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Explore every episode of the podcast Der Soundtrack meines Lebens

Dive into the complete episode list for Der Soundtrack meines Lebens. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.

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TitlePub. DateDuration
John Kay28 Aug 202400:57:54

Joachim Krauledat kommt im April 1944 in Tilsit in Ostpreußen zur Welt. Heute ist das Sovetsk im Nordwesten Russlands. Im harten Winter 1945 flieht seine Mutter mit ihm ins thüringische Arnstadt – und 1948, um den sowjetischen Besatzern zu entgehen, weiter nach Hannover.

Der kleine Joachim ist farbenblind und extrem lichtempfindlich. Deshalb trägt er schon als kleiner Junge eine Brille mit abgedunkelten Gläsern – was ihn im Umfeld der Gleichaltrigen zum Outsider macht.

Sein bester Freund wird das Radio, das U.S. Armed Forces Radio, das ihn früh mit Blues, Folk, Rock’n’Roll und Country in Verbindung bringt.

1958 wandert die Familie nach Kanada aus. In seiner Schulklasse kann niemand seinen Namen aussprechen – also ist er ab jetzt John. Und aus Krauledat wird einfach: Kay.

Kay lernt Gitarre, spielt Mundharmonika, schreibt Songs und schließt sich 1966 der Blues-Invasion-Band The Sparrow aus Oshawa, Ontario an. Nach einem Zwischenstopp in New York zieht die Band nach Kalifornien, tourt zwischen Los Angeles und San Francisco.

Einige Veränderungen im Bandgefüge später entsteht aus der Blues-Invasion-Band eine zeitgenössischere: Steppenwolf. Direkt auf dem silbern schimmernden Debütalbum aus dem Januar 1968 ist der Song, der die Karriere und das Image der Band maßgeblich bestimmen wird: „Born To Be Wild“.

Unter dem Titel mit dem Nachtrag „Eine Band namens Steppenwolf“ hat Regisseur Oliver Schwehm eine äußert sehenswerte Dokumentation über die außergewöhnliche Geschichte der Band gedreht, voll mit Archivmaterial und Zeitkolorit, gespickt mit Selbstironie und getragen von den bemerkenswerten Lebensläufen ihrer Protagonisten.

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Mine14 Aug 202401:30:47

Mine heißt eigentlich Jasmin Stocker und wird 1986 in Stuttgart geboren. Schon als Kind schnappt sie sich Akustikgitarre und Rassel aus dem Instrumentenfundus der Eltern und nimmt eigene Musik-Kassetten auf. Vom Musikgeschmack des Vaters übernimmt sie vor allem die Vorliebe für Pop-Künstlerinnen wie Madonna oder die Cranberries. Außerdem nimmt sie schon früh an Gesangswettbewerben teil.Mit 20 geht sie nach Mainz, um Jazzgesang zu studieren. Nach ihrem Abschluss arbeitet sie als Songwriterin, Sängerin, Tasteninstrumentalistin und Produzentin.


Parallel veröffentlicht sie seit 2013 Musik unter dem Namen Mine. Ihr Einstieg ins Tonträger-Business ist ein Live-Konzert im Mannheimer Capitol, für das sie ihre Songs für ein 45-köpfiges Orchester neu arrangiert. Das Ergebnis: ein origineller Mix aus Pop, HipHop und Klassik. Anfang Februar 2024 ist ihr fünftes Soloalbum „Baum“ erschienen.

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Anton Corbijn10 Apr 202400:33:36

Anton Corbijn kommt 1955 in einer kleinen Gemeinde in der südholländischen Provinz zur Welt. Sein Vater ist Pfarrer, seine Mutter Krankenschwester.

 

Als er 17 ist, druckt ein Musikmagazin erstmals ein Live-Foto von ihm ab. Mit 19 wird er freischaffender Fotograf.

 

Er geht Ende der 70er nach England, beginnt für mehrere Musikmagazine zu arbeiten – nicht selten liefert er die Cover-Shots. Parallel landen immer mehr seiner Fotos auf und in den Tonträgern diverser Künstler*innen und Bands.

 

Vielen bleibt er über Jahrzehnte hinweg treu – darunter Depeche Mode, U2 und Herbert Grönemeyer. Letzterer unterstützt Corbijn finanziell bei seinem ersten Spielfilm „Control“ – ein schwarz/weißes Biopic über Ian Curtis und Joy Division.

 

Das ist 2007. Sein erstes Musikvideo für Palais Schaumburg hat Corbijn bereits 1983 gedreht – es folgen unzählige weitere, darunter etwa „Heart Shaped Box“ von Nirvana und „Liar“ von Henry Rollins.

 

Doch die Liste an weltbekannten Persönlichkeiten, mit denen Corbijn filmisch oder fotografisch zu tun hatte, ist schier endlos. Festgehalten ist sein Werk in mittlerweile 16 Publikationen.

 

Nach zwei Spionage-Thrillern und zwei Tour-Filmen mit Depeche Mode gibt es mit „Squaring The Circle – The Story Of Hipgnosis“ nun seine erste abendfüllende Dokumentation. Die erzählt, voll mit prominenten Gästen, über die legendäre Londoner Design-Schmiede, die sich in den 70ern mit teils spektakulären, avantgardistischen Artworks für Pink Floyd bis Led Zeppelin einen Namen gemacht hat.

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Aminata Belli29 Feb 202400:26:09
Fernsehmoderatorin und Reporterin Aminata Belli hat die Filmpremiere des Biopics in Berlin moderiert und spricht mit Helmut Philipps unter anderem über die heilende Wirkung von Marleys Musik.

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Stoppok28 Feb 202401:52:00

Stoppok wächst in Essen auf und wird gerne mal als Pott-Poet gehandelt. Aber er kann auch mit Bayern, lebt 20 Jahre am Ammersee, eine Weile im niedersächsischen Worpswede – und nun seit acht Jahren wieder dort, wo er 1956 geboren wurde: in Hamburg.

 

Angeblich hat ihm ein Musikprofessor einst angeraten, die Finger von der Musik zu lassen. Hat Stoppok nicht getan. Er ist lieber als Straßenmusiker durch Europa gezogen und hat über die Jahre ungefähr alles zu spielen gelernt, was Saiten hat: von Banjo bis Waldzither.

 

Seit 1982 hat er unter dem Namen Stoppok 20 Alben veröffentlicht, dazu einige Soundtracks und diverse Live-Alben. Sein aktuelles hört auf den Namen „Teufelsküche“.

 

Zu hören ist Stoppok auf Platte aber erstmals 1980 auf dem Album „Erfrischungen“ der Stender Band – aufgenommen mit britischen Kollegen in Luton, nördlich von London.

 

In seiner Musik lotet Stoppok zwischen Folk, Blues und Rock alles aus. Mal akustisch, mal elektrisch, mal mit Reggae-Einschlag, mal mit Funk-Appeal, mal mit Gästen – fast immer in Eigenregie produziert und getextet. Zwischen Protestsänger und Geschichtenerzähler wandelt er dabei von der Satire bis zu Alltagsbeobachtungen.

 

Ausgezeichnet wurde er für seine Texte oder seine Musik immer wieder. Erst 2020 gab es mit dem Tana-Schanzara-Preis von RuhrHOCHdeutsch einen erneuten Beleg, dass der Pott Stoppok immer noch als seinen Sohn zu schätzen weiß.

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Julian Schmidt22 Feb 202400:41:24

Der Bob-Marley-Sammler Julian Schmidt und Gastgeber Helmut Philipps kennen sich schon lange, beide eint die Faszination für Reggae und Bob Marley und so entspinnt sich schnell ein Nerd-Gespräch zum Thema.


Dabei steht diese Folge unter dem Banner des Kinostarts von „Bob Marley: One Love“, der jetzt bundesweit im Kino läuft. Weil wir den Film schon gesehen haben, findet ihr unsere Filmkritik auch hier als „Film der Woche“ auf visions.de.

 

Wir wünschen euch viel Spaß mit dieser neuen (Sonder-)Folge von „Der Soundtrack meines Lebens“ und mit „Bob Marley: One Love“ ab heute im Kino!

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Josh Homme17 Feb 202400:54:45

Josh Homme wird im Mai 1973 in der Palm Desert in Kalifornien geboren. Er ist 15, als er 1988 die Band Kyuss mitgründet. Die werden zur Vorreiter-Band einer Szene, die man fortan als Stoner Rock kategorisiert. Nach deren Ende steigt er eine Weile als Live-Gitarrist bei den Screaming Trees aus Seattle ein.


Aus seiner bis heute sporadisch aktiven Jam-Reihe – den Desert Sessions – entstehen 1996 die Queens Of The Stone Age. Mit denen veröffentlicht Homme zwischen 1998 und 2023 acht Alben, mit denen er die Band zu einer der spannendsten, eigenständigsten Rockbands der Gegenwart macht.


Parallel agiert Homme in der Supergroup Them Crooked Vultures zusammen mit Dave Grohl und John-Paul Jones sowie den Eagles Of Death Metal, bei denen Homme seine geliebte Gitarre zur Seite legt und Schlagzeug spielt.


2016 kooperiert Homme mit seinem Vorbild Iggy Pop und schreibt ihm das Album „Post Pop Depression“ auf den sehnigen Leib. Im Anschluss gehen die beiden mit einer Allstar-Band auf Tour.

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Aisha Vibes15 Feb 202400:33:06

In Heidelberg 1991 geboren, in musikalischer Mission rund um den Erdball unterwegs, sodass wir Aisha Vibes im wunderschönen Ghana vor das Mikro für unsere aktuelle Folge von „Der Soundtrack meines Lebens. Das Bob Marley Special“ bekommen haben.

 

Die Laune ist super, die Fauna im Hintergrund lebhaft – das Gespräch mit unserem Host Helmut Philipps ist ab der ersten Sekunde von der Präsenz unserer Gästin geprägt und so passiert es dann auch dann, dass Aisha die Fragen unseres Hosts zurückspielt und ihn in die journalistische Mangel nimmt. Glaubt ihr nicht? Dann hört es doch nach.

 

Dabei steht diese Folge unter dem Banner des Kinostarts von „Bob Marley: One Love“, der heute bundesweit im Kino anläuft. Weil wir den Film schon gesehen haben, findet ihr unsere Filmkritik auch hier als „Film der Woche“ auf visions.de.

 

Wir wünschen euch viel Spaß mit dieser neuen (Sonder-)Folge von „Der Soundtrack meines Lebens“ und mit „Bob Marley: One Love“ ab heute im Kino!

