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Explore every episode of the podcast Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

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TitlePub. DateDuration
#348 Aktien verkaufen: Warum die meisten zum falschen Zeitpunkt aussteigen13 Apr 202600:25:58

Weißt Du wirklich, wann Du eine Aktie verkaufen sollst?

Die meisten Anleger haben keine klare Antwort darauf. Kein System, keine Regeln, nur Bauchgefühl und Hoffnung.
Und beides kostet massiv viel Geld.

In dieser Folge zeige ich Dir, wie ich seit Jahren mit drei klaren Indikatoren entscheide, wann ich aus einer Aktie aussteige, wann ich Gewinne mitnehme und wie ich sogar mit fallenden Aktien noch Cashflow generiere.

In dieser Folge erfährst Du:
- Warum 50 bis 60 Prozent der Anleger Aktien besitzen, aber keine einzige klare Regel dafür haben
- Was Stochastik, MACD und RSI Dir wirklich zeigen und warum sie erst zusammen das perfekte Signal geben
- Wie meine Aktienvermietungsstrategie den Kursverlust abfängt, bevor er passiert
- Warum "Hoffnung ist keine Strategie" und was Du stattdessen brauchst
- Warum eine Trefferquote von über 80 Prozent möglich ist, wenn Du die richtigen Indikatoren richtig einsetzt

Stell Dir die Frage: Hast Du klare Regeln, wenn Du verkaufst? Oder entscheidest Du noch nach Gefühl?

👉 Mehr Informationen zu meinem Buch „Geld verdienen mit System" findest Du hier:
>> buch.ulrichmueller.de

Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite:
ulrichmueller.de

Finanzieller Erfolg ist kein Zufall – sondern das Ergebnis einer klaren Strategie.
Weißt Du, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt?

Wenn Du wissen willst, wie Du Aktien so nutzt, dass sie Dir regelmäßige Prämien liefern statt nur auf Kursgewinne zu hoffen, dann starte hier:
► Die Aktien-Vermietungsstrategie: https://strategie.ulrichmueller.de/

Wenn Du zusätzlich wissen willst, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt:
► Kostenfreies Investoren-Quiz: https://quiz.ulrichmueller.de
Und wenn Du endlich verstehen willst, warum klassische Finanzberatung nicht mehr ausreicht und welche Denkfehler die meisten machen, dann komm zu unserem 2-Tages-Event. Dort lernst Du, was Dir kein Bankberater verrät.

► Online Finance Mastery: https://mastery.ulrichmueller.de
Weitere Impulse für Dein Wachstum:
Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram 
Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook 
LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin 
YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube 


Kapitel:
00:00 Wann verkaufe ich eine Aktie?
00:11 Die 4 Fragen, die jeder Investor beantworten muss
00:49 Warum 95% der Anleger keine Strategie haben
01:38 So funktioniert das System Börse
02:22 Was sind gute oder schlechte Aktien? 
02:48 Das ist keine Strategie
03:37 Die 3 größten Börsenfehler
04:30 Warum Buy & Hold nicht mehr reicht
05:16 Cashflow aus Aktien: Der echte Unterschied
09:57 Meine 3 Indikatoren
14:43 Versteckte Schwäche erkennen
17:02 Trends & Signale lesen
21:12 Das perfekte Verkaufssignal

#podcast #ulrichmüller #börse #experte #verkaufen #aktien #strategie

#347 Schluss mit Börsennews: Warum Dir ein System mehr bringt als Updates06 Apr 202600:19:10
Über Informationsüberflutung, klare Systeme und mein neues Buch „Geld verdienen mit System"

Warum brauchst Du nach diesem Podcast kein Börsenupdate mehr? Weil Dir keine Informationen fehlen, sondern ein System. Dazu gibt es spannende Neuigkeiten: Mein neues Buch Geld verdienen mit System erscheint im April – über 30 Jahre Erfahrung an der Börse, die finanzielle Freiheit mit der Aktienvermietungsstrategie und mein persönlicher Weg zu regelmäßigen Einnahmen und nachhaltigem Vermögensaufbau.

Das erwartet Dich in dieser Folge:

  1. Informationsüberflutung – und warum Dir kein Wissen fehlt, sondern ein System

  2. 32 Jahre Börse – und warum sich die Muster immer wiederholen

  3. Die falsche Frage und die richtige: Spekulieren vs. Investieren

  4. Rechnen statt Raten – kenne Deine Zahlen

  5. Die größten Fehler an der Börse – und warum Du einen Plan B brauchst

  6. Ruhe statt Stress – der emotionale Kern erfolgreicher Investoren

  7. Mein Buch, mein System und mein Fazit

Informationsüberflutung – und warum Dir kein Wissen fehlt, sondern ein System

Wir leben in einem Zeitalter der Digitalisierung – aber vor allem in einem Zeitalter der Informationen. Wir werden überflutet. Die Geschwindigkeit wird immer höher im Leben. Wir sehnen uns alle nach Entschleunigung, nach ein bisschen Ruhe, den Cortisol-Spiegel mal nach unten zu fahren – und nicht immer ständig das Handy zu haben, die WhatsApp, das Internet, die nächste Mail, das nächste Bim auf dem Rechner.

Die Aufmerksamkeitsspanne von Menschen ist gigantisch kleiner geworden. Innerhalb von den ersten Sekunden muss es in einem Reel, einer Story oder einem YouTube-Video richtig knallen – weil man sonst gar nicht dran hängen bleibt. Warum? Weil wir schlicht und ergreifend komplett überfrachtet sind mit Informationen. Mit News, neuen Prognosen, weiteren Experten, dem nächsten Newsletter – in der Hoffnung, dass das Ganze am Ende besser wird.

Es gibt eine ganz krasse Reizüberflutung. Wir wollen keine News mehr verpassen, keine Prognose, keine Earnings – und jede freie Sekunde wird genutzt für den Podcast, für WhatsApp, für die E-Mail. Aber Dein Problem ist gar nicht, dass Dir Informationen fehlen. Wir haben sogar eine Informationsüberflutung. Das Problem ist, dass Du einfach kein System hast.

Nach über 32 Jahren Börse kann ich ganz klar sagen: Mehr Infos führen nicht zu mehr Erfolg. Dir fehlt kein Wissen – Dir fehlt eine Struktur, eine klare Strategie und am Ende ein Handelsplan.

32 Jahre Börse – und warum sich die Muster immer wiederholen

Ich habe über 30 Jahre Erfahrung an der Börse, mittlerweile bin ich im 32. Jahr unterwegs. Ich habe wirklich alles erlebt – sehr große Fehler gemacht, eine Menge Geld zwischendurch verloren, natürlich viel, viel, viel mehr Geld wieder zurückgewonnen. Im Jahre 1993 habe ich mit 16 Jahren angefangen – mit der ersten McDonald's-Aktie.

Seitdem ist die Reise immer weitergelaufen: Der Neue Markt, die Telekom-Krise, der Neue Markt bricht zusammen, die Dotcom-Krise, der Enron-Bilanzskandal, die Lehman-Pleite – die Welt war zu Ende. Der Blitz-Crash, 2020 die Corona-Krise, 2022 die Tech-Krise, der Krieg Ukraine-Russland und jetzt wieder Trump zum zweiten Mal an der Macht.

Geschichte passiert – und Geschichte wiederholt sich. Denn die Muster sind immer und immer wieder die gleichen. Am Ende entwickelt sich etwas Neues. Menschen kaufen Aktien, noch mehr Aktien, Aktien steigen, das Spiel macht Spaß, die Volumen wachsen, Freunde erzählen, dass sie auch investiert sind – und irgendwann ist der Hype vorbei und die ganze Welt bricht wieder zusammen. Im Tiefpunkt verkaufen die Menschen, weil sie gar nicht verstehen, was Risiko eigentlich ist.

Risiko entsteht, wenn du nicht weißt, was du tust – hat schon Warren Buffett gesagt. Und die Erkenntnis ist wieder: Erfolg hat nichts mit Information zu tun, sondern mit einem klaren System.

Die falsche Frage und die richtige: Spekulieren vs. Investieren

Die Menschen stellen sich gerne die falschen Fragen. Eine typische Frage ist: Welche Aktie soll ich denn kaufen? Die viel bessere Frage ist: Was brauche ich eigentlich, um mein Ziel zu erreichen? Und da beginnt echtes Investieren.

Das ist auch der Unterschied zwischen Spekulieren und Investieren. All diese Dinge werden auch in meinem neuen Buch "Geld verdienen mit System" ihren Platz finden: Die größten Fehler mit Geld, was im Leben eine Garantie ist, was Konsum ist und warum Vermögensaufbau ganz anders aussieht, dass gute Strategien vor allem eins sind – nämlich einfach. Was das große Problem mit dem Mindset ist, Krisenwissen, wer die beste Person ist, um sich um Dein Geld zu kümmern, und die Analyse Deines Ist-Standes.

Viele Menschen an der Börse spekulieren. Spekulieren heißt, Aktien aufgrund eines Hypes, eines Tipps, einer Idee zu kaufen, aber gar nicht zu wissen, was man eigentlich tut. Investieren heißt für mich: Geld, Wissen und Zeit. Sein Geld investieren, ein gewisses Wissen aufnehmen und sich dann auch eine gewisse Zeit geben, damit das Geld wirklich wachsen kann.

Die Masse der Menschen spekuliert, weil sie gar nicht weiß, was der Unterschied ist. Investieren heißt: Du kennst Dich mit der Materie aus, Du weißt, in welches Asset Du investierst, Du kennst Dein Risiko, Du weißt Deine Chancen – und am Ende kannst Du das Ganze wirklich managen.

Rechnen statt Raten – kenne Deine Zahlen

Der konkrete Mehrwert für Dich: Rechnen statt Raten. Ich sage auf den Seminaren immer: Leute, Ihr müsst Eure Zahlen kennen. Wann steige ich in eine Aktie ein? Wann steige ich wieder aus? Wann kaufe ich nach? Wann sichere ich mein Depot ab? Wie sieht die richtige Diversifizierung aus? Und wie kriege ich den Cashflow in den Optionen hin?

Wenn Du Vermögen aufbauen willst: Was ist Dein konkretes up Ziel? Bis wann? In wie vielen Jahren? Welche Summe? Was kannst Du monatlich sparen? Welche Rendite erzielst Du? Und auch hier wieder der Unterschied: Zinsen sind für mich Strafgeld – Du gibst Dein Geld ab und bekommst einen gewissen Zins. Rendite heißt, Geld in Sachwerte zu investieren – in Aktien, Gold, Silber oder Immobilien.

Auch im Buch gibt es die Blaupause des Investors mit den Entscheidungsregeln – ein echter Game Changer. Die zentrale Frage: Wann kaufe ich eine Aktie? Wann verkaufe ich? Wann mache ich gar nichts? Wann erhöhe ich die Cashquote, wann fahre ich sie runter, wann kaufe ich nach?

Die Börse ist ein Ausbildungsberuf, den Du umsetzen kannst und mit dem Du eine Menge Geld verdienen kannst – wenn Du verstehst, was Du tust. Wenn Du diese Fragen nicht beantworten kannst, dann brauchst Du ein Update. Erst wenn Du etwas änderst, vielleicht Modeling of Excellence machst, von jemandem lernst, der es nachweislich kann, und dann ein System integrierst – dann wirst Du auch erfolgreich.

Die größten Fehler an der Börse – und warum Du einen Plan B brauchst

Was sind die größten Fehler an der Börse? 

Erstens: Die Menschen haben keine Strategie. 

Zweitens: Sie werden emotional. 

Drittens: Die Timeline stimmt nicht.

Dazu kommen zwei weitere große Punkte: Menschen reagieren auf Märkte – und das ist einer der größten Fehler. Erfolgreiche Anleger prognostizieren nicht – sie sind vorbereitet. Sie wissen, was zu tun ist, egal wie das Game ausgeht. Sie haben eine Lösung – und zwar schon vorher. Das ist mein sogenannter Plan B.

Denn egal wie gut Du recherchierst – es kann immer passieren, dass die Aktie in die falsche Richtung geht. Und dann ist es wichtig, einen Plan B zu haben: Vielleicht Optionen weiterrollen, vielleicht die Aktie mit Verlust verkaufen, aber den nächsten Einstieg wieder planen. Denn dann bist Du strategisch unterwegs – und dann tauschst Du Glück in Strategie.

Ruhe statt Stress – der emotionale Kern erfolgreicher Investoren

Der emotionale Kern – Ich nenne ihn im Buch Ruhe statt Stress. In den letzten Wochen der Webinare haben viele Feedbacks gezeigt: "Ulli, weißt du, was eins deiner größten Assets ist? Diese Ruhe, diese Ausgeglichenheit und dieses keine Emotionen zuzulassen."

Nicht das Ziel, die maximale Rendite zu machen, weil Du dann vielleicht gierig wirst. Und nicht das Ziel, ganz wenig Rendite zu machen, weil Du die Sicherheit zu hoch gewichtest. Sondern sich ganz klar bewusst zu machen: Wer bin ich, was ist Risiko, und welche Rendite will ich am Ende erzielen?

Es geht darum, gewisse Ziele zu setzen, damit eine Klarheit zu haben. Aus dieser Klarheit die Kontrolle über sein Depot zu haben – und das dann mit Ruhe und emotionslos umzusetzen. Ich habe mehr als 33.000 Stunden an der Börse verbracht. Ich bin die Ruhe in Person – und genau das darfst Du lernen: diese Ruhe, diese Bodenständigkeit und entspannt zu bleiben.

Wenn Du emotionslos aus der Ruhe, der Klarheit und der Kontrolle heraus entscheidest, wirst Du nicht in der nächsten Sekunde Deine Entscheidung wieder anzweifeln. Das Ziel muss sein: Klarheit schaffen mit einer logischen Strategie, daraus den Handelsplan entwickeln, die Kontrolle behalten – und ganz in Ruhe Deine Entscheidung treffen.

Mein Buch, mein System und mein Fazit

Das Buch Geld verdienen mit System ist die Essenz aus rund 30 Jahren, die ich mit Dir teilen möchte. Natürlich wird auch die Formel ESI – Einkommen, Sparen, Investieren nochmal in Gänze erklärt. Es geht nicht um das neue Trading-System, es ist kein Hype – es ist ein System. Der systematische Ansatz ist das Allerwichtigste.

Stell Dir mal vor, Du bräuchtest in Zukunft deutlich weniger Informationen und nur zwei bis drei Stunden pro Woche an Zeit, um dieses System umzusetzen und damit eine gute Rendite zu erzielen.

Was ist eine gute Rendite? An der Börse loslegen ist wie einen Beruf zu lernen. 

Stufe 1: Keine Fehler mehr machen und kein Geld verlieren. 

Stufe 2: Die Rendite des Marktes machen – 8 bis 9 Prozent pro Jahr. 

Stufe 3 – nach anderthalb, zwei Jahren: Den Markt deutlich schlagen. Und am Ende ist mein System: Value-Investor mit Tradingansatz.

Wenn Du ein System hast, brauchst Du keine Börsenupdates mehr – weil Du Dein eigenes System entwickelt hast. Wer Börse richtig versteht, der wird verstehen, dass die Börse vielleicht die allergrößte Chance auf der finanziellen Seite im Leben ist. Denn wenn Du verstehst, dass Geld der beste Arbeitnehmer ist, der 24/7 für Dich arbeitet, niemals krank wird und keinen Urlaub braucht – dann wirst Du verstehen, dass Du mit Geld mehr Geld generieren kannst.

Auch die Politik hat es mittlerweile verstanden und will die Aktienrente nach vorne bringen, weil das Umlageverfahren gescheitert ist. Es wird Zeit, sich um dieses Thema zu kümmern – denn Geld ist eine der wichtigsten Kräfte in der Welt.

👉 Mehr Informationen zu meinem Buch „Geld verdienen mit System" findest Du hier: 

>> buch.ulrichmueller.de

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Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite:

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Finanzieller Erfolg ist kein Zufall – sondern das Ergebnis einer klaren Strategie.

Weißt Du, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt?

Wenn Du wissen willst, wie Du Aktien so nutzt, dass sie Dir regelmäßige Prämien liefern statt nur auf Kursgewinne zu hoffen, dann starte hier:

► Die Aktien-Vermietungsstrategie: https://strategie.ulrichmueller.de/

Wenn Du zusätzlich wissen willst, ob Deine aktuelle Finanzstrategie wirklich zu Dir passt:

► Kostenfreies Investoren-Quiz: https://quiz.ulrichmueller.de

Und wenn Du endlich verstehen willst, warum klassische Finanzberatung nicht mehr ausreicht und welche Denkfehler die meisten machen, dann komm zu unserem 2-Tages-Event. Dort lernst Du, was Dir kein Bankberater verrät.

► Online Finance Mastery: https://mastery.ulrichmueller.de

Weitere Impulse für Dein Wachstum:

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(00:00:00) Über den Tellerrand schauen

(00:04:13) Geschichte passiert, Geschichte wiederholt sich

(00:12:26) Die Kunst, einen Plan B zu haben

#338 Sparer oder Investor: Diese Assetklassen sind (nicht) sinnvoll!02 Feb 202600:20:08
Der große Assetklassen-Check 2026: Wo lohnt sich Dein Geld?

Die Frage taucht immer wieder auf: Bin ich eigentlich Sparer oder Investor? In welche Assetklassen sollte ich mein Geld investieren? In dieser Folge nehme ich Dich mit auf eine Reise durch die wichtigsten Anlageklassen – von Aktien, Anleihen und Immobilien über Rohstoffe und Kryptos bis hin zu klassischen Sparprodukten. Ich teile meine persönliche Einschätzung zu jeder Klasse, verrate, in welche ich selbst investiert bin, und welche ich aktuell mit Vorsicht betrachte, damit Du weißt, was für Dich und Dein Vermögen in diesem Jahr wirklich Sinn macht.

Das erwartet Dich in dieser Folge:

  1. Aktien: Der Klassiker – ETF, Fonds oder Einzelaktien?

  2. Anleihen: Wie funktionieren sie und lohnen sie sich heute?

  3. Immobilien: Pro und Kontra in der aktuellen Marktphase

  4. Rohstoffe (Gold und Silber): Krisenschutz oder Spekulationsobjekt?

  5. Kryptowährungen: Wie viel Platz haben sie im Portfolio?

  6. Sparbuch & Co.: Warum diese „sicheren" Klassen gefährlich sind

  7. Exoten (Uhren, Kunst, Whisky): die versteckten Fallstricke

  8. Mein Fazit: die aktuelle Gewichtung für ein smartes Portfolio

Aktien: Der Klassiker – ETF, Fonds oder Einzelaktien?

Starten möchte ich mit der Assetklasse der Aktien. Du weißt, ich halte Aktien für die beste und sicherste Geldanlage der Welt – aber heute widmen wir uns dem breiten Überblick.

Innerhalb der Aktienwelt gibt es verschiedene Wege, um zu investieren:

  • Investition in Unternehmen, die noch gar nicht an der Börse sind, 

  • der Kauf von Einzelaktien,

  • die Nutzung von aktiv gemanagten Aktienfonds

  • oder der Weg über Aktien-ETFs.

Jeder Weg hat Vor- und Nachteile. Beginnen wir mit dem Aktien-ETF. Kaufst Du einen ETF auf den DAX, dann bist Du in den DAX investiert, und das über einen ETF. Die Vorteile: geringe Kosten, keine aktive Verwaltung. Doch der Nachteil ist: Wenn Du das tust, was alle tun, wirst Du auch das bekommen, was alle haben – und das ist in der Regel relativ wenig.

Konkret: Ein DAX-ETF mag historisch 8–9 % pro Jahr liefern. Zieht man Kosten, Steuern und vor allem die Inflation ab, bleibt oft nicht mehr viel übrig.

Ein aktiv gemanagter Aktienfonds hat den Vorteil des professionellen Managements, das versucht, den Markt zu schlagen. Dafür sind die Kosten höher. Selbst gute Fonds, die den Index schlagen, liefern oft nur eine überschaubare Outperformance von vielleicht 5 % über dem Index – und unterliegen strengen Regulierungen. Man bezahlt also für das Management, ohne eine Garantie auf überragende Ergebnisse zu haben.

Egal welchen Aktienweg Du wählst – Einzelaktie, Fonds oder ETF – eines ist entscheidend: Du brauchst einen langen Atem. Eine Timeline von 7 bis 10 Jahren ist das Minimum. Die Börse durchläuft immer wieder Zyklen mit Rücksetzern, Verlustphasen und außergewöhnlichen Zeiten, wie wir sie in den letzten Jahren erlebt haben. Eine solide Timeline ist Dein wichtigster Puffer gegen die Volatilität.

Anleihen: Wie funktionieren sie und lohnen sie sich heute?

Kommen wir zur zweiten großen Assetklasse: Anleihen (auch Rentenpapiere oder Rentenfonds) Grundprinzip: Du leihst Dein Geld einem Emittenten (Staat oder Unternehmen) und erhältst dafür Zinsen.

Spannend ist: Anleihen sind an der Börse handelbar, sodass neben den Zinsen auch Kursgewinne möglich sind. Diese entstehen durch Zinsänderungen: 

  • fallende Zinsen: Besitzt Du eine Anleihe mit 4 % Verzinsung und die Marktzinsen sinken auf 3,2 oder 1 %, ist Deine höher verzinste Anleihe mehr wert. Du kannst sie mit Kursgewinn verkaufen.

  • steigende Zinsen: Hast Du eine Anleihe mit 1 % und die Marktzinsen steigen auf 3 oder 4 %, verliert Deine Anleihe an Wert. Wer will schon 1 %, wenn es anderswo 4 % gibt?

Wirft man einen Blick auf die aktuelle Lage, sehen wir zwei große Probleme:

erstens die Inflation und zweitens eine schwächelnde Wirtschaft. Diese Konstellation könnte Zentralbanken zu Zinssenkungen bewegen, was Anleihekursen zugutekäme.

Doch Vorsicht ist geboten. Die entscheidende Frage ist: Wem leihst Du Dein Geld? Du kannst in Staatsanleihen (mit vermeintlich hoher Sicherheit) oder Unternehmensanleihen (mit höheren Zinsen, aber auch höherem Risiko) investieren. Das Bonitätsrisiko ist real – selbst ein Top-Rating (AAA) ist keine absolute Garantie und kann herabgestuft werden. Immer steht die Frage im Raum: Bekomme ich mein Geld am Ende der Laufzeit zurück?

Ein weiterer Risikofaktor ist die Währung. Anleihen in Fremdwährungen (z. B. Brasilianischer Real, Argentinischer Peso) versprechen oft hohe Zinsen. Doch das Währungsrisiko kann diese Erträge schnell zunichtemachen: Bekommst Du 8 % Zinsen, aber die Währung verliert 10 % an Wert, bist Du am Ende im Minus.

Legendäre Investoren wie Ray Dalio setzen auf eine Aufteilung auf Aktien, Immobilien, Anleihen und Cash. Dieses Prinzip hat auch heute noch seine Berechtigung, wobei ich Immobilien für Privatanleger oft als späteren Schritt sehe.

Immobilien: Pro und Kontra in der aktuellen Marktphase

Kommen wir zur Immobilie, einer sehr großen und beliebten Assetklasse in Deutschland – vor allem wegen des Sicherheitsgedankens. Doch der Einstieg ist mit erheblichen Kosten verbunden:

  • Grunderwerbsteuer

  • jährliche Grundsteuer

  • Notar- und Grundbuchkosten

Diese hohen Transaktionskosten schmälern von Anfang an die Rendite. Positiv wirkt sich die Inflation auf Immobilienpreise aus. Doch Vorsicht: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Erfolg mit Immobilien erfordert umfangreiches Fachwissen. Du musst Lage, Markt und den baulichen Zustand richtig einschätzen können. Hinzu kommt der Einsatz von Fremdkapital (Kredit). Dieser Hebel (Leverage) kann die Rendite steigern, bedeutet aber auch ein zusätzliches Risiko, mit dem man leben können muss. Die steuerliche Seite ist ein weiterer Punkt.

Ein oft unterschätzter Faktor ist der administrative Aufwand: Verwaltung, Leerstandsrisiko, Probleme mit Mietnomaden, Renovierungen nach Jahren, Übergaben und Nebenkostenabrechnungen. Immobilien können sehr lukrativ sein, sind aber ein aktives Investment mit vielen Aufgaben.

Meine aktuelle Einschätzung: Der Immobilienmarkt ist etwas zurückgekommen. Gründe sind gestiegene Zinsen und eine vorherige Überhitzung nach Jahren der Nullzinsen (seit der Finanzkrise 2008/09). Viele Märkte haben Korrekturen von 20 bis 30 % erlebt. Zudem sind Immobilien aktuell schwerer verkäuflich, da potenzielle Käufer oft Schwierigkeiten mit der Bankfinanzierung haben. Für Banken sind neben der Sicherheit (der Immobilie) vor allem die Bonität und das Eigenkapital des Käufers entscheidend.

Ich glaube, es gibt bei Immobilien aktuell durchaus interessante Einstiegsmöglichkeiten. Doch die entscheidenden Fragen sind: Will ich das gerade? Kann ich das gerade? Und: Will ich mich so lange binden?

Rohstoffe (Gold und Silber): Krisenschutz oder Spekulationsobjekt?

Kommen wir zu einem Bereich, der schon sehr lange existiert, und den ich vor den Kryptomärkten behandeln möchte: Rohstoffe, konkret Gold und Silber.

Warum? Weil dieser Bereich extrem gelaufen ist. Silber über 100 US-Dollar, Gold bei über 5.100 US-Dollar – die Preise sind außer Rand und Band. Auch Kupfer hatte zwischendurch gigantische Kurse.

Grundsätzlich galt lange: Aktien und Rohstoffe korrelierten negativ. Wenn Aktien fielen, stieg Gold als „Krisenmetall", um Vermögen abzusichern. Gold und Silber waren primär zum Werterhalt gedacht, nicht nur zur Renditeerzielung.

Doch im Moment erleben wir eine wilde Zeit. Die Aktienmärkte stehen auf Allzeithochs (DAX fast 25.000, S&P 500 fast 7.000), und trotzdem sind Gold und Silber an der Spitze angekommen.

Warum ist das so? Ich glaube, ein Grund ist, dass die Menschen trotz steigender Aktienkurse eine tiefe Unsicherheit und Angst spüren.

Diese Unsicherheit speist sich aus vielen Quellen: der Politik der US-Notenbank (FED), der Neubesetzung von Jerome Powell, den regelmäßigen FOMC-Meetings und den vielen anderen Themen, die derzeit die Welt bewegen. Was Börsianer und Investoren überhaupt nicht mögen, ist Unsicherheit. Und genau die haben wir derzeit in den Märkten, weil niemand genau weiß, wie es weitergeht: Was macht die FED? Was passiert mit Jerome Powell? Wie ist Amerika einzuschätzen? Dazu kommen die Kriegs- und geopolitischen Risiken.

Gold ist ein "Safe Haven", Silber hat zusätzlich eine starke industrielle Komponente. Ich habe Silber vor längerer Zeit sehr deutlich empfohlen und viele positive Feedbacks bekommen, weil es extrem gut gelaufen ist. Persönlich glaube ich, dass vor allem bei Silber die Grenzen erreicht sind. Aber am Ende weiß man nie, wie eine „wilde, verrückte Masse" – wie schon Isaac Newton sagte – die Märkte weiter in die Höhe treiben kann. Man kann also nicht endgültig sagen, ob das schon das Ende der Fahnenstange ist.

Doch man kann festhalten: Gold und Silber in Teilen im Portfolio mit dabei zu haben, ist durchaus vernünftig.

Kryptowährungen: Wie viel Platz haben sie im Portfolio?

Kommen wir nun zu den Kryptowährungen, den Coins. Dieses Thema dürfen wir natürlich nicht auslassen. Grundsätzlich muss man sagen: Die Coins sind mittlerweile im Rennen. Es ist eine Assetklasse, die es seit etwa 17 bis 18 Jahren gibt, für die es bereits ETFs gibt und die weltweit vernetzt wird. Ich persönlich glaube, dass es Kryptowährungen weiterhin geben wird.

Doch die Lage ist ungewiss: Beim Bitcoin gibt es heiße Diskussionen – die einen sehen ihn bei 20.000 USD fallen, andere bei einer Million. Aktuell steht er bei rund 90.000 USD, und niemand weiß, wer Recht hat.

Meine Einschätzung: Es ist eine spannende, aber noch sehr junge Assetklasse, die dennoch in keinem Portfolio fehlen sollte. Ein wichtiger Hinweis: Ähnlich wie bei den Big Seven an der Börse (Amazon, Google etc.) sollte man sich auch bei Kryptos auf die etablierten, großen Namen konzentrieren. Ich würde keine Shitcoins kaufen – über 20.000 Coins sind bereits komplett verschwunden. Ich würde mich auf die mit „B" und „E" konzentrieren. Dort könnte es derzeit sogar Nachkaufchancen geben, nachdem der Kurs etwas nachgegeben hat .

Ein wichtiger gemeinsamer Nenner: Bei Kryptos, Gold/Silber, Immobilien und Aktien (aber nicht bei Anleihen) ist die Inflation Dein Freund. Steigende Preisniveaus treiben tendenziell den Wert dieser Sachwerte nach oben.

Warum? Weil sich ihre Preise mit der allgemeinen Teuerung inflationär nach oben anpassen – wie das Beispiel der immer teurer werdenden Kugel Eis zeigt. Die Inflation unterstützt diese Assetklassen.

Anleihen nehme ich hier ein wenig raus. Für mich sind sie im aktuellen europäischen Zinsumfeld eher langweilig. Spannend könnten höchstens Anleihen in Fremdwährungen sein, aber im Kern finde ich diese Klasse derzeit wenig attraktiv.

Zusammenfassend kann man also sagen: Die genannten Sachwert-Assetklassen werden von der Inflation unterstützt, was sie zu einer echten Investition macht.

Sparbuch & Co.: Warum diese „sicheren" Klassen gefährlich sind

Ich möchte auch noch auf die klassischen Assetklassen Sparbuch, Tagesgeld, Bausparen und Lebensversicherung eingehen. Allein in Deutschland liegen noch immer 6 bis 8 Billionen Euro in diesen Produkten.

Wenn Du in diese Klassen investiert bist, ist das grundsätzlich Deine Entscheidung. Doch ich muss klar sagen: Hier ist die Inflation gegen Dich. Zusätzlich gibst Du Selbstverantwortung und Selbstvertrauen ab, denn Du schließt einen Vertrag mit einer Gesellschaft, der Du Dein Geld gibst und die Dir einen (meist niedrigen) Zins zurückgibt.

Ich sage immer: „Zinsen sind Strafgeld." Deshalb sind diese Assetklassen für mich erst einmal raus. Der Grund für ihre Beliebtheit ist die vermeintlich hohe Sicherheit, an die die meisten Menschen denken.

Doch eines ist klar: Mit diesen Assetklassen wirst Du definitiv kein großes Vermögen aufbauen .

Exoten (Uhren, Kunst, Whisky): Die versteckten Fallstricke

Kommen wir zu einigen weiteren, durchaus spannenden Themen: den Assetklassen, die so ein bisschen außen vor sind. Dazu zählen Autos, Oldtimer, Wein, Rum, Whisky, Uhren, Schmuck oder Kunst.

Diese Klassen sind oft relativ entspannt, benötigen aber eine längere Timeline. Ganz klar muss man sagen: Hier musst Du Dich sehr gut auskennen. Ein entscheidender Hinweis ist die Frage nach der Fungibilität Deiner Gelder. Das heißt: Kannst Du die Anlage auch wieder problemlos verkaufen?

Bei börsengehandelten Assets (Aktien, Anleihen, Coins) oder auch über Portale wie ImmobilienScout ist der Verkauf relativ einfach. Bist Du aber in speziellen Themen wie Uhren, Oldtimern, Wein oder Kunst investiert, wird es deutlich schwieriger.

Warum? Weil Du das Problem hast, einen Käufer zu finden, der bereit ist, den gewünschten Preis zu zahlen. Das ist für mich einer der größten Vorteile der Börse: Du kannst Apple-Aktien im Wert von mehreren Millionen handeln, ohne den Kurs nennenswert zu bewegen. Versuchst Du hingegen, eine Uhr für 20 Millionen zu verkaufen, wird das schon deutlich schwieriger.

Last but not least ein paar grundlegende Sätze zu allen Assetklassen:

  1. Im Einstieg liegt der Gewinn. Der richtige Zeitpunkt zum Starten ist entscheidend.

  2. Wissen und Erfahrung sind Pflicht. Bevor Du in eine Assetklasse einsteigst, musst Du Dich auskennen und wissen, wie Du damit Geld verdienen kannst.

  3. Die richtige Strategie und Timeline sind zentral. Du musst Dir überlegen, wie Du vorgehst, wie Du es umsetzt und wie lange Du dabei sein willst. Und Gelder, die Du kurzfristig parken willst, gehören nicht in Einzelaktien, generell nicht an die Börse und schon gar nicht in Immobilien (die sind ja „immobil" und der Handel dauert).

  4. Achte auf die Kosten. Hohe Anschaffungs- oder Transaktionskosten (wie bei Immobilien oder manchen Fonds) erfordern eine längere Anlageperiode, damit sich die Investition überhaupt rentieren kann.

Mein Fazit: Die aktuelle Gewichtung für ein smartes Portfolio

Schauen wir uns die verschiedenen Assetklassen noch einmal im Überblick an und wagen eine grobe Gewichtung für ein Portfolio:

  • Bitcoins und Kryptos: Dürfen mit dabei sein. Größenordnung: 3 bis 5 % des Gesamtvermögens.

  • Gold und Silber: Ein Thema, das nicht fehlen darf. Die Preise sind aktuell sehr hoch. Würde ich heute einsteigen? Eher nein. Ich würde auf einen Rücksetzer warten, um besser einzusteigen. Dann wären ca. 10 % des Geldes dort gut aufgehoben.

  • Immobilien: Hier werden wahrscheinlich demnächst die ersten interessanten Einstiegssignale kommen. Allerdings habe ich das Gefühl, der Markt hat sich noch nicht vollständig gerüttelt; weitere Rückschritte sind möglich. Daher bin ich hier noch vorsichtig.

  • Sparbuch/Tagesgeld: Sind ausschließlich für Rücklagen gedacht, nicht für vermögensbildende Investitionen.

  • Lebensversicherung/Bausparen: Aus meiner heutigen Sicht würde ich das gar nicht mehr tun. Davon rate ich klar ab. 

  • Exoten (Uhren, Oldtimer, Wein, Kunst etc.): Dieser gesamte Restbereich fällt für mich unter „Sonstiges". Hier muss man ein absoluter Marktkenner sein, um die richtigen Stücke zu kaufen und überhaupt Zugang zu bekommen. Das Risiko von Fälschungen ist hoch, und die sichere Aufbewahrung (Safe, Tresor, Alarmanlage) ist aufwendig und kostspielig.

Aktien liegen einfach entspannt im Depot. Für mich persönlich überwiegt der Aufwand bei Sammler-Assetklassen bei weitem den Nutzen. Ich habe meine Gelder lieber in Aktien angelegt, die ich selbst manage und mit denen ich eine ganz andere Rendite erziele.

Das war mein Ausblick über die verschiedenen Assetklassen. Ich hoffe, Du konntest wieder einiges für Dich mitnehmen.  

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(00:00:00) Aktien & Anleihen

(00:06:21) Immobilien

(00:09:10) Rohstoffe & Kryptos

(00:13:01) Inflation & Fazit

 

#248 Wie Du Mieten auch mit Aktien generierst: Die beste Optionsstrategie für Investoren!13 May 202400:18:37

Ist die Aktie die bessere Immobilie?

Doch stell Dir vor, Du könntest eine Miete mit Aktien einnehmen! Was komisch klingt, ist in der Praxis tatsächlich möglich und birgt die Chance auf einen sehr stabilen und reizvollen Cashflow! In dieser Folge möchte ich Dir daher einen Einblick in diese Strategie geben und erklären, warum Aktien für mich die besseren Immobilien sind.

Das erwartet Dich in dieser Folge:

  1. Welche Investment-Möglichkeiten gibt es und wo steht der Mensch gerade?

  2. Cash Secured Puts - Aktien vermieten: So geht's!

Welche Investment-Möglichkeiten gibt es?

Viele Menschen investieren gerne, doch wenn wir uns "draußen" mal umschauen, sind die Rahmenbedingungen nicht immer optimal. Inflation und Kriege sind nur zwei Beispiele von vielen Umständen, die die Welt gerade beschäftigen. Doch welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, um zu investieren? Es gibt Cash, Immobilien, Gold und mittlerweile gibt es auch "neue Welten", wie die Kryptos. Auch Whisky, Uhren und Oldtimer sind nach wie vor begehrt - im Grunde kannst Du in alles investieren, das irgendwie limitiert ist. Alles, was eine gewisse Exklusivität hat und einen gewissen Nutzen bringt, ist als Geldaufbewahrung geeignet. 

