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Explore every episode of the podcast Living Planet – Der WWF Podcast

Dive into the complete episode list for Living Planet – Der WWF Podcast. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.

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TitlePub. DateDuration
Luchse in Deutschland: Rückkehr der scheuen Katzen?31 Jul 202500:35:24
Leise, kaum sichtbar und doch wieder da – der Luchs kehrt zurück nach Deutschland. Einst wurde er hier systematisch ausgerottet, doch nun streift die geheimnisvolle Katze wieder durch deutsche Wälder. In dieser Folge von Living Planet – Der WWF Podcast widmen wir uns der Rückkehr der Luchse nach Deutschland. WWF-Experte Dr. Max Boxleitner gibt uns einen aktuellen Einblick, wie es um den Luchs in Deutschland steht und welche Rolle seine Wiederansiedlung für die Biodiversität spielt. Er erklärt uns die Lebensweise der Luchse, von der Fortpflanzung bis zu ihrer Rolle im Ökosystem. Wir beleuchten die Ursachen der Ausrottung des Luchses in Deutschland und erfahren, warum das Wildtier über lange Zeit aus unseren Wäldern verschwunden war. Doch nun kehrt der Luchs in seine Heimat zurück: Dr. Max Boxleitner nimmt uns mit auf die aufregende Reise der Luchsauswilderung in Deutschland. Erfahre, wie Luchse jetzt wieder angesiedelt werden, welche Herausforderungen dabei zu meistern sind und welche Erfolge bereits erzielt wurden, um diesen scheuen Tieren wieder einen festen Platz in der deutschen Natur zu gewähren.
Living Planet – Der WWF Podcast30 Jul 202500:00:35
Ein Podcast über die faszinierende Welt des Natur- und Artenschutzes und der Menschen, die tagtäglich für unsere Welt kämpfen.
Ach Europa!31 May 202400:29:13
Das große Stühlerücken ist angesagt. Im Juni werden 720 Abgeordnete für das EU-Parlament neu gewählt. Sind die Koffer bei vielen schon gepackt? Wie ist die Stimmung in Brüssel? Und was wurde eigentlich aus dem einst als „europäische Mond-Mission“ angekündigten Green Deal? Über Fragen wie diese reden wir heute in‚ #ÜberLeben mit Angelika Pullen aus Brüssel. Sie ist eine von 25.000 Lobyist:innen in der europäischen Hauptstadt und verantwortet die Kommunikation im European Policy Büro des WWF. Redaktion: Jörn Ehlers
Die kleine Tierschau31 Dec 202100:32:23
Tierisch tierisch. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und viele lassen die vergangenen zwölf Monate noch einmal Revue passieren. Wir auch. Nachdem zuletzt von allen möglichen Organisationen Vögel, Libellen, Fische und sogar Mikroorganismen des Jahres gekürt worden sind, wollen wir wir in unserem animalischen Rückblick schauen, was sonst noch so anlag an tierischen Themen 2021. Zu Gast bei #ÜberLeben diesmal Stefan Ziegler. Stefan ist Zoologe und kümmert sich für den WWF schwerpunktmäßig um Naturschutzprojekte in Asien. Er kennt sich aber auch in anderen Weltgegenden gut aus mit dem, was dort so kreucht und fleucht. Gemeinsam mit ihm blicken wir zurück auf ein Jahr mit fetten Bären, leckeren Mehlwürmern und wandernden Elefanten. Redaktion: Jörn Ehlers
Eingefroren17 Dec 202100:26:31
Ein Jahr lang im Eis – das fasst eine der größten Arktisexpeditionen in wenigen Worten zusammen. 24 Stunden Dunkelheit, 24 Stunden Sonne, Kälte, Begegnungen mit Eisbären – das war für ein Jahr Normalität für die vielen Forscher:innen, die sich auf der Polarstern einfrieren ließen und mit dem Eis mitdrifteten. Tausenden Datensätze, die sie gesammelt haben, sind längst noch nicht vollständig ausgewertet, aber einige Erkenntnisse und Einblicke stechen schon jetzt hervor. Zum Beispiel, wie weit das Eis im arktischen Sommer bereits zurückweicht. Weiter und schneller, als selbst viele drastische Szenarien vorausgesagt haben. Die Klimakrise hat die Arktis längst erreicht – mit weitreichenden Folgen für den Rest der Welt. Wir sprechen in dieser Folge mit Prof. Markus Rex, der die große MOSAiC-Expedition geleitet hat, über seine Erlebnisse in der Arktis und seine Schlussfolgerungen daraus für Politik und Wirtschaft. Redaktion: Lea Vranicar
Mehr Licht10 Dec 202100:27:32
„Mehr Licht!“ Das waren 1832 angeblich die letzten Worte von Johann Wolfgang von Goethe. Angesichts des trüben Wetters in der dunklen Jahreszeit möchte man sich der Forderung des Dichterfürsten durchaus anschließen. Doch wo Licht ist, ist eben auch Schatten. Wir reden heute in #ÜberLeben mit Frauen, die sich auskennen mit Licht. Wir sprechen über den Energieverbrauch von Weihnachtsschmuck, die Ökobilanz von Kerzen und das relativ neue Phänomen der Lichtverschmutzung. Mit dabei diesmal: Anja Fricke vom Ökostromanbieter Lichtblick, Ilka Petersen vom WWF und die Insektenforscherin Sibylle Schroer vom Leibnitz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Redaktion: Jörn Ehlers
Kuh und Milch im Öko-Check03 Dec 202100:30:48
Der Appetit auf Milch und Milchprodukte scheint in Deutschland ungebrochen. Trotz Haferdrinks, Sojatrunk und anderer Alternativen konsumieren wir hierzulande pro Jahr, rund 140 Liter pro Person. Nicht nur als Getränk, sondern auch in Form von Butter, Joghurt oder Käse. Doch das Lebensmittel aus dem Euter ist zuletzt zunehmend die Kritik geraten. Rinder belasten das Grundwasser, sie gelten als Klimakiller und Waldzerstörer. Doch was ist dran an diesen Vorwürfen? Darüber reden wir heute in #ÜberLeben mit der Milchbäuerin Kristina Schmalor und Michael Berger aus dem Landwirtschaftsbereich des WWF. Redaktion: Jörn Ehlers
Wintersport: Freizeitspaß oder weißer Wahnsinn26 Nov 202100:30:59
