzählungen und in der Kunst. Ihre Blätter spenden Schatten und färben im Herbst die Landschaft ein. Von ihren Baumkronen bis zu den verzweigten Wurzeln sind die Bäume miteinander vernetzt, der Wald gilt heute auch als Sinnbild für eine funktionierende Gemeinschaft.
Religion und Literatur - Wie halten wir's mit beiden?11 oct. 202600:21:09
Am 11. Oktober endet die diesjährige Frankfurter Buchmesse. Im Vorjahr waren 4.350 ausstellende Unternehmen beteiligt und es gab 3.500 Veranstaltungen im Fach- und Publikumsprogramm. Allein 238.000 Besucherinnen und Besucher waren vor Ort, die Mitarbeitenden der Verlage und der Medien noch nicht mal mitgerechnet. Zahlen sind das eine. Doch welchen Stellenwert nimmt die Literatur im Land der Dichter und Denker wirklich ein? Und: Welche Rolle spielt dabei die Religion?
Der Schatten der Armut - Franz von Assisi und die Erfindung eines Heiligen04 oct. 202600:21:10
Kaum ein mittelalterlicher Heiliger ist so populär wie Franz von Assisi. Er gilt als Prediger radikaler Armut, als Freund der Tiere und Poet der Schöpfung. Doch das vertraute Bild ist das Ergebnis vieler Deutungen. Seit Jahrhunderten wird Franziskus für unterschiedliche Anliegen in Anspruch genommen. Sein 800. Todestag ist Anlass für einen kritischen Blick auf diese Deutungen. Wie konnte aus einem unbequemen Armen eine Ikone der Heiligkeit werden? Und was bleibt von seinem ursprünglichen Charisma, wenn sich Papst und Kirche, Umweltbewegung und sogar Politik bis heute auf seinen Namen berufen?
Und niemand ruft: Herein! Über die Einsamkeit in unserer Gesellschaft27 sept. 202600:20:46
Der Mensch ist ein geselliges Tier, sagt Aristoteles. Doch zunehmend einsam steht er in der Welt und keiner ruft: Herein! Einsamkeit ist ein bedrückendes Thema in modernen Gesellschaften. Die Bundesregierung veröffentlicht „Strategien gegen die Einsamkeit,“ 80 Prozent aller Hilfesuchenden bei der Telefonseelsorge fühlen sich einsam. Einsamkeit macht seelisch und körperlich krank. Denn Menschen, junge und alte, wollen einander sehen und gesehen werden, sie wollen dazugehören. Darum brauchen wir viele gute Geschichten, die davon erzählen, wie Menschen einander die Türen öffnen und rufen: Herein.
Die ewig aktuelle Frage der Theodizee - Warum lässt Gott Leid zu?20 sept. 202600:21:36
Seit der Antike beschäftigt Philosophen und Theologen die Frage, wie sich der Glaube an einen guten, gerechten und allmächtigen Gott mit der Erfahrung des Leids sowie des Bösen vereinbaren lässt. Denker wie Augustinus, Leibniz oder Kant haben sich mit diesem existentiellen Problem auseinandergesetzt. Das millionenfache Leiden von Unschuldigen ist intellektuell schwer zu fassen und zu ertragen. Die Antwortversuche auf die Theodizee-Frage sind vielfältig und unterschiedlich.  Ein Beispiel dafür ist der 2023 verstorbene amerikanische Rabbi Harold Kushner. Welche Antwort hat er für sich gefunden?
Das Abgleiten in die digitale Einsamkeit - Und was hat Gott damit zu tun?13 sept. 202600:19:45
Mithilfe von ChatGPT lässt sich eine Unterhaltung über alle Arten von Lebensfragen führen. Sind Menschen aber vollkommen allein mit Chatbots, gesprächsfähigen Robotern, gleiten sie jedoch unmerklich in die Einsamkeit einer Als-ob-Welt. Es ist, als ob die Stimme, die mit mir spricht, wirklich sie meint. Steht aber eine schwierige Situation im wahren Leben an, ist niemand an ihrer Seite, der real ihre Hand hält. Was bedeutet das für die Religion? Was ist der Nutzen, was sind die Gefahren der neuen Möglichkeiten? Auch der Papst versucht in seiner ersten Enzyklika beiden Seiten gerecht zu werden.
