Immer montags sprechen wir ΓΌber das, was die Welt im Innersten zusammenhΓ€lt: Geld, Macht, Gerechtigkeit. Warum kann ich mir kein Haus leisten? Wie wird eine Stadt klimaneutral? Kann ich Cannabis bald im Laden kaufen? Und muss die Wirtschaft wirklich stΓ€ndig wachsen? Alle 14 Tage untersuchen Carla Neuhaus, Zacharias Zacharakis und Jens TΓΆnnesmann ein wirtschaftliches PhΓ€nomen und fragen sich: Ist das eine Blase? Oder bleibt das? Immer mit einem Gast β und einem Tier.
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Wann endet diese verdammte Γlkrise?
Episode 135
Monday, September 28, 2026 β’ Duration 41:45
Der Bundestag hat erneut einen Tankrabatt beschlossen, auch ein
Spritpreisdeckel kΓΆnnte bald folgen. Beide MaΓnahmen sind umstritten β
und sie Γ€ndern wenig daran, dass die Blockade der StraΓe von Hormus das
Γl verknappt und teurer macht. Wann also ist mit einer Entspannung der
Preise zu rechnen? Oder bleiben Sprit und HeizΓΆl dauerhaft teuer?
Darum geht es in der neuen Folge von Β»Ist das eine Blase?Β«, dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT. Zu Gast ist in dieser Folge der
ZEIT-Korrespondent Thomas Fischermann, der zurzeit am Persischen Golf
recherchiert. Er berichtet ΓΌber die Lage in der StraΓe von Hormus seit
Monaten und beschΓ€ftigt sich seit vielen Jahren mit der Globalisierung.
Im Podcast berichtet er davon, wo in der Welt sich die Folgen der
Γlkrise besonders deutlich zeigen, wer die Gewinner und wer die
Verlierer der Entwicklungen auf dem Γlmarkt sind und wie die
ΓΆlfΓΆrdernden Staaten im Nahen Osten reagieren, um neue Handelsrouten zu
erschlieΓen. Und er verrΓ€t, wessen Γl trotz der Blockade die StraΓe von
Hormus passiert β und wie viel es tatsΓ€chlich weiterhin ist.Β
AuΓerdem diskutieren die Hosts Jens TΓΆnnesmann und Zacharias Zacharakis
mit Fischermann darΓΌber, wann die weltweite Γlnachfrage ihren HΓΆhepunkt
erreichen und wieder sinken kΓΆnnte, wie der Γlmarkt eigentlich
funktioniert und ob die Γlkrise ein weiteres Indiz fΓΌr das Ende der
Globalisierung ist β oder ob sich der freie Handel am Ende doch als
stΓ€rker erweist als etwa politische ExportbeschrΓ€nkungen.Β Β
Β»Ist das eine Blase?Β« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens TΓΆnnesmann und
Zacharias Zacharakis ΓΌber das, was die Welt im Innersten zusammenhΓ€lt:
Geld, Macht und Gerechtigkeit.Β
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Wie gefΓ€hrlich wird der Erfolg der AfD fΓΌr die Wirtschaft?
Episode 134
Monday, September 14, 2026 β’ Duration 50:52
Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD 43,8 Prozent der
Stimmen geholt, obwohl der dortige Verfassungsschutz als βgesichert
rechtsextremistischβ einstuft. Und auch in Mecklenburg-Vorpommern, wo am
Wochenende gewΓ€hlt wird, rechnet sich die Partei gute Chancen aus. FΓΌr
die Wirtschaft sind das keine guten Nachrichten β etwa, weil kΓΌnftig
noch mehr FachkrΓ€fte fehlen, wenn Zugewanderte das Land verlassen
sollen, wie es die Partei fordert. βWenn die AfD das so umsetzen wΓΌrde,
wΓΌrde das dem Land wirtschaftlich und auch in anderen Bereichen
schadenβ, sagt der Γkonom Joachim Ragnitz.
