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Explore every episode of the podcast Der Pragmaticus Podcast

Dive into the complete episode list for Der Pragmaticus Podcast. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.

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TitlePub. DateDuration
Israel, Gaza und der Nahostkonflikt01 Oct 202400:40:16
Der Politikwissenschaftler Jan Busse über die Geschichte des Nahostkonflikts und die aktuelle Eskalation im Libanon. Ein Podcast vom Pragmaticus. 

Das Thema
Jan Busse geht dem politischen Kalkül Benjamin Netanyahus und der Rolle der Hamas nach, um die Bereitschaft beider Akteure, den Konflikt eskalieren zu lassen, verständlich werden zu lassen. Der Politikwissenschaftler erklärt die Geschichte von Israelis und Palästinensern und diskutiert mögliche Friedenslösungen – auch jenseits einer Zweistaaten-Regelung.

Unser Gast in dieser Folge: 
Jan Busse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Internationale Politik und Konfliktforschung der Universität der Bundeswehr in München. Gemeinsam mit Muriel Asseburg hat er das Buch Der Nahostkonflikt. Geschichte, Positionen, Perspektiven geschrieben, das im August bereits in der 12. Auflage im Verlag C.H. Beck erschien.

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Wie ein Gesicht im Sand24 Sep 202400:33:28
Der Paläoanthropologe Bence Viola über das Verschwinden des Denisova-Menschen. Ein Podcast vom Pragmaticus. 

Das Thema
Vor 20.000 Jahren verliert sich jede Spur des Denisova-Menschen. Seit fünfzehn Jahren erst weiß man von der Existenz dieses Urmenschen, der so wenige Zeugnisse hinterließ wie kaum eine andere Menschengruppe. Der Paläoanthropologe Bence Viola erklärt im Podcast, warum diese Spezies Mensch ausstarb, und wie es es dazu kam, dass man von ihrer Existenz weiß. 

Unser Gast in dieser Folge: 
Bence Viola ist Paläoanthropologe und Associate Professor an der University of Toronto. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er durch die Ausgrabungen im Altai bekannt, wo ein Fingerknochen-Fragment des Denisova-Menschen gefunden worden war. Gemeinsam mit anderen gelang ihm der Nachweis der neuen Spezies Mensch.

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Der Klimawandel in den Alpen23 Jul 202400:21:43
Der Meteorologe Andreas Jäger über die Gestalt des Klimawandels in den Bergen und warum sowohl Dürren als auch Starkregen zunehmen. Ein Podcast vom Pragmaticus.
Das Thema
Hochwasser im Winter; Trockenheit, die sich über Wochen hält; Extremregen, der auch nicht weggehen will, Muren, Steinschlag: Der Meteorologe Andreas Jäger erklärt, warum der Klimawandel sich in den Alpen so und nicht anders zeigt, und er fragt sich, was die Menschheit eigentlich davon abhält, dagegen aktiv zu werden.

Unser Gast in dieser Folge:
Andreas Jäger ist Meteorologe und Moderator bei ServusTV und beim ORF. Er ist der Autor mehrerer Bücher, 2021 erschien im benevento Verlag das Buch Die Alpen im Fieber, in dem es um die Auswirkungen des Klimawandels in den Alpen geht. Wie das Klima Wetter macht, zeigt er in seinem Blog.

Tipp: Am 5. Juli ist unser Magazin mit einem ausführlichen Schwerpunkt zum Thema Alpen erschienen! Auch in dieser Podcastreihe werden wir noch eine weitere Episode den Alpen widmen. Wir sprechen mit der Autorin und Bergführerin Ana Zirner.
  • Zum Podcast mit dem Kulturgeografen Werner Bätzing geht es hier.
  • Zum Podcast mit dem Präsidenten des Alpenvereins, Wolfgang Schnabl, geht es hier
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Der Alpenverein, die Hütten und das Klima16 Jul 202400:21:44
Der Präsident des ÖAV, Wolfgang Schnabl, über die Folgen des Klimawandels für die Sicherheit in den Bergen, und wie man die Alpen vor Übernutzung bewahrt. Ein Podcast vom Pragmaticus.
Das Thema
Murengänge, Steinschlag, Wassermangel: Der Präsident des Alpenvereins, Wolfgang Schnabl, berichtet im Podcast darüber, wie sich der Klimawandel auf die Sicherheit in den Bergen auswirkt, und warum sich der Alpenverein gegen die Neuerschließung von Gletscherskigebieten und Wasserkraft auf den letzten alpinen Mooren einsetzt. „Ist ein Pumpspeicher in zehn oder 15 Jahren wirklich noch die Speichermethode wie wir Energie speichern werden? Ich glaube nicht.“

Unser Gast in dieser Folge:
Wolfgang Schnabl ist Bergsportler, Tourenführer und seit Mai 2024 der Präsident des Österreichischen Alpenvereins mit über 700.000 Mitgliedern. Der promovierte Biochemiker arbeitet im Bereich IT-Sicherheit in Niederösterreich.

Tipp: Am 5. Juli ist unser Magazin mit einem ausführlichen Schwerpunkt zum Thema Alpen erschienen! Auch in dieser Podcastreihe werden wir zwei weitere Episoden den Alpen widmen. Wir sprechen mit der Autorin und Bergführerin Ana Zirnerund mit dem Meteorologen Andreas Jäger. Zum Podcast mit dem Kulturgeografen Werner Bätzing geht es hier

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Indien: Nun zu den echten Problemen09 Jul 202400:21:10
Die Medienwissenschaftlerin Pradnya Bivalkar über Indien nach den Wahlen: Der Hindu-Nationalismus zieht nicht mehr, Narendra Modi und die BJP müssen sich den echten Problemen zuwenden. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Mit seinem hindunationalistischen Kurs hat sich Narendra Modi selbst ein Ei gelegt – so könnte man das Fazit von Pradnya Bivalkar zusammenfassen. Zum einen fühlten sich viele Minderheiten, wohl nicht zu Unrecht, an den Rand gedrängt und wählten daher kleine regionale Parteien; zum anderen zielte Modis Variante des Hindu-Nationalismus (oder Hindutva) an den drängenden Problemen Indiens glatt vorbei: Der hohen Arbeitslosigkeit und dem Klimawandel. Die Medienwissenschaftlerin Pradnya Bivalkar resümiert das Wahlergebnis und zeigt, wohin die Reise für Indien in Zukunft gehen wird.

Unser Gast in dieser Folge:
Pradnya Bivalkar stammt aus Pune in Indien, lebt seit 2009 in Deutschland und ist Senior Project Manager an der Robert Bosch Academy in Berlin. Als Medienwissenschaftlerin ist einer ihrer Forschungsschwerpunkte ein kulturwissenschaftliches Verständnis der verschiedenen Ausdrucksformen des Hindu-Nationalismus, insbesondere im Film. Hindu-Nationalismus war auch das Thema im Podcast, den wir vor den Wahlen mit ihr geführt haben.


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Die Alpen – Kulturraum am Kipp-Punkt02 Jul 202400:31:25
Kultur-Geograph und „Alpenpapst“ Werner Bätzing über die Gefahren für die Alpen als Kulturraum und wie man ihre Einzigartigkeit bewahrt. Ein Podcast vom Pragmaticus.



Das Thema
Die Alpen verschwinden, lautet eine These von Werner Bätzing, Kulturgeograph und Autor des Standardwerks über die Kulturgeschichte der Alpen. Nach den Umbrüchen im 19. Jahrhundert kam die zweite große Zäsur in den 1960er Jahren mit der Industrie, dem Tourismus und dem Verkehr. Die Berglandwirtschaft wurde – ungewollt – endgültig an den Rand gedrängt. Die Gleichzeitigkeit von Aufschwung und Verlust charakterisiert den Alpenraum bis heute. In Zukunft werden noch weitere Risse die Alpen durchziehen: Die Städte werden größer, ebenso die Touristenzentren. Doch einige Orte werden verlassen sein. Werner Bätzing skizziert im Podcast mögliche Auswege aus dem Alpenparadox.

Unser Gast in dieser Folge:
Werner Bätzing ist Professor emeritus für Kulturgeographie an der Universität Erlangen-Nürnberg und durch seine Publikationen über die Alpen auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Sein Buch Die Alpen, Geschichte und Zukunft einer europäischen Kulturlandschaft ist in mehreren Auflagen erschienen und gilt als Standardwerk zum Thema. Bätzing forscht außerdem zur Geschichte des ländlichen Raumes. Zuletzt erschien von ihm Homo Destructor. Eine Mensch-Umwelt-Geschichte.

Tipp: Am 5. Juli erscheint unser Magazin mit einem ausführlichen Schwerpunkt zum Thema Alpen!  Auch in dieser Podcastreihe werden wir drei weitere Episoden den Alpen widmen. Wir sprechen mit der Autorin und Bergführerin Ana Zirner, dem Präsidenten des Österreichischen Alpenvereins Wolfgang Schnabl und mit dem Meteorologen Andreas Jäger.  

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Ein Missverständnis: Mainstream-Ökonomik und Klima25 Jun 202400:21:06
Der Ökonom Stefan Schleicher über grundlegende Missverständnisse und Fehlkonzepte der Wirtschaftswissenschaften. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Hätten die Wirtschaftswissenschaften dazu beitragen können, dass Klimapolitik sachlicher und konsensorientierter ist? Stefan Schleicher meint ja. Die Ursache für die Tatenlosigkeit der Mainstream-Ökonomik sieht er in ihrer Fixierung auf Größen wie das BIP. Diese blenden systematisch aus, welches Ziel das Wirtschaften eigentlich hat – solange das BIP steigt, ist alles gut, auch wenn es nicht gut ist. 