Verdammt zum Konflikt oder zum Frieden? Der 11. September und die Religionen06 sept. 202600:21:27
Es war eine Zeitenwende: Das 21. Jahrhundert begann mit einem fürchterlichen Anschlag. Terroristen steuerten am 11. September 2001 gekaperte Flugzeuge ins World Trade Center in New York und ins Pentagon in Washington. 25 Jahre ist das nun schon her. Doch die Politik der USA, die Lage im Nahen Osten und auch unsere Gegenwart werden durch die Ereignisse bis heute geprägt. Vielleicht wäre Donald Trump ohne den 11. September nicht zweimal zum Präsidenten der USA gewählt worden. Und die Religionen? Auch sie müssen sich den Herausforderungen einer Welt stellen, die ohne 9/11 eine andere wäre.
Wer baute den Turm von Babel - Die Geschichte eines Missverständnisses30 août 202600:21:08
Wer baute den fantastischen Turm von Babel? Ein verrückter König, der Gott entthronen wollte? Oder fromme Priester, die ihn auf die Erde holen wollten? Oder gab es ihn gar nicht, ist er nichts als ein Mythos? Vielleicht erzählt die Bibel nur die Geschichte eines grandiosen Missverständnisses. Und was ist mit der „babylonischen Sprachverwirrung“? In der Bibel steht auch eine Anti-Geschichte: Beim Pfingstwunder verstand jeder den anderen. Kommunikation, Verständigung, Empathie statt Zerstreuung und Machtpolitik. Es geht bei der alten Geschichte von Babel also auch um eine aktuelle Botschaft.
Natur-Frömmigkeit - Wie der Glaube an den Schöpfer mit der Ehrfurcht vor der Schöpfung zusammenhängt23 août 202600:19:46
Die menschliche Zivilisation bedroht das Leben auf der Erde. Da stellt sich auch die Frage nach den spirituellen Quellen, aus denen man Inspirationen für einen anderen Umgang mit dieser Welt schöpfen könnte. Was führt in eine dringend notwendige Ehrfurcht vor dem Leben? Was zeigt die Kostbarkeit, die Schönheit und den unbedingten Sinn allen nicht-menschlichen Lebens? Der christliche Glaube hält Impulse für eine heutige Natur-Frömmigkeit bereit - nicht nur im biblischen Ursprungszeugnis, sondern auch in seiner Geschichte und Gegenwart.
Frisch und immer weiter - Über Quellen der Zuversicht16 août 202600:18:23
In unserer Zeit fällt es vielen Menschen schwer, zuversichtlich zu sein. Damit ist nicht gemeint, dass man hofft, dass alles gut wird. Das wäre purer Optimismus. Zuversicht steht für etwas anderes. Mit Zuversicht lassen sich auch Rückschläge und schwierige Phasen überstehen. Die globalen Krisen, die Unvernunft der Menschen und die Ausbeutung der Ressourcen dieser Welt fordern uns heraus. Vielerorts schwindet Hoffnung, Sorgen nehmen zu. Zuversicht aber geht über bloße Fakten und Statistiken des Niedergangs hinaus. Die Frage stellt sich also, woraus sich Zuversicht speist, und wo ihre Quellen sind.
Poesie als Zwischenstopp - Eine religiöse Spurensuche in der Stadt09 août 202600:21:06
Stark besuchte Sehenswürdigkeiten und vergessene Ecken, Gedränge und Einsamkeit, Lärm und Stille – die Stadt mit ihren Gegensätzen ist ein Raum voller Zwischentöne. In der Theologie ist auch von „impliziter Religiosität“ die Rede. Autoren mit Sinn fürs Biblische, Großstadtlyrikerinnen der Moderne und zeitgenössische Poeten nehmen das urbane Leben in den Blick. Und mancherorts finden sich sogar Gedichte mittendrin: als Zwischenstopps an Bushaltestellen, an Hauswänden und Kirchtürmen. Denn unterwegs geht es oft auch um die Suche nach Trost und Sinn.
