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Explore every episode of the podcast EvidenzUpdate – für klügere Medizin

Dive into the complete episode list for EvidenzUpdate – für klügere Medizin. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.

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Was hat Max Weber mit Medizin zu tun? Kommen Sie zum Live-Podcast!19 Sep 202400:11:10
Politik und Wissenschaft pflegen ein nicht ganz so triviales Verhältnis, wie bei jüngsten gesundheitspolitischen Vorhaben deutlich wird. Wir laden Sie zu einer ganz besonderen Podcast-Episode ein.
Vom kranken Herz-Gesetz – oder wie mit Studien Politik gemacht wird06 Aug 202400:53:25
Eine neue Stellungnahme liefert eine Menge Evidenz zum „Gesundes-Herz-Gesetz“. Fazit: Eine tolle und wichtige Sache. Wir haben uns die Literatur im EvidenzUpdate genauer angesehen – und sind entsetzt.
Husten, Schnupfen, Impfung – ein virtuelles Praxisgespräch in der ARE-Saison18 Oct 202300:18:29
Die Praxen füllen sich mit Schniefnasen, und in der ersten post-pandemischen Grippewelle stellen sich neue Fragen, etwa zur Impfung. Ein „EvidenzUpdate“ mit einem virtuellen Beratungsgespräch, wie es in der Praxis stattfinden könnte.
Immunität gegen SARS-CoV-2? "Wir haben eine dreifache Unsicherheit!"11 May 202000:28:11
Auf dem „2. Gesetz zum Schutz der Bevölkerung in einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sind die Immunitätsausweise einstweilen erst einmal gestrichen worden. Doch in der Politik wird weiter über sie diskutiert – auch auf europäischer Ebene. Doch welchen Nutzen diese Ausweise überhaupt hätten, ist unklar. Denn noch immer lässt sich nur begrenzt etwas zu der Aussagekraft beispielsweise von Antikörpertests sagen. In diesem „CoronaUpdate“ reden wir über eine „dreifache Unsicherheit“ bei der Frage nach der SARS-CoV-2-Immunität: die diagnostische, die epidemiologische und die klinische. Und wir fragen nach den ethischen Problemen, die diese Immunitätspässe aufwerfen: Werden Menschen damit nicht stigmatisiert und diskriminiert? Schaffen dieses Pässe nicht sogar eine neue Zweiklassen-Gesellschaft – von Immunen und Nicht-Immunen, bzw. Menschen mit und Menschen ohne Corona-Ausweis? Könnten diese Ausweise nicht sogar gegenteilige Effekte bewirken? Und letztlich: Wären sie nicht sogar der erste Schritt hin zu einer Impfpflicht gegen das Coronavirus? Mancher Politiker liebäugelt ja längst mit diesem Gedanken. Quellen: 1. Childress JF et al. Public health ethics: mapping the terrain. J Law Med Ethics. 2002 Summer;30(2):170-8. doi: https://doi.org/10.1111/j.1748-720x.2002.tb00384.x 2. Persad G. The Ethics of COVID-19 Immunity-Based Licenses (“Immunity Passports”). JAMA. Published online May 06, 2020. doi: https://doi.org/10.1001/jama.2020.8102 3. Robert Koch Institut. COVID-19: Kriterien zur Entlassung aus dem Krankenhaus bzw. aus der häuslichen Isolierung. Stand: 17.04.2020. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Entlassmanagement.html 4. Nussbaumer‐Streit B. Quarantine alone or in combination with other public health measures to control COVID‐19: a rapid review. Cochrane Database of Systematic Reviews 2020, Issue 4. Art. No.: CD013574. doi: https://doi.org/10.1002/14651858.CD013574 5. Reynolds, D. (2008). Understanding, compliance and psychological impact of the SARS quarantine experience. Epidemiology and Infection, 136(7), 997-1007. doi: https://doi.org/10.1017/S0950268807009156 6. Samantha K Brooks. The psychological impact of quarantine and how to reduce it: rapid review of the evidence. Lancet 2020; 395: 912–20. Published: February 26, 2020. doi: https://doi.org/10.1016/S0140-6736(20)30460-8
Lockerungsübungen ohne Evidenz08 May 202000:21:03
Die Bundesrepublik wagt den Neustart – in die neue "Normalität". Doch die Lockerungen fallen je nach Bundesland teils sehr unterschiedlich aus. In manchen Ländern dürfen bereits Restaurants öffnen, in anderen hingegen müssen die Gastronomen noch ausharren. Überall aber darf man alleine auf der Parkbank oder am See sitzen. Was aber steckt hinter diesen bundesdeutschen Lockerungsübungen? Gibt es wissenschaftliche Evidenz für die jetzigen Beschlüsse? Und falls ja: Ist die Literaturrecherche in Bayern eine andere gewesen als in Bremen? Oder ist der Flickenteppich einfach nur ein Ausdruck großer Unsicherheit? Ein lockeres "CoronaUpdate" zum Start in das Wochenende. Quellen: 1. Michael Sommer. Der eingebildete Kranke to go (Molière in 9 Minuten). YouTube. https://www.youtube.com/watch?v=agm45NLfiwk
"Wer von 'epidemiologisch sicher' spricht, ist im Stadium 'unbegründeter Sicherheit'"06 May 202000:29:29
Die Schulen haben wieder geöffnet – zumindest teilweise und in verkleinerten Klassen dürfen die Schüler zurück. Auch Geschäfte sollen in Kürze wieder öffnen dürfen, haben Bund und Länder am Mittwoch (6. Mai) beschlossen. Doch zeitgleich zur Öffnung der Schulen tobt eine Diskussion über mutmaßlich wissenschaftliche Beweise, die mal für und mal gegen diesen Schritt sprechen sollen. Kinder könnten genauso "infektiös" wie Erwachsene sein, heißt es in jüngst veröffentlichten Untersuchungen. Jedenfalls konnten Virologen bei Abstrichen von Kindern eine fast ähnlich hohe Viruslast feststellen. Doch taugt das als Argument gegen eine Schulschließung? Ist eine hohe Viruslast gleichzusetzen mit hoher Infektiosität? Und was hat das Schließen von Schulen in China eigentlich gebracht? In diesem "CoronaUpdate" machen wir wieder den Evidenzcheck. Und es ist der erste Akt zu der Frage, wie die neue "Normalität" nach und mit Corona aussehen wird. Quellen: 1. Tweet von Karl Lauterbach: https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1257292931385483264 2. Terry C. Jones et al. An analysis of SARS-CoV-2 viral load by patient age. 29. April 2020. Preprint: https://zoonosen.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc05/virologie-ccm/dateien_upload/Weitere_Dateien/analysis-of-SARS-CoV-2-viral-load-by-patient-age.pdf 3. Arnaud G L'Huillier et al. Shedding of infectious SARS-CoV-2 in symptomatic neonates, children and adolescents. medRxiv 2020.04.27.20076778; doi: https://doi.org/10.1101/2020.04.27.20076778 4. Juanjuan Zhang et al. Changes in contact patterns shape the dynamics of the COVID-19 outbreak in China. Science 29 APR 2020. doi: https://doi.org/10.1126/science.abb8001 5. Goldstein Edward, Lipsitch Marc. Temporal rise in the proportion of younger adults and older adolescents among coronavirus disease (COVID-19) cases following the introduction of physical distancing measures, Germany, March to April 2020. Euro Surveill. 2020;25(17):pii=2000596. doi: https://doi.org/10.2807/1560-7917.ES.2020.25.17.2000596 6. Hendrik Streeck et al. Infection fatality rate of SARS-CoV-2 infection in a German community with a super-spreading event. 4. Mai 2020. Preprint: https://www.ukbonn.de/C12582D3002FD21D/vwLookupDownloads/Streeck_et_al_Infection_fatality_rate_of_SARS_CoV_2_infection2.pdf/$FILE/Streeck_et_al_Infection_fatality_rate_of_SARS_CoV_2_infection2.pdf
