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Explore every episode of the podcast Näh deinen Stil

Dive into the complete episode list for Näh deinen Stil. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.

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TitlePub. DateDuration
Style Story mit Anna Rischke | "Ich kreiere mir jetzt ein Flip-Flop Leben!"01 Jul 202400:42:56

Wie hat sich dein Stil im Verlauf deiner persönlichen Entwicklung verändert? Ein spannender Einblick in Anna Rischkes Gedanken zu ihrem Kleidungsstil und ein "Behind the Scenes" zu ihrem ersten Buch "Aloha! Wie du dich wieder in dein Leben verliebst".


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Alle Infos zu Näh deinen Stil:

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Eine gute Verarbeitung garantiert noch kein Lieblingsteil | mit Claudia Schäfer #16623 Jun 202400:34:16

Obwohl Claudia schon von Kindesbeinen an näht und dies sogar beruflich macht, war es eine Herausforderung für sie, Kleidungsstücke zu nähen, die sie auch wirklich liebend gerne trägt. Claudia berichtet in dieser Folge über ihre Entwicklung im Näh deinen Stil Club.

Claudias Onlineshop: https://www.claudia-schaefer.com/

Claudias Instagram: https://www.instagram.com/claudia.schaefer.taschen/

 

4 Elemente beim Nähen | Teil 2: Material02 Apr 202300:15:43

Der 2. Teil der 4-teiligen Serie rund um die Entscheidungsfindung für deine Nähprojekte. Mit dieser Serie möchte ich dazu inspirieren, deine Perspektive bei der Auswahl deiner Nähprojekte zu wechseln, damit du zukünftig noch mehr Freude beim Nähen UND Tragen deiner Kleidungsstücke hast. 

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Wann: 19. April um 19 Uhr

Wo: du erhältst durch deine Anmeldung einen Zoom-Link

Warum: um deinen Weg zu mehr handmade Lieblingsoutfits zu gehen, die du wirklich trägst

Kosten: 0 EUR

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Und wenn du einfach schön und selbstbewusst in deinen Farben strahlen möchtest, dann besuche unsere Farb-Fitterie. Denn dort kannst dir bequem, in nur wenigen Schritten von zu Hause deinen Farbfächer bestellen. 

Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe? Komm auf die Warteliste für den Näh deinen Stil Club.

Episode #64: Vom Hobby zum Business mit der Komplizin Dana Lübke28 Oct 201900:56:46

Herzlich einladen möchte ich dich zu meinem Info-Webinar über die Näh deinen Stil Camps 2020. Hier kannst du die Workshopleiterinnen live kennen lernen und deine Fragen stellen. Sei dabei - hier geht es zur Anmeldung.

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Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen. 

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Episode #63: Wie Schuhe und Accessoires dein Outfit besonders machen mit Stilberaterin Tanja Ficht (Teil 2)24 Oct 201900:25:40

Nachdem wir in Episode 62  mit Tanja auf die Kleidung und Schuhe der verschiedenen Stiltypen geschaut haben, geht es in der Fortsetzung unseres Gesprächs heute um Accessoires.

Welche Accessoires sind am wichtigsten?


Gürtel

Gürtel und Schuhe sollten farblich aufeinander abgestimmt sein und das Material des Gürtels zum Stiltypen passen. Wenn der Gürtel nicht zu sehen ist, ist das Material nicht so wichtig. Wird die Gürtelschlaufe betont, muss sie zum Stiltypen passen (eckig, gerundet, schlicht, matt, glänzend etc.). Grundsätzlich gilt, ein Gürtel passt, wenn er im dritten Loch geschlossen wird. Abgenutzte Gürtel (ausgeleierte Löcher, verkratzte Gürtelschnallen) und Schuhe sollten aussortiert werden.


Ketten und Anhänger

Der natürliche Typ kann Lederbänder, Muscheln, Türkise - alles was nicht perfekt ist, aber Formen und Materialien aus der Natur - tragen. Filzschmuck passt auch.

Der sinnlichen Frau stehen zarte verspielte Formen, Blütenanhänger, feine Kettenglieder, kleine Vögel.

Der klassische Stiltyp ist prädestiniert für die Perlenkette. Anhänger sollten eine rechteckige Form haben oder Ketten ohne Anhänger. Der Schmuck ist sehr hochwertig, Perlen oder echte Steine.

Der sportliche Typ ist eigentlich kein Schmucktyp. Wenn es Schmuck sein soll, dann aus glänzenden Materialien in geometrischen Formen, plakativ. Ihm steht z. B, eine funktionale Hightechuhr. Eine Kette ist nicht funktionell.


Echtschmuck versus Modeschmuck

Der klassische Typ sollte - wenn Modeschmuck - dann sehr hochwertigen Modeschmuck tragen, der nicht auf den ersten Blick als solcher zu erkennen ist.

Im Gegensatz dazu sollte beim sportlichen Typen der Modeschmuck als solcher erkennbar sein. Keine Repliken.

Zusammengefasst kann der natürliche Typ natürliche Materialien und Oberflächen tragen. Der sinnliche Typ sieht am besten mit filigranem, geschwungenem Material und Stoffen aus. Der klassische Typ trägt hochwertige, glatte, schlichte Materialien und der sportliche Typ Hightechmaterialien, Plastik, Reißverschlüsse und asymmetrische Muster.

Ich hoffe, ich konnte dir viele Inspirationen geben und du bekommst Lust, mit Accessoires zu exprimieren. Das Bewusstsein für Accessoires ist wichtig.

Liebe Tanja, vielen Dank für deine Unterstützung. Ich freue mich auf die nächste Runde mit dir.

Liebe Grüße

Elke

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PS: Wenn du Lust darauf hast, deine Nähprojekte mit mehr Plan anzugehen und heraus zu finden, welche Stilwelt zu dir passt, dann komme in unseren Club. Der Näh deinen Stil Club gibt dir die Möglichkeit ohne Zeitdruck und in einem angeleiteten strukturierten Prozess, deinen Stil zu nähen. Wir öffnen die Tore des Clubs wieder zum 26.12.2019. Was Teilnehmerinnen über den Club sagen und weitere Informationen über die Inhalte findest du hier.

Wenn du lieber live das Thema vertiefen möchtest, dann bist du herzlich eingeladen ein Ticket für ein Näh deinen Stil Camp zu buchen. In 2020 sind wir in 6 Städten Deutschlands und sicher auch in deiner Nähe. Verbringe ein ganzes Wochenende unter Gleichgesinnten, nähe, tausche dich aus und lerne in professionellen Workshops mehr über Farben, die dir stehen, die passenden Stoffe für deine Nähprojekte, Hosenschnittanpassung und Outfitformeln für deine Figur.

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Episode #62: Wie Schuhe und Accessoires dein Outfit besonders machen mit Stilberaterin Tanja Ficht (Teil 1) 21 Oct 201900:52:40

Heute stelle ich dir Tanja Ficht vor, die ganz neu im Elle Puls Team ist und wir werden über verschiedene Stiltypen sprechen.

Im letzten Podcast habe ich dir schon erzählt, welche für mich wichtigen Entscheidungen ich in den letzten Jahren getroffen habe, um Elle Puls weiter auszubauen. Einer Baustein war, ein Team zu starten. Seit einigen Wochen ist Tanja neu dabei. Sie ist Stilberaterin, die ich während meiner Ausbildung zur Typstylistin kennen- und schätzen gelernt habe. Sie arbeitet bereits seit 11 Jahren selbständig als Stilberaterin, macht Farb- und Stilberatungen, Einkaufsbegleitung, Kleiderschrankchecks und kennt sich auch mit Make-up aus.

Die Mitglieder aus dem Näh deinen Stil Club, die Phase 3 “Unverkennbar du” erreicht haben, kennen Tanja schon, denn in dieser Phase werden sie von Tanja bei der Einschätzung ihrer persönlichen Stilwelten unterstützt.

 

Wie Tanja zu ihrem wunderschönen Beruf gekommen ist

“Ich interessiere mich schon mein Leben lang für Mode und habe den Mädchentraum Modedesignerin gehabt”, sagt sie. “Dieser Traum blieb ein Traum. Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zur Handelsfachwirtin gemacht und war viele Jahre im textilen Einzelhandel tätig. Als Geschäftsleiterin eines großen Modehauses in Nürnberg, hatte ich viel mit Kundinnen, Kleidung und Styling zu tun. Während ich mich auf jede Saison mit neuen Schnitten und Farben gefreut habe, waren manche Kundinnen nicht so begeistert wie ich. Die Gründe dafür habe ich nicht verstanden. Dann fing ich an, darüber nachzudenken, was steht mir eigentlich, welche Kleidung macht mich aus, betont mich.

Als ich von einer Farb- und Stilberaterin gehört habe, habe ich einen Termin gemacht. Ich war eine schwierige Kundin. Ich habe nicht gesehen, welches die optimalen Farben und Schnitte für mich sind. Vielleicht war ich noch nicht offen für eine Farb- und Stilberatung. Auf jeden Fall wollte ich aber verstehen, um was es geht, warum mir welche Farben und Ausschnittformen stehen. 2 Jahre später hat Stiftung Warentest Imago Berlin in Berlin als beste Ausbildungsstätte getestet. Dort habe ich die Ausbildung zur integrativen Farb- und Typstylistin abgeschlossen. Nach 2 Jahren Ausbildung habe ich mich selbständig gemacht und arbeite begeistert mit und für Kundinnen. Für mich ist es der perfekte Beruf, da ich meine Erfahrungen aus der Modebranche mit dem verbinden kann, was ich weiß, um Frau optimal zu betonen.”

 

Was fasziniert dich am meisten an deinem Beruf?

“Ich liebe es, das Bewusstsein für die eigenen Stärken zu wecken. Den wenigsten Kundinnen ist bewusst, was sie mitbringen, was schön ist und was sie betonen können. Wenn ich erlebe, wie die Kundinnen sich vor dem Spiegel mit anderen Augen sehen, wie sie sich durch gekonnte Blickführung und gekonnte Betonung verändern und ihre Schönheit sichtbar wird. Diese glücklichen Augen und zu verfolgen, wie die Kundinnen sich entwickeln, gefällt mir am besten an meinem Beruf.”

 

Wie betreust du deine Kundinnen nach einer Farb- und Stilberatung?

“Das hängt von den Kundinnen ab. Es gibt welche, zu denen ich nach einer Farb- und Stilberatung keinen Kontakt mehr habe und andere mit denen ich z. B. per WhatsApp in regelmäßigem Kontakt stehe.”

Tanja Ficht

 

Stiltypen

Im Näh deinen Stil Club haben wir 15 Stilwelten entwickelt. Es gibt 4 Grundtypen.

 

Klassischer Stil

ist am einfachsten zu verstehen. Das klassische Outfit besteht aus Kostüm bzw. Hosenanzug. Beides kommt aus dem Uniformstil und zeichnet sich durch Schlichtheit und gute Qualität aus. Die hochwertige Verarbeitung soll gewisse Werte widerspiegeln. Das bedeutet, dass im klassischen Stil nicht viel Haut gezeigt wird. Hemdblusen, Blazer, Bleistiftröcke sind aus gradlinigen Schnitten und matten Materialien. Schmuck und Accessoires bleiben zurückhaltend. Muster: geometrisch, Längsstreifen, Karos

 

Sinnlicher Stiltyp

ist das Gegenteil vom klassischen Stiltypen. Hier sind die Stoffe verspielt, verziert, weich und fließend. Der sinnliche Stiltyp ist ein Kleidertyp. Die Stoffe sind nicht schlicht und die Muster gerne floral.

 

Natürlicher Stiltyp

hat Gemeinsamkeiten mit dem sinnlichen Stiltypen. Die verwendeten Stoffe haben eine bewegte Oberfläche wie z. B. Farbverläufe. Die Schnitte sind asymmetrisch und die Materialien nicht glatt. Leinen, Leder und ausgefranste Säume sowie Strickschals sehen am natürlichen Typen sehr gut aus.

 

Sportlicher Stiltyp

kann sehr gut Turnschuhe bzw. Sneakers nicht nur zum Sport tragen. Hightech Materialien, elastische Stoffe, Glanz, spiegelnde Oberflächen, geometrische Muster, Querstreifen, Dreiecke, asymmetrisch, diagonale Streifen, Reißverschlüsse, technische Details passen gut zum sportlichen Stiltypen.

 

Schuhauswahl

Schuhe sind wichtig für das Outfit. Es gibt einige Zitate aus der Modebranche zum Thema Schuhe z. B. “Bei den Schuhen sieht man wie weit der Horizont reicht” oder “Kenner schauen auf Schuhe”. Schuhe müssen zur ganzen Person passen und Bodenhaftung verleihen. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Bequemlichkeit. Schuhe greifen den Kleidungsstil wieder auf.

 

Natürlicher Stiltyp

Schuhe sind aus Glattleder, Wildleder oder geprägtem Leder. Geschnürte Details, runde Schuhkappen, geflochtene Elemente verstärken den natürlichen Stil.

 

Sinnlicher Stiltyp

Alle Schuhe, die zart und fein sind wie z. B. Ballerinas (mit Schleifchen), Pumps mit Blüte, Satinschuhe, Stoffschuhe mit floralen Mustern, kleine Verzierungen, Lochmotive, Glattleder, runde Kappen, Riemchen, Knöchelwickelungen.

 

Klassischer Stiltyp

Der klassische Stiltyp kann auch Herrenschuhe wie z. B. Budapester tragen. Pumps aus Glattleder, Schnürschuhe, schlichte lange Stiefel aus glattem Material. Die Qualität ist entscheidend. Glatte Nähte, keine derben Sohlen, geometrische Schnallen, gradlinig, puristisch.

 

Sportlicher Stiltyp

Eine nicht derb wirkende dickere Sohle darf der Schuh des sportlichen Stiltypen haben. Die Erdung muss da sein. Reißer, Nieten, glänzendes, metallisches Material, Plastik.

 

Mischtypen z. B. sportliche Klasse

Bei Mischtypen z. b. klassisch und sportlich, auch als sportliche Klasse bekannt, sehen Blazer mit Ringelshirt mit Jeans und Sneakers oder Budapester perfekt aus.

Jetzt haben wir dir schon ganz viele Ideen und Anregungen gegeben. Über Accessoires sprechen wir in unserem nächsten Podcast. Bleibe dran.

Liebe Grüße

Elke

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Episode #61: Diese 7 Entscheidungen haben mich in den letzten 5 Jahren am meisten vorangebracht14 Oct 201900:22:00

Vor einigen Tagen schrieb mir NDS Club-Teilnehmerin Andrea Vogt auf einen IG Post: “Liebe Elke, du siehst klasse aus. Ich habe mir heute einen faulen Sonntag gemacht und in deinem Blog in den ganz alten Posts gestöbert. Wahnsinn wie du dich verändert hast und aus dem Blog der NDS Club entstanden ist. Sehr inspirierend und ermutigend. Du bist dabei so ehrlich und gibst so viel von dir preis, das finde ich sehr mutig. Ich bin sehr gerne im Club und bin gespannt, was sich alles noch so entwickelt.“

Erst einmal vielen Dank für diese lieben Worte. Ich freue mich natürlich sehr darüber. Der Grund warum ich diese Nachricht vorgelesen habe ist, dass Andrea mir damit vor Augen geführt hat, dass ich tatsächlich eine ziemliche Entwicklung durchlaufen habe, und zwar auf mehreren Ebenen. Ich musste erst mal selber wieder in die Anfänge meines Blogs klicken, um diese Veränderung selbst zu sehen. Was sieht man zuerst? Die Fotos! Ach ja, damals hatte ich noch lange Haare. Wie viel die Frisur doch ausmacht! Die langen Haare (wenn offen getragen) machen einen ganz anderen Typ aus mir. Ich muss aber gestehen, dass ich mich nicht mehr mit langen Haaren sehe. Ich finde kurze Haare machen mehr aus mir, passen besser zu der Person, die ich jetzt bin.

1- Ich habe mich gezeigt

Ich erinnere mich noch gut, dass ich zu Beginn meines Blogs gedacht und gesagt habe, dass ich nur Fotos ohne Gesicht machen werde. Bis ich meinen Bericht über meine erste Farbberatung geschrieben habe. Ich wollte die Wirkung unterschiedlicher Farben demonstrieren und das ging nur, wenn diese Wirkung in meinem Gesicht zu erkennen war. Also raus aus der Komfortzone und danach war es dann auch egal. Damit wurde ich auf einen Schlag viel sichtbarer und das anfängliche mulmige Gefühl war schnell vergessen. Ich habe es bisher nicht bereut. Wäre ich weiterhin gesichtslos geblieben, wäre ich bestimmt nicht so schnell weiter gekommen. Dabei ging es damals ja wirklich nur um mein Hobby. Ich verdiente kein Geld mit dem Blog. Genauso verhielt es sich mit meinem ersten Video, und vor allem dem ersten Live-Video. Natürlich war beim ersten Mal alles holprig, das Gesicht rot und so, aber wie immer wird es besser durch Übung und ich kann dich nur ermutigen, dich sichtbar zu machen, wenn du etwas erreichen willst.

2- Eigene Schnitte

Wie aufregend das war, das Bethioua Shirt 2015 auf den Markt zu bringen. Vermutlich weißt du nicht, dass 2014 und 2015 für uns privat das schlimmste Jahr war. Eines unserer Kinder war an Krebs erkrankt und durfte fast ein ganzes Jahr nicht in die Schule gehen. Als wir die Diagnose erfahren haben, verloren wir den Boden unter den Füßen. Alles andere im Leben erschien auf einmal so banal und sinnlos. Als ich mal wieder am Rechner saß, fand ich gedanklich und emotional keinen Zugang mehr zu meinem Blog. Wie oberflächlich erschien es mir, mich mit solchen Äußerlichkeiten wie Kleidung zu beschäftigen. Ich stand kurz davor, meinen Blog zu löschen. Davon hielt mich, zum Glück, mein Mann ab. Und das war wirklich ein Glück, weil ich in den 9 Monaten Chemo, die unser Kind durchstehen musste, eine Oase brauchte um Kraft zu tanken für die anstrengenden Klinik-Aufenthalte und die ebenso schwierigen Phasen dazwischen. Die Nähmaschine und mein Blog waren genau dieser Anker, den ich brauchte. Und ich unterschreibe sofort, dass Nähen eine tolle Therapie in schweren Zeiten sein kann. Interessanterweise kann es gerade in schweren Zeiten gut sein, sich gut zu kleiden. Das gibt einem selbst Kraft und vor allem, wenn man einem anderen Menschen Mut machen muss, dann muss man seine Ausstrahlung positiv stimmen. Das überträgt sich. Beim Kind war es genau anders herum. Er hat während der 9 Monate fast jeden Tag die gleiche Hose getragen, eine die ich ihm genäht hatte. Er hat sie und die immer gleichen Oberteile wie eine Rüstung getragen und konnte erst wieder andere Kleidung annehmen, als die Therapie offiziell vorbei war. In dieser Zeit habe ich gelernt, dass Kleidung so viel mehr ist als eine textile Hülle! Dieses Thema wäre schon wieder eine ganz eigene Episode wert. Jedenfalls habe ich mich in der Zeit dazu entschieden, das Bethioua Schnittmuster zu veröffentlichen, obwohl es eigentlich kein passender Zeitpunkt war. Und genau deswegen war es genau richtig. Das hat mich abgelenkt von der Krankheit, es hat mich auf einer anderen Eben herausgefordert und das positive Feedback meiner Leserinnen hat mir natürlich auch Auftrieb gegeben. Danach folgten weitere Schnitte, die du alle im Shop findest. Wie lange es sie noch geben wird, weiß ich nicht. Die Schnitte machen nur noch einen kleinen Teil meines Geschäftes aus.

3- Das erste Nähcamp

Stell dir ein junges Mädchen am Gymnasium vor. Immer, wenn es etwas zu organisieren galt, eine Klassensprecherin gewählt wurde (ja, ich war auf einer Mädchenschule), duckte ich mich weg, machte mich sofort unsichtbar, so gut es ging bzw. Habe betreten zur Seite geschaut. Diese Person hat sich dann mit Mitte 30 aufgemacht, selbst eine Veranstaltung zu organisieren, alles selbst in die Hand zu nehmen. Ich erkannte mich selbst nicht wieder. Aber ich wollte unbedingt Gleichgesinnte persönlich kennenlernen und da ich keinen Nähtreff oder ähnliches für mich finden konnte, habe ich einfach selbst einen geplant. Gleich beim ersten Mal gelang es mir alle 35 Plätze zu vergeben und das erste Nähcamp bleibt natürlich für alle unvergesslich. Es war so gut, dass ich es gleich im nächsten Jahr wiederholt habe, trotz der Krankheit meines Kindes. Ja, auch da hatte ich überlegt, das Event abzusagen, habe mich aber dagegen entschieden und habe die Auszeit genossen. Daraus entwickelte sich 2018 die Nähcamp-Tour durch ganz Deutschland. Für die dritte Tour, die 2020 stattfinden wird, sind die Tickets schon im Verkauf. Ohne das erste Nähcamp hätte ich nicht schon über 20 Nähcamps durchgeführt, Hunderte von Hobbyschneiderinnen persönlich kennengelernt und spannende Gespräche geführt. Da sich eine solche Anzahl von Events nicht mehr alleine organisieren und durchführen lässt, brauchte ich Hilfe.

4- Hilfe suchen und annehmen

Ich war immer jemand, der alles alleine machen wollte. Eine der Geschichten, die mein Vater mir am häufigsten über mich erzählt hat, war dass Elke immer alles “‘leine” machen wollte, also alleine. Man durfte mir anscheinend nicht helfen, diese Hilfe wurde strikt abgewiesen, weil Elke das eben “‘leine” machen wollte. Es hat lange gedauert, bis ich das gelernt habe, genau gesagt, fast 40 Jahre, denn irgendwann kam ich an einen Punkt, an dem ich alleine nicht mehr wachsen konnte. Ich musste mir Unterstützung suchen in Form einer Mitarbeiterin. So hatte ich mir das zumindest vorgestellt. Eine Hobbyschneiderin, die gerne fotografiert und Social Media macht. Als ich das Grischa erzählte, meinte er gleich, ich solle doch ihn nehmen. Ähm. Ziemlich weit weg von der Unterstützung, die ich mir so vorgestellt hatte, aber rückblickend, die beste, die ich hätte wählen können. Hinterher weiß man ja immer mehr als vorher. Mein Mann stemmt im Hintergrund fast alle organisatorischen und administrativen Dinge und am wichtigsten, unterstützt mich moralisch und gibt mir immer wieder den nötigen Tritt in den Hintern, wenn eine wichtige Entscheidung ansteht. Und hier kann ich rückblickend auch nur sagen: hätte ich doch mal früher angefangen, mir HIlfe zu holen. WIe viel weiter könnte ich dann sein. Meine Kinder würden jetzt sagen: “Ja, ja, Mama. Hätte, hätte, Fahrradkette.” Anfang des Jahres ist noch eine Teilzeitmitarbeiterin dazu gekommen und wir suchen gerade noch jemanden für den Bereich Grafik Design und/oder Online-Marketing.

5- Ich habe mir einen Coach geholt

Ich entwickle mich gerne weiter, wage mich gemäßigt, aber dafür stetig aus meiner Komfortzone und suche mir meine Herausforderungen. Nun hört und liest man ja überall, dass man mit dieser und jener Methode schneller vorankommt, mit diesem oder jenem Coach schneller reich wird etc. Ich bin da ja immer sehr skeptisch, konnte mich der ein oder anderen Anbieterin oder Anbieter nicht ganz verwehren und kam dadurch auf Sigrun. Sigrun bietet hauptsächlich europäischen Frauen die Möglichkeit, ihr Online-Business strategisch aufzubauen und nach vorne zu bringen. Ich habe diverse Videos von ihr geschaut, den Podcast gehört und hatte mal die Gelegenheit live von ihr Tipps zu bekommen. Sie hat mich mit ihrem analytischen Verstand und der klaren Art, Dinge (ja, auch unangenehme) auf den Punkt zu bringen, überzeugt. Bei ihr geht es nicht um “Get rich quick”, sondern um Strategie und ihre Kundinnen bewusst aus ihrer Komfortzone herauszuschubsen. Ich wollte mir quasi einen teuren Tritt in den Hintern kaufen und habe einiges investiert. Und nicht bereut. Denn im letzten Jahr habe ich viel ausprobiert, einen eigenen Online-Kurs entwickelt und seit kurzem den Näh deinen Stil Club, der gleich im ersten Anlauf ein Erfolg wurde. So sieht es zumindest von außen aus. Das vergangene Jahr hat auch viele Tiefen und Zweifel mit sich gebracht, aber da muss man sich ja immer wieder durchbeißen, damit es weiter gehen kann.

6- Neue Ausbildung

Fast zeitgleich habe ich meine Ausbildung zur Farbstylistin begonnen. Das war schon echt viel auf einmal. Hatte ich mir das gut überlegt? “Mach es einfach”, sagte mein Mann. Danke dafür. Das hat bei mir wieder sehr viel angestoßen hinsichtlich meines Stils, meiner Persönlichkeit und auch was ich meinen Kundinnen mit auf den Weg geben kann. Es macht einfach so viel Spaß sich neue Kompetenzen anzueignen und anderen damit weiterhelfen zu können. Ich glaube ich bin jetzt weiterentwicklungs-süchtig, denn ich habe gleich nach der Farbausbildung die Ausbildung zur Typstylistin angefangen. Wenn du etwas neues lernen möchtest, dann mach es. Und wenn du einen Tritt in den Hintern brauchst, so wie ich, dann hol dir den Tritt.

7- Eigene Räumlichkeiten für Elle Puls

Ein weitere Punkt, der die Arbeit bei Elle Puls auf ein neues Level gehoben hat, war die Anmietung eines externen Büros. Wir hatten schon ganz schön Muffensausen, weil damit monatliche Kosten hinzukamen, die wir erst einmal wuppen mussten, aber mittlerweile kann ich es mir schon gar nicht mehr anders vorstellen. Es ist eine ganz andere Art zu arbeiten und unser Zuhause ist wieder viel mehr zum Zuhause geworden und weniger eine Arbeitsstätte. Außerdem hätten wir zuhause auch keine Mitarbeiterin einstellen können.

Jeder Schritt aus der Komfortzone heraus bringt etwas Neues mit sich. Hätte mir jemand vor 7 Jahren erzählt, dass ich alles das mal machen würde, ich hätte dieser Person den Vogel gezeigt. So sitze ich also hier, nehme diesen Podcast auf und werde mir gerade selber dieser Entwicklung so richtig bewusst. Lieben Dank, Andrea, dass du diese Gedanken angestoßen hast. Ich bin wirklich stolz auf das, was ich erreicht habe und möchte, dass mein Stil mein jetziges Ich repräsentiert. Deswegen liegt mir dieses Thema nicht nur für mich so am Herzen.