Der stellvertretende Leiter der Dresdner Niederlassung des ifo-Instituts
ist zu Gast in der neuen Folge von βIst das eine Blase?β, dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT ΓΌber Geld, Macht und Gerechtigkeit. Joachim
Ragnitz forscht nicht nur seit Jahren zur Wirtschaft in Ostdeutschland,
er lebt auch selbst schon lange in Sachsen-Anhalt. Dass die AfD dort
ebenso wie in Mecklenburg-Vorpommern so viel Zuspruch erfΓ€hrt, erklΓ€rt
er sich so: βDie Leute sind unzufrieden mit der allgemeinen politischen,
wirtschaftlichen Situation.β Ihre Wahlentscheidung sei da vor allem
Protest gegen die etablierten Parteien. Das AfD-Programm hΓ€tten
wahrscheinlich die wenigsten gelesen, meint Ragnitz.
In beiden BundeslΓ€ndern schwΓ€chelt die Wirtschaft. In Sachsen-Anhalt ist
zwar ΓΌber die letzten Jahrzehnte viel passiert, sagt Ragnitz. Doch mit
der Chemie steckt die wichtigste Branche des Landes in der Krise. Der
einzige Sektor, der boomt, sei die Gesundheitswirtschaft β getrieben
durch den demografischen Wandel. Ein nennenswertes Wachstum generiert
die Branche allerdings nicht. Hinzu kommen Fehler der Vergangenheit,
sagt Ragnitz. In den Neunzigern habe das Bundesland stark ΓΌber seine
VerhΓ€ltnisse gelebt und hohe Schulden gemacht β mit der Folge, dass bis
heute das Geld fΓΌr wichtige Investitionen fehlt, etwa in eine bessere
Infrastruktur.
In Mecklenburg-Vorpommern wiederum hΓ€ngt vieles an den Werften und dem
Tourismus, was sich beides aber an der KΓΌste konzentriert. Auch da ist
die Unzufriedenheit der Menschen in vielen Landesteilen groΓ. Zu tun
habe der Erfolg der AfD aber auch mit der Bundespolitik, meint Joachim
Ragnitz. Was aber heiΓt das fΓΌr die Diskussion ΓΌber das laufende
Reformpaket? Und was muss passieren, damit die Wirtschaft wieder stΓ€rker
wΓ€chst? Auch darum geht es in dieser Folge.
Zu Gast bei den beiden Hosts Carla Neuhaus und Jens TΓΆnnesmann ist neben
dem ifo-Forscher Ragnitz der ZEIT-Kollege Marc Widmann, der ΓΌber seine
Recherchen in Sachsen-Anhalt berichtet. Sein StΓΌck, in dem er erklΓ€rt,
wie Unternehmer dort auf die AfD blicken, kΓΆnnen Sie hier nachlesen.
Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
Wochen montags diskutieren die Hosts Carla Neuhaus, Jens TΓΆnnesmann und
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MΓΌssen wir bald weniger Steuern zahlen?
Episode 133
Monday, August 31, 2026 β’ Duration 46:54
Die Steuern sollen sinken, die Menschen sollen mehr Netto vom Brutto
haben. Deshalb wollen SPD und Union die Einkommensteuer reformieren. Vor
allem kleine und mittlere Einkommen will die Bundesregierung entlasten.
Eine entsprechende Reform kΓΆnnte die Regierung noch diese Woche auf den
Weg bringen.
Das klingt gut, aber wie viel kommt am Ende wirklich bei den Menschen
an? Das klΓ€ren wir in der neuen Folge von βIst das eine Blase?β, dem
ZEIT-Wirtschaftspodcast ΓΌber Geld, Macht und Gerechtigkeit.
Die Einkommensteuer ist die wichtigste Steuer in Deutschland. Die
meisten BΓΌrgerinnen und BΓΌrger mΓΌssen sie zahlen, sie macht etwa ein
Drittel des Steueraufkommens aus. Allerdings sind auch die Ausgaben des
Staates hoch. Die ΓΆffentlichen Haushalte von Bund, LΓ€ndern und Gemeinden
weisen ein hohes Defizit auf, gleichzeitig steigen die Ausgaben etwa fΓΌr
Verteidigung und Soziales.