Vor allem ist wichtig, egal worin Du investiert bist: Du musst den Markt kennen und sicherstellen, dass es auch einen Käufer gibt. Gerade bei Themen wie Kunst beispielsweise. Kunst ist auch ein schönes Beispiel für das Drumherum einer Investition: Wie lagere ich die Kunst richtig? Wie versichere ich die Kunstwerke? Und eben auch: Wie veräußere ich sie wieder?

Für mich ist in der heutigen Zeit die Aktie eine schöne, breit gefächerte Möglichkeit, um finanzielle Ziele zu erreichen. In diesem Zusammenhang ist es eben besonders spannend, auch auf den Bereich der Miete einzugehen (neben den üblichen Möglichkeiten). Natürlich wird die Folge nicht ausreichen, um einen richtigen "DeepDive" zu machen, aber ich kann Dir den Rahmen erklären, wie Du überhaupt mit Aktien Mieten einnehmen kannst, und warum diese Option so spannend ist.

Wo steht der Mensch gerade und warum haben Aktien einen schlechten Ruf?

Wenn wir uns die letzten Jahrzehnte in Deutschland anschauen, wird schnell klar, warum Aktien als Geldanlage so negativ konnotiert sind. Die Erfahrungen, die die "Normalverbraucher", der Mittelstand, mit Aktien gemacht hat, sind alles andere als schön und wiederholenswert: Da war die Dotcom-Krise, der Bankencrash, die Telekom kam an die Börse und rauschte ab; viele haben einfach Geld verloren. Auch Corona und Kriege haben die Börse ganz schön auf Trab gehalten. Ich selbst investiere seit mittlerweile 30 Jahren an der Börse und habe entsprechend all diese Dinge live miterlebt. 

Um zu verstehen, warum sich ein Invest trotzdem lohnt, musst Du verstehen, wie Aktien funktionieren. Wenn Du Aktien besitzt, bist Du Mitbesitzer des jeweiligen Unternehmens. Wenn Du finanziell frei werden willst, hast Du grundsätzlich als Unternehmer bessere Chancen dazu. Als Angestellter bist Du sehr vom guten Willen Deines Chefs abhängig, ob er Dir mehr Geld (und damit die Möglichkeit eines Investments) gibt oder nicht. Denn als Angestellter bist Du vergleichbar. Dein Job, Deine Arbeit — alles wird mit dem Markt verglichen und resultiert in einem Gehaltsdurchschnitt. Ob Du jemals stark abweichende Gehälter beziehen wirst, ist daher ziemlich unwahrscheinlich.

Grundsätzlich ist die Aktie für mich die sicherste Geldanlage der Welt, und viel zu viele Menschen haben das Potenzial immer noch nicht begriffen. Wenn wir uns das Aktienportfolio anschauen, gibt es mehrere Möglichkeiten mit Aktien Geld zu verdienen:

  1. Wenn Aktien langfristig steigen: über die Buy & Hold-Strategie

  2. Dividende: große Mischkonzerne, die antizyklisch sind (also immer verkaufen) bieten hier die Möglichkeit eines Zugewinns. Beispiele: P&G, Coca Cola

  3. Optionen: Du vermietest Deine Aktien an andere Investoren

Cash Secured Puts - Aktien vermieten: So geht's!

Um sich dem Thema der Aktien-Vermietung anzunehmen, müssen wir grundsätzlich verstehen, wie die Grundlagen des Aktieninvestments funktionieren. Für mich ist das die Blaupause eines Investors und dazu gehören folgende Punkte:

  • Wähle qualitative und hochwertige Aktien aus (Stichwort Wert & Preis)

  • Du brauchst die richtige Charttechnik und die richtigen Indikatoren

  • Du solltest eine klare Investment-Strategie haben (wo stehst Du, wo willst Du hin, welche Rendite willst Du wann und wie hoch etc.)

Wenn Du die Rahmenbedingungen geschaffen hast und bestückt bist mit den Aktien, die ein schönes Wachstumspotenzial haben, dann bist Du bereit für den nächsten Schritt. 

Die Strategie, Mieteinnahmen mit Aktien zu erzielen, basiert auf dem Einsatz von Optionen. Aber Achtung: Das sind keine Optionsscheine! Über die Optionen kannst Du zum Beispiel Dein Investment absichern.

Wenn Du nun Mieteinnahmen generieren willst, machst Du das über die sogenannten gedeckten Calls bzw. die Cash-Secured-Puts. 

Vereinfacht: Du hast ein Konto, auf dem Bargeld liegt. Du siehst eine Aktie, die gut aussieht. Wenn Du nun weißt, diese Aktie könnte in nächster Zeit steigen, dann kannst Du einen sogenannten Cash-Secured-Put verkaufen. Das heißt, Du sagst dem Markt, Du würdest gerne eine Aktie kaufen und bietest einen gewissen Preis dafür. Für diesen Preis bekommst Du eine gewisse Prämie. Hier zeigt sich wieder, wie wichtig es ist, über Wert und Preis Bescheid zu wissen und ebenfalls, wohin die Märkte eigentlich gehen.

Achtung: Wenn Du Dir online Wissen aneignen möchtest, solltest Du beachten, wer Dir dieses Wissen vermittelt. Sind das Menschen (wie ich), die wirklich an der Börse ein Vermögen aufbauen? Oder sind das "nur" Theoretiker, die ihre eigenen Geschichten gar nicht praktisch umsetzen?

Nehmen wir mal Apple als Beispiel für einen Cash-Secured-Put: Du möchtest eine Apple-Aktie kaufen, die gerade bei 170 Dollar steht. Also stellst Du Dir ein Preisschild in den Garten, auf dem steht, dass Du diese Aktie für 167,50 Dollar kaufen möchtest. Warum sollte Dir jemand die Aktie für weniger als den Marktwert überlassen? 

Für den anderen ist es eine Absicherung.

Du bist der, der Bargeld hat und anbietet, diese Aktie zu kaufen. Der andere ist der Besitzer der Aktie, der nicht weiß, ob sie steigen wird. Sollte die Aktie auf 160 Dollar fallen, würde er 10 Dollar verlieren. Hat er die Absicherung vorher an Dich verkauft (für die 167,50), ist der Verlust nur 2,50 Dollar. Für Dich gibt es also einen Einnahmenwert und für den anderen den Wert der Versicherung. Dafür zahlt er Dir eine Prämie. Damit verdienst Du Geld.

Du siehst aber, dieses Spiel macht nur Sinn, wenn Du mit einer großen Wahrscheinlichkeit weißt, wohin der Markt läuft. Die Online-Grundbasics reichen für sowas nicht aus. Ich selbst blicke auf 30k Stunden an der Börse zurück.

Anders ausgedrückt: Wenn Du eine Immobilie besitzt, die 1 Mio. kostet, aber eine Miete von 1000 Euro bekommst, dann wirst Du nach Abzug der Kosten auf keinen grünen Zweig kommen. Wenn Du aber 150k Miete bekommst, sieht die Sache schon wieder anders aus.

Fazit zu Cash Secured Puts & der Miete durch Aktien

Ich glaube, meine Strategie bietet gegenüber klassischen Anlageformen große Vorteile, weil Du allein schon ein kleineres Kapitalrisiko hast. Du allein entscheidest, zu welchem Preis Du einsteigst. Im Verhältnis zu einer Immobilie hast Du auch viel viel weniger Kapital eingesetzt und kannst mit Aktien deutlich breiter diversifizieren. Aktien bieten zudem im Schnitt eine bessere Rendite und die Möglichkeit, von steigenden und fallenden Märkten zu profitieren.

Für mich sind die Mieteinnahmen durch Aktien eine schöne Möglichkeit, einen Cashflow zu generieren, ohne wirklich investiert sein zu müssen. Durch die Cash-Secured-Puts kannst Du schon Miete einnehmen, bevor Du die Aktie überhaupt besitzt. Danach kommst Du eher über die gedeckten Calls, worüber Du auch wieder Miete einnehmen kannst. 

Mein Fazit: Die Aktie ist vielleicht sogar die bessere Immobilie, wenn Du als Investor vermögend und finanziell frei werden willst. Bei großen Vermögen gehört aber prinzipiell sowieso beides dazu.

Hier findest Du die Folge zum Thema Dividende: https://www.ulrichmueller.de/246-jeden-monat-dividende-mit-diesen-11-aktien/ 

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#247 Sell in May and go away - Mythos oder Wahrheit?06 May 202400:19:32

Worauf solltest Du jetzt achten?

Sell in May and go away - but remember to come back in September! Doch was ist wirklich dran? Ist die aktuelle Lage am Aktienmarkt wirklich hoffnungslos? Der April ist vorüber, und damit starten wir nach Mai/ab Mai in eine eher schwächere Zeit an der Börse. In dieser Folge bekommst Du daher wieder ein detailliertes Marktupdate, einen Überblick über aktuell relevante Werte und eine kleine Aktienprognose für die nächsten Monate. Wie immer gilt: Alle genannten Werte sind keine Kaufempfehlung.

Das erwartet Dich in dieser Folge:

  1. Wie entwickelt sich der Aktienmarkt aktuell?

  2. Die großen 7: Das musst Du jetzt beachten

  3. Ein Fazit & ein Ausblick

Wie entwickelt sich der Aktienmarkt aktuell? Die Werte von April 2024

Wie immer bekommst Du auch zu Beginn dieses Marktberichts erstmal eine Übersicht darüber, was im vergangenen Monat an der Börse so los war. Vorweg: Die Märkte sind etwas schwächer gelaufen — aber das war fast schon zu erwarten. Schauen wir uns also an, was bei Dow Jones & Co. wichtig war:

Dow Jones: Von 39.807 ging es runter auf 38.386, daraus ergibt sich ein Minus von 4 %.

Nasdaq: Auch hier ging es runter — von 18.254 auf 17.780 um -3 %.

S&P 500: Ebenfalls ein kleines Minus von 2,7 % - von 5.254 runter auf 5.116. 

DAX: Der DAX reiht sich in die Minusrunde ein, von 18.492 ging es runter auf 18.118 um -2 %.

Russell 2000: Ein deutlicherer Verlust von 2.124 auf 2.016 um satte -5,2 %.

MSCI World: Auch hier ein kleines Minus von 3.437 auf 3.347 um -2,7 %.

Gold/Silber: Die Beiden haben ein schönes Plus zu verzeichnen, für Gold ging es von 2.229 rauf auf 2.335 und zwar um +4,7 %, Silber hat noch mehr zu bieten, von 2496 auf 2714 beträgt die Steigerung satte +8,73 %.

Öl: Hier gibt es kaum eine Änderung - von 83,17 haben wir uns um -0,6 % auf 82,63 bewegt.

Euro/Dollar: Ebenfalls eine Mini-Bewegung um 0,6 %, von 1,08 auf 1,07.

Bitcoin: Hier ging es trotz Halving von 71.000 um deutliche 11 % runter auf 63.000.

UM Strategy Fund: Im Gegensatz zu vielen der großen Indizes haben wir nur ein bisschen verloren, von 97,03 ging es um 0,7 % runter auf 96,36.

Doch wie haben sich eigentlich die Magnificent 7, also die großen 7, so geschlagen? Um die Entwicklungen ein bisschen besser nachvollziehen zu können, werfen wir mal einen detaillierteren Blick darauf.

Die großen 7: Das musst Du jetzt beachten

Im letzten Jahr haben wir von den großen 7 einen extremen Run gesehen — was ist daraus geworden? Wie beeinflussen diese Entwicklungen Deine Handlungen? Werte wie Google, Tesla und auch Amazon waren zunächst etwas stockend unterwegs, das hat sich mittlerweile geändert. Apple hat vor allem auf dem chinesischen Markt gerade Schwierigkeiten, das beeinflusst den Wert - von rund 200 Dollar sind wir aktuell bei etwa 140 Dollar gelandet. Das Wachstum ist durch die Probleme eingebremst und hemmt damit auch die Entwicklung. 

Auffällig war auch die deutliche Schwäche der Tech-Werte im April, mir fällt spontan das Beispiel AMD ein. In der Spitze haben wir Werte wie 220/210 gesehen, zwischendurch ist der Wert auf 145 gefallen. Die 200-Tage-Linie wird gerne als Regel genannt, das funktioniert meiner Meinung nach nicht immer gut. Warum? Weil sich entsprechend alles um diese 200-Tage-Linie dreht. Manche Werte (KI-basierte beispielsweise) waren aber in der letzten Zeit deutlich darüber hinaus und diese Werte waren eigentlich einfach zu teuer. Viel zu teuer, um nach der Regel in naher Zukunft einzusteigen.

Wie haben sich also die großen 7 verhalten?

Google Alphabet: Von 150 waren wir zwischendurch bei fast 175 und dem "All Time-High". Durch die ganze KI-Seite bei Google gibt es eine Menge an Wachstum.

Microsoft: Auch hier gab es zwischendurch ein "All Time-High" von 430 Dollar Anfang April, jetzt ging es im Tief eher so auf 387 runter. Letztendlich kann man aber sagen, Microsoft bekommt man nie günstig. Sie ist langfristig auf jeden Fall aber interessant.

Nvidia: Hier lagen wir zwischendurch schon bei (man muss fast sagen, völlig übertriebenen) 950 Dollar. Danach ging es relativ schnell deutlich runter bis auf 750. Aktuell sind wir bei spannenden 875, doch ich bin nach wie vor der Meinung, dass bei Nvidia bereits eine ganze Menge Gewinn eingepreist ist. Jetzt ist eben nur die Frage, ob diese Gewinne auch kommen.

Meta: Meta hat eigentlich richtig gute Quartalszahlen präsentiert, doch wer Mark Zuckerberg kennt, der weiß, dass er auch das Vorher und Nachher sowie Kosten und KI im Blick hat. Entsprechend ist die Aktie etwas gesunken: Im April waren wir schon mal bei 530, aktuell liegt sie bei "günstigen" 430.

Ein Fazit & ein Ausblick

Wer hat denn im April eigentlich gewonnen, wenn nicht Tech? Da haben wir zum einen die Old Economy, die einiges an Boden gut gemacht hat, aber auch die Banken und Versicherungen. Health Care fährt immer noch etwas mit dem Fuß auf der Bremse, aber auch hier wird sich sicherlich der ein oder andere Wert nochmal bewegen. 

Statistisch gesehen wären wir jetzt wieder bei dem altbewährten Spruch "Sell in May and go away - but remember to come back in September." Denn mit dem Mai beginnt die schwächste Zeit an der Börse: Statistisch bringen Juni, Juli und August die schwächsten Werte des Jahres, bevor es dann im letzten Quartal Oktober, November und Dezember (weshalb du sprichwörtlich im September wiederkommen sollst) die stärkste Zeit an der Börse beginnt. 

Ja, das ist zwar die Statistik der letzten 50-100 Jahre, doch wir haben auch immer die Gesamtlage, wie in Europa beispielsweise. Wir haben Krisen und Kriege, Chancen und Innovationen, und vor allem haben wir momentan immer noch den kranken Mann Europas: Deutschland bzw. die deutsche Wirtschaft. Auch die eigentlich erwarteten Zinssenkungen haben wir bisher nicht gesehen. All das beeinflusst die Börse ebenfalls und kann Prognosen schwierig machen. 

Meines Erachtens kann es gut sein, wenn wir im Mai ein wenig seitwärts laufen. Ich glaube nicht an den großen Crash. Es wird Rückschläge geben, die gibt es jedes Jahr, und die können locker 15 % betragen. Diese haben wir dieses Jahr beispielsweise noch gar nicht gesehen. Daher erwarte ich erstmal keine neuen "All Time-Highs" im Mai. Wichtiger denn je ist aber jetzt Dir Gedanken um Deine Strategie zu machen, damit Du jederzeit bereit bist, richtig zu reagieren.

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#246 Jeden Monat Dividende - Mit diesen 11 Aktien!29 Apr 202400:19:34

11 Dividenden-Titel, die jeder im Depot haben sollte!

Disclaimer: Auch alle in dieser Folge genannten Titel und Dividenden Aktien sind keine Kaufempfehlung. Es geht um meine Meinung und eine schulische Information für Dich und Deine Strategie. 

Wusstest Du, dass Du monatlich (wenn nicht sogar wöchentlich) Dividenden-Ausschüttungen bekommen kannst? Um das zu schaffen, brauchst Du allerdings eine bestmöglich funktionierende Strategie. Diese Folge gibt Dir Einblicke in die aktuell attraktivsten Dividenden Aktien. Darunter Dividenden Aristokraten, die seit stellenweise 50+ Jahren stetig steigende Dividenden auszahlen. Ich sage nicht, dass Du all diese Titel kaufen musst. Aber ich bin überzeugt von diesen Titeln, die in einer guten Strategie (so auch in meiner eigenen) vertreten sein müssen. Am Ende triffst aber nur Du selbst Deine Anlageentscheidungen. Welchen Titel hast Du erwartet und welcher hat Dich überrascht?

Diese Informationen erwarten Dich in der Folge:

  1. Welche hochwertigen Dividenden lohnen sich?

  2. Welche Titel solltest Du 2024 unbedingt bei Deiner Strategie beachten?

  3. So vereinfachst Du Deine Cash-Generierung!

Welche hochwertigen Dividenden lohnen sich?

Es gibt im DAX tatsächlich sechs Unternehmen, die keine Dividende ausschütten, wusstest Du das? Dennoch gibt es natürlich genug andere Aktien, bei denen Du eine schöne Ausschüttung erwarten kannst. Wichtig ist jedoch ein paar Punkte zu beachten, damit Deine Dividende wirklich hoch und nachhaltig ist: Achte darauf, seit wann das Unternehmen existiert, seit wann es Dividenden ausschüttet und auch, seit wann diese Werte steigen. Auch wichtig: Zu welcher Ausschüttungsquote werden Dividenden gezahlt?

Außerdem solltest Du prüfen, wie sich die Dividenden in den letzten 10 bis 20 Jahren verändert haben —  das gibt Dir viel Aufschluss darüber, was Du langfristig zu erwarten hast. Dividenden sind keine Werte, die Dich morgen reich machen. Aber auf lange Sicht kannst Du Dir hier wunderschön einen Cashflow aufbauen, der Dich quasi nebenbei mit Geld versorgt und Dir immer wieder die Gelegenheit gibt, "gratis Geld" in neue Aktien zu reinvestieren.

Auf die Schnelle genannte, spannende Werte aus Deutschland sind beispielsweise: 

  • Allianz: 5,1 % Dividenden-Rendite
  • BASF (Chemie): 6,5 %
  • BMW: 5,7 %
  • Porsche: 5,2 %
  • RWE: 3,2 %
  • Sixt: 4,2 %
  • VW: 7,6 %

Ein Blick auf die Dividende hat erstmals den Anschein, dass diese Werte sehr attraktiv sind. Das sind sie in diesem Fall auch, dennoch darfst Du nicht vergessen, bei Deiner Auswahl auch zu berücksichtigen:

  • Wie entwickelt sich die Aktie allgemein?
  • Welche Umsatzsteigerung gibt es im Unternehmen?
  • Machen die Unternehmen auf lange Sicht große Gewinne?

Nur dann kannst Du sicher sein, auch wirklich hochwertige Dividenden-Titel in Deinem Portfolio aufzunehmen, die Dir auf lange Sicht Erfolge bringen und Freude bereiten.

In Deutschland werden übrigens mittlerweile über die Hälfte der Dividenden aus DAX-Unternehmen ins Ausland ausgeschüttet, was für mich einem Super-GAU gleicht. Deswegen habe ich es mir zur Mission gemacht, das Thema Aktien in Deutschland attraktiver zu machen. Denn hier liegt das Geld tatsächlich immer noch meist ohne Benefit auf einem Sparbuch oder steckt in Immobilien, die gerade im letzten Jahr deutlich an Attraktivität abgenommen haben und zunehmend zur Belastung werden.

Welche Titel solltest Du 2024 unbedingt bei Deiner Strategie beachten?

Nachfolgend habe ich Dir 11 Titel zusammengestellt, die Du unbedingt bei Deiner Vermögens-Strategie beachten musst. Wie immer ist das keine Kaufempfehlung, aber der Weg zu nachhaltigem Reichtum führt unter anderem über eine kluge Aktienstrategie und damit auch über die Dividenden. Zusätzlich zu der Höhe der Dividenden erfährst Du auch, wie lange schon Dividenden ausgeschüttet werden, seit wann sie steigen, wie sie sich im 10-20-Jahre-Rhythmus entwickeln und wie hoch die Ausschüttungsquote ist. Außerdem habe ich auf einen guten Branchen-Mix geachtet.

Die Werte sind alphabetisch geordnet, das hat nichts mit der Relevanz oder dem "besser oder schlechter als" zu tun.

Aktie Dividende in % persönliche Dividende auf 10 J. in % persönliche Dividende auf 20 J. in % Ausschüttungs-
quote in % seit wann Ausschüttung seit wann gesteigert Wie oft im Jahr Amgen 3,2 8,8 16,4 47 2011 2012 4x BHP Billiton Group 5,2 7,1 22,4 57 1987 sinken 2x Cisco Systems 3,2 9,4 8 42 2011 2012 4x Coca Cola 3,1 6 9 66 1893 1963 4x General Mills 3,4 6 12 52 1898 1898 4x Hormel Foods 3,2 6 18 71 1928 1966 4x Johnson & Johnson 3,1 6,5 11 65 1944 1963 4x McDonald's 2,3 8,4 26 54 1976 1977 4x Medtronic 3,3 6 8 51 1977 1978 4x Pepsi 2,9 8 11,3 65 1965 1973 4x P&G 2,3 6 9 59 1891 1957 4x Du siehst, es kommt nicht nur auf die Dividenden an sich an, sondern es spielen viele Werte gemeinsam eine Rolle. Die BHP-Dividende sinken seit 1-2 Jahren, da das Unternehmen Bergbau zum Thema hat und das mitunter etwas kompliziert ist. Bei allen anderen Aktien steigen die Dividenden stetig Jahr für Jahr, stellenweise um hübsche 4-8 %. Ein Inflationsausgleich ist also locker drin.

So vereinfachst Du Deine Cash-Generierung!

Du hast jetzt eine Menge sehr spannender Titel gehört und gelesen, und jetzt stell Dir vor, Du hättest einige dieser Titel seit 10 oder 20 Jahren in Deinem Portfolio - Dein monatlicher (oder sogar wöchentlicher) Cashflow wäre sehr attraktiv und würde völlig ohne Dein Zutun Gelder für "Gratis-Aktien" produzieren. Warum gratis? Weil Du eine Menge Geld zur Verfügung hättest, welches nebenbei reinkommt und welches Du in neue Aktien reinvestieren könntest, ohne eigene neue Gelder zu mobilisieren.

Wenn Dich interessiert, wie das genau funktioniert und wie ich das als Value-Investor mit Trading-Ansatz umsetze, dann schreib mir gerne oder besuche eines meiner Seminare. Ich setze meine Strategie mittlerweile seit 1993 um und darf behaupten, dass ich all das Geld gar nicht mehr ausgeben kann, was da so nebenbei einfließt. In meinen Seminaren lernst Du, wie Du sogar wöchentlich Dividenden beziehen kannst.

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#245 KI-Aktien: Ist Nvidia noch im Spiel?22 Apr 202400:18:37

Megatrends und KI-Aktien zum Investieren nutzen

Die Welt steckt voller Hypes und Trends - doch welcher Hype wird zum Megatrend und welche KI-Aktien lohnen sich (noch)? Wird uns KI als Thema noch länger begleiten oder ist das alles morgen schon Schnee von gestern? In dieser Folge möchte ich Dir einen Rundum-Blick geben, damit Du weißt, was wirklich wichtig ist. Wir schauen uns die Definition von Megatrends an; ich erkläre Dir, welche Megatrends es in der heutigen Zeit gibt, und vor allem schauen wir auf Nvidia: Hat das Unternehmen seinen Zenit schon überschritten oder lohnt es sich noch, in die KI-Aktien zu investieren? Der Mensch lebt für den Fortschritt und ist immer im Wandel, alles und jeder will besser werden. Entsprechend spannend sind die Möglichkeiten, die sich daraus an der Börse ergeben.

Wie immer gilt: Alle genannten Aktien sind keine Kaufempfehlung.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was sind Megatrends und welche gibt es aktuell?

  2. Wo ist KI schon im Alltag angekommen?

  3. Die Akt(i)e Nvidia und ein Fazit zu KI-Aktien und Megatrends

Was sind Megatrends und welche gibt es aktuell?

Alles im Leben ist auf Fortschritt ausgerichtet, dennoch gibt es einige Dinge, die uns über Jahrzehnte begleiten: Die Megatrends. Der Mensch neigt dazu, zu überschätzen, was er auf kurze Sicht schafft und zu unterschätzen, was er auf lange Sicht schaffen kann. Und genau dasselbe gilt auch für Megatrends und KI. 

Doch was ist eigentlich die Definition von Megatrend? Gemeinhin unterscheidet man drei Stadien: 

  1. Hype

  2. Trend

  3. Megatrend

Der Hype bezeichnet etwas, das jetzt gerade sehr modern und angesagt ist, aber schnell wieder in der Versenkung verschwindet. Er wird die Welt nicht verändern.

Trends hingegen sind schon etwas beständiger: Sie halten durchaus ein paar Jahre, erledigen sich dann aber doch irgendwann wieder. 

Megatrends hingegen verändern die Zukunft. Ein Megatrend hält gerne mal Jahrzehnte an und produziert für die Unternehmen entsprechend viel Geld.

Wir haben 2024 12 große Megatrends auf der Welt:

  1. Megatrend Sicherheit: Unsere Welt ist ein wenig im Daueralarm-Zustand. Auf Corona folgten Kriege, Krisen und Cyberkriminalität. Damit ist Sicherheit ein Megatrend, der immer weiter wachsen wird.

  2. Megatrend Silver Society: Der Mensch wird immer älter und den Älteren gebührt Aufmerksamkeit und Respekt - das hat nicht zuletzt die Coronakrise gezeigt. Viele Dinge müssen aufgrund der alternden Bevölkerung neu gedacht werden, drei davon sind Rente, Fachkräfte(mangel) und Pflege.

  3. Megatrend Urbanisierung: Die Menschen ziehen vom Land in die Stadt, um kürzere Wege und eine leichtere Verbindung von Leben und Arbeit zu finden. 

  4. Megatrend Wissenskultur: Das Informationszeitalter und die Wissensvermittlung schreiten weiter voran, der Mensch will sich immer mehr weiterbilden und mehr Wissen anhäufen.

  5. Megatrend Individualisierung: Wer bin ich, wer kann ich sein? Der Mensch hat ungeahnte Möglichkeiten der Selbstverwirklichung - Tendenz steigend.

  6. Megatrend Neo-Ökologie: Vereinfacht gesagt geht es hierbei um alles rund um Nachhaltigkeit - ein Thema, das aufgrund der Klimakrise und der Weiterentwicklung der Menschen immer mehr an Relevanz gewinnt und diverse Konsumtrends mit sich bringt.

  7. Megatrend Gesundheit: Dieser Megatrend geht Hand in Hand mit Themen wie Sport und gesunder Ernährung - Themen, die seit Jahrzehnten boomen und das auch weiterhin werden.

  8. Megatrend Mobilität: Der Mensch kam vom Fahrrad zum Motorrad, zum Auto, zum Zug,... Wir bewegen uns immer weiter fort und auch hier gibt es schier unendliche Weiterentwicklung - aktuell in Verbindung mit KI im Bereich des autonomen Fahrens.

  9. Megatrend Globalisierung: Fluch und Segen zugleich, ermöglicht die Globalisierung es der Welt, zusammenzuwachsen und gegenseitig voneinander zu profitieren.

  10. Megatrend New Work: Sind stundenlange Arbeitstage vor Ort noch zeitgemäß oder geht der Trend weiterhin zu Homeoffice und vor allem zu Ergebnissen? Das wird die Zeit zeigen, doch seit langem zeigt sich bereits: Der Mensch möchte sich auch hier weiterentwickeln und effizienter werden.

  11. & 12. Megatrend Konnektivität & Digitalisierung: Diese Megatrends gehen Hand in Hand: Der Mensch ist vernetzt, die Welt wird immer digitaler, das Internet ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Auch ein Megatrend, bei dem die KI in Zukunft einiges vermelden wird. 

Du merkst schon heute, dass viele dieser Megatrends mit der KI verpaart und weiterentwickelt werden. Künstliche Intelligenz ist schon lange kein Thema mehr für Science Fiction-Filme.

Wo ist die KI schon im Alltag angekommen?

In unserem täglichen Leben begegnen wir mittlerweile zahlreichen Beispielen für KI-Anwendungen. Das Thema KI erinnert mich immer ein wenig an das Internet "damals". Heute ist das Internet nicht mehr wegzudenken, es war so eine riesige Sache damals, heute ist es ein Megatrend. Dennoch — und das ist eine Tatsache —  haben Unternehmen, die damals auf der Welle ganz oben schwammen, ihre Top-Werte aus der Zeit niemals wieder erreicht. Ein schönes Beispiel ist hier Cisco Systems. Entsprechend hat sich auch der Markt partiell in der Masse verteilt.

Doch was versteht man unter KI? Das Kürzel steht für Künstliche Intelligenz und bezeichnet im Grunde den Versuch, menschenähnliche Intelligenz in Computersystemen und Anwendungen zu erschaffen. Heruntergebrochen bedeutet das, dass Maschinen lernen (und dazulernen) sollen, eigene Entscheidungen zu treffen und Lösungen zu finden. Bisher findest Du die KI bisher unter anderem hier in Deinem Alltag:

  • Suchmaschinen wie Google oder Bing bedienen sich schon länger einer KI, um möglichst effizient und hilfreich zu arbeiten, auch Algorithmen/personalisierte Werbung fallen darunter
  • Im Lebensmittelbereich können KI-Anwendungen beispielsweise Fehler ein einer Produktionskette aufzudecken und zu Prozesse optimieren
  • Sprachassistenten am PC oder Smartphone sowie Gesichtserkennung 
  • E-Mail-Marketing und Spam-Erkennung
  • Navigation, Finanzdienstleistungen und Betrugserkennung
  • Autonomes Fahren, Medizin

Die Akt(i)e Nvidia: Worth the hype? + Fazit zu KI-Aktien/Megatrends

Zum Schluss möchte ich noch einen Blick auf DIE Hype-KI-Aktie schlechthin werfen: Nvidia. Ich hab sie in den letzten Folgen immer mal erwähnt, weil ein Plus von 300 % beim Aktienpreis in anderthalb Jahren einfach unfassbar ist. Das Problem: Der Umsatz steigt nicht in derselben Größenordnung. Aber fangen wir von vorne an: Nvidia war schon früh auf Grafikprozessoren spezialisiert, heute sind sie eines der führenden KI-Technologieunternehmen. 

Die Produkte und Technologien sind seit jeher beeindruckend — unter anderem gehören die Grafikkarten der G-Force RTX 40 Super-Serie dazu. Auch tolle Entwicklungen im Bereich des autonomen Fahrens oder der Sprachmodelle gehören zu Nvidia — das Unternehmen ist führender Hersteller zahlreicher KI-Anwendungen.

Dennoch darf man eines nicht vergessen: Wert und Preis sollten immer in einem realistischen Verhältnis stehen — für mich aktuell ein Grund, Nvidia eher aus dem Hintergrund zu begleiten, als nochmals zu investieren. Ich würde aufpassen, dass die Bewertung nicht zu hoch wird und erst wieder nachkaufen, wenn sich die Märkte beruhigt haben. 

Abgesehen von KI-Aktien wie Nvidia gibt es auch den einen oder anderen spannenden ETF zum Thema KI, auch das ist sicherlich eine schöne Lösung, wenn Du Dich nicht auf einen Wert festlegen willst.

Ich habe es tausendmal gesagt, ich sage es immer wieder: Letztendlich zählt einfach, dass Du eine gute Strategie hast und weißt, was Du tust.

Ich für meinen Teil verliere lieber kein Geld, indem ich in zahlreiche kleine Unternehmen investiere, die dann wieder verschwinden, sondern lieber geregelt in die Großen, die seit Ewigkeiten stabil und etabliert sind. Im Bereich KI/Technologie und Megatrends wären das zum Beispiel unter anderem Microsoft, Amazon, Nvidia, Google etc.   

Hier findest Du die letzte Megatrend-Folge: https://www.ulrichmueller.de/220

Das ist die Buchempfehlung aus der Folge: Peter Gehlmann - Jeden Tag nur 1 % besser

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#244 Nike Aktie zum Sonderangebot: Das ist meine Prognose!16 Apr 202400:17:08

Ist Nike jetzt gerade ein Investment wert oder sollte man auf lange Sicht lieber die Finger davon lassen?

Stell Dir vor, Du bist Weltmarktführer und erleidest einen Schwächeanfall. So geschehen aktuell bei der Nike Aktie, diese gibt es gerade im Sonderangebot. Eigentlich bärenstark, sind die Dividenden der Nike Aktie stetig steigend. Dennoch schwankt das Unternehmen aktuell ganz gewaltig. In dieser Folge schauen wir uns an, warum das so ist und was das für die Menschen bedeutet, die in Nike Aktien investiert haben. Ist Nike jetzt gerade ein Investment wert oder sollte man auf lange Sicht lieber die Finger davon lassen? Wie sieht die Prognose für die Nike Aktie aus? Quasi "Nike - just don't"?

Kurzer Disclaimer: Auch wenn ich hier einzelne Aktien vorstelle und benenne, ist das alles wie immer keine Kaufempfehlung. Ich teile meine schulischen Ideen mit Dir und gebe meine Einschätzung zur Lage.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Wie sieht der Sport-Aktienmarkt aus?

  2. Was hat die Nike Aktie für ein Problem?

  3. Wie sieht die Prognose für die Nike Aktie aus?

  4. Der Nike Aktienkurs und die Nike-Aktien-Dividende

Wie sieht der Sport-Aktienmarkt aus?

Werfen wir zunächst mal einen Blick auf die Aktien im Sportbereich ganz generell. Es gibt vor allem Nike, Adidas und mittlerweile auch das Schweizer Unternehmen On (Sportschuhe) sowie Under Armour. Es gibt mehrere Gründe, warum die Aktien dieser Unternehmen auf lange Sicht weiter steigen werden. 

Nike beispielsweise ist fast schon ein wahrer Dividenden-Aristokrat. Zwischendurch lag der Kurs schon bei 180 Dollar, eingebrochen war er bisher auf 94 Dollar. Wenn wir einen genaueren Blick darauf werfen, hat der Rutsch schon Ende 2021 angefangen. Doch woran leidet Nike eigentlich? Grob geschätzt kann man die nachlassende Nachfrage sowie die wachsende Konkurrenz als Hauptfaktoren nennen. 

Was hat die Nike Aktie für ein Problem?

Aktuell sind viele junge Leute eben nicht mehr dazu bereit, 140+ Dollar für Nike-Turnschuhe auszugeben. Das ist jedoch ein Problem, das viele Unternehmen betrifft, denn wenn die Discounter es wesentlich günstiger machen, ist die Wahl des Konsumenten meist klar. Ich persönlich glaube aber, dass der Kurs zu stark abgestraft worden ist.

Wenn man sich die Causa Nike, das Umsatz-Multiply und das Value Kapital Umsatz (KUV) mal anschaut, dann sieht man ein Kurs-Umsatz-Verhältnis, das aktuell von der Bewertung her zu gering ist. Der Markt ist vom Preis her halbiert worden, wenn man aber die Umsätze und Gewinne anschaut, sieht man, dass sich da gar nicht so viel verändert hat. 

Der Vorstand hat schon auf das Thema Wachstum hingewiesen. Aktuell glaubt man in den nächsten Monaten eher an ein kleineres Wachstum. Man ist aber auch der Ansicht, dass die Wall Street an dieser Stelle aktuell zu pessimistisch ist. Auch andere führende Experten sind der Ansicht, Nike könnte unter Umständen eine der besten Ideen in 2024 sein. Das Kursziel wird bei ca. 130 Dollar gesehen. Das Management von Nike hat zudem den Grundstein für viele neue Produkteinführungen gelegt, gerade die zweite Hälfte von 2024 sieht da ganz gut aus. Auch die Olympischen Spiele sowie die EM werden ihren Teil dazu beitragen.

Wie sieht die Prognose für die Nike Aktie aus?

Wenn wir uns Nike saisonal ansehen, sehen wir immer eine schöne Outperformance ab April/Mai. Anhand der Quartalszahlen erkennen wir, dass die Aktie zuletzt einen kleinen Gewinn von 0,77 Dollar erwirtschaftet hat. Die Analysten hatten tatsächlich nur mit 0,74 gerechnet. Der Umsatz lag mit 12,43 Milliarden Dollar ebenfalls leicht über den Schätzungen von 12,31. Aber er ist nur um 0,3 % gestiegen, das ist praktisch gar kein Wachstum mehr.

Was der Nike Aktie helfen kann

Seit ca. 1,5 Jahren fehlt ein bisschen der Schwung im Umsatz, allerdings lag die Bruttomarge im letzten Quartal immer noch bei fast 45 %. Die Schätzungen hierzu lagen tatsächlich bei 45,1 %, Nike hat "nur" 44,8 % geliefert. Ja, ich sehe das hier auch nicht so pingelig, denn von 1 Dollar Umsatz bleibt da schon eine ganze Menge übrig. Die Zahlen waren also im Gesamten ganz ordentlich, die Aktie fällt dennoch immer weiter.

