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MÀnnlichkeit im Wandel und die Konjunktur autoritÀrer MÀnnlichkeitsdiskurse28 Apr 202600:26:25

MÀnnlichkeit befindet sich in einem vielschichtigen Wandel im neoliberalen Kapitalismus zwischen VervielfÀltigung und dem Fortbestehen patriarchaler Normen. Wie werden diese Entwicklungen in libertÀr- und rechts-autoritÀren MÀnnlichkeitsdiskursen auf Social Media aufgegriffen?

In dieser ersten Folge von GERDEA der Podcast spricht Host Jonas GĂ€rtner mit Yannik Markhof vom Dissens – Institut fĂŒr Bildung und Forschung ĂŒber das Forschungsprojekt GERDEA sowie das Teilforschungsprojekt zu MĂ€nnlichkeitsdiskursen der (extrem) Rechten und der MannospĂ€re.

Themen der Folge:

  • Was macht der Forschungsverbund GERDEA und wer steckt dahinter?
  • Wie verĂ€ndern sich kulturelle Leitbilder von MĂ€nnlichkeit im neoliberalen Kapitalismus?
  • Wann fallen autoritĂ€re Deutungsangebote bei MĂ€nnern auf fruchtbaren Boden?
  • Rechts-autoritĂ€re vs. libertĂ€r-autoritĂ€re MĂ€nnlichkeitsdiskurse auf Social Media
  • Was können PĂ€dagog*innen und Sozialarbeiter*innen aus dieser Forschung mitnehmen?

Gast: Yannik Markhof, Dissens – Institut fĂŒr Bildung und Forschung e.V.

WeiterfĂŒhrende Literatur:

Amlinger, Carolin; Nachtwey, Oliver (2022): GekrÀnkte Freiheit. Aspekte des libertÀren Autoritarismus. Originalausgabe. Berlin: Suhrkamp.

Bourdieu, Pierre (2012): Die mÀnnliche Herrschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp

Heilmann, Andreas (2011): NormalitÀt auf BewÀhrung. Outings in der Politik und die Konstruktion homosexueller MÀnnlichkeit. Bielefeld: transcript Verlag.

Markhof, Yannik (2025): Antifeministische Deutungsmuster zu geschlechtsbezogener Gewalt. In: Klemm, Sarah/Wittenzellner, Ulla (Hg.): Geschlechterreflektierte PĂ€dagogik gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus, S. 103–106.

Markhof, Yannik; RĂŒkgauer, Johanna; Stuve, Olaf (2025): (LibertĂ€r-)AutoritĂ€re MĂ€nnlichkeiten in deutschen YouTube- und TikTok-Videos. In: Journal fĂŒr Entwicklungspolitik 41 (3-4), S. 117–137. DOI: 10.20446/JEP-2414-3197-41-3-117 .

Penz, Otto; Sauer, Birgit (2023): Konjunktur der MÀnnlichkeit. Affektive Strategien der autoritÀren Rechten. Frankfurt am Main: Campus Verlag.

Scholz, Sylka (2025): MĂ€nnlichkeitsforschung. Stuttgart, Deutschland: utb GmbH.

Stuve, Olaf (2026): Konjunktur autoritĂ€rer MĂ€nnlichkeiten. In: Politikum 12 (1), S. 44–51. DOI: 10.46499/2670.3743 .

Weitere Informationen unter:

Forschungsverbund GERDEA: projekt-gerdea.de

Dissens - Institut fĂŒr Bildung und Forschung: dissens.de

Credits:

Host & Produktion: Jonas GĂ€rtner, Redaktion Yannik Markhof und Jonas GĂ€rtner, gefördert vom Bundesministerium fĂŒr Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Rechte Geschlechterpolitiken. Biografische VerlÀufe und SelbstprÀsentationen auf Social Media04 May 202600:40:21

Welche biografischen Erfahrungen fĂŒhren dazu, dass Menschen sich auf Social Media als Tradwife, Fitnessbro oder rechts-konservative Stimme prĂ€sentieren? In dieser Folge geht es um geschlechterpolitische rechte SelbstprĂ€sentationen auf sozialen Medien und die Biografien, die hinter den Social-Media-Accounts stecken.