Ich schließe diese Episode mit einem Auszug aus einer Mail einer anderen Kursteilnehmerin. Sie schrieb:

“Jetzt stehe ich vor meinem Spiegelbild und denke, dass ich jeden Tag gleich aussehe. Unser Kind ist mittlerweile 10 Jahre alt und meine Figur und meine Zeit würden es absolut zulassen, dass ich mich mehr meiner Kleidung und meiner Wirkung widme, auch an der ewig gleichen Frisur soll sich was ändern. Also sage ich in meiner Selbsterkenntnis, mein Leben ist in einem neuen Abschnitt, nur ich stecke optisch noch im Alten.”

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Episode #60: Wie viele Kleidungsstücke gehören in (m)eine Garderobe?07 Oct 201900:22:09

Letztens wurde ich gefragt, wie viele Kleidungsstücke, denn in eine Garderobe gehören und von welchen Teilen wie viele genau, bitte. Oh je. Das ist so eine schwierige Frage, weil ja jeder andere Bedürfnisse und Anlässe hat.

Dies schon mal vorab, ich werde die Frage in diesem Podcast nicht mit konkreten Zahlen beantworten, dafür aber von einem Experiment berichten, das ich gerade für mich durchführe. Hinter der Frage der Kundin steckte auch der Wunsch nach einer Capsule Wardrobe, die ja seit ein paar Jahren in aller Munde ist. Ich selbst habe im Blog auch schon einige Experimente dazu beschrieben und habe irgendwann wieder Abstand davon genommen, nur eine bestimmte Anzahl von Kleidungsstücken haben zu wollen, Wenn ich mir ansehe, wie wenige Teile ich pro Saison im Schrank habe, läuft das Anzahlmäßig sowieso unter Capsule Wardrobe.

Was ist eine Capsule Wardrobe?

Unter einer Capsule Wardrobe versteht man eine kleine, feine, in sich maximal kombinierbare Garderobe. Es gibt wie gesagt Ansätze, da heißt es zum Beispiel, dass eine CW nicht mehr als 37 Teile enthalten darf. Ich bin ja grundsätzlich für eine übersichtliche Garderobe, aber wenn diese mehr als 37 Teile enthält und die Teile auch regelmäßig im Einsatz sind, ist ja alles gut. Ich würde meine Garderobe immer dann hinterfragen, wenn ich merke, dass Kleidungsstücke dabei sind, die einfach nur vor sich hinvegetieren, von links nach rechts geschoben und einfach nicht getragen werden.

Da ich bei meiner Wintergarderobe nun mau bestückt bin, möchte ich dies als Chance sehen, ein bestimmtes Konzept zu testen. Und zwar lese ich schon seit ein paar Jahren gelegentlich den Blog The Vivienne Files. Dies ist wirklich ein toller Blog für alle, die ihre Garderobe minimieren und gleichzeitig die Kombinationsmöglichkeiten maximieren möchten. Das geht, wenn man etwas Gehirnschmalz aktiviert und einen Plan für die Garderobe macht. Die Autorin Janice stellt schon seit Jahren immer wieder Beispielgarderoben zusammen, die auf einer Farbpalette aufbauen und manchmal für einen bestimmten Anlass, wie eine Geschäftsreise, gedacht sind.

Das 4x4 Prinzip

Am besten finde ich, dass sie immer wieder nach ihrem Prinzip die Kleidung auswählt und die Zusammenstellungen immer funktionieren. Um die eingangs gestellte Frage nach der Größe einer Garderobe und wie viele Teile wovon, zumindest ansatzweise beantworten zu können, probiere ich das 4x4 Prinzip aus und bin schon mittendrin in der Umsetzung. Die Beispielgarderoben aus The Vivienne Files sind eine tolle Inspiration für mein Projekt. Ich gehe nach dem 4x4 Capsule Wardrobe Prinzip vor. Nicht, weil ich mich unbedingt auf diese 16 Teile reduzieren will, sondern, weil ich damit einen Grundstock an Winteroutfits haben möchte, den ich dann nach Gusto erweitern kann.

Bei der 4x4 Capsule Wardrobe erstellt man eine Garderobe aus 16 Teilen (nur Kleidungsstücke). Dabei konzentriert man sich immer auf 4 bestimmte Teile, um die Garderobe aufzubauen. So kann man sich langsam zur kompletten Capsule Wardrobe durcharbeiten. Um das zu visualisieren, stell dir ein Raster mit 4 Reihen und 4 Spalten vor. Wir gehen reihenweise vor:

In die erste Reihe kommt die erste Core of Four: die vier Kernteile
2 Oberteile und 2 Unterteile in einer neutralen Farbe wie Marineblau … Die gezeigten Garderoben sind oft sehr klassisch, aber das Prinzip lässt sich auf jeden Stil umsetzen.

In die zweite Reihe kommen die nächsten 4 Kernteile:
Wieder 2 Ober- und Unterteile, in einer anderen neutralen Farbe wie z. B. Grau.

In die dritte Reihe kommen die Mileage Four:
Das sind 4 Oberteile, die mit allen bisherigen 8 Teilen kombinierbar sind. Hier können weitere Farben oder Muster ins Spiel kommen. Nehmen wir mal an, es kommt Pink hinzu.

In die 4. Reihe kommen die Expansion Four:
Weitere 2 Oberteile, ein Kleid und ein weiteres Unterteil.

Zusammengefasst wäre die erste Reihe dunkelblau, die zweite Grau, bei der dritten käme Pink hinzu und ggf. Noch zwei weitere Akzentfarben. Und in der letzten Reihe darf es auch bunter sein, wenn man das mag. Aber die Sachen aus dieser Reihe müssen natürlich mit den bisher genannten Teilen kombinierbar sein. Es ist schon wie ein Rätsel, das man lösen muss. Die Farben kommen aber immer aus der vorher festgelegten Farbpalette, weil es sonst nachher deutlich schwieriger ist, alles mit möglichst allem zu kombinieren.

Mithilfe dieses Rasters habe ich mir am ipad eine Collage erstellt, die nun auf meinem Homebildschirm meines Handys hinterlegt ist, damit ich sie immer zur Hand habe. Das hilft mir, wenn ich Stoffe oder Kleidung kaufe und ruft mir immer wieder ins Gedächtnis, wo ich hin möchte diesen Winter, also stylemäßig. Ich liebe dieses Gedankenspiel einfach und bin gespannt, wie gut meine 4x4 funktionieren werden.

Meine Farben

Meinen Farben bleibe ich treu. Meine erste Reihe ist ein rauchiges Blau oder Jeansblau, die zweite Grau, in der dritten Reihe wo Muster und Farben hinzukommen können, bleibe ich erwartungsgemäß eher neutral mit zwei dezent gestreiften Shirts und zwei weiteren einfarbigen Oberteilen. Die Farben, die voraussichtlich hinzukommen werden, sind wollweiß, rosa und ein helleres Blau. In die vierte Reihe habe ich auch schon etwas eingefügt, möchte da aber noch flexibel bleiben. Das sind sozusagen meine Joker.

Da ich gerade in den Monaten, wo ich Nähcamps habe, nicht so viel Zeit zum Nähen finde, werde ich einen Teil meiner Garderobe kaufen, am liebsten Second Hand und einen Teil selber nähen.

Damit ich das im Alltag auch nicht vergesse, habe ich mir jetzt jeden Freitag von 14-17 Uhr im Kalender rot geblockt mit dem Vermerk Tiger Time. Das habe ich von der amerikanischen Podcasterin Amy Porterfield. Sie verteidigt ihre Zeit für sich, ihre Tiger Time, mit Krallen und das Bild finde ich sehr aussagekräftig. Das habe ich den Clubmitgliedern auch gleich zu Anfang des Clubs mit auf den Weg gegeben. Wie heißt es so schön, Practice what you Preach. Daher habe ich nun also auch 3 Mal im Monat Tiger Time für mich eingeplant und das funktioniert gut. Dadurch bin ich auch mal einen Tag in der Woche früher zuhause und kann mich zwischendrin mit den Kindern unterhalten. Manchmal bin ich auch ganz alleine, denn die Jungs sind schon sehr selbstständig und tauchen manchmal erst abends wieder auf. Das hat schon echt seine Vorteile, wenn die Kinder größer werden.

Meine Nähprojekte

Genäht habe ich durch meine Tiger Time bereits einen cleanen Parka und ein gestreiftes Jerseyshirt. Ich habe bereits zwei schöne graue Wollstoffe von Zuleeg für ein Oberteil und eine Hose zuhause. Neuerdings stöbere ich viel bei Kleiderkreisel, dazu hatte ich in der letzten Episode #59 bereits etwas erzählt. Dort habe ich bereits einen Wollpulli und einen Blazer (allerdings aus Leinen, also eher für den Frühling) für kleines Geld erstanden. Da ich nicht stricke und nicht gerne dickere Strickstoffe vernähe aber schnell friere, kaufe ich mir Stricksachen auf jeden Fall fertig. Und zwei Sachen habe ich mir auch neu gekauft, höre dir dazu gleich im Anschluss die Episode #59 an.

Um jetzt noch mal auf die Frage eingangs zurückzukommen: Wie viele Teile braucht man in seiner Garderobe, habe ich ja gesagt, dass es von den Lebensumständen abhängt und weiteren Variablen wie Stil, Anlässe, Budget…

Bei The Vivienne Files habe ich übrigens noch eine Formel zur Berechnung einer Gesamtanzahl von Kleidungsstücken gefunden. Das ist dann was für dich, wenn du sehr faktenorientiert und wissenschaftlich an das Thema Garderobe herangehen möchtest. Aber andererseits auch nicht schlecht um einfach mal ein Gefühl dafür zu bekommen, mit wie vielen oder wenigen Teilen man eigentlich auskommen kann, wenn man sich denn reduzieren möchte.

https://www.theviviennefiles.com/2015/07/how-many-pieces-of-clothing-do-you-need-2.html/

Die Elemente für die Formel:

1. Anzahl der Tage für die die Garderobe geplant wird. Z. B: 365 Tage für eine Jahresgarderobe (oder z. B. 180 Tage für die Übergangszeit)

2. Wie viele Outfits trägst du pro Tag? Sie rechnet mit 1.2, weil sie einmal in der Woche einen Tag hat, wo sie zwei Outfits braucht.

3. Wie viele Kleidungsstücke brauchst du für ein Outfit? Z. B. ein Oberteil und ein Unterteil, also 2.

4. Wie häufig möchtest du dieses Kleidungsstück im Jahr tragen? z. B. einmal im Monat. Das ist Janices Beispiel.

--> Hier ein Beispiel ihrer Formel:

Eine komplette Garderobe für ein ganzes Jahr :

365 x 1.2 Outfits pro Tag x 2 Teile pro Outfit / 12 = 73 Kleidungsstücke werden benötigt.

Mein Beispiel:
1. Anzahl der Tage für die die Garderobe geplant wird. Z. B: 365 Tage für eine Jahresgarderobe
2. Wie viele Outfits trägst du pro Tag? Da rechne ich mal mit 1.1, weil ich eher selten mal das Outfit am Tag wechsle.
3. Wie viele Kleidungsstücke brauchst du für ein Outfit? 2-3, also 2.5
4. Wie häufig möchtest du dieses Kleidungsstück im Jahr tragen? Die Frage finde ich am schwierigsten, weil ich mir noch nie so wirklich überlegt habe, wie oft ich ein Teil trage. Ich habe Basics wie meine Jeans, die ich bestimmt 1 mal pro Woche trage, wenn nicht sogar öfter und Teile, die ich seltener als 1 mal pro Monat trage. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass ich meine Teile im Schnitt 2 mal pro Monat trage.

Mal gucken, was bei der Berechnung herauskommt:
365 x 1.1 Outfits pro Tag x 2.5 Teile pro Outfit / 24 = 42 Teile
Damit weiß man natürlich nicht, wie viele Teile wovon und in welcher Farbe, aber es ist mal ganz witzig, so eine Kalkulation zu machen.

Ich denke, wenn man in einer Region wohnt wo die Jahreszeiten ausgeprägt sind braucht man mehr als in einer Region wo die Temperaturen und Witterung nicht so stark schwankt.

Ich hoffe, die Podcast-Episode hat dich inspiriert.

 

Einladung zum Webinar Potenzial- statt Problemzone. 22.10. Um 20 Uhr.

Ganz herzlich einladen möchte ich dich zu meinem nächsten Webinar mit dem Titel "Potential statt Problemzone: Wie du deinen Figurtyp geschickt kleidest".

Es findet statt am 22.10. um 20 Uhr und du kannst dich auf diese Inhalte freuen:

  • Betrachte dich aus einer neuen Perspektive
  • Strategien für Outfits, die deine Potenzialzonen betonen
  • Ideen für kommende Nähprojekte

Anmelden kannst du dich über diesen Link: https://www.ellepuls.com/potential/. Du bekommst dann rechtzeitig eine E-Mail mit einem Link, der dich am 22.10. zum Webinar führt.

Wenn dir die Episode gefallen hat und du mehr Hinter die Kulissen blicken und meine Nähprojekte verfolgen möchtest, dann folge mir auf Instagram unter @ellepuls,

Liebe Grüße und ich freue mich auf dich im kostenlosen Webinar!

Deine Elle

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Episode #59: Ein Tag am Kudamm – Filtern wie im Online-Shop30 Sep 201900:19:26

Gestern war ich mit meinem Mann am Ku’damm, weil er seine Uhr reparieren lassen musste. Die Zeit, die der Uhrmacher für die Reparatur brauchte, haben wir mit Bummeln verbracht. Ich wusste konkret wo ich hinwollte um mir Inspiration für meine Wintergarderobe zu suchen. Ich empfehle meinen Kundinnen gerne, im Zweifel einfach mal verschiedene Outfits im Laden anzuprobieren. Practice what you Preach, also habe ich das auch gemacht.

Aus zwei Gründen:

  • Ich wollte meine Größen bei den Marken Zara und COS genau wissen, weil ich seit ein paar Tagen viel bei Kleiderkreisel für meine Garderobe suche und dafür natürlich bei den Marken, die mich interessieren, meine Größe wissen muss. Kleiderkreisel ist eine App zum Kaufen und Verkaufen oder auch zum Tausch von gebrauchter Kleidung. Es geht von privat zu privat. Zum Anfangen filtert man seine Größen und dann spuckt die App im Feed alle neu eingestellten Teile nach deinen Angaben aus. Das war also der Anlass für mich meine Größen zu ermitteln.
  • Ich rate meinen Kundinnen häufig, sich im Laden inspirieren zu lassen. Einfach mal Sachen anzufassen, die Verarbeitung anzuschauen, Outfits anzuprobieren. Wie heißt es so schön, practice what you preach? Grund Nr. 2 war also Sachen auszuprobieren, um meine Pläne für meine warme Garderobe zu verfeinern. Vieles sieht ja an Models in Online-Shops super aus, aber wenn man es selbst anzieht, muss das nicht zwingend so sein. Und andersherum kann man ja auch positiv überrascht werden bei Sachen, die man sonst nicht in Betracht gezogen hätte.
  • Ich habe ich so wenige warme Sachen, dass ich unbedingt neue Sachen brauche. Zum Selbernähen komme ich nicht mehr so viel wie früher. Daher muss und möchte ich ab und zu auch etwas kaufen, wenn es in meine Garderobe passt. Schon letzten Winter hatte ich fast täglich das gleiche an. Mir fehlte einerseits die Zeit und andererseits die Motivation dazu. Ich war mitten in meiner Farbausbildung und führte den ersten Näh deinen Stil Online-Kurs durch, so dass mein Kopf damit voll war. In meiner neuen Rolle als Farb- und Stilberaterin möchte ich das was ich anderen rate auch selbst praktizieren.

Wir sind also erst zu Zara und dann zu COS. Als wir bei Zara reinkamen, habe ich erst mal meinen Farb-Scanner eingeschaltet und ich sage dir, damit habe ich superschnell 80% der Teile im Laden weggefiltert. Schwarz, herbstliche Rost-, Gelb-, und Grüntöne fallen bei mir gleich raus.

Wenn du deine Farben, Schnitte und Stilrichtung kennst, dann kannst du schnell Sachen ausfiltern wie in einem Online-Shop wo du verschiedene Stellschrauben hast um schneller zum Ergebnis zu kommen. Aus dem, was noch übrig blieb, habe ich ein Oberteil und eine Hose in zwei Größen mit in die Kabine genommen und anschließend beides gekauft. Wow, so schnell bin ich noch nie gewesen. Und ich fand es spannend mich selbst zu beobachten. Ich fühlte mich nicht überfordert, war fokussiert und es hat mir Spaß gemacht.

Während ich in der Umkleide war, hatte Grischa Zeit die anderen Frauen zu beobachten und er meinte hinterher, wie wuselig und hektisch doch viele Frauen durch den Laden gelaufen sind. Für alle, die gerne tausend Sachen anprobieren und das Shoppen lieben, viel Spaß dabei. Ich jedenfalls möchte nicht mehr allzu viel Zeit damit verschwenden Sachen anzuprobieren und zu kaufen, die mich nachher nicht zufrieden machen. Jedenfalls war dieser kurze, knackige Besuch sehr effizient und erfolgreich für mich.

Anschließend waren wir bei COS, einer Marke für sehr minimalistische Mode. Die Kleidungsstücke sind oftmals sehr weit und superschlicht geschnitten. An sich passt das minimalistische schon gut zu mir, aber nachdem ich die Webseite schon mehrfach durchforstet hatte, wollte sich immer noch keine Liebe für diesen Style für mich zeigen. Klar, es gibt Frauen, an denen dieser Stil klasse aussieht, aber für mich konnte ich es mir nicht vorstellen. Da ich das Entdecken neuer Schnitte und Marken für mich gerade spannend finde, habe ich mir einen ganzen Stapel verschiedener Teile mit in die Garderobe genommen. In den meisten Sachen sah ich eher verloren aus und ich konnte mich im übertragenen und wörtlichen Sinn nicht mehr darin wiederfinden. Die Erkenntnis war für mich: minimalistisch ja, schlicht ohne Muster und Schnickschnack ist super für mich, die Form darf auch mal weiter und kastig sein, aber nur bis zu einem gewissen Punkt.

Du siehst, ich verfeinere meinen Scanner, meinen Filter stetig weiter.

Dieses Filtern ist auch das, was meine Mitglieder im Näh deinen Stil Club machen. Sie lernen, ihren eigenen Filter zu setzen. Einige sind nun schon in Phase 3 angekommen, wo es um ihre Stilwelt geht. In den vorhergehenden Modulen haben sie ihre Farben, Saumlängen, Ausschnittformen und mehr herausgefiltert. Nun geht es an den Stil, wo Stoffarten, Schnittführungen, Accessoires stark mit reinspielen, wo sich ein Stilthema zeigt oder eine Mischung aus verschiedenen Stilthemen. Das ist keine Phase wo man sich mal eben 2 Videos anschaut, 3 Sachen aufschreibt, und fertig, sondern da geht es tiefer. Die Frage, wer bin ich, wie will ich mich zeigen kommt da auf. Unsere Mitglieder erhalten in dieser Phase eine Einschätzung von Stilberaterin Tanja, die neu im Team hinzugekommen ist. Manches bestätigt sich und für manche Teilnehmerin tut sich sprichwörtlich eine neue Welt auf. Das muss erst mal sacken. Gerade kommen auch sehr viele Fragen dazu, die wir gerne beantworten.

Du siehst an meinem Weg, dass diese Phase dauern kann. Tanja ist schon seit 11 Jahren Stilberaterin aber auch für sie gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken, womit sie ihren Stil verfeinern kann. Ich habe gestern noch im Club geschrieben, dass die Teilnehmerinnen diesen Weg genießen sollen. Sie müssen niemandem etwas beweisen und kein Rennen gewinnen, sondern Spaß an der Entdeckung haben. Das ist eine Möglichkeit, sich neu zu erfinden oder den vorhandenen Stil zu verfeinern, noch unverkennbarer zu machen. Deswegen heißt diese Phase auch Unverkennbar Du.

Du kannst dir diesen Prozess wie einen Trichter vorstellen.

  • Oben im Trichter kommt alles rein, was die Fashion-Welt zu bieten hat. Alles, was du wahrnimmst in deinem Leben (Werbung, Menschen aus deinem Umfeld, auf der Straße, was du in den Läden siehst egal ob online oder offline, in Social Media etc).
  • Dann filterst du die Farben heraus, die nicht zu dir passen.
  • Dann die Schnitte und Kleidungsstücke
  • Stoffe und Stilrichtung
  • Deine Stilwelt mit Accessoires
  • Unten kommt deine Stilessenz heraus, was dich unverkennbar macht, womit du dich super fühlst, womit du funkeln kannst.

Gerade gestern haben wir das im Club diskutiert, weil ein paar Frauen gerade an dem Punkt sind, wo es darum geht die passenden Schnitte und Stoffe zu definieren, was natürlich superwichtig beim Nähen der eigenen Kleidung ist. Hier kommen die Stilwelten zum Tragen, die den Frauen Ideen geben, in welche Richtung ihr Stil geht, wo sie sich bedienen können und mithilfe dieser Pinnwände ihre eigene zusammenstellen.

An diesem Punkt stellt sich bei manchen, wie bei mir damals auch, eine Blockade ein. Es sind so viele Aspekte, die zusammenkommen für die Umsetzung des Stils, dass man erst mal nicht weiß wo anfangen. Und mit den ganzen Infos ist der Wunsch da, es jetzt perfekt machen zu müssen. Diesen Anspruch kenne ich von mir auch und möchte dir an dieser Stelle noch mal ein paar Tipps an die Hand geben, damit du diesen Punkt schnell überwindest.

Tipp 1:
Entdecke die Details, die deinen Stil ausmachen. Ziehe dir aus deiner Pinterest-Wand 5 Details (Danke an dieser Stelle an Petra aus dem Club, die diese Idee aufgebracht hat) und konzentriere dich erstmal darauf. Dies ist ein guter Zeitpunkt um die online Pinnwand offline greifbar zu machen. Eine Collage oder Pinnwand mit Schnittzeichnungen, Stoffproben, Farbkarten, Nahaufnahmen von Accessoires wird dich inspirieren und nimmt den Druck raus, dass alles so perfekt sein muss wie auf deiner Pinterest Wand.

Tipp 2:
Fange mit zwei Teilen an. Einem Kleidungsstück und einem Accessoire aus deiner Stilwelt. Und probiere dich damit aus. Eine Frau aus dem Club, die das Thema “Las Vegas Party” hat, ohne den Glitzer und aufreizende Ausschnitte, hat sich schon mal einen Jeansrock zugelegt und auch im Schrank hat sie schon gute Teile, auf denen sie aufbauen kann. Jetzt ist sie an dem Punkt wo sie verschiedene Kombis mit diesem Rock, intensiven Farben und am besten mit einem paar auffälligen bunten Ohrringen ausprobieren sollte um ein besseres Gefühl für ihren neuen Stil zu bekommen. Ich freue mich schon auf die nächsten Fotos im Club.

Tipp 3:
Genieße deine Stilreise. Sie ist für dich, damit du dich neu entdecken kannst und vom Stil unverkennbar wirst. Du musst niemandem etwas beweisen oder ein Rennen gewinnen.

Ich hoffe, die Podcast-Episode hat dich inspiriert.

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Episode #58: Gehören diese Basics wirklich in deinen Kleiderschrank?23 Sep 201900:16:36

Wie sieht es mit deiner Herbstgarderobe aus? Hast du schon die warmen Sachen herausgekramt? Mein Mann macht sich immer lustig über mich, wenn ich sage, dass ich mal wieder die Sommersachen weglegen und die Wintersachen hervorholen will. Für ihn zählt diese Unterteilung nicht. Er hat eine übersichtliche Anzahl an Kleidungsstücken, die immer an der gleichen Stelle liegen.

Na gut, der Herbst ist laut Kalender da, wie sieht es mit deiner Garderobe aus? Geht es dir wie meinem Mann und alles ist immer ans einem Platz, 100% klar und übersichtlich? Bist du bereits gerüstet? Vielleicht ist dein Schrank gut gefüllt und deine Herausforderung ist, aus dem vorhandenen neu zu schöpfen. Oder schaust du in den Schrank und dir schlägt gähnende Leere entgegen? Egal wie voll dein Schrank ist, heute geht es um das Thema Basics, denn diese sind die Grundlage für deine Garderobe.

In dieser Episode werde ich darüber reden, was genau mit Basics eigentlich gemeint ist, wie du deine Basics finden kannst und wie du das meiste aus ihnen herausholen kannst.

Was bezeichnet man gemeinhin in der Modewelt als Basics?

Heutzutage geht nichts mehr ohne Google, daher habe ich mich zuerst dort umgesehen um den Begriff Basics besser greifen zu können, besser zu verstehen, was man gemeinhin unter diesem Begriff versteht. Mein Suchbegriff: “Garderobe Basics” .

Fashion-Basics: Das gehört in jeden Kleiderschrank | ELLE

Fashion-Basics, die in jeden Schrank gehören | Women's Health

Mode Basics: 10 Must Haves für den Kleiderschrank - Myself

Der minimalistische Kleiderschrank 2019: So gelingt er dir ...

Mode-Basics: 7 Dinge, die Frauen mit Stil im Schrank haben Donna

Mit wenig gut aussehen: Ratgeber für die perfekten Basics … Iconist / Die Welt

Es fällt auf, dass Modemagazine hier das Sagen haben. Dagegen ist nichts einzuwenden, bestimmen sie doch stark mit wie der Hase im Modebusiness läuft. Die Überschriften gleichen sich und die Inhalte auch. Anscheinend gibt es einen Konsens, was die Frau von heute im Kleiderschrank haben muss. Diese unverzichtbaren Basics brauchen wir unbedingt, ohne geht gar nichts. Das wird uns suggeriert. Wie gut, dass man in diesen Listen direkt passende Produkte verlinken kann.

Dies sind also die Must-Have-Basics:
  • Weißes T-Shirt
  • Ringelshirt
  • Die perfekt passende Jeans
  • Eine weiße oder hellblaue Hemdbluse
  • Das kleine Schwarze
  • Kaschmirpulli
  • Bleistiftrock

Der beige Trenchcoat wird übrigens auch gerne genannt.

Interessanterweise wurde bei einer Liste auch ein gut sitzender BH genannt. Da stimme ich voll zu, vor allem nach der letzten Episode, wo ich mit BH-Expertin Marta Thut darüber gesprochen habe, was einen gut sitzenden BH ausmacht.

Die oben genannten Quellen sind sich einig: Die Farben für Basics sind neutral:

  • Weiß
  • Schwarz
  • Marine
  • Braun
  • Grau

Das ist also Google’s Antwort auf meine Suche nach “Garderobe Basics”.

