Explore every episode of the podcast FiBL Focus
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| Ziele setzen, Vielfalt schaffen: Ergebnisorientierte Biodiversitätsförderung | 23 Oct 2026 | 00:49:49 | |
Obwohl es in der Schweiz bereits viele verschiedene Biodiversitätsfördermassnahmen auf landwirtschaftlichen Betrieben gibt, konnte der Biodiversitätsverlust bislang nicht gestoppt werden. Das war einer der Gründe, warum in einem Projekt im Kanton Zürich eine neue Idee zur Biodiversitätsförderung ausprobiert wurde. Zu unserer 130. Folge hat Vanessa Gabel, Corinne Zurbrügg von der Agridea, den Landwirt Martin Pfister und Rebekka Frick vom FiBL ins Podcaststudio eingeladen. Sie berichten über das ZiBiF Projekt, bei dem die ziel- bzw. ergebnisorientierte Biodiversitätsförderung seit 2020 auf 29 Zürcher Betrieben getestet wurde. Zu Beginn des Projektes haben die teilnehmenden Landwirt*innen gemeinsam mit den Beratungspersonen standort- und betriebsspezifische Biodiversitätsziele festgelegt. Die Landwirt*innen konnten selbst entscheiden, wie sie auf diese Ziele hinarbeiten und mussten sich nicht streng an die üblichen Biodiversitätsmassnahmen wie beispielsweise genaue Schnittzeitpunkte halten. Die Beiträge bemassen sich an der tatsächlich vorhandenen biologischen Qualität der Fläche, welche anhand der Floraqualität und/oder vorhandenen Strukturen festgelegt wurde. Ob das Projekt ein Erfolg war und welche Erfahrungen dabei gemacht wurden, könnt ihr in dieser Folge hören. Gäst*innen: Corinne Zurbrügg (Agridea), Martin Pfister (Birkenhof, Uster), Rebekka Frick (FiBL) Moderation und Schnitt: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weitere Informationen: https://www.zielorientierte-biodiversitaet.ch/
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| Agroforst - Der beste Baum ist der, den man gestern gepflanzt hat | 09 Oct 2026 | 00:32:34 | |
In dieser Episode von FiBL Focus widmen wir uns dem Comeback der Bäume in der Landwirtschaft, dem Agroforst. Angesichts der zunehmenden Extremwetterereignisse wie Dürre, Hitze, Überschwemmungen und Hagel, die der Klimawandel mit sich bringt, wird uns der Wert von Bäumen für Schatten und Kühlung immer bewusster. Einst ein selbstverständlicher Teil der Landwirtschaft, verschwanden Bäume mit der Industrialisierung von den Feldern und erleben nun unter dem Namen "Agroforst" eine Renaissance. Podcast Redaktorin Anke Beermann spricht mit Johanna Rüegg, Umweltnaturwissenschaftlerin und Agroforst-Koordinatorin am FiBL, die auch zu Kakao in den Tropen forscht, sowie Matthias Klaiss, gelernter biologisch-dynamischer Landwirt und Agrarwissenschaftler, der am FiBL Betriebe im Ackerbau und zu Agroforst berät. Die beiden Wissenschaftler*innen arbeiten gemeinsam an einem von der Leopold Bachmann Stiftung unterstützten Projekt. Seit 2024 entsteht in Frick eine Agroforstanlage, die als Lern-, Austausch- und Forschungsort dient. Dort wachsen Waldbäume, Hecken, Obstbäume und Sträucher, um die Obst- und Wertholzproduktion zu fördern, die Futtervielfalt für Kühe zu erhöhen, den Ausgleich extremer Wetterereignisse zu unterstützen und die Biodiversität zu stärken. Hunderte Besucher jährlich können so die Praxistauglichkeit verschiedener Anbau- und Pflegevarianten direkt am Feld erleben. Diskutiert wird, welche Vorteile Agroforst bietet, wo seine Grenzen liegen, wie die Förderung in der Schweiz und Deutschland aussieht, was man beim Pflanzen beachten sollte und warum der beste Baum der ist, den man schon gestern gepflanzt hat. Gäst*innen: Johanna Rüegg und Matthias Klaiss (beide FiBL) Moderation: Anke Beermann, FiBL Weitere Infos: FiBL - Agroforstanlage am FiBL als Treffpunkt und Experimentierfeld Leopold Bachmann Stiftung - Leopold Bachmann Stiftung
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| Besser essen in der Gemeinschaftsverpflegung: Wie schaffen wir mehr Bio ausser Haus? | 25 Sep 2026 | 00:37:46 | |
Gemeinschaftsgastronomie gilt als Bereich mit grossem Biopotenzial, auch weil die Marktanteile hier noch sehr gering sind. In unserer neusten Folge sprechen wir mit zwei Spezialistinnen über diese Potenziale und die Hindernisse auf dem Weg zu mehr Bio in der Gemeinschaftsverpflegung. Heute bewegen wir uns für einmal weg von der Bioproduktion, und schauen dorthin, wo Bioprodukte ihren Platz auf den Tellern finden. In den Privathaushalten hat Bio bereits einen schönen Marktanteil erreicht, das gilt sowohl für deutsche Verbraucher*innen, wie auch noch verstärkt für die schweizerischen Konsument*innen, die den weltweit höchsten Bioanteil im Einkaufskorb aufweisen. Die Potenziale in der Gastronomie, wie auch in der Gemeinschaftsverpflegung sind aber nach wie vor ungenügend genutzt. Oder optimistischer ausgedrückt: Die Möglichkeiten für grösseren Bioabsatz sind hier riesig. Natürlich ruft das Thema auch die Forschung auf den Plan. In dieser Podcastfolge sprechen wir mit Anja Erhart und Sabine Ersing vom FiBL in Deutschland über Bionahrungsmittel in der Gemeinschaftsverpflegung. Dieser etwas sperrige Begriff umfasst die Restauration in Schulen, Kitas, Krankenhäusern, Kantinen, Pflegeeinrichtungen und ähnlichen Institutionen. Im Gespräch mit Adrian Krebs berichten Ersing und Erhart über den Status quo in den deutschen Gemeinschaftsküchen, die wie erwähnt grossen Potenziale und die Fortschritte im EU-Projekt Visionary. Dieses versucht die brachliegenden Möglichkeiten länderübergreifend zu ermitteln und so die Biowertschöpfung zu steigern. Eine ausführlichere Version dieses Gesprächs findet ihr auf unserem Projektkanal FiBL Collaboration (s. Link unten). Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 128/Deutsch/Länge 37min46s. Links Ausführliche Version des Gesprächs auf FiBL Collaboration Das Projekt Visionary auf der Website des FiBL Website des Projekts Visionary https://visionary-project.eu/de/ Informationen über das Label Bio Cuisine von Bio Suisse, mit dem in der Schweiz ein höherer Bioanteil in Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung angepeilt wird: https://knospe.bio-suisse.ch/gastronomie/bio-cuisine.html Gäste/FiBL-Forschungsteam: Sabine Ersing und Anja Erhart (FiBL in Deutschland) Moderation und Redaktion: Adrian Krebs, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL
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| Funktionelle Biodiversität: Vielfalt mit positiven Nebenwirkungen | 11 Sep 2026 | 00:42:08 | |
In der aktuellen Folge – dem ersten live aufgenommenen Podcast von FiBL Focus – diskutieren Charlotte Aichholz von Sativa und Severin Hellmüller vom FiBL über funktionelle Biodiversität. Im Gespräch mit Redaktor Adrian Krebs erläutern sie diese Spezialdisziplin der Biodiversitätsförderung. Über die reine Biodiversität hinaus liefern Blühstreifen und Einzelpflanzen in den Acker- und Spezialkulturen Ökosystemdienstleistungen, indem sie die Präsenz von Nützlingen fördern und Schädlingen damit indirekt den Garaus machen. Der Einsatz erfolgt sowohl im Freiland wie auch im geschützten Anbau, also in Gewächshäusern und Tunnels. Severin Hellmüller von der Gruppe Gemüse- & Gartenbau des FiBL und Charlotte Aichholz, Züchterin bei der Saatguthändlerin und -produzentin Sativa erläutern unter anderem, was genau funktionelle Biodiversität ist und welche Konflikte es zwischen Einführung funktioneller Biodiversität und dem unbehinderten Ernten von homogenen Kulturen gibt. Es ist der erste Podcast, den wir für unser Format FiBL Focus mit Publikum aufgenommen haben. Lassen Sie sich nicht irritieren von den gelegentlichen Hintergrundgeräuschen aus dem Publikumsraum und darüber hinaus. Den idealen Rahmen für die Aufnahme bot der Vielfaltsmarkt 1001 Gemüse in Rheinau im Kanton Zürich. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 127 / Sprache deutsch / Dauer 42 Minuten 8 Sekunden
Links: Dieser Podcast wurde aufgenommen in Zusammenarbeit mit dem Projet Benefits.Biobreeding biobreeding.org Die wichtigsten Ziele des Projekts sind die folgenden:
Links zur funktionellen Biodiversität: Pilotversuche «Funktionelle Biodiversität im Rosenkohlanbau» Funktionelle Agrobiodiversität Gäste/FiBL-Forschungsteam: Charlotte Aichholz, Sativa und Severin Hellmüller, FiBL Moderation: Adrian Krebs, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL
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| Burnout in der Landwirtschaft: Eine Erfahrung, viele Betroffene | 27 Aug 2026 | 01:03:40 | |
Es gab eine Zeit in Christoph Rothhaupts Leben, in der er morgens nicht wusste, wie er seine Tiere versorgen soll. In der Schweiz sind rund 12 Prozent der landwirtschaftlichen Bevölkerung von einem Burnout betroffen. Das sind doppelt so viele wie im Rest der Gesellschaft. Die täglichen Herausforderungen in der Landwirtschaft sind gross:harte Arbeit, viel Leidenschaft für den Beruf und einer tiefen Verbundenheit zur Umwelt und den Tieren. Doch sie bringt oft auch enorme Herausforderungen mit sich: Unwägbarkeiten des Wetters, wirtschaftlicher Druck, nicht beeinflussbare politische Rahmenbedingungen sowie eine grosse Verantwortung für Tiere und Familie, und manchmal auch soziale Isolation. Diese Belastungen können Spuren hinterlassen – nicht nur auf dem Acker, sondern auch in der Seele der Menschen, die ihn bewirtschaften. Oft wird über diese inneren Kämpfe zu wenig oder gar nicht gesprochen, teils aus Scham, teils aus dem Gefühl, allein zu sein. Doch es ist Zeit, hinzuschauen und zuzuhören, denn eine nachhaltige Landwirtschaft braucht auch gesunde Menschen, die sie betreiben. In dieser Folge von FiBL Focus widmen wir uns der mentalen Gesundheit in der Landwirtschaft. Wir wollen darüber sprechen, wie wir Anzeichen von Überforderung erkennen, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt, und welche Rolle wir als Gemeinschaft dazu beitragen können. Dazu haben wir den Landwirt Christoph Rothhaupt und unsere FiBL-Kollegin Anna Schmitz eingeladen, die beide auch eine Ausbildung zur systemischen Beratung haben und uns von ihren Erfahrungen berichten. Wer sich in einer akuten Krise befindet, Suizidgedanken hat oder sich akut um eine nahestehende Person sorgt, sollte umgehend den Notruf unter 144 (Schweiz, Österreich) oder 112 (Deutschland, Österreich) wählen, eine Arztpraxis aufsuchen oder eines der unten gelisteten Hilfsangebote nutzen. Hilfsangebote in der Schweiz: Die Dargebotene Hand Telefon 143 Rund um die Uhr (24/7) erreichbar, komplett kostenlos und anonym für alle Krisen Bäuerliches Sorgentelefon MO 8.15–12, DI 13–17, DO 18–22 +41 820 02 15 (Festnetztarif) baeuerliches-sorgentelefon.ch info@baeuerliches-sorgentelefon.ch Überlastung und Burnout-Prävention - Landfrauen SBLV «Wie geht's dir?» - Über alles reden, auch über psychische Gesundheit | Wie geht's dir?
Hilfsangebot Deutschland: Notruf 112 TelefonSeelsorge 0800 1110111 oder 0800 1110222 (kostenlos, rund um die Uhr) SVLFG Krisenhotline 0049 561 785 10101 (rund um die Uhr) Hilfsangebote: www.landwirtschaftliche-familienberatung.de
Hilfsangebot Österreich: Notruf 144 oder 112 TelefonSeelsorge 142 (rund um die Uhr, kostenlos) Bäuerliches Sorgentelefon 0810/676 810 (Mo bis Fr, 8:30 bis 12:30 Uhr)
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 126/Deutsch/Länge 63min40s.
Gäste/FiBL-Forschungsteam: Christoph Rothhaupt und Anna Schmitz (FiBL) Moderation Gespräch: Vanessa Gabel Redaktion: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: Depression und Burnout in der Landwirtschaft – Warum sind Bauern besonders betroffen? - Impact Reportage - Play SRF
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| Bio und konventionell im Tierwohl-Check | 14 Aug 2026 | 00:28:18 | |
Viele Konsument*innen verbinden mit dem Kauf von Bioprodukten automatisch ein besseres Leben für die Tiere. Doch ist dieser Zusammenhang wirklich so eindeutig? In dieser zweiten Folge zum Thema Tierwohl sprechen wir mit Silvia Ivemeyer vom Thünen-Institut und knüpfen an unsere Episode 117 an, in der sie uns bereits erste Einblicke in das Thema Tierwohl gegeben hat. Hier sprechen wir nun über die Unterschiede von Tierwohl in der Bio bzw der konventionellen Tierhaltung. Wir vergleichen die Kontrollsysteme in der Schweiz und in Deutschland und diskutieren, warum es nicht nur auf die Häufigkeit, sondern vor allem auf die Art der Kontrolle ankommt. Ein Thema ist dabei die Weiterentwicklung hin zu stärker tierbezogenen Indikatoren, die direkt am Tier ansetzen, statt sich allein auf Ressourcen- und Managementvorgaben zu verlassen. Zum Abschluss geht es um finanzielle Anreizsysteme wie BTS und RAUS in der Schweiz, die zeigen, wie wirksam Förderprogramme sein können, sowie um die Frage, was Bio- und konventionelle Landwirtschaft voneinander lernen können. Silvia Ivemeyer plädiert für einen offenen, differenzierten Umgang mit dem Begriff Tierwohl, der sowohl Stärken als auch Entwicklungsfelder ehrlich benennt.