Der Winter naht. Wenn es die Pandemie zulässt, geht mit dem Start der kalten Jahreszeit auch der Skizirkus in eine neue Runde. Für Liftbetreiber, viele Hoteliers und Gastronomen ist das eine wichtige Einnahmequelle. Doch die Natur der Berge ächzt unter dem Ansturm der Touristen. Immer neue Lifte, mehr als 25.000 Ski-Kanonen, 1.000 Speicherbecken, Zufahrtstrassen und Infrastruktur hinterlassen in der einst unberührten Bergwelt der Alpen ihre Spuren. Hat Skifahren in Zeiten der Erderhitzung überhaupt noch eine Zukunft? Und wie lässt sich der weiße Sport möglichst sanft betreiben? Über Fragen wie diese sprechen wir mit Anita Wyss. Sie ist Geschäftsführerin des WWF Glarus, einem kleinen Kanton im Osten der Schweiz, und sie hat u.a. die Skiverbindung Andermatt-Sedrun eng begleitet. Wir sprechen über Schneefabriken, Snow Farming und dem Sinn und Unsinn von Abfahrten unterm Hallendach. Redaktion: Jörn Ehlers Weitere zu sanftem Wintertourismus: www.alpine-pearls.com www.winterrail.eu
Mit Brief und Siegel19 Nov 202100:27:53
Blaue Engel, grüne Frosche, stilisierte Bäume, Blumen oder Fische: Zumindest auf den Ökosiegeln nimmt die Artenvielfalt noch immer zu. 455 verschiedene Umweltzeichen aus 199 Ländern listet der so genannte ECO Label Index auf. In diesem Dschungel der grünen Zertifikate ist es nicht so leicht den Überblick zu behalten und so mancher sieht den Sinn vor lauter Siegeln nicht mehr. Entlasten solche Gütesiegel wie FSC, Grüner Knopf oder Fair trade tatsächlich die Umwelt oder ist das Ganze doch oft ein Etikettenschwindel? Die Antwort ist wie immer kompliziert. Wir versuchen es in dieser Episode von ÜberLeben trotzdem und sprechen mit Alfred Schumm, der lange im Aufsichtsrat des Marine Stewardship Council (MSC), dem wohl bekanntesten Umweltlabel für Fisch, gesessen hat. Er berichtet über die Möglichkeiten solcher Standards und zeigt zugleich ihre Grenzen auf. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Klimaschutz auf der Chefetage05 Nov 202100:29:16
Ohne die Wirtschaft wird das nichts mit dem Klimaschutz. Aber warum sollten sich Unternehmen klimafit machen, welche Vorteile haben sie dadurch? Und wie geht das richtig, unternehmerischer Klimaschutz, der nicht bloß mit Slogans à la Klimaneutralität wirbt? Dazu sprechen wir mit den WWF-Expert:innen Juliette de Grandpré und Sebastian Öttl. Sie haben einen Leitfaden für Unternehmen entwickelt. Schritt 1: ein wissenschaftsbasiertes Ziel setzen. Schritt 2: anfallende Emissionen in der gesamten Lieferkette erfassen und mit einem Preisschild versehen - dann schnellstmöglich und umfassend reduzieren. Was nicht sofort reduziert werden kann, für Investitionen für den Klimaschutz nutzen. Und Schritt 3: Transparent und offen kommunizieren. Redaktion: Lea Vranicar https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Unternehmen/WWF-Leitfaden-Klimastrategien-Fit-fuer-Paris.pdf
Überlebenskunst29 Oct 202100:20:19
Kunst und Natur ist eigentlich ein klassisches Gegensatzpaar. Aber beides hat auch einiges gemeinsam. Für beides braucht man z.B. Geld. Einer, der sich beim WWF Gedanken über innovative Finanzquellen Gedanken macht, ist Karl Nowak. Er geht mit einem neuen Projekt an den Start: Kryptokunst für die Natur, Überlebenskunst, wenn man so will. Was sich dahinter verbirgt erklärt er in unserer neuen Episode von #ÜberLeben. Redaktion: Jörn Ehlers Kryptokunst zum anschauen und weitere Infos: https://www.wwf.de/aktiv-werden/nfa
Auf dem Weg zur grünen Null22 Oct 202100:29:59
Klimaneutralität bis 2045 – das hat Deutschland sich als Ziel gesetzt. Ambitioniert. Aber machbar, wie auch Bernhard Pötter sagt. Der Journalist hat ein Buch zum Thema geschrieben, „Die Grüne Null“: „Wir wissen, wie es geht, wir haben die Techniken und wir haben das Geld“, sagt er. Es sei vor allem eine Management-Aufgabe, jetzt schnell an allen Schrauben gleichzeitig zu drehen. Was das konkret bedeutet, wie die Chancen unter einer „Ampel“-Regierung dafür stehen und was wir von der Klimakonferenz in Glasgow erwarten können, darüber sprechen wir in dieser Folge des WWF Podcasts „ÜberLeben“. Redaktion: Lea Vranicar Mehr dazu: die-gruene-null-isbn-978-3-492-07088-1
Auf Leben und Tod15 Oct 202100:21:07
Wir sind nicht allein auf diesem Planeten. Gott sei Dank. Die Menschheit teilt sich mindestens die Hälfte ihres Lebensraums mit wilden Tieren. Und damit sind nicht nur Motten, Fliegen und Kakerlaken gemeint. Aber wie das so ist mit Nachbarn, nicht immer klappt das Zusammenleben ohne Streit. Problembären, die Mülltonnen plündern, Elefanten oder Wildschweine, die Äcker umpflügen oder Wölfe, die es auf Schafe abgesehen haben, sind Beispiele für manchmal sogar tödliche Konflikte. Mensch-Tier-Konflikte ist das Thema dieser Episode von #Überleben. Zu Gast Sybille Klenzendorf, die sich u.a. in der Arktis darum kümmert, dass es möglichst nicht zu Zusammenstößen zwischen Eisbären und den menschlichen Bewohnern der eiskalten Region kommt. Sie erläutert, was passieren muss, um generell Konflikte zu vermeiden oder mindestens zu entschärfen. Wichtig ist dabei , dass wir wieder lernen müssen, mit wilden Tieren zu leben. Redaktion: Jörn Ehlers Weitere Infos: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Artenschutz/A-future-for-all_the-need-for-human-wildlife-coexistence.pdf https://www.wwf.de/2021/juli/mensch-gegen-tier-ein-globaler-konflikt
Das Internet der Tiere24 May 202400:32:30
Laubfrösche können angeblich das Wetter vorhersagen und Bergleute verlassen sich auf Kanarienvögel, die sie vor gefährlichen Gasen warnen - indem sie tot von der Stange fallen. Manche Tiere haben einen sechsten oder siebten Sinn und nehmen Dinge wahr, für die Menschen aufwendige Technik brauchen oder von denen sie gar nichts mitbekommen. Martin Wikelski möchte dieses Wissen nutzbar machen. Dafür werden auf allen Kontinenten die unterschiedlichsten Arten besendert, die Daten werden satellitengestützt in einer Art „Internet der Tiere“ gesammelt und ausgewertet. So weit die Theorie. Wie es in der Praxis funktioniert, darüber berichtet der des Direktor Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie in unser heutige Episode von #ÜberLeben. Redaktion: Jörn Ehlers Weitere Informationen Das Buch: https://t1p.de/t3zkb Die ARD Doku: https://t1p.de/o5lgr