Hier gibt es zwei positive Dinge anzumerken: Der CEO hat sich ganz klar dazu geäußert, dass er das Kapitel Wachstum wieder deutlich vorantreiben will. Aktuell geht es dazu auch schon ganz ordentlich vorwärts, unter anderem im Bereich Marken- und Storytelling, Partnerwahl und Marktaufwertung. Auch der Finanzvorstand hat enorme Hoffnung: Die Teams sind mit einem effizienten Wachstum und einem schnelleren Markenaufbau beschäftigt. Außerdem arbeitet man daran, den neuen Innovationszyklus zu maximieren.

Auch in den Schlagzeilen ist Nike gerade laut und deutlich vertreten: Nach über 70 Jahren hat das Unternehmen Adidas beim DFB abgelöst. Ab 2027 sehen wir dann also Trikots von Nike bei den Spielen der Deutschen Nationalmannschaft. Auch die Strahlkraft dieser News wird Nike einen großen Schub geben. Abgesehen davon darf man auch die allgemeine Thematik der immer stärker wachsenden Weltbevölkerung nicht außer Acht lassen.

Wir werden immer mehr Menschen auf der Welt und das Thema Gesundheit/Sport gewinnt weiter an Relevanz - ganz vorne natürlich das Laufen. Auch wenn der Wettbewerb nicht kleiner wird, darf man die Größe der Markenmacht von Nike nicht unterschätzen. Neben Fußball gibt es auch noch den Bereich Basketball mit der Air Jordan Linie, die sich immer weiter durchsetzt, sowie die Unterstützung durch die Olympischen Spiele. Sport ist zudem ein absoluter Megatrend. Nike selbst hat auch eine sehr krisenfeste Bilanz.

Der Nike Aktienkurs und die Nike Aktien Dividende

Die Situation von Nike an der Börse ist für mich als Investor sehr, sehr spannend, denn die Kurse sind trotz allem in den letzten 3 Jahren um 30 % gefallen. Wann der Kurs dreht? Keine Ahnung. Aber gefühlt ist es gerade das erste Mal in 20 Jahren, dass man Nike Aktien zu einem vermeintlich günstigen Preis einkaufen kann. Eine Garantie auf baldig steigende Kurse gibt es nicht. Dennoch ist die ganze Entwicklung gerade sehr spannend. 

Beim Thema Dividenden kann man festhalten, dass diese bei der Nike Aktie seit satten 22 Jahren stetig steigen. In drei weiteren Jahren ist Nike damit offiziell Dividenden-Aristokrat, denn man bekommt diesen Titel, wenn in einem Unternehmen seit 25 Jahren die Dividenden steigen. Zuletzt wurden knapp 1,4 Milliarden an die Aktionäre ausgeschüttet, davon allein 562 Mio. an Dividenden, das sind 6 % mehr als noch vor einem Jahr. Wenn wir uns dazu die letzten 5 Jahre anschauen, sehen wir eine Steigerung der Dividenden im Schnitt pro Jahr um 10,5 %.

Wenn wir nun noch ein wenig in die Bilanzen und Zahlen einsteigen, dann sehen wir, dass es bei Nike auch immer Sparprogramme gibt. In den nächsten Jahren sollen so Kosten von rund 2 Milliarden Dollar eingespart werden. Daraus ergibt sich natürlich ein schöner Kickback. Nike kann zudem mit Innovation punkten. Die Amerikaner zahlen nach wie vor Premiumpreise und das Image von Nike ist excellent. 

Der KGV liegt aktuell bei 25, für mich absolut gerechtfertigt, denn meiner Meinung nach wird der Kurs auf lange Sicht durch die gefestigte Position im Wettbewerb, die treuen Kunden und durch das Wachstum der Kernmarke weiter steigen. Dann kann man ein wenig die Kraft des Zinseszins für sich nutzen, denn wenn es aktuell eine Flaute gibt und man kräftig zukauft und auf die Erholung wartet, dann gibt es natürlich keine Garantie für die Trendwende, aber es wird sehr spannend. 

Beim Blick auf die Online-Märkte fällt auf, dass Nike gerade sehr aktiv im Bereich Technologie unterwegs ist. Zudem wird auch eine Menge der digitalen Stärke genutzt. Hier hat das Unternehmen starke Wettbewerbsvorteile und verkauft eine ganze Menge über die App. 

Wie sich zusammenfassend sagen lässt, ist Nike mit seinen Herausforderungen natürlich nicht alleine. Die Branche an sich und allgemein alles, was nichts oder nicht viel mit KI zu tun hat, wird aktuell gefühlt, ein wenig übersehen. Da bin ich aber immer noch der Meinung, dass KI ein wenig zurückkommen wird, und dann wieder die Zeit für die alten, alteingesessenen Unternehmen kommt. Abschließend können wir noch festhalten, dass Nike keine Schulden hat und die Kasse stets gut gefüllt ist.

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#243 Die Wahrheit über 15 % Rendite mit dem UM Strategy Fund - Im Gespräch mit Alexandré Dietz08 Apr 202400:28:46
Die Wahrheit über 15 % Rendite mit dem UM Strategy Fund - Im Gespräch mit Alexandré Dietz

Wir hatten große Vorfreude, als wir vor knapp 2,5 Jahren den UM Strategy Fund ins Leben gerufen haben. Heute stellen wir uns die Frage: Was haben wir bisher erreicht? Eingeladen habe ich zur Beantwortung der Frage Alexandré Dietz, sein Zeichen Head of Trading beim UM Strategy Fund mit seiner geballten Expertise. Gemeinsam schauen wir auf die Märkte, die verrückten Entwicklungen der letzten Wochen und die Frage: Wieso haben wir unser Ziel, jährlich 15 % Zuwachs zu erreichen, verpasst?

 

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

 

  1. Wie zufrieden bist Du, und was sollte der Anleger wissen?

  2. Wie beeinflusst ein Faktor wie KI Unternehmen und vor allem die Old Economy?

  3. Was sind Deine Erkenntnisse zum Value Investing?

  4. Welche Red Flags siehst Du aktuell?

  5. Wie sehen Sie den Fonds im Vergleich zu den Märkten und welche Entwicklungen sehen Sie noch für 2024?

 

Wie zufrieden bist Du und was sollte der Anleger wissen?

Zunächst möchte ich von Alex eine allgemeine Einschätzung der Lage und auch eine Ordnung der Dinge, die Anleger vielleicht vorher über den UM Strategy Fund wissen sollten. Die gute Nachricht vorweg: Alex hält mich nicht für einen überzogenen Tagträumer:

 

"Die Renditeambition halte ich nach wie vor für realistisch erreichbar. Wir dürfen aber eines nicht vergessen; seit Auflage des Fonds (und auch schon davor) waren die Märkte alles andere als gewöhnlich. Bestehende Divergenzen, die über Jahrzehnte immer gestimmt haben, haben ausnahmsweise eben mal nicht gestimmt."

 

Außerdem spielen für Alex auch die starken Einzelereignisse eine große Rolle, die die Märkte und auch die Weltwirtschaft erheblich beeinflusst haben: Corona, Russland/Ukraine, Taiwan/China und nicht zuletzt das Superwahljahr 2024. Die aktuellen Märkte bieten laut Alex sowohl große Chancen als auch großes Risiko aus Investorensicht - da sei doppelt zu beachten, dass Investments wie jene in unseren Fonds über Jahre zu betrachten sind und nicht über Monate. 

Wie beeinflusst ein Faktor wie KI Unternehmen und vor allem die Old Economy?

Natürlich kommt die verrückte Marktsituation nicht von ungefähr: Neben Kriegen und Krisen haben auch Faktoren, wie die extreme Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) dafür gesorgt, dass bestimmte Dinge in Unternehmen durch die Decke gehen und andere - wie die Old Economy beispielsweise - für den Moment hinten anstehen. Wie beeinflusst eine solche Entwicklung einen Fonds wie unseren?

Alexandre hat dazu eine klare Meinung:

 

"Wir haben das schon letztes Jahr gesehen: 2023 war insgesamt ein positives Jahr für die Börse. Allerdings gerade am amerikanischen Markt wurde die Rendite der Indices maßgeblich durch nur 7 Unternehmen getrieben. Ein Tech-Riese wie Apple war mit 48 % ganz hinten, Nvidia hat mit sagenhaften 240 % angeführt. Das ist natürlich schon sehr extrem. Diese ganz großen kapitalisierten Unternehmen treiben die Indices hoch, weil die Indices (insbesondere der S&P 500 und auch die Nasdaq) marktkapitalisiert gewichtet sind."

 

Auffällig ist eben, dass gerade dieses Jahr vorwiegend nur noch Unternehmen wie Nvidia, die in direktem Bezug zum KI-Thema stehen, auf dem Markt profitieren. Ein Apple Konzern macht gerade, aufs Jahr gesehen, fast minus 10 %. Alex' wichtiger Hinweis dazu: Auf jede extreme Euphorie oder jeden großen Pessimismus im Markt folgt wieder die Ernüchterung mit entsprechenden Korrekturen. Gerade an der Old Economy ist aktuell gut zu sehen, dass alte gestandene Unternehmen mit stabilen Werten noch nicht nachgezogen haben. Für Investoren ist gerade das also momentan die große Chance, denn gerade diese Unternehmen werden aufholen.

 

Nike ist ein schönes Beispiel, denn die Zahlen stimmen. Das Unternehmen hat gerade die Deutsche Nationalmannschaft als Ausstatter übernommen, es stehen die EM und Olympia ins Haus. Dennoch ist der Preis nach wie vor halbiert. Experten rechnen mit Rekordwerten in den nächsten Monaten und im nächsten Jahr. Mit Nvidia ist es umgekehrt: Eine Aktie, die in den letzten 15 Monaten über 300 % zugelegt hat, hat schon eine riesige Euphorie eingepreist. Zudem hatte Nvidia in seiner Karriere regelmäßig 50 %-Korrekturen. Als Investor solltest Du Dir also die Frage stellen, ob Du jetzt das Risiko noch eingehen möchtest und am Ende womöglich mit einer 50 %-Korrektur konfrontiert wirst. Stelle Dir immer die Frage: Was ist Dein Value-Investment dahinter?

 

Eine Nvidia ist aktuell für Alex "einfach nicht kaufbar."

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für Alex der Kundenstamm eines Unternehmens wie Nvidia: 

 

"Nvidia hat momentan eine relativ einzigartige Stellung am Markt mit bestimmten Produkten. Sie haben einen tollen Ausblick und einen tollen Kundenstamm. Allerdings sind sie sehr spitz aufgestellt. Die Microsofts und Googles usw. sind die Kunden. Wenn dieser Kernkundenstamm irgendwann mal gesättigt ist, muss man sich auch die Frage stellen, welches Unternehmen in dem Maße nachziehen kann. Wenn ein Kunde wie Microsoft dann mal eben wegfällt, fällt auch ein riesen Batzen an Umsatz weg."

 

Dieses Risiko fällt allerdings zurzeit noch sehr unter den Tisch. Alex' Tipp ist daher, bei Investitionen unbedingt auf solche Risiken achten!

Was sind Deine Erkenntnisse zum Value Investing?

Der Vergleich zu Warren Buffett ist für Alex ein guter - denn wir beide stehen fürs Value Investing. Durch Stillhalter-Geschäfte haben wir alleine letztes Jahr 3 Mio. Extra-Umsatz gemacht. Bei Berkshire Hathaway darf man hingegen laut Alex nicht vergessen, dass seit Jahren ein großes Klumpenrisiko aufgebaut wird. Beispielsweise ist man, Stand heute, zu 45 % in Apple investiert. Was im Umkehrschluss bedeutet: Wenn man heute Berkshire Hathaway kauft, kauft man mit 50 % des Geldes direkt Apple. Das ist per se die Definition von Klumpenrisiko. In unserem Fund dürfen wir beispielsweise so eine Gewichtung gar nicht erst aufnehmen. Eine sichere Prognose zur Apple Aktie kann außerdem niemand geben - wie auch keine sicheren Prognosen zu anderen Aktien. Schätzungen und Vermutungen, ja, Garantien, nein. 

 

Vor Schwankungen sind wir alle nicht sicher: Sowohl Berkshire Hathaway als auch unser Fund haben 2022 über 25 % verloren - durch die verschiedenen Krisen und dem Pessimismus an der Börse. Das tut weh, das hat Alex als Head of Trading natürlich gar nicht gefallen, dennoch kann es passieren - und zwar uns, wie auch einem Warren Buffett oder anderen Value Investoren. Wenn man sich Warren Buffett auf die Jahre gesehen anschaut, ist seine Aktie von 1998 bis 2005 praktisch nicht vom Fleck gekommen. 

 

Das liegt für Alex mit daran, dass er Unternehmen einkauft, wenn diese günstig erscheinen, der Markt jedoch seine Zeit braucht, um dieses Potenzial ebenfalls zu erkennen. Bei unserem Fund ist das nichts anderes, wir machen im Grunde dasselbe. Wir halten fundamental stabile Aktien mit Stillhaltergeschäften für eine zusätzliche Rendite. Deshalb sind für Alex die 15 % nach Kosten per anno auf lange Sicht durchaus immer noch realistisch. 

Welche Red Flags siehst Du aktuell?

Die großen Divergenzen zwischen dem Aktien- und dem Anleihenmarkt sind aktuell für Alex eine große und deutliche Red Flag:

 

"Und das ist eben ein ganz wichtiger Punkt: Der Rentenmarkt preist Zinssenkungen noch nicht ein, im Aktienmarkt sind diese längst eingepreist, weshalb die Märkte so rennen. Wir haben eine inverse Zinskurve zwischen den 2- und 10-jährigen oder 2- und 20-jährigen Staatsanleihen, und das deutet historisch immer auf ein sehr hohes Rezessionsrisiko hin. Gleichzeitig haben wir eine extrem hohe Inflation. Die Marktseite im Aktienmarkt ist auch nicht besonders gut, sondern sehr durch die großen Technologieunternehmen dominiert. Das sind alles Divergenzen, die für mich ein Stück weit rote Signale sind."

 

Wer jetzt hohe Risiken eingeht, wird sie später bereuen, denn solch große Divergenzen werden historisch gesehen immer irgendwann aufgehoben - und weil der Anleihenmarkt größer als der Aktienmarkt ist, bekommt er oftmals recht. Für unseren Funds bedeutet das aktuell Risiken rauszunehmen, Aktien mit Stillhaltergeschäften halten, mit denen wir uns wohlfühlen, um einen zusätzlichen Cashflow zu generieren und ansonsten die Cashquote erhöhen und die Risiken weiter senken. 

Wie siehst Du den Fund im Vergleich zu den Märkten und welche Entwicklungen siehst Du noch für 2024?

Abschließend möchte ich von Alexandre noch wissen, wie er unseren Fund im Vergleich zu den Märkten sieht und welche Perspektiven 2024 seiner Meinung nach noch bereithält. Für Alex ist 2023 in diesem Bezug ein schönes Beispieljahr: Es gab insgesamt schon relativ viele Schwankungen in den Märkten und dennoch ist der Fund schön gleichmäßig gelaufen. Aus diesem Grund halten wir uns aktuell von Risiken fern. 

 

Für Alex wird 2024 allein wegen der Präsidentenwahl ein spannendes Jahr. Dennoch erwartet er saisonalitätsbedingt erstmal 2-3 schwächere Monate, ohne einen dramatischen Crash vorhersagen zu wollen. Wir sollten einfach langsam eine Korrektur sehen, da die Märkte aktuell überbewertet sind. In den Indizes könnten das gesunde 10 % sein. Entsprechend könnte man in der zweiten Jahreshälfte neue Chancen mitnehmen und die eigene Strategie weiter ausbauen. Eine Glaskugel hat Alex aber, wie wir alle, keine. 

 

Wie immer gilt auch in dieser Folge: Alle genannten Aktien sind keine Kaufempfehlung.

 

Mehr Infos zu Alex findest Du hier: https://www.linkedin.com/in/alexandre-dietz 

 

Vielen Dank, Alex, für dieses spannende Gespräch und die interessanten Insights!

 

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(00:00:00) Wie zufrieden bist Du mit der Entwicklung des UM Strategy Fund und was sollte der Anleger wissen?

(00:03:36) Der Einfluss von KI auf den Fonds und die Old Economy

(00:09:32) Die Gefahr bei Nvidia

(00:13:45) Value Investing von Ulrich Müller, Warren Buffett und Berkshire Hathaway

(00:18:55) Aktuelle rote Flaggen

(00:21:54) Wie wird 2024 für uns und wie siehst du den Fonds im Verhältnis zu den Märkten?

(00:25:06) Schluss-Tipp: Wie wird man erfolgreich beim Investieren?

 

#242 Rennende Märkte & KI außer Rand und Band: Darauf solltest Du jetzt achten!01 Apr 202400:21:05
Rennende Märkte & KI außer Rand und Band: Darauf solltest Du jetzt achten!

Wie schon im Vormonat wurden auch im März wieder Rekorde am Fließband produziert. Die Börse ist out of control! Doch was bedeutet das für die Märkte im Detail? Das schauen wir uns in diesem Marktüberblick an. Du erfährst, wie die Werte im März gelaufen sind, welche Aktien-Prognosen ich für April habe und welche Faktoren das Geschehen aktuell beeinflussen. No risk, no fun? Kann schon sein — es kann aber auch wichtig werden, Gewinne vom Tisch zu nehmen und die Füße still zu halten. 

 

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

 

  1. Wie hoch waren die Märkte im März?

  2. Was erwartet uns?

  3. Wie schlimm ist die Gier?

  4. Welche Werte lohnen sich noch?

Wie hoch waren die Märkte im März?

Rekorde am Fließband — das ist genau die Überschrift, die wir in den letzten Wochen brauchten. Und auch diesmal gab es wieder einen Folgerekord: Das fünfte Mal in Folge haben die Märkte sich gegenseitig weiter überholt. Experten reden eigentlich seit Wochen schon davon, dass die Geschichte eigentlich ausgereizt ist und die Märkte überkauft sind, dennoch ist immer noch kein Ende in Sicht. Doch schauen wir uns mal im Detail an, was das für das Who is Who der Börse im März bedeutet hat:

 

  • Dow Jones: Im Vergleich zum Vormonat steht diesmal nichts vor dem Komma, aber es gibt dennoch ein kleines Plus von 38.996 auf 39.282 um 0,7 %

  • Nasdaq: Auch hier gibt es einen Anstieg, aber auch dieser ist nicht so groß wie im Vormonat: Von 18.043 ging es rauf auf 18.210 um kleine aber feine + 0,9 %

  • S&P 500: Die alte Welt hat ein wenig aufgeholt: von 5096 auf 5203 um + 2,1 %

  • Russell 2000: Ein kleines Plus von 2.054 rauf auf 2.070 um + 0,7 %

  • MSCI World: Hier gibt es immerhin ein Plus von 3.337 auf 3.414 um + 2,3 %

  • DAX: Der DAX schießt diesen Monat den Vogel ab: von 17.670 auf 18.390 um + 

  • 4 %, damit hat er seinen Rekordwert von letztem Monat geknackt

  • Öl: Das Öl hat ebenfalls seinen Vormonatswert gebrochen, von 78 ging es auf 81,60 um + 4,3 %

  • Euro/Dollar: Hier tut sich weiterhin nichts, der Wert liegt nach wie vor bei 1,07/1,08

  • Gold/Silber: Gold hat im Vergleich zum Vormonat mehr geschafft: von 2.044 auf 2.178 mit rund 6,6 % im Plus, Silber toppt das sogar noch: von 2.268 ging es rauf auf 2.446 um stolze fast 8 %

  • Bitcoin: Es gibt ein neues All-Time-High! Von 61.400 auf 70.000 gibt es erneut ein großes Plus von 14 %

  • UM Strategy Fund: von 97,15 auf 97,70 gab es nur ein leichtes Plus 

von etwa 0,3 %

Was erwartet uns?

Rein saisonal betrachtet steht uns jetzt eine klassisch schwächere Zeit bevor und das für die nächsten 1-3 Monate. Allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass uns dieses Jahr noch eine Präsidentschaftswahl ins Haus steht. Wahljahre sind in der Regel gute Börsenjahre. Die alte Regierung will nicht zu viel verändern und gut abschließen, die neue Regierung will erfahrungsgemäß Gas geben und in die Zukunft investieren. Wir wissen, in den ersten 100 Amtstagen des neuen Präsidenten geht die Börse normalerweise immer ein Stück nach oben.

 

Auch das Thema KI bleibt weiter spannend. Mir fallen da Aktien wie Nvidia ein: Nvidia hat letztes Jahr bereits ein unfassbares Plus von 240 % eingesammelt. Die Märkte sind unglaublich hoch. Dieses Jahr gab es bisher schon wieder ein Plus von rund 100 %. Hier sage ich persönlich, ich fahre die Aktie jetzt etwas herunter, denn für mich spielt das Verhältnis von Wert und Preis eine große Rolle. Wenn eine Aktie im Preis um 340 % in 15 Monaten steigt, muss der Wert auch entsprechend steigen. Nvidia präsentiert gute Zahlen, keine Frage, aber im Verhältnis steht das lange nicht mehr und damit ist ganz klar, dass der Preis an der Börse schon viel zu hoch gelaufen ist.

 

Wie ich persönlich glaube, sind wir in allen Bereichen ziemlich überkauft. Wir haben große Divergenzen am Markt, eine ganz große ist beispielsweise das Thema  Aktien und Anleihen. Der Anleihenmarkt ist von beiden der größere Markt und behandelt dennoch andere Themen. Das hängt stark davon ab, was die Fed sagt, wie die Zinssituation aussieht, und in der Regel werden Divergenzen immer recht schnell aufgelöst. Im Moment zeigt die Seite der Anleihen eben ein anderes Bild als die Seite der Aktien. Auch aus dieser Sicht kann man daher sehen, dass die Aktien gerade deutlich überbewertet sind.

Wie schlimm ist die Gier?

Du ahnst es vielleicht schon: Die KI-Bubble und die Rekorde an der Börse verursachen gerade großen Jubel. Das Problem: Börse ist nicht rational, Börse ist emotional. Wenn die Menschen so von Jubel und Gewinn betrunken sind, neigen sie stark dazu, das Risiko zu ignorieren. Der Fear-Greed-Index zeigt das gerade auch sehr schön: bei einem aktuellen Wert von rund 75 befinden wir uns gerade in "extremer Gier". An dieser Stelle möchte ich einen meiner Lieblingssätze von André Kostolany zitieren: "Sei gierig, wenn die anderen ängstlich sind und sei ängstlich, wenn die anderen gierig sind."

Im Oktober 2022 war die ganze Welt ängstlich, dort war ich privat sehr gierig mit Aktien. Heute ist die ganze Welt gierig und wir sind ein Stück ängstlich. Meine Empfehlung ist im Moment ganz klar: Eher die Cash-Quote nach oben fahren. Du kannst Dich auch gut an der 200-Tage-Linie orientieren: Wenn Aktien um die 200-Tages-Linie tingeln, liegen sie etwa im Durschnitt. Sind sie weit darüber, sind Fallhöhe und Preis entsprechend hoch. Sind sie weit darunter, können sie aber entsprechend steigen.

Wenn wir uns die Märkte anschauen, dann sind gerade der ganze Tech-Bereich sowie die Big 7 deutlich teurer, Apple und Tesla hingegen befinden sich eher unter dieser Linie. 

Welche Werte lohnen sich noch?

Bei einem erneuten Blick auf die Märkte kommt schnell die Frage auf, in welche Aktien man denn überhaupt noch investieren sollte. Gerade scheint alles riskant zu sein, und die Märkte sind überdreht. Dennoch gibt es ein paar einzelne Werte, die gerade jetzt aus schulischer Sicht ganz spannend sind, da sie eben nicht dieses große Problem der enormen Fallhöhe haben. Lass uns einen Blick auf einige dieser Werte werfen.

Wie immer gilt: Alle genannten Aktien sind keine Kaufempfehlungen, das dient alles nur der schulischen Information.

Apple: Apple hat im Laufe dieses Jahres noch keine Rendite erwirtschaftet, ganz im Gegenteil haben sie sogar rund 10 % verloren. In der Spitze stand Apple schon mal bei 200 Dollar, aktuell sind es eher 170.

Gilead: Auch die Gilead Aktie stand schon mal bei 90 Dollar, aktuell dümpelt sie bei 72 Dollar. Das Unternehmen aus dem Biotechnologie-Bereich befindet sich gerade ebenfalls unter den 200-Tages-Linie.

General Mills: Im Bereich Nahrung unterwegs lag die Aktie schon bei rund 94 Dollar in der Spitze. Aktuell gibt es auch hier deutlich Luft nach oben — der Wert liegt bei nur noch rund 70 Dollar.

Hormel Foods: Auch hier befinden wir uns im Nahrungsmittelbereich. Nach Jahrzehnten, in denen es nur bergauf ging, ist diese Aktie in den letzten paar Jahren ein wenig ins Stocken geraten. In der Spitze bei rund 55 Dollar, liegt sie heute bei 34, nachdem sie sich mit einem Tief von nur 28 Dollar fast halbiert hatte.

Medtronic: Der Herzschrittmacher-Weltmarktführer lag in der Spitze schon fast bei 140, jetzt gerade sind es nur noch 86 Dollar, knapp an der 200-Tages-Linie. Damit ist die Fallhöhe sehr gering.

Nike: Nike zählt zu meinen absoluten Lieblingswerten. In der Spitze gab es hier schon fast 180 Dollar, mittlerweile hat sich auch die Nike Aktie fast halbiert. Sport ist und bleibt ein Megatrend, damit bleibt auch hier deutlich Luft nach oben, vor allem mit DFB, EM & Co.

Pepsi und Coca Cola: Beide haben Boden verloren, Coca Cola hat wieder ein bisschen gut gemacht, Pepsi hinkt jedoch immer noch etwas hinterher. Von 200 Dollar kommend befinden wir uns jetzt gerade bei etwa 140.

Pfizer: Der Weltmarktführer im Medizinbereich stand schon in der Spitze bei 60 Dollar und ist einiges heruntergekommen auf jetzt 28 Dollar.

Starbucks: Auch das ist ein toller Wert. In der Spitze lagen wir hier schon bei 130 Dollar, im Moment wird die Aktie für 91 Dollar gehandelt. Menschen lieben Kaffee, und Starbucks eröffnet gefühlt täglich neue Filialen auf der Welt. Der Umsatz wird also weiter steigen.

Anschließend noch eine kurze Einschätzung für die nächsten Wochen und Monate: Ich könnte mir vorstellen, dass es langsam mal ein Stück weit zurückgeht. Ob das wirklich so kommt, weiß keiner. Es wäre allerdings sehr gesund, wenn es mal ein bisschen weniger wird, denn die extremen Anstiege seit Monaten werden langsam kritisch, und eine Korrektur muss irgendwann kommen.  

 

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#241 Sparst Du noch oder investierst Du schon?25 Mar 202400:20:40
Vom Sparen zum Investieren: Die Grundlagen für finanziellen Erfolg

Heute habe ich Dir wieder ein sehr spannendes Thema mitgebracht, und zwar befassen wir uns mit den Grundlagen zum Thema Investieren. Welche Assetklassen gibt es? Welche Aufteilung ist die richtige? Warum ist es sinnvoller, zu investieren als klassisch zu sparen? Auf diese und weitere Fragen werfen wir in dieser Folge einen detaillierten Blick. Außerdem erkläre ich Dir, was es zu beachten gilt und gebe Dir Tipps und Erfahrungen aus meinem Leben. 

 

Natürlich haben wir dieses Thema in all den Jahren Podcast immer mal gehabt, aber in der Wiederholung liegt die Verstärkung, und nur was man versteht, kann man umsetzen. Diese Folge hilft Dir also dabei, eine fundierte Entscheidung zu treffen: Möchtest Du ausschließlich sparen oder macht es für Dich ebenfalls Sinn, zu investieren? Was Du beachten solltest: Wenn Du investierst, brauchst Du Zeit, Engagement, Geld und Wissen. 



Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

 

  1. Was ist sicher?

  2. Welche Assetklassen gibt es eigentlich?

    1. Die großen Assetklassen

    2. Die Spezialitäten

  3. Welche Aufteilung für die Assets ist sinnvoll?

Was ist sicher?

Wenn Du investierst, wirst Du auch mal durch Misserfolge oder Fehler Geld verlieren. Wichtig ist jedoch dabei, was Du daraus lernst. Investments haben eine höhere Rendite, da Du über Produktivitätskapital Dein Geld vermehrst. Allerdings ist somit auch das Risiko erhöht, vor allem wenn Du nicht weißt, was Du tust.

Sparen scheint den meisten Deutschen eine vermeintlich sichere Anlage zu sein — doch was ist sicher?

Bist Du sicher, weil Du angestellt bist? Vielleicht bei Siemens oder in einem anderen großen Unternehmen? Oder sagst Du, sicher ist meine Anstellung nicht, da ich durch eine Umstrukturierung etc. jederzeit entlassen werden kann? Bist Du als Unternehmer sicher? Ich persönlich finde, Du bist als Unternehmer sicherer unterwegs, weil Du die Entscheidungen selbst triffst. Du kannst Kosten einsparen oder jemanden einstellen. Andere wiederum sagen, Unternehmertum ist super riskant, denn Du musst Dich eben um alles alleine kümmern: Steuern, Inkasso, Marketing, Vertrieb, Kosten, Angestellte, Produkte. 

Dieselben zwei Seiten haben wir auch beim Thema Sparen. Sparen bedeutet, Geld behalten. Damit ist es für viele vermeintlich sicherer, stabiler und berechenbarer. Das Geld liegt herum, bekommt einen Mini-Zins on top und ist jederzeit liquidierbar. Doch ich möchte, dass Du genau darüber gründlicher nachdenkst: Du bekommst nur einen Mini-Zins, verlierst aber letztendlich Rendite und Sicherheit UND womöglich Dein Vermögen — gerade in Zeiten der Inflation. Sogar die Regierung erwägt, in den nächsten Jahren einiges an Geld in Aktien zu investieren, weil die Rente nicht mehr sicher ist, und die Umlagerung nicht funktioniert hat. 

Ob Sparen oder Investieren - verlass Dich jedenfalls nicht auf staatliche Zusagen oder die Rente. Denn wir sehen heute schon ganz deutlich, nach Abzug von Krankenkasse, Steuern etc. bleibt nur "ein Tropfen Rente auf den heißen Stein", von dem die meisten Menschen nicht gut leben können. Sozialstaat hin oder her - kümmere Dich am besten selbst um Deine Altersvorsorge. Meiner Meinung nach solltest Du immer sparen und wenn Du sparst, dann das Geld auch richtig investieren - vorausgesetzt Du hast das Engagement für Zeit und Wissen. 

Welche Assetklassen gibt es eigentlich?

Schauen wir uns als Nächstes einmal an, welche großen Assetklassen es eigentlich so gibt und vor allem auch, welche Aufteilung da sinnvoll ist. Ich unterteile mir das gerne in "Core-Investments", diese gehören für mich einfach dazu, und dann gibt es noch ein paar Spezialitäten, über die man nachdenken kann. Hierbei gilt aber natürlich auch wieder, sich Wissen anzueignen. Du wirst nicht schaffen, Dir über alle Assetklassen ein Megawissen anzueignen, ich persönlich bin aber der Meinung, es reicht, wenn Du selbst ein bis zwei Klassen sehr gut beherrschst und Dir für die anderen einen Experten mit dazu holst.

Die großen Assetklassen

Es gibt für mich fünf Bereiche, die zu den Core-Investments zählen. Das hier sind die wichtigsten Assetklassen:

  • Bargeld/Cash: Das ist erspartes Geld, welches jederzeit liquidierbar ist. Ob im Safe oder auf dem Konto, Du kannst jederzeit an dieses Geld ran. Entsprechend wirft dieses Geld auch keine große Rendite ab. Darunter fällt auch der Puffer, also Notgroschen, Deine Rücklagen für Steuern etc. Dieser Bereich umfasst aber eben auch das Geld, von dem Du jederzeit Aktien nachkaufen kannst. Das macht ihn so wichtig: Zuletzt hat Corona gezeigt, dass Geld, das nicht liquide ist, in Krisen zum Problem wird. Das gilt privat, wenn Du beispielsweise arbeitslos wirst und Deinen Notgroschen brauchst, aber auch unternehmerisch, wenn Du nicht an das Geld dran kommst, von dem Du ggf. die Krisenzeit überbrücken musst. 

  • Gold/Silber/Platin: Dieser Bereich fällt für mich eher unter "Absicherung". Meines Erachtens sind hier Gold und Silber die interessanteren Werte, Platin wahrscheinlich nicht. Gold ist ein Anlagevehikel, das es schon seit tausenden von Jahren gibt - und wahrscheinlich bleibt es uns auch erhalten. Für mich persönlich ist Gold eher ein Inflationsausgleich, als ein Renditeobjekt. Die Rendite ist deutlich kleiner als die von Aktien, aber dennoch hat Gold für mich in einem größeren Vermögen einen wichtigen Platz. Meine Empfehlung für das Investment sind 

  • 5-20 %. Wichtig hierbei: Das Gold ist eine Absicherung und sollte immer auch physisch in Deiner Hand liegen.

  • Anleihen/Rentenpapiere: Ob Unternehmensanleihen, Staatsanleihen, oder Rentenpapiere - es gibt da eine ganze Menge. Letztendlich hängt auch von den Zinsen ab, was Du nimmst. Anleihen gehören aber immer zu einem Anteil mit in ein Konto. Warum? Weil die Papiere eher steigen, wenn Aktien aufgrund der Zinsthematik sinken - und andersrum. Dadurch sicherst Du Dich in mehrere Richtungen besser ab. 

  • Aktien/ETFs/Fonds: Ich persönlich habe einen großen Teil meines Vermögens in Aktien, weil das für mich die sicherste Anlage der Welt ist. Es gibt verschiedene Faktoren, welche Investments für wen am besten passen, aber grundsätzlich bleibt bei den Core-Investments immer auch das Thema der Aktien. Hier musst Du Dich entscheiden, ob Du eher passiv (Fonds/ETFs) oder aktiv (Aktien) unterwegs bist. Für mich macht es die Mischung, ein Grundinvest kann in ETFs bestehen, aber man sollte sich immer auch Wissen aneignen und einen gewissen Teil selbst in Aktien investieren 

  • Immobilien: Egal, ob Eigentumswohnung oder ein ganzer Wohnblock; 

Immobilien sind erstmal Steine und sie partizipieren an der Inflation wie Aktien, Gold und Silber. Doch auch hier geht es um Zeit, Geld und Wissen, denn auch hier gilt: Wenn Du nicht weißt, was Du tust, kann auch bei den Immobilien einiges schiefgehen. 

Diese fünf bilden für mich die wichtigsten Assetklassen, die Core-Investments. 

Die Spezialitäten

Daneben gibt es dann noch die Spezialitäten, in die man investieren kann, aber über die man sich entsprechend noch mehr informieren sollte. Dazu zählen für mich: 

  • Kryptos: Heiß diskutiert, für manche sogar das neue Gold. Für mich sind Kryptos weit davon entfernt, aber in Zukunft auch durchaus spannend. Ich würde sagen, Investments von 1 bis 5 % sind unter Umständen sinnvoll, viel mehr würde ich nicht dort anlegen. Damit meine ich Bitcoin und Ethereum, keine anderen Coins. Das kannst Du zwar machen, damit bist Du aber eher im Bereich des Zockens.

  • Wein, Whisky, Rum, Uhren und Oldtimer sind für mich weitere Spezialitäten, die aber alle großes Wissen erfordern, damit man auch an die richtigen Dinge herankommt. Gerade Oldtimer sind zudem sehr platz-, zeit- und pflegeintensiv. 

  • Edelsteine und Diamanten: Hier ist die Fälschungsquote entsprechend hoch, denn Edelsteine und Diamanten können heute perfekt gefälscht werden. Man kann Dir zu leicht etwas aufquatschen, wenn Du nicht weißt was Du tust. 

Du siehst schon - bei diesen Nebenklassen musst Du zwingend gutes Wissen aufbauen, ansonsten kannst Du nur zu leicht Betrügern aufsitzen oder Dich verschätzen. 

Welche Aufteilung für die Assets macht Sinn?

Wie so oft im Leben kann ich Dir hier die Standardantwort schlechthin geben: Es kommt drauf an. Mehrere Faktoren beeinflussen, welche Aufteilung für Dich sinnvoll ist:

  • Wie alt bist Du?

  • Welche Risikoklasse willst Du?

  • Sparfuchs oder Investor?

  • Was sind Deine Ziele?

  • Wie ist Dein "Warum"?

  • Welche Rendite willst Du erzielen?

  • Wie viel Zeit willst Du aufbringen?