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| Arzneipflanzen: Bewährtes Wissen, neue Forschung | 31 Jul 2026 | 00:44:40 | |
Arzneipflanzen werden seit Jahrhunderten eingesetzt, um Krankheiten bei Mensch und Tier vorzubeugen und zu behandeln. Auch heute setzen viele Landwirt*innen sie auf ihren Betrieben ein. In dieser Podcastfolge zeigen Michael Walkenhorst und Michelle Krügel, wie traditionelles Wissen und moderne Forschung zusammenwirken und welche Bedeutung Arzneipflanzen für die Tiergesundheit haben können. Arzneipflanzen enthalten nicht nur einen einzelnen Wirkstoff, sondern eine Vielzahl verschiedener Inhaltsstoffe. Diese können an unterschiedlichen Stellen im Körper wirken und sich gegenseitig ergänzen. Genau darin sehen Forschende einen wichtigen Vorteil gegenüber isolierten Wirkstoffen. Michael Walkenhorst erklärt, dass etwa bei Magen-Darm-Erkrankungen meist mehrere Beschwerden gleichzeitig auftreten. Deshalb sei es von Vorteil, wenn eine Arzneipflanze wie die Kamille nicht nur Krämpfe lindere, sondern zugleich entzündungshemmend wirke. Gleichzeitig machen diese komplexen Wirkstoffgemische die wissenschaftliche Untersuchung anspruchsvoll. Moderne Analysen tragen jedoch dazu bei, die Wirkmechanismen traditionell genutzter Arzneipflanzen immer besser zu verstehen. Bewährte Pflanzen für die landwirtschaftliche Praxis Studien des FiBL zeigen, dass auf Schweizer Tierhaltungsbetrieben vor allem bekannte Arzneipflanzen wie Kamille, Ringelblume, Johanniskraut oder Brennnessel verwendet werden. Viele Anwendungen werden innerhalb der Familie weitergegeben, andere stammen aus Fachbüchern oder Kursen. Gleichzeitig zeigen die Erhebungen, wie unterschiedlich Dosierungen und Anwendungen in der Praxis ausfallen können. Praktische Tipps für den Einstieg Michelle Krügel empfiehlt für den Einstieg insbesondere Thymian, Brennnessel und Bitterstoffpflanzen wie Löwenzahn. Letzteren bezeichnet sie im Podcast als «Omo der Körperzellen», weil er den Stoffwechsel unterstütze und den Körper beim «Putzen und Reinigen» helfe. Zudem erklärt sie, wie diese Pflanzen beispielsweise als Tee, Heu oder Inhalation eingesetzt werden können und worauf bei der Anwendung geachtet werden sollte. Sie gibt ausserdem Hinweise zur richtigen Lagerung von getrockneten Arzneipflanzen, damit ihre Qualität möglichst lange erhalten bleibt. Grenzen nicht vergessen So vielfältig Arzneipflanzen eingesetzt werden können - sie ersetzen nicht in jeder Situation konventionelle Arzneimittel. Bei schweren Erkrankungen oder Notfällen bleibt die Schulmedizin unverzichtbar. Arzneipflanzen können jedoch dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen, Tiere bei der Genesung zu unterstützen und den Einsatz bestimmter Medikamente sinnvoll zu ergänzen. Gäst*innen
Infos zum Thema
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| Tierhaltung weltweit neu gedacht – Die Erkenntnisse der IAHA Konferenz | 17 Jul 2026 | 00:12:26 | |
In dieser Folge des FiBL Focus Podcasts tauchen wir in die Ergebnisse der internationalen IAHA-Konferenz ein, die Ende April am FiBL stattfand. Fachleute aus aller Welt präsentierten dort ihre neuesten Arbeiten zur biologischen Tierhaltung. Bioaktuell.ch hat vier spannende Beiträge ausgewählt, die uns wertvolle Einblicke in innovative Ansätze und Herausforderungen in Europa, Afrika und Asien geben. Wir beginnen in Ungarn, wo das Forschungsinstitut ÖMKi die Weidehaltung revolutioniert. Hier kommen laut Petra Balogh, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team Tierhaltung am ÖMKi digitale Technologien zum Einsatz. Die Tiere werden mit Sensoren am Hals ausgestattet, welche wichtige Daten wie Wiederkauzeit, Fressverhalten und Aktivität erfassen. Anschliessend blicken wir nach Dänemark, wo Morten Hansen von der Universität Aarhus ein grundlegendes Dilemma der Biozucht beleuchtet. Obwohl der Biolandbau robuste, standortangepasste Tiere benötigt, werden in der Praxis oft Hochleistungsrassen aus konventionellen Zuchtprogrammen eingesetzt. Die an der Konferenz gegründete «International Exchange Platform for Organic Animal Breeding» soll diesen wichtigen Entwicklungen neuen Schwung verleihen. Beauty Jiji vom Verband für Freilandgeflügel in Simbabwe (ZFRPA) erklärt, wie Hühner, Enten und Perlhühner weit mehr als nur eine Nahrungsquelle sind. Sie sind ein Eckpfeiler der Existenzsicherung, selbst unter schwierigen klimatischen Bedingungen. Die ZFRPA setzt sich seit 2015 dafür ein, die Kommerzialisierung und den Marktzugang für diese Produkte zu verbessern. Zum Abschluss begeben wir uns nach Indien, wo Mahesh Chander vom Indian Veterinary Research Institute die Kreislaufwirtschaft in gemischten Ackerbau-Tierhaltungssystemen untersucht. Diese Kleinbetriebe nutzen ihre Ressourcen weitgehend intern und verbessern die Bodenfruchtbarkeit, die Wasserspeicherung und die Biodiversität. Diese vier Beiträge von der IAHA-Konferenz bieten uns einen umfassenden Überblick über die weltweiten Bestrebungen und Herausforderungen, eine nachhaltige und tierfreundliche Landwirtschaft zu gestalten. Bioaktuell.ch Artikel: Weidehaltung in Ungarn: Sensoren statt Bauchgefühl Hochleistung versus Robustheit in Dänemark: Biozucht neu denken Freilandgeflügel in Simbabwe: Kleines Tier mit grosser Wirkung Kreislaufwirtschaft in Indien: Kein Selbstläufer
Zusammengefasst und gelesen von: Anke Beermann, FiBL
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| Recyclingdünger: Bausteine einer nachhaltigen Landwirtschaft | 03 Jul 2026 | 00:41:52 | |
In dieser Podcastfolge dreht sich alles um Recyclingdünger. Else Bünemann-König vom FiBL und Matthias Diener von Agroscope sprechen über verschiedene Düngerformen und erzählen von spannenden Ergebnissen aus einem siebenjährigen Feldversuch. Sie erläutern, welche Vor- und Nachteile unterschiedliche Dünger haben. Im Projekt Recycle4Bio wurde die Stickstoffausnutzung von flüssigem und festem Gärgut sowie Hofdünger untersucht. Gleichzeitig erfassten die Forschenden die Emissionen von klimarelevanten Gasen wie Lachgas, analysierten Stickstoffverluste z.B. durch Nitratauswaschung und untersuchten die Wirkung der Dünger auf den Boden. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sollen dazu beitragen, die Stickstoffausnutzung organischer Dünger zu verbessern sowie Emissionen klimarelevanter Gase zu reduzieren. Darüber hinaus geben sie auch praktische Tipps und erläutern, worauf insbesondere im Bioanbau zu achten ist.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 122/Deutsch/Länge in 41Min. und 52Sek.
Gäste/FiBL-Forschungsteam: Else Bünemann-König, FiBL, Matthias Diener, Agroscope Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL Redaktion: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Projektdatenbank: https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/2110 https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/1306 https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/1473 Video: https://www.youtube.com/watch?v=EU-VevU3ZH8
Publikationen: Norah Efosa, Hans-Martin Krause, Roman Hüppi, Maike Krauss, Nadège Vaucher, Flora Zourek, Jochen Mayer, Johan Six, Else K. Bünemann (2023): Emissions of nitrous oxide and methane after field application of liquid organic fertilizers and biochar. Agriculture, Ecosystems & Environment Volume 356, 2023, 108642. https://doi.org/10.1016/j.agee.2023.108642 Norah Efosa, Christoph Häni, Thomas Kupper, Hans-Martin Krause, Johan Six, Else K. Bünemann (2025): Ammonia emissions after trailing hose application of digestates and cattle slurry. Nutrient Cycling in Agroecosystems, available online. https://doi.org/10.1007/s10705-025-10407-7. Danksagung: Die Projektpartner danken dem BLW, dem BAFU sowie dem BFE für die finanzielle Unterstützung. Besonderer Dank für die gute Zusammenarbeit gilt zudem Anton und Fabian Obrist, Kiesholzhof Wallbach, und allen Techniker*innen, Praktikant*innen sowie Student*innen von Agroscope und FiBL für ihre wesentliche Unterstützung bei Feldarbeiten und Laboranalysen.
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| Dünger knapp, Lebensmittelpreise rauf – Ist Bio unser Weg in die Unabhängigkeit? | 19 Jun 2026 | 00:13:54 | |
Die aktuellen geopolitischen Spannungen, wie der Krieg in der Ukraine oder Konflikte im Nahen Osten stören globale Lieferketten und treiben die Preise für Rohstoffe wie Dünger in die Höhe. Die steigenden Lebensmittel- und Düngerpreise sind ein deutliches Signal, dass unser Ernährungssystem unter Druck steht. Doch warum gerät die konventionelle Landwirtschaft so schnell in Abhängigkeit von globalen Krisen, während der biologische Landbau oft stabiler dasteht? In dieser FiBL Focus Short Folge beleuchten wir die akute Düngemittelkrise und ihre weitreichenden Folgen. Wir blicken zurück auf die Geschichte der Landwirtschaft, erläutern wie sich das FiBL aus kontroversen Dünger-Diskussionen heraus gründete, und zeigen auf, warum der Biolandbau mit seinen Kreislaufprinzipien einen vielversprechenden Weg zu mehr Unabhängigkeit und Resilienz bietet. Es geht dabei nicht nur um einzelne landwirtschaftliche Praktiken, sondern um eine umfassende Transformation unseres gesamten Agrar- und Ernährungssystems. Hört rein, warum die Landwirtschaft von gestern (angereichert mit dem Wissen von heute) unser Weg in eine unabhängige und nachhaltigere Zukunft sein kann. Verfasst und gesprochen von: Dr. Anke Beermann, FiBL Herzlichen Dank an: PD Dr. sc. nat. Else K. Bünemann-König und Dr. Sylvain Quiédeville (beide FiBL) Bild: Canva / Andreas Basler (FiBL)
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| Bioackerbau – Stand der Dinge vor dem Höhepunkt des Jahres | 05 Jun 2026 | 00:38:25 | |
An den Schweizer Bioackerbautagen trifft sich im Juni die Landwirtschaft mit ihren Kund*innen. Hier diskutiert und besichtigt man die neusten Erkenntnisse in der Forschung, im Anbau und am Markt. Erfolge werden ebenso thematisiert wie die Schwierigkeiten. Im Gespräch mit den Verantwortlichen haben wir die Herausforderungen aufgelistet und die Vorfreude auf den Grossanlass gepflegt. Der Bioackerbau ist eine komplexe Disziplin. Die Biolandwirt*innen verzichten bewusst auf chemisch-synthetische Hilfsstoffe, seien es Pestizide oder Kunstdünger. Das erhöht die Anforderungen an Fruchtfolge, Sortenwahl und Kulturführung. Die grossen Herausforderungen liegen bei Bodenbearbeitung, Düngung und Pflanzenschutz, namentlich mechanischer Unkrautbekämpfung. Gleichzeitig ist der Markt kein Selbstläufer, es fehlt für einige Kulturen an Grenzschutz, was den Absatz für die teure Schweizer Produktion erschwert und ins Stocken bringt. Für andere Produkte ist die Nachfrage hoch, aber das Angebot noch zu wenig konstant. Die bevorstehenden Bioackerbautage vom 19. und 20. Juni bieten ein ideales Schaufenster, um Biokulturen, die laufenden Forschungsarbeiten, die neuste Landtechnik und die erwähnten Herausforderungen zu besichtigen und zu diskutieren. Ebenso ideal ist der örtliche Rahmen. Der Betrieb St. Katharinental hat eine Fläche von über hundert Hektaren, die praktisch allesamt an einem Stück idyllisch am Rhein liegen. Hier können sich die Besucher*innen an 16 Feldposten informieren und die neuste Hack- und Lasertechnik im Feldeinsatz besichtigen. Im Gespräch mit Adrian Krebs erläutern der Gastgeber Urban Dörig, der Leiter des Organisationsteams, Daniel Vetterli und die FiBL-Ackerbauspezialistin Stephanie Biderbost die Herausforderungen und die Chancen für die Produzent*innen. Und sie sagen, wieso sie sich auf die Bioackerbautage freuen. Gäste: Urban Dörig, Betriebsleiter St. Katharinental Stefanie Biderbost, Ackerbauspezialistin FiBL Daniel Vetterli, OK-Präsident Bioackerbautage 2026 Moderation/Schnitt: Adrian Krebs, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen
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| Die Basics des biologischen Pflanzenschutzes | 22 May 2026 | 00:28:34 | |
In dieser Podcastfolge wollen wir uns jetzt noch einmal tiefer mit den Grundprinzipien des biologischen Pflanzenschutzes beschäftigen. Was ist biologischer Pflanzenschutz eigentlich genau und wie unterscheidet er sich vom konventionellen Pflanzenschutz? Schon in der letzten Podcastfolge haben wir uns dem spannenden Thema des biologischen Pflanzenschutzes gewidmet. Dabei ging es in erster Linie um die Erforschung und Erprobung neuer biologischer Pflanzenschutzmittel. Jetzt haben wir Barbara Thürig und Hans-Jakob Schärer aus dem Departement für Nutzpflanzenwissenschaften in das Podcaststudio eingeladen, um uns die Grundlagen des biologischen Pflanzenschutzes noch etwas näher zu bringen. Gemeinsam leiten die Beiden dort die Gruppe Pflanzenschutz, Phytopathologie und Entomologie. Wir freuen uns, dass Sie uns im Gespräch mit Phie Thanner die Basics des Biologischen Pflanzenschutzes genauer erklären. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 119/Deutsch/Länge in 28Min. und 34Sek.