In dieser zweiten Folge von GERDEA – DER Podcast spricht Jonas GĂ€rtner mit Paula Matthies, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Frankfurt University of Applied Sciences und Teil des Forschungsverbundes GERDEA, ĂŒber rechte geschlechterpoitische Positionierung, biografische VerlĂ€ufe und SelbsprĂ€sentationen auf Social Media.

Themen dieser Folge:

  • Welche Social-Media-Accounts hat das Team untersucht und was macht eine rechte geschlechterpolitische SelbstprĂ€sentation aus?
  • Wie hat das Team Personen fĂŒr Interviews gefunden – und mit welcher Methode wurde gearbeitet?
  • Wie spiegeln sich rechte Überzeugungen in Lebensgeschichten wider?
  • Kann man bei rechten Geschlechterpolitiken von Retraditionalisierung sprechen?
  • Wie reagiert rechte Geschlechterpolitik auf den Wandel von GeschlechterverhĂ€ltnissen?

Gast: Paula Matthies, Frankfurt University of Applied Sciences

WeiterfĂŒhrende Literatur

Köttig, Michaela (2004). Lebensgeschichten rechtsextrem orientierter MĂ€dchen und junger Frauen – Biographische VerlĂ€ufe im Kontext der Familien- und Gruppendynamik; Gießen: Psychosozial-Verlag

Lenz, Ilse (2017). Genderflexer? Zum gegenwĂ€rtigen Wandel der Geschlechterordnung. In I. Lenz, S. Ressel, & S. Evertz (Hrsg.), Geschlecht im flexibilisierten Kapitalismus? Neue UnGleichheiten (S. 181–222). Springer VS.

Rösch, Viktoria; Matthies, Paula & Köttig, Michaela (2025): How to Show an Image of Myself: Ein methodischer Vorschlag zur Rekonstruktion medialer SelbstprÀsentationen am Beispiel geschlechterpolitischer Positionierungen [52 AbsÀtze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 26(2), Art. 15, https://doi.org/10.17169/fqs-26.2.4419.

Rösch, Viktoria (2025). TradWives. Antifeminismus und die Ikonisierung von ProvinzialitÀt in den sozialen Medien. In: Johanna Niendorf, Fiona Kalkstein, Henriette Rodemerk & Charlotte Höcker (Hrsg.): Antifeminismus und ProvinzialitÀt. Zur autoritÀren Abwehr von Emanzipation. Bielefeld: transcript, S.193-211.

Rösch, Viktoria (2023): Heimatromantik und rechter Lifestyle. Die rechte Influencerin zwischen Self-Branding und ideologischem Traditionalismus. GENDER – Zeitschrift fĂŒr Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, Heft 2/23, S. 25-40.

Credits:

Host & Produktion: Jonas GĂ€rtner, Redaktion Yannik Markhof und Jonas GĂ€rtner, gefördert vom Bundesministerium fĂŒr Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Geschlechterrollenstereotype Wahrnehmungsfilter in Gerichtsprozessen zu rechter Gewalt und Rechtsterrorismus11 May 202600:35:32

In der dritten Folge von GERDEA der Podcast spricht Host Jonas GÀrtner mit Philipp Polta, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Philipps-UniversitÀt Marburg Gerichtprozesse zu rechter Gewalt und Rechtsterrorismus und die Rolle von Geschlecht und Klasse in der Interaktion im Gerichtssaal.

Themen dieser Folge:

  • Was ist das Erkenntnisinteresse hinter der Analyse von Gerichtsprozessen und was hat das mit Geschlecht zu tun?
  • Der Gerichtssaal als sozialer Ort: Was bedeutet das?
  • Wie prĂ€gen Geschlechterrollenstereotype die Wahrnehmung im Gerichtssaal – und was sind „Wahrnehmungsfilter"?
  • Welchen Einfluss hat das Geschlecht und Klassenposition der Angeklagten auf die Interaktion in Prozessen zu rechter Gewalt und Rechtsterrorismus?