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Jen Bender14 Feb 202401:44:10

Geboren wird Jennifer Bender Anfang Juli 1980 in West-Berlin und wächst in Friedenau auf. Weggezogen ist sie: nie. Dafür war ihr Papa, ein im Elsass geborener US-Amerikaner und umtriebiger Musiker.

 

Jennifer nennt sie eher niemand – Jen reicht. Sie ist Songwriterin, Texterin, Composerin, Beat-Producerin und Sängerin seit 2003 beim Trio Grossstadtgeflüster. Dort zelebriert sie ihr perfekt unperfektes Selbst – und stellt einen angenehmen Gegenentwurf zu glatten Pop-Rolemodels dar, indem sie clever, witzig und unverblümt ihre Umwelt kommentiert.

 

Grossstadtgeflüster mischen Elektronik mit Punk-Attitüde, HipHop und allem, was so reinpasst – von Rockgitarren bis russischer Folklore.

 

Im Rahmen von Grossstadtgeflüster hat Bender unter anderem mit Künstler:innen wie Mine, Danger Dan, Fatoni und Jennifer Rostock zusammengearbeitet. Daneben ist sie umtriebig als Songwriterin und Texterin für so verschiedene Künster:innen wie etwa Andreas Bourani, Ben Zucker, Yvonne Catterfeld, MC Fitti und Bands wie Mia oder Madsen. Sie hat Musik für Kinofilme und Serien gemacht und hat mit der Musikproduktionsfirma "Greatest Kids" einen German Design Award für Audio Branding bekommen.

 

Grossstadtgeflüster haben fünf Alben und zwei EPs veröffentlicht. Mit „Das Über-Icke“ ist jetzt das sechste erschienen.

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Patrice Bouédibéla08 Feb 202400:31:37

Für den 15. Februar kündigt sich mit „Bob Marley: One Love“ (www.paramount.de/bobmarley-onelove) ein weiteres Highlight im Genre des Biopics an. Kingsley Ben-Adir verkörpert dabei Bob Marley in einer ebenso akribischen wie mitreißenden Aufarbeitung des Schaffens des Rastafari-Aktivisten und Roots-Reggae-Musikers.


In dieser Folge spricht unser Host Helmut Philipps mit Patrice Bouédibéla, den die Generation MTV noch von seligen Musik-TV-Zeiten kennt. Bouédibéla moderierte dort solche Formate wie MTV Urban und TRL Urban und ist daher als musikalischer Allrounder bestens in der Lage, den Einfluss Marleys quer durch die Popkultur im Allgemeinen und in seiner persönlichen musikalischen Vita einzuordnen.


Warum Bouédibéla Live-Alben nicht auf den Plattenkeller kommen und wie die Verbindung von Marley zu Michael Jackson und Hip-Hop ist, dieser moderative Roundhouse-Kick und noch mehr erwartet euch in dieser Folge von "Der Soundtrack meines Lebens. Das Bob Marley Special".

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Manuel da Coll01 Feb 202400:37:58

Was hat Bob Marley mit Dub oder gar Neuer Volksmusik zu tun? Viel mehr als gedacht, stellt der La-Brass-Banda-Schlagzeuger im Gespräch mit Autor Helmut Philipps fest.


Da Coll, der mit der Blasmusikgruppe LaBrassBanda Neue Volksmusik, Reggae und Ska spielt, verbindet Einiges mit den Songs und vor allem dem posthum erschienenen Best-Of-Album „Legend“ von Bob Marley and the Wailers: Unter dem Pseudonym Captain Yossarian und gemeinsam mit der Kapelle So&So entstehen die instrumentalen Alben „Bob“ und „Bob in Dub“: Auf Basis der „Legend“-Setlist interpretieren da Coll und seine Mitmusiker Marleys Songs mit Reggae-untypischen Instrumenten wie Akkordeon, Posaune und Zitter.


Welche Erwartungen da Coll an das Biopic „Bob Marley: One Love“ hat, weshalb Marleys Botschaften heute wichtiger denn je sind und wie man Reggae mit Volksmusikinstrumenten weit weg von den Klischees bayrische Oktoberfest-Musik und verkiffter Sandstrand-Reggae interpretiert, hört ihr in der aktuellen Episode.

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Christian Alvart31 Jan 202401:18:32

Christian Alvart wird 1974 in Seeheim-Jugenheim bei Darmstadt in den Schoß einer streng religiösen Familie geboren.

 

Seine Kindheit ist von andauernden Umzügen geprägt – und von der Scheidung seiner Eltern. Mal lebt er beim Vater, mal bei der Mutter und mal bei der Tante. Religiös sind sie alle – und alles, was mit Film, Fernsehen oder „weltlicher Musik“ zu tun hat, ist verpönt.

 

Trotz aller Widrigkeiten entwickelt sich Alvart zum Film-Nerd, liest sich sein Wissen erst an, um bald hemmungslos alles aufzusaugen, was ihm zuvor verwehrt blieb.

 

Nach dem Zivildienst zieht er nach Berlin, und nach einem längeren Aufenthalt in Los Angeles, ist die Stadt seit 20 Jahren seine Wahlheimat.

 

1999 debütiert er mit dem Horror-Krimi „Curiosity & The Cat“. Der Durchbruch kommt sechs Jahre später mit Psycho-Krimi „Antikörper“. Seitdem hat sich Alvart nicht nur als Spezialist für sogenanntes Genrekino zwischen Horror, Mystery, Thriller und Science Fiction etabliert. Alvart hat auch den Tatort ins Kino gebracht und sich mit „Dogs Of Berlin“ und „Slöborn“ als Lieferant spannender, aufwändig inszenierter Serien etabliert.

 

Jetzt hat Alvart die Mystery-Krimi-Serie „Oderbruch“ fertiggestellt. Die namensgebende, dünn besiedelte Region an der Grenze zu Polen wird dort Schauplatz eines Serienmordfalls von nie dagewesenem Ausmaß. Die acht blutig-düsteren Episoden gibt es seit dem 19. Januar in der ARD Mediathek.

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Marcus Wiebusch31 Jul 202401:41:19

Geboren wird Marcus Wiebusch zwar im Juli 1968 im schönen Heidelberg, doch noch als Kleinkind zieht er nach Niedersachsen.

 

Im Jahr der Punk-Explosion 1977 geht es für ihn nach Hamburg. Dort lebt er immer noch.

 

Ende der 80er/Anfang der 90er wird Wiebusch Teil der Punk- und Hardcore-Szene. Er gründet die deutschsprachige Punk-Band But Alive und hat davor und daneben kurzlebige Bands wie Die vom Himmel fielen und Utell A Lie.

 

In DIY-Manier gründet er das Label B.A. Records, wo er Platten seiner eigenen Band, aber auch von Tomte und den kanadischen Kollegen Propagandhi und The Weakerthans veröffentlicht. Und von den Ska-Punks Rantanplan, bei denen Wiebusch eine Zeitlang ebenfalls mitmischt.

 

Als sich But Alive auflösen und Reimer Bustorff bei Rantanplan aussteigt, gründen beide nicht nur die Band Kettcar sondern zusammen mit Thees Uhlmann von Tomte auch das Label Grand Hotel van Cleef.

 

Mit dem kommen sie auf mittlerweile über 180 Katalog-Titel teils internationaler, vornehmlich jedoch nationaler Künstler*innen. Grand Hotel van Cleef ist selbstverständlich der Ankerplatz von Wiebuschs Soloalbum „Konfetti“ von 2014 und das Zuhause von Kettcar, die dort Anfang April ihr sechstes Album „Gute Laune, ungerecht verteilt“ veröffentlicht haben.

 

Wiebusch hat sich im Laufe seiner Karriere als bemerkenswerter Texter einen guten Namen gemacht. Er schafft es, komplexe politische wie private Inhalte auf kompakte Songlängen herunterzubrechen.

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Patrice25 Jan 202400:32:47

Für den 15. Februar kündigt sich mit „Bob Marley: One Love“ (paramount.de/bobmarley-onelove) ein weiteres Highlight im Genre des Biopics an. Kingsley Ben-Adir verkörpert dabei Bob Marley in einer ebenso akribischen wie mitreißenden Aufarbeitung des Schaffens des Rastafari-Aktivisten und Roots-Reggae-Musikers.


Anlässlich des Kinostarts führt statt wie gewohnt VISIONS-Redakteur und Podcast-Host Jan Schwarzkamp der MINT- und Buch-Autor Helmut Philipps („Dub Konferenz: 50 Jahre Dub aus Jamaika)“ durch die wöchentlich, immer donnerstags erscheinenden Special-Episoden.


In der Auftaktfolge spricht Reggae-Sänger Patrice Bart-Williams mit Philipps darüber, wie es war, im legendären Tuff-Gong-Studio in Kingston, Jamaika zu arbeiten und dort das Video zu seiner Cover-Version von Marleys Hymne „One Love“ aufzunehmen. Den Song selbst hat Bart-Williams als Botschafter des Films in Form einer Akustikversion eingespielt. Nicht, ohne anfängliche Zweifel, wie er im Gespräch zugibt: Es sei in erster Linie eine Hommage, fast schon eine „Opfergabe“ an Marley, der dem deutschen Reggae-Sänger indirekt das Singen beigebracht hat, indem er Marleys Songs schon früh in Dauerschleife singt, wie er weiter erklärt.


Bart-Williams wird 1979 in Köln geboren, mit 12 beginnt er zu komponieren. Der Reggae-Sänger und Songwriter zählt Bob Marley zu seinen wichtigsten musikalischen Einflüssen.

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Maximilian Hecker17 Jan 202402:25:11

Maximilian Hecker kommt in seinem Leben ziemlich rum. 1977 wird er in Heidenheim an der Brenz geboren – das ist in Baden-Württemberg. Dort wächst er auch auf, bis er nach Rheda-Wiedenbrück in den Osten von Nordrhein-Westfalen zieht. Zwischen 1986 und 1997 spielt sich sein Leben vornehmlich in Bünde ab.

 

Seinen Zivildienst macht er am Klinikum Schwabing in München. 1999 zieht er weiter nach Berlin und beginnt eine Ausbildung als Krankenpfleger an der Charité.

 

In Berlin verdingt er sich auch als Straßenmusiker, kommt mit Almut Klotz und Jim Avignon zum Trio zusammen, wird vom Label Kitty-Yo gesignt, wo er 2001 mit „Infinite Love Songs“ sein Debütalbum veröffentlicht.

 

Seitdem folgen etwa im Zwei-Jahres-Takt weitere Alben, die Hecker als Songwriter, Sänger, Multiinstrumentalisten und Produzenten ausweisen. Stets inszeniert er sich musikalisch zwischen Piano-Pop, Balladen und britisch gefärbtem Songwriting. Sein großes Talent ist es, Traurigkeit, Liebeskummer und Melancholie so zu transportieren, dass es in seinen Stücken nicht vor Kitsch und Schwülstigkeit trieft.