Unser Gast in dieser Folge:
Stefan Schleicher ist Wirtschaftswissenschaftler und forscht am Wegener Center für Klima und globalen Wandel an der Universität Graz sowie am Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo in Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem der Gebäudesektor, Energieeffizienz und Emissionshandel. Er war Teilnehmer einer Podiumsdiskussion des Pragmaticus zum Thema Wissenschaftsfreiheit.

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Ausgabenbremse: Besser als die Schuldenbremse18 Jun 202400:21:39
Der Ökonom Jan Kluge über die Effekte einer Ausgabenbremse, die strukturelle Reformen attraktiver macht und auch gegen Fachkräftemangel hilft. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Jan Kluge, Ökonom des Thinktanks Agenda Austria, skizziert im Podcast den Weg zu weniger Abgaben. Dieser Weg führt über mehr fiskalpolitische Eigenverantwortung von Ländern und Gemeinden sowie eine Ausgabenbremse. Anders als eine Schuldenbremse ließe sich diese nämlich nicht durch mehr Einnahmen aushebeln.

Unser Gast in dieser Folge:
Jan Kluge arbeitet als Ökonom bei Agenda Austria mit Schwerpunkten in den Bereichen Wirtschaftsstandort, Klima sowie Digitalisierung. Er ist Autor des Pragmaticus und zu den Themen Abgaben, Klima und Geldpolitik geschrieben.

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Moment der Wahrheit11 Jun 202400:22:34
Marie Ringler, Vizepräsidentin des Europäischen Forums Alpbach, über den Moment der Wahrheit, den wir erleben. Ist diese unsere Gegenwart eine Zeit der Entscheidung? Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Egal ob Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Klimawandel oder Digitalisierung: Im Heute werden die Weichen gestellt für die Zukunft. Wesentlich sei, dass Menschen die Möglichkeit des Austauschs haben – über Grenzen hinweg. Das Forum Alpbach hat deshalb die starren Vortragsstrukturen aufgebrochen, um mehr Zufälligkeit und glückliche Begegnungen zuzulassen.
Mit 4.000 Besuchern ist das 1945 gegründete Europäische Forum Alpbach heute eine der renommiertesten Diskurs- und Vernetzungsveranstaltungen Europas. Schon vor einigen Jahren änderte es seine Formate, um mehr Dialog zu ermöglichen. Das Herzstück sind immer noch die Programme für die internationalen Stipendiaten und Stipendiatinnen. In diesem Jahr werden besondere Gäste erwartet: Papst Franziskus ebenso wie die Nobelpreisträger Joseph Stiglitz und Anton Zeilinger.

Unser Gast in dieser Folge:
Marie Ringler ist Vizepräsidentin und Vorstandsmitglied des Europäischen Forums Alpbach und Europa-Chefin von Ashoka, einem Netzwerk zur Förderung von sozialem Unternehmertum.

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Europawahlen: Drei Gründe, wählen zu gehen04 Jun 202400:34:30
Der Politiker und EU-Kenner Franz Fischler über die Bedeutung der Europawahlen 2024. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Diese Europawahlen werden die Weichen für die kommenden Jahrzehnte stellen, sagt der Politiker und EU-Kenner Franz Fischler. Nicht nur für die Bürger Europas, sondern auch für die EU selbst. Es geht um eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik, um die Budgets für Klima und Umwelt, Regulationen für die Wirtschaft und letztlich um die Frage, wieviel Macht die Mitgliedsstaaten denn eigentlich haben sollen.

Unser Gast in dieser Folge:
Franz Fischler ist ein Politiker der Österreichischen Volkspartei, ÖVP. Von 1995 bis 2004 war Fischler Europäischer Kommissar für Landwirtschaft und Entwicklung des ländlichen Raumes sowie, ab 1999, Fischerei. Der studierte Landwirt war österreichischer Landwirtschaftsminister, lange Jahre Präsident des Ökosozialen Forums sowie des Europäischen Forums Alpbach. Mit dem Pragmaticus sprach Fischler unter anderem bereits über die Chancen von Gentechnik.

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Die Gigawahlen28 May 202400:26:36
Die Indien-Expertin Pradnya Bivalkar über die drei Faktoren, die Nahendra Modi bei den Wahlen in Indien wieder gewinnen lassen. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Indien ist ein multireligiöses, mulitkulturelles und multiethnisches Land. Nahendra Modi, der amtierende Premier, will etwas anderes: „Das langfristige Projekt ist, dass Indien zu einem gewissen Zeitpunkt eine relativ einheitliche indische Kultur hat, eine einheitliche indische Identität, und diese indische Identität bezieht sich auf die hinduistische Geschichte des Subkontinents, um die anderen auszuschließen.“ Das sagt Pradnya Bivalkar und erklärt im Podcast, wie es sein kann, dass Modi damit zum dritten Mal Erfolg haben wird. 

Unser Gast in dieser Folge:
Pradnya Bivalkar stammt aus Pune in Indien, lebt seit 2009 in Deutschland und ist Senior Project Manager an der Robert Bosch Academy in Berlin. Als Medienwissenschaftlerin ist einer ihrer Forschungsschwerpunkte ein kulturwissenschaftliches Verständnis der verschiedenen Ausdrucksformen des Hindu-Nationalismus, insbesondere im Film.

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Iran - Israel, eine Einordnung21 May 202400:35:05
Der Iran-Experte Walter Posch über die Hintergründe des Verhältnisses Israel-Iran und die Rolle des Krieges in Gaza. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Israel, der Iran und die gesamte Region Naher Osten werden bis auf Weiteres in desaströser Prekarität verharren, so der Iranist Walter Posch. Wer einen Flächenbrand ausgehend vom Konflikt Israel und Iran erwarte, sei blind für die Gegenwart, sagt er. Denn der Flächenbrand ist bereits da: Frieden für die sei nur ausgehend von einem Frieden in Gaza und einer tragfähigen Lösung für die palästinensische Bevölkerung denkbar. Der Westen müsse sich (diesmal) auch davon verabschieden, eine Lösung zu forcieren, die seiner Hegemonie nützt: „Wenn ich eine Befriedigung zum Zwecke der Absicherung der westlichen Hegemonie versuche, wird das nicht gelingen. Globalisierung heißt auch, dass alle mitreden. Daran werden sich auch die Europäer und die Amerikaner gewöhnen wissen, und die Russen übrigens auch.“

Unser Gast in dieser Folge:
Walter Posch ist Iranist und Islamwissenschaftler. Er forscht und lehrt am Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement der Landesverteidigungsakademie in Wien, die zum Bundesministerium für Landesverteidigung gehört. Einer seiner Forschungsschwerpunkte sind Untergrundbewegungen des Nahen Ostens.

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Mitte des Lebens? Gut so!17 Sep 202400:23:40
Die Philosophin Barbara Bleisch über den besten Teil des Lebens: die Mitte. Ein Podcast vom Pragmaticus. 

Das Thema
Die Midlife Crisis trägt ihren Namen zu Recht sagt die Philosophin Barbara Bleisch, denn die Mitte des Lebens bringt die Krise. Das kann befreiend sein, meint sie. Statt Ratgeber-Kitsch hat sie gute Argumente für diese These: Reich an Erfahrungen kann man sich unabhängig machen von den Erwartungen der Gesellschaft. Man kann aktiv sein und gestalten.

In diesem Podcast geht Barbara Bleisch der Lebensmitte weniger beratend, denn philosophisch auf den Grund und stellt die Midlifecrisis in einen kultur- und philosophiegeschichtlichen Kontext. 

Unser Gast in dieser Folge: 
Barbara Bleisch ist Philosophin, Moderatorin, vielfache Buchautorin und seit 2024 gemeinsam mit Konrad Paul Liessmann die Intendantin des Philosophicum Lech. Ihr aktuelles Buch Mitte des Lebens. Eine Philosophie der besten Jahre ist im Verlag Hanser erschienen. Für den Pragmaticus schrieb Barbara Bleisch einen Kommentar über Störenfriede.

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Tiere verstehen – Was die Bioakustik bisher weiß14 May 202400:24:51
Die Forscherin Angela Stöger über die Sprache der Tiere und die Chance des Menschen, sie zu verstehen. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Wenn wir die Laute der (anderen) Tiere verstehen könnten, wüssten wir dann, was sie denken? Die Kognitionsbiologin (und Bestsellerautorin) Angela Stöger nimmt Sie mit auf eine akustische Spurensuche und erklärt die Chancen und Grenzen der Bioakustik am Beispiel der Kommunikation von Elefanten. 

Unser Gast in dieser Folge:
Angela Stöger ist Zoologin und als Verhaltens- und Kognitionsbiologin auf die Kommunikation von Säugetieren spezialisiert. Sie gründete 2011 an ihrer Alma Mater, der Universität Wien, das Mammal Communication Lab, seit 2023 eine Arbeitsgruppe des Instituts für Schallforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Die Arbeitsgruppe erforscht die lautliche Kommunikation von Afrikanischen und Asiatischen Elefanten, Geparden, Löwen, Giraffen, Bären und Afrikanischen Wildhunden. Stöger-Horwath hat bisher in zwei Büchern ihr Spezialgebiet interessierten Lesern vermittelt: Von singenden Mäusen und quietschenden Elefanten (gemeinsam mit Patricia McAllister-Käfer) erschien 2021; Elefanten: Ihre Weisheit, ihre Sprache und ihr soziales Miteinander 2024. Beide Bücher wurden als Wissenschaftsbuch des Jahres ausgezeichnet.

