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Explore every episode of the podcast Ehrlich jetzt?
Dive into the complete episode list for Ehrlich jetzt?. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.
| Title | Pub. Date | Duration | |
|---|---|---|---|
| Kevin Kühnert: "Ich will und kann das nicht" | 23 déc. 2025 | 01:08:24 | |
Mit dem früheren Berufspolitiker Kevin Kühnert schaut Yasmine M'Barek
auf seine Karriere zurück. Und sie diskutieren, ob unser politisches
System reformiert werden kann.
Klima, Migration, Pandemien und autokratische Herrscher, die die
internationale Ordnung infrage stellen. Sind die westlichen Demokratien
wie Deutschland noch dafür gewappnet, den globalen Herausforderungen der
Gegenwart zu begegnen? Kevin Kühnert ist skeptisch, dass Politiker, die
alle vier Jahre für ihr innenpolitisches Programm geradestehen müssen,
das leisten können.
"Ich glaube, es ist vielleicht auch der Punkt verpasst worden, dass das
mal jemand gegenüber der Bevölkerung so feststellt", sagt er. "Ich habe
ein bisschen die Befürchtung, dass ich Teil einer Generation gewesen
bin, die Politik in vergleichsweise gemütlichen Zeiten gelernt hat und
die heute Politik cosplayt zum Teil."
Fragen, Kritik oder Anregungen? Schreiben Sie uns
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| Maren Kroymann: "Eigentlich möchten alle belogen werden" | 09 déc. 2025 | 00:48:42 | |
In der neuen Folge von "Ehrlich jetzt?" spricht die Schauspielerin,
Kabarettistin und Sängerin Maren Kroymann über ihren Lebensweg und die
Dinge, die sie im Alter gelernt hat.
Außerdem spricht Kroymann über ihre politische Verantwortung: Sie
verspüre zwar einen Druck, sich zu allem zu äußern, doch für sie liege
die Authentizität darin, auch mal zuzugeben, etwas nicht zu wissen.
Bei "Ehrlich jetzt?" spricht ZEIT-Redakteurin Yasmine M'Barek alle zwei
Wochen mit Spitzenpolitikern und Personen des öffentlichen Lebens über
Themen, die in Nachrichtensendungen zu kurz kommen. Fragen, Kritik oder
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| Felix Banaszak: "Menschen sind veränderungsmüde. Menschen sind status-quo-müde" | 25 nov. 2025 | 00:47:08 | |
In der neuen Folge "Ehrlich jetzt?" spricht der Grüne Parteivorsitzende
Felix Banaszak über die Fehler der progressiven Parteien,
Politikmüdigkeit und fordert eine neue Gerechtigkeitsdebatte.
In der Debatte um die Grundsicherung seien die falschen Signale gesendet
worden. Am Ende gehe es da nicht um die Frage, ob man zehn Euro mehr
oder weniger habe, "sondern ob man eigentlich vom Staat das Signal
bekommt, du bist hier Bittsteller, du hast dich unterzuordnen, du bist
defizitär, und wir müssen dich jetzt mal disziplinieren und
reglementieren".
Daneben bezeichnet er die Gleichsetzung von Langzeitarbeitslosen und
nach langer Arbeitstätigkeit arbeitslos Gewordenen durch Hartz IV als
zentrale Ausgrenzungserfahrung. "Dieses Ungerechtigkeitsempfinden hat ja
dazu geführt, dass die Sozialdemokratie so in Verruf geraten ist."
Dabei sei auch der Begriff "der Mitte" ein Problem. Darunter solle nicht
der Durchschnitt aller politischen Positionen fallen, sondern "working
class people", die "die Mehrheit der Lebensrealitäten in diesem Land"
seien.
Bei "Ehrlich jetzt?" spricht ZEIT-Redakteurin Yasmine M'Barek alle zwei
Wochen mit Spitzenpolitikern und Personen des öffentlichen Lebens über
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| Tim Klüssendorf: "Ich bin für eine ganz andere Einkommensteuer" | 11 nov. 2025 | 00:38:12 | |
In der neuen Folge Ehrlich Jetzt? spricht der SPD-Generalsekretär über
das Prinzip von Leistung und schaut kritisch auf den Umgang seiner
Partei mit der Bürgergelddebatte.
Leistungsgerechtigkeit hänge vor allem von Verteilungsgerechtigkeit ab,
sagt Klüssendorf. Jene, die das Glück hätten, in wohlhabende Familien
reingeboren zu werden, "die müssen verhältnismäßig weniger tun dafür, um
diesen Wohlstand auch zu behalten". Das habe für ihn "ein Ausmaß
angenommen, was aus meiner Sicht demokratiegefährdend ist, weil das eine
gewisse Ohnmacht zeigt".
Das zeige sich auch in der Grundsicherungsdebatte, auf die seine Partei
sich eingelassen habe: "Das müssen wir uns auch selbst kritisch
ankreiden lassen, dass mit der Einführung des Bürgergeldes uns die
Deutungshoheit komplett abhandengekommen ist". Dabei halte Klüssendorf
die Absicht für richtig. Jedoch habe man Anpassungen vornehmen müssen,
die nicht "unsere Idee waren, aber die in der Koalition vereinbart
worden sind".
Bei Ehrlich jetzt? spricht ZEIT-Redakteurin Yasmine M'Barek alle zwei
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| Söder vs. Haftbefehl: "Ehrlich jetzt?" trifft "Die sogenannte Gegenwart" | 06 nov. 2025 | 00:22:15 | |
Söder oder Haftbefehl? Bundestag oder Hogwarts? Willy-Brandt-Haus oder
KitKatClub? Pop oder Politik? Beim ersten Podcast-Club der ZEIT sind die
Politikjournalistin Yasmine M'Barek und der Feuilletonredakteur Lars
Weisbrod aufeinandergetroffen. In dieser Sonderfolge von "Ehrlich
jetzt?", live aufgenommen am 1. November 2025 in Berlin, quälen die
Moderatorin von "Ehrlich jetzt?" und der Co-Host von "Die sogenannte
Gegenwart" einander mit knallharten Entscheidungsfragen.
Einen Videomitschnitt des Auftritts finden Sie unter:
www.zeit.de/podcastclub.
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| Ist der Liberalismus tot, Johannes Vogel? | 09 sept. 2025 | 00:35:21 | |
In der neuen Folge "Ehrlich jetzt?" begrüßt ZEIT-Redakteurin Yasmine
M'Barek zum zweiten Mal den nun ehemaligen Bundestagsabgeordneten
Johannes Vogel. Aktuell amtiert er als Mitglied des Parteivorstandes der
FDP.
Nach einer politischen Pause und einer Wanderung entlang des Jakobswegs
macht Vogel nicht nur den Geist der Ära Merkel für das Ampel-Aus
verantwortlich. Das Versprechen eines neuen Politikstils sei
gescheitert. Es habe auch an der Konstellation der Parteien gelegen, die
der Lage nicht angemessen gewesen sei.
Die angebliche Zeit der multiplen Krisen halte er für ein schwaches
Argument und verweist auf die politischen Zustände des letzten
Jahrhunderts. Deutschland habe das "Nichthandeln" eingeholt,
insbesondere im Umgang mit Putin und dem andauernden Angriffskrieg.
Dadurch würden stets neue Probleme entstehen, etwa die Vernachlässigung
der Bundeswehr.
Außerdem spricht er über Kritik an Christian Lindner, benennt die Fehler
der Liberalen und schlussfolgert: "Ganz sicher ist es ein schwerer
Fehler, wenn die FDP und eine liberale Partei ganz generell sich
reinziehen lässt in: Es gibt nur links und rechts."
Bei "Ehrlich jetzt?" spricht ZEIT-Redakteurin Yasmine M'Barek alle zwei
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| Franziska Giffey: "Natürlich bin ich auch machtbewusst" | 29 juil. 2025 | 00:37:47 | |
Die SPD-Politikerin und ehemalige Bundesfamilien- sowie Frauenministerin
spricht über die Wirkungsmacht von Frauen in Machtpositionen und
erklärt, weshalb sie für die Quote ist.
