Back

Explore every episode of the podcast Meditationsszene Schweiz

Dive into the complete episode list for Meditationsszene Schweiz. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.

Rows per page:

1–45 of 45

TitlePub. DateDuration
Meditation, Wissenschaft und Spitzensport mit Diego Hangartner05 Jul 202401:27:31

Diego Hangartner hat sich über drei Jahrzehnte der äusseren, wissenschaftlichen Erforschung und der internen, meditativen Erkundung von Geist und Bewusstsein gewidmet. Mit einem Hintergrund in Pharmazie und Psychopharmakologie von der ETH Zürich und einem siebenjährigen Studium am Institute für Buddhist Dialectics (IBD) in Dharamsala, kombiniert er westliche Wissenschaft mit tiefen Einblicken in östliche meditative Praktiken.

Im Gespräch teilt Diego Hangartner seine vielfältigen Erfahrungen und gibt Einblicke in seinen beeindruckenden Lebensweg. Er spricht über die Bedeutung von mentaler Stärke und die Rolle von Meditation und Achtsamkeit im täglichen Leben und im Spitzensport. Diego erzählt von seiner frühen Faszination für das Bewusstsein und seine tiefgehende Erforschung des Geistes durch Meditation und Studium in Tibet.

Er erklärt, wie er durch seine verschiedenen Studien und Erfahrungen Brücken zwischen westlicher Wissenschaft und buddhistischer Weisheit schlägt. Ein zentrales Thema des Gesprächs ist die Kultivierung positiver geistiger Eigenschaften und die praktische Anwendung von Meditationstechniken zur Förderung von Resilienz und mentaler Gesundheit.

Darüber hinaus spricht Diego über seine Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit dem Dalai Lama und internationalen Wissenschaftlern und gibt Einblicke in die Forschung zur Meditation und deren Auswirkungen auf das Gehirn und die emotionale Regulierung.

Abschliessend reflektiert Diego Hangartner über die Bedeutung von Gemeinschaft und Zugehörigkeit in einer zunehmend isolierten Welt und wie meditative Praktiken dazu beitragen können, eine tiefere Verbindung zu sich selbst und anderen zu finden.

Mehr zu Diego Hangartner und seinen Angeboten auf:

www.diegohangartner.com


Inhalt:

00:00:00 Intro

00:01:48 Biografie

00:03:37 Diegos eindrücklicher Lebenslauf

00:04:07 Grosse Fragen schon in der Kindheit

00:10:36 Definition von Bewusstsein

00:14:02 Begegnung mit Autogenem Training

00:16:13 Hilfsprojekt in Nepal

00:18:53 Studium Institute of Buddhist Dialectics

00:22:16 Unterschiede zum Studium an der ETH

00:26:29 Wie Diego seinen «Meditationsstil» fand

00:28:09 Definition von Meditation

00:31:41 Ziel buddhistischer Meditationspraxis

00:35:40 Kulturelle Überlagerungen des Buddhismus

00:39:42 Buddhismus als Wissenschaft

00:47:37 Herzfrequenzvariabilität während der Meditation

00:53:11 Meditation und Sport

00:59:08 Umgang mit Ermüdung und Schmerz im Sport

01:04:20 Bedeutung des mentalen Fokus im Sport

01:13:34 Was ist Resilienz?

01:18:34 Sollten wir alle meditieren angesichts der vielfältigen Herausforderungen?

01:25:18 Weitere Infos zu Diego

Zen, Koans und Leadership mit Anna Gamma07 Jun 202401:31:14

Dr. Anna Gamma ist Unternehmerin, Psychologin und Zen-Meisterin. Nach ihrem Studium der Psychologie und Philosophie promovierte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Zürich. Sie war leitend in verschiedenen Institutionen tätig, darunter als Geschäftsleiterin des Lassalle-Instituts ab 2000, wo sie Seminarprogramme und Leadership- sowie Coaching-Lehrgänge entwickelte. Seit 2017 ist sie Lehrbeauftragte an der Executive School der Universität St. Gallen. 2006 gründete sie mit Dr. Gerhard Hüppi das Zen-Zentrum Offener Kreis in Luzern und eröffnete 2015 das ANNA GAMMA Institut für Zen und Leadership.

Im Gespräch teilt Anna Gamma ihre persönliche Reise: Von ihrer atheistischen Phase zur Wiederentdeckung des Christentums und Zen-Buddhismus. Sie spricht über die Bedeutung des Dialogs anstelle von Einwegkommunikation und ihre beruflichen Erfahrungen in leitenden Positionen und internationalen Projekten, insbesondere in Südostasien, dem Nahen Osten und dem Balkan.

Anna gibt Einblicke in ihren Zen-Stil, insbesondere die Arbeit mit Koans und die Bedeutung von Ritualen und Strukturen im Zen. Ein wichtiges Thema war das Zusammenspiel von spiritueller und persönlicher Entwicklung.

Darüber hinaus erläutert sie ihre Arbeit im Bereich Leadership-Entwicklung, insbesondere die Integration von Zen-Prinzipien in Führungspositionen und die Bedeutung von Stille und Präsenz im Geschäftsleben. Sie beschreibt praktische Übungen und Ansätze, wie Führungskräfte durch Meditation und Achtsamkeit ihre Rolle effektiver und menschlicher gestalten können.

Abschliessend reflektiert Anna Gamma über die Bedeutung von Meditation und Spiritualität in einer Welt voller Krisen und wie diese Praktiken helfen können, zentriert und menschenwürdig Lösungen zu finden.

Mehr zu Dr. Anna Gamma und ihren Angeboten auf: 

www.annagamma.ch und www.zenzentrum-offenerkreis.ch


Inhalt

00:00:00 Intro
00:02:34 Biografie
00:03:53 Bedeutung des Dialogs
00:08:27 Religiosität in der Kindheit und atheistische Phase
00:14:03 Pia Giger, wichtige Lehrerin
00:18:25 Was Anna Gamma am Zen faszinierte
00:25:13 Der Marktplatz ist überall, d.h. Zen ist überall
00:30:51 Arbeit mit Koans
00:37:23 Reicht die Meditation auf dem Weg?
00:43:32 Strenge und Rituale im Zen
00:48:45 Bedeutung der Hingabe auf dem Weg
00:53:03 Verschiedene buddhistische Richtungen für verschiedene Persönlichkeitstypen?
00:55:01 Wann soll man eine andere Richtung suchen?
01:01:43 Zen und Leadership
01:08:27 Gibt es viele spirituelle Führungskräfte?
01:10:30 Angeleitete Herzkontemplation
01:17:55 Was, wenn die Führungskräfte aus dem Kurs ins Business zurückkehren?
01:21:44 Meditation und Spiritualität für die grossen Herausforderungen der Zeit
01:28:23 Buchtipps und weitere Infos zu Anna Gamma

Jüdische Meditation mit Gabrielle Girau Pieck01 Sep 202301:21:04

Gabrielle Girau Pieck, in Omaha, Nebraska geboren, ist Theologin und Lehrerin für jüdische Meditation. Während ihres Mathematikstudiums, erschütterte eine tiefgreifende Erkenntnis ihre atheistische Haltung und sie wandte sich der Meditation.

Nachdem sie verschiedene spirituelle Pfade erkundet hatte, nahm sie 1992 an die Universität von Kalifornien in Berkeley an einem einjährigen Meditationskurs teil. Parallel dazu vertiefte sie ihr Studium der vergleichenden Religionswissenschaft, wobei sie sich besonders auf jüdische feministische Theologie konzentrierte. Ihre tiefe Verbindung zur jüdischen Erneuerungsbewegung, die sich auf Spiritualität und kontemplative Praktiken konzentriert, wurde in diesen Jahren geprägt.

Während ihres Studiums an der Hebräischen Universität Jerusalem von 1993 bis 1995 begann Gabrielle, die Passage-Meditation zu lehren. Ihre Weg führte sie schliesslich nach Basel, wo sie nicht nur als Englischlehrerin tätig wurde, sondern auch Meditationssitzungen für ihre Kolleg:innen und Schüler:innen anbietet. In der Pandemie verlagerte sie ihr Angebot auf Online-Kurse, die sie auch heute noch durchführt.

In unserem Gespräch mit Gabrielle erzählte sie uns von ihrer Begegnung mit der jüdischen Meditation und wie sie von anfänglicher Neugierde zu einer tiefen Hingabe fand. Gabrielle sprach auch über die Unterschiede zwischen Gebet und Meditation und gab Einblicke in ihre Erfahrungen mit Buchstaben-Yoga, Zahlenmystik und Kabbala. Auch auf ihre Erfahrungen mit Meditation im Schulalltag am Gymnasium in Basel ging sie ein.

Abschließend reflektierte Gabrielle über den Wert der Meditation in der heutigen Zeit und wie sie uns helfen kann, die globalen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen.


Die erwähnten Bücher:

Mark Verman: The History and Variety of Jewish Meditation
Aryeh Kaplan: Jewish Meditation. A Practical Guide
Alan Lew: Be Still and Get Going. A Jewish Meditation Practice for Real Life

Die erwähnten Websites:

Institute for Jewish Spirituality 
Applied Jewish Spirituality 
Or HaLev – Jewish Spirituality and Meditation


Inhalt

00:00:00 Intro

00:01:48 Biographie

00:03:29 Warum jüdische Meditation nicht so bekannt ist

00:05:37 Was Gabrielle zur Meditation gebracht hat

00:11:38 Orthodoxer Rabbi und feministische Theologie

00:16:17 Was ist jüdische Meditation?

00:21:01 Bedeutung der hebräischen Sprache

00:26:01 Ziele unterschiedlicher Praktiken

00:27:18 Passage-Meditation

00:35:17 Meditation mit den hebräischen Buchstaben

00:46:38 Sephirot und Kabbala

00:54:17 Erfahrungen beim Unterrichten in der Schule

01:03:54 Online-Kurse für Frauen

01:07:30 Beitrag der jüdischen Meditation zum Umgang mit der Umweltkrise

01:13:00 Wie Meditation Gabrielle verändert hat

01:15:50 Weitere Infos und Kurse von Gabrielle

Vom kontemplativen Theater zum Buddhismus mit Lama Irene04 Aug 202301:21:27

Lama Irene (Dordje Drölma) ist eine buddhistische Nonne und Praktizierende in der tibetischen Karma-Kagyü-Linie. Nachdem sie 1979 in den USA erstmals den Buddhismus entdeckte, studierte sie Zen, Vipassana und tibetische Praktiken. Sie verbrachte 26 Jahre im Dhagpo Manadala in Frankreich, anschliessend im Zentrum Möhra in Thüringen, bevor sie 2015 in die Schweiz zurückkehrte. Im Interview teilt Lama Irene ihre persönliche Reise: Von der anfänglichen Skepsis gegenüber der buddhistischen Lehre hin zu einer tiefen Bewunderung bei der Begegnung mit tibetischen Mönchen in Ladakh. Sie berichtet über eine zufällige Begegnung während einer Flugreise, die sie zu einem fünfeinhalbmonatigen Retreat und schliesslich zu zwei intensiven Dreijahresretreats führte. Ihre ursprüngliche Leidenschaft für das kontemplative Theater wich mehr und mehr der Hinwendung zum Buddhismus. Lama Irene gibt Einblicke in ihre Erfahrungen während des langen Retreats, die damit verbundenen Herausforderungen und wie diese Zeiten ihre Perspektive und ihr Leben verändert haben. Sie spricht über einen ihrer wichtigsten Lehrer, Gendün Rinpoche, und seine Wirkung auf sie. In der Karma-Kagyü-Linie ist die direkte Beziehung zwischen Lehrer:in und Schüler:in entscheidend - Lama Irene erörtert, was es mit dieser Bindung auf sich hat. Darüber hinaus bietet sie einen kurzen Überblick über die drei Arten von Tantra innerhalb der buddhistischen Praxis. Abschliessend reflektiert Lama Irene über den Wert des Buddhismus für die Bewältigung der globalen Herausforderungen unserer Zeit. Mehr zu Lama Irene und ihren Angeboten auf www.freiheitsschritte.com Inhalt 00:00:00 Inhaltsübersicht

00:01:49 Biographie und Begrüssung

00:03:14 Erste Kontakte mit dem Buddhismus

00:13:06 Kontemplatives Theater statt Lehrerinnenkarriere

00:19:39 Vom Treffen im Flugzeug zum ersten langen Retreat

00:25:37 Vorbereitende Übungen in der Abgeschiedenheit

00:32:02 Dreijahresretreat

00:37:44 Struktur im 3-Jahres-Retreat

00:44:31 Schwierige Situationen im Dreijahresretreat

00:50:19 Ordination 1991 und Trennung vom Mann

00:52:39 Veränderung der Praxis durch lange Retreats

00:56:52 Erinnerungen an Gendün Rinpoche

01:01:00 Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung für die Praxis

01:04:17 Komplexität vs. «es gibt nur zwei Meditationsformen»

01:05:29 Drei Arten von Tantra

01:08:22 Wie kommt die Praxis in den Alltag?

01:11:39 Beitrag des Buddhismus zur Welt

01:15:12 Macht die Praxis aktiv oder relaxed?

01:16:26 Infoquellen zu Lama Irene und ihren Angeboten


Mission und Meditation mit Pater Max Egli07 Jul 202301:21:09

Pater Max Egli SMB wurde 1943 in Kirchberg (SG) geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Nach Abschluss des Gymnasiums in Immensee trat er 1963 in das Noviziat der Missionsgesellschaft Bethlehem Immensee ein. Anschliessend studierte er Theologie in Schöneck und Luzern und wurde im Jahr 1971 zum Priester geweiht. Nach einem Sprachaufenthalt in England begab er sich als Missionar nach Südamerika, wo er bis 2012 in verschiedenen Ländern und Gemeinden tätig war. Seit seiner Rückkehr in die Schweiz arbeitet er als priesterlicher Mitarbeiter in der Pfarrei Reussbühl (LU).

In einem persönlichen Gespräch erzählt Pater Max Egli, wie er in Südamerika erstmals mit der Befreiungstheologie in Berührung kam und sich für die Benachteiligten engagierte. Sein Einsatz für die Unterdrückten in den Anden stiess jedoch auf Missfallen bei der marxistischen Terrorgruppe «Leuchtender Pfad», was eine akute Bedrohung für sein Leben darstellte. Diese Erfahrung beeinflusste seinen Glauben massgeblich. Nach seiner Flucht widmete er sich einem Sabbat-Jahr und entdeckte dabei die Praxis der Zen-Meditation. Die Erfahrung von Einfachheit und Stille liess ihn nicht mehr los, wodurch er eine regelmässige Meditationspraxis etablierte. Heute praktiziert Pater Max im Stil der Weltgemeinschaft für christliche Meditation (WCCM). Er erläutert, wie diese Form der Meditation funktioniert, wie er sie persönlich erlebt und wie sich dadurch sein Gottesbild verändert hat.


Inhalt

00:00:00 Intro

00:01:47 Biographie

00:03:33 Motivation, Priester zu werden

00:11:09 Art der Mission und Anfänge in Peru

00:26:53 Arbeit in terrorismusversehrten Andendörfern

00:34:18 Vor dem Volksgericht des Leuchtenden Pfads

00:41:44 Begegnung mit der Zen-Meditation

00:48:28 Anleitungen für die christliche Meditation

00:55:52 Katholische Kirche und Zen, geht das?

01:00:40 World Community of Christian Meditation

01:11:13 Meditation als eigentliches Gebet

01:16:03 Veränderung des Gottesbilds durch Meditation

01:18:19 Wünsche für die Zukunft

Leben als Mönch im Westen mit Ajahn Khemasiri02 Jun 202301:32:52

Ajahn Khemasiri wurde 1986 in der Linie des thailändischen Mönchs Ajahn Chah ordiniert. Geboren im Jahr 1950 in Deutschland, spielten Religion und Spiritualität während seiner Kindheit und Jugend keine bedeutende Rolle, wie er erzählt. Früh engagierte er sich jedoch sozial. Auf Einladung von Freunden nahm er an einer Veranstaltung mit einem tibetischen Meister teil, der ihn so beeindruckte, dass er begann, sich intensiver mit dem Buddhismus zu beschäftigen. Sein spirituelles Zuhause fand er in der Theravada-Tradition bei seinem ersten Lehrer Ajahn Sumedho in England.