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Ist Politik ein schmutziges Geschäft?07 May 202400:27:54
Der Politikberater Thomas Hofer über Ehrlichkeit, Geld und Korruption in der Politik. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Wieviel müssen Politiker aushalten? Sind Korruption und Freunderlwirtschaft in der Politik „normal“? Verdienen Politiker genug? In diesem Podcast geht es um die grundlegenden Fragen, die das tägliche Geschäft des Politikerdaseins ausmachen. Thomas Hofer hat eine These: Die Fragmentierung von Gesellschaft und Medien und der zunehmend rauere Ton laden Politiker geradezu dazu ein, sich auf die Kanäle zurückzuziehen, wo es keine Kritik gibt, auf eigene Social Media- Kanäle etwa. Für Demokratien ist das aber fatal: „Diese Orte, wo wir als Demokratie die wesentlichen Fragen behandeln, kommen uns abhanden. Die Medien können die notwendige Kontrolle nicht mehr ausüben“, sagt Thomas Hofer. 

Unser Gast in dieser Folge:
Thomas Hofer ist Politikberater und Autor zahlreicher Bücher. Der studierte Kommunikationswissenschaftler und Anglist ist geschäftsführender Gesellschafter der H&P Public Affairs GmbH und begann seine Karriere als Redakteur für Innenpolitik beim Nachrichtenmagazin Profil.

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Der Autokraten leichte Beute30 Apr 202400:29:12
Der Journalist Paul Lendvai über das mögliche Ende der Demokratie in Europa. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Politische Systeme können schneller zusammenbrechen als man glaubt – das ist eine der Lehren, die der Publizist Paul Lendvai aus der Geschichte zieht. Was Demokratien so verwundbar macht, so Lendvai, seien die Vergesslichkeit der Bevölkerung und die Korrumpierbarkeit der Politik. Die Gefahr, die von Autokraten ausgeht, wird unterschätzt und von der Politik im Dienste des eigenen Machterhalts heruntergespielt. Lendvai sieht darin eine generelle Problematik von Demokratien, da sie anders als Autokratien niemals einfache Lösungen anbieten können. In Krisenzeiten kann ihnen das zum Verhängnis werden.

Unser Gast in dieser Folge:
Paul Lendvai, 1929 in Budapest geboren, ist Journalist und Autor zahlreicher Bücher zur Politik- und Zeitgeschichte. Der Osteuropa-Experte war Korrespondent für die Londoner Financial Times und österreichische, Schweizer und deutsche Zeitungen und Magazine. Er war Chefredakteur der Osteuropa-Redaktion des ORF und Intendant von Radio Österreich international, leitete das Europa-Studio des ORF und war Kolumnist des Standard. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt, und er ist der Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens der Republik Österreich. Zuletzt erschien Über die Heuchelei im Verlag Zsolnay (Hanser). 

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Der imaginierte Rand Europas: Republik Moldau23 Apr 202400:35:38
Der Historiker Florian Kührer-Wielach über die Republik Moldau, Beitrittskandidat zur EU und in derselben weitgehend unbekannt. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Die Republik  Moldau kennt man wegen der Teile, die nicht zu ihr gehören wollen, Transnistrien etwa. Doch ist Moldau wirklich keine Nation? Ist Transnistrien wirklich russisch? Der Historiker Florian Kührer-Wielach erklärt in diesem Podcast, warum es diesem Land zwischen Rumänien und der Ukraine gelingt, seine multikulturelle und multiethnische Identität trotz aller Widrigkeiten zu wahren. 

Unser Gast in dieser Folge:
Florian Kührer-Wielach ist ein auf die Geschichte Südosteuropas spezialisierter Historiker und der Direktor des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS).

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Immanuel Kant: Die unabgeschlossene Aufklärung16 Apr 202400:29:55
Der Kant-Spezialist Georg Cavallar erklärt die Bedeutung des Philosophen Immanuel Kant für die Gegenwart. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Das Wesen der Aufklärung ist Rationalität, oder? Georg Cavallar geht in dieser spannenden Einführung zu Kant über diese Sicht hinaus. Es gelingt ihm, neue Aspekte in der Philosophie Immanuel Kants sichtbar und die Kritik an Kant nachvollziehbar zu machen. Ein Podcast mit Relevanz für die Gegenwart. 

Unser Gast in dieser Folge:
Georg Cavallar ist Lehrer am Bundesgymnasium Wien IX und Lehrbeauftragter an der Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft der Universität Wien. Er habilitierte 2003 im Fach Neuere Geschichte. Sein Buch, Kant-Führerschein für bildungshungrige Anfänger, ist derzeit noch in Vorbereitung. Mehr über Georg Cavallar erfahren Sie hier

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Darf Wissenschaft aktivistisch sein?09 Apr 202400:32:15
Der Philosoph Konrad Paul Liessmann spricht sich gegen Aktivismus von Wissenschaftlern aus. Auch Warnungen sollten allenfalls in der Politikberatung Platz haben. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Als Teil unseres Dossiers über die Freiheit der Wissenschaft diskutiert Konrad Paul Liessmann im Podcast die Frage, ob politisches Engagement und Wissenschaft sich ausschließen. Er meint, ja.   

Unser Gast in dieser Folge:
Konrad Paul Liessmann ist Philosoph und lehrte von 1995 bis zu seiner Emeritierung 2023 an der Universität Wien. Er ist der Autor zahlreicher Bücher, darunter das zuletzt erschienene Werk Gedankenspiele über die Verantwortung (Verlag Droschl). Liessman ist neben Barbara Bleisch Intendant des Philosophicum Lech, das in diesem Jahr unter dem Motto „Sand im Getriebe“ steht.

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Wie Deutschland scheitert26 Mar 202400:20:34
Publizist Henryk M. Broder lässt kaum ein gutes Haar an Deutschland. Ist Deutschland wirklich außer woke und devot nichts, wie Broder sagt? Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Der wirtschaftliche Abschwung und eine Regierung, die sich ständig selbst blockiert: Deutschland scheint die erforderlichen Transformationen nicht gut zu schaffen. Henryk M. Broder hat eine ganze Liste, was (ihm) alles an Deutschland nicht passt. 

Unser Gast in dieser Folge:
Henryk Marcin Broder wurde 1946 in Katowice (Polen) geboren, ist Publizist und Autor zahlreicher Bestseller. Er lebt in Berlin und schreibt seit 2022 auch für den Pragmaticus. Seine publizistische Karriere begann bei den St. Pauli-Nachrichten und Konkret und führte ihn unter anderem über die Frankfurter Rundschau und Die Zeit zur Welt. Sein erstes Buch hieß Wer hat Angst vor Pornografie? (1970), seine jüngste Publikation ist Durchs irre Germanistan. Notizen aus der Ampel-Republik (2023, gemeinsam mit Reinhard Mohr).

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 2. April 2024 zum Thema Fett!. In macht Hunger geht es um die Politik und die Kulturgschichte des Essens

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Mars, neue Heimat12 Mar 202400:24:23
Der Astrophysiker Gernot Grömer erklärt, wie der Mensch den Mars besiedelt. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
In sogenannten Analog-Missionen wird die Besiedlung vin Mars und Mond geübt. Im März 2024 sind die Erd-Astronauten in Armenien, wo die Bedingungen einer Basisstation auf dem Mars simuliert werden. Gernot Grömer ist überzeugt, dass es für die nächsten Generationen ganz normal sein wird, Siedlungen auf dem Mond als kleine helle Flecken zu sehen.

Unser Gast in dieser Folge:
Gernot Grömer stammt aus Oberösterreich (St. Florian), ist aber spätestens seit seinen Studien der Astrophysik und Astrobiologie ebenso im Weltraum zuhause. Er ist Mitbegründer und seit 2012 Direktor des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF) und mit 14 Missionen ein erfahrener Analog-Astronaut. Seit 2018 moderiert Grömer die Sendung P.M. Wissen auf ServusTV.

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 19. März 2024 zum Thema Tea Time. In macht Hunger geht es um die Politik und die Kulturgschichte des Essens.

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Unsere fragile Sicherheit27 Feb 202400:24:53
Ein Podcast vom Pragmaticus: Die Militärstrategin Florence Gaub erklärt, wie man mit den Methoden der Zukunftsforschung Unsicherheit und Angst überwindet.

Das Thema
Noch in den 1960er Jahren verließ man sich darauf, dass die Technik schon alles richten würde. Die Welt war auf Technikgläubigkeit und Zukunftsoptimismus gedrillt. Dieser Optimismus ist geschwunden, und Florence Gaub hat die These, dass dies damit zu tun hat, dass wir nicht mehr das Gefühl haben, auf die Zukunft Einfluss nehmen zu können. Im Podcast spricht sie darüber, wie man dieses Gefühl zurückgewinnt und damit eine bessere Zukunft möglich macht.

Unser Gast in dieser Folge:
Florence Gaub ist Politikwissenschaftlerin und forscht zu den Themen Sicherheit, Zukunft und Militärstrategien. Sie ist die Forschungsdirektorin des NATO Defence College in Rom und Autorin von Zukunft. Eine Bedienungsanleitung, das im Verlag dtv erschienen ist.

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 5. März 2024 zum Thema Ekel. In macht Hunger geht es um die Politik und die Kulturgschichte des Essens.