Die Konferenz der Tiere08 Oct 202100:28:06
Es ist ein Klassiker der Kinderliteratur: Erich Kästners „Konferenz der Tiere“. Weil die Menschen es nicht hinbekommen, Kriege, Umweltzerstörung und Generationengerechtigkeit in den Griff zu bekommen, beschließen die Tiere, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Mit Erfolg. Was in dem Kinderbuch von 1949 funktioniert, lässt sich leider wohl nicht auf die reale Welt übertragen. Deshalb versuchen die Staaten mit dem Übereinkommen zum Erhalt der biologischen Vielfalt, kurz CBD, Artensterben und Umweltzerstörung zu stoppen. Bisher vergeblich. Jetzt steht eine neue Runde im Verhandlungspoker zur Rettung der Natur an. Einer, der für den WWF dabei ist, ist Florian Titze. Der Politologe hat für die Vereinten Nationen in New York internationale Verhandlungen zu unterschiedlichen Themen begleitet, bevor er zum WWF nach Berlin gewechselt ist und sich hier den Verhandlungen zur Biodiversitätskonvention widmet. Er gibt Einblicke in den „Plan zur Weltrettung“, erläutert, worauf es jetzt ankommt, und wir erfahren, wie er die Erfolgsaussichten dieses internationalen Pakts für die Natur einschätzt. Redaktion: Jörn Ehlers
Süße Sünde: Kakao und seine Nebenwirkungen01 Oct 202100:24:51
Schokolade steht hierzulande ganz oben auf der Liste der Lieblingsleckereien. Ungefähr 100 Tafeln von der „zartesten Versuchung“ verputzt jeder Deutsche, vom Baby bis zum Greis, pro Jahr. Angeblich führt der Konsum bei den Schokoliebhaber:innen zur Ausschüttung von Glückshormonen. Weniger glücklich dürften allerdings die Kakaobauern in Westafrika sein, denn viele von ihnen leben unter der Armutsgrenze, Kinderarbeit ist keine Ausnahme, und der Anbau der „braunen Bohnen“ verursacht einen tiefen ökologischen Fußabdruck. Wir schauen in dieser Episode von #ÜberLeben mit Kerstin Weber vom WWF hinter die Schokoladenseite der beliebten Süßigkeit. Die Agrarökologin arbeitet für Kakao-Projekt in Ecuador und sie beschreibt, was von Zertifizierungen zu halten ist, wo die Probleme liegen und vor allem was man besser machen kann. Wir erfahren, warum Schokoriegel nichts für Hunde sind und ob die „Speise der Götter“ tatsächlich als Aphrodisiakum zu empfehlen ist. Redaktion: Jörn Ehlers
Auf dem falschen Dampfer24 Sep 202100:27:38
Kreuzfahrten: Für die einen ein Traum, für die anderen eher ein Alptraum. Mehr als 400 dieser schwimmenden Hotelburgen schippern inzwischen über die Ozeane. Lange verzeichnete die Branche traumhafte Wachstumsraten. Was die Reeder freut, treibt Meeresschützern Sorgenfalten auf die Stirn. Denn die Umweltbilanz der weißen Flotte hat dunkle Flecken. Hoher Schadstoffausstoß, mäßige Energiebilanz und nicht von allen geliebte Horden von Tagestouristen, die Venedig, Dubrovik und andere Hafenstädten unsicher machen. Durch Corona fand der Boom der Traumschiffe ein jähes Ende. Zeit für eine Zwischenbilanz. Steht die Branche vor dem Untergang oder geht es jetzt wieder richtig los? Fällt die Ökobilanz der dicken Pötte wirklich so finster aus? Über die Zukunft der Kreuzfahrtindustrie und was sie besser machen kann, reden wir heute mit Sönke Diesener vom Naturschutzbund Deutschland. Der NABU beschäftigt sich seit Jahren mit den Schattenseiten der Branche. Redaktion: Jörn Ehlers Weitere Infos: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/verkehr/schifffahrt/kreuzschifffahrt/28648.html
Waldelefanten: Unsanfte Riesen17 Sep 202100:27:29
Man kann ihnen nicht entgehen. Sie sind die Helden unserer Kinderbücher, rauben den Eltern als "Benjamin Blümchen" oder "Dumbo" mit den Riesenohren den letzten Nerv und so mancher hat schon in Rüsseltier-gebrandeten Schuhen laufen gelernt. Die Rede ist natürlich von: Elefanten. Die Inder haben mit Ganesha sogar einen Gott mit Elefantenkopf und nicht nur sie faszinieren die sanften Riesen, auch wenn die Tiere außerhalb des Tempels oft nicht ganz so sanft sind. Einer, der davon erzählen kann, ist Thomas Breuer. Der Biologe hat fast 20 Jahre in Zentralafrika gelebt, geforscht und u.a. den Nouabalé-Ndoki Nationalpark in der Republik Kongo gemanagt, einem der letzten Rückzugsgebiete von Waldelefanten. Über den Überlebenskampf der Dickhäuter berichtet er in unserer heutigen Ausgabe von #ÜberLeben. Redaktion: Jörn Ehlers
Geld von Vater Staat10 Sep 202100:25:57
Es geht um Geld. Genauer gesagt um sehr viel Geld. Flugbenzin und Dieselprivileg, reduzierte Mehrwertsteuer auf Fleisch und Baukindergeld. Die Liste staatlicher Gelder, mit denen nicht nur die Bürgerinnen und Bürger beglückt werden, sondern durch die leider auch die Belastung der Umwelt befeuert wird, ist lang. Umweltschädliche Subventionen sind das Thema unserer heutigen Episode von #ÜberLeben. Eine neue Studie aus Großbritannien rechnet vor, dass solche staatlichen Zuschüsse weltweit jedes Jahr Schäden in Höhen von sechs Billionen Dollar anrichten. Auch in Deutschland ist das nicht anders. Über die Situation hierzulande reden wir heute gleich mit zwei WWF-Kolleg:innen: Viviane Raddatz. Sie leitet den Klimabereich und Matthias Kopp der zuständige Mann, wenn es um nachhaltige Finanzmärkte geht. Sie versuchen, ein wenig Licht in den Subventionsdschungel zu bringen und haben den einen oder anderen finanzpolitischen Vorschlag für die künftige Bundesregierung, um staatliche Gelder nachhaltiger einzusetzen. Redaktion: Jörn Ehlers https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Unternehmen/Impulspapier-Modernisierung-mutig-gestalten.pdf