Ajahn Khemasiri erinnert sich an die Pionierzeit des Buddhismus in England und beschreibt seinen Weg vom Novizen zum Mönch. Nachdem er 1993 zum ersten Mal in die Schweiz kam, lebte er einige Jahre in Thailand und Myanmar, bevor er schliesslich ins Kloster Dhammapala in Kandersteg zog. Anfangs war er zusammen mit zwei anderen Mönchen für die Leitung des Klosters verantwortlich, von 2005 bis 2018 war er als Abt tätig und lebt nun als Abt Emeritus weiterhin dort.


Im Interview sprachen wir über das Leben als Mönch im Westen, die Bedeutung von Regeln, den Alltag ohne Geld, aber mit Steuern, Versicherungen und politischer Beteiligung. Wir thematisierten auch die Möglichkeit einer Rückkehr ins Laienleben, Zweifel und die persönliche Entwicklung von Ajahns Praxis.


Inhalt

00:00:00.000 - Begrüssung und Inhaltsübersicht

00:01:47.608 - Biografie, Kindheit und Studium

00:11:08.802 - Leben im spirituellen Vakuum

00:12:07.543 - Kontakt mit Buddhismus

00:22:23.649 - Spielten Drogen eine Rolle?

00:24:59.934 - Umzug nach England

00:35:41.807 - Laienpraktizierender im Kloster Amaravati

00:37:43.713 - Keine Zweifel vor der vollen Ordination?

00:44:33.762 - Reaktionen des Umfelds auf die Ordination

00:48:44.050 - Lehrjahre, Zeit als Junior-Mönch

00:51:13.517 - Was zeichnet die Linie von Ajahn Chah aus?

00:54:41.988 - Reaktion auf die Robe in der Schweiz

00:57:04.758 - Almosenrunde in Kandersteg

01:02:49.079 - Politik, Steuern und Altersvorsorge

01:13:05.652 - Veränderung von Ajahns Praxis über die Jahre

01:18:52.089 - Ist Erwachen möglich?

01:24:34.008 - Wünsche für die Zukunft

Apps, Sekten und Vipassana mit Stefan Lang05 May 202301:22:00

Stefan Lang ist studierter Ethnologe und Religionswissenschaftler - und seit 2007 Meditations- und Dharmalehrer. Mit Meditieren begann er 1983, nach anfänglichem Zögern, wie er im Gespräch sagte. Aber dann packte ihn die Meditation schon im ersten Retreat, das vom ehemaligen CIA-Agenten John Coleman geleitet wurde. Er schaute sich verschiedene buddhistische Traditionen an und praktiziert heute etwas, das er «westliches Vipassana» nennt. Wir sprachen über seine Erfahrungen in Burma, die Entwicklung des Buddhismus im Westen und über sektiererische Tendenzen. Seit 2000 ist Stefan im Zentrum für Buddhismus in Bern aktiv - ehrenamtlich und bis zu seiner Pensionierung neben Berufen in verschiedenen Feldern, unter anderem im E-Learning und der Entwicklung von digitalen Medienprodukten. So waren auch die Digitalisierung, Apps und Online-Foren teil dieses Gesprächs, das sich zwar an Stefans Biographie orientierte, aber mehr den spannenden Themen folgte.

Stefans Website: www.stefanlang.org


Inhalt

00:00:00 Inhaltsübersicht

00:00:53 Biographie und Begrüssung

00:01:39 Wie Stefan zum Buddhismus kam

00:08:00 Was Stefan im ersten Retreat erlebte

00:12:54 Reisen nach Burma und Ordinationsretreats

00:17:59 Kontakt mit "westlichem Vipassana"

00:21:15 Ist westliches Vipassana noch Buddhismus?

00:31:27 Digitalisierung: Chancen und Gefahren?

00:42:24 Was hält Stefan von Apps?

00:46:14 Zentrum für Buddhismus in Bern

00:50:33 Sekten und ihre Merkmale

01:00:07 Wie Stefan Dharmalehrer wurde

01:04:06 Anknüpfungspunkte im in Beruf und Alltag

01:07:27 Was hält Stefan von Mindfulness in Unternehmen?

01:12:12 Wie sich Stefans Praxis über die Zeit verändert hat

Meditation, Trauma und spirituelle Krisen mit Irene Bumbacher07 Apr 202301:18:54

Irene Bumbacher ist Meditations- und Dharmalehrerin sowie körperzentrierte Traumatherapeutin. 1989 kam sie in Japan mit Zen in Kontakt, sie fand darin etwas, das sie seit ihrer Jugend gesucht hatte. Sie mochte die Ästhetik und die Klarheit des Zen, wandte sich aber auch anderen buddhistischen Traditionen zu und gehört zu den Gründer:innen des Zentrums für Buddhismus in Bern. Von 2007 bis 2011 wurde sie von Fred von Allmen zur Dharma-Lehrerin ausgebildet.

Irene ist aber auch Physio-, Shiatsu- und Traumatherapeutin. So drehte sich unser Gespräch nicht nur um ihren eigenen Weg, sondern auch um das Thema Trauma, speziell in Bezug auf Meditation. Irene erklärte, wie im Somatic Experiencing Trauma definiert wird und wie die Behandlung aussieht. Wir sprachen über die zentrale Rolle des Körpers in der Meditation und in der Trauerarbeit. Und wird diskutierten, ob und wie sich Traumata von spirituellen Krisen unterscheiden. Irene blickte auf die Entwicklung ihrer Praxis zurück und spricht über ihre Methode, Achtsamkeit in den Alltag zu bringen.

Irenes Website: www.irenebumbacher.ch

Zen, Tierschutz und LSD mit Vanja Palmers03 Mar 202301:22:20

Vanja Palmers ist Zen-Priester, Tierschützer und Verfechter eines verantwortungsvollen Gebrauchs von Psychedelika. Als Hippie wurde er nach dem Konsum von LSD zum Suchenden. 1972 kam er - mehr oder weniger zufällig, wie er sagt - zum Zen. Er verbrachte 10 Jahre im Zen-Zentrum Tassajara in Kalifornien, wo er nicht nur zum Priester ordinierte, sondern auch seine zwei wichtigsten Lehrer traf: Den Zen-Meister Kobun Chino Otagawa Roshi und den Benediktinermönch Bruder David Steindl-Rast. Gemeinsam mit letzterem gründete er 1989 das «Haus zu Stille - Puregg»in Österreich und zehn Jahre Später die Stiftung Felsentor am Fuss der Rigi.

Wir sprachen über seine Zeit im Kloster und wie es war, als Hippie in ein so strukturiertes Umfeld zu kommen. Er erzählt, welches Erlebnis ihn zum leidenschaftlichen Tierschützer machte und wie er die Lage der Welt sieht. Und wir sprachen auch lange über Psychedelika und ihre Chancen und Gefahren auf einem spirituellen Weg.

Mehr über Vanja findest du auf der Website des Zentrums Felsentor: https://www.felsentor.ch

Zen – mitten im Leben mit Evi Ketterer03 Feb 202301:24:27

Evi Ketterer ist diplomierte Pflegefachfrau mit Spezialisierungen in Anästhesie und Intensivpflege sowie Weiterbildungen in Palliative Care. Und sie ist ordinierte Zen-Praktizierende. Ihre Roben sind für sie etwas sehr Persönliches, und sie trägt sie nur zu speziellen Anlässen. Das heisst aber nicht, dass Zen nicht ihr ganzes Leben durchziehen würde. Am 25. Juni 1995 hatte sie beim Spazieren im Wald eine Begegnung, die sie zum Buddhismus brachte. Sie praktizierte in allen drei grossen Strömungen und ordinierte schliesslich im Zen. Immer wieder traf sie auf Lehrer:innen, die sie auf dem Weg weiterbrachten – manchmal im zähen Ringen mit sich selbst. Wir sprechen über die Rolle der Meditation und des Rituals im Zen, ob es ein Ziel gibt oder nicht, verschiedene Arten von Achtsamkeit und die Notwendigkeit von guten Lehrenden. Auch die Integration von Zen in den Alltag ist ein wichtiges Thema. Und Evi erklärt den Sinn der "Bearing Witness Retreats", wo man z.B. in ein Konzentrationslager geht, um sich mit dieser Realität auseinanderzusetzen. (Das Gespräch wurde Ende November 2022 aufgezeichnet.)

Mehr zu Evi Ketterer findest du auf ihrer Website: www.brunnenhofzendo.ch

Was ist Achtsamkeit? mit Yuka Nakamura06 Jan 202300:57:25

Yuka Nakamura ist promovierte Psychologin, buddhistische Meditationslehrerin und Ausbildnerin und Lehrerin für MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction). Sie praktiziert und studiert seit 1993 den buddhistischen Weg in Traditionen wie Zen, Vipassana und Dzogchen. Sie verbrachte insgesamt 28 Monate im Intensivretreat unter anderem in Asien und den USA.
Ihre tiefe buddhistischer Praxiserfahrung und die fundierte Ausbildung in MBSR machen Yuka zu einer Brückenbauerin zwischen dem klassisch buddhistischen Erkenntnisweg und dem modernen Umgang mit Achtsamkeit. Mindfulness oder Achtsamkeit stand deshalb auch im Zentrum unseres Gesprächs: Was ist das eigentlich? Warum ist Achtsamkeit so wichtig? Was ist ihr Beitrag zu den Problemen in der Welt? Und wo liegen die Unterschiede in den traditionellen und modernen Auffassungen von Achtsamkeit? Daneben sprachen wir auch darüber, wie Yuka zur Meditation kam und wie sich ihr Weg entwickelte.

Yuka unterrichtet u.a. im Meditationszentrum Beatenberg (CH), am Bodhi College, an der Insight Meditation Society (USA) und im Gaia House (UK). Mehr zu ihr findest du auf ihrer Website: www.yuka-nakamura.ch

Ein halbes Jahrhundert Meditationspraxis mit Fred von Allmen02 Dec 202201:22:22

Fred von Allmen kam 1970 in Indien mit dem Buddhismus in Kontakt und er blieb dran. Seine Fotografenkarriere gab er für eine unsichere Zukunft auf, studierte und praktizierte unter Lehrern verschiedener Richtungen in Asien und organisierte 1974 in der Schweiz das erste Vipassana-Meditationsretreat (mit einigen Herausforderungen, wie er erzählt). Drei Jahre verbrachte er in den USA im Retreat und wurde dann zum Unterrichten eingeladen. Er leitete viele Kurse in der Schweiz und in der ganzen Welt. Er ist Mitgründer des Meditationszentrums Beatenberg, wo er auch heute noch unterrichtet. Fred erzählt, wie er zur Meditation gekommen ist, von seiner ersten Audienz beim Dalai Lama, und warum sein Herz beim tibetischen Buddhismus ist, er aber trotzdem vor allem Theravada-Techniken unterrichtet. Er spricht über seine Weggefährten, wie sich die Meditationsszene in den letzten 50 Jahren entwickelt hat und möglicherweise weiter entwickeln wird und auch darüber, wie man Meditationslehrer:in wird. All dies gespickt mit persönlichen Erlebnissen und Anekdoten.

Freds Website: www.fredvonallmen.ch
Meditationszentrum Beatenberg: www.karuna.ch
Stiftung Felsentor: www.felsentor.ch
Grüner Baum: reatreathaus.ekanya-institut.de
Dharma Seed: www.dharmaseed.org

Sufismus, Rumi und die Suche nach der Einheit mit Peter Hüseyin Cunz03 May 202401:28:17

Peter Hüseyin Cunz ist einer von nur vier Scheichs des Mevelvi-Ordens im Westen. Der Orden geht zurück auf Celaleddi Rumi, den persischen Poeten des 13. Jahrhunderts, und gehört zum Sufismus, den mystischen Strömungen im Islam. Peter war, wie er erzählt, schon immer ein Suchender. Als studierter Elektroingenieur arbeitete Peter im Nahen Osten, im südlichen Afrika und später als Sektionschef im Bundesamt für Energie. Die Liebe brachte ihn zum Islam, und innerhalb des Islam führte ihn seine Suche zum Mevlevi-Orden. Für Peter, der schon immer auf der Suche nach tieferem spirituellen Verständnis war, bot der Sufismus und insbesondere der Mevlevi-Orden eine Heimat. Wir sprachen über seinen Weg, was ihm der Islam gab und gibt und was den Orden besonders macht. Peter sprach über das Drehritual, oft bekannt durch die tanzenden Derwische, und wie dieses eine ganz starke Meditationspraxis darstellt. Wir sprachen über das Ziel des Weges, die Vereinnahmung der Person Rumi für Marketingzwecke, die Anpassung der Rituale an westliche Gepflogenheiten und die Chancen und Grenzen des interreligiösen Dialogs. Ein Gespräch, das Einblick in eine Welt vermittelt, über die viel zu wenig bekannt ist.

Weitere Infos zum Orden: www.mevlana.ch


Inhalt:

00:00:00 Intro
00:02:11 Biografie
00:03:37 Bedeutung des Titels «Scheich»
00:05:28 Religion in Peters Kindheit
00:08:53 Reisen und Entdecken von Yoga, indischer Philosophie und Theosopie
00:12:01 Theosophie bot ein gutes Menschenbild
00:19:00 Kontakt mit dem Islam
00:24:15 Gurdjieff-Bewegung
00:27:10 Begegnung mit dem Sufismus
00:37:02 Reaktionen des Umfelds
00:41:11 Ernennung zum Scheich
00:42:54 Was macht den Mevlevi-Orden besonders?
00:47:00 Das Drehritual
00:54:16 Im Drehritual wird das Ich-Bwusstsein zurückgestellt
00:56:21 Wie das Drehritual in den Alltag wirkt
00:58:23 Ziel des Weges
01:06:02 Die Person Rumi
01:10:13 Anpassungen an westliche Gepflogenheiten
01:11:54 Stellung des Mevlevi-Ordens in der Schweiz
01:13:17 Chancen und Grenzen des interreligiösen Dialogs
01:22:06 Beitrag der Religion zur Lösung der grossen Probleme
01:24:57 Weitere Infos zum Mevlevi-Orden

Weisheit und Güte im Kloster und im Alltag mit Ariya Baumann04 Nov 202201:24:28

Ariya Baumann ist ist Meditations- und Dharmalehrerin und lebt heute in Winterthur. Nie hätte sie gedacht, dass sie einmal Nonne würde. Und dann brachte ihr Interesse an Meditation Ariya Baumann nach Burma, wo sie ordinierte und mit grossen Meditationsmeistern praktizierte. Wir sprechen über ihre 21 Jahre als buddhistische Nonne, die Meditationstechnik von Mahasi Sayadaw und den Stellenwert von kontinuierlicher Achtsamkeit. Seit 1999 ist Ariya als Meditationslehrerin tätig und lebt gänzlich auf Spendenbasis, ein Konzept, das bei uns fast nicht bekannt ist. Sie schildert, wie sie eine schwere Diagnose mit grosser Gelassenheit aufnahm – und wie sie diese Gelassenheit weiter kultivierte, als sie sich um ihren an Alzheimer erkrankten Vater kümmerte. Sie gibt auch ihre drei wichtigsten Tipps aus ihrer mehrere Jahrzehnte langen Praxis preis.

Wer mehr über Ariya erfahren oder ihre Projekte unterstützen möchte, wird auf ihrer Website fündig: https://vipassana-metta.com

Meditation nach einem Hirnschlag mit Barbara Hotz09 Oct 202200:53:23

In einem Meditationsretreat im Sommer 2018 hatte Barbara Hotz ohne irgendwelche Vorzeichen einen Hirnschlag. Nach dramatischen ersten Tagen im Spital befand sie sich für sechs Monate in einer Rehaklinik für eine lange Phase verschiedener Therapien. Auch heute, gut vier Jahre später, prägt das Ereignis ihren Alltag. Wir sprechen darüber, wie sie diese Zeit erlebte und welche Rolle die Meditation für sie dabei spielte und heute noch spielt. Denn die 67-jährige Mutter und Grossmutter praktiziert schon lange. Dass sie Vieles so ruhig nehmen konnte und dass sie manchmal den Eindruck hatte, das Umfeld sei betroffener als sie, schreibt sie dieser jahrelangen Praxis und der Auseinandersetzung mit der buddhistischen Lehre zu.