 

Über die vergangenen zwei Jahrzehnte hat Hecker sich damit gerade auch im asiatischen Raum von China bis Japan, von Taiwan bis Südkorea eine erstaunliche Popularität aufgebaut. Nachlesen lässt sich darüber auch in seiner 2012 erschienenen Autobiografie „The Rise and Fall of Maximilian Hecker“.

 

Mit „Neverheart“ gibt es jetzt nicht nur ein neues Album von Maximilian Hecker, sondern mit „Lottewelt“ hat er kürzlich auch seinen Debütroman veröffentlicht. In dem erzählt Hecker die Geschichte eines Mannes, dessen Leben nachhaltig durch die Geburt und den frühen Tod seiner Schwester Liselotte geprägt ist.

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Betterov03 Jan 202402:11:50

Eigentlich heißt Betterov ja Manuel Bittdorf. Er kommt im Februar 1994 in der Thüringischen Kurstadt Bad Salzungen zur Welt und wächst in einem 900-Seelent in der Mitte von Deutschland auf.

Er beginnt als Industriemechaniker bei Bosch in Eisenach, bricht jedoch ab und holt das Abitur nach. Er macht Sport – Leichtathletik – und Musik, lernt Klavier, Gitarre und eventuell auch Violine. Wir werden es gleich erfahren.

An einem freien Theater in Eisenach ist er zwei Jahre lang für die musikalische Produktion verantwortlich, bis er 2015 nach Berlin zieht, um dort ab 2016 Schauspiel zu studieren, bis er feststellt, dass er vor allem für Musik brennt.

2020 erscheint also Betterovs Debüt-EP „Viertel vor Irgendwas“ mit sechs Song zwischen Indierock und Post-Punk, ernsthaft und unaufgeregt, melancholisch und nahbar.

Später im gleichen Jahr folgen die Songs „Platz am Fenster“ und „Alles leuchtet ein“, bis am 14. Oktober 2022 Betterovs erstes Album „Olympia“ erscheint, das es bis auf Platz 5 in die Charts schafft.


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Annika Line Trost20 Dec 202302:46:19

Annika Line Trost kommt im Mai 1977 in Berlin-Charlottenburg zur Welt und wächst in Spandau auf, zieht zwischenzeitlich nach Kreuzberg und lebt nun wieder in Spandau.

 

Es gibt nicht viel, was mit Musik zu tun hat, dem sich Trost nicht bereits gewidmet hätte.

 

Nicht nur, dass sie bereits in ihrer Jugend in ersten Garagen-Bands spielt – mit Projekten wie Shizuo, Cobra Killer, Trost, Tempeau und Blacken The Black produziert sie Platten und Songs.

 

Sie schreibt auch welche für Die Prinzen, deren Kopf Sebastian Krumbiegel, Nena, Selig und The Boss Hoss. Stilistisch bewegt sie sich dabei zwischen Elektro, Punk, Pop und Rock.

 

Als Journalistin schreibt und rezensiert sie Platten unter anderem für den Rolling Stone, betreut fast 14 Jahre lang eine Kolumne namens „Plattentrost“ in der B.Z.

 Trost hat auch ein Buch veröffentlicht: „75F – Ein Buch über wahre Größe“, in dem sie sich pointiert über ihr Leben mit großen Brüsten auseinandersetzt – und wie unterschiedlich ihre Umwelt auf ihre ausgeprägte Physiognomie reagiert.

 

Natürlich sind mir ihre Projekte Trost und Cobra Killer mal in die Quere gekommen, aber ein Ausrufezeichen hat Trost vor allem mit ihrer wöchentlichen Radiosendung „Tanzhalle“ auf RadioEins vom RBB gesetzt. Die ist das Aufwärmprogramm für den Samstagabend – und Trost spielt dort von HipHop über Soul, Punk, R’n’B und Garage Rock alles, was groovt – von offensichtlichen Hits bis zu obskuren Leckerbissen, von alt bis neu.

 

Sie hat einen erwachsenen Sohn aus ihrer Partnerschaft mit dem Schweizer Schlagzeuger Thomas Wydler, der seit 1985 Teil von Nick Caves Band The Bad Seeds ist.

 

Mit ihrem Partner Sebastian Rohde betreibt sie die Kommunikations- und Design-Schmiede Firma Freimauer, die unter anderem Artworks und Merchandise für Künstler wie Afrob und Sido sowie circa alle Major- und diverse Indielabels designt hat.

 

Mit Rohde hat sie zwei weitere Söhne. Trost und er sind die Definition dessen, was man findet, wenn man im Duden unter „Power-Couple“ nachschlägt.

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Josh Homme Trailer08 Dec 202300:04:11

Josh Homme wird im Mai 1973 in der Palm Desert in Kalifornien geboren. Er ist 15, als er 1988 die Band Kyuss mitgründet. Die werden zur Vorreiter-Band einer Szene, die man fortan als Stoner Rock kategorisiert. Nach deren Ende steigt er eine Weile als Live-Gitarrist bei den Screaming Trees aus Seattle ein.


Aus seiner bis heute sporadisch aktiven Jam-Reihe – den Desert Sessions – entstehen 1996 die Queens Of The Stone Age.

Mit denen veröffentlicht Homme zwischen 1998 und 2023 acht Alben, mit denen er die Band zu einer der spannendsten, eigenständigsten Rockbands der Gegenwart macht.


Parallel agiert Homme in der Supergroup Them Crooked Vultures zusammen mit Dave Grohl und John-Paul Jones sowie den Eagles Of Death Metal, bei denen Homme seine geliebte Gitarre zur Seite legt und Schlagzeug spielt.


2016 kooperiert Homme mit seinem Vorbild Iggy Pop und schreibt ihm das Album „Post Pop Depression“ auf den sehnigen Leib. Im Anschluss gehen die beiden mit einer Allstar-Band auf Tour.

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Kim Frank06 Dec 202302:02:19

KIm Frank kommt 1982 in Flensburg zur Welt und wächst in einer Sozialbausiedlung mit seiner alleinerziehenden Mutter und seinem Bruder auf.

 

Zumindest, bis Frank als Sänger der Band Echt erfolgreich wird, viel unterwegs ist und ab 1998 für fünf Jahre im Rampenlicht steht. 2002 lösen Echt sich auf.

 

Seitdem ist viel passiert. Frank spielt 2005 unter der Regie von Leander Haußmann seine erste Hauptrolle im Film „NVA“.

 

2007 nimmt er das Soloalbum „Hellblau“ auf.

 

2011 erscheint sein Debütroman „27“.

 

Seit 2008 arbeitet er als Regisseur, Kameramann, Cutter und Produzent von Musikvideos. Er dreht Kurzfilme, schreibt Drehbücher und Filmkonzepte für Spielfilme.

 

Mit „Wach“ präsentiert Frank 2018 sein Langfilmdebüt, das für den Grimme-Preis nominiert wird.

 

Mit „Enthüllt“ entwickelt er außerdem einen „Fiction Podcast“ inspiriert von wahren Begebenheiten, besetzt mit teils hochkarätigen Schauspieler*innen in Sprechrollen.

 

Ende November ist in der ARD Mediathek Kim Franks Doku über seine Band gestartet. Für „Echt - Unsere Jugend“ hat er über 240 Stunden Filmmaterial ausgewertet und in drei einstündigen Kapiteln den phänomenalen Aufstieg der Band bis zu ihrem abrupten Ende nacherzählt.

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Casper22 Nov 202301:49:27

Griffey kommt im September 1982 in Lemgo im Nordosten von Nordrhein-Westfalen zur Welt.

 

Als er einen Monat alt ist, zieht er mit seiner deutschen Mutter und seinem Vater, einem US-Soldaten, in dessen Heimat nach Augusta, Georgia. Sein Vater hat Drogenprobleme, was unter anderem zu Gewalt innerhalb der Familie führt.

 

Als Griffey elf ist, ziehen er, seine Schwester und seine Mutter zurück nach Deutschland in die Gemeinde Extertal, genauer: nach Bösingfeld. Damals kann er kaum ein Wort Deutsch, da er englischsprachig erzogen wird.

 

Er besucht erst die Realschule, dann das Gymnasium, macht das Abitur und zieht zum Studium in das eine Autostunde entfernte Bielefeld. Die Stadt wird ihm zur Heimat, das Pädagogikstudium bricht er jedoch nach 14 Semestern vor der Diplomvorprüfung ab.

 

Zu der Zeit hat Benjamin längst erste Erfahrungen als Rapper gemacht, ist zunächst Teil des HipHop-Kollektivs Kinder des Zorns und da Benjamins Herz nicht nur für Rap und HipHop schlägt, wird er Teil der Metalcore-Band A Fear Called Treason und anschließend Mitbegründer der Hardcore-Band Not Now Not Ever.

 

Einige Mitglieder dieser Band werden ihn noch viele Jahre später als Backing-Musiker begleiten, als er unter dem Namen Casper zu einem der populärsten und erfolgreichsten Musiker Deutschlands wird.

 

Schon 2006 veröffentlicht er als Casper sein erstes Mixtape „Die Welt hört mich“. Mit dem dritten Album „XOXO“ von 2011 kommt der Durchbruch. Seinen Erfolg baut er mit den folgenden drei Alben bis heute kontinuierlich aus – seinen Rap/HipHop-Sound reichert er mit Elementen aus Pop, Indierock, Elektronik, Emo und sogar Metal an.

 

Er etabliert sich als außergewöhnlicher, breit aufgestellter musikalischer Gastgeber und Kooperationspartner, dessen immens eklektischer Geschmack und Kenntnis ihn vor Stagnation im Genre retten und der sich über Rap-Grenzen hinaus viele Fans erspielt.

 

Sein Markenzeichen: die heisere Stimme und vornehmlich ernsthafte, emotionale Texte, die seinen Fans reichlich Identifikationspotenzial liefern.


Am 24.11. erscheint sein neues Album "Nur Liebe, immer".

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Roland Meyer de Voltaire08 Nov 202302:12:37

Roland Meyer de Voltaire ist 1978 in Bonn zur Welt gekommen.

 

1984 zieht er mit seinen Eltern und den zwei älteren Brüdern für acht Jahre nach Moskau. Zwischen 1995 und 2000 ist er regelmäßig in Peking, weil seine Eltern dort leben.

 

Ab 2004 lebt er für zehn Jahre in Köln. Seit 2014 lebt er vornehmlich in Berlin.

