Digital Public Health Podcast – Details, episodes & analysis

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Digital Public Health Podcast

Digital Public Health

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Frequency: 1 episode/15d. Total Eps: 51

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In einer Welt, in der digitale Technologien tief in unseren Alltag eingebettet sind, steht die öffentliche Gesundheit an der Schwelle zu einer bedeutenden Transformation. Der "Digital Public Health Podcast" öffnet Dir die Tür zu den vielschichtigen Facetten dieses faszinierenden Wandels. In jeder Episode führen wir Gespräche mit führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Politikerinnen und Politikern sowie Pionierinnen und Pionieren aus der Start-up-Szene, die an der Schnittstelle von digitaler Innovation und öffentlicher Gesundheitsförderung wirken. 

   

Gemeinsam beleuchten wir nicht nur die Chancen, die digitale Gesundheitslösungen bieten – von verbesserter Informationsverfügbarkeit über die Stärkung präventiver Maßnahmen bis hin zum Kampf gegen globale Gesundheitskrisen. Wir setzen uns auch kritisch mit den Herausforderungen auseinander, die diese Technologien mit sich bringen, wie Ungleichheiten beim Zugang, Datenschutzprobleme und die Gefahr sinnloser Zusatzaufgaben oder gar Schäden durch die Nutzung digitaler Angebote. 

   

Der "Digital Public Health Podcast" zielt darauf ab, ein Licht auf die Arbeit derjenigen zu werfen, die die digitale Transformation im Gesundheitswesen vorantreiben, und gleichzeitig einen kritischen Diskurs über die Notwendigkeit einer ethischen, gerechten und nachhaltigen Integration digitaler Technologien in die öffentliche Gesundheit zu fördern. 

   

Egal, ob Du eine Expertin oder ein Experte auf dem Gebiet bist, oder einfach nur neugierig auf den Einfluss der Digitalisierung auf unsere Gesundheit, dieser Podcast bietet Dir tiefe Einblicke, Inspiration und anregende Diskussionen. Begleite uns auf dieser wichtigen Reise, denn das Thema betrifft uns alle. 

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041 - Kerstin Flohr: Digitale Gesundheitskompetenz in der Schule: Zwischen Handyverbot und Selbstkontrolle

Season 1 · Episode 41

dimanche 9 novembre 2025Duration 27:17

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Host Rasmus Cloes spricht mit Kerstin Flohr, Wissenschaftlerin am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) derUniversität Bremen, über digitale Gesundheitskompetenz in Schulen, Berufsethos von Lehrkräften und warum Prävention oft erst beginnt, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Aus ihrer Forschung hat sie jedoch Ideen, wie sich das ändern ließe. 

Digitale Gesundheitskompetenz ist mehr als Technik: Informationen finden, verstehen, bewerten, anwenden – und das im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Kerstin Flohr zeigt, wie Lehrkräfte diese Kompetenz fördern wollen und warum das Thema ethisch ist: Verantwortung, Fürsorge, Wohlergehen – verankert vor allem im Berufsethos.

Tablets erleichtern Planung und Kommunikation, doch Algorithmen spülen Fehlinformation ins Klassenzimmer. Lehrkräfte werden Anlaufstelle, richten Sprechstunden ein, agieren als Mediencoaches. Gleichzeitig fehlt Zeit, Anerkennung und ein Rahmen, der den Unterricht nicht überlädt.

Kerstins empirisch-ethischer Ansatz verknüpft normative Pflichten (z. B. Förderung von Selbstbestimmung) mit Interviews. Ergebnis: Viele Lehrkräfte leisten bereits viel – kreativ, pragmatisch, oft zusätzlich. Der Unterricht leidet jedoch, wenn Geräte parallel genutzt werden und vom Lernen ablenken. Es braucht klare Regeln: wann, wie, wofür; plus Pausen und Erholung.

Geräte sind da, Kompetenzen fehlen. Nach Pandemie und Digitalpakt blieb das Training für gesunden Umgang vielfach Stückwerk. Ein Handyverbot hilft bei einheitlichen Regeln – ersetzt aber keine Selbstregulation. Gefordert ist eine Strategie, die Analoges (Schreiben, Lesen, Faktenprüfung) und Digitales intelligent kombiniert.