Die verschiedenen Assetklassen sind ein bisschen wie Defensive, Mittelfeld und Offensive. Zur Defensive zählen Bargeld, Gold/Silber und ein bisschen die Anleihen (defensives Mittelfeld). Aktien sind eher der Sturm. So oder so solltest Du Dein Einkommen erhöhen, damit Du mehr Geld zum Investieren hast. Außerdem solltest Du darüber nachdenken, was Dich denn eigentlich wirklich interessiert; schließlich sind die Assetklassen sehr vielfältig. Wenn Du investieren möchtest, macht es unfassbar Sinn, das zu tun, woran Du Spaß hast. 

Richtig gutes Geld verdienen kannst Du mit all diesen Klassen, vor allem aber dort, wo Du weißt, was Du tust und wo Deine Leidenschaft liegt.

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#240 Erfolgreich in Immobilien investieren: So gründete Nils Eiffler 28 Unternehmen18 Mar 202400:24:33

Früher Finanzbeamter, heute hilft er anderen im Bereich Immobilien und Mindset: Interview mit Nils Eiffler

Wir sind wieder da! Nach einigen Tagen Teamevent auf Gran Canaria geht es heute weiter mit einem spannenden Interview. Ich habe Nils Eiffler zu Gast. Nils ist Gründer der Eiffler Gruppe. Die Bedürfnisse seiner Kunden sind ihm seit jeher wichtig, und so steht er gerade im Bereich Immobilien seinen Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Ursprünglich war Nils Finanzbeamter, doch dort hat er schnell gelernt, was er nicht für sein Leben möchte. Heute ist es seine oberste Priorität, täglich Freude, Spaß und Freiheit zu genießen. 

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Wer ist Nils Eiffler?

  2. Was war das schlechteste Investment für Dich und was hast Du daraus gelernt?

  3. Was war Dein bisher bestes Investment und was hast Du daraus gelernt?

  4. Wie definierst Du Wohlstand?

  5. Welches Wissen über Immobilien möchtest Du teilen?

  6. Dein ganzes Vermögen ist auf einmal weg - wie fängst Du nochmal von Null an?

Wer ist Nils Eiffler?

"Heute glaubt mir keiner mehr, dass ich mal Finanzbeamter war, denn ich bin mittlerweile vom Mindset und von der Art her das komplette Gegenteil." So stellt Nils sich selbst in meiner Folge vor. Mit mittlerweile 28 Unternehmen, die ihm gehören, steht er mitten im Unternehmertum - statt im Finanzamt am Schreibtisch zu hocken und Akten zu wälzen. An Social Media nervt ihn besonders, dass dort immer nur die schönen Seiten des Lebens präsentiert werden, obwohl bei weitem nicht immer alles nur schön ist. Auch mal über das zu sprechen, was schiefläuft, spielt für Nils daher nicht nur in der Erziehung seiner Kinder eine große Rolle.

Bereut hat er seine Entscheidung, dem Beamtentum den Rücken zu kehren, bis heute nie: "Freiheit ist ein Wert, der mir besonders wichtig ist, und Freiheit findet im Beamtentum quasi gar nicht statt - genauso übrigens wie Selbstverwirklichung und solche Themen." Nils' Lebensweg war eine besondere Herausforderung für den Macher: Er kommt aus einer Beamtenfamilie und sein Vater ist als SPD-Mitglied bekennender Anti-Kapitalist, wie Nils mir mit einem Lachen erzählt.

Dennoch lässt er sich nicht von dem Bild der vermeintlich bösen Reichen beirren und sucht sich seinen eigenen Weg - denn schnell ist für Nils klar, dass er als (erfolg-)reicher Mensch viel mehr Menschen helfen und viel mehr verändern kann, als vorher. Geld verdienen durch Problemlösung, das ist für Nils ein attraktiver Arbeitsweg. Doch bevor alles gut wurde, wurde es erstmal richtig finster. 

"Ich suchte so viel Liebe und Anerkennung im Außen, dass ich irgendwann einfach zusammengeklappt bin."

Die Folge: Panikattacken. Das Gefühl: Schrecklich. Nils erinnert sich heute noch deutlich an seine erste Panikattacke vor drei Jahren und beschreibt das Gefühl als "ich dachte, ich sterbe gleich". Nichts, was man erneut erleben möchte. Doch die Attacke hatte auch etwas Gutes, denn Nils erkannte seinen falschen Weg und nahm die Gelegenheit an, etwas zu ändern. Auf Therapeuten und einen langen steinigen Weg folgte auch die Arbeit an sich selbst:

"Zwei Sätze, die ich ganz oft aus tiefster Überzeugung zu mir vor dem Spiegel gesagt habe, sind "ich liebe mich" und "ich bin genug". Und da kriege ich heute noch Gänsehaut, weil sie mir einfach ganz ganz viel bedeuten." 

Was war das schlechteste Investment für Dich und was hast Du daraus gelernt?

Natürlich dürfen auch meine klassischen Lieblingsfragen in dieser Interviewfolge nicht fehlen. Ich habe Nils daher gefragt, was sein bisher schlechtestes Investment war und - besonders spannend für Dich - was er daraus gelernt hat.

Die Antwort wird Dich vielleicht überraschen und vielleicht auch schockieren, weil es ein Fehler ist, denn jeder von uns jederzeit machen kann, wenn er nicht aufpasst:

"Mich hat tatsächlich ein Trader mit britischer Nummer angerufen und mich psychologisch so bearbeitet, dass ich ihm 40k Euro überwiesen habe, damit er mehr aus meinem Geld macht." 

Schon damals wusste er, dass es völliger Quatsch war und eine sehr schlechte Entscheidung, mittlerweile lacht er jedoch darüber: "Ich hab mir gedacht, der hat das so gut gemacht, der hat die 40k einfach verdient, die natürlich einfach weg waren. Natürlich weiß man, dass es die Firma und die Menschen gar nicht gibt und alles gefälscht ist."

Sein Learning daraus ist aber umso wichtiger: Heute kann er nichts mehr investieren, wenn er das Investment nicht versteht. Ihm muss ganz klar sein, wie der Wert generiert wird, der später als Rendite ausgezahlt wird. Wenn er das nicht versteht, investiert er nicht.

Was war Dein bisher bestes Investment und was hast Du daraus gelernt?

Wer A sagt, muss auch B sagen und deshalb drehen wir die Medaille natürlich auch noch um, und ich möchte von Nils wissen, was sein bisher bestes Investment war. 

Seine Antwort fällt auch hier ganz klar aus:

"Mein bisher bestes Investment war das in meine Weiterbildungen. Nicht meine Bankkaufmannslehre oder mein Steuerstudium, sondern wirklich die Weiterbildungen zum Thema Mindset, Unternehmertum und so, die Seminare die ich besucht habe."

Die Rendite der Investition in sich selbst ist für Nils gar nicht darstellbar, weil sie so gut ist. Ein Gegenwert in Geld muss für Nils nicht mal an erster Stelle sein. Ihm reicht es stellenweise schon, wenn er glücklicher und zufriedener durchs Leben gehen kann und damit auch noch Geld verdient. Geld spielt für Nils aber dennoch eine große Rolle: Man kann andere Werte im Leben einfacher leben, wenn man viel Geld besitzt.

Wie definierst Du Wohlstand?

Der eine oder andere würde sagen, Nils' Definition von Wohlstand sei egoistisch. Doch für Nils ist Egoismus mittlerweile ein sehr positiv besetzter Begriff - ähnlich der Situation im Flugzeug, wenn die Atemmasken rausfallen und man zuerst an sich selbst denken soll. Wohlstand definiert Nils so:

"Wohlstand ist für mich ganz, ganz eng verknüpft mit dem Begriff Freiheit,

weil ich möchte zu dem Zeitpunkt mit den Personen an dem Ort das machen,

was ich machen will."

Der Begründung von Nils kann ich nur zustimmen: Er hat oft selbst im Leben gemerkt, wie viel mehr er für seine Frau, seine Kinder und auch für seine Unternehmen da sein kann, wenn es ihm selbst gut geht. 

Welches Wissen über Immobilien möchtest Du teilen?

Ich habe Nils auch noch zum Thema Immobilien befragt, denn man munkelt, dass er da etwas Ahnung hat. Vor allem hat er das Thema automatisiert — sehr spannend. Was kann er also teilen, was für Dich und mich interessant und wichtig ist?

Nachdem er 2012 seine erste Wohnung gekauft hat, folgen vergleichsweise normale Immobiliengeschäfte. Erst 2019 wird Nils bewusst, dass man Immobilien nicht nur halten, sondern auch handeln kann. Mittlerweile kauft er jedes Jahr über 100 Wohneinheiten, wie er sagt, ein sehr aktives Geschäft, was ihm auch sehr viel Spaß macht. Sein "geisteskrank gutes Netzwerk" trägt die Deals hauptsächlich an ihn heran und dadurch ist die ganze Thematik ziemlich automatisiert. 

Eine Lernreise in die Kaufpsychologie und die Kunst der steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten und unternehmerischen Kreativität halfen Nils schließlich, aus seiner Liebe zu Immobilien ein sehr erfolgreiches Unternehmen zu erschaffen. Heute sagt er von sich, dass er "dieses geile Asset" nicht einfach liegen lassen konnte, sondern er musste einfach zum Immobilienhandel kommen. 

Dein ganzes Vermögen ist auf einmal weg - wie fängst Du nochmal von Null an?

Zu guter Letzt habe ich Nils die Frage gestellt, durch die jeder Gast muss: Was machst Du, wenn Du plötzlich von vorne beginnen musst?

Nils würde mit dem beginnen, was er auch gerade seinen Kindern beibringt: "Fang an zu geben und Mehrwert zu bieten!" Für Nils war eines seiner bisher größten Learnings, zu Beginn nicht auf sich selbst zu schauen, sondern sich Gedanken darüber zu machen, was man für andere tun kann und womit man anderen Mehrwert bieten kann. Für Nils ist klar: Irgendwann kommt von irgendwem irgendwas zurück. Sein zweiter wichtiger Punkt: Netzwerk. Ein Netzwerk ist super wertvoll und vereinfacht vieles im Leben. Denn egal, was für ein Problem man hat, man muss nur wissen, wen man fragen kann. 

Nils' Buchempfehlungen, die sein Leben verändert haben: 

  • Wie man Freunde gewinnt, Dale Carnegie
  • Das Experiment Hingabe, Michael Singer
  • Du kannst nicht nicht verkaufen, Maurice Bork

Mehr Informationen zu Nils findest Du hier:

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#239 Darum müssen Aktien immer weiter steigen!11 Mar 202400:20:22

So partizipierst Du daran, dass Aktien immer weiter steigen.

In dieser Folge beschäftigen wir uns mit dem spannenden Thema, warum Aktien immer steigen müssen und werden. Wie Du weißt, bin ich ein großer Fan von Aktien und ich möchte Dir erklären, warum das so ist, und warum ich niemals den Glauben an die Aktien verliere. Natürlich wirst Du grundsätzlich die ein oder andere Information bereits kennen, aber es wird auch Neuigkeiten für Dich in dieser Folge geben. Frag Dich vorweg: Wie hörst Du zu? Aktiv oder passiv? Denn das hat damit zu tun, was Du mit den Informationen anfängst, und was Du daraus ableitest. Der passive Zuhörer hört immer fleißig zu, schreibt mit - aber setzt nie etwas um. Der aktive Zuhörer hingegen ist genauso fleißig, setzt die Dinge aber direkt um und baut sich daraus eine Strategie.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was ist der Unterschied zwischen sparen und investieren?

  2. Was ist eine Aktie?

  3. Warum ist Krise immer auch eine Chance?

  4. Wie kannst Du an dem Thema partizipieren?
    1. Strategietipps für Deinen Start

Was ist der Unterschied zwischen sparen und investieren?

Um den ganzen Sachverhalt besser verstehen zu können (und weil es ja immer neue Hörerinnen und Hörer meines Podcasts gibt), schalten wir aber zunächst einen Gang zurück und werfen mal einen Blick auf die Basics. Dazu gehört zu verstehen, was eine Aktie überhaupt ist und wo der Unterschied zwischen sparen und investieren liegt. Ich persönlich unterscheide zwischen sparen und investieren, weil alle reichen Menschen, die ich kenne, das Investieren irgendwann erlernen. Sparen können wir alle - und durchs Sparen alleine wirst Du niemals reich. 

Beim Sparen tauschst Du immer erstmal Zeit gegen Geld, und damit ist Deine Zeit endlich  — und daher kann Dein Einkommen niemals wachsen. Wenn Du den Spieß umdrehst und das Investieren siehst, dann möchte ich Dir erstmal sagen: Auch als Unternehmer bist Du für mich Investor.

Denn Du…

… schaffst Strukturen und Abteilungen.

… baust ein Team und Mitarbeiter auf.

… baust ein System auf.

… schaffst Vertrieb und Marketing.

Dadurch kommen für Dich auch gewisse Gelder automatisch zustande. 

Als Investor machst Du es ähnlich: Auch hier nimmst Du Dein Geld und schaust, dass daraus mehr wird. Die wirklich Reichen der Welt haben verstanden, aus Geld Geld zu machen. Arme und Mittelschichtler hingegen haben immer noch 5 Billionen auf Tagesgeld- und Sichteinlagen, dazu weitere 85 Mio. in Lebensversicherungen, und damit verleiht man eben sein Geld an jemand anderes und hofft auf einen kleinen Zins.

Investment ist für mich Produktivkapital. Das bedeutet, es ist Kapital, das für Dich arbeitet. Das ist der Traum des Zinseszinseffekts und je besser Du diesen Effekt für Dich nutzt, desto mehr Vermögen wirst Du aufbauen. 

Was ist eine Aktie?

Werfen wir nun einen Blick auf den zweiten Block Grundwissen: Was ist denn eine Aktie überhaupt?

Eine Aktie ist im Grunde nichts anderes, als Unternehmer zu sein: Du bist zwar nicht selbst Unternehmer, aber Du bist an Unternehmen beteiligt, und damit bist Du auch am Produktivkapital beteiligt sowie an Mitarbeitern, an Menschen, an Patenten etc. Damit kannst Du also auch Unternehmer werden, obwohl Du angestellt bist: Sobald Du Aktien kaufst, bist Du Mit-Unternehmer, hast aber eben keine Verantwortung.

Wenn Du Investor bist, kannst Du Aktien kaufen, Gold, Rohstoffe oder Immobilien. Diese Liste lässt sich beliebig erweitern. Das Wichtigste ist jedoch, immer darauf zu achten, in all diesen Dingen Wissen aufzubauen. Daraus baust Du Deine Strategie, wo und in was Du investieren willst. Das ist der wichtigste Punkt, denn Risiko entsteht durch Unwissen, und wenn Du nicht weißt, was Du tust.

Wenn Du Dich nun um Aktien kümmern möchtest, gibt es noch ein paar relevante Themen drumherum, wie beispielsweise die EZB und die Fed. Diese sind für eine gewisse Stabilität in den Märkten bzw. der Wirtschaft zuständig. Dafür sind die Faktoren Vollbeschäftigung und Inflation wichtig; beides sollte natürlich bestenfalls perfekt sein. Die Krux ist, wenn wir eine gute Vollbeschäftigung haben, wird die Inflation ein wenig nach oben gehen, Fed und EZB müssen also immer überlegen, wo die Reise hingeht und entsprechend mit den Zinsen handeln.

So weißt Du nun aber auch, dass niemand in die Zukunft schauen kann. Auch ich übrigens nicht! Ich kann Ideen ableiten und Vermutungen anstellen, eine Garantie kann aber auch ich Dir mit all meinem Wissen nicht geben. Deshalb ist es umso wichtiger, eine gute Strategie zu haben, um an der Börse erfolgreich zu werden. 

Warum ist Krise immer auch eine Chance?

Schon mein Vater hat immer gesagt: Stillstand ist Rückschritt. Die EZB und Fed können zwar die Wirtschaft stabilisieren, es gibt aber noch einen weiteren Faktor, der wichtig zu verstehen ist: Wir als Menschen. Denn wir sind ebenfalls am Markt und der Mensch strebt gewohnheitsmäßig immer danach, besser zu werden, Dinge zu optimieren und mehr zu erschaffen. 

Deswegen ist eine Krisensituation immer auch eine Chance, und deswegen werden die Aktien immer weiter und immer wieder steigen. Es gibt drei wichtige Grundannahmen:

  1. Wir gehen davon aus, dass sich jeder finanziell etwas aufbauen möchte.

  2. Wir sind mittlerweile 8 Milliarden Menschen auf der Welt, im Durchschnitt kommt jedes Jahr "1 x Deutschland" on top – denn jedes Jahr kommen rund 80 Millionen Menschen hinzu. Menschen, die essen und trinken wollen, die kaufen, die waschen. 

  3. Menschen wollen besser und effektiver werden und ihre Unternehmen weiterentwickeln. Auch die Welt will Fortschritt. 

Alles auf der Welt wird teurer, aber alles entwickelt sich auch weiter. Du kannst ein tolles Geschäft haben, wenn Du Dich nicht weiter entwickelst, wirst Du aber irgendwann kein Geld mehr bekommen. Es geht immer weiter, Du siehst zum Beispiel an Kassetten und CDs, dass die Entwicklung nicht stehen bleibt. 

Die Aktie ist also aus mehreren Gründen die sicherste und beste Geldanlage der Welt, und sie wird aus mehreren Gründen immer weiter steigen. Niemand kann genaue Aktien benennen, doch bei uns kriegst Du immer eine ganz gute Vorauswahl. 

Wie kannst Du an dem Thema partizipieren?

Du fragst Dich wahrscheinlich schon, ob das ganze Thema nicht schrecklich weit weg für Dich ist und wie Du denn daran teilnehmen solltest. Es gibt im Grunde vier Punkte, die den Menschen immer ein Stück weit abhalten:

  1. Zeit: Du musst Zeit haben bzw. Dir die Zeit nehmen, darüber zu lernen und die Investments durchzuführen.

  2. Geld: Man hört immer, man braucht tausende von Euro, um zu investieren. Dabei musst Du gar nicht immer für viel Geld in Einzelaktien investieren – bereits für 25 oder 50 Euro monatlich kannst Du in ETFs oder Fonds investieren.

  3. Risiko: Alle erzählen Dir, selbst zu investieren wäre furchtbar riskant. Dazu passt jedoch

  4. Wissen: Risiko entsteht, wenn Du nicht weißt, was Du tust. Eigne Dir Wissen an. 

Dein erster Schritt sollte also sein (erst recht, wenn Du jetzt weißt, warum Aktien immer weiter steigen), Dir Wissen über Aktien anzueignen. Danach überlegst Du Dir, wo Du heute stehst, und wo Du denn eigentlich hin willst. Außerdem: Welches Geld kann ich an der Börse anlegen? Denn, ich habe es oft gesagt und kann es nicht oft genug wiederholen: Das Geld, das Du an der Börse anlegst, ist unter keinen Umständen, niemals Dein Notgroschen!

Jetzt musst Du für Dich noch entscheiden, ob Du lieber passiv oder aktiv investierst. Du kannst es über Fonds, ETFs oder mein System machen. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, Value-Investor mit Trading-Ansatz zu sein, dazu habe ich Dir vor ein paar Folgen schon mal ausführlich berichtet, da ich diesen Ansatz gerne für mich nutze. 

Strategietipps für Deinen Start

Für Auswahlkriterien kann ich Dir finviz.com empfehlen. Das ist beispielsweise ein Tool, das Dir dabei hilft, fundamentale Daten auszuwerten. Dort kannst Du nach Unternehmensdaten und Branchen suchen, Profite und Dividende einsehen. Das hilft Dir bei der Entscheidung, welche Aktien eine gute Qualität haben.

Dann kannst Du Dir Gedanken ums Geld machen, nämlich zu welchem Preis Du die Aktien einkaufen möchtest. Dafür solltest Du Dich um Folgendes kümmern:

  • Du musst wissen, welche Gelder Du nutzen willst und kalkulieren, dass diese Gelder für mehrere Jahre investiert werden.
  • Du musst Dir ein Depot eröffnen, hier ein heißer Tipp: Achte auf die Kosten, die einerseits nicht zu hoch sein sollten, andererseits sollte aber auch eine gute Sicherheit des Brokers gegeben sein.
  • Wenn Du einsteigen willst, musst Du Dein Depot etwas strukturieren. Ich kann Dir folgendes sagen: Wenn Du "nur" 10k Euro hast, empfehle ich Dir, zwei bis drei Werte zu haben. Wenn Du hingegen 25k Euro hast, würde ich Dir fünf Werte empfehlen. Bei 100k würde ich Dir 10 Werte empfehlen. 

So hättest Du neben der Idee, welche Qualität die Aktien haben und welches Geld an die Börse gehört, eine Aufteilung, die Du vielleicht nutzen kannst. Außerdem ein wichtiger Tipp zum Schluss: Verteile Deine Investitionen auf verschiedene Branchen! So bleibst Du auf der sicheren Seite. 

Nun würde ich Dir außerdem empfehlen, zunächst (beim Beispiel von 25k) nur 2,5k pro Aktie auf fünf Werte zu investieren, so hast Du jeweils noch 2,5k außerhalb des Marktes in Cash und kannst jederzeit nachkaufen, sollten die Märkte wieder fallen. Wenn sie aber weiter steigen, hättest Du mit der ersten Hälfte Deines Geldes schon gutes Geld verdient.

Super wichtig: Bewahre Ruhe! 

Als Investor investierst Du Zeit, Wissen und Geld und wartest jetzt im Grunde auf den richtigen Moment, an dem die Aktien wieder weiter steigen. Der letzte wichtige Punkt bist also Du selbst. Emotionen haben an der Börse nichts verloren! Selbst wenn die Märkte mal runtergehen, kommen sie ja doch wieder hoch.

Für die Zukunft bleibt Dir dann zu tun, möglichst viel Geld zu verdienen, damit Du immer möglichst viel nachkaufen kannst. Mein Tipp: Wenn Du nachkaufen willst, kaufst Du immer die Aktien nach, die gerade weit unten stehen.

Wenn Du Fragen hast, stehen unsere Berater Dir immer gerne mit Rat und Tat zur Seite. 

Du kannst Dir dafür auch einfach ein Strategiegespräch vereinbaren.

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#337 Diese Fehler verhindern Deinen Börsenerfolg für immer!26 Jan 202600:20:10
Darum bleibt der Börsenerfolg für viele unerreichbar 

Der Titel ist provokant und leider oft wahr. Warum scheitern so viele Anleger, während andere wie Warren Buffett legendären Reichtum aufbauen? In dieser Folge packen wir die größten Hürden an, die zwischen Dir und dem Erfolg an der Börse stehen. Es sind keine magischen Geheimnisse, sondern konkrete mentale und praktische Fehler. Egal, ob Du neu startest oder bereits investierst: Hier erfährst Du, worauf es wirklich ankommt, um 2026 zu Deinem Börsenjahr zu machen.

Das erwartet Dich dieser Folge: 

  1. Die Illusion des schnellen Geldes

  2. Das fehlende Fundament

  3. Der größte Gegner: Deine Emotionen

  4. Der größte Fehler: Ungeduld

  5. Disziplin führt zum Erfolg

  6. Deine individuelle Strategie

  7. Dein innerer Kompass: Vertrauen 

Die Illusion des schnellen Geldes

Warum bleibt Börsenerfolg für so viele unerreichbar? Oft fehlt schlicht die Erfahrung, kombiniert mit einem natürlichen Spieltrieb, der dazu führt, dass die Börse wie ein Casino behandelt wird – ein Ort, an dem man mal sein Glück versucht, ohne das Spiel wirklich zu verstehen. Manche verlieren, manche werden sogar süchtig nach dem Kick.

Doch im Kern ist die Börse etwas völlig anderes: Sie ist eine reine Handelsplattform. Worum es wirklich geht, ist die Aktie – also der Anteil an einem realen Unternehmen. Mit dem Kauf einer Aktie bist Du am Produktivkapital beteiligt. Du investierst in die reale Wirtschaft. Die ursprüngliche Idee war genial: Unternehmen sammeln so Kapital, um zu wachsen, zu expandieren und Innovationen voranzutreiben. Das ist eine sehr positive Seite.

Natürlich weiß ich, dass bei manchen Leuten die Börse in eine falsche Richtung läuft, da es Sekundenhandel, Robots usw. gibt. Diese Seite ist nicht positiv. Doch für den langfristigen Investor bleibt der ursprüngliche, konstruktive Gedanke der Beteiligung an unternehmerischem Erfolg der entscheidende. 

Doch unser Gehirn ist nicht für Langfristigkeit gemacht. Es jagt dem kurzfristigen Kick nach, dem Adrenalinschub, der kleinen Serotonin-Belohnung. Genau das ist das Problem.

Die Börse macht nicht morgen reich. Sie ist ein Vehikel, um über Jahre oder Jahrzehnte ein Vermögen aufzubauen. Das Hauptproblem vieler Menschen: Sie überschätzen, was sie kurzfristig schaffen können, und unterschätzen massiv, was langfristig möglich ist. Nimm Dir diesen Gedanken mit.

Die gute Nachricht: Die Börse ist für jeden erlernbar. Doch Du musst die richtigen Skills erlernen. Der Börsenerfolg bleibt für viele unerreichbar, weil ihnen fundamentale Dinge fehlen, auf die ich im Folgenden eingehen werde. 

Das fehlende Fundament

Der erste Punkt ist Fachwissen. Oft lesen Menschen einen Artikel, finden eine Aktie spannend und steigen einfach ein – ohne fundamentale Fragen zu klären:

  • Was ist eine Aktie überhaupt?

  • Wie kaufe ich sie? (Kosten, Broker)

  • Was sind die steuerlichen Konsequenzen?

  • Vor allem: Was ist meine Strategie? Wie langfristig ist mein Ansatz?

Dieses Fachwissen darf man sich aktiv aneignen, ob durch Bücher, Seminare oder erste Schritte in einem Simulator. Wir lernen es nicht in der Schule oder im Studium. Es ist aber das notwendige Fundament, auf dem alles andere aufbaut.

Die Dringlichkeit zeigt ein berühmter Satz von Warren Buffett: „Die Anfänger konzentrieren sich darauf, schöne Gewinne zu machen, während sich die Profis darauf konzentrieren, kein Geld zu verlieren."

Diese Denkweise erleben wir in unseren Events ständig. Viele sehen in unserer Blaupause des Investors – mit Fundamentalanalyse, Charttechnik und klaren Indikatoren – ein klares Einstiegssignal und wollen sofort kaufen. Was sie oft übersehen, ist das Risikomanagement. Es gibt immer Fehlsignale, exogene Schocks oder unerwartete Nachrichten (wie jüngst Trumps Äußerungen zu Grönland), die Kurse kurzfristig fallen lassen – völlig unabhängig vom eigentlichen Unternehmenswert.

Der größte Gegner: Deine Emotionen

Warum passiert an der Börse so viel? Der Schlüssel liegt in der Lücke zwischen Wert und Preis und in der Macht der Psychologie.

Wenn ein Politiker eine überraschende Ankündigung macht, hat Procter & Gamble oder Coca-Cola nicht plötzlich weniger Umsatz. Doch die Anleger reagieren emotional. Sie treffen kurzfristige Entscheidungen, die rational keinen Sinn ergeben, und bewegen so den Kurs. Das ist der berüchtigte Herdentrieb. Ein Hype entsteht, alle springen auf, es kommt zum Boom – bis eine Kleinigkeit genügt und die Kurse wieder einbrechen. Genau dieses Muster sehen wir aktuell bei den Big Seven Technologietiteln.

Schau Dir Microsoft, Apple oder Meta an: Die Kurse sind deutlich zurückgekommen. Warum? Es ist nicht viel passiert, aber die Realität holt die Euphorie ein. In KI wird massiv investiert, aber die meisten Unternehmen generieren damit noch keine Gewinne oder Kosteneinsparungen. Jetzt zweifeln Anleger, ob die horrenden Bewertungen noch gerechtfertigt sind. Das ist reine Marktpsychologie.

Geld ist hoch emotional und spirituell. Mein wichtigster Tipp: Handele nur in einem optimalen mentalen Zustand. Bring Dich in einen guten, entspannten und ruhigen „State 10". Meine Ruhe ist kein Zufall; sie ist eine bewusste Entscheidung und ein Erfolgsfaktor.

Emotionen beherrschst Du nicht durch Unterdrückung, sondern durch Training und Erfahrung. Je mehr Du erlebst – Gewinne, Verluste, Krisen – desto gelassener wirst Du. Ein praktisches Tool: Führe ein Tagebuch. Schreibe Deine Börsenerfahrungen, Gedanken und Fehler auf. „Wer schreibt, der bleibt." Unser Gehirn vergisst. In der nächsten Krise, die immer wie die schlimmste erscheint, greifst Du sonst zu den gleichen, emotional getriebenen Mustern.

Der größte Fehler: Ungeduld

Wenn Anfänger starten, erwarten sie, dass eine gekaufte Aktie morgen steigt. Die Börse tickt jedoch in Minuten, Kurse schwanken ständig. Ein typisches Szenario: Du kaufst, die Aktie fällt. Du denkst: „Nicht schön." Sie fällt weiter. Du kaufst nach, weil Du „nur ein bisschen" eingesetzt hast. Am Abend steht die Position 1,6 % im Minus und Selbstzweifel kommen auf: „War das überhaupt richtig?"

Genau dieses kurzfristige, reaktive Denken ist das Problem – ob bei Tradern oder verunsicherten Investoren. Wie sagt man so schön? „Politische Börsen haben kurze Beine." Immer wird die nächste „Sau durchs Dorf getrieben". Als Investor geht es nicht darum, kurzfristig zu handeln. Es geht darum, die Unternehmen zu identifizieren, die langfristig steigen und Gewinne erwirtschaften – so wie wir es in unserem System tun.

Das sind für mich die LURO-Aktien – Werte, die langfristig von links unten nach rechts oben verlaufen. Mit diesem Ansatz kannst Du auch als Investor einsteigen. Selbst wenn sie zwischendurch fallen, wissen wir: Qualitätsaktien werden langfristig wieder steigen.

Die beiden fundamentalen Gründe für diesen langfristigen Aufwärtstrend sind:

  1. Demografie: Wir werden immer mehr Menschen auf der Welt, und auch immer älter. Da wir länger leben, konsumieren wir auch länger.

  2. Technologischer Fortschritt: Er treibt die Welt ständig an, schafft neue Lösungen und dadurch wird auch immer wieder neues Geld verdient.

Diese beiden Motoren – Demografie und Innovation – werden nie stoppen. Sie sind statistisch belegt und bilden das solide Fundament für langfristiges Investieren.

Genau hier scheitern die meisten: an der Zeit und der Ungeduld. Das Gefühl, dass es sofort losgehen und Geld verdient werden muss. Wir erleben das bei Teilnehmern, die sich nach 6, 8 oder 10 Wochen fragen: „Klappt das System?"

Das ist der falsche Maßstab. In meiner Welt würde man nach einem Seminar erst einmal 1, 2 oder 3 Jahre intensiv üben, trainieren und Erfahrungen sammeln. Erst dann kann man beurteilen, ob der Ansatz passt. Die Masse ist zu ungeduldig, will Erfolg erzwingen, anstatt den Prozess mit Ruhe und Kontinuität zu durchlaufen.

Das Gleiche gilt für den Zeithorizont. Nimm Dir einfach mal 5, 7, 10 oder sogar 20 Jahre vor. Ich vergleiche das gern mit meiner Zeit in der Investmentberatung, wo es um Altersvorsorge über 30 oder 40 Jahre ging. Ich weiß, wie schwer das für unser Gehirn ist, so lange durchzuhalten.

Doch jeder wirklich Erfolgreiche, den ich kenne, denkt langfristig. Er fragt nicht: „Was schaffe ich heute?" Sondern: „Wenn ich jeden Tag 1 % besser werde, was habe ich in 10, 20 oder 30 Jahren erreicht?" Das ist die 1 %-Formel.

Ein Prozent klingt nach wenig. Wenn Du 100 Liegestütze schaffst und 1 % besser wirst, sind es 101. Das schaffst Du. Am nächsten Tag sind es 102, dann 103. Entscheidend ist: Du gehst kontinuierlich voran und behältst das langfristige Ziel im Blick. Genau das führt auch an der Börse zum Erfolg.

Disziplin führt zum Erfolg

Viele hatten zu Jahresbeginn die Idee: mehr Sport zu machen, keinen Alkohol mehr zu trinken, sich neue Ziele zu setzen, abzunehmen, mehr zu verdienen. Doch nach wenigen Wochen ist alles wieder beim Alten. Was bedeutet das?

Wenn Du etwas in Deinem Leben ändern willst und die Disziplin Dich hasst, wirst Du es nie erreichen. Ich sage immer: Disziplin ist das Wort, das arm und reich unterscheidet. Für mich gibt es kein anderes. „Ulrich Müller hört erst auf, wenn er fertig ist" – dieser Satz trifft den Kern. Das gilt für Vermögen, für Geld und damit auch für die Börse.

Du brauchst die Disziplin, Dir klare Gedanken zu machen und sie umzusetzen. Hilfsmittel sind gut, aber am Ende entscheidet die Disziplin, ob Du durchhältst.

Deine individuelle Strategie

Der sechste Punkt ist der Bereich der Strategie. Darüber habe ich schon oft gesprochen, und es gibt schon sehr viele Podcast-Folgen von mir zu diesem Thema. Heute will ich sie nicht auseinandernehmen, sondern lediglich betonen. Es ist unglaublich wichtig, an der Börse eine richtige Strategie zu haben.

Man kann noch einen Schritt zurückgehen. Du kennst vielleicht meine Formel ESI: Einkommen, Sparen, Investieren. Anders wirst Du nicht erfolgreich.

  1. Du brauchst ein Einkommen, um überhaupt sparen zu können.

  2. Du musst sparen (und dabei die Kosten im Griff haben), um Kapital aufzubauen.

  3. Erst dann kannst Du investieren – und das Geld fließt an die Börse.

Das ist bereits eine grundlegende Lebens- und Geldstrategie. Darauf baut die konkrete Börsenstrategie auf: Wie investiere ich vernünftig? Hier müssen viele Faktoren geklärt werden:

  • Rahmen: Cashquote, Zeithorizont, Zeitinvest pro Woche. Bist Du eher Trader oder Investor? Wie viel Rendite möchte ich eigentlich erzielen?

  • Regeln: Klare Einstiegs- und Ausstiegssignale, Absicherung, Diversifizierung.

  • Werkzeuge: Der Umgang mit Kennzahlen (wie beispielsweise dem KGV des S&P 500) oder auch fortgeschrittenen Instrumenten wie Optionen (Rollen, Delta), was macht der Fear-and-Greed-Index usw.

All diese kleinen Puzzleteile ergeben eine funktionierende Strategie, wie wir sie in unseren Seminaren erarbeiten. Nur mit einem solchen Plan kannst Du das Ganze erfolgreich umsetzen.

Dein innerer Kompass: Vertrauen

Der letzte Punkt dreht sich um Dich, um mich, um uns alle. Es geht um Vertrauen. Vertrauen ist der Schritt zum Erfolg. Zuerst musst Du Dir selbst vertrauen – Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind die Basis für jeden Erfolg, im Leben und an der Börse.

Eine persönliche Anekdote: Ich bin seit fast 32 Jahren an der Börse und habe extrem viel erlebt. Doch mein größter Erfolgssprung kam in den letzten 11 Jahren mit der Gründung der Ulrich Müller Wealth Academy. Woran lag das?

Am Ende lag es daran, dass ich losgelegt habe, mit dem Vertrauen in mich selbst. Natürlich hatte auch ich am Anfang Fragen und Selbstzweifel: Wird das erfolgreich? Bin ich gut genug? Kann ich das überhaupt vermitteln? Werden die Menschen es verstehen und umsetzen?

Genau durch das Machen bin ich so viel besser geworden. Ich habe mich reingestürzt, Gas gegeben und das Entscheidende erlebt: konstruktives Feedback von Euch – dem Team und den Teilnehmern. Mittlerweile haben wir tausende von Referenzen, über 2.500 5-Sterne-Bewertungen.

Täglich erreichen mich Briefe, Nachrichten oder Pakete mit der Rückmeldung: „Hey, so ein tolles System – es funktioniert!" Dieses Feedback gibt Vertrauen – nicht nur in die Methode, sondern vor allem in einen selbst.

Daher die entscheidende Frage an Dich: Wie steht es um Dein Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen? Selbstvertrauen bedeutet nichts anderes, als sich selbst zu vertrauen.

Dazu gehört ein zweiter, mentaler Punkt: Kannst Du Dir überhaupt vorstellen, ein erfolgreicher Investor zu sein? Hast Du dieses Selbstbild? In unseren Übungen, wie kürzlich in der Finance Mastery, zeigt sich oft: Viele Menschen sind in ihrem aktuellen (kleinen) Denken verhaftet. Jemand, der 2.000 oder 5.000 Euro im Monat verdient, kann sich oft schlicht nicht vorstellen, 10.000, 20.000 oder 100.000 Euro zu verdienen. 