Gäste/FiBL-Forschungsteam: Barbara Thürig und Hans-Jakob Schärer, FiBL Moderation Gespräch/Gelesen von: Phie Thanner, FiBL Redaktion: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: Projekt "Biolandbau ohne Fungizide auf Kupferbasis" in der FiBL-Projektdatenbank Projekt "Larixyne – ein grünes Fungizid für europäische Rebberge" in der FiBL-Projektdatenbank Projekt "Nutzung von Kompostmikroorganismen für neue Pflanzenschutzmittel gegen Blattkrankheiten" in der FiBL-Projektdatenbank Projekt "SCALE-it – Förderung effizienter Alternativen für umstrittene Betriebsmittel im Biolandbau" in der FiBL-Projektdatenbank FiBL-Merkblätter zum Thema Pflanzenschutz (Suche: Pflanzenschutz) Video "Neue Mittel gegen Echten und Falschen Mehltau im Bio-Weinbau"
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| Biologische Pflanzenschutzmittel: Hoffnungsträger mit Hürden | 08 May 2026 | 00:40:37 | |
In dieser Podcastfolge geht es um die Suche nach wirksamen, biologischen Lösungen gegen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge. Diese sollen umweltverträglich und wirtschaftlich tragbar sein. Doch der Weg bis zur Zulassung ist lang. Viele potenzielle Wirkstoffe scheitern auf diesem Weg. Im Zentrum der Folge steht die Weiterentwicklung biologischer Pflanzenschutzmittel. Vorbeugende Massnahmen wie Biodiversität, geeignete Fruchtfolgen, robuste Sorten und die Förderung von Nützlingen bleiben zentral. Doch sie reichen nicht immer aus. Klimawandel und neue Schadorganismen erhöhen den Druck auf die Kulturen. Der Bedarf an zusätzlichen Lösungen wächst. Ernterückstände nutzen Hier setzt die Forschung an: Gesucht sind neue biologische Pflanzenschutzmittel. Sie sollen gezielt wirken und gleichzeitig Umwelt, Nützlinge und Bodenleben schonen. Ein Beispiel ist das Projekt TASSILI des Instituts für Biologische Landwirtschaft und Agrarökologie (IBLA). Im Projekt werden natürliche Wirkstoffe aus Hülsenfrüchten untersucht. Konkret geht es um sogenannte Saponine aus Ernterückständen. Diese Pflanzeninhaltsstoffe hemmen Pilzkrankheiten und könnten künftig als biologische Fungizide genutzt werden. «Ziel des Projektes ist eslangfristig die chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel zu reduzieren und trotzdem direkte Massnahmen zur Verfügung zu haben», erklärt Stéphanie Zimmer vom IBLA. Kupfer ersetzen Auch am FiBL wird intensiv an neuen Lösungen gearbeitet. In verschiedenen Projekten werden Mikroorganismen, Pflanzenextrakte und andere natürliche Wirkstoffe getestet, um den Einsatz von Kupfer zu reduzieren. Kupferpräparate werden im Biolandbau seit Langem eingesetzt, etwa gegen Pilzkrankheiten im Obst- und Weinbau. Gleichzeitig steht Kupfer in der Kritik, da es sich im Boden anreichern kann und Auswirkungen auf Bodenorganismen hat. Entsprechend gross ist der Druck, Alternativen zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur um die Wirkung im Labor. Entscheidend ist auch, ob die Mittel unter Praxisbedingungen funktionieren und sich wirtschaftlich einsetzen lassen. Doch die Entwicklung solcher Mittel ist komplex. Von der Identifizierung geeigneter Wirkstoffe über Labor- und Feldversuche bis hin zur Zulassung ist es ein langer Weg. Auch wirtschaftlich ist die Entwicklung anspruchsvoll. Laut Barbara Thürig vom FiBL muss mit Kosten von etwa 10-12 Millionen Schweizer Franken gerechnet werden. Die Folge zeigt, wie aufwendig dieser Prozess ist, warum es Jahre dauert, bis ein neues Produkt in der Praxis ankommt, und weshalb selbst wirksame Mittel oft nicht auf den Markt gelangen. Gästinnen:
Infos zum Thema: siehe News auf fibl.org zur Podcastfolge. Der Podcast entstand im Rahmen der Projekte «TASSILI» und «Kupferersatz für den Biolandbau». Wir danken den Geldgebenden Luxembourg National Research Fund, Œuvre Nationale und dem Coop Fonds für Nachhaltigkeit herzlich für ihre Unterstützung.
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| Warum verbessertes Tierwohl Landwirt*innen stark macht | 24 Apr 2026 | 00:31:54 | |
In dieser Folge widmen wir uns einem der zentralen Themen einer zukunftsfähigen Landwirtschaft: Tierwohlplanung und Tierwohlkompetenz. Wir richten den Blick darauf, wie wir das Wohlergehen von Nutztieren nicht dem Zufall überlassen, sondern systematisch und wissenschaftlich fundiert verbessern können. Zu Gast ist Silvia Ivemeyer vom Thünen-Institut, frühere FiBL Wissenschaftlerin und eine ausgewiesene Expertin im Bereich Tierwohl. Sie forscht und arbeitet daran, Konzepte und Werkzeuge zu entwickeln, die Landwirt*innen helfen, das Tierwohl in ihren Betrieben gezielt zu steigern. Gemeinsam sprechen wir darüber, was Tierwohl in der heutigen Zeit eigentlich bedeutet und dass es weit mehr ist als nur die Abwesenheit von Krankheiten. Silvia erklärt uns das mehrdimensionale Konzept aus Gesundheit, Verhalten und Emotionen der Tiere und wie Betriebe durch eine strukturierte Tierwohlplanung, basierend auf den Schritten «Sehen, Verstehen, Verbessern», konkrete Verbesserungen erreichen können. Wir beleuchten auch die oft unterschätzte ökonomische Seite. Silvia Ivemeyer zeigt auf, dass proaktives Engagement für Tierwohl nicht nur ethisch geboten ist, sondern auch handfeste wirtschaftliche Vorteile, wie weniger Medikamenteneinsatz und höhere Arbeitszufriedenheit, mit sich bringen kann. Ein besonderer Fokus liegt auf der Bedeutung der Ausbildung. Wir diskutieren, warum es so wichtig ist, angehende Landwirt*innen schon früh für das Thema Tierwohl zu sensibilisieren und wie spezielle Lehr-Lerneinheiten dazu beitragen, das «geschulte Auge fürs Tier» und die tierwohlorientierte Handlungskompetenz zu stärken. Abschliessend werfen wir einen Blick auf praktische Unterstützungsmöglichkeiten für Betriebe und Ausbildungsstätten sowie auf die internationalen Entwicklungen im Bereich Tierwohl, die Silvia Ivemeyer auch auf der diesjährigen IAHA am FiBL vorstellt.
Folge 117 / Deutsch / Länge 31Min. 54Sek. Gästin: Silvia Ivemeyer (Thünen Institut) Moderation: Anke Beermann (FiBL) Weiterführende Links Der Ratgeber "Tierwohlplanung – Ein Managementkonzept zur Verbesserung des Tierwohls in der Praxis" FiBL - Jetzt anmelden für die IAHA-Konferenz 2026: Nachhaltige Tierhaltung aktiv mitgestalten
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| One Health: Ein umfassendes Konzept für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt | 10 Apr 2026 | 00:49:12 | |
Seit kurzem hat das FiBL eine neue Strategie mit sechs Themenschwerpunkten. Einer davon ist One Health, «eine Gesundheit». Im Gespräch erläutern die zwei Themenleiter die Inhalte des noch eher neuen und umfassenden Konzepts. One Health ist ein relativ neues Konzept. Es basiert auf einer gesamtheitlichen und systemischen Sicht auf die Gesundheit von Mensch und Tier, aber auch auf den Schutz der Umwelt, in der beide leben. Der Fokus auf diese Zusammenhänge ist unter anderem durch Antibiotikaresistenzen und die Gefahr von auf Menschen übertragbaren Tierkrankheiten gestärkt worden. One Health bedarf eines themenübergreifenden Ansatzes. Dies drückt sich auch am FiBL personell aus. Die Departementsleitenden von Pflanzen- und Nutztierwissenschaften betreuen den Themenschwerpunkt One Health gemeinsam. Im Gespräch erläutern Michael Walkenhorst, Co-Leiter des Nutztierdepartements und Stefano Torriani, Leiter des Departements für Nutzpflanzenwissenschaften die Entstehung der Idee One Health und ihre Ausgestaltung. Was sind die Vorteile und wo liegen die Schwächen des Konzepts? Was kann es liefern, das ein monothematischer Ansatz nicht kann? Wo liegen die Synergieeffekte und was macht die Umsetzung kompliziert? Das Gespräch leiteten Stephanie Hoch und Sophie Schürmann, die im Laufe ihres Praktikums auch im Podcaststudio Halt gemacht haben. Folge 116, Deutsch, Dauer: 49 Minuten 12 Sekunden Weiterführende Informationen Die neue FiBL Strategie auf fibl.org (inklusive Themenschwerpunkt One Health) One Health auf der Website des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) One Health auf der Website der World Health Organisation (WHO)
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| Selbsterntegärten: Landwirtschaft zum Mitmachen | 27 Mar 2026 | 00:34:45 | |
Selbst ernten statt nur einkaufen: Selbsterntegärten bringen Landwirtschaft und Konsument*innen direkt zusammen. In der neuen Folge des FiBL Focus Podcasts sprechen zwei Landwirtinnen darüber, wie dieses Modell funktioniert und was es für Betriebe und Teilnehmende bedeutet. Selbsterntegärten sind eine Form der Direktvermarktung, bei der Konsument*innen ihr Gemüse direkt auf dem Feld ernten. In der Schweiz haben sich dabei unterschiedliche Modelle entwickelt: In sogenannten Pflege-Erntegärten übernehmen Teilnehmende die Pflege der Kulturen selbst, während bei Erntegärten der Betrieb den gesamten Anbau organisiert und die Kund*innen hauptsächlich zur Ernte kommen. Verständnis für Lebensmittelproduktion aufbauen Im Podcast berichten zwei Praktikerinnen aus ihrem Alltag: Landwirtin Nadine Nitzsche betreibt auf dem Hof Rinderbrunnen einen Pflege-Erntegarten. Zusätzlich bietet sie ein Modell an, bei dem Kund*innen nur zur Ernte kommen. Madeleine Michel wiederum hat zusammen mit einer Kollegin ein Erntegarten-Konzept aufgebaut, das heute in mehreren Gärten umgesetzt wird und seit 2024 als Verein organisiert ist. Im Gespräch mit Moderator*in Phie Thanner erzählen sie, wie Selbsterntegärten funktionieren und welche Rolle sie für den Austausch zwischen Landwirtschaft und Bevölkerung spielen. «Der Konsument ist sehr nahe bei der Produktion. Er kann mit eigenen Augen sehen, was Trockenheit oder zu nasse Witterung für Auswirkungen hat», sagt Madeleine Michel im Podcast. Wer selbst erntet, erlebt direkt, wie stark Wetter, Schädlinge oder Bodenbedingungen den Anbau beeinflussen. Damit entwickelt sich oft eine neue Wertschätzung für Lebensmittel. Chancen und neue Aufgaben für Betriebe Selbsterntegärten können für landwirtschaftliche Betriebe eine interessante Ergänzung sein, etwa um die Kundschaft an den Hofladen zu binden. Gleichzeitig entstehen neue Aufgaben. «Die Leute haben ein hohes Bedürfnis, sich auszutauschen und Fragen zu stellen», berichtet Nadine Nitzsche über ihre Erfahrungen mit den Gärtner*innen auf dem Feld. Neben der Gemüseproduktion gehören deshalb auch Kommunikation, Organisation und Betreuung der Teilnehmenden zum Alltag. Doch die gemeinsame Arbeit im Garten schafft auch neue Begegnungen – und manchmal sogar Freundschaften. Weitere Informationen Gästinnen: Madeleine Michel vom Verein Selbsterntegarten.ch Nadine Nitzsche vom Hof Rinderbrunnen Infos zum Thema: Rubrik Selbsterntegarten auf bioaktuell.ch FiBL Shop: Das Merkblatt zu Selbsterntegärten steht hier bald kostenlos zum Download bereit. FiBL YouTube-Kanal: Ein Video über Selbsterntegärten ist hier demnächst verfügbar. Beitrag im Magazin Bioaktuell, Ausgabe 5/26, die am 05.06.26 erscheinen wird Finanzierung: Der Podcast entstand im Rahmen des Projekts «Selbsterntegärten und Patenschaften: Förderung innovativer Produzentinnen-Konsumentinnen-Partnerschaften in der Schweiz». Wir danken den Geldgebenden herzlich für ihre Unterstützung.
