Achterbahn statt Schonfahrt: Zweitliga-Trainer Thomas Stamm hat in seinen ersten 19 Monaten bei Dynamo Dresden so ziemlich alles erlebt, was der Trainerberuf hergibt. Zweitliga-Aufstieg im ersten Jahr, dann Hinrundenletzter – und aktuell Rückrundendritter. „Passt ganz gut zu Dynamo“, scherzt der Schweizer im Fußballtrainer-Podcast FROM COACH TO COACH.
Im Gespräch erklärt der 42-Jährige detailliert, was sich seit dem Winter verändert hat, welche Trainingsübungen, Maßnahmen und Verhaltensweisen entscheidend waren, um aus dem Ergebnisloch herauszukommen - von der Bedeutung von Eins-gegen-eins-Training über spannende Insights ins Dresdner Flankenspiel.
Darüber hinaus spricht Stamm über:
- seine fußballerische Prägung durch Johan Cruyff
- seine Liebe zum ballbesitzorientierten Spiel
- warum Variabilität trotz klarer Spielphilosophie eine seiner größten Trainerstärken ist
- seine selbst entwickelte Trainingsübungs-Datenbank, die er von Station zu Station weiterentwickelt hat
Im zweiten Teil der Episode tauchen wir tief in Stamms Trainerlaufbahn ein: Von den Anfängen im Nachwuchsbereich in Winterthur und Schaffhausen über seine Arbeit für die Schweizer Nationalmannschaften bis hin zu neun Jahren beim SC Freiburg als U19- und U23-Trainer. Stamm erzählt, warum er beinahe Nachfolger von Christian Streich geworden wäre – und was er aus dieser Zeit bis heute mitnimmt.
Besonders spannend: seine Einblicke in die akribische und innovative Trainerausbildung in der Schweiz – von standardisierten Ausbildungs-CDs über vollgepackte Leitz-Ordner bis hin zu finanzieller Unterstützung für Vollzeit-Trainerstellen. Der Fokus auf individuelle Entwicklung begann in seinen Augen schon deutlich früher als gefühlt in Deutschland.
Zum Abschluss wird es grundsätzlich und persönlich:
- Was war seine wichtigste Trainerlektion?
- Warum braucht es heute – und in 15 Jahren – einen anderen Trainertyp?
- Welches ist sein liebstes Spielprinzip?
- Und warum würde seine Wahl für einen Kaffee mit einem Welttrainer auf Jürgen Klopp fallen?