Das ist der entscheidende Hebel: Wenn Du selbst nicht daran glaubst, an der Börse erfolgreich werden zu können, wirst Du es niemals sein. Was ich beim Thema Geld immer betone: Wenn Du nicht glaubst, dass Du 2, 3 oder 4 % Rendite im Monat erreichen kannst, dann wirst Du sie auch nie erreichen. Der letzte Punkt ist also das Vertrauen – in Dich, Deine Fähigkeiten und Dein Selbstwertgefühl. 

Warum bleibt der Börsenerfolg für viele unerreichbar? Das Fazit ist, dass es an diesen Gründen liegt:

  1. Das fehlende Fachwissen darüber, was die Börse wirklich ist.

  2. Die nicht kontrollierten Emotionen.

  3. Die fehlende Geduld und die Ungeduld.

  4. Die falsche oder fehlende Strategie.

  5. Die mangelnde Disziplin, sie umzusetzen.

  6. Und zuletzt Du selbst: der Mangel an Vertrauen in Dich und Deine Fähigkeiten.

Diese Hürden machen den Erfolg für viele unerreichbar – obwohl er doch eigentlich so nah liegt.

Wenn Du mehr zum Thema Börse wissen und diese Hürden überwinden willst, dann komm gerne auf uns zu. Ich verspreche Dir: Wir kriegen das auch mit Dir hin. Wir gehen die Schritte gemeinsam durch, und dann kannst auch Du ein erfolgreicher Börseninvestor werden.

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(00:00:00) Warum so viele scheitern

(00:03:16) Börse & Fachwissen, Emotionen

(00:09:14) Zeit & Ungeduld, Disziplin

(00:15:38) (Selbst)Vertrauen

 

#238 Rekordjagd an der Börse: Was Du jetzt wissen musst!04 Mar 202400:20:02

Der Markt im Februar: Was Du jetzt wissen musst

Wieder ist ein Monat vorbei und das heißt für uns - es ist wieder Zeit für das monatliche Marktupdate! Wie sind die Märkte im Februar gelaufen? Welche Einflüsse gab es und welche davon werden uns weiterhin begleiten? Aktuell gibt es eine ziemliche Rekordjagd an der Börse, die eine deutliche Diskrepanz zwischen Realwirtschaft und Börsengeschehen darstellt. Was ist davon zu halten, und wie beeinflusst das Ganze Deine Börsenstrategie?

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Wie sind die Werte gelaufen?

  2. Was hat die Märkte bewegt?

  3. Was wird die Märkte weiterhin bewegen?

  4. Was ist mein Fazit für Februar/März?

Wie sind die Werte gelaufen?

Natürlich werfen wir zunächst einen Blick auf die wichtigsten Werte an der Börse und verschaffen uns erstmal einen Überblick über das Geschehen. Ich kann Dir vorweg schon sagen, es gibt eine Handvoll Werte, die die Märkte deutlich outperformed und für eine ganze Menge Rendite gesorgt haben. 

Dow Jones: Es gibt ein kleines Plus von 38.150 auf 38.970 um + 2 %

Nasdaq: Ebenfalls gestiegen von 17.137 auf 17.971 um satte + 4,9 %

S&P 500: Auch hier ging es ähnlich bergauf, von 4.845 auf 5.078 um + 4,7 %

Russell 2000: Ein schönes Plus von 1.947 rauf auf 2.056 um + 5,6 %

MSCI World: Ebenfalls angestiegen von 3.205 auf 3.330 um + 3,9 %

DAX: Auch der DAX hat ein Plus verzeichnet: von 16.900 auf 17.550 um + 3,9 %

Öl: Ebenfalls ein ähnlicher Anstieg, von 75,85 auf 78,87 um + 4 %

Euro/Dollar: Fast unbewegt, liegt weiterhin bei 1,08, die Veränderung um 0,2 % ist also nur eine Veränderung in den Nachkommastellen

Gold/Silber: Gold geht runter von 2.039 auf 2.030 um - 0,3 %, Silber etwas mehr von  2.296 runter auf 2.246 um - 2,2 %

Bitcoin: von 42.400 auf 56.700 gibt es ein gigantisches Plus von über 30 %, nach wie vor sind die Coins für mich aber eher Spekulation als Investment

UM Strategy Fund: von 97,41 auf 97,20 gab es praktisch keine Bewegung

Was hat die Märkte bewegt?

Nach einem Überblick über die wichtigsten Werte werfen wir jetzt einen Blick auf die Märkte allgemein - was war los und was beeinflusste die Werte im Februar/beeinflusst sie weiterhin im Jahr?

Es gab beispielsweise die Quartalszahlen von NVIDIA, was zur Folge hatte, dass die Aktie um satte 15 % angestiegen ist. Damit Du mal eine Zahl dazu hörst: Dieser Anstieg hat einen Gegenwert von 250 Milliarden (!) Dollar. Damit ist der Anstieg an nur einem Tag schon ein wenig gestört, denn das ist mehr als Siemens, BASF & Co. zusammen wert sind. Das Ganze wirkt ein wenig realitätsfern.

KI ist für mich weiterhin ein Thema wie damals das Internet: Es gab eine große Euphorie,  das Internet werde die Welt verändern - hat es auch - aber bis es soweit war, musste man eine ganze Menge Geld investieren, bevor man überhaupt Gewinne damit erzielen konnte. Dasselbe sehen wir jetzt auch bei der KI, ich persönlich glaube aber, KI wird am Ende sogar eine noch größere Bedeutung haben als das Internet damals. Auch wir nutzen schon ein wenig KI, doch das stößt aktuell noch ziemlich an seine Grenzen.

Mein Rat hier, es gibt riesige Chancen, sicherlich ist FOMO hier auch ein riesiges Thema. Man sollte aber bedenken, dass die KI-Bubble jetzt schon größer ist als das, was bei der Dotcom-Krise damals passiert ist. Auch das Internet war damals eine sehr große Blase; faktisch haben die Unternehmen im Nachhinein, als der Hype abgeflaut ist und die Märkte zurückkamen, die Werte von früher aber nie wieder erreicht. 

Meta und NVIDIA machen 40-50 % der Gewinne bei den großen Werten aus, und auch wenn man Angst hat, gegebenenfalls etwas zu verpassen, sollte man sich an der Stelle fragen, ob es da noch sinnvoll ist, investiert zu sein. Achtung: Das heißt nicht, die beiden können nicht noch weiter steigen, und das heißt auch nicht, dass die beiden keine guten Investments sein können; aber die Frage ist wie immer an der Börse auch eine Frage von Preis/Wert. Deshalb würde ich darauf wetten, dass wir auch bei NVIDIA in den nächsten Wochen und Monaten einen gewissen Rückschritt erleben werden.

Wenn wir uns anschauen, wie lange es die Aktie gibt, dann sehen wir deutlich fünf oder sechs ähnliche Situationen, in denen die Aktie stark nach oben gerannt ist, ähnlich wie jetzt. Aber immer gab es im Nachgang einen Abverkauf von bis zu 50 % Kursverlust. Deswegen solltest Du Dir an dieser Stelle überlegen, ob Du dieses Risiko so weit oben noch gehen möchtest. Markt und Wirtschaft zeigen momentan eben etwas ganz anderes als die (fast durchgehenden) Alltime-High-Werte an der Börse.

Was wird die Märkte weiterhin bewegen?

Die Zeit der Earnings ist fast zu Ende gegangen und wir sehen nun hier, dass es eher ein bisschen weniger wird. Wenn wir uns anschauen, was in der Zukunft passiert, dann kann man eine Rallye sehen, die ein wenig aus dem Nichts kam. Die bereits benannte Diskrepanz zwischen Realwirtschaft und Börse macht eine Korrektur immer wahrscheinlicher. Das zeigt auch der Fear & Greed-Index sehr schön, der aktuell wieder bei rund 80 liegt. Null ist extrem ängstlich, hundert ist extrem gierig. 

Denk hier immer an den Leitsatz "Sei gierig, wenn die Märkte ängstlich sind und sei ängstlich, wenn die Märkte gierig sind." Ich selbst lasse aktuell auch meinen ganzen Cashflow in Cash liegen, weil ich eben nicht mehr bereit bin, das Risiko aktuell noch einzugehen bzw. auch zu diesen Preisen eben noch zu investieren. Es gibt natürlich von den großen 7 auch vereinzelte Werte, die nicht mehr ganz so gelaufen sind. Apple bewegt sich seit ein paar Monaten eher seitwärts, Tesla ist eher ein wenig zurück gekommen. 

Was bewegt unsere Märkte außerdem weiterhin:

  • Natürlich ist der Krieg Russland/Ukraine weiterhin ein Thema
  • China mit seinem Wirtschafts-Husten
  • Europa läuft weiterhin nicht ganz so gut, wie es laufen könnte
  • Amerika hat ein paar Ängste auf der Immobilienseite
  • Die Frage, ob die Zinsen denn nun letztendlich gesenkt werden (ich glaube nicht, dass das so schnell passiert, da die Inflation gefühlt immer noch zu hoch ist)
  • saisonal ist Mitte-Ende Februar normalerweise eine große Schwächephase, die ist bisher ausgeblieben - aber wir sehen, dass die Volumen und Flows sehr klein geworden sind

Was ist mein Fazit für Februar/März?

Was ich als Investor sehe ist, dass man aktuell seine Cashquote etwas nach oben fahren sollte, denn es hat noch nie geschadet, Gewinne mitzunehmen. Man muss nicht alles verkaufen - aber man darf gerne zwischendurch mal Gewinne mitnehmen. Ich denke, der nächste Crash nach unten oder zumindest Rücksetzer wird auf jeden Fall kommen. Wo ich noch investiere, ist der Bereich Health Care, kleinere/mittlere Unternehmen und der Finanz-/Banken- und Versicherungssektor bleibt ebenfalls weiter interessant. Aber ich mache ein sehr bewusstes Stock-Picking. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, ich glaube die Märkte bleiben sehr spannend, aber wir werden ein Luftablassen erleben.

Wie immer gilt: Alle genannten Aktien sind keine Kaufempfehlungen, das dient alles nur der schulischen Information.

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#237 Vom Maurer zum Millionär: Die unglaubliche Lebensgeschichte von Ulrich Müller26 Feb 202400:20:47

Wer ist eigentlich Ulrich Müller?

Unseren Podcast gibt es seit 2,5 Jahren und irgendwie geht man immer davon aus, dass die Menschen mich kennen. Mich, Ulrich Müller. Dabei ist das gar nicht selbstverständlich und tatsächlich haben wir hier auch noch nie meine Geschichte in Gänze erzählt. Das soll sich mit dieser Folge ändern. Du bekommst einen Blick auf mein Leben, auf meine Geschichte und meinen Erfolg - und außerdem habe ich Tipps für Dich mitgebracht, wie Du all das auch erreichen kannst. Denn eigentlich bin ich gar nicht so anders als Du.

Diese Informationen erwarten Dich in der Folge:

  1. Persönliches über Ulrich Müller

  2. Der Beginn von etwas Großem

  3. Vom Maurer zum Millionär
    1. Maurerlehre, Fachabi & Zivildienst

    2. Der Investmentvertrieb

  4. Es gibt nichts umsonst

  5. Was Du für Dich aus der Folge mitnehmen solltest

Persönliches über Ulrich Müller

Fangen wir mal mit meiner Person an sich an. Ich bin 1977 geboren, als waschechter Hamburger Jung und nicht nur das - ich bin nach mehreren Fehlgeburten als Zwilling geboren worden. Nach dem Kaiserschnitt ging es für uns direkt in den Brutkasten und mein erster Überlebenskampf begann. Diese Herausforderung halte ich mir immer vor Augen, denn sie hat mir Mut, Ehrgeiz und Disziplin gegeben. Diese drei Eigenschaften habe ich bis heute in mir, und sie sind ein Grund, warum ich heute so erfolgreich bin.

1983 ging es für mich ganz normal zur Grundschule, und danach habe ich mich für das Gymnasium entschieden, obwohl ich eine Realschulempfehlung hatte. Beziehungen schaden nur denen, die sie nicht haben. Mein Vater war damals schon jahrzehntelang erfolgreicher Bauunternehmer gewesen. Er baute zu diesem Zeitpunkt beim Rektor des Gymnasiums eine Garage, und so ermöglichte sich für mich der Gang auf eine andere Schulform. Auf Antrag musste ich zwar die fünfte Klasse wiederholen, dennoch war ich überzeugt davon, das Gymnasium schaffen zu können, wenn ich mehr für die Schule tat.

Am Ende der siebten Klasse konnte ich wieder nicht versetzt werden. Das war für mich dann der Punkt, an dem ich realisierte, mir zu viel vorgenommen zu haben, und ich ging 1991 auf die Realschule ab. Dort habe ich dann schließlich auch meinen Abschluss geschafft. Tatsächlich kaufte ich 1993, also im Alter von nur 16 Jahren, meine erste Aktie.

Der Beginn von etwas Großem

Wie kommt nun ein Schüler dazu, eine Aktie zu kaufen?

Es gab zwei Gründe: Zum einen hatte mein Vater bereits Mitte 20 seine Eltern verloren und daraufhin Aktien geerbt. Da er weder Wissen noch Strategie besaß, verlor er entsprechend viel Geld an der Börse. Irgendwann verkaufte er die geerbten Aktien, damit er nicht noch mehr Geld verlor. Entsprechend "schlimm" waren die ersten Geschichten, die ich über die Börse zu hören bekam.

Der zweite Aspekt war Zufall: Ich bin in unserem Briefkasten auf eine Börsenzeitung gestoßen. Neugierig wie ich war, habe ich sie mir genommen und durchgelesen. Es stellte sich heraus, dass die Zeitung an unseren Nachbarn adressiert war. Nach meiner Lektüre habe ich daher diese Zeitung zurück zu unserem Nachbarn gebracht, der mich dann fragte: "Sag mal Ulli, hast Du eigentlich auch schon Aktien gekauft?". Ein Wort ergab das andere und irgendwann sagte Rolf zu mir, Aktien seien im Grunde Unternehmen, und da ich ja immer mal zu McDonalds gehe, könnte das eine coole Aktie für mich sein, denn sie würde in Zukunft immer mehr wert werden. 

So kam ich zu meiner ersten Aktie, wurde selbst Abonnent der Börsenzeitung und begeisterter Leser von Büchern über die Börse. 1995 machte ich schließlich mit Ach und Krach und der Note 3,7 (!) meinen Realschulabschluss. Wir können also für den Moment festhalten - an der Intelligenz liegt es erstmal nicht, dass ich so ein großes Vermögen aufgebaut habe. Da spielten noch andere Gründe mit, wie Disziplin, Mut, Leidenschaft und Durchhaltevermögen.

Vom Maurer zum Millionär

Maurerlehre, Fachabi & Zivildienst

1995 nach meinem Abschluss habe ich meine Ausbildung angefangen - und zwar zum Maurer. Mein Vater war wie gesagt erfolgreicher Bauunternehmer, und da wir Jungs nicht so recht wussten, was wir "später" einmal machen wollten, beschloss mein Vater für uns: "Der eine wird Maurer, der andere Jurist. Als Maurer kannst du später Bauingenieur werden, ein tolles Unternehmen besitzen und hast den rechtlichen Schutz von der anderen Seite." 

Meine Ausbildung habe ich tatsächlich auch durchgezogen und sie 1998 mit Auszeichnung bestanden. Hoch motiviert, holte ich noch mein Fachabitur nach und wollte Bauingenieurwesen studieren, das Fachabi beendete ich mit der Note 3,8. Zu Gunsten meines Berufs und meines Vaters (ich wollte ihm so gut helfen wie möglich) absolvierte ich daraufhin noch den Zivildienst. 

Bis hierhin siehst Du also, an mir ist nichts besonderes. Die Schule habe ich ein Stück weit gehasst, weil ich nie die Möglichkeit bekam, mehrere Jahre lang vernünftig mit anderen in Kontakt zu bleiben. Ich habe Klassen wiederholt und Schulen gewechselt. Heute weiß ich, dass das Netzwerken das Allerwichtigste ist. Der zweite sehr wichtige Punkt ist, sich Wissen anzueignen: Ich habe auch das in der Schule gehasst, weil ich mir Dinge aneignen musste, die mich nicht interessiert haben.

Der Investmentvertrieb

Moment mal - wieso bin ich im Investmentvertrieb gelandet, obwohl ich Maurer war? Dieser Switch kam für mich aus drei wichtigen Gründen:

  • In den inzwischen vergangenen vier Jahren, die ich in Aktien investiert hatte, merkte ich immer mehr, dass das eher mein Thema ist. Gerade in den 90er Jahren sind die Börsen stark nach oben gelaufen, und ich hatte meine ersten Gelder verdient. 
  • Ich liebte Mathe, die Börse und war durch meinen Vater als Unternehmer geprägt.
  • Letztendlich habe ich dann Finanzwirtschaft studiert und im Bereich Investment richtig losgelegt.

Heute schaue ich auf mittlerweile 30k Stunden und 30 Jahre Börsenerfahrung zurück. Ich habe 750 Bücher gelesen, 150 Seminare weltweit besucht, bin heute sogar Aufsichtsratsmitglied einer Aktiengesellschaft und ehemaliges Mitglied eines Investmentfachbeirats mit einem Anlagevermögen von über EUR 5,6 Milliarden. Und ich habe inzwischen einen eigenen BaFin-zertifizierten Investmentfonds. Ich bin Millionär.

Es gab also den kleinen Ulli, die mehr als durchschnittliche Schullaufbahn und den Zufallspunkt mit der Börse - daraus wurden Stunden und Jahre disziplinierter Wissensaneignung und Börsenerfahrung. Ein Satz prägt mich bis heute: Ulrich Müller hört nicht auf, bis er fertig ist. Für mich unterscheidet sich arm und reich durch ein Wort: Disziplin. Ich glaube, das ist einer der entscheidendsten Faktoren. Anders gesagt: Durchhaltevermögen. Du musst durchhalten und irgendwann kommt Dein Vermögen.

Ich habe in den Jahren einen brennenden Wunsch aufgebaut: Reich zu werden. 

Und ich habe verstanden, wie sinnvoll es ist zu lernen - in den Themenbereichen, auf die Du Lust hast. Erfolgreiche Menschen haben eines gemeinsam: Sie sind mutig, haben das getan, was sie lieben und sind darin immer besser geworden. 

Es gibt nichts umsonst

Was ich oft von Trainern höre: "Tue, was Du liebst und das Geld kommt von alleine."

Dieser Satz ist falsch.

Eigentlich muss es heißen: "Tue, was Du liebst, stifte einen Nutzen, und das Geld kommt von alleine."

Mein Vater, mittlerweile leider seit über 5 Jahren verstorben, hat immer zu mir gesagt: "Ulli, Du bist mein kleiner Sunnyboy, weil Dir alles in den Schoß fällt."

Dieser Satz stimmt nicht wirklich, denn ich habe mir viele Dinge erarbeiten müssen. Ich war nicht gut in der Schule, ich habe beim Investieren anfangs Fehler gemacht, ich habe als Unternehmer anfangs Fehler gemacht und bin sogar pleite gegangen. Wenn man den Satz allerdings so versteht, dass mir alles zugefallen ist, sobald ich viel dafür getan habe, dann macht der Satz extrem viel Sinn. 

Das habe ich für mich immer wieder festgestellt: Wenn ich an Dinge glaube, sie umsetze, beharrlich dafür arbeite und besser werden, dann fallen mir die Dinge zu. 

Was Du für Dich aus der Folge mitnehmen solltest

Nach dieser emotionalen Folge möchte ich Dir zum Schluss noch ein paar Dinge an die Hand geben, die Du für Dich mitnehmen und umsetzen kannst. Vielleicht hast Du auch schon was davon gehört und umgesetzt, doch dann ist die Frage: Lebst Du wirklich immer danach, und setzt Du das immer um oder lässt Du Dich ablenken?

  1. Disziplin und Durchhalten: Tue kleine Dinge, wie Du große Dinge tust - mit voller Motivation oder mach sie gar nicht, wenn auch ein anderer sie tun kann/sie gar nicht wichtig sind.

  2. Habe einen Willen: Das Thema des Warums ist nach wie vor sehr unterschätzt. Das Warum ist für Dich der Akku, Dein Antrieb. Mein Akku ist zum einen die Seite, Milliardär zu werden und zum anderen mehr als 1 Mio. Menschen zu erreichen, die ich finanziell frei mache. 

  3. Gib niemals auf! Die Motivationssprüchlein bei Facebook & Co. suggerieren immer, aufstehen und weitermachen wäre so einfach. Doch wenn wirklich der Niederschlag kommt, entscheidet sich, ob Du wirklich aufstehst und weitermachst. Mein Vater hat immer gesagt: "Wenn die Sonne scheint, bekommst Du den Sonnenschirm. Aber wenn der Regen fällt, möchte die Bank den Schirm zurück haben und lässt Dich einfach fallen." 

  4. Sorge immer dafür, ausreichend Liquidität zu haben. Liquidität bedeutet Bargeld oder anderes leicht zugängliches Geld wie Sparbücher, Girokonto und Co. Warum ist das so enorm wichtig? Cash war in meinem Leben immer wieder ein Thema, und ich kann Dir aus Erfahrung sagen, wie unglaublich wichtig es ist. Ob an der Börse, wenn Du die Möglichkeit hast, gut anzulegen. Denn wenn die größten Chancen kommen, haben die meisten Menschen kein Cash mehr. Oder wenn Du Unternehmer bist und die große Krise kommt - denken wir nur mal an Corona. Ich habe immer gesagt, auf meinem Konto liegt eine Million Euro, die es mir ermöglicht, noch jahrelang weiterzumachen. Auf der privaten Ebene - Dein Auto geht kaputt oder Du willst weg von Deinem jetzigen Chef. Cash gibt Dir Ruhe, Sicherheit, Unabhängigkeit und Möglichkeiten. 

Ich hoffe, ich konnte Dich mit meiner persönlichen Geschichte inspirieren, dass es sich immer lohnt, dranzubleiben.

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#236 Die entscheidenden Weisheiten von Warren Buffett und Charlie Munger19 Feb 202400:21:30
Die entscheidenden Weisheiten von Warren Buffett und Charlie Munger

Wir sprechen diesmal über zwei Investoren-Legenden, nämlich Warren Buffett und Charles "Charlie" Munger. Mit Berkshire Hathaway haben sie in den letzten Jahren unglaubliche Renditen erzielt. Charlie Munger ist leider letztes Jahr verstorben, Warren Buffett hingegen ist von der Spitze nicht wegzukriegen. Beide sind für mich große Vorbilder und mit Charlie Munger teile ich auch die eine oder andere Weisheit in meinem Leben, denn niemand außer ihm konnte in so einfachen Worten formulieren, worauf es im Leben ankommt. Außerdem bekommst Du ein paar Key-Facts zur Investmentstrategie der beiden mit und wirst feststellen, dass auch ich einige davon für mich übernommen habe. Diese Folge hier ergänzt sozusagen das Thema der letzten Folge.

Diese Weisheiten erwarten Dich in der Folge:

  • Alleine, wenn man sich darauf konzentriert, die ganzen Dummheiten zu vermeiden, die andere Menschen begehen, wird man erfolgreich sein."
  • "Man sollte reich werden wollen, weil Geld einem Unabhängigkeit schenkt und Dich komplett unabhängig macht."
  • "Die Betonung von Qualität und Wettbewerbsvorteilen ist der ganz große Punkt, um den es geht."
  • "Lernen und Anpassung"
  • Die Strategien von Warren Buffett und Charlie Munger
  • Die Top 5 von Warren Buffett
"Alleine, wenn man sich darauf konzentriert, die ganzen Dummheiten zu vermeiden, die andere Menschen begehen, wird man erfolgreich sein."

Dieser Satz ist natürlich knallhart, doch Charlie Munger ist fast 100 Jahre alt geworden und diese Weisheit zeugt von seiner Lebenserfahrung. Für Munger zählen folgende Dinge zu den größten Dummheiten, die Menschen ruinieren:

  • Das Spekulieren auf Kredit
  • Der Kauf von hochspekulativen Unternehmen (deren Geschäftsmodell Du womöglich gar nicht verstehst)
  • Der übermäßige Konsum von Alkohol
  • Der Umgang mit den falschen Personen

Charlie Munger hat mit dieser Weisheit deutlich gezeigt, dass man das Rad nicht neu erfinden muss. Vieles erschließt sich auch über den gesunden Menschenverstand. Ein anderer wichtiger Satz von ihm war außerdem, "Geld verdient man an der Börse durch das Warten (nicht beim Spekulieren und bei der täglichen Suche nach herausragenden Unternehmen)." Man wird immer mal sehr gute Unternehmen finden und dann verdient man das Geld durch das Investieren zu einem günstigen Preis, wenn der Wert des Unternehmens viel höher ist. 

Auch bei uns in der Community gibt es immer wieder Menschen, die am liebsten sehr schnell Geld verdienen wollen. Buffett und Munger haben hingegen durch ihre Investmentstrategien immer wieder gezeigt, dass man langsam deutlich nachhaltiger ans Ziel kommt und die Risiken viel geringer sind.

"Man sollte reich werden wollen, weil Geld einem Unabhängigkeit schenkt und Dich komplett unabhängig macht."

Munger wie Buffett hatten beide die Leidenschaft geteilt, möglichst reich werden zu wollen. Nicht jedoch, um den nächsten Ferrari zu besitzen, sondern weil sie Freiheit und Unabhängigkeit genossen. Charlie Munger hat es geliebt, jeden Tag das machen zu können, was er wollte. Solch ein beträchtlicher Reichtum braucht aber eben Zeit. Der Wunsch, schnell reich zu werden, ist in der Regel relativ gefährlich. Oder auch: Man soll darüber nachdenken, wie man vor allem Verluste vermeidet, statt nur über die Gewinne.

Diese Weisheiten geben wir natürlich auch sehr gerne in unseren Seminaren weiter. Die meisten Menschen haben das Problem, nur über die Gewinne nachzudenken, die Verluste aber nicht zu vermeiden. Ich selbst löse das über einen Plan B: Ich steige z. B. über eine Option in eine Aktie ein und überlege mir dann, was mein Plan B ist, um Verluste zu vermeiden. Auch ich habe das Rad nicht neu erfunden und beziehe mich auf die Weisheiten von zwei Männern, die fast doppelt so alt sind wie ich.

"Die Betonung von Qualität und Wettbewerbsvorteilen ist der ganz große Punkt, um den es geht."

Im Grunde heißt das: Investiere in Unternehmen, die dauerhaft Wettbewerbsvorteile haben. Das sind auch die bekannten Economic Models. Qualitativ hochwertige Unternehmen erzielen in der Regel langfristig bessere Renditen. Die Qualität eines Unternehmens ist wichtiger als die Bewertung. Wenn ein Unternehmen über die letzten zwanzig, dreißig Jahre gute Gewinne erzielt hat, dann wird es das in der Regel auch in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren tun. 

"Lernen und Anpassung"

Ich sage immer so schön, Handeln kommt von Hand und nicht von Maul - um etwas zu verändern musst Du etwas tun und nicht nur reden. Charlie Munger nannte das gerne "Lernen und Anpassung": Er hat immer gerne die Bedeutung des lebenslangen Lernens betont. Bis zuletzt hat er sehr gerne und sehr viel gelesen - entsprechend hat er bis zum Ende immer weiter gelernt. Warum - weil er immer daran glaubte, dass ein breites Wissen und die Fähigkeit, sich anzupassen einen entscheidenden Vorteil bringt, gerade auch im Bereich der Investitionen. 

Die Weisheiten aus dieser Folge stammen übrigens aus Büchern von Charlie Munger und Warren Buffett - ein Buch kostet um 30 Euro, für mich haben sie einen Milliardenwert, da sie unendlich viel Wissen vermitteln. 

Es gibt sehr viele sehr intelligente Menschen, die schlechte Investoren sind, weil sie ein hohes Temperament haben und dadurch ein Stück weit ihr Risikomanagement vermeiden. Dadurch begehen sie gewisse Dummheiten, die sie vom Erfolg abbringen. Munger sagte einst "vermeide ernsthafte Fehler, anstatt genial zu sein". Für ihn war das Vermeiden von Dummheiten sogar wichtiger als brillante Ideen. Er selber mochte zudem den einfachen Weg zum Investieren und vermied sehr komplexe Finanzprodukte. 

Die Strategien von Warren Buffett und Charlie Munger

Wenn Du Dich gefragt hast, wie beide so erfolgreich werden konnten: Beide stehen für das Thema Value Investing. Wir haben darüber schon in der letzten Folge gesprochen und da habe ich Dir schon erklärt, dass die Strategie im Grunde so einfach ist, dass jeder Anleger sie übernehmen kann. Auch ich nutze sie, für mich sind folgende Punkte immer wichtig:

  1. Welches Geld gehört an die Börse und für welche Laufzeit?
  2. Du brauchst eine passende (einfache) Strategie!
  3. Hab Dich emotional im Griff!

Warren Buffett und auch ich verfolgen eine glasklare Strategie und meine verfolge ich schon treu seit über 20 Jahren. Das ist letztendlich auch der Punkt, wie Erfolg an der Börse entsteht. 

Die drei Punkte hören sich einfach an, aber ich denke, Menschen, die bereits an der Börse sind und auch jene in meinen Seminaren (mittlerweile über 27.000) werden Dir bestätigen, dass sie manchmal gar nicht so einfach umsetzbar sind. "Wenn es einfach wäre, würde es ja jeder machen" - ja, aber die Klarheit über die Strategie und diese dann genau so umzusetzen, das ist der springende Punkt.

Die Top 5 von Warren Buffett

Kommen wir zu den Top 5 Punkten, die Warren Buffett immer mitnimmt! Schreib sie Dir am besten auf und setz sie für Dich in Zukunft um.

  1. Qualität statt Quantität: Konzentriere Dich lieber auf wenige, aber vielversprechende Unternehmen. Für Warren Buffett sind das beispielsweise auch Unternehmen mit Alleinstellungsmerkmalen - und damit dauerhaften Wettbewerbsvorteilen.
  2. Sei gründlich bei der Auswahl! Bevor Warren Buffett investiert, holt er sehr gründlich Informationen zum jeweiligen Unternehmen ein. Welche Gründe liegen auf der Hand, dass diese Aktie weiter in Wert und Preis steigen wird?
  3. Investiere nur in Produkte, die Du vollkommen verstehst. Warren Buffett investiert nur in Unternehmen, von denen er die Geschäftsmodelle und Produkte versteht. Weshalb er übrigens bis heute nie in Bitcoin investiert hat.
  4. Achte auf die Produktvielfalt in Deinem Depot! Das bedeutet nichts anderes als eine gründliche Diversifizierung. Investiere nicht alles in Technologie oder in Coca-Cola, sondern streue Deine Investments in 10-20 Top-Werte aus allen Bereichen. Ich selbst habe über 40 Werte. 
  5. Wähle den richtigen Zeitpunkt und dann übe Dich in Geduld. Es gibt einen sogenannten Warren Buffett-Indikator, denn er kalkuliert immer eine gewisse Sicherheits-Marge mit ein. Der Indikator ist geprägt von Benjamin Graham, der seiner Zeit einer von Buffetts Value-Investoren-Väter/Vorbilder war. Es geht immer um eine gewisse Sicherheits-Marge und Cashquote. 

Ich selber achte auch immer als erstes auf die Qualität, dann auf die Charts - ein weiterer Tipp hier ist der Fear-Greed-Index. Wenn die Märkte schon zu gierig sind, dann solltest Du vorsichtig sein. 

Wie immer gilt: Alle genannten Aktien sind keine Kaufempfehlung.

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#235 Aktien traden oder investieren: Was ist der erfolgreichere Weg?12 Feb 202400:20:00

Aktien traden oder investieren: Was ist der erfolgreichere Weg?

Es gibt viele verschiedene Wege, mit Aktien zum Erfolg zu kommen. Immer wieder erreichen mich Fragen wie "Tradest Du eigentlich?", "Machst Du Daytrading?" oder "Wie investierst Du in Aktien?" Auch meine Routine und mein Arbeitsplatz erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Ich möchte Dir dazu vorweg drei Punkte mitgeben:

  • Jeder kann Börse lernen, es ist ein Handwerkszeug.
  • Wenn Du noch überhaupt keine Ahnung hast, wird Dir das Lernen umso leichter fallen.
  • Du bist die beste Person, die sich um Dein Geld kümmert. 

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Kann das jeder lernen?

  2. Was solltest Du übers Traden/Investieren wissen?

  3. Warum sollte man Investieren und Traden verbinden?

Kann das jeder lernen?

Meine Seminare habe ich unter folgenden Punkten entwickelt: Jeder kann das lernen und jeder kann das in seinen Tagesablauf integrieren. Mein Sohn hat mit 13 angefangen zu lernen, unser ältester Teilnehmer ist Heinz mit 84 Jahren. Es ist auch nicht nötig, Unmengen an Zeit zu investieren. Meiner Meinung nach reichen 2-4 Stunden… in der Woche!

Wir alle haben genug und genau gleich viel Zeit — 24 Stunden, jeden Tag. Die Frage ist nur, wofür nutzt Du Deine Zeit, und wie setzt Du Deine Prioritäten? Wenn Du vermögend werden willst, dann ist das Thema Wissensaufbau unfassbar wichtig. Denn ohne das notwendige Wissen kannst Du keine erfolgreiche Strategie aufbauen. 

Ich bin Value-Investor mit Trading-Ansatz: Value-Investing ist nichts anderes, als auf das Thema Wert & Preis zu schauen. Warren Buffett hat schon gesagt: "Es ist besser, ein hervorragendes Unternehmen zu einem akzeptablen Preis zu kaufen, als ein akzeptables Unternehmen zu einem hervorragenden Preis." 

Meine Blaupause des Investors umfasst für mich fünf Schritte:

  1. Fundamentalanalyse

  2. Charttechnik

  3. Indikatoren

  4. Die richtige Strategie

  5. Das richtige Mindset: Dein Ich, Deine Emotionen

Auf die Frage, ob Trading oder Investieren besser ist, kann ich Dir Folgendes sagen: Das hängt von ein paar Faktoren ab, zum einen von Deiner gewünschten Rendite, dann davon, wie viel Zeit Du investieren möchtest, und wie viel Risiko Du bereit bist einzugehen. Traden ist nicht zwingend Zocken, aber beim Investieren brauchst Du einen größeren zeitlichen Horizont.

Ich bin daher eher ein Investor, da meine Timeline sich über fünf Jahre oder länger erstreckt, andererseits verzichte ich aber auch nicht auf die Benefits des Tradings.

Was solltest Du übers Traden/Investieren wissen?

Für viele ist Trading vermeintlich deswegen attraktiv, weil sie am liebsten vom Tellerwäscher zum Millionär in zwei Tagen kommen würden. Investieren ist hingegen ebenfalls eine Lebenseinstellung, denn Du kannst bis zu Deiner Zeit alles investieren. Du kannst Deine Zeit beispielsweise investieren, weil Du abnehmen möchtest. Das wirst Du ebenfalls nicht "mal eben" bis morgen schaffen. Wenn Du einen Marathon laufen möchtest, investierst Du viel Zeit in das Training.

Investment ist also "ich tue etwas, verbinde es mit einer zeitlichen Achse und letztendlich gibt es dann einen Erfolg". Beim Traden ist es im Gegensatz eher "heute Geld rein, morgen wieder raus" und die nächste Million muss da sein. Ich selbst trade immer nur ein paar wenige Wochen im Jahr und selbst das ist schon emotional sehr anstrengend. Wenn Du Dir Daytrader über Jahre hinweg ansiehst, wirst Du bemerken, wie kaputt diese sind. Trading ist einfach nur anstrengend und herausfordernd, weil Du innerhalb von Millisekunden Entscheidungen treffen musst - und das ständig.

Wenn Du mich fragst, muss man für den erfolgreichen Weg diese beiden Welten miteinander verbinden. Auf der einen Seite bist Du Investor und überlegst Dir gewissenhaft eine Strategie, schaust Dir Wert und Preis an und überlegst in Ruhe, in was und wie lange Du investierst. Du arbeitest mit Unternehmenszahlen, Chart-Analysen und der technischen Analyse. Du kannst in allen Richtungen Geld verdienen und hältst Dich an die Regeln.

Als Investor verdiene ich an der Börse aus zwei Gründen Geld: Kursgewinn und Dividenden. Letztere können im Grunde bei jedermann für Wohlstand sorgen - wenn Du Deine Dividende mit einer vernünftigen Strategie reinvestiert, also quasi als Gratis-Aktien, dann wirst Du durch den Zinseszins irgendwann wohlhabend. Vorausgesetzt, Du hältst es emotional aus und hast genug Zeit.

Warum sollte man Investieren und Traden verbinden?

Wenn Du jetzt die Welt des Investierens mit der des Tradens verbindest, dann tun sich ganz neue Themen auf und es ist unglaublich, was möglich ist - im Grunde durch Mathematik. Ich selbst habe eine deutliche 8-stellige Vermögenssumme durch diesen Ansatz aufgebaut. Und viele Menschen kennen diesen Ansatz nicht mal, bzw. vertrauen ihm nicht, weil er sich zu gut anhört. 

Wir nehmen als Beispiel jetzt mal eine Apple Aktie. 