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| Gegenwartsverlängerung statt Zukunft – Warum wir beim Klimaschutz zögern | 13 Mar 2026 | 00:44:41 | |
In dieser Folge richten wir den Blick über den FiBL Tellerrand hinaus auf eine grössere gesellschaftliche Frage: Warum fällt es uns als Gesellschaft so schwer, den ökologischen Wandel wirklich voranzutreiben? Zu Gast ist der Soziologe Philipp Staab von der Humboldt-Universität Berlin. Er beschäftigt sich seit Jahren mit den gesellschaftlichen Spannungen rund um Klimapolitik, Wirtschaftssysteme und soziale Transformation. Grundlage des Gesprächs ist sein Buch «Systemkrise – Legitimationsprobleme im grünen Kapitalismus», in dem er argumentiert, dass der ökologische Umbau unserer Wirtschaft nicht nur eine technische oder politische Herausforderung ist, sondern vor allem eine soziale. Gemeinsam mit Podcast Redaktorin Anke Beermann spricht er darüber, warum Debatten über Klimaschutz und Nachhaltigkeit derzeit oft von Widerstand begleitet werden, gerade auch in Bereichen wie der Landwirtschaft. Proteste gegen politische Reformen und Diskussionen über Auflagen zeigen, dass viele Menschen sich von der Transformation überfordert fühlen. Politisch wurde der Wandel oft als Win-Win-Projekt beschrieben: mehr Klimaschutz, neue wirtschaftliche Chancen und sozialer Ausgleich. Doch in vielen gesellschaftlichen Gruppen hat dieses Versprechen nicht überzeugt. Wir diskutieren, warum gerade Menschen, die wirtschaftlich unter Druck stehen, häufig skeptisch auf diese Vision reagieren, selbst dann, wenn sie langfristig von den Veränderungen profitieren würden. Folge 114/Deutsch/Länge 44Min. 41Sek. Gast: Prof. Dr. Philipp Staab (Humboldt-Universität Berlin) Moderation: Anke Beermann (FiBL) Weiterführende Links: Philipp Staab – Digitalisierung – Arbeit – Politische Ökonomie Systemkrise. Buch von Philipp Staab (Suhrkamp Verlag)
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| Der lange Weg der Wertschöpfungskette zu 100 Prozent Biosaatgut | 27 Feb 2026 | 00:47:39 | |
Diese Folge von FiBL Focus befasst sicht mit den Anstrengungen von Branche und Politik für mehr Biosaatgut. Es ist eine Gratwanderung zwischen Verfügbarkeit und der Umsetzung von Bioansprüchen. Unsere Gesprächspartnerinnen befassen sich seit langem mit dem Thema und suchen nach pragmatischen Lösungen. Saatgut ist so etwas wie die DNA des Biolandbaus. Wer sich heute biologisch ernährt, isst mit etwa 50 Prozent Wahrscheinlichkeit ein Produkt, das aus konventionellem Saatgut gewachsen ist. Das soll sich ändern. Die EU hat beschlossen, dass bis in gut 10 Jahren, also im Jahr 2037 100 Prozent des im Biolandbau verwendeten Saatguts biologisch sein soll. Dabei heisst biologisch nicht biologisch gezüchtet – dahin ist der Weg noch viel länger – sondern lediglich biologisch vermehrt. In der Schweiz gibt es keine der EU entsprechenden Vorschriften bezüglich einer kompletten Umstellung, aber dank dem Engagement von FiBL und Bio Suisse ist die Ausgangslage hier mindestens ebenso gut. Im Gespräch mit Adrian Krebs erläutern Monika Messmer und Freya Schäfer vom FiBL die Unterschiede beim Stand der pflanzenzüchterischen Dinge in der EU und der Schweiz, die zahlreichen Herausforderungen auf ihren Weg sowie die Rolle des Handels und der Konsumierenden in diesem Prozess. Folge 113, Deutsch, Dauer: 47 Minuten 39 Sekunden Weiterführende Informationen Projekte mit FiBL Beteiligung zur Verbesserung der Verfügbarkeit von Biosaatgut:
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| Wo ist der beste Platz für Biodiversität? | 13 Feb 2026 | 00:54:06 | |
In der aktuellen Podcastfolge spricht Vanessa Gabel mit dem Biodiversitätsexperten Lukas Pfiffner und dem Ernährungs- und Landnutzungsmodellierer Adrian Müller vom FiBL über die kontrovers diskutierten Konzepte von Landsharing und Landsparing, um der Frage nachzugehen, was am besten für den Schutz der Biodiversität ist. Landwirtschaft ist ein Haupttreiber des weltweiten Biodiversitätsverlusts. Immer wieder wird diskutiert, was für die Biodiversität besser ist: eine nachhaltige, agrarökologisch ausgerichtete Landwirtschaft, die zwar mehr Fläche braucht, auf der aber auch Artenvielfalt möglich ist - oder eine intensive, konventionell-industrielle Landwirtschaft, die weniger Fläche benötigt und dadurch mehr ungenutzten Raum schafft, der gezielt für den Schutz der Biodiversität eingesetzt werden kann. Auch der Biolandbau muss sich wegen der niedrigeren Erträge oft den Vorwurf des höheren Flächenverbrauchs machen lassen. Oder ist es vielleicht eher so, dass «Die Erträge im Biolandbau gar nicht zu tief sind, um Ernährungssicherheit zu gewährleisten, sondern die Erträge in der konventionellen Landwirtschaft vielmehr zu hoch sind, um die notwendige Nachhaltigkeit zu ermöglichen?» Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 112/Deutsch/Länge in 54Min. und 06Sek.
Gäste/FiBL-Forschungsteam: Adrian Müller und Lukas Pfiffner, FiBL Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen:
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| Der Kompostpapst auf Weltreise: Wie aus Abfällen Gold wird | 30 Jan 2026 | 00:33:46 | |
Der «Kompost-Papst» Jacques Fuchs berichtet in dieser Podcast-Folge von FiBL Focus über erfolgreiche und weniger erfolgreiche Kompostprojekte rund um die Welt. In dieser Podcast-Folge begleiten wir den «Kompost-Papst» auf seinen Reisen durch Schwellenländer – von Kenia über Costa Rica bis zur Elfenbeinküste und nach Ruanda. Aus Abfällen entsteht ein Dünger, der Böden wieder fruchtbar macht. Kompost in den Tropen ist nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein wirtschaftliches und politisches Thema. Der Kompost wird aufgrund seines Nährwerts und des mangelnden Angebots an Alternativen zu sehr hohen Preisen verkauft. Jacques Fuchs berichtet, warum manche Projekte scheitern, während andere zum Erfolg werden. Folge 111, Deutsch, Dauer: 33 Minuten 46 Sekunden Weiterführende Informationen Internationale Kompost-Projekte des FiBL: Costa Rica:
Elfenbeinküste
Rwanda
Sri Lanka Weitere Links
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| Pestizide – Risiken, Schäden und nachhaltige Perspektiven | 16 Jan 2026 | 00:44:18 | |
«Es ist eigentlich 5 nach 12», sagt Lukas Pfiffner. Der FiBL Forscher befasst sich seit Jahrzehnten mit den Auswirkungen des Pestizidgebrauchs auf die Umwelt und in verschiedenen intensiven Anbausystemen wie Bio, Demeter, IP, ÖLN und konventionell. Lukas Pfiffner freut sich über die Fortschritte, zum Beispiel beim Anbau von pestizidfreiem Getreide, bei den low-input Extensoprogrammen und beim Bio-Anbau mit low-risk-Pestiziden, sieht aber nach wie vor grosse Herausforderungen auf vielen Ebenen. Pfiffner erinnert an das EU-Projekt SPRINT, an dem das FiBL beteiligt war. Dieses hat in den letzten sechs Jahren umfangreiche Studien zu Risikobewertungen des Pestizidgebrauchs in zehn EU-Ländern und in der Schweiz durchgeführt und analysiert. Seine Bilanz: «Wir haben eine Riesenherausforderung mit den Belastungen durch problematische Pestizide, vor allem in Mischungen im Boden, im Wasser und in der Luft». Im Gespräch mit Adrian Krebs nimmt Pfiffner eine Bestandesaufnahme vor und erläutert, wie die Landwirtschaft aus seiner Sicht transformiert werden müsste, um sie nachhaltiger zu machen und die Gesundheit der Lebewelt zu verbessern. In der Diskussion geht es um Systemansätze in denen Biocontrol, funktionelle Biodiversität und Biolandbau eine relevante Rolle spielen, gleichzeitig aber auch um die Frage, wie der Pflanzenschutz im Biolandbau seine Effizienz und Umweltwirkungen verbessern kann. Folge 110/Deutsch/Länge 54 Min. und 28 Sek. Gast: Lukas Pfiffner, Pestizid-Experte, Themenleiter Agrarökologie und Biodiversität am FiBL Moderation: Adrian Krebs, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: Das Projekt SPRINT auf der Webseite des FiBL https://www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/2028 Webseite des Projekts SPRINT https://sprint-h2020.eu/
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| Nachhaltig und pragmatisch zur neuen Agrarpolitik | 26 Dec 2025 | 00:54:28 | |
Christine Badertscher und Markus Ritter sind wichtige Player in der Schweizer Agrarpolitik und haben beide einen Biohintergrund. In der aktuellen Runde der Politik-Revision sind sie trotz unterschiedlicher politischer Positionierungen erstaunlich einig. In der neusten Folge von FiBL Focus präsentieren sie ihre Standpunkte. Die Schweizer Agrarpolitik auch AP genannt wird in regelmässigen Abständen überprüft und bei Bedarf angepasst. Derzeit läuft die Revisionsrunde AP30+, also für die Agrarpolitik nach 2030. Unsere Gäste sitzen beide im Nationalrat, der grossen Kammer des Schweizer Parlaments und sind in dieser Überarbeitung stark engagiert, wenn auch in unterschiedlich ausgeprägten Rollen. Markus Ritter ist als Landwirt und Präsident des Schweizer Bauernverbands direkt involviert. Seine oberste Maxime ist eine Agrarpolitik, welche die Einkommen der Bauern sichern hilft, via Direktzahlungen, aber auch über die Optimierung der Rahmenbedingungen in den Märkten. Christine Baderstscher ist primär Aussenpolitikerin, als Mitglied einer Bauernfamilie, Agronomin und Präsidentin eines regionalen Bauernverbands verfolgt sie die AP ebenfalls hautnah und hilft die Fäden ziehen für eine nachhaltige und gleichzeitig pragmatische Agrarpolitik. Im Gespräch mit Adrian Krebs erklären die beiden, warum sie trotz markant unterschiedlicher Parteizugehörigkeit in den allermeisten Punkten einig sind, aber nicht in allen. Ein Beispiel sind dafür die Lenkungsabgaben im Kraftfutter-Bereich, die das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) zur Diskussion gestellt hat. Ein Grund für die hohe Übereinstimmung, dürfte auch daran liegen, dass beide eine Bio-DNA haben, wobei Markus Ritter darauf verzichtet, damit politisch zu punkten. Auch dieses Vorgehen begründet er in unserer neusten Folge unter dem Titel: «Agrarpolitik 2030 – nachhaltig und pragmatisch zur neuen Landwirtschaft» Folge 109, Deutsch, Länge 54 Min. und 28 Sek. Gäste: Christine Badertscher, Nationalrätin Grüne und Markus Ritter, Nationalrat Mitte Moderation: Adrian Krebs, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: Die Webseite des BLW zur AP30+ www.blw.admin.ch/de/agrarpolitik-2030 Die Website von Christine Badertscher https://www.christinebadertscher.ch/ Die Website von Markus Ritter www.markusritter.ch/de
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| Klimaanpassung beginnt im Kopf | 12 Dec 2025 | 00:28:46 | |
Wie reagieren Landwirt*innen auf den Klimawandel, wenn Wissen allein nicht reicht? In dieser Folge sprechen wir über Werte, Identität und neue Wege der Beratung und die Frage: Was bedeutet es heute, eine gute Landwirt*in zu sein? In dieser Folge von FiBL Focus sprechen wir mit Clarissa Siegfried, Umweltwissenschaftlerin und Absolventin der ETH Zürich, über ihre Masterarbeit zur Klimaanpassung in der Landwirtschaft. Und zwar aus einer Perspektive, die oft übersehen wird, der Perspektive der Werte, Identitäten und sozialen Dynamiken. Clarissa hat mit Landwirt*innen aus dem Jurapark Aargau gesprochen und ihre Perspektiven mit jenen von landwirtschaftlichen Berater*innen verglichen. Dabei zeigt sich, nicht Technik oder Wissen allein entscheiden über Anpassungserfolg, sondern Überzeugungen wie Unabhängigkeit, Stolz, Kolleg*innenanerkennung und das tief verankerte Ideal, was es bedeutet, ein «guter Bauer» zu sein. Wir sprechen über das Spannungsfeld zwischen Hilfe suchen und unabhängig bleiben wollen, und über neue Ansätze in der Beratung, darunter Coaching-Modelle, Peer-to-Peer-Formate und die wichtige Rolle von Vertrauen. Diese Folge ergänzt unsere frühere Episode 106 «Klimaanpassung: Herausforderungen für Praxis, Politik und Forschung». Diesmal aber mit Fokus auf die Frage: Was muss sich im Kopf und im System verändern, damit Anpassung wirklich gelingt? Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie gern mit anderen und folgt uns auf Instagram unter @fibl_focus. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Länge 28 Min. und 46 Sek.
Gästin: Clarissa Siegfried, ETH Zürich Moderation Gespräch: Anke Beermann, FiBL
Weitere Infos: https://www.jurapark-aargau.ch/reallabor Workshop: Begleitungsmodell der Zukunft Das Reallabor Jurapark lädt am Montag, 26. Januar 2026, 15–18 Uhr, zum Workshop ein. Gemeinsam mit Landwirt*innen und Beratungspersonen wird dort das in der Podcastfolge erwähnte Begleitungsmodell weiterentwickelt. https://www.jurapark-aargau.ch/files/jurapark/pdf/Forschung/Reallabor/Einladung_Begleitungsmodell%20der%20Zukunft.pdf
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| Gemeinsam forschen für starkes Saatgut: Das RésOsem Projekt | 28 Nov 2025 | 00:33:02 | |
In der aktuellen Podcastfolge spricht Moderatorin Vanessa Gabel mit Jacques Demierre, dem Direktor der genossenschaftlich organisierten Saatgutversorgerin ASS und der Mikrobiologin Natacha Bodenhausen sowie dem Agronom Raphaël Charles vom FiBL über das Projekt RésOsem. In dem Projekt, das von der Westschweizer Beratungsorganisation Proconseil gemeinsam mit Agroscope, ASS und FiBL durchgeführt wird, geht es darum, wirksame Alternativen zu synthetischen Pflanzenschutzmitteln zu finden. Denn in der konventionellen Landwirtschaft wird Saatgut in aller Regel mit solchen Mitteln gebeizt, die somit in grossen Mengen in die landwirtschaftlichen Böden gelangen. Am Projekt sind 70 Landwirt*innen beteiligt darunter auch 22, die biologisch wirtschaften. Diese dürfen aufgrund ihrer Biozertifizierung keine Saatgutbehandlung mit chemisch synthetischen Pflanzenschutzmitteln durchführen. Alternativen dazu sind aber natürlich auch für die Biolandwirt*innen interessant. Die Gäst*innen berichten von spannenden Ergebnissen, die in der ersten Hälfte des noch laufenden Projektes bereits generiert wurden. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 107/Deutsch/33Min. und 2Sek.