 

Erstmals in die Öffentlichkeit drängt er mit seiner Band Voltaire, die sich 2003 noch in Bonn gründet. Meyer de Voltaire wird als Ausnahmetalent gefeiert, seine Musik ist ein großer, aufwändig inszenierter und arrangierter Pop-Entwurf zwischen Radiohead, Muse, Jeff Buckley und Blumfeld.

 

Doch so richtig kommt die Band nicht aus dem Startblock, ist zu anspruchsvoll für ein großes Publikum. Nach dem zweiten Album wird es ab 2009 still um Voltaire.

 

Seitdem arbeitet Meyer de Voltaire als Sänger, Filmmusik-Komponist, Songwriter und Produzent immer wieder auch mit anderen Künstler*innen – oder mit seinem Projekt Schwarz.

 

2021 hat Regisseur Aljoscha Pause die fünfteilige Doku-Serie „Wie ein Fremder – eine deutsche Popmusikgeschichte“ via Netflix und 3Sat veröffentlicht. Sie folgt über sechs Jahre dem Leben und Werken von Meyer de Voltaire und zeichnet ein umfassendes Bild über das deutsche Pop-Business und die bedrückende Tatsache, dass großes Talent nicht immer den großen Durchbruch garantiert.

 

Mit „Red Pill“ hat Meyer de Voltaire kürzlich ein neues Album seines Projekts Schwarz veröffentlicht.

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Axel Bosse25 Oct 202301:20:40

Bosse kommt Ende Februar 1980 in Braunschweig zur Welt und wächst in Hemkenrode im Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen auf.

Er besucht das Gymnasium in Braunschweig, bricht jedoch nach ab, weil er Rockstar werden will.

Deshalb unterscheibt er mit 17 einen Plattenvertrag, um mit seiner Schülerband Hyperchild durchzustarten. Das funktioniert dann doch nicht so gut wie erhofft, also arbeitet er auf dem Bau und in der Küche, um seine Musik zu finanzieren.

Ab 2003 macht er unter dem Namen Bosse Musik. 2005 erscheint sein Debütalbum „Kamikazeherz“, dem bis 2021 sieben weitere folgen. Mit „Übers Träumen“ ist jetzt seine neunte LP erschienen. Es ist der Bosse-typische wie beliebte Mix aus Indierock und Pop mit deutschen, meist persönlichen Texten.

Zwischenzeitig hat Bosse einen Podcast namens „Lecker Mittach“, in dem er mit anderen Menschen lecker Mittach kocht.

Daneben engagiert er sich seit Jahren sozial, etwa für „Pro Asyl“ und „Hanseatic Help“ bis „Fridays for Future“.


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Antje Schomaker11 Oct 202301:12:27

Antje Schomaker kommt in der Gemeinde Rheurdt am Niederrhein zur Welt und wächst mit ihren zwei älteren Schwestern und einem jüngeren Bruder auf.

 

Sie lernt Klavier und Fagott, bringt sich später Gitarre bei und spielt am Krefelder Kresch Theater. Dort entdeckt sie Musikproduzent Swen Meyer, der sie nach Hamburg lockt, wo sie mehr oder minder seit 2012 lebt.

 

In ihrer Wahlheimat studiert sie systematische Musikwissenschaft und arbeitet in einem Musikverlag.

 

Mit zwei Münchener Produzenten beginnt sie 2016 an ihrem ersten Album zu arbeiten. „Von Helden und Halunken“ erscheint jedoch erst 2018. Darauf: eingängiger, cleverer Songwriterinnen-Pop, der von Schomakers voller, angenehm samtiger Stimme getragen wird.

 

Am 6. Oktober hat Schomaker ihr zweites, weniger zurückhaltendes Album „Snacks“ veröffentlicht.

 

Während der Pandemie gründet sie gemeinsam mit Freunden und Verbündeten das „Social Sofa Festival“ – ein virtuelles Festival für den guten Zweck, bei dem etwa Joko Winterscheidt, Mine und Faber auftreten. 50.000 Euro an Spendengeldern für Geflüchtete kommen dabei zusammen.

 

Ende 2022 gewinnt beim Preis für Popkultur in der Kategorie „Lieblingskünstler*in“ und für den „Lieblingssong“ ist sie immerhin nominiert.

 

2018 betreibt Schomaker für insgesamt zehn Folgen „Antjes Freundebuch“, wo sie unter anderem mit den Leoniden, Lea und Bosse schnackt.

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Frank Turner17 Jul 202401:38:13

Francis Edward Turner kommt kurz vor der Jahreswende 1981 in Bahrain zur Welt und wächst in Meanstoke in Hampshire im Süden Englands auf.

 

Seine Mutter Jane Cartwright ist Lehrerin, seine Trans-Mutter Miranda Turner ist Investmentbankerin.

 

Die Zeit am Eton College im gleichen Jahrgang wie Prince William beschreibt er als traumatisch. Im Anschluss studiert er an der London School of Economics und macht einen Bachelor-Abschluss in Europäischer Geschichte.

 

Die erste Platte, auf der Turner zu hören ist, stammt von der Hardcore-Band Kneejerk: „Helpless I Cry“ von 1999.

 

Nach dem Ende der Band wechselt er zur Post-Hardcore-Band Million Dead, mit der er unter anderem zwei Alben aufnimmt, bis er ab 2005 unter seinem Namen solo in Erscheinung tritt.

 

Seither war Turner enorm fleißig, hat sowohl solo als auch mit seiner Backing-Band The Sleeping Souls diverse EPs und Singles, drei Split-Alben sowie neun Studioalben veröffentlicht. Mit „FTHC“ landet er 2022 erstmals auf dem 1. Platz der UK-Albumcharts.

 

Sein zehntes Album „Undefeated“ ist im Mai erschienen.

 

Darüber hinaus leistet Turner Label-Arbeit, produziert und managt andere Bands.

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Mark Waschke27 Sep 202300:58:41

Mark Waschke kommt Anfang März 1972 in Wattenscheid zur Welt, einem Stadtbezirk von Bochum.

 

Seine Mutter ist Krankenschwester, sein Vater Arzt – und er der mittlere von drei Söhnen.

 

Als er acht Jahre alt ist, zieht die Familie nach Bildstock bei Friedrichsthal im Saarland, wo sein Vater eine Stelle im Sulzbacher Krankenhaus antritt.

 

1981 – also mit neun Jahren – beginnt quasi seine Karriere im Kindertheaterkreis Neuweiler. Später ist er Teil einer Amateur-Theatergruppe und Sänger einer Punk-Band.

 

1991 zieht er nach Berlin. Dort beginnt er ein Philosophiestudium. 1995 wechselt er jedoch zum Schauspiel an die Ernst Busch Schule. Unter anderem in seiner Klasse: Nina Hoss, Devid Striesow, Fritzi Haberland und Lars Eidinger.

 

Ab 1999 gehört er für vieleJahre zum Ensemble der Schaubühne Berlin. Ab 2007 ist Waschke auch in Kino und TV zu sehen. Etwa als Thomas Buddenbrook unter Regisseur Heinrich Breloer oder an der Seite seiner Klassenkameradin Nina Hoss in Christian Petzolds „Barbara“.

 

Eingeheimst hat er für seine Leistungen bereits den Bayerischen Filmpreis, den Franz-Hofer-Preis und den deutschen Schauspielpreis.

 

Spätestens seit er ab 2015 an der Seite von Meret Becker als Team „Rubin und Karow“ in bisher 18 Fällen ermittelt, ist er tief in der deutschen TV-Kultur verankert. Seit dem Netflix-Hit „Dark“ kennt ihn auch die Streaming-Generation.

 

Waschke lebt in Berlin. Er ist verheiratet und hat eine Tochter. Bei der Initiative #actout des SZ-Magazins hat er sich als einer von 185 Vertreter*innen der Schauspielbranche im Februar 2021 als queer geoutet – passend auch zu seiner Figur im Tatort.

 

Erfahrungen mit Hörspielen hat Waschke schon seit 2002 gesammelt. Für Audible ist er in „Marvel’s Wastelanders“ zu hören. Einer Serie, die das Marvel Cinematic Universe als ausproduziertes Audioerlebnis weiterspinnt.

 

Am 29. September 2023 erscheint die zweite Staffel der deutschen Audible Original Podcast-Serie "Marvel's Wastelanders: Hawkeye“ mit Mark Waschke als Clint Barton/ Hawkeye.

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Niels Frevert13 Sep 202301:30:57

Niels Frevert ist Jahrgang 1967 und kommt in Hamburg zur Welt, wo er auch immer noch lebt.

 

Mit 13 bringt er sich autodidaktisch Gitarre bei, wird Vorstadtpunk.

 

Er ist 19 Jahre alt, als er mit drei Mitmusikern in Hamburg-Niendorf die Band Nationalgalerie gründet. Zwischen 1991 und 1995 veröffentlichen sie vier Alben. Frevert singt auf Deutsch, der Sound ist von US-College-Rock und britischem Indie geprägt.

 

Mit „Evelin“ vom dritten Album „Indiana“ landet die Band 1993 einen Überraschungserfolg. Bei den Vorbereitungen zum fünften Album lösen sich Nationalgalerie 1996 auf.

 

Unter seinem Namen bringt Frevert 1997 sein erstes Soloalbum heraus. Mit „Pseudopoesie“ ist Ende März das siebte erschienen. Immer noch ist es Songwriter-Musik von großer Melancholie, klug und nahbar getextet und immer wieder elegisch arrangiert.

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Fabian Busch30 Aug 202301:08:39

Zur Welt kommt Fabian Busch im Oktober 1975 in Ost-Berlin, genau: in Treptow. Er ist der Stadt immer treu geblieben und lebt heute mit seiner Familie als Vater von drei Kindern in Berlin-Friedrichshain.

 

Seine Eltern waren Varieté-Tänzer, sein Vater später Bühnenbildner. Da war der Berufsweg für Busch ein stückweit vorbestimmt.

 

Schon mit 13 beginnt er, Komparsenrollen zu übernehmen. Nach der Wende bewirbt er sich bei Castings, bis er eine erste kleine Rolle in Wolfgang Kohlhaases „Inge, April und Mai“ bekommt.

 

In der Drama-Komödie „Unter der Milchstraße“ spielt Busch 1995 seine erste große Rolle. Mittlerweile listet die allwissende Filmplattform IMDB.com ihn in knapp über 100 Rollen zwischen Serie, Fernseh- und Kinofilm.

 

Darunter Filme wie „23 – Nichts ist so wie es scheint“, „Liegen lernen“, „Der Untergang“, „Der Vorleser“ und „Er ist wieder da“ und TV-Instanzen wie „Tatort“, „Der Alte“, „Polizeiruf 110“ und „KDD – Kriminaldauerdienst“.