Auch in der Frage nach gutem Personal sei sie für Gleichstellung, werde
immer wieder gefragt, ob es denn überhaupt gute Frauen gäbe: "Also ich
frag mich manchmal, wer hat eigentlich gefragt, ob man genug gute Männer
findet, oder ob die Männer, die man da findet, eigentlich wirklich so
top sind, oder ob sie nicht nur einfach besser posen konnten?"
Dabei sei Macht und das Bewusstsein darüber ein wichtiger Faktor, weil
man Macht brauche, um Dinge tun zu können. "Wenn ich wirklich was
verändern will und gestalten, brauche ich die Möglichkeit dazu." Dazu
benötige es auch Unterstützung unter Frauen, bis man dann sagen
könne, "ich gehe jetzt den Weg, ich traue mir das zu und ich frage mich
nicht, ob ich gut genug dafür bin".
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Ehrlich jetzt? ist in der Sommerpause und ab dem 9. September zurück.
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| Katharina Dröge: "Grüne finden wir gerade blöd, also finden wir auch Klimaschutz blöd" | 15 juil. 2025 | 00:39:00 | |
Die Grünen-Fraktionschefin spricht über die Folgen der Klimakrise. Sie
macht sich Sorgen, dass das Thema in der Gesellschaft an Bedeutung
verliert. Zwar werde ihre Partei weiterhin mit dem Klimaschutz
verbunden, doch sie sagt: "Wir brauchen dieses Thema im Mainstream. Da
war es einmal, da muss es auch wieder hin zurück."
In ihrer Einschätzung der Ampelkoalition zeigt sich Dröge bemüht,
versöhnlich zu klingen: "Angesichts der Realität und der Geschwindigkeit
der Klimakrise hätte es wahrscheinlich auch noch mehr sein
müssen." Trotzdem zieht sie ein positives Fazit, ihre Partei habe "hart
gekämpft", und deswegen sei sie trotzdem glücklich aus diesen Jahren
rausgegangen. Sie habe gewusst, alles getan zu haben, was sie tun
konnte.
Außerdem geht Dröge auf die Kritik ein, ihre Partei sei immer
bürgerlicher geworden: "Das fand ich immer richtig, weil für das Thema
wäre es besser, uns würden 20 oder 25 Prozent wählen als 12 bis 15."
Dröge betont: "Eigentlich wollen wir ja mehr."
Bei Ehrlich jetzt? spricht DIE-ZEIT-Redakteurin Yasmine M'Barek alle
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| Hendrik Wüst: "Politik kann Einsamkeit nicht bekämpfen" | 01 juil. 2025 | 00:40:06 | |
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident adressiert die grassierende
Einsamkeit und beschreibt, vor welche Herausforderungen sie die Politik
stellt. Eine davon sei Machtlosigkeit: Als Politiker könne er "kein
Gesetz machen, keinen Erlass, keine Verordnung, die an der Einsamkeit
eines Menschen etwas ändert". Trotzdem seien politische Maßnahmen im
öffentlichen Raum wichtig. "Aber man sollte als Politiker nie so tun,
als könne man so tief in das individuelle Leben von Menschen positiv
einwirken, auch wenn man es gerne wollte, um zu helfen".
Die Einsamkeit habe auch schwere politische Folgen, etwa
Radikalisierung. Durch die Allgegenwärtigkeit von sozialen Medien habe
man zwar das Gefühl, mit anderen zusammenzukommen, könne aber das Gefühl
der Einsamkeit nicht überwinden. Zudem polarisiere der Austausch im
Internet: "Wofür bekommt man Likes? Ja, für relativ edgy Sachen, für
radikale Geschichten gibt es Likes".
Einsamkeit sei auch nicht nur ein Problem von Menschen, die allein sind.
"Du kannst auch in einer Bindung, in einer festen Beziehung einsam sein,
weil die Beziehung gerade vielleicht einfach nicht so läuft, dass du
über die Probleme reden willst", sagt Wüst.
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| Ines Schwerdtner: "Das Leben wurde manchen Regionen in Ostdeutschland richtig ausgesaugt" | 17 juin 2025 | 00:42:48 | |
In der neuen Folge "Ehrlich jetzt?" plädiert die Parteichefin der Linken
fürs Zuhören. Auch erklärt sie, wie die Abspaltung der Wagenknechtpartei
für mehr Ordnung innerhalb der Linken sorgt.
Ihr persönlicher Bezug zu Ostdeutschland veranlasse sie erst recht dazu,
mit Menschen dort ins Gespräch zu kommen. Man könne "die Leute nicht
alleine lassen", sagt Schwerdtner im Podcast. Dieses Gefühl entstehe
auch, weil es mittlerweile mehr Pflegeheime als Fabriken gebe. "Ich
gucke da einfach anders drauf und sehe so starke Narben, die sich seit
Jahrzehnten eingebrannt haben bei ganz vielen Leuten." Sie habe das
Gefühl, es gehe auch darum, eine Perspektive zu bieten, anstatt alles zu
"bejammern".
Im Wahlkampf um das Direktmandat gegen Beatrix von Storch habe
Schwerdtner an über 68.000 Türen geklingelt. Besonders in den
Hochhäusern würden sich die Bewohner über Migration beklagen, sie fühlen
sich Geflüchteten in den benachbarten Heimen gegenüber benachteiligt. Da
müsse man die eigentlichen Probleme aufzeigen, wie Mietpreise, die
Verfügbarkeit von Ärzten oder bessere Verkehrsanbindung, so
Schwerdtner.
In "Ehrlich jetzt?" spricht ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek alle
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| Paul Ziemiak: "Die wissen nicht, was Bravo Hits sind" | 03 juin 2025 | 00:33:19 | |
Der nordrhein-westfälische CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak wünscht sich
mehr Deutschlandflaggen auf Demos gegen Rechts. Schwarz-Rot-Gold sei das
Symbol des Grundgesetzes und solle daher nicht den Rechtsnationalisten
überlassen werden. Man dürfe bestimmte Begriffe nicht Extremisten und
den politischen Rändern überlassen, sondern müsse die Begriffe selbst
prägen. Heimat, sagt Ziemiak, sei ein wunderbarer Begriff.
Außerdem würde Heimatverbundenheit Extremisten schwächen. "Dort, wo
Extremisten besonders schwach sind, wo wir eine starke
Heimatverbundenheit haben, wo Menschen sich ehrenamtlich engagieren,
spiegelt sich das wider." Das sei unterstützenswert. Außerdem sei
Sprache der Schlüssel für ein gutes Miteinander. Er selbst spricht über
sein Aufwachsen und seine polnische Herkunft und das Gefühl, seine
Eltern stolz machen zu müssen.
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| Jette Nietzard: "Es gibt noch genug Menschen, die Menschlichkeit zurückbringen wollen" | 06 mai 2025 | 00:32:38 | |
Grüne-Jugend-Chefin Jette Neitzel sagt: "Es gibt noch genug Menschen,
die Menschlichkeit zurückbringen wollen." Die Vorsitzende der Grünen
Jugend fordert einen sozialeren Umgang mit Geflüchteten, sie betont,
dass viele Menschen ihre Heimat nicht freiwillig verlassen würden. Wer
"in umkämpften Gebieten" lebe, müsse ein Recht auf Sicherheit haben –
etwa in Gaza. Als positives Beispiel nennt sie sichere Fluchtwege aus
Afghanistan, die unter der Ampelregierung geschaffen wurden.
Im Podcast spricht sie darüber, dass sich die Politik der Ampelkoalition
nicht immer als vorteilhaft für junge Menschen erwiesen hat.
Gleichzeitig plädiert sie dafür, dass Deutschland mehr internationale
Verantwortung übernehmen müsse – besonders jetzt, da "die USA sich aus
vielem zurückziehen".
In "Ehrlich jetzt?" spricht ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M’Barek alle
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| Daniel Günther: "Ich glaube, dass jeglicher Streit innerhalb einer Koalition schadet" | 22 avr. 2025 | 00:34:42 | |
Für Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, ist klar:
Die Demokratie steht unter Druck – von innen wie von außen. Im Podcast
"Ehrlich jetzt?" plädiert der CDU-Politiker deshalb für weniger Streit.