Gäste/FiBL-Forschungsteam: Jacques Demierre, ASS; Natacha Bodenhausen, FiBL; Raphaël Charles, FiBL Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: www.resosem.ch
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| Klimaanpassung: Herausforderungen für Praxis, Politik und Forschung | 14 Nov 2025 | 00:50:31 | |
Der Klimawandel ist Tatsache. Die Land- und Ernährungswirtschaft muss sich an die neuen Gegebenheiten anpassen. In unserer neuen Podcastfolge unterhalten sich ein Biolandwirt, die Co-Politverantwortliche von Bio Suisse und ein FiBL Forscher über das richtige Vorgehen. Hinter uns liegt ein weiterer überdurchschnittlich warmer Sommer mit dem heissesten Juni aller Zeiten. Der Klimawandel ist Realität und dessen Verhinderung ziemlich illusorisch. Man ist sich deshalb weitherum einig, dass die Reduktion der Emissionen fortgesetzt werden soll, dass die Klimaanpassung aber ebenso wichtig ist. Was kann die Politik und was kann die Landwirtschaft sowie die gesamte Wertschöpfungskette unternehmen, um die Anpassung an die neuen Realitäten voranzutreiben? Darüber unterhält sich Adrian Krebs mit Laura Spring von Bio Suisse, mit dem Obst- und Beerenproduzenten Heinz Schmid sowie mit Michael Friedli vom FiBL. Ein Fokus liegt im Gespräch bei den Spezialkulturen, die vom Klimawandel besonders betroffen sind. Hierbei ist auch der sogenannte bauliche Pflanzenschutz ein wichtiges Thema. Gäste: Laura Spring, Bio Suisse; Heinz Schmid, Biolandwirt; Michael Friedli, FiBL Moderation: Adrian Krebs, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: Im Gespräch erwähnt Laura Spring einen Vorstoss im Nationalrat von Christine Badertscher (Grüne, Bern). Diese Interpellation ist unterdessen eingereicht und vom Bundesrat bereits beantwortet worden: 25.4280 | Wetterextreme. Was unternimmt der Bund, um die Klimaanpassung in der Landwirtschaft sicherzustellen? | Geschäft | Das Schweizer Parlament Website des Betriebs von Heinz Schmid: https://www.bioschmid.ch/index.html
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| Tofu Talks – Ein Gespräch über Schweizer Biosoja | 31 Oct 2025 | 00:24:47 | |
In dieser Folge von FiBL Focus sprechen wir mit FiBL Forscher Matthias Klaiss über den biologischen Anbau von Soja in der Schweiz. Als Autor des neuen Merkblatts «Biologischer Anbau von Soja» gibt er praxisnahe Einblicke in eine Kulturpflanze, die in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, sowohl für die Fütterung als auch für die menschliche Ernährung. Im Gespräch mit Anke Beermann erklärt er, welche Standorte sich besonders eignen, was es bei der Fruchtfolge zu beachten gilt und warum die Beikrautregulierung im Biosojaanbau als matchentscheidend gilt. Im Zentrum stehen außerdem Fragen zur Sortenwahl, etwa die Unterschiede zwischen Futter- und Speisesoja, sowie die Herausforderungen bei Ernte, Lagerung und Vermarktung. Auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die Sojakultur und die Rolle von Tofu in der Wertschöpfungskette werden thematisiert. Ein Gespräch für alle, die sich für Biosoja interessieren – ob als Einsteiger*innen oder erfahrene Produzent*innen. Gast: Matthias Klaiss, FiBL Moderation Gespräch: Anke Beermann, FiBL Weitere Informationen: FiBL - Merkblatt zum Anbau von Biosoja aktualisiert
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| Sarah Wiener über Politik, Pestizide und Perspektiven | 17 Oct 2025 | 00:55:24 | |
Was haben Fernsehkochen, Bildungsarbeit und Pestizidregulierung gemeinsam: Sarah Wiener. Sie spricht in der dritten Promi-Spezial-Folge von FiBL Focus über ihren Weg von der Küche auf die politische Bühne. Und darüber, warum sie sich heute wieder dem ganz Praktischen widmet - dem Kochen mit Kindern. Viele kennen sie aus Fernsehformaten wie «Die kulinarischen Abenteuer der Sarah Wiener», andere als Gründerin der Sarah Wiener Stiftung, die sich für gesunde und nachhaltige Kinderernährung einsetzt, oder als Autorin mehrerer Bücher. Fünf Jahre lang war Sarah Wiener Abgeordnete im EU-Parlament. Unter anderem als Berichterstatterin für die SUR-Verordnung zur Pestizidreduktion. Im Podcast erklärt sie, warum sie am Ende selbst gegen ihren eigenen Gesetzestext stimmte – und auch ihrer Fraktion dazu riet. Wiener wusste: Nach all den Änderungsanträgen, die auf Druck der Lobbys eingebracht wurden, war der Text die Überschrift nicht mehr wert. Sarah Wiener erzählt, was sie über Machtverhältnisse in der Agrarpolitik gelernt hat und warum unabhängige Forschung und fundierte Aufklärung heute wichtiger sind denn je. Aber auch Themen wie Bildung, Selbstwirksamkeit und Wertschätzung für Lebensmittel kommen zur Sprache. Für Wiener ist klar: Wer nicht kochen kann, ist abhängig von einer Industrie, die nicht das Wohl der Menschen, sondern in erster Linie den Profit im Blick hat. Gerade Kinder und Jugendliche bräuchten frühzeitig Zugang zu praktischer Ernährungskompetenz, betont sie. «Wir können nicht eine Vielfalt auf den Feldern anbauen, wenn die Leute nicht mehr wissen, wie man kocht.» Sie spricht über Kinder, die keine frische Karotte kennen, über verlorenes Geschmacksgedächtnis und darüber, wie Kochen nicht nur satt macht, sondern auch Kultur, Identität und Resilienz stiften kann: «Selber kochen heute ist sozusagen ein revolutionärer Akt gegen eine Nahrungsmittelindustrie und am Ende auch gegen eine Agroindustrie, weil es die Individualität fördert.» Für Sarah Wiener ist klar: Die Agrarwende beginnt nicht nur auf dem Acker – sondern auch am Esstisch. Gästin: Sarah Wiener Foto: Sarah Wiener Stiftung
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| Kuh und Klima: Kritik, Fakten und Potenzial | 03 Oct 2025 | 00:52:10 | |
Wiederkäuer wie Kühe stehen in der Klimadebatte stark in der Kritik und gelten oft als Klimasünderinnen. Doch wie berechtigt ist das? Dieser Frage geht die neue Folge von FiBL Focus nach. «Ein effizientes Ernährungssystem braucht ineffiziente Tiere. Wird das Stickstoffproblem gelöst, kommt auch das Klima in Balance.» So formuliert es Caterine Pfeifer vom FiBL. Damit verweist sie auf die intensive Tierhaltung: Viele Tiere auf wenig Fläche, Futterproduktion mit mineralischen Düngern oder Futterimporte tragen zum Stickstoffüberschuss bei. In einigen Klimabilanzen schneiden Produkte aus solcher Haltung besser ab als aus extensiven Systemen. Allerdings nur, wenn Faktoren wie Überschüsse, Importe oder Flächenkonkurrenz ausgeblendet werden. Das verzerrt das Bild. Grasland sinnvoll nutzen In dieser Folge sprechen Florian Leiber vom Departement für Nutztierwissenschaften und Catherine Pfeifer vom Departement für Agrar- und Ernährungssysteme darüber, welche Rolle Methan in der Klimakrise spielt und warum graslandbasierte biologische Wiederkäuerhaltung einen nachhaltigen Weg aufzeigt. Florian Leiber bringt es auf den Punkt: «Ja, es gibt einen Zielkonflikt: Einerseits die Produktion von Lebensmitteln auf Flächen, die wir anders nicht nutzen können und andererseits die Emission von Methan. Doch die Menschheit ist auf die Nutzung von Grasland angewiesen, denn in vielen Gegenden der Erde lässt sie sich nicht ersetzen.» Längere Nutzungsdauer als Hebel Ein wichtiger Ansatz für eine reduzierte Umweltbelastung ist die längere Nutzungsdauer von Milchkühen. Sie verbessert nicht nur die Klimabilanz, sondern trägt auch zur Fleischversorgung bei. Wenn vermehrt auf Gebrauchskreuzungen gesetzt wird können mehr Kälber aus der Milchviehhaltung für die Mast genutzt werden, ohne zusätzliche Mutterkühe halten zu müssen. So würde die Fleischproduktion der Schweiz stabil bleiben, während sich die Treibhausgasemissionen der gesamten Rinderpopulation um über 10 % senken liessen. Mehr als eine Klimafrage Graslandbasierte Wiederkäuerhaltung steht nicht im Widerspruch zum Klimaschutz, sondern denkt darüber hinaus. Sie orientiert sich am Standort, setzt auf lokale Futterressourcen und reduziert so Importe und Umweltbelastungen. Indem Tierzahlen und Fütterung an die vorhandenen Flächen angepasst werden, entstehen hochwertige Proteine ohne Nahrungsmittel- und Flächenkonkurrenz aus einer Ressource, die Menschen nicht direkt für die Ernährung nutzen können. Wiederkäuerhaltung liefert in diesem System weit mehr als Fleisch und Milch: Sie erbringt vielfältige Ökosystemdienstleistungen, wie Biodiversität, Landschaftspflege und Kohlenstoffspeicher im Boden. Die biologische Rinderhaltung ist somit nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung. Entscheidend ist, wie sie gestaltet wird. Gäst*innen: Florian Leiber, Departement für Nutztierwissenschaften am FiBL Schweiz Catherine Pfeifer, Departement für Agrar- und Ernährungssysteme am FiBL Schweiz Weiterführende Informationen: FiBL Faktenblatt «Kuh und Klima» Rubrik Klima auf bioaktuell.ch
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| Bohne gut, alles gut – die Lupinenrevolution | 19 Sep 2025 | 00:57:09 | |
Wusstest du, dass Lupinen nicht nur als Blumen eine Augenweide im Garten und gut für Bienen und Hummeln sind? Lupinen sind nämlich auch wahre Proteinwunder, und könnten unsere Ernährung revolutionieren. In dieser Folge von FiBL Focus tauchen wir in die spannende Welt der Lupinen ein. Wir zeigen auf, was es alles braucht, bis diese ungewöhnliche Pflanze aus der Familie der Leguminosen, die auch Hülsenfrüchte genannt werden, auf unserem Teller landet. Von der Forschung und Sortenzüchtung über den Anbau bis hin zur Verarbeitung und zum Handel ziehen alle an einem Strick. Und schlussendlich müssen auch wir Konsumentinnen und Konsumenten mitziehen, damit die Lupine eine Chance hat, unser Ernährungssystem zu revolutionieren. In diesem Podcast erfahrt ihr fast alles über die faszinierende Welt der Lupinen von unseren Gästen, der FiBL Forscherin Christine Arncken, mit dem Landwirt Bruno Graf und dem New Roots Gründer Freddy Hunziker im Gespräch mit der FiBL Focus Redaktorin Franziska Hämmerli. Veranstaltungshinweis Am Mittwochnachmittag, den 22. Oktober 2025 findet der «BioleguminosenTag» statt. Dieses Jahr ist er im schweizerischen Oberdiessbach unter dem Motto "Züchtung trifft Verarbeitung". Auf dem Programm stehen Kurzvorträge zur Züchtung und Wertschöpfungskette von Soja, Platterbse und Lupine, eine Führung durch die Firma New Roots und einen Workshop. Der Bioleguminosentag ist kostenlos und steht allen offen. Wichtig ist aber, dass ihr euch vorab anmeldet, da die Platzzahl beschränkt ist. Programm und Anmeldung Bioleguminosentag: https://www.bioaktuell.ch/aktuell/agenda/termin/leguminosentag-zuechtung-trifft-verarbeitung FiBL Forschung zu Lupinen
Lupinenprodukte Schweiz
Lupinenprodukte Deutschland
Lupinenprodukte Österreich
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| Renate Künast - Wir haben das Recht alles zu wissen | 05 Sep 2025 | 00:57:27 | |
Renate Künast zählt zu den bekanntesten politischen Stimmen für eine nachhaltige Landwirtschaft, eine gerechte Ernährungspolitik und starke Verbraucherrechte. In dieser Folge spricht Anke Beermann mit der Juristin, ehemaligen deutschen Bundesministerin und langjährigen Bundestagsabgeordneten über ihren Weg in die Politik, über Erfolge und Rückschläge. Und darüber, warum sie auch nach vier Jahrzehnten nicht müde wird, sich einzumischen. Das Gespräch reicht vom Wandel der Landwirtschaft über den Einfluss mächtiger Lobbys bis hin zur Frage, wie Forschung, Gleichstellung und politische Rahmenbedingungen zusammenspielen müssen, um echten Wandel möglich zu machen. Renate Künast fordert ein neues Selbstbewusstsein in der Landwirtschaft, und erklärt, warum „Lebensmittel“ wieder das sein sollten, was sie im besten Sinne sind: Mittel zum Leben. Wir haben das Gespräch mit Renate Künast in voller Länge belassen. Manche Passagen sind ausführlicher, aber genau das erlaubt einen ehrlichen Einblick in ihre Haltung und die politischen Hintergründe. Wenn euch bestimmte Themen besonders interessieren, könnt ihr direkt zu den entsprechenden Abschnitten springen, wir haben für euch das Gespräch in vier grosse Kapitel gegliedert. Kapitelübersicht: 1. Politik mit Haltung (min 00.00) – über ihren Einstieg als Ministerin und den Bruch mit alten Denkmustern. 2. Von der Agrarwende zur Essenswende (min 10.04) – warum sich nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch unser Umgang mit Lebensmitteln verändern muss. 3. Machtstrukturen und Lobbyismus (min 15.29) – Wer bestimmt, was auf den Tisch kommt. 4. Gleichstellung, Forschung und neue Allianzen (min 41.52) – über Praxisnähe, ein Appell an Landwirt*innen, sich nicht kleiner zu machen, als sie sind, und dass man gemeinsam mehr erreichen kann. Bei dem von Renate Künast erwähnten Buch über Ostwestfalen, handelt es sich um „Ein Hof und elf Geschwister. Der stille Abschied vom bäuerlichen Leben“ von Ewald Frie. Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie gern mit anderen und folgt uns auf Instagram unter @fibl_focus. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Länge 57Min. und 27Sek.