Meditation, Coaching und kaltes Wasser mit Felix Hirschburger19 Sep 202201:09:53

Felix Hirschburger ist Coach für Unternehmer, Spitzensportler und Führungskräfte. Er war der erste Wim Hof Method Instructor der Schweiz und läuft Ultra Trails. Und er meditiert, seit er 18 Jahre alt ist. Wir haben darüber gesprochen, was ihn zur Meditation gebracht hat, wie er in Myanmar eine Schweizer Nonne suchte und wie sich seine Meditationspraxis über die Zeit gewandelt hat. Thema war auch, wie die Meditation seine Arbeit beeinflusst und ob sie dazu führt, dass man seinen Biss verliert. Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Atemtechnik von Wim Hof und der Meditation kamen ebenso zur Sprache wie die Inspirationsquellen von Felix.

Mehr über Felix findest du auf seiner Website Louma Empowering People.

Das ist die erste Folge der ersten Staffel von Meditationsszene Schweiz. Ich freue mich über Feedback und Vorschläge für spannende Gäste. Die Website zur Show ist erst im Entstehen, sie lautet www.meditationsszene.ch

Meditationsszene Schweiz (Trailer)18 Sep 202200:00:59

Meditationsszene Schweiz: Lukas Widmer führt Gespräche mit langjährigen Meditierenden über ihren Weg, ihre Erfahrungen, Erkenntnisse und Tipps. Meditation in und aus den buddhistischen Traditionen bildet den Schwerpunkt, aber die Begegnungen mit anderen Traditionen sind eine wichtige Bereicherung für den Podcast. Weitere Infos auf ⁠www.meditationsszene.ch⁠

Meditation und innere Stimmen mit Isis Bianzano05 Apr 202401:17:30

Isis Bianzano ist eine erfahrene Meditations- und Dharmalehrerin, deren spirituelle Reise 1983 begann. Ihre erste tiefe Begegnung mit der Meditation hatte sie in einem tibetisch-buddhistischen Kloster in Nepal und setzte diese in einem Vipassana-Retreat in Bodh Gaya, Indien, fort. Diese tiefgreifenden Erfahrungen motivierten sie, verschiedene buddhistische Traditionen sowohl in Europa als auch in Asien und Amerika zu erkunden. Isis hat eine fünfjährige Ausbildung zur Meditations- und Dhammalehrerin bei Fred von Allmen absolviert und leitet seit 2008 Meditationsretreats und Kurse verschiedener Längen. Daneben war sie in verschiedenen Bereichen der sozialen Arbeit tätig, 20 Jahre als Dozentin an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, im Departement für soziale Arbeit. Ihre umfassende Ausbildung beinhaltet auch moderne psychotherapeutische Ansätze wie Somatic Experiencing und das neuroaffektive Beziehungsmodell (NARM), die ihr ein fundiertes Verständnis von psychischem Stress und dessen Auflösung verleihen.

In Gespräch bietet Isis wertvolle Einblicke in ihre Anfänge, ihre Motivation hinter der spirituellen Suche und wie sie schließlich den Buddhismus als ihren Pfad erkannte. Wir erörtern die Frage, wie man einen guten Meditationslehrer findet (und ob es diesen überhaupt braucht), die Bedeutung der richtigen Anstrengung in der Praxis, den Umgang mit inneren Stimmen und die Rolle von Achtsamkeit in der modernen Gesellschaft. Aber auch der Umgang mit Stagnation, die Möglichkeiten und Gefahren von Psychedelika und wie sich Isis’ Vorstellung vom Erwachen entwickelt hat, kommen zur Sprache. Überlegungen zur Grosszügigkeit und die Rolle der Achtsamkeit und Meditation in unterschiedlichen Lebensbereichen runden das Gespräch ab.

Isis unterstreicht die Wichtigkeit ethischer Prinzipien in der spirituellen Praxis und spricht sich für eine Anpassung und Integration buddhistischer Lehren in den westlichen Kontext aus, solange diese zu mehr Klarheit und Mitgefühl führen. Ihre Erfahrungen mit verschiedenen Lehrern und Traditionen zeigen, wie vielfältig und bereichernd der buddhistische Weg sein kann.

Website von Isis Bianzano: https://www.isis-bianzano.ch


Braucht Meditation Tradition? mit Roland Dörig02 Feb 202401:15:12
Roland Dörig, Meditationslehrer und Achtsamkeitstrainer, verbindet in seiner Arbeit bei Mindfulmind sowohl psychologische Kenntnisse als auch eine reiche Palette aus verschiedenen Meditationstraditionen. Nach seinem Psychologiestudium an der Universität Zürich und weiterführenden Ausbildungen, unter zum Meditationslehrer, teilt er heute sein Wissen in Retreats, Workshops und individuellen Sitzungen. Rolands Reise zur Meditation begann mit einem Interesse für Urvölker und mystische Rituale, was sich in seiner Jugend durch das Spielen des Didgeridoo manifestierte. Diese frühen Erfahrungen bildeten den Grundstein für seine spätere Meditationspraxis. Ein Praktikum in einer psychosomatischen Klinik, vertiefte sein Interesse und führte schliesslich zu seiner professionellen Laufbahn als Meditationslehrer. In unserem Gespräch erzählt Roland von der Vielseitigkeit seiner Praxis, die von Yoga über den Tanz der 5-Rhythmen bis hin zu verschiedenen Achtsamkeitsübungen reicht. Wir sprachen über Achtsamkeit und Meditation in einem Business-Kontext. Braucht es zum Beispiel eine ethische Komponente? Und inwiefern kann Meditation aus den Traditionen gelöst und gemischt werden? Roland reflektiert auch kritisch über den aktuellen Meditationshype und betont die Bedeutung der inneren Haltung in der Praxis. Abschliessend gibt Roland drei wesentliche Ratschläge für eine erfolgreiche Meditationspraxis: Die Offenheit für verschiedene Meditationsformen, das Sich-Einlassen auf die eigene Erfahrung und die zentrale Rolle der inneren Haltung. Website Mindfulmind: www.mindfulmind.chInstagram Mindfulmind: @mindfulmind.chInstagram Roland: @mindfulness_mit_roland Inhalt 00:00:00 Intro 00:01:25 Biografie 00:02:59 Wie Roland zur Meditation kam 00:08:23 Zugang über Yoga 00:12:37 Was ist Meditation? 00:15:24 Tanz der 5 Rhythmen 00:24:11 Gründung von Mindfulmind 00:31:27 Ausrichtung von Mindfulmind 00:35:24 Was will Mindfulmind in die Arbeitswelt bringen 00:39:49 Achtsamkeit und Meditation im Business-Kontext 00:44:30 Braucht Meditation eine ethische Dimension? 00:52:38 Können verschiedene Traditionen gemischt werden? 00:56:26 Charakter der Mindfulmind-Retreats 01:00:58 Meditationshype und mögliche Trends 01:08:23 Drei Tipps für eine gelingende Meditationspraxis 01:12:20 Weitere Infos zu Roland und Mindfulmind
Achtsamkeit trifft Konfliktmanagement mit Karma Lobsang05 Jan 202401:26:03

Dr. Karma Lobsang ist eine erfahrene Mediatorin und gleichzeitig Meditationslehrerin, die sich mit der Verbindung von Achtsamkeit und Konfliktmanagement. Mit tibetischen Wurzeln in der Schweiz geboren und aufgewachsen, hat sie einen umfassenden akademischen Hintergrund, der allgemeine Pädagogik, pädagogische Psychologie, Soziologie und Politikwissenschaft umfasst. Sie ist nicht nur als Mediatorin und Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Bern am Institut für Weiterbildung und Dienstleistungen tätig, sondern auch als MBSR-Lehrerin und zertifizierte Meditationsleiterin vom Tibet-Institut Rikon sowie als Lehrerin für Lu Jong, das tibetische Heilyoga.

In unserem Gespräch gab Karma Lobsang Einblicke in ihren persönlichen Zugang zu Meditation und Achtsamkeit. Wir erforschten, wie sie Buddhismus und Meditation in ihr Leben integrierte und wie diese Praktiken ihren Ansatz in der Mediation und im Konfliktmanagement beeinflussen. Ein Schwerpunkt lag auf der Rolle von Achtsamkeit und wie sie diese sowohl in ihrer Lehrtätigkeit als auch in ihrer Mediationspraxis anwendet.

Karma Lobsang teilte ihre Erfahrungen mit tibetischem Yoga und dessen Bedeutung für ihre Meditationspraxis. Sie betonte die Wichtigkeit von Achtsamkeit im Alltag und gab praktische Tipps, wie man diese in unterschiedlichen Lebenssituationen umsetzen kann. Darüber hinaus diskutierten wir über die gesellschaftliche und soziale Bedeutung der Achtsamkeit, insbesondere im Kontext von aktuellen grossen aber auch ganz alltäglichen Herausforderungen.

Zum Abschluss reflektierten wir über die transformative Kraft der Meditation und wie sie zur persönlichen und gesellschaftlichen Veränderung beitragen kann. Karma Lobsang ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie tiefgründige spirituelle Praktiken in den modernen Alltag integriert werden können, um positive Veränderungen sowohl im persönlichen als auch im sozialen Bereich zu bewirken.

Weitere Infos zu Karmas Angebot: www.lobsang.ch


Inhaltsübersicht

00:00:00 Intro

00:01:31 Biografie

00:02:44 Bedeutung des Namens

00:07:19 Gehört Meditation zwangsläufig dazu?

00:12:36 Radikale Phase in der Jugend

00:18:29 Beschreibung des Tibet Instituts in Rikon

00:26:01 Was ist Meditation?

00:33:24 Umgang mit Wut

00:38:13 Beschreibung von einfachen, praktischen Meditationstechniken

00:46:40 Lu Jong - Tibetisches Heilyoga

00:53:48 Achtsamkeit in der Konfliktbearbeitung

01:01:48 Achtsamkeit für Eltern

01:05:19 Bedeutung des Grenzensetzens

01:13:04 Achtsamkeit in einer Zeit mit vielen Krisen

01:18:20 Praxis ist Anwendung im Alltag

01:20:39 Im Alltag hinschauen, hilft positiver zu werden

01:20:56 Ist Erleuchtung für Karma ein Ziel?

01:23:17 Weitere Infos zu Karmas Angeboten und Kursen


Bildnachweis

Barbara Héritier Photography - aufgenommen für das Dojo von Dominique Sigillò - Zenshin in Biel-Bienne, wo Karma seit 11 Jahren Taiji praktiziert und als Assistentin mitunterrichtet.

Ignatianische Exerzitien mit P. Martin Föhn SJ01 Dec 202301:16:52

Martin Föhn ist Jesuiten-Pater und in der Spezialseelsorge der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt im Bereich Bildung und Spiritualität tätig. Geboren und aufgewachsen im Muotathal, hat er nach einer Ausbildung zum Landwirt und einem Studium der Religionspädagogik sechs Jahre lang Religion unterrichtet und in der Jugendarbeit gearbeitet. 2010 trat er in den Jesuitenorden ein. Er ist auch einer der Köpfe hinter dem Podcast 'einfach beten'.

Martin erzählte, wie er zum Priester wurde und was den Jesuitenorden auszeichnet. Faszinierend waren seine persönlichen Erfahrungen während des Noviziats, insbesondere während des sogenannten «Armutsexperiments», bei dem er einen Monat lang ohne Geld pilgerte. Er sprach über die Rolle der Gelübde von Armut, Keuschheit und Gehorsam in seinem Leben.

Einen Schwerpunkt des Gesprächs bildeten ignatianischen Exerzitien, eine Form von geistigen Übungen, die von Ignatius von Loyola entwickelt wurden. Sie vereinen Gebet, Kontemplation und Meditation. Martin gab einen Einblick, wie solche Exerzitien ablaufen, welche unterschiedlichen «Techniken» zur Anwendung kommen und was sie mit den Teilnehmenden machen. Auch in seinem Leben hatten und haben die Exerzitien einen wichtigen Stellenwert.

Wir sprachen auch über die Verbindung von Spiritualität und Aktivismus, insbesondere im Kontext der Klimakrise. Martin bietet in Basel eine Klimameditation an und wir diskutierten, ob Jesus heute ein «Klimakleber» wäre, vor allem aber, wie man mit solch grossen Problemen umgehen kann und welche Hilfe dabei der Glaube und die Meditation sein können.


Kapitel

00:00:00 Intro

00:01:24 Biographie

00:02:42 Martins Weg zum Priester

00:08:20 Charakterisierung des Jesuitenordens

00:11:12 Leben nach dem Ordenseintritt

00:15:06 Praktika während des Noviziats

00:18:02 Grosse Exerzitien zur Entscheidung fürs Ordensleben

00:23:17 Alltag als Jesuit

00:24:30 Was sind die Ignatianischen Exerzitien?

00:30:02 Tagesablauf der Exerzitien

00:34:53 Meditation, Kontemplation, Gebet

00:42:39 Tagesgestaltung in den Exerzitien

00:44:08 Wie die Exerzitien Martin verändert haben

00:46:26 Welches Ziel verfolge Ignatius mit den Exerzitien?

00:49:32 Exerzitien im Alltag

00:50:41 Schwierige Momente in den Exerzitien

00:52:12 Wäre Jesus heute ein Klimakleber?

00:55:27 Walk to reconnect und Klimameditation

00:59:29 Macht Spiritualität weltabgewandt?

01:03:51 Umgang mit Wut

01:08:40 Bedeutung der Priesterweihe für Martin

01:09:44 Zukunftspläne von Martin

01:10:23 Eco-Summercamp im Lasalle-Haus

01:15:16 Angebote von Martin

Die weibliche Seite der Meditation mit Sabine Hayoz Kalff03 Nov 202301:26:14

Sabine Hayoz Kalff ist eine buddhistische Lehrerin, die sich intensiv mit der femininen und feministischen Seite des Buddhismus beschäftigt. Geboren 1952 in Bern, besuchte sie die F+F Kunstschule in Zürich und war einige Jahre als Künstlerin tätig. Sie engagierte sich in der Frauenbefreiungsbewegung und ist die Gründerin der Bergkommune Doro im Tessin. Nach einer Ausbildung zur Kunsttherapeutin in Deutschland leitete sie 20 Jahre lang ein Malatelier für Soul-painting. Seit 1981 ist sie in verschiedenen buddhistischen Traditionen zu Hause, insbesondere im tibetischen Mahayana, aber auch im Vajrayana, Theravada und Zen. Sie ist langjährige Leiterin des buddhistischen Zentrums Zollikon bei Zürich, Lehrerin von Tara Libre und Stiftungsrätin im Felsetor. Sie ist verheiratet, hat einen erwachsenen Sohn und lebt in Zollikon.

Sabine erzählte, wie sie zum Buddhismus kam. Ein zentrales Thema war die Rolle der Frau im Buddhismus. Aus der Frauenbefreiungsbewegung kommend, traf Sabine auf teilweise mittelalterliche Muster im Buddhismus und auf wenige weibliche Vorbilder. Wir sprachen darüber, weshalb Retreats nur für Frauen sinnvoll sind und ob Frauen und Männer unterschiedlich meditieren. Sabine teilte auch mit, wie sich ihre eigene Praxis durch die Mutterschaft verändert hat. Sie betonte die Bedeutung von Zeiten für die formelle Praxis, aber auch wie sich diese, zum Beispiel als Mitgefühlspraxis, durch den gesamten Alltag zieht.

Ein wichtiger Bestandteil in Sabines Praxis ist Tara, eine weibliche Buddhafigur, die in verschiedenen Formen existiert. Sabine erzählte die Legende von Tara und gab einen Einblick in die eigentliche Praxis, die unter anderem aus Visualisierungen und Mantra-Rezitationen besteht. Zum Schluss sprachen wir über die Tara-Praxis im Kontext der Klimakrise. Sabine ist der Meinung, dass die Tara-Praxis nicht nur zur persönlichen Entwicklung beiträgt, sondern auch dazu, aktiv und nach dem eigenen Herzen in der Welt zu handeln.

Mehr zu Sabine: www.buddhazollikon.ch

Bücher:

  • Mütter, Kinder, Alltag – der schnelle Weg zum Erwachen, 2005
  • Tara-Stern der freien Frauen, 2007
  • Tara und das Licht, 2018
  • Die 21 Taras: Weisheit weiblicher Buddhas, 2022

Inhalt

00:00:00 Intro und Überblick

00:01:30 Biographie

00:03:33 Wie Sabine zum Buddhismus kam

00:06:56 Was Sabine am Buddhismus beeindruckte

00:08:54 Vergleich Karma Kagyü und Gelugpa und Sabines Praxis

00:13:19 Einblick in die verschiedenen buddhistischen Schulen

00:14:12 Begegnung mit Sylvia Wetzel

00:15:08 Frauenbefreiungsbewegung und traditionell tibetischer Buddhismus

00:22:29 Beginn der Tara-Libre-Linie

00:24:54 Meditieren Frauen anders?