Das sei aus seiner Sicht der langfristig erfolgreichste Weg, rechte
Parteien kleinzuhalten.
Politische Uneinigkeit solle am besten nicht gezeigt werden. "Ich
glaube, wir müssen das möglichst auf null runterfahren. Denn wir müssen
es Medien möglichst schwer machen, es als Streit zu bezeichnen."
Koalitionen und ihre Gesetze mache aus, dass sie abwechselnd die
Handschriften beider Parteien tragen würden. Die schwarz-rote Koalition
müsse daher unterschiedliche Positionen gemeinsam tragen.
Günther sagt, der entscheidende Schlüssel sei, "dass Streit in der
Demokratie um die besten Ideen auch zwischen Regierung und Opposition
stattfindet". Dissonanzen in einer Regierung würden die Leute "erheblich
verunsichern".
In "Ehrlich jetzt?" spricht ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek alle
zwei Wochen mit einem Spitzenpolitiker oder einer Spitzenpolitikerin.
Die Gäste erhalten die Möglichkeit, ihre Herzensanliegen zu erläutern
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| Jan van Aken: "Die schustern den Milliardären das Geld zu" | 25 mars 2025 | 00:30:51 | |
Jan van Aken, Parteichef der Linken, kritisiert, dass sich Politik und
Milliardäre "gegenseitig Geld und Macht zuschieben". Seiner Meinung nach
könnten Parteien wie die Grünen und die SPD deutlich besser abschneiden,
wenn sie das Thema Vermögenssteuer stärker in den Fokus rücken würden.
"In Umfragen sind über 75 Prozent der Menschen in Deutschland dafür",
betont er.
Doch was ist mit dem Argument, dass viele Milliardäre gar nicht an ihr
Vermögen herankommen, weil es in Unternehmen steckt? Van Aken bleibt
dabei: "Sie machen über zehn Prozent Gewinn – und genau dieser Gewinn
kann besteuert werden. Dafür muss niemand sein Privatvermögen oder
Firmengelder antasten." Er erinnert außerdem daran, dass es eine
Vermögenssteuer in Deutschland schon einmal gab – unter Kanzler Helmut
Kohl.
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| Ehrlich Jetzt? ist am 25.3. wieder da | 11 mars 2025 | 00:00:26 | |
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| Philipp Türmer: "Wir haben viele Fehler gemacht" | 25 févr. 2025 | 00:38:05 | |
In der neuen Folge "Ehrlich Jetzt?" spricht der Vorsitzende der
Jungsozialisten, Philipp Türmer, über die Wohnkrise und definiert diese
als eines der größten Probleme für junge Menschen.
Die Schuldenbremse sei nicht der einzige Handlungsweg für mehr
Wohnungsbau gewesen. "Man hätte tatsächlich auch mit einem anderen
Instrument arbeiten können. Und zwar die Bundesimmobilienanstalt, die
beim Finanzministerium angesiedelt ist, mit einer eigenen
Kreditermächtigung ausstatten – sodass die eben Kredite aufnehmen kann,
um zu bauen."
Wieso man das in den Koalitionsverhandlungen nicht vom Finanzministerium
ausgelagert habe? "Also hartnäckiger gegenüber der FDP sein – das könnte
man ja quasi zum allgemeinen Motto dieser Koalition rückblickend
erklären", sagt Türmer. Die Bilanz der eigenen Partei sei auch nicht
ausreichend: "Wir hätten es trotzdem irgendwie schaffen müssen." Weitere
Lösungsansätze sieht er im sozialen Wohnungsausbau und bei der
Mietpreisbremse.
Alle zwei Wochen begrüßt ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek bei
"Ehrlich jetzt?" einen Spitzenpolitiker oder eine Spitzenpolitikerin.
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| Katja Mast: "Es sind Menschen, keine Nationalitäten" | 11 févr. 2025 | 00:37:01 | |
In der neuen Folge von "Ehrlich jetzt?" spricht die
SPD-Bundestagsabgeordnete und erste parlamentarische Geschäftsführerin
Katja Mast über den fortschreitenden Rechtsruck und die
Migrationsdebatte.
Sie empfindet politische Vorhaben wie das Gemeinsame Europäische
Asylsystem als richtig. Die Angriffe von Solingen und Aschaffenburg
wertet Mast als Beleg dafür, dass das Dublin-Abkommen in seiner
bisherigen Form nicht mehr funktioniert. Und deshalb sei es gut, dass
die EU Geas beschlossen hat.
Auf die Frage, weshalb sich vor allem junge Wählerinnen und Wähler von
den etablierten Parteien abwenden, antwortet Mast: "Generell nimmt die
Wählerbindung ab. Ich glaube nicht, dass die jungen Leute von sich aus
rechts sind." Aber die AfD sei in den sozialen Medien stark und würde
Themen der Jüngeren wie Sicherheit aufgreifen. In ihrer Partei müsse das
ebenfalls passieren. Außerdem plädiert sie für ein respektvolleres
Miteinander. Zu sagen: "Das ist ein Argument, da denke ich mal drüber
nach – das ist ja verloren gegangen." Man müsse den anderen in seiner
Haltung wieder wahrnehmen.
Alle zwei Wochen begrüßt ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek bei
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| Jens Teutrine: "Wir wollen auch Spitzenverdiener entlasten" | 28 janv. 2025 | 00:55:07 | |
(mailto:ehrlichjetzt@zeit.de)In der neuen Folge von "Ehrlich jetzt?"
plädiert der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Teutrine für ein positiveres
Verständnis von Vermögen. Er wünscht sich mehr Millionäre für
Deutschland und fordert eine ausgeprägte Finanzbildung in Schulen.
Dafür müssten auch jene entlastet werden, die sechsstellige
Bruttoeinkommen verdienen. Er wolle auch "Spitzenverdiener in
Anführungszeichen, die den Spitzensteuersatz heute zahlen, entlasten,
weil die haben auch Probleme, Vermögen zum Teil zu bilden".
Außerdem widerspricht er dem Vorschlag des Juso-Vorsitzenden Philipp
Türmer, Milliardäre abzuschaffen und kritisiert den Vorschlag von
Vizekanzler Robert Habeck, Sozialabgaben auf Kapitalerträge zu zahlen.
Es würde dabei behauptet werden, dass man auf die Superreichen ziele.
Man treffe jedoch die Mitte der Gesellschaft, so Teutrine. Die Forderung
einiger Millionäre, sie höher zu besteuern, beim letzten
Wirtschaftsforum in Davos lehnt er ab und schlägt vor, das Geld direkt
an die Bundesregierung zu spenden.
Alle zwei Wochen begrüßt ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek bei
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| Johannes Winkel: "Wir haben sehr viel verpennt in Deutschland, nicht nur die Ampel" | 14 janv. 2025 | 00:36:07 | |
Das Herzensthema von Johannes Winkel ist die Verteidigungspolitik. Der
Vorsitzende der Jungen Union wirft der Bundesregierung vor, in der Frage
der Taurus-Lieferung an die Ukraine versagt zu haben. Er erkennt aber
an, dass auch die eigene Partei in dieser Frage gespalten ist. "Nehmen
wir mal an, die Hälfte der Menschen in Deutschland ist für eine starke
Unterstützung der Ukraine, dann würde ich sagen, lasst uns doch als CDU
auf diese 50 Prozent konzentrieren."
Die Wehrpflicht sei für ihn ein realpolitisches Anliegen: "Wir sind in
Deutschland so schlecht aufgestellt in der verteidigungspolitischen
Infrastruktur, dass wir eben jetzt anfangen müssen." Er verstehe die
Sorge der Bürger um die Freiheit ihrer Kinder, aber "der viel größere
Eingriff in das Freiheitsrecht von uns allen ist, wenn wir dauerhaft in
einem Staat leben, der sich schlicht und ergreifend nicht verteidigen
kann."