Pinterest Suche

Meine Suche nach diesem Begriff ergab hier eine Auswahl an wunderschönen Collagen der perfekten Capsule Wardrobe, Minimalistische Garderobe, French Wardrobe. In diesen Collagen darf eine schwarze Bikerjacke aus Leder nicht fehlen, zartrosa Teile, viel Schwarz, Weiß und Grau. Auch Jeansjacke, Ringelshirt und Co. sind fast immer vertreten. Die Basics bei Pinterest sind legerer als bei der Google Suche und ich fühle mich hier eher zuhause. Sicherlich trägt auch die wunderschöne Optik dazu bei. Was auffällt: die Collagen ähneln sich sehr. Werden die Collagen untereinander kopiert, weil sie so beliebt sind, oder herrscht auch hier einfach ein Konsens, was “Die Basics” sind? Wenn wir uns alle solche Collagen als Vorbild nehmen, werden wir dann immer gleicher vom Stil her?

Meine Meinung:

Ich sehe das so. Ja, Pinterest ist eine tolle Inspiration und die gezeigten Basics sind ein guter Anhaltspunkt, wenn man nicht mehr weiter weiß oder einfach mal wieder etwas Inspiration braucht. Wenn ich mir allerdings die Basics von Elle, Cosmopolitan und Co. in den Schrank hängen würde, dann wäre das nicht mehr ich. Alleine schon das viele Schwarz, das mir dort angeraten wird, ist nicht mein Ding. Wenn ich Schwarz durch Anthrazit ersetze und weiß mit einem hellen Rosa, dann wird eher ein Schuh draus und dennoch ergibt sich damit immer noch eher ein Business-Look (Pumps, Hemdbluse, Trench, Bleistiftrock), der nicht (mehr) meine Welt ist. Ich gehöre offensichtlich nicht zur Zielgruppe dieser Magazine.

Bei Pinterest passt das Ergebnis schon eher zu meinem Geschmack. Vermutlich hat die App meine Vorlieben gespeichert und würde dir möglicherweise ein anderes Suchergebnis ausspucken. Du kannst es ja mal ausprobieren.

Zurück zur Frage: Was sind eigentlich Basics für deine Garderobe?

Ich fasse es mal so zusammen: Basics sind Kleidungsstücke, die schlicht, zeitlos und farblich vielseitig einsetzbar sind. Neutrale Farben funktionieren grundsätzlich am besten, weil sie sich gut kombinieren lassen, aber nicht immer sind diese neutralen Farben das Beste für uns. Deine Basics müssen zu deinem Stil und deinem Leben passen.

Worauf solltest du bei deinen Basics achten?

Da Basics so vielseitig einsetzbar sind, trägst du sie häufig. Daher ist es wichtig, gerade bei diesen Teilen auf Qualität zu setzen. Das Material, die Passform, die Verarbeitung sollte das beste sein, was du für dein Budget finden kannst. So hast du lange etwas davon und vor allem sehen deine Basics immer gut aus. Klar kannst du dir alle paar Monate ein 3-er Pack weiße T-Shirts beim Discounter kaufen und sie wegwerfen, wenn sie ausgeleiert sind. Nachhaltiger und vor allem auch optisch hochwertiger sind Shirts von guter Qualität, seien sie nun selbst genäht oder fertig gekauft. Daran wirst du länger Freude haben. Außerdem kannst du auch mit deinen Basics schon deinen Stil zeigen. Sind deine T-Shirts eher schmal, hochgeschlossen oder haben sie einen lässigen Cut und einen tiefen V-Ausschnitt? Diese Details machen schon einen großen Unterschied, obwohl es “nur” Basics sind.

Die Farben sollten zu deiner Farbpalette passen, damit du sie wunderbar mit dem vorhandenen in deinem Schrank kombinieren kannst.

Überprüfe mal den Zustand deiner Basics. Sind diese viel getragenen Teile noch gut in Schuss oder sind die T-Shirts verzogen, die Jeans am Po ausgebeult etc.? Dann wird es Zeit über einen Ersatz nachzudenken. Und wenn du schon dabei bist, würde es Sinn machen bei einem viel getragenen Teil eine zweite Variante hinzuzufügen um das “Ständig-In-Der-Wäsche-Phänomen” zu vermeiden?

Wie holst du das meiste aus deinen Basics heraus?

Du kannst deine Basics mit anderen Basics kombinieren oder aber mit besonderen Teilen. Ganz viel kannst du mit Accessoires erreichen. Höre dir dazu am besten gleich im Anschluss die Episode #56 an: 11 Gründe warum du deine Accessoires tragen solltest. Mit dem passenden Gürtel, Ohrringen, Schuhen und Co. kannst du deine Basics jedes Mal anders aussehen lassen.

Im Näh deinen Stil Club haben wir für die Mitglieder 15 verschiedene Stilwelten angelegt, die ihnen dabei helfen, ihren Stil noch mehr zu definieren. Für jede Stilwelt haben wir die passenden Accessoires und Outfit-Beispiele zusammengestellt.

Schau dir diese mal an. Über den Button am Ende dieses Textes gelangst du dorthin.

Als Clubmitglied erhältst du in Phase 3 Unterstützung bei der Suche nach deiner persönlichen Stilwelt, bzw. Stilwelten. Viele Frauen können sich sogar aus 2 oder 3 Stilwelten bedienen und sich damit wieder ihre ganz persönliche Stilwelt erstellen.

Zusammenfassung

Basics für deine Garderobe sind schlicht, farblich vielseitig einsetzbar und zeitlos.
Bei deinen Basics solltest du auf gute Qualität und eine gute Passform achten. Vielgenutzte Basics kannst du auch mehrfach haben, vielleicht in unterschiedlichen Farben/Ausführungen, damit du nicht jammern musst, dass dein Lieblingsshirt immer in der Wäsche ist. Auch deine Basics können schon deinen Stil reflektieren durch die Schnitt und Materialwahl
Kombiniere deine Basics immer wieder neu, tolle Stilgeber sind deine Accessoires.

PS:

Wir haben noch Tickets für das kommende Nähcamp in Berlin Köpenick vom 25.-27. Oktober in diesem Jahr. Wir freuen uns auf die Workshops mit Meike Rensch-Bergner zum Thema Schnittmuster anpassen, Slips nähen mit einer Workshopleiterin von Spoonflower, Blusenverarbeitung mit Ellen und Dagmar von Schnittmuster Berlin und verdeckte Knopfleiste nähen mit mir als Workshopleiterin.

Auch im Nähcamp München vom 15.-17. November diesen Jahres kannst du noch dabei sein.

Über den Link ellepuls.com/naehcamp-tour gelangst du zur Ticketseite und kannst dir deinen Platz im Nähcamp Berlin Köpenick oder Nähcamp München sichern. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mit dabei bist. Damit deine Anmeldung auch richtig spannend wird, kommst du mit dem Kauf deines Tickets in den Lostopf für einen Nähmaschinen-Trolley plus Zubehörtasche von der Firma Prym, die uns diesen Gewinn sponsort.

 

Sei mit dabei und sichere dir deine Chance auf diesen Gewinn.

Wir hören uns nächste Woche wieder. Bis dahin. Näh deinen Stil.

Elke

PS: Auf meinem Blog findest du den Link zu den Stilwelten

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Episode #57: Mythen und Fakten rund um den BH mit Brafitterin Marta Thut09 Sep 201900:45:04

Viele Frauen wissen nicht, wonach sie suchen müssen, damit ein BH bequem ist und glauben, dass ein BH unbequem sein muss. Das stimmt nicht. Es ist einfacher einer Frau zu sagen: Dein Körper ist falsch, als dass sie einen anderen BH braucht.

Für jeden Körper gibt es den passenden BH, man muss nur wissen, wo man ihn findet.

Martha hat in ihrem Geschäft über 100 Größen (A-O) in vielen verschiedenen Passformen vorrätig. Seit 2013 berät sie in Hamburg – Volksdorf Frauen, die Probleme haben, einen passenden BH zu finden.

  • Warum passt er nicht?
  • Warum ist er so unbequem?
  • Warum hebt er die Brust nicht an?
  • Gibt es bequeme BHs auch in schön?
  • Habe ich eine “Problembrust”?

Zuerst bespricht Martha mit der Kundin, wo die Probleme liegen und welche Erwartungen und Vorstellungen die Kundin hat. Z. B. wo die Brust hingehoben werden soll. Dann misst sie die Unterbrustweite. Diese Zahl macht nicht zwangsläufig die BH Größe aus, da weiche BHs anders berechnet werden als festere.

Sie lässt die Kundin verschiedene BHs anprobieren, um die optimale Bügelbreite, Bügellänge, Tiefe des Körbchens etc. zu bestimmen. Wenn die “technischen” Details geklärt sind, wird die Bequemlichkeit optimiert.

Sobald der passende BH gefunden ist, verjüngt sich die Silhouette, da die Schwerkraft ausgehebelt worden ist.

Ein guter BH hebt die Brust bis zum Brustansatz – das ist die Stelle, wo die Haut anfängt, nach außen zu wachsen – wieder hoch.

Das Konstrukt eines BHs ist ein meisterliches Ingenieurswerk. Der BH muss

  • fest sein, damit er die Brust hebt
  • er muss weich sein, damit er bequem ist
Warum kann ein falscher BH krank machen?

Ein BH mit passendem Unterbrustband stützt die Brust. Anderfalls hängt das Gewicht der Brust an den Trägern. Bei größeren Größen können die Träger auf den Schultern einschneiden und die Nackenmuskulatur muss gegensteuern. Wenn dabei evtl. Nerven abgeklemmt werden, kann Migräne entstehen.

Wenn der Bügel nicht groß genug ist, drückt er unter der Achsel ein. Metallbügel, die ins Brustgewebe eindrücken, können nicht gesund sein. Ein angepasster Bügel kommt nicht mit Brustgewebe in Berührung. Er sitzt um die Brust herum.

3 wichtige Tipps:
  • halbwegs zufrieden mit dem neuen BH ist keine Option. Keine Verlegenheitskäufe!
  • Verkäuferinnen, die mit Vorurteilen wie “In dieser Größe gibt es gar nichts”, “Dicke Frauen machen eh keinen Sport”, “Bei dieser kleinen Brust brauchen Sie keinen BH” bewerten, sollten nicht als Beratung akzeptiert werden.
  • Ein BH muss die Brust so anheben, dass das Gewicht nicht in den Trägern liegt.

Ich freue mich, dass Martha beim Webinar im Dezember im Näh Deinen Stil Club dabei ist.

Ihr findet Martha online unter www.koerbchenliebe.de, bei Facebook und Instagram unter Körbchenliebe. Schaut doch mal bei Ihr vorbei.

Vielen Dank fürs Zuhören.

Liebe Grüße

Elke

--

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Episode #56: 11 Gründe Warum du deine Accessoires tragen solltest02 Sep 201900:17:57

Herzlich Willkommen zu einer neuen Episode des Näh deinen Stil Podcasts. Bevor wir starten mit den Gründen warum du deine Accessoires auch tragen solltest, muss ich dir noch erzählen, dass die Tickets für die neuen Näh deinen Stil Camps 2020 seit gestern online sind! Nicht nur der Name hat sich von Nähcamp auf NDS Camps geändert, sondern auch inhaltlich werden sich die Camps mehr darauf ausrichten, Dir Know-how bei der Auswahl von Farben, Schnitten, Stoffen und auch bei der Schnittanpassung zu vermitteln. Anders als bei den Tickets für 2019 entscheidest du dich schon beim Kauf für einen Workshop, damit du deinen Platz von Anfang an sicher hast. Wenn ein Workshop voll ist, kannst du dafür auch kein Ticket mehr erwerben. Da der Fokus nun auf diesen hochwertigen Workshops liegt, haben wir uns entschlossen, dass es nächstes Jahr auch keinen offiziellen Nähcoach mehr bei den Camps geben wird. Du findest viel Unterstützung bei den anderen Teilnehmerinnen und kannst mich auch gerne immer fragen, wenn du mal fest steckst.

Sei dabei, nimm dir Zeit für dich und dein Hobby, mit Gleichgesinnten Frauen dein Wissen zu erweitern und dich inspirieren zu lassen. Die Tickets findest du unter ellepuls.com/ndscamps2020.

11 Gründe Warum du deine Accessoires tragen solltest

Die meisten Frauen geben nicht viel auf Accessoires. Sie sind unpraktisch, weil kleine Kinder danach greifen. Weil die lange Kette beim Wickeln schnell in eine missliche Lage geraten kann. Deswegen verzichten die meisten Frauen in dieser Lebensphase auf Schmuck. Und irgendwie behalten wir diese Einstellung danach bei ohne groß darüber nachzudenken. So war das auch bei mir. Ich habe vor den Kindern eigentlich fast immer Ohrringe getragen. Stecker, Kreolen, ganz unterschiedlich. Irgendwann haben sich die Ohrlöcher dann entzündet. Dann musste ich pausieren. Durch die Kinder ergab sich das dann sowieso nicht mehr so richtig und letztes Wochenende war ich beim Juwelier um meine Ohrlöcher mal abchecken zu lassen. Erst hat die Verkäuferin lange in meinen Löchern herumgepolkt, weil wir dachten, sie seien nur verstopft, aber tatsächlich waren sie etwas zugewachsen, so dass ich sie neu habe stechen lassen. Nun muss ich natürlich erst mal 6 Wochen die medizinischen Stecker tragen, aber ich freue mich schon darauf wieder schönen Ohrschmuck zu tragen.

Und wenn du sagst, dass Accessoires so unpraktisch sind, dann denke noch mal drüber nach. Ein Tuch, ein Gürtel, eine Handtasche sind Accessoires, die nicht irgendwo herumbaumeln oder besonders stören. Ohrstecker, schmale Ringe, eine schöne Uhr. Es gibt so viele Möglichkeiten, die ich jetzt auch selbst wieder vermehrt einsetzen werde.

Was sind eigentlich die gängigsten Accessoires und warum solltest du sie nicht so stiefmütterlich behandeln?

Brillen
Hüte/Mützen/Kappen
Ohrringe
Ketten
Armbänder
Ringe
Gürtel
Tücher
Handtasche
Taschenbaumler
Broschen und Pins
Schuhe

Jetzt aber mal ganz konkret: Warum solltest du Accessoires überhaupt tragen?

Du brauchst weniger Kleidung!
Du kannst deinen Stil zeigen
Du bist schneller angezogen
Du sparst Geld (außer du trägst viel Echtschmuck)
Du kannst deine “schlechten” Farben gut tragen
Du kannst das Auge auf deine schönsten Körperregionen lenken
Sie brauchen weniger Platz im Schrank
Super für Farbklammern
Du kannst die Accessoires dekorativ aufbewahren.

Ich glaube Accessoires sind ganz stark Einstellungssache. Klar, oft wissen meine Kundinnen nicht, wie sie ihre Accessoires auswählen sollen, aber im Grunde braucht es einfach etwas Mut und Experimentierfreude. Erwischt! Ich arbeite auch an mir und habe auch schon konkrete Ideen, was ich gerne hätte. Die Frage ist nur, wie schnell ich sie finde.

Zum Einstieg und zum Herausfinden, was zu dir passt, einfach mal ausprobieren mit dem was da ist, oder mal etwas von einer Freundin ausleihen. Danach würde ich aber anfangen, deine Accessoires bewusst zu wählen, damit du deinen Wiedererkennungseffekt, deinen persönlichen Stil schärfst.

Ja, aber immer die Tasche wechseln und die Accessoires auswählen… Für alles wo man eine Verbesserung erzielen will muss man etwas tun. Machst du es wie immer, siehst du aus wie immer.

Wo individuellen Schmuck kaufen?

Google ist dein Freund, Kleidertauschparty, Flohmarkt, Ebay, Etsy, gängige Marken, günstiger Modeschmuck bis teurer Echtschmuck.

Ich hoffe, ich konnte dich inspirieren, deine Komfortzone zu verlassen und mal dich mal wieder etwas zu schmücken. Bestimmt entdeckst du das ein oder andere wieder, was du schon längst vergessen hattest.

Wenn dir diese Episode gefallen hat, dann sei so gut und hinterlasse mir eine 5 Sterne  Rezension bei iTunes. Durch diese Rezensionen wird mein Podcast noch besser gefunden und noch mehr Frauen und vielleicht auch Männer können sich inspirieren lassen.

Liebe Grüße

Deine Elle

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Wenn dir diese Episode des Näh deinen Stil Podcasts gefallen hat, würde ich mich sehr über eine positive Bewertung freuen. 

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Episode #55: Willkommen im Club19 Aug 201900:41:35

"Willkommen im Club!"

Ich freue mich so sehr, dass ich diesen Satz in den letzten Tage so oft schreiben und sagen durfte und das so viele von Euch bereits Mitglied im neuen Näh deinen Stil Club sind.

In diesem Podcast habe ich noch einmal alle Details zum Club zusammengefasst. Es geht um die Inhalte aber auch um Organisatorisches.

Wenn du auch in den NDS-Club kommen möchtest, kannst du ein Monats- oder Jahresabo hier buchen: https://www.ellepuls.com/nds-club/

Dort findest du auch alle Informationen schriftlich zusammengefasst.

Hast du weitere Fragen oder bist dir unsicher, dann schreibe mir eine E-Mail an Elke@ellepuls.com

Ich freue mich auf dich!

Liebe Grüße

Elke

 

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4 Elemente beim Nähen | Teil 1: Farbe26 Mar 202300:20:04

Der Beginn einer 4-teiligen Serie rund um die Entscheidungsfindung für deine Nähprojekte. Mit dieser Serie möchte ich dazu inspirieren, deine Perspektive bei der Auswahl deiner Nähprojekte zu wechseln, damit du zukünftig noch mehr Freude beim Nähen UND Tragen deiner Kleidungsstücke hast. 

Melde dich zum Näh deinen Stil Workshop an

Wann: 19. April um 19 Uhr

Wo: du erhältst durch deine Anmeldung einen Zoom-Link

Warum: um deinen Weg zu mehr handmade Lieblingsoutfits zu gehen, die du wirklich trägst

Kosten: 0 EUR

 

 

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Du möchtest Jeden Monat eine kostenlose Outfitinspiration nach Stiltyp in deiner Inbox? Melde dich hier an.

Und wenn du einfach schön und selbstbewusst in deinen Farben strahlen möchtest, dann besuche unsere Farb-Fitterie. Denn dort kannst dir bequem, in nur wenigen Schritten von zu Hause deinen Farbfächer bestellen. 

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Episode #54: Wie Outfit-Formeln dir mehr Energie für den Tag geben12 Aug 201900:13:06
Wer kennt es nicht? Die Zeit drängt und es muss ein Outfit her, sei es für einen normalen Tag im Job oder einen außergewöhnlichen Anlass. Als Hochzeitsgast plant man in der Regel laaaange vor, kauft mit Bedacht und nach einem Tag ist das Kleid dann ein Schrankhüter, weil weitere Anlässe dafür fehlen.   Für die alltäglichen „Anlässe“ nehmen wir das „was gerade da ist“. Dabei sind diese Anlässe doch viel häufiger, und damit aus meiner Sicht kleidungstechnisch wichtiger als das Hochzeitsgast-Outfit. Was wäre, wenn du für deinen Alltag super Outfits hättest? Outfit-Formeln, die dir das Leben erleichtern? Wusstest du, dass fehlende Klarheit in deiner Garderobe zu ungünstigen Entscheidungen am Abend führen kann? Das klingt weit hergeholt? Dann hör einfach weiter zu.   Eine Kundin schrieb kürzlich im Feedback zum Alles passt zusammen Kurs, dass sie manchmal den halben Inhalt ihres Kleiderschranks auf dem Boden liegen hat, bevor sie die richtige Kombi gefunden hat. Das kostet Zeit und Nerven. Wenn sie schon am frühen Morgen diese Szene durch hat ist eine Energie verbraucht, die sie für wichtigere Dinge gebrauchen könnte.   Jede Entscheidung kostet uns nämlich Energie/Willenskraft. Stell dir deinen Entscheidungshaushalt wie ein volles Glas vor. Sprich, morgens ist das Entscheidungsglas voll. Mit jeder Entscheidung wird das Glas leerer. Wenn also schon morgens so viele Entscheidungen vor dem Kleiderschrank gemacht werden müssen: Das Oberteil mit dieser Hose? Ach nee, zu kurz. Hmmm, dann lieber das längere Oberteil zur Hose? Ach nee, die Farbe ist zu ähnlich. Das perfekte Oberteil ist nur leider gerade in der Wäsche. Ok, dann eben eine andere Hose, oder doch ein Rock? Wie soll heute eigentlich das Wetter werden? Oh, Regen? Dann muss ich ja andere Schuhe nehmen. Dazu passt die Hose wieder nicht... Die Energie ist dann einfach nicht mehr da um wertvolle Entscheidungen zu treffen. Bis also das finale Outfit steht, ist das Entscheidungsglas schon deutlich leerer. Aber immerhin bist du angezogen! Und kannst zur S-Bahn sprinten. Dass du abends noch deinen Kleiderschrank aufräumen musst, verdrängst du dezent.   Was kann das eigentlich zur Folge haben, wenn das Entscheidungsglas so früh am Tag beansprucht wird? Nur ein Beispiel: Abends könnte sich die Frage stellen: Sofa oder Sport? Was glaubst du wofür sich jemand mit einem leeren Entscheidungsglas entscheidet? Na klar, für die bequeme Variante. Die Energie ist dann einfach nicht mehr da um wertvolle Entscheidungen zu treffen. Tiefkühlpizza oder selbst gemachte Pizza für die Kinder? Auch hier bräuchte es Willenskraft um die gesündere, arbeitsreichere Variante zu wählen.   Du findest das jetzt weit hergeholt? Frei nach dem Motto, die will mir doch jetzt nicht erzählen, dass mein Kleiderschrankdesaster dazu führt, dass ich mich abends für Netflix statt Workout entscheide? Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass die Willenskraft eine begrenzte Ressource ist, die sich über Nacht wieder auffüllt und sich mit jeder Entscheidung, jeder Äußerung von Willenskraft wieder ein Stückchen leert. Deswegen trifft man abends oft unvernünftige, bequeme Entscheidungen. Einen Blogartikel zum Thema Willenskraft verlinke ich dir in den Shownotes. https://www.apa.org/helpcenter/willpower Eine Entscheidung weniger am Tag Hast du auch schon gehört oder gelesen, dass erfolgreiche Designer immer das gleiche Outfit tragen? Genau aus diesem Grund: eine Entscheidung weniger am Tag. Jeden Tag das gleiche zu tragen wäre mir persönlich zu langweilig, aber mit Outfit-Formeln ist eine tolle Alternative. Wenn du dich mal nicht entscheiden kannst, was du anziehen sollst, dann wirfst du einen Blick auf deine Outfit-Formeln, die als Foto oder Zeichnung im Schrank hängen und du kannst dir schnell was zusammenstellen ohne groß darüber nachzudenken.   Das heißt nicht, dass du immer nach diesen Formeln gehen musst, aber sie werden dir hilfreich zur Seite stehen, wenn du einen dieser Tage hast. So kannst du zufrieden das Haus verlassen ohne dein Entscheidungsglas leeren zu müssen.   Wie gut unsere Garderobe strukturiert ist und wie gut unsere Sachen zusammen passen, kann also durchaus dazu beitragen wie entspannt unser Alltag läuft. Und dabei ist ja noch nicht berücksichtigt, wie wir uns den ganzen Tag über fühlen, wenn das Outfit doof gewählt ist. Ich hatte letztens wieder mein japanisches Kleid aus Viskose-Jersey an. Es sieht echt besonders aus, aber es ist auch besonders anstrengend zu tragen. Es verrutscht ständig. Wenn ich die Handtasche trage rutscht es nach vorne, wenn ich auf Toilette war muss ich die Falten des Rockteils wieder neu arrangieren. Eigentlich muss ich das nach jedem Aufstehen machen, aber das ist mir dann doch Zuviel des Guten. Und wenn es komisch hängt, sieht es auch nicht mehr so cool aus wie es eigentlich könnte. Es ist zwar nichts dramatisches, aber es nervt einfach, wenn ich bei jeder Bewegung die Schulternaht wieder an die richtige Stelle bewegen muss. Ich verstehe total, dass mir so viel Frauen in der Umfrage geschrieben haben, dass sie sich eine Garderobe wünschen, die bequem ist und gut aussieht. Unterschreibe ich sofort. Klar gibt es auch mal Anlässe wo man die Stehhose anziehen kann oder das Stehkleid. Du weißt was ich meine. Was ist grundsätzlich wichtig, um Outfits geschickt zusammen zu stellen? Vielleicht ist diese Episode etwas anders verlaufen als du gedacht hast. Falls du von mir jetzt 5 immer gültige Outfit-Formeln erwartet hast, dann muss ich dich leider enttäuschen. Aus meiner Sicht muss jeder seine eigenen Formeln finden. Natürlich gibt es auch einige weithin als gültig anerkannte Stil-Regeln, aber das ist wieder ein Thema für sich.   Grundsätzlich wichtig um Outfits geschickt zusammenstellen zu können:   • du musst deinen Körper, deine Proportionen verstehen. Welche Ausschnitte, welche Längen funktionieren für dich? • Welche Farben, welche Schnitte? • Auf dem Weg dahin ist für uns Hobbynäherinnen natürlich auch wichtig, wie das Ganze angepasst und genäht wird. • Und als Krönung, die richtigen Schuhe & Accessoires.   Ich werde im Näh deinen Stil Club, der in Kürze startet, viele Vorschläge machen, welche Formeln du austesten kannst um den Weg abzukürzen.   Mehr zum Club werde ich in meinem neuesten Webinar „Wie du deinen Stil auf‘s nächste Level heben kannst“ erzählen.   Es wird am 15.8. um 19:30 Uhr stattfinden. Falls du am Kurs „Alles passt zusammen“ teilgenommen hast, bitte nicht wundern, du hast eine Einladung für den 14.8. und das ist auch richtig so.   Im Webinar wird es darum gehen wo du gerade stehst in Sachen Näh deinen Stil und was deine nächsten Schritte sein können, damit du auf‘s nächste Level kommst. Die Aufregung hier im Elle Puls Hauptquartier steigt und bis dahin bleibt im Hintergrund noch einiges zu tun. Mein Mann wird immer mehr zum Online-Experten. Ohne ihn wären solche kostenlosen Angebote für dich gar nicht möglich. Vielen Dank.   Also, du kannst dich für das Webinar am 15.8. um 19:30 Uhr über diesen Link anmelden:  ellepuls.com/nextlevel.       Buch-Link: the 1 thing (müsste es auch auf deutsch geben)    