Die Paradoxien einer Pandemie04 May 202000:23:11
„Stell dir vor, es ist Pandemie, und keiner geht hin.“ – Mancher wird sich das in diesen Zeiten denken. Während hierzulande die Zahl der täglich gemeldeten Neuerkrankungen immer mehr zu sinken scheint, schreitet die Corona-Pandemie in anderen Staaten unverändert fort. Etwa in den USA, Großbritannien oder Russland. Die Situation scheint paradox. Was aber bedeuten solche Paradoxa in der Medizin, in der Wissenschaft? Darüber reden wir in diesem „CoronaUpdate“. Wir reden über den Wettlauf von Achill und der Schildkröte – und über (scheinbar) paradoxe Ergebnisse klinischer Studien. Und wir gelangen zu der Erkenntnis, dass präventive Maßnahmen etwa für den Einzelnen nicht von Bedeutung sein können, wir eine ganze Bevölkerungsgruppe aber sehr wohl. Was aber bedeutet das, wenn es zu einem Stigma wird? Quellen: 1. Buchholz U, Buda S, Prahm K: Abrupter Rückgang der Raten an Atemwegserkrankungen in der deutschen Bevölkerung. Epid Bull 2020;16:7-9. doi: https://doi.org/10.25646/6636.2 2. Geoffrey Rose. Strategy of prevention: lessons from cardiovascular disease. Br Med J (Clin Res Ed) 1981; 282: 1847. doi: https://doi.org/10.1136/bmj.282.6279.1847 3. FDA: https://www.fda.gov/news-events/press-announcements/coronavirus-covid-19-update-fda-issues-emergency-use-authorization-potential-covid-19-treatment 4. NIH: https://www.nih.gov/news-events/news-releases/nih-clinical-trial-shows-remdesivir-accelerates-recovery-advanced-covid-19 5. Wang, Y. et al. Remdesivir in adults with severe COVID-19: a randomised, double-blind, placebo-controlled, multicentre trial. Lancet (2020) doi: https://doi.org/10.1016/s0140-6736(20)31022-9 6. Norrie, J. D. Remdesivir for COVID-19: challenges of underpowered studies. Lancet (2020) doi: https://doi.org/10.1016/s0140-6736(20)31023-0 7. ClinicalTrials zu ACTT: https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT04280705 8. ClinicalTrials History: https://clinicaltrials.gov/ct2/history/NCT04280705?A=14&B=15&C=merged
COVID-19 und Exzessmortalität: Sterben ist mehr als nur eine Ziffer29 Apr 202000:21:39
Über 200.000 Menschen weltweit sind bereits an oder mit COVID-19 gestorben. Was aber sagt diese absolute Sterbeziffer über die Gefahr der Coronavirus-Pandemie aus? Oft wird sie ins Verhältnis zu den Todesfällen durch andere Erkrankungen gesetzt – etwas bei Influenza. In den saisonalen Grippewellen sterben jedes Jahr weltweit zwischen 200.000 und 600.000 Menschen, so die Schätzungen. Um sich der möglichen Gefahr durch eine Erkrankung zu nähern, errechnen Wissenschaftler oft die Exzessmortalität, also die Zahl der Sterbefälle in einem bestimmten Zeitraum, die über der erwartbaren Sterblichkeit liegt. Auch jetzt, angesichts COVID-19 steigt die Exzessmortalität, sterben mehr Menschen, als man üblicherweise erwarten würden. Doch was bedeuten diese Werte? Inwiefern können wir daraus etwas über die Gefährlichkeit von SARS-CoV-2 lernen? Und was bedeuten all dieses Zahlen angesichts eines jeden Sterbefalls, dem individuellen Leiden und dem Verlust eines Angehörigen? Ein "CoronaUpdate" über das Sterben. Quellen: 1. www.euromomo.eu
Wie die Medizin zu klugen Entscheidungen in der Pandemie gelangt27 Apr 202000:37:54
Beweise sind der heilige Gral in der evidenzbasierten Medizin (EbM). Solide Forschung soll Ärzten für ihr klinisches Handeln gute Entscheidungsgrundlagen liefern. Nun in einer Situation wie der COVID-19-Pandemie fehlt eben genau diese nötige Evidenz. Die Folge ist Unsicherheit, was klinisch zu tun ist. Die Ungewissheit treibt nicht nur Kliniker, sondern auch Patienten und Risikogruppen um. Deshalb fragen wir in dieser Episode vom "CoronaUpdate", wie kluge Entscheidungen in der Medizin überhaupt zustande kommen. Was verbirgt sich hinter der EbM? Welche Rolle spielen die Patienten und ihre Wünsche? Und was bedeuten diese Entscheidungsprozess in besonderen Situationen wie der jetzigen Coronavirus-Pandemie, wo das nötige klinische Wissen schlicht noch fehlt? Welche Möglichkeiten haben wir, mit Ungewissheit umzugehen? Wie helfen uns Leitlinien medizinischer Fachgesellschaften dabei, und welche Grenzen haben sie? Quellen: 1. Haynes RB, Devereaux PJ, Guyatt GH. Physicians' and patients' choices in evidence based practice. BMJ. 2002;324(7350):1350. doi: https://doi.org/10.1136/bmj.324.7350.1350 2. DEGAM-S1-Handlungsempfehlung "Neues Coronavirus (SARS-CoV-2) – Informationen für die hausärztliche Praxis". www.degam.de
Fünf Kriterien und drei Regeln für gute COVID-19-Forschung24 Apr 202000:22:02
Es sind besondere Zeiten in dieser Coronavirus-Pandemie. Die Bundeskanzlerin kritisiert "Öffnungsdiskussionsorgien". Aus Schweden hören wir von Sonderwegen, und auch in der Forschung ist immer mehr von sonderlichen Wegen zu hören. Medizin und Wissenschaft befinden sich im Moment im Hochbetrieb. Bei Pubmed sind allein über 6000 Veröffentlichungen zu den Stichworten COVID-19, SARS-CoV-2 und 2019-nCoV gelistet. Im US-Studienregister clinicaltrials.gov rund 800 Vorhaben registriert. Nicht zu sprechen von den Hunderten ungeprüften Veröffentlichungen auf den Preprintservern. Das Problem: Solche – notwendige – Hyperaktivitätswissenschaft kann schnell auch eine Menge Non-sense produzieren. Die Frage ist dann für Forscher, Mediziner oder Journalisten: Wie die Spreu vom Weizen trennen? Selbst Wissenschaftler räumen im Moment ein, dass sie es nicht immer so ganz genau nehmen: "Angesichts der Dringlichkeit der Situation können einige Einschränkungen ... akzeptabel sein, einschließlich der kleinen Stichprobengröße, der Verwendung eines nicht validierten Surrogatendpunktes und des Fehlens von Randomisierung oder Verblindung", heißt es etwa in einer Veröffentlichung. In diesem "CoronaUpdate" befassen wir uns mit fünf Kriterien für gute Wissenschaft in der Krise und drei Regeln, die jeder Forscher und Arzt beherzigen sollte. Und wir schauen, wie Mediziner konkret damit in der Praxis oder am Krankenbett umgehen können. Quellen: 1. Alex J. London, Jonathan Kimmelman. Against pandemic research exceptionalism. Science 23 Apr 2020: eabc1731. doi: https://doi.org/10.1126/science.abc1731 2. Kim AH, Sparks JA, Liew JW, et al, for the COVID-19 Global Rheumatology Alliance. A Rush to Judgment? Rapid Reporting and Dissemination of Results and Its Consequences Regarding the Use of Hydroxychloroquine for COVID-19. Ann Intern Med. 2020; [Epub ahead of print 30 March 2020]. doi: https://doi.org/10.7326/M20-1223 3. Joseph Magagnoli, Siddharth Narendran, Felipe Pereira, Tammy Cummings, James W Hardin, S Scott Sutton, Jayakrishna Ambati. Outcomes of hydroxychloroquine usage in United States veterans hospitalized with Covid-19. medRxiv 2020.04.16.20065920; doi: https://doi.org/10.1101/2020.04.16.20065920