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Die Ukraine, das Gas und die Macht der Verdrängung13 Feb 202400:18:11
Ein Podcast vom Pragmaticus: Die Historikerin Franziska Davies erklärt die Ursachen für die Ambivalenz des Westens nach zwei Jahren Krieg in der Ukraine. Hat Europa noch nicht begriffen, dass es auch um die europäische Demokratie in diesem Krieg Putins geht?

Das Thema
Die Historikerin Franziska Davies geht im Podcast der Frage nach, warum die westliche Politik der Ukraine bis Mitte 2022 die Unterstützung versagte und stattdessen mit Wladimir Putin paktierte, der Russland schon seit Ende der 1990er Jahre in eine Diktatur umbaute. Das russische Gas ist dabei nur einer der Gründe. Tatsächlich wurde die Zivilgesellschaft nicht unterstützt – weder in der Russischen Föderation noch in der Ukraine.

Unser Gast in dieser Folge:
Franziska Davies forscht und lehrt als Osteuropa-Historikerin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Russlands im 19. und 20. Jahrhundert und die Geschichte der Ukraine. Sie ist die Autorin mehrerer Bücher und die Herausgeberin des Buches Die Ukraine in Europa. Traum und Trauma einer Nation.

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 20. Februar 2024 zum Thema Salz. In macht Hunger geht es um die Politik und die Kulturgschichte des Essens.

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Das ziellose Zögern des Westens10 Sep 202400:31:54
Die NATO-Staaten haben gut acht Jahre, um aufzurüsten, so der Russland-Experte Gerhard Mangott. Das Problem: Der Westen weiß nicht, was sein Ziel im Ukraine-Krieg ist und überlässt Putin und China das Feld. Ein Podcast vom Pragmaticus. 

Das Thema
Ohne westliche Hilfe wäre die Ukraine bereits in Teilen erobert und wirtschaftlich bankrott, so der Politikwissenschaftler Gerhard Mangott im Podcast. Das Zögern des Westens jedoch, ausreichend Waffen zu liefern, verhindert allerdings, dass die Ukraine Russland dauerhaft besiegen kann. Ein Interesse an einer Verhandlungslösung hat Putin nicht. Ebensowenig China, das Mangott als einen der Staaten identifiziert, die Russland an den Verhandlungstisch zwingen könnten. Noch sei Russland nicht in der Lage, einen NATO-Staat anzugreifen. In einigen Jahren kann das anders sein. Mangott empfiehlt, diese, seiner Schätzung nach, acht Jahre zu nutzen. 

Unser Gast in dieser Folge: 
Gerhard Mangott ist Politikwissenschaftler und Professor für Politikwissenschaft mit der Spezialisierung auf Internationale Beziehungen und Sicherheitsforschung im post-sowjetischen Raum an der Universität Innsbruck. Er hat für den Pragmaticus eine Analyse des Systems Putin geschrieben. Er war bereits mehrmals Gast in unserem Podcast: 2021, kurz vor der Vollinvasion Russlands in die Ukraine analysierte er die Interessen Russlands. Er zog für uns 2023 nach einem Jahr Krieg eine Bilanz und gab eine Einschätzung als Putin das Getreideabkommen im Sommer 2023 wiederholt aufhob und mit einem Nuklearschlag drohte. Ein Szenario, wie dieser Krieg enden könnte, hat er hier beschrieben.

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Die wahren Gefahren von AI30 Jan 202400:24:12
Ein Podcast vom Pragmaticus: Dienstbar in Form von Siri und Alexa mörderisch im Fall von Waffensystemen und für Forscher immer noch eine Black Box: Die Gefahren von AI seien unterschätzt, meint unser Gast in dieser Episode. Ebenso aber die Chancen. Ein Podcast über Künstliche Intelligenz mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Sabine T. Köszegi.

Das Thema
Die Wirtschaftswissenschaftlerin Sabine T. Köszegi plädiert für eine umfassende Regulation von AI, denn die Folgen der Technologie und ihrer Anwendungen sind nicht in ihrem Ausmaß bekannt. Angefangen von der Deep Fakes bis hin zu autonomen Waffensystemen ist die Liste der Risiken von KI lang. Doch es gibt auch Chancen. Unser Gast ist optimistisch wenn auch kritisch.

Unser Gast in dieser Folge:
Sabine T. Köszegi ist Professorin für Arbeitswissenschaft und Organisation und leitet den gleichnamigen Fachbereich an der Technischen Universität Wien. Sie ist Mitglied des Fachbeirats für Ethik der Künstlichen Intelligenz der UNESCO-Kommission Österreich, forscht in internationalen Forschungsgruppen und leitet das MBA-Programm Innovation Entrepreneurship & Digitalisation. Sie ist außerdem Koordinatorin des Doktoratskollegs Trust in Robots an der TU Wien. Seit 2017 ist sie Ratsvorsitzende des Österreichischen Rats für Robotik und Künstliche Intelligenz (AI) des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie sowie Mitglied des AI Advisory Boards der Bundesregierung in Österreich.

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 6. Februar 2024 zum Thema Ekel. In macht Hunger geht es um die Politik und die Kulturgschichte des Essens.

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Taiwan nach den Wahlen20 Jan 202400:35:18
Ein Podcast vom Pragmaticus: Bei den Präsidentschaftswahlen in Taiwan am 13. Januar 2024 hat der Kandidat der Demokratischen Fortschrittspartei, Lai Ching-te, gewonnen. Was bedeutet der Wahlausgang für die Sicherheit des Inselstaates und die Weltwirtschaft? Ein Podcast mit der Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik.

Das Thema
Die Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik erklärt in diesem Podcast, warum in Taiwan jede politische Willensbekundung einem diplomatischen Drahtseilakt gleichkommt. Die Wähler haben sich bei den Wahlen am 13. Januar 2024 im Prinzip für den Status quo entschieden, ein prekärer Schwebezustand in wirtschaftlicher und geopolitischer Abhängigkeit sowohl von den USA als auch von China. Im Gespräch mit Karin Pollack erklärt sie die Gründe.

Unser Gast in dieser Folge:
Susanne Weigelin-Schwiedrzik ist Sinologin. Von ihrer Professur für Moderne Sinologie an der Universität Heidelberg (1989 bis 2002) wurde sie 2002 an die Universität Wien berufen, wo sie bis 2020 als Professorin am Institut für Ostasienwissenschaften tätig war. Seit 2012 ist sie korrespondierendes Mitglied in der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). In ihrer Forschung hat sie sich insbesondere mit der chinesischen Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts und zeitgenössischer chinesischen Diskursen über historische Ereignisse wie die große Chinesische Hungersnot und die Kulturrevolution auseinandergesetzt. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher. Zuletzt erschien von ihr im Brandstätter Verlag das Buch „China und die Neuordnung der Welt“. Weigelin-Schwiedrzik schreibt als Autorin für den Pragmaticus.

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 23. Januar 2024 zum Thema Kartoffel. In macht Hunger geht es um die Politik und die Kulturgschichte des Essens.

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Die letzte Grenze16 Jan 202400:19:50
Ein Podcast vom Pragmaticus: In dieser Episode geht es um die Frage, was mit unserem Körper, unserer Psyche und unserem Denken passiert, wenn wir den Mond und schließlich den Mars besiedeln. Ein Podcast mit der Medizinerin und Astronautin Carmen Possnig.

Das Thema
Carmen Possnig hat ein Jahr in Kälte und Isolation inklusive vier Monate Dunkelheit in der Antarktis verbracht und untersucht, was unter diesen Bedingungen mit dem Immunsystem und mit der Psyche des Menschen passiert. Die Medizinerin und Astronautin will dabei sein, wenn auf dem Mond eine permanente Forschungsstation eingerichtet wird. Carmen Possnig ist überzeugt, dass Menschen eines Tages auch den Mars besiedeln werden.


Unser Gast in dieser Folge:
Carmen Possnig ist Allgemeinmedizinerin und forscht an der Universität Innsbruck sowie am Institut für Weltraummedizin und -physiologie (MEDES) in Toulouse zu Weltraummedizin. 2017 bis 2018 war sie im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) ein Jahr in der Forschungsstation Dome Concordia tätig, wo sie die Auswirkungen von Isolation und geringem Sauerstoffgehalt auf die Crew erforschte. Seit 2022 ist sie Ersatzastronautin des Europäischen Astronautenkorps. Das Buch über ihre Erfahrungen in der Antarktis, Südlich vom Ende der Welt, ist 2020 im Verlag Ludwig erschienen.

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 23. Januar zum Thema Erdäpfel, Kartoffeln, Krumbiere und Erpfi. In macht Hunger geht es um die Politik und die Kulturgschichte des Essens.

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Die Grenzen der Abnehm-Pillen02 Jan 202400:26:59
Ein Podcast vom Pragmaticus: In dieser Episode geht es um die Frage, wie Ozempic & Co. bei Diabetes und Übergewicht wirken und ob diese Medikamente geeignet sind, das Gewicht dauerhaft zu senken. Ein Podcast mit dem Mediziner Martin Clodi.

Das Thema
Martin Clodi ist ein Spezialist für den Zuckerstoffwechsel und erklärt in dieser Episode, wie Darm, Gehirn und Gewebe zusammenspielen, um Kohlenhydrate (Zucker) nutzbar zu machen. Er erklärt auch, warum es zu Diabetes und Übergewicht kommt und welche Rolle das Hormon GLP-1 dabei spielt. Abschließend schätzt er Wirksamkeit und Risiken der neuen Abnehm-Pillen ein.