Was, wenn wir einfach die Welt retten03 Sep 202100:28:16
Untergangs-Szenarien mag Frank Schätzing, das hat allein schon sein wohl erfolgreichster Roman „Der Schwarm“ bewiesen. Nun widmet er sich einem anderen drohenden Untergangs-Szenario – nämlich dem der Klimakrise. Anders als sein Meeres-Thriller ist sein neues Buch keine Fiktion. Leider. Aber er beschreibt, dass die Krise zu einem Happy End führen könnte, wenn wir jetzt und heute ausreichend gegensteuern. Wir sprechen mit Frank Schätzing über sein neues Buch „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“ Redaktion: Lea Vranicar
Klimakrise vor der Haustür27 Aug 202100:33:04
Gewaltige Brände am Mittelmeer. Sturzfluten in Deutschland. Die Klimakrise kommt nicht nur immer näher, sie ist bei uns vor der Haustür angekommen. Das zeigt nicht nur, wie wichtig es ist, die Erderhitzung zu begrenzen. Sondern auch, uns anzupassen – an die Folgen, die nicht mehr vermeidbar sind. „Die Natur ist keine Kulisse, sie ist unser Lebensraum“, sagt Beate Ratter, aktueller Gast in der aktuellen Episode von #ÜberLeben. Beate Ratter ist Professorin für Geografie an der Uni Hamburg und dem Helmholtz Zentrum Hereon in Geesthacht – und Expertin für das Thema Klimaanpassung. Redaktion: Lea Vranicar
Unter dem Pflaster liegt der Sand20 Aug 202100:22:13
"Wie Sand am Meer" ist eine Redensart, die eigentlich beschreibt, wenn etwas im Überfluss vorhanden ist. Doch das alte Bibelzitat verliert seine Bedeutung, denn der begehrte Rohstoff wird immer knapper. Die Jagd auf die Sandvorräte der Welt hat längst begonnen und wie das so ist mit der intensiven Nutzung von Rohstoffen: Natur und Umwelt ziehen dabei mal wieder den Kürzeren. In der heutigen Episode von ‚ÜberLeben berichtet Marianne Henkel über die Hintergründe und Zusammenhänge des internationalen „Sand-Deals“. Sie leitet für den WWF ein Projekt am Mekong. Das größten Fluss-Delta Asiens bekommt durch den massiven Sandabbau große Probleme. Redaktion: Jörn Ehlers
Nach der Flut ist vor der Flut13 Aug 202100:33:33
Mehr als 170 Tote und Sachschäden in Höhe von fast 30 Milliarden Euro. Das ist die vorläufige Schreckensbilanz des Hochwassers in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vor wenigen Wochen. Jetzt ist erst einmal Aufräumen angesagt. Doch wir müssen in unserer heutigen Folge von #ÜberLbeen auch darüber reden, wie man solche Katstrophen in Zukunft verhindern kann. Einer, der als direkt Betroffener dazu einiges beitragen kann, ist der langjährige WWF-Kollege Günther Mitlacher. Das Hochwasser setzte den Keller und das komplette Erdgeschoß seines Wohnhauses unter Wasser und spülte die halbe Einrichtung davon. Außerdem zu Wort kommt heute Astrid Eichhorn. Auch sie hat im Osten der Republik bittere Erfahrungen mit „Jahrhunderthochwassern“ sammeln müssen. In der Folge hat sie in den vergangenen Jahren an der Elbe ein Projekt geleitet, bei dem es darum ging, einen Deich zu verlegen und natürliche Überflutungsflächen für den Fluss zurück zu erobern. Redaktion: Jörn Ehlers
Billigfleisch auf glühenden Kohlen30 Jul 202100:29:52
Sommer, Sonne, Grillvergnügen. In unsere heutigen Ausgabe von #ÜberLeben widmen wir uns einer der sommerlichen Lieblingsbeschäftigungen der Deutschen: Rund ein Dutzend Mal pro Jahr wird in jedem Haushalt hierzulande der Rost befeuert. Dass Einweggrills und Alufolie nicht nur aus Umweltsicht Müll sind, haben wir mittlerweile schon gelernt, aber damit unser Ökogewissen beim Bruzeln im Freien nicht in Flammen aufgeht, sollte man auch auf ein paar andere Dinge achten. Denn Grillen ist eine ernste Angelegenheit. Zu Gast in der heutigen Episode sind Silke Oppermann, die für den WWF die Preise für Grillfleisch unter die Lupe genommen hat. Außerdem informiert "Holzdetektiv" Johannes Zahnen über Etikettenschwindel auf Grillkohlesäcken. Redaktion: Jörn Ehlers Weitere Infos: Marktanalyse Grillkohle https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-EU-Marktanalyse-Grillkohle-2020.pdf Analyse der Grillfleischpreise https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/fleisch/grillsaison-ist-billigfleischsaison
Aufstieg zum Plastikgipfel16 May 202400:30:39
Pro Minute landet ungefähr eine LKW-Ladung Plastikmüll in den Meeren. Inzwischen schwimmen in den Ozeanen wohl schon über 100 Millionen Tonnen Kunststoffmüll. Eine riesige Müllhalde, die nicht nur Seevögel, Robben und selbst Wale bedroht, sondern zunehmend unser Leben beeinträchtigt. Gesundheitliche Folgen sind wahrscheinlich, wirtschaftliche Konsequenzen, sei es bei der Fischerei oder im Tourismus, schon jetzt spürbar. Und das Schlimmste: Es ist offensichtlich, dass die Kunststofflawine weiter an Fahrt aufnimmt. Schätzungen gehen davon aus, dass sich die Belastung der Meere mit Mikroplastik – also den besonders kleinen Schnipseln - in wenigen Jahrzehnten verfünfzigfachen wird. Höchste Zeit, auf die Bremse zu treten. Immerhin: Die Vereinten Nationen basteln derzeit an einem globalen Abkommen, um das Problem anzugehen. Heute zu Gast bei 'ÜberLeben Laura Griestop. Die Verpackungsexpertin des WWF ist gerade aus Kanada zurück, wo sie an den Verhandlungen zu einem weltweiten Plastikvertrag teilgenommen hat. Sie berichtet heute über den Stand der Dinge und erläutert, was passieren muss, damit aus der Plastikflut kein Plastik-Tsunami wird. Redaktion: Jörn Ehlers Mehr Infos: https://www.wwf.de/themen-projekte/plastik/plastik-bedroht-oekosysteme
Streit ums Klima23 Jul 202100:25:57
