Mittelweg 36 – Details, episodes & analysis

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Mittelweg 36

Mittelweg 36

© Hannah Schmidt-Ott & Jens Bisky | PODCAST EINS

Society & Culture
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Frequency: 1 episode/38d. Total Eps: 43

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Hannah Schmidt-Ott und Jens Bisky laden im monatlichen Wechsel Wissenschaftler:innen und Autor:innen zu Gesprächen über Gesellschaft, Kultur und Theorie. Egal ob Romane, wissenschaftliche Studien, Gegenwartsbeobachtungen oder Sozialfiguren diskutiert werden: stets geht es um Menschen, wie sie sich aufeinander beziehen und was sie dabei freiwillig und unfreiwillig produzieren.


Hannah Schmidt-Ott ist Redakteurin beim Online-Fachforum Soziopolis

Jens Bisky ist leitender Redakteur des Mittelweg 36


Kontakt: podcast@his-online.de

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Was ist schlecht an Eitelkeit?

Season 1 · Episode 25

jeudi 27 juin 2024Duration 27:36

Mode- und Beauty-Trends sind ohne ihre Formung und Verbreitung durch Social Media heute kaum mehr vorstellbar. Doch was genau verändert sich durch die sozialen Medien? Welche Ästhetiken setzen sich durch, wie entwickeln sich Schönheitspraktiken und -kulturen? Stimmt es, dass wir – auch dank Social Media – immer eitler werden? Und was ist eigentlich schlecht an Eitelkeit? Hannah Schmidt-Ott spricht mit Diana Weis über Mode und Beauty in digitalen Zeiten.


Diana Weis ist Professorin für Modejournalismus an der BSP Business and Law School Berlin und unterrichtet Modetheorie an der Universität der Künste.


Literatur:

Diana Weis: „Modebilder“, Wagenbach 2024.

Diana Weis (Hg.), „Cool aussehen. Mode und Jugendkulturen“, Schönstatt-Verlag 2012.

Angela McRobbie: „'Jackie': an ideology of adolescent femininity”, 1978, online unter: http://epapers.bham.ac.uk/1808/1/SOP53.pdf

Angela McRobbie: „Feminism and youth culture: from 'Jackie' to 'Just seventeen'”, Red Globe Press London 1991.

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Was lehrt die Schule des Südens?

Season 1 · Episode 24

jeudi 30 mai 2024Duration 30:33

Ob Pierre Bourdieu, Michel Foucault, Hélène Cixous oder Étienne Balibar – viele Vertreter:innen der French Theory sind in die „Schule des Südens“ gegangen. Der Kulturwissenschaftler Onur Erdur stellt in seinem Buch über die „kolonialen Wurzeln der französischen Theorie“ dar, was sie dort erfahren und gelernt haben. Mit Jens Bisky spricht er über intellektuelle Abenteuer, den algerischen Ursprung des Habitus-Konzepts, ein vergessenes Massaker in Paris und organisierte Fehllektüren.


Onur Erdur forscht und lehrt an der Humboldt-Universität zu Berlin zu Fragen der globalen Ideengeschichte.


Literatur:

Onur Erdur: „Schule des Südens. Die kolonialen Wurzeln der französischen Theorie“, Matthes & Seitz 2024.

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Warum fasziniert Adorno?

Season 1 · Episode 15

mardi 30 mai 2023Duration 28:03

Sei es in den Sozialwissenschaften, Lesekreisen oder Zeitungsfeuilletons: obwohl sein Denken wenig mit aktuellen akademischen Diskursen vereinbar scheint, bleibt Theodor W. Adorno nach wie vor präsent, wird studiert, zitiert und kritisiert. Iris Dankemeyer und Hannah Schmidt-Ott gehen der Frage nach, worin die Anziehungskraft seiner Schriften besteht. Es geht um den Reiz von existenziellem Pathos, Gänsehaut als ästhetische Kategorie, das gern missverstandene Verhältnis zu Max Horkheimer, Lektürefreuden und Adornos Kritik am Berghain.


Iris Dankemeyer ist Vertretungsprofessorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und hat sich ihrer Dissertation intensiv mit den musikalischen Schriften Adornos befasst.

Hannah Schmidt-Ott ist Redakteurin beim sozialwissenschaftlichen Fachforum Soziopolis und der Zeitschrift Mittelweg 36.


Literatur:


Iris Dankemeyer: Die Erotik des Ohrs. Musikalische Erfahrung und Emanzipation nach Adorno, Edition Tiamat 2020.

Iris Dankemeyer: Die Gewalt der Musik. Zur Genese gesellschaftlichen Gehorsams, in: Theodora Becker / Andreas Franze / Jakob Hayner (Hg.), Grenzsteine. Zur Kritik der Gewalt, Edition Text + Kritik 2016.