Der Podcast ist Teil eines Schwerpunkts zum Thema Gewicht.

Unser Gast in dieser Folge:
Martin Clodi ist Universitätsprofessor, Leiter der Internen Abteilung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz und der Präsident der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG). Codi ist ein Spezialist für Stoffwechselerkrankungen im Zusammenhang mit Übergewicht und mit Adipositas. Er hat hat das Klinische Forschungsinstitut für kardiovaskuläre und metabolische Forschung an der medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz mitbegründet. Clodi ist Autor des Pragmaticus.

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 9. Januar zum Thema Tischmanieren. In macht Hunger geht es um die Politik und die Kulturgschichte des Essens.

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Herkunft und Zukunft des Menschen19 Dec 202300:25:13
Ein Podcast vom Pragmaticus: In dieser Episode geht es um grundlegende Fragen: Was ist Leben? Können wir den Tod und das Altern aufhalten? Ist die Evolution beendet? Ein Podcast mit der Biowissenschaftlerin Renée Schroeder.

Das Thema
Renée Schroeder hat die RNA zu ihrem Forschungsschwerpunkt gemacht und gezeigt, dass dieser eigentlich die Schlüsselrolle in der Evolution des Lebens zukommt. Ebenso wird die RNA mit darüber entscheiden, ob wir einst sehr viel länger leben als heute. Renée Schröder selbst würde gern „dreihundert oder fünfhundert Jahre alt“ werden, um mitzuerleben, wie sich Wissenschaft und Technik weiterentwickeln. Sie ist überzeugt, dass der Mensch das Alter überwinden wird.

Unser Gast in dieser Folge:
Renée Schroeder ist Biochemikerin und wurde für ihre Forschung und ihr Engagement für die Wissenschaft mehrfach ausgezeichnet. Ihr Forschungsschwerpunkt ist Ribonukleinsäure, RNA, und deren vielfältige Rollen in der Entwicklung und Differenzierung von Zellen. Schroeder forschte und lehrte am Institut für Mikrobiologie und Genetik der Universität Wien, von 2005 bis 2018 leitete sie das Department für Biochemie und Zellbiologie an den Max F. Perutz Laboratories der Universität Wien. Schroeder ist die Autorin mehrerer populärwissenschaftlicher Bücher, darunter (mit Ursel Nendzig) Die Erfindung des Menschen. Wie wir die Evolution überlisten (2016) und Der Traum von der Unsterblichkeit (2022). Sie ist Ehrensenatorin der Universität Wien.

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 26. Dezember zum Thema Gewürze. In macht Hunger geht es um die Politik und die Kulturgschichte des Essens.

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Polen zwischen Stillstand und Aufbruch05 Dec 202300:18:24
Ein Podcast vom Pragmaticus: Polen hat sich bei der Wahl im Oktober für Europa und für die Demokratie entschieden. Doch die Justizreform steht der offenen Gesellschaft entgegen. Welche Optionen hat Donald Tusk? Ein Podcast mit dem Diplomaten Rolf Nikel.

Das Thema
Im Oktober 2023 hat ein Wahlbündnis mit Donald Tusk an der Spitze die Wahlen in Polen gewonnen. Viele erwarten nun, dass viele Maßnahmen, die die nationalkonservative PiS umgesetzt hat, zurückgenommen werden. Rolf Nikel analysiert, wie weit die Justizreform bereits entwickelt ist und ob und wenn ja wie sie zurückgenommen werden kann.

Unser Gast in dieser Folge:
Rolf Nikel ist Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und seit 2020 Diplomat im Ruhestand. Als langjähriger Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen (2014 bis 2020) kennt er die polnische Politik und die deutsch-polnischen Beziehungen aus eigener Anschauung. Nikel war als Diplomat Deutschlands außerdem in Frankreich, in der Sowjetunion und in den USA tätig. Er ist der Autor mehrerer Bücher, zuletzt erschien von ihm im Langen Müller Verlag der Titel Feinde Fremde Freunde. Polen und die Deutschen. Nikel ist Autor des Pragmaticus.

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 12. Dezember zum Thema grüne Revolution. In macht Hunger geht es um die Politik und die Kulturgschichte des Essens.

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Antisemitismus als Krise der Demokratie21 Nov 202300:25:46
Ein Podcast vom Pragmaticus: Antisemitismus ist ein Indikator für die Polarisierung einer Gesellschaft, zumal dann, wenn er instrumentalisiert wird. Ein Podcast mit der Historikerin Mirjam Zadoff.

Das Thema
Das Massaker der Hamas am 7. Oktober und die darauf folgende Bombardierung des Gazastreifens durch Israel haben in Deutschland und Östereich zu Verwerfungen im gesamten politischen Spektrum geführt. Antisemitische Übergriffe werden häufiger. Im Podcast spricht Mirjam Zadoff über die Geschichte und die Rolle von Erinnerungskulturen für die Demokratie. Die Erinnerungsarbeit der Shoah sei noch nicht abgeschlossen, sagt sie.


Unser Gast in dieser Folge:
Mirjam Zadoff ist Historikerin und leitet als Direktorin das NS-Dokumentationszentrum München. Sie lehrt Geschichte und Judaistik an der LMU München und ist Herausgeberin und Autorin zahlreicher Bücher: Zuletzt erschien von ihr das Buch Gewalt und Gedächtnis über die gesellschaftliche und demokratische Notwendigkeit, von Gewalt und Diskriminierung zu erzählen um sie erinnern zu können.

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 28. November 2023 zum Thema grüne Revolution. In macht Hunger geht es um die Politik und die Kulturgschichte des Essens.

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China und die neue Weltordnung07 Nov 202300:40:54
Ein Podcast vom Pragmaticus: Die Gefahr eines Krieges mit Taiwan ist real. Doch die Risiken sind für China nicht einschätzbar. Ein Podcast mit der Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik.

Das Thema
Die bipolare Weltordnung des Kalten Krieges ist bereits seit den 1970er Jahren in Frage gestellt, als China begann, eine hybride Wirtschaft mit staatskapitalistischen und privatwirtschaftlichen Elementen zu etablieren und ein vor allem wirtschaftlich wichtiger Player wurde. China strebt nun auch nach politischer Führung in der Welt. Das geschieht nicht ohne Gewalt vor allem nach Innen, aber China droht auch, Taiwan anzugreifen. Die Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik erklärt im Podcast, warum die Angst vor China zugleich berechtigt und übertrieben ist und was die Volksrepublik von einem Angriff Taiwans abhält.

Der Podcast ist Teil eines Schwerpunkts über China in der November-Ausgabe des Pragmaticus.

Unser Gast in dieser Folge:
Susanne Weigelin-Schwiedrzik ist Sinologin. Von ihrer Professur für Moderne Sinologie an der Universität Heidelberg (1989 bis 2002) wurde sie 2002 an die Universität Wien berufen, wo sie bis 2020 als Professorin am Institut für Ostasienwissenschaften tätig war. Seit 2012 ist sie korrespondierendes Mitglied in der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). In ihrer Forschung hat sie sich insbesondere mit der chinesischen Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts und zeitgenössischer chinesischen Diskursen über historische Ereignisse wie die große Chinesische Hungersnot und die Kulturrevolution auseinandergesetzt. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher. Zuletzt erschien von ihr im Brandstätter Verlag das Buch „China und die Neuordnung der Welt“. Weigelin-Schwiedrzik schreibt als Autorin für den Pragmaticus.

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 14. November 2023 zum Thema Zucker und Inflation. In macht Hunger geht es um die Politik und die Kulturgschichte des Essens.

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Wie der Preis und bessere Technologien unser Klima retten24 Oct 202300:19:25
Ein Podcast vom Pragmaticus: Fossiles Verbrennen und Produzieren lohnt nicht mehr, da alles andere billiger ist, zum Beispiel synthetische Biologie. Ein Podcast mit der Unternehmensberaterin Tara Shirvani.

Das Thema
„Wir haben nicht mehr viel Zeit, aber wir haben heute auch alle Chancen: Wir stehen an einem Kipppunkt zum Besseren“, sagt Tara Shirvani. Der Schlüssel ist der Preis: Innovationen, die vor wenigen Jahren noch teuer waren, etwa die Veränderung von Erbgut, seien heute erschwinglich, meint sie – zum Beispiel durch Verfahren wie Crispr. Oder auch die synthetische Biologie.

Es muss schnell gehen: Um die physikalischen Kipppunkte nicht zu überschreiten, sei es notwendig, möglichst schnell alles was heute auf Verbrennung beruht, zu durch biologische Verfahrensweisen, die der Natur entlehnt werden, zu ersetzen.

Unser Gast in dieser Folge:
Tara Shirvani ist Unternehmensberaterin und auf Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien und Klimainvestment spezialisiert. Sie ist eine Mitbegründerin der unter anderem von Sir David King ins Leben gerufenen Climate Crisis Advisory Group, die sich für technologische Lösungen einsetzt, die zu einer schnellen Entkopplung von fossilen Energieträgern und von Verbrennungsenergie führen. Shirvani ist die Autorin von Plastikfresser und Turbobäume, das 2023 im Verlag Edition A erschienen ist. Im Buch beschäftigt sie sich unter anderem mit den Möglichkeiten der synthetischen Biologie für eine Wirtschaft im Einklang mit den Grenzen der Natur. Shirvani ist außerdem Autorin des Pragmaticus.

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 31. Oktober 2023 zum Thema Globalisierung des Essens. In macht Hunger geht es um die Politik und die Kulturgschichte des Essens.