βDie Regierung hat momentan kein Geld fΓΌr Steuerentlastungenβ, sagt der
Γkonom Stefan Bach vom Deutschen Institut fΓΌr Wirtschaftsforschung, DIW
Berlin. Trotzdem hat Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) Entlastungen
versprochen und will sie mit einer Steuerreform mΓΆglich machen. Wie das
zusammenpasst, erklΓ€rt Bach, der in dieser Folge unser Gast ist. Er ist
einer der profiliertesten Steuerexperten des Landes und sagt, Steuern
hΓ€tten ihn schon im Studium fasziniert. Beim DIW beschΓ€ftigt er sich
damit bereits seit ΓΌber drei Jahrzehnten.
Bach hat die PlΓ€ne fΓΌr die Einkommensteuerreform der Bundesregierung
genau analysiert und sagt: βDie Entlastung der arbeitenden Mitte fΓ€llt
aus. Im Gegenteil haben wir sogar eine leichte Belastung in der Mitte.β
Nur wie kommt das? Und was bringt die geplante Reform dann ΓΌberhaupt
einer Familie mit zwei Kindern? Was heiΓt sie fΓΌr einen Single? Das
klΓ€ren wir in dieser Folge mit Stefan Bach.
Ist das eine Blase? ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
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Was bringt es, wenn wir den Zivildienst wiederbeleben?
Episode 132
Monday, August 17, 2026 β’ Duration 51:37
Ob in Kitas oder Jugendeinrichtungen, Pflegeheimen oder KrankenhΓ€usern:
Es fehlt an Personal β und mit dem demografischen Wandel dΓΌrfte die
LΓΌcke weiterwachsen. KΓΆnnte es also helfen, wenn der Zivildienst im
Falle einer Wehrpflicht reaktiviert wΓΌrde? Welche ΓΆkonomischen Folgen
hΓ€tte das? Was hΓ€tten diejenigen davon, die den Dienst leisten mΓΌssten β
und wie denken sie ΓΌberhaupt darΓΌber?
Darum geht es in der neuen Folge des Wirtschaftspodcasts Β»Ist das eine
Blase?Β«, des Podcasts der ZEIT ΓΌber Geld, Macht und Gerechtigkeit.
Anlass der Debatte ist, dass das Bundesfamilienministerium sich auf eine
mΓΆgliche WiedereinfΓΌhrung des Zivildienstes vorbereitet, sollte die
Wehrpflicht reaktiviert werden. DafΓΌr befragte das Ministerium 23
VerbΓ€nde und Organisationen zu ihren KapazitΓ€ten.
Wen das Ministerium offenbar nicht befragt hat, sind diejenigen, die der
Zivildienst betreffen wΓΌrde. Das berichtet im Podcast jedenfalls Amy
Kirchhoff. Β»Wir wΓΌnschen uns, dass die Jugendlichen gehΓΆrt werden, die
wissen am besten, was sie brauchen und was sie wollenΒ«, sagt die
GeneralsekretΓ€rin der BundesschΓΌler*innenkonferenz. Sie persΓΆnlich
bewerte einen zivilgesellschaftlichen Dienst positiv, sagt die
19-JΓ€hrige, allerdings sei es viel wichtiger, zunΓ€chst Angebote zu
verbessern, die auf Freiwilligkeit setzten.
Zu Gast ist auΓerdem Joachim Rock, der HauptgeschΓ€ftsfΓΌhrer des
ParitΓ€tischen Gesamtverbandes, unter dessen Dach bundesweit mehr als
10.000 Mitgliedsorganisationen vereint sind. Im Podcast spricht Rock
darΓΌber, wie groΓ deren Bedarf an ArbeitskrΓ€ften ist. Er erklΓ€rt, warum
er sich nicht so sehr auf die mΓΆgliche WiedereinfΓΌhrung des
Zivildienstes freut, sondern eher Bedenken hat und vor allem auf
freiwillige Dienste setzt, die aus seiner Sicht gestΓ€rkt werden sollten.