Corona überwinden – eine Systemfrage23 Apr 202000:20:07
Die Fallzahlen in der Coronavirus-Pandemie sind von Land zu Land nicht nur absolut sehr unterschiedlich, sondern auch bezogen auf die Bevölkerungsgröße der Länder. Woran aber könnte das liegen? Ist es nur die Art und Geschwindigkeit der Lockdown-Maßnahmen, mit der die Länder reagiert haben? Und auch die relative Zahl der Todesfälle, die Fallsterblichkeit unterscheidet sich von Land zu Land teils enorm: Während sie hierzulande bei rund drei Prozent liegt, beträgt sie in anderen Staaten bis zu 13 Prozent. Sind die Betroffenen dort etwa kränker? Liegt es an der Zahl der Krankenhausbetten? Oder ist die Medizin dort weniger leistungsfähig? In dieser Episode vom "CoronaUpdate" stellen wir die Systemfrage: Welchen Unterschied die Art eines Gesundheitssystems bei der Bewältigung der Coronapandemie machen könnte. Und was die wissenschaftliche Literatur uns dazu mitteilen kann. Quellen: 1. ALM e.V. 21. April 2020. https://www.alm-ev.de/files/site-files/08%20Pressemitteilungen%20ALM/2020/Insights%20Praesentationen/200421-ALM-PK-Corona-Diagnostik-Insights-KW16.pdf 2. Leiyu Shi, et al. The Relationship Between Primary Care, Income Inequality, and Mortality in US States, 1980–1995. J Am Board Fam Pract. September 2003, 16 (5) 412-422; doi: https://doi.org/10.3122/jabfm.16.5.412 3. Ferdinand Gerlach, Joachim Szecsenyi et al. Evaluation der Hausarztzentrierten Versorgung (HzV) nach §73b SGB V in Baden‐Württemberg (2011‐2016). Ergebnisbericht 2018. https://neueversorgung.de/images/PDF/Evaluation_2016/190524_HZV-Ergebnisbericht-2018.pdf
Nützlich und schädlich – die Folgen sozialer Isolation, auch in Corona-Zeiten22 Apr 202000:20:25
Wegen SARS-CoV-2 leben wir in einer Zeit sozialer Isolation – ob im Lebensmittelgeschäft, in Parks oder im Altenheim. Das Ziel: so wenige Neuinfektionen mit dem Coronavirus wie nur irgend möglich. Doch welche Folgen kann soziale Isolation für uns haben, besonders für ältere Menschen? Dieser Frage sind ganz aktuell Forscher vom University College in London nachgegangen. Sie wollten wissen, wie sich soziale Isolierung und Alleinsein auf das Risiko für Krankenhauseinweisungen wegen Atemwegserkrankungen bei Älteren auswirkt. Eines ihrerer Ergebnisse: Alleine zu leben oder sozial nicht sehr aktiv zu sein, ist mit einem relativ erhöhten Risiko für Hospitalisierungen verbunden. Doch was bedeutet das für den momentanen Zustand der Gesellschaft angesichts COVID-19? Sind unsere Älteren jetzt besonders gefährdet? Müssten wir deswegen nicht den Lockdown sofort zurückfahren? In dieser Episode vom "CoronaUpdate" blicken wir wieder in die Literatur und versuchen, diese Fragen zu beantworten. Und wir klären, warum Quarantänemaßnahmen kein "Humbug" sind. Quellen: 1. Feifei Bu, et al. Social isolation and loneliness as risk factors for hospital admissions for respiratory disease among older adults. Thorax Epub ahead of print: 22. May 2020. doi: https://doi.org/10.1136/thoraxjnl-2019-214445 2. Compare A, et al. Social support, depression, and heart disease: a ten year literature review. Front Psychol. 1. Juli 2013. doi: https://doi.org/10.3389/fpsyg.2013.00384 3. Chivukula U, et al. Role of Psychosocial Care on ICU Trauma. Indian J Psychol Med. 2014;36(3):312–6. doi: https://doi.org/10.4103/0253-7176.135388 4. Deja M, et al. Social support during intensive care unit stay might improve mental impairment and consequently health-related quality of life in survivors of severe acute respiratory distress syndrome. Crit Care. 16. Oktober 2006;10(5):R147. doi: https://doi.org/10.1186/cc5070 5. Allardyce J, et al. Social fragmentation, deprivation and urbanicity: relation to first-admission rates for psychoses. Br J Psychiatry 2005;187:401–6. doi: https://doi.org/10.1192/bjp.187.5.401 6. Rodríguez-Artalejo F, et al. Social network as a predictor of hospital readmission and mortality among older patients with heart failure. J Card Fail 2006;12:621–7. doi: https://doi.org/10.1016/j.cardfail.2006.06.471 7. He, X., et al. Temporal dynamics in viral shedding and transmissibility of COVID-19. Nat Med (2020). doi: https://doi.org/10.1038/s41591-020-0869-5
Die schwierige Suche nach einer COVID-19-Therapie21 Apr 202000:19:51
Angesichts der COVID-19-Pandemie läuft die Suche nach Impfstoffen und Therapien auf Hochtouren. Allein auf der Website des Verbands forschender Arzneimittelhersteller, dem vfa, ist die Rede von „mindestens 80 Impfstoffprojekten“. Und zig Wirkstoffe und Kombinationen werden genannt, an denen geforscht wird. Im US-Studienregister clinicaltrials.gov findet man über 440 registrierte interventionelle Studien zu COVID-19. In der vergleichbaren EU-Datenbank EudraCT sind immerhin gut über 100 gemeldete klinische Forschungsprojekte registriert. In dieser Episode vom "CoronaUpdate" beschäftigen wir uns mit zwei Wirkstoffen, die momentan erforscht werden: Chloroquin und Remdesivir. Letzteres, ein RNA-Polymerasehemmer, hat jetzt in Studienpublikationen erste Wirksamkeitsnachweise angetreten. Doch wie aussagekräftig können diese Studiendaten sein? Und beim Malariamedikament Chloroquin war jüngst eine Studie teilweise abgebrochen worden, weil es unter der Hochdosistherapie zu Todesfällen kam. Dämpft das die Hoffnung für eine Arznei, die US-Präsident Donald Trump "ein starkes Medikament" nannte? Quellen: 1. Jonathan Grein, et al. Compassionate Use of Remdesivir for Patients with Severe Covid-19. N Engl J Med April 10, 2020. DOI: https://doi.org/10.1056/NEJMoa2007016 2. Brandi N. Williamson, et al. Clinical benefit of remdesivir in rhesus macaques infected with SARS-CoV-2. bioRxiv 2020.04.15.043166; doi: https://doi.org/10.1101/2020.04.15.043166 3. Mayla Gabriela Silva Borba, et al., CloroCovid-19 Team. Chloroquine diphosphate in two different dosages as adjunctive therapy of hospitalized patients with severe respiratory syndrome in the context of coronavirus (SARS-CoV-2) infection: Preliminary safety results of a randomized, double-blinded, phase IIb clinical trial (CloroCovid-19 Study). medRxiv 2020.04.07.20056424; doi: https://doi.org/10.1101/2020.04.07.20056424 4. David N. Juurlink. Safety considerations with chloroquine, hydroxychloroquine and azithromycin in the management of SARS-CoV-2 infection. CMAJ Apr 2020, cmaj.200528; DOI: https://doi.org/10.1503/cmaj.200528
Muss eine medizinische Jahrestagung politisch sein?09 Oct 202300:32:24
DEGAM-Kongresse behandeln neben Evidenz und klinisch-praktischen Dinge vor allem Versorgungsforschung. Und politisch sind die Tagungen auch. Ist das gut? Ein „EvidenzUpdate“-Podcast-Spezial.