WeiterfĂŒhrende Literatur

Bitzan, Renate; Köttig, Michaela; Schröder, Berit (2003). Vom Zusehen bis zum Mitmorden: mediale Berichterstattung zur Beteiligung von MĂ€dchen und Frauen an rechtsextrem motivierten Straftaten. Zeitschrift fĂŒr Frauenforschung und Geschlechterstudien, 21(2-3), S. 150-170

Kette, Jan; Birsl, Ursula; JĂ€kel, Laura (2018): Rechtsextremismus und Gender: TĂ€ter_innen und Betroffene rechter Gewalt. Eine Analyse bundesweiter Medienberichterstattung – Eine Studie. Marburg (Working Paper-Reihe im Fachgebiet Demokratieforschung, 5). Online verfĂŒgbar unter https://www.uni-marburg.de/de/fb03/politikwissenschaft/ fachgebiete/brd/working-paper-forschung/workingpaper5.pdf.

Rams, Patricia (2022): Unpolitische Frauen, mĂ€nnliche AnfĂŒhrer und feminisierte MitlĂ€ufer – Geschlechterrollenstereotype Wahrnehmungsfilter in aktuellen Strafverfahren zu rechter Gewalt. Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit 7 (1), S. 76–88. DOI: 10.46499/2075.2351

Weitere Infos unter: www.projekt-gerdea.de

Credits:

Host & Produktion: Jonas GĂ€rtner, Redaktion Yannik Markhof und Jonas GĂ€rtner, gefördert vom Bundesministerium fĂŒr Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

Junge Menschen am Übergang zum Erwachsenenalter. Geschlecht, rechte Deutungen und demokratische Resilienzen29 May 202600:45:54

In der vierten Folge des GERDEA-Podcast spricht Host Jonas GĂ€rtner mit Marie Reusch von der Justus-Liebig UniversitĂ€t Gießen ĂŒber geteilte Erfahrungen und Orientierungen junger Menschen, ĂŒber HandlungsfĂ€higkeit, Autonomie und Geschlecht und ĂŒber mögliche Einfallstore fĂŒr rechte Deutungen sowie demokratische Resilienzen.

Themen der Folge

  • Welche WĂŒnsche, welches Wissen und welche strukturellen Bedingungen haben junge Menschen am Übergang zum Erwachsenenalter?
  • Gruppendiskussionen mit der dokumentarischen Methode analysieren
  • Welche Rolle spielen HandlungsfĂ€higkeit und EigenstĂ€ndigkeit in den kollektiven Orientierungen junger Menschen?
  • Welche Rolle spielt Geschlecht im Erfahrungswissen junger Menschen?
  • Wo finden sich bei jungen Menschen Einfallstore fĂŒr rechte Deutungen?
  • Wo finden sich Resilienzen gegen rechte Deutungen?

WeiterfĂŒhrende Literatur

Reusch, Marie/Lang, Juliane, i.E.: Jugend im Umbruch. Lebenslagen junger Erwachsener und ihr Blick auf geschlechtergerechte Sprache. In: Hergenhan, Jutta/Klapeer, Christine/Leinius, Johanna/NĂŒthen, Inga (Hg.): Sprache als Kampffeld autoritĂ€rer Geschlechterpolitiken: Analysen zur Bedrohung pluraler Demokratien. Transcript-Verlag.

Lang, Juliane/Reusch, Marie, 2025: Gegen ‚Gender‘ statt gegen soziale Ungerechtigkeit? Wie rechte Akteure die Zukunftssorgen junger Menschen nutzen. Blog-Beitrag auf der Projekt-Website des GERDEA-Projekts.

Lang, Juliane/Reusch, Marie/Schmitt, Sophie, 2022 (Hg.): Zeitschrift Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit, Special Issue "Geschlechtersensible politische Bildung. Das rechtsextreme Geschlechterleitbild (Heft 1/2022). Wochenschau-Verlag. https://www.wochenschau-verlag.de/Geschlechtersensible-politische-Bildung.-Das-rechtsextreme-Geschlechterbild/ZDgM1-22

Credits:

Host & Produktion: Jonas GĂ€rtner, Redaktion Yannik Markhof und Jonas GĂ€rtner, gefördert vom Bundesministerium fĂŒr Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

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