Die Apple Aktie liegt aktuell bei plus/minus 180 Dollar.

Wir wissen, Apple generiert mittlerweile pro Aktie einen Gewinn von 4 Dollar, auch gibt es jährlich eine schöne Dividende. 

Das gilt auch für Unternehmen wie Coca-Cola, P&G, Palmolive, Colgate etc., denn wir haben 8 Milliarden Menschen auf der Welt, Tendenz steigend, die immer essen, trinken, waschen, westlichen Konsum etc. wollen und nutzen.

Auf lange Sicht macht es also absolut Sinn, solche Aktien im Portfolio zu haben und es ist absolut möglich, als Investor auf lange Sicht Geld zu verdienen.

Wir vergessen aber dabei, dass es auch politische Börsen gibt oder psychologische Themen, wie beispielsweise die Coronakrise. Damit können Aktien zwischenzeitlich fallen und wir können kurzfristige Verluste einfahren.

Wenn wir das Investieren mit dem Traden verbinden und noch die Chartanalysen und Indikatoren mit hinzunehmen, dann können die Ergebnisse unter Umständen anders ausfallen.

Für den Trading-Ansatz nehmen wir wieder unsere Apple Aktie.

Diese steht bei 180 Dollar, Apple zahlt ca. 1,50 Dollar Dividende. Wir wissen auch, dass Apple im Schnitt in den letzten Jahren um 20 % gestiegen ist.

Jetzt nehmen wir uns die Optionen aus dem Trading hinzu, und Du lernst, wie ich Aktien vermiete.

Aktien vermieten heißt für mich vermieten wie eine Wohnung: Ich kriege Geld dafür, dass dort jemand wohnt, nämlich die Miete. Und genauso kannst Du auch Aktien vermieten - so unglaublich das jetzt auch klingt. 

In meinen Seminaren lernst Du, wie Du auf Deine Apple Aktie 50, 60 oder gar 70 Cent pro Woche bekommst. Stell Dir vor, Du würdest durch die Optionen auf Deine Aktie pro Woche 90 Cent extra bekommen. 90 Cent aufs Jahr gesehen sind aufgerundet etwa 47 Dollar. Du hast also die Aktie, die bei 180 Dollar steht und durch meinen Trick bekommst Du jährlich 47 Dollar an Miete on top. Das sind etwas über 25 %, hinzu kommt ggf. noch die Aktiensteigerung (nicht zwingend jedes Jahr) und die Dividende. 

Das meine ich mit Value-Investing mit Trading-Ansatz und damit bist Du nicht mehr so abhängig. 

Diese 47 Dollar plus Dividende sind Deine Einnahmen - und das ist super wichtig für jeden erfolgREICHEN Menschen: Welchen Cashflow generierst Du aus Deinem Investment?

Wenn Du das hochrechnest, kannst Du mit 4 Aktien (= ca. 180 Dollar Miete) jedes Jahr eine Aktie umsonst kaufen. Das ist der alles entscheidende Punkt. 

Wenn Du die beiden Seiten Investieren und Traden kombinierst, werden die Zahlen unglaublich sein.

Ich freue mich auf Deinen Besuch in meinem Seminar.

Wie immer gilt: Alle genannten Aktien sind keine Kaufempfehlung.

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#234 Marktupdate: Was hat den Januar bewegt und wie geht es weiter?05 Feb 202400:21:35

Erstes Marktupdate 2024: Was hat den Januar bewegt und was erwartet uns in 2024?

Der Januar ist schon wieder vorbei und damit wird es Zeit für das 1. Marktupdate in 2024. Wir schauen uns in dieser Folge an, was die Märkte im Januar bewegt hat und was uns in Q1 erwarten wird. Mit dabei sind wie immer die wichtigsten Werte vom Dow Jones, der Nasdaq und auch Gold/Silber sowie Euro/Dollar. Außerdem erwartet Dich wie gewohnt ein Überblick über die aktuellen Krisen und Situationen, die die Börse beeinflussen können. Man sagt gemeinhin "So wie der Markt in den ersten 3-5 Tagen des Jahres läuft, so wird das ganze Jahr" - schauen wir uns also mal an, was uns erwartet. 

Bitte beachte: Alle genannten Aktien sind keine Kaufempfehlung.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Welche Altlasten haben wir aus 2023?

  2. Wie sehen die Werte aus?

  3. Welche Werte aus den Earnings sind gerade wichtig?

  4. Wie lautet das Fazit für Januar? (+ Ausblick)

Welche Altlasten haben wir aus 2023?

Bevor wir uns den aktuellen Werten widmen, sollten wir uns kurz anschauen, was wir uns aus dem Vorjahr mitgenommen haben. Die eine oder andere Krise ist erst relativ spät im Jahr aufgetreten oder hat uns im Januar erreicht. Folgende Dinge könnten also spannend werden und auch auf die Börse einen gewissen Einfluss haben:

  • Vergeltung USA-Iran: Aktuell gibt es die Situation mit der Drohne, woraufhin die USA von einer eventuellen Vergeltung gegen den Iran sprechen. 
  • Chinas Wirtschaft: Chinas unruhige Wirtschaftslage ist weiterhin ein Thema, das uns in 2024 beschäftigen wird.
  • Europa als "der kranke Mann": Europa generell schwächelt und auch die deutsche Wirtschaft sowie mittlerweile auch die Bildungssituation im eigenen Land lassen etwas zu wünschen übrig - wir sind mal wieder das letzte Licht bei der PISA Studie.
  • Superwahljahr USA: Wie stabil steht Biden und was passiert, wenn Trump tatsächlich wiederkommt?
  • KI: Künstliche Intelligenz hat einen wahren Aufschwung erfahren und wird uns 2024 auch ganz sicher weiter beschäftigen.
  • Inflation & Co.: Wir haben nach wie vor die Themen Inflation, Rezession sowie das potentielle Softlanding. Auch die Zinsen und deren Bewegung stellen weiter einen wichtigen Faktor dar. 
  • Tagung der FED: An der Börse ist gerade zum Monatsende vieles zum Erliegen gekommen, da alle mit großem Erwarten auf die Tagung der FED in diesen Stunden warten (30.01./31.01.).
  • Earning-Saison: Die Earning-Saison geht wieder los und gerade die großen Unternehmen stehen in den Startlöchern, um Großes zu bewegen. 
  • Die Märkte: Ein kleiner Rückblick auf 2023 zeigt, der Russell mit seinen kleineren Werten war eher schwach, auch Healthcare ist insgesamt nicht gut gelaufen. Tech in der Nasdaq hingegen ist durch die Decke gegangen. Amazon alleine ist aktuell so viel wert wie der gesamte Deutsche Aktienindex DAX. "Die großen 7" machen aktuell 12 Billionen aus. 

Wie sehen die Werte aus?

Lass uns nun einen Blick auf die aktuellen Marktwerte werfen:

Dow Jones: Ende Dezember von 37.689 gekommen, steht der Dow aktuell bei 38.470. Das macht ein Plus von rund 2,1 %. 

Nasdaq: Von 16.825 ging es im Januar nochmal weiter nach oben auf 17.476. Das macht ein schönes Plus von 3,7 %. 

S&P 500: Von 4.769 geht es um 3,3 % noch ein bisschen weiter hoch auf 4.924.

Russell 2000: Es ging von 2.027 etwas runter auf 1.996, das macht ein Minus von 1,5 %.

MSCI World: Von 3.169 gibt es ein Plus von 2.1 %  auf 3.236.

DAX: Der DAX steigt von 16.751 um 1,3 % auf 16.972 und knabbert damit weiter am Alltime-High.

Gold/Silber: Silber hat ein Minus von 2,6 % hingelegt, 

Öl: 71,65 auf 77,82 macht ein sattes Plus von 8,6 %. 

Bitcoin: Von 42,5 auf 43,5 gibt es ein Plus von 2,4 %.

Euro/Dollar: Hier gibt es beidseitig ein leichtes Minus: Euro mit 1,8 % und Dollar mit einem  Minus von 1,3 %. 

UM Strategy Fund:

Ich glaube, in 2024 wird es ganz wichtig werden zu überlegen, wo es noch Möglichkeiten gibt. Wie ich persönlich glaube, ist die Nasdaq etwas zu extrem gelaufen. Typischerweise sind hier zu nennen : Meta, Nvidia und Microsoft. Microsoft ist mittlerweile das größte und teuerste Unternehmen der Welt mit über 3 Billionen Bewertung. 

Die Frage ist jetzt also, wie die FED auf das ganze Thema reagiert, und wie die nächsten Earnings aussehen.

Im Moment liegen alle Augen auf der FED: Gibt es eine Zinspause, gibt es noch eine Erhöhung? Analysten und Experten erwarten und hoffen auf eine geldpolitische Lockerung. Ich bin auch gespannt, ob es schon soweit ist, denn ich kann mir auch vorstellen, dass die Zinsen erstmal noch bestehen bleiben, weil die Wirtschaft immer noch gut läuft. Interessant wird sein, was aus der Inflation wird, denn das ist der zweite große Punkt, um eine Richtung zu sehen. 

Welche Werte aus den Earnings sind gerade wichtig?

Anschließend an die "üblichen" Marktwerte möchte ich jetzt noch einen Blick auf die Earnings werfen, denn auch hier passieren gerade interessante Dinge:

Novo Nordisk: Das Unternehmen geht gerade absolut durch die Decke, was nicht mehr nur dem Insulin geschuldet ist, sondern auch der Abnehmspritze. Der Umsatz- und Gewinnsprung im letzten Jahr betrug mehr als 30 %. 

Microsoft: Microsoft hat vor allem durch das Thema KI einiges an Schwung gewonnen. Auch das Angebot der Cloud-Produkte hat zu einer positiven Entwicklung beigetragen. Allein im letzten Quartal gab es ein Umsatzplus von fast einem Fünftel. Der Umsatz betrug im letzten Quartal unfassbare 62 Milliarden Dollar. Der Gewinn hat ebenfalls um ein Drittel angezogen auf satte 22 Milliarden. 

Google: Google ist mit Alphabet etwas hinter dem Marktkonsens zurückgeblieben. Das birgt eine gewisse Gefahr, denn die Hightech-Werte sind extrem weit angestiegen. Dementsprechend sieht auch die Erwartungshaltung aus. Meiner Meinung nach kann also eine Enttäuschung im Umsatzbereich beispielsweise den Wert auch schnell in die völlig andere Richtung schieben. Das sehen wir eben gerade bei Alphabet; nach den Earnings ist der Wert rund 7 % im Minus. Das Werbegeschäft (also die Haupteinnahmequelle) ist hingegen um 11 % gewachsen.

AMD: Es gab einen guten Absatz der neuen Spezialprozessoren für die KI, aber der Ausblick ist trotz guter Zahlen etwas enttäuschend. Auch dieses Unternehmen kann sich nicht der schwachen Gesamtkonjunktur entziehen. Auf die Aussage hin, der Umsatz im letzten Quartal sei etwas geringer gewesen, fiel die Aktie direkt um 6-7 %.

Zuletzt noch eine ganz interessante Nachricht von Tesla: Dort hat eine Richterin ein riesen Aktienpaket für Elon Musk als nicht rechtens angesehen. Es handelt sich natürlich um das Aktienpaket um 56 Milliarden Dollar, welches ihn zum reichsten Menschen der Welt gemacht hat. Es bleibt spannend, ob die Vereinbarung tatsächlich annulliert werden muss und was dann aus dem Thema wird. 

Wie lautet das Fazit für Januar und welcher Ausblick erwartet uns?

Rückblickend lässt sich also zusammenfassen: Der Januar ist trotz allem noch ganz gut gelaufen. 

Wenn wir uns jetzt anschauen, wie es weitergeht, bin ich gerade an dem Punkt, an dem ich gerade die Cashquote wieder auf 30-35 % hochgefahren habe. Den Bereich Tech habe ich eher etwas reduziert. Natürlich kann die KI-Blase immer weiterlaufen. Blase deswegen, weil Unternehmen wie Meta schon ein Stück weit die Gewinne eingepreist haben, die durch KI entstanden sind.

In KI wird immer noch viel Geld verbrannt, was sich in den nächsten Jahren auch an den Umsätzen zeigen wird. Gerade wird noch extrem viel Geld investiert. Für mich sieht es nach einer zweiten Internetblase aus, und diese ist 2001 geplatzt. Das bedeutet nicht, dass die KI-Blase morgen platzen muss, sowas kann noch eine lange Zeit weiterlaufen. Mein persönliches Problem ist jedoch die Fallhöhe.

Als Ausblick für Februar und dieses Jahr im Allgemeinen glaube ich tatsächlich, dass Wahljahre gute Börsenjahre sind. Generell kannst Du aber jedes Jahr zu einem guten Börsenjahr machen, sofern Du eine richtige Strategie hast. Interessante Themen sind für mich für dieses Jahr: Rohstoffe, Russell 2000 (gerade dann, wenn das Geld wieder günstiger wird), Healthcare und der Dow Jones, also die Old Economy.

Darauf solltest Du meiner Meinung nach 2024 und generell achten, um an der Börse erfolgreich zu sein:

  • Welches Geld gehört überhaupt an die Börse? Es sind nicht Deine Notgroschen und persönlichen Rücklagen!
  • Du musst eine passende, klare Strategie haben.
  • Hab Deine Emotionen im Griff!
  • Cashquote: Cash ist King! Alle reichen Menschen haben immer eine Menge an Bargeld, um in Krisenzeiten nachzukaufen.
  • Absicherung & Plan B: Es gibt genau zwei Regeln - Regel Nr. 1: Verlier kein Geld. Regel Nr. 2: Vergiss Regel Nr. 1 nicht!

Diese Tipps hast Du alle schon mal gehört, wenn Du meinem Podcast aufmerksam folgst, aber Wiederholung ist Vertiefung und je öfter Du etwas hörst, desto eher verinnerlichst Du es. Erfolg hängt von Dir ab, und Risiko entsteht dort, wo Du nicht weißt, was Du tust. 

Wenn Du noch Fragen hast, dann melde Dich gerne jederzeit.

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#233 Rente, na und? Ist finanzielle Freiheit wirklich für jeden erreichbar?29 Jan 202400:21:04

Rentenangst adé: Wie finanzielle Freiheit Dein Leben verändert!

Diese Folge soll Dir Mut machen! Ich höre ganz oft in meinen Gesprächen sowie auf meinen Seminaren: "Finanzielle Freiheit ist für mich ganz weit weg. Das kann ich doch niemals schaffen!" Und ich möchte Dir heute sagen: "Doch, Du kannst!" In dieser Folge schauen wir uns an, wie auch Du es schaffen kannst. Vorweg solltest Du nur verstehen - das, was Du gestern gedacht hast, bist Du heute geworden. Was Du heute denkst, wirst Du morgen sein. Finanzielle Freiheit hat (natürlich) ihren Preis. Wenn Du aber bereit bist, diesen zu zahlen, steht Dir nichts mehr im Weg. Meiner Meinung nach war es noch nie so einfach. Es gibt heute schier unendliche Möglichkeiten über das Internet, über die künstliche Intelligenz. Definitiv ist es kein Vergleich zu vor gut 30 Jahren, als ich 1993 meine erste Aktie gekauft habe.

Diese Infos erwarten Dich in der Folge:

  1. Wie wichtig ist die Rente wirklich?

  2. Warum es am Ende ums Durchhalten geht

  3. Wie ist finanzielle Freiheit erreichbar?

  4. Dinge, die Du nicht hören willst

Wie wichtig ist die Rente wirklich?

Das Thema Altersvorsorge wird gemeinhin immer noch unterschätzt. Viele wissen aber auch einfach nicht, was sie erwartet: Wie viel Geld brauche ich denn eigentlich im Alter? Ich lebe eher nach dem Grundsatz "Rente, na und? Finanzielle Freiheit ist doch viel besser!" Warum? Deine Rente ist in der Regel erst ab 67 interessant. Dann beginnt der letzte Lebensabschnitt vor dem Tod. Für mich ist finanzielle Freiheit deshalb besser, denn sie ist nicht an ein Alter gebunden. Wenn Du finanziell frei bist, brauchst Du Dir später keine Sorgen mehr um die Rente zu machen. Du kannst sofort leben und das Leben auch wirklich genießen. 

Es dreht sich vieles im Leben um Geld, doch Geld allein ist nicht der Schlüssel zu allem. Im Grunde gibt es drei wichtige Gs, damit das Leben "funktioniert": Gesundheit, Glück und Geld. Gesundheit ist alles und ohne Gesundheit ist alles nichts. Ich persönlich habe gerade erst eine sehr gute Freundin im Alter von nur 31 Jahren an Krebs verloren. Wichtig für das Thema Geld ist, Dir Gedanken zu machen, wo Du heute stehst und wo Du hinwillst. Beachte auch Faktoren wie die Inflation und Steuern. Meiner Ansicht nach ist es übrigens deutlich schwieriger, die Rente zu planen, als die finanzielle Freiheit. 

Rente ist gemeinhin immer zwischen 20 und 40 Jahren weit weg. Ich halte es mit der finanziellen Freiheit ähnlich wie Bodo Schäfer - man kann in 7-10 Jahren finanziell frei sein. Wenn Du die richtigen Schritte gehst und dran bleibst, kannst Du beispielsweise auch innerhalb einer vergleichsweise kurzen Zeit das Doppelte an Einkommen erzielen. Wenn Du also sagst, für Dich ist finanzielle Freiheit unerreichbar, dann frag Dich, was Du für ein Typ bist. Wie ist Dein Mindset? Bist Du lösungsorientiert oder siehst Du eher nur die Probleme? Handelst Du oder zögerst Du?

Mach Dir keine Sorgen, wenn Du aktuell eher scheu und zögerlich bist - auch ein gesundes finanzielles Mindset kann man lernen.

Warum es am Ende ums Durchhalten geht

Ich möchte in dieser Folge mit Dir auch über das große wichtige D sprechen. D wie Durchhaltevermögen und Disziplin. Deine Gewohnheiten bestimmen, wie Dein Leben läuft. In der Regel stehst Du immer um eine ähnliche Uhrzeit auf. Normalerweise sieht Dein weiterer Morgen nach dem Aufstehen ebenfalls ähnlich aus. Dein Arbeitsweg sieht immer gleich aus, Deine Arbeitsroutine sieht immer gleich aus. Alles, was Du im Leben machst, sind Deine Gewohnheiten. 

Man sagt, wenn man 30 Tage lang immer zur selben Uhrzeit immer dasselbe tut, dann kann man so eine neue Gewohnheit etablieren. Deine neue Gewohnheit könnte sein, ab sofort zu sagen, Du gehst jeden Morgen 30 Minuten joggen. Deine neue Gewohnheit könnte sein, jeden Abend Dein Dankbarkeitsjournal auszufüllen. Für ein Dankbarkeitsjournal reichen übrigens fünf Minuten vor dem Schlafengehen. Du schreibst 5 Dinge auf, die ein Erfolg für Dich an diesem Tag waren und 5 Dinge, für die Du dankbar bist. Viele erfolgreiche Menschen - ich persönlich übrigens auch - haben das über längere Zeit ausprobiert und große Erfolge gefeiert, denn es wächst immer das, worauf Du Dich konzentrierst. 

Was ich im Grunde damit sagen will - alles im Leben besteht aus Gewohnheiten. Mein Tipp an Dich: Stell doch einfach mal Dein Leben für die nächsten Monate um. Mach morgens eine halbe Stunde Sport und nimm Dir abends diese fünf Minuten für Dein Dankbarkeitsjournal. Am besten schreibst Du Dir auch auf, wo Du gerade stehst und wie Du Dich damit fühlst. Was wiegst Du und was verdienst Du gerade? Wie sieht Dein Vermögen aus? Nach 6 Monaten schaust Du Dir diese beiden Themen nochmal an. Wo stehst Du jetzt, nach 6 Monaten neuem Fokus auf Dankbarkeit/Erfolg und Sport? Ich würde wetten, beides sieht nun besser aus. Was hast Du zu verlieren? Maximal 35 Minuten am Tag. Selbst wenn Du beides nicht auf einmal umsetzen kannst, dann fang mit dem Journal an. Fünf Minuten täglich hat jeder.

Wie ist finanzielle Freiheit erreichbar?

Wir haben über die Rente gesprochen, über die generell unterschätzte Altersvorsorge und über die Gewohnheiten. Nun steht eine Frage noch im Raum: Wie ist denn finanzielle Freiheit nun für jeden erreichbar? Zunächst ist es ganz wichtig, selbst an die finanzielle Freiheit zu glauben und daran, dass Du sie erreichen kannst. 

Dann im nächsten Schritt solltest Du für Dich definieren, was finanzielle Freiheit für Dich bedeutet: 

  • Wie viel Geld möchtest Du haben?
  • Wie viel Geld brauchst Du wirklich?
  • Wie willst Du in Zukunft leben?

Wie heißt es so schön? Wer nicht plant, der plant zu versagen. 

Aus Erfahrung kann ich Dir sagen: Alle erfolgreichen Menschen, die ich kenne, haben Rituale und Gewohnheiten. Sie alle haben Pläne; aus diesen Plänen werden klare Strategien und aus diesen Strategien werden klare Handlungen. Wie sieht das bei Dir aus? Bist Du da eher der Träumer und mehr "würde ich auch gerne haben" oder bist Du bereit zu sagen, "ich werde alles dafür tun"? Ulrich Müller hört erst auf, wenn er fertig ist, und dasselbe gilt auch für Dich. Bist Du bereit, durchzuhalten?

Wenn Du selbstständig bist, ist das Rententhema für Dich nochmal ein anderes. Du baust mit dem Unternehmen Vermögenswerte auf, irgendwann willst Du vielleicht verkaufen - es kann also tatsächlich sein, dass die Altersvorsorge hier kein Thema mehr für Dich ist. Ansonsten bin ich aber der Auffassung, finanzielle Freiheit kommt vor Rente, denn wie am Anfang der Folge schon angesprochen - finanzielle Freiheit ist jetzt und ist in kleineren Etappen erreichbar. 

Mach Dir klar, wo Du hinwillst und eigne Dir dann die Skills an, die Du zum Erreichen Deiner Strategie brauchst. Das kann Vertrieb sein, das können Mitarbeiter sein (und damit auch Mitarbeiterbindung). Das beste Projekt hilft Dir nichts, wenn Du nicht in die Umsetzung kommst. 

Dinge, die Du nicht hören willst

Ein Coach sagt Dir Dinge, die Du schon weißt, aber nicht hören willst. Ich bin in dem Fall Dein Coach - ich kann auch Dein Mentor werden - und deshalb geht es auch darum, was Deine konkreten Schritte sind. Ich nehme jede Woche eine neue Folge auf und gebe Dir jede Woche Tipps und Ideen, die Du in Dein Leben integrieren kannst, um finanziell erfolgreich zu sein. Die Frage ist jetzt, was integrierst Du davon? Was nimmst Du mit, was lernst Du?

Das Unternehmertum ist für mich der schnellste Weg, um finanzielle Freiheit zu erlangen. Deshalb geht es jetzt abschließend um ein paar Dinge, die Du lernen solltest, wenn Du erfolgreich sein willst. 

  1. Vormachen, erklären, nachmachen, üben - venü. Ein Tipp, der auch in der Bundeswehr gerne umgesetzt wird. Sei Vorbild und lauf voran, so wie Deine Mitarbeiter sein sollen, so musst Du auch sein.

  2. Stelle nur A-Mitarbeiter ein. Wie findest Du einen? Mit einem A-Mitarbeiter arbeitest Du sehr gerne zusammen, Du magst ihn. Dann hat er auch die richtige Einstellung und Motivation. Später, wenn Dein Unternehmen größer wird, brauchst Du Spezialisten. Am Anfang brauchst Du viele Menschen, die viel können.

  3. Lerne, Entscheidungen zu treffen; und das schnell und konsequent.

  4. Mitarbeiter: Werte, Mission, Vision, Dein Herz. Wie gehst Du mit Deinen Mitarbeitern um, hast Du ein offenes Ohr und wertschätzt Du sie? Stell Dir die letzte leckere Grillwurst auf dem Grill vor: Du teilst sie als Chef durch zwei, weil Dein Mitarbeiter natürlich etwas abbekommt. 

  5. Marketing & Vertrieb. Marketing macht Menschen auf Dich aufmerksam, Vertrieb sorgt dafür, ihnen am Ende auch etwas zu verkaufen. Dazu brauchst Du natürlich ein perfektes Produkt und einen perfekten Service.

Wir können also festhalten - finanzielle Freiheit ist für jeden erreichbar, wenn man die richtigen Kniffe kennt und umsetzt, und wenn das Mindset stimmt.

Fang jetzt an!

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#232 Reichtum ist kein Zufall: Mit ESI gezielt zum finanziellen Erfolg!22 Jan 202400:20:39

Was, wenn Reichtum doch so einfach wäre?

Wie so oft in diesem Podcast dreht sich auch diese Folge wieder um das Thema Geld. Diesmal schauen wir uns jedoch ganz konkret an, wie einfach Reichtum denn nun wirklich ist. Wenn Du vorbereitet bist, ist es gar nicht so schwer, zu Reichtum zu kommen. In dieser Folge spielt wieder meine Lieblingsformel ESI eine Rolle, allerdings in ausgearbeiteter Form mit zusätzlichen Tipps, die Du für nachhaltigen Reichtum kennen solltest. Wir kümmern uns also sozusagen um Dein Grundwissen und die Details, die Du kennen musst, damit Reichtum für Dich einfach ist!

Das erwartet Dich in der heutigen Folge:

  1. Die Grundlagen von ESI
    1. Wie kannst Du Dein Einkommen erhöhen?

    2. Wie kannst Du mehr sparen?

    3. Wie kannst Du besser investieren?

  2. Erweiterung der Grundformel um I und W

  3. Erweiterung der Grundformel um T, D und E

Die Grundlagen von ESI

Meine Formel ESI gebe ich Dir bei jeder sich bietenden Gelegenheit an die Hand, da sie sehr wichtig ist, um Reichtum aufzubauen. Solltest Du dennoch geschafft haben, bisher alle Folgen zu dem Thema zu umschiffen, hier eine kurze Grundlageninfo zu ESI:

  • ESI steht für Einkommen, Sparen und Investieren.
  • Sparen und Investieren sind für mich zwei verschiedene Dinge.
  • Wenn Du diese drei Grundpfeiler kennst und nutzt, steht dem Aufbau Deines Reichtums nichts mehr im Wege.

Wie kannst Du (mehr) Einkommen aufbauen? 

Das geht entweder über eine Festanstellung oder über die Selbstständigkeit. Als Unternehmer oder Angestellter generierst Du Einkommen. Bis zu 70 % der reichen Menschen sind Unternehmer. Das bedeutet nicht, dass Du direkt morgen Deinen Job schmeißen sollst, aber gerade für einen jungen Menschen kann das ein Denkanstoß sein, neben dem normalen Angestelltenjob eine Nebentätigkeit (vielleicht im Vertrieb auf Provisionsbasis) anzufangen. Wenn das für Dich nicht infrage kommt, kannst Du immer noch über Mehrarbeit und eine damit verbundene Gehaltserhöhung Dein Einkommen steigern.

Ich empfehle Angestellten immer, die Veränderungen in der Arbeitszeit und Motivation für 3-6 Monate durchzuziehen. Dann kannst Du sehen, ob Dein Chef das zu honorieren versteht und eine Gehaltserhöhung drin ist. Wenn er das nicht tut und auch nicht mit sich reden lässt, kannst Du über einen Jobwechsel nachdenken. Wenn Du jedoch nebenbei etwas aufbauen möchtest, wäre der genau umgekehrte Weg sinnvoll: Du reduzierst Deine Angestelltentätigkeit in Stunden und Aufwand und baust Dir als Nebenverdienst etwas Eigenes auf. Damit hast Du ein zweites Einkommen. Vielleicht reicht sogar das Ersteinkommen, um alles zu bezahlen und das Zweiteinkommen sparst Du komplett. 

Wichtiger Tipp vorweg für das S wie Sparen:

Auch Persönlichkeitsentwicklung und der Aufbau von mehr Selbstbewusstsein führen auf lange Sicht zu einer Erhöhung Deines Einkommens. Mehr Einkommen = mehr Möglichkeiten, zu sparen.

Wie kannst Du mehr sparen?

Beim Sparen solltest Du Dich im Voraus fragen, wo Du stehst. Welches Geld nimmst Du ein, wie viel geht raus? Streiche unnötige Ausgaben. Allein dadurch kannst Du unter Umständen Deine Sparrate schon anpassen. 

Drei weitere sehr wichtige Tipps, um Deine Sparrate zu erhöhen:

  1. Wenn Du eine Gehaltserhöhung bekommst, dann packe mindestens 50 % davon weg. Vielleicht kannst Du sogar jede zweite Gehaltserhöhung komplett auf Seite legen. 

  2. Verkaufe Dinge, die Du nicht mehr brauchst und lege dieses Geld zur Seite.

  3. Auf welches Wachstum legst Du den Fokus? Es wird immer gewisse Grundkosten geben, die unvermeidbar sind. Fokussiere Dich daher nicht nur darauf, unnötige Kosten zu senken, sondern auch darauf, Dein Einkommen zu erhöhen. 

Wie kannst Du besser investieren?

Grundsätzlich kannst Du erstmal in viele Dinge investieren: Immobilien, Anleihen, Gold, Aktien - um nur ein paar Möglichkeiten zu nennen. Ganz wichtig: Wir reden nicht vom Sparbuch, dem Bausparvertrag oder der Lebensversicherung!

Sparen bedeutet, das Geld zu behalten, Investieren hingegen heißt, das Geld wirklich aktiv zu nutzen. 

Für den Bereich Investieren habe ich vier Dinge, die ich Dir gerne an die Hand geben will:

  1. Das W: Das W steht für Wissen. Und dieses ist super wichtig für Investments - denn nur, wenn Du weißt, was Du tust, wirst Du erfolgreich sein. Wissen schadet nur dem, der es nicht hat. 

  2. Das Leben ist live! Du bekommst kein zweites. Fang also wirklich JETZT an. Je länger Dein Geld für Dich arbeiten kann, desto besser. Denn Geld wird nicht krank, es fährt nicht in Urlaub - Geld arbeitet 24/7 für Dich.

  3. Zins & Rendite: Schon ein halbes Prozent mehr machen letztendlich Unsummen an Geld aus. Achte also darauf, die Werte wenn möglich zu erhöhen.

  4. Risiko: Erhöhe nicht aus purer Unwissenheit Dein Risiko in der Hoffnung, es wird schon gut gehen. Ein zu hohes Risiko erhöht lediglich die Gefahr, alles zu verlieren. Risiko entsteht, wenn Du nicht weißt, was Du tust.

Ein letzter wichtiger Punkt im Bereich Investieren ist das G, also das liebe Geld. Je mehr Geld Du hast, desto mehr kannst Du investieren und desto mehr kann daraus werden. Du kannst Reichtum immer in zwei Teile unterteilen: 1. Das Geld, das Du hast und 2. Das Geld, das Du aus Deinem Cashflow generieren kannst. Und dieses Geld ist fast noch wichtiger. Denn mit mehr Geld kannst Du mehr investieren und auch mal Aktien nachkaufen.

Erweiterung der Grundformel um I und W

Nun möchte ich die bekannte Formel ESI noch um zwei Faktoren erweitern: das I und das W. 

Das I steht für ICH, also für Dich als Person. Mein Tipp: Werde die beste Person, die Du werden kannst. Dann kann das I Dich beim Aufbau Deines Reichtums auch ein Stück weit unterstützen.

Das W steht für Dein "Warum". Auch das haben wir hier im Podcast schon oft erwähnt, aber man kann es eben nicht oft genug sagen. Dein "Warum" zu klären, ist ein ganz wichtiger Faktor. Das "Warum" spielt auch in Deiner Motivation eine sehr große Rolle, zusammen mit Deinen Zielen und Schmerz/Freude. 

Schmerz ist dabei leider der größte Faktor, denn der Raucher hört meist wirklich erst dann auf zu rauchen, wenn er ansonsten morgen sterben würde (überspitzt formuliert). Ganz viele reiche und wohlhabende Menschen, die ich kenne, waren mal richtig pleite. Ich sage hier ganz bewusst pleite und nicht arm, denn pleite ist ein Moment und danach kannst Du wieder weitermachen und was aufbauen. Arm ist eine gewisse Lebenseinstellung, aus der Du unter Umständen niemals herauskommst.

Ich selbst hatte übrigens 2005 auch schon 150.000 Euro Schulden. Da war ich nicht arm, ich war pleite. Ich habe zwar gut verdient, musste aber fast zwei Jahre lang alle meine Einkommensströme in meine Schulden stecken. Ich habe alles an Geld zurückgezahlt, und danach ging es bergauf. Das ist also der Unterschied zwischen "Arm" und "Pleite". Du kennst vielleicht auch den Begriff der "Hinzu-Motivation" bzw. der "Von-weg-Motivation", letzteres ist eben die Motivation aus dem Schmerz heraus - ich bin pleite und davon will ich weg. 

Den meisten Menschen geht es eigentlich viel zu gut (und das meine ich nicht böse), aber deshalb haben sie nicht den Druck, die Arschbacken richtig zusammenzukneifen und loszulegen. Meistens passiert das eben erst, wenn der Schmerz groß genug ist. Stell Dir deshalb die Frage nach Deinem Antrieb und nach Deinem "Warum", damit Du weißt, warum Du richtig loslegen willst. Wenn Dein "Warum" groß genug ist, wird es Dich immer nach vorne treiben.

Erweiterung der Grundformel um T, D und E

Abschließend möchte ich die Formel nun um noch drei Faktoren erweitern:

T steht für Tun: Du kannst über Veränderung reden, aber "Handeln kommt von Hand, nicht von Maul". Am Ende geht es darum, sich ESI zu nehmen und aufzuschreiben, welche konkreten Schritte die nächsten sind — und diese auch umzusetzen. Bonustipp: Erfolgreiche Menschen treffen schnelle Entscheidungen und kommen so schnell ins Tun.

D steht für Disziplin: Arm und Reich werden vor allem durch das D unterschieden, es steht für Disziplin und Durchhaltevermögen. Für mich gibt es keine andere Lösung, als durchzuhalten. Auch wenn Du heute von Dir sagst, Du hast keine Disziplin, Du kannst es Dir aneignen. Eine Übung dafür: Setze Dir kleine Ziele. Klein deshalb, damit Du sie auch sicher erreichst. Mit jedem erreichten Ziel steigert sich Dein Selbstvertrauen. Damit wird Deine Disziplin angeschoben. 

E steht für Emotionen: ein ganz wichtiger Tipp zum Schluss: "The Show must go on." Emotionen sind Gold wert; doch sie haben mit Börse und Reichtum nichts zu tun. Lass Dich nicht durch Emotionen verleiten. Fang keinen Streit aus Emotionen heraus an. Atme 3-5 mal tief ein und aus und dann mildert sich die Emotion ab, und Dein Körper entspannt. Gerade an der Börse solltest Du Emotionen für Deinen Erfolg unbedingt ausschalten.

Das sind viele Details — aber grundsätzlich ist Reichtum sehr einfach, wie Du siehst. Du musst Dich nur an eine Formel halten.

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#231 Die 5 Top Aktien für 2024: Jetzt erfolgreich durchstarten!15 Jan 202400:21:04

So wirst Du 2024 garantiert an der Börse erfolgreich sein!

Viele Menschen haben Neujahrsvorsätze und sagen sich, 2024 wird ihr Jahr. Ich möchte deshalb diese Folge dazu nutzen, Dir zu zeigen, wie Du das Börsenjahr 2024 optimal für Dich nutzt und auf jeden Fall erfolgreich sein wirst. Die Frage ist wie so oft, wie fange ich an? Welche Planung macht Sinn, welche Strategien lohnen sich? Einen Zahn möchte ich Dir zu Beginn noch ziehen: Mache Veränderung nicht von einem Datum abhängig! Der Zeitpunkt, um etwas zu ändern, ist immer jetzt und sofort, nicht der 01.01., nicht "irgendwann". Jede Sekunde ist wertvoll und das Leben ist immer live.

Das erwartet Dich in der heutigen Folge:

  1. Welche zwei Faktoren sind zuallererst wichtig?
    1. Ziele erreichen

    2. Die Börse ist kein Sprint, sondern ein Marathon!

  2. Kenne den Unterschied zwischen Wert und Preis

  3. Was beeinflusst die Börse: Trends und Politik

  4. DU beeinflusst Deinen Erfolg an der Börse: mit ESI

  5. Du brauchst eine Strategie und einen Plan

  6. Enorm wichtig: Stelle Deine Emotionen aus

  7. Das neue Whitepaper ist da!

Welche zwei Faktoren sind zuallererst wichtig?

Ziele erreichen

Zuallererst beginnt es wie so oft: Ziele setzen und vor allem Ziele erreichen helfen beim großen Erfolg. Wir haben jetzt den 15. Januar, wenn diese Folge online geht. Wahrscheinlich bist Du schon demotiviert, weil sich das ein oder andere nicht erfüllt hat. Wenn Du jetzt hingehst und nur noch so kleine Ziele erreichst, dann bestätigt sich für Dich etwas anderes: Du kannst Ziele erreichen. Du hast Ziele erreicht. Dein Selbstvertrauen steigt — größere Ziele werden möglich.