Streit um Telefon-AU – werden Hausärzte nun zu SARS-Superspreadern?20 Apr 202000:13:22
Ein Bericht aus der Lombardei zeigt, wie sehr Hausärzte dem Coronavirus SARS-CoV-2 ausgesetzt sind. In einer Umfrage, an der fast dreihundert Allgemeinmediziner teilgenommen haben, hatte fast jeder zweite Befragte COVID-19-Symptome angegeben. Doch getestet wurden nur die Allerwenigsten. Die italienischen Autoren schlussfolgern, dass Hausärzte und ihr Praxispersonal selbst zu Verbreitern des Virus werden können. Besonders gefährdet wären dann ihre älteren, chronisch kranken oder multimorbiden Patienten. Und just in dieser Zeit hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) von Ärzten und Krankenkassen die Möglichkeit telefonischer AU-Bescheinigungen zunächst nicht verlängert. Patienten hätten seit Montag (20.4.) wieder in die Arztpraxis gemusst, wenn sie eine Krankmeldung brauchen. Der GBA hat kurz darauf angekündigt, die Tele-AU nun wohl doch zu verlängern. Wir fragen deswegen in diesem "CoronaUpdate": Werden Hausärzte jetzt zu SARS-Superspreadern? Und bräuchte es telefonische AU-Bescheinigungen nicht grundsätzlich, also nicht nur in Corona-Zeiten? Quellen: 1. Fiorino G, Colombo M, Natale C, et al. Clinician Education and Adoption of Preventive Measures for COVID-19: A Survey of a Convenience Sample of General Practitioners in Lombardy, Italy. Ann Intern Med. 2020; [Epub ahead of print 15 April 2020]. doi: https://doi.org/10.7326/M20-1447
Leben mit Corona – "Wir dürfen keine gesellschaftliche PTBS entwickeln"17 Apr 202000:16:56
Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist in der Menschheit angekommen – und dort wird es wohl bleiben. Das Virus könnte ein neuer „Nachbar“ von Influenza und anderen Krankheitserregern werden, ein womöglich saisonaler-endemischer Gast in unseren Wohnzimmern, Arztpraxen und Kliniken. Doch wie sollen wir damit umgehen? Denn noch gibt es keine Impfung, und auch von einer Herdenimmunität sind wir einstweilen noch weit entfernt. Wird der nächste Lockdown folgen, wenn nach ersten Lockerungen die Erkrankungszahlen wieder steigen? Denn eine Herdenimmunität werden wir nicht erzwingen können. Und es stellt sich die Frage, wie unser Leben nach Corona sein wird. Werden wir bei künftigen Epidemien mit ähnlichen Kontaktbeschränkungen wie jetzt reagieren? Werden wir in Zukunft immer dann Konzerte absagen, Stadien und Schulen schließen, wenn eine saisonale Influenzawelle stark verläuft? Die letzten drei Monate könnten nachhaltige Wirkung auf unser Gesundheitswesen und unser gesellschaftliches Verständnis haben: Könnte unser Zugang zu viralen Erkrankungen womöglich ein anderer sein? Werden sich Werte verschieben – hin zu einer immer spezialistischeren Sichtweise, oder eher zu einer multidisziplinären Perspektive? Wird sich in unserer Gesellschaft ein Gesundheitspaternalismus entwickeln? Eine "CoronaUpdate" über das Leben mit COVID-19.