Was jetzt hilft: iPads aktiv einbinden, zugleich analoges Können sichern. Informationskompetenz trainieren, Quellen prüfen, eigene Bildschirmzeiten beobachten. Schulen brauchen Freiräume und Anerkennung für Prävention – damit alle Kinder das gleiche Rüstzeug bekommen, nicht nur die mit engagierten Einzellehrkräften.

Timestamps

00:01:14 Warum Lehrkräfte & digitale Gesundheitskompetenz zusammengehören

00:08:23 Lehrkräfte als Lernbegleiter:innen & Mediencoaches; Integrationshürden

00:15:11 Prävention statt Feuerwehr – ins Curriculum damit

00:22:15 Handyverbot: Einheitliche Linie hilft, ersetzt aber keine Erziehung

00:26:17 – Was jetzt hilft: Duale Spur, klare Regeln, Kompetenzen üben

Staff: 
Host: Rasmus Cloes
Redaktion: Maren Emde
Regie: Sebastian Budde
Kamera: Thomas Leleko
Audio: Tristan Vogel
Social Media: Leonie Hammen

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040 - Prof. Dr. Tanja Schultz: Wie KI unseren Körper liest – die geheime Macht der Biosignale

Season 1 · Episode 40

dimanche 26 octobre 2025Duration 32:27

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Im Gespräch mit Host Rasmus Cloes erzählt Prof. Dr.-Ing. Tanja Schultz, wie sie am Cognitive Systems Lab der Universität Bremen an der Schnittstelle zwischen Körper und Künstlicher Intelligenz forscht. Ihr Team untersucht Biosignale – elektrische, akustische oder muskuläre Aktivitäten des Körpers – um daraus zu verstehen, wie wir uns verhalten und wie Maschinen daraus lernen können, uns besser zu verstehen. 

Besonders stolz ist sie auf die Forschung zur lautlosen Kommunikation, bei der Sensoren im Gesicht Muskelaktivität messen und daraus Sprache rekonstruieren. Eine Chance für Menschen, die nicht mehr sprechen können.

Mit dem neuen Projekt Biosignals Hub will Tanja einen Ort schaffen, an dem Bürger:innen selbst erfahren, was es bedeutet, wenn Körperdaten gesammelt, geteilt und verarbeitet werden. Dafür entsteht in Bremen eine große Infrastruktur: Server mit 40 Petabyte Speicher, neue Sensorik und mobile Geräte, die Biosignale im Alltag aufzeichnen können. Die Teilnehmenden entscheiden selbst, wann und was sie aufzeichnen. Ein Gegenentwurf zu den undurchsichtigen Datensammlungen großer Tech-Konzerne.

Das Ziel ist nicht nur Forschung, sondern Aufklärung: Der Biosignals Hub soll Transparenz schaffen, welche Daten wir preisgeben und welche Macht darin liegt. Tanja betont, dass Menschen bewusst entscheiden sollten, ob und wie sie ihre Daten teilen wollen. Nur wer versteht, was gesammelt wird, kann sich wirklich dafür oder dagegen entscheiden. Bremen, so Tanja, sei mit seiner Universitätskultur und der Forschungsfreiheit der ideale Ort für dieses Projekt.

Parallel dazu arbeitet sie in der DFG-Forschungsgruppe Lifespan AI, die gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS Methoden entwickelt, um Gesundheit und Krankheit über die gesamte Lebensspanne vorherzusagen. Dabei werden Kohortendaten mit neuen Biosignal-Aufzeichnungen kombiniert, um langfristige Muster besser zu erkennen. So entstehen Brücken zwischen klassischer Epidemiologie und KI-basierter Sensorforschung.

Am Ende spricht Tanja über die gesellschaftliche Dimension ihrer Arbeit: Über Machtfragen, über die Verantwortung der Forschung und über neue Rechte, die wir brauchen – etwa das „Recht auf Vergessen“ in der KI. Sie fordert, dass Systeme lernen müssen, nicht nur Daten zu löschen, sondern auch das Gelernte wieder zu vergessen. Nur so könne Technologie menschlicher werden. Ihre Vision: eine digitale Zukunft, in der Aufklärung, Freiheit und Technologie nicht gegeneinander, sondern miteinander wirken.