Gast: Renate Künast Moderation Gespräch: Anke Beermann, FiBL Bild: Laurence Chaperon
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| Pionierarbeit in der Wüste: Bioanbau als Erfolgsstory | 22 Aug 2025 | 00:39:14 | |
In der heutigen Jubiläumsfolge ist Helmy Abouleish zu Gast. Er ist der Sohn des SEKEM Gründers Ibrahim Abouleish. SEKEM gilt als «Biopionier» in Ägypten und fördert seit 1977 nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Ökologie, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Die SEKEM Holding produziert, verarbeitet und vermarktet biologisch-dynamische Lebensmittel, Textilien und Arzneimittel in Ägypten und auch international. Helmy Abouleish ist der Geschäftsführer der SEKEM Holding und engagiert sich in der nationalen und internationalen Politik für verantwortungsvolle Wettbewerbsfähigkeit, soziales Unternehmertum sowie für die Bekämpfung der großen Probleme des 21. Jahrhunderts, wie Klimawandel und Ernährungssicherheit. Unter seiner Führung wurde die SEKEM Initiative unter anderem mit dem «Alternativen Nobel Preis», ausgezeichnet. Helmy ist außerdem Mitglied in verschiedenen internationalen Organisationen und Gremien, wie beispielsweise dem Cradle to Cradle e.V., dem World Economic Forum, dem World Future Council oder der World Goetheanum Association. Er wurde von der UN zum NAP-Champion (Nationale Anpassungspläne) für die Anpassung an den Klimawandel ernannt und ist seit 2018 Präsident von Demeter International. Vanessa Gabel führt das Gespräch mit unserem prominenten Gast und wir freuen uns auf eine spannende Folge. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 100/Deutsch/Länge in 39Min. und 14Sek.
Gäste/FiBL-Forschungsteam: Helmy Abouleish, SEKEM Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen:
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| Klimakrise in der Nebenrolle – warum Fernsehen mehr zeigen muss | 08 Aug 2025 | 00:27:42 | |
In dieser Episode sprechen wir mit Johanna Langhof von der MaLisa Stiftung über eine alarmierende Erkenntnis: Klimawandel und Biodiversitätsverlust – zwei der drängendsten Krisen unserer Zeit – spielen im deutschen Fernsehen eine verschwindend geringe Rolle. Gerade einmal 1,8 % der Sendezeit beschäftigen sich mit dem Klimawandel, Biodiversität kommt sogar nur auf 0,2 %. Warum ist das so? Und was bedeutet das für die öffentliche Wahrnehmung, insbesondere mit Blick auf Landwirtschaft und nachhaltige Ernährung? Johanna Langhof, Projektleiterin für Klima und Biodiversität bei der MaLisa Stiftung, gibt Einblicke in die Hintergründe der Studie und erklärt, warum mediale Sichtbarkeit so entscheidend ist, wenn es um gesellschaftliche Transformation geht. Wir sprechen darüber, wie ökologische Themen auch in Unterhaltungsformaten erzählt werden könnten, ohne dabei belehrend zu wirken. Es geht um neue Narrative, glaubwürdige Vorbilder, emotionale Identifikation und die Rolle von Film, Fernsehen und Social Media im Alltag der Menschen. Dabei werfen wir auch einen Blick auf landwirtschaftliche Praxis: Warum ist das Bild von Landwirt*innen in der Berichterstattung oft so verzerrt? Und wie kann es gelingen, die Realität – inklusive Herausforderungen, Innovationen und Lösungen – konstruktiv und sichtbar zu machen? Diese Folge markiert zugleich den Auftakt zu unserer Jubiläumsreihe: FiBL Focus nähert sich der 100. Folge – ein schöner Anlass, um neue Perspektiven zu öffnen. Und wie immer gilt: Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie gern mit anderen und folgt uns auf Instagram unter @fibl_focus. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Diese Folge haben wir online aufgenommen, die Tonqualität entspricht daher leider nicht ganz unserem gewohnten Standard aus unserem FiBL Focus Studio. Länge 27 Min. und 42 Sek.
Gast: Johanna Langhof (MaLisa Stiftung) Moderation Gespräch: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: Studie zu Klimawandel und Biodiversität im Fernsehen: Repräsentation und Zuschauerwünsche — MaLisa Stiftung Über die MaLisa Stiftung: Für Gleichstellung, Klima- und Artenschutz Bild: Johanna Langhof (MaLisa Stiftung), Copyright: Diane von Schoen
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| Wie weiter in der nachhaltigen Rindfleischproduktion? | 25 Jul 2025 | 00:46:22 | |
Nachhaltig und tierfreundlich erzeugtes Rindfleisch stammt in der Schweiz hauptsächlich aus Mutterkuhhaltung und der Mast von Weiderindern. In unserer neusten Folge diskutieren wichtige Exponenten aus den beiden Sektoren über die Zukunft des Marktes. Liegt das Erfolgsrezept in einer Fusion der Systeme? Und welche Rolle spielen Konsum und Detailhandel? Auf dem Schweizer Markt für graslandbasiertes und mit hohem Tierwohl produziertes Rindfleisch ist zurzeit einiges in Bewegung. Die Absätze sind stabil aber keineswegs am Boomen. Auslöser dafür sind die stagnierende Kaufkraft sowie grundsätzliche Bedenken gegenüber dem Fleischkonsum. Dominierende Kräfte auf dem Markt sind die Detailhändler. Während Migros, Aldi und Lidl auf Weiderind setzen, fokussiert Marktleader Coop schon lange auf Natura Beef aus der Mutterkuhhaltung. Die Marktanteile von Label-Rindfleisch sind hier sehr unterschiedlich, aber durchwegs deutlich höher als in der Gastronomie, wo immer noch grosser Nachholbedarf herrscht. Wir diskutieren in der aktuellen Ausgabe auch über die Unterschiede zwischen den Systemen, die Gründe, warum das Label Bio Weide-Beef neu von Mutterkuh Schweiz geführt wird sowie die Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen auf Produktion und Konsum. Ein weiteres Thema ist die Frage, inwiefern die Weiderinder-Label das Kälberproblem in der Biomilchproduktion lösen helfen könnten. Gäste im FiBL Podcast Studio sind der Präsident von Mutterkuh Schweiz, Mathias Gerber, sein Amtskollege Romain Beuret von der Interessengemeinschaft Bio Weide-Beef sowie FiBL Berater Franz Steiner, ein langjähriger Spezialist für ökologisch produziertes Rindfleisch. Weitere Informationen zu den Labels: Gäste: Redaktion und Moderation: Adrian Krebs An- und Abmoderation: Anke Beermann Postproduktion: Benny Christ
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| Kompost: Medizin für Pflanzen und Boden | 11 Jul 2025 | 00:25:23 | |
Es ist bewiesen, dass Kompost verschiedene Krankheiten im Boden unterdrücken kann. Aber es ist noch ziemlich unbekannt, woran es denn genau liegt, dass die Komposte wirksam sind, und Pflanzen vor Krankheiten schützen. In dieser Folge tauchen wir in die faszinierende Welt der Mikroorganismen im Kompost ein. Die zwei FiBL Forscherinnen Anja Logound Fiona Fitchett sind in ihren Doktorarbeiten der geheimen Kraft des Komposts auf der Spur. Anja Logo und Fiona Fitchett erforschen die faszinierende Welt der Mikroorganismen im Kompost – eine Welt, die man mit bloßem Auge nicht sieht, die aber großen Einfluss auf Pflanzen haben kann. Anja Logo untersucht, welche Mikroorganismen dafür verantwortlich sind, dass manche Komposte Pflanzen wirksam vor Krankheiten wie Wurzelfäule schützen. Fiona Fitchett möchte herausfinden, welche Ausscheidungsprodukte von Kompost-Mikroorganismen gegen Blattkrankheiten helfen könnten, indem sie auf die Blätter gesprüht werden. Beide suchen gezielt nach Mikroben, die Krankheiten im Boden und auf den Blättern unterdrücken. Ziel ist es, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu verringern. Dazu werden Mikroorganismen im Labor und auf dem Feld getestet – es geht also nicht nur um Forschung im Reagenzglas, sondern auch um praktische Anwendung. Ein weiterer spannender Ansatz ist es, Kompost gezielt zu „tunen“, indem man förderliche Mikroben zusetzt.
Weitere Informationen
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| Mehrfach ernten: Solaranlagen in der Landwirtschaft | 27 Jun 2025 | 00:40:34 | |
Sie sind umstritten, aber vielversprechend: Solaranlagen über landwirtschaftlichen Flächen. Über Vor- und Nachteile sprechen in diesem Podcast ein Landwirt, der vor drei Jahren europaweit die erste Solaranlage Europas auf seiner Obstanlage installierte, ein Wissenschaftler, der das neue FiBL Projekt "Agrisolar" leitet, und der Projektverantwortliche vom Amt für Landwirtschaft des Kantons Aargau. Auf Hausdächern sind Solarpanels inzwischen ein gängiges Bild. Dass sie jedoch frei in der Landschaft stehen, ist derzeit noch ein seltenes Bild – und auch nicht unumstritten. Bei dem System Agri-Photovoltaik (auch genannt "Agri-PV") werden Solaranlagen über Agrarflächen installiert. Dabei sollen die Lebensmittel, die unter den Solarpanels angebaut werden, vom Schutz durch die Solaranlagen profitieren. Ob dies wirklich funktionieren kann, untersucht das grosse Forschungsprojekt AgriSolar, das letztes Jahr gestartet hat und 25 Jahre lang Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse liefern soll. Im Gespräch sind der Projektleiter Stefan Baumann, der Projektverantwortliche des Kantons Aargau Matthias Müller und der Landwirt Mark Kugel, der auch Gründer des Startups «Sonntag Energy» ist, und Solaranlagen für Landwirte plant und baut. Gäste: Stefan Baumann, Matthias Müller und Mark Kugel Redaktion und Moderation: Franziska Hämmerli An- und Abmoderation: Anke Beermann Informationen zum Projekt AgriSolar findet ihr auf der Website www.agrisolarforschung.ch. Bei Fragen könnt ihr euch an den Projektleiter wenden: stefan.baumann@fibl.org. Für Fragen an Mark Kugel oder seine Firma Sonntag Energy schreibt an kontakt@sonntagenergy.com. Eine kostenlose Machbarkeitsanalyse könnt ihr auf der Webseite www.sonntag.energy erstellen lassen. Möchtet ihr uns gerne ein Feedback zur Sendung geben, schreibt uns gerne auf podcast@fibl.org oder kommentiert auf Instagram.
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| Die richtige Kuh für jeden Standort | 13 Jun 2025 | 00:37:13 | |
In dieser Folge von FiBL Focus geht es um standortangepasste Milchviehzucht - ein zentrales Thema für gesunde Kühe und zukunftsfähige Biobetriebe. Doch was bedeutet das konkret? Und wie lässt sich dieses Prinzip in der Praxis umsetzen? Die Anforderungen an Biomilchviehbetriebe nehmen zu – politisch, ökologisch und wirtschaftlich. Seit 2022 dürfen Wiederkäuer nur noch mit Knospe-Futter aus der Schweiz gefüttert werden, der Kraftfutteranteil ist auf 5 Prozent begrenzt. Diese Vorgabe stärkt eine kreislauforientierte und standortgerechte Tierhaltung und markiert einen klaren Schritt weg von industriellen Strukturen. Gerade für Betriebe in futterbaulich anspruchsvollen Lagen bringt das neue Anforderungen mit sich. Umso wichtiger wird die Wahl von Tieren, die genau zu diesen Bedingungen passen. In dieser Folge von FiBL Focus besprechen die FiBL Expertinnen Anet Spengler Neff und Verena Bühl, wie Tier, Standort und Betrieb besser aufeinander abgestimmt werden können und was das für die Zukunft der Biomilchproduktion bedeutet. Weshalb es die eine ideale Biokuh nicht gibt Ob eine Milchkuh zum Betrieb passt, hängt unter anderem vom Standort ab. In Talregionen mit hohem Futterbaupotenzial kommen grossrahmige, leistungsstarke Tiere oft gut zurecht. Hier müssen im Programm «Graslandbasierte Milch und Fleischproduktion» (GMF) Wiederkäuer mit einem Raufutteranteil von mindestens 75 Prozent gefüttert werden. In Berglagen mit kurzen Vegetationsperioden oder knapper Infrastruktur braucht es hingegen robuste, genügsame Kühe – nicht zuletzt, weil der geforderte Raufutteranteil hier für GMF-Betriebe bei 85 Prozent liegt. Das bedeutet weniger Kraftfutter, dafür mehr Futter aus Weide, Wiese und betriebseigenem Kreislauf. Doch nicht nur die Futterbasis ist entscheidend. Auch der Mensch spielt eine zentrale Rolle für den Charakter des Standorts: Arbeitskraft, Haltung zur Tierzucht, betriebliche Ziele und persönliche Werte fliessen in die Entscheidungen mit ein. Deshalb lässt sich keine einheitliche Ideal-Kuh definieren – jedes Zuchtziel muss zur Umgebung, zum Betrieb und zu den Menschen, die ihn führen, passen. Einschätzungsbogen für standortgerechte Milchviehzucht Hier setzt der überarbeitete Einschätzungsbogen für standortangepasste Zucht an. Er unterstützt Landwirt*innen dabei, Herde, Betrieb und Standort realistisch einzuschätzen. Der Bogen macht sichtbar, wo Zielkonflikte bestehen, etwa zwischen gewünschter Leistung und Futtergrundlage, und hilft, konkrete Ziele zu entwickeln. Gästinnen: Dr., Dipl.-Ing. agr. ETH Anet Spengler Neff, Co-Leitung Departement für Nutztierwissenschaften, Co-Leitung Gruppe Tierhaltung & Tierzucht am FiBL Schweiz M.S., B.Sc. ZHF in Umwetingenieurwesen Verena Bühl, Departement für Nutztierwissenschaften, Gruppe Tierhaltung & Tierzucht am FiBL Schweiz Weiterführende Informationen: FiBL Einschätzungsbogen, IG Neue Schweizer Kuh, Podcast Rinderzucht
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| Der Kompost-Papst im Interview | 30 May 2025 | 00:30:03 | |
Ob für den Hausgarten, für den Landwirtschaftsbetrieb oder für ganze Gemeinden – Kompost und andere Recyclingdünger sind für eine gute Kreislaufwirtschaft unverzichtbar. Wie Abfälle zu wertvollen Nährstoffen werden, und was es dabei zu beachten gibt, erklärt Kompost-Experte Jacques Fuchs vom FiBL in diesem Podcast. Wusstet Ihr, dass Kompost dermassen gut für die Bodenfruchtbarkeit ist, dass er in Afrika für bis zu 200 Dollar pro Tonne gehandelt wird? In diesem Interview gibt Jacques Fuchs Tipps und Hintergrundinformationen zum schwarzen Gold im Privatgarten und zur professionellen Kompostierung. Der gebürtige Westschweizer ist Inspektor für Kompostieranlagen in der Schweiz, seit 25 Jahren weltweit in der Forschung und Beratung zu Kompost für das FiBL tätig und führt seit über 30 Jahren seine Kompost-Beratungsfirma Biophyt. Ganz nebenbei war er auch ausserordentlicher Professor an der agronomischen Universität von Peking. Dass Jacques Fuchs manchen auch als «Kompost-Papst» gilt, ist also nicht verwunderlich.