Verharmlosen wir, wenn wir vom "KlimaWANDEL" sprechen? Oder übertreiben wir, wenn wir von der "KlimaKRISE" schreiben? Die Wahl der Wörter hat großen Einfluss darauf, wie wir wahrgenommen werden. Egal ob Wandel oder Krise – neutral zu kommunizieren geht quasi nicht, überall schwingen die eigenen Sichtweisen mit. Und im Netz? Dominieren oftmals die extremen Meinungen, moderate Stimmen schweigen. Darum geht es auch in der Forschung zur Klimakommunikation. Wir sprechen mit Michael Brüggemann über das Thema. Er ist Professor für Kommunikationswissenschaft, insbes. Klima- und Wissenschaftskommunikation und Projektleiter im Exzellenzcluster Climate, Climate Change and Society (CLICCS) der Uni Hamburg. Redaktion: Lea Vranicar
Hai-Alarm im Sommerloch16 Jul 202100:34:52
Es ist Ferienzeit und bei steigenden Temperaturen lassen die Nachrichten über Haisichtungen an Badestränden normalerweise nicht lange auf sich warten. Aber sind die Räuber der Meere wirklich so gefährlich wie ihr Ruf? Und wie leben sie eigentlich, was wissen wir über sie? In dieser Folge des #ÜberLeben Podcast sprechen wir mit Heike Zidowitz, Expertin für den Schutz von Haien und Rochen beim WWF Deutschland. Sie erzählt uns, warum die Tiere zu den am meisten gefährdeten Wirbeltieren unseres Planeten gehören, klärt über die Namensgebung von Zitronen- und Schokoladenhaien auf und verrät uns, was ein Revolvergebiss ist. Redaktion: Freya Duncker ### Zum Weiterlesen auf dem WWF Blog: - Haie und ihr Imagewandel — Die coolen Fische! https://blog.wwf.de/haie-imagewandel/ - Haie und Rochen in der Nordsee: https://blog.wwf.de/haie-rochen-nordsee/
Heiß! Kalt! Nass!09 Jul 202100:28:04
In Kanada und Südeuropa klettern die Temperaturen aktuell auf fast 50 Grad, selbst Finnland meldet einen neuen Hitzerekord. In Deutschland folgte auf die erste Hitzewelle direkt die Abkühlung mit Starkregen und Hagel. Wetterextreme, wohin man auch blickt. Sie kommen nicht von ungefähr: Die Klimakrise sorgt dafür, dass solche Extreme häufiger werden. Warum das so ist und welche Rolle ein „eiernder“ Jetstream dabei spielt, darüber sprechen wir heute mit Özden Terli. Er ist Meteorologe und Wetter-Moderator. Er sagt: Wir driften auf eine Zerstörung hin, die es in sich hat. Aber auch: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – denn noch wir können etwas tun, um die Erderhitzung zu begrenzen. Redaktion: Lea Vranicar https://blog.wwf.de/extremwetter-klimakrise/
Car(e)free durch die Stadt?02 Jul 202100:24:30
Städte und Klimaschutz – derzeit ist das noch ein zwiespältiges Verhältnis. Denn Städte sind weltweit für rund 70 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Heißt aber auch: Sie sind ein wichtiger Hebel, um die Klimakrise einzudämmen und damit gleichzeitig lebenswerter zu werden. Aber wie geht das? Wie wird eine Stadt klimafit – etwa Berlin? Darüber sprechen wir im #ÜberLeben Podcast mit Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Berlin. Sie sagt: Die radikalste Forderung ist nicht immer der radikalste Klimaschutz.
Fernweh25 Jun 202100:25:18
Nachdem Corona die Urlaubswelle im vergangenen Jahr arg ausgebremst hat, ist endlich wieder Koffer packen angesagt. Neustart für den Tourismus. Was Reisebüros und Hoteliers freut, macht Umweltschützern Sorgen, denn zum Massentourismus gehören leider oft auch Berge von Müll, Wasserknappheit und Verkehrsprobleme. Andererseits kann gerade der Tourismus helfen, Einkommen zu sichern, einmalige Paradiese zu bewahren und einen wesentlichen Beitrag zu Natur- und Artenschutz leisten. Vielen Gemeinden in Afrika, Asien oder Lateinamerika bieten gerade die Einnahmen aus einem sanften Tourismus eine Chance auf nachhaltige Entwicklung. Wie sieht der Urlaub der Zukunft aus? Wo sind die großen Herausforderungen und was können, Reiselustige tun, um ihren ökologischen Fußabdruck im Urlaubsparadies möglichst klein zu halten? Über diese Fragen reden wir diesmal in #ÜberLben mit Martina von Münchhausen. Sie kümmert sich beim WWF um das Thema Tourismus und entwickelt Perspektiven für die Zukunft des Reisens. Redaktion: Jörn Ehlers Ein paar weiterführende Links zum Thema Nachhaltiges Reisen: **Kompensation von Flugemissionen z.B:** www.atmosfair.de oder https://klima-kollekte.de **Anbieter von nachhaltigen Reisen z.B.:** www.wikinger-reisen.de oder https://forumandersreisen.de Zertifizierer von Reisen z.B.: www.tourcert.org oder www.travelife.info **Naturerlebnisreisen für Kinder und Jugendliche vom WWF Deutschland**: https://www.wwf.de/aktuell/kiju-camps/?gclid=EAIaIQobChMIqcDeqK-r8QIVWud3Ch3Lhg-6EAAYASAAEgJU1PD_BwE **Und sonst noch:** Der WWF-Souvenirratgeber https://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/umweltvertraeglich-reisen/der-wwf-souvenirfuehrer Reisen ohne Plastik https://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/umweltvertraeglich-reisen/wwf-ratgeber-reisen-ohne-plastik-zu-hinterlassen oder https://plastik.greenpeace.at/ratgeber/
Soja: Superfood mit Beigeschmack18 Jun 202100:25:35
Fieber11 Jun 202100:34:50
Die Klimakrise ist nicht nur der Eisbär, dem das Eis unter den Pfoten schmilzt. Sie ist der Hitzetag, der in Europa die Krankenhäuser füllt. Sie ist der Blütenstaub, der schon im Januar Allergien auslöst. Sie ist das West-Nil-Virus, das sich ausbreitet – auch zu uns. Die Erderhitzung wirkt sich unmittelbar auf unsere Gesundheit aus. Wir sprechen mit der Umweltmedizinerin Claudia Traidl-Hoffmann und der Wissenschaftsjournalistin Katja Trippel, die ein Buch zum Thema geschrieben haben: „Überhitzt – die Folgen des Klimawandels für unsere Gesundheit“. Redaktion: Lea Vranicar
Unter Strom04 Jun 202100:30:03