Ob Appeasementpolitik nicht eine attraktivere Option sei, gerade bei dem
Erfolg der prorussischen Argumente der AfD? Das sei "sozusagen die
Definition von Populismus, also auf den ganz intuitiven Instinkt der
Leute zu appellieren", so Winkel.
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| Robert Habeck: "Auch wenn alles funktioniert, bleibt der Populismus gefährlich." | 16 déc. 2024 | 00:43:38 | |
In der neuen Folge von "Ehrlich jetzt?" spricht der grüne
Wirtschaftsminister Robert Habeck über gesellschaftlichen Zusammenhalt
durch das Ehrenamt und erklärt seine Enttäuschung nach dem Ampel-Aus.
Habeck beantwortet die Frage, ob der Sozialstaat nicht versagt habe,
wenn sich über 29 Millionen Menschen in Deutschland ehrenamtlich
engagieren.
Mittlerweile beklagen immer mehr Ehrenamtliche ihre Auslastung. Das sei
auch ein politisches Problem: "Eine Gesellschaft, wo die öffentliche
Daseinsvorsorge in Misskredit steht, wo man knappe Wohnungsmärkte hat
und man das Gefühl hat, man wird permanent übergangen, ist mit großer
Sicherheit noch anfälliger für Ausbeutung von Populisten." Dabei sei
Finanzierung nicht alles, auch nicht, um den Rechtsruck aufzuhalten,
sagt Habeck. "Da hilft sicherlich Finanzausstattung, aber auch Orte, wo
mit viel öffentlichem Geld irgendwelche Kulturtreffs erhalten wurden,
haben hohe AfD-Wahlanteile."
Engagierte Menschen seien trotz Kritik wichtig, sagt der Vizekanzler
weiter. "Wenn die Leute wirklich intrinsisch motiviert sind, dann wird
die Arbeit immer mehr, je mehr sie sich einarbeiten." Für ihn sei
Ehrenamt auch keine Sache, die sich abarbeiten lasse, sie sei
essenziell. "Wenn man dann nach Hause geht, wenn alles fertig ist, dann
geht man eigentlich nie nach Hause. Ehrlicherweise gehört Politik auch
dazu."
Außerdem adressiert der Vizekanzler seine Gefühle nach dem geplanten
Ampelbruch der FDP. Er sei überrascht davon gewesen, dass die FDP einen
Plan hatte, um die Ampel zu verlassen, denn er "habe ihnen geglaubt,
dass sie mit sich gehadert haben".
Alle zwei Wochen begrüßt ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek bei
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| Gregor Gysi: "Die wissen ja gar nicht, wie eine Diktatur funktioniert" | 03 déc. 2024 | 00:40:03 | |
In der neuen Folge von "Ehrlich jetzt?" spricht Linkenpolitiker Gregor
Gysi, einer von drei Protagonisten der sogenannten Aktion Silberlocke,
über Bildungsgerechtigkeit und Akademisierung der Politik.
Er plädiert für mehr Gemeinschaftsschulen und nennt die längere
Grundschulzeit in Berlin und Brandenburg als positive Beispiele. Ob man
in anderen Bundesländern dadurch Defizite aufholen könne, auch in
Bayern? "Nur eins lässt sich in Bayern wahrscheinlich kaum überwinden,
und zwar die soziale Ausgrenzung."
Außerdem kritisiert er, dass viele Politiker inklusive seiner eigenen
Partei meist Akademiker ansprechen, dabei müsse der Fokus auf
Angestellten, Rentnerinnen und Arbeitnehmern liegen, die nicht studiert
hätten. Grund für diese Schieflage sei die Tatsache, dass die meisten
Berufspolitikerinnen und -politiker selbst studiert hätten. "Und deshalb
ist das immer ihr Maßstab beim Denken."
Den Rechtsruck, besonders unter jungen Männern, macht Gysi sowohl am
Bildungssystem als auch an der Politik fest: "Erstens fühlen sie sich
vernachlässigt, nicht angesprochen, nicht ernst genommen. Und zweitens
wird in den Schulen auch viel zu wenig zur Demokratie und Freiheit
ausgebildet."
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| Matthias Miersch: "Wir müssen wieder Empathie für die andere Meinung aufbringen" | 19 nov. 2024 | 00:38:50 | |
In der neuen Folge von "Ehrlich jetzt?" spricht der kommissarische
Generalsekretär der SPD, Matthias Miersch, über die Zukunft seiner
Partei und beantwortet die Frage, ob die Sozialdemokratie vorerst
gescheitert ist.
Miersch kritisiert deutlich die Schuldenbremse, gegen die er schon
früher im Bundestag gestimmt hat. Eine gute Zukunft sieht er "nur mit
einem Staat, der auch investieren kann". Was Änderungen angehe, seien
die Bundesparteien das Problem, weniger die Länder, sagt Miersch. "Die
Ministerpräsidenten wollen die Reform der Schuldenbremse, aber Herr Merz
will sie nicht".
Im Podcast spricht der SPD-Politiker auch darüber, warum die Ampel so
nicht zukunftsfähig war. Mit Blick auf die nächste Bundestagswahl sagt
er: "Wir müssen wieder Empathie auch für die jeweils andere Meinung
aufbringen".
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Diese Folge wurde am 24.10.2024, also vor dem Scheitern der
Ampelkoalition, aufgezeichnet.
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| "Kinder in meinem Alter sind an die Front geschickt worden" | 05 nov. 2024 | 00:47:24 | |
Bijan Djir-Sarai ist Bundestagsabgeordneter und seit 2022
Generalsekretär der FDP. In der neuen Folgen von "Ehrlich jetzt?"
diskutiert er mit Yasmine M'Barek über Deutschlands Außenpolitik.
Er plädiert für die Zweistaatenlösung im Nahen Osten und kritisiert die
deutsche Außenpolitik der letzten Jahre als zu selbstbezogen. Im Umgang
mit dem Iran etwa gebe es keine klare Strategie. Deutschland habe sich
in den letzten Jahrzehnten zu wenig für Konflikte interessiert, die es
scheinbar nicht betreffen. Diese würden aber trotzdem "eines Tages zu
uns kommen". Das gelte auch für den Umgang mit dem Iran, der eine
zentrale Rolle im Krieg im Nahen Osten spiele: Akteure wie die Hisbollah
oder die Islamische Republik Iran hätten kein Interesse an Frieden.
Djir-Sarai erinnert sich außerdem an seine Kindheit im Iran. Er sagt,
Kinder aus seiner Schule, "teilweise zehn, neun, elf Jahre alt", seien
an die Front geschickt worden. Einige seien nicht zurückgekommen.
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| Martin Huber: "Robert Habeck ist ein Sargnagel für sämtliche Branchen" | 22 oct. 2024 | 00:51:09 | |
Die ehemalige Grünenchefin Ricarda Lang spendete jedes Mal, wenn auf dem
vergangenen CSU-Parteitag "die Grünen" gesagt wurde, fünf Euro. 195 Euro
kamen dabei zusammen. Ist die CSU also berechenbar? Nein, sagt deren
Generalsekretär Martin Huber – sie sei nur zuverlässig gegen
Schwarz-Grün.
In der neuen Folge unseres Politpodcasts "Ehrlich jetzt?" spricht Huber
darüber, warum sein Parteichef Markus Söder eine Koalition mit den
Grünen ausschließt, und beantwortet, ob die Deutlichkeit dieses Neins
auch eine Drohung an Friedrich Merz ist.
Er kritisiert weiterhin das Bürgergeld und die Politik der Ampel. Er
sehe die Lösung nicht darin, die Schuldenbremse auszusetzen. Das Problem
sei, "ob bei einem Haushalt von knapp 450 Milliarden Euro wirklich ein
Einnahmenproblem besteht oder nicht eher ein Ausgabenproblem".
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| Hermann Gröhe: Macht Friedrich Merz alles richtig? Wahrscheinlich nicht. | 08 oct. 2024 | 00:44:00 | |
In der neuen Folge "Ehrlich jetzt?" spricht Hermann Gröhe,
stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Union, über seinen
angekündigten Rückzug aus der Politik und über Höhen und Tiefen der
Merkeljahre.
Der ehemalige Bundesgesundheitsminister tritt nach dreißig Jahren nicht
mehr für den Bundestag an. "Es macht mir noch Freude, trotz des Ernstes
der Lage. Aber es ist richtig zu gehen, bevor du amtsmüde wirst". Und
das entgegen einer Prognose von Helmut Kohl, der gesagt haben soll, dass
er noch als Alterspräsident ende. Das tue er jetzt nicht.
Auf die Frage, ob er etwas bereue, sagt er über seine Zeit als Minister:
"Wenn ich mich heute mit Pflegekraft unterhalte, dann wünschte ich mir,
wir hätten mehr erreicht". Ob 16 Jahre Merkel zu viel waren? Darüber
habe die Altkanzlerin selber nachgedacht, aber dann sei sie von Obama
bestärkt worden.
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| Heidi Reichinnek: "Leute sind nur mit dem Status quo zufrieden, wenn sie Angst haben" | 10 sept. 2024 | 00:35:52 | |
In der neuen Folge "Ehrlich jetzt?" spricht die Vorsitzende der Gruppe
Die Linke im Bundestag über Ehrlichkeit in der Politik und wieso manche
Debatten von Falschaussagen getrieben sind.
Reichinnek glaubt, dass viele Menschen von der Politik ohnehin nicht
erwarten würden, dass sie umsetzt, was sie verspricht. Das führe auch zu
polarisierten Debatten und gefühlten Wahrheiten. Ein Problem: "Dass
selbst die Politiker aus etablierten, aus demokratischen Parteien,
dieses Spiel mitspielen."
Außerdem kritisiert sie die Bürgergelddebatte, in der viele mit falschen
Fakten argumentieren würden. Warum die Linke mit Fakten dann keine
Mehrheiten generiere? Laut Reichinnek sei die Kommunikation das Problem.
Menschen "sitzen überraschenderweise gar nicht jeden Tag da und lesen
unsere tollen neuen Papiere".
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| Wie beendet man seine Karriere, Karamba Diaby? | 27 août 2024 | 00:35:16 | |
Karamba Diaby will sich aus dem Bundestag zurückziehen. Im Podcast
erklärt der SPD-Politiker die Hintergründe seiner Entscheidung und wieso
er weiterhin in Halle politisch aktiv sein wird.
Der begeisterte Kleingärtner adressiert Veränderungen im Bundestag, die
er seit seinem Einzug vor elf Jahren beobachte. Der Ton sei rauer
geworden. Er sei der Meinung, "dass diese aggressive Redeweise und
aggressive Botschaften, die immer gesendet werden, Nährboden für Gewalt
auf der Straße werden". Vor allem seit dem Einzug der AfD ins Parlament
im Jahr 2017.
Diaby kandidiere aber aus verschiedenen Gründen nicht für die nächste
Bundestagswahl, unter anderem, weil er bereits 63 ist. Aber auch die
Masse der Drohungen, auch gegen sein Team, könne er nicht ignorieren.
"Ich habe keine Statistik geführt, aber regelmäßig Anzeige erstatten
müssen in den letzten Jahren. Ich würde sagen, mindestens zwei, drei in
der Woche." Diaby plädiert dafür, den Staat zu stärken, denn diejenigen,
die Hass schüren, seien nicht in der Mehrheit.
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| Olaf Scholz: "Ich bin nicht Kanzler geworden, weil ich ein schönes Leben will" (Wiederholung vom 19.03.2024) | 13 août 2024 | 00:39:29 | |
Host Yasmine M'Barek empfiehlt zur Sommerpause eines ihrer vergangenen
Gespräche: Mit Olaf Scholz über Respekt. Wofür er respektiert werden
will, wie man der AfD begegnen muss, und warum er glaubt, dass der
ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt für Waffenlieferungen an die
Ukraine plädiert hätte.
Im Podcast erklärt der Kanzler außerdem, warum es ihn nicht wundert,
dass wir uns aktuell von einem respektvollen Miteinander entfernt
hätten. Es seien "unruhige, unsichere Zeiten", in denen es "etwas
ruppiger zugeht". Im Umgang mit dem russischen Angriffskrieg setze er
deshalb auf Besonnenheit und hofft, dafür respektiert zu werden: "Dass
ich mich nicht drängen lasse von all den Lautsprechern und
Generalfeldmarschällen, die durch die Talkshows geistern, sondern etwas
tue, was notwendig ist, um die Ukraine zu unterstützen."
In Bezug auf die Taurus-Debatte sagt Olaf Scholz: "Wir unterstützen die
Ukraine mehr als alle anderen europäischen Ländern mit sieben Milliarden
Waffenhilfe dieses Jahr. Aber ein ganz konkretes Waffensystem halte ich
nicht für geeignet, jetzt auch noch zusätzlich zu liefern." Diese
Entscheidung des Kanzlers solle akzeptiert werden.
Schließlich geht es auch um das Image der streitenden Ampel. Olaf Scholz
sagt, dass der öffentliche, häufige Streit der Regierung die vielen
Punkte überschatten würde, auf die man sich einigen konnte. Und ergänzt:
"Man kann sich auch leise einigen."
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| Marie-Agnes Strack-Zimmermann: "Ich halte Philipp Amthor für rasend lustig" (Wiederholung vom 11.04.23) | 30 juil. 2024 | 00:50:51 | |
Host Yasmine M'Barek empfiehlt zu Beginn der Sommerpause eines ihrer
liebsten Gespräche: mit Marie Agnes Strack-Zimmermann. Die
FDP-Politikerin erzählt: "Ich wünschte, es wären manche Menschen
humorvoller, weil es auch Aggression und Druck aus dem Kessel nimmt,
wenn man auch mal anfängt zu lachen." Angela Merkel sei eine dieser
humorvollen Politikerinnen gewesen, so Strack-Zimmermann.
Im Rückblick auf die Kontroverse, die sie mit einer Büttenrede während
Karneval in Aachen über Friedrich Merz auslöste, stellt
Strack-Zimmermann klar: "Es gibt so ein paar Spielregeln, wenn man in
der Bütt ist. Das Erste ist, dass man nie nach unten tritt." Daran habe
sie sich gehalten.
Sie findet aber auch, wenn man Grenzen überschritten habe, müsse man
sich entschuldigen: "Es gab schon Fälle, wo ich mich entschuldigt habe,
weil ich gemerkt habe, dass der Gegenüber persönlich, also wirklich
getroffen war und damit nicht umgehen konnte".
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| Jens Spahn: "Patriotismus ist ein Heilmittel gegen Nationalismus" | 16 juil. 2024 | 00:39:58 | |
Im Podcast spricht Jens Spahn über die demokratische Rechte und
weltoffenen Patriotismus. Patriotismus, so sein Plädoyer, sei ein
Heilmittel gegen aufsteigenden Nationalismus. Dabei ginge es nicht
darum, Probleme wie Diskriminierung zu ignorieren. Man müsse sich der
Frage stellen, wo es Diskriminierungen gibt und was man dagegen tun
könne. "Und ich sage auch nicht, dass wir da nicht noch besser, auch ich
persönlich manchmal besser werden können", sagt Spahn im Podcast.
Jens Spahn ist Mitglied des CDU-Präsidiums und einer der
stellvertretenden CDU-Vorsitzenden. Spahn war von 2018 bis 2021
Bundesminister für Gesundheit.
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| Aminata Touré: "Die Ampel hat es ein bisschen zu gut gemeint" | 02 juil. 2024 | 00:40:58 | |
Damit Menschen in Politik vertrauen brauche es "einfach gute Politik",
findet Aminata Touré, Landessozialministerin in Schleswig-Holstein. Zu
viele öffentliche Auseinandersetzungen seien nicht hilfreich. Mit
Yasmine M'Barek spricht sie im Podcast über fehlendes Vertrauen in die
Politik und äußert sich dabei auch kritisch über die Ampelregierung.
Touré findet, dass Entscheidungsfindungen nachvollziehbar sein müssen,
aber sie glaube, "die Ampel hat es ein bisschen zu gut gemeint mit der
öffentlichen Auseinandersetzung darüber, warum man bestimmte
Entscheidungen nicht für richtig hält". Fehlendes Vertrauen sei aber
nicht nur ein Problem der Ampel. "Wir haben ein grundsätzliches Problem
damit, dass Menschen uns die Kompetenz, Probleme lösen zu können, nicht
mehr zu 100 Prozent zutrauen."
Wie sie mit der Erwartungshaltung anderer umgehe? "Ich bin nicht als
Revolutionärin angetreten." Das gelte auch für das Thema Abschiebungen.
"Da hatte ich nie eine Illusion von, dass es auch schwierige
Entscheidungen sein werden."
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| Anton Hofreiter: "Die Bundeswehr ist in mancher Hinsicht gar nicht so schlecht" | 19 juin 2024 | 00:49:55 | |
In der neuen Episode Ehrlich jetzt? diskutieren der Grünenpolitiker
Anton Hofreiter und Yasmine M'Barek über die europäische Sicherheit
Im Podcast plädiert Hofreiter für weniger Zögerlichkeit, die seitens des
Westens immer wieder käme, "wird ja immer damit begründet, mit der Angst
vor Eskalation. Und ich kann auch sehr verstehen, dass man sehr gut
überlegt, aber halt nicht Monate über Jahre lang, sondern gern mal zwei,
drei Wochen und sich dann entscheidet". Dazu gehöre auch, dass die
Ukraine Angriffe bereits im russischen Luftraum abwehren können müsse.
Als eine Lösung der aktuellen ökonomischen sowie außenpolitischen
Probleme sehe er eine Aussetzung der Schuldenbremse: Dann ist insgesamt
der Haushaltsdruck und der Druck auf die Bevölkerung geringer und es
würde in allen Bereichen helfen. Die Zustimmung der Bevölkerung dafür
sehe er ebenfalls: "Wenn es nicht irgendwie Querdenker sind oder
Hardcore AfD Leute, kriegt man dann auch sehr, sehr viel Zustimmung
dafür."
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| Ralph Brinkhaus: "Eigentlich müsste ein Koalitionsvertrag aus zwei Seiten bestehen" | 04 juin 2024 | 00:44:26 | |
In der neuen Episode Ehrlich jetzt? diskutieren der Oppositionspolitiker
Ralph Brinkhaus und Yasmine M'Barek den "Neustaat" und die Fehler der
letzten Regierungen.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete plädiert für eine Vereinfachung des
Staates, ob im Koalitionsvertrag oder in der Verwaltung. Denn das System
bröckele, und "Bröckeln ist immer ein schleichender Prozess". Ob man das
nicht schon vorher hätte in Angriff nehmen können, als seine Partei noch
selbst regiert hat? "Wir haben schon einiges in der Merkel-Zeit auf den
Weg gebracht, aber viel zu wenig."
Fehler politisch zu instrumentalisieren, halte er eh für falsch, sagt
Brinkhaus. "Wenn wir eine lernende Gesellschaft sein wollen, dann müssen
wir auch mit Fehlern leben. Aber wenn das alles immer nur
instrumentalisiert wird, um dem politischen Gegner einen drüber zu
braten, dann ist das natürlich nicht gut."
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| Sind wir Eurozentristen, Herr Laschet? | 21 mai 2024 | 00:32:12 | |
In der neuen Folge "Ehrlich Jetzt?" plädiert der ehemalige
Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU), unter
anderem mit Blick auf den Angriffskrieg in der Ukraine für mehr
Realpolitik in der Debatte. Dabei gehe es auch darum, Meinungen
auszuhalten, die man nicht teile. Im Podcast spricht Laschet davon, dass
jeder, der über Diplomatie reden will, diskreditiert werde. "Alle fallen
über den her. Wie naiv ist der denn? Der lässt die Ukraine im Stich. Das
ist ein Putin-Troll. Selbst über Kollegen wie Rolf Mützenich, dessen
Meinung ich nicht teile."
Auf das Bündnis Sahra Wagenknecht angesprochen, erklärt Laschet: "Ich
teile das nicht, was sie an Politik vertritt, aber sie ist eine legitime
Gesprächspartnerin, die in manchen Themen auch mal einen Impuls setzt,
mit dem man sich ernsthaft auseinandersetzen kann."
Außerdem geht es im Podcast um die Frage, wie man Rechtsextremismus
begegnen kann. Darüber hinaus spricht der CDU-Politiker und
Ex-Kanzlerkandidat Armin Laschet über unser Verständnis von Europa.
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| Was heißt schon konservativ, Herr Amthor? | 07 mai 2024 | 00:44:49 | |
In der neuen Episode Ehrlich jetzt? diskutieren der
CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor und Yasmine M'Barek unter
anderem über die Fragen, ob Religion und die damit verbundene
Nächstenliebe noch ein Leitbild für die CDU ist. "Jesus hätte
wahrscheinlich auch ein Interesse daran, dass die christlichen Werte
Nächstenliebe und Schutzbedürftigkeit, dass die eine starke Rolle
spielen", sagt Amthor. Aber derzeit sei Konservativismus
marketingtechnisch ein Totalausfall, sei verstaubt und nicht
zukunftsorientiert.
Auf die Frage, wieso die Union immer wieder mit Nischendebatten
auffalle, hat Amthor eine einfache Antwort: "Ich habe immer den
Eindruck, wenn Friedrich Merz und Robert Habeck denselben Satz sagen
würden, da wird ganz unterschiedlich mit umgegangen. Bei dem einen gibt
es dann den Sturm der Entrüstung und bei dem anderen die große Welle der
Empathie."
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| Michael Müller: "Sollen wir für alles die Hand heben, was mit Waffen zu tun hat?" | 23 avr. 2024 | 00:34:51 | |
Im Podcast plädiert Michael Müller (SPD), Berlins früherer Regierender
Bürgermeister, für eine facettenreichere Außenpolitik, die sich nicht
nur auf die Frage nach Waffenlieferungen fokussiert. Das sei nur ein
Teil davon. "Es wird eben der Eindruck erweckt, das wäre jetzt die
entscheidende Frage in dem Krieg und dieser Auseinandersetzung." Der
SPD-Politiker staune auch, dass seine kritische Position oder die von
Ralf Stegner, stellvertretender SPD-Vorsitzender und Landes- und
Fraktionsvorsitzender der SPD Schleswig-Holstein, oder "einigen anderen
in der SPD Fraktion" mit Pazifismus gleichgesetzt werde.
"Es ist eindeutig richtig, dass wir die Ukraine auch militärisch
unterstützen", sagt der SPD-Politiker im Podcast. Aber ihm fehle, dass
diplomatische Lösungen vorangetrieben werden. "Dass Abrüstungs- und
Friedenskonferenzen organisiert werden, dass man versucht, Partner zu
finden für mindestens einen Waffenstillstand."
Alle zwei Wochen begrüßt ZEIT-ONLINE-Redakteurin Yasmine M'Barek bei
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| Lamya Kaddor: "Es reicht zu sagen, ich widerspreche extremistischen Positionen" | 09 avr. 2024 | 00:43:34 | |
In der neuen Episode Ehrlich jetzt? diskutieren die Grünenabgeordnete
Lamya Kaddor und Yasmine M'Barek über die Gesellschaft und Extremismus
von allen Seiten, der sich manchmal gegenseitig bedingt.
Politische Ereignisse wie der Nahostkonflikt verschärfen Antisemitismus,
Islamismus und Islamfeindlichkeit, sagt Kaddor im Podcast. Gleiches
gelte auch für Links- sowie Rechtsextremismus. Dabei würden bestimmte
Debatten wie die über den Islam mittlerweile differenzierter geführt
werden: "Diese Hochphase, würde ich sagen, haben wir publizistisch
überwunden. Es stehen jetzt nicht mehr andauernd in irgendwelchen
Bestsellerbuchregalen reißerische Titel über muslimisches Leben".
Einerseits erlebt Kaddor einen Teil der Gesellschaft, "der offener wird,
der insgesamt die Grauschattierungen innerhalb unserer Gesellschaft doch
sieht und sehen will". Gleichzeitig aber gebe es einen großen Teil in
der Gesellschaft, der "demokratiefeindlich eingestellt" sei. Dem müsse
jeder Bürger begegnen. Jeder sollte um die Demokratie besorgt sein und
"selbst etwas dafür tun, diese Demokratie zu verteidigen". Etwaigen
antidemokratischen Positionen zu widersprechen, sei ein guter Anfang,
sagt die Grünenpolitikerin.
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| Christian Dürr über Migration: "Dauernd über Grenzen zu reden, heißt ja nur, ich lehne mich zurück" | 26 mars 2024 | 00:43:18 | |
In der neuen Episode Ehrlich jetzt? diskutieren der
FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr und Yasmine M'Barek über
Migration.
Dem Liberalen fehle die Trennung zwischen Arbeitsmigration und
humanitären Verpflichtungen. Das führe auch in der Debatte zu
Vermischung, sagt der FDP-Fraktionschef im Podcast: "Dauernd über
Grenzen zu reden, heißt ja nur, ich lehne mich zurück und versuche etwas
vermeintlich Falsches zu begrenzen, weil ich muss es richtig machen."
Stattdessen solle Arbeitsmigration attraktiver werden und im Fokus
stehen: "Sollten wir nicht von Anfang an das Signal ausstrahlen: Es ist
leicht, nach Deutschland zu kommen, wenn man durchstarten will,
ranklotzen will?"
Außerdem müsse man politisch für Ordnung beim Thema sorgen: "In
Deutschland ist alles durchreguliert und alles geordnet. Aber in der
Migrationspolitik herrscht Unordnung." Aktuell prüft die
Bundesregierung, ob Deutschland Asylverfahren in Drittstaaten auslagern
kann. Dürr befürwortet das, jedoch sei dies nur eine "Unterkategorie".
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| Olaf Scholz: "Ich bin nicht Kanzler geworden, weil ich ein schönes Leben will" | 19 mars 2024 | 00:39:17 | |
Zu Ehrlich jetzt?, dem Politikpodcast moderiert von Yasmine M'Barek,
bringen Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitiker ein selbst gewähltes
Thema mit. Gast dieser Folge: Bundeskanzler Olaf Scholz. Sein Thema:
Respekt. Wofür er respektiert werden will, wie man der AfD begegnen
muss, und warum er glaubt, dass der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt
für Waffenlieferungen an die Ukraine plädiert hätte.
Im Podcast erklärt der Kanzler außerdem, warum es ihn nicht wundert,
dass wir uns aktuell von einem respektvollen Miteinander entfernt
hätten. Es seien "unruhige, unsichere Zeiten", in denen es "etwas
ruppiger zugeht". Im Umgang mit dem russischen Angriffskrieg setze er
deshalb auf Besonnenheit und hofft, dafür respektiert zu werden: „Dass
ich mich nicht drängen lasse von all den Lautsprechern und
Generalfeldmarschällen, die durch die Talkshows geistern, sondern etwas
tue, was notwendig ist, um die Ukraine zu unterstützen.“
In Bezug auf die Taurus-Debatte sagt Olaf Scholz, „wir unterstützen die
Ukraine mehr als alle anderen europäischen Ländern mit 7 Milliarden
Waffenhilfe dieses Jahr. Aber ein ganz konkretes Waffensystem halte ich
nicht für geeignet, jetzt auch noch zusätzlich zu liefern.“ Diese
Entscheidung des Kanzlers solle akzeptiert werden.
Schließlich geht es auch um das Image der streitenden Ampel. Olaf Scholz
sagt, dass der öffentliche, häufige Streit der Regierung, die vielen
Punkte überschatten würden, auf die man sich einigen konnte. Und
ergänzt, „man kann sich auch leise einigen“.
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| Tilman Kuban: "Ihr müsst nicht mehr mit den Russen" | 12 mars 2024 | 00:34:07 | |
Im Podcast "Ehrlich jetzt?" diskutieren der CDU-Bundestagsabgeordnete
Tilman Kuban und Yasmine M'Barek über Naivität in der Politik.
Mit Blick auf den Angriffskrieg auf die Ukraine seien die letzten 15
Jahre Politik vergossene Milch, sagt Kuban. Nun gehe es um eine
Perspektive für Sicherheitspolitik und darum, "sich selbst bewusst zu
werden, was das bedeutet, in Sicherheit zu leben". Die Zeitenwende seien
mehr als 100 Milliarden für die Bundeswehr – und das sei "leider etwas,
was in Deutschland noch keiner richtig verstanden hat". Es gehe jetzt
darum, weiterzudenken und sich unabhängig zu machen, beispielsweise in
der Energiepolitik.
Dazu brauche es auch bessere Handelsabkommen, beispielsweise mit Indien.
Kuban verweist auf die Abhängigkeit vieler Staaten von Russland, sowohl
in der Energiebranche als auch in der Waffenindustrie. Neue
Partnerschaften seien wichtig. Es sei "klug, diese Rüstungspolitik und
unsere Verteidigungsindustrie als geopolitischen Hebel zu nutzen".
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| Svenja Schulze: "Wir müssen uns mit der kolonialen Vergangenheit auseinandersetzen" | 27 févr. 2024 | 00:41:00 | |
In der neuen Episode Ehrlich jetzt? diskutieren die
Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze und Yasmine M'Barek über
Entwicklungsarbeit und Schuldbegriffe.
Im Podcast erklärt die Ministerin, warum sie den Begriff
Entwicklungshilfe nicht mehr verwendet. Hilfe würde suggerieren, dass
"der Große den Kleinen mal etwas abgibt". Zusammenarbeit sei das Ziel.
Für die Ministerin bedeutet Entwicklungspolitik auch, sich mit der
Vergangenheit auseinanderzusetzen – auch der kolonialen Vergangenheit.
Gerade auf dem afrikanischen Kontinent sieht Schulze die Dringlichkeit
von Zusammenarbeit, um Stabilität für alle zu gewähren.
Zur aktuellen humanitären Lage in Gaza sowie den zurzeit eingestellten
Zahlungen an das UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA sagt Schulze: "Wenn wir
überall, wo es schwierig ist, keine Hilfe mehr leisten würden, würden
wir gar keine Entwicklungszusammenarbeit mehr machen".
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| Hubertus Heil: "Ich habe erlebt, dass CDU und CSU gar nichts mehr vorhatten" | 13 févr. 2024 | 00:43:05 | |
Im Podcast Ehrlich jetzt? diskutieren der Bundesarbeitsminister
Hubertus Heil und Yasmine M'Barek über Verantwortung – in der Regierung,
im Kampf gegen rechts und im Privaten.
Gegen Rechtspopulismus helfe es nicht nur, Probleme zu benennen, man
müsse auch Zuversicht ausstrahlen, dass sie lösbar sind. "Wenn ich nicht
die Zuversicht hätte, dass man Probleme lösen kann, dann wäre das ja
vollkommene Resignation." In der großen Koalition seien aber viele
Probleme liegen geblieben. Er habe erlebt, "dass CDU, CSU damals am
Ende gar nicht mehr was Böses vorhatten oder was Schlechtes. Sondern
eigentlich gar nichts mehr. Und man nennt es Reformstau."
Politische Verantwortung sieht Heil auch bei seinem stark kritisierten
Vorhaben, Arbeitsverweigerer zu sanktionieren. Dem fügt er hinzu: "Es
gibt aber eine ganz kleine Gruppe von Leuten, die Totalverweigerer sind
und da finde ich, ist es auch eine Frage der Solidarität mit den anderen
im Bürgergeld, dass man die nicht in einen Topf wirft. Es ist eine ganz,
ganz kleine Gruppe."
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| Andreas Audretsch: "Die CDU muss sich über ihre Macht klar werden” | 30 janv. 2024 | 00:45:16 | |
Im Podcast Ehrlich jetzt? diskutieren der stellvertretende Vorsitzender
der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Andreas Audretsch und
Yasmine M'Barek über Allianzen in der Politik.
Audretsch sagt: Alle Demokraten hätten die Aufgabe, Rechtsextremismus zu
dekonstruieren und dann über die eigentlichen Themen pluralistische
Debatten zu führen, beispielsweise mit dem Blick auf die Bauernproteste:
"Da muss man sagen, hier sind die Telegram-Kanäle, wo man schon an der
Übersetzung sieht, dass die aus dem Russischen mit Maschine übersetzt
sind. Und gleichzeitig muss ein breiter Diskurs über die Frage der
Zukunft der Landwirtschaft geführt werden".
Nicht nur die Politik müsse geschlossen gegen Rechtsextreme auftreten.
Wie gefährlich die Unterwanderung von Gewerkschaften und Verbänden sei,
könne man beispielsweise in Frankreich beobachten. "Wenn da Allianzen
entstehen zwischen Gewerkschaften und Rechtsextremen, zwischen Verbänden
und Rechts, dann haben wir ein substanzielles Problem, weil dann eine
ganze Gesellschaft irgendwann in eine Situation gerät, die Demokratie
nicht mehr ausreichend zu verteidigen".
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| Franziska Brandmann: Kann Christian Lindner demütig sein? | 16 janv. 2024 | 00:39:03 | |
Die FDP-Politikerin Franziska Brandmann und Yasmine M'Barek diskutieren,
ob es im politischen Betrieb an Demut fehlt. Sie halte Demut für die
richtige Antwort auf die aktuelle angespannte Stimmung in Deutschland,
sagt sie. Denn das sei das "Gegenteil von Hochmut und Arroganz".
Zwar habe ihrer eigenen Partei das Ausscheiden aus dem Bundestag 2013
Demut vermittelt. Aber dass die Umfragewerte der FDP aktuell sinken,
habe auch damit zu tun, dass sie "manchmal ein bisschen
besserwisserisch" rüberkomme.
Obwohl es innerhalb der Regierung bei wichtigen Themen wie der
Schuldenbremse keine Einigkeit gibt, hält sie ein Ende der Ampel für die
falsche Lösung. Forderungen der Union nach Neuwahlen kritisiert sie als
"flotzig".
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| Ist der Weihnachtsbaum wirklich Leitkultur, Silvia Breher? | 03 janv. 2024 | 00:28:50 | |
In der neuen Folge von "Ehrlich jetzt?" spricht Yasmine M'Barek mit der
CDU-Abgeordneten und stellvertretenden Parteivorsitzenden Silvia Breher
über den politischen Alltag und die Bilanz der Ampelregierung.
Die Oppositionspolitikerin sagt, dass "die Menschen zu Hause ganz andere
Fragen" hätten und nicht etwas Cannabislegalisierung interessiere,
sondern ein zuverlässiger Kitaplatz, dies aber nicht auf der Agenda der
Regierenden stehe.
Über Nischendebatten ihrer eigenen Partei, wie zuletzt die Frage, ob der
Weihnachtsbaum fester Teil deutscher Leitkultur sei, sagt Breher: "Ich
weiß nicht, wie man auf diese Idee kommt, habe das auch nicht im Detail
verfolgt." Generell fokussiere sie sich lieber auf ihren Wahlkreis, denn
dort würden "politische Entscheidungen an der gefühlten Realität vieler
Menschen" vorbeigehen.
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| Kann es echte Demokratie im Kapitalismus geben, Ria Schröder? | 19 déc. 2023 | 00:35:32 | |
FDP-Politikerin Ria Schröder ist Mitglied des Bundestages,
bildungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der FDP und
ehemalige Vorsitzende der Jungen Liberalen. Im Podcast "Ehrlich jetzt?"
spricht die 31-Jährige mit Yasmine M'Barek über Unabhängigkeit in der
Politik.
In Demokratien müssten Kompromisse gefunden werden, dennoch sei es
wichtig, für die eigene Unabhängigkeit und für die eigenen Überzeugungen
einzustehen, findet Ria Schröder. Man könne sich zwar nicht von der
öffentlichen Meinung lösen, gute Politiker mache aber aus, dass sie
nicht danach schauen, was gerade populär sei.
Im Podcast spricht die Abgeordnete über ihre Haltung zum Bafög und warum
ihr jüngster Shitstorm sie nicht ganz unberührt gelassen hat.
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| Omid Nouripour: "Später kann ich nicht in den Spiegel gucken und sagen: Es war richtig" | 15 nov. 2023 | 00:42:02 | |
In der neuen Folge Ehrlich jetzt? spricht Yasmine M'Barek mit dem Grünen
Parteivorsitzenden Omid Nouripour über Fehlerkultur in der Politik.
Dabei plädiert Nouripour für eine Stimmung, in der man aus Fehlern
lernen kann und nicht sofort "in der Gosse landet". Im Podcast
kritisiert er auch die eigene Partei und sagt, gerade die Debatte über
das Heizungsgesetz hätte anders verlaufen können. Ein Fehler der
Ampelregierung? "Das Falscheste war, wie wir miteinander umgegangen
sind."
Auch über das überraschende Aus der Schwarz-Grünen Koalition in Hessen
spricht der Parteichef: "Ich packe das nicht. Wir haben ja einen
Wahlkampf gehabt, aber nicht wirklich versehen mit einer
Wechselstimmung. Das war alles eigentlich relativ stabil".
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| Serap Güler über Stress: "Unter Druck entstehen Diamanten – aber auch genau das Gegenteil" | 24 oct. 2023 | 00:39:28 | |
Im Podcast spricht die CDU-Bundestagsabgeordnete Serap Güler über Stress
in der Politik. Welche Folgen hat er? Und sind offen gestresste
Politiker sympathischer?
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| Bärbel Bas: "Und dann ist unsere Demokratie, glaube ich, in Gefahr" | 11 oct. 2023 | 00:42:32 | |
In der neuen Folge "Ehrlich jetzt?" spricht Yasmine M'Barek mit der
Bundestagspräsidentin und SPD-Abgeordneten Bärbel Bas über Bürgerräte
und die Stärkung der Demokratie gegen Populismus.
Demokratie bedeute, Kompromisse zu finden. Und dafür brauche man einen
langen Atem. Deswegen habe sie die Idee von Bürgerräten auf der
Bundesebene befürwortet. Sie kenne zwar auch "Jüngere, die dann wieder
aussteigen, weil ihnen das alles nicht schnell genug geht", aber das
Feedback sei vor allem positiv, weil die Bürger sich freuen, dabei sein
zu dürfen.
Die Zugewinne rechter Parteien bei den Landtagswahlen findet sie
besorgniserregend und sieht darin eine Herausforderung für alle
demokratischen Parteien. Sie mahnt, auf die Sprache zu achten. "Wir
können uns inhaltlich über alles auch fetzen und auseinandersetzen, aber
achtet darauf, wie er was sagt und ob es zu persönlichen Angriffen
wird."
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| Sanae Abdi: "Nehmt uns unsere jungen Leute nicht weg" | 26 sept. 2023 | 00:35:24 | |
In der neuen Folge "Ehrlich jetzt?" spricht Yasmine M'Barek mit Sanae
Abdi über Migration oder den Klimawandel als Aufgabe für Politik und
Gesellschaft und diskutiert Perspektiven und realpolitische Lösungen für
diese akuten Krisen.
Die SPD-Bundestagsabgeordnete plädiert dafür, dabei auch autokratische
Staaten wie China im Blick zu haben – sie brauche man zum Beispiel im
Kampf gegen den Klimawandel als Partner. Abdi betont dabei auch, dass
zeitgleich Menschenrechtsverletzungen aufzuarbeiten seien.
Im Podcast spricht die Politikerin außerdem darüber, dass es ein
Schlüsselelement der Außenpolitik sei, den Globalen Süden mitzudenken.
Dafür bewundere sie den Bundeskanzler. Olaf Scholz (SPD) schaffe es, "in
großen internationalen Konferenzen die Perspektive des Globalen Südens
an den Tisch zu holen". Tatsächlich stehe man nun mit diesen Ländern
"auf dieser berüchtigten Augenhöhe".
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