Was uns klinische Daten zu COVID-19 aus der Lombardei und Aachen verraten16 Apr 202000:23:22
Was Aachen und die Lombardei gemeinsam haben? Beide Regionen sind besonders von der Coronavirus-Pandemie betroffen. In den dortigen Krankenhäusern mussten Ärzte sehr schnell eine hohe Zahl von COVID-19-Patienten versorgen. Ihre Erfahrungen sammeln sie mittlerweile in Studien. In dieser Episode vom "CoronaUpdate" stellen wir zwei aktuelle Arbeiten vor und blicken näher auf die Ergebnisse. Wir fragen uns: Welche klinischen Lehren können wir aus diesen Fallserien ziehen? Überhaupt stellen wir die Frage: Welche Evidenzgrenzen haben Fallserien, welche Aussagekraft haben andere Studientypen und Studiendesigns? Und zu guter Letzt klären wir noch die Unterschiede zwischen Fallsterblichkeit oder Case Fatality Rate (CFR), Letalität und Mortalität. Quellen: 1. Grasselli G, Zangrillo A, Zanella A, et al. Baseline Characteristics and Outcomes of 1591 Patients Infected With SARS-CoV-2 Admitted to ICUs of the Lombardy Region, Italy. JAMA. Published online April 06, 2020. doi: https://doi.org/10.1001/jama.2020.5394 2. Dreher M, Kersten A, Bickenbach J, Balfanz P, Hartmann B, Cornelissen C, Daher A, Stöhr R, Kleines M, Lemmen SW, Brokmann JC, Müller T, Müller-Wieland D, Marx G, Marx N: The characteristics of 50 hospitalized COVID-19 patients with and without ARDS. Dtsch Arztebl Int 2020; 117: 271–8. doi: https://doi.org/10.3238/arztebl.2020.0271
Masken tragen – "Für die Wirksamkeit des Fallschirms braucht es erstmal keine Studie"15 Apr 202000:21:27
Für den schrittweisen Ausstieg aus dem Lockdown fordern Wissenschaftler und Politiker unter anderem das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit, zumindest in speziellen Situationen, etwa in Bussen und Bahnen. Wie wirksam aber wäre der Schutz vor SARS-CoV-2, würden alle Bürger Masken tragen? Ließe sich die Pandemie damit bezwingen? Oder wiegen wir uns mit ihnen vielleicht nur in trügerischer Sicherheit? Die Forschung hat sich des Themas schon vor Jahren angenommen und ist auch jetzt angesichts der Coronavirus-Pandemie aktiv. Gesucht wird nach dem Beweis, welche Masken was nützen. In dieser Episode vom "CoronaUpdate" sichten wir die jüngste Literatur. Quellen: 1. Lydia Bourouiba. A Sneeze. N Engl J Med 2016; 375:e15. doi: https://doi.org/10.1056/NEJMicm1501197. 2. Greenhalgh Trisha, Schmid Manuel B, Czypionka Thomas, Bassler Dirk, Gruer Laurence. Face masks for the public during the covid-19 crisis BMJ 2020; 369 :m1435. doi: https://doi.org/10.1136/bmj.m1435 3. Marasinghe KM. A systematic review investigating the effectiveness of face mask use in limiting the spread of COVID-19 among medically not diagnosed individuals: shedding light on current recommendations provided to individuals not medically diagnosed with covid-19. Version 2. Research Square 2020.[Preprint.] doi: https://doi.org/10.21203/rs.3.rs-16701/v2 4. Long Y, Hu T, Liu L, et al. Effectiveness of N95 respirators versus surgical masks against influenza: A systematic review and meta-analysis. J Evid Based Med2020. doi: https://doi.org/10.1111/jebm.12381 pmid:32167245 5. MacIntyre CR, Cauchemez S, Dwyer DE, et al. Face mask use and control of respiratory virus transmission in households. Emerg Infect Dis2009;15:233-41. doi: https://doi.org/10.3201/eid1502.081166 pmid:19193267 6. Jefferson T, Del Mar CB, Dooley L, et al. Physical interventions to interrupt or reduce the spread of respiratory viruses. Cochrane Database Syst Rev2011;7:CD006207. doi: https://doi.org/10.1002/14651858.CD006207.pub4 pmid:21735402 7. Cowling BJ, Zhou Y, Ip DK, Leung GM, Aiello AE. Face masks to prevent transmission of influenza virus: a systematic review. Epidemiol Infect2010;138:449-56. doi: https://doi.org/10.1017/S0950268809991658 pmid:20092668 8. Aledort JE, Lurie N, Wasserman J, Bozzette SA. Non-pharmaceutical public health interventions for pandemic influenza: an evaluation of the evidence base. BMC Public Health2007;7:208. doi: https://doi.org/10.1186/1471-2458-7-208 pmid:17697389 9. Xiao J, Shiu EYC, Gao H, et al. Nonpharmaceutical measures for pandemic influenza in nonhealthcare settings-personal protective and environmental measures. Emerg Infect Dis2020;26. doi: https://doi.org/10.3201/eid2605.190994 pmid:32027586 10. Brainard JS, Jones N, Lake I, et al. Facemasks and similar barriers to prevent respiratory illness such as COVID-19: A rapid systematic review. MedRxiv 2020.04.01.20049528 [Preprint.] 2020 doi: https://doi.org/10.1101/2020.04.01.20049528 11. Cowling BJ, Ali ST, Ng TW, et al. Impact assessment of non-pharmaceutical interventions against COVID-19 and influenza in Hong Kong: an observational study. medRxiv 2020.03.12.20034660. [Preprint.] doi: https://doi.org/10.1101/2020.03.12.20034660 12. Bae S, Kim M, Kim JY, et al. Effectiveness of Surgical and Cotton Masks in Blocking SARS–CoV-2: A Controlled Comparison in 4 Patients. Ann Intern Med. 2020; [Epub ahead of print 6 April 2020]. doi: https://doi.org/10.7326/M20-1342
Die Validität von Antikörper-Tests – und das Problem der Repräsentativität14 Apr 202000:19:26
Die offiziellen Zahlen zur Corona-Pandemie zeigen uns nur ein Zerrbild: nämlich nur die Daten der laborbestätigten Fälle. Um aber das wahre Ausmaß der Epidemie hierzulande abschätzen zu können, braucht es andere Daten. Reihenweise sind jetzt Studien angelaufen, die das untersuchen sollen. Die Forscher wollen die Durchseuchung der Bevölkerung ermitteln – über repräsentative Stichproben. Damit könnten sie auch feststellen, wie viele Menschen womöglich immun gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 sind, etwa weil sie eine Infektion längst unbemerkt durchgemacht haben. Erste vorläufige Ergebnisse einer solchen Studie gibt es in Deutschland bereits für das Örtchen Gangelt im schwer betroffenen Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Doch kaum waren die ersten Daten am Gründonnerstag veröffentlicht, kam Kritik an der Untersuchung auf. In dieser Episode vom "CoronaUpdate" beschäftigen wir uns näher mit der Gangelt-Studie und der Kritik daran. Ist sie womöglich berechtigt? Welche Schlüsse können wir aus einer Erhebung in einem kleinen Ort für die ganze Republik ziehen? Und wie verlässlich sind die Testverfahren, die die Forscher für diese Untersuchungen einsetzen? Eine neue Validitätsstudie aus Kopenhagen lässt nämlich einige Zweifel an Antikörpertests aufkommen. Quellen: 1. Hendrik Streeck, Gunther Hartmann, Martin Exner, Matthias Schmid. Vorläufiges Ergebnis und Schlussfolgerungen der COVID-19 Case-ClusterStudy (Gemeinde Gangelt). www.land.nrw. 9. April 2. Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) e.V. 7. April 3. Ria Lassaunière, Anders Frische, Zitta B Harboe, Alex CY Nielsen, Anders Fomsgaard, Karen A Krogfelt, Charlotte S Jørgensen. Evaluation of nine commercial SARS-CoV-2 immunoassays. medRxiv 2020.04.09.20056325; doi: 10.1101/2020.04.09.20056325
Medizin in Krisenzeiten – "'One size fits all' funktioniert nicht!"09 Apr 202000:24:34
Medizinische Versorgung, so scheint es, findet im Moment nur mehr im intensivmedizinischen Setting im Kontext von COVID-19 statt. Das ist zumindest das medial oft vermittelte Bild. Was aber geschieht mit all den Diabetikern, Menschen mit Rhythmusstörungen oder mit chronischen Wunden? Wer versorgt all jene, die sonst das medizinische Versorgungsgeschehen ausmachen, wenn Praxen unter Quarantäne stehen oder Ärzte zu Pflichtdiensten herangezogen werden oder in Abstrichzentren Dienst tun? In diesem „CoronaUpdate“ reden wird über die medizinische Versorgung in Zeiten der Krise. Denn das SARS-CoV-2 schert sich nicht um die 700 Millionen ambulanten Behandlungsfälle, die es auch ohne das neue Coronavirus jährlich in Deutschland gibt. Diese Patienten, sagt DEGAM-Präsident Martin Scherer, müssen nach wie vor gut versorgt werden. Und es müssen Risikopatienten identifiziert und geschützt werden.