Früher kam der Strom aus der Steckdose. Das ist heute immer noch so, doch immer öfter kommt er auch aus Batterien oder Akus. Wenn die Elektromobilität weiter Fahrt aufnimmt, wird sich dieser Trend rasant verstärken. Werden die Speicher mit erneuerbaren Energien geladen, ist das gut für Luftqualität und CO2-Bilanz hierzulande. Doch der Batterieboom hat seine Schattenseiten. In den Speichern schlummern Rohstoffe, die in anderen Teilen der Welt oft alles andere als umwelt- oder sozialverträglich gefördert wurden. Zum Beispiel: Lithium, Kobald, Nickel und seltene Erden. Verlagern wir also unsere Ökosünden einmal mehr nur in andere, ärmere Länder? Und was muss passieren, damit der Wandel zur Elektromobilität nicht zum Bumerang wird?. Über diese Fragen reden wir im #ÜberLeben Podcast mit Tobias Kind-Rieper, dem Rohstoffexperten des WWF Deutschland. In dieser Funktion berät er unter anderem die Weltbank und die EU Kommission zu den ökologischen Folgen des Kleinbergbaus. Redaktion: Jörn Ehlers mailto:podcast@wwf.de
Patient Wald28 May 202100:34:08
Der Wald in Deutschland ist krank: Vier von fünf Bäumen haben lichte Kronen, und selten wurden so viele tote Stämme registriert wie im Jahr 2020. Trockenheit, Klimawandel und Borkenkäfer setzen dem Lieblingsrückzugsort vieler gestresster Großstädter heftig zu. Der Patient Wald kämpft ums Überleben. Doch was heißt das eigentlich, für die Arten, die im Wald leben, für das Klima und für uns alle? Ist das schon das Waldsterben 2.0? Diesen Fragen gehen wir in dieser Episode von #ÜberLeben im Gespräch mit Susanne Winter nach, die beim WWF für die Waldthemen zuständig ist und eigentlich gelernte Försterin ist. Sie erläutert, was schief läuft in den deutschen Forsten und was passieren muss, damit aus alten Bäumen uralte werden können. Redaktion: Rebecca Gerigk
Brennpunkt Kolumbien21 May 202100:24:33
Kolumbien kommt nicht zur Ruhe. Auch fünf Jahre nach der Unterzeichnung des Friedenvertrages zwischen der Regierung unter dem damaligen Präsidenten Santos und den Rebellen der Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) ist das südamerikanische Land zerrissen. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen in den vergangenen Wochen haben das einmal mehr vor Augen geführt. In dieser explosiven Lage ist der Schutz der einzigartigen Natur des Landes noch einmal eine besondere Aufgabe. Vielerorts herrscht Goldgräberstimmung. Die Abholzungsraten in Kolumbiens Amazonasgebiet sind zuletzt wieder stark gestiegen. Menschen, die sich dagegen wehren, leben gefährlich. Das Land gilt gerade für Naturschützer inzwischen als eines der gefährlichsten Länder der Welt. Über die Herausforderung eine Entwicklung im Einklang mit der Natur voranzubringen reden wir mit Julia Gorricho, die von Deutschland aus für den WWF eine Reihe Projekten in ihrem Heimatland koordiniert. Redaktion: Anne Thoma
Elefanten im diplomatischen Porzellanladen19 Apr 202400:29:30
Es war ein echter Aufreger: Botswanas Präsident Masisi will Deutschland 20.000 Elefanten schenken. Der Jubel über das dicke Präsent hielt sich allerdings in Grenzen, zumal der der afrikanische Politiker damit Kritik übte an einem auf EU-Ebene diskutierten Einfuhrverbot von Jagdtrophäen. Er traf mit seiner provokativen Aktion vielleicht nicht voll ins Schwarze, aber er brachte die hierzulande vorherrschende „Benjamin-Blümchen Romantik“ in Bezug auf das Zusammenleben mit wilden Tieren zumindest ein wenig ins Wanken. Einer, der über Elefanten in der Nachbarschaft einiges erzählen kann, ist Philipp Goeltenboth. Der leitet nicht nur die Afrika-Projekte des WWF Deutschland, sondern er ist sogar im Zoo, quasi Tür an Tür mit den Dickhäutern, aufgewachsen. Mit ihm reden wir heute über die Hintergründe des elefantösen Vorschlags, wie es um das Überleben der Jumbos insgesamt bestellt ist, und was passieren muss, damit Menschen und Tiere nicht nur in Afrika möglichst gut miteinander klar kommen. Redaktion: Jörn Ehlers
Von Spannern, Spinnern und Monarchen14 May 202100:30:30
Sie heißen "Brauner Bär" oder "Echter Sackträger". Manche gehören zur Familie der der "Eulen" und wieder andere gelten als "Monarchen". Die Rede ist nicht von Raubtieren, Greifvögeln oder Weihnachtsmännern. Nein. Wir reden über Schmetterlinge. Um die müssen wir uns Sorgen machen. Der Bestand an Insekten ging seit den 90er Jahren um etwa 75 Prozent zurück. Das traf nicht nur aber auch die bunten Flattermänner aus unseren Vorgärten. Wo sind sie geblieben die Pfauenaugen, Kohlweißlinge und Zitronenfalter? Dieser Frage gehen wir in der heutigen Episode von #ÜberLeben gemeinsam mit . Josephine Kuczyk nach. Die Biologin ist eine, die es wissen muss. Sie managt für den WWF das Projekt „Brommi“ am Schaalsee in Schleswig-Holstein. Dabei geht es darum, fünf deutsche Biosphärenreservate zu Modelllandschaften für den Insektenschutz weiter zu entwickeln. Sie selbst beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit Schmetterlingen und hat einiges über die Falter zu erzählen. Redaktion: Jörn Ehlers mailto: podcast@wwf.de Infos zu Feriencamps: **https://www.wwf.de/aktiv-werden/wwf-junior-und-jugend-camps** Mehr zu Faltern im Blog: **https://blog.wwf.de/schmetterlinge/**
Nach Donald Trump die Sintflut ?07 May 202100:27:24
Vier Jahre lang saß mit Donald Trump ein Mann im Weißen Haus, der die Klimakrise verharmlost bis geleugnet hat. Entsprechend sah seine Politik aus: Es gab wenig Geld für Umweltschutz, stattdessen Förderung für die Fossilen. Doch mit dem neuen Präsident Joe Biden hat auch der Klimaschutz in den USA wieder Fahrt aufgenommen. Schon im ersten Monat seiner Amtszeit hat er Amerika zurück ins Pariser Klimaabkommen und ein umfangreiches Klimapaket auf den Weg gebracht. Wir sprechen heute mit Miranda Schreurs über den Wandel in der US-Klimapolitik. Sie ist Professorin für Umwelt- und Klimapolitik an der TU München und war u.a. Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen. Als US-Amerikanerin, die nun schon lange in Deutschland lebt, kennt sie sowohl die amerikanische als auch die europäische Sicht auf Fragen zum Klimaschutz. Redaktion und Moderation: Lea Vranicar