 

2017 landet er als Jakob Ungerleider sogar für eine Folge in der US-Serie „Fargo“

 

2010 wechselt Busch auch erstmals hinter die Kamera für sein Regisseur-Debüt „Edgar“ – ein Kurzfilm über einen verwitweten Rentner und Kaufhausdieb auf der Suche nach Arbeit und Anerkennung.

 

Aktuell ist Busch an der Seite von Ken Duken in der Action-Krimi-Miniserie „Drift“ zu sehen, die Motive des Buddy-Movies aufgreift, indem Busch und Duken zwei unterschiedliche Brüder spielen, die gemeinsam in einem verzwickten Fall ermitteln. Zu sehen ist die Serie seit dem 24. Februar auf Sky und Wow.

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Angelo Kelly16 Aug 202302:21:38

Die Vita des 1981 im spanischen Pamplona geborenen Angelo Kelly ist abenteuerlich.

 

Er ist das zwölfte Kind des amerikanischen Lehrers Daniel Kelly und das achte der amerikanischen Tänzerin Barbara Ann. Noch vor Angelos erstem Geburtstag stirbt seine Mutter an Brustkrebs.

 

Bereits 1974 gründet sein Vater die Band The Kelly Family mit bis dato sieben seiner insgesamt 13 Kinder. Die Großfamilie reist in den 80ern als Straßenmusiker durch Europa und die USA. Manchmal spielen sie mehrere Konzerte an einem Tag.

 

Zum ersten Mal erklingt Angelos Stimme auf der Vinyl-Single „Hiroshima – I’m Sorry“. Da ist er vier Jahre alt. Seinen ersten Song „Pee-Pee“ komponiert er mit sieben.

 

Anfang der 90er, als die Kelly Family mit ihrem Album „Over The Hump“ ihren kommerziellen Durchbruch feiert, geraten der 12-jährige Angelo und sein 16-jähriger Bruder Michael Patrick alias Paddy in den Fokus der Medien und in die Herzen zahlloser Teens.

 

Mit 13 schreibt Angelo den Song „I Can’t Help Myself“, der im Sommer 1996 in zehn Ländern die Spitze der Charts erreicht. Es ist der erste Song, den er nach dem Stimmbruch als Leadsänger interpretiert.

 

Angelo spielt zunächst Gitarre und Percussion-Instrumente. Für letztere bekommt er noch als Kind Unterricht vom indonesischen Percussion-Superhelden Nippy Noya. Mit 14 wird er am Schlagzeug Meisterschüler des Jazzschlagzeugers Billy Cobham. Ab 2004 unterrichtet Angelo sogar selbst als Gastdozent an einer Schlagzeugfachschule in Düsseldorf.

 

Die Kelly Family hat mittlerweile über 60 Gold- und Platin-Award verliehen bekommen und gut 20 Millionen Tonträger und noch mal zwei Millionen Videos und DVDs weltweit abgesetzt.

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Annette Benjamin02 Aug 202301:43:34

Annette Benjamin wird im Januar 1960 geboren und wächst in Hannover auf, ist aber vielleicht so etwas wie eine Weltbürgerin.


Immerhin hat sie im Schüleraustausch in Grand Ledge, Michigan, ist nach Amsterdam, London – dann Braunschweig, wieder England, zurück nach Hannover, dann nach Frankreich und wieder Hannover. Seit 2003 hat sie jedoch ihre Wahlheimat in Münster gefunden.


1978 stößt sie zur Deutschpunk-Band Hans-A-Plast, die sie mit ihrem Gesang und ihrer Performance maßgeblich mitprägt – und nicht zuletzt auch mit den teils feministischen Inhalten, die sie transportiert.


Die Süddeutsche Zeitung erkennt damals in ihr „neben Peter Hein die beeindruckendste Bühnenpersönlichkeit der neu-deutschen Welle“.


1979 erscheint das Debütalbum der Band. 1980 und 1983 folgen zwei weitere. Als Annette Benjamin heiratet und schwanger wird, steigt sie aus der Band aus. In der Folge lösen sich Hans-A-Plast auf.


Danach kehrt sie der Bühne – zumindest in Sachen Hans-A-Plast – für 35 Jahre den Rücken. Erst 2018 tritt sie bei einem Open Air Festival wieder auf, um fünf Songs ihrer alten Band zu spielen.


Im gleichen Jahr taucht sie auch in Jan Böhmermanns Video „Recht kommt“ auf – als „Staatsanwältin Machete“.

Mit den Benjamins hat sie nun eine neue Band, eine Supergroup mit Max Gruber von Drangsal, Charlotte Brandi, Die-Nerven-Bassist Julian Knoth und Beatsteaks-Schlagzeuger Thomas Götz.

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Tyron Ricketts19 Jul 202301:36:34

Als Sohn einer Österreicherin und eines Jamaikaners ist er das erste schwarze Kind, das in der Gemeinde Weiz in der Steiermark auf die Welt kommt – im Juni 1973.

 

Mit sechs zieht der kleine Tyron nach Aachen. Seine erste Schauspielrolle hat er am Lokaltheater als „Hofmohr“, was aus heutiger sich durchaus problematisch ist.

 

Als Teenager entdeckt er HipHop für sich. Mit Daniel Aminati hat er eine Tanzgruppe. Danach wird er Rapper. Erst mit Black Bataillon, die sich später in K-Funk umbenennen. Ende der 90er veröffentlicht Tyron Ricketts dann zwei Alben mit Mellowbag.

 

Parallel wird er Teil von Brothers Keepers – einem transnationalen Antirassismus-Projekt zwischen HipHop, Reggae und Soul, bei dem vornehmlich afrodeutsche Musiker*innen mitmischen.

 

Zwischen 1996 und 2000 moderiert und produziert er für den Musiksender VIVA das HipHop- und Rap-Magazin „Word Cup“. 2012 erscheint dann Ricketts’ Soloalbum „Wellenreiter“.

 

Neben der Musik arbeitet Ricketts bereits seit Mitte der 90er regelmäßig als Schauspieler in Kino, Film und Fernsehen. Um seine Karriere weiter auszubauen, geht er 2013 nach LA, 2015 nach New York. Seit 2017 ist er zurück und lebt in Berlin.

 

Als Produzent mit seiner Firma Panthertainment und als Creator ist Ricketts aktuell mitverantwortlich für „Sam – Ein Sachse“. Die erste deutschsprachige Produktion von Disney+ widmet sich der Lebensgeschichte von Samuel Meffire, dem ersten schwarzen Polizisten Ostdeutschlands.

 

Ricketts hatte Meffire auf der Tour der Brothers Keepers kennengelernt. 20 Jahre hat es gedauert bis aus der damaligen Idee nun eine siebenteilige Serie geworden ist

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Francesco Wilking05 Jul 202302:15:27

Zur Welt kommt Francesco Wilking 1974 in Freiburg im Breisgau und wächst im südlich davon gelegenen Lörrach auf. Den Namen Francesco sucht seine Mutter aus – die ist nämlich Italienerin.

 

Er studiert ab 1996 in Freiburg. Irgendwann um den Zeitraum gründet er die Band Kicking Edgar Allen Poe – aus der dann irgendwann Tele werden, mit denen Wilking nach Berlin zieht.

 

Zwischen 2002 und 2009 erscheinen vier Alben mit Tele, die Indierock und -Pop mit deutschen Texten machen.

 

2011 bringt Wilking das Soloalbum „Die Zukunft liegt im Schlaf“ heraus. Im gleichen Jahr tut sich Wilking mit dem Musiker und Regisseur Moritz Krämer zusammen – und so entsteht das Bandprojekt Die Höchste Eisenbahn. Die liefert zwischen 2013 und 2019 drei Alben.

 

Außerdem ist Wilking einer der federführenden Köpfe hinter der Crucchi Gang, einem Musiker*innen-Kollektiv, das deutschsprachige Indie-Songs ins Italienische überträgt. 2020 entsteht so ein erstes Album. Weil das so gut angekommen ist, verlangte die Crucchi Gang nach einer Fortsetzung. Also gibt es seit Ende Mai das zweite Album „Fellini“.

 

Das ist im eigenen Studio entstanden, das Wilking unter anderem mit Moritz Krämer im Prenzlauer Berg betreibt – und in dem beide auch Musik für Filme, Serien und fürs Theater schreiben, komponieren und produzieren.

 

Dort entstehen unter anderem auch die bisher acht Teile der Reihe „Unter meinem Bett“, auf denen das Who-is-Who der deutschen Indie- und Pop-Szene Songs für Kinder spielt.

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Devid Striesow21 Jun 202300:41:43

Striesow kommt am 1. Oktober 1973 auf der bevölkerungsreichsten Insel Deutschlands zur Welt: in Bergen auf Rügen.

Striesow wächst in Rostock auf. Nach der Schule zieht er nach Berlin. Er will Goldschmied werden. Daraus wird aber nichts, weil der Betrieb pleitegeht, bevor er dort anfängt.

Zum Glück grätscht 1989 der Mauerfall dazwischen, weshalb der damals 16-jährige Striesow noch das Abitur macht.

Danach studiert er Jazz-Gitarre, macht den Zivi und landet im Anschluss in der Schauspielschule Ernst Busch in Berlin.

Er beginnt noch im Abschlussjahr 1999 Theater zu spielen. Zum Teil sehr erfolgreich. 2004 zeichnet ihn etwa die Zeitschrift „Theater heute“ mit der Auszeichnung „Bester Nachwuchsschauspieler des Jahres“ aus.

Sein Spielfilmdebüt gibt er im Januar 2000 mit „Amerika“. Seitdem ist er regelmäßig in Kino und TV, in Serien und Filmen zu sehen.

Etwa 2007 in Christian Petzolds „Yella“ an der Seite von Nina Hoss und Stefan Ruzowitzkys KZ-Drama „Die Fälscher“. Für den Saarländischen Rundfunk gibt er sechs Jahre lang den kauzigen Tatort-Kommissar Jens Stellbrink.

Zuletzt war Striesow in den viel gelobten Filmen „Im Westen nichts Neues“ und „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ zu sehen.

Nachdem Striesow in den vergangenen 23 Jahren in 53 Kinoproduktionen, 34 TV-Filmen und über 30 weiteren TV-Produktionen mitgewirkt hat, verwundert es, dass er die Zeit findet, um noch Hörbücher einzusprechen und einen Podcast über klassische Musik für Deutschlandfunk Kultur zu machen.

Aktuell hört man Striesow als Rocket Raccoon in der Podcast-Serie „Marvel’s Wastelanders: Star-Lord“, die ab dem 28. Juni exklusiv bei Audible erscheint.