Mit jedem erreichten Ziel baust Du zudem mehr Wissen auf. Du weißt inzwischen buchstäblich, dass Du Ziele erreichen kannst. Du kennst das jetzt im Januar gewiss vom Dry January. Viele Menschen nehmen sich als Ziel für Januar vor, nichts Alkoholisches für einen Monat zu trinken. Für manche ist das ein kleines Ziel, für andere eine Herausforderung. Aber alle fühlen sich hinterher großartig, wenn sie das Ziel erreicht haben.

Egal, was Du Dir also vornimmst. Das Erreichen von Zielen wird Dir langfristig auch dabei helfen, an der Börse erfolgreich zu sein.

Die Börse ist kein Sprint, sondern ein Marathon!

Punkt zwei, der Dich an der Börse garantiert erfolgreich macht: Geduld. Börse funktioniert nicht mal eben mit einem Fingerschnippen. Viele neigen dazu, mit dem Gedanken an die Börse nach ein bis zwei Tradings direkt gute Rendite machen zu wollen. Daran sind für mich ein paar Dinge falsch:

Auch wenn Du durch Seminare und Wissensaneignung eine relativ steile Lernkurve (gerade am Anfang) haben wirst, legst Du aber immer noch gerade erst los. Du bist sozusagen ein blutiger Anfänger. Dir fehlt die Erfahrung und die Allermeisten haben sogar auch noch den falschen Horizont. Es gibt den schönen Spruch "Viele überschätzen, was sie in einem Jahr erreichen können, aber sie unterschätzen, was sie in zehn Jahren erreichen können", und ich glaube, das ist auch für die Börse ein ganz wichtiger Faktor. Auch ein Investment braucht Zeit.

Das Gleiche kann auch für Dich gelten, denn auch die Einflüsse von außen hängen mit Deinem Erfolg zusammen: Wer 2022 an der Börse war, wird erstmal kein gutes Jahr gehabt haben. 2023 sieht das schon wieder ganz anders aus: Da war es auch möglich, ohne viel Erfahrung "mal eben" Erfolge zu feiern. Natürlich hast Du da keine Erfahrung, und kannst das nicht voll ausnutzen. Aber gefühlt war es 2023 einfacher, weil das Börsenjahr an sich einfach besser war. So entsteht schnell der falsche Eindruck - nämlich dass es einfach ist.

Kenne den Unterschied zwischen Wert und Preis

Viele, die meine Seminare schon besucht haben, kennen ihn: Den Unterschied zwischen Wert und Preis. Nun ist eben nur die Frage - hat man es oft genug gehört und auch schon verinnerlicht? Das ist ein ganz entscheidender Punkt, auch in Bezug auf die menschliche Seite und die Emotionen. Es gibt immer Phasen an der Börse, in denen Euphorie und Pessimismus übertrieben werden. Gerade in den Pessimismus-Phasen wird der Preis oft nach unten übertrieben. 

Mittel- oder langfristig wird ein Unternehmen, das die Gewinne und Umsätze steigert, auch den Aktienkurs steigern, denn letztendlich ist genau das der Gedanke des Investments. Wenn Du Investor bist, gibst Du Geld an ein Unternehmen an der Börse, und dieses macht aus dem Geld eben mehr Geld. Dementsprechend steigert sich der Umsatz und auch der Gewinn. 

Was beeinflusst die Börse: Trends und Politik

Auch dazu gibt es wieder einen schönen Spruch: Politische Börsen haben kurze Beine. Dieser Spruch ist einfach nur unglaublich richtig. Ob Corona oder das aktuelle Kriegsgeschehen: Das alles beeinflusst natürlich die Weltwirtschaft. Dennoch ist es in erster Linie Politik, die da Einfluss nimmt und die Stimmung beeinflusst. Mit dieser Politik wird letztendlich Angst geschürt. Die aktuellen Kurse sind sehr hoch, ich würde sogar sagen, sie sind aktuell zu hoch für das, was wir wirtschaftlich leisten.

Das Thema der Trends ist der Trigger schlechthin für Börsenanfänger: "Hätte ich das mit KI schon vorher gewusst". KI gibt es schon lange, ja, aber ebenso lange war nicht ganz klar, was denn eigentlich daraus wird. Das wurde erst in 2023 so richtig bewusst. Das Internet ist genauso ein Thema gewesen. Bei Trends entstehen immer sehr große Blasen und diese Blasen platzen irgendwann. 

Erst danach fangen die Firmen wirklich an, damit Geld zu verdienen und erst dann laufen die jeweiligen Trends erst wieder richtig los. Das sieht man auch jetzt wieder bei KI. Hier ist sehr viel eingepreist, die Unternehmen werden (und das ist eben wichtig: werden! Nicht jetzt schon) irgendwann damit richtig viel Geld verdienen.

Es ist also ein super wichtiger Faktor zu verstehen, wie Trends und vor allem Megatrends funktionieren. Einfache Trends verschwinden auch irgendwann wieder. 

DU beeinflusst Deinen Erfolg an der Börse: mit ESI

Natürlich dürfen wir zwischen all den vorgenannten Faktoren den wichtigsten nicht vergessen: Deine Person. Du selbst beeinflusst auch Deinen Erfolg. Beispielsweise spielt die von mir immer gern aufgeführte Formel ESI hier wieder eine große Rolle: Einkommen, sparen, investieren. Wenn Du nur eine Formel fürs Leben mitnehmen würdest, dann sollte es ESI sein. Es wird immer Dein Job bleiben, Dich um Deine Belange und Finanzen zu kümmern. Du bist dafür verantwortlich, Einkommen zu generieren, Geld zu behalten (sparen) und zu vermehren (investieren). Mach Dir ständig bewusst, wie wichtig das ist. Sogar mein ältester Sohn hat verstanden, wie wichtig ESI ist. Es ist nicht damit getan, an der Börse etwas Glück zu haben und so nie wieder arbeiten zu müssen (oder eben gar nicht erst damit anzufangen). 

Du brauchst eine Strategie und einen Plan

"Denn sie wissen nicht, was sie tun" ist ganz fatal an der Börse. Du kannst als Anfänger Glück haben, ja, aber Du kannst ebenso schnell alles verlieren, was Du hast. Du solltest nur an der Börse investieren, wenn Du wirklich weißt, was Du tust. Super wichtig dafür: Eine glasklare Strategie. Du kannst mit Seminaren anfangen und Dein Wissen erweitern. Ab diesem Punkt machst Du Dir dann einen Plan und leitest Deine Strategien ab. 

Es ist wichtig, Deinen Plan anschließend mit Handlungen zu füllen. Denn nur wenn Du auch umsetzt, was Du Dir vornimmst, kannst Du Ziele erreichen und Erfolge feiern - womit sich der Kreis zu den vorigen Themen schließt.

Enorm wichtig: Stelle Deine Emotionen aus!

Es gibt kein zweites Thema, das Dich so schnell auf die Nase fallen lässt, wie Deine Emotionen. Emotionen auszustellen, zählt zu einem der allerwichtigsten Faktoren an der Börse. Ich selbst habe das Thema schon unterschätzt, weil ich so viel Erfahrung habe, dass es für mich praktisch selbstverständlich ist. In meinen Seminaren habe ich dann aber gemerkt — für Dich als Beginner ist das gar nicht so einfach. Seine Emotionen im Griff zu haben, kann enorm schwierig werden. 

Du tradest Dich selbst, nicht das System und nicht die Börse. Wenn Du also im normalen Leben ein "Gier frisst Hirn"-Typ bist, wirst Du das leider sehr wahrscheinlich auch an der Börse sein. Übrigens eignen sich meine Seminare auch für diesen Faktor: Du wirst Dich sehr, sehr gut kennenlernen und Dir wird geholfen werden. Du kannst enorm viel für die Zukunft ableiten, wenn Du weißt, wie Du bei Geld und Börse tickst. 

Das neue Whitepaper ist da!

Ergänzend zu all diesen Infos möchte ich Dich noch auf unser neues Whitepaper hinweisen. Wie immer sind das keine Kaufempfehlungen, aber darin findest Du Anregungen zu Aktien, die gut laufen könnten. Du kannst es Dir ab sofort auf der Website herunterladen.

>> Sichere Dir hier Dein Whitepaper mit den 5 TOP Aktien für 2024!

Das Wichtige daran: Du bekommst fundierte Infos, anhand derer Du Dir eine eigene stabile Meinung zu Deinen Investments bilden kannst.

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#230 Darum ist die Börse ethisch vertretbar!08 Jan 202400:20:47

Wie ethisch und moralisch ist das Geld verdienen?

Oft kommen Menschen auf mich zu und fragen, ob die Börse denn auch ethisch und moralisch vertretbar sei. Am meisten interessieren sie sich dann dafür, ob es auch grüne Investments gibt, die sie nutzen können. Medizinkonzerne oder Öl wollen die wenigsten unterstützen, ganz zu schweigen von Nestlé. Für viele ist auch das "Geld aus Geld machen" schon ein Problem - wir lernen schließlich alle, dass es gute Noten und eine gute Ausbildung braucht, um Geld zu verdienen. Wie kann es also sein, dass man Zinsen und Zinseszinsen für sich nutzt und gar nicht in dem Sinne arbeiten muss? Schließlich gilt gemeinhin die Arbeit mit den eigenen Händen als "richtige" Arbeit. 

Mein eigener Vater war beispielsweise Maurermeister. Er hat selbst immer gesagt: "Ulli, wenn ich auf der Baustelle bin, sehe ich, was ich geschaffen habe." Er selbst konnte nie viel mit dem Thema Börse anfangen - aber auch nicht mit klassischer Büroarbeit, denn diese Arbeit ist nicht "anfassbar". Für ihn war es immer legendär, wenn er mit mir durch die Stadt gefahren ist und mir "seine" Bauwerke zeigen konnte. Ist die Börse also ethisch vertretbar und "schafft" man damit etwas? Das schauen wir uns in dieser Folge an. Soweit vorweg: Ich persönlich glaube, dass die Börse extrem ethisch vertretbar ist - und dafür werde ich Dir im Laufe der Folge auch Gründe nennen.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Reden wir von Börse oder Aktien? - Und wieso wird die Börse weiter steigen?

  2. Warum ist die Börse ethisch und moralisch vertretbar?

  3. Risiko entsteht, wenn Du nicht weißt, was Du tust

Reden wir von Börse oder Aktien? - Und wieso wird die Börse weiter steigen?

Wenn wir jetzt das Thema der ethischen Börse angehen wollen, sollten wir erstmal klären, über welchen Bereich wir wirklich sprechen. Denn die Börse an sich ist nur die Handelsplattform. Früher waren dort wirklich Menschen, die Aktien gekauft und verkauft haben; heute passiert zum Großteil der gesamte Handel elektronisch (bis auf ein paar vereinzelte Börsianer am Parkett). Wir sollten daher eigentlich unter diesem Gesichtspunkt von Aktien sprechen. Dabei dürfen wir auch nicht die Unternehmen vergessen, die immer hinter Aktien stehen. 

Wenn wir uns jetzt die Weltgeschichte anschauen, gibt es immer gewisse Grundeinstellungen (und zwar schon seit hunderten von Jahren), und diese begünstigen, dass die Börse weiterhin gut laufen wird:

  1. Du bist im Leben immer optimistisch, denn Optimismus ist etwas, das Erfolge, Reichtum und Partnerschaften kreiert. Du wirst keinen Pessimisten finden, der erfolgreich eine Firma aufgebaut hat.
    1. Diese Einstellung brauchen wir übrigens auch an Börse, denn wenn wir uns die letzten 100 Jahre Aktien anschauen, sind vielleicht in 10 Jahren (insgesamt gesehen) die Kurse gefallen, und sonst ging es immer bergauf. 

Tatsächlich sind die Menschen von ihrem Grunddenken aber eher negativer, denn statistisch werden negative Nachrichten rund 7 x geteilt, positive hingegen nur maximal 1-2 x. Auch das Thema Neid und Missgunst spielt eine große Rolle. "Über Geld redet man nicht" - auch so ein bekannter Glaubenssatz. 

Kurz gesagt: Optimisten leben länger, Optimisten sind gesünder, Optimisten haben mehr Vermögen und haben auf jeden Fall viel mehr Spaß. 

  1. Es wird immer mehr Menschen auf der Welt geben. Im Schnitt kommt einmal im Jahr weltweit die Bevölkerung von Deutschland (ca. 80 Mio. Menschen) dazu. Diese Menschen wollen essen, trinken, neue Kleidung, Putzmittel und westlichen Konsum. Hinzu kommt der technische Fortschritt.
    1. Als Investor musst Du zudem die Inflation verstehen: Wenn die Inflation alles teurer macht, muss Deine erzielte Rendite größer als die Inflation sein.

  1. Menschen werden immer älter und möchten nicht mehr sterben - das ist vor allem für Medizin und Health Care sehr wichtig zu verstehen. Auch diese Werte werden eher nicht sinken, ganz im Gegenteil.

  1. Menschen möchten immer besser werden. Egal wo Du heute stehst, Du möchtest es in Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit besser haben. Ein einfaches Beispiel: Die Neujahrsvorsätze. Gerade jetzt Anfang des Jahres bzw. zum Jahreswechsel nimmt man sich dies und das vor, und es im neuen Jahr besser zu machen. 

Warum ist die Börse ethisch und moralisch vertretbar?

Wir halten also fest - die Börse besteht sozusagen aus Aktien, und hinter jeder Aktie steht ein Unternehmen. Nun wird die Gleichung schon fast ersichtlich, denn Unternehmen stellen Arbeitsplätze. Es ist also alleine schon ethisch und moralisch, denn Du als Aktionär sicherst die Arbeitsplätze von Menschen. Mein Vater hat immer gesagt (und vor allem, als es zu einer Krise mit einem Berater kam): "Meine 40 Mitarbeiter sind mir nicht egal. Vor allem sind mir die 40 Familien, die Frauen und Kinder im Hintergrund, nicht egal." 

Wenn Du also ethisch und moralisch Aktien kaufst, sicherst Du nicht nur die Arbeitsplätze, sondern hilfst diesen Menschen auch, ihre Krankenversicherung zu zahlen. Sie können ihre Sozialabgaben und Steuern bezahlen. Diese Menschen können ihre Rente darauf aufbauen. Vor allem werden sie aber ihre Familien verpflegen können. Die Kurzfassung, die für die ethische und moralische Seite der Börse spricht, ist folglich: Wir geben Menschen eine Zukunft. Das bedeutet immer auch Optimismus und Geld, damit man weiterleben kann. 

Außerdem gründen die meisten Unternehmen eine AG wegen des Fortschritts. Typischerweise wird eine AG gegründet, um die Aktien dann an der Börse zu verkaufen und mit diesem Geld das Wachstum oder den Fortschritt des Unternehmens zu finanzieren. Das können Marketingmaßnahmen sein; das kann ein Franchise-System sein. Durch unsere Investments ist eine Aktie sozusagen ein Investoren-Pool innerhalb des Unternehmens, und mit unserem Geld ermöglichen wir die Umsetzung verschiedener Themen. Du kannst zwar z. B. einem Apple-Unternehmen nicht sagen, wie es zukünftig mit Geld umgehen soll, aber Du kannst entscheiden, wo und in was Du investierst - oder eben nicht. 

Als letzten Grund möchte ich die Sicherheit anführen: Du bist es Dir schuldig. Wenn Du möglichst wenig Risiko eingehen und Dein Geld sicher anlegen willst, dann gehst Du letztendlich das größte Risiko ein. Wenn Du heute Dein Geld aufs Sparbuch legst, hast Du für den Moment vermeintlich wenig Risiko. Schaust Du aber ans Ende Deiner Zeit, ist das Sparbuch überhaupt nicht risikofrei, und Du wirst damit vermutlich Deine Rentenlücke niemals schließen können.

Wenn Du jetzt Dein Geld nimmst und durch Anleihen und Aktien etc. ein gewisses Risiko in Kauf nimmst, dann wird die Aktie mit der Zeit mit Abstand die sicherste Geldanlage sein und auch das Risiko auf dem Weg wird im Rentenalter zu Deiner größten Sicherheit.

Risiko entsteht, wenn Du nicht weißt, was Du tust

Warren Buffett hat sehr richtig gesagt: Risiko entsteht, wenn Du nicht weißt, was Du tust. Und dabei ist es egal, welches Thema Du hast: Irgendwann hast Du damit angefangen. Und je öfter Du etwas tust, desto besser und sicherer wirst Du darin. Stell Dir vor, wie lange ein Baby braucht, bis es wirklich vorwärts kommt. Wie oft hat es sich geschrammt oder den Kopf angehauen? Wie lange brauchst Du vom Liegen, übers Krabbeln bis hin zum Stehen und Laufen? Dasselbe gilt für die Börse: Es ist ein Handwerk, das Du lernen kannst. Wann willst Du anfangen, es zu lernen und sicher darin zu werden?

Aktien sind Dein bester Mitarbeiter, denn sie arbeiten 24/7 für Dich, ohne müde oder lustlos zu werden, ohne sich krankzumelden oder Urlaub zu machen. Wieso nutzt Du das noch nicht für Dich? Denn wenn eines klar ist, dann das: Wenn Du es nicht nutzt, wird es auf jeden Fall jemand anderes tun. 

Bei Zinsen und Renditen etc. sagen immer viele, wer bezahlt das denn? Das ist Geld vom Markt, aber auch das muss ja jemand zahlen? Ja, das ist wie bei Versicherungen: Du hast beispielsweise eine Wohngebäudeversicherung, aber Dein Haus ist in diesem Jahr nicht abgebrannt. Deine Prämie ist trotzdem weg - doch Geld ist niemals weg, es hat nur ein anderer, in diesem Fall die Versicherung. Aber hast Du damit ein schlechtes Gefühl? Wahrscheinlich lautet die Antwort darauf Nein. Warum? Weil die Versicherung Dir einen Wert gegeben hat: Wäre Dein Haus abgebrannt, dann hätte sie das neu aufgebaut. Das Gleiche gilt für unsere Optionen: Das Geld vom Markt bekommen wir nur vermeintlich geschenkt. Doch hat der andere das Geld verloren? Nein. 

Er hat eine gewisse Sicherheit dafür bekommen, diese habe ich mit meinem Investment gegeben. 

Vielleicht kannst Du nach dieser Folge die Börse und die Aktien etwas anders sehen.

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#229 Aktienmärkte am Zenit: Solltest Du jetzt kaufen oder verkaufen?01 Jan 202400:20:14

Jahresauftakt an der Börse: Clevere Strategien für Deinen Erfolg!

Das neue Jahr hat gerade begonnen, was gibt es jetzt zu beachten? Wenn wir uns die Saisonalität anschauen, ist der Januar einer der besten — wenn nicht sogar DER beste —  Monat im Jahr. Der S&P 500 macht im Durchschnitt 3,9 % Rendite in diesem einen Monat. Es gibt zwar noch ein paar wenige weitere Monate, wo das ähnlich aussieht, aber der beste Monat von diesen ist definitiv der Januar. Es gibt eine Regel, die Du Dir als grobe Richtlinie nehmen kannst: Man sagt, so wie die ersten drei Tage an der Börse verlaufen (also meistens bis ca. 05.01.), so wird sich in der Regel auch das restliche Jahr entwickeln. Wenn diese ersten Tage des Jahres positiv sind, verläuft der Markt also höchstwahrscheinlich das ganze Jahr über positiv, eine Regel, die erstaunlich oft zutrifft. 

Die Dog of the Dow-Strategie wäre  beispielsweise etwas, bei der Du nur einmal im Jahr handeln müsstest - und zwar am 30.12. Ich habe über diese Strategie in älteren Folgen schon des öfteren gesprochen, hör also dort gerne nochmal rein. Zum Jahresbeginn ist also wichtig: Bist Du schon an der Börse und wenn ja - wie bist Du an der Börse? Ich möchte Dir dafür vier Fragen mit auf den Weg geben, die Dir bei Deiner Strategie helfen: Welche Cash-Quote hast Du und wann erhöhst/senkst Du sie? Wann steigst Du bei einer Aktie ein? Wann wieder aus? Und wann kaufst Du eine Aktie nach? In dieser Folge schauen wir uns die aktuellen dazugehörigen Themen in der Welt an, ich gebe Dir daraus eine Richtung für 2024 (die ich vermute) und am Schluss bekommst Du ein paar Tipps, um möglichst wenige Verluste zu machen.

Wie immer gilt - alle genannten Aktien sind keine Kaufempfehlung.

Diese Themen erwarten Dich in der heutigen Folge:

  1. Wie sehe ich das Jahr 2024: Zinsen & Zinssenkung

  2. Wie sehe ich das Jahr 2024: Wirtschaft, Kriege, Earnings

  3. Tipps für 2024

Wie sehe ich das Jahr 2024: Zinsen & Zinssenkung

Ich möchte Dir zunächst ein paar Dinge fürs neue Jahr mit auf den Weg geben, die für Deine Börsenerfahrung und Strategie in 2024 wichtig sein können. Im ersten Abschnitt möchte ich Dir eine Übersicht über die aktuelle Zinssituation geben und die Einflüsse der Zinsen auf die Märkte.

  1. Die Märkte sind in heller Aufregung, in den letzten Wochen ging es nach oben. Hintergrund des Ganzen: Die FED hat die Zinsen nicht weiter angehoben. 

  2. Die Analysten gehen von 3-5 Zinssenkungen im neuen Jahr alleine für Amerika aus (= Geld & Kredite werden günstiger).

  3. Anleihen sind immer dann interessant, wenn die Zinsen sehr hoch sind (also jetzt). Wenn wir jetzt von fallenden Zinsen 2024  ausgehen, dann werden die Rentenpapiere einen Kursgewinn generieren, weil ein 5 %-Papier mehr wert ist als eines, das dann vielleicht nur noch 2-3 % bekommt. 

  4. China bleibt weiter Thema. Dort gibt es zurzeit immer noch eine Wirtschaft, die nicht ganz richtig rund läuft. Mit den USA ist es ähnlich, sie bleiben trotz Softlanding weiter wichtig. 

  5. Ebenfalls weiter relevant: Amerikas riesiger Schuldenberg aus den letzten Jahren. Große Teile dieser Schulden sind noch gar nicht langfristig finanziert. Das würde natürlich am allerbesten mit niedrigen Zinsen funktionieren. 

  6. Die Inflation hat sich fast wieder normalisiert. Das bedeutet, die vorher nicht mögliche Zinssenkung wird realistisch. Falls Amerika jedoch in die Rezession gleitet, sehen wir eventuell erst noch eine Zinserhöhung, weil dadurch die amerikanische Wirtschaft zu einem Teil ausgebremst werden würde, und dann durch eine folgende rapide Zinssenkung der positive Effekt größer wäre.

Wie sehe ich das Jahr 2024: Wirtschaft, Kriege, Earnings

Die Welt ist weiter in Aufruhr: In Amerika wird 2024 gewählt, Putin rasselt weiter mit den Säbeln, und auch die Quartalszahlen stehen bald wieder an. All dies sind ebenfalls Themen, die Du bei Deiner Börsenstrategie 2024 beachten solltest. 

  1. Man sagt, vor den Wahlen in den USA steigen die Märkte deutlich an. Im Wahljahr selbst geht es normalerweise positiv weiter, aber man sollte da schon deutlich besser hinsehen. 

  2. Eine Gefahr stellen für mich die Earnings im Q1 dar: Die Quartalszahlen im Q4 waren durch niedrige Erwartungen deutlich besser ausgefallen. Wenn wir jetzt im Q1 deutlich schlechtere Zahlen kriegen, mit den Märkten am Alltime-High, dann wird es vermutlich den ein oder anderen Rücksetzer geben.

  3. Negative Themen, die wir mit nach 2024 nehmen: Israel-Hamas, Russland-Ukraine, Europa als wirtschaftlicher Patient, Deutschland ebenfalls, Drohungen Putins, auch noch andere Länder anzugreifen. Der Weltfrieden ist sehr fragil. Wenn es an einer Ecke irgendwo knallt, dann werden die Märkte auch wieder runtergehen. 

  4. Bereiche & Werte, die meiner Meinung nach in 2024 interessant werden können: Big Tech, Russell (also Small- und Mid-Caps, die zweite Reihe der Tech-Werte sozusagen), antizyklische Werte (P&G, Coca-Cola,...) und zyklische Werte, die Bankenwelt (Kredite bringen mehr Geld ein), Health Care (u. a. steigendes Alter der Menschen).

Tipps für 2024

Zum Schluss möchte ich Dir nochmal ein paar Tipps fürs neue Jahr mit an die Hand geben. 

Cash-Quote: Aktuell habe ich 30 - 35 % Cash-Reserve. Wenn wir in Märkte einsteigen, nehmen wir die ⅓-Regel: Du nimmst erstmal ⅓ Deines Geldes, irgendwann dann das zweite und am Ende das letzte Drittel, wenn der Markt noch weiter zurückgekommen ist. So hast Du, bei einem Verteilen Deiner Käufe über mehrere Monate, normalerweise deutlich günstiger gekauft, als wenn Du auf einmal eingestiegen wärst. Im Einkauf liegt der Gewinn.

Absicherung: In Märkten, in denen die Aktienkurse verlieren, ist es am wichtigsten, kein Geld zu verlieren. Die Königsdisziplin wäre, auch noch Geld zu gewinnen. Ich habe deshalb auf der Absicherungsseite immer 2-3 Themen:

  1. Cash-Quote (Depot), diesem Geld kann schon mal nichts passieren

  2. ggf. Absicherung für Dein Depot

  3. Put & Call-Ratio: auf der Call-Seite verdienen wir an fallenden Märkten Geld

Mehr Informationen zu beiden Themen bekommst Du auch in 2024 wieder in unseren Seminaren.

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#336 Darum würde ich heute KEINE Immobilien mehr vermieten!19 Jan 202600:19:13
Warum ich als gelernter Maurer lieber Aktien als Immobilien vermiete

Als gelernter Maurer und Sohn eines Bauunternehmers liegt mir der Immobilienmarkt im Blut. Doch ein Großteil meines Vermögens steckt heute in Aktien. Warum ich lieber Aktien statt Immobilien vermiete und welche entscheidenden Vorteile diese Assetklasse bietet, erfährst Du in diesem direkten Vergleich. Ich stelle beide Anlageformen in zehn zentralen Punkten gegenüber – von den Transaktionskosten bis zum Verwaltungsaufwand. 

Das erwartet Dich in dieser Folge:

  1. Wie mir die Maurerlehre Disziplin fürs Investieren beibrachte

  2. Die Bewertung: Welche Assetklasse ist einfacher einzuschätzen?

  3. Die Transaktionskosten: Ein gewaltiger Unterschied

  4. Die „bauliche" Prüfung und Verwaltung: Wo der CEO für Dich arbeitet

  5. Instandhaltung und Reparaturen: Geld, das Dir erspart bleibt

  6. Kredit, Schulden und Angst: Wo der Leverage besser funktioniert

  7. Leerstand und Mietnomaden: Risiken, die es an der Börse nicht gibt

  8. Flexibilität: Warum Aktien nicht immobil sind

  9. Mein Fazit

Wie mir die Maurerlehre Disziplin fürs Investieren beibrachte

Warum ich als gelernter Maurer heute lieber Aktien als Immobilien vermiete, mag auf den ersten Blick überraschen. Um das zu verstehen, muss ich ausholen.

Mein Vater war 45 Jahre lang Bauunternehmer und lebte für seinen Beruf. Ich trat in seine Fußstapfen und absolvierte selbst eine dreijährige Maurerlehre. Rückblickend war das eine äußerst prägende Zeit. Ich lernte, was es heißt, sein Geld mit den eigenen Händen zu verdienen: Jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen, bei jedem Wetter auf der Baustelle stehen – in brütender Hitze, im Schneetreiben oder Dauerregen – und den ganzen Tag volle Leistung bringen.

Parallel dazu spielte ich Handball in der Regionalliga und 2. Bundesliga, mit vier Trainingseinheiten pro Woche. Die Kombination aus körperlicher Schwerarbeit und Hochleistungssport formte eine extreme Disziplin. Damals war ich topfit, mit unter 8 % Körperfett, und konnte essen, was ich wollte.

Warum erzähle ich das? Diese frühen Erfahrungen sind der Ursprung für meine heutige Überzeugung: Disziplin ist das Wort, das arm und reich unterscheidet. Anfangen kann jeder – darin sind wir alle groß, doch Dinge langfristig, über Jahre oder sogar Jahrzehnte durchzuziehen, das ist die wahre Meisterklasse.

Das zeigt auch das Beispiel von Warren Buffett. Ein großer, massiver Teil seines Vermögens entstand erst ab seinem 50. Lebensjahr. Woran lag das? An seinem systematischen Ansatz, seinem langfristigen Denken und vor allem daran, dass er durchgehalten hat. Genau diese Disziplin ist der Kern jedes nachhaltigen Investitionserfolgs. 

Warum ich inzwischen weniger in Immobilien investiere und stattdessen viel mehr in Aktien – das habe ich gerade im Büro erlebt. Denn wegen des Neuschnees hatten wir einen Wasserschaden. Durch das Gewicht ist das Dach ein wenig eingerissen, wodurch Wasser in das Gebäude gelangte. Zum Glück hat es keinen großen Schaden angerichtet, aber was diese Situation zeigt: Man muss sich um diese Dinge kümmern. In dieser Folge möchte ich die Unterschiede der beiden Assetklassen herausarbeiten. Zuvor ist es aber wichtig, anzumerken, dass man mit beiden gutes Geld verdienen kann. Doch dafür ist es unabdingbar, dass man sich mit diesen Assetklassen gut auskennt – dazu gehört nicht nur fachliche, sondern auch steuerliche Expertise, und natürlich auch eine klare Strategie.

Wenn Du mir schon länger folgst, dann weißt Du, dass ich ein sehr strategischer und systematischer Anleger bin und das ist etwas, was Du in jedem Fall auch brauchst. Neben dem Durchhalten geht es auch um Strategie und darum, das System im Auge zu behalten. 

Die Bewertung: Welche Assetklasse ist einfacher einzuschätzen?

Ob Aktie oder Immobilie – bevor Du investierst, musst Du den Wert beurteilen. Bei einer Immobilie ist das komplex:

  • Lage: A-, B- oder C-Lage?

  • Nutzung: Gewerbe oder Wohnraum?

  • Standort: In welcher Stadt, in welchem Viertel?

  • Baulicher Zustand: Wie ist die Substanz? Hier hilft mir mein Handwerker-Hintergrund, Qualität und mögliche Mängel wie Feuchtigkeit einzuschätzen.

Diese multifaktorielle Bewertung ist aufwändig und erfordert viel Expertise oder teure Gutachter.

Das ist der klassische Unterschied zwischen Wert und Preis. Als Maurer kann ich den baulichen Wert relativ gut beurteilen – die Qualität der Wände, des Dachs, Feuchtigkeit. Das ist ein Vorteil, aber dennoch aufwändig.

Auf der Aktienseite ist dieser Schritt um ein Vielfaches einfacher. In unserer Ulrich Müller Wealth Academy nutzen wir das AQUB-Tool. Gibst Du einen Aktiennamen ein, erhältst Du sofort eine Klassifizierung:

  • A-Wert: Ein Top-Wert mit stetigem Aufwärtstrend (LURO-Aktien).

  • B-Wert: Steigt ebenfalls, hat aber eine gewisse Schwankung.

  • C-Wert: Hat Qualität, aber sehr große Schwankung.

Diese klare, schnelle Einschätzung ist ein gewaltiger Effizienzvorteil. Im Vergleich punkten hier klar die Aktien. Zwischenstand: 1:0 für Aktien.

Die Transaktionskosten: Ein gewaltiger Unterschied

Beim Kauf einer Immobilie in Deutschland fallen gewaltige Nebenkosten an, noch bevor die eigentliche Investition beginnt:

  • Grunderwerbsteuer: 6–7,5 % (je nach Bundesland)

  • Notar und Grundbuch: ca. 1,5 %

  • Maklerprovision: oft 5–6 % (teilweise aufgeteilt)

Schnell summieren sich diese Nebenkosten auf 10–14 % des Kaufpreises. Bei einem Haus für 400.000 € sind das 50.000–60.000 €, die zusätzlich anfallen und erst über Jahre der Mieteinnahmen wieder hereingeholt werden müssen.

Auf der Aktienseite sind die Transaktionskosten marginal. Die Höhe der Kosten hängt aber natürlich von Deiner Strategie ab. Ein Buy-and-Hold-Investor hat nahezu keine laufenden Kosten. Folgst Du einem aktiveren Ansatz wie meinem (Value-Investor mit Trading-Ansatz), fallen etwas mehr Gebühren an. Wir bei der Ulrich Müller Wealth Academy haben allerdings bei Interactive Brokers oder auch CapTrader absolute Spezialkonditionen, weil wir so groß sind und so eine Menge von Menschen zusammenbringen. Das kann dazu führen, dass Trades für 50.000 $ circa 1–3 € Gebühren kosten. Und da sehen wir schon: für die Aktie definitiv das 2 zu 0, denn die Transaktionskosten sind auf der Aktienseite deutlich geringer und dadurch bleibt das Ganze auch flexibler.

Die „bauliche" Prüfung und Verwaltung: Wo der CEO für Dich arbeitet

Der nächste Punkt ist die umfassende Prüfung. Bei einer Immobilie muss alles geprüft werden: Sind alle Baumaßnahmen amtlich eingetragen und legal? Wie steht es um die Statik? Besonders im Ausland ist Vorsicht geboten. Oft muss ein teurer Gutachter hinzugezogen werden, um nicht die „Katze im Sack" zu kaufen.

Auf der Aktienseite entspricht das der fundamentalen Analyse (Wert vs. Preis) und der Beurteilung des Managements. Den größten Teil dieser Arbeit übernimmt für Dich der CEO des Unternehmens. Du musst Dich nicht um Bauanträge oder Statik kümmern. Zwischenstand also: 3:0 für Aktien.

Kommen wir direkt zum nächsten, großen Punkt: die Verwaltung. Jeder, der mehrere Immobilien besitzt, weiß, dass dies ein großes Thema ist:

  • Neuvermietung und Mieterwechsel

  • Übergabe- und Rückgabeprotokolle

  • Organisation und Abrechnung von Reparaturen

  • Nebenkostenabrechnungen

Die Liste der Verwaltungsaufgaben ist lang und zeitraubend. Bei Aktien übernimmt auch hier das Management des Unternehmens diese komplette operative Arbeit für Dich. Als Aktionär musst Du Dich um keine Mieter oder Abrechnungen kümmern. Zwischenstand: 4:0 für Aktien.

Instandhaltung und Reparaturen: Geld, das Dir erspart bleibt

Dieser Punkt ist so zentral, dass ich ihn extra ausgliedere. Bei einer Immobilie muss man stets Rücklagen bilden – die Faustregel sind 1 % des Hauspreises pro Jahr für Instandhaltung. Heizung, Fenster, Malerarbeiten: Immer wieder fallen Kosten an.

Doch es geht nicht nur ums Geld, sondern um Zeit und Aufwand: Angebote einholen, zuverlässige Handwerker finden, die Arbeiten koordinieren und überwachen. Selbst mit einer Hausverwaltung wirst Du als Eigentümer bei größeren Maßnahmen in Entscheidungen eingebunden. Diesen kontinuierlichen praktischen Aufwand gibt es bei Aktien nicht. Zwischenstand: 5:0 für Aktien.

Kredit, Schulden und Angst: Wo der Leverage besser funktioniert

Hier wird es interessant, denn der Punkt Fremdfinanzierung spielt für beide Assetklassen eine Rolle, aber auf sehr unterschiedliche Weise.

Die meisten Menschen können sich eine Immobilie nicht bar leisten. Ein Kredit ist hier die Regel. Das Spiel aus Eigenkapital und Fremdkapital (Leverage) ermöglicht den Kauf einer teureren Immobilie, bringt aber eigene Herausforderungen mit sich:

  • Eigenkapitalbeschaffung: Eine hohe Summe muss zunächst angespart werden.

  • Aufwändige Finanzierung: Umfangreiche Unterlagen müssen bei der Bank eingereicht und regelmäßig aktualisiert werden – besonders für Selbstständige ein großer bürokratischer Aufwand.

  • Kapitaldienst: Die monatliche Rate muss stets bedient werden.

  • Zinsrisiko: Steigen die Zinsen bei einer Anschlussfinanzierung, kann die neue Rate schnell untragbar werden.

  • Emotionale Belastung: Viele Menschen schlafen schlecht, wenn sie hunderttausende an Schulden haben.

Auf der Aktienseite ist die Grundempfehlung klar: Handle nie mit geliehenem Geld. Wir setzen nur eigenes Kapital ein (Hebel 1). Zwar bieten Broker die Möglichkeit, mit einem Hebel zu arbeiten (sogar bis zu 6), aber davon rate ich dringend ab. Das Risiko ist immens.