Timestamps

00:00 – 00:03:30 · Einführung - was sind Biosignale

00:03:30 – 00:08:50 · Biosignale, Sensorik und der Weg zum Biosignals Hub

00:08:50 – 00:13:30 · Infrastruktur, Datenspende und Portal-Idee

00:13:30 – 00:20:50 · Lifespan AI, Kooperation mit dem BIPS und neue Forschungsansätze

00:20:50 – 00:32:00 · Ethik, Datensouveränität und das Recht auf Vergessen

Staff: 
Host: Rasmus Cloes
Redaktion: Maren Emde
Regie: Sebastian Budde
Kamera: Thomas Leleko
Audio: Tristan Vogel
Social Media: Leonie Hammen

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031 - Sonja Schäfer: Digitales Organspenderegister: Wie Technologie Entscheidungen erleichtern kann

Season 1 · Episode 31

dimanche 25 mai 2025Duration 30:39

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Seit 2024 gibt es in Deutschland ein digitales Organspenderegister – doch was bringt es wirklich? In dieser Folge des Digital Public Health Podcasts spricht Rasmus Cloes mit Sonja Schäfer, der Organspendebeauftragten des Landes Bremen. Thema ist das neue digitale Organspenderegister, das seit März 2024 in Deutschland verfügbar ist. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, ob und wie die Digitalisierung dazu beitragen kann, mehr Menschen zur Entscheidung für oder gegen eine Organspende zu bewegen – und ob das allein ausreicht.

Das digitale Register ermöglicht eine einfache Online-Erfassung des eigenen Willens zur Organspende. Doch der Zugang ist alles andere als niedrigschwellig: Hohe Hürden bei der Anmeldung, mangelnde Bekanntheit und fehlende digitale Aufklärung hemmen die Nutzung. Sonja Schäfer erklärt, warum ausgerechnet die Altersgruppe 45 bis 60 am aktivsten ist – und warum das persönliche Gespräch mit Angehörigen trotzdem das Wichtigste bleibt.

Organspende: Vertrauen schaffen durch Aufklärung

Ob Social Media, Schulunterricht oder die klassische Patientenverfügung: Aufklärung funktioniert auf vielen Ebenen. Sonja Schäfer schildert, wie sie junge Menschen für das Thema sensibilisiert und warum ein einzelnes Gespräch innerhalb der Familie oft entscheidender ist als jede technologische Lösung.

Höre jetzt rein, um zu erfahren, warum Digitalisierung nur ein Teil der Lösung sein kann – und wie echte Aufklärung die Organspendebereitschaft langfristig stärken kann.

#Organspende #DigitalesOrganspenderegister #Gesundheitsdigitalisierung #Patientenverfügung #PublicHealth #Gesprächskultur #VertrauenDurchAufklärung

Timestamps:

00:01:38 – Was ist das digitale Organspenderegister und warum wurde es eingeführt?

00:04:18 – Hürden bei der Registrierung: Warum sich bisher so wenige eintragen

00:06:22 – Die Rolle von Kliniken und Angehörigen bei der Entscheidungsfindung

00:16:40 – Digitalisierung vs. Gesprächskultur: Warum Aufklärung wichtiger ist

00:21:00 – Wie Organe vergeben werden – Einblick in Eurotransplant und Algorithmen

Staff: 
Host: Rasmus Cloes
Redaktion: Maren Emde
Regie: Sebastian Budde
Kamera: Thomas Leleko
Audio: Tristan Vogel
Social Media: Leonie Hammen

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030 - Anouk Wellmann: Adipositas-Apps: Digitale Gesundheitsanwendungen auf dem Prüfstand

Season 1 · Episode 30

dimanche 11 mai 2025Duration 26:54

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Apps gegen Übergewicht – Können digitale Gesundheitsanwendungen Adipositas effektiv behandeln? Anouk Wellmann spricht mit Rasmus Cloes über Chancen, Herausforderungen und ethische Fragen.

