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Explore every episode of the podcast Geschichte in Kinderschuhen. Aufwachsen im Donauraum

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TitlePub. DateDuration
#4 Das Unvorstellbare – Kindheit in der Deportation (Bessarabien)13 Aug 202600:25:07

Das Unvorstellbare als Thema. In der vierten Folge unseres Podcasts stehen Deportationen im Mittelpunkt. Sie schufen Erfahrungen, die die Kindheiten im Donauraum nachhaltig prägten: Es geht um Geschichten von Kindern, die ihre Herkunftsregionen verlassen mussten, deren Familien auseinandergerissen wurden und die unter Zwang an fremden Orten ein neues Leben beginnen sollten. Die Folgen dieser Deportationen wirken bis heute in den Lebensgeschichten nach und sind wesentlicher Teil des kollektiven Gedächtnis ganzer Regionen .

Deportationsgeschichte und -geschichten sind ein Merkmal zahlreicher Gesellschaften im östlichen Europa. Beispiele dafür finden sich auch in Bessarabien, das heute größtenteils zur Republik Moldau gehört.

Wie dort die historischen Umbrüche das Leben von Kindern prägten, steht im Mittelpunkt dieser Folge. Zusammen mit der Historikerin Dr. Ludmila Cojocaru, Wissenschaftlerin und Kuratorin am Historischen Museum der Republik Moldau in Chișinău, nähern wir uns den persönlichen Erfahrungen der Betroffenen. Gemeinsam hören wir historische Tonaufnahmen, in denen Menschen über ihre Kindheitserfahrungen während der Deportation erzählen. Dadurch eröffnen sich persönliche Einblicke in ihre Erinnerungen und Erlebnisse. Ihre Stimmen, erzählend oder singend, eröffnen einen Einblick in Kindheiten, die von Verlust, Entwurzelung und Neuaushandlungen von Zugehörigkeiten geprägt waren.

Der Podcast "Geschichte in Kinderschuhen. Aufwachsen im Donauraum" entstand im Rahmen des Projekts "Everyday Danube. OpenEducational Resource zu Alltagskultur im Donauraum". Das Projekt wird gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen des Programms Perspektive Donau.

Hier geht's zum Tonarchiv des IKDE

Sprecher*innen:

Jana Stöxen, M.A. (IKDE)
Dr. Ludmilla D. Cojocaru (Kuratorin/wiss. Mitarbeiterin, National Museum of History of Moldova, Chişinău)

Verwendete Tonbänder:

Tonarchiv IKDE Freiburg, Band 999 (jki0999-1_0001), aufgenommen in Freiburg i.Br., April 1974, A. T., geb. G. aus Sarwasch (Hirschfeld, Szarvas, Sarvaš), Slawonien, Kroatien

Tonarchiv IKDE Freiburg, Band 545-2 (jki0545-1_0002), aufgenommen in Tübingen, Sommer 1963, L. B. aus Piandsch, Grenzregion Tschadikistan/Afghanistan

Tonarchiv IKDE Freiburg, Band 905 (jki0905-1_0001), aufgenommen in Freiburg, September 1971, R. V., geb. F. (*1904) aus Katharinenfeld bei Tiflis (Bolnisi), Georgien

Tonarchiv IKDE Freiburg, Band 745-14 (jki0745-1_0014), aufgenommen in Tübingen, 1958

Literatur:

Karl Schlögel (2017). Das sowjetische Jahrhundert. Archäologie einer Untergegangenen Welt. München.

Herta Müller (2009). Atemschaukel. München.

#3 Back to the Roots? Die Jugendarbeit des Karpatendeutschen Vereins in der Slowakei06 Aug 202600:44:56

In dieser Episode beschäftigen wir uns mit gegenwärtigen Kindheiten und Jugend. Dafür gibt uns Katrin Litschko Einblicke in die Kinder- und Jugendarbeit der deutschen Minderheit in der Slowakei. Sie ist PR- und Kulturmanagerin im Slowakischen Nationalmuseum – Museum der Kultur der Karpatendeutschen. Zudem ist sie Chefredakteurin des Karpatenblatts – eine Zeitschrift des Vereins der deutschen Minderheit in der Slowakei.