Rock sagt aber auch: Β»Wenn das kommt, dann bieten wir selbstverstΓ€ndlich
die MΓΆglichkeit an, einen solchen Zivildienst abzuleisten.Β«
In der Folge sprechen die beiden Hosts auch mit Clara Suchy aus dem
Wirtschaftsressort der ZEIT, die recherchiert hat, warum ein
verpflichtender Ersatzdienst zu einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung
fΓΌhren, sich aber dennoch lohnen kΓΆnnte.
Β»Ist das eine Blase?Β« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
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Neuer Podcast: "Mission Kanye β ein Stadion fΓΌr eine Nacht"
Episode 131
Saturday, August 8, 2026 β’ Duration 01:41
HΓΆren Sie den neuen Doku-Podcast der ZEIT unter www.zeit.de/mission und
ΓΌberall, wo es Podcasts gibt.
Klodian Makashi soll ein Konzert des umstrittenen Rappers Kanye West in
Albanien organisieren. Das Problem: Es gibt kein Stadion im Land, das
groΓ genug ist. Seine LΓΆsung: Dann bauen wir halt eins. FΓΌr eine einzige
Nacht β und in zwei Monaten.Β
Zwischen GrΓΆΓenwahn, moralischen Fragen und Massenprotesten beginnt ein
riskantes Mega-Projekt.
"Mission Kanye" finden sie hier auf Apple Podcasts und hier auf Spotify.
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Ist die deutsche Autoindustrie am Ende?
Episode 130
Monday, August 3, 2026 β’ Duration 49:58
Die schlechten Nachrichten aus dem Autoland Deutschland nehmen kein
Ende. Die Gewinne der Unternehmen schrumpfen. Volkswagen und BMW
streichen mehr Stellen denn je. Mercedes fordert von seinen
BeschΓ€ftigten, lΓ€nger zu arbeiten β bei gleichem Lohn. Der AbwΓ€rtstrend
in der wichtigsten deutschen Industriebranche hΓ€lt an, nun schon seit
mehreren Jahren. Und die Konkurrenz aus China, die den hiesigen
Herstellern am stΓ€rksten zusetzt, wird stΓ€rker und stΓ€rker.Β
AllmΓ€hlich kann man zu der Γberzeugung gelangen, dass die
Autounternehmen aus dieser Krisenspirale kaum mehr herauskommen. Zu
vielschichtig sind die Probleme, zu groΓ die Herausforderungen durch
Transformation und neue Wettbewerber. Ist die deutsche Autoindustrie
also am Ende? Darum geht es in der neuen Folge von Β»Ist das eine
Blase?Β«, dem Wirtschaftspodcast der ZEIT ΓΌber Geld, Macht und
Gerechtigkeit.Β
Β»Das ist keine normale Konjunkturdelle, sondern eine grundlegende
strukturelle VerschiebungΒ«, sagt der ZEIT-Wirtschaftsredakteur Max
HΓ€gler, der seit vielen Jahren ΓΌber die Autoindustrie berichtet und in
dieser Folge erzΓ€hlt, was er bei seinen Recherchen in China ΓΌber den
wichtigsten Konkurrenten der deutschen Industrie erlebt und gelernt hat.
Β»China ist kein kurzfristiger Effekt, sondern ein langfristiger Faktor
mit Plan, Strategie und hoher BestΓ€ndigkeit.Β«
Im GesprΓ€ch erklΓ€rt er, wie die Autobauer in diese vertrackte Lage
geraten sind und was ihre Probleme fΓΌr die deutsche Volkswirtschaft
bedeuten. AuΓerdem sprechen wir darΓΌber, wie die Konzerne die
Herausforderungen doch noch meistern kΓΆnnten.Β
Β»Ist das eine Blase?Β« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
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Wie werden wir wieder innovativ?
Episode 129
Monday, July 20, 2026 β’ Duration 01:09:38
Stellenabbau, Insolvenzen, Angst: Deutschlands Wirtschaft steckt in der
Krise. Und obwohl neue Technologien fΓΌr neues Wachstum sorgen kΓΆnnten,
stockt der Fortschritt. Industriefirmen verlagern ihre
Forschungsabteilungen ins Ausland, die Zahl der sehr innovativen Firmen
schrumpft und die InnovationsaktivitΓ€t im Mittelstand ist in den
vergangenen 20 Jahren deutlich zurΓΌckgegangen.Β
Deutschland, das Land der Erfinder? Vielleicht noch hier und dort.