00:27:39 Gibt es andere Meditationstechniken für Frauen?

00:29:31 Gleiche Übungen, gleiche Lehre, aber weniger Machtgefälle

00:38:28 Veränderung von Sabines Praxis durch Mutterschaft

00:47:27 Tara-Praxis

00:50:38 Legende von Tara

00:58:37 Bücher zu Tara von Sabine

00:59:28 Wie praktiziert man konkret mit Tara?

01:08:44 Einstiegsmöglichkeiten in die Tarapraxis

01:10:54 Tara und die Klimakrise

01:17:23 Umgang mit Rückschlägen - wie der Buddhismus Sabine hilft

01:24:03 Weitere Infos zu Sabine und ihrer Arbeit

Der Weg zum Sati-Zen mit Marcel Geisser06 Oct 202301:38:16

Marcel Geisser wurde 1952 in St. Gallen geboren und ist ein Zen-Meister in der Linji-(Rinzai-)Zen-Tradition. Er gehört zu den Pionieren des Buddhismus in der Schweiz und hat bei bedeutenden Lehrern in Asien, Europa und den USA studiert.

In unserem Gespräch erzählt Marcel, wie er zum Buddhismus kam und was ihn von einer Alphütte im Alpstein bis nach Indien führte. Er sprach über die verschiedenen Lehrer und Traditionen, die seinen Weg geprägt haben, und teilte seine Erfahrungen aus der Zeit, als er Psychotherapiegruppen und Gestalttherapie leitete. Besonders bewegend war seine Begegnung mit dem vietnamesischen Zen-Meister Thich Nhat Hanh, der ihn als Dharmacharya (d.h. Lehrer) autorisierte.

Ein weiteres interessantes Thema war die Frage nach 'Misstritten verwirklichter Lehrer' und des sogenannten 'Spiritual Bypassing', ein Begriff, der das Ausweichen vor ungelösten emotionalen Fragen oder psychologischen Wunden durch übermäßige spirituelle Praktiken beschreibt.

Wir diskutierten auch über die Verbindung von Zen und Vipassana und wie er die Gründung seiner eigenen Sangha und des Meditationszentrums Haus Tao erlebt hat. Marcel gab Einblicke in seine wichtigsten Erkenntnisse und wie er die Rolle des Buddhismus in der modernen Welt sieht.

Mehr über Marcel und seine Arbeit findest du auf der Website des Meditationszentrums Haus Tao finden: https://www.haustao.ch


Inhalt

00:00:00 Intro und Inhaltsübersicht

00:01:48 Biographie

00:03:53 Das erste Vipassana-Retreat in der Schweiz

00:08:42 Wie Marcel zum Buddhismus kam

00:19:47 Von der Alphütte im Alpstein nach Indien

00:22:56 Motivation für Praxis

00:27:56 Verschiedene Lehrer, verschiedene Traditionen

00:31:07 Im Kloster anklopfen und abgewiesen werden

00:39:15 Psychotherapiegruppen und Gestalttherapie

00:46:07 Rückblick: Japan und Treffen mit Schwertmeister

00:48:19 Misstritte «verwirklichter» Lehrer:innen & Spiritual Bypassing

00:51:09 Wie merkt man, woran man arbeiten muss?

00:56:17 Begegnung mit Thich Nhat Hanh

01:07:04 Relative und absolute Sichtweise

01:09:23 Verbindung von Zen und Vipassana

01:17:56 Gründung der eigenen Sangha

01:22:57 Gründung des Haus Tao

01:29:21 Marcels wichtigste Erkenntnisse

01:33:56 Weitere Infoquellen zu Marcel

Non-Dualität und verkörperte Meditation mit Leela Sutter06 Sep 202401:26:11

Leela Sutter ist Yogini, Yogalehrerin, Energieheilerin und studierte Theologin. Schon von Kindesbeinen an spürte sie, dass es da noch mehr geben muss. Früh begann sie sich mit Yoga und Meditation auseinanderzusetzen. Ihre akademische Suche führte sie zu einem Master in Theologie an der Universität Zürich, doch ihre tiefsten Erkenntnisse fand sie auf der Yogamatte. Heute hilft sie Menschen, ihre Nervensysteme neu auszurichten und ihren Körper zu heilen.

Im Gespräch teilte Leela ihre persönliche Reise: Von ihren ersten Meditationserfahrungen in ihren 20ern bis hin zu einem intensiven Erwachenserlebnis, das ihre spirituelle Praxis vertiefte. Sie sprach über eine tiefe Krise und die Wendung, die ihr Leben danach nahm sowie über die Bedeutung der Non-Dualität und wie sie diese erlebt. Ein zentrales Thema war die Integration spiritueller Erkenntnisse in den Alltag, aber auch die Unterscheidung zwischen Gleichmut und Gleichgültigkeit im non-dualen Dasein.

Leela sprach in ihre Arbeit mit traumasensitivem Yoga und beschrieb, wie diese Praxis Menschen unterstützen kann, traumatische Erfahrungen zu verarbeiten und in ihren Körpern wieder Sicherheit zu finden. Ein weiteres wichtiges Thema war die mögliche Herausforderung und die schwierigen Effekte von Meditation, insbesondere bei traumatisierten Menschen.

Darüber hinaus erläuterte sie die Rolle des Körpers als Tor zur Verbindung mit der Quelle und die Integration von Bewegung und Yoga in die Meditationspraxis. Sie betonte die Bedeutung von Präsenz und das Erleben von Gott im alltäglichen Leben.

Abschliessend reflektierte Leela über die Bedeutung von Meditation und Spiritualität in einer Welt voller Krisen und wie diese Praktiken helfen können Lösungen zu finden.

Mehr zu Lila Sutter und ihren Angeboten auf:

www.leelasyoga.com

Leelas Podcast:

Geführte Meditationen:


Inhalt

00:00:00 Intro
00:02:11 Biografie
00:04:34 Wie Leela zur Meditation kam
00:06:14 Leelas Mentorin: Kiran Trace
00:11:46 Antworten «Erleuchteter» auf Anfrage nach Schicksalsschlag
00:14:09 Warst du schon immer Suchende?
00:17:00 Frühere Leben und Wiedergeburt
00:18:54 Was ist Erwachen?
00:20:01 Leelas Erwachen
00:21:49 Muss Erwachen kultiviert werden?
00:25:21 Was ist das Rezept zum Erwachen?
00:27:54 Welche Art Meditationspraxis empfiehlst du?
00:30:09 Können Wandern, Gärtnern etc. Meditation sein?
00:36:11 Zusammenhang zwischen Yoga und Meditation
00:39:40 Traumasensitives Yoga
00:44:20 Negative Effekte von Meditation
00:52:18 Bedeutung von Krisen auf dem spirituellen Weg
00:56:00 Was ist Non-Dualität?
01:05:10 Balance zwischen Gleichmut und Gleichgültigkeit
01:10:00 Energieheilung
01:12:55 Veränderung von Leelas Gottesbild
01:14:55 Umgang mit Schwierigkeiten
01:17:49 Integration in den Alltag
01:22:19 Leelas Podcast «Holy embodied»
01:24:45 Infos zu Leela und ihrem Angebot

Loslassen und Annehmen mit Ursula Flückiger01 Nov 202401:32:23

Ursula Flückiger berichtet in diesem Gespräch über ihren Weg vom Schweizer Berufsalltag hin zu einer tiefen Meditationspraxis im buddhistischen Kloster. Sie gibt dabei Einblicke, wie sie zur Meditation fand und welche Rolle die Praxis in ihrem Leben spielt.

Ursula wuchs in einem Umfeld auf, in dem Spiritualität keine grosse Rolle spielte. Erst durch eine schwierige Beziehung und die Begegnung mit der Meditationspraxis, inspiriert von Ajahn Sumedho, fand sie zur Meditation. Ihre erste Retreat-Erfahrung brachte eine grosse innere Entspannung und die Erkenntnis, dass das Leben oft schwieriger ist, als man es gerne hätte – eine Einsicht, die ihr half, Frieden mit ihren Selbstvorwürfen und Vorwürfen gegenüber ihrem Partner zu finden.

Sie entschloss sich, nach ihrem ersten Retreat ins Kloster nach England zu gehen, wo sie anderthalb Jahre unter der Anleitung von Ajahn Sumedho in der Thai-Waldkloster-Tradition lebte. Ursula beschreibt das Leben im Kloster als streng und zugleich lebensnah – die Arbeit im Klostergarten und die täglichen Herausforderungen waren für sie eine wertvolle Gelegenheit, ihre Praxis zu vertiefen und mehr über die Akzeptanz der Realität zu lernen.

Nach ihrer Zeit im Kloster kehrte Ursula in die Schweiz zurück, wo sie weiterhin in der Dhamma-Gemeinschaft aktiv war und sich schliesslich auch als Meditationslehrerin etablierte. Sie spricht über ihre weiteren Retreat-Erfahrungen, ihre Zusammenarbeit mit bekannten Lehrern wie Joseph Goldstein und Christina Feldman sowie über ihre Einsichten in die tiefere Bedeutung von Bodhichitta – dem Mitgefühl für alle Lebewesen.

Ursula teilt auch ihre Gedanken darüber, wie Meditation einen positiven Beitrag zur Bewältigung der grossen Herausforderungen der heutigen Welt leisten kann. Sie betont, dass die Praxis uns nicht nur persönlich unterstützt, sondern auch eine tiefere Verbindung zu anderen und zur Welt schafft.

Mehr zu Ursula Flückiger und ihren Angeboten auf: www.karuna.ch


Inhalt
00:00:00 Intro
00:01:49 Biografie
00:02:41 Wie Ursula zur Meditation kam
00:07:08 Entschluss, längere Zeit ins Kloster zu gehen
00:12:55 Erlebnisse im Kloster
00:17:58 Wie war Ajahn Sumedho?
00:24:10 Entwicklung von Ursulas Praxis im Kloster
00:33:38 Gab es im Kloster Meditationstechniken?
00:36:29 Welche Bedeutung hatte die religiöse Seite für dich?
00:39:16 Stellung der buddhistischen Lehre und Ethik
00:42:07 Entschluss, das Kloster zu verlassen
00:46:48 Reaktionen des Umfelds auf Meditation
00:48:56 Prägende Lehrende auf Ursulas Weg
00:53:42 Braucht es eine persönliche Lehrerin?
00:57:48 Ursulas Kontakt mit dem tibetischen Buddhismus
01:03:00 Beschreibung der Hakomi Psychotherapie
01:07:41 Gründung des Meditationszentrums Beatenberg
01:14:27 Gab es im Beatenberg Herausforderungen?
01:22:07 Entwicklung von Ursulas Praxis
01:25:44 Beitrag der Meditation zu den Problemen unserer Zeit
01:30:51 Weitere Informationen zu Ursulas Angebot

Buddhismus und Sandspieltherapie mit Martin Kalff04 Oct 202401:31:23

Martin Kalff ist Meditationslehrer, Dozent und Sandspieltherapeut. Er gehört zu den Pionieren des tibetischen Buddhismus in der Schweiz und ist Mitbegründer des buddhistischen Zentrums Zollikon. In den 60er-Jahren reiste er nach Indien und kam in Kontakt mit bedeutenden Lehrern wie dem Dalai Lama und Geshe Rabten. Seine tiefe Verbindung zum tibetischen Buddhismus und seine therapeutische Arbeit mit der von seiner Mutter entwickelten Sandspieltherapie prägen sein Wirken bis heute.

Im Gespräch erzählt Martin, wie seine Kindheit und die Begegnung mit einem tibetischen Mönch sein Leben prägten. Er gibt Einblicke in seine spirituelle Reise nach Indien und die Begegnungen mit dem Dalai Lama. Wir sprechen über die Philosophie des tibetischen Buddhismus, das tiefe Mitgefühl, das er in der Meditation entwickelt hat, und über seine langjährige Praxis, die sich über 50 Jahre hinweg stetig vertieft hat.

Ein weiteres zentrales Thema des Gesprächs ist die Sandspieltherapie, eine therapeutische Methode, die durch die Arbeit von Martins Mutter, Dora Kalff, geprägt wurde. Diese Methode, die auf der Psychologie von C.G. Jung basiert, integriert auch buddhistische Achtsamkeitstechniken und dient als Brücke zwischen Bewusstem und Unbewusstem.

Zum Abschluss des Gesprächs gibt Martin praktische Tipps zur Meditation und spricht über seine langjährige Erfahrung mit Shamatha-Meditation und der Achtsamkeitspraxis. Er teilt auch seine Gedanken zur Bedeutung des Mitgefühls im tibetischen Buddhismus und darüber, wie innere und äussere Erfahrungen miteinander verwoben sind.

Mehr zu Martin und dem buddhistischen Zentrum Zollikon findest du auf der Website des Zentrums: https://www.buddhazollikon.ch

Film «MediTiere» auf YouTube.


Inhalt

00:00:00 Intro

00:01:31 Biografie

00:03:10 Was Martin in den 60ern nach Asien zog

00:08:01 Studium der Theologie

00:10:28 Die 4 edlen Wahrheiten

00:11:32 Westler in Dharamsala

00:16:01 Martin suchte die Meditation

00:22:50 Begegnung mit dem Dalai Lama

00:26:55 Erste Fragen an den Dalai Lama & die 3 Kayas

00:34:12 Christliche Dreifaltigkeit und die 3 Kayas

00:36:02 Übersinnliche Kräfte: Real oder psychologisch zu interpretieren?

00:41:03 Beschreibung der Sandspiel-Therapie

00:59:51 Was bedeutet «Befreiung» im Buddhismus?

01:02:45 Ist der buddhistische Weg vollständig?

01:05:24 Gehören Schwierigkeiten auf dem Weg dazu?

01:12:53 Meditation mit dem inneren Tier

01:23:04 Wandel von Martins Praxis

01:28:35 Weitere Infos zu Martin und seinem Angebot

Achtsamkeit und Mitgefühl bei Schmerz mit Christiane Wolf06 Dec 202401:21:01

Dr. Christiane Wolf ist Gynäkologin, Achtsamkeitslehrerin und Autorin mit tiefem Verständnis der buddhistischen Vipassana-Tradition. Sie lebt in den USA und kombiniert in ihrer Arbeit ihr Wissen in westlicher Medizin mit meditativen Praktiken.

Im Mittelpunkt unseres Gesprächs steht ihr neues Buch ⁠Achtsamkeit und ⁠⁠Selbstmitgefühl⁠⁠ bei chronischen Schmerzen⁠, in dem sie Techniken zur Schmerzbewältigung durch Achtsamkeit und Mitgefühl vermittelt. Christiane erklärt, wie Menschen durch die Praxis mit chronischen Schmerzen einen neuen Umgang finden können – nicht durch das Vermeiden, sondern durch das neugierige Annehmen des Schmerzes und die Kultivierung von Selbstmitgefühl.

Christiane teilt wertvolle Einblicke zur Unterscheidung von akutem und chronischem Schmerz und wie das Gehirn Schmerzen lernt und hypersensibel wird. Sie beschreibt, wie wir durch Achtsamkeit die schmerzverstärkenden „Gedankenschleifen“ reduzieren können. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Technik des “somatic tracking”, bei der wir die Empfindung erkunden und wahrnehmen, ohne uns zu verkrampfen oder in eine Abwehrhaltung zu geraten.

Besonders hebt Christiane die Rolle des Mitgefühls hervor, das nicht nur auf andere, sondern ebenso auf uns selbst gerichtet sein sollte. In schweren Momenten oder bei chronischem Leiden kann Selbstmitgefühl helfen, schwierige Empfindungen auszuhalten und die innere Haltung zum Schmerz zu verändern.