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Episode #53: "Problemzone oder Potenzialzone? - 3 Gedanken für einen liebevolleren Blick in den Spiegel"05 Aug 201900:21:00
Wie kann ich breitere Hüften mit viel Po kaschieren? Und was mache ich bloß mit meinen dicken Oberschenkeln? Wie kann ich meinen Busen größer wirken lassen? In meinem wöchentlichen Feedback-Formular für den aktuellen Kurs lese ich immer wieder die Frage nach Tipps zum Kaschieren bestimmter (vermeintlicher) Problemzonen. Du wirst jetzt vielleicht sagen: „Aber Elke, das ist wirklich meine Problemzone! Meine Oberschenkel sind wirklich dick!“. Ich höre dich aber hör mir bitte erst mal weiter zu.   Ich kann gut verstehen, dass die Kursteilnehmerinnen sich ganz konkrete Tipps für die Körperregionen wünschen, mit denen sie nicht im Reinen sind. Den eigenen Körper wohlwollend anzunehmen ist keine leichte Übung und ich arbeite da auch täglich an mir. Mit den Strategien aus dem Kurs rund um das Ausgleichen oder Betonen der Körperproportionen kann man das Auge des Gegenübers strategisch führen und zum Teil austricksen.   Worauf ich aber heute eingehen möchte ist noch etwas viel wichtigeres: Was sind denn die schönen Stellen an deinem Körper? Was magst du? Ich nenne sie einfach mal Potenzialzonen Stelle dich dieser Frage mal vor dem Spiegel und lasse die negativen Gedanken mal nicht zu, sondern nur die guten. Und sag jetzt bitte nicht: „An mir gibt es nichts Schönes.“ Das lasse ich nicht gelten, ok.     Das Thema Problemzonen braucht mal einen anderen Blickwinkel: was sind die Potenzialzonen? Denn die Problemzonen rücken in den Hintergrund, wenn wir uns die Potenzialzonen anschauen und BETONEN. Wir können das Auge dorthin führen und die Problemzonen damit etwas in den Hintergrund rücken lassen. Und glaube mir, selbst die schlanksten und hübschesten Frauen haben ihre Problemzonen. Das habe ich bei meiner Beratungswoche Anfang Juli wieder gesehen. Vor dem Spiegel stehen attraktive Frauen und das erste was sie an sich selbst sehen sind ihre vermeintlichen Makel, die sie aus der Sicht aller Außenstehenden jedoch erst richtig interessant machen und die tatsächlich wunderbar zu ihrer Persönlichkeit und ihrem Stil passen. Das war wirklich wieder sehr spannend zu sehen. Was ich damit sagen will: fast jede Frau in unseren Breitengraden (vermutlich auf der ganzen Welt) mag nicht jede Körperregion gleichermaßen. Und das ist auch ok. Aber was nicht ok ist, wenn sich deine Gedanken vor dem Spiegel (und auch in anderen Lebenslagen) nur um die Problemzonen drehen.   Ich möchte dir 3 Gedanken für einen Perspektivwechsel mit auf den Weg geben. Denn dann kannst du gezielter das nähen, was dir dabei hilft selbstbewusster durchs Leben zu gehen. Unterschätze nicht, welche Wirkung Kleidung auf dich und deine Umwelt hat! Wie sehr manchmal schon kleine Änderungen die Wirkung eines Outfits verbessern können, merken die Kursteilnehmerinnen gerade. Sie haben beim Austesten verschiedener Ausschnittformen und Saumlängen schon tolle Erkenntnisse für sich gewinnen können.   1. Rücke das in den Vordergrund, was du an dir magst. Wenn du ein tolles Dekolletée hast, dann zeige es. Wie tief du blicken lässt hast du ja in der Hand. Wenn du tolle Zehen hast dann zeige sie! Schöne Sandalen, lackierte Fußnägel sind doch was Tolles im Sommer. Du hast bestimmt tolle Augen! Dann betone sie. Trage Schmuck oder Farben, die die Aufmerksamkeit dahin lenken wo du sie haben möchtest.   2. Nun haben wir aber nur diesen einen Körper und ich habe beschlossen mich daran zu freuen wie er jetzt gerade ist, denn in 10 Jahren wird er 10 Jahre älter sein und vermutlich auch 10 Jahre älter aussehen. Und dann werde ich vermutlich meinem jetzigen Körper hinterher trauern. Wir Frauen sind schon paradoxe Wesen, die jetzt jammern und 10 Jahre später dem hinterhertrauern, was wir jetzt bejammern. War das jetzt ein Satz, der Sinn macht?   3. Betrachte deine Körperregionen nicht isoliert, sondern im Gesamten. Im Rahmen einer Beratung hat eine Kundin meine Aufmerksamkeit auf ihre Oberarme gelenkt. Sie fand sie zu dick. Ich fand die Arme sehr schön und vor allem viel wichtiger, sehr stimmig zu ihrem Gesamtkörper. Der Bauch war sehr flach und fest, die Hüften geschwungen, genauso wie die Beine. Dazu hätten die von ihr gewünschten dünnen, drahtigen durchtrainierten Arme einfach nicht gepasst. Das hätte komisch ausgesehen. Auch zum Gesicht wäre ein überall drahtiger Körper komisch gewesen. Ich fand das sehr spannend und hoffe, dass sie diese Veränderung des Blickwinkels für sich annehmen kann. Dein Körper gehört zu dir. Du hast nur diesen einen. Sei lieb zu ihm.   Es ist menschlich und vor allem weiblich, dass wir uns nicht jeden Tag gleichermaßen, aber ein grundsätzlicher Perspektivwechsel hilft einfach unsere Sorgen mal ins rechte Licht zu rücken. Natürlich ist eine gesunde Ernährung superwichtig, genauso wie Sport. Aber beide Maßnahmen erbringen nicht bei jedem das gleiche Ergebnis. Dafür sind wir alle zu unterschiedlich veranlagt. Und da wo wir wollen, dass wir zu- oder abnehmen, passiert es ja meist eh nicht, sonst hätten wir doch längst schon die vermeintliche Standard, äh Traumfigur.   Was hat das nun alles mit dem Nähen zu tun? Sehr viel wie ich finde. Zumindest wenn es um das Nähen der eigenen Kleidung geht. Denn wie du weißt ist Kleidung etwas sehr persönliches. Wir wollen uns geschützt oder stark, sexy oder kompetent, etc. fühlen. Je nach Lebenslage oder Tagesform und Anlass. Wie unterschiedlich das bei jedem ist, zeigt sich schon in einem so einfachen Beispiel wie hohe Absätze. Möglicherweise geben sie dir ein Gefühl von Sicherheit und Selbstbewusstsein, bei mir lösen sie das Gegenteil aus, weil ich nicht darin laufen kann.   Sich bei anderen inspirieren zu lassen ist immer eine tolle Sache, dabei kann so viel gutes entstehen, aber bitte behalte immer im Hinterkopf, was du für dich magst und brauchst in deiner Kleidung. Lerne dich besser kennen, erkenne worin du dich schön fühlst, welche Outfits dir Power geben und welche nicht. Lerne Kniffe, wie du den Blick auf deine Potenzialzonen lenken kannst und lerne, wie du deine persönlichen Problemzonen in den Hintergrund rücken lassen kannst, sowohl optisch als auch gedanklich.   Wenn du diese Reise langfristig strukturiert angehen möchtest, wenn du dir Unterstützung von mir wünschst und den Austausch mit Gleichgesinnten Frauen, die alle einen ähnlichen Weg gehen wollen, dann komm ab dem 9.8. in den Näh deinen Stil Club. Ich freue mich schon voll auf die Gruppe!    Bisher habe ich das „Näh deinen Stil“ Thema hier im Podcast und in intensiven mehrwöchigen Online-Kursen angeboten. Für viele Teilnehmerinnen war jedoch der Zeitfaktor ein Hindernis. Neben Vollzeitjob, Kindern und Haus noch eine intensiven Online-Kurs zu verfolgen und umzusetzen ist anspruchsvoll. Die Kurse haben den Teilnehmerinnen einen kräftigen Push in die richtige Richtung gegeben, aber Stilfindung ist etwas langfristiges, nichts was von heute auf morgen passiert.   Stilfindung ist kein Umstyling, wo jemand dir was Neues anzieht, dich schminkt und frisiert damit du einen Tag lang wie ein anderer Mensch aussiehst. Wenn innerlich nichts passiert, trägst du nach ein paar Tagen wieder das Altgewohnte. Das ist wie wenn man nach einer Diät wieder in das gewohnte Verhaltensmuster zurück fällt.   So stelle ich mir das auch bei den TV-Shows vor wo ein Handwerkerteam ein Messie-Haus innerhalb einer Woche komplett saniert und sensationell toll einrichtet. Ich möchte gerne mal sehen wie diese Häuser nach einem Jahr aussehen. Ordnung halten haben die Bewohner durch die Renovierung nämlich nicht gelernt.   Man nimmt sich ja immer selber mit. Sich neu zu erfinden ist ein Prozess, der auch mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat. Es ist eine bewusste Entscheidung dafür, sich selbst an die erste Stelle zu stellen, sich schön zu finden um sein Umfeld dadurch noch positiver beeinflussen zu können. Ich verstehe, dass die Kinder eine Zeit lang an erster Stelle stehen. So war das bei mir auch, aber irgendwann kommt der Punkt wo du dich wieder an die erste Stelle stellen darfst. Wenn du dich gut findest und zufriedener bist, dann strahlt das auch auf deine Mitmenschen ab Ich könnte noch lange weiterreden. Wenn du Interesse hast, dann stay tuned. Über den Newsletter halte ich dich auf dem Laufenden!   Ich freue mich, dass du bis hierhin zugehört hast. Wenn dir diese Episode gefallen hat, dann schicke den Link dazu bitte an eine Freundin, Kollegin oder Bekannten weiter, der diese Episode weiterhelfen könnte sich mehr auf ihre Potenzialzonen zu konzentrieren.. Teile, was dich inspiriert, damit wir mehr auf uns achten und etwas in der Welt bewegen können.  

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Episode #52: Was du von Kaufkleidung für deine Nähprojekte lernen kannst08 Jul 201900:18:16

Mich erreicht oft die Frage, wie man herausfindet, welcher Stoff zum Schnitt passt. Ich finde das ist eine Frage, die eine komplexe Antwort mit sich bringt. Es ist so eine typische „Es kommt darauf an“ Frage. 

Es kommt darauf an:

  • wie das fertige Kleidungsstück fallen soll
  • Wie schwer oder leicht
  • Dicht gewebt oder locker
  • Materialzusammensetzung
  • Wie die Oberfläche des Stoffes beschaffen sein soll
  • Auch die Muster

Es gibt also einerseits „technische“ Anforderungen an den Stoff aber eben damit verbunden die Frage danach, wie du es schaffst, dass das fertige Kleidungsstück auch zum persönlichen Stil passt, damit du es gerne trägst. Manchmal denkst du, dass du alle Anforderungen erfüllt hast, trägst das Teil dann aber doch nicht aus welchen Gründen auch immer. 

Perfektion ist nicht das Ziel, das bremst nur aus, siehe Episode #47, aber wenn du dich langfristig mehr mit den Eigenschaften von verschiedenen Stoffen befasst und ganz viele Stoffe anfasst, Nähproben machst, dann werden deine Nähergebnisse besser werden, weil du einfach mehr Erfahrung gewinnst. Dadurch kannst du Stoffempfehlungen besser einschätzen. 

Eine wertvolle Schule bieten dir Bekleidungsgeschäfte. Billige, teure. Und wenn sich deine Nackenhaare schon hochstellen, wenn du nur an das Wort „Shoppen“ denkst, dann verschiebe deine Perspektive. Du gehst nicht shoppen, sondern du gehst auf eine Entdeckungsreise, auf Forschertour. Und du musst noch nicht mal die Umkleidekabine besuchen, außer es ist dir peinlich, Fotos von Details zu machen. Du kannst viel lernen von den Kleidungsstücken von der Stange. Und wenn du Lust auf Unterhaltung hast, dann teste doch mal das Fachwissen der Verkäuferin/des Verkäufers.

Worauf also kannst du achten, wenn du auf Stoff-Entdeckungsreise gehst? Damit kommen wir wieder auf die eingangs erwähnten Punkte:

  • Wie soll der Stoff für das fertige Kleidungsstück fallen? Fang am besten mit deinem Kleiderschrank an, sofern du noch Kaufkleidung darin hast. Im Laden hast du die Möglichkeit viele verschiedene Kleidungsstücke in verschiedenen Qualitäten anzufassen. Wie bewegt sich der Stoff? Wie fasst er sich an? Reibe zwei Stofflagen mal gegeneinander. Dann bekommst du ein Gefühl dafür, wie flutschig oder nicht der Stoff unter der Nähmaschine wäre. 
  • Stoffgewicht: Das ist natürlich schwierig einzuschätzen und ich vermute mal, dass das Verkaufspersonal diese Frage nicht beantworten kann. Aber dennoch, gerade im Vergleich verschiedener Materialien erlangt man ein Gespür für die Schwere des Stoffes. Ideal ist natürlich, wenn du ein Kleidungsstück im Schrank hast, mit dem du Stoff kaufen gehen kannst. 
  • Halte das Kleidungsstück gegen das Licht. Gerade bei leichteren Oberteilen und Kleidern. Wie dicht gewebt ist der Stoff? Ist er transparent? Ist es eine Lage Stoff oder zwei Lagen, die miteinander verwebt sind (Double Gauze)?
  • Die Zusammensetzung des Stoffes ist das leichteste bei einem gekauften Kleidungsstück, denn Hersteller sind verpflichtet, die Zusammensetzung anzugeben. Auf dem Wäscheschild kannst du genau die prozentuale Zusammensetzung des Materials nachlesen. Das gibt dir schon mal eine Richtung, aber 100% Viskose kann so oder so verarbeitet sein. Das sagt noch nicht alles. Zur Forschungsreise gehört es auch, mal etwas nachzulesen. Hier kann ich das Büchlein „Stoff und Faden“ von Constanze Derham empfehlen. 
  • Oberfläche und Struktur: ist der Stoff glatt oder körnig, grob, rau? Also, wie fasst er sich an? Glänzt der Stoff oder ist er matt? Darüber werde ich in den kommenden Monaten noch mehr erzählen, weil das wirklich eine Stilkomponente ist, die ähnlich wie die Farbe analysiert werden kann und viel ausmacht. 
  • Muster: Auch das Muster kann beeinflussen ob ein Stoff der richtige ist für ein bestimmtes Nähprojekt. Welche Wirkung ein bestimmtes Muster in Kombination mit einem bestimmten Schnitt hat können sich viele Frauen nicht vorstellen. Natürlich findet man oft nicht das, was man nähen möchte als Beispiel im Laden. Aber bestimmt finden sich Kleider mit verschiedenen Mustergrößen und Musterformen, die man mal begutachten kann. 
  • Last but Not least: erforsche die Verarbeitung von Kleidungsstücken. Hier lohnt es sich, mehrere Teile von innen zu betrachten und wenn nötig, abzufotografieren. Also z. B. Mehrere T-Shirts oder Mäntel von verschiedenen Firmen, denn es gibt immer verschiedene Möglichkeiten ein bestimmtes Kleidungsstück zu verarbeiten. Lass dich inspirieren von der Konfektion. Wenn ich ein Detail sehe, das ich so noch nicht kenne, mache ich immer ein schnelles Handyfoto davon. 

Auch wenn du keine Lust auf Klamotten Shoppen hast, bleib neugierig für das was in den Geschäften hängt. Auch wenn du manchmal nur den Kopf über die billige Verarbeitung schütteln kannst, zumindest weißt du dann wieder warum du selber nähst. Es ist also auch immer eine Idee, mal in teurere Geschäfte zu gehen und da zu schauen. 

Und jetzt kommt der schwierigste Punkt, wenn es um die Umsetzung geht: wo bekommst du nun genau DIESEN Stoff, der doch an der Marco Polo Bluse sooo toll aussah? Deswegen gehe ich ich auch am liebsten vor Ort Stoff kaufen, weil ich dann genau sehen und fühlen kann wie der Stoff gearbeitet ist und wie er fällt. Ich weiß, dass nicht jeder die Möglichkeit hat regelmäßig in einem gut sortierten Stoffladen bummeln zu gehen, aber wenn sich die Möglichkeit bietet, dann unbedingt nutzen. 

Meiner Erfahrung nach haben viele Stoffläden, die hauptsächlich Hobbynäherinnen bedienen, oftmals ein großes Sortiment an Jerseystoffen, teils auch viele Kinderstoffe. Ich hätte ja gerne einen Lagerverkauf eines Herstellers von hochwertiger Damenbekleidung in der Nähe, aber ich habe auch noch nicht ausführlich recherchiert ob es welche in der Nähe gibt. Auch bei eBay gibt es häufig Stoffe aus Überhängen, teilweise auch hochwertige Bekleidungsstoffe aus Italien etc. Wo genau du nun die für dich passenden Stoffe findest, kann ich dir nicht verraten, aber viele größere Stoffhändler bieten die Möglichkeit Muster zu bestellen. 

Einfach mal alle Stoffe anfassen, die deinen Weg kreuzen. 

Liebe Grüße

Elke

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Episode #51: 3 interessante Bücher zum Thema Stil24 Jun 201900:27:17

So sehr ich die Möglichkeiten liebe, die man online hat, lobe ich mir ein echtes Buch. Das ist das heutige Thema: Bücher zum Thema Stil und 3 interessanteste möchte ich dir  vorstellen.

Grundsätzlich finde ich an Büchern gut:

  • das sie etwas Haptisches sind
  • ​Man kann so schön darin Textstellen markieren, Lesezeichen setzen, Notizen machen. Klar, geht auch mit einem Tablet, E-Book-Reader oder auch mit dem Smartphone, aber ein Buch fasst und fühlt sich schöner an
  • Man kann es immer wieder in die Hand nehmen und jedes Mal hat die ein oder andere Textstelle eine andere Bedeutung als vorher
  • Man kann es verleihen/verschenken

Und die Nachteile von Büchern:

  • Haben Bücher überhaupt Nachteile?
  • Man kann viel lesen, aber man muss es auch umsetzen, damit es Auswirkungen hat
  • Nur Wissen reicht oft nicht - Die Praxis ist genauso wichtig

 

1. "The curated closet" von Anuschka Rees

Mein erstes Buch, das ich zum Thema Stil gekauft habe. Die deutsche Ausgabe heißt „Das Kleiderschrank-Projekt“. Ich finde deutsche Übersetzungen von Buch- und Filmtiteln oft eher mäßig. Auch hier sagt der deutsche Titel nicht das gleiche aus, wie der englische: Die kuratierte Garderobe, also eine sorgfältig ausgewählte Garderobe, wo jedes einzelne Teil mit großen Überlegungen in das große Ganze eingefügt wird.

  • optisch ansprechend, trifft den Zeitgeist — sehr instagrammy
  • ​Getreu dem Motto von Vivienne Westwood „Buy less, choose well, and make it last.“ Sei wählerisch, gewähre nur Teilen, die du 100 % liebst, einen Platz in deiner Garderobe
  • die Autorin war selbst mal Shopaholic in jungen Jahren
  • Sie hat erst einen englischsprachigen Blog geschrieben, der weltweit gelesen wurde. Dann das Buch, das mittlerweile in viele Sprachen übersetzt wurde
  • Sehr analytische Herangehensweise, daher hat es mich angesprochen, aber auch hier ist es nicht nach einmal lesen getan
  • Fokus liegt auf persönlichem Stil im Sinne von Design und weniger im Sinne von welche Farbe oder welcher Schnitt passt zu welchem Typ
  • Teil 1: Ausgehend vom Status Quo setzt man Ziele für den Stil
  • Teil 2: Den persönlichen Stil mit Inspirationsphase kennenlernen, experimentieren, Stil-Profil erstellen
  • Teil 3: Die Traumgarderobe aufbauen: ausmisten, Garderobe passend zum Leben zusammenstellen, Thema: Capsule Wardrobe
  • Teil 4: Die Kunst des Shoppens: bewusst und nachhaltig shoppen, Passform, Pflege

Das Buch ist sehr inspirierend und kann überwältigen, daher habe es einmal gelesen und dann immer mal wieder häppchenweise.

Für wen ist es?

Es richtet sich gefühlt an jüngere und ältere Frauen, die ihre Garderobe "sanieren" wollen. Geschrieben aus einer jungen, frischen Perspektive, sehr analytisch und detailliert. Das einzige der Bücher, das sich mit der Pflege der Garderobe auseinandersetzt und Tipps zum Shoppen gibt.

2. "Mein schönstes Ich - Persönlicher Stil als Weg zum Selbst" von Veronika Wimmer und Julia Passing

Mit "finde deine Farben, deine Materialien, deine Schnitte" wird ein ganz anderer Ansatz im Buch von Imago Berlin (Veronika Wimmer und meiner Dozentin Julia Passing) verfolgt. Zusammen ergibt sich deine persönliche Stilwelt.

Das Buch gibt einen Einblick in die Methode von Imago Berlin, wo ich meine Farbausbildung gemacht habe und zur Zeit die Stilausbildung mache. Diese Herangehensweise finde ich selbst sehr hilfreich für Hobbynäherinnen, weil man damit noch mehr die Schritte abbilden kann, die auch beim Nähen wichtig sind. Gerade das Thema mit den Farben und Materialitäten findet sich so nicht bei Anuschka Rees wieder. Es ist eben eine andere Herangehensweise an das Thema. 

  • Farben: Helligkeit, Intensität, Temperatur (HIT-Prinzip), nach dem ich arbeite und auch schon ausführlich Farbimpuls Challenge erklärt habe
  • Stilwelten und Wesenskern: „Die Suche nach den magischen Stücken, die unser Wesen perfekt ausdrücken, spiegeln, gar feiern?"
  • Wenn die Kleidung die Persönlichkeit spiegelt, betont und beflügelt, dann ist das Optimum erreicht
  • Die eigene Stilrezeptur finden - mehr als eine Einkaufshilfe, sondern eine tiefere Art der Selbstwahrnehmung. Kann zur Lebenshilfe werden laut Veronika Wimmer
  • Individuelle Stilwelten: Klar-schlicht, klar-lebendig, unbändig, leicht verspielt, opulent, extravagant-klar. Verschiedene Unterkategorien und Mischungen wie Trenchcoat-Typ, romantischer Typ. In der Beratung stellt sich oft heraus, dass viele Personen eine Mischung verschiedener Typen in sich vereinen und damit unvergleichlich werden.
  • Proportionen: mit Farbe und Schnittführung zaubern
  • Stil im Beruf

Das Buch macht neugierig auf das Beratungskonzept. Den Ansatz haben Julia und Veronika zum Großteil selbst entwickelt und die Arbeit mit den einzigartigen Analysetüchern zeigt, wie viel Erfahrung in dem Beratungssystem steckt. Ich mag es sehr als Grundlage und entwickel es für die Näh-Community weiter.

Für wen ist es?

Das Buch ist keine konkrete How-To- Anleitung . Es erklärt das Konzept.

 

3. "Kleidungskonzepte" von Teresa Gilewska

Eine Übersetzung, die im Stiebner Verlag erschienen ist.

Die Aufmachung ist im Gegensatz zu „Curated Closet“ wenig zeitgeistig. Da sieht man mal wieder, dass genauso wie Kleider machen Leute, das Design das Buch macht. Der Inhalt ist viel wichtiger, das ist klar, aber ehrlich gesagt, ist das bei einem Menschen ja auch so. Die inneren Werte zählen. Eigentlich. Aber der Mensch wird erst nach seinem Äußeren bewertet. Davon hängt ab, ob man einen Job bekommt, etc. Liebe Grüße an Melanie Stiebner, die unsere Nähcamp-Bibliothek dieses Jahr großzügig bestückt hat. Meine Meinung zum Design mancher Bücher kennt sie schon.

Inhaltlich ist das Buch sehr interessant. Ich schlage öfter mal etwas nach.

  • Kapitel 1: historischer Überblick mit einer sehr interessanten kleine Zeitreise durch die Mode
  • Silhouetten und Körperformen (was man so kennt X, Y, O...), Figurinen zeichnen (Modeschüler), technische Zeichnungen
  • Silhouette zur Geltung bringen, im praktischen Teil gibt es konkrete Zeichnungen, man kann nach Problemstellung suchen: breite Schultern, kurze Beine etc. Super, wenn man unschlüssig ist, welchen Schnitt man wählen soll
  • Bei der Damengarderobe geht es im Detail um Materialien. Dann noch mal nach Kleidungsstück und wie es „etwas für dich tun kann“
  • Accessoires
  • Von diesen Büchern das konkreteste, ein Nachschlagewerk mit Beispielzeichnungen

Ich habe es bisher hauptsächlich für die Körperformen verwendet, mehr wie ein Lexikon. Jetzt habe ich noch mehr Lust bekommen, es mal richtig von vorne bis hinten durchzulesen.

Von der Autorin gibt es eine ganze Buchserie im Verlag: Grundschnitte etc. Man merkt, dass die Autorin aus der Sicht einer Nähenden schreibt. Passt gut in eine Nähbibliothek und hat mehr Wert als das 5. Jerseybuch zu kaufen

 

4. “The truth about Style” von Promi-Stylistin Stacy London

Credo: Stil hat nichts mit Trends und Must-Have Teilen zu tun

  • Konkrete Vorher-Nachher Bilder
  • Die Geschichte der Frauen wird erzählt, die mit bestimmter Fragestellung zu Stacy kommen
  • Schönes Buch, aber weniger ein Nachschlagewerk.
  • Inspirierend, ermutigende und bewegende Geschichten

So, jetzt habe ich dir einen Einblick in 4 Bücher gegeben, die das Thema persönlicher Stil ganz unterschiedlich beleuchten. Wenn mich jemand fragen würde, welches mir am besten gefällt oder welches ich empfehlen würde... Denn die Frage kommt mit Sicherheit, nehme ich die Antwort mal vorweg:

Ich würde jedes Buch empfehlen, denn die Frage ist ja, was dir wichtig ist, was du wissen möchtest, mit welcher Fragestellung du an ein solches Buch herangehst.

Alle Bücher habe ich übrigens zu den Amazon Titeln verlinkt, wenn du Lust hast, dir das Buch zu kaufen. Übrigens auch eine schöne Geschenkidee.

Viel Spaß beim Lesen und liebe Grüße


Elke

Dieses sind Affiliate Links zu den Büchern aus meiner Rezension. Wenn du ein Buch kaufst verdiene ich eine kleine Provision.

The Curated closet: https://amzn.to/2Y6wmMy

Deutsche Version: https://amzn.to/2Xpg30c

Mein schönstes ich: https://amzn.to/2Y3IIVp

The truth about style https://amzn.to/2x7XRJO

Kleidungskonzepte für jede figur: https://amzn.to/2Xo2pKF

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Episode #50: So nutzt du Selfies, um deine Outfits zu verbessern17 Jun 201900:12:56

In der ersten Woche meines Näh deinen Stil-Kurses werden viele Fotos gemacht. Manch eine Teilnehmerin muss ihre Komfortzone dafür verlassen. Ich glaube beim ersten Foto haben sie ganz schön geschluckt. Sich in einer neuen Gruppe mit einem Ganzkörperfoto zu zeigen kostet Überwindung wenn man das vorher noch nie gemacht hat. Deswegen machen wir das in der ersten Woche täglich. Erstens gewöhnen sich die Teilnehmerinnen so schneller dran und sie haben innerhalb der ersten Woche schon einige Fotos, die sie vergleichen können. 