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Anna Loos07 Jun 202301:24:41

Geboren wird Anna Loos im November 1970 in Brandenburg an der Havel.

Sie tanzt als Kind Ballett, finanziert sich später vom Taschengeld Gesangsunterricht und tritt auf im Look einer Punkerin mit ihrer Band Leck mich am Arsch.

Mit 17 Jahren flüchtet sie über die Tschechoslowakei, Ungarn und Österreich aus der DDR in die BRD.

Sie spielt weiterhin in Bands, feilt an ihrem Gesang, wird Teil einer Big Band, mit der sie unter anderem in Kanada tourt.

Ab 1992 macht Loos eine Ausbildung an der Stage School of Music, Dance and Drama – und so kommt sie allmählich zur Schauspielerei. Es folgen Comedy- und Kabarettshows, sie macht im Musical „Grease“ mit.

1998 hat sie ihr Kinofilmdebüt mit „Das Mambospiel“ von Michel Gwisdek. Ab da ist sie regelmäßig im TV und Kino zu sehen – etwa im Medizin-Horrorthriller „Anatomie“, für den sie auch den Titelsong einsingt.

2000 gewinnt sie den Darstellerpreis des Fernsehfilmfestivals Baden-Baden für ihre Rolle als Rocksängerin Rita in „Halt mich fest!“. Hier ist sie zu sehen an der Seite ihres späteren Ehemanns Jan Josef Liefers. Mit ihm hat sie zwei Töchter.

Seitdem ist sie gerade aus dem TV nicht mehr wegzudenken, hat in circa 38 weiteren Filmproduktionen und 22 Serien-Produktionen mitgemischt, darunter auch die obligatorischen Tatort-Auftritte. Als „Helen Dorn“ verkörpert Loos seit 2014 die gleichnamige Hauptkommissarin in der ZDF-Kriminalfilmreihe.

Trotz all ihrer Film- und Fernsehengagements schafft Loos es, weiterhin als Sängerin aktiv zu sein. Von 2005 bis 2016 ersetzt sie die 1996 verstorbene Tamara Danz bei der ostdeutschen Rockband Silly.

2019 veröffentlicht sie ihr Debütalbum „Werkzeugkasten“, und am 2. Juni ist ihr zweites Album „Das Leben ist schön“ erschienen.

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Fatoni24 May 202302:50:46

Fatoni kommt 1984 als Anton Friedrich Richard Harald Schneider in München zur Welt und wächst dort auch auf.

Erst 2016 zieht er nach Berlin. Zu diesem Zeitpunkt hat er sich längst als Rapper etabliert. Mit dem Trio Creme Fresh veröffentlicht er zwischen 2003 und 2010 vier Platten, 2007 erscheint außerdem eine kooperative Platte namens „Prosecco Piff“ mit Juse Ju.

Das erste richtige, eigene Album tauft er 2011 „Solange früher alles besser war“.

Für die folgenden Alben kooperiert er erst mit dem Rapper und Produzenten Edgar Wasser, dann mit Dexter, bis 2017 „Alle Liebe nachträglich“ erscheint. Darauf: Indierap über das Beziehungsleben – vorgetragen Seite an Seite mit Sängerin Mine. Für „Andorra“ von 2019 kooperiert er wieder mit Dexter und lädt Kollege Casper ein.

Zuletzt ging es 2021 ins „Delirium“, wieder mit Edgar Wasser und jetzt ist mit „Wunderbare Welt“ Fatonis neues Album erschienen.

Wie immer textet er smart, wortverspielt, reflektiert und alles andere als dickhosig. Zum Teil ist das in seiner Vergangenheit in der Poetry-Slam-Szene seiner Heimat begründet.

ABER: Anton Schneider ist nicht nur Musiker, sondern auch Schauspieler, er hat das vier Jahre lang studiert. Seit 2011 ist er mal am Theater, mal in Film und Fernsehen zu sehen. Er war etwa bei „Soko“, den „Rosenheim Cops“ und dem „Tatort“ dabei.

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Laura Carbone03 Jul 202401:23:08

Laura Carbone wird im September 1986 als Kind deutsch-italienischer Eltern im Nordwesten Baden-Württembergs in Sinsheim geboren und wächst in Untergimpern auf.

 

2008 schließt sie ihr BWL-Studium in Mannheim ab. Aber da in ihr vor allem eine Musikerin und Performerin verloren gegangen ist, wird sie noch im gleichen Jahr Sängerin des Electro-Punk-Projekts Deine Jugend. Das hält mit zwei Alben und einer EP bis 2013.

 

Mit der EP „Stigmatized“ erfindet sich Carbone 2014 musikalisch neu. Jetzt stehen Künstler und Bands wie Chris Isaac, Mazzy Star und The Jesus And Mary Chain Pate für ihren Sound. Für die EP und ihr erstes Album „Sirens“ arbeitet sie trotzdem weiterhin mit Deine-Jugend-Kreativ-Partner Tim Eiermann zusammen.

 

2017 zieht sie nach Berlin und wird dort vom Label Duchess Box gesignt. Für ihr zweites Album „Empty Sea“ versammelt sie eine Band aus internationalen, in Berlin ansässigen Musikern um sich.

 

Verliebt hat sie sich derweil in Los Angeles, wo sie immer wieder Zeit verbringt – auch, um Songs zu schreiben für ihr zweites Album „The Cycle“.

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Albrecht Schrader10 May 202302:01:24

Albrecht Schrader ist 1983 in Hamburg zur Welt gekommen und im behüteten Westen der Stadt, in Nienstedten aufgewachsen.

2006 landet er in Köln, wo er Musik-, Theater-, Film-, Fernseh- und Literaturwissenschaft studiert.

Für drei Jahre, von 2016 bis Anfang 2019 leitet er zusammen mit Lorenz Rhode das für Jan Böhmermanns Late-Night-Show „Neo Magazin Royale“ gegründete Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld – das 2019 sogar für den Grimme Preis nominiert wird.

Albrecht Schrader ist eine Weile auch Moderator und Gastgeber der „Galerie Decadence“, einem musikalischen Unterhaltungsformat in Köln.

Bevor er Köln 2019 den Rücken gen alter Heimat Hamburg kehrt, hat er sich als Solomusiker etabliert. Sein erstes Soloalbum „Nichtsdestotrotzdem“ erscheint 2017, 2020 folgt das autobiografische zweite Album „Diese eine Stelle“. Dafür co-gründet er das Label Krokant.

Außerdem ist Schrader so etwas wie eine „Hired Gun“ – als Multiinstrumentalist und Komponist hilft er im Studio oder auf der Bühne bei Peter Doherty, Herrenmagazin, Krakow Loves Adana und Anajo aus – und mit Taka-Takaz und Lambda 77 betreibt er noch zwei Bandprojekte.

Zuletzt ist am 20. Januar Albrecht Schraders drittes Soloalbum „Soft“ erschienen. Darauf: zehn Songs zwischen Chamber Pop und Easy Listening, Singer/Songwriter-tum, augenzwinkerndem Indie, Soul und Yacht Rock – mit Chorälen, Orgeln und Piano gebettet auf einem groovigen Fundament und einem breiten Sound, den Schrader in Eigenregie inszeniert hat.

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Judith Holofernes26 Apr 202301:30:03

Judith Holofernes wird Ende 1976 in Berlin Kreuzberg geboren – aber natürlich nicht unter dem Namen Holofernes. Das ist ihr Rock’n’Roll-Pseudonym.

Mit sechs Jahren zieht sie mit ihrer Mutter, einer alleinerziehenden Übersetzerin, nach Freiburg im Breisgau.

Dort wächst sie zwischen vielen Büchern und queeren Comics auf, geht zur Schule, beginnt irgendwann Gitarre zu spielen und verdient sich ab 14 Jahren erstes Geld als Straßenmusikerin.

Nach dem Abi zieht sie zurück nach Berlin und studiert Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation. Sie bricht das Studium jedoch ab, um verstärkt Musik zu machen.

Bereits 1999 entsteht Holofernes erstes Album „Kamikazefliege“ in Eigenregie.

Um die Jahrtausendwende gründet sie die Band Wir sind Helden, die beim Popkurs – einem „Kontaktstudiengang Populärmusik“ – in Hamburg entsteht.

Direkt der erste Song „Guten Tag“ wird ein Erfolg, das selbstgedrehte Video im Bravo-Foto-Lovestory-Stil läuft auf MTV.

Mitte 2003 erscheint das Debütalbum „Die Reklamation“, für das die Band diverse Preise einheimst. Die Band wird immer populärer, die Konzerte immer größer, die Festivalspots immer prominenter. Bis 2010 folgen drei weitere Alben der Helden.

Holofernes wird für ihre klugen, witzigen, kritischen, hintersinnigen und bisweilen auch persönlichen Texte gefeiert.

2006 heiraten sie und Schlagzeuger Pola Roy. Noch im gleichen Jahr werden sie erstmals Eltern, 2009 erneut.

2012 beenden Wir sind Helden ihre Karriere, doch nur ein Jahr nach dem Abschied tobt sich Holofernes stilistisch neu orientiert auf ihrem Soloalbum „Ein leichtes Schwert“ aus. 2017 legt sie mit „Ich bin das Chaos“ nach. Auf letzterem kooperiert sie mit dem färöischen Singer/Songwriter Teitur.

2019 zieht Holofernes auf die Crowdfunding-Plattform Patreon um und bekommt dabei Hilfestellung von ihrer neugefundenen Künstlerfreundin Amanda Palmer.

Mit „Du bellst vor dem falschen Baum“ hat Holofernes zwischenzeitlich ein Buch mit Tiergedichten veröffentlicht. Sie übersetzt Songs anderer Künstler ins Deutsche, verfasst Beiträge für ihren Blog und hat einen Podcast über Kreativität.

Mit ihrem Leben und Schaffen vor allem nach dem Ende von Wir sind Helden befasst sich Holofernes in ihrem 2022 erschienen autobiografischen Roman „Die Träume anderer Leute“, in dem sie mal humorvoll, teils schmerzhaft ehrlich ihre körperliche und seelische Verfassung seziert, aber auch die Schönheit kreativen Arbeitens feiert.

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Olaf Schubert12 Apr 202300:34:03

Olaf Schubert kommt Ende 1967 in Plauen in Sachsen zur Welt. Heute lebt er in Dresden.

Er studiert Architektur und Musik, bricht das Studium jedoch ab.

Seit Mitte der 90er tritt er als wunderlicher Wortakrobat im gelb-karierten Argyle-Pullunder in Erscheinung – als „Mahner und Erinnerer“ oder das „Wunder im Pullunder“ oder „freischaffender Betroffenheitslyriker“.