Die Firma Biophyt AG berät alle, die Komposte anwenden, Kompostieranlagen betreiben, Produkte auf Kompostbasis herstellen oder behördlich mit Kompost zu tun haben: www.biophyt.ch Unter dem Reiter «Publikationen» finden sich hilfreiche Dokumente für die private oder professionelle Kompostierung. Zum Beispiel:
Bei Fragen zum Thema Kompost können Sie Jacques Fuchs unter der E-Mail jacques.fuchs@fibl.org oder unter der Telefonnummer +41 79 216 11 35 erreichen.
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| Bienen – Vielfältig und unverzichtbar | 16 May 2025 | 00:20:54 | |
Zum anstehenden Weltbienentag am 20. Mai widmet sich diese Podcastfolge ganz den Bienen, jenen faszinierenden Bestäubern, ohne die unsere Ökosysteme nicht funktionieren würden. Lorin Ineichen, vom Department Agrar- und Ernährungssysteme am FiBL Schweiz trifft Moderatorin Anke Beermann, um mit ihr über die beeindruckende Vielfalt der Bienen zu sprechen. Gemeinsam tauchen sie ein in die Welt der über 600 Bienenarten der Schweiz und sprechen darüber, wie unterschiedlich diese Bienen leben, aussehen und sich ernähren. Lorin erklärt, wie sich Bienen hinsichtlich ihrer Nahrungsvorlieben, ihrer Lebensweise und ihrer Nistorte unterscheiden. Es geht um die feinen Unterschiede zwischen Wild- und Managed Bienen, und warum diese Unterschiede für die Bestäubung und den Erhalt der biologischen Vielfalt entscheidend sind. Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem FiBL Projekt „Beenergia“, das die Wechselwirkungen zwischen non-managed (wildlebenden) und gezüchteten (managed) Bienen untersucht. Die Folge zeigt eindrucksvoll, warum der Erhalt der Artenvielfalt unter Bestäubern ein Schlüssel zur Stabilität unserer Ökosysteme ist und warum wir alle gefragt sind, einen Beitrag zu leisten. Dabei wird klar: Nicht alle Bienen machen Honig, und das ist bei Weitem nicht das Wichtigste, was diese kleinen Tiere leisten. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Länge in Min. und Sek.
Gast: Lorin Ineichen (FiBL) Moderation Gespräch: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: FiBL – Projekt-Beenergia
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| Können Felder in Streifen besser reifen? | 02 May 2025 | 00:53:32 | |
«Können Felder in Streifen besser reifen?» Der Streifenanbau in der Landwirtschaft verspricht grosses Potenzial. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel, könnte er eine Strategie darstellen, die negativen Einflüsse von Wetterextremen ein wenig abzupuffern. In der aktuellen Podcastfolge sprechen wir über die ersten Versuchsergebnisse aus einem Forschungsprojekt zum Streifenanbau in der Schweiz. In den Podcast eingeladen haben wir dazu aus dem Kanton Zürich die beiden Praktiker Andreas Pfister vom Birkenhof in Uster und Georg Feichtinger von der Rathgeb BioLog AG in Unterstammheim sowie die Wissenschaftlerin Maike Krauss vom FiBL. Alle drei sind beteiligt an einem gemeinsamen Forschungsprojekt, in dem sie den Streifenanbau unter Schweizer Bedingungen untersuchen. Im Gespräch mit Vanessa Gabel berichten sie von den ersten Eindrücken aus ihren Feldern, von den Herausforderungen und Schwierigkeiten aber auch von den Vorteilen, die der Streifenanbau bieten kann. Denn eins ist klar, man verspricht sich mehr von dieser Anbautechnik, als ein schöneres Landschaftsbild.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 92/ /Deutsch/53:32min
Gäste/FiBL-Forschungsteam: Maike Krauss, FiBL Andreas Pfister Birkenhof Uster und Georg Feichtinger, Rathgeb BioLog AG
Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Der Podcast wurde im Rahmen des Projekts "Streifenanbau - Neue Wege zur Schädlings- und Krankheitsregulierung im Biolandbau" produziert. Den Geldgebenden (BLW und Fondation sur la Croix) sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
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| Der Ausstieg aus dem Kükentöten – kein Sonntagsspaziergang | Schweizerdeutsch | 18 Apr 2025 | 00:43:25 | |
Die Schweizer Biogeflügelbranche muss bis Ende des Jahres den Ausstieg aus dem Kükentöten geschafft haben. Das ist ein Stresstest für alle Beteiligten im auf Effizienz getrimmten Sektor. Dieser ist aber notwendig, um den ethischen Wünschen der Konsumierenden entgegenzukommen. Gleichzeitig öffnet man mit dem Ausstieg neue Diskussionsfelder, wie etwa die Ressourceneffizienz in der Bruderhahnmast. Projektleiter Adrian Schlageter von Bio Suisse, Eier- und Geflügelfleischproduzent Markus Schütz sowie FiBL Forscherin Veronika Maurer erläutern im Gespräch mit Adrian Krebs die Herausforderungen. Es ist eine eigentliche Markttransformation, welche die Landwirt*innen zu bewältigen haben. Das sorgt für Aufbruchstimmung, aber auch für Verunsicherung. Verständlicherweise, wie alle Gesprächspartner*innen finden. Dauer: 43 Minuten und 26 Sekunden Gäste: Adrian Schlageter (Bio Suisse), Dr. Veronika Maurer (FiBL), Markus Schütz (Geflügelproduzent) Moderation Gespräch: Adrian Krebs, FiBL Weiterführende Informationen:
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| Was bringt Bio wirklich? Ein Blick in über 500 Studien | 04 Apr 2025 | 00:26:36 | |
In dieser Folge von FiBL Focus ist Dr. Jürn Sanders zu Gast. Er ist Agrarökonom, Politik- und Wirtschaftswissenschaftler sowie Vorsitzender der Geschäftsleitung am FiBL Schweiz. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Forschungsteam hat er eine der bislang umfassendsten Metastudien zum biologischen Landbau in gemäßigten Klimazonen veröffentlicht. Die Studie basiert auf der Auswertung von über 500 wissenschaftlichen Arbeiten aus den letzten 30 Jahren. Im Zentrum steht die Frage, welchen Beitrag der Biolandbau für Umwelt, Tierwohl und Nachhaltigkeit leisten kann. Die Ergebnisse zeigen: In Bereichen wie Wasserqualität, Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität, Klimaschutz und Ressourceneffizienz bringt der biologische Landbau Vorteile gegenüber der konventionellen Landwirtschaft. Im Gespräch erklärt Jürn Sanders, wie diese Mehrleistungen zustande kommen, welche Rolle das Systemdenken im Bio-Landbau spielt und weshalb die Praxis oft über das Label hinaus entscheidet. Auch Herausforderungen werden angesprochen: Die Ertragslücke zwischen biologischem und konventionellem Anbau ist real (im DOK Versuch sind es 15%), aber nicht isoliert zu betrachten. Jürn plädiert für einen ganzheitlichen Blick auf das Ernährungssystem, bei dem auch Konsumverhalten, Lebensmittelverluste und globale Ressourcenverfügbarkeit einbezogen werden. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Länge 26Min. und 36Sek.
Gast: Dr. Jürn Sanders (FiBL) Moderation Gespräch: Anke Beermann, FiBL Weiterführende Informationen: Benefits of organic agriculture for environment and animal welfare in temperate climates
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| Herausforderungen im Biokartoffelanbau | Schweizerdeutsch | 21 Mar 2025 | 00:31:53 | |
Kartoffeln sind anspruchsvoll – sie brauchen das richtige Mass an Feuchtigkeit, Wärme und Schutz. Doch extreme Wetterbedingungen machen den Biokartoffelanbau zunehmend schwieriger. In dieser neuen Folge von «FiBL Focus» spricht Tobias Gelencsér über innovative Lösungen für den Biokartoffelanbau. 2024 war für Biokartoffelbetriebe in der Schweiz ein extrem herausforderndes Jahr. Dauerregen, hohe Luftfeuchtigkeit und starker Pilzdruck führten zu Ernteausfällen von bis zu 50%. Besonders die Kraut- und Knollenfäule konnte sich durch den ständigen Regen stark ausbreiten. Selbst eine Sonderzulassung für mehr Kupfereinsatz konnte die Verluste nicht verhindern. Robuste Sorten als Hoffnungsträger Eine zentrale Rolle im Kampf gegen Pilzkrankheiten spielen robuste Kartoffelsorten. Einige wie Vitabella oder Otolia haben sich bereits bewährt. Sie bieten einen guten Schutz gegen die Kraut- und Knollenfäule. Doch nicht jede robuste Sorte erfüllt alle Anforderungen. Manche reagieren empfindlich auf Trockenheit, andere entsprechen nicht den optischen Erwartungen des Handels. Trotzdem setzen Forschende und Landwirt*innen auf neue Züchtungen. Das Ziel: Kartoffeln, die widerstandsfähig, ertragreich und vermarktungsfähig sind. Innovative Anbaumethoden im Fokus Neben der Sortenwahl testen Fachleute neue Anbausysteme. Mulchabdeckungen und grössere Dämme könnten helfen, die Feuchtigkeit im Boden zu regulieren. Auch ein Anbau mit Buchweizen oder Ackerbohnen zeigen vielversprechende Ergebnisse. Diese Kulturen locken Nützlinge an und fördern so das ökologische Gleichgewicht. In dieser Folge von «FiBL-Focus» spricht Tobias Gelencsér über die Lehren aus 2024 und die Zukunft des Biokartoffelanbaus. Welche robusten Sorten sind bereits im Anbau? Welche Innovationen könnten helfen, die Erträge zu stabilisieren? Jetzt reinhören! Gäste: Tobias Gelencsér, Co-Leiter der Gruppe Anbautechnik Ackerbau am FiBL Schweiz Weiterführende Informationen: Rubrik Biokartoffeln auf bioaktuell.ch Sortenliste Kartoffeln auf bioaktuell.ch Einstein-Sendung "Warum der Klimawandel unsere Kartoffel bedroht" Podcast: Farmer Science – Forschung auf dem Bauernhof
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| Wie nachhaltig sind die deutschen Supermärkte? Es gibt noch Luft nach oben | 07 Mar 2025 | 00:32:20 | |
"Im Großen und Ganzen unternimmt der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) nach wie vor nicht genug, um seiner Rolle als Gatekeeper für eine notwendige Transformation des Ernährungssystems gerecht zu werden“, lautet die Bilanz einer jüngst präsentierten Studie des FiBL. Darüber haben wir in der neusten Folge von FiBL Focus mit den Autor*innen gesprochen. Thema waren auch die Unterschiede zum Schweizer Markt. Bereits zum zweiten Mal hat das FiBL im Auftrag des deutschen Umweltbundesamts (UBA) die Nachhaltigkeitsperformance des deutschen Detailhandels beurteilt. Unterstützt wurden die Mitarbeitenden des Instituts dabei von Kolleg*innen der Uni Giessen und der Hochschule Nürnberg. Die Studie zeigt markante Unterschiede zwischen den acht Marktleadern, deren Leistungen bewertet worden sind. "Zusammenfassend stellen wir fest, dass die Unternehmen des LEH viele Aktivitäten in den einzelnen Handlungsfeldern vorweisen können, wobei in den verschiedenen Handlungsfeldern teilweise große Unterschiede zwischen den Unternehmen festzustellen sind“, heisst es im Schlussbericht. Im Umweltbereich hätten sich die Datengrundlage und die Bewertungen im Vergleich zu 2020 insgesamt verbessert. "Allerdings weisen die Nachhaltigkeitsstrategien der Unternehmen und deren Umsetzung noch große Lücken auf“, heisst es weiter. Dies sowohl für den Bereich "Umwelt“, als auch, noch stärker für die ebenfalls analysierten Bereiche „soziale Verantwortung“ und das „Tierwohl“. Im Gespräch mit Adrian Krebs erläutern die Co-Autor*innen Marlene Sander und Christian Schader vom Departement für Agrar- und Ernährungssysteme am FiBL die Gründe, welche zum mittelmässigen Ergebnis des Sektors in der Studie führen. Dazu zählt neben der Leistung der Unternehmen unter anderem auch die Zaghaftigkeit der Politik. Sie äussern sich zudem zu den Unterschieden zum Schweizer Markt und zu den Gründen, warum die Rolle der Konsumierenden nicht überschätzt werden sollte. Gäste: Moderation: An- und Abmoderation: Weitere Information:
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| Blauzungenkrankheit – Gefahr für Rindvieh und Schafe | Schweizerdeutsch | 21 Feb 2025 | 00:27:02 | |
