Ralf macht Fotos, die einen direkt mit ins Geschehen mitnehmen und ich wollte wissen, wie er das macht. Eigentlich ist er Sportwissenschaftler, aber am Wochenende hängt er sich gern seine beiden Kameras um und fotografiert Menschen. Seine Steckenpferde sind Hochzeitsreportagen und Portraits, mit denen er nicht nur Gesichter einfängt, sondern Geschichten erzählt und das ist ein erster Teil der Antwort: Seine Motive holen den Betrachter ab, liefern Kontext und vor allem: Authentizität.
Ganz passend dazu war die Aufnahme mit Ralf selbst eine erlebnisreiche Geschichte: Bei sommerlicher Hitze haben wir das Gespräch unter eine riesige, malerische Linde verlagert, bekamen gleich zweimal unterwarteten Besuch und schlugen thematisch einen ganz weiten Bogen, der für Laien und Experten gleichermaßen interessante Einblicke in sein Handwerk liefert: angefangen von seiner Herangehensweise, Menschen am wichtigsten Tag ihres Lebens zu begleiten über die Nachlese und Nachbearbeitung bis hin zum finalen Produkt, an das Ralf höchste Ansprüche stellt, bevor er es aus der Hand gibt.
Was ich ganz praktisch aus dem Gespräch lernen durfte ist, wie wichtig es beim Fotografieren ist, bewusste Entscheidungen zu treffen: es lässt sich nicht alles gleichzeitig auf einem Bild einfangen - vor allem nicht, wenn eine 30 Meter hohe Linde dazugehört!
Begleitend zu dieser Folge empfehle ich einen Blick auf Ralfs Website, auf der man sich vielfältige Eindrücke von seiner Arbeit verschaffen kann.
Aufnahmeort: Dornstadt-Bollingen
Musik: Eric Harper – Nevermind
Gast: Ralf Schuck (https://ralfschuck.de/)
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