Feedback wie dieses erreicht mich zu den Selfies der Teilnehmerinnen:

  • Mir hat besonders gut gefallen, dass mir durch die Selfies erst einmal aufgefallen ist, was unstimmig ist und wo ich an meinen Outfits arbeiten kann. Spiegelbilder und Fotos sind verschiedene Sprachen. 
  • Sich selbst überwinden und Fotos von sich zu zeigen ohne zu wissen, wie die anderen Teilnehmer reagieren werden. Gleichzeitig war es wie eine große Kennenlernrunde, man bekam jeden fast täglich zu Gesicht und durch die schnell entstandenen Diskussionen kam eine recht vertraute Atmosphäre auf.
  • Sonst fotografiere ich mich nicht unbedingt,  aber durch diese Fotos habe ich einen ganz neuen Blick für mich selbst entwickelt. Die Fotos geben einen neuen Blickwinkel auf mich. Das gefällt mir gut, ich habe positives neu entdecken können und vor allem schätze ich mich jetzt ganz neu ein. 
  • Manchmal bin ich unsicher oder unzufrieden wenn ich mich fertig angekleidet habe und sehe mich im Spiegel. Ich fühlte das etwas nicht stimmt, konnte mir aber nicht erklären was und hatte somit auch keine Lösung. Ein Foto zu machen und dies zu betrachten hat mir geholfen. Ich sehe was das Problem ist, natürlich erst recht nach Deinen Hilfestellungen dazu.

So nutzt du Selfies/ Fotos von dir um deine Outfits zu verbessern:

  1. Ein Foto reicht nicht. Mache mindestens eine Woche lang täglich ein Foto von dir in deinem Outfit. So wie du normalerweise aus dem Haus gehst. Du wirst sehen, dass du auf Fotos einen anderen Blick auf dich und deine Outfits erhältst. Am Spiegel bist du dir zu nah, ein Foto ist objektiver. Bringt mehr Distanz.
  2. Deine Outfitfotos bringen dann so richtig etwas, wenn du anfängst verschiedene Varianten eines Outfits in einer Collage nebeneinander zu stellen. Dann hast du einen direkten Vergleich. Ändere immer nur ein Teil, wie z. B. die Schuhe. Oder krempele die Hose auf verschiedene Längen um zu sehen, welche Länge am stimmigsten aussieht, versuche verschiedene Ketten in verschiedenen Längen
  3. Vieles wirst du schon selber sehen. Wenn du dir unsicher bist bei einem Vergleich, dann kannst du dir Feedback holen. Der Vorteil ist dann einfach, dass die andere Person auch sofort Vergleiche zur Hand hat und eine bessere Grundlage für einen Rat hat. Vielleicht würde sie sonst sagen, “Ja, sieht doch ganz gut aus, was du an hast”. Wenn du aber gleich 3 Varianten hast, würde sie vielleicht sagen, “ach stimmt, mit den Schuhen sieht es noch viel besser aus”. Oder aber auch nicht.

Die Überwindung lohnt sich und glaub mir, es ist ganz normal, wenn du dich auf den Fotos erst mal komisch findest. Obwohl ich mittlerweile schon oft in Outfits fotografiert wurde und Selfies gemacht habe, gibt es manchmal immer noch Momente wo ich selbst überrascht darüber bin, wie gut oder auch nicht gut doch ein bestimmtes Kleidungsstück oder gesamtes Outfit aussieht.

Du wirst deinen Blick für Outfits und Proportionen schulen. Bei dir und bei anderen. 

Du hast vielleicht schon davon gehört, dass ich eine Aktion für die Sommerferien plane, an der du kostenlos teilnehmen darfst. Soviel sei schon mal verraten: dort wird es unter anderem, auch darum gehen, Fotos von dir selbst zu machen /machen zu lassen. In geschützter Umgebung (Facebook-Gruppe) kannst du dir dann Feedback von den anderen Teilnehmerinnen holen und deine Outfits verbessern. 

Bei dieser Mitmach-Aktion wird das Nähen auch nicht zu kurz kommen. Sei gespannt! Wenn du in den kommenden Wochen weitere Infos dazu erhalten und den Start nicht verpassen möchtest, dann komm auf die Warteliste unter ellepuls.com/wasauchimmer

Liebe Grüße und bis bald!

Elke

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Episode #49: Styleboards-Wie du es richtig machst.10 Jun 201900:27:42

Ein Styleboard ist eine Sammlung an Fotos, Schnipseln, Materialien. Alles was dich zu deinem Stil inspiriert und dir hilft, eine Stimmung (moodboard) und einen bestimmten Stil herauszukristallisieren.

Styleboards gibt es auch in der Kunst, Grafikdesign, Innenarchitektur. Es ist eine Sammlung an Bildern, Notizen, Stichwörtern. Manchmal ist es eine Schriftart oder ein Detail wie Spitze, bestimmte Knöpfe, Muster …

Im Rahmen meiner Ausbildung zur Stilberaterin berate ich Mira, eine andere Teilnehmerin. Ihr Styleboard besteht aus Elementen von Rockabilly, Cowgirl, cool, retro mit maritimem Einschlag und auch Indianerfransen. Das kannst du dir nicht vorstellen? Dann schaue mal auf dem Board vorbei.

https://www.pinterest.de/pulsinchen/imago-mira/


Zum Vergleich der unterschiedlichen Styles schau dir doch mein Styleboard an.

  • Schlicht
  • Wenig Muster
  • Neutrale Farbtöne
  • Flache Schuhe
  • Naturmaterialien

https://www.pinterest.de/pulsinchen/stilfindung-elle/

Dann gibt es noch das Styleboard, das Julia, meine Dozentin für mich gemacht hat. Das kannst du dir auch mal anschauen. Es ist noch mal deutlich klarer, minimalistischer als meine Sammlung und wirkt aus meiner Sicht distanzierter.

https://www.pinterest.de/juliapassing/elke-p/

Warum macht man ein Styleboard?

  • Um zu visualisieren, was man sich vorstellt
  • Damit kann man viel besser kommunizieren, was man sucht und kann sich helfen lassen
  • Bringt Klarheit über das, was man möchte und was nicht
  • Herauskristallisieren, wohin man mit seinem Stil möchte

Wo kannst du Inspirationen sammeln?

  • Magazine
  • Blogs
  • Bücher, Film & Serien
  • Online Shops
  • Leute aus deinem Umfeld
  • schnelles Handyfoto im Laden und natürlich:
  • Pinterest.

Worauf musst du achten, damit es funktioniert?

  • Pinne nur Sachen, bei denen du dir wirklich vorstellen kannst, sie zu tragen.
  • Kombinationen: siehst du ein Teil, das du schon hast, in einer ganz anderen Kombi als du bisher getragen hast? Dann pinne es.
  • Welche Accessoires tragen die Menschen auf den Fotos?
  • Kannst du dir vorstellen, die Farbe, das Material, den Schnitt zu tragen?
  • Manchmal findet man die Gesamtkomposition oder Stimmung eines Bildes toll. Aber bei genauerem Hinsehen stellt man dann fest, dass das Outfit an sich gar nicht so gut gefällt oder siehst, dass es nicht wirklich zu dir passt.
  • Sammle Stoffschnipsel oder Stimmungen, die du in deinem Stil widerspiegeln möchtest.
  • Mir ist das zum Teil too much. Ich will lieber ganz konkrete Outfits in meinem Styleboard haben. Aber es kann bestimmt optisch noch mal alles zusammenbringen, wenn du auch andere Aufnahmen mit einbringst.

Wie viele Styleboards lege ich an?

  • Für jede Jahreszeit ein Board?
  • Für verschiedene Gelegenheiten ein Board (Arbeit, Freizeit, Anlass)?

Was wieder löschen?

  • Erst mal sammeln, wenn auch schon nicht alles, was gefällt
  • Wirken lassen
  • Nach ein paar Tagen anfangen zu löschen
  • Immer mal wieder etwas hinzufügen
  • Bis sich immer mehr herauskristallisiert, was du wirklich tragen wirst
  • Ehrlich mit dir selber sein, damit es auch ein realistisches Styleboard wird

Wo speichere ich die Ideen?

  • Pinterest Wand (kann man nicht so gut verschieben)
  • Notizbuch / Scrapbook
  • Analoge Pinnwand
  • Lose Sammlung, die du immer wieder neu arrangieren kannst
  • Gut, wenn du immer einen Blick darauf haben kannst (Pinnwand)

Wann macht es Sinn, ein solches Styleboard zu erstellen?

  • Wenn ein Umbruch ansteht oder etwas passiert ist und es klar ist, dass sich äußerlich etwas verändern darf oder muss (beruflich, Trennung, persönliche Weiterentwicklung)
  • Laufend, weil man es dann ohne Druck machen kann.
  • Bevor man shoppen geht (ob Stoff oder Kleidung ist egal)


Für mich ist es immer wieder schön und ich mag es auch, meine Pinterest Wand durchzugehen und zu sehen, wie sie sich verändert. Es ist eine kreative Arbeit, die sehr künstlerisch werden kann. Aber es ist auch ein Mittel zum Zweck. Ich verliere mich nicht mehr darin wie früher.

Wenn Du Lust hast, kannst du mir gerne dein Styleboard zeigen. Es interessiert mir sehr, da einmal durchzusehen.

Schön, dass du bis zum Ende zugehört hast. Wenn dir der Podcast gefallen hat, dann freue ich mich über eine Bewertung bei iTunes. Du kannst den Podcast gerne weiter empfehlen.

Liebe Grüße

Elke

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Episode #48: LIVE vor Ort beim Nähcamp in Dortmund03 Jun 201900:30:47

Beim Nähcamp habe ich einigen Frauen gefragt, warum sie an den Nähcamps teilnehmen. So unterschiedlich die Frauen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Gründe.

Für Ute ist es z. B. wichtig, andere Frauen und neue Schnitte kennenzulernen. Sie näht zuhause alleine und freut sich, wenn sie auf den Nähcamps motiviert wird, ihre schwierigen Projekte fertigzustellen oder auch Gespräche über das schönste Hobby der Welt zu führen, ohne das andere die Augen verdrehen, weil ihnen dafür das Verständnis fehlt.

Marion hat sich gefreut, Ute wieder zu treffen. Beide haben sich im letzten Jahr in Bremen kennengelernt. Marion ist davon begeistert, Bekannte zu treffen, die alle “auf einer Wellenlänge” sind. Für sie ist es wichtig, Hilfe von den anderen Teilnehmerinnen zu erhalten und sich nicht von Schwierigkeiten beim Nähen unterkriegen zu lassen. Sie genießt nicht nur die Vorfreude, sondern auch die Erinnerungen an das Nähcamp sind für sie unbezahlbar. Das Nähcamp ist ihr persönliches Highlight des Jahres.

Bettina ist mittlerweile das 3. Mal dabei. Zuhause näht sie alleine, trifft sich aber im Laufe des Jahres mit anderen Teilnehmerinnen des Nähcamps. Ihr geht es um den kreativen Austausch und sie freut sich, wenn sie auf Schnittmuster aufmerksam gemacht wird, die sie allein nicht gefunden hätte.

Alle drei sind von der liebevollen Stimmung und dem netten Umgang miteinander begeistert. Sehr hilfreich ist es für sie, die genähte Kleidung der anderen zu sehen und anzuprobieren. So können sie direkt sehen, welche Schnitte ihnen stehen und wo sie evtl. noch Änderungen vornehmen müssen.

Sie bezeichnen das Nähcamp als ihr persönliches Wellnesswochenende, nehmen an Workshops teil, stöbern in vielen Büchern und genießen die Rundumversorgung im Hotel. 

Vielleicht bist Du ja nächstes Jahr auch dabei und gönnst Dir Dein persönliches Wellnesserlebnis?

Liebe Grüße

Deine Elle

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Episode #47: 5 Schritte aus der Perfektionsfalle27 May 201900:27:14

Hallo, mein Name ist Elke, und ich bin Perfektionistin.

Was ist Perfektionismus?

Kennst du das? Du hast etwas selbst genähtes an auf das du angesprochen wirst, oder für das du Komplimente erhältst . Und das erste was du dazu sagst: "hier am Kragen ist die Naht schief geworden und der Saum ist hier innen ungleich eingeschlagen."

Das kann man erzählen damit andere diese Fehler nicht machen, aber bitte nicht, um dich selbst herabzusetzen. Hab das Selbstbewusstsein! Setze dein Werk nicht herab indem du deine
Mitmenschen gleich auf die Fehler hinweist. Damit nimmst du ihnen die Freude daran, dein Werk, deine Kleidung, dein Outfit zu bewundern. Und wenn du andere auf Fehler hinweist, dann
sehen sie diese und können sie nicht mehr wirklich entsehen. 

Perfekt ist eine Frage der Wahrnehmung. Was ist wann perfekt genug? Das kann bei jedem anders aussehn. Gibt es “perfekt” wirklich? Oder ist es eine Illusion? Wie perfekt ist perfekt. Wenn du mit dem Ergebnis glücklich bist ist es perfekt, oder? Oder muss es auch für die anderen perfekt sein?

Eine gewisse Form von Perfektionismus braucht man beim Nähen. Gerade Nähte müssen schon sein (meine Meinung). Und auch beim Zuschnitt muss es bis zu einem gewissen Grad perfekt sein.

Warum möchte man es perfekt machen? Welche Motive gibt es?

- Es ist in mir drin
- Ich hatte schon immer hohe Erwartungen an mich selbst und
war enttäuscht, wenn ich sie nicht erfüllen konnte
- Mein Vater ist ein sehr genauer Handwerker
- Man hat Angst davor abgelehnt zu werden, die Erwartungen der
anderen?
- Auch wenn niemand meine Bluse von innen sieht, möchte ich,
dass sie toll genäht ist. Für mich!
- Einmal ein hohes Niveau angesetzt, das muss man mindestens halten bzw. eigentlich immer noch verbessern.

Wann steht der Perfektionismus im Weg? Nachteile:

- Wenn er einen lähmt
- Man fängt gar nicht erst an, weil man Angst vor dem Scheitern hat
- Wenn man nie zufrieden ist mit seinem Werk
- Wenn er einem die Freude am Nähen und anderen Tätigkeiten nimmt
- Der Anspruch ist so hoch, dass man es sich einfach nicht recht machen kann und dann ist man schnell unzufrieden und das kann zur Grundstimmung werden
- Wenn man diesen Perfektionismus auch von anderen verlangt… (Familie, Kollegen…)
- Wenn man anfängt sich selbst zu kasteien, weil meine seine (zu) hoch gesteckten Ziele nicht erreicht
- Wenn man nur noch die Fehler in seiner Arbeit sieht und blind wird für die Schönheit des Ergebnisses

Was für Vorteile hat Perfektionismus?

- Tolle Ergebnisse
- Durchdacht
- Der Perfektionist lernt sehr viel
- Ist sehr motiviert (wenn er denn mal anfängt)
- Manche Projekte werden auch nur was wenn man sehr genau arbeitet, hier ist der Perfektionist im Vorteil (Paspeltasche)

Wie findet man die richtige Balance zwischen perfekt und erledigt?

● “Better done than perfect”
● 80/20
● Man braucht Fehler und Scheitern um weiter zu kommen
● Im Moment perfekt kann ja schon sein, wenn es besser ist als beim letzten Mal
● Vielleicht muss nicht alles gleich perfekt sein
● Gelassenheit

Beim Nähen der eigenen Garderobe trifft man so viele Entscheidungen. Das kann schon abschrecken. Stoff, Muster, Farbe, Garn, Kurzwaren, Schnitt, Passform, STyle, etc. Da kann auch so viel schief gehen. Und beim Nähen… oh je! Wenn ich alles total perfekt gemacht hätte, wäre bis heute vermutlich kein einziger Podcast online. Da hilft mir mein Mann. Er ist mehr Team “erledigt” als Team “perfekt”.

Liebe Grüße, deine Elle

PS: Das Schild "Wenn du denkst du kannst es nicht, näh es trotzdem", welches ich im Podcast erwähne, kannst du bei Interesse hier bestellen. 




Zitate aus dem Podcast:

Ich bin nicht gescheitert - ich habe 10.000 Wege entdeckt, die nicht
funktioniert haben. (Thomas Alva Edison)

Wenn man alles berechnet, gelingt nichts. (Romano Prodi)
italienischer Wirtschaftswissenschaftler

Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen , sondern jedes Mal
wieder aufzustehen . (Nelson Mandela)

Scheitern ist einfach nur eine Möglichkeit, es nochmals zu versuchen. Dieses Mal intelligenter. (Henry Ford, visionärer Automobilhersteller 1863-1947)

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Episode #46: 10 Ideen, was du aus einem Grundschnitt alles machen kannst.20 May 201900:31:22

Hast Du Dir schon einmal Gedanken gemacht, wie Du aus einem Basicschnitt das Beste für Dich herausholen kannst? Ich habe festgestellt, dass es ein sehr umfangreiches Thema ist. Deshalb habe ich ein paar Ideen zusammengestellt, die Dir helfen sollen, ein für Dich gut passendes Schnittmuster abzuändern.

Welche Basicschnitte eignen sich für Deine Änderungen? Am Besten beginnst Du mit einem einfachen TShirtschnitt. Aus meinem Shop empfehle ich Dir die Shirtbox in Normal- und Langgrößen.

Los geht's!

Material

Spiele mit dem Material, denn verschiedene Materialien können ganz anders wirken. So hat gemusterter Stoff eine andere Wirkung als einfarbiger oder vielleicht glänzender Stoff. Die linke Stoffseite kann auch sehr interessant sein. Ein einfaches TShirt hat eine festlichere Aussage, wenn z. B. der obere Teil aus Spitze genäht wird.

Teilungsnähte

Wenn Du den Schnitt teilst, kannst Du z. B. Ziernähte setzen. Cover- und Flatlocknähte geben einem TShirt ein sportliches Aussehen. Passende TShirtreste kannst Du im Colorblocking Style zusammennähen. Hierbei solltest Du aber nicht vergessen, die Nahtzugaben zuzufügen.

Schnittmuster- Mix

Aus Deinen vorhandenen Schnittmustern kannst Du auch neue kreieren. Du kannst an einem TSchirtschnitt ein Rockteil anfügen und hast dann ein gut sitzendes Kleid. Wenn Dir die Ärmel oder der Ausschnitt von einem anderen Oberteil besser gefallen, kannst Du diese an Dein Oberteil anpassen. So kannst Du Dir im Baukastensystem Deine Schnittmuster erweitern. Traue Dich.

Biesen

Diese ganz dünn abgesteppten Nähte können längs, quer oder auch diagonal eingesetzt werden. Hierbei solltest Du darauf achten, dass Du erst die Biesen nähst und dann das Schnittteil ausschneidest.

Verschlüsse

Hier bieten sich ganz viele Möglichkeiten. Reißverschlüsse können ganz einfach als dekoratives Element eingesetzt werden. Sie müssen nicht unbedingt funktionell sein. Der Gesamteindruck wird sportlicher. Mit Knöpfen verschiedenster Art kannst Du unterschiedliche Akzente setzen.

Ausschnitt

Es gibt so viele Varianten, so dass auch für Dich der passende Ausschnitt dabei ist. Die bekanntesten V- und Rundhalsausschnitt werden durch den U-Boot- und Wasserfallausschnitt ergänzt. Für die sportlichere Variante empfiehlt sich der Polokragen. Bei der Eigenkonstruktion der Kragen kannst Du selbst entscheiden, wie viel Du zeigen möchtest bzw. kannst.

Saumabschlüsse/Versäuberung

Viel erreichst Du schon, wenn der Saumabschluss mal gerundet, mal gerade ist. Wenn Du Bündchen als Saum- und Ärmelabschluss einsetzt, kannst Du auch mit unterschiedlichen Farben spielen. Ganz minimalistisch wird es, wenn Du die Belege verstürzt. Um den Blick auf den Ausschnitt zu lenken, kannst Du auch Fransen oder eine Paspel mit einfassen.

Taschen

Brusttaschen mit Klappe und Knöpfen? Oder gar keine Brusttasche? Je nachdem, für welche Art der Tasche Du Dich entscheidest, erzielst Du immer eine andere Wirkung. Vielleicht brauchst Du eine aufgesetzte Tasche oder Nahttasche, da Du Kleinigkeiten mitnehmen möchtest?

Verzierungen

Je länger ich über diesen Punkt nachdenke, umso mehr Ideen habe ich. Die gängigsten Verzierungen sind Bänder. Zur Zeit sind die Galonstreifen - die an den Hosenaussenseiten angenäht sind - aktuell. Diese Streifen können auch auf TShirts genäht werden. Damit erzielst Du eine sportliche, streckende Wirkung, die Du für Dich nutzen kannst. TShirts werden auch sehr häufig mit Plots (Motive, Schriftzüge) im Vorderteil verziert.

Hierbei achte aber bitte darauf, dass, je mehr Dekorationen Dein Kleidungsstück hat, desto weniger Accessoires nötig sind.

Designänderungen am Schnitt

Du kannst Rüschen ansetzen, Teilungsnähte und Raffungen einfügen oder auch die Längen verändern. Knoten am Saum können diesen ausleiern, daher ist es immer besser, Knoten direkt im Schnitt “einzuplanen”.

Und, schwirren die Ideen bei dir im Kopf ebenso wie bei mir? 

Wenn du magst, lege dir bei Pinterest oder Instagram deine Ideensammlung an oder fotografiere Kleidungsstücke oder Details im Laden, wenn sie dich interessieren...

Viel Spaß dabei und ganz liebe Grüße

Deine Elle 

PS: Ich freue mich, wenn Du mir eine Bewertung bei iTunes hinterlässt. Je mehr Bewertungen für meinen Podcast eintreffen, desto häufiger wird mein Podcast anderen interessierten Personen vorgeschlagen.

Erwähnungen aus dem Podcast
Manu von Emilia Berlin
Geneva Raglan Tee von Named Clothing
Liv von Pattydoo

 

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Episode #45: Kennst du die Zutaten deiner Stilrezeptur?13 May 201900:25:17

Meine Beratungen sind eine sehr persönliche Angelegenheit und es ist immer wieder spannend zu beobachten, wie Nuancen von Farben einen Unterschied machen. Diese Nuancen spielen auch bei der Stilberatung eine große Rolle. 

Individuelle Beratung

Nachdem ich im letzten Herbst beschlossen hatte, mich zur Farbberaterin ausbilden zu lassen, begann für mich die Suche nach der richtigen Ausbildungsstätte. Nach vielen Recherchen blieben eine Ausbildungsstätte in München und eine in Berlin übrig. Für Berlin habe ich mich aufgrund der Nähe und des Konzepts von Imago entschieden. Bei Imago wird viel Wert auf die individuelle Beratung gelegt, außerdem waren sie Testsieger bei Stiftung Warentest, die nicht die Beratung sondern auch die Ausbildung bewertet haben.

Ich habe meine Wahl nicht bereut und mich so entschieden, meine Stilberatungsausbildung ebenfalls bei Imago zu absolvieren. Erstens bauen Farbe und Stil aufeinander auf und zweitens freue mich auf die Ausbilder und die anderen Teilnehmerinnen, die ich zum Teil schon von der Farbberatung kenne.

Persönliche Stilrezeptur

In meinem heutigen Podcast möchte ich dir einen Einblick in meine Stilberatung gewähren. Es geht um 3 Elemente, die auf (meine) Stilberatung Einfluss haben. Ich bezeichne sie als Stilrezeptur. 

Was beeinflusst den Stil?

Neben dem Äußeren beeinflusst die Persönlichkeit den Stil. So kann bei 2 Frauen, die sich sehr ähnlich sind, Kleidung doch ganz unterschiedlich wirken.

Textur

Welche Textur/Struktur zu Dir passt, lässt sich von der Struktur Deines Körpers und deines Gesichtes ableiten. Ebenso von Deinen Haaren und Deiner Haut. So kann sich z.B. bei „störrischen“ Haaren und Sommersprossen das Unruhige auch in den Materialien widerspiegeln. Bei glatten Haaren und zarter Haut sind in der Regel glatte und einheitliche Materialien schöner.

Viel Struktur ruft nach viel Struktur bei den Materialien.

Bei der Farbberatung richte ich mich nach den Farben der Haare, Augen und Haut. Bei den Texturen kommt noch der Körperbau hinzu. So kann ein kräftiger Körper für kräftige Materialien sprechen. 

Formen

Auch bei den Formen (hier sind gemeint: Form des Gesichtes, der Haare, der Haaransatz, die Nase, des Mundes, der Augen und Augenbrauen, auch Details wie Falten, Form der Zähne sind zu berücksichtigen) gilt es, Körper und Kleidung zu spiegeln.

Viele Frauen beachten das automatisch und berücksichtigen ihre Formen bei der Kleiderwahl. Je besser du jedoch verstehst, warum dir bestimmte Formen stehen, desto gezielter kannst du Stoffe und Kleidungsstücke für dich auswählen. 

Oberflächen 

Neben der Textur und den Formen spielen Oberflächen eine Rolle bei der Stilberatung. So können diese entweder matt oder glänzend sein. 

Auch hier leite ich von den Haaren, Augen und der Haut ab. So können bei glänzenden, klaren Augen z.B. glänzender Schmuck oder Pailletten gut aussehen.

Ausstrahlung

Die Ausstrahlung einer Person spielt eine ganz entscheidende Rolle, die ebenfalls bei der Stilberatung Berücksichtigung findet. Ist eine Person temperamentvoll oder eher zurückhaltend, wie ist die Körperhaltung, die Stimme, die Bewegungen? Stilfindung ist sehr komplex.

Proportionen

Wie ist der Körperbau, wie ist das Verhältnis von Schultern zur Taille zur Hüfte, Beinlänge etc? Auch diese Komponenten, die insbesondere wichtig für die Schnittführung von Kleidung sind, wird in einer Stilberatung behandelt. 

Ablauf einer Stilberatung

Ähnlich wie bei einer Farbberatung lege ich meinen Kundinnen Tücher (z.B. Pailletten, Zopfmuster, Glitzer, changierende Stoffe, Grob- und Feinstrick, gemusterte Stoffe und viele mehr) um, um die Wirkung einzuschätzen.

Das Ergebnis wird in einem Stilpass überreicht, der durch ein Pinterest Board mit Vorschlägen zur Umsetzung des Stils ergänzt werden kann. 