Mehr zu Christiane Wolf und ihren Angeboten auf: ⁠www.christianewolf.com⁠


Inhalt

00:00:00 Intro
00:02:10 Biografie
00:03:24 Zugang zum Buddhismus
00:07:07 Medizinstudium und Suche nach Gemeinschaft
00:15:24 Ausbildung zur Dharma-Lehrerin
00:17:48 Ist Dharma ohne Ethik wirklich Dharma?
00:21:25 Stellenwert der Erleuchtung für Christiane
00:23:22 Wie Christiane zum Thema Schmerz kam
00:26:46 Christianes Buch zum Umgang mit Schmerz
00:29:39 Akute vs. chronische Schmerzen
00:34:14 Schmerz ist real und er entsteht im Gehirn
00:37:17 Die drei Aspekte des Schmerzes
00:42:03 Ist Achtsamkeit bei Schmerzen schwierig?
00:45:12 Ausstieg aus der Gedankenschleife
00:47:26 Bodyscan-Praxis
00:50:04 Somatic Tracking - in den Schmerz gehen oder nicht?
00:56:18 Was ist mit fortschreitenden Erkrankungen?
00:58:29 Die Rolle von Selbstmitgefühl
01:05:51 Akzeptanz vs. Resignation
01:09:09 Tipps für Angehörige
01:12:18 Balance von Medikation, Achtsamkeit und Mitgefühl
01:15:10 Kommt Achtsamkeit in der Medizin an?
01:19:22 Infos zum Buch und zu Christiane

Meditation und Philosophie mit Edwin Egeter03 Jan 202501:24:46

Edwin Markus Egeter ist promovierter Philosoph, Meditationslehrer und interdisziplinärer Denker. Zwischen 1991 und 2001 lebte er in Indien und Südostasien, wo er sich intensiv mit Meditation, Pranayama und der Philosophie des Ostens und Westens auseinandersetzte. Heute ist er Vorstandsmitglied im Haus der Besinnung in Dicken, wo er stille Wochenenden und Kurse anbietet.

Im Gespräch gibt Edwin Einblick in seine persönlichen Erfahrungen: Ein tiefes Erlebnis, das ihn in jungen Jahren zur Meditation brachte, sowie seine Eindrücke in Indien, wo er in Ashrams lebte und die Patanjali-Sutras studierte. Er spricht über die Bedeutung von Philosophie für die Meditation und die Verbindung von Theorie und Praxis.

Edwin gibt Einblicke in seine Arbeit mit Atemtechniken wie Pranayama und beschreibt, wie Meditation helfen kann, einen liebevollen Umgang mit schwierigen Emotionen zu finden. Er reflektiert darüber, wie die meditative Praxis nicht nur für das eigene Innere, sondern auch für zwischenmenschliche Beziehungen bereichernd ist.

Darüber hinaus stellt er seinen Ansatz vor, den er in Kursen wie «Spektrum der Aufmerksamkeit» lehrt: Von körperbasierter Achtsamkeit über Atemtechniken bis hin zu stiller Meditation. Ein zentrales Thema ist die Freiheit in der Meditation und die Wichtigkeit, eine individuelle Praxis zu finden.

Abschließend reflektiert Edwin über die Rolle von Meditation in einer komplexen Welt und wie sie helfen kann, mit Klarheit und Mitgefühl zu handeln.

Mehr zu Edwin und seinen Angeboten: https://hausderbesinnung.ch/meditations-wochenende/


Wenn du den Podcast unterstützen möchtest, dann like, kommentiere oder trage zu den Kosten bei. Letzteres ganz einfach per Twint auf 078 600 95 60.


Inhalt

00:00:00 Intro
00:01:31 Biografie
00:03:30 Edwins Erlebnis vor Beginn der Meditation
00:08:19 Auswirkungen des frühen Erlebnisses
00:14:04 Reise nach Indien
00:20:40 Studium der Religionswissenschaften
00:22:01 Was Edwin aus seiner Zeit in Indien mitgenommen hat
00:34:38 Vergleich Buddhismus und Advaita Vedanta
00:38:30 Tetralemma und Denken jenseits von Begriffen
00:41:11 Advaita Vedanta und Neo Advaita
00:45:22 Philosophisches und psychologisches Interesse
00:46:10 Atemübungen und praktische Meditation
00:57:56 Gibt es negative Emotionen?
01:01:24 Spektrum der Aufmerksamkeit
01:09:32 Wahrnehmung des Geistes
01:18:46 Haus der Besinnung und Edwins Angebot
01:21:50 Schlusswort: Wert verschiedener Ansätze

Krisen, Dankbarkeit und Bewusstsein mit Stephan Ebner06 Jun 202501:37:55

Stephan Ebner ist Vater, ehemaliger Finanzchef des St. Claraspitals in Basel und langjähriger Achtsamkeitslehrer. In diesem sehr persönlichen Gespräch reflektiert er sein Leben zwischen beruflicher Verantwortung, familiären Herausforderungen und spiritueller Praxis. Ausgangspunkt ist eine tiefe Erschütterung: der Suizid seiner Frau. Offen spricht Stephan über Trauer, Dankbarkeit und die gleichzeitige Präsenz widersprüchlicher Gefühle.

Sein Lebensweg führt vom katholischen Messdiener über Interesse am Jesuitenorden bis hin zum Mahāmudrā und Dzogchen. Stephan beschreibt, wie sich spirituelle Fragen früh in seinem Leben manifestierten und ihn über Jahrzehnte begleiteten. Besonders prägend war ein Erlebnis als Jugendlicher, das ihn mit der eigenen Endlichkeit konfrontierte und zu einer tiefen Transformation führte. Trotz Studium der Ökonomie und beruflicher Karriere blieb die Suche nach einem inneren Halt zentral.

Seine buddhistische Praxis, insbesondere Vipassanā, Mahāmudrā und die Auseinandersetzung mit der essenziellen Psychotherapie, ermöglichten ihm, existenzielle Krisen nicht nur zu überstehen, sondern in ihnen einen Weg zur inneren Reifung zu erkennen. In seinem Übungsweg «PRONTO» verdichtet Stephan diese Erfahrungen zu einem alltagstauglichen System, das es Menschen ermöglichen soll, auch in schwierigen Zeiten einen inneren Boden zu finden.

Wir sprechen über:

🧭 PRONTO: Ein achtsamkeitsbasiertes System für den Alltag

💔 Suizid und Trauer: Wie man mit innerer Haltung durch existenzielle Krisen geht

🧘 Vipassanā, Mahāmudrā und Dzogchen: Wege zu Klarheit und Gewahrsein

🕯 Frühe spirituelle Prägung: Vom katholischen Ritual zur nondualen Erfahrung

📉 Wachstumskritik: Warum «mehr» nicht glücklich macht

🧬 Spiritualität im Beruf: Wie sich Achtsamkeit mit Führungsverantwortung verbinden lässt

🏛 Politik und Meditation: Über den Versuch, Bewusstsein in gesellschaftliche Strukturen zu tragen

Ein tiefes, berührendes Gespräch über Leid und Licht, über den Mut zur Offenheit und den Versuch, das Menschsein in all seinen Dimensionen anzunehmen.


📌 Weitere Informationen zu Stephan Ebner:

🔗 ⁠www.PRONTO.ch⁠

🔗 ⁠www.mindfulness.ch⁠


🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.ch


Inhalt

00:00:00 Intro

00:01:59 Biografie

00:03:37 Aktuelle Situation von Stephan

00:07:12 Spiritualität in Kindheit und Jugend

00:22:44 Studienwahl aus Pragmatismus

00:31:02 Spirituelle Praxis während der Familien- und Karrierezeit

00:39:05 Faszination am Buddhismus

00:47:54 Macht Achtsamkeit zu angepasst?

00:52:56 Einstieg in die Politik

00:56:27 Offenheit gegenüber Achtsamkeitspraxis und anderen Themen

00:59:08 Soll Achtsamkeitspraxis verbreitet werden?

01:04:11 Umgang mit schwierigen Situationen

01:09:45 Gefahr von Spiritual Bypassing

01:23:14 Charakterisierung von PRONTO

01:29:10 Dankbarkeit als Resultat der Praxis

01:31:57 Informationen zum Angebot von Stephan

Vipassana, Mahamudra und Lebenspraxis mit Rainer Künzi02 May 202501:40:43

Ein Gespräch über Meditation, Emotionen und innere Reifung – zwischen Vipassana, Mahamudra und dem ganz normalen Leben.

Rainer Künzi ist Dharma-Lehrer und ehemaliger Kinder- und Familienpsychotherapeut. Seit den 1980er-Jahren praktiziert er Vipassana, später kamen Lojong und Mahamudra aus der tibetischen Tradition hinzu. Er erzählt, wie sich sein Weg über Jahrzehnte entfaltet hat – getragen von innerer Suche, Alltagspraxis und einem tiefen Interesse an der Verbindung von Meditation und Emotion.

Rainer spricht über herausfordernde Aspekte des Weges – über Verspannung durch inneren Ehrgeiz, über Reizbarkeit, Stolz und Kontrollmuster. Und darüber, wie sich seine Haltung im Lauf der Jahre gewandelt hat. Ein zentrales Thema ist der Kontrast zwischen strukturierten, disziplinierten Wegen wie dem von Mahasi Sayadaw und der sanften, kontemplativen Öffnung bei Sayadaw U Tejaniya. Auch die tibetische Inspiration – etwa durch Gendun Rinpoche oder die Lojong-Praxis – spielt eine wichtige Rolle.

Wir sprechen über:
🧘 Vipassana, Lojong und Mahamudra: Drei Wege, eine Praxis
🌀 Druck und Verspannung: Was spiritueller Ehrgeiz mit uns macht
🧠 Achtsamkeit im Alltag: Warum Kontrolle nicht dasselbe ist wie Klarheit
❤️ Emotionen und Dharma: Wie Wut, Stolz und Mitgefühl zusammengehören
🔍 Innere Reibung und Reifung: Wenn spirituelle Praxis nicht mehr Technik ist
🥋 Reaktionsmuster und Freiheit: Was hilft, wenn die Wut kommt
👥 Sangha und Lehrer: Was Unterstützung wirklich bedeutet
🌍 Dharma in der Welt: Ökologie, Ethik und die Frage nach dem richtigen Leben
💸 Spendenpraxis im Westen: Zwischen Vertrauen, Freiheit und Unsicherheit
⚠ Meditation und Krise: Wie man schwierige Zustände erkennt und begleitet
🧠 Therapie und Dharma: Warum beides ein starkes Team sein kann

Ein Gespräch über Tiefe, Ehrlichkeit und die stille Kraft eines gelebten Dharmawegs.

📌 Weitere Informationen zu Rainer Künzi:
🔗 Meditationszentrum Beatenberg
🔗 Kalyanamitta Basel


🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: ⁠www.meditationsszene.ch⁠


Inhalt

00:00:00 Intro

00:01:59 Biografie

00:03:01 Wie Rainer zur Meditation kam

00:06:08 Warum Buddhismus?

00:09:42 Reaktionen des Umfelds

00:12:42 Motivation zum Dranbleiben

00:18:59 Wichtigste Lehrer und Interesse für tibetische Tradition

00:25:08 Verschiedene tibetische Praktiken

00:28:16 Lojong-Praxis

00:30:13 Charakterisierung von Mahamudra

00:32:16 100’000 Niederwerfungen - was macht das mit einem?

00:35:12 Sayadaw U Tejaniya und Integration in den Alltag

00:43:42 Charakterisierung der Praxisanweisung von U Tejaniya

00:48:10 Anwendung im Alltag, z.B. bei Streit

00:51:36 Psychotherapeutische Sicht auf unheilsame Geisteszustände

00:55:33 Gendün Rinpoche

00:58:44 Bedeutung eines persönlichen Lehrers

01:04:58 Wie Rainer Lehrer wurde

01:06:47 Spendenbasiertes Arbeiten

01:12:24 Öko-Dharma

01:17:38 Klima: Umgang mit eigenen Ansprüchen und Widersprüchen

01:25:40 Negative Effekte von Meditation

01:39:23 Weitere Infos zu Rainer

Körper, Geist und Dzogchen mit Christine Albrecht04 Apr 202501:27:54

Christine Albrecht ist Coach, Therapeutin und langjährige Praktizierende verschiedener buddhistischer Traditionen. Sie hat kürzlich ein zehntägiges Dunkelretreat absolviert – eine intensive Erfahrung. Sie erzählt, wie sich in der völligen Dunkelheit Meditation, Körperarbeit und tiefes inneres Erforschen verdichten und welche Erkenntnisse daraus entstehen.

Ein zentrales Thema ist Dzogchen, die höchste Lehre des tibetischen Buddhismus. Wie kann man diesen Zustand von Gewahrsein im Alltag integrieren? Welche Missverständnisse gibt es rund um das «Ego zerschlagen»? Und warum kann ein zu früher oder rein intellektueller Zugang zu Dzogchen problematisch sein?

Wir sprechen über:

🌓 Dunkelretreats: Was geschieht mit dem Geist ohne äussere Reize?

🌿 Körper und Meditation: Die tibetische Bewegungslehre LuJong und ihre Wirkung auf Geist und Emotionen

🧘 Egoloses Zuhören: Was bedeutet es, vollkommen präsent zu sein?

💨 Tibetische Atempraktiken: TsaLung Trulkhor, Tummo und warum sie nicht ungefährlich sind

🔄 Loslassen: Warum fällt es uns so schwer – und welche Methoden helfen wirklich?

Sterben und Bardo: Wie tibetische Lehren den Umgang mit dem Tod prägen

🌿 Psychedelika: Christine hat an wissenschaftlichen Studien mitgewirkt – welche Einsichten eröffnen diese Substanzen?

🔍 Zweifel und Krisen auf dem spirituellen Weg: Wie geht man damit um?

Ein tiefgründiges Gespräch über innere Prozesse, non-duales Bewusstsein und die Schnittstellen zwischen buddhistischer Psychologie, Therapie und Coaching.

📌 Weitere Informationen zu Christine Albrecht:

🔗 Albrecht Coaching

🔗 Bodymind-Training

🔗 Buddhistische Psychologie (Under Construction)


🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung. Falls du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website www.meditationsszene.ch.


Inhalt:

00:00:00 Intro

00:02:33 Biografie

00:04:17 Rückblick auf ein Dunkelretreat

00:09:21 Erste Berührungen mit Spiritualität

00:16:51 Coaching- und Therapie-Ausbildungen

00:18:21 Wie befruchten sich östliche und westliche Ansätze

00:20:21 Muss man das Ego zerschlagen?

00:23:32 Rolle des Körpers und LuJong

00:30:33 Achtsamkeit Innen und Aussen

00:32:39 Transparenz und Durchlässigkeit beim Zuhören

00:35:36 Gefahren tibetischer Körperübungen

00:41:08 Dzogchen

00:51:29 Zum Begriff «Non-Dualität»

00:55:50 Non-Dualität in der Therapie

01:02:07 Anliegen der Menschen im Coaching

01:04:56 Wie kann man loslassen?

01:07:02 Sterbeprozess und Substanzen

01:12:16 Psychedelika auf dem Weg

01:16:57 Dzogchen und Praxis im Alltag

01:22:37 Umgang mit Zweifel und Krisen

01:25:49 Weitere Infos zu Christines Arbeit

Alltagspraxis, Achtsamkeit und Appenzeller-Zen mit Dagmar Jauernig07 Mar 202501:30:31

Dagmar Dipabodhi Jauernig ist Dharmacharya (Lehrerin) in der Sati-Zen-Linie im Haus Tao im Appenzell. Sie ist ausgebildete Informationsspezialistin, Yoga-Lehrerin und ordinierte Zen-Praktizierende. In diesem Gespräch reflektiert sie über ihre spirituelle Reise, die prägenden Einflüsse und die Bedeutung von Ritualen in ihrer Praxis.

Ein zentrales Thema ist die Verbindung von Achtsamkeitsmeditation und unmittelbarer Einsicht, wie sie in der Sati-Zen-Linie geübt wird. Dagmar gibt Einblicke in die Non-Dualität im Zen, spricht über Erleuchtung und betont die enge Verknüpfung von Achtsamkeit und Einsicht.

Zudem diskutieren wir die Frage, wie der Buddhismus im Westen integriert werden kann, ohne die Essenz der Lehren zu verlieren. Dagmar teilt ihre Sicht auf die Balance zwischen Tradition und der Anpassung an moderne Kontexte. Sie sieht ethische Werte und Prinzipien als Kern der buddhistischen Praxis, die auch im Westen lebbar sind.