Gibt es wegen SARS-CoV-2 mehr tödliche Herzinfarkte?08 Apr 202000:25:35
Die Gesellschaft, die Politik kennt im Moment kaum ein anderes Thema als die Coronavirus-Pandemie. Wir sind im Corona-Tunnel. Doch welche Folgen hat er, welche Kollateralschäden könnten wir mit den Maßnahmen vielleicht sogar provozieren? Und zwar mit besonderem Blick auf die medizinische Versorgung. In dieser Folge vom "CoronaUpdate"-Podcast reden wir über die paradoxe Situation, dass gleichzeitig Arztpraxen im Moment leer stehen, viele Menschen aber medizinisch oder pflegerisch nur schwer betreut werden können. Wir schauen in die wissenschaftliche Literatur und suchen nach möglichen medizinischen Kollateralschäden, die der Lockdown verursachen könnte. Gibt es beispielsweise Evidenz, dass Herzinfarkte nicht schnell genug behandelt werden? Und könnte dadurch sogar die Zahl der Todesfälle steigen? Und wie wirkt sich Homeoffice auf die Gesundheit aus? Welche Belastungen bringt die Pandemie für Gesundheitspersonal mit sich? Und was bedeutet der Lockdown für die Betreuung von Pflegebedürftigen? Als das sind unsere Themen in diesem "CoronaUpdate". Quellen von Martin Scherer: [1] Bussche et al. Umfang und Typologie der Häufignutzung in der vertragsärztlichen Versorgung der älteren Bevölkerung - Eine Analyse auf der Basis von GKV-Abrechnungsdaten. ZEFQ 2013; 107(7): 435-441. doi: https://doi.org/10.1016/j.zefq.2012.12.025 [2] Tam et al. Impact of Coronavirus Disease 2019 (COVID-19) Outbreak on ST-Segment-Elevation Myocardial Infarction Care in Hong Kong, China. Circ Cardiovasc Qual Outcomes 2020; Mar 17: CIRCOUTCOMES120006631. doi: https://doi.org/10.1161/CIRCOUTCOMES.120.006631 [3] Qiu et al.: A nationwide survey of psychological distress among Chinese people in the COVID-19 epidemic: implications and policy recommendations. General Psychiatry 2020; 33: e100213. doi: https://doi.org/10.1136/gpsych-2020-100213 [4] Lai et al.: Factors Associated With Mental Health Outcomes Among Health Care Workers Exposed to Coronavirus Disease 2019. JAMA Network Open 2020; 3(3): e203976. doi: https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2020.3976 [5] https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Ambulante-Pflege-in-der-Corona-Krise,corona1342.html [6] https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/corona-krise-ambulante-pflege-vor-dem-aus,Rv0Abmh [7] https://www.br.de/nachrichten/wissen/arztbesuche-waehrend-der-corona-krise,Rv6xhx3
Der "Corona-Tunnel" – und seine Folgen für die Medizin07 Apr 202000:21:12
Alles dreht sich im Moment um das neue Coronavirus SARS-CoV-2. Politik und Gesellschaft sind im Krisenmodus, im "Corona-Tunnel". Unser Fokus liegt ganz auf Bekämpfung der Pandemie und ihrer Folgen. Das Ziel: die Gesundheitssysteme und vor allem Risikogruppen vor dramatischen Folgen schützen. Doch was passiert mit uns, mit den Gesellschaften, wenn unser Blickfeld eingeschränkt ist? Was könnte ein Tunnelblick für uns bedeuten? Und wie kämen wir wieder daraus? In dieser Episode vom "CoronaUpdate" reden wir über die "Virtualisierung unseres Lebens" in einer "unbedingten Realität". Wir reden über die Folgen eines Tunnelblicks für die medizinische Versorgung. Was bedeuten all die getroffenen Maßnahmen für Menschen, die schon vor Corona an einer Krankheit gelitten haben? Und wir fragen uns, was aus Digitalisierung, Klimaschutz, Organspende und der Reform der Notfallversorgung in Deutschland geworden ist.
Labortests auf Corona – wie aussagekräftig sind sie wirklich?06 Apr 202000:29:06
Diagnostische Tests sind in aller Munde. Für die Testung auf das neue Coronavirus SARS-CoV-2 haben die Labore in Deutschland ihre Kapazitäten drastisch hochgefahren: Über 100.000 Tests täglich können sie dem Robert Koch-Institut zufolge durchführen. Weniger als jeder zehnte Test ist bislang allerdings positiv. Doch der RT-PCR-Test auf das Erbgut des COVID-19-Erregers ist nicht das einzige Diagnostikum. Viele hoffen derzeit auf Antikörpertests. Die sollen eine durchgemachte Infektion erkennen können – und könnten so anzeigen, wer immun für eine (erneute) Ansteckung ist. Vor allem Gesundheitsberufe hoffen darauf. Doch die Spannbreite reicht von eher verlässlichen ELISA-Immunassay bis hin zu Schnelltests aus fragwürdiger Quelle. Wie verlässlich sind die Labortests auf das neue Coronavirus überhaupt? Und sind binäre Aussagen über "positiv oder negativ" überhaupt nützlich? Darüber reden wir in dieser Episode vom "CoronaUpdate". Keine Angst vor diesem kleinen biostatistischen Repetitorium. Denn am Ende stellen wir fest, welche Messparameter uns im Moment wirklich fehlen, um verlässliche Aussagen aus den Testergebnissen ziehen zu können.
Was hilft besser: Schutzmasken oder Händewaschen?03 Apr 202000:19:21
Auch der Karneval in Venedig ist dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Doch für die Anhänger der Camouflage gibt es Abhilfe: FFP2- und FFP3-Masken, wahlweise auch Einweg-OP-Masken, Schutzkittel und Handschuhe. Wäre da nicht der Umstand, dass die gerade zur Rarität geworden sind. In dieser Episode vom "CoronaUpdate" reden wir über Sinn und Zweck von Schutzmasken für die Bevölkerung. Denn nicht nur in Österreich sind die Masken mittlerweile Pflicht beim Besucht von Supermärkten. Auch erste Städte in Deutschland haben begonnen, ähnliche Vorschriften einzuführen. Wir fragen: Wäre es nicht besser, die Masken primär für Gesundheitsberufe und Mitarbeiter in anderen kritischen Einrichtungen zu reservieren? Immerhin beklagen Arztpraxen, Krankenhäuser oder Pflegeheime derzeit einen eklatanten Mangel – trotz der zentralen Beschaffung durch den Bund. Und wie nützlich sind solche Schutzmasken überhaupt? Helfen sie mehr als regelmäßiges Händewaschen? Oder ist es sogar eher nicht so klug, sie zu tragen? Und schützen vielleicht auch Schals? Die Auflösung haben wir in dieser Podcast-Episode. Plus ein Update der hausärztlichen Leitlinien zum neuen Coronavirus SARS-CoV-2.
Mehr „Prävention“ für ein längeres Leben – wo setzen wir an?30 Jun 202300:35:11
Deutsche stürben früher. Und in manchen Regionen wären „viele Todesfälle vermeidbar“. Brauchen wir mehr Prävention? Ein EvidenzUpdate-Podcast über merkwürdige Studien, Vorbeugung und Früherkennung.