Aber wie kΓΆnnen wir wieder innovativer werden? Welche Rolle kann der
Staat dabei spielen? Wie sehr hilft dabei kΓΌnstliche Intelligenz β und
haben wir im Wettlauf um KI ΓΌberhaupt noch eine Chance?
Darum geht es in der neuen Folge von βIst das eine Blase?β, dem
Wirtschaftspodcast der ZEIT. Die Hosts Carla Neuhaus und Jens TΓΆnnesmann
haben einen ungewΓΆhnlichen BehΓΆrdenchef zu Gast: Den Unternehmer Rafael
Laguna de la Vera, der seit 2020 die Bundesagentur fΓΌr
Sprunginnovationen SPRIND leitet. Ihr Ziel: bahnbrechende Technologien
finanzieren und anschieben, βdie das Potenzial haben, unser Leben von
Grund auf zu verbessern.β
Der 62-JΓ€hrige sagt, es werde zwar noch immer viel erfunden in
Deutschland. Aber viel zu selten wΓΌrde daraus eine GeschΓ€ftsidee, ein
Unternehmen. Im GesprΓ€ch erzΓ€hlt er, wie seine Agentur arbeite, wie sie
Innovationen beschleunigen will und warum sie gerade deutschlandweit
rund 30.000 VerbesserungsvorschlΓ€ge gesammelt hat. AuΓerdem verrΓ€t
Laguna, was ihn antreibt: Es gehe darum, sich eine Zukunft vorzustellen,
βin die Sie reinleben wollen, die Sie Ihrer Familie und allen gΓΆnnen,
die da nachkommen, aber auch uns selberβ, sagt er. βUnd wenn man sie
sich vorstellen kann, dann kann man sie auch machen.β
AuΓerdem ist Johanna JΓΌrgens zu Gast. Die Redakteurin aus der
Wirtschaftsredaktion der ZEIT erklΓ€rt, wie abgehΓ€ngt Deutschland in
puncto KI wirklich ist und wo es noch eine Chance zum Aufholen gibt.
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Wird die SPD jetzt wirtschaftsfreundlich?
Episode 128
Monday, July 6, 2026 β’ Duration 01:02:14
Β»Deutschland ist ein starkes LandΒ«, das betonte Bundesarbeitsministerin
BΓ€rbel Bas (SPD) nach dem Koalitionsausschuss vergangene Woche. Bei dem
Treffen hatten sich die Regierungsparteien auf umfangreiche Reformen
geeinigt β zu Steuern, Arbeit und Gesundheit. Damit Deutschland so stark
bleibe, meinte Bas, mΓΌssten sich jetzt Β»eben auch alle
bewegenΒ«.Β Allerdings gilt das besondersΒ fΓΌr die Mitglieder ihrer Partei,
die von vielen Unternehmerinnen und Unternehmern zuletzt oft scharf
kritisiert wurde.
Bewegen musste sich die SPD zum Beispiel bei den Regelungen zur
Krankschreibung. Wer krank ist, soll kΓΌnftig schon ab dem ersten Tag ein
Attest vom Arzt brauchen. Das akzeptierte die SPD auf Druck der Union.
Es gilt ebenso fΓΌr die Lockerung beim KΓΌndigungsschutz fΓΌr Hochverdiener
sowie fΓΌr die Ausweitung der MΓΆglichkeit, ArbeitsverhΓ€ltnisse zu
befristen. Ein Ende der Minijobs, wie es sich die SPD gewΓΌnscht hatte,
verhinderte wiederum die CSU. Sie wollte damit Unternehmen in Schutz
nehmen, die auf diese Weise gΓΌnstig und flexibel KrΓ€fte einstellen
kΓΆnnen. All das legt die Frage nahe: Wird die SPD jetzt
wirtschaftsfreundlich?Β
DarΓΌber sprechen wir in dieser neuen Folge von Β»Ist das eine Blase?Β«,
dem ZEIT-Wirtschaftspodcast ΓΌber Geld, Macht, Gerechtigkeit. Die beiden
Hosts Carla Neuhaus und Jens TΓΆnnesmann sprechen darin mit Roman
Pletter, dem Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT. Er sagt, es sei
schon ein Wert an sich, dass sich die Regierung ΓΌberhaupt auf etwas
geeinigt habe. Gelungen sei das eben auch, weil die SPD ΓΌber ihren
Schatten gesprungen sei. AuΓerdem ordnet er ein, was die Einigung der
Koalition fΓΌr die Wirtschaft bedeutet und wie sehr die MaΓnahmen zu
einem Wirtschaftsaufschwung beitragen kΓΆnnten.