Schliesslich sprechen wir über die Rolle von Freude und Spiel im meditativen Leben. Dagmar beschreibt, wie wichtig es ist, Freude und Humor zu kultivieren, um mit den ernsten Seiten des Lebens umzugehen. Sie hebt hervor, dass ein erfülltes Leben Raum für Leichtigkeit und gemeinsames Lachen haben sollte.

Weitere Informationen: www.haustao.ch

Link zur WG der Religionen auf SRF


Inhalt:

00:00:00 Intro
00:01:35 Biografie
00:02:58 Tagesablauf im Retreat
00:05:27 Wie Dagmar zum Buddhismus kam
00:13:07 Bedeutung der Yoga-Praxis
00:15:32 War es von Anfang an Sati-Zen?
00:18:50 Ordination zur Unsui
00:27:22 Verbindung von Beruf und Meditationspraxis
00:31:42 Gibt es ein Ziel auf dem Weg?
00:35:52 Was ist Erleuchtung?
00:41:26 Reaktionen auf die Ordination
00:46:09 Was wurde aus den christlichen Wurzeln?
00:49:03 Bedeutung von Ritualen
00:54:45 Entwicklung von Dagmars Praxis
00:57:50 Durchhhänger und schwierige Situationen
01:00:40 Veränderungen durch die Praxis
01:02:49 Gradueller Prozess vs. plötzliche Einsicht
01:05:40 Appenzeller Zen - Achtsamkeit und Nicht-Dualität
01:17:00 Anpassung des Dharmas an den Westen
01:23:24 Freude und Spiel in der Praxis
01:25:50 Beitrag der Meditation zu den Herausforderungen der Zeit
01:28:31 Weitere Infos zu Dagmars Angeboten

Ein Blick hinter die Kulissen mit Lukas Widmer07 Feb 202500:36:13

Lukas Widmer ist Gastgeber von Meditationsszene Schweiz. In dieser besonderen Episode schlüpft er in die Rolle des Gesprächspartners und spricht mit Martin Föhn im Rahmen der Veranstaltung «Stille in Basel» über die Entstehung und Entwicklung seines Podcasts. Lukas spricht über das Ziel des Podcasts, nämlich tiefe Gespräche mit langjährigen Meditieren zu führen und deren transformative Erfahrungen durch die Meditation zu beleuchten, inspiriert von ähnlichen Formaten im angelsächsischen Raum.
Er reflektiert, wie er seine Gäste auswählt und dabei eine Vielfalt an Perspektiven einbezieht, um unterschiedliche Wege zur Meditation und die damit verbundenen Herausforderungen zu erforschen. Ein zentrales Thema ist die Veränderung, die Meditation im Leben der Menschen bewirken kann.
Lukas thematisiert auch die Bedeutung der Stille als Raum für tiefere innere Verbindungen und spricht über persönliche Retreat-Erfahrungen, in denen er wichtige Einsichten gewinnen konnte. Diese Episode bietet Einblicke in die Hintergründe des Podcasts und regt die Zuhörer an, über ihre eigenen Meditationspraktiken nachzudenken und Stille in einer oft lauten Welt zu suchen.

Vielleicht sind aber nicht alle Fragen beantwortet. Falls du eine weitere Sonderfolge wünschst, so schicke deine Frage als Mail, Text- oder Sprachnachricht. Kontaktmöglichkeiten findest du hier.

Wenn du den Podcast unterstützen möchtest, dann like, kommentiere oder trage zu den Kosten bei. Letzteres ganz einfach per Twint auf 078 600 95 60.


Inhalt

0:00 Intro

1:19 Die Entstehung des Podcasts

3:50 Auswahlkriterien für Gäste

6:28 Vorgespräche und Vorbereitung

11:49 Veränderungen durch die Meditation

14:53 Erfahrungen und Anekdoten

16:59 Stille und ihre Bedeutung

21:37 Meditation und ihre Formen

26:59 Einfluss der Interviews auf eigene Praxis

33:48 Der Einfluss des Podcasts auf andere


Die Natur des Geistes im Schneesturm mit Edwin Egeter17 Jan 202500:46:16

In dieser Bonusepisode nehme ich dich mit ins Schneegestöber auf einen nächtlichen Spaziergang mit Edwin Markus Egeter. Wir sprechen über spannende Themen rund um seine Dissertation zur Philosophie des Geistes wie die Identitätstheorie und die Frage, ob Bewusstsein nur eine Illusion ist. Edwin gibt Einblicke in die Limitationen von bildgebenden Verfahren bei der Erforschung des Bewusstseins, die Rolle von Qualia und die philosophische These des Panpsychismus.


Darüber hinaus diskutieren wir praktische Anwendungen seiner Arbeit und wie die Auseinandersetzung mit solchen Fragen helfen kann, die Welt anders wahrzunehmen – von der Verobjektivierung der Umwelt bis hin zu einem bewussteren Umgang mit Tieren.


Wenn dich die Grenzen unseres Wissens, philosophische Fragen zur Existenz und die Verbindung von Theorie und Praxis faszinieren, ist diese Episode genau richtig für dich.


Mehr über Edwin und seine Arbeit erfährst du unter: https://hausderbesinnung.ch/meditations-wochenende/

Link zu Edwins Doktorarbeit: https://brill.com/display/title/57448


Wenn du den Podcast unterstützen möchtest, dann like, kommentiere oder trage zu den Kosten bei. Letzteres ganz einfach per Twint auf 078 600 95 60.


Inhalt:

00:00:00 Intro

00:01:57 Titel der Dissertation

00:04:28 Identitiätstheorie

00:09:37 Bewusstsein eine Illusion?

00:13:11 Monistischer Materialismus

00:13:48 Neutraler Monismus

00:14:44 Dualismus

00:17:03 Limitationen bildgebender Verfahren

00:21:07 Scientistischer Reduktionismus

00:22:43 Qualia und Erweiterung des Qualiabegriffs

00:29:33 Selfie

00:32:52 Praktischer Nutzen der Doktorarbeit

00:36:09 Motivation für die Doktorarbeit

00:40:05 Panpsychismus - Bewusstsein als Grundkomponente des Universums

Psychedelika und Meditation mit Helena Aicher04 Jul 202501:28:33

Dr. Helena Aicher ist Psychologin, Forscherin und psychologische Psychotherapeutin in fortgeschrittener Ausbildung. Sie verbindet klinische Praxis mit Forschung an veränderten Bewusstseinszuständen – insbesondere unter dem Einfluss psychedelischer Substanzen. Ihr besonderes Interesse gilt den Parallelen zwischen Psychedelika, Meditation und Atemarbeit. Als eine der wenigen Fachpersonen in der Schweiz bewegt sie sich sowohl therapeutisch wie auch wissenschaftlich an dieser Schnittstelle.

Im Gespräch erzählt Helena, wie ihre frühe Faszination für mystische Erfahrungen sie zur Psychologie führte – und später zur Forschung mit Psilocybin, Ayahuasca und anderen Substanzen. Sie war Teil des Teams um Franz Vollenweider und mitbeteiligt an Studien im Meditationskontext, etwa im Felsentor. Helena erläutert, wie essenziell das Zusammenspiel von innerem Zustand (Set) und äusserem Kontext (Setting) für die Wirkung psychedelischer Erfahrungen ist – und warum Musik dabei eine oft unterschätzte Rolle spielt.

Wir sprechen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen LSD, Psilocybin, Ayahuasca, MDMA und DMT, über Gruppensettings, therapeutische Anwendung und die Frage, wie sich solche Erfahrungen in ein Leben mit Tiefe und Alltagstauglichkeit integrieren lassen. Und wir werfen einen kritischen Blick auf Forschungslücken, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und den aktuellen Hype rund um Microdosing.

Wir sprechen über:

🧠 Set und Setting: Warum Einstellung und Kontext wichtig sind

🎵 Musik als Therapeutin: Sound, Stille und innere Bewegung

🧪 Substanzen und Wirkprofile: LSD, Psilocybin, Ayahuasca und MDMA im Vergleich

🌀 Psychedelika und Meditation: Zwei Wege zu innerem Gewahrsein

🌬 Atem und Bewusstsein: Holotropes Atmen als Erfahrungsweg

🩺 Ausnahmebewilligung: Wie psychedelische Therapie heute möglich ist

🤝 Gruppensettings: Therapeutische Prozesse in Gemeinschaft

💊 Microdosing & Hype: Zwischen Leistungssteigerung und Placebo

🧘 Integration: Wie Erfahrung zu Erkenntnis wird

🚺 Gender und Psychedelika: Forschungslücken und Perspektiven

Ein tiefgründiges Gespräch über Bewusstseinszustände, die sich oft schwer in Worte fassen lassen – und über die Bedeutung von innerem Kompass, sorgfältiger Begleitung und integrativer Praxis.

📌 Weitere Informationen zu Helena Aicher:

🔗 www.psycho-therapie-aicher.ch


🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.ch


Inhalt

00:00:00 Intro
00:01:59 Biografie
00:04:23 Wahl des Forschungsgebiets
00:09:54 Wie unterscheiden sich Psychedelika von anderen Drogen?
00:17:22 Charakterisierung der bekanntesten Substanzen
00:20:17 Wirkung der Substanzen
00:23:10 Bedeutung von Set und Setting
00:26:25 Bedeutung von Musik und Stille
00:30:38 Meditation und Psychedelika
00:34:06 Historischer Abriss zum Psychedelika-Gebrauch
00:40:54 Studie: Meditieren mit Psilocybin
00:43:53 Fördern Psychedelika Fortschritt in der Meditation?
00:48:34 Bedeutung der Integration
00:54:13 Führt Ayahuasca zu anderen Resultaten in Studien?
00:57:47 Microdosing von Psychedelika
01:02:41 Therapeutischer Einsatz von Psychedelika
01:09:35 Therapieablauf
01:11:27 Holotropes Atmen als Alternative?
01:18:23 Unterschiedliche Wirkung bei Frauen und Männern?
01:24:03 Wünsche für die Zukunft der Psychedelika
01:27:00 Helenas Lesetipps und Ressourcen

Zen, Aikido und Ritual Groove mit Nik Bärtsch05 Dec 202501:48:54

Nik Bärtsch ist Pianist, Komponist, Produzent, Aikidoka und Autor – und ein Künstler, der Musik, Bewegung und Bewusstsein zu einem kohärenten Weg verbindet. Aufgewachsen in Zürich, geprägt von Rhythmus, Minimalismus, Zen und japanischer Ästhetik, entwickelte er seinen eigenen Stil: Ritual Groove Music oder Zen-Funk. Mit seinen Ensembles Mobile und Ronin erforscht er seit Jahrzehnten die Verbindung von Präzision, Flow und gemeinschaftlicher Präsenz.

Im Gespräch erzählt Nik, wie Rhythmus sein Fundament wurde, wie Lehrer, Zen und Aikido seine Kunst formten – und warum Musik für ihn nie Selbstzweck, sondern ein Dienst an der Gemeinschaft ist. Wir sprechen über Kindheit, Körper, Kultur, Training – und darüber, wie Fehler, Disziplin und Hingabe zu Klarheit führen.


Wir sprechen über:

🥁 Frühe Prägung – Rhythmus als Ursprung, Klavier als Maschine und Universum

🏫 Bildung & Wendepunkte – Scheitern, Förderung, strenge Lehrer und der Weg ins Konservatorium

🎎 Japanische Ästhetik & Zen – Kurosawa, Sesshins und Präsenz als Haltung

⚔️ Aikido & Körperpraxis – Balance geben statt Balance verlieren

🔧 Modulmusik – klare Strukturen, offene Form, Minimalismus, Groove und Ritual

🌀 Mobile & Ronin – Zenfunk, Ensemblegeist, kollektive Energie

⏱️ 36-Stunden-Rituale – Musik als gemeinschaftliche Praxis jenseits von Eventlogik

🎹 Philosophie des Spielens – Präzision statt Perfektion, Fehler als Impuls

🧠 Forschung am MIT – Bewegung, Intention, Effortless Mastery

🌬️ Körper & Atem – Hara, Gewicht, Geschmeidigkeit und Klangqualität

🏠 Training im Alltag – Meditation, Bewegung und Präsenz als Lebensgrundlage

✈️ Stress & Verantwortung – Reisen, Organisation, Risiko und Gemeinschaft

🌏 Musik als Beitrag – Hingabe als Weg, Resonanz als Wirkung


Ein waches, offenes Gespräch über Kunst als Praxis, über Klarheit im Tun und über die Kraft gemeinsamer Präsenz – und darüber, warum Musik erst in der Gemeinschaft wirklich entsteht.


📌 Weitere Informationen zu Nik Bärtsch:

🔗 https://www.nikbaertsch.com 


🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: ⁠⁠⁠www.meditationsszene.ch⁠


Inhalt

00:00:00 Intro

00:02:43 Biografie

00:04:52 Musik in der Kindheit

00:06:47 Boogie-Woogie und erste Kompositionen

00:10:57 Vom ruppigen Quartier ins Gymnasium

00:23:32 Japan, Ästhetik und spiritueller Anker

00:32:27 Studium am Konservatorium

00:40:41 Vertiefung der Meditation

00:48:07 Gründung von Mobile und Ronin

00:52:39 Modulmusik erklärt

00:59:55 Intellekt und unmittelbare Energie

01:02:37 Was passiert beim Spielen?

01:07:13 Zugang zum Aikido

01:11:55 36-Stunden-Konzerte

01:19:04 Musik und Meditation – Parallelen

01:21:51 Fehlerkultur: Präzision statt Perfektion

01:26:34 Bewegung, Klang und Intention

01:33:55 Meditation und Kampfkunst im Alltag

01:36:49 Herausforderungen im Musikerberuf

01:40:27 Soll Musik die Welt verbessern?

01:46:38 Persönlicher Kontakt und Community





















Chan und Stilles Gewahrsein mit Hildi Thalmann07 Nov 202501:39:30

Hildi Thalmann (Chang She) ist Chan-Lehrerin, Ärztin a. D., Mutter und Grossmutter – und eine Praktizierende, die ihren Weg vom katholischen Dorf über die Kinderneurologie bis zur chinesischen Wurzel des Zen gegangen ist. Geprägt von Kontemplation, Zen und der Begegnung mit Meister Sheng Yen leitet sie heute das Zentrum Chan Bern. Ihr Fokus: stilles Gewahrsein – nüchtern, präzise, alltagsnah.

Im Gespräch erzählt Hildi, wie eine Lebenskrise sie zur Meditation führte, warum sie Erlebnis-Jagd hinter sich liess und wie Chan für sie zur stimmigen Heimat wurde. Wir sprechen über stille Praxis ohne Technik, über Durchbrüche und Demut – und darüber, wie Einsicht im Alltag gelebt wird.

Wir sprechen über:

🙏 Vom katholischen Glauben zum Sitzen ohne Objekt

🩺 Medizin & Meditation – wenn Schmerz sich auflöst

💔 Krise & Kontemplation – der Anfang des Wegs

🌬️ Holotropes Atmen & Vipassana – Öffnung & Integration

🍄 Psychedelika – Türöffner, aber kein Weg

🧘 Zen-Erfolge & Chan-Klarheit – von Dogen zu Sheng Yen

🪷 Stilles Gewahrsein – Sammlung und Einsicht zugleich

❓ Huatou – die Frage «Was ist Nichts?»

🔄 Zustände & Modus – «just a state» ist nicht das Ziel

🧭 Lehrer & Ethik – Kohärenz vor Charisma

👧 Enkel & Emotionen – Praxis im Alltag

⚰️ Tod & Loslassen – stilles Glück und Gelassenheit

🏛️ Humanistischer Chan – geerdet, engagiert, klar

Ein stilles, ehrliches Gespräch über Erfahrung, Reifung und Vertrauen – und darüber, warum es genügt, vor der eigenen Tür zu wischen.

📌 Weitere Informationen zu Hildi Thalmann / Chan Bern:

🔗 www.chan-bern.ch


🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: ⁠⁠www.meditationsszene.ch


Inhalt

00:00:00 Intro

00:02:31 Biografie

00:04:35 Frühe Spiritualität, Studium und Beruf

00:10:53 Erste Kontakte mit Kontemplation

00:14:37 Puristische erste Meditationsanleitung

00:19:15 Breite spirituelle Suche, inkl. holotropes Atmen

00:23:04 Psychedelika: Erfahrungen mit Ayahuasca

00:31:17 Kultivierung von Bewusstseinszuständen

00:38:16 Was ist Erkenntnis? Beispiel Schmerz

00:41:57 Zwei Leben – als Zen-Praktizierende und als Ärztin

00:44:02 Pensionierung, Chan und Zweitstudium

00:48:37 Begegnung mit Meister Sheng Yen

00:54:19 Unterschiede in den Anleitungen zum Zen

01:00:12 Gründung des Ordens der Dharma-Trommel

01:01:07 Humanistischer Aspekt von Sheng Yens Linie

01:04:34 Beschreibung der Methode «Stilles Gewahrsein»

01:10:02 Bleibt die Einsicht ins Nicht-Selbst?