In dieser Folge des Digital Public Health Podcasts beleuchtet Rasmus Cloes gemeinsam mit Anouk Wellmann das Potenzial digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) zur Behandlung von Adipositas. Anouk, die Gesundheits- und Versorgungswissenschaften an der Universität zu Lübeck studiert, erklärt, welche Anforderungen Adipositas-Apps erfüllen müssen, um als medizinische Therapie anerkannt zu werden. Zu diesem Thema hat sie ihre Bachelor-Arbeit an der Universität Bremen verfasst. Das daraus entstandene Paper „One app fits all? Ethische Reflexion digitaler Gesundheitsanwendungen in der Adipositas-Versorgung“ hat sie in der Arbeitsgruppe von PD Dr. Solveig Hansen am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen geschrieben. In unserem Podcast gibt sie Einblicke in ihre Forschung zu DiGAs und diskutiert, warum es oft schwerfällt, den langfristigen Nutzen dieser Apps nachzuweisen. 

Medizinprodukt oder Lifestyle-App?

Apps gegen Adipositas müssen als medizinische Produkte zertifiziert werden – doch inwieweit können sie den komplexen Anforderungen einer chronischen Erkrankung wie Adipositas gerecht werden? Anouk erklärt, wie aktuelle Apps aufgebaut sind und warum sie trotz medizinischer Zertifizierung nicht immer die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen abbilden.

Ethik und Individualisierung: Wo stehen Adipositas-Apps?

Ein weiteres zentrales Thema der Folge sind ethische Fragen: Werden die Bedürfnisse der Patient:innen ausreichend berücksichtigt? Und wie können DiGAs in ein multimodales Behandlungskonzept integriert werden, das auch langfristige Unterstützung bietet?

Höre jetzt rein und erfahre, warum Adipositas-Apps noch viel Potenzial haben – und was passieren muss, damit sie Betroffene wirklich unterstützen können. Abonniere den Podcast, um keine Folge zu verpassen!

#AdipositasApps #DigitaleGesundheitsanwendungen #DiGA #HealthTech #BlendedCare #EthikImGesundheitswesen #Gesundheitsdigitalisierung #Patientenversorgung

Timestamps:

00:01:10 – Einführung: Was sind digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA)?

00:02:53 – Adipositas-Apps: Was unterscheidet sie von herkömmlichen Fitness-Apps?

00:05:00 – Ethik und Patient:innenbedürfnisse: Wird der echte Versorgungsbedarf abgedeckt?

00:08:13 – Herausforderungen in der Langzeitbetreuung: Warum 90 Tage oft nicht ausreichen

00:16:57 – Blended Care: Wie Apps und analoge Therapien zusammenwirken können

Staff: 
Host: Rasmus Cloes
Redaktion: Maren Emde
Regie: Sebastian Budde
Kamera: Thomas Leleko
Audio: Tristan Vogel
Social Media: Leonie Hammen

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029 - Prof. Dr. Ansgar Gerhardus: Digitale Gesundheitsangebote gerechter gestalten – mit System!

Season 1 · Episode 29

dimanche 27 avril 2025Duration 19:09

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Wie können digitale Gesundheitsanwendungen gerechter, inklusiver und besser werden? Im Gespräch mit Host Rasmus Cloes erklärt Prof. Dr. Ansgar Gerhardus, wie ein neues Framework dabei hilft, digitale Angebote strukturiert zu bewerten – damit sie nicht nur technisch funktionieren, sondern auch wirklich bei den Menschen ankommen, für die sie gedacht sind.

 

Jeden Tag entstehen neue Gesundheits-Apps – doch nicht alle sind nützlich oder sicher. Das neue Framework von Ansgar und seinem Team hilft, den Überblick zu behalten und digitale Tools systematisch zu prüfen. Vergleichbar mit dem TÜV fürs Auto, bietet es klare Leitlinien, um die Qualität digitaler Interventionen abzusichern – bevor sie in die Anwendung gehen.

 

Von Zielgruppenverständnis über Datenschutz bis hin zur Barrierefreiheit: Das Framework deckt alle relevanten Dimensionen ab, die für gerechte digitale Gesundheitsversorgung entscheidend sind. Damit werden auch Themen wie Sprache, Zugang und kulturelle Sensibilität sichtbar gemacht – Aspekte, die oft zu kurz kommen.

 

Für wen lohnt sich das Framework?

 

Startups, Entwickler:innen, Krankenkassen – alle, die mit digitalen Gesundheitslösungen arbeiten, profitieren vom strukturierten Vorgehen. Es hilft nicht nur, rechtzeitig Probleme zu erkennen, sondern spart langfristig Ressourcen. Besonders in frühen Entwicklungsphasen ist es Gold wert, um blinde Flecken zu vermeiden und gerechtere Angebote zu schaffen.