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Warum es überflüssig ist, zu gendern10 Oct 202300:24:06
Ein Podcast vom Pragmaticus: Gendersternchen, Binnen-I &Co. sind nach Ansicht des Linguisten Karsten Rinas überflüssig, ist doch die männliche Form geschlechtsneutral. „Die maskuline Form ist die unmarkierte Form“, sagt er.

Der Podcast mit Karsten Rinas ist Teil eines Dossiers über das Gendern in der Oktober-Ausgabe 2023 des Pragmaticus. Zum Dossier Störfaktor Gendern geht es hier.

Unser Gast in dieser Folge:
Karsten Rinas ist Linguist und stammt aus Opladen, heute Leverkusen, in Nordrhein-Westfalen. Er lebt seit 1997 in Tschechien und lehrt als Dozent für Sprachwissenschaft an der Palacký-Universität Olomouc/Olmütz. Gemeinsam mit anderen Sprachwissenschaftlern hat er 2022 die Initiative Linguisten vs. gendern ins Leben gerufen, um zu erreichen, dass im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht mehr gegendert wird.

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Unser nächster Podcast erscheint in unserer Reihe macht Hunger am 17. Oktober 2023 zum Thema Schnitzel. In macht Hunger geht es um die Politik des Essens.

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Verhindert Islamismus Integration?01 Sep 202401:24:45
Dieser Podcast über Islamismus und Integration hat einen Gast – Expertin Lisa Fellhofer – und drei Hosts: Karin Pollack (Der Pragmaticus), Anna Wallner (Die Presse, Podcast: Was wichtig ist) und Andreas Sator (Podcast: Erklär mir die Welt).  Drei Zugänge, ein Thema. Ein Podcast vom Pragmaticus. 

Das Thema
Der Hintergrund: Am 23. August 2024 verübte ein mutmaßlich durch die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) motivierter Attentäter einen Messeranschlag auf ein Stadtfest im nordrhein-westfälischen Solingen. Vier Menschen starben, acht wurden verletzt, vier davon schwer. In Politik und Medien dominiert die Interpretation des Anschlags als Ausdruck extremistischen Islamismus, dem durch eine Forcierung von Abschiebungen, Einschränkungen des Asylrechts und eine restriktive Migrationspolitik Einhalt geboten werden könne. Aber ist Islamismus ein Problem von Integration?

Wie sollen Medien, insbesondere Podcasts, mit einem brisanten und emotional stark aufgeladenen Thema wie Islamismus umgehen? Das fragte der Live Podcast des Pragmaticus am 28. August 2024 im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach, das in diesem Jahr unter dem Motto „Moment of Truth“ steht.

Der Podcast ist Teil des Dossiers über Integration und Werte in der September-Ausgabe des Pragmaticus.


Unser Gast und unsere Hosts in dieser Folge:
Lisa Fellhofer leitet die Dokumentationsstelle Politscher Islam in Wien. Karin Pollack ist Lead Editor und Podcast Host des Pragmaticus; Anna Wallner ist Redakeurin bei der Tageszeitung Die Presse und Podcat Host von Was wichtig ist. Andreas Sator ist Host von Erklär mir die Welt. 

Andreas Sator fragte Lisa Fellhofer nach dem Zusammenhang des Islamismus mit der Religion Islam. Ist Extremismus für den Islam charakteristisch? Was macht den Islamismus aus und unterscheidet ihn von christlichem Fundamentalismus?

Anna Wallner fragte Lisa Fellhofer nach den Gründen, sich dem Salafismus anzuschließen. Viele der islamistischen Attentäter sind junge Männer. Ist es hip, extremistisch zu sein? Gibt es Hipster-Salafisten?

Karin Pollack fragte Lisa Fellhofer nach der Rolle von Frauen im Islamismus bzw. Salafismus – nicht nur junge Männer haben sich etwa dem IS angeschlossen, sondern auch Frauen und junge Mädchen. Gibt es islamistische Feministinnen oder salafistische „Trad Wifes“? Wie frauenfeindlich ist Islamismus?


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Allem zum Trotz: Europa schafft das!25 Sep 202300:23:48
Autoritäre Populisten im Inneren, eine Energiekise und ein Krieg: Die Soziologin Caroline Hornstein-Tomić hat dennoch keine Angst um Europa. „Europa war noch nie so einig“, sagt sie im aktuellen Podcast des Pragmaticus.

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Caroline Hornstein-Tomić ist Senior Researcher (Soziologie und Anthropologie) am Institut für Sozialwissenschaften Ivo Pilar in Zagreb. Sie ist Vorstandsmitglied der Stiftung Europäisches Forum Alpbach und Mitbegründerin sowie geschäftsführende Partnerin von The Civics Innovation Hub.

Über diese Episode
Konfrontiert mit der These, dass Europa kein Friedensprojekt mehr sei, hat Caroline Hornstein-Tomić, eine Gegenthese: Die Zivilgesellschaft in Europa sei stark genug, den Traum Europa wahr zu machen – egal, was autoritäre Populisten sagen; egal, wie sehr die EU-Institutionen – „zu Recht!“, wie sie sagt – an Vertrauen verloren haben.

Der Podcast thematisiert die aktuellen Herausforderungen für die EU: Die Verteidigung, die Energiesicherheit, die Herausforderung durch autoritären Populismus, die Demokratie und die Frage, was es für Europa bedeutet, wenn Donald Trump die US-Wahlen gewinnen sollte.

Ein großes Versäumnis der EU ist es, die Integration der Westbalkan-Staaten, der Ukraine und Moldawiens nicht vorangetreiben zu haben.

Wo gegenwärtig die größten Herausforderungen liegen, sieht Hornstein-Tomić die größten Chancen: Verteidigung, Integration, Energiesicherheit und Demokratie.

Der 24. Februar 2022 war ein Weckruf für Europa. Vorangetrieben von den osteuropäischen Staaten, allen voran dem Baltikum und Polen, hat Europa zu Einigkeit in Verteidigungsfragen gefunden, so Hornstein Tomić: „Polen und das Baltikum haben deutlich gemacht, wie immens wichtig die militärische Sicherung ist.“ Nebenbei spielten sich die osteuropäischen Staaten damit auch nach vorn in eine führende Rolle in Fragen der Sicherheit und der Verteidigung.

Die Warnungen wollte die EU lang nicht hören, doch seit dem Angrifftskrieg ist klar, dass Energiepolitik eine Frage der Sicherheit ist. „Plötzlich verstehen wir, dass Frieden auch Versorgungssicherheit bedeutet.“ Diese kann es ohne die Hinwendung zu erneuerbarer Energie nicht geben, meint Hornstein-Tomić.

Indem sie die Integration des Westbalkans sträflich schleifen ließ, habe die EU eine offene Flanke geschaffen, die von autoritären Populisten ebenso wie von undemokratischen Regimen ausgenutzt wird: „Es können sich Akteure mit ökonomischen Interessen durchsetzen, die zugleich kein Interesse an einer liberalen demokratischen Ordnung haben. Das ist eine Gefährdung für den Wohlstand, die Demokratie und die Sicherheit.“ Hornstein-Tomić plädiert dafür, den Integrationsprozess der Staaten des Westbalkans, aber auch Moldaviens und der Ukraine „dringend“ voranzutreiben.

Europa leidet unter einem autoritären Populismus, der Angst und Verunsicherung schürt, wie Hornstein-Tomić erklärt: „Es gibt diese Kräfte, die davon profitieren, dass die Ängste in der Bevölkerung wachsen, dass der Eindruck entsteht, es sei alles nicht zu schaffen und die Bürger hätten keine Handlungsmacht. Das Gegenteil ist wahr.“ Auch die politische Mitte neige dazu, der Sogwirkung nachgeben zu wollen, doch die wahre Stärke der EU liege in den zivilgesellschaftlichen Organisationen. Aber: „Ja, Demokratien sind vulnerabel.“ Speziell die osteuropäischen Länder müssen sich damit auseinandersetzen, dass sie von historischen Auswanderungsländern zu Einwanderungsländern werden.

https://www.derpragmaticus.com/r/europa-populismus
Klimakrise: Die Krise, die wir nicht glauben12 Sep 202300:28:42
Ein Pragmaticus Podcast mit dem Wirtschaftswissenschaftler Fred Luks über die Klimakrise und warum es offenbar so schwierig ist, dagegen aktiv zu werden. Im Gespräch erklärt Luks, wie es zu der Polarisierung und dem Kulturkampf um das Klima kam.

Wer je gesehen hat, wie Autofahrer auf Blockaden der Letzten Generation reagieren oder eine Talk Show über Energiethemen und Klimafragen durchgestanden hat, weiß sofort, was Fred Luks meint, wenn er sagt: Viele Menschen verstehen den Klimawandel intellektuell, aber sie glauben es emotional eigentlich nicht. Fred Luks ist Wirtschaftswissenschaftler und daran interessiert, die hohen sozialen und ökonomischen Kosten der Klimakrise zu begrenzen.

Fred Luks hat keine Angst, genau die Dinge zu sagen, die in der aktuell polarisierten Stimmung provozieren: Wir müssen unseren Lebensstil ändern, sonst ändert ihn das Klima. Die Technologie wird uns nicht retten, individuelle Verhaltensänderungen aber ebenso wenig. Die Polarisierung in der Klimakrise kann Luks verstehen: Sie rühre an Wertvorstellungen, bedroht eine Vorstellung von Freiheit, die sich am Individuum orientiert und an dem, was einmal die Wohlstandsversprechen der westlichen Welt waren. Was er gesellschaftlich will, ist Aktivismus:

Wir müssen aktiv eine gesellschaftliche Transformation zur Nachhaltigkeit einleiten.