01:15:17 Erhalt der Lehrerlaubnis

01:29:51 Herausforderungen im Alltag

Liebe, Spiritualität und Schwulenbewegung mit Ernst Ostertag03 Oct 202502:41:06

Ernst Ostertag, Jahrgang 1930, war Primarlehrer und Heilpädagoge – und ist bis heute eine Ikone der Schweizer Schwulenbewegung. Zusammen mit seinem Lebenspartner Röbi Rapp lebte er über 60 Jahre in Partnerschaft und engagierte sich seit den 1950er-Jahren unermüdlich für Gleichberechtigung, Erinnerungskultur und Menschenwürde. Weniger bekannt ist: Seit den 1960er-Jahren ist Ernst praktizierender Buddhist. Seine Praxis verbindet Gelassenheit und Mitgefühl mit einem lebenslangen Engagement – in Schule, Gesellschaft und Politik.

Im Gespräch erzählt Ernst von frühen Erfahrungen des Andersseins, vom Ringen um Würde und Respekt, von Liebe und Verlust. Er spricht über die Bedeutung von Meditation in seinem Leben – nicht als Rückzug, sondern als Quelle für Klarheit und Mut.

Wir sprechen über:

🚶 Anders sein: Kindheitserfahrungen jenseits von Mehrheitsnormen
🏫 Lehrer und schwul sein: Zwischen Erfolg und Verborgenheit
⚖️ Demokratie und Menschenwürde: Von Polizeigewalt zum Kampf für Respekt
🎬 Der Kreis: Ein Film zwischen Dokumentation und Dramaturgie
🪷 Buddhistischer Weg seit den 1960er-Jahren: Inspiration aus Indien und Praxis ohne Rückzug
🌸 Meditation und Mitgefühl: Quelle für Ruhe, Gelassenheit und Engagement
💔 Liebe und Verlust: Weiterleben nach dem Tod von Röbi Rapp
🌍 Erinnerungskultur: Warum Geschichte erzählt werden muss

Ein Gespräch mit einem Zeitzeugen, das Spiritualität, Gesellschaft und persönliche Integrität auf einzigartige Weise verbindet.

📌 Weitere Informationen zu Ernst Ostertag:
🔗 Film Der Kreis (Doku-Fiction)
🔗 Biografie (Verborgene Liebe. Die Geschichte von Röbi und Ernst))
🔗 www.schwulengeschichte.ch


🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: ⁠www.meditationsszene.ch


Inhalt:
00:00:00 Intro
00:04:57 Verfilmung des Lebens
00:12:21 Anfang der Ächtung gleichgeschlechtlicher Liebe
00:15:24 Protestantische Kindheit
00:22:18 Schule und Entdeckung der sexuellen Orientierung
00:33:05 Gandhi und gewaltloser Widerstand
00:44:47 Entdeckung des Buddhismus über Gandhi und D.T. Suzuki
00:49:28 Spirituelle Erfahrungen im Christentum
00:56:54 Beginn der Meditationspraxis
01:04:51 Einheitserfahrung im Zen
01:13:10 Veränderung im Alltag
01:15:58 Das Ego beim Unterrichten in der Schule
01:19:44 Hilfsorganisation ROKPA und Patenschaft
01:26:46 Treffen mit grossen tibetischen Lehrenden
01:35:24 Fliesst meditative Erfahrung ins Leben?
01:50:54 Als schwuler Mann muss man sich oft rechtfertigen
01:53:22 Wie Ernst den Tod seines Partners erlebt hat
02:00:13 Website www.schwulengeschichte.ch
02:03:59 Begegnung mit Giovanni
02:10:08 Ernsts buddhistische Bücher
02:24:45 Buch «Der Grottenzyklus von Dazu»
02:32:04 Vergleich zur christlichen Ikonografie
02:37:06 Führen alle Religionen zum Gleichen?

Kuhfladen, Panik und Klarheit mit Samuel Theiler05 Sep 202501:24:07

Samuel Theiler ist Dharma-Lehrer, Vater, Grossvater – und ein Mensch mit einem ungewöhnlichen Weg vom Werkzeugmacher zur spirituellen Begleitung. Schon in der Jugend spürte er, dass das Leben, wie es gewöhnlich läuft, für ihn nicht stimmte. Auf der Suche nach Sinn begegnete er LSD, Bioenergetik, Meditation – und später dem buddhistischen Weg. Er praktiziert seit über 30 Jahren vorwiegend in der Vipassana-Tradition, geprägt von südostasiatischen Lehrer*innen und intuitiv wahrnehmenden Frauen.

Im Gespräch erzählt Samuel, wie sich aus frühem Unmut eine tiefe Praxis entwickelt hat – getragen von psychonautischen Erfahrungen, langen Retreats und der schrittweisen Integration von Trauma, Angst und Nichtwissen. Er spricht über spirituelle Lehrerinnen ohne Tradition, seine Arbeit in der Sterbebegleitung, über Mitgefühl als Folge von Nicht-Ich und über die Kraft, die darin liegt, sich dem Leben ganz hinzugeben.

Wir sprechen über:

🔍 Orientierungslosigkeit & Sinnsuche: Von der Verweigerung zur Frage nach dem Leben

🍄 LSD & Kuhfladen: Wie Psychedelika Türen zur Sinnlichkeit öffnen können

🧘 Vipassana & Jhana: Vom Aushalten zur geistigen Sammlung

😨 Panik & Trauma: Angst nicht besiegen, sondern begleiten

🦶 Erdung & weibliche Intuition: Mit den Füssen auf dem Boden stehen

🧕 Lehrerinnen & Wahrnehmung: Drei spirituelle Frauen ausserhalb des Kanons

🫱 Dienen statt Streben: Eine Frage, die alles verändert hat

👶⚰️ Enkel & Sterbende: Leben an den Rändern begleiten

🪔 Tod & Meditation: Sprachlosigkeit, Präsenz und Leere

📉 Retreats & Krisen: Wenn es besser ist, zu gehen

💬 Gruppenprozesse: Sicherheit, Vertrauen und heilsames Miteinander

🌀 Dunkle Nächte: Warum auch das Leiden zum Weg gehört

🌍 Weltlage & Hoffnung: Zwischen Niedergang und Lichtfunken

Ein offenes, erfahrungsnahes Gespräch über spirituelle Reifung, das ganze Spektrum menschlicher Erfahrung – und darüber, wie gelebte Achtsamkeit über die Matte hinauswirkt.

Weitere Informationen zu Samuel Theiler:

🔗 www.samueltheiler.ch


🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: www.meditationsszene.ch


Inhalt

00:00:00 Intro

00:01:58 Biografie

00:03:54 Was bei Samuel die spirituelle Suche auslöste

00:13:03 Meditation mit ADHS

00:15:27 Sammlung / Konzentration in Retreat und Alltag

00:20:33 Begegnung mit weisen Frauen

00:27:24 Weniger Anhaftung macht mitfühlender

00:29:25 Fehlt im Theravāda der weibliche Aspekt?

00:31:55 Spiritualität als junger Vater

00:35:47 Auf- und Ab im Praxisweg

00:43:42 Tod und Betrachtung des Todes in der Meditation

00:46:23 Freiwilliges Engagement in der Palliative Care

00:53:02 Entscheid, Meditationslehrer zu werden

00:56:54 Was tut ein Lehrer bei Krisen von Retreatteilnehmenden?

00:59:28 Samuels Umgang mit Angstzuständen

01:05:04 Braucht es Schicksalsschläge für einen spirituellen Weg?

01:12:49 Wie schaut Samuel auf die Welt?

01:15:29 Rolle der Meditation in einer schwierigen Welt

01:17:19 Welche Einsicht hätte Samuel gerne früher gehabt?

01:21:57 Weitere Infos zu Samuel und seinem Angebot

Bonus: PRONTO - Meditation im Alltag mit Stephan Ebner01 Aug 202501:04:31

In dieser Bonusfolge stellt Stephan Ebner sein Modell PRONTO vor – eine alltagstaugliche Praxis zur Kultivierung von Bewusstheit, die ohne religiöse Begriffe auskommt, aber tief in kontemplativen Traditionen wurzelt. PRONTO steht für:

Pause – Recognize – Open – Notice – Trust – Ongoing

Die sechs Schritte bilden ein Rad, das nicht einmal durchlaufen wird, sondern sich immer wieder dreht – mitten im Leben: beim Zähneputzen, auf dem Hundespaziergang, an der Kasse. Stephan verbindet psychologisches, meditationsbasiertes und spirituelles Erfahrungswissen zu einem säkularen Bewusstseins-Training, das sowohl zugänglich als auch substanziell ist.

Mit dabei ist auch eine kurze geführte Meditation, die die Atemwahrnehmung als Zugang zum Erkennen des Bewusstseins nimmt.

Wir sprechen über:

🛑 Pause: Innehalten, bevor der Autopilot übernimmt

🌦️ Innerer Wetterbericht: Erkennen, respektieren, erinnern, neu gestalten

👃 Atem & Sinneswahrnehmung: Präsenz durch Öffnung nach aussen

🌌 Bewusstsein: Atemlücken, non-duales Erleben & mittelpunktloses Spüren

🌀 Vertrauen & Dankbarkeit: Wie sich Erfahrung wandelt, wenn wir das Feld berühren

🔄 Ongoing: Tätigsein aus Fülle statt aus Mangel

🧠 Denken & Gewahrsein: Warum Sprache verstellt – und Erfahrung befreit

🪞 Säkularer Dharma: Ein Zugang, der niemanden ausschliesst

🌊 Linie, Raum, Meer: Metaphern für das Formlose im Wandel

📿 Quellen & Lehrer*innen: Was in PRONTO mitschwingt, auch wenn es nicht genannt wird


PRONTO ist keine Instantlösung – aber eine Einladung zum Üben, Entdecken und Erinnern. Eine Praxis, die nicht noch mehr fordert, sondern an etwas erinnert, das immer schon da ist.


📎 Weitere Informationen & Onlinekurs:

🔗 www.pronto.ch


Inhalt:

00:00:00 Intro  

00:02:10 Überblick Pronto  

00:19:15 Wie wird PRONTO nicht zu einem weiteren To-Do auf der Liste?  

00:21:11 Ist PRONTO komplex?  

00:26:55 Vertiefung "Respect": Umgang mit Unangenehmem  

00:30:41 Reshape und Remember: Ausweichen vs. Ausrichtung  

00:34:06 Non-duales Bewusstsein inkl. geführter Übung  

00:44:26 Beschreibung des Bewusstseins  

00:45:18 Mittelpunktloses Erleben  

00:50:18 Warum übersehen wir das Bewusstsein so oft?  

01:00:14 Basis und Ursprünge von PRONTO  

Spiritualität, Psychotherapie und Stabilität mit Ulla Schoch02 Jan 202601:37:54

Ulla Schoch ist  Psychotherapeutin, klinische Psychologin und Ritualbegleiterin. Sie hat viele Jahre in psychiatrischen Institutionen gearbeitet und führt heute eine eigene Praxis in Zürich. Neben ihrer therapeutischen Tätigkeit hat sie sich intensiv mit spirituellen Traditionen auseinandergesetzt – von christlicher Mystik über den kaschmirischen Shivaismus bis hin zum tibetischen Buddhismus und Zen in der Sōtō-Tradition. Ein zentrales Leitmotiv ihres Weges ist Krishnamurtis Satz: «Truth is a pathless land.»

Im Gespräch spricht Ulla offen und persönlich über ihren spirituellen Werdegang, über die lange Trennung von Therapie und Spiritualität in ihrem Berufsleben und über die Frage, wie Meditation, Selbsterkenntnis und psychische Stabilität zusammenhängen. Sie erzählt von prägenden Jahren in Indien, vom Verlust ihres Mannes, von der Bedeutung von Struktur und Praxis im Alltag – und davon, warum Spiritualität ohne psychologische Arbeit aus ihrer Sicht riskant sein kann.

Ein differenziertes, ehrliches Gespräch über Meditation jenseits von Wellness, über Leid, Verantwortung und Reife – und über die Notwendigkeit, spirituelle Praxis und psychotherapeutische Arbeit zusammenzudenken.

Wir sprechen über:

🧭 Spirituelle Biografie – christliche Prägung, Suche, Brüche und Übergänge

🕉️ Indien & kaschmirischer Shivaismus – gegenstandslose Meditation, Sanskrit und das göttliche Prinzip

🧘 Buddhismus als Praxis – Leid als Ausgangspunkt, Anwendbarkeit im klinischen Alltag

🪷 Zen & Lehrerfrage – Zugehörigkeit, Praxisgemeinschaft und menschliche Meister

🧠 Therapie & Selbsterkenntnis – Veränderung, Struktur und emotionale Stabilität

⚠️ Risiken der Meditation – Überforderung, Retreats und die Bedeutung von Begleitung

🕯️ Ritual & Alltag – Struktur, Rhythmen, kleine Anker und gelebte Praxis

🌀 Astrologie & I Ging – Zyklen, Demut und der Umgang mit dem Nicht-Wissen

🌱 Entwicklung ohne Ziel – Geduld, Unvollkommenheit und lebenslange Praxis

🤍 Integration – warum Meditation Psychotherapie nicht ersetzt, sondern ergänzt

Ein Gespräch über Wachheit ohne Heilsversprechen, über spirituelle Praxis mit Bodenhaftung – und darüber, was es heisst, mit dem eigenen Leben zu leben, ohne es lösen zu wollen.

📌 Weitere Informationen zu Ulla Schoch:

🔗 https://www.praxisfuertherapie.ch


🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: ⁠⁠⁠⁠www.meditationsszene.ch⁠⁠


Inhalt

00:00:00 Intro

00:02:04 Biografische Hintergründe und beruflicher Weg

00:04:45 Krishnamurti und das Prinzip des weglosen Pfades

00:06:29 Christliche Prägung als spirituelle Grundlage

00:09:57 Indien, Hinduismus und kaschmirischer Shivaismus

00:19:15 Körper, Seele und psychische Struktur

00:26:43 Partnerschaft, Verlust und Trauererfahrung

00:32:26 Buddhismus und kognitive Verhaltenstherapie

00:35:01 Übergang vom tibetischen Buddhismus zum Zen

00:41:42 Einflüsse von Brad Warner und Zen-Praxis

00:48:03 Emotionale Prozesse in der Meditation

00:56:52 Zen-Praxis und die Erfahrung des Ziellosen

00:58:39 Akzeptanz und Leben mit dem Gegebenen

01:00:28 Alltagsaktivitäten und meditative Qualität

01:01:37 Gemeinschaft und Praxisumfeld

01:03:49 Wiedereintritt in die reformierte Kirche

01:05:37 Pluralität und Grenzen kirchlicher Angebote

01:07:42 Astrologie, I-Ging und zyklische Perspektiven

01:15:43 Rituale, Rhythmen und alltägliche Verankerung

01:20:17 Spiritualität im Alltag und innere Praxis

01:34:36 Weiterführende Informationen zu Ulla

Stille, Erschütterung und Engagement mit Dapel Rahel Gertsch03 Apr 202601:53:08

Dapel Rahel Gertsch, geboren 1980, ist buddhistische Dharma- und Meditationslehrerin. Sie begann ihre Praxis im Meditationszentrum Beatenberg bei Fred von Allmen. 2005, nach einer Begegnung mit dem Dalai Lama, gab sie ihren Beruf als Primarlehrerin auf und reiste mit einem One-Way-Ticket nach Indien. 2008 wurde sie zur Nonne ordiniert. Über 15 Jahre lebte sie in der Gemeinschaft «Dharmadatta», die sie mitgegründet hatte – in Indien, Mexiko und den USA. Nach einer tiefen Erschütterung in ihrer Tradition und einer Erkrankung an Long Covid kehrte sie 2024 in die Schweiz zurück. 2026 legte sie die Robe ab. Heute lehrt sie mit Fokus auf Ökodharma. Zu ihren Quellen zählen Joanna Macy und David Loy. Das Meditationszentrum Beatenberg bleibt ihre spirituelle Heimat.