Die Tierseuche «Blauzungenkrankheit» breitet sich in der Schweiz aus und stellt Landwirt*innen vor grosse wirtschaftliche Herausforderungen. Seit Ende August 2024 sind bereits über 2200 Betriebe betroffen. Doch was bedeutet das konkret für Tierhalter*innen? In der aktuellen Podcastfolge gibt die FiBL Tierärztin Ariane Maeschli wertvolle Einblicke: Wie wird der Virus übertragen? Welche Schutzmassnahmen sind möglich? Und welche Massnahmen sind bei einem Ausbruch zu ergreifen? Erhöhtes Ansteckungsrisiko ab Frühling Die Blauzungenkrankheit, eine durch Stechmücken übertragene Viruserkrankung, befällt vor allem Wiederkäuer wie Schafe und Rinder. Während der Wintermonate gibt es eine vektorfreie Periode, in der das Virus ruht – doch mit steigenden Temperaturen nimmt die Gefahr wieder zu. «Eine Prophylaxe ist wirtschaftlich sicher sinnvoll, aber auch fürs Tier, denn die Tiere leiden dann halt wirklich, wenn sie schwer krank sind», betont Maeschli. Vorbeugen und Behandeln Im Gespräch erläutert die Expertin die verschiedenen Virus-Serotypen und deren Verbreitung in der Schweiz. Sie gibt praktische Tipps zu Impfungen, komplementären Vorbeuge- und Behandlungsmethoden sowie weiteren Schutzmassnahmen. Zudem erklärt sie, woran erkrankte Tiere erkannt werden können und was bei Ausbruch der Tierseuche zu tun ist. Gästin: Ariane Maeschli Weitere Informationen Schweiz: BLV: Informationen zur Blauzungenkrankheit Projekt der IG Homöopathie Nutztiere zur Blauzungenkrankheit: Betriebe können sich ab Mitte Februar 2025 per Email an info@handbuchzurstallapotheke.ch anmelden. 24h Hotline - komplementärmedizinische, telefonische Beratung Kometian Kosten einer Impfung gegen das Blauzungenvirus: die Tierärzteschaft ist bei der Preisgestaltung frei, üblicherweise wird pro Impfdosis 5 CHF plus MWST verrechnet (Medikamentenpreis Bultavo-3 von Böhringer), falls die Landwirt*innen nicht selbst impfen, wird diese Dienstleistung zusätzlich verrechnet. teleBaselpunkt6 vom 20.02.2025: Tierseuche zwingt Bauern zu Nottötungen Weitere Informationen international: AGES: Krankheitserreger Blauzungenkrankheit EFSA: Blauzungenkrankheit Barua, S.; Rana, E.A.; Prodhan, M.A.; Akter, S.H.; Gogoi-Tiwari, J.; Sarker, S.; Annandale, H.; Eagles, D.; Abraham, S.; Uddin, J.M. The Global Burden of Emerging and Re-Emerging Orbiviruses in Livestock: An Emphasis on Bluetongue Virus and Epizootic Hemorrhagic Disease Virus. Viruses 2025, 17, 20. https://doi.org/10.3390/v17010020
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| Feldarbeit ohne Grenzen: Arbeitsmigration in der Landwirtschaft | 07 Feb 2025 | 00:52:00 | |
In der aktuellen Podcastfolge beleuchten wir zusammen unseren Gäst*innen das Thema Arbeitsmigration in der Landwirtschaft näher. Dazu haben wir Lina Tennhardt und Liene Hennig vom FiBL sowie Phillipe Sauvin von der Plattform für eine sozial nachhaltige Landwirtschaft eingeladen. Gemeinsam mit Vanessa Gabel sprechen sie über die aktuelle Situation von Arbeitsmigrant*innen in der Schweiz und werfen dabei auch einen Blick in die Zukunft. Die meisten von uns erinnern sich wahrscheinlich noch an die Coronazeit, als die Einreise von Saisonarbeitskräften zur Ernte erschwert wurde und plötzlich alle um ihren «Spargel» bangen mussten. Dadurch kam aber auch endlich etwas in den Fokus, dem wir normalerweise eher nicht so viel Aufmerksamkeit schenken. Die Tatsache, dass einige unserer landwirtschaftlichen Produktionszweige auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen sind. Während reine Ackerbaubetriebe im Vergleich mit relativ wenigen Arbeitskräften auskommen, gibt es Betriebe, vor allem in den arbeitsintensiven Bereichen wie Gemüse-, Obst- oder auch Weinbau, die durchaus auf migrantische Arbeitskräfte angewiesen sind. Da die Arbeit in der Landwirtschaft oft körperlich anstrengend ist, die Arbeitszeiten häufig lang und die Löhne im Vergleich eher niedrig sind, kann es schwierig sein genügend «Hände» zu finden, um die anfallenden Arbeiten zu verrichten. In diesem Podcast wollen wir uns ein besseres Bild über die Verhältnisse rund um Arbeitsmigration in der Schweizer Landwirtschaft machen und einen Ausblick in die Zukunft geben.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Folge 86 Sprache/52min. 00 Sek.
Gäste/FiBL-Forschungsteam: Lina Tennhardt, Liene Hennig (beide FiBL Schweiz), Phillipe Sauvin (Plattform für eine sozial nachhaltige Landwirtschaft) Moderation Gespräch/Gelesen von: Vanessa Gabel, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL Finanzierung: Forschungsprojekt Planet 4B Weiterführende Informationen: Plattform für eine sozial nachhaltige Landwirtschaft Forschungsprojekt Planet 4B
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| Pestizide im Wein, muss das sein? | 24 Jan 2025 | 00:31:10 | |
Pestizidrückstände in einem schönen Glas Wein, das man gerade trinkt – das möchte man gerne vermeiden. In dieser Podcast-Folge von FiBL Focus klären wir, unter welchen Umständen es zu Pestizidrückständen in der Flasche kommen kann. Und wie man es verhindern kann. Pestizidrückstände in Lebensmitteln sind ein Thema, das viele beunruhigt. Gerade Weintrauben können besonders anfällig auf Krankheiten sein, und kommen meistens nicht ohne Spritzmittel aus. Wie es aber trotzdem möglich ist, Wein ohne Rückstände zu produzieren, und welche Schwierigkeiten sich dabei ergeben, hören wir in dieser Podcast-Folge von FiBL Focus. Im Gespräch mit der FiBL Focus Redaktorin Franziska Hämmerli sind in dieser Podcast-Folge Thomas Löliger und Bernhard Speiser zu hören. Thomas ist seit über zehn Jahren selbständiger Biowinzer und neu stellvertretender Leiter vom Weingut FiBL. Bernhard ist seit über 15 Jahren als Spezialist für Rückstände aller Art am FiBL tätig, derzeit auch als Leiter der Gruppe Betriebsmittel. Weitere Informationen
Gäste
Moderation und Redaktion: Franziska Hämmerli, FiBL An- und Abmoderation: Anke Beermann, FiBL
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| Die Zukunft des Seafood: Klimawandel, Lösungsansätze und neue Perspektiven | 10 Jan 2025 | 00:30:59 | |
Diese Episode mit Dr. Timo Stadtlander bietet einen umfassenden Einblick in den Zustand unserer Meere und wie der Klimawandel diese entscheidenden Ökosysteme beeinflusst. Wir ziehen Bilanz – eineinhalb Jahre nach unserer letzten Diskussion über den Klimawandel und die Meere. Dabei sprechen wir über die Herausforderungen, die langsamen Fortschritte und die realen Auswirkungen auf globaler Ebene. Ein besonderes Augenmerk legen wir auf die Rolle der Meere als Kohlenstoffspeicher, die Risiken durch steigende Temperaturen, die Versauerung der Ozeane und den Rückgang des Sauerstoffgehalts. Gemeinsam analysieren wir auch die Folgen für marine Ökosysteme, wie die Bedrohung des Phytoplanktons und Fischbestände – und werfen einen Blick auf mögliche Lösungen, von besserem Fischereimanagement bis hin zu innovativen Ansätzen wie pflanzenbasierten Alternativen. Freut euch auf eine Episode voller Fakten und Zusammenhänge, die uns vor Augen führt, warum es so wichtig ist, endlich entschlossen gegen die Klimakrise vorzugehen – für unsere Meere und für uns alle. Dr. Timo Stadtlander ist Meeresbiologe, Agronom und Co-Leiter der Gruppe Tierernährung am FiBL Schweiz. Er forscht über Aquakulturen und beschäftigt sich unter anderem mit dem Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Meere.
Bei Fragen, Anregungen oder Kritik meldet euch bei uns. Schreibt uns eine E-Mail oder schreibt uns Kommentare auf Youtube oder Instagram Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns auf euch, euer FiBL-Focus-Team. Länge 30Min. und 59Sek.
Gast Dr. Timo Stadtlander (FiBL) Moderation Gespräch: Anke Beermann (FiBL) Weiterführende Informationen: FiBL - Podcast: Der Klimawandel und die Meere FiBL - Podcast: Unterwasserwelten – Aquakulturen und Fischerei
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| Gott bewahre – was Spiritualität mit Biodiversität zu tun hat | 13 Dec 2024 | 00:25:51 | |
Die Adventszeit lädt dazu ein, über persönliche Werte nachzudenken. Sie beeinflussen unser Handeln und damit unsere Umwelt. So prägen auch religiöse und spirituelle Überzeugungen von Landwirtinnen und Landwirten die Biodiversität auf Betrieben. Darüber, und über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Thema, spricht die FiBL Wissenschaftlerin Ghezal Sabir in dieser Folge. Links
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| Die Macht des Einkaufskorbs | 29 Nov 2024 | 00:44:25 | |
Wie wirken sich unsere täglichen Kaufentscheidungen auf die Lebensmittelproduktion und Preisbildung aus? Der Foodtalk beleuchtet diese Fragen in der aktuellen Podcast-Folge – ein Muss für alle, die fair und nachhaltig produzierte Lebensmittel konsumieren möchten. Am Dienstag, den 19. November 2024, lud der FoodTalk im Unternehmen Mitte in Basel zu einem Diskussionsabend über „Die Macht des Einkaufskorbs“ ein. Der Abend beleuchtete die oft undurchsichtigen Prozesse der Lebensmittelpreisbildung und beantwortete zentrale Fragen: Wer profitiert entlang der Wertschöpfungskette, wer trägt die Hauptlast, und welche Kosten bleiben den Konsumierenden oft verborgen? Zu den Gästen zählten Prof. Philipp Aerni vom Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS), Tex Tschurtschenthaler von der Solidarischen Landwirtschaft sowie Benjamin Krähenmann von Crowd Container. Sie erklärten, welche Akteure die Preise massgeblich beeinflussen und wie Konsumierende durch ihre Kaufentscheidungen aktiv in das System eingreifen können. Für alle, die nicht vor Ort dabei sein konnten, steht dieser spannende Austausch nun als Podcast zur Verfügung – eine Gelegenheit, um tiefere Einblicke zu gewinnen und das eigene Konsumverhalten kritisch zu reflektieren. Gäste: Philipp Aerni, Center for Corporate Responsibility and Sustainability (CCRS) Tex Tschurtschenthaler, Kooperationsstelle für solidarische Landwirtschaft Benjamin Krähenmann, Crowd Container Moderation: Dubravka Vrdoljak, Mitglied Ernährungsforum Basel, Kommunikation Foodsave-Bankett Basel Der FoodTalk Basel wurde ermöglicht durch: Ernährungsforum Basel, Innovation Office, Impact Hub Basel, Crowd Container, Unternehmen Mitte, Slow Food Basel, Genossenschaft Lebensmittel Netzwerk Basel - Feld zu Tisch, Genuss aus Stadt und Land, Markthalle Basel, Zentrum Ebenrain, Medizinischen Fakultät Basel, FiBL Weitere Informationen: Nachhaltige Lebensmittel sind im Trend und immer mehr Initiativen und Unternehmen setzen auf frische und lokale Produkte direkt von den Produzent*innen. Labels und Bewertungssysteme bieten zwar Orientierung, doch die Komplexität des heutigen Ernährungssystems wird damit oft nur unzureichend abgebildet. Ausserdem ist Vorsicht geboten: Nicht alles, was grün daherkommt, wird tatsächlich nachhaltig hergestellt. Hier setzen die FoodTalks in Zürich, Basel und Bern an: Gemeinsam mit ausgewählten Expert*innen aus den Bereichen Nachhaltigkeit und Lebensmittel werden zentrale Themen um das Ernährungssystem beleuchtet und live mit dem Publikum diskutiert.
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| Anders Essen dank Kunst und Wissenschaft | 15 Nov 2024 | 00:30:43 | |
Wissenschaftliche Arbeit soll neutral und schnörkellos sein - könnte man auf jeden Fall meinen. Doch künstlerische Elemente können wissenschaftliche Prozesse bereichern. Wie das funktionieren kann, hören wir in dieser Podcast-Folge von «FiBL Focus». Unser Ernährungssystem muss verbessert werden, darüber sind sich die Bürger*innen vom «Rat für Ernährung» einig. Wie genau das geschehen soll, haben sie im Projekt «aufgedeckt» über mehrere Monate hinweg erarbeitet. In einer Serie von Treffen, die durch künstlerische und wissenschaftliche Mittel begleitet wurden, wurde ein Massnahmen festgehalten, deren Umsetzung mit Entscheidungsträger*innen angegangen wird. Welche künstlerischen und wissenschaftlichen Mittel im Projekt eingesetzt wurden, und was sie bewirkt haben, hören sie in dieser Podcast-Folge mit der FiBL Wissenschaftlerin Mirjam Schleiffer und der Künstlerin Christin Glauser vom Kunstkollektiv UVO.
Redaktion und Moderation An- und Abmoderation Postproduktion Links
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Weitere Podcastfolgen mit Mirjam Schleiffer
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