 

Ansgar berichtet von zwei Pilotprojekten – u.a. einem Chatbot für pflegende Angehörige – und wie das Framework dabei half, kritische Punkte früh zu identifizieren. Auch eine Hochschule setzte es zur Selbstbewertung eines umfangreichen Programms ein – mit dem Fazit: „Wir hätten es gerne früher gehabt!“

 

Das Framework gibt es aktuell als Word-Dokument, bald vielleicht als Online-Tool. Ziel ist es, die Anwendung noch einfacher und intuitiver zu gestalten – inklusive Erinnerungsfunktion, Filteroptionen und Integration in Projektmanagement-Workflows. Denn strukturierte Entwicklung ist der erste Schritt zu mehr Gerechtigkeit im Digital Public Health.

 

Timestamps:

 

00:01:03 – Warum ein Framework? Der Vergleich mit dem TÜV
 00:03:26 – Für wen ist das Framework gedacht?
 00:09:10 – Wie das Framework entstanden ist
 00:12:12 – Erste Einsätze in der Praxis
 00:16:01 – Feedback und zukünftige Erweiterungen

Staff: 
Host: Rasmus Cloes
Redaktion: Maren Emde
Regie: Sebastian Budde
Kamera: Thomas Leleko
Audio: Tristan Vogel
Social Media: Leonie Hammen

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028 - Jan Elsner: Startup im Gesundheitswesen: Skinuvitas Weg von der Idee zur Zulassung

Season 1 · Episode 28

dimanche 13 avril 2025Duration 41:09

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Warum dauert es in Deutschland oft Jahre, bis eine Gesundheitsinnovation marktreif ist? Jan Elsner berichtet Host Rasmus Cloes aus der Praxis: von klinischen Studien, Technik, Bürokratie – und einer klaren Vision.

Skinuvita hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis eine effektive und sichere Lichttherapie bequem von zu Hause aus zu ermöglichen – unterstützt durch digitale Infrastruktur und ärztliches Monitoring.

Jan berichtet über seinen persönlichen Weg: Als Betroffener kennt er die Einschränkungen durch regelmäßige Arztbesuche und lange Anfahrten. Die Idee zu Skinuvita entstand aus diesem alltäglichen Leidensdruck – und entwickelte sich über Jahre hinweg zu einem zertifizierten Medizinprodukt mit App, Gerät und ärztlicher Betreuung.

Im Gespräch mit Rasmus geht Jan auf die Hürden ein, die Gesundheitsstartups in Deutschland nehmen müssen: langwierige Studien, regulatorische Anforderungen, Datenschutz, technische Sicherheit – und die Skepsis vieler Akteure im Gesundheitswesen. Wie Skinuvita dennoch Partner aus der Dermatologie und Krankenkassen überzeugen konnte, erfährst Du in dieser Episode.

Ein weiteres Thema: die Rolle von Digitalisierung und KI. Jan schildert, wie moderne Technologie hilft, Therapiedaten auszuwerten, Dosierungen zu steuern und Behandlungsverläufe sichtbar zu machen. Gleichzeitig bleibt Skinuvita nah an den Patient:innen – und an den Ärzt:innen, die zentral in den Behandlungsprozess eingebunden sind.

Zum Schluss spricht Jan über die Zukunft: Welche weiteren Anwendungen sind denkbar? Welche Vision verfolgt Skinuvita über die Phototherapie hinaus? Und was rät er anderen Gründer:innen, die im Bereich Digital Health starten möchten? Diese Folge liefert wertvolle Einblicke für alle, die an der Schnittstelle von Gesundheit und Technologie arbeiten.

Timestamps:

00:01:05 – Die Idee hinter Skinuvita:

Jan Elsner erzählt, wie seine persönliche Erfahrung mit Psoriasis zur Gründungsidee führte.

00:04:11 – Warum ist Lichttherapie heute auch zu Hause möglich?

Technische Innovationen und digitale Infrastruktur machen Telemedizin sicher und wirksam.

00:10:25 – Der Weg zur Zulassung:

Wie Skinuvita die medizinische Zertifizierung als Medizinprodukt erhielt.