Theodor W. Adorno: Ästhetische Theorie, hg. von Gretel Adorno und Rolf Tiedemann, Suhrkamp 1973.

Theodor W. Adorno: Offener Brief an Max Horkheimer, online unter: https://www.zeit.de/1965/07/offener-brief-an-max-horkheimer

Theodor W. Adorno: Zur Genese der Dummheit, in: Max Horkheimer / Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente,

Suhrkamp 1981.


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Warum Wieland?

Season 1 · Episode 14

mardi 25 avril 2023Duration 41:52

Christoph Martin Wieland hat die moderne deutsche Literatur erfunden, argumentiert Jan Philipp Reemtsma in seiner jüngst erschienenen großen Wieland-Biographie. Diese These provoziert Rückfragen: Was heißt „modern“? Was verstand Wieland unter Literatur? Und wie hat er gearbeitet? Jens Bisky und Jan Philipp Reemtsma sprechen über Werke und Leben Wielands, über dessen selbstbewusste Frauenfiguren und Kasuistik in Liebesdingen.


Jan Philipp Reemtsma, Philologe, Gründer des Hamburger Instituts für Sozialforschung und dessen langjähriger Vorstand, ist Geschäftsführender Vorstand der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Er war Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg.


Jan Philipp Reemtsma, Christoph Martin Wieland. Die Erfindung der modernen deutschen Literatur. Eine Biographie, München 2023.

Christoph Martin Wieland, Sämtliche Werke, 39 Bde. Und 6 Supplementbände, Leipzig 1794-1811, Hamburger Reprint-Ausgabe, Nördlingen 1984.

Wielands Werke, Oßmannstedter Ausgabe. Historisch-kritische Ausgabe, hg. von Klaus Manger, Hans-Peter Nowitzki und Jan Philipp Reemtsma, Berlin 2008 ff.


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Was bedeutet Lektorieren?

Season 1 · Episode 13

mardi 21 mars 2023Duration 27:14

Einen Roman schreiben und ihn in einem renommierten Verlag veröffentlichen – das ist ein oft gehegter Traum. Aber wie funktioniert das eigentlich? Was passiert mit einem Manuskript, bevor es als Buch zum Verkauf steht, und wie gestaltet sich die Rolle der Lektor:in in diesem Prozess? Hannah Schmidt-Ott spricht mit Jacob Teich, Lektor im Suhrkamp Verlag, über seine vielfältigen Aufgaben, die Arbeit an belletristischen Texten und die Frage, was Autorschaft so reizvoll macht.


Jacob Teich ist Lektor für deutschsprachige Literatur im Suhrkamp Verlag

Hannah Schmidt-Ott ist Redakteurin beim sozialwissenschaftlichen Fachforum Soziopolis und der Zeitschrift Mittelweg 36


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Was erzählen Renegaten?

Season 1 · Episode 12

mardi 21 février 2023Duration 33:33

Eine fast vergessene Sozialfigur ist auf die politische Bühne zurückgekehrt: der Renegat. Während sich in vielen Debatten die Fronten verhärten, erfreut sich die Selbsterzählung vom heroischen Wechsel der Seiten großer Beliebtheit; Renegatentum ist eine Pose geworden. Das aktuelle Heft des Mittelweg 36, „Renegaten – Konjunktur einer Kippfigur“, nimmt sich des Themas an. Jens Bisky spricht mit Mitherausgeberin Carolin Amlinger über Leute, die „aus Versehen“ konservativ, rechts, reaktionär geworden sind und nicht müde werden, davon zu erzählen. Welchen Mustern folgen diese Erzählungen? Welche Vorteile bringt die renegatische Pose? Und was verrät sie über „lechts und rinks“?


Carolin Amlinger lehrt an der Universität Basel. Mit Oliver Nachtwey hat sie die viel diskutierte Studie „Gekränkte Freiheit. Aspekte des libertären Autoritarismus“ verfasst. 2021 erschien im Suhrkamp Verlag ihr Buch „Schreiben. Eine Soziologie literarischer Arbeit“. Jüngst hat sie gemeinsam mit Nicola Gess und Lea Liese Heft 1/2023 des „Mittelweg 36“ herausgegeben.


Jens Bisky ist leitender Redakteur des sozialwissenschaftlichen Fachforums Soziopolis und der Zeitschrift Mittelweg 36


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Was ist Ethnopsychoanalyse?