Mensch und Krise - Mit der Welt verbunden02 août 202600:20:00
Man möchte die Krisen und Kriege manchmal einfach aussperren. Ihnen den Zutritt verweigern in Kopf, Herz und Seele. Manchmal gelingt das: Augen zu, Schotten dicht, die Welt bleibt draußen. Aber nur kurz: Unsere Existenz ist mit der ganzen Erde verwoben, vom Kaffee aus Guatemala über den Treibstoff aus Saudi Arabien bis zu den Erdbeeren vom benachbarten Feld. Mehr noch als körperlich sind wir geistig von der Welt abhängig, von den Denkerinnen und Denkern der Jahrtausende, von den Worten der Religionen. Zudem: Krisen können manchmal wertvolle Gedanken hervorbringen, die uns weiterhelfen.
Zwischen Emoji und Ekstase - Das Herz als menschliches und religiöses Ursymbol26 juil. 202600:20:36
Herzen leuchten auf Smartphone-Displays oder im Video-Chat, stehen für Zustimmung in sozialen Medien und sind allgegenwärtig in der Popkultur. Doch schon lange bevor es zum Emoji wird, ist das Herz ein zentrales Symbol religiöser Erfahrung. Die biblische Tradition spricht vom Herzen als innerstem Zentrum des Menschen. Die katholische Frömmigkeit sieht im Herzen Jesu eine Ikone göttlicher Liebe. Es lohnt sich, der Symbolkraft dieses Bildes nachzugehen und auch zu fragen, was das alte Zeichen Menschen heute noch sagen kann.
Teufelsgefühle - Der Neid als Sünde und Sozialverfehlung19 juil. 202600:20:00
Der Neid wird zu den sieben Todsünden gezählt und gilt in allen Kulturen als sozialschädliches Gefühl. Zugleich ist er durch und durch gesellschaftlich und nährt sich vom Vergleich. Wie sollte der Mensch ohne Mitmenschen zum Neider werden? Deshalb kann Neid auch ein Warnmelder bei tatsächlichen Ungerechtigkeiten sein. Umgekehrt ruft Kritik an sozialen Missständen reflexartig Neidvorwürfe hervor. Was unterscheidet den Neid von der Missgunst oder der Eifersucht? Wie lassen sich Neidimpulse, die auch das Leben der Neidenden vergiften, gesellschaftlich beherrschen und persönlich verkraften?
Zu Tisch! Wie gemeinsame Mahlzeiten Kultur und Gastfreundschaft bilden12 juil. 202600:20:42
Die Tischgemeinschaft ist von alters her Ausdruck humaner Kultur. Gemeinsam das Brot zu brechen, die Speisen miteinander zu teilen, fördert den Zusammenhalt. Die kleinste Zelle, in der das geschieht, ist die Familie; sie pflanzt sich fort in alle Gemeinschaften von Freunden oder Gruppierungen bis hin zu jenen politischen Ritualen der Gastfreundschaft, die dem Abbau feindseliger Absichten und dem Ausgleich der Interessen gelten. Zahllose Beispiele aus Kultur- und Religionsgeschichte erzählen davon und lassen uns fragen, wie weit die alten Tisch-Rituale und Sitten auch heute noch gültig sind.
Damit die Bibel kein Wortmuseum wird - 20 Jahre Bibel in gerechter Sprache05 juil. 202600:19:58
Die Bibel ist wichtig, aber nur etwa 4-5% der Bevölkerung lesen täglich in der Bibel und über 50 % tun das nie. Haben die Jahrtausende alten Schriften noch Relevanz in der Welt des 21. Jahrhunderts? Viele biblische Texte sind im Kontext politischer Konflikte und existentieller Krisen entstanden. Bibellesen kann Hoffnung stärken und Menschen resilienter machen. Die Bibel in gerechter Sprache ist 2006 erschienen – als ein Versuch, die Aktualität der biblischen Texte durch eine moderne und zugleich wissenschaftlich verantwortete Übersetzung neu zum Sprechen zu bringen.