Im Gespräch erzählt Dapel von einer Reise, die im Schulzimmer begann und in die radikale Hingabe eines klösterlichen Lebens führte. Sie beschreibt den Weg zur Ordination, das Leben ohne Privatsphäre und die Kraft, die sie über viele Jahre trug. Ein zentrales Thema ist der Bruch des Vertrauens: Wie geht man um mit Missbrauch in der eigenen Linie? Wie zerbricht ein Ideal – und was bleibt? Wir sprechen über das Loslassen der Robe, der Rolle und der Gesundheit. Und darüber, wie gerade Krankheit und Krisen zu einer tieferen Praxis führen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ökodharma: Wie können buddhistische Methoden uns helfen, der Klimakrise mit Präsenz statt Ohnmacht zu begegnen?

Wir sprechen über:

🪑 Der Einstieg im Beatenberg – Fred von Allmen und die Freiheit der Stille
🎨 Vom Dadaismus zum Dharma – Kunst, Präsenz und der Ruf der Meditation
🧘‍♀️ Die Praxis der Grünen Tara – Archetypen und die Kraft der Visualisierung
🏔️ One-Way-Ticket nach Indien – Unterweisungen beim Dalai Lama und Ordination
🏠 Leben in der Gemeinschaft «Dharmadatta» – Zwischen Indien, Mexiko und den USA
⚖️ Machtmissbrauch und Erschütterung – Wenn das Fundament der Tradition wackelt
🤒 Long Covid als Lehrmeister – Pacing, Körperweisheit und radikales Vereinfachen
🧥 Das Ablegen der Robe – Identität, Abschied und ein neuer Weg im Alltag
🌿 Ökodharma – Handeln ohne Anhaften am Ergebnis in Zeiten der Polykrise

Ein Gespräch über den Mut zur Veränderung, die Integration von Schattenseiten und die Suche nach einem Dharma, der sich mitten in den Herausforderungen unserer Welt verkörpert.

📌 Weitere Informationen: https://www.bodhibaum.ch


🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

Du als Teil der Community machst ihn möglich. Ich freue mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.meditationsszene.ch⁠⁠⁠⁠ Herzlichen Dank!


Inhalt

00:00:00 Intro
00:02:09 Wer ist Dapel Rahel Gertsch?
00:05:05 Was bedeutet der Name «Dapel»?
00:06:48 Erster Kontakt mit Meditation
00:14:02 Sylvia Wetzel und feministische Traditionen
00:22:07 Die Begegnung mit dem Dalai Lama als Wendepunkt
00:28:44 Entscheidung zur Ordination als buddhistische Nonne
00:36:23 15 Jahre Gemeinschaft Dharmadatta
00:49:08 Von Indien nach Mexiko: Dharma auf Spanisch
00:54:05 Wie Sprache und Kultur die Lehre verändern
00:58:59 Weiterzug in die USA
01:00:59 Erschütterung, Krise und Long Covid
01:16:15 Verlassen der Gemeinschaft und Rückkehr in die Schweiz
01:21:13 Ablegen der Robe nach 18 Jahren
01:28:28 ÖkoDharma: Von Ohnmacht zu weisem Mut
01:47:40 Infos und Angebote von Dapel

Zen zwischen Disziplin und Loslassen mit Philipp Funk06 Mar 202601:58:19

Philipp Funk ist Zen-Mönch und Zen-Lehrer in der Sōtō-Zen-Tradition. Er praktiziert Zazen seit 1996 und wurde 2001 formell ordiniert. Geprägt wurde sein Weg durch seinen Lehrer Missen Michel Bovay, einen engen Schüler von Taisen Deshimaru. Gemeinsam mit Weggefährt*innen gründete Philipp 2012 das Mushin Zen Dojo Zürich, das er bis heute mitverantwortet. Neben seiner Zen-Praxis arbeitet er im Bereich Kommunikation und Marketing und verantwortet an der ZHAW die Online- und Social-Media-Kommunikation im Departement Gesundheit. Dort initiierte er auch das Format Zen @ Work. Seine Praxis vertiefte er unter anderem in mehrmonatigen Aufenthalten in japanischen Ausbildungstempeln der Sōtō-Tradition.

Im Gespräch sprechen wir über Zen als konsequent praxisorientierten Weg: Zen ist Zazen – Sitzen ohne Ziel, ohne Absicht, ohne Versprechen. Philipp beschreibt, wie er aus einer Phase der Orientierungslosigkeit heraus «von null auf Sesshin» in ein Winterlager in Frankreich einstieg und warum ihn gerade diese Einfachheit, Strenge und Gemeinschaft nachhaltig geprägt haben. Ein zentrales Thema ist Mushotoku, die Absichtslosigkeit: Wie kann Praxis ohne Absicht sein, wenn man sich doch immer wieder bewusst aufs Kissen setzt?

Wir sprechen über die Meister-Schüler-Beziehung im Zen, über Vertrauen, Projektionen und das notwendige Nein-Sagen – ebenso über Krankheit, Sterben und Abschied am Beispiel seines Lehrers. Weitere Themen sind Zen-Training in Japan, Verantwortung nach der Dharma-Übertragung (Shihō) sowie die Frage, wie sich Zen jenseits von Esoterik, Selbstoptimierung und Heilsversprechen im Alltag verkörpert.

Wir sprechen über:

🪑 Zen ist Zazen – Praxis statt Philosophie🧭 Einstieg in Zen – Krise, Suche und der Sprung ins Sesshin⚖️ Mushotoku – Ziellosigkeit und Motivation im Spannungsfeld🤝 Sangha – Gemeinschaft, Verantwortung und Alltagspraxis🧑‍🏫 Meister–Schüler-Beziehung – Nähe, Reibung und Emanzipation🕯️ Krankheit & Tod – Begleitung des Lehrers und Abschied🚲 Pilgerschaft auf zwei Rädern – langsames Loslassen des Lehrers⛩️ Zen in Japan – Ausbildungstempel, Rituale und Grenzerfahrungen📜 Dharma-Übertragung (Shihō) – Verantwortung ohne Rezept🎶 Zen & Kunst – Begegnungen mit Musik und Improvisation

Ein Gespräch über Zen ohne Verklärung – über Sitzen, Loslassen und die Frage, wie Praxis trägt, wenn nichts erreicht werden will.

📌 Weitere Informationen:

🌐 ⁠https://www.zen-zurich.ch⁠🎬 ⁠https://www.youtube.com/@myosanfunk⁠


🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

Du als Teil der Community machst ihn möglich. Ich freue mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.meditationsszene.ch⁠⁠⁠ Herzlichen Dank!


Inhalt:

00:00:00 Intro
00:02:11 Biografischer Hintergrund von Philipp Funk
00:05:12 Was bedeutet «Zen ist Zazen»?
00:12:20 Erste Sesshin: Einstieg ins Zen ohne Vorerfahrung
00:20:05 Bodai Shin – was trägt über Jahre in der Praxis?
00:23:22 Die Bedeutung der Lehrer-Schüler-Beziehung im Zen
00:26:56 Absichtslosigkeit im Zen: Deshimaru und Mushotoku
00:35:26 Missen Michel Bovay: Lehrer, Mensch, Wegbegleiter
00:52:28 Den Lehrer durch Krankheit begleiten
00:56:07 Abschied, Übergang und Veloweltreise
00:59:55 Leben und Praxis im japanischen Ausbildungstempel
01:17:01 Erweckung im Zen – und ihre Wirkung im Alltag
01:23:49 Einsicht und Alltagspraxis
01:28:28 Dharmaübertragung: Bedeutung und Verantwortung
01:46:31 Zen, Musik und künstlerische Praxis
01:54:20 Hinweise zu Philipps Arbeit und Angeboten



Pflege, Einsicht und Herzqualitäten mit Ingeborg Mösching06 Feb 202601:34:22

Ingeborg Mösching (*1953) ist Meditationslehrerin, MBSR-Lehrerin und ehemalige Pflegefachfrau. Über viele Jahre arbeitete sie mit schwerkranken und sterbenden Menschen und integrierte Achtsamkeit später auch in klinische Kontexte, unter anderem am Universitätsspital Basel. Ihre Meditationspraxis begann 1986 in der christlichen Zen-Tradition und vertiefte sich später in Vipassana und den Herzqualitäten (Brahma-Vihāras). Prägend waren lange Schweigeretreats – unter anderem an der Insight Meditation Society und im Kloster Shwe Oo Min in Myanmar – sowie die Schulung und Autorisierung durch Fred von Allmen.

Im Gespräch sprechen wir über Pflege als Schulungsraum, über lange Retreats und das Üben von Gleichmut im Angesicht von Leid. Ingeborg beschreibt eindrücklich, was sie unter «Nicht-Einsteigen» versteht – ein praktisches Loslassen von Identifikation, ohne Verdrängen. Es geht um Einsicht als gelebte Erfahrung, um Herzqualitäten jenseits von Idealisierung und um eine Meditationspraxis, die nicht auf aussergewöhnliche Zustände zielt, sondern im Alltag trägt.

Wir sprechen über:

🧒 Kindheit & Sinnsuche – frühe Grundfragen, religiöse Prägung und innere Zuflucht

🔥 Krise als Wendepunkt – Trennung, Überforderung und die ersten Retreat-Erfahrungen

🩺 Pflege als Praxisfeld – Nähe zu Leid, Sterben und Mitgefühl im Alltag

⏳ Lange Retreats – Monate im Schweigen, alte Muster und tiefere Einsicht

🌊 «Nicht einsteigen» – Gefühle halten, ohne Identifikation oder Verdrängen

🪷 Herzqualitäten (Brahma-Viharas) – Metta, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut

⚖️ Gleichmut – Kapazität für Unangenehmes jenseits von Gleichgültigkeit

🇲🇲 Sayadaw U Tejaniya – Geistzustand, rechte Haltung und entspannte Praxis

🧭 Praxis im Alltag – Rolltreppe, Ungeduld und die Erinnerung an die Absicht

🧑‍🏫 Linie und Ethik – Autorisierung, Verantwortung und Demut im Unterrichten

🧠 Körper, Trauma und Nervensystem – Somatic Experiencing als Ergänzung

🩹 Schmerz & Einsicht – Neuroplastizität, Konditionierung und Anatta

Ein Gespräch über Praxis ohne Heilsversprechen – und darüber, wie sich Vertrauen, Freude und Verantwortung über Jahrzehnte vertiefen können.

📌 Weitere Informationen zu Ingeborg Mösching:

🔗 https://www.ingeborgmoesching.ch


🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

Falls du ihn unterstützen möchtest, freue ich mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: ⁠⁠⁠⁠⁠www.meditationsszene.ch⁠⁠


Inhalt:

00:00:00 Intro

00:02:21 Biografischer Hintergrund

00:05:08 Frühe existenzielle Fragen

00:15:03 Einstieg in Zen- und Vipassana-Meditation

00:20:25 Lange Retreats und Praxisintensität

00:21:28 Warum lange Retreats?

00:24:48 Konditionierungen und meditative Einsicht

00:30:05 Erleuchtung und Befreiung vom Leiden

00:32:24 Herzqualitäten, Gleichmut und Abgrenzung

00:38:07 Brahmaviharas und Geisteskultivierung

00:45:18 Praxis im Stil von Sayadaw U Tejaniya

00:55:47 Kontinuität der Praxis im Alltag

01:01:23 Geburt und Tod als Erfahrungsräume

01:04:46 Tod als Teil der Praxis

01:11:25 Ausbildung zur Dharma-Lehrerin

01:14:35 Lehrerlaubnis, Linie und Verantwortung

01:18:47 MBSR, Somatic Experiencing und Integration

01:23:46 Veränderung der Praxis über die Jahre

01:30:49 Angebote von Ingeborg Mösching

Schamanismus, Geister und Samadhi mit Philip Trumpler01 May 202601:37:25

Philip Trumpler, geboren 1972 in Zürich, machte eine kaufmännische Lehre – und brach dann aus allem aus. Mit 19 erlebte er seine ersten Astralreisen und verbrachte Zeit als Laie im ältesten Kloster des Bergs Athos. Danach reiste er nach Westafrika, wo er in Ghana und Gabun in spiritistische und initiatorische Traditionen eingeweiht wurde. Es folgten Mexiko, der peruanische Amazonas und nach weiteren Stationen schliesslich der Himalaya, wo er mit 39 seinen Guru fand und in Kriya Yoga initiiert wurde. Heute lebt er auf Madagaskar, wo er in den Stamm der Mikea aufgenommen wurde – einer der letzten Jäger-und-Sammler-Gemeinschaften der Insel. 


Im Gespräch erzählt Philip von einem Leben zwischen den Welten. Er beschreibt, wie er als Kind Geister sah, wie man ihm sagte, das gebe es nicht – und wie er diesen Faden mit 19 wieder aufnahm. Was alle Stationen verbindet, ist eine beharrliche Neugier: Philip will nicht glauben, sondern sehen. Und was er sieht, ist so weit ausserhalb des Normalen, dass er es selbst kaum fassen kann – ohne aber daran zu zweifeln. 


Wir sprechen über:

🌿 Kindheit und Vergessen – Geister sehen und schweigen lernen

✨ Astralreisen und der Himmel – Engelwesen, Lichtfrequenzen und Rückkehr

⛪ Megisti Lavra – Askese, Herzgebet und der direkte Zugang

👻 Poltergeist und Geisterkontakt – wenn Dosis nichts mehr bedeutet

🥁 Ghana und die Ashanti – Spiritismus, Hilfsgeister und eine Meerjungfrau

🌑 Gabun und der Mbiri-Kult – Iboga und die Begegnung im Ahnenland

🌵 Die Huichol in Mexiko – Zufall, Zugehörigkeit und die Pilgerfahrt nach Wirikuta

🐍 Die Shipibo im Amazonas – Diäta, Ayahuasca und Chips aus einer verzauberten Welt

🏔️ Der Himalaya – ein Heiliger erscheint im Schnee und gibt die Diksha

🧘 Kriya Yoga – derselbe Raum, andere Werkzeuge

🌲 Die Mikea auf Madagaskar – aufgenommen als «der weisse Mikea»

🌍 Cultural Appropriation – was verlorenging und was bleibt

Die Erfahrungen, die Philip beschreibt, liegen weit ausserhalb meines Erfahrungshorizonts. Ich begegne ihnen so, wie ich allen Erfahrungen im Podcast zu begegnen versuche: neugierig, ohne Vorurteil – und ohne Bestätigung.

🎙 Dieser Podcast ist ein Herzensprojekt.

Du als Teil der Community machst ihn möglich. Ich freue mich über ein Like, einen Kommentar oder eine Weiterleitung.

Wenn du einen Beitrag zu den Produktionskosten leisten möchtest, kannst du das ganz einfach über Twint auf 078 600 95 60 tun – weitere Infos findest du auf meiner Website: ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠www.meditationsszene.ch⁠⁠⁠⁠⁠ Herzlichen Dank!


Inhalt

00:00:00 Intro

00:01:58 Philip Trumpler – Biografie

00:03:05 Als Kind Geister gesehen – und vergessen

00:08:39 Askese im ältesten Kloster des Bergs Athos

00:12:03 Ein Poltergeist in der Stereoanlage

00:18:58 Ghana – Initiation bei den Ashanti

00:27:41 Geister haben Charaktere, Macken und Grenzen

00:31:37 Gabun – vier Tage Iboga-Initiation beim Mbiri-Kult

00:40:22 Was eine Einweihung an Pflichten mitbringt

00:42:54 Geister können Gutes tun – und Böses

00:45:30 Mexiko – gestrandet bei den Huichol

00:54:49 Den Tod kennen – aus eigener Erfahrung

00:56:52 Die Pilgerfahrt nach Wirikuta

00:59:54 Peru – Ayahuasca, Diäta und Chips aus einer verzauberten Welt

01:12:21 Himalaya – ein Heiliger erscheint im Schnee

01:21:03 Meditation und Psychedelika – derselbe Raum, andere Werkzeuge

01:25:41 Madagaskar – aufgenommen als weisser Mikea

01:30:43 Cultural Appropriation – was verlorenging und was bleibt

© My Podcast Data