Die „Ruhe vor dem Sturm“ – und die epidemiologische Glaskugel02 Apr 202000:17:58
Gesundheitsminister Jens Spahn hat die jetzige Situation der Corona-Epidemie hierzulande vergangene Woche die "Ruhe vor dem Sturm" genannt. Als Wahl-Hamburger kennt Martin Scherer sich mit steifen Brisen aus. In dieser Episode des "CoronaUpdate"-Podcasts wird es deswegen meteorologisch-medizinisch-epidemiologisch. Was sind überhaupt Stürme? Was bedeutet es, wenn Gesundheitspolitiker zu Meteorologen werden? Und welche Wundermittel helfen gegen dieses Phänomen? Wir versuchen, den Begriff Sturm semantisch zu ergründen und fragen die Gebrüder Grimm zu möglichen Assoziationen. Und wir schauen, ob das Bild des Sturms epidemiologisch überhaupt gerechtfertigt ist? Denn "Stürme" gibt es immer wieder in der medizinischen Versorgung. Aber warum nennen wir sie oft nicht so und bereiten uns nicht so auf sie vor, wie wir es jetzt in der Coronavirus-Pandemie tun?
Medizinstudium zwischen Corona-Hilfe und Hammerexamen01 Apr 202000:20:31
Viele Jahre müssen junge Menschen studieren, um Ärzte werden zu können. Zig Praktika müssen sie überstehen und drei Staatsexamensprüfungen. Für den Jahrgang, der jetzt vor der zweiten ärztlichen Prüfung stand, wird wegen der Coronavirus-Epidemie alles anders: Gesundheitsminister Jens Spahn hat ihr Staatsexamen von diesem in das nächste Frühjahr verschoben. Die rund 4500 Studierenden sollen jetzt direkt ins Praktische Jahr – und bei der bei medizinischen Versorgung mithelfen. Auf der anderen Seite erwartet sie im kommenden Jahr ein kleines Hammerexamen aus gleich zwei großen Prüfungen. Was bedeutet diese Änderung für die Studenten? Was für Konsequenzen hat Corona auf die medizinische Lehre und die Hochschulen? Ist es gut für die Studenten und die Versorgung, wenn sie jetzt mithelfen? Oder werden sie schlimmstenfalls als "billige" Hilfskräfte verschleißt? Über diese Fragen reden wir in dieser Episode vom "CoronaUpdate". Und wir überlegen, welche Auswirkungen die jetzige Situation auf die Ärzteausbildung generell haben könnte.
Was wir jetzt zu COVID-19 erforschen müssen31 Mar 202000:28:33
In der Coronavirus-Pandemie hat die Stunde der Forschung geschlagen: Wissenschaftler wollen das Virus SARS-CoV-2, Ärzte die Krankheit COVID-19 verstehen. Fieberhaft wird nach Impfstoffen geforscht, reihenweise laufen klinische Studien mit Wirkstoffen an, um geeignete Therapien gegen das Coronavirus zu finden. Wir alle sind Teil eines riesigen unkontrollierten Experiments geworden. Was aber bedeutet diese Pandemie für die medizinische Versorgung? Auch für die Versorgung von Patienten mit anderen Erkrankungen, sei es eine koronare Herzkrankheit, ein Schlaganfall, Diabetes mellitus, neurologische oder psychische Probleme? Wie beeinflusst die Pandemie die Situation dieser Menschen und ihre medizinische Versorgung? Diese Fragen muss jetzt die Versorgungsforschung beantworten, sagt DEGAM-Präsident Martin Scherer. Nur sie könne am Ende auch beantworten, ob und wie Maßnahmen und Therapien gegen das Coronavirus wirken.
Gefährdet COVID-19 unsere Ethik?30 Mar 202000:25:48
Der Deutsche Ethikrat erwartet angesichts der COVID-19-Pandemie, dass Ärzte auch in Deutschland „tragische Entscheidungen über Leben und Tod“ treffen und mit „nahezu unlösbaren Dilemmata“ umgehen müssen. Und zwar, wenn sich die Situation in den Krankenhäusern zuspitzt. Aus Italien oder dem Osten Frankreichs berichten Ärzte von teils katastrophalen Situationen: Für die vielen beatmungspflichtigen Patienten reichen die Behandlungskapazitäten nicht aus. Mediziner in den betroffenen Regionen müssen deswegen schon jetzt faktisch über Leben und Tod entscheiden. Wie aber sollten Ärzte entscheiden, wenn die medizinischen Ressourcen nicht ausreichen? In dieser Episode des CoronaUpdate-Podcasts reden Martin Scherer und Denis Nößler über "egalitäre Basisgleichheit", nämlich dass jeder Patient ohne Ansehen seiner Person die gleiche medizinische Hilfe erhalten muss. Sie reden auch darüber, wie Ärzte mit dem Dilemma umgehen können, eben nicht immer jedem helfen zu können. Patientenautonomie und primum non nocere, sagt DEGAM-Präsident Martin Scherer, sind gerade kein Widerspruch. Was in den momentanen ethischen Überlegungen laut Scherer aber zu kurz kommt, ist die Patientenverfügung. Nicht nur bei älteren Patienten, und ob mit oder ohne COVID, sollte der Patientenwille nach wie vor maßgeblich für die ärztliche Entscheidungsfindung sein.
Angst in Zeiten von Corona27 Mar 202000:24:26
Heute reden wir über Ängste. Macht uns das neue Coronavirus Angst, macht uns die Pandemie Angst? Machen uns vielleicht auch die Auswirkungen Angst? Angst, was ist das überhaupt? Ist sie berechtigt? Und wie gehen wir im Moment damit um, was wären kluge Strategien? Können uns massenhafte Labortests helfen, mit unseren Ängsten, unseren Sorgen umzugehen? Das ist unser Thema in dieser Episode vom CoronaUpdate. Und eine kleine Überraschung gibt es am Schluss: ein Leitlinien-Update.
Wissenschaft meets Gesellschaft26 Mar 202000:26:00
„Noch ein Corona-Update?“, werden Sie sich fragen. Ja noch ein Corona-Update sagen wir, und zwar aus Sicht der Allgemeinmedizin. Wir, das sind Professor Martin Scherer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, und Denis Nößler, stellv. Chefredakteur und Nachrichtenchef der „Ärzte Zeitung“ aus dem Hause Springer Medizin. Hausärzte sind es, die – neben den Krankenhausärzten, Pflegekräften und MFA –an vorderster Front der Corona-Pandemie ausgesetzt sind. Virologen erklären uns seit einigen Wochen, wo das neue Coronavirus SARS-CoV-2 herkommt, was es mit Antikörpern auf sich hat und wie man testen sollte. Epidemiologen erklären uns anhand immer neuer Kurven und Histogramme, wie die Pandemie sich angeblich entwickelt, was jetzt zu tun wäre, was schon wirkt und was nicht. In diesem Podcast wollen wir hinter die Zahlen, hinter die Moleküle blicken. Martin Scherer und Denis Nößler wollen über Betroffene und nicht Betroffene reden. Natürlich wollen wir auch darüber reden, wie es Erkrankten ergeht und all jenen, die ihnen helfen, auch medizinisch. Aber unser großes Thema wird sein, was das Virus mit unserer Gesellschaft macht. Gibt es vielleicht auch Kollateralschäden jenseits der Erkrankung? Was ist mit den Einzelschicksalen? Was bedeutet COVID-19 für die (nicht nur medizinische) Versorgung in unserem Land? Und was kann die Wissenschaft hierzu sagen? Darüber wollen wir ab sofort in diesem Corona-Update reden – immer montags bis freitags.