Damit die Bibel kein Wortmuseum wird - 20 Jahre Bibel in gerechter Sprache05 juil. 202600:19:59
Die Bibel ist für Christinnen und Christen wichtig, aber nur etwa 4 - 5% der Bevölkerung lesen täglich in der Bibel und über 50% tun das nie. Haben die Jahrtausende alten Schriften noch Relevanz in der Welt des 21. Jahrhunderts?
250 Jahre USA - God's own country?28 juin 202600:19:53
1776 wurden die Vereinigten Staaten von Amerika gegründet. Der damals in Europa vielerorts vorherrschenden religiösen Bevormundung sollte eine freie Gesellschaft entgegengesetzt werden, in der es Platz für Anhänger aller Religionen gab sowie für Menschen ohne religiöse Überzeugungen. Trotz zahlreicher Säkularisierungsschübe scheinen in den USA jedoch religiöse Überzeugungen immer wichtiger zu werden, sowohl in evangelikalen Kreisen als auch unter konservativen Katholiken. Wie steht es um das Verhältnis von Staat und Religion in den USA?
Brennender Dornbusch, Göttergabe und Johannisfeuer - Über die paradoxe Kraft des Feuers21 juin 202600:19:58
Ob im Mythos, in der Bibel, in Relikten heidnischer Bräuche oder der Realität: Feuer, von Prometheus einst den Göttern geraubt und den Menschen zugleich mit Künsten und Kultur geschenkt, wird noch immer von Dichtern oder im Popsong beschworen und besungen und zieht uns alle in den Bann. Mächtige Gegenwart Gottes, auch des göttlichen Gerichts, reinigende Kraft, tröstliche Licht- und Wärmequelle:  Wir nähern uns mit Furcht und Ehrfurcht – und einem Funken Humor.
Vom Göttlichen ergriffen - Über Fußball und Religion14 juin 202600:19:56
Zu den meistbeschworenen und rätselhaftesten Akteuren im Stadion gehört der „Fußballgott“: die Instanz, die der Fan anbetet und verflucht, der er abschwört und doch stets wieder aufs Neue seine Treue versichert, fast wie im „richtigen“ Leben. Kein Zweifel: Fußball ist ein Tummelplatz quasireligiöser Emotionen, was sich ja schon am Begriff „Fan“ zeigt: „Fanaticus“ bedeutet im Ursprung „vom Göttlichen ergriffen“. Zum Beginn der von ganz weltlichen Kräften ausgerichteten WM fragen wir uns: Was macht Fußball für viele Menschen zu einer Religion?
Der 'Architekt Gottes' - Antoni Gaudí und sein Meisterwerk: die Sagrada Família07 juin 202600:19:59
Der 100. Todestag Antoni Gaudís jährt sich am 10.6.2026. Der katalanische Architekt übernahm vor über 140 Jahren die Bauleitung eines der beeindruckendsten Sakralbauten: Der ‚Sagrada Família‘ in Barcelona. Gaudí wurde durch sein Schaffen zum gläubigen Katholiken, dies prägte seine Architektur. Er wollte den Glauben bildhaft darstellen und verbreiten, wobei er seine Inspirationen aus der Natur bezog, indem er ihre floralen und fließenden Formen übernahm. Diese einzigartige Sehenswürdigkeit zieht jährlich Millionen von Besuchern an.
"... als das Wünschen noch geholfen hat" - Vom Sinn des Betens31 mai 202600:19:38
Mit dem Glauben an einen personalen Gott ist auch das Beten in die Krise geraten, das Danken und mehr noch das Bitten. Ist es bestenfalls doch nur ein Selbstgespräch auf höherem Niveau, ohne wirkliches Gegenüber und besondere Adresse? Können Bitten von Gott erhört werden, und wie zeigt sich das? „Alles ins Gebet nehmen“, ist die Musik christlichen Glaubens. Wie ist das intellektuell und spirituell redlich zu sagen – und zu leben? Jedenfalls lässt der der nüchterne Blick in Biografie und Alltag, in die aktuellen Verhältnisse viele Wünsche offen: wohin damit?
