Zufällig, aber ausgerechnet am Freitag, dem 13. März, um 07:30 Uhr früh morgens starte ich meine Weltumsegelung. Raus aus der Bucht von La Línea, vorbei am Affenberg, dem Peñón de Gibraltar, durch die Meerenge, raus auf den Atlantik. Vorbei an den für Segler gefährlichen und berühmt-berüchtigten Orcas und vorbei an den Großschiffen, den Tankern, die sich wie LKWs auf einer Autobahn aneinanderreihen.
Rund 700 Seemeilen Distanz liegen nun vor mir zwischen Gibraltar und dem ersten Halt am Südspitz von Lanzarote auf den Kanarischen Inseln. Das sind 5, eher 6 Tage Fahrt auf hoher See. Tag wie Nacht pflügt sich dabei der Kiel meiner Segelyacht unentwegt und unbeirrt durch den Atlantik.
Mein Name ist Patrick Michel Carrié. Ich war Musiker. Ich war Unternehmer. Ich war Familienvater. Und heute erzähle ich Ihnen eine Geschichte vom Beginn meiner Reise als Weltumsegler.
Ich nehme Sie mit auf meine Segelyacht VICTORIA, benannt nach meiner heute 18-jährigen Tochter. Ich werde Ihnen vom Segeln, vom Reisen in ferne Länder, von fremden Menschen und ihren Kulturen berichten und ich werde meine Erfahrungen, meine Gedanken, ja sogar meine Gefühle mit Ihnen teilen.
Wenn Sie wollen, steigen Sie zu und werden ein Teil meiner Reise. Eine Reise um die Welt und eine Reise zu mir selbst. Abenteuer und Heilung zugleich. Angetrieben von der Sehnsucht nach neuen Horizonten, im Innen wie im Außen. Eine Reise zu neuen Ufern, zu anderen Menschen mit anderen Geschichten.
Bernard Moitessier, französischer Weltumsegler und einer der bedeutendsten Solo-Segler der Geschichte, schrieb dazu 1971 in seinem Buch „La longue route“: „Eine lange Ozeanreise ist der kürzeste Weg zu sich selbst.“
Viel Spaß beim Zuhören.