Freiheit der ärztlichen Profession – wo beginnt die Zügellosigkeit?17 May 202300:50:36
Ärztinnen und Ärzte gehören einem freien Beruf an. Was heißt das? Libertinage? Oder doch edle Verpflichtung? Und was hat die Klinikreform damit zu tun? Das „EvidenzUpdate“ geht auf Spurensuche.
Lieferengpässe – eine Chance für kritischere Antibiotika-Therapie?27 Jan 202300:27:52
Nicht nur „Fiebersäfte“ für die Pädiatrie sind knapp, auch Antibiotika. Ein „EvidenzUpdate“ über Lehren aus den Lieferengpässen.
Was tun gegen die „braune Tüte“ bei Herzinsuffizienz?12 Jan 202300:27:30
Nicht selten erhalten Menschen mit Herzinsuffizienz im Krankenhaus eine breite Entlassmedikation. Ein „EvidenzUpdate“ über maximal dosierte Polypharmazie, die Gründe und Gegenmittel.
Drei Themen, die uns 2022 bewegt haben29 Dec 202200:45:55
Ein Jahr neigt sich dem Ende, ein neues beginnt. Im „EvidenzUpdate“ blicken wir auf drei Ereignisse und Themen zurück und überlegen, was davon bleibt. Und wir denken über unseren Umgang mit Krisen nach.
Von der Molekularisierung des Hustens23 Dec 202200:45:48
Die Onkologie macht es vor: Ein besseres biologisches Verständnis der Pathologie führt zu immer spezifischeren Therapien. Nun schlagen das Forscher auch für Atemwegsinfekte vor. Darüber sprechen wir im „EvidenzUpdate“.
Rauchstopp – E-Zigaretten oder Kohle?19 Dec 202200:39:35
Ein Mittel, das Menschen hilft, mit dem Rauchen aufzuhören, wie großartig wäre das?! In diesem „EvidenzUpdate“ schauen wir, was wirkt – mit neuen Daten zu finanziellen Anreizen und E-Zigaretten.
Pläne für den Herbst? Fünf Schachteln, unter anderem13 Oct 202200:24:50
Die Erkältungssaison hat offiziell begonnen – auf höherem Niveau als in den letzten sechs Jahren. Mit von der Partie: COVID-19. Ein „EvidenzUpdate“ über Vorbereitungen für Herbst und Winter.
„Das Gesundes-Herz-Gesetz ist schädlich, verfassungswidrig, murks und crazy!“12 Jul 202400:52:36
Solitäre Pirouetten im kardiozentrischen Weltbild oder: Wie ein geplantes Gesetz ärztliches Handeln über den Haufen wirft. Ein EvidenzUpdate über die (fast) erfolglose Evidenzsuche im „Gesundes-Herz-Gesetz“.
Was haben Leitlinien eigentlich mit Armut und Gerechtigkeit zu tun?29 Sep 202200:44:51
Medizinische Leitlinien sind ein Füllhorn von Evidenz, Tabellen und Fußnoten. Sie könnten aber auch sozialer Kitt sein. Darüber – und über Gin – diskutieren wir in dieser Episode vom „EvidenzUpdate“.
Statin-Therapie – „Diese Empfehlungen sind eine Zumutung!“14 Sep 202200:32:06
Auch ohne Hypercholesterinämie aber mit Risikofaktoren empfehlen Leitlinien eine Statintherapie. Ein Update aus den USA befeuert nun die Diskussion. Im „EvidenzUpdate“-Podcast diskutieren wir Sinn, Zweck, Alter und deutsche Grenzen.
TAVI oder Klappen-Op: Auch in SURTAVI kein Unterschied bei der Mortalität02 Sep 202200:24:53
Erneut zeigt eine große klinische Studie, dass der operative Aortenklappenersatz-Ersatz dem katheterbasierten nicht überlegen ist – jedenfalls bei der Sterblichkeit. Ein „EvidenzUpdate“ über Erfahrung, sekundäre Endpunkte und Schrittmacher.
Mit Apps den Blutdruck senken? Die Kontrolle macht’s!25 Aug 202200:15:53
Digitale Gesundheitsanwendungen könnten bei der einen oder anderen Indikation die Therapietreue verbessern. Bei der Hypertonie liefert eine US-Studie nun ernüchternde Daten – aber auch einen wichtigen Praxistipp.
Wer profitiert eigentlich vom Doppel-Booster, Martin Scherer?18 Aug 202200:43:28
Die STIKO empfiehlt nun mehr Personen eine zweite COVID-19-Booster-Impfung. Im „EvidenzUpdate“-Podcast schauen wir in die Studiendaten hinter der Empfehlung und überlegen, wem die vierte Impfung hilft.
5 kleine Updates gegen Über- und Unterversorgung02 Jun 202200:42:11
Die Leitlinie zum Schutz vor Über- und Unterversorgung ist wieder aktualisiert worden. Im „EvidenzUpdate“-Podcast fassen wir die Neuerungen für fünf Indikationen zusammen.
Affenpocken – ein kurzer Überblick für die Praxis26 May 202200:13:46
Nach der Seuche ist vor der Seuche: Statt SARS-CoV-2 beschäftigen uns nun die Affenpocken (MPX). In der 100. Episode vom „EvidenzUpdate“-Podcast geben wir einen kurzen Überblick für die Praxis.
Und was machen wir im Herbst, Martin Scherer?19 May 202200:34:19
Kurz vor Christi Himmelfahrt ist es Zeit, über den kommenden Herbst nachzudenken. Denn wer weiß, ob es eine fünfte Corona-Welle gibt, Deltakron oder anderes? Eine „EvidenzUpdate“ zur Vorbereitung.
Die Herzkreislauf-Polypille – wirklich eine Magic Bullet?28 Apr 202200:33:32
Eine Polypille gegen mehrere kardiovaskuläre Risiken soll die Therapie leichter machen, die Adhärenz verbessern. Gilt das aber für alle Patienten? Ein Poly-„EvidenzUpdate“ – auch zur „time at target“.
Vom Evidenz-Barbecue und zu kurzen EvidenzUpdates31 Mar 202200:22:24
Ärzte machen erste Erfahrungen mit Paxlovid in der Praxis. Zur Evidenz etwa der DRU haben sie eine klare Meinung – auch zu unserer Ukraine-Episode. Ein „EvidenzUpdate“ mit Hörerpost.
Herz-CT – Risiko Überdiagnostik oder Schutz vor unnötigem Herzkatheter?12 Mar 202400:42:43
Die CCTA soll für manche beim V.a. stabile KHK zum Goldstandard werden. In der Kardiologie sind einige besorgt. Ein EvidenzUpdate über Interessen, Konflikte und die Prätestwahrscheinlichkeit.
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