Fred Luks schreckt nicht vor dem Wort Klimaangst zurück: Dieser Sommer sei nur eine Andeutung dessen, was auf Gesellschaften zukommt. Damit dies eben nicht zum zivilisatorischen Kollaps führt, will Luks Hoffnung machen. Seine Botschaft: Transformation gelingt dann, wenn sie Spaß macht und man damit Geld verdienen kann. Hoffnung, so seine Überzeugung, ist nicht faul, sondern aktivistisch.

Während sich Pessimisten darauf herausreden können, dass alles bereits vergebens sei, halten Optimisten es mit der vermeintlich frohen Botschaft, dass alles schon nicht so schlimm kommt und uns die Technik retten werde. Fred Luks sieht das anders:

Eine aufgeklärte Gesellschaft sollte aktiv gegen den Klimawandel arbeiten, und eine Transformation zur Nachhaltigkeit einleiten.

Fred Luks ist Volkswirtschaftler und unterstützt als Berater Unternehmen und Organisationen bei der Transformation zu nachhaltigem Wirtschaften. Gastprofessuren unter anderem an der Universität Hamburg, einer Tätigkeit als Nachhaltigkeitsmanager für eine Bank, und der Aufbau und die Leitung des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit an der Wirtschaftsuniversität Wien führten zu insgesamt zehn Büchern zum Thema Klima, Veränderung und gesellschaftlicher Wandel. Sein jüngstes Buch heißt Hoffnung. Über Wandel, Wissen und politische Wunder und ist im Metropolis Verlag erschienen. Die Klimakrise steht dort im Mittelpunkt.
Europa in der Globalisierung: Das Versagen der Politik26 Aug 202300:23:19
Lieferengpässe, Deindustrialisierung, Inflation und Krisen: In diesem Podcast des Pragmaticus diskutiert der ehemalige Banker Andreas Treichl die Frage, wie die wirtschaftliche Abhängigkeit der europäischen Wirtschaft von den USA und von China entstand. Warum hat sich die Globalisierung für Europa nach 1990 so schlecht entwickelt?

Kann Europa, die EU, 30 Jahre nach dem Maastricht-Vertrag 1993, in der globalen Wirtschaft noch eine politisch wie ökonomisch relevante Rolle spielen? Kann Decoupling funktionieren?

„Die Politik hat die Risiken der Globalisierung nicht genug abgesichert“, sagt der Präsident des Europäischen Forums Alpbach, Andreas Treichl, langjähriger CEO der Erste Group.
Europa ist weder politisch noch wirtschaftlich so stark, wie es sein müsste, um Wohlstand und Demokratie zu erhalten; für China oder die USA ist Europa kein attraktiver Wirtschaftspartner mehr, so Treichl: „Vor 30 Jahren war Europa der größte Exporteur, der größte Binnenmarkt und der wohlhabendste Kontinent. Das alles sind wir nicht mehr.“

Da wirtschaftliche Autarkie in einer globalisierten Welt undenkbar ist, muss Europa daran arbeiten, die Risiken notwendiger Abhängigkeiten geopolitisch abzusichern, rät Treichl. „Wir sind wahrscheinlich der sozial ausgeglichenste Kontinent des Planeten. Das müssen wir unbedingt erhalten.“
Wenn wir in einer wirtschaftlich globalen Welt leben wollen, müssen wir uns sehr sicher sein, dass kein Staat Gebietsansprüche stellen kann.
Seit den 1990er Jahren sei die Globalisierung von der Wirtschaft sehr stark vorangetrieben worden, die aus Kostenerwägungen heraus ihre Produktionsstandorte aus Europa weg verlagerte. Dieser Prozess sei nicht ausreichend von der Politik abgesichert worden. Jetzt wird die Verlagerung zu einem politischen Problem, insofern die Versorgung mit Energie oder wichtigen Rohstoffen und Produkten nicht mehr gesichtert ist: „Das ist ganz klar ein Versäumnis der Politik.“
Das Ergebnis sei eine De-Globalisierung, die sich in rapidem Relevanzverlust für Europa ausdrücke. „Wir werden nie ganz unabhängig sein. Daher müssen wir zusehen, dass wir eine multipolare Welt erreichen. Aber: Europa hat nicht einmal eine eigene Verteidigung.“
Andreas Treichl ist Mitbegründer und Aufsichtsratsvorsitzender der ERSTE Stiftung, die der Stärkung des europäischen Zusammenhalts und der Demokratie gewidmet ist. Er war über zwei Jahrzehnte CEO der Erste Group. Seit 2020 ist er der Präsident des Europäischen Forums Alpbach.
Für den Pragmaticus hat Treichl als Autor zum Thema Inflation und Schulden geschrieben; als Experte im Podcast prognostizierte er 2021: Diese Inflation bleibt.
Zum Stand des Krieges31 Jul 202300:30:46
Als Putin am 17. Juli das Getreideabkommen nicht mehr verlängerte, nahm er in Kauf, das Lager seiner Unterstützer, vor allem die Türkei und China, zu brüskieren. Der Politikwissenschaftler Gerhard Mangott zieht nach 18 Monaten des Krieges eine nüchterne Bilanz und erklärt, warum und wie sehr China, die Türkei und einige afrikanische Staaten von Russland abhängig sind und was Russland wiederum von ihnen braucht.

Immer noch sind Rohöl, Erdgas und Düngemittel das Faustpfand Russlands. Die Türkei ist auf russische Touristen angewiesen, auf die Bauaufträge für türkische Unternehmen und für türkische Landwirte. Gleich zwei Pipelines verbinden Russland mit der Türkei, die das Gas außerdem weiter nach Europa verkauft. China fungiert in Bezug auf Dünger ebenfalls als Parallelimporteur bzw. -exporteur und ermöglicht es Russland so, die westlichen Sanktionen zu umgehen.
Einen Dragonbear wie ihn die Politologin Velina Tchakarova beschreibt, sieht Mangott hingegen nicht. China hat ein starkes Interesse an einem antiwestlichen Russland, das halbwegs stabil ist. Die Allianz der beiden Staaten sei darüber hinaus nicht so eng und friktionsfrei wie es die Metapher nahelegt.
Auf der anderen Seite sei die Loyalität der USA zur Ukraine ungebrochen, wie Mangott erläutert: „Die Waffenlieferungen sprechen eine deutliche Sprache.“ Ende Juli hat das ukrainische Präsidialamt unter Präsident Wolodymyr Selenskyj Gespräche über Sicherheitsgarantien mit Washington aufgenommen.

Das Ende des Krieges
Eine Verhandlungslösung hält Mangott zu diesem Zeitpunkt für nicht wahrscheinlich. Die Ukraine kann erst dann verhandeln, wenn keine russischen Soldaten mehr auf ukrainischem Boden sind. „Worüber soll dann noch verhandelt werden?“, fragt Mangott. Was sich derzeit abzeichne, sei ein Erschöpfungskrieg, der auf militärische Abnützung hinauslaufe. Wenn dieses Stadium erreicht ist, werde es auch zu Verhandlungen kommen, glaubt Mangott.
Ebenso wie der Historiker Timothy Snyder hält Gerald Mangott es für falsch, den Krieg als einen Krieg Putins zu sehen, das verstelle den Blick für die tiefgreifenden Veränderungen, die in Russland passiert sind und wecke die falsche Hoffnung, der Krieg sei beendet, wenn Putin nicht mehr an der Macht sei: „Auf einen Zerfall der russischen Führungselite darf der Westen nicht hoffen. Das ist unrealistisch.“

Die nukleare Bedrohung
Die Angst vor einer nuklearen Eskalation des Krieges kann Gerhard Mangott nicht ganz beschwichtigen. Die nukleare Drohung sei mehr als ein Bluff: „Ein Restrisiko für taktische Nuklearwaffen besteht, wenn Russland den Zugriff auf die Krim gefährdet sieht, dass muss man berücksichtigen.“

Gerhard Mangott ist Universitätsprofessor für Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck und auf Internationale Beziehungen und Sicherheit im postsowjetischen Raum spezialisiert. Für den Pragmaticus hat er eine Analyse des Systems Putin geschrieben.