Immobilieninvestoren argumentieren oft mit „Other People's Money" (OPM) – dem Hebel der Bank. Diesen Leverage-Effekt könnte man theoretisch auch im Depot abbilden, aber das Risiko ist hier ungleich höher und schwerer kontrollierbar als bei einer Immobilienfinanzierung.

Daher gebe ich in diesem Bereich einen Punkt der Immobilien-Seite. Der Fremdkapital-Hebel ist hier traditionell etablierter und bei verantwortungsvollem Umgang überschaubarer. Neuer Zwischenstand: 5:1 für Aktien.

Leerstand und Mietnomaden: Risiken, die es an der Börse nicht gibt

Kommen wir zu zwei klassischen Risiken der Immobilienvermietung: Leerstand und Mietnomaden.

Bei Aktien gibt es diese Probleme nicht. Wenn Du Aktien vermietest (d.h. Optionen verkaufst), gibt es immer einen Markt und einen Preis. Leerstand existiert nicht. Dieses Risiko fällt komplett weg.

Zwischenstand: 6:1 für Aktien.

Das gleiche gilt für das Risiko von Mietnomaden. Bei Immobilien kannst Du trotz sorgfältiger Auswahl (Schufa, Gehaltsnachweise) Pech haben. Mieter können plötzlich nicht mehr zahlen oder verwüsten die Wohnung. Dieses persönliche und finanzielle Risiko ist erheblich.

Bei Aktien gibt es keine Mietnomaden. Das operative Geschäft läuft über den CEO des Unternehmens. Dein Investment ist von diesem individuellen Risiko komplett entkoppelt.

Zwischenstand: 7:1 für Aktien.

Ein verwandtes Risiko ist der Mietausfall. Selbst bei vermieteten Immobilien können Krisen (wie Corona), Jobverlust des Mieters oder andere Gründe dazu führen, dass die Miete ausfällt oder nur teilweise gezahlt wird. Eine Mietausfallversicherung mildert das, frisst aber wiederum Rendite.

Auf der Aktienseite ist auch dieses Risiko nicht existent. Die vereinbarte Miete (Optionsprämie) bekommst Du immer. Zwischenstand bleibt: 7:1 für Aktien.

Flexibilität: Warum Aktien nicht immobil sind

Der letzte fundamentale Unterschied ist die Flexibilität. Der Name sagt es schon: Eine Immobilie ist immobil, also unbeweglich. Sie bindet Dich an einen konkreten Ort. Du legst Dich auf eine Stadt, ein Viertel fest. Was, wenn Du den Job wechselst oder umziehen möchtest? Du kannst das Haus nicht einfach auf einen LKW laden und mitnehmen. Diese örtliche Bindung ist ein großer Nachteil an Flexibilität.

Auf der Aktienseite herrscht maximale Flexibilität. Du kannst jede Aktie jederzeit kaufen oder verkaufen. Alles, was Du brauchst, ist eine Internetverbindung und Dein Broker-Zugang. Ob Du zu Hause bist oder auf Mallorca im Liegestuhl – ein Knopfdruck genügt.

Natürlich gibt es auch gewisse Grenzen. Wobei man sagen muss: Ist man im Aktienmarkt unterwegs und hat die großen Aktien der Welt, die 130, die wir empfehlen, dann ist ein Handel zu jeder Zeit möglich. Ich habe auch schon mal 3 bis 7 Millionen in einer Aktie gehandelt (beispielsweise mit Apple). Und dieser Trade ist innerhalb von Bruchteilen von Sekunden ausgelöst und erledigt worden. Diese Liquidität und Handlungsfreiheit ist mit einer Immobilie undenkbar. Endstand im Vergleich: 8:1 für Aktien.

Mein Fazit

Zusammenfassend steht im direkten Vergleich ein klares Ergebnis: 8:1 für die Aktie. Man könnte sagen, ich sei als Aktieninvestor parteiisch. Doch darum geht es nicht. Es geht um eine nüchterne Betrachtung der Vor- und Nachteile.

Und natürlich bleibe ich dabei: Wenn du Immobilien hast, kannst Du damit natürlich auch super gutes Geld verdienen. Aber meine klare Empfehlung ist: Du solltest immer diversifizieren. Und auch Aktien gehören definitiv in jedes Portfolio rein.

Warum ich als gelernter Maurer heute lieber Aktien vermiete? Weil ich für beide Assetklassen eine Affinität habe, aber die Vorteile der Aktien für mich überwiegen. Das Wichtigste ist jedoch, dass Du überhaupt anfängst zu investieren – anders lässt sich in der heutigen Zeit kein Vermögen mehr aufbauen.

Mein persönliches Plädoyer gilt der Aktie, weil der Einstieg leichter und schneller ist, die Lernkurve steiler und viele praktische Hürden einfach nicht existieren. 

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(00:00:00) Was befähigt mich, über Immobilien zu urteilen?

(00:03:54) Bewertung, Nebenkosten

(00:07:29) Bauliche Prüfung, Verwaltung, Instandhaltung & Reparaturen

(00:10:21) Kredite & Angst, Leerstand, Mietnomaden

(00:14:20) Mietausfall, Flexibilität, Steuern

 

#228 Das UMWA Christmas-Special: Thomas Kreck über Geld, Erfolg, Wohlstand!25 Dec 202300:49:53

Christmas-Special mit Thomas Kreck: Mehr Fragen, mehr Wissen — und ein persönlicher Einblick

Diesmal wartet eine ganz besondere Folge auf Dich! Ich habe Thomas Kreck für mein Christmas-Special eingeladen und nicht nur das, wir bieten Dir diesmal geballtes Wissen in fast dreifacher Länge und es werden Fragen in beide Richtungen gestellt. 

Thomas ist Zahnarzt und war unter anderem schon in Tansania und Brasilien unterwegs. Seit 2019 ist Thomas Teil der Familie, er hat neben Seminaren natürlich auch den VIP Platinclub durchlaufen. 2021 hat er ausgeklügelt mit dem ganzen Seminar einen Flashmob mir zu Ehren stattfinden lassen; eine Überraschung, die wirklich sehr gelungen war. Wenn diese Folge ausgestrahlt wird, hat Thomas übrigens Geburtstag, deshalb auch an dieser Stelle noch meinen allerherzlichsten Glückwunsch!

Thomas' Lebensmotto: "Stillstand ist Rückschritt." Wissen einsammeln und Wissen weitergeben sind für ihn die wichtigsten Dinge im Leben.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was kannst Du über Deine bisherigen Investments sagen?
    1. Was war Dein bisher schlechtestes Investment und welche Schlüsse hast Du daraus gezogen?

    2. Was war Dein bisher bestes Investment und was hast Du daraus lernen können?

  2. Wie definierst Du Wohlstand?

  3. Frage an Ulli: Wenn Du zurückblickst, wie waren die letzten 9 Jahre UMWA?

  4. Frage an Ulli: Hast Du aus dem letzten Jahr eine Erfolgsgeschichte eines Teilnehmers, die Dich besonders bewegt hat?

  5. Du verlierst Dein Vermögen - welche drei Schritte würdest Du gehen, um es zurückzugewinnen? 

  6. Frage an Ulli: Was waren für Dich die lehrreichsten Fehler auf der Reise der UMWA?

  7. Merry Christmas: Habe ich meinem Lieblingsteam etwas mitgebracht?

  8. Wo kann man mehr über Thomas erfahren und was kann man von ihm lernen?

Was kannst Du über Deine bisherigen Investments sagen?

Natürlich starte ich auch mit Thomas mit einer meiner Lieblingsfragen an jeden meiner Gäste: Ich möchte wissen, was er mir über seine bisherigen Investments verraten kann. Am meisten interessieren mich die Learnings, die jeder Podcastgast auf seinem bisherigen Weg machen durfte; auch, damit Du daraus lernen kannst.

Was war Dein bisher schlechtestes Investment und welche Schlüsse hast Du daraus gezogen?

Für Thomas ist die Antwort hier (leider) sehr klar, denn es gibt eine Entscheidung, die er bis heute bereut:

"Mein bisher schlechtestes Investment war die Einlage in einen Fonds, die meine damalige Bank mir empfohlen hat. Der sollte angeblich so vorangehen. Im Zuge der damaligen Turbulenzen (es geht um die Jahre 2007/2008) wurde dieser Fonds dann jedoch geschlossen. Was habe ich daraus gelernt? Kümmere Dich etwas genauer, wenn es um Dein Geld geht."

Der Klassiker "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser", spielt für Thomas seitdem eine übergeordnete Rolle. Man sollte verstehen, was man tut und wem man vertraut. Heute kümmert er sich, auch dank meiner Hilfe, wie er sagt, selbst um sein Geld und seine finanziellen Belange. 

Kleiner Funfact am Rande: Mein eigener Arzt hat sich nach unserem letzten Gespräch ähnlich angesprochen gefühlt, sich selbst um seine finanziellen Belange zu kümmern und Hilfe bei mir gesucht, als ich zur Kontrolle dort war. Obwohl sein Vater beruflich mit Geld zu tun hatte, hat er selbst keine wirkliche Ahnung davon, wie er sein Vermögen am besten anlegt.

Was war Dein bisher bestes Investment und was hast Du daraus lernen können?

Auch Thomas' bisher bestes Investment war das Investment in sich selbst, wie er sagt:

"Die beste Investition bis jetzt war immer mein Invest ins eigene Wissen, ins eigene Können und die eigene Persönlichkeit. Dieses Größerwerden. Dieses Wachsen. Dabei ist es fast egal, ob es ein Buch oder ein Seminar ist. Solange man weiß, in welche Richtung man möchte, ist das immer wichtig."

Wissen aufbauen und die Persönlichkeit wachsen zu lassen, sind für Thomas essentiell wichtige Faktoren für ein gutes, erfolgreiches Leben. Sein finanziell bestes Investment ist für ihn die UMWA-Family, das freut mich natürlich sehr. Die Freiheit und das Wissen, was er bei uns erlangte, um sich selbst um seine Belange kümmern zu können, sind für ihn besonders wertvoll. 

Sein Learning zu diesem Thema: Wachsen braucht Zeit. Man muss unter Umständen manche Sachen des Öfteren hören, bis man sie erfolgreich umsetzen kann und weniger Fehler macht. Fallstricke und Stolperfallen reduzieren sich erst durch Übung und konsequentes Umsetzen und Lernen. Zugucken und Selbermachen ist die Devise, die er auch seinen Assistenzärzten mitgibt. Sein Beispiel aus der Praxis: Der Weisheitszahn geht vielleicht nicht beim ersten Mal raus, doch wenn Du öfter dabei zugegen bist und den Prozess kennst, wird Dich die Umsetzung nach und nach weniger herausfordern. Es braucht aber eben Zeit.

Auch ich habe ein Lieblingsbeispiel zu dem Thema: Vom Krabbeln zum selber laufen; das dauert gefühlt etliche Zeit und ist reichlich aufgeschürfte Knie lang. Auch in meinen Finanzseminaren habe ich oft mit Menschen zu tun, die sich nach zwei Seminaren wundern, warum sie nicht alles perfekt umsetzen können, obwohl es bei mir immer so einfach aussieht. Meine Antwort darauf: Du übst gerade 5.000 Stunden, ich bisher 30.000 Stunden - worüber reden wir also?

Wie definierst Du Wohlstand? 

Auf meine Frage, wie er Wohlstand definiert, hat Thomas eine klare Antwort:

"Wohlstand bedeutet für mich, gesund und in Freiheit lebend das tun zu können, was einem wichtig ist und was einem am Herzen liegt."

Die Privilegien von gesellschaftlicher und politischer Freiheit spielen für Thomas ebenfalls eine große Rolle - eben weil diese, weltweit betrachtet, nicht überall verfügbar sind. Allein das ist für ihn daher schon Wohlstand, weil wir in der privilegierten Situation sind, jederzeit unseren Weg gehen zu können. "Wenn man dann noch weiß, was man möchte, dann ist es unglaublich bereichernd, sich zu verwirklichen", fügt er hinzu. 

Der finanzielle Erfolg ist für Thomas ein positives Begleitprodukt. Wenn man das tut, was man möchte, das gut kann und Wissen weitergibt, dann kommt für Thomas der finanzielle Wohlstand von ganz alleine. Finanziellen Wohlstand definiert Thomas für sich, den finanziellen Rahmen zu besitzen, um Dinge die ihm wichtig sind, auch umsetzen zu können. Sowohl das eigentliche physische Geld als auch das Wissen, wie man es erlangen kann, sind für ihn dabei der Schlüssel zum Erfolg. 

Die UMWA feiert im neuen Jahr Jubiläum, Thomas möchte daher von mir wissen: Wie war mein Weg in den letzten 9 Jahren UMWA?

Zusammengefasst waren die letzten neun Jahre für mich total verrückt. Entstanden ist das Ganze aus einer Idee. Ich war in der Situation das erste Mal überhaupt 10 Mio. eigenes Vermögen zu haben. Wir haben Zuhause darauf angestoßen. Meine wichtigsten Werte waren schon immer "Familie, Liebe und Vertrauen". Schon mein Vater hat immer gesagt, wir haben immer ein Dach über dem Kopf, immer genug zu Essen im Haus und können studieren/lernen, was immer wir wollen - komme was wolle, diese drei Dinge wird es immer sicher geben.

Zu besagtem Zeitpunkt hatte ich mit 37 all diese Aufgaben faktisch erfüllt - und hatte damit keine Aufgabe mehr. Aus diesem Gedanken kam mir dann die Idee "Hey, meine kleine Familie ist fertig, ich mach eine große auf". Der Gedanke der UMWA war geboren, ich wollte Menschen zeigen, wie Geld funktioniert. Aus den ersten einzelnen Produkten wurde so nach und nach das Portfolio, das man heute kennt. Stand heute haben wir über 25000 Menschen glücklich gemacht und geholfen.

Natürlich gab es Fehler auf dem Weg und Dinge, die optimiert wurden. Doch mein Lieblingswort ist nicht umsonst Selbstreflexion! Wir haben zusammengehalten, unsere Prozesse etabliert und weiterentwickelt. Nach wie vor gehe ich heute aus meinen Seminaren und denke mir "das war eine geile Truppe". Es gab immer wieder Momente, die man nicht mehr vergisst - einer davon ist der genannte Flashmob. Es gibt mehr als Geld.

Der Weg ist das, was spannend ist und was das Leben am Ende ausmacht. 

Nach dem Blick aufs Ganze möchte Thomas noch von mir wissen: Gab es im letzten Jahr eine Geschichte eines Teilnehmers, die mich besonders berührt oder bewegt hat?

Tatsächlich gibt es immer wieder solche Geschichten. Eine, die mir spontan einfällt, ist die Geschichte um Roland: Mittlerweile arbeitet Roland sogar bei uns, angefangen hat alles aber schon vor gut 3 Jahren. Roland hat es mit seiner Frau und seinem Kind in den letzten drei Jahren geschafft, aus dem System zu leben. Die kleine Familie ist nicht steinreich — bei weitem nicht. Doch sie haben selbstständig einen Betrag zusammen bekommen, der ihnen das — für sie Allerwichtigste — ermöglicht, Zeit zusammen zu verbringen. 

"Wir brauchen keinen Porsche oder Ferrari, wir brauchen nur genug Geld, um mehr Zeit miteinander zu haben. Denn diese Zeit bekommen wir nie wieder."

Seit drei Jahren fährt die kleine Familie nun mit einem Camper durch die Welt und hat, Stand heute, schon fast ganz Europa gesehen. Aus Dankbarkeit hat Roland sich dann Anfang des Jahres bei uns beworben: Er könne mir zwar niemals all das wiedergeben, was ich ihm geschenkt habe — nämlich die Möglichkeit, sein Kind 24/7 aufwachsen zu sehen und bei seiner Familie zu sein — aber er möchte anbieten, ehrenamtlich ein paar Stunden in der Woche für mich zu arbeiten. Selbstverständlich bezahle ich Roland ganz normal, alles andere kommt für mich nicht infrage — doch das Angebot hat mich sehr geehrt.

Eine zweite Geschichte, auf die ich kurz eingehen möchte, ist Rainer. Rainer war einer meiner ersten Investmentkunden vor über 20 Jahren und dann entsprechend auch einer meiner ersten Kunden bei der UMWA. Heute ist er 54 und hat nahezu sein ganzes Leben auf den Kopf gestellt:  durch sein Trading hat er 24/7 frei und lebt ein bescheidenes Leben, das andere sich sehr wünschen würden. Ich habe ihm 14 Jahre Lebenszeit geschenkt, wie er sagt - denn er hätte sonst bis 67 arbeiten müssen. 

Du verlierst Dein Vermögen - welche 3 Schritte würdest Du ansetzen, um es zurückzugewinnen?

Nun bin ich wieder in meiner gewohnten Position als Fragesteller zurück und möchte von Thomas wissen, wie ein Neustart aussehen würde. Welche 3 Schritte würde er unternehmen, wenn er komplett neu anfangen müsste, sein Vermögen aufzubauen, weil er alles verloren hat? 

  1. Analyse der Geschehnisse: Thomas sagt, er würde zunächst schauen, was überhaupt schiefgelaufen ist und das Geschehene analysieren. Als Nächstes würde er sein Selbstbewusstsein wieder aufbauen und sich klarmachen, was seine Stärken sind. Daraus folgt für ihn Schritt 2:

  2. Die Positionierung: Er weiß nun wieder, was er sehr gut beherrscht und worin er seine Expertise besitzt. Mit diesem Wissen fällt ihm nun leicht:

  3. Keine Ausreden zulassen und 100 % geben: Thomas setzt zu 100 % um, was er weiß und startet wieder voll durch.

Ich persönlich kann die Durchsetzungskraft von Thomas nur bestätigen: Selbst das 4. Mal im selben Seminar hat er noch fleißig mitgeschrieben, um auch die allerletzten einzelnen Sätze nochmal zu erfassen und zu verinnerlichen. 

Bücher, die Thomas ebenfalls mehrfach gelesen hat und sehr empfehlen kann: Gesetze der Gewinner von Bodo Schäfer sowie Rich Dad, Poor Dad von Robert Kiyosaki. 

Ein Tipp von Thomas:

"Ich würde auch Jugendlichen empfehlen, diese Bücher recht früh zu lesen, um sich einfach ein anderes Mindset aufzubauen. Um einfach mal eine andere Sichtweise auf Geld und auf das Leben zu bekommen." 

Thomas hat erneut eine Frage an mich: Was waren die lehrreichsten Fehler, die ich auf der Reise der UMWA gemacht/erlebt habe?

Welche Fehler haben mich zunächst vor Herausforderungen gestellt und sich dann doch positiv entwickelt? 

Das kann ich tatsächlich relativ klar definieren: Obwohl viele in Deutschland sagen, ich sei mit Abstand der beste Trainer im Bereich Aktien und Optionen, haben wir es bis heute nicht geschafft, wirklich die Allergrößten im Bereich Umsatz zu sein. Ich vergleiche das gerne mit einem Buch: Bestseller bedeutet nicht, das Buch ist am besten geschrieben. Es bedeutet, es hat sich am besten verkauft.

Wir selbst leben das Prinzip (und das wird — versprochen! — auch immer so bleiben), dass wir mit unserer UMWA eben eine Familie sind und nicht durch Hardcore Akquise am Telefon beispielsweise die Leute nerven und verprellen. Die ganzen hunderte Fünf-Sterne-Bewertungen, mittlerweile über 2000, beweisen, dass das, was wir tun, exzellent ist. Dennoch würde ich eben sagen, wir haben im Bereich Vertrieb immernoch eine kleine Schwäche. Wir haben es bis heute nicht geschafft, das ganze Thema Familie in die Welt der Finanzen zu transferieren. 

Für Thomas ist genau das jedoch eine unserer größten Stärken, denn das Familienthema macht uns mit Abstand zum persönlichsten Dienstleister auf unserem Gebiet und im Parameter persönliche Betreuung zu den Allerbesten. Zwar können wir seiner Meinung nach diesen Faktor nicht unendlich multiplizieren, dafür bieten wir den besten und individuellsten Premium-Service. Vielen Dank an dieser Stelle fürs Kompliment! Und ich stimme Dir natürlich zu: Wachsen ja, aber nicht zulasten der Qualität und Persönlichkeit!

Merry Christmas: Habe ich meinem Lieblingsteam etwas mitgebracht?

Die Überraschung gibt es tatsächlich, und die ist auch schon umgesetzt: Im März geht es für das gesamte Team in ein 4* Superior Hotel nach Gran Canaria. Es gibt für 6 Tage also ein Teamevent, wo alle eingeladen sind und wir einen deutlichen 5-stelligen Betrag auf den Tisch hauen, um uns zu bedanken. Details kann ich noch keine verraten (das ist noch eine Überraschung), aber es wird zwischendurch auch um Teambuilding, Brainstorming und neue Ideen gehen. Selbstverständlich wird auch Zeit für Strandspaziergänge und Freizeit bleiben.

Fast jeder Mitarbeiter, der jemals bei uns angefangen hat, ist immer noch hier und dafür muss man sich einfach gebührend bedanken. 

Nur dank meines Teams sind wir in der Financial Times gelandet und haben mal wieder ein richtig gutes Wachstumsjahr hingelegt. Qualität setzt sich durch.

Im neuen Jahr werde ich zudem den Fokus bei neuen Angestellten auch noch zusätzlich zur Qualität darauf legen, ob ich die Menschen wirklich mag. Qualität und Individualität haben für mich Priorität, vor den absoluten Zahlen.

Wo kann man mehr über Thomas erfahren und was kann man von ihm lernen?

Zum Abschluss möchte ich noch wissen, wo Du als Zuhörer und Zuhörerin mehr über Thomas erfahren kannst, und welche Lehren er Dir aus den letzten Jahren mit auf den Weg geben kann. 

Am besten erreichst Du Thomas über die UMWA oder seine Praxis. 

Seine Lehren der vergangenen Jahre:

"Nimm Dir Zeit, um zu lernen. Das geht nicht von heute auf morgen. Baue Dir Strategien auf und setze sie um - tausch Dich mit anderen aus. Erlaube Dir Lernstufen, Du musst morgen nicht alles können. Wenn Du übermütig wirst, wirst Du Fehler machen, aus denen Du lernst."

Ich selbst werde übrigens jetzt in den Weihnachtsurlaub gehen. In dieser Zeit gibt es für mich zwei große Themen: Ich werde mich nicht um die Börse kümmern und ich nehme mir wirklich Zeit für mich und meine Familie. Außerdem werde ich diese Zeit zur Reflexion nutzen und auf mein 2023 zurückblicken. 

Vielen Dank lieber Thomas, für das inspirierende Interview!

Und Dir frohe Weihnachten und alles Gute fürs neue Jahr!

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#227 Wie Du das Beste aus 2023 machst und in Dein 2024 startest!18 Dec 202300:20:20

Das solltest Du 2023 noch tun!

Wie beende ich das Jahr 2023 bzw. wie starte ich bestmöglich in 2024? Diese Podcastfolge ist die vorletzte für dieses Jahr! Das bedeutet, wir begeben uns in den Jahresendspurt und nehmen uns die letzten To-dos vor. Der kleine Mann auf Deiner Schulter wetzt schon die Messer, um Dich wieder vollzuquatschen: Was war schlecht, welche Fehler hast Du gemacht, was ist nicht optimal gelaufen? Das Jahresende ist auch immer ein guter Zeitpunkt, um zu reflektieren, was gut gelaufen ist und was im neuen Jahr optimiert werden kann. Ich habe fürs Jahresende daher ein Ritual, das mir hilft alle wichtigen Bereiche zu reflektieren: Job & Arbeit, Börse & Investments und Privates. In die letzte Kategorie fällt natürlich einiges mit rein, aber das sind die drei Hauptbereiche.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was mache ich jetzt zum Jahresende/Jahresbeginn im Bereich der Börse und der Investments?

  2. Was gibt es im Bereich Job und Arbeit noch zu tun?

  3. Wie gehe ich meinen privaten Bereich zum Jahreswechsel an?

Was mache ich jetzt zum Jahresende/Jahresbeginn im Bereich der Börse und der Investments?

Grundsätzlich ist der Bereich Börse und Investments bei mir sehr breit aufgestellt: Ich habe verschiedene Investments in Immobilien, Autos, Uhren, Coins, Gold/Silber, Kunst und Aktien. Entsprechend gibt es noch ein bisschen was zum Jahresende für mich zu tun, aber ich habe Dir meine Vorgehensweise mal in ein paar größere Schritte aufgeteilt, die Du auch für Dich nutzen kannst. 

  1. Rendite: Wie viel Rendite habe ich in der jeweiligen Assetklasse in diesem Jahr verdient?
    1. Ist das die Rendite, die ich mir selber als Ziel gesetzt habe? Das Schöne an Zielen — sie sind messbar. So siehst Du in allen Bereichen, ob Du auf dem richtigen Weg geblieben bist.

  2. Welche Ziele setze ich mir neu? Gerade im Bereich Investments ist es ganz wichtig, sich immer wieder neue Ziele zu setzen. 

  3. Trading Journal: Für meine Tradingziele habe ich natürlich ein Trading Journal. Hier habe ich alle Facts auf einen Blick: Welche Kosten gab es, wie viel Geld habe ich ausgegeben, welche Ziele habe ich erreicht/nicht erreicht.

  4. Anpassung der Strategien: Ziemlich selbsterklärend! Wenn ich irgendwo vom Weg abgekommen bin, sollte ich die Strategie anpassen.

  5. Steuern: Gibt es im Bereich Steuern noch Dinge, die angepasst werden sollten? Kann ich irgendwo Steuern sparen oder meine Zahlungspflicht etwas schieben? Bezahlen musst Du die Steuern sowieso! Aber auch in diesem Bereich kann man optimieren.

  6. Neue Investments/Lernen: Lebenslanges Lernen hält Dich zum einen fit und zum anderen jung. Viele wohlhabende und erfolgreiche Menschen haben übrigens gemeinsam, dass sie sehr belesen sind.

Ich habe also im Grunde sechs große Punkte, die ich im Bereich Börse/Investments zum Jahreswechsel angehe. Wenn ich diese aber abgearbeitet habe, bin ich optimal vorbereitet. 

Was gibt es im Bereich Job und Arbeit noch zu tun?

Für mich ist ganz klar: Privat ist privat und Job ist Job. Warum ist der Bereich Job/Arbeit so wichtig? Wir verbringen mindestens 50 % unseres Lebens damit. Entsprechend bitter wäre es, wenn Du einen Job machst, der Dir keinen Spaß macht. Folgende Dinge beziehe ich also zum Jahreswechsel in diesem Bereich mit ein:

  1. Spaß und Freude: Arbeit macht krank? Ja, aber meiner Meinung nach nur dann, wenn sie a) keinen Spaß macht und b) besonders stressig ist. Versteh mich nicht falsch… Ich habe auch schon mal Stress bei der Arbeit. Da mir meine Arbeit aber sehr viel Spaß macht, ist es nicht so schlimm wie ohne Spaß, aber mit Stress.

  2. Verdienst: Wie ist Dein Verdienst im Jahr 2023 gelaufen? Hat sich Dein Einkommen erhöht oder gesenkt? Wenn Du an unsere Formel ESI denkst, für Einkommen, Sparen und Investieren, dann ist es unheimlich wichtig das Einkommen zu steigern, denn dadurch erhöhst Du Deine Möglichkeiten zu sparen und zu investieren. 

  3. Arbeitszeit: Gerade wenn Du jung bist und Dir gerade etwas aufbaust, empfehle ich, mehr zu arbeiten. Warum? Du lernst Disziplin. Das ist für Erfolg sehr wichtig. Wenn Du zudem zu Beginn Gas gibst, wirst Du schnell auch mehr verdienen. Damit kannst Du mehr Vermögen aufbauen. Und Punkt Nummer drei: Du übernimmst auch mehr Verantwortung. Alleine deswegen hast Du dann meistens schon einen anderen Verdienst. Allerdings ist es so wie immer im Leben: Alle Bereiche müssen ausgeglichen sein. Wenn Du immer nur wie ein Gestörter arbeitest, werden zwangsläufig andere Bereiche und Deine Gesundheit darunter leiden.

  4. Verantwortung: Welche Verantwortung hast Du, und wie funktioniert Dein Team? Welchen Umsatz verwaltest Du, und bekommst Du genug Wertschätzung für das, was Du tust?

Diese vier Aspekte sind für mich im Bereich Job und Arbeit am wichtigsten. Sie bestimmen, ob Deine Arbeit Dir guttut und ob Du genug Ressourcen generierst, um sparen und investieren zu können. 

Wie gehe ich meinen privaten Bereich zum Jahreswechsel an?

Natürlich geht es in meinem privaten Bereich auch um mich als Person: Welche Seminare habe ich besucht, welche Bücher habe ich gelesen, was habe ich gelernt? Wie bin ich vorangekommen? Kann ich besser verkaufen als vorher? Für mich darf Lernen Spaß machen. Meiner Meinung nach kannst Du viel mehr erreichen, wenn Du das einmal für Dich erkannt hast. 

Der zweite wichtige Punkt in diesem Bereich ist für mich das Thema der Ziele. Habe ich alle Ziele erreicht, die ich erreichen wollte? Darunter fallen Aspekte wie das Vermögen, der Verdienst, die Rendite. Es fallen aber auch die neuen Ziele für 2024 darunter. Auch in Partnerschaften oder Freundschaften gibt es Ziele, die man gemeinsam erreichen kann. 

Es fallen auch Hard- und Softfacts darunter: Du wolltest 7 kg abnehmen - hast Du das geschafft? Ich hatte mir vorgenommen, 9 kg abzuspecken und das perfekte Sixpack zu bekommen. Das habe ich nicht ganz geschafft, ich bin aktuell bei minus 7 kg. Es gab einen verletzungsbedingten Trainingsausfall von ca. 6 Wochen, aber ich hätte die 2 kg durchaus noch schaffen können, dennoch freue ich mich sehr über die 7 kg weniger.

Du kannst Dir auch Sport als neues Ziel für 2024 setzen. Das ist etwas, was sich toll umsetzen lässt! Stell Dir zudem die Frage, wie Deine Assets gelaufen sind, und wie sich Dein Vermögen verändert hat. Im Bereich Partnerschaft kann man sich auch weiterentwickeln — habt Ihr Euch Zeit füreinander genommen? 

Abschließend super wichtig: Welche Ziele setzt Du Dir für 2024?

Überleg Dir Deine Ziele gut und zieh sie durch!

Kreiere Dein Warum und gib Vollgas.

Mein vierter Bonus-Bereich:

Spaß haben und genießen!

Ich habe das Gefühl, seit Corona ist alles etwas kritischer, launiger und schlechter. Die Gesellschaft zieht lange Gesichter. Nimm deshalb das Thema Spaß haben für Dich unbedingt ins neue Jahr mit!

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#226 10 Aktien, die Du 2024 auf keinen Fall verpassen darfst!11 Dec 202300:22:03

10 Aktien, die Du 2024 auf keinen Fall verpassen darfst!

Das Jahr neigt sich nun immer mehr dem Ende zu, und damit ist es Zeit, Dir einen Aktienausblick für 2024 zu geben. Ich möchte Dir einen Überblick über wichtige Aktien geben, die Du 2024 auf keinen Fall verpassen solltest. Beachte bitte — wie immer sind alle genannten Aktien und Werte keine Kaufempfehlungen! Es geht lediglich um Tendenzen und Informationen über Aktien, die ich selbst besitze. Mit dabei sind vor allem Werte, die in 2023 nicht allzu gut gelaufen sind.

Diese Aktien erwarten Dich in der Folge:

  1. Walgreens Boots Alliance (WBA)

  2. Chevron Corporation

  3. 3M

  4. Johnson & Johnson

  5. Intel Corporation

  6. Walt Disney

  7. Paypal

  8. General Mills

  9. Coca-Cola

  10. South West Airlines

Walgreens Boots Alliance (WBA)

Die WBA hatte schon ein wesentlich größeres Hoch, allein 2023 fiel sie von 40 auf 20 Dollar. Wenn wir nach der "Dog of the Dow"-Strategie des Dow Jones gehen, heißt es: kauf die drei vier Aktien, die sich zuletzt am schlechtesten entwickelt haben. Das heißt, Du kaufst diese Aktie, wartest ein Jahr und hättest den Dow Jones beispielsweise so völlig outperformed. Als weltweit tätiger Einzelhandelskonzern im Bereich Apotheke und Drogerie ging das Unternehmen aus der Fusion von Walgreens mit Alliance Boots hervor, die Wurzeln reichen aber bis 1901 zurück. Mittlerweile werden um die 230k Apotheken weltweit beliefert. Aufgrund der zurückgekommenen Werte haben wir aktuell eine Dividendenrendite von über 9 %. Generell wird von der WBA seit über 100 Jahren Dividende bezahlt, stetig steigend. Seit September gibt es zudem einen neuen CEO, der die WBA wieder zum Glück führen will. All das macht die WBA zu einer sehr interessanten Aktie für 2024.

Chevron Corp

Heute eins der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Ölindustrie, wurde die Chevron Corporation bereits 1879 gegründet. Es ist in allen relevanten Öl- und Gasförderungsbereichen weltweit tätig. Der aktuelle Kurs liegt bei 142, kam aber von 175. Auch hier gibt es einen schönen Rabatt. Die Dividendenrendite liegt bei schönen 4,23 %. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei über 7 %. 

3M

Die Aktie von 3M ist lange, lange Jahre stark nach oben gelaufen. Durch zwei Skandale bzw. laufende juristische Prozesse wurde sie nun sehr abgestraft. Die Aktie war in der Summe schon bei über 240 Dollar, in diesem Jahr liegen wir aktuell bei 100. Das Entwicklungspotenzial nach oben ist daher deutlich vorhanden. Das Unternehmen ist ein weltweit führender Technologie-Mischkonzern. 3M steht für Minnesota Mining & Manufacturing. Heute hat der Konzern über 100k verschiedene Produktmarken. Kennen wirst du 3M am ehesten von den kleinen gelben Klebezetteln - auch PostIt gehört zum Konzern. Die Dividendenrendite liegt bei knapp 6 %. 

Johnson & Johnson

Das Unternehmen gibt es schon eine lange Zeit — seit 1886. Von 177 Dollar zum Jahresanfang ging es im Verlauf runter auf knapp 150. Als führender Pharma- und Konsumgüter-Konzern hat man sich auf Healthcare-Produkte spezialisiert. Beispielsweise gehören Penaten oder Neutrogena dazu. Außerdem gibt es einen riesigen Bereich in den Themen Wellness, Mundpflege und Baby. Medizinisch sind eine Menge Produkte im Bereich Krebs, Pilzinfektionen und Schmerzmittel vertreten. Abgesehen davon, deckt der Konzern die gesamte menschliche Laufbahn vom Baby bis zu Medizin für ältere Menschen ab. Das Unternehmen ist auch von den Werten her in 2024 interessant. Die Dividendenrendite liegt bei angenehmen 3,8 %. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 22 %.

Intel Corporation

Intel war bereits 2022 einer meiner Top-Favoriten. Damals stand die Aktie bei rund 24 Dollar, mittlerweile hat sie sich bei 40 eingependelt. Das Hoch lag zuletzt bei 67 Dollar. Wenn wir von einer weiter voranschreitenden Digitalisierung und technischen Weiterentwicklung ausgehen, dann ist klar, dass wir eine gute Infrastruktur und starke Prozessoren brauchen. Dafür ist Intel ein weltweit führendes Unternehmen. IT und Kommunikationstechnologie sind hier die Hauptthemen, genau wie Speicherchips und Speicherkarten. Die Dividendenrendite liegt bei rund 2 %.

Walt Disney

Dieses weltweit führende Familienunterhaltungs- und Medienunternehmen brauche ich Dir wahrscheinlich nicht mehr vorzustellen - Disney kennt nun wirklich jeder. Die Disney-Brüder gründeten das Unternehmen bereits 1923. Neben Film und Fernsehen (und mittlerweile auch Streaming) gibt es noch die riesen Bereiche der Freizeitparks und des Merchandisings. Die Dividendenrendite ist mit etwa 0,4 % eher klein, das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist mit über 40 dafür sehr hoch. Alleine der Name und die Marke von Disney sind natürlich omnipräsent. Den Wert von 91 Dollar hat die Aktie das Jahr über ziemlich gehalten. Der Hochpunkt war allerdings auch schon mal bei über 200 Dollar. 

Paypal

Paypal ist beispielsweise auch in der Nasdaq gelistet. Es handelt sich um einen Zahlungsdienstleister. Anfang des Jahres lag Paypal noch bei 75, mittlerweile liegt die Aktie bei 57 Dollar. Es gab allerdings zu Hochzeiten auch schon Kurse von um 300 Dollar. 

Eine Dividendenrendite gibt es nicht, das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist bei knapp 28. Natürlich wird sie nicht morgen wieder bei 300 stehen, aber die letzten zwei Jahre waren schlecht genug; es müsste jetzt eigentlich wieder nach oben gehen. 

General Mills

General Mills ist für mich ein sehr erstaunliches Unternehmen, denn es steigert die Gewinne Jahr für Jahr. Es