Füttern verboten !30 Apr 202100:26:56
Die Zeiten, in denen unsere Vorfahren mit Speer und Keule loszogen, um Frischfleisch fürs Lagerfeuer zu besorgen sind lange vorbei. Heute regelt das Bundesjagdgesetz, wer, was, wann und wie erlegen darf. Aber auch dieses Gesetz hat schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel. Höchste Zeit, es zu überarbeiten und die Waidmänner und Frauen zu mehr Naturschutz zu verpflichten. Eine Novelle ist in Arbeit, doch ob es damit in dieser Legislaturperiode noch etwas wird, scheint zweifelhaft. Die Widerstände sind groß. Das Gesetz und das Spannungsfeld von Jagd und Naturschutz sind emotionale Themen, denen wir uns in unserer heutigen Ausgabe von #ÜberLeben unaufgeregt nähern wollen. Die Vorsitzende des Ökologischen Jagdverbandes, Elisabeth Emmert, und Moritz Klose vom WWF versuchen, Licht in die Debatte zu bringen und erläutern den Konflikt um Wald und Wild. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Abschied von der Currywurst23 Apr 202100:26:10
Die Fastenzeit liegt gerade hinter uns, Ramadan ist bald vorbei und jetzt kommt der WWF -pünktlich zum Start der Grillsaison - und sagt, wir sollen weniger Fleisch essen. Denn unser Ernährungsstil ist nicht nur schlecht für die Gesundheit sondern, wir haben es schon geahnt: Er überfordert auch unseren Planeten. Hat das große Fressen bald ein Ende? Wie sieht das Menü der Zukunft aus und müssen wir uns von der Currywurst verabschieden? Über den Speisezettel von morgen reden wir schon heute mit Tanja Dräger de Teran, Referentin für Ernährung und Landwirtschaft beim WWF. Sie hat ganz frisch einen neuen Report vorgelegt, in dem sich alles um die Frage einer nachhaltigen Ernährung dreht. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Von Wellen, Wind und Wattenmeer16 Apr 202100:33:50
Das Rauschen der Wellen, die Seeluft, der unendliche Horizont – das Meer ist für viele ein Sehnsuchtsort, der für Ruhe, Entspannung und Ferienspaß sorgt. Es gibt uns in jeder Hinsicht Luft zum Atmen und reguliert sogar unser Wetter. Doch wenn wir die Wasseroberfläche wie eine Decke anheben könnten, könnten wir das Ausmaß der Zerstörung sehen. "Wäre das Meer ein Mensch, müsste es dringend ins Krankenhaus, und zwar auf die Intensivstation", sagt Heike Vesper, Leiterin des WWF-Meeresschutzzentrums in Hamburg und Gast in der heutigen Episode von #ÜberLeben. Schon als Kind träumte sie davon, unter Wasser atmen zu können und seit 20 Jahren kämpft sie beim WWF für den Schutz der Ozeane. Gerade hat sie Ihre persönlichen Erfahrungen in dem Buch „Wenn wir die Meere retten, retten wir die Welt“ veröffentlicht. Wir sprechen mit ihr über Begegnungen mit Blauwalen und Oktopussen, die Ursachen der Probleme und die Möglichkeiten, Teil einer Lösung zu sein. Redaktion und Moderation: Freya Duncker Kommentare gerne auch an: podcast@wwf.de
Nashörner im Fadenkreuz09 Apr 202100:30:47
Vor 12.000 Jahren verschwand das Wollnashorn von diesem Planeten. Hauptgrund war die übermäßige Jagd. Ihre „Urenkel“, Breit- und Spitzmaulnashorn, könnte schon bald ein ähnliches Schicksal ereilen. Doch während die haarigen Dickhäuter einst vor allem wegen ihres Fleisches getötet wurden, haben es die Wilderer heute auf das Horn abgesehen. Die Schwarzmarktpreise in Asien steigen in immer unsinnigere Höhen und mit den Preisen wächst das Risiko für die Tiere in Afrika. Aus Angst vor Kriminellen sind einige Zoos sind dazu übergegangen, ihre Tiere nachts wegzuschließen, und selbst von Einbrüchen in Museen wird berichtet. In unserer heutigen Episode reden wir mit der Biologin Katharina Trump aus dem Artenschutzteam des WWF darüber, was passieren muss, um die Nashörner zu retten. Sie erzählt vom Kampf gegen Wilderei, illegalen Wildtierhandel und Aberglauben und sie berichtet, wie es schon einmal gelungen ist, eine fast verlorene Nashorn-Art vom Aussterben zu bewahren. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Alles Plastik26 Mar 202100:26:55
Mikroplastik ist überall: im Meer, im Boden, in der Luft – und in unserem Alltag. Forschende fanden die kleinen Kunststoffteilchen kürzlich erst in einer menschlichen Plazenta und in häufig konsumierten Muscheln. Aber wie kommt Mikroplastik eigentlich in die Natur und können wir die kleinen Teilchen wieder herausbekommen? In dieser Folge von #ÜberLeben dreht sich alles um die kleinen Plastikteile. Rebecca Gerigk spricht mit WWF-Mikroplastikexpertin Caroline Kraas darüber, was die Top 10 Quellen für Mikroplastik in Deutschland sind und warum man seine Waschmaschine immer vollladen soll. Redaktion und Moderation: Rebecca Gerigk
Schneeleopard: Vom Geist der Berge19 Mar 202100:32:14
Der Schneeleopard ist ein mythisches Tier. So gut wie nie bekommen Menschen ihn zu Gesicht. Seine Heimat liegt in den unwirtlichsten Hochgebirgsregionen Asiens, in einer Landschaft aus Fels und Eis. In der Mongolei nennt man ihn auch den Geist der Berge. Aber so abgeschieden und versteckt diese Großkatze auch lebt, sie ist bedroht: Wilderei, Rachetötungen und Klimawandel machen ihr und ihren Beutetieren zu schaffen. Markus Radday, Programmleiter beim WWF Deutschland für die Mongolei, berichtet von seinen Erlegnissen vor Ort und den Bemühungen des WWF zum Schutz der Großkatze. Eine besondere Rolle spielt auch die erste landesweite Zählung der Tiere, die nun abgeschlossen werden konnte - mit einem vielversprechenden Ergebnis. Redaktion und Moderation: Jürgen Matijevic