Wie Schein-Demokratien entstehen21 Jul 202300:27:02
Verschwindet eine Demokratie, ist das nicht sofort zu spüren, erklärt der Politikwissenschaftler und Völkerrechtsexperte Ralph Janik in diesem Podcast. „Besonders Scheindemokratien legen sehr viel Wert darauf, dass alle Gesetze eingehalten werden“, sagt er. Während formal noch alles stimmt, ist vielleicht die Presse- und Meinungsfreiheit bereits still gestorben, weil alle Medien einer Person gehören oder es de facto kein Recht auf Protest mehr gibt.
Der britische Economist erhebt jährlich, wie es um die Demokratien der Welt bestellt ist. Dem Economist Democracy Index zufolge lebten 2022 rund 45 Prozent der Weltbevölkerung in mehr oder weniger stabilen Demokratien während 37 Prozent in einem autoritären Staatswesen lebten. Dazwischen gibt es Mischformen. Die Demokratien seien seit 2016 auf dem Rückzug, konstatiert der Economist.
Ungarn etwa ist in diesem Ranking in der unteren Hälfte einer „flawed democracy“, einer beschädigten Demokratie. Neben Ungarn sind auch weitere europäische Staaten keine ganz intakten Demokratien mehr, darunter unter anderem Belgien, Zypern, Malta, Polen oder Tschechien.
Ralph Janik verortet den Niedergang ebenso wie das amerikanische Freedom House bereits ab dem Jahr 2006. Für eine Demokratie, so Janik, ist allerdings nicht nur die Frage der Freiheit und des Zugangs zu Grundrechten für eine Demokratie entscheidend, sondern auch die Frage der Gerechtigkeit. „Es sollte, um John Rawls zu paraphrasieren, so sein, dass es gleichgültig ist, ob man als reicher oder armer Mensch aufwacht“, so Janik. Ein demokratischer Staat knüpft Bürger-und Grundrechte nicht an den Besitz und stellt sicher, dass alle gleichermaßen ihre Bürgerrechte auch leben können.
Wenn Demokratie in der allgemeinsten Weise so definiert ist, dass alle Macht vom Volke ausgeht, so bedeute dies nicht, dass „eine Mehrheit grenzenlos regieren“ könne. Die Rechte von Minderheiten und seien diese auch noch so klein, müssen gewahrt sein. In diesem schränken die Menschenrechte die Herrschaft der Mehrheit ein: Eine Mehrheit kann nicht demokratisch beschließen, eine Minderheit zu unterdrücken. Da die Lebenswelten der meisten Menschen vielfältiger geworden sind, kann Janik dem Gedanken Herfried Münklers, bei bestimmten Fragen Bürgerräte zu bilden und diese zu konsultieren, durchaus etwas abgewinnen: „Die Betroffenheit von Menschen ist unterschiedlich, dem muss man Rechnung tragen. Die Politik leidet jetzt bereits unter einer Entfremdung von den Bürgern.“
Ralph Janik ist Universitätslektor mit Schwerpunkt Völkerrecht, Menschenrechte und Recht des Welthandels. Er ist Mitglied der European Society of International Law, der Vienna Doctoral Academy, dem International Board of Review (IBOR) des Telders International Law Moot Court, dem Advisory Board des International Institute for Peace, dem wirtschaftswissenschaftlichen Beirat im Bundesministerium für Landesverteidigung sowie Regional Coordinator (für Europa) beim Journal on the Use of Force and International Law. Ralph Janik kommentiert regelmäßig im Pragmaticus.
Die Neue Seidenstraße: Bedrohung für die Demokratien?03 Jul 202300:21:15
China hat sich in der globalisierten Welt an die Spitze gearbeitet. Im Reich der Mitte werden all jene Waren produziert, die die Menschen rund um den Erdball konsumieren. China knüpft nun auch ein eigenes Handelsnetz und sichert sich Zugang zu den Rohstoffen. Die Wirtschaftspolitik läuft unter dem Titel Neue Seidenstraße oder Belt-and-Road-Initiative. Der Buchautor Philipp Mattheis ist die neuen Routen abgefahren. Er sieht die Investitionen kritisch, denn die Infrastruktur sei das Vehikel einer expansiven Machtpolitik, die das Potenzial hat, Demokratien zu untergraben.
Der Wolf ist da. Was jetzt?05 Jun 202300:40:26
Der Wildtierbiologe Klaus Hackländer von der Universität für Bodenkultur in Wien möchte den Diskurs über den Wolf versachlichen: Rund 20.000 Wölfe gibt es in Europa. Von den Kulturlandschaften des Menschen profitiert der anpassungsfähige Wolf, das bedeutet: Er wird nicht mehr weggehen. Hackländer erklärt im Podcast, warum die derzeitigen Schutzprogramme aus den 1970er und 1990er Jahren, als es außer in Italien sowie hinter dem Eisernen Vorhang im Osten und Südosten keine Wolfsrudel in Europa gab, überarbeitet werden müssen – und zwar in Anpassung an das Verhalten von Wölfen und an die Gegebenheiten in stark genutzten Landschaften.
Eine kurze Geschichte der Bibliotheken01 Jun 202300:29:45
Mitte des 19. Jahrhunderts erfuhren Bibliotheken die erste große Zäsur: Die öffentlichen Lesesäle kamen und Bibliotheken wurden zu Stätten der Produktion und Verbreitung von Wissen. Ulrich Johannes Schneider erforscht die wechselvolle Geschichte der Bibliotheken, um ihrer zukünftigen Rolle auf die Spur zu kommen und nimmt uns in dem Podcast mit auf die Spurensuche.
Bibliotheken sind heute einer der wenigen Orte, wo sich Menschen im Kollektiv konzentrieren und still arbeiten und lernen können. Sie sind Orte des Rückzugs und dabei technologisch immer auf der Höhe: In ihrer archivarischen und konservatorischen Aufgabe nutzen die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung; sie verändern sich zu Multimedia-Stätten und sichern auch das digitale Erbe der Menschheit.
Zuwanderung – Ordnung in eine verquere Debatte08 May 202300:22:22
Gezielte Zuwanderung heißt ein neues Zauberwort in Deutschland, Österreich und der Schweiz, um möglichst schnell den Fachkräftemangel und Personalnotstand zu beheben. Doch paradoxerweise legt man gerade qualifizierten Zuwanderern Hürden in den Weg und zugleich beginnt man, den Wert Geflüchteter nach ökonomischen Maßstäben zu messen. Thomas Liebig, Migrationsforscher der OECD, erklärt im Podcast, was in der Debatte alles schief läuft und warum gerade die deutschsprachigen Länder viele Chancen vertun – sowohl in humanitärer als auch in ökonomischer Hinsicht.
Israels Ringen um die Demokratie07 Apr 202300:27:30
Hunderttausende demonstrieren auf den Straßen für Demokratie und damit gegen die Justizreform in Israel. Warum gibt es eigentlich keine Verfassung im Land? Die Historikerin Jenny Hestermann, Leiterin des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv, über das ewige Ringen zwischen religiösen und säkularen Kräften, politische Grabenkämpfe und die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft.
Georgien auf dem Weg nach Ungarn?27 Aug 202400:25:54
Die Politologin Alexandra Dienes über den Versuch, Georgien zu einer „illiberalen Demokratie“ zu machen. Ein Podcast vom Pragmaticus.

Das Thema
Ein Gesetz gegen „ausländische Einflussnahme“, eines gegen „LGBTQ-Propaganda“, weitere gegen Freiwillige im Ukraine-Krieg (auf Seiten der Ukraine), aktuell der Versuch, die Opposition für verfassungswidrig zu erklären: Georgien bzw. die aktuelle Regierung scheint das ganze Menü illiberaler Politiken durchprobieren zu wollen. Warum? Die Politikwissenschaftlerin Alexandra Dienes kann die Volten der Partei „Georgischer Traum“ erklären – und auch, was für Georgien und die gesamte EU dabei auf dem Spiel steht. 

Unser Gast in dieser Folge:
Alexandra Dienes ist Politikwissenschaftlerin und Senior Researcher im Regional-Büro für Internationale Kooperation der Friedrich Ebert-Stiftung in Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind politische Ökonomie und Außenpolitik Russlands und des postsowjetischen Raums sowie Sicherheit unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Sie leitet seit 2023 das Netzwerk Women in International Security Austria.

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Wir können den Huchen retten31 Mar 202300:27:31
Österreichs größter Raubfisch, der Huchen, stirbt aus. Das konnte Stefan Schmutz, Leiter des Instituts für Hydrobiologie und Gewässermanagement an der Boku Wien in einer Studie zweifelsfrei feststellen. Es sind die fast vollständig mit Staumauern und Hochwasserschutz verbauten Flussläufe, die dem gesamten Fischbestand stark zusetzen, auch die steigenden Wassertemperaturen aufgrund des Klimawandels tragen zum Aussterben bei. Wenn Fische verschwinden, ist es auch für den Menschen fatal, sagt der Hydrobiologe. Er hat eine Reihe von Lösungsvorschlägen im Sinne von Artenschutz und Biodiversität parat.
Unser Darm ist ein Bioreaktor29 Mar 202300:30:51
In unserem Bauch ist der Sitz der Gesundheit: 10.000 Mikroben entscheiden darüber, wie gut oder krank wir uns fühlen. Die Biologin Christine Moissl-Eichinger von der Universität Graz gibt Einblicke in die Erforschung des Mikrobioms, das eine Kontaktfläche des Organismus zur Umwelt ist.
Befehle von oben mögen die Schweizer nicht24 Mar 202300:28:27
Die Schweiz liegt im Herzen Europas, ist ein Alpenland und hat ungefähr so viele Einwohner wie Österreich: Und doch ist dort sehr vieles anders. Unser westliches Nachbarland hat fantastische Wirtschaftszahlen, ein hervorragendes Bildungssystem und aktuell eine Bankenkrise. Die Schweizer Wirtschaftsphilosophin Katja Gentinetta erklärt, wie ihr Heimatland tickt und gibt Tipps zum Umgang mit ihren Landsleuten.
Frauen im Iran kämpfen für Selbstbestimmung07 Mar 202300:26:49
Die Proteste im Iran gingen von Frauen aus, haben aber längst die breite Gesellschaft erfasst. Die religiösen Machthaber der Islamischen Republik können sie nur mehr mit Gewalt niederhalten. Die deutsch-iranische Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur bleibt zuversichtlich. Die Demonstrationen werden weitergehen. Je grausamer die Maßnahmen der Revolutionsgarden umso näher rückt ein Iran ohne Islam.
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