Schubert ist auch Musiker und Hörspielproduzent. Als Gabi Schubert tritt er Anfang der 90er als Schlagzeuger der Dresdner Band DEKAdance bei.

Als Michael Rock ist er ab Mitte der 90er Teil der komödiantischen Cover-Band Die Rockys, wo er ebenfalls Schlagzeug spielt.

Bekannt außerhalb von Sachsen wird er um die Jahrtausendwende durch Auftritte im „Quatsch Comedy Club“ und „Night Wash“ im WDR. Seit 2009 ist er als Experte für alles Mögliche regelmäßiger Gast in der „ZDF Heute Show“. 2012 moderiert er sogar mit Kollege Oliver Welke den deutschen Fernsehpreis. All das ist aber nur ein Bruchteil dessen, wo Olaf Schubert für Amüsement und Irritation sorgt.

Jetzt gibt es ihn sogar im Kino – in „Olaf Jagger“. In dem dokumentarischen Film begibt sich Schubert auf Recherche, um herauszufinden, ob Mick Jagger tatsächlich sein Vater ist.

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Hendrik Otremba29 Mar 202302:21:12

George Orwell hat nach Hendrik Otrembas Geburtsjahr seinen Roman „1984“ benannt. Ort des Geschehens ist Recklinghausen im Ruhrgebiet, wo Otremba auch aufwächst.

Mit Mitte 20 geht es für den künstlerischen Tausendsassa nach Münster und Anfang 2016 weiter nach Berlin. Es gibt nicht viele Kunstformen, die Otremba nicht beherrscht.

Als Sänger und Songwriter ist er vornehmlich Teil der Post-Punk-Band Messer, mit der er zwischen 2012 und 2020 vier Alben veröffentlicht. Für die malt er auch die Cover-Artworks – und hat das auch schon für einige weitere Tonträger getan.

Wobei diese Cover nur die Spitze des Eisbergs sind, denn Otremba tobt sich kreativ auch in der Gemäldemalerei aus.

Da sein Expertentum über Leinwände oder 40 bis 80 Minuten Musik hinausreicht, hat er sich längst auch als Romanautor einen guten Namen gemacht.

2017 erscheint sein Debüt „Über uns der Schaum“, es folgt die Noir-Science-Fiction „Kachelbads Erbe“ 2019 und 2022 erscheint „Benito“.

Ab und zu ist er auch Dozent für freies Schreiben oder als Journalist tätig. Doch 2023 steht für den noch relativ jungen Vater im Zeichen der Musik, denn mit „Riskantes Manöver“ hat Otremba jüngst sein erstes Soloalbum fertiggestellt.

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Achan Malonda15 Mar 202302:05:37

Zur Welt kommt Achan Malonda im Juli 1983 in Essen als Tochter einer Kongolesin und eines Sudanesen. Als sie noch ein kleines Kind ist, spielt ihre Mutter ihr Kool & The Gangs 84er-Album „Emergency“ vor. Seitdem spielt Musik eine Hauptrolle in Malondas Leben.

13 Jahre lang singt sie im Essener Kinderchor, später hat sie eine Punkband. 2003 zieht sie nach Freiburg, 2004 nach Stuttgart, 2007 dann nach Hamburg.

Dort verkörpert sie bis 2009 Sarabi, eine der Hauptrollen im Musical „Der König der Löwen“.

Ab 2012 ist sie immer wieder als Sängerin auf verschiedenen Tracks befreundeter Künstler*innen zu Gast, bis 2019 mit „Mondin“ Malondas erster Song als Solokünstlerin erscheint. Sie tourt mit Laing, Grossstadtgeflüster und Jens Friebe, tritt auf Showcase-Festivals wie c/o pop, Pop-Kultur Berlin und dem Reeperbahnfestival auf. Ihre Vorbilder: Hildegard Knef und Grace Jones.

2013 zieht sie nach Berlin. Die Stadt nennt sie ihre Wahlheimat.

Aischan Malonda arbeitet als Sängerin, Texterin, Moderatorin. Sie beschreibt sich als Elektrik Diva. Aber: Sie ist auch Aktivistin und Schwarze Queerfeministin, spricht auf Panels, moderiert Podcasts, gibt Workshops. Malonda setzt sich immer wieder mit dekolonialen Identitätsfragen, mit inklusivem Feminismus, Sexismus und Rassismus auseinander, versucht über ihre Plattformen intersektionale Ansätze im Deutschen Diskurs zu verankern. All das mit Selbstbewusstsein und gerne einer satten Portion schwarzen Humors.

Ende 2022 erscheint ihr Debütalbum „Mein Herz ist ein dunkler Kontinent“.

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Bernd Michael Lade01 Mar 202301:57:37

Bernd Michael Lade kommt an Heiligabend 1964 in Ost-Berlin zur Welt.

1979 ist er Mitbegründer der Punkband Planlos – in der DDR ein heikles Unterfangen.

Mitte der 80er löst sich die Band auf und Lade gründet die Darkwave-Band Cadavre Exquis.

Parallel macht er zunächst eine Ausbildung als Baufacharbeiter, bis er von 1982 bis 86 eine Ausbildung zum Schauspieler an der renommierten Berliner Ernst Busch Hochschule macht.

Bereits 1984, als 20-Jähriger, steht Lade für den DEFA-Liebesfilm „Kaskade rückwärts“ vor der Kamera, im gleichen Jahr taucht er im Film „Bockshorn“ als Punker auf.

Nach dem Fall der Mauer hängt er 1991 noch ein Regiestudium in Potsdam dran. In dem Jahr erlebt er dank Detlev Bucks Komödie „Karniggels“ als Dorfpolizist Horst Köpper seinen Durchbruch.

Dem breiten Publikum wird er als Kommissar Kain im Tatort Dresden/Leipzig an der Seite von Peter Sodann bekannt. Das Duo ermittelt von 1992 bis 2007 in 45 Fällen.

Mit Unterbrechungen spielt Lade auch Theater. 1995 veröffentlicht er mit „Rache“ sein Regiedebüt, für das er auch das Drehbuch mitschreibt.

Mit „Der Zeuge“ kommt jetzt sein fünfter Film als Regisseur ins Kino.

Seine Kollegin Maria Simon ist ebenfalls als Übersetzerin in „Der Zeuge“ zu sehen. Mit ihr gründet Lade 2007 die Band Ret Marut. Die beiden sind 17 Jahre lang verheiratet. Gemeinsam haben sie drei Kinder. Lade lebt bis heute in Berlin – im Pankower Stadtteil Weißensee.

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Andreas Dorau15 Feb 202301:39:01

Andreas Dorau kommt am 19. Januar 1964 in Hamburg zur Welt und wächst dort als Sohn eines hoch angesehenen Pastors auf, der zu Zeiten des Nationalsozialismus mehrfach inhaftiert wurde.

Er ist 16 Jahre alt, als während eines Schulprojekts das Stück „Fred vom Jupiter“ mit einigen Mitschülerinnen entsteht. Dorau bringt das Stück 1981 über das Düsseldorfer Label Ata Tak heraus und es wird ein früher Indie-Hit der Neuen Deutschen Welle.

1981 und 1983 entstehen zwei Alben von Die Doraus und Die Marinas.

1983 zieht Dorau nach München, um an der Hochschule für Film und Fernsehen zu studieren. Das hilft ihm später bei seinem Job als Video Consultant, der für Labels und Bands an der Realisierung von Musikvideos arbeitet.

Mitte der 90er zieht Dorau zurück nach Hamburg, wo er seitdem lebt. Das erste Album unter seinem Namen erscheint 1992. Sieben weitere und eines zum Musical „König der Möwen“ folgen.

Doraus hat sich in seiner langen Karriere zum eigensinnigen bis genial-verschrobenen Tausendsassa entwickelt, der als Remixer, Autor, DJ, Regisseur, Texter, kreativer Berater und Musical-Erfinder in Erscheinung tritt.

Dorau hat neben all seinen beruflichen Eskapaden die deutschsprachige Indie-Landschaft mit seinen Platten und seinen humorvollen Texten geprägt. Musikalisch hat er sich dabei zwischen NDW, diversen Ausprägungen elektronischer Musik, Neo-Schlager und Pop bewegt.

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Stella Sommer01 Feb 202301:52:56

Stella Sommer kommt 1987 in Husum zur Welt und wächst im nordfriesischen Seebad St. Peter-Ording auf, bevor sie 2008 nach Hamburg und 2018 nach Berlin weiterzieht.

In Hamburg gründet sie die Indie-Pop-Band Die Heiterkeit, mit der sie vier Alben zwischen 2012 und 2019 veröffentlicht, die sie allesamt als alleinige Songwriterin prägt.

2017 geht sie mit Max Rieger von Die Nerven und Max Gruber alias Drangsal ins Studio für eine EP mit dem Projekt Die Mausis.

2018 veröffentlicht sie mit „13 Kinds Of Happiness“ ihr erstes Soloalbum, auf dem sie erstmals auf Englisch textet.

Im November 2022 erscheint das dritte Soloalbum „Silence Wore A Silver Coat“ – eine Doppel-LP mit 24 Songs, auf dem Stella diverse Instrumente spielt und die Platte erstmals auch produziert und aufnimmt.

Ihre dunkle Stimme und ein ausgeprägter Hang zur Melancholie zeichnen sie als Sängerin und Künstlerin aus. Das Feuilleton und die Pop-Kritik feiern sie als Ausnahmemusikerin und Songautorin, die die Gefühlslage ihrer Generation passgenau in Worte fassen kann.

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Bürger Lars Dietrich18 Jan 202301:32:47

Bürger Lars Dietrich kommt im Februar 1973 in Potsdam zur Welt.

Mitte der 80er gründet er die HipHop-Posse Crazy Feif und ist Breakdancer.

Aus Breakdance wird 1987 Ballett – und zwar via Studium in Dresden und später Berlin.

Er tanzt nach dem Studium unter anderem am Metropol-Theater und arbeitet als Stuntman in den – damals noch – DEFA-Studios in Babelsberg.

1994 erscheint sein erstes Album „Was hat man denn vom Leben“. Darauf auch das Stück „Mädchenmillionär“. Das präsentiert er in Stefan Raabs VIVA-Sendung „Vivasion“ und legt so den Grundstein für eine langjährige Zusammenarbeit. Bei der entstehen unter anderem Hits wie das funky Remake von „Ein Bett Im Kornfeld“, das Dr.-Hook-Quasi-Cover „Sexy Eis“ und „Hier kommt die Maus“.

Zwischen 1996 und 2020 folgen vier weitere Alben.