"Kann uns doch kein Tod nicht töten" - Vor 350 Jahren starb der Liederdichter Paul Gerhardt24 mai 202600:23:32
In Paul Gerhardts 152 Liedern und Hymnen stehen zeitlos frische Bilder neben sentimentalen Ohrwürmern. Aber nicht nur Dietrich Bonhoeffer in seiner Todeszelle entdeckte in diesen Texten eine rebellische Energie und ein stürmisches Gottvertrauen. Geschrieben wurden sie vor dem Hintergrund des verheerenden Dreißigjährigen Krieges und einer tragischen Familiengeschichte. Was hat uns Paul Gerhardt heute noch zu sagen?
Zwischen Zeitansage und Zukunftssorgen - Der Katholikentag in Würzburg17 mai 202600:19:52
Es ist ein Christentreffen in herausfordernden Zeiten: Kriege, Krisen und Konflikte kennzeichnen die Gegenwart. Christinnen und Christen können davor nicht die Augen verschließen, aber eben auch nicht einfach beim bloßen Beklagen der schwierigen Lage stehenbleiben. Welche Hoffnungssignale können von dem Katholikentag in diesem Jahr ausgehen? Innerkirchliche Reformthemen spielen sicher eine Rolle, die Synodalität, der Glaube als Kraftquelle, der Wunsch nach Zuversicht trotz Zukunftssorgen. Das Leitwort des Katholikentags lautet: „Hab Mut, steh auf“! Gelingt der Aufbruch?
Mit Harfe, Laute und Posaune: das Himmelsorchester - Über die Instrumente in der Bibel10 mai 202600:22:40
So stellen wir uns den Himmel vor: Um den Thron der Heiligen Dreifaltigkeit herum die Heerschar der Engel, die vielgeflügelten Cherubim und Seraphim mit ihren Harfen, Lauten und Posaunen, sowie die Schar der Erlösten – den unendlichen Himmelsraum erfüllend mit ewigem Halleluja. Ein Himmelsorchester, dessen vielzählige Instrumente an vielen Stellen in der Bibel erklingen: im Buch Mose, in den Psalmen, in der Offenbarung. Meist zum Lobe des Herrn, aber auch zu Mahnung und Aufbruch und Krieg. Folgen wir diesen Ton- und Bildspuren. Was erzählen sie uns? Wo und wie erklingen sie noch heute?
Seelenpost im Schneckentempo - Von der vergessenen Kunst des Briefeschreibens03 mai 202600:20:01
Berühmte Autorinnen und Autoren pflegten Brieffreundschaften mit literarischem Mehrwert, die Apostel hielten mit Briefen und Segensformeln die verstreuten christlichen Gemeinden zusammen.
Echnaton, Stonehenge und die Esoteriker - Warum Sonnenkulte zeitlos sind26 avr. 202600:19:54
Durch das "Sonnentor" von Stonehenge strömt jedes Jahr zur Sommersonnenwende ein strahlendes Lichtmeer. Die Römer verehrten die "unbesiegte Sonne" also Gott, im Christentum ist die Sonne ein Symbol der Auferstehung.
Wie politisch soll oder darf eine Predigt sein? Über eine uralte Streitfrage19 avr. 202600:22:07
Über Gottesdienste wird öffentlich nicht gesprochen. Es sein denn, eine Predigt war besonders politisch. Oder sie wurde als politisch wahrgenommen. Dann geht es hoch her. Aber was ist mit „politische Predigt eigentlich gemeint? Dazu findet man in der langen Geschichte des Christentums viele, widersprüchliche Antworten. Deshalb kann angesichts aktueller Erregungen eine historische und theologische Orientierung nicht schaden.
Gott? Die ewige Gretchenfrage - Über Erkennen, Glauben und Beten in aufgeklärten Zeiten12 avr. 202600:20:00
Christliche Theologen und Geistliche können ins Stammeln geraten bei der Frage „Gibt es Gott?“ Manche retten sich in Umschreibungen, etwa vom „Allmächtigen“ und „Allgütigen“ bis zu Abstraktionen: Gott sei „das Ganze“ oder „die Wahrheit“ oder „die Natur“. Aber bei aller Aufgeklärtheit schleicht sich in unser Leben immer wieder die verlorene Gestalt eines personalen Gottes. Aber wen oder was können wir meinen, wenn wir uns wieder einmal bei einem „Oh Gott“-Ausruf ertappen? Ist er mehr und anderes als die Verinnerlichung schützender und strafender Väter? Oder: ist die Frage falsch gestellt? 