Season 1 · Episode 11

mardi 24 janvier 2023Duration 23:26

Es sind die 1960er-Jahre, drei Schweizer Psychoanalytiker:innen machen sich auf die Reise in die ehemalige französischen Kolonie im westafrikanischen Mali, um mit psychoanalytischen Methoden ethnologische Forschungen durchzuführen. Sie wollen die Volksgruppe der Dogon „mit den Ohren kennenlernen“, indem sie analytische Gespräche mit ihren Mitgliedern führen, und begründen so ein neues Forschungsfeld: die Ethnopsychoanalyse. Vor dem Hintergrund von Dagmar Herzogs Buch „Cold War Freud. Psychoanalysis in an Age of Catastrophes“ sprechen Aaron Lahl und Hannah Schmidt-Ott über die Ethnopsychoanalyse als Forschungsmethode, die Zeit- und Raumgebundenheit psychoanalytischer Konzepte und die Verquickung von Psychoanalyse und Politik.

Aaron Lahl ist Psychologe und Sexualforscher, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der International Psychoanalytic University Berlin und hat „Cold War Freud“ kürzlich ins Deutsche übersetzt. Hannah Schmidt-Ott ist Redakteurin beim sozialwissenschaftlichen Fachforum Soziopolis und der Zeitschrift Mittelweg 36


Literatur

Dagmar Herzog: Cold War Freud. Psychoanalysis in an Age of Catastrophes, Cambridge UP 2016.

Paul Parin / Goldy Parin-Matthèy / Fritz Morgenthaler: Die Weissen denken zuviel. Psychoanalytische Untersuchungen bei den Dogon in Westafrika (4. Aufl., mit einem neuen Vorwort von P. Parin und G. Parin-Matthèy), Europäische Verlagsanstalt 1993(1963). Online unter: http://paul-parin.info/wp-content/uploads/texte/deutsch/1993c.pdf

David Becker:„Die Gutmütigkeit des Afrikaners. Überlegungen zur Ethnopsychoanalyse aus postkolonialer Sicht, in Johannes Reichmayr (Hg.), Ethnopsychoanalyse revisited. Gegenübertragung in transkulturellen und postkolonialen Kontexten, Psychosozial Verlag 2016, S. 319–341.


Weiterführende Literatur

Aaron Lahl / Patrick Henze: Developing Homosexuality: Fritz Morgenthaler, Junction Points, and Psychoanalytic Theory. Psychoanalysis and History 22(1), 2020, S. 79–100.

Paul Parin / Goldy Parin-Matthèy / Fritz Morgenthaler: Fürchte deinen Nächsten wie dich selbst. Psychoanalyse und Gesellschaft am Modell der Agni in Westafrika, Suhrkamp 1971. Online unter: http://paul-parin.info/wp-content/uploads/texte/deutsch/1971a.pdf

Johannes Reichmayr: Ethnopsychoanalyse. Geschichte, Konzepte, Anwendungen, Psychosozial Verlag 2013.

Mario Erdheim: Fritz Morgenthaler und die Entstehung der Ethnopsychoanalyse, in: Fritz Morgenthaler, Der Traum. Fragmente zur Theorie und Technik der Traumdeutung (hg. von Paul Parin / Goldy Parin-Matthèy / Mario Erdheim / Ralf Binswanger / Hans-Jürgen Heinrichs, Campus 1990, S. 187–209.

Vera Saller: Die Afrika-Bücher: Einst Pioniertaten, heute überholt?, in: Journal für Psychoanalyse 25/26 (45/46), 2005/2006, S. 227–241.

Vittorio Lingiardi / Nicola Carone: Die Herausforderung des Ödipus in sich verändernden Familien. Geschlechtsidentifizierungen und Zugang zur Herkunft in gleichgeschlechtlichen Elternfamilien bei Fortpflanzung mithilfe von Dritten, in: Internationale Psychoanalyse 15, 2020, S. 225–250.


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Erzählen

Season 1 · Episode 10

mardi 20 décembre 2022Duration 39:34

Welche Geschichten erzählt die Gegenwartsliteratur? In der letzten Podcast-Folge des Jahres ziehen wir Bilanz und diskutieren mit Marie Schmidt und Carlos Spoerhase narrative Trends und Konjunkturen, die sich in jüngerer Zeit abgezeichnet haben: Welche Kritik gibt es am Trauma-Plot? Kennt die neuere Literatur noch klassische Liebesgeschichten? Wollen Leser:innen von Belletristik nur gefälliges Entertainment in Form altbekannter Stile und Motive? Und ist der Bedarf an autofiktionaler Literatur irgendwann gedeckt?


Marie Schmidt ist Literaturkritikerin bei der Süddeutschen Zeitung

Carlos Spoerhase ist Literaturwissenschaftler in München.


In der Januar-Folge sprechen wir mit Aaron Lahl über Ethnopsychoanalyse.


Literatur: 

Annie Ernaux, Der junge Mann. Aus dem Französischen von Sonja Finck, Suhrkamp, im Erscheinen.

Benoîte Groult, Salz auf unserer Haut, Knaur 2017.

Christian Kracht, Eurotrash, Kiepenheuer & Witsch 2021.

Hanya Yanagihara, Ein wenig Leben, Hanser Berlin 2015.