Längst hat sich Bürger Lars Dietrich als Moderator zwischen Kindersendungen wie „Leider laut“, als Gast in diversen Quiz- und Comedy-Formaten, als Schauspieler, Synchron- und Hörbuchsprecher einen Namen gemacht.

2009 erscheint sein Buch „Schlecht Englisch kann ich gut: Eine freie Deutsche Jugend“, in dem er über sein Aufwachsen in der DDR schreibt.

Er ist Vater von drei Kindern und lebt mit der Schauspielerin Hannah Baus in Berlin.

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Dr. Mark Benecke04 Jan 202301:59:19

Geboren wurde Mark Benecke 1970 im oberbayerischen Rosenheim. Sein Abi macht er in Köln, studiert dort später Biologie mit dem Nebenfach Psychologie. Seine Abschlussarbeit über genetische Fingerabdrücke absolviert er mit summa cum laude. Kein Wunder, dass er später an der FBI Akademie seine Ausbildung macht und diverse Fachliteratur-Bestseller veröffentlicht.

Benecke ist unbestritten einer der hellsten Köpfe Deutschlands; ein schnell denkender, schier alles wissender Super-Telefonjoker. Einer, der präsent ist in Radio, TV und auf der Bühne – und der es trotzdem schafft, allerhand skurrilen Hobbys nachzugehen.

Seit bereits 1999 bereichert er die samstägliche Sendung „Die Profis“ auf RadioEins vom RBB mit seinen Beiträgen zu aktuellen wissenschaftlichen Themen. Er hat als Kolumnist von der Frankfurter Rundschau bis hin zum TätowierMagazin gearbeitet.

Vielleicht ist er gar die am stärksten tätowierte Person des öffentlichen Lebens in Deutschland. Er ist der Punk – respektive Goth – unter den Kriminalbiolog*innen, ausgezeichnet mit der Ehrenkriminalmarke und Silbernen Ehrennadel des Bundes Deutscher Kriminalbeamter und internationaler Repräsentant für die North American Forensic Entomology Association.

Außerdem ist Benecke in Nordrheinwestfalen Vorsitzender für die Partei Die Partei. Er lebt vegan und unterstützt die Tierrechtsorganisation PETA. Irgendwie schafft er es obendrein seit 1995 Mitglied der Deutschen Zoologischen Gesellschaft zu sein und sich als Donaldist und Dudeist auszutoben.

Und weil Benecke sich auf besondere Art und Weise für Wissenschaftsvermittlung einsetzt, wurde er 2019 geehrt, indem nach ihm die Tierart Astrophiura markbeneckei – ein Schlangenstern aus der Tiefsee – benannt wurde. 2022 folgt die neu entdeckte Waffenfliegen-Art Ptecticus benecki, die gefunden wurde in Fledermauskot in einer Höhle in Kolumbien.

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Arnim Teutoburg-Weiß26 Jun 202402:17:13

Arnim Teutoburg-Weiß wird im Juni 1974 in Ostberlin Mitte als jüngstes Kind einer Artisten-Familie geboren: Sein Vater arbeitet als Artist, die Mutter als Assistentin. Durch die Plattensammlung seiner zehn Jahre älteren Schwester kommt er erstmalig mit Rockmusik und Bands wie Queen („Live Killers“) in Berührung, während im heimischen Wohnzimmer R’n’B läuft.


Ab 1995 hängt er regelmäßig bei einem Freund im Band-Proberaum ab. Deren Demotape „Die Erste“ – zu diesem Zeitpunkt bereits mit Teutoburg-Weiß als Sänger und drittem Gitarrist – erscheint noch im selben Jahr. Der Name der Band: Beatsteaks. Der erste Auftritt: Bei einem Abiball, bei dem sie mit eigenen Tracks und Coversongs von den Beastie Boys bis hin zu Nirvana und NOFX auftreten. Eines seiner damaligen Vorbilder ist Mike Patton. Laut Teutoburg-Weiß der beste Sänger seiner Generation – und seine Band Faith No More eine der besten Live-Acts, neben Turbonegro.


Bereits ein Jahr später treten die Beatsteaks im Berliner SO36 auf, als Support-Act auf der Reunion-Tour der Sex Pistols, bevor 1997 das Debütalbum „48/49“ erscheint. 1998 stößt dann Thomas Götz als Schlagzeuger zur Band hinzu, erstmalig auf dem via Epitaph veröffentlichten „Launched“ (1999) zu hören. Damit werden die Beatsteaks die erste deutsche Band, die es auf das legendäre kalifornische Label schafft.


Im selben Jahrzehnt entdeckt er – u.a. durch „Yo! MTV Raps“ – seine Liebe zum HipHop (u.a. A Tribe Called Quest, Missy Elliott, OutKast), bevor 2002 Mike Skinner mit The Streets und dem Debütalbum „Original Pirate Material“ auf der Bildfläche erscheint.


Sieben Jahre nach dem noch aktuellen Album „Yours“, der Pandemie und einer bandinternen Mini-Krise veröffentlichen die Beatsteaks mit „Please“ diesen Monat ihr mittlerweile neuntes Studioalbum. Als Produzent stand der Band diesmal allerdings nicht Moses Schneider, der seit „Smack Smash“ (2004) alle Beatsteaks-Alben produziert hat, sondern Olaf Opal zur Seite.


Dass der Sänger und Gitarrist auch außerhalb des Bandgefüges nicht untätig ist, hat er 2023 mit seinem Solo-Song „Belohne dich mit mir“ gezeigt. Geschrieben mit Porky von Deichkind und produziert von Nico von K.I.Z, ist der Song eine Verbeugung vor D’Angelo und seinem Song „Untitled (How Does It Feel)“ – und gleichzeitig seine erste Zusammenarbeit mit Opal.

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Jochen Distelmeyer21 Dec 202201:20:09

Jochen Distelmeyer kam 1967 in Bielefeld auf die Welt. Aufgewachsen ist er im Stadtteil Brake.

Er gründet Mitte der 80er seine erste Band Die Bienenjäger.

1988 geht er für den Zivildienst nach Hamburg und bleibt vorerst dort. 1990 gründet er mit Musikern von Der Schwarze Kanal die Band Blumfeld.

Das erste Album „Ich-Maschine“ erscheint 1992, bis 2006 folgen fünf weitere Alben. Blumfeld werden zu einer der einflussreichsten Bands der deutschen Indie-Szene – was auch daran liegt, das Distelmeyer literarisch textet und die Zeilen in einem angenehm klaren Duktus transportiert.

Blumfeld lösen sich 2007 auf, kommen jedoch für gelegentliche Konzerte zurück.

Mit „Heavy“ erscheint 2009 Distelmeyers Solodebüt. 2016 singt er erstmals auf Englisch auf dem Coveralbum „Songs From The Bottom Vol. 1“, wo er sich auf Songs von Radiohead bis Joni Mitchell vornehmlich mit einer akustischen Gitarre begleitet.

2015 erscheint Distelmeyers erster Roman „Otis“ und – jüngst – das zweite Soloalbum mit Eigenkompositionen. Es heißt „Gefühlte Wahrheit“. Darauf gibt es zwischen Soul, Blues, Country, klassischem Singer/Songwritertum und modernem R’n‘B allerhand zu entdecken.

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Gentleman07 Dec 202201:29:44

Zur Welt gekommen ist Tilmann Otto aka Gentleman im April 1974 in Osnabrück, zieht aber noch in seinem ersten Lebensjahr nach Köln und wächst dort mit seinen zwei älteren Geschwistern in der Südstadt auf.

Schon mit 18 beginnt Gentleman regelmäßig in die Karibik zu reisen – und zwar nach Jamaika, der Wiege von Reggae und Dancehall.

Bald beginnt er selbst diese Musik zu produzieren – erst als Selector bei einem Soundsystem, dann als MC beim Pow Pow Movement und ab etwa 1992 beim Hamburger Soundsystem Silly Walks.

1997 trifft er Max Herre von der HipHop-Band Freundeskreis auf einer Party. Die beiden schnacken, Herre lädt ihn für den Folgetag ins Studio ein, wo er als Mr. Gentleman seinen Teil zum Stück „Tabula Rasa“ beiträgt.

Der Erfolg beschert ihm einen Plattenvertrag mit Four Music, dem Label der Fantastischen Vier. Dort erscheinen zwischen 1999 und 2007 Gentlemans erste vier Studio und ein Live-Album. Ab 2010 folgen drei weitere Studioalben, ein MTV-Unplugged und kooperative Alben mit Richie Stephens und Ky-Mani Marley.

Sein achtes Studioalbum „Mad World“ ist am 2. Dezember veröffentlich worden.

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Shacke One23 Nov 202202:26:29

Geboren wird Shacke One im April 1989 in Berlin-Pankow.

Zwischenzeitlich hat er mal 13 Jahre im Wedding gelebt und ein Jahr in Chile.

Vor allem ist er Plattensammler, Supernerd, DJ, Rapper, Graffiti-Sprayer, Label-Chef, Bier-Hersteller und wirkt bei der "Das Zündet"-Partyreihe, dem Comedy-Youtube Format "Heikos Welt" und dem dazugehörigen Kinofilm mit.

Die ersten Features gibt es ab 2014, das erste Kollabo-Album 2015, das erste eigene Album folgt mit „Stecks, Schmiers & Suffs“ 2016. Mit „S1“ ist Ende Juli das bereits vierte Album erschienen.

Fast genau so wichtig wie seine Laufbahn als Rapper ist seine Leidenschaft für Schallplatten, für die er um die ganze Welt reist, um mit der Beute seine eklektischen DJ-Sets zu befeuern.

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Flo Weber09 Nov 202201:49:44

Zur Welt gekommen ist Flo Weber 1974 im oberbayerischen Schrobenhausen.

Der Diplomsportwissenschaftler ist seit 1995 damit beschäftigt, Schlagzeug bei den Sportfreunden Stiller zu spielen. Vor allem seit dem Durchbruchsalbum „So wie einst Real Madrid“, das am 28. April 2000 erscheint.

Es folgen – inklusive des neuen Albums „Jeder Nur Ein Kreuz“ – sechs Studio- und drei Live-Alben mit den Sporties.

Mitte der 00er Jahre gründet er die Quasi-Hardcore-Band Bolzplatz Heroes, hilft als Schlagzeuger bei der Noiserock-Band Harmful aus und gründet mit deren Frontmann Aren Emirze das Duo Taskete.

Aber das ist längst nicht alles, denn Flo veröffentlicht 2006 mit „You’ll never walk alone“ sein Romandebüt. 2007 folgt ein Tourbuch namens “Tourbo-ok“, 2012 der Roman „Grimms erben“ und erst im März 2022 sein dritter Roman „Die wundersame Ästhetik der Schonhaltung beim Ertrinken“.

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