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Explore every episode of the podcast Im Krisenmodus
Dive into the complete episode list for Im Krisenmodus. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.
| Title | Pub. Date | Duration | |
|---|---|---|---|
| Israel unter Beschuss: Hisbollahs Feuerlinie | 21 Aug 2024 | 00:19:25 | |
Die Lage im Norden Israels spitzt sich dramatisch zu: Tägliche Raketenangriffe der Hisbollah bedrohen Städte wie Kirjat Schmona, während die Angst vor einem neuen Krieg wächst. Wie erleben die Menschen vor Ort diese bedrückende Situation? Kriegs- und Krisenreporter Jan Jessen spricht mit Flüchtlingen und Zurückgebliebenen über den drohenden Zusammenbruch des Friedens. | |||
| Wowtschansk: Zwischen Trümmern und Hoffnung | 07 Aug 2024 | 00:24:33 | |
Wowtschansk - eine Stadt in Trümmern. Wie gehen die Menschen dort mit der ständigen Bedrohung um? Wie reagieren sie auf die internationalen Hilfsmaßnahmen? Hören Sie ihre bewegenden Geschichten in dieser Folge von „Im Krisenmodus“. | |||
| Von Russland festgehalten: Ukrainische Kinder mit Urlaub auf die Krim gelockt | 03 Apr 2024 | 00:25:22 | |
Danylo kehrt von seinem Urlaub auf der Krim nicht zurück. Wie seine Mutter Alla kämpft, um ihren Sohn zurück zu holen. | |||
| Senioren auf der Flucht: „Wir leben nicht mehr lang genug“ | 20 Mar 2024 | 00:23:17 | |
Millionen Ukrainer sind durch den Krieg auf der Flucht. Darunter viele Senioren, die altersbedingt vielleicht nie mehr nach Hause zurückkehren. | |||
| Mobilisierung in der Ukraine: Mit „Zwangs“-Einzug zum Sieg? | 06 Mar 2024 | 00:28:49 | |
Die Ukraine braucht mehr Soldaten. Aber nicht alle Bürger wollen freiwillig kämpfen. Sie verstecken sich zum Teil vor der „Zwangs“-Mobilisierung. | |||
| Zwei Jahre Ukraine-Krieg: „Unser Weltbild hat sich geändert“ | 21 Feb 2024 | 00:30:02 | |
Zwei Jahre ist die russische Invasion auf die Ukraine nun her. Die Enwohner sind frustriert, der Wiederaufbau stockt und der Feind rückt weiter vor. | |||
| Soldaten in Ressourcen-Not: Entscheidet sich damit der Krieg? | 07 Feb 2024 | 00:19:21 | |
Für die ukrainischen Soldaten ist jeder weitere Kriegstag eine Herausforderung, denn die Ressourcen werden knapp. Ohne Nachschub droht sich der Krieg deshalb zu entscheiden. | |||
| Drohnen in der Ukraine: Wie verändern sie die Kriegsführung? | 24 Jan 2024 | 00:27:17 | |
„Früher galt der Scharfschütze als die gefährlichste Waffeneinheit“, erklärt ein ukrainischer Kommandeur. Doch jetzt gehören Drohnen zur wichtigsten Kriegsausstattung. | |||
| Sonderfolge aus Israel: Die Überlebenden von Kfar Aza | 10 Jan 2024 | 00:31:14 | |
Kfar Aza liegt nur 2 Kilometer vom Gazastreifen entfernt. Nun kehrt ein Einwohner zurück an den Ort, in dem die Hamas Menschen ermordete und verschleppte. | |||
| Ukraine-Krieg: „Natürlich habe ich Angst vor dem Winter“ | 27 Dec 2023 | 00:24:44 | |
Vor einem Jahr hat Russland gezielt das Energiesystem der Ukraine angegriffen. Jetzt steht der zweite Winter bevor. Wie bereiten sich die Menschen vor? | |||
| Die Leichensammler von Donezk - ein Akt der Menschlichkeit | 13 Dec 2023 | 00:25:26 | |
Im Ukraine-Krieg birgt Oleksij Leichen von Zivilisten, ukrainischen und russischen Soldaten. Für ihn ist es auch ein Sammeln von Seelen. | |||
| Kampf um Frontstadt Awdijiwka: „Bachmut war nicht so wichtig“ | 29 Nov 2023 | 00:20:22 | |
Russland versucht Awdijiwka zu umzingeln. Ein ukrainischer Soldat berichtet von seinem dortigen Einsatz in einer Spezialeinheit. | |||
| Flutkatastrophe in Afghanistan: Eine vergessene Tragödie | 24 Jul 2024 | 00:24:43 | |
Wie überlebt man, wenn eine Flut das eigene Zuhause zerstört und alles, was man besitzt, mit sich reißt? In dieser Folge von „Im Krisenmodus“ erfahren wir die erschütternden Geschichten von Betroffenen der verheerenden Flutkatastrophe in Baghlan, Afghanistan und wie sie sich auf den bevorstehenden Winter vorbereiten. | |||
| Comedy im Krieg - grotesk oder notwendig? | 15 Nov 2023 | 00:19:39 | |
„Du solltest viel über den Krieg scherzen“, meint Anton Tymoschenko. Der Krieg sei nun mal die Lebensrealität der Menschen in der Ukraine, der Krieg treibe die Menschen um. Tymoschenko ist Stand-up-Comedian, dunkler Humor ist Teil seines Programms. Er tritt regelmäßig im „Underground Stand-up Club“ in Kiew auf, einem Club unter der Erde.
Im April 2022, zwei Monate nach Kriegsbeginn, stand er wieder auf einer Bühne: „Es war eine der besten Shows, die ich je erlebt habe“, erzählt Tymoschenko in der neuen Folge von „So fühlt sich Krieg an“. Doch wie passen Comedy und Krieg zueinander? Welche Rolle spielt Comedy im Krieg? Und wie blickt Tymoschenko selbst auf seine Arbeit? | |||
| Geschützt vor den Bomben: Unterricht im U-Bahn-Schacht | 01 Nov 2023 | 00:20:39 | |
Der russische Überfall auf die Ukraine im Februar vergangenen Jahres hat auch das Schulleben in der Ukraine völlig durcheinandergebracht. Hunderttausende Kinder und Jugendliche mussten mit ihren Eltern fliehen. Die Schulen wurden geschlossen, weil die ständigen russischen Bombardements keinen normalen Unterricht zuließen. Wie schon in der Corona-Pandemie konnte der Unterricht vielerorts nur online stattfinden. Nun findet der Unterricht unter der Erde statt.
In einer U-Bahnstation werden nun die jüngsten Schülerinnen und Schüler unterrichtet und vom Lehrpersonal begleitet. | |||
| Sonderfolge aus dem Westjordanland: „Es gibt Wut, es gibt Frustration“ | 20 Oct 2023 | 00:35:31 | |
„Jeder schaut die Nachrichten. Alle fühlen sich wütend und eigentlich machtlos. Alle wollen etwas tun, wissen aber nicht, was sie tun sollen“, sagt Isaak. Er ist Pastor in Bethlehmen. Die Stadt liegt südlich von Jerusalem im Westjordanland. FUNKE-Reporter Jan Jessen hat im Westjordanland mit Palästinensern und Palästinenserinnen gesprochen, um nachvollziehen, wie die Menschen auf das Hamas-Massaker und die israelische Reaktion blicken.
Aus den Gesprächen wird klar: „Es gibt Wut, es gibt Frustration“, wie Pastor Isaak sagt. Es ist Wut über die Zivilisten, die im Gazastreifen sterben. Es geht um die Eigenstaatlichkeit Palästinas und den ungelösten Nahost-Konflikt. Doch nicht nur Israel steht im Zentrum der Gespräche. Es geht auch um die Aktivitäten der palästinensischen Führung. Über das Massaker der Hamas möchte fast niemand sprechen, eine klare Verurteilung des Terrors bleibt in vielen Gesprächen aus. | |||
| Sonderfolge aus Israel: „Das Trauma ist so groß“ | 18 Oct 2023 | 00:35:54 | |
+++ Triggerwarnung: Diese Episode enthält Beschreibungen von Tod und Gewalt ++++
Vor fünf Jahren ist Miriam mit ihrem Mann und ihren drei Kindern von den Niederlanden nach Israel ausgewandert. „Der wachsende Antisemitismus in den Niederlanden“ habe sie bewegt zu gehen, um ihren Kindern ein sicheres Lebens zu ermöglichen, wie sie sagt. Sie sind nach Nahal Oz gezogen, ganz in die Nähe des Gazastreifens. Trotz mehrerer Bomben- und Raketenangriffen dachte sie: „Damit können wir umgehen.“ Am 7. Oktober 2023 ist sie Opfer des Hamas-Terrors geworden.
Ihre Familie hat im Schutzraum ihres Hauses keinen Schaden genommen. Doch mehrere Menschen aus dem Kibbutz worden getötet, weitere verschleppt. Miriam hat FUNKE-Reporter Jan Jessen von ihren Erlebnissen erzählt. Zurück nach Hause kehren ist für sie keine Option: „Das Trauma ist so groß und die Angst, die man in seinem eigenen Zuhause gespürt hat.“ Doch auch zurück in die Niederlande zu ziehen, schließt sie kategorisch aus. | |||
| Das Leben als Lotterie: „Es kann dich jederzeit erwischen“ | 04 Oct 2023 | 00:17:44 | |
Erst wurde Kupjansk von russischen Streitkräfte eingenommen, dann wieder befreit. Doch wegen heftigen Kämpfen sollen die Menschen wieder fliehen.
„Es ist gefährlich hier, was kann ich sagen“, sagt Ihor. Der 55-Jährige verkauft eigentlich Fahrräder. Er hat einen Fahrradladen geführt, doch sein Lager wurde während der russischen Besetzung geplündert. Nach der Befreiung der Stadt am 10. September 2022 kehren Ihor und seine Frau nach Kupjansk zurück und finden nur Chaos und Dreck vor.
FUNKE-Reporter Jan Jessen hat mit Ihor gesprochen, während in der Ferne der Donner der Artillerie zu hören war. In der Gegend gibt es jeden Tag heftige Gefechte, Menschen werden durch Marschflugkörper und Bomben getötet. Ihor ist sich dieser Gefahr bewusst: „Wie ist das Leben hier? Wie eine Lotterie. Es kann dich jederzeit erwischen.“
In der neuen Folge des Podcasts „So fühlt sich Krieg an“ spricht Jan Jessen mit Menschen, die weiter in Kupjansk leben. Welche Hoffnung haben Sie? | |||
| Kämpfen für die Gegenoffensive: „Alles schießt hier auf uns“ | 20 Sep 2023 | 00:30:35 | |
Kein voller Erfolg, aber auch kein Misserfolg - so fasst der 36-jährige Soldat Roman den Fortschritt der ukrainischen Gegenoffensive zusammen. Roman ist Scharfschütze in der 47. Brigade der ukrainischen Armee. Die Brigade trägt aktuell die Hauptlast der Kämpfe. Wir haben mit Soldaten gesprochen, die für diesen Kampf ihr Leben riskieren.
Roman erzählt in der neuen Podcastfolge von der Stärke der russischen Verteidigungslinie: „Im Prinzip haben Sie alle Arten von Feuerwaffen: Panzer, Mörser, Panzer-Abwehr-Granaten-Werfer. Alles, was schießen kann – und alles schießt hier auf uns.“ Vitaly und Oleg beschreiben einen der jüngsten Einsätze, bei dem mehrere Kameraden starben.
„Es ist schon vor längerem passiert, ein Monat ist schon vergangen, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Aber ich habe das Gefühl, dass er noch hier ist. Ich kann immer noch nicht glauben, dass er nicht mehr da ist“, beschreibt Vitaly. Wie können diese Soldaten die Kraft aufbringen, erneut zu kämpfen? Im Podcast teilen die Soldaten ihre Gedanken. | |||
| Leben in Kiew: Kindergartenkinder schlafen auch bei Luftalarm | 06 Sep 2023 | 00:29:28 | |
Anna ist im siebten Monat schwanger, als Russland im Februar 2022 die Ukraine angreift. Gemeinsam mit ihrer dreijährigen Tochter Ivana flieht sie nach Dänemark, ohne ihren Mann Oleg. Eineinhalb Jahre leben sie getrennt voneinander, die Geburt seiner zweiten Tochter Victoria kann Oleg nicht miterleben. Jetzt ist Anna nach Kiew zurückgekehrt, damit die Familie gemeinsam leben kann. Doch ist ein normales Familienleben während des Krieges überhaupt möglich?
In der neuen Folge des FUNKE-Podcasts „So fühlt sich Krieg an“ erzählt Anna davon, wie es sich anfühlt, wenn Kiew angegriffen wird. „Kiew hat seit dem Frühjahr keinen so starken Angriff mehr erlebt,“ hatte der Chef der Militärverwaltung in Kiew letzte Woche erklärt, nachdem Russland Marschflugkörper und Drohnen auf die Stadt gefeuert hatte. Anna erzählt von Nächten, in denen die ukrainische Luftverteidigung zu hören ist und dem Umgang bei Luftalarm.
Um ihre Tochter Ivana macht sich Anna keine Gedanken: „Es sieht so aus, als ob sie sicher sind, wenn sie im Kindergarten sind.“ Ein Stockwerk sei im Keller des Gebäudes, in dem die Kinder über den Mittag schliefen. Bei Luftalarm würden sie daher nicht extra aufstehen, sondern weiter schlafen, sagt Anna. Und sie selbst? „Wir müssen uns nur an die Regeln halten“, sagt sie im Podcast. | |||
| Angst vor Atomunfall: „Wie Gott es will, so soll es sein“ | 23 Aug 2023 | 00:41:23 | |
„Ich kann 10 Kilometer von hier wegfahren, 100, aber dort wird das Gleiche passieren. Wir werden nichts tun. Lasst uns auf Gott hoffen“, sagt die Ukrainerin Lyuba in der neuen Folge des FUNKE-Podcasts „So fühlt sich Krieg an“. Sie lebt im Dorf Borysivka, 25 Kilometer vom Atomkraftwerk Saporischschja entfernt. Zu Beginn des Krieges hat Russland die Kontrolle über das AKW übernommen. Seitdem beschuldigen sich Kiew und Moskau immer wieder, die Sicherheit des Atomkraftwerks zu gefährden.
Wie gehen die Menschen in Borysivka mit der Situation um? Ukraine-Reporter Jan Jessen hat mit Anwohnern gesprochen. Sie erzählen im Podcast, warum sie bisher nicht geflohen sind. Doch wie ist die Gefahr vom AKW einzuordnen?
In der Folge spricht Jan Jessen außerdem über eine Studie eines österreichischen Atomexperten, der die Konsequenzen eines Atomunfalls für die Ukraine und Nachbarländer aufzeigt. Podcastredakteurin Anja Wölker spricht in dieser Folge zudem mit Kernphysiker und Atomexperte Heinz Smital von Greenpeace Deutschland. Wie sind Gefahrenmeldungen zum AKW einzuordnen? | |||
| Reporter in der Ukraine: "Die Seele darf es nicht berühren" | 09 Aug 2023 | 00:41:39 | |
„Wenn du nicht mehr mit dem Herzen dabei bist und überhaupt keine Emotionen hast, dann bist du ein Stein“, erklärt FUNKE-Reporter Jan Jessen in der neuen Folge des Podcasts „So fühlt sich Krieg an“. Der Journalist berichtet seit Frühjahr 2022 über die menschlichen Schicksale in der Ukraine. Gemeinsam mit FUNKE-Fotograf Reto Klar wird er diesen August zu seiner 14. Arbeitsreise aufbrechen.
Doch der Umgang mit dem Leid ist ein Drahtseilakt: „Wenn du es an deine Seele ranlässt, dann wird es dich nicht mehr schlafen lassen. Dann kannst du den Job halt nicht mehr machen. Man muss irgendwie eine Balance finden.“ Welche Methoden haben die Journalisten zur Verfügung, um das Erlebte zu verarbeiten?
Die neueste Podcastfolge setzt einen besonderen Fokus auf die Arbeit der FUNKE-Journalisten Jan Jessen und Reto Klar während ihrer Recherchereisen. Wie sieht ein Arbeitstag in der Ukraine aus? Wie überprüfen Sie die Informationen ihrer Quellen? Wie hat der Krieg sie als Berichterstatter verändert? Podcast-Redakteurin Anja Wölker spricht mit Jessen und Klar über ihre Erfahrungen. | |||
| Nach Staudamm-Katastrophe: Gefahr durch Wassermangel | 26 Jul 2023 | 00:19:52 | |
Am 06. Juni 2023 erschüttert eine Explosion das Wasserkraftwerk Kachowka im Süden der Ukraine. Ein Teil der Staumauer bricht ein, Wassermassen fließen aus dem Stausee, der Fluss Dnepr tritt über das Ufer. Die Region um Cherson wird überschwemmt. Nun zeigt sich: Nicht das Wasser an sich, sondern Wassermangel bedroht die Region.
In dieser Folge blicken wir genauer auf die langfristigen Folgen der Staudamm-Katastrophe und erklären, warum Wasser so dringend gebraucht wird. Ukraine-Reporter Jan Jessen hat mit Betroffenen und Experten gesprochen. | |||
| Zukunft der Kriegsführung: Die neue ukrainische Drohne | 10 Jul 2024 | 00:21:43 | |
Die Ukraine setzt im Krieg an der Front auf einen neuen Drohnen-Typ. Die Entwicklung dieser Waffe kann entscheidend im Kampf gegen Russland sein. | |||
| Von Aufklärung bis Kamikaze: Wie wichtig Drohnen im Ukraine-Krieg sind | 12 Jul 2023 | 00:20:03 | |
„Wir erleben einen Hightech-Krieg“, sagt Ukraine-Reporter Jan Jessen. Einen großen Anteil daran haben Drohnen, die sowohl Russland als auch die Ukraine an der Front einsetzen. Die kleinen Fluggeräte bieten strategische Vorteile, können etwa gegnerische Stellungen ausspähen oder zu „steuerbaren Bomben“ werden.
Doch die 24. mechanisierte Brigade, die Jan Jessen in der Ukraine besucht hat, hat ein großes Problem. Für Kriege entwickelte militärische Drohnen sind für sie schwer zu bekommen, sodass die Ukrainer auf handelsübliche Geräte zurückgreifen müssen. Welche Risiken und Nachteile das birgt und wie die Soldatinnen und Soldaten diese wettmachen wollen, erfahrt in der neuen Folge des Podcasts „So fühlt sich Krieg an“. | |||
| Jugendliche im Krieg: Wenn die Kindheit schlagartig endet | 28 Jun 2023 | 00:19:48 | |
Bohdan, Herman, Andriy, Sofia, Victoria und Karina sind ukrainische Jugendliche, die mit dem Krieg aufwachsen. Ihre Träume für die Zukunft und Einstellungen zum Leben haben sich drastisch geändert.
Bohdan zum Beispiel ist 22 Jahre alt und kommt aus der frontnahen Stadt Toretsk: „Der Krieg hatte einen schlechten Einfluss auf mein Leben. Hier gibt es keine Möglichkeiten. Man kann nirgendwo hingehen. Du sitzt meistens zu Hause und wartest darauf, dass ein Geschoss bei dir einschlägt. Was sonst?“
NRZ-Politikchef und Ukraine-Reporter Jan Jessen hat mit jungen Ukrainerinnen und Ukrainern gesprochen: Warum sind sie nicht aus ihren Heimatstädten geflohen? Wie hat der Krieg ihre Sichtweise auf das Leben verändert? Wie blicken sie in die Zukunft? | |||
| Ukrainische Scharfschützen: „Wir werden all diese Bastarde töten“ | 14 Jun 2023 | 00:24:04 | |
Vom Bauwesen ans Präzisionsgewehr: „Alpha“ hat sich zu Beginn des Krieges zum Scharfschützen ausbilden lassen. Im Krieg muss er nun immer wieder auf Menschen schießen. „Es ist nur Arbeit“ , erklärt er Ukraine-Reporter Jan Jessen in der neuen Folge des Podcasts „So fühlt sich Krieg an“. Doch zu arbeiten, heißt Menschen zu töten.
Dazu treibt Alpha und seine Kameraden das ständige Risiko um, selbst sterben zu können. Gemeinsam suchen sie Wege, damit umzugehen und sich für den Kampf bereitzumachen. Denn letztlich hätten sie keine Wahl, erklärt der ukrainische Scharfschütze „Alpha“. | |||
| Posad-Pokrowske: Zwischen Trümmern, Blindgängern und Wiederaufbau | 31 May 2023 | 00:27:23 | |
Das ukrainische Dorf Posad-Pokrowske liegt nach russischen Attacken in Trümmern. Die Bewohnerinnen und Bewohner geben die Hoffnung auf ein geregeltes Leben in ihrer Heimat jedoch nicht auf und wollen die Gebäude wieder herrichten. Dabei stoßen sie auf einige Gefahren und Widrigkeiten. Etwa scharfe Blindgänger, die im Boden vergraben sind und jederzeit explodieren können.
Zudem fehle es vor Ort an vielem, wie Einheimische Ukraine-Reporter Jan Jessen berichten. Auf Unterstützung der Regierung würden sie dazu meist vergeblich warten. „Sie haben versprochen, dass sie es wieder aufbauen werden. Ich weiß aber nicht, was genau sie wieder aufbauen werden“, sagt Kateryna über ihr Heimatdorf. Nun gibt es allerdings einen Hoffnungsschimmer. Welcher das ist, erfahrt ihr in dieser Folge des Funke-Podcasts „So fühlt sich Krieg an“. | |||
| Reha für schwer verletzte Soldaten: Wie sie zurück ins Leben finden wollen | 17 May 2023 | 00:27:37 | |
Wunden, verstümmelte Gliedmaßen, Traumata: Die Gefechte in der Ukraine hinterlassen bei den Soldatinnen und Soldaten tiefe Spuren. Auf Seiten der Ukraine kommen einige Kämpfer in ein Rehazentrum bei Dnipro, wo sie sich erholen und geheilt werden sollen. Wie Physiotherapeutin Daryna Kropyva und ihr Team die Soldatinnen und Soldaten unterstützen, hat die 36-Jährige Ukraine-Reporter Jan Jessen erzählt.
Dabei muss sich das Team immer wieder neuen Herausforderungen stellen. Wie geht man mit schwer traumatisierten Soldaten um? Betroffene, wie der ukrainische Soldat Ievhen Kholov, benötigen eine intensive Therapie. Die mussten die Therapeutinnen und Therapeuten mit Kriegsbeginn auf den Punkt genau leisten. Dabei war das Rehazentrum zu Beginn gar nicht auf Kriegspatienten ausgelegt. Was sich seither getan hat, erläutert Daryna Kropyva im Funke-Podcast "So fühlt sich Krieg an". | |||
| Melnyk zur Frühjahrsoffensive: „Es gab schon viele Wunder“ | 03 May 2023 | 00:34:48 | |
Nach der gescheiterten russischen Winteroffensive plant die Ukraine den Gegenschlag. Doch wann und diese stattfinden soll, ist unklar. Ukraine-Reporter Jan Jessen hat eine Angriffsbrigade besucht und mit den Soldaten Kostia und Karat gesprochen. Sie sollen mit ihrer und acht weiteren Einheiten die Speerspitze der ukrainischen Frühjahrsoffensive bilden.
Bei aller Hoffnung auf einen erfolgreichen Gegenschlag dämpft Andrij Melnyk, der ehemalige ukrainische Botschafter in Deutschland, die Erwartungen. Welche Hoffnungen er in die Offensive setzt und welche Folgen er im Fall eines Fehlschlages für möglich hält, hat er im Funke-Podcast „So fühlt sich Krieg an“ erklärt. | |||
| Gegen Homophobie, für Frauenrechte: Ivans persönlicher Kampf | 19 Apr 2023 | 00:24:54 | |
Ivan Honzyk kämpft in der ukrainischen Armee nicht nur für sein Land, sondern auch gegen Homophobie und für Frauenrechte: "Wenn ich einen Verwundeten vom Schlachtfeld ziehe, achte ich nicht darauf, ob er schwul, lesbisch, ein Mädchen, ein Junge, ein Ukrainer oder ein Freiwilliger aus einem anderen Land ist, der sich entschieden hat, für uns zu kämpfen. Ich rette jeden", erzählt er Ukraine-Reporter Jan Jessen in der neuen Folge unseres Podcasts „So fühlt sich Krieg an“.
Ivan Honzyk hat sich im März letzten Jahres als schwul geoutet. Seine Sexualität ist für andere ein Problem. In Russland taucht er immer wieder für Propagandazwecke im Fernsehen auf. In der Ukraine haben es viele Homosexuelle in der Armee schwer. Viele leben versteckt, erzählt Ivan Honzyk. Soldaten wollen sich nicht mit ihm treffen, aus Angst, dann selbst für schwul gehalten zu werden.
Auch Frauen haben in der Armee keinen leichten Stand. "Manchmal lese ich eine Menge dummer Kommentare, wenn eine Frau im Schützengraben Make-up oder Lippenstift trägt. Freut euch für Sie, macht euch nicht über sie lustig. Die Leute denken, wenn man in einem Schützengraben liegt, muss man ein Stück Dreck sein. Das ist nicht wahr, ich war auch dort", sagt Ivan Honzyk. Er hat ein Projekt gestartet, mit dem er den Frauen Mut machen möchte. Es ist eine Geste von vielen, mit denen sich Ivan Honzyk für die Rechte von Minderheiten in der Armee einsetzt und somit auch ihre Rechte in der Gesellschaft stärken möchte. | |||
| Belarussen in der Ukraine: „Freunde wurden plötzlich Feinde“ | 05 Apr 2023 | 00:32:17 | |
Als der russische Überfall im Februar vergangenen Jahres begann, nutzte Russland das Nachbarland Belarus als Aufmarschgebiet. Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko gilt als engster Verbündeter des russischen Präsidenten Putin. Viele Belarussen sind jedoch gegen den Krieg. Trotzdem galten Belarussen am Anfang der Invasion in der Ukraine als Feinde. Blitzschnell hätte sich die Einstellung ihnen gegenüber geändert, „buchstäblich innerhalb eines Tages“, erklärt der Belarusse Kos in der neuen Folge unseres Podcasts „So fühlt sich Krieg an“.
Doch Kos und sein Freund Alherd haben ein klares Ziel. „Der einzige Grund, warum Lukaschenko noch an der Macht ist, ist die Unterstützung durch Russland. Solange das Putin-Regime existiert, bleibt Lukaschenko an der Macht. Wenn wir also das Putin-Regime hier in der Ukraine so schnell wie möglich zerstören, alle seine Offensivkräfte und Ressourcen, dann wird die Freiheit umso schneller erreicht werden“, sagt Alherd.
Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die beiden Männer nicht nur das Vertrauen der Ukrainer gewinnen. Sie kämpfen im Krieg auf der Seite der ukrainischen Streitkräfte gegen Russland. Sie riskieren ihr Leben. In ihr Heimatland können sie auch nicht mehr zurückkehren. Dort droht ihnen die Todesstrafe. Kos und Alherds Geschichte erzählen wir im Podcast. | |||
| „Die ukrainischen Bahnarbeiter sind echte Eisenmänner“ | 22 Mar 2023 | 00:26:18 | |
„Für einige Zeit waren wir die tierfreundlichste Bahn der Welt“, scherzt Oleksandr Kamyshin. Für den ukrainischen Bahnchef ging es in den ersten Tagen des Krieges nur darum, schwierige Entscheidungen zu treffen: Menschen in den Zügen ohne Tickets fahren zu lassen, die Züge langsamer fahren zu lassen, mehr Menschen in die Waggons als zulässig rein zu lassen. Vier Millionen Menschen, darunter eine Million Kinder, 120.000 Haustiere und auch ein Krokodil, seien mit der ukrainischen Bahn geflohen. In der neuen Folge unseres Podcasts „So fühlt sich Krieg an“ berichtet Kamyshin über das, was die Bahn seit Kriegsausbruch leistet. Kamyshin sagt voller Stolz: „Die ukrainischen Bahnarbeiter sind echte Eisenmänner.“
Trotz des Kriegsausbruchs fahren die Züge in der Ukraine fast immer pünktlich. Wie kann das sein? FUNKE-Reporter Jan Jessen hat diese Frage nicht nur Oleksandr Kamyshin gestellt, sondern ist selbst auf Spurensuche gegangen. Er hat sich in einen Nachtzug von Odessa nach Kiew gesetzt und dort mit einem Zugführer, einer Schaffnerin und einem Zuggast gesprochen. | |||
| Stressprävention im Krieg: Wie Soldaten durchhalten können | 08 Mar 2023 | 00:32:10 | |
Ulianov Kostiantyn und seine Kursteilnehmer sprechen nicht nur „über die Psychologie der Angst, die Psychologie des Tötens und über das posttraumatische Belastungssyndrom.“ In seinen Kursen zur Stressprävention im Ukraine-Krieg lernen zukünftige Soldaten auch in praktischen, kontrollierten Stresssituationen, wie ihr Körper auf Stress reagiert und wie sie damit in Zukunft umgehen können.
„Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass ein Mensch umso besser mit dieser Situation und ihren Folgen zurechtkommt, je mehr er die Mechanismen versteht, die während einer Extremsituation greifen“, erklärt Kostiantyn in der neuen Folge unseres Podcasts „So fühlt sich Krieg an“. Kostiantyn ist Teil der Territorialverteidigung der Ukraine, eine Organisation innerhalb der ukrainischen Streitkräfte.
Wie können Soldaten mental auf den Krieg vorbereitet werden? Und wie können die Soldaten wieder an die Front zurückkehren, nachdem sie verwundet wurden? Wie entwickelt man Resilienz im Krieg? Darüber spricht FUNKE-Reporter Jan Jessen im Ukraine-Podcast. Er spricht mit einem Klinikleiter, der mit Hilfe von Kindern die Motivation der Soldaten fördern will. Ein ehemaliger Bundeswehr-Soldat erklärt, wie er die ukrainischen Methoden zur Resilienz-Förderung bewertet. | |||
| Das Schweigen der russischen Kriegsgefangenen | 26 Jun 2024 | 00:23:14 | |
Irgendwo im Westen der Ukraine in der Region Lwiw befindet sich eines der größten Gefangenenlager. Unser Kriegsreporter Jan Jessen konnte mit den dort inhaftierten Russen sprechen. | |||
| Ein Jahr Krieg: „Es ist mehr Gutes als Schlechtes passiert.“ | 22 Feb 2023 | 00:27:25 | |
FUNKE-Reporter Jan Jessen begegnet Kateryna Onishchenko, als sie Lebensmittel in Slowjansk verteilt. Sie macht das in einem schicken Kostüm, während im Hintergrund der Gefechtsdonner zu hören ist. Onishchenko sagt heute, dass all ihre Freunde weggezogen, sie ihren Job verloren hat. Ihr Leben habe sich „während des Kriegsjahres um 180 Grad verändert.“ Doch es seien „mehr gute als schlechte Dinge passiert.“ Sie habe ein neues, größeres Zuhause gefunden, einen Job, bei dem ihre Arbeit geschätzt und respektiert wird, ihre Familie sei stärker zusammengewachsen.
In der neuen Folge unseres Podcasts „So fühlt sich Krieg an“ hört Ihr von Ukrainerinnen und Ukrainern über ihre Sicht auf ein Jahr Krieg. Kateryna Onishchenko meint, die Ukraine hätte „diesen Krieg bereits gewonnen.“ Allerdings können viele andere Menschen keine optimistischen Worte finden. Mitja, Dmytro und Oleh beschreiben eine weitaus düstere Gefühlslage. Es sind Gefühle der Trauer und der Verzweifelung. Mitja träumt von den Augen hilfsbedürftiger und älterer Menschen, die er getroffen hat.
FUNKE-Reporter Jan Jessen ist Kateryna, Mitja, Dmytro und Oleh im Kriegsverlauf in der Ukraine begegnet. Mit ihren Erzählungen ordnet er ein, wie die Menschen auf den Jahrestag des Kriegbeginns am 24. Februar 2022 blicken. Er erklärt auch, warum er Kateryna Onishchenkos Gefühle nachvollziehen kann. Außerdem hört Ihr von Jessens persönlichen Kriegserfahrungen und von den Eindrücken der Menschen in Deutschland. | |||
| "Der Panzer ist nur so gut, wie er unterstützt wird." | 08 Feb 2023 | 00:25:53 | |
Arnaut ist der Funkname eines Offiziers in der Ukraine, der ein Bataillon der dritten Panzerbrigade kommandiert. Seit Monaten drängen die Ukrainer auf die Lieferung des Leopard-2-Panzers. Jetzt wird der Panzer geliefert, Arnaut ist einer derjenigen, der in Zukunft mit dem Panzer kämpfen könnte.
Arnaut spricht offen aus, worum es geht: die Lieferung von Waffen, die Menschen töten. Für ihn steht fest: „Wir brauchen die Leopard-Panzer unbedingt, denn sie gehören zu den besten Panzern der Welt, und zusammen mit den besten Kämpfern der ukrainischen Streitkräfte werden sie eine Macht sein, die den Feind in Stücke reißen wird.“
In dieser Folge hört Ihr von denjenigen, die die Waffen im Krieg einsetzen. Doch für den Militärexperten Gressel ist klar, dass es für den Kriegsverlauf nicht allein auf die Lieferung des Leopard-2-Panzers ankommt. „Es ist jetzt nicht so, dass das Ding den Krieg alleine gewinnt“, sagt er. „Der Panzer ist nur so gut, wie er unterstützt wird.“ | |||
| Kampf um Asow-Stahlwerk: Das hat Danylo dort erlebt | 25 Jan 2023 | 00:36:28 | |
Danylo kämpft in Mariupol im Ukraine-Krieg. Er kämpft im Asow-Stahlwerk, wird schwer verletzt und kommt danach in Kriegsgefangenschaft. Seine Mutter Olga weiß lange nicht, wo ihr Sohn ist. Sie wird im Krieg selbst schwer verletzt und kommt in Deutschland in ein Krankenhaus. Es sind zwei Menschenleben, die der Krieg in der Ukraine für immer verändert hat.
In dieser Folge hört Ihr davon, was Danylo erlebt hat. Ihr hört aber auch, was dieser Krieg für seine ganze Familie bedeutet. Familienmitglieder werden auseinander gerissen und müssen sich mit ihren jeweiligen Problemen auseinandersetzen. | |||
| Gebiete voller Minen und Blindgänger: jahrelange Lebensgefahr | 11 Jan 2023 | 00:25:24 | |
Im Ukrainekrieg sterben Menschen durch Bombenangriffe der russischen Streitkräfte. Doch eine weitere Gefahr stellen Überreste von explosiven Gegenständen, intakte Landminen und Sprengfallen dar. Sie liegen in Wäldern, auf Feldern, an Straßen. Sie werden noch Jahre nach dem Krieg eine Gefahr darstellen, erklärt die Minenexpertin Eva Maria Fischer in der neuen Podcastepisode von „So fühlt sich Krieg an“. Ukrainerinnen und Ukrainer, die diese Gegenstände unabsichtlich berühren oder bewegen, könnten durch deren Explosion schwer verletzt werden oder ums Leben kommen.
FUNKE-Reporter Jan Jessen hat in der Ukraine Oleksandr getroffen, der erklärt, vor welcher Aufgabe die Minenräumer des staatlichen Katastrophenschutzdienstes der Ukraine jetzt stehen. Wie ist die Gefahr durch die Fragmente solcher explosiver Gegenstände einzuordnen? Wie lange wird es dauern, bis die komplette Ukraine von Minen befreit ist? Einschätzungen dazu gibt Minenexpertin Fischer von Handicap International, einer Organisation, die sich unter anderem gegen den Gebrauch von Minen weltweit einsetzt. | |||
| Weihnachten im Krieg: Trauer und Freude | 24 Dec 2022 | 00:29:03 | |
In Deutschland kommen an Heiligabend Familien und Freunde zusammen, um Weihnachten zu feiern. In der Ukraine sehen die Festtage in diesem Jahr anders aus. Das Land ist weiter im Krieg, viele Häuser haben kein Strom und Wasser.
Wie feiern die Ukrainerinnen und Ukrainer? Kann man in Kriegszeiten überhaupt feiern? FUNKE-Reporter Jan Jessen hat mit Menschen aus dem zerstörten Dorf Posad-Pokrovske gesprochen. Wie wollen Sie die Feiertage verbringen? Traditionell wird erst Neujahr, am 06. Januar dann Weihnachten gefeiert.
Jan hat bei seinem Besuch in Posad-Pokrovske außerdem ein Versprechen eingelöst: Im November war er das letzte Mal dort und versprach mit Hilfsgütern wiederzukommen. Jetzt konnte er durch eine große Spende Generatoren, Powerbanks und Lebensmittel ins Dorf bringen. Wie die Menschen auf diese Hilfe reagiert haben, hört Ihr im Podcast! | |||
| Kein Strom, kein Wasser: Angriffe auf die Energieversorgung | 14 Dec 2022 | 00:35:41 | |
„Es gibt Brennholz, es gibt Kohle. Ich habe keine Angst. Ich hatte noch nie Angst, und jetzt habe ich überhaupt keine Angst“, sagt Andriy aus Posad-Pokrovske. Er ist einer von Millionen Ukrainerinnen und Ukrainern die diesen Winter ohne Strom und ohne Wasser auskommen müssen. Für viele von uns hier in Deutschland ist das kaum vorstellbar: Wir stehen morgens auf, knipsen das Licht an, hören Musik, machen die Kaffeemaschine an, wir duschen, die Wohnung ist warm. Doch in der Ukraine greifen russische Streitkräfte gezielt die zivile Infrastruktur des Landes an.
Wie geht es den Menschen, die im Dunklen und Kalten sitzen? In dieser Folge hören Sie von verschiedenen Ukrainerinnen und Ukrainern, die zeigen, wie widerstandsfähig sie sind. Wie anfällig sind die Strom- und Wassernetzte grundsätzlich in der Ukraine? Und, wie ist die Debatte um Blackouts in Deutschland einzuordnen?
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Jan Jessen ist Politikchef der Neuen Ruhr / Neuen Rhein Zeitung (NRZ) der FUNKE Mediengruppe in Essen. Er berichtet seit Jahren über die Konflikte in der Welt. Gemeinsam mit FUNKE-Fotograf Reto Klar hat er mehrfach die Ukraine besucht, unterstützt durch den ukrainischen Organisator und Journalisten Oleg Reshetniak und die Übersetzerin Dasha Sachkova.
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Haben Sie Feedback oder Fragen an Jan Jessen? Dann schreiben Sie uns an ukraine@funkemedien.de
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"So fühlt sich Krieg an" ist ein Podcast der NRZ im Auftrag der FUNKE Mediengruppe. | |||
| Rückkehr nach Cherson und ein zerstörtes zuhause: Ukrainerin berichtet | 30 Nov 2022 | 00:26:24 | |
Die Ukrainerin Aljona war während des Krieges aus Cherson geflüchtet. Jetzt hat sich das russische Militär nach neun Monaten aus der Stadt zurückgezogen. Aljona hat sich entschieden zurückzukehren. Obwohl die Kämpfe in der Gegend nicht vorbei sind. Obwohl viele andere Menschen Cherson verlassen, weil das russische Militär kritische Infrastruktur zerstört hat. Obwohl Aljonas Mann tot ist. Wir begleiten Aljona bei ihrer Rückkehr in ein zerstörtes Zuhause.
FUNKE-Reporter Jan Jessen berichtet in dieser Folge direkt aus der Ukraine. Ihr hört von Aljona und wie sie versucht, inmitten des Krieges und ihrem persönlichen Verlust weiterzuleben: "I try to hold myself together inside, not to fall apart, life goes on", sagt sie im Podcast. Jessen berichtet außerdem über die Stadt Cherson, die vom russischen Militär weiter beschossen wird.
Außerdem berichtet der Militär- und Osteuropa-Experte Gustav Gressel. Er arbeitet beim European Council on Foreign Relations, das sich mit außenpolitischen Fragen beschäftigt. Gressel erklärt, ob und wie eine weitere russische Offensive möglich wäre. | |||
| Ärzte im Krieg: Helfen in Ausnahmesituationen | 16 Nov 2022 | 00:33:04 | |
Tausende Menschen sind in der Ukraine seit dem Beginn der russischen Invasion bereits gestorben. Zehntausende wurden durch Raketenangriffe, Artilleriebeschuss und Minenexplosionen verletzt. Medizinerinnen und Mediziner kämpfen unermüdlich um die Leben der Verletzten. Es ist ein brutaler, erschöpfender Kampf. Wie gehen Sie mit dem Leid und der Last um?
In der aktuellen Folge von unserem Podcast "So fühlt sich Krieg an" hört Ihr von Henat Heritsch. Er ist Chirurg und arbeitet in einem Krankenhaus von Lwiw nahe der polnischen Grenze im Westen der Ukraine. Heritsch berichtet, was er und seine Kolleginnen und Kollegen seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges leisten und vor welchen Herausforderungen sie stehen.
Außerdem hört Ihr von Notfallmediziner Tankred Stöbe, der immer wieder für die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ im Einsatz ist. Er ordnet für uns ein, wie sich der Ukraine-Krieg aus medizinischer Sicht von anderen Kriegen und Konflikten unterscheidet. Und: Was macht das mit Menschen, wenn sie jeden Tag hundertfach menschliches Leid sehen? | |||
| Familien-Schicksale im Krieg: Monatelange Trennungen | 02 Nov 2022 | 00:33:00 | |
Der Krieg in der Ukraine dauert schon länger als ein halbes Jahr. Er hat Familien getrennt. Viele Frauen und Kinder haben sich im Ausland in Sicherheit gebracht. Die meisten Männer sind geblieben. Sie dürfen das Land nicht verlassen. Teilweise haben sie ihre Liebsten schon monatelang nicht mehr in den Armen halten können. Es ist ein Drama unter den vielen Tragödien, die dieser Krieg verursacht hat.
In dieser Folge von "So fühlt sich Krieg an" sprechen wir über die familiären Schicksale dieses Krieges. Ihr lernt Oleg Reshetniak kennen. Er ist 30 Jahre alt und Jan Jessens Fixer. Das heißt, er organisiert Jans Ukraine Reisen und stellt Kontakte her. Olegs Frau Anna und seine beiden Töchter sind seit Kriegsbeginn in Dänemark. Er erzählt uns, wie schmerzhaft das für ihn ist, und wie er damit zurechtkommt. Außerdem wird uns die Familientherapeutin Birgit Averbeck erklären, wie Familien trotz so langer Trennungen die Bindung zueinander aufrechterhalten können. | |||
| Leben nach der Annexion: "Sie versuchen nur zu überleben" | 19 Oct 2022 | 00:33:11 | |
Mit großem Pomp verkündet Wladimir Putin am 30. September die Annexion der vier ukrainischen Regionen Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischja. Er zündet mit diesem Schritt die nächste Eskalationsstufe in dem Krieg, den er im Februar begonnen hat. Die Menschen in diesen Gebieten sind plötzlich russische Staatsbürger, obwohl die allermeisten von ihnen das nicht wollen. Für sie ändert sich plötzlich alles. Für den Verlauf des Krieges in der Ukraine ändert sich Vieles.
In dieser Folge unseres Podcasts "So fühlt sich Krieg an" spricht FUNKE-Reporter Jan Jessen mit Dmytro Orlov. Er ist der Bürgermeister der Stadt Enerhodar. Diese Stadt liegt direkt neben dem Atomkraftwerk Saporischschja das in der gleichnamigen Region liegt, die am 30. September von Russland annektiert wurde. Der Bonner Politikwissenschaftler und Konfliktforscher Andreas Heinemann-Grüder ordnet ein, wie der russische Schritt völkerrechtlich zu bewerten ist. Welche Folgen könnten die Annexionen für den weiteren Kriegsverlauf haben? | |||
| Interview mit Klitschko: Funkstille mit Selenskyj | 12 Jun 2024 | 00:30:40 | |
In Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, scheint das Leben fast normal. Das in Kriegszeiten der Bürgermeister der Hauptstadt und der Präsident des Landes sich nie getroffen haben, gibt zu denken. | |||
| Die Massengräber von Isjum: Was passiert jetzt? | 05 Oct 2022 | 00:33:09 | |
Ein kleines Waldstück bei Isjum: In der Luft hängt der faulig-süße Geruch des Todes. Männer in weißen Overalls bergen Leichen, es sind Hunderte. Wie in anderen befreiten Gebieten in der Ukraine untersuchen Ermittler, ob die russischen Besatzer in dieser Kleinstadt Kriegsverbrechen begangen haben. Der Krieg in der Ukraine wird auch juristische Folgen haben müssen, meint FUNKE-Reporter Jan Jessen.
Jan hat Isjum besucht und berichtet in dieser Folge über das, was er dort gesehen, gerochen und erlebt hat. Ende März wurde Isjum von russischen Streitkräften besetzt. Anfang September befreiten die Ukrainer die Stadt, hunderte Leichen wurden in Massengräbern gefunden.
In der neuen Folge hört Ihr von Dymtro Shevchuk. Er ist der stellvertretende Leiter einer Abteilung bei der Nationalen Polizei der Ukraine, die sich mit der Aufklärung von Kriegsverbrechen beschäftigt. Shevchuk erklärt, wie mit den Leichen umgegangen wird und ob es Erkenntnisse über Folter der Toten gibt.
Außerdem spricht Jan mit Alexander Schwarz, Leiter der Koordinierungsstelle für Völkerrecht bei Amnesty International. Schwarz erklärt, welche Schwierigkeiten es bei der Ermittlung von Kriegsverbrechen gibt und wie Täterinnen und Täter vor Gericht gebracht werden können.
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Jan Jessen ist Politikchef der Neuen Ruhr / Neuen Rhein Zeitung (NRZ) der FUNKE Mediengruppe in Essen. Er berichtet seit Jahren über die Konflikte in der Welt. Gemeinsam mit FUNKE-Fotograf Reto Klar hat er mehrfach die Ukraine besucht, unterstützt durch den ukrainischen Organisator und Journalisten Oleg Reshetniak und die Übersetzerin Dasha Sachkova.
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Haben Sie Feedback oder Fragen an Jan Jessen? Dann schreiben Sie uns an ukraine@funkemedien.de
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| Krieg am Atomkraftwerk: "Wir sind einen Schritt entfernt vom großen Notfall" | 21 Sep 2022 | 00:32:50 | |
Im Südosten der Ukraine befindet sich am Ufer eines Stausees der derzeit wahrscheinlich gefährlichste Ort in Europa – das Atomkraftwerk Saporischschja. Es ist das größte Kernkraftwerk Europas und seit März von den russischen Streitkräften besetzt. FUNKE-Reporter Jan Jessen war mit seinem Team in der Region unterwegs und hat mit Menschen darüber gesprochen, wie groß die Gefahr ist, dass in Saporischschja etwas Schlimmes geschieht.
Unter anderem sprach Jan mit Dmytro Orlov, dem Bürgermeister der Stadt Enerhodar, die direkt an dem Atomkraftwerk Saporischschja liegt. Er berichtet über die Situation vor Ort und die Menschen, die noch im Atomkraftwerk arbeiten. Zudem berichtet der Präsident der ukrainischen Atombehörde Energoatom, Petro Kotin, wie der Notfall-Betrieb läuft.
Heinz Smital von der Umweltschutzorganisation Greenpeace ordnet die Geschehnisse in der Ukraine aus deutscher Perspektive ein. Er beantwortet unter anderem die Fragen, was aktuell die größte Gefahr in Saporischschja ist, welche Gefahr ein Atomunfall für Westeuropa darstellt und wie sich Smital grundsätzlich zur Atomkraft positioniert.
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Jan Jessen ist Politikchef der Neuen Ruhr / Neuen Rhein Zeitung (NRZ) der FUNKE Mediengruppe in Essen. Er berichtet seit Jahren über die Konflikte in der Welt. Gemeinsam mit FUNKE-Fotograf Reto Klar hat er mehrfach die Ukraine besucht, unterstützt durch den ukrainischen Organisator und Journalisten Oleg Reshetniak und die Übersetzerin Dasha Sachkova.
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| Trauer und Krieg: "Ich weiß einfach nicht, wie ich weiterleben soll" | 07 Sep 2022 | 00:30:20 | |
Durch den Krieg in der Ukraine entsteht seit vielen Wochen und Monaten unsagbares menschliches Leid. Tausende Menschen sind gewaltsam ums Leben gekommen und hinterlassen tausende trauernde Angehörige. Reporter Jan Jessen hat auf seinen Reisen in die Ukraine viele Menschen voller Trauer getroffen, die ihre Liebsten durch den Krieg verloren haben. Sie haben sich ihm geöffnet und ihm die traumatisierenden Geschichten erzählt, die sie erlebt haben.
"Ich weiß einfach nicht, wie ich weiterleben soll", ist ein Zitat von Valentyna Dzyubenko, die ihren Sohn Yaroslav verloren hat - er ist erschossen worden. Auch Irina muss einen heftigen Verlust verarbeiten: Zwei ihrer drei Brüder wurden in einem kleinen ukrainischen Dorf umgebracht. Die beiden Frauen erzählen im Podcast, was sie fühlen und wie sie mit der Trauer umgehen.
Darüber hinaus ordnet die Trauerbegleiterin Evangelia Tsiafouli aus Bochum in der Episode ein, was solche Erlebnisse mit den Menschen machen und welche besondere Rolle der Krieg im Trauerprozess spielt.
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| Deutscher Soldat: "Wenn ich keinen Schiss hätte, wäre ich tot oder Lügner" | 24 Aug 2022 | 00:31:29 | |
Als Mica die Bilder vom Krieg in der Ukraine sieht, entschließt sich der 32-jährige Deutsche kurz darauf zu handeln. "Die Art und Weise wie dieser Krieg auf Seiten der russischen Armee geführt wird, hat mich dazu bewogen hierher zu kommen," sagt er in dieser Folge von "So fühlt sich Krieg an". Funke-Reporter Jan Jessen hat Mica in der Ukraine getroffen, dort kämpft er auf der Seite der ukrainischen Armee. Jan will verstehen, wie Mica den Krieg als Soldat erlebt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte ausländische Menschen nach Kriegsbeginn dazu aufgerufen, an der Seite der Ukraine zu kämpfen. Hunderte sind seinen Worten gefolgt. In Deutschland ist ein solcher Einsatz verboten. Die Bundesregierung hat jedoch signalisiert, dass deutsche Kriegsteilnehmende straffrei ausgehen.
Im Podcast-Interview schildert Mica seine Beweggründe, wie die ukrainische Bevölkerung auf ihn reagiert und was er über die deutsche Bundesregierung denkt. Auf die Frage, ob er im Einsatz auch Angst habe, sagt er: "Wenn ich keinen Schiss hätte, wäre ich tot oder Lügner."
Welche Rolle ausländische Freiwillige im Krieg spielen, lässt sich Jan von Militär- und Osteuropa-Experte Gustav Gressel einordnen. Er arbeitet beim European Council on Foreign Relations, das sich mit außenpolitischen Fragen beschäftigt. Was die Soldaten antreibt? "Das ist von Individuum zu Individuum sehr unterschiedlich", erklärt er. Das komplette Interview und weitere Hintergründe zu Legionären im Krieg hört ihr in dieser Folge.
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Jan Jessen ist Politikchef der Neuen Ruhr / Neuen Rhein Zeitung (NRZ) der FUNKE Mediengruppe in Essen. Er berichtet seit Jahren über die Konflikte in der Welt. Gemeinsam mit FUNKE-Fotograf Reto Klar hat er mehrfach die Ukraine besucht, unterstützt durch den ukrainischen Organisator und Journalisten Oleg Reshetniak und die Übersetzerin Dasha Sachkova.
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