Fukushima: Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen12 Mar 202100:30:09
Fukushima: Ein Ortsname, der sich eingebrannt hat. Ähnlich wie bei 9/11, dem Wahlsieg Donald Trumps oder dem Tod von Lady Di erinnert sich so ziemlich jeder, wo er zum Zeitpunkt des Ereignisses gewesen ist. Zehn Jahre ist es inzwischen her, dass ein Erdbeben, ein Tsunami und die dadurch verursachte Atomkatastrophe die Welt nicht nur in Japan nachhaltig veränderte. Einer, der sich auch noch sehr genau daran erinnern kann, wo er im März 2011 war, ist heute beim ÜberLeben Podcast zu Gast: Felix Matthes. Er ist Wirtschaftswissenschaftler am Öko-Institut und Spezialist in energiepolitischen Fragen. In dieser Funktion berät er nicht nur die Bundesregierung – wie zuletzt als Mitglied der sogenannten Kohlekommission, sondern er zeichnet auch verantwortlich für diverse WWF-Studien und Positionspapiere zu klima- und energiepolitischen Fragestellungen. Felix Matthes war 2011 in Tokio als 250 Kilometer weiter südlich die Reaktoren in Fukushima außer Kontrolle gerieten. Wir reden mit ihm über Energiepolitik in Japan, die Zukunft der Kernenergie und den Stand der Energiewende in Deutschland. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Wir müssen über Geld reden !05 Mar 202100:32:00
Während bei Friseuren, Gastwirten und Kulturschaffenden in Zeiten von Corona Ebbe in der Kasse herrscht, wissen andere nicht wohin mit der Marie. Reisen, Shoppen, Kino oder Konzert. Alles ausgefallen. Durch Mehrausgaben für Nudeln und Toilettenpapier war das schwerlich auszugleichen. Die Folge: Die Deutschen sparten im vorigen Jahr 330 Milliarden Euro und legten damit noch einmal gut 100 Milliarden mehr auf die hohe Kante als ein Jahr zuvor. Wohin mit dem Geld, wenn man sicher stellen möchte, dass die Mittel nicht in Raubbau, Umweltzerstörung und ausbeuterische Firmen fließen? Was kann man mit Ersparnissen machen, um sie möglichst „grün“ anzulegen. Darüber reden wir heute mit Vanessa Bolmer, einer ehemaligen Bankerin, die es vor einigen Monaten nicht an die Wallstreet, sondern in die Reinhardtstraße zum WWF verschlagen hat. Dort kümmert sie sich um nachhaltige Finanzen. Unser zweiter Gast, Hermann Josef Tenhagen, hat das Reden über Geld als Chefredakteur von Finanztip seinem Beruf gemacht. Zusammen mit ihnen versuchen wir ein wenig Licht in den Dschungel nachhaltiger Finanzprodukte zu bringen. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers
Alles wird gut!05 Apr 202400:31:17
Der Atommüll landet in Bayern, ein Superantibiotikum sorgt für den medizinischen Fortschritt, Umweltsünder stehen vor Gericht, und Garagen verwandeln sich in „Tiny Houses“. Alles wird gut - nur anders. Das ist der Titel eines neuen Buches von Rainer Griesshammer, in dem der Sachbuchautor einen Blick in die Öko-Glaskugel wirft und seine Vision vom Leben im Jahr 2037 entwickelt. Der Chemiker war lange Wissenschaftler am Öko-Institut in Freiburg, beriet in mehreren Kommissionen die Bunderegierungen zu Umweltfragen und erhielt 2010 – zusammen mit Michail Gorbatschow - den Deutschen Umweltpreis, und er ist heute bei #ÜberLeben zu Gast. Mit ihm reden wir u.a. über Solarautos, künstliche Intelligenz und Kellnerjobs für Roboter. Redaktion: Jörn Ehlers Mehr zum Buch: https://www.oekom.de/buch/alles-wird-gut-nur-anders-9783987260872
Enigma: Das Nazi-Rätsel auf dem Meeresgrund12 Feb 202100:26:55
Heute steigen wir ein in die Tiefen der gar nicht so tiefen Ostsee. Auf dem Meeresgrund liegen nicht nur versunkene Schiffswracks, tonnenweise Waffen und Munition aus dem zweiten Weltkrieg, sondern auch unzählige verlorene Fischernetze. Eine gefährliche Mischung. Bei der Bergung dieser Geisternetze machte Florian Huber, einer unserer Taucher, eine ungewöhnliche Entdeckung. Ihm ging eine ENIGMA, eine Chiffriermaschine der Nazis ins Netz. Wir fragen den Berufstaucher und Unterwasserarchäologen wie es dazu kam und was es sonst noch so auf dem Boden der Ostsee zu entdecken gibt. Wir erfahren, wie der Schrott geborgen wird, was Sporttaucher tun können und dass die alten Dechiffriermaschinen angeblich selbst das Interesse der Rolling Stones geweckt haben.
Rot, röter, Rote Liste29 Jan 202100:27:21
Rot, röter, Rote Liste. Die Zahl der wilden Tiere und Pflanzen geht rasant in den Keller. Die Zahl an Fischen, Vögeln, Säugetieren und Insekten hat sich in weniger als zwei Generationen mehr als halbiert! Der Mensch wird offenbar einsam auf dem Raumschiff Erde. Begleitet wird er allenfalls noch von Kühen, Schafen Ziegen und Hühnern. Deren Zahl nimmt immer noch zu und übersteigt die ihrer wilden Verwandten inzwischen etwa um das 15Fache. Ablesen kann man das auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Was es mit dieser „Todesliste“ auf sich hat und wer drauf steht, darüber reden wir heute mit der Biologin Anne Hanschke. Sie beobachtet die „Inventur im Tierreich“ seit Jahren und kann erläutern, wer aktuell die Gewinner und Verlierer auf der Arche Noah der bedrohten Arten sind. Redaktion und Moderation: Jörn Ehlers mailto:podcast@wwf.de
Auf den Stoßzahn gefühlt22 Jan 202100:27:26
Diesmal geht es bei #ÜberLeben um Elfenbein und wie man Schmugglern auf die Spur kommt. Gastmoderatorin Madlen Ziege fühlt Stephan Ziegler auf den Zahn, der eine Datenbank für Elfenbein aufgebaut hat. Er berichtet von seiner Arbeit und erläutert, wie sich z.B. das Alter von beschlagnahmten Schnitzereien bestimmen lässt. Wir erfahren, warum das wichtig ist und wieso Elfenbein-Schmuggler in einem Prozess in Deutschland relativ glimpflich davon gekommen sind.
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