Wenn Ostern passiert - Annäherungen an ein Mysterium05 avr. 202600:22:44
Ex oriente lux. Aus dem Orient, aus dem Osten kommt das Licht. Die meisten Kirchen sind geostet, damit sich durch die Altarfenster die Morgensonne bricht. Mehr noch: jeder Sonntags-Gottesdienst will an den Tag des HERRN erinnern, an die Auferstehung Christi. Ostern statt Western. Glaubt das noch jemand? Ja, manchmal stehen wir auf – zur Auferstehung, mitten am Tage, wie es bei der Schriftstellerin Marie Luise Kaschnitz heißt. Doch ist Auferstehung nicht viel mehr? Wie das heute bezeugen? Was sprengt die Fesseln des Todes und unsere Todesangst? Da muss man wohl tief ins Grab schauen.  
Unter dem Kreuz - Maria Magdalena: eine Figur am Rand der Erlösung03 avr. 202600:20:00
Kaum eine biblische Gestalt ist so gegensätzlich gedeutet worden wie Maria Magdalena: als Sünderin und Heilige, als Vertraute, ja Geliebte Jesu und als erste Zeugin des Ostermorgens. Der Essay richtet den Blick auf einen früheren Moment. In den Erzählungen vom Karfreitag erscheint Maria Magdalena als eine Frau ohne Stimme, an einem Ort, an dem alle Hoffnung zerbricht. Es lohnt sich, von hier aus die späteren Deutungen dieser Frau zu verfolgen. Und zu fragen, was ihre Präsenz unter dem Kreuz für heute bedeuten könnte. Für eine Zeit, die das Schweigen schwer aushält.
Wer einmal lügt - Wie weit man auf dem Weg der Wahrheit mit kurzen Beinen kommt29 mars 202600:19:58
Die Lüge gehört zum Alltag der Menschen. Sie ist ein Manipulationsinstrument, im Großen wie im Kleinen und auch ein Mittel, Macht auszuüben. Andererseits lügt man oft, um andere zu schonen, sie nicht zu verletzen. Aber auch in diesem Fall stellt der Lügner sich über den anderen Menschen. Die Lüge trennt die Menschen und nicht zufällig sagt denn auch Jesus: „Ich bin die Wahrheit“, und entwirft damit das Bild einer Welt ohne Manipulation. Der Essay analysiert die soziale, psychologische und kulturelle Funktion der Lüge und versucht, den spirituellen Kern des achten Gebots herauszuarbeiten.
Freiheit unter Druck22 mars 202600:19:58
Alle wollen sie, aber jede und jeder versteht etwas anderes darunter: Freiheit. Ex-Kanzlerin Angela Merkel hat sogar ihre Memoiren so betitelt. Allerdings scheint der Konsens darüber zu schwinden, was Freiheit bedeutet: Ist Freiheit das Recht auf Hassrede? Macht sie Solidarität überflüssig? Rechtfertigt sie die Abwesenheit von Moral? Religiöse Menschen sagen, dass ihr Glaube sie frei mache – obwohl fast jede Religion das Befolgen von Regeln einfordert. Vor 500 Jahren setzten viele Christen ihre Hoffnungen auf persönliche und politische Freiheit auf die Reformation. Was ist davon geblieben?
Der abwesende Gott - Über das Böse15 mars 202600:19:59
Alt wie die Religionen selbst ist die Frage in ihnen, wie Leid und Unrecht, Schmerz und das Böse vereinbar sein können mit dem Gedanken einer Transzendenz, die den Menschen umfängt. Warum? Diese Frage scheint ins Wesen dessen zu gehören, was wir „Gott“ nennen. Dass ein allmächtiger Gott zugleich ein Liebender ist, will nicht zusammenzupassen mit den Erfahrungen von Bedrohung und Verletzung. Der Essay erkundet die biblischen und mythischen Erzählungen vom Ursprung des Bösen. Es sind Bilder und Geschichten, die auch aus eigenen Leiderfahrungen heraus Worte suchen, die trösten und verwandeln.  
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