Helen DeWitt, The English Understand Wool, New Directions 2022.

Hervé Le Tellier, Die Anomalie, Rowohlt 2021.

Honoré de Balzac, Glanz und Elend der Kurtisanen, aus dem Französischen von Rudolf von Bitter, Hanser 2022.

Laureate J. M. Coetzee, Elizabeth Costello, Viking Press 2003.

Lea Ypi, Frei. Erwachsenwerden am Ende der Geschichte, aus dem Englischen von Eva Bonné, Suhrkamp 2022.

Leif Randt, Allegro Pastell, Kiepenheuer & Witsch 2020.

Martin Kordić, Jahre mit Martha, S.Fischer 2022.

Moritz Baßler, Populärer Realismus, Vom International Style gegenwärtigen Erzählens, C.H. Beck 2022.

Natasha Brown, Assembly, Penguin Books 2021.

Parul Sehgal, The Case Against the Trauma Plot, in: The New Yorker (2022); 10, online unter https://www.newyorker.com/magazine/2022/01/03/the-case-against-the-trauma-plot (18.12.2022).

Sebastian Fitzek, Mimik, Droemer 2022.

Thea Sternheim, Tagebücher 1903–1971, herausgegeben und ausgewählt von Thomas Ehrsam und Regula Wyss, Wallstein Verlag 2011.

Virgina Woolf, On Being Ill, in: The Criterion (1926), January.


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Weitermachen

Season 1 · Episode 9

mardi 22 novembre 2022Duration 39:09

Wie sieht der Alltag der Geisteswissenschaften aus? Die Literaturwissenschaftler Carlos Spoerhase und Steffen Martus haben ein Buch zur „Geistesarbeit“ geschrieben, eine „Praxeologie der Geisteswissenschaften“. Darin untersuchen sie das voraussetzungsreiche, vielschichtige und empfindliche Gefüge von Praktiken, das kennen und beachten sollte, wer die Geisteswissenschaften reformieren will. Es geht um Lesen, Schreiben und Exzerpieren, um Seminare, Vorlesungen, Sonderdrucke und den Konferenzschlaf. Im Zentrum stehen dabei Friedrich Sengle und Peter Szondi.


Steffen Martus lehrt Literaturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Carlos Spoerhase ist Literaturwissenschaftler in München.


Literatur:

  • Carlos Spoerhase / Steffen Martus, „Geistesarbeit“, Berlin 2022.
  • Peter Szondi, „Theorie des modernen Dramas“, Frankfurt am Main 1963.
  • Friedrich Sengle, „Der Umfang als Problem der Dichtungswissenschaft“, in: ders., „Literaturgeschichtsschreibung ohne Schulungsauftrag. Werkstattberichte, Methodenlehre, Kritik“, Tübingen, 1980, S. 59-64.
  • Anke te Heesen, „Revolutionäre im Interview. Thomas Kuhn, Quantenphysik und Oral History“, Berlin 2022.
  • Julian Hamann / Wolfgang Kaltenbrunner, “Biographical Representation, from Narrative to List. The Evolution of Curricula Vitae in the Humanities, 1950 to 2010”, in: „Research Evaluation“ 2022 (1).
  • „The Chair“, Netflix 2021.

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Bewerben

Season 1 · Episode 8

lundi 17 octobre 2022Duration 33:29

Wer sich um eine Arbeitsstelle bemüht, ist zumeist darauf angewiesen, die potenzielle Arbeitgeberin im Rahmen einer Bewerbung von seinen Qualitäten zu überzeugen. Wie ein solches Stellengesuch auszusehen hat, welchen Ton man wählt, welche Unterlagen beilegt, ist in vielen Branchen klar geregelt – was allerdings nicht bedeutet, dass nicht immer auch das Gegenteil richtig sein kann. Mit Marie Schmidt sprechen wir über Timo Luks kulturhistorische Studie „In eigener Sache“, in der er den Veränderungen nachspürt, die Form und Inhalt von Bewerbungen im Laufe der vergangenen 250 Jahre durchlaufen haben. Außerdem geht es um Sprachspiele, Strukturzwänge und eigene Erfahrungen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt.


Marie Schmidt ist Literaturkritikerin bei der Süddeutschen Zeitung


Literatur:


Heiker Geissler, „Saisonarbeit“, Spector Books 2014.

Franz Kafka: „Der Verschollene“, Kurt Wolff Verlag, 1927.

Joachim Walther, „Bewerbung bei Hofe“, Verlag Neues Leben 1982.

„Suits“ (Serie von Universal Television), Season 1, Episode 1, 2011.

Timo Luks: „In eigener Sache. Eine Kulturgeschichte der Bewerbung“, Hamburger Edition 2022.

„Work Hard – Play Hard“ (Dokumentarfilm von Carmen Losmann), 2011.


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