Mein erstes Modell

Interessiert dich, wie ich Mira, meine Mitstreiterin in der Ausbildung einschätzt habe? Eine spannende Mischung, denn bei ihr sahen Cowboyelemente und die Themen Rockybilly & Sportlichkeit gut aus. Und das Ergebnis bei mir war "puristisch mit einer gewissen Zartheit". Muster waren noch nie so meist. Interessanterweise hat sich das bei meiner Stilberatung bestätigt. Bei mir sollen die Stoffe hochwertig sein, oder auch feines Leinen...sehr spannend.

Wie Du siehst, beschäftigt mich dieses Thema sehr und ich hoffe, ich kann Dich dafür auch begeistern. Wenn Du Fragen hast, schreibe mir gerne unter elke@ellepuls.com. 

Vielen Dank fürs Zuhören. Wenn Dir dieser Podcast gefallen hat, empfehle ihn doch weiter. Ich freue mich auch sehr, wenn Du mir eine Rezension bei iTunes hinterlässt.

Liebe Grüße

Elke

PS: Du bist unsicher, was dir steht? Dann komm in den Näh deinen Stil Kurs mit all seinen Boni. Er ist nur noch wenige Tage hier zu buchen.

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#153: Näh- & Business-Talk mit Svenja von Kaidso12 Mar 202300:46:06

In dieser Folge ist eine Frau zu Gast, die in der Nähcommunity bereits sehr bekannt ist und eine der ersten war, die Onlinekurse zur Schnitterstellung angeboten hat. Ich habe ihr schon lange gefolgt bevor es zu einer Zusammenarbeit bei ihrem SewVent in 2021 kam. Herzlich Willkommen an Svenja Köhler von kaidso Onlinekurse!

Wir reden darüber, wie sie überhaupt zum Nähen kam, warum sie Expertin für Hosenschnittmuster ist, was sie antreibt, wie sie mit ihrem Team arbeitet und Anekdoten aus ihrem Leben als Näherin und Unternehmerin. Du wirst es gleich hören, wir sind schon direkt im Gespräch drin und wünschen dir viel Freude beim Zuhören.

Hier findest du Svenjas Welt unter dem Motto “Sei dein eigener Modedesigner”.

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Grundkurs Hose

 

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Episode #44: Faszination Kinderstoff – Wie du dennoch erwachsen aussehen kannst06 May 201900:21:18

Alle, die für Kinder nähen, kennen das. Viele Motivstoffe liegen im Stoffregal.

Irgendwann wollen die Kinder diese Stoffe nicht mehr, weil sie z. B. keine Kindergartenkinder mehr sind, sondern die Grundschule besuchen. "Das sollen die anderen auch sehen". Das war die Aussage meiner Tochter.

Was macht man mit den Stoffleichen? Einen Schlafanzug?

Die Umsetzung ist schwierig.

So fragten mich Frauen, die mein Bethioua Raglanshirt als Jersey genäht hatten des öfteren, warum es denn aussähe wie ein Schlafanzugoberteil.

Kindlich anmutende Stoffe mit Bündchen am Hals und Ärmeln bekommen eben schnell Schlafanzugcharakter. 

Warum tragen Frauen gerne Kindermotive?

Vielleicht weil es eine Verbindung zum Kind darstellt. Man verliebt sich in ein Motiv und möchte daraus auch etwas für sich nähen. Die Beeinflussung durch Socialmedia ist groß.

Wer unsicher ist, sollte sich fragen: Würde ich dieses genähte Teil auch kaufen? Beim Blick in den Kleiderschrank speziell bei T-Shirts wird dann offensichtlich, ob dieser Kinderstoff zum eigenen Stil passt.

Die Kinderstoffe sind meistens aus Jersey und daher für T-Shirts gut geeignet. Man sollte sich die Frage stellen, in welchem Umfeld man dieses T-Shirt tragen möchte, wie und wie ernst man dann wahrgenommen werden will.

Passt es wirklich zu der Person?

Wer sich damit identifiziert und seiner Persönlichkeit dadurch Ausdruck verleiht, zu dem gehört es grundsätzlich zum Stil.

Dennoch bleibt die Frage: Wo trage ich diesen Stil? Was trage ich im Berufsleben? Wie erwachsen will ich aussehen? Sollte man nach der Geburt seines Kindes nicht zeigen, das man eine erwachsene Person ist ?

Drei Punkte, wie man Kinderstoffe für Erwachsene umsetzen kann:
  1. Schnittwahl

Wenn man Kinderjersey in einem Schnitt umsetzt, der Schlafanzugcharakter hat, dann sieht es auch nach Schlafanzug aus. Das sind meistens gerade geschnittene Teile, mit Bündchen. Diese Schnitte sind meist nicht feminin. Mit Änderung der Schnittführung durch einen tieferen Ausschnitt oder eine Taillierung kann viel erreicht werden. 

  1. Kombinationen

Eine Bluse aus Webware ist grundsätzlich ein erwachsenes Kleidungsstück. Weiß wirkt seriös und kann mit buntem Stoff witzig aufgepeppt werden. Oder vielleicht ein Rock, Etuikleid?

Ein feminines T-Shirt, bei dem der Beleg nicht mit Bündchen, sondern mit einem Beleg verstürzt ist, kann auch mit einem Blazer getragen werden. Der Blazer ist dann das erwachsene Kleidungsstück und das T-Shirt schaut als witziges Teil heraus.

Anstatt mit Kinderstoffen etwas Pep in die Garderobe zu bringen, kann man auch mit Accessoires etwas spielen (bunte Socken zum Hosenanzug?).

  1. Stoffqualität

Ein schöner Fall des Stoffes gibt dem Kleidungsstück etwas feminines und bekommt eine andere Aussage. Plattformen wie Spoonflower bieten an, dass man jedes Motiv auf ca. 10 verschiedene Stoffqualitäten wie Crepe und Baumwollpopeline drucken lassen kann. Die Motivauswahl ist riesig.

Stoffe aus dem Damenbereich mit dem richtigen Fall, bunte Farben oder Motive sind vielleicht eine Alternative.

Fazit:

Um kindliche spritzige Stoffe für Damen umzusetzen und damit erwachsen auszusehen, achte auf die Schnittwahl, die eine gewisse Weiblichkeit ausstrahlt. Die Stoffqualität muss fließend sein.

Wenn ein komplettes Kleidungsstück zu viel ist, ist es vielleicht witzig für Dich, ein Kleidungsstück oder eine Innentasche mit einem Kinderstoff zu füttern.

Wie stehst Du zu dem Thema? Sind Kinderstoffe für Dich interessant? In welcher Form? Wie kombinierst Du sie? Hat Dir mein Podcast neue Anregungen gegeben? Du kannst mir gerne unter elle@ellepuls.com schreiben oder Du schreibst mir hier unter dem Blogbeitrag dieses Podcasts.

Schön, dass Du zugehört hast. Bis zum nächsten Mal.

Deine Elle

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Episode #43: Wie du in den neuen Trendfarben 2019 gut aussehen kannst, auch wenn dir die Farben nicht stehen. 29 Apr 201900:26:04

Jedes Jahr werden neue Trendfarben mit tollen verlockenden Namen ausgerufen. Einerseits ist das Inspiration, andererseits ein Versuch der Farbenhersteller und Modeindustrie uns zu immer neuen Käufen zu verleiten.

Allein die Tatsache, dass es 9 Farben sind, die ich heraus gesucht habe, zeigt, dass es eine große Palette an Trendfarben gibt und das die Firmen möglichst vielen Geschmäckern gerecht werden wollen.

Die Frage, die sich stellt ist, wie bringen wir die neuen Trendfarben mit dem überein, was wir schon im Schrank haben, so dass es gut an uns aussieht? Denn nicht alles was einem Model steht, steht uns gleichermaßen.

Ist bei den diesjähren Trendfarben etwas dabei, was dir steht? Wir werden sehen.

Nach diesen 3 Schritten gehe ich in diesem Podcast vor:

  1. Was sind die Trendfarben für Frühling und Sommer 2019

  2. Wem stehen sie?

  3. Wie kannst du sie trotzdem tragen, auch wenn sie dir nicht stehen?

Greige: (eine Mischung aus Beige und Grau, auch als Soy Bean bekannt)
Soy Bean (Soja Bohne) hört sich besser an als Rentner Beige, oder. So zumindest würde ich den Farbton beschreiben, den bis vor kurzem keiner freiwillig angezogen hätte, nun aber in ist.

Grau und Beige in Kombination zu tragen ist trendy. So wird ein beiger Trenchcoat momentan gern als Must Have in jedem Kleiderschrank einer Frau hoch stilisiert. Grau und Beige ist eine Warm-Kalt-Komi, die aus meiner Sicht eigentlich nicht so gut zusammen passt. Beige steht den wenigsten hellhäutigen Menschen direkt zum Gesicht, weil sie schnell blass macht. Greife also lieber nicht zu beige, wenn du gern auf Make-up verzichtest.

Living Coral: (lebende Koralle, eine Mischung aus rot und orange, lebendig und frisch)

Wenn man von den klassischen 4-Jahreszeiten Typen ausgeht, wäre es die Farbe, die man den Frühlingstypen zuordnet. Mal abgesehen davon, dass ich nicht nach der Jahreszeiten-Typisierung arbeite, ist es selten, dass jemand ein reiner Frühlingstyp ist. Bei bunteren Typen kann ich mir jedoch vorstellen, dass Koralle als Akzentfarbe eingesetzt werden kann. Wenn man ein kühler Typ ist, wird es schwierig mit Koralle.

Mango Mojito: (ein warmes gelb, sehr intensiv und fruchtig)

Aus meiner Sicht noch schwieriger zum Gesicht zu tragen als Koralle. Das leuchtende gelb wird den normalen Mitteleuropäer überstrahlen.

Eclipse: (Sonnenfinsternis, schwarz-blau)

Ein guter schwarz-Ersatz. Steht intensiven Typen z.B. mit schwarzen Haaren und dunklen Augen gut. Kann aber auch hart wirken bei Typen (wie mir) mit mittelblonden Haaren und blauen Augen.

Princess Blue: (ich würde es als Königsblau beschreiben, quietschig, Primärfarbe)

Steht mehr Leuten, als man denken mag, gerade wenn man blaue Augen hat.

Pink Peacok: (der pinke Pfau, ähnlich fuchsia)

Kann an vielen Frauen gut aussehen, z.B. an Brauhaarigen, Dunkeläugigen oder auch an Personen mit intensiv blauen Augen. Pink steht vielen Frauen gut.

Soft Lilac: (flieder, Pastellfarbe, ein lila, was mit weiß abgemischt wurde)

Macht dunklere, intensivere Typen schnell blass. Steht eher zarteren Typen mit helleren Haaren und hellerer Haut und mit zurückhaltenderen Augen.

Terrarium Moss: (Terrarium Moos, braunstichiges grün mit Retro-Charme)

Naturfarben werden vermehrt als Trendfarben eingesetzt, weil der Mensch in urbaner Umgebung eine Sehnsucht nach der Natur hat. Naturfarben werden derzeit gerne kombiniert mit dem o.g. Mangogelb und Koralle.

Pepper Stem: (quietschiges Apfelgrün)

Ich bezweifle das es Fashion Superkräfte hervorruft, so wie es in der Instyle beschrieben wurde.

Wie kannst du diese Farben nun tragen, auch wenn sie dir nicht stehen? Du kannst sie als Akzentfarben einsetzen, z.B. bei den Schuhen oder in Form eines Taschenbaumlers. Die Grundidee ist, je schlechter einem eine Farbe steht, sie desto weiter entfernt vom Gesicht und in kleineren Dosen solltest du sie tragen.

Beachte auch, dass auffällige Farben automatisch die Blicke auf sich ziehen und eine Körperpartie größer erscheinen lassen, die in ihr gekleidet ist. Trage kein gelb, orange o.ä. an einer Körperpartie, die du nicht betonen möchtest.

Wichtig ist, dass du weißt, was deine Basis ist. Wenn du weißt, welche Farben dir stehen, kannst du auch besser damit spielen. Herausfinden kannst du deine besten Farben z.B. in meinem Knacke deinen Farbcode Online Kurs oder in einer persönlichen Farbberatung bei mir vor Ort.

Gerade wenn du dich in der jetzigen Frühlingszeit von leuchtend hellen Farben angezogen fühlst, überlege dir, ob dir die Farben dir auch stehen. Habe deinen eigenen Kopf und setze Farben so ein, wie es für dich am besten aussieht.

Viel Spaß beim Zuhören,

Deine Elle

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Episode #42: Erfahrungen aus dem Näh deinen Stil Kurs mit Tanja Brandenburger22 Apr 201900:31:46

Heute spreche ich mit Tanja Brandenburger (54 Jahre, 8 Kinder), einer Teilnehmerin am „Näh' Deinen Stil“ Kurs. Tanja hat vor ca. 10 Jahren mit Kinderkleidung angefangen und jetzt näht sie mehr für sich.

Sie hat sich viele Inspirationen aus dem Internet geholt, war auch Probenäherin, aber nicht immer von ihrem Nähergebnis begeistert. Entweder war es der falsche Stoff, oder vom Stil her passte es nicht zu ihr. Sie war teilweise frustriert, da sie viel Zeit und Arbeit in das Nähen der Kleidungsstücke investiert hatte.

Nachdem sie sich für das Webinar angemeldet hatte, hat sie sich recht schnell entschlossen, am „Näh' Deinen Stil“ Kurs teilzunehmen. Sie wollte ihre richtigen Farben finden. Wir haben festgestellt, dass Tanja sehr gut intensive Farben tragen kann. Alle anderen Farben, die zu hell oder pastellig sind, sehen bei Tanja langweilig aus.

Sehr gut gefallen hat ihr, dass der Kurs „Näh' Deinen Stil“ mit einer Selfiechallenge begann. Dadurch konnte sie gut die Entwicklung verfolgen. Viel Unterstützung hat ihr auch die Facebookgruppe gegeben. Diese Gruppe hat ihr durch den respektvollen Umgang miteinander sehr geholfen.

Früher griff sie wahllos in den Kleiderschrank und heute beachtet sie die Farbklammern und bekommt Komplimente.

Um ihre Proportionen richtig einschätzen zu können, hat sie sich auch Hilfe von ihrer Tochter geholt. Dabei festgestellt, dass ihre Taille höher sitzt, als in den Schnittmustern angegeben. Das kann sie jetzt einfach am Schnittmuster für sich ändern.

Tanja empfiehlt diesen Kurs allen Frauen, die selber nähen. Damit nicht mehr Zeit und Geld ohne ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen, investiert wird.

Feedback anderer Teilnehmerinnen, die am Näh deinen Stil Kurs teilgenommen haben:

Andere Teilnehmerinnen sind davon begeistert, dass sie jetzt wissen, welche Farben und Schnitte zu ihnen passen und können Fehlkäufe vermeiden. Dadurch, dass sie sich mit ihrem Körper beschäftigt haben, sind sie sicherer im Kombinieren und Ergänzen von Kleidungsstücken geworden. Die Ansprüche an Schnittmuster und Materialien steigen. Die Kursdauer mit 7 Wochen ist von den Teilnehmerinnen als genau richtig bewertet worden.

Der nächste „Näh' Deinen Stil“ Kurs beginnt am 20. Mai. Frühbucher-Tickets können noch bis zum 28.04. gebucht werden. Danach steigen die Preise.

Hier erhaltet ihr mehr Informationen über den Kurs bzw. könnt ihn buchen: https://ellepuls.com/naehdeinenstilonlinekurs/

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Episode #41: Zu einer eigenen Persönlichkeit gehört auch ein eigener Kleidungsstil – mit Nina von Juni Design08 Apr 201900:49:27

Nina von Juni Design ist eine Newcomerin in der Szene. Ihr Ladengeschäft mit Wolle, Stoffen und Interior Design sowie ihren Online Shop gibt es seit ca 1 Jahr. In unseren Gespräch erzählt sie von ihrer beruflichen Umorientierung von der Polizistin zur DIY Unternehmerin. Warum Sie es innerhalb kürzester Zeit geschafft hat, so bekannt und erfolgreich zu werden, mag daran liegen, dass sie authentisch das umsetzt, was sie mag und was ihr Spaß macht. Freu dich auf dieses kurzweilige Gespräch mit Nina.

Der Anstupser zum Nähen kam über eine Nähmaschine, die eigentlich für mein Kind gedacht war“, sagt Nina. „Gelernt habe ich es dann anhand von Pattydoo Videos, die ich an den kniffeligen Stellen vor- und zurück gespult habe. Und weil ich mit meinem Job bei der Polizei irgendwann unzufrieden war, habe ich nach einem Urlaub beschlossen, neue Wege zu gehen und mich selbständig zu machen.

Nähen ist bei mir innerhalb kürzester Zeit zur Sucht geworden“, gesteht Nina, und außerdem liebe ich dieses Gefühl, Sachen mit der Hand selber zu erschaffen. Den Laden habe ich kurzerhand angemietet, weil ich es außerdem so befriedigend ist, wenn Menschen bei mir kaufen und sichtlich glücklicher den Laden verlassen. Auch schön ist es, wenn sie wiederkommen und Teile präsentieren, die mit unseren Materialien hergestellt sind oder anhand unserer Schnittmuster genäht wurden.

Das was man bei mir findet, bin ich. Es sind die Stoffe, die mir gefallen und die ich auch selber vernähen würde. Den Stil würde ich als eher gerade und schlicht bezeichnen. Delphin Softshell wirst du bei mir vergeblich suchen. Außerdem achte ich darauf, dass unsere Stoffe nachhaltig produziert und qualitativ hochwertig sind.

Bei der Polizei habe ich 17 Jahre lang Uniform getragen, erzählt Nina. Vielleicht ist das ein Grund, warum ich heute einen großen Bogen um Einheitsbrei mache. Multi-Kulti ist mir sympathisch. Es inspiriert mich, wenn Menschen unterschiedlicher Herkunft und Hautfarbe unterschiedliche Sachen tragen. In unserem kleinen Städtchen Hollenstedt ist das leider weniger der Fall. Wenn du hier mit Kleidung aus der Norm fällst, weil sie nicht im 15km entfernten Kaufhaus gekauft wurden, wirst du schief angeguckt.

Deswegen reise ich gern und bin offen für Neues. Am liebsten nähe ich Sachen, die ich vorher noch nie gemacht habe. Es muss eine Herausforderung sein, aus besonderen Materialien. Ich muss etwas neues lernen können. Mit der Zeit habe ich meinen eigenen Stil entwickelt und sogar eine Liebe zu Röcken und Kleidern entwickelt, die ich früher nie getragen habe. Ich bin selbstbewusster geworden und hab mehr zu mir gefunden.

Charmant finde ich, wenn ein Kleidungsstück nicht immer 100%ig perfekt genäht ist. Es ist eben handgemacht.

Inspiration holt sich Nina u.a. bei Instagram, wo sie unter junidesign78 sehr aktiv ist. Auch auf ihrer Seite www.juni-design.com kann man sehen, was das 4-köpfige Junidesign-Team so treibt und welche neuen Papierschnittmuster angeboten werden.

„Da werden in 2019 mindestens eine Tasche und ein Kleid dazukommen, meint Nina, und auch von einem tollen Parka träumt sie noch. Alles gemäß der Slow Fashion Devise von Juni-Design.

Bei Nina findet man 60% handmade Klamotten im Kleiderschrank. Ihre Lieblingsfarben sind Kaki, Navi, Altrosa und ein warmes Rot. 

Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße

Deine Elle

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Episode #40: Warum es so schwierig ist, sich selbst einzuschätzen25 Mar 201900:11:53

Bei den Nähcamps und in meinen Kursen begegne ich vielen Hobbynäherinnen, die ihre Mode selber machen. Dabei stelle ich fest, das die selbst genähten Teile nicht immer getragen werden.

Warum ist das so?  Warum ist es so schwierig ein Kleidungsstück zu nähen, was von der Farbe, vom Schnitt und vom Geschmack zu uns passt.

Dieser Frage bin ich im heutigen Podcast nachgegangen und lade dich herzlich ein, dir meine 3 Gründe anzuhören:

  1. Wir kennen uns selbst zu gut und stecken in Glaubenssätzen fest, die wir aus der Kindheit kennen
  2. Im Alltag nehmen wir uns keine Zeit, sich intensiv mit uns selber zu beschäftigen
  3. Wir haben keine Übung. Dabei können wir doch unseren Blick für Proportionen und die richtigen Farben schärfen - sozusagen so trainieren, wie wir es vom Sport kennen.

Und, bist du neugierig? Dann wünsche ich dir viel Spaß beim Hören dieser Soloepisode.

Liebe Grüße

Elle

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Episode #39: Geratter & Geschnatter mit Monika und Claire von Louloute aus München18 Mar 201900:47:50

Monika und Claire geben seit 2013 Nähkurse in ihrem Nähatelier im Münchner Westend. Zudem führen sie dort ihr Modelabel „Claire Massieu“. Mode à la Carte kann dort nach den eigenen Wünschen bestellt werden.

Mit der Kombination aus Nähkursen und der eigenen Modelinie möchten die beiden ein Zeichen gegen den Massenkonsum im Textilbereich setzen und Aufklärungsarbeit leisten. Ein jeder, der selbst an der Nähmaschine gesessen ist, weiß welche Arbeit hinter einem genähten Teil steckt und begegnet Textilien jeglicher Art bewusster und aufgeklärter.

Als Nähbuchautorinnen haben die beiden drei Nähbücher geschrieben. Zusätzlich entwickeln sie Nähkurs-Inhalte und Nähanleitungen, inklusive eigener Schnittmuster.

Claire macht Design und den technischen Backround hinter den Schnitten. Monika macht die Webseite, die Koordination der Buchungen im Laden und die Kommunikation. So beschreibt das Team, das vor 6 Jahren gestartet ist, die Aufgabenverteilung im Team, was neben den beiden mittlerweile noch weitere Mitarbeiterinnen hat.

„Unsere Mode ist chic aber bequem“, sagt Claire. „Es sind z.B. immer Taschen dabei und die Schnitte liegen nicht zu eng am Körper. Außerdem sind die Teile gut kombinierbar und oft zeitlos. Gegen Papierschnittmuster haben wir uns bewusst entschieden und unsere Ebooks muss man auch nicht zwingend ausdrucken. Sie sind so gestaltet, dass man sie gut am Tablet nachvollziehen kann und sich so das Papier für den Ausdruck spart“.

„Mit Louloute möchten wir einen Ort kreieren, an dem man sich trifft“, sagen die beiden. „Unser Laden kann seit kurzem auch als Kreativlocation gemietet werden, wo man sich für Näh- oder andere Kreativtreffen einmieten kann“.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs:

  • wie die beiden ihren Unternehmerinen-Alltag mit kleinen Kindern organisieren

  • Über den Workshop von Louloute beim Nähcamp in München

  • Über Schnitte aus der Kollektion Claire Massieu

  • Über den Stil der beiden und ihre selbst genähte Kleidung

3 von Louloute's Schnitten sind übrigens seit einigen Tagen in den EllePuls Shop eingezogen. Ihr findet sie hier https://ellepuls.com/shop/

Wenn du mehr über die beiden Münchnerinnen erfahren möchtest, kannst du das auf:

https://www.louloute.de/

https://www.clairemassieu.com/

oder folge ihnen bei Instagram. Hier findest du sie unter louloute_munich oder claire_massieu

Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße

Eure Elle

Episode #38: Ich bin ein Schnellnäher – mit Danie von Prülla04 Mar 201900:56:23

Danie von Prülla „verfolge“ ich eigentlich schon seit sie ihren ersten Schnitt Alice herausgebracht hat. Das ist schon einige Jahre her, in denen wir uns zwar auch mal live aber meistens nur bei Instagram getroffen haben. Deswegen freue ich mich umso mehr, dass sie heute bei mir zu Gast im Podcast ist und erzählt, wie sie 2011 über Dawanda zum Nähen gekommen ist. Die Geschichten aus ihren Anfängen erinnern mich sehr an meinen Werdegang und den von so vielen anderen Hobbynäherinnen. Auch, dass sie ihren Blog gestartet hat, weil es in ihrer Umgebung keine Leute gab, mit denen sie sich übers Nähen hätte austauschen können.

„Mittlerweile sind aus Online Bekanntschaften auch viele reale Freundschaften entstanden“, sagt Danie, deren Blog www.pruella.de und Instagram Account https://www.instagram.com/pruella.de/ sich großer Beliebtheit erfreuen.

Auf meine Frage, wie sie zur Ebook-Designerin geworden ist, antwortet Danie, dass das eigentlich eher aus einer Laune heraus entstand. Monika, von schneidern meistern hat ihren ersten Schritt gradiert zu dem sie dann die Anleitung schrieb. „Es funktionierte gut und hat sich dann ungeplant weiter entwickelt“, meint Danie.

Viele Schnittmuster sind seitdem entstanden, wie z.B. der Hoodie „Hudie“, die „Yello Bag“, die Hosen „Hazel“ und „Julika“. Die Ideen dazu kommen aus einer Laune heraus, sagt Danie, oder "weil ich das selber gerne tragen mochte".

Neben den eignen Schnitten stehen bei ihr aber auch andere Designer wie Juni Design, freuleins Lillesol und Pelle oder auch Elle Puls auf dem Programm und ihren Stoff kauft sie am liebsten bei Tillabox oder Mira Rostock.

„Unser Nähevent Lüneburg näht haben wir 2017 gestartet“, meint Danie. „Eigentlich hatten wir uns 40 Teilnehmerinnen als Maximum gesetzt aber nachdem es in 2018 sechzig Frauen waren, sind dieses Jahr nun rund 80 Hobbynäherinnen dabei. Auch wenn die Organisation des Events Zeit kostet, der Spaß den es macht, gleicht das wieder aus.

„Wie schaffst du es nebenher voll arbeiten zu gehen?“, möchte ich von Danie wissen. "Mein Mann nimmt mir viel Arbeit im Haushalt ab und ich nutze jede freie Minute um zu nähen", antwortet Danie. „Außerdem bin ich eine Schnellnäherin und kann mich schnell entscheiden, was Schnitte und Stoffe angeht“.

Danie erzählt mir außerdem von ihrer Farbberatung: „Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich danach meinen Kleiderschrank aussortiert habe und schwarze Oberteile rausflogen. Meine Farbkarte habe ich seit der Beratung im Kopf. Es erleichtert Vieles, wenn man sich der Farben bewusst ist, die einem stehen".

Dir viel Spaß beim Zuhören,

liebe Grüße

Deine Elle

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#37: Über die Weiterentwicklung von DIY. Ein Gespräch mit Antonia Sutter vom Sister Mag18 Feb 201901:00:43

„Wer Sister Mag liest, kann im Small Talk immer ein kleines bisschen mehr erzählen“, meint Antonia Sutter, die gemeinsam mit ihrer Schwester Thea Neubauer und ihrem Mann Alex Sutter das Sister Mag, eine Online Zeitschrift, die sich für jede Ausgabe neu erfindet, gegründet hat.