Zu Gast ist auΓerdem die Unternehmerin und KI-Expertin Nora Heer, die
VizeprΓ€sidentin des Wirtschaftsforums der SPD ist, eines von der Partei
unabhΓ€ngigen, aber ihr nahestehenden unternehmerischen Berufsverbands.
Heer sagt, sie habe sich bewusst in der Partei engagieren wollen, weil
das Land in einer Polykrise stecke und sie nicht mehr nur am Rand stehen
und meckern wolle. Sie sagt, man habe in der Partei verstanden, wie groΓ
der Handlungsdruck sei, und sieht in der SPD den Willen zur stΓ€rkeren
Kooperation mit der Wirtschaft. Wie groΓ aber sind die WiderstΓ€nde?
Welche Kompromisse sind nΓΆtig? Und was mΓΌsste passieren, damit die SPD
etwa bei Start-up-GrΓΌndern wieder punkten kann? Auch um diese Fragen
geht es in der neuen Folge.
Β»Ist das eine Blase?Β« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
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Brauchen wir den RasenmΓ€her fΓΌr die Subventionen?
Episode 123
Monday, June 22, 2026 β’ Duration 01:01:30
15 Prozent auf alles: Nach diesem Motto wΓΌrden manche Politiker gerne
staatliche Subventionen kΓΌrzen, um zum Beispiel eine Reform der
Einkommensteuer zu finanzieren. Aber was bringt die sogenannte
RasenmΓ€hermethode wirklich und kann sie funktionieren? Ist es gerecht,
alle SteuervergΓΌnstigungen und Finanzhilfen pauschal zu kΓΌrzen β und ist
es ΓΌberhaupt mΓΆglich?
Auch ganz pauschal wird infrage gestellt, wozu Subventionen ΓΌberhaupt
gut sind, zumal auf Anhieb den wenigsten Menschen klar ist, wohin in
Deutschland das meiste Staatsgeld flieΓt β und um wie viele Milliarden
es dabei ΓΌberhaupt geht. Ist es nicht riskant, an dieser Stelle zu
sparen, wΓ€hrend Staaten wie China ihre Unternehmen massiv bezuschussen?
Darum geht es in der neuen Folge des ZEIT-Wirtschaftspodcasts Β»Ist das
eine Blase?Β« Die ZEIT-Redakteurin Anne-Sophie Lang erlΓ€utert in der
Folge, auf wie viele Milliarden sich staatliche Subventionen in
Deutschland inzwischen belaufen, wie sehr sie gestiegen sind und warum
etwa die Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen aktuell zur Debatte
steht.
Β»Man kann Strukturwandel nicht aufhaltenΒ«
Die Hosts Zacharias Zacharakis und Jens TΓΆnnesmann diskutieren auΓerdem
mit dem Γkonomen Lars Feld. Feld leitet das Walter Eucken Institut an
der UniversitΓ€t Freiburg und war lange Mitglied des SachverstΓ€ndigenrats
zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, von 2022 bis
zum Bruch der Ampelkoalition 2024 beriet er auΓerdem den damaligen
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP).
Im GesprΓ€ch beschreibt Feld, warum es so schwierig ist, die Menschen vom
Subventionsabbau zu ΓΌberzeugen, um etwa die Einkommensteuern zu senken:
Β»Die, die getroffen sind, schreien laut β und die, die begΓΌnstigt sind,
freuen sich leiseΒ«, sagt Feld. Dennoch sei es gefΓ€hrlich, an
Subventionen fΓΌr Industriejobs festzuhalten, die in Deutschland wenig
Zukunft haben. Β»Man kann einen Strukturwandel, der so fundamental ist,
nicht aufhalten.Β« Besser sei es, wenn der Staat die Grundlagenforschung
fΓΆrdere, die Ansiedlung neuer Industrien ermΓΆgliche und Arbeitnehmer fΓΌr
neue Jobs qualifiziere.
AuΓerdem erklΓ€rt Feld, warum das Walter Eucken Institut in einer Studie
fΓΌr die Stiftung Familienunternehmen die Subventionen des Bundes etwa
dreimal so hoch ansetzt wie das Bundesfinanzministerium. Er Γ€uΓert sich
zum Steuerkonzept des DGB, das unter anderem vorsieht,
SteuervergΓΌnstigungen bei der Erbschaftsteuer abzuschaffen. Γberdies
verrΓ€t der Γkonom, welche Subventionen aus seiner Sicht am besten gleich
ganz gestrichen werden sollten.
Β»Ist das eine Blase?Β« ist der Wirtschaftspodcast der ZEIT. Alle zwei
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MΓΌssen wir immer weiter wachsen?
Episode 122
Monday, June 8, 2026 β’ Duration 49:27
Deutschland steckt seit Jahren in einer wirtschaftlichen SchwΓ€chephase.
Die Wirtschaft wΓ€chst kaum, Unternehmen investieren zurΓΌckhaltend, viele
Menschen sorgen sich um ihren Wohlstand. Angesichts dieser Lage kann man
sich fragen: Braucht unsere Gesellschaft tatsΓ€chlich immer mehr Wachstum
β oder wΓ€re ein Leben ohne Wachstum mΓΆglich?
Mit dieser Frage beschΓ€ftigen wir uns in der neuen Folge von Β»Ist das
eine Blase?Β«, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast ΓΌber Geld, Macht und
Gerechtigkeit. Zu Gast ist der Γkonom Tom Krebs, Professor fΓΌr
MakroΓΆkonomik und Wirtschaftspolitik an der UniversitΓ€t Mannheim.
Krebs hΓ€lt die Vorstellung, Deutschland kΓΆnne sich dauerhaft mit
wirtschaftlicher Stagnation arrangieren, fΓΌr gefΓ€hrlich. Wachstum sei
nicht bloΓ eine abstrakte Kennzahl fΓΌr Politiker und Volkswirte, sondern
eng mit gesellschaftlicher StabilitΓ€t verbunden. Die vergangenen Jahre
hΓ€tten gezeigt, wie wirtschaftliche Unsicherheit das Vertrauen in
Politik und Institutionen erschΓΌttern kΓΆnne. Β»Wirtschaftskrisen dieser
Art fΓΌhren auch zu politischen KrisenΒ«, sagt Krebs.
Doch was genau bedeutet Wachstum? Geht es nur darum, mehr Autos zu
produzieren, mehr zu konsumieren und immer grΓΆΓere UmsΓ€tze zu erzielen?
Krebs widerspricht dieser Sicht. FΓΌr ihn steht hinter der Wachstumsfrage
vor allem die Frage nach dem gesellschaftlichen Fortschritt. Menschen
wollten die Aussicht auf ein besseres Leben haben, argumentiert er. Β»Ich
denke schon, dass die Menschen sich immer eine bessere Zukunft
vorstellen mΓΆchten.Β«
Dabei spart der Γkonom nicht mit Kritik an der aktuellen
Wirtschaftspolitik. Deutschland fΓΌhre aus seiner Sicht die falschen
Debatten ΓΌber Sozialstaat, Arbeitszeit und BΓΌrokratie, wΓ€hrend die
eigentlichen Probleme ungelΓΆst blieben. AuΓerdem analysieren wir mit dem
ZEIT-Weltwirtschaftskorrespondenten Uwe Jean Heuser, wie
Wirtschaftswachstum gemessen wird und was da ΓΌberhaupt wΓ€chst.
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