00:13:10 – Finanzierung & klinische Studien:

Was es braucht, um ein Gesundheitsstartup in Deutschland zu finanzieren – und warum Studien so entscheidend sind.

00:29:18 – Tipps für Gründer:innen im Gesundheitsbereich:

Jan teilt seine wichtigsten Learnings für alle, die selbst ein Health-Startup gründen möchten.

Staff: 
Host: Rasmus Cloes
Redaktion: Maren Emde
Regie: Sebastian Budde
Kamera: Thomas Leleko
Audio: Tristan Vogel
Social Media: Leonie Hammen

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027 - Sabrina Jacob: Wie die elektronische Patientenakte unser Gesundheitswesen verändert

Season 1 · Episode 27

dimanche 30 mars 2025Duration 32:37

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Endlich alles digital? Die elektronische Patientenakte verspricht bessere Versorgung und wichtige Forschungsdaten – ein Durchbruch oder ein weiteres ungenutztes Angebot? Darüber sprach Host Rasmus Cloes mit Sabrina Jacob, Leiterin der TK-Landesvertretung in Bremen. Ein Gespräch über digitale Chancen, Datenschutz und die Zukunft der Gesundheitsversorgung.

Die elektronische Patientenakte (ePA) wird in Deutschland eingeführt und soll sowohl den einzelnen Patientinnen und Patienten als auch der Versorgungsforschung dienen. Sabrina Jacob von der Techniker Krankenkasse erläutert, welche praktischen Vorteile die ePA bietet, wie etwa den Zugriff auf alle relevanten medizinischen Unterlagen an einem Ort, wodurch Doppeluntersuchungen vermieden und die Versorgung insgesamt verbessert werden sollen.

Ein wichtiges Thema im Gespräch ist der Datenschutz. Sabrina erklärt, wie sicher die Daten in der ePA gespeichert werden und welche Maßnahmen ergriffen wurden, um mögliche Sicherheitslücken zu schließen. Dabei betont sie, dass trotz bestehender Herausforderungen grundlegende Sicherheitsstandards sichergestellt sind.

Darüber hinaus spricht sie über die Potenziale der ePA für die Versorgungsforschung. Durch die gesammelten Daten könnte die medizinische Forschung große Fortschritte machen und personalisierte Therapieansätze entwickeln. Sie erklärt, welche Anwendungen in der medizinischen Praxis durch die ePA verbessert oder sogar erst ermöglicht werden könnten.

Eine zentrale Frage im Podcast ist, ob die Einführung der ePA tatsächlich eine digitale Revolution darstellt oder eher einen ersten wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer umfassenden Digitalisierung des Gesundheitswesens. Sabrina betont dabei die Bedeutung eines schrittweisen Vorgehens, das es ermöglicht, aus der Praxis zu lernen und das Produkt kontinuierlich zu verbessern.

Abschließend diskutieren sie, welche Herausforderungen es noch gibt, um die ePA flächendeckend nutzbar zu machen – von technischen Hürden bis hin zur Frage, wie weniger technikaffine oder ältere Menschen in den digitalen Wandel integriert werden können. Sabrina skizziert zudem eine Vision für die Zukunft, in der digitale Tools wie die ePA eine zentrale Rolle in einem effizienteren und patientenfreundlicheren Gesundheitssystem spielen könnten.

Timestamps:

00:00 Begrüßung und Einführung

01:02 Was ist die elektronische Patientenakte (ePA)?

03:40 Praktische Vorteile der ePA für Patienten

07:07 Datenschutz: Wie sicher sind die Daten wirklich?

10:02 Potenziale der ePA für die medizinische Forschung

14:07 Digitale Revolution oder nur ein erster Schritt?

18:05 Herausforderungen bei der flächendeckenden Einführung

23:10 Digitale Kompetenz: Unterstützung technikferner Gruppen

27:06 Zukunftsperspektiven der ePA in der Versorgung

31:01 Fazit und Ausblick

Staff: 
Host: Rasmus Cloes
Redaktion: Maren Emde
Regie: Sebastian Budde
Kamera: Thomas Leleko
Audio: Tristan Vogel
Social Media: Leonie Hammen

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026 - Jennifer Horstmann: Mit Informatik gegen Dengue: Digitale Lösungen im Kampf gegen Mücken

Season 1 · Episode 26

dimanche 16 mars 2025Duration 25:16

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Mücken sind nicht nur lästige Blutsauger, sondern auch Überträger gefährlicher Krankheiten wie Dengue-Fieber. Jährlich infizieren sich Millionen Menschen weltweit, vor allem in tropischen Regionen. Doch wie kann Digitalisierung helfen, Ausbrüche schneller zu erkennen und die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen?

In dieser Folge spricht Host Rasmus Cloes mit Jennifer Horstmann, Promovierende an der Universität Bremen. Sie berichtet von ihrer Arbeit an den Projekt DENCAI, das mit dem Transferpreis der Universität Bremen ausgezeichnet wurde und das mit künstlicher Intelligenz und mobilen Apps die Dengue-Bekämpfung in Thailand verbessert. Ein Algorithmus erkennt verdächtige Krankheitsfälle und unterstützt das Gesundheitspersonal vor Ort bei der Nachverfolgung und Analyse.

Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen der Entwicklung: Welche Herausforderungen gibt es bei der Digitalisierung von Public Health in Schwellenländern? Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Informatik und Public Health? Und könnte eine solche Technologie auch in Europa eine Rolle spielen, wo sich Dengue-Mücken durch den Klimawandel zunehmend ausbreiten?

Ein besonders spannender Teil der Folge: Jennifer erzählt, wie Studierende aktiv an solchen Projekten mitarbeiten können und warum das Zusammenspiel verschiedener Disziplinen so wichtig ist. Außerdem erfahren wir, wie sich die Erfahrungen aus Thailand auf andere Krankheiten und Regionen übertragen lassen.

Hört rein und erfahrt, wie digitale Public Health-Lösungen die Welt verändern können!

Timestamps:

00:00 Begrüßung und Vorstellung des Themas

00:42 Warum Mücken so gefährlich sind

02:12 Jennifers Einstieg ins Projekt

04:55 Entwicklung der Dengue-App

08:11 Herausforderungen bei der Umsetzung in Thailand

12:41 Wie das System in der Praxis funktioniert

18:24 Bedeutung für Deutschland und Europa

22:53 Fazit & Möglichkeiten zur Beteiligung

Staff: 
Host: Rasmus Cloes
Redaktion: Maren Emde
Regie: Sebastian Budde
Kamera: Thomas Leleko
Audio: Tristan Vogel
Social Media: Leonie Hammen

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025 - Prof. Dr. Eva Quante-Brandt: Digitalisierung und Sport: Was Vereine jetzt brauchen

Season 1 · Episode 25

dimanche 2 mars 2025Duration 28:21

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Wie verändert die Digitalisierung den Sport? Im Austausch mit Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Präsidentin des Landessportbundes Bremen, bespricht Host Rasmus Cloes, wie Vereine während der Pandemie digital wurden, warum analoge Angebote so wichtig bleiben und welche Chancen KI für das Ehrenamt bietet.

Während der Pandemie waren digitale Angebote eine kreative Lösung, doch aktuell kehren viele Vereine zu analogen Formaten zurück – warum ist das so?

Ehrenamt und Nachwuchsarbeit sind zentrale Themen: Es fehlt nicht nur an Übungsleiter:innen, sondern auch an digitalen Strukturen, die Bürokratie abbauen und Prozesse vereinfachen könnten. Dabei sieht Eva gerade in der Kombination aus digitaler Organisation und analoger Gemeinschaft ein enormes Potenzial für den Sport. Sie teilt konkrete Beispiele, wie digitale Tools das Ehrenamt entlasten und Vereine zukunftsfähiger machen könnten.

Der Sportverein als analoger Rückzugsort spielt eine entscheidende Rolle für Bewegung, Zusammenhalt und die psychische Gesundheit, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Corona hat verdeutlicht, wie wichtig solche Begegnungsorte sind – besonders in einer zunehmend digitalen Welt. Doch gerade kleinere Vereine kämpfen mit knappen Ressourcen, um die notwendigen Strukturen aufzubauen.

Abschließend sprechen wir über die Rolle von Politik und Gesellschaft: Wie können öffentliche Mittel und digitale Technologien eingesetzt werden, um den Breitensport nachhaltig zu stärken? Welche konkreten Maßnahmen braucht es, um Vereine zukunftsfähig zu machen? Und was bedeutet das für die digitale und analoge Zukunft des Sports?

Timestamps:

 00:00 – Begrüßung und Vorstellung des Themas: Digitalisierung und Sport mit Prof. Dr. Eva Quante-Brandt.

02:00 – Digitaler Aufschwung durch Corona: Warum digitale Formate nach der Pandemie wieder verschwinden.

08:30 – Ehrenamt und Nachwuchsmangel: Wie Digitalisierung helfen kann, bürokratische Hürden abzubauen.

15:45 – Der Sportverein als analoger Treffpunkt: Warum Gemeinschaft und Begegnung im Sport so wichtig sind.

22:00 – Rolle der Politik: Was braucht es, um Vereine digital und nachhaltig zu stärken?

Staff: 
Host: Rasmus Cloes
Redaktion: Maren Emde
Regie: Sebastian Budde
Kamera: Thomas Leleko
Audio: Tristan Vogel
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024 - Sten Beneke: Digitalisierung & Gesundheit: Welche Rolle spielt Europa?

Season 1 · Episode 24

dimanche 16 février 2025Duration 40:52

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Host Rasmus Cloes spricht mit Sten Beneke, dem Leiter des Brüsseler Büros der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Im Zentrum des Gesprächs: die Rolle Europas auf die Digitalisierung von Gesundheit. Auch wenn Gesundheitspolitik offiziell Sache der Mitgliedsstaaten ist, beeinflussen EU-Entscheidungen unser Gesundheitssystem zunehmend.

Sten Beneke gibt spannende Einblicke in seine Arbeit als Lobbyist für die KBV in Brüssel. Er erklärt, warum der Begriff „Lobbying“ in Brüssel völlig normal ist – und sogar eine Schlüsselrolle in der Gesetzgebung spielt. Doch wie genau gelingt es, deutsche Interessen auf EU-Ebene zu vertreten?

Digitalisierung & der Europäische Gesundheitsdatenraum

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist der Europäische Gesundheitsdatenraum (EHDS). Dieser soll ermöglichen, dass Patientendaten EU-weit sicher ausgetauscht werden können – für bessere Versorgung und Forschung. Doch Sten Beneke sieht auch große Herausforderungen, insbesondere bei Datenschutz und technischer Umsetzung.

Schwierige Aufgaben aus Brüssel

Hinzu kommt: Nicht alles, was die EU beschließt, ist einfach umzusetzen. Länder wie Deutschland stehen vor der Frage: Muss bestehende Infrastruktur für EU-Standards über Bord geworfen werden? Ein Beispiel: Die elektronische Patientenakte (ePA), die in Deutschland gerade erst Fahrt aufnimmt, könnte durch EU-Vorgaben stark beeinflusst werden.

Und wie sieht es bei anderen Projekten aus? Während große Projekte wie der „Europe’s Beating Cancer Plan“ echte Fortschritte bringen, gibt es auch viel Bürokratie und PR-Maßnahmen, die echte Veränderungen ausbremsen. Kann Europa so wirklich mit China und den USA mithalten, wenn es um digitale Gesundheit geht? Sten Beneke zieht ein gemischtes Fazit. 

Time Stamps:

00:00 – Begrüßung & Vorstellung

01:03 – Was macht die Kassenärztliche Bundesvereinigung?

02:32 – Lobbyarbeit in Brüssel: Wie beeinflusst die KBV die EU-Gesetzgebung?

05:50 – Corona als Wendepunkt: Plötzlich mehr Zusammenarbeit in Europa?

07:54 – Der Europäische Gesundheitsdatenraum: Was steckt dahinter?

13:11 – Elektronische Patientenakte: Warum es in Deutschland so lange dauert

24:40 – EU-Gesetze sind beschlossen – doch jetzt beginnt erst die eigentliche Arbeit!

29:48 – Brüssel als Bürokratiemonster oder Innovationsmotor?

36:02 – Der „Europe’s Beating Cancer Plan“ – echte Fortschritte oder PR?

40:18 – Fazit: Was bedeutet das alles für unser Gesundheitssystem?

Staff: 
Host: Rasmus Cloes
Redaktion: Maren Emde
Regie: Sebastian Budde
Kamera: Thomas Leleko
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