In unserem kurzweiligen Gespräch geht es um die Ausrichtung ihres Magazins, den Erfolg ihres noch jungen innovativen Unternehmens, um Mode und um Schnittmuster, die bei Sister Mag von der Mama kommen.

„Ich hatte schon immer den Wunsch zu gründen“, sagt Toni, die ganz klassisch nach dem Abi BWL studiert hat und aus Sachsen kommt. In ihren ersten Berufsjahren hat sie sich mit Innovationsmanagement und Business Development beschäftigt und sich schon immer für den digitalen Bereich interessiert. Ihren Mann hat sie 2004 bei einer Mobile Marketing Firma kennen gelernt. Als ihre Schwester 6 Jahre später ihre Master Thesis über das „digitale Frauenmagazin der Zukunft“ schrieb, wurde der Plan Unternehmerin zu werden konkreter. Die 3 gründeten Sister Mag.

„Schon bei der ersten Ausgabe hatten wir gute Unterstützung aus der Lifestyle Blogger Szene“, sagt Toni. „Aus dem Stand waren 70.000 Leser da und die Frage war nicht mehr ob wir weitermachen, sondern in wie“.

Inhaltlich wird beim Sister Mag pro Jahr ein Oberthema definiert. Dieses Jahr ist es das Thema „Kunstwerke“, von dem es dann Unterthemen für die monatlichen Ausgaben des Magazins gibt. So zum Beispiel „Paris an an einem regnerischen Tag“, angelehnt an ein Bild, welches 1877 gemalt wurde. Regelmäßig gibt es darüber hinaus Stories zu Startups, Food und Features zu interessanten Personen. DIY ist ein weiterer großer Themenkomplex, der sich dann u.a. auch an das Titelthema anlehnt. So waren 1877 Ansteckblumen sehr beliebt, die dann im Magazin gezeigt werden.

Natürlich kommt Mode und Nähen im Sister Mag auch nicht zu kurz. Speziell weil Evi Neubauer, die Mutter von Toni und Thea eine bedeutende Rolle im Unternehmen einnimmt. „Meine Mutter näht, solange ich denken kann“, meint Toni. „Sie hat mittlerweile um die 150 Schnittmuster erstellt, die für die Leser (in einer Größe) kostenlos angeboten werden. In 2019 wollen wir die Schnitte gradieren lassen, eine ausführliche Anleitung dazu schreiben lassen und sie professioneller vermarkten.“ WER INTERESSE HAT SICH DABEI EINZUBRINGEN, kann gern ein Email an Toni und Thea unter mail@sister-mag.comschreiben.

„Zum Content von Sister Mag tragen nach wie vor viele Blogger bei. So hat das Magazin bisher mit rund 3000 Leuten zusammen gearbeitet, ergänzt Toni. „Bei uns machen viele Blogger und Influencer mit, weil diese meist für ihre Themen brennen. Außerdem lassen wir ihnen viele Freiheiten bei der Gestaltung ihrer Beiträge. „

Als ich Toni auf die stylishen hochwertigen Fotos im Sister Mag anspreche, erzählt sie mir noch mehr über die Ausrichtung ihres Unternehmens. „Sister Mag soll nicht nach selbstgemacht schreien. Wir nennen unseren Stil „modern handmade“ und meinen damit die Weiterentwicklung des DIY. Unsere Models sind keine Models. Unser aktuelles Cover schmückt z.B. eine Hochzeitstorten-Designerin, so so dargestellt wird, wie man sie sonst nicht kennt. Jeder kann richtig toll aussehen.

Über Sister Mag:

Sister Mag ist komplett kostenlos. Das wie eine Print Ausgabe gelayoutete Online Magazin kann man unter www.sister-mag.com lesen. Eine Sister Mag App ist darüber hinaus in den App Stores erhältlich.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs:

  • Die Bloggerszene hat sich zur Influencer (Instagrammer) Szene entwickelt. Was sind die Vor- und Nachteile eines Blogs?
  • Gründen ist nicht jedermanns Sache. Sprint vs. Langstreckenlauf. Das Unternehmen Sister Mag.
  • Tonis Stil: Röcke, Röcke, Röcke, Kleider, Kleider, Kleider, Kleider, hohe Schuhe, Lieblingsfarbe blau und Slow Fashion.
  • Warum Toni in 2019 stopfen lernt
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Viel Spaß beim Zuhören,

Elle

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#36: Wir wollen die Adresse für Handarbeit werden – Einblicke bei Makerist mit Geschäftsführerin Amber Riedl04 Feb 201901:03:11

Wir wollen die Adresse für Handarbeit werden - Einblicke bei Makerist mit Geschäftsführerin Amber Riedl

Sicher kennt ihr Makerist, die DIY Plattform aus Berlin. Amber Riedl ist gemeinsam mit Axel Heinz Geschäftsführer dort. Sie verrät im heutigen Podcast viel über deren Strategie, was 2019 User und Designer an Neuerungen erwartet und wie und warum Makerist Frauen dazu verhilft, eine Unternehmerkarriere im Handarbeitsbereich zu starten. Außerdem geht es natürlich um die bekannte 2 Euro Marketing Aktion von Makerist, die in der Szene nicht immer nur positiv diskutiert wurde. Herzlich Willkommen, Amber!

„Gestartet sind wir in 2013“, sagt Amber. „Damals mit dem Fokus auf E-learning. Wir wollten mit Expert*innen Videos produzieren, haben aber schnell gemerkt, dass Ebooks, also Anleitungen, stärker nachgefragt werden und in viel größerer Anzahl angeboten werden können. Seitdem hat Makerist sich auf diesen Geschäftsbereich konzentriert und sich zu dem Marktplatz für Schnittmuster entwickelt.

Wer bei Makerist Anleitungen einstellen möchte, muss einen Bewerbungsprozess durchlaufen“, führt Amber weiterhin aus. „Wir möchten die Anzahl der Produkte übersichtlich halten und kuratieren das Angebot. Das hat Vorteile für die Nutzer aber auch für die Designe, denn mit einer konstanten Zahl an Designern steigt bei der gleichzeitigen Erhöhung der Neukunden durchschnittlich auch die Aussicht auf Umsatz und das möchten wir auch beibehalten. Auch das enge Betreuungsverhältnis zu den Designern kann auf diese Weise sichergestellt werden. Diverse Filtermöglichkeiten auf der Plattform garantieren darüber hinaus eine hohe Benutzerfreundlichkeit des Portals.“

Neben PDF Anleitungen können Designer u.a. auch Videos auf dem Marktplatz anbieten. In Kombination mit Stoffen und Nähutensilien, wie z.B. Druckknöpfen, Reißverschlüssen uvm, die bei Makerist ebenfalls zu finden sind, sollen Handarbeitsbegeisterte so alles finden, was sie bei der Umsetzung ihres Hobbys unterstützt. (GUTSCHEINCODE: Schau mal nach Stoffen und Nähutensilien bei Makerist. Amber bietet mit dem Gutscheincode EllePuls20 zwanzig Prozent Rabatt auf deinen Einkauf vom 4.2. bis 4.3.19)

„Ich habe festgestellt, dass sich die Lebensläufe unserer Designerinnen, sehr stark ähneln“, meint Amber. „Viele finden nach der Geburt ihrer Kinder zur Handarbeit zurück und starten ein kleines, flexibles Business von zu Hause. Makerist möchte diese Frauen unterstützen und ihnen zum Erfolg verhelfen. Die Designerin soll sich um den kreativen Handarbeitsprozess kümmern, wir erledigen die Backoffice-Arbeiten und Vermarktung. Gerade Anfängern ermöglichen wir damit den Schritt in die Selbständigkeit und die Möglichkeit ihre eigene Designer Success Story zu schreiben. Einige dieser Stories werden wir in unserem Onlinemagazin www.makerist.de/magazin bis zum Weltfrauentag (8. März) featuren.

„Wie habt ihr die nicht immer positiv geführte Diskussion um eure 2 Euro Marketing Aktion aufgenommen?“, möchte ich von Amber wissen. „Es gibt Missverständnisse um diese Aktion“, antwortet Amber. „Die Teilnahme an der Aktion ist komplett freiwillig - jede Designer*in kann für sich entscheiden, ob sie mitmachen möchte oder nicht. Es gibt viele Designer*innen, die es gut finden - weil sie an Bekanntheit und Neukunden gewinnen. Wir sind aber auf das Feedback von einigen Designer*innen direkt eingegangen, indem wir ihnen mehr Flexibilität bieten, welche Produkte sie mit welchem Discount anbieten. So kann man z.B. neue Schnitte von der Aktion ausnehmen oder einen individuellen Rabatt definieren, der zur Strategie passt. Es steht den Designer*innen frei, eigene Regeln zu definieren und trotzdem auf diesem Weg zum Beispiel Neukund*innen zu gewinnen.“

2019 wird es bei Makerist einige Neuerungen geben, welche zur Benutzerfreundlichkeit des Portals für Designer aber auch Endkunden beitragen. So werden Designer u.a. im Admin Bereich die Möglichkeit haben, den Verkaufsstart für ihre Schnittmuster per Datum zu hinterlegen. Außerdem werden die Möglichkeiten der Kommunikation mit dem Makerist Team oder auch das  Berichtswesen verbessert. Kundinnen und Kund*innen können zudem zukünftig ihre gekauften Schnitte besser sortieren und Notizen besser verwalten.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs:

  • Über Makerist: 40 Mitarbeitende. 80% davon sind weiblich. 450.000 Kund*innen, weit über 1 Mio User.

  • Ambers Stil: Komfortabel, so dass man sich gut bewegen kann. Amber ist ausgebildete Yoga Lehrerin. Die Kleidung trägt sie manchmal auch im Büro. 10% ihrer Kleidung ist Handmade. Fast Fashion lehnt sie ab.

 

Viel Spaß beim Zuhören !

Deine Elle

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Episode #35: 5 Tage – 5 Impulse für deine Garderobe. Mach mit bei #farbimpuls21 Jan 201900:16:51

Das Thema Farben lässt mich einfach nicht los. Deswegen habe ich eine Ausbildung zur Farbstylistin gemacht.

Die Farbberatungen, die ich machen darf, machen mir unheimlich viel Spaß und inspirieren mich und die Frauen, die zu mir kommen. Es ist schön zu sehen, wenn neue Farben dazu kommen oder auch, wenn bewährte Farben bestätigt werden.

Vielleicht ist es sinnvoll, eine Art Warnhinweis zu geben: Wenn du einmal gesehen hast, dass eine Farbe nicht so gut oder besser aussieht als du dachtest, kannst du das nicht wieder „Entsehen“. Mir erging das bei der Farbe rosa so, die ich lange getragen habe, mir aber nicht ganz so gut stand.

Farbberatungen, die ich vor Ort mache, dauern ca. 3 Stunden. Damit kann ich nicht so viele Frauen erreichen, wie ich gerne würde. So habe ich lange überlegt, wie man das Thema online transportieren kann. Schon Ende letzten Jahres habe ich mit 3 Webinaren gestartet, in denen ich den Teilnehmerinnen erklärt habe, nach welcher Methode ich arbeite und was man tun kann, um den besten Farben näher zu kommen. Nach dem positiven Feedback was ich dazu erhalten habe, gibt es nun #farbimpuls.

#farbimpuls ist der Name der Challenge, die am 28. Januar startet. Wir werden in dieser Challenge jeden Tag eine kleine Aufgabe stellen, die du per Email bekommst. Außerdem wird es eine Facebook Gruppe geben, in der man sich austauschen kann. Zusätzlich mache ich jeden Abend ein Live-Video, was du auch nachträglich bei Youtube schauen kannst. All das passiert in dem Email-Verteiler, den wir für diese Challenge erstellt haben. Dazu anmelden kannst du dich unter www.ellepuls.com/farbimpuls.

#farbimpuls ist also nicht nur ein Wortspiel mit meinem Namen, sondern genau das, was ich geben möchte: 5 Tage – 5 Impulse für deine Garderobe. Denn die Farben sind in deiner Strategie rund um den aufgeräumten Kleiderschrank unheimlich wichtig.

Ab Februar werden wir dieses Thema nächsten „Näh deinen Stil Kurs“ vertiefen. Dort geht es dann wie gewohnt nicht nur um das Thema Farben, sondern auch um Schnitte, die dir stehen, das Aufräumen deines Kleiderschranks uvm. All das sehr praxisorientiert und in kleinen Schritten, die man im Alltag umsetzen kann.

Heute möchte ich dich einladen, bei #farbimpuls mit zu machen. Das Ziel ist, deine besten Farben zu finden und heraus zu finden, welche Farben ein No-Go sind. Das machen wir auf Grundlage der 3 Parameter Helligkeit, Intensität (wie leuchtend oder zart ist die Farbe) und Temperatur (wie blau- oder gelbgrundig / kühl oder warm ist die Farbe).

Schau mal in meinem aktuellen Blogpost wo ich näher darauf eingehe und weiterhin beschreibe, worauf bei einer guten Farbberatung zu achten ist.

Wenn du gern bei mir eine Farbberatung machen möchtest schreibe mir eine Email an elke@ellepuls.com .

Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße

Deine Elle

PS: Oh, jetzt hätte ich es fast vergessen. Es gibt ein Gewinnspiel, bei dem du gemeinsam mit deiner Freundin eine Farbberatung inkl. Übernachtung im Penta Hotel Berlin Potsdam (also bei mir um die Ecke) gewinnen kannst. Die Teilnahmebedingungen und weitere Infos findest du unter www.ellepuls.com/teilnahmebedingungen

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#152: Unverschämt weiblich mit Constanze Baier05 Mar 202300:50:34

Eine inspirierende Folge rund um das Thema Wertschätzung der (eigenen) Weiblichkeit. Themen unter anderem: Scham, frech sein, Krafttiere, Intuition. 

Constanze Baier findest du unter:
https://constanzebaier.com/

https://www.instagram.com/constanzebaier/

https://www.youtube.com/@constanzebaier

 

Retreat mit Constanze: Female Soul Weekend: 
https://tanjabrueckner.de/female-soul-weekend/

 

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Du möchtest Jeden Monat eine kostenlose Outfitinspiration nach Stiltyp in deiner Inbox? Melde dich hier an.

Und wenn du einfach schön und selbstbewusst in deinen Farben strahlen möchtest, dann besuche unsere Farb-Fitterie. Denn dort kannst dir bequem, in nur wenigen Schritten von zu Hause deinen Farbfächer bestellen. 

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#34: Schnitte, die immer wieder neu interpretiert werden können. Interview mit schneidernmeistern.07 Jan 201901:02:45

Heute ist Monika von schneidern meistern bei mir zu Gast.

Seit 2014 entwickelt sie Schnittmuster zum Selberschneidern.  Ihren Stil prägen Schnitte, die immer wieder neu interpretiert werden können und dadurch den persönlichen Stil unterstreichen. Unaufgeregt, zeitlos und authentisch.

Wer kennt sie nicht, die Else ?! Monika ist die Designerin, die hinter diesem fantastischen Schnitt steht. In unserem Gespräch erzählt sie, das schon ihre Eltern Schneider waren und auch sie das Handwerk klassisch erlernt hat.

„I was sewing, before it was trendy“ sagt sie und beschreibt ihre ersten Begegnungen mit der Overlock und dehnbaren Stoffen, die sie als Kind beim Badeanzug nähen gemacht hat.

Ihre Herrenschneiderlehre hat sie im heimatlichen Ort absolviert, erste Berufspraxis in einem Brautladen gesammelt, dann ihre Meisterprüfung zur Damenschneiderin in München gemacht, um schließlich eine Zusatzqualifikation als Schnittdirectrice hinten dran zu hängen.

Mit dem Umzug nach Bremen und der Eröffnung ihres ersten kleinen Ladens, folgte bald die Entwicklung eigener Schnittmuster, die alltagstauglich aber auch schick sein sollten. Die Idee eines Jerseykleids entstand und die Resonanz dazu aus der Nähcommunity war so überwältigend positiv, dass Monika beschloss, ihr Schnittlabel auszubauen daraus ihren Beruf zu machen. „Das war eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe“, sagt sie heute.

Wie entstand denn der Name „Else“, den du damals dem Jerseykleid gegeben hast, möchte ich von Monika wissen. „Gemeinsam mit einer Freundin wollten wir einen Anti-Feed zu den Hochglanzformaten auf Instagram erstellen“, meint Monika. „Meine Freundin meinte, der Feed soll den Namen „Etta“ tragen. Ich schlug „Else“ vor. Aus dem „Etta und Else“-Feed wurde dann nichts aber aus der „Else“ sind Begriffe wie „Elsenschwester“, „Elsenhausen“, „Elsen-Herbst“ entstanden. Die Idee hinter „Else“ war und bleibt, dass sie in vielen verschiedenen Varianten genäht werden kann.

Im weiteren Verlauf des Interviews:

  • Designer, die Monika inspirieren.
  • Ihre Lieblingsstoffe
  • Wie ist das als Profi unter Autodidakten?

Viel Spaß beim Zuhören.

Eure Elle

 

 

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#33: Slow Fashion - Wir müssten weniger Kleidung kaufen und sie auch länger tragen!01 Jan 201900:18:00

Wusstest du, dass die Textilbranche mehr CO 2 Emissionen produziert, als alle internationalen Flüge zusammen?

Fast Fashion und immer schneller wechselnde Kollektionen tragen dazu bei. Bei uns wird der Wunsch nach mehr erzeugt.

In Deutschland landen 1 Million Tonnen jedes Jahr im Altkleider. Das muss unfassbar viel Kleidung sein, die wir aussortieren und wegwerfen. Wir tun das mit dem Gedanken, dass sie noch jemandem zu Gute kommt, dabei haben auch afrikanische Länder genug.

Wenn ich darüber nachdenke, was das für unsere Kinder bedeutet, wird mir ganz schlecht. Und wir sind schuld daran.

Was können wir also tun, ohne gleich mit erhobenem Zeigefinger daher zu kommen? Diese Frage stelle ich mir immer öfter.

Was wäre, wenn jeder der 80 Millionen Deutschen ein Kleidungsstück weniger in 2019 entsorgen würde. Das wären 80 Millionen Kleidungsstücke weniger und wenn man europaweit in Summe denkt, sogar 500 Millionen Teile, die nicht im Müll oder Altkleider landen.

Wir müssten weniger Kleidung kaufen und sie auch länger tragen!

Gerade wenn man die Cost per Wear (Kost pro Tragen) einiger unserer Kleidungsstücke ermittelt, wird klar, dass Anschaffungspreis und Anzahl der Tage, an denen man das Kleidungsstück trägt, in keinem guten Verhältnis stehen.

Bei mir ist das zum Beispiel eine Lederjacke, die 250 Euro gekostet hat und 15x getragen wurde. Das ergibt eine Cost per Wear von 16,70 Euro. Ein Top wiederum vom letzten Jahr, hatte ich ca 100x an bei einem Anschaffungspreis von 49 Euro. Hier oder auch bei einer Tasche die 900 Euro gekostet hat aber seit 4 Jahren täglich getragen wird, liegt der Cost per Wear bei wesentlich günstigeren 49 Cent.

Müllberge häufen sich nicht nur durch Altkleider aus Kaufkleidung. Auch weggeworfene selbst genähte Sachen tragen dazu bei.

Auch wenn man es ungern hört lohnt sich die Frage: Wie können wir nachhaltiger nähen, Massenkonsum vermeiden und die Sachen, die wir haben, wieder verwenden?

Ich trenne z.B. Knöpfe von verschlissenen Hemden ab, um sie wieder zu verwenden. Meine Mutter macht das mit Reißverschlüssen, die sie mir dann zum Vernähen zusendet. Wenn meine Kinder aus ihren Sachen herausgewachsen sind, um die Kleidung noch gut erhalten ist, wird sie weiter verschenkt. Ich habe auch schon Parties organisiert, wo man Kleidung und Accessoires unter Freundinnen tauschen konnte. Wenn die Kleidung zerschlissen ist, kann man noch Putzlappen daraus machen oder man gibt gut erhaltene Kleidung in den Second Hand Laden bzw. soziale Kaufhaus.

Um gar nicht erst einen Upcycling-Berg zu Hause entstehen zu lassen, solltest du deinen Kleidungsstil kennen und wissen, welche Farben dir stehen. Danach kannst du dein Kaufverhalten ausrichten und Fehlkäufe von Anfang an vermeiden.

Ich freue mich, wenn du von diesen Anregungen etwas mitnehmen kannst.

Liebe Grüße und hab ein tolles neues Jahr !

Deine Elle

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#32: Warum Schnittanpassung und Körper-Akzeptanz zusammen gehören. Mit Meike von crafteln.17 Dec 201800:55:18

Meike Rensch-Bergner von crafteln.de ist schon zum zweiten Mal zu Gast bei mir im Podcast. Viel über sie und ihr Schaffen kannst du auch in Episode #3 erfahren.

Unser Gespräch startet bei den Nähcamps. Hier war Meike schon in 2018 mit ihren Workshops „Schnittanpassung für Einsteigerinnen“ mehrfach dabei. In 2019, und da freue ich mich sehr drüber, wird sie diesen Workshop und auch Einzelcoachings bei jedem der Camps anbieten. Beim Schnittcamp vom 15.-17.3.2019 gibt es Meike darüber hinaus in einem Ganztagesworkshop zum Thema Oberteile anpassen.

Die Größenwahl, die Angst, etwas falsch zu machen und den Körper so anzunehmen, wie er ist. Um diese Themenfelder drehen sich die meisten Fragen in den Schnittmuster-Workshops, stellt Meike fest.

Dabei geht sie speziell auf den letzten Punkt intensiver ein und meint: „Wir können auch freundlich zu unserem Körper sein und aus dem Hamsterrad der Selbstoptimierung aussteigen. Diese neue Art zu denken, ist für viele Frauen eine Erleichterung und auch ein Zeichen von Stärke“.

Speziell in ihren Online-Kursen geht Meike auf das Thema Körper-Akzeptanz (Body Acceptance) neuerdings ein. Sie möchte damit Frauen stärken, sie zufriedener machen und damit die technischen Aspekte der Schnittanpassung um diese emotionale Komponente ergänzen.

In unserem Gespräch erzählt mir Meike weiterhin von ihrem neuen Buch „Passt perfekt“, welches für Einsteigerinnen gedacht ist und sich natürlich um die Anpassung von Schnitten dreht. Meike vermittelt darin ein spezielles Prinzip und auch eine systematische Reihenfolge der Handgriffe, die bei der Schnittanpassung beachtet werden sollten.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs:

  • Über Meike's Lieblingsmaterialien
  • warum sie taillierte Kleidung liebt
  • über 25 Jahre in der Erwachsenenbildung
  • ihre Pläne für 2019

Viel Spaß beim Zuhören und ganz liebe Grüße

Elle

Übrigens: "Passt - der neue Podcast von crafteln" ist da. Hier könnt ihr hinein hören. 

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#31: Nie wieder Schnittmuster drucken, kleben, schneiden mit Nora von Pattarina03 Dec 201800:44:23

Nora Baum Mitbegründerin der Pattarina App (www.pattarina.de) ist heute mein Gast. Sie geht mit ihren Kollegen einen neuen, für die Nähwelt revolutionären,Weg. Mit der App, die sie gerade entwickelt, sollen Schnittmuster überflüssig werden. Freue dich auf dieses interessante Gespräch.

„Schnittmuster abzupausen war mir ein Grauen“, sagt Nora, die selbst näht. „Und als dann im September 2017 Apple mit Augmented Reality auf den Markt kam, machte es Klick. Zusammen mit einem befreundeten Informatiker, der sich mit Computer Visualisierung auskennt, machte sie sich an die Entwicklung ihrer App, die unter dem Namen „Pattarina“ kurz vor der Veröffentlichung steht.

Die Schnittmuster sollen mit Hilfe von Augmented Reality übertragbar gemacht werden. Wenn man beispielsweise ein Schnittmuster von einer Bluse auf seinem Handy innerhalb der App hat, lässt man sich dieses zunächst größenecht auf dem darunter liegenden Stoff (Schnittteil für Schnittteil) anzeigen, um es dann auf dem Stoff mit einem Trickmarker abzumalen. Einen bestimmten Abstand zum Stoff muss man dabei nicht einhalten. Es sind keine weiteren Hilfsmittel erforderlich. In der linken Hand hält man sein Handy, in der rechten den Trickmarker.

Bei 40 ausführlichen Nutzertests kam heraus, dass man ein Oberteil so mit ein bisschen Übung in einigen Minuten übertragen kann. Gegenüber der herkömmlichen Abpausmethode spart man 80% Zeit ein.

Wer sich das schwer vorstellen kann, kann sich ein Video auf der Webseite von Pattarina anschauen, wo der ganze Prozess verdeutlicht wird.

Noch dauert die Entwicklungsarbeit an, in der die App z.B. mit verschieden rutschigen Stoffen getestet wird. Auch kann noch nicht jedes Schnittmuster in die App eingelesen werden. Pattarina startet deswegen mit einigen ausgwählten Pattarina-kompatiblen Mustern. Für den Anfang spricht man Anfänger-Hobbynäherinnen an, die für ihre Kinder und erste Sachen für sich selbst nähen möchten.

Um die App nutzen zu können, benötigt man ein Apple Smartphone (ab iPhone 6). Eine Lösung für Android Geräte soll perspektivisch auch angeboten werden.

Nora, freut sich auf Testerinnen, die die App ausprobieren und Feedback geben möchten. Auf pattarina.de kann man hierfür ein Formular ausfüllen und wird kontaktiert, wenn es losgeht.

Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße

Eure Elle

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#29: True Fabrics- Stoffhandel mit sozialem Gewissen19 Nov 201800:45:20

Die Idee zu Colin's Unternehmen entstand während eines Auslandsaufenthalts in Tansania wo er mit außergewöhnlichen Stoffen in Berührung gekommen ist. In seinem Studium im Bereich Sustainability Economics Management konnte man sich dann auf nachhaltige Unternehmensgründungen spezialisieren. Daraus entstand „True Fabrics“, ein Online Shop für Stoffe aus aller Welt.

Das ist 4 Jahre her und mittlerweile gibt es u.a. Stoffe aus Südafrika, Ghana, Australien, Nepal, Indien, Guatemala und Malaysia bei True Fabrics. (www.truefabrics.de) Alle zeichnen sich durch die besondere Herstellungsform und besondere Muster aus und sind ausnahmslos bei kleineren und mittleren Handwerksbetrieben (teilweise noch traditionell) gefertigt.

Sehr bemerkenswert: 10% des Netto Umsatzes spendet True Fabrics dem Social Surplus. Gemeint sind damit Leute, die nicht direkt an der Wertschöpfungskette teilhaben aber trotzdem profitieren sollen. So werden Projekte in den Ländern, aus denen die Stoffe kommen, unterstützt.

True Fabrics unterscheidet dabei in Trinkwasserversorgungsprojekte oder Projekte aus dem Bereich Gesundheit oder Bildung, auf die man bei True Fabrics über die Plattform Betterplace.org aufmerksam wird oder auch direkt von Vereinen oder Gründern angesprochen wird.

Wenn man bei True Fabrics kauft, sollte man eine Vorliebe für Farben mitbringen. Die meisten der Kundinnen von True Fabrics haben auch eine Affinität zu anderen Ländern und Kulturen bzw auch zum Thema Nachhaltigkeit, erzählt Colin. Mittlerweile gebe es zwar auch gedecktere Muster im Sortiment – generell geht es bei True Fabrics aber bunt zu.

Wer mehr über True Fabrics erfahren möchte, kann auf Pinterest, Instagram oder auf dem Blog folgen. Hier erfährt man Details über die Gründerstory, bekommt Nähtipps und Inspirationsbeispiele bzw. kann sich durch die Stories der Herstellungsbetriebe klicken.

Wer sich bei True Stories als Probenäherin engagieren möchte, kann ebenfalls Kontakt über den Blog oder die sozialen Kanäle aufnehmen. True Fabrics möchte in der Zukunft das Sortiment weiter ausbauen und natürlich seine Bekanntheit steigern.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs:

Was ist nachhaltig und was nicht?

True Fabrics hat dafür seine eigenen Kriterien definiert, wobei es nicht immer nur darum geht, dass ein Stoff zertifiziert ist. „Das können sich nämlich viele der kleineren Hersteller gar nicht leisten“, meint Colin und ergänzt, „uns kommt es auch darauf an, wie sich ein Hersteller sozial engagiert“.

Woher der Name „True Fabrics“?

Ein Großteil der afrikanischen Stoffe sind minderwertige chinesische Stoffe. True Fabrics möchte dieser Entwicklung entgegenwirken und unterstützt deswegen Produzenten „echter“ afrikanischer Stoffe.

Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße

Deine Elle

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#30: Mantelstoffe mit Constanze Derham05 Nov 201801:02:44

Constanze ist Autorin des Materiallexikons „Stoff und Faden“  sowie des Nahtzugabe Blogs .

In ihrem Blog schreibt sie über Bekleidung für sie selbst, Schnittmusterfirmen, Modeausstellungen, Bücher und das, was sich in der DIY Szene tut. In ihrem Materiallexikon über Textilien bringt sie ihr umfangreiches Wissen als Stoff und Nähexpertin ein.

In unserem spannenden Gespräch geht, passend zur Jahreszeit, um Mantelstoffe.

Wir gehen auf die Beschaffenheit, Verarbeitungscharakteristiken von Walk und Loden, Tweed und Bouclé, Flausch und Wollähnliche Materialien ein und besprechen, für welche Schnitte sie sich eignen.

Walk und Loden: Stoffe, die gewalkt (über Walzen geführt und leicht verfilzt) werden. Walk ist gestrickt, Loden ein gewebter Stoff. Walk ist elastisch, lässt sich gemütlich tragen, passt sich dem Körper an. Schnitte die Stand haben, müssen können schwer aus Walk genäht werden. Loden ist der Wintermantelstoff schlechthin. Der Stoff ist schwer, wasserabweisend, hat eine Härchenschicht. Loden verzieht sich nicht und ist deswegen für klassische Schnitte geeignet. Außerdem ist Loden winddicht und Temperatur ausgleichend.

Tweed und Bouclé: Bei beiden Stoffen kann man die Webstruktur gut erkennen. Tweed ist unkompliziert zu vernähen, meistens gemustert mit lebendiger Oberfläche. Tweed stammt ursprünglich aus England. Bouclé: kennt man von Chanel Jäckchen, kleine Schlingen und Noppen, franst beim Zuschneiden und Nähen leicht aus.

Flausch: Gemeint sind klassische Mantelstoffe mit einer Oberfläche wie Fleece, bestehen aber aus Wolle. Haben eine haarige Oberfläche, fast wie Fell, da der Stoff aufgeraut ist. Von den Schnitten ähnlich wie beim Loden, für Mäntelschnitte gut geeignet. Mohair Flausch ist sehr voluminös, da sollte der Schnitt einfach, gradlinig sein. Beim Bügeln sollte man vorher einen Test machen, nicht den Stoff zusammendrücken. Evtl nur dämpfen und dann glattstreichen.

Wollähnliche Stoffe: Kommen ohne Wolle aus, vegane Stoffe. Evtl ein wärmendes Zwischenfutter einnähen.

Constanze erzählt im weiteren Verlauf des Gesprächs noch, wo sie ihre Stoffe einkauft, was sie gerade strickt und näht und dass bei ihr im Kleiderschrank fast alles selbst genäht ist.

Viel Spaß beim Zuhören und liebe Grüße

Eure Elle

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#28: Was du in keinem Nähratgeber findest15 Oct 201800:25:14

Von Nähcamp zu Nähcamp nehme ich 2 Kisten voller Nähbücher von verschiedenen Verlagen mit. Beim Durchblättern und teilweise auch intensiveren Lesen der ganzen Bücher fällt auf, dass fast jedes Buch einen (für die jeweiligen Projekte relevanten) technischen Grundlagenteil enthält. 

Das macht ja auch Sinn. Aber...

...was ich in keinem dieser Bücher finde, sind strategische Hilfestellungen zum Nähen von Kleidung. Wie wähle ich Stoffe und Schnitte aus, damit das Kleidungsstück ZU MIR passt? Damit ich nicht nur beim Nähen, sondern auch danach Freude BEIM TRAGEN habe. Um Bücher zu finden, die einem da weiter helfen könnten, muss man in der literarischen Ecke der Stilratgeber suchen, aber da fehlt mir die Verbindung zum Nähen.

Um diese Lücke zu füllen, biete ich meinen Online-Kurs "Näh deinen Stil" an, für den du dich noch bis Donnerstag anmelden kannst und der am 22.10 startet. Er soll dir helfen nicht nur technisch zum Erfolg zu kommen, sondern auch (Näh-) strategisch. 

Letzten Donnerstag habe ich dazu den Online-Workshop "In 5 Schritten zu mehr Kombinationen im Handmade-Kleiderschrank" gegeben. Die 5 Schritte entsprechen den 5 Modulen meines neuen Online-Kurses, mit denen ich dir helfen möchte, mehr Klarheit zu bekommen und entspannter Stoffe und Schnitte einzukaufen, um hintenraus mehr Zeit zum Nähen zu haben. 

Das Ziel ist eine schöne Handmade-Kombi-Garderobe, mit deiner eigenen Farbpalette und einer Auswahl an Schnitten, die (zu) dir passen. Im Kurs hast du außerdem die Gelegenheit, dir 2 passende Kleidungsstücke zu nähen, bei denen ich dir als Nähcoach zur Seite stehe. 

Und diese 5 Schritte durchläufst du im Kurs:

  • Wie wirke ich in dem, was ich schon trage?
    Es macht einen Unterschied ob du dich im Spiegel oder auf einem Foto anschaust. Der Blick in den Spiegel ist viel subjektiver. Auf dem Foto kannst du dich neutraler beurteilen. Es bietet sich an, für eine Weile jeden Tag ein Foto von dir in verschiedenen Outfits zu machen. Stell dir dabei die Frage, was zu dir passt, worin fühlst du dich wohl? 

    Weniger Inspiration ist dabei manchmal mehr. Viele sind überfordert von den ganzen Informationen, die uns zur Verfügung stehen. Meinen Instagram Feed habe ich aufgeräumt, damit ich nicht mehr Zeit mir Recherche als mit dem eigentlichen Nähen verbringe. Das nimmt mir den Druck. Damit fühle ich mich wohler. 
  • Die richtigen Stoffe auswählen
    Wenn du wissen möchtest, ob du die richtigen Stoffe auf Lager hast, vergleiche Stoffregal und Kleiderschrank. Gibt es hier große Abweichungen, ist das meist kein gutes Signal. Hier solltest du mal eine Inspektion machen. 
  • Die richten Schnitte auszuwählen
    Du lernst deine Proportionen kennen. Gibt es Bereiche, die du hervorheben oder kaschieren möchtest? Mit welchen Linien möchtest du arbeiten? Du lernst dein Auge zu schulen und die Erkenntnisse strategisch einzusetzen. Lege dir eine Bibiliothek mit Grundschnitten an, die du verändern und damit deine Look variieren kannst. 
  • Schnittanpassung
    Für viele ein kleines Horrorthema, dabei ist es gar nicht so schwer Anpassungen vorzunehmen. Du solltest wissen, welche Schnittanpassungen für deinen Körper relevant sind und diese trainieren. Im Rahmen des "Näh deinen Stil" Kurses werde ich dich für die Möglichkeiten sensibilisieren und einfach Änderungen vermitteln. 
  • Farben, Schnitte und Stoffe zusammenbringen
    Ich möchte dich dazu ermutigen, weniger in Einzelstücken, auch nicht in Outfits zu denken. Wenn du dir Sachen nähst, sollten sie mehrere Outfits ermöglichen, d.h. die Kleidungsstücke sollten gut kombinierbar sein. 

Bist du unsicher bei diesen Themen, lässt du dich vielleicht zu stark von Trends beeinflussen, dann bist du herzlich eingeladen am Kurs teilzunehmen.

In einem virtuellen Meetingraum kommen wir jeden Freitag von 19-20 Uhr zusammen, in einer geschlossenen Facebook-Gruppe haben wir die Möglichkeit uns auszutauschen. Du erhältst wöchentlich eine E-Mail mit einem neuen Modul (in einem separaten Kursbereich/nicht bei Facebook), welches Videos, Text, Fotos und Arbeitsblätter enthalten wird. Wir arbeiten an deinem "Näh deinen Stil"- Leitfaden, auf den du immer zurückgreifen kannst. 

Ich würde mich freuen, diesen Weg mit dir gemeinsam zu gehen. Schaue für weitere Informationen auf die Kursseite www.ellepuls.com/kurs oder schreibe mir eine E-Mail an elke@ellepuls.com, wenn du unsicher bist, ob der Kurs für dich geeignet ist.

Dein Erfolg beim Nähen soll lange anhalten. Nicht nur an der Nähmaschine, sondern auch beim Tragen deiner selbst genähten Garderobe. 

Liebe Grüße

Deine Elle 

-

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#27: Wie eine Farbpalette dir helfen kann mehr Struktur in deinen Kleiderschrank zu bringen08 Oct 201800:23:51

"Ein Kleiderschrank voll nichts anzuziehen", das habe ich oft in der Umfrage gelesen, die ich vor einigen Wochen unter meinen Leserinnen durchgeführt habe.

Um an dem Punkt weiterzuhelfen, habe ich diesen Podcast aufgenommen, der dich inspirieren soll, zukünftig mehr Kombinationsmöglichkeiten in deinem Kleiderschrank zu finden. 

Meine Erfahrung ist, dass du beim Thema Kombi-Garderobe am schnellsten zum Erfolg kommst, wenn die Farben deiner Kleidungsstücke zusammenpassen.

Orientieren kannst du dich zum Beispiel, wenn du eine professionelle Farbberatung mitmachst, so wie ich das vor einigen Jahren getan habe. Bei der Jahreszeiten-Typisierung wurde ich als Sommertyp eingeschätzt. Im Anschluss habe ich alle Farben aussortiert, die nicht zu meiner Farbpalette passten und der Kleiderschrank sah gleich viel stimmiger aus. Seitdem kaufe ich meine Stoffe entsprechend ein.

Du kannst deinen Farben aber auch ohne professionelle Beratung näher kommen. Wenn du Lust hast, schreibe doch mal auf, welche Farben in deinem Kleiderschrank vorhanden sind. Welche findest du gut, welche sollen erhalten bleiben und welche dürfen gehen. Gibt es Ausreißer, die nicht so recht zu etwas passen wollen, fehlt vielleicht ein Verbindungsstück?

Wenn du beispielsweise gerne gemusterte Oberteile nähst, die nur zu einer Jeans passen, stelle dir doch mal die Frage, ob eine Strickjacke, die zu mehreren Teilen passt, das Bild beruhigen würde. 

Da wir Hobbynäherinnen ja gern mit den "Händen machen", kann ich dir auch raten, dir deinen eigenen Farbpass zu basteln. Klebe dir Stoffstücke deiner Farben auf Pappe und mache einen Fächer daraus, der an einer Ecke mit einer Buchschraube zusammen gehalten wird. Wenn du jetzt noch eine kleine Tasche für den Fächer nähst, hast du immer einen praktischen Helfer, der dich beim Stoffkauf begleitet und dir Orientierung bietet.  

Empfehlen möchte dir auch eine sehr gutes aber auch ziemlich analytisches Buch von Anuschka Rees. Es heißt "Das Kleiderschrank-Projekt (The curated closet) und in ihm wird beschrieben, wie 3 Hauptfarben in Kombination mit 4 Akzentfarben für Accessoires und 2 neutralen Farben den Look bestimmen können. 

Meine Hauptfarben sind rosa, blau und grau, wobei rosa prominent ist und ich mehrere Oberteile, Hosen und auch Sneaker in der Farbe besitze. Als neutrale Farben habe ich weiß und dunkelblau und als Akzentfarben silber und mint. Dieses Farbschema vereinfacht mir das Kombinieren, vermeidet "Inseln" und Fehlkäufe und macht Spaß.

Ich hoffe, ich kann dich dazu ermutigen an deinen Farben zu "arbeiten" und wenn du einmal ein Schema hast, heißt das ja nicht, dass du keine neuen Farben dazu nehmen darfst. Sie sollte halt nur im Kern dazupassen. 

Liebe Grüße

Deine Elle

 

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#26: 9 Gründe, warum du deine selbst genähte Kleidung nicht trägst01 Oct 201800:29:59

Hast du dich schon mal gefragt, warum du ein selbst genähtes Kleidungsstück nicht tragen magst? Wenn du darüber nachdenkst, merkst du, dass es wahrscheinlich nicht nur einen bestimmten Grund gibt, sondern ein Zusammenspiel verschiedener Gründe.

Ich habe noch mal über meinen Werdegang an der Nähmaschine nachgedacht und mir die 9 Gründe notiert, die bei mir dazu geführt haben, dass ich manches selbst genähte Stück nicht getragen habe und warum das mit der Zeit immer besser geworden ist.

Aus den Antworten meiner Umfrage entnehme ich, dass viele Hobbynäherinnen mit genau den gleichen Themen zu kämpfen haben. Deswegen dieser Podcast, zu dem es auch ein Video (auf meiner Facebook-Seite) und einen ausführlichen Blogartikel gibt. 

Viel Spaß und liebe Grüße

Deine Elle

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#25: Die 5 gängigsten Stiltypen und was du für dich daraus machen kannst.24 Sep 201800:22:00

Heute geht es um die 5 gängigsten Stiltypen und was du für dich daraus machen kannst. 

Mit Stiltypen meine ich in diesem Fall die gängigen Figurtypen X, A, O, H und Y. Es geht nicht um Kleidergrößen, sondern um die Proportionen, die dir angeboren sind. 

Dabei ist mir wichtig, keine Schubladen zu kreieren, sondern dir das Prinzip näher zu bringen, so dass du davon mitnehmen kannst, was dir nützlich ist. Letztendlich möchten wir uns doch alle von der bestmöglichen Seite zeigen und dafür sollte man verstehen, wie Kleidungsstücke an unserem Körper wirken und wie wir damit spielen können.

X-Figur: Breite Schultern, eine ausgeprägte Taille und eine breite Hüfte zeichnen diesen Typen aus. Die X-Figur entspricht unserem hier gängigen Ideal einer Körperform. Wenn du eine X-Figur hast, kannst du diese mit engen Kleidern betonen oder sie durch einen Gürtel noch mehr zur Geltung bringen. 

A-Typ: Hier sind die Schultern deutlich schmaler als die Hüfte und die Beine meist kräftiger, wobei der Oberkörper insgesamt schmaler ist. Du kannst mit Schnitten arbeiten, die deine Schulter betonen und insgesamt die Blicke des Betrachters, weg von den breiteren Hüften, hin zum Oberkörper lenken. Schulterriegel, Volants, farblich abgesetzte Passen können den Ausgleich zur breiteren Hüfte bringen. Muster, knallige Farben oder eine auffällige Kette sollten sich eher am Oberkörper finden. 

O-Figur: Diese Frauen haben einen runden Oberkörper und wenig Taille. Die typische Rubens-Figur. Die Taille ist so breit, wie die Schulter und Hüfte, wobei die schmalste Stelle direkt unterhalb der Brust sitzt. Nutzen kannst du z.B. einem Empire-Schnitt, bei dem das Oberteil unter der Brust lockerer wird. Um den Oberkörper weniger zu betonen, bietet es sich an, schlichtere Oberteile zu tragen, was nicht heißen soll, dass O-Typen keine gemusterten Stoffe am Oberkörper tragen dürfen. Wichtig ist, dass du weißt wie das wirkt, so dass du bewusst damit umgehen kannst.  

H-Typ: Hier sind Schultern, Taille und Hüfte gleich breit. Meistens sind diese Frauen schlank und athletisch und haben die typische Modelfigur, so dass sich sportliche und androgyne Kleidung super tragen lässt. Um der Taille mehr Betonung zu verleihen, könnte man Hüft- und Schulterakzente setzen.  

Y-Typ: Das Gegenteil von der A-Figur. Breite Schultern, schmale Hüfte, die typische Schwimmer-Figur aber in der Regel mit üppigerem Busen. Da die Beine bei diesem Typen recht schlank und lang sind, sollten sie betont werden. Die Y-Figur kann deswegen bunte oder gemusterte Hosen oder auch auffällige Schuhe tragen, weil diese die Blicke auf den unteren Teil des Körpers lenken. 

Früher war mir nicht bewusst, dass man durch die gezielte Auswahl an Schnitten und Farben bestimmte Proportionen des Körpers betonen oder in den Hintergrund treten lassen kann.

Erst eine Stilberatung hat mir die Augen geöffnet und mir eine Mischung aus Y-, X- und H-Typ attestiert. So wie die meisten Frauen entspreche ich also keinem Typen zu 100%, worüber ich auch sehr froh bin.

Denn so kann ich, je nach Laune Absicht, bestimmte Kleidungsstücke tragen und einen Stil vermitteln. Das kann an einem Tag extravagant sein und am nächsten eher klassisch.

Ich möchte dich ermutigen, dich mit den Themen Körperformen, Stiltypen und Farben zu beschäftigen. Nochmal, es geht mir nicht darum, dass du dich in eine bestimmte Schublade steckst, sondern dass du bewusst und zu deinem Vorteil Schnitte und Farben wählst um ein Kleidungsstück zu erhalten, was dir steht und welches dich glücklich macht. 

Die eigenen Stilregeln zu kreieren funktioniert nicht von heute auf morgen. Es ist ein Prozess, der sich bei mir schon über 5 Jahre erstreckt. Mit diesem Podcast und den Stiltypen möchte ich dir erste "Stützrädchen" anbieten, die dir ermöglichen mit deinem "Stilfahrrad" loszuradeln. Trau dich loszufahren, sicherer zu werden um dann, in einiger Zeit, freihändig zu fahren und mit deinen Körperformen und den dazu passenden Kleidungsstücken zu spielen.

Viel Spaß dabei und herzliche Grüße

Deine Elle

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#151: 7 Gründe, warum deine Capsule Wardrobe (noch) nicht funktioniert26 Feb 202300:25:36

Du hast schon öfter überlegt, eine Capsule Wardrobe zu starten oder es schon mal probiert, aber bist nicht so richtig von der Stelle gekommen? Dann ist diese Folge für dich, um 7 mögliche Gründe zu erforschen, an denen es hängen könnte. 

Viel Freude beim Hören!

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Und wenn du einfach schön und selbstbewusst in deinen Farben strahlen möchtest, dann besuche unsere Farb-Fitterie. Denn dort kannst dir bequem, in nur wenigen Schritten von zu Hause deinen Farbfächer bestellen. 

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#24: Die 10 nervigsten Momente vor dem handmade Kleiderschrank und was du dagegen tun kannst.17 Sep 201800:25:31

Zunächst möchte ich mich bei dir bedanken, dass du den "Näh deinen Stil"-Podcast hörst. Aus einem "Wir schauen mal, wie das läuft Projekt" ist nun etwas geworden, was richtig Fahrt aufgenommen hat. Immerhin haben seit März 2018 schon fast 30.000 Menschen die insgesamt 24 Episoden heruntergeladen und gehört.

Bedanken möchte ich mich auch bei den zahlreichen Frauen, die sich an meiner Umfrage von letzter Woche beteiligt haben. Mit den Antworten habe ich nun viel "Futter" für weitere Episoden und, wie versprochen, haben wir unter den Teilnehmerinnen auch eine Gewinnerin für ein Nähcamp-Ticket ausgelost.

Heute geht es um die 10 nervigsten Momente vor dem handmade Kleiderschrank und was du dagegen tun kannst. 

1) Nichts passt zusammen. 

2) Die Lieblingsstücke sind in der Wäsche. 

3) Der Schrank ist voll und dennoch habe ich nichts anzuziehen.

4) Ober- und Unterteil passen nicht zusammen.

5) Du bist von dir selbst gelangweilt, weil du immer das gleiche aus dem Schrank ziehst.

6) Mit deinen Kleidungsstücken bist zu zufrieden, dir fehlen aber die passenden Schuhe dazu.

7) Es fehlt das i-Tüpfelchen, was das Outfit abrundet.

8) Nervig ist, wenn die Teile schön sind aber nicht passen.

9) Die Farben lassen sich nicht kombinieren. Du traust dich nicht, neue Farben auszuprobieren.

10) Du hast das Gefühl über Nacht ist die Kleidung geschrumpft.

Wie sind deine Erfahrungen? Findest du dich in einem oder mehreren der 10 nervigsten Momente wieder? 

Mich würde deine Meinung interessieren. Hinterlasse doch gern einen Kommentar im Blogpost zu diesem Podcast.

Vielen Dank und liebe Grüße

Elke

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#23: Wie kann das Nähen digitaler werden?10 Sep 201800:35:44

Keine Sorge. Das Nähen an sich wird, soweit ich das einschätzen kann, analog bleiben. Aber das ganze Drumherum, die Schnittmuster, die Anleitungen und auch die Community werden zunehmend digitalisiert. 

Nadine, die seit kurzem einen Online Shop für Plott-/Stick- und Applikationsdateien betreibt, hat dazu eine brandneue App entwickelt - die "Näh ich mir-App". 

Wie die App funktioniert und welchen Mehrwert sie mit sich bringt, erzählt sie in diesem Podcast.

"Die Idee zur App ist während einer langen Reise durch Australien entstanden", sagt Nadine. "Wir wollen das Schweizer Taschenmesser fürs Nähen bauen und im ersten Schritt Hobbynäherinnen, die in fremde Städte reisen eine Orientierungshilfe sein. Mit der "Näh ich mir"-App kannst du dir z.B. alle umliegenden Stoffläden anzeigen und dich dorthin navigieren lassen. Die Karte funktioniert auch offline und die Läden lassen sich bewerten.

In einer zweiten Funktion der App, die bisher nur für Android Geräte (iOS folgt) verfügbar ist, kann man sich eine Übersicht aller in Deutschland stattfindenden Stoffmärkte anzeigen lassen inkl. Erinnerungsfunktion für die Termine, an denen sie stattfinden. 

Der Community Gedanke ist uns wichtig", sagt Nadine weiterhin. "Deswegen lassen sich auch Benutzerprofile erstellen, mit denen man sich selbst präsentieren und auch andere Nutzer in der Nähe anzeigen lassen bzw. Kontakt mit ihnen über das Gästebuch aufnehmen kann. 

Sowieso soll die App, die erst ein paar Wochen alt ist, so weiterentwickelt werden, dass sie die Bedürfnisse unserer Nutzer erfüllt. Bisher haben wir 2500 Nutzer, wünschen uns das die Community wächst und wir möglichst viel Feedback erhalten. Unsere Nutzer sollen mitbestimmen, wie es bei uns weitergeht. 

Hinter unserer App steckt ein idealistischer Gedanke", antwortet Nadine auf meine Frage, ob sie mit der App Geld verdienen will.

"Die App ist und bleibt ein Freizeit- und Hobbyprojekt von meinem Mann und mir", sagt sie, "deswegen ist sie auch werbefrei".

Alle wichtigen Informationen inkl. FAQ's zu Nadine's App findest du unter www.naehichmir.de.

Möchtest du dir die App herunterladen kannst du das ebenfalls auf www.naehichmir.de oder direkt im Google Play Store tun.

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#22: Was ist der größte Fehler bei der Stilsuche? Mit Katharina Maier.03 Sep 201800:54:31

Katharina Maier, Frau Maier, kennt sicher die ein oder andere von euch, denn mit dem Thema Stilberatung/Stilfindung war sie schon häufiger bei mir zu Gast, u.a. in Episode #5.

Katharina hält nicht viel von Modemagazinen und deren Optimierungswahn. "Frauen sind in der Realität eben nicht so perfekt, wie es ihnen in den Magazinen vorgegaukelt wird", sagt sie und will damit dem Frust vieler Frauen entgegenwirken.

"Ich helfe Frauen dabei von innen zu strahlen", ergänzt Katharina, die seit 2016 ihren Online Kurs "Stilsicher in 8 Wochen" anbietet und damit Frauen hilft, selbstsicherer durchs Leben zu gehen.  

"Ein nachhaltiger Kleiderschrank hat viele Aspekte", sagt Katharina. "Eine in sich schlüssige Garderobe, wo Kleidung untereinander kombinierbar ist, macht das Leben leichter. Du sparst Zeit, Geld und Nerven, wenn du Fehlkäufe vermeidest. 

Kleidung einzukaufen oder zu nähen macht mehr Spaß, wenn man weiß, was man will. Ein klares "Ja" zu einem Kleidungsstück, bei dem man sich vorher Gedanken gemacht hat, zu welchem Anlass man es tragen kann, ob es zu einem passt und ob man es wirklich braucht ist besser als der x-te Impulskauf".

Katharina sagt nicht: "so ist es, so solltest du das umsetzen!". Sie gibt eher Hilfestellung dabei, das Gefühl für den eigenen Körper wiederzuentdecken und stellt Fragen wie: "Worin bekommst du Komplimente, worin fühlst du dich wohl?" Es geht um die Verbindung der textilen Hülle mit der Persönlichkeit.

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Kathrina's Online Kurs "Stilsicher in 8 Wochen" haben ich selbst schon besucht und bin von dessen Inhalt überzeugt. Als Katharina's Affiliate Partner helfe ich ihr, den Kurs bekannter zu machen und erhalte eine Verkaufsprovision.

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