Gemeinsam mit ihr fragen wir, wie sich historische Erfahrungen und gesellschaftliche Veränderungen auf die Lebenswelten junger Menschen auswirken. Ausgehend von der Geschichte der deutschsprachigen Minderheiten in der heutigen Slowakei richten wir den Blick auf die Gegenwart: 

Wie gestalten junge Menschen ihre Identität im multikulturellen Kontext? Welche Rolle spielt dabei die Bezugnahme auf ihre deutschen Wurzeln? Welche Werte, Vorstellungen und Zukunftsperspektiven prägen das Selbstverständnis der Jugendlichen? Und was zeichnet die Jugendarbeit des Karpatendeutschen Vereins aus?

Die Folge verbindet damit historische Perspektiven mit gegenwartsbezogenen Fragen und nimmt in den Blick, wie junge Menschen unterschiedliche Zugehörigkeiten für sich aushandeln.

Disclamer: Die Überleitung am Ende dieser Folge bezieht sich auf Folge #5 zu Erinnerungsprozessen in Familien. Davor wenden wir uns aber in Folge #4 dem Thema Kindheit in der Deportation zu.

Der Podcast "Geschichte in Kinderschuhen. Aufwachsen im Donauraum" entstand im Rahmen des Projekts "Everyday Danube. OpenEducational Resource zu Alltagskultur im Donauraum". Das Projekt wird gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen des Programms Perspektive Donau.

Hier geht's zum Tonarchiv des IKDE

Sprecher*innen:

Dr. Tilman Kasten (IKDE)
Katrin Litschko (Chefredakteurin, Karpatenblatt)

Interviewpartner*innen:

Patrick Lombart (ehem. Vorsitzender der Karpatendeutschen Jugend)
Miroslava Quallichová (Vorsitzende der Karpatendendeutschen Jugend)

Literatur:

Gottas, Friedrich (2006). Zur Geschichte der Deutschen in der Slowakei. Jörg Meier (Hg.): Beiträge zur Kulturgeschichte der Deutschen in der Slowakei, S. 9-55.

Hutzelmann, Barabara (2016). Die deutsche Minderheit und die Enteignung der Juden in der Slowakei. In: Ingo Loose & Burkhard Olschowsky (Hg.). Nationalsozialismus und Regionalbewusstsein im östlichen Europa, Oldenburg 2016, S. 227-248.

Nosko, Ulla (2015). Lebensbilder. Karpatendeutsche erinnern sich. Karlsruhe.

Zückert, Martin (2016). Jenseits der Nation: Überlegungen zu einer Geschichte der Deutschen in der Slowakei. In: Martin Zückert, Michal Schvarc & Jörg Meier (Hg.). Migration. Zentrum und Peripherie. Kulturelle Vielfalt. Neue Zugänge zur Geschichte der Deutschen in der Slowakei, S. 13-36.

Radio Slowakei International (2017). So klingt Hopgärtnerisch. Veröffentlicht im Karpatenblatt. Magazin der Deutschen in der Slowakei. (Online)

#2 Kindheit in der Dobrudscha – Aufwachsen in einer vielfältigen Nachbarschaft30 Jul 202600:33:18

In der zweiten Folge unseres Podcasts greifen wir die Anregung von Monika Niermann auf und beschäftigen uns mit Kindheiten in der Dobrudscha. Doch warum richtet sich unser Blick ausgerechnet auf diese Region?

Die Dobrudscha, gelegen zwischen Donau und Schwarzem Meer und heute Teil Rumäniens und Bulgariens, war über Jahrhunderte hinweg ein vielschichtiger Grenz- und Verflechtungsraum. Migrationen und politische Umbrüche formten die Region ebenso wie das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher ethnischer, sprachlicher und religiöser Zugehörigkeiten.

Diese lange gewachsene Vielfalt prägte auch den Alltag der Kinder und Jugendlichen: Beispielsweise entstanden in Schulen oder Nachbarschaften Freundschaften über sprachliche Grenzen hinweg. Kindheiten eröffnen damit einen besonderen Zugang zu der Frage, wie sich das Zusammenleben in einem multiethnischen Raum gestaltete und wie daran erinnert wird.

Als Gesprächspartner haben wir dafür Tobias Weger eingeladen, der – unter anderem – über eine besondere Expertise zur Dobrudscha verfügt. Als Kulturwissenschaftler und Historiker beschäftigt er sich mit diesem facettenreichen Kultur- und Erinnerungsraum und gibt spannende Einblicke in dessen Vergangenheit und Gegenwart.

Sprecher*innen: Jana Stöxen, M.A. (IKDE), Dr. Tobias Weger (IKGS)

Verwendete Tonbänder:

- Tonarchiv IKDE, Band 229 (jki0229-1_0002), aufgenommen in Gerlingen bei Stuttgart, Februar 1957, O. K. aus Cobadin/Kobadin, Dobrudscha, Rumänien

- Tonarchiv IKDE, Band 580-11 (jki0580-1_0011), aufgenommen in Straßkirchen durch P. R. aus Karamurat, Dobrudscha, Rumänien, März 1964, Schwiegersohn P. S. singt Lied: Am Ufer des Schwarzen Meeres, ja…

- Nachlass Niermann, 13-2, aufgenommen August 1993, A. K. geb. G. (*1918) aus Cogealac (Kogealac, Kotschalak, Kodschalak, Koschelak, Cogealac), Dobrudscha, Rumänien

- Nachlass Niermann,05-2, E. H., geb. S. (*1915) aus Maraslienfeld, Bessarabien, später Adschemler (Atschemler, Agemler, Ciobăniţa), Dobrudscha, Rumänien

- Nachlass Niermann, 02-1, Mutter S. H., geb. H. und Tochter C. B., geb. H., aus Atmagea, Dobrudscha, Rumänien

- Nachlass Niermann, 02-1, O.R., geb. K. (*1915) aus Cogealac, Dobrudscha, Rumänien

- Tonarchiv IKDE, Band 481-001 (jki0481-1_0001), aufgenommen in Stuttgart-Rohr-Dürrlewang, Dezember 1961, B. K. (1920) aus Beresina (Beresyne), Bessarabien, Ukraine, mit 5 Jahren verzogen nach Kobadin (Cobadin), Dobrudscha, Rumänien, und S. M. (1900) aus Cataloi (Katalui/Kataloi), Dobrudscha, Rumänien

Tonarchiv IKDE, Band 582-1-17 (jki0582-1_0017), aufgenommen in Straßkirchen durch P. R. aus Karamurat, Dobrudscha, Rumänien, März 1964, Schwiegersohn P. S.

Literatur:

Clauß, Susanne (2015). Der Nachlass Klett/Niermann im IVDE Freiburg als Quellenbasis volkskundlicher Forschungen. In: Retterath, Hans-Werner (Hg.): Zugänge. Volkskundliche Archiv-Forschung zu den Deutschen im und aus dem östlichen Europa. Münster, S. 219-235.

Niermann, M. Monika (1996). Deutsche Kindheit in der Dobrudscha. Marburg.

Sallanz, Josef (2020). Dobrudscha. Deutsche Siedler zwischen Donau und Schwarzem Meer. Potsdam.

Weger, Tobias (2023). Ein nicht eingelöstes Versprechen. Die Umsiedlung der Deutschen aus der Dobrudscha 1940 und ihre Folgen. In: Cornelia Eisler, Katharina Schuchardt (Hgg.): Versprechen als kulturelle Konfigurationen in politischen Kontexten. Interdisziplinäre Zugänge und Perspektiven. Dresden, S. 147–166. (pdf)

#1 Spurensuche am Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm – Kindheit und Jugend im Donauraum23 Jul 202601:01:49

Willkommen zur ersten Episode unseres Podcasts! In dieser Episode begeben wir uns auf Spurensuche: Was ist der Donauraum und wie können wir Kindheiten verstehen? Unsere Reise führt uns ans Donauschwäbische Zentralmuseum (DZM) in Ulm. Dort treffen wir den Direktor Tamás Szalay und die Wissenschaftliche Mitarbeiterin Henrike Hampe.

Wir erfahren, warum insbesondere kulturelle Vielfalt und Migration diesen Raum auszeichnen. Tamás Szalay gibt Einblicke in die Geschichte der Donauschwaben und teilt seine persönliche Geschichte als „Kind der Donau“ mit uns.

Henrike Hampe nimmt uns mit in die Ausstellung und das Depot. Hier erfahren wir anhand von Objekten, wie wir uns dem Thema Kindheiten nähern können und wie vielfältig Kindheiten im Donauraum waren und sind.

Am Ende der Episode sprechen wir mit Carmen Stadelhofer von ILEU E.V. und hören, wie sie als Netzwerkerin im Donauraum neue Verbindungen schafft.

Kommt mit nach Ulm und entdeckt mit uns den Donauraum und die Bedeutung von kulturellem Austausch, Flucht und Migration, aber auch Themen wie Arbeit und Schule für das Aufwachsen in dieser Region.

Der Podcast "Geschichte in Kinderschuhen. Aufwachsen im Donauraum" entstand im Rahmen des Projekts "Everyday Danube. OpenEducational Resource zu Alltagskultur im Donauraum". Das Projekt wird gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen des Programms Perspektive Donau.

Hier geht's zum Tonarchiv des IKDE

Sprecher*innen:

Dr. Tilman Kasten (IKDE)
Jana Stöxen, M.A. (IKDE)
Sarah Wirschke, M.A. (IKDE)
Tamás Szalay (Direktor, DZM)
Henrike Hampe (Kuratorin/wiss. Mitarbeiterin, DZM)
Carmen Stadelhofer (ILEU e.V.)

#0 Vom Tonarchiv in den Donauraum - Wie es zum Podcast kam16 Jul 202600:10:02

Der Podcast "Geschichte in Kinderschuhen. Aufwachsen im Donauraum" entstand im Rahmen des Projekts "Everyday Danube. OpenEducational Resource zu Alltagskultur im Donauraum". Das Projekt wird gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen des Programms Perspektive Donau.

Woher kommen die Aufnahmen, die in unserem Podcast immer wieder zu hören sein werden? In unserer Pilotfolge nehmen wir euch mit ins Tonarchiv des Instituts für Kulturanalyse der Deutschen des östlichen Europa (IKDE) in Freiburg und erzählen euch, wie hier die Idee zum Podcast entstanden ist.

Hier geht's zum Tonarchiv des IKDE

Sprecher*innen: Jana Stöxen, M.A. (IKDE), Dr. Tilman Kasten (IKDE)

Verwendete Tonbänder:

Intro:

- Tonarchiv IKDE Freiburg, Band 592 (jki0592-1_0003), aufgenommen in Freiburg, Februar 1965. F. S. aus Rudolfsgnad, Banat, Serbien, singt „Theiß und Donau“

- Tonarchiv IKDE Freiburg, Band 206/207 (jki0206-1_0004), aufgenommen im Lager Piding bei Berchtesgaden, September 1956, Großvater T. mit seiner Enkelin aus Kernei (Kornau, Kernya/Kernyáya/Kerény, Krnjaja/heute Kljajićevo), Batschka, Serbien, singen „Weißt du, wie viel Sternlein stehen“

Soundcollage:

- Nachlass Niermann, 01-1, P. B. (*1909) aus Malcoci, Dobrudscha, Rumänien

- Tonarchiv IKDE Freiburg, Band 101 (jki0101-1_0004), aufgenommen in Wiesenfelden, Mai 1954, M. K. aus Saderlach (Zădăreni, Zádorlak), Banat, Rumänien

- Tonarchiv IKDE Freiburg, Band 504 (jki0504-1_0002), aufgenommen in Schwenningen, Juli 1962, O. K. aus Beresina (Beresyne), Bessarabien, Ukraine

- Tonarchiv IKDE Freiburg, Band 1192 (jki1192-1_0002), aufgenommen in Illingen, Dezember 1982, A. K. aus Honneshau (Lúčky), Slowakei

Outro:

- Tonarchiv IKDE Freiburg, Band 37 (jki0037-1_0002), aufgenommen in Waldwimmersbach 1952, M., Enkel von I. (*1873) aus Prahlitz (Pravlov), Südmähren, Tschechien, sagt Neujahrsspruch auf, am Ende Johannes Künzig (1897-1982), ehemaliger Leiter des IKDE bzw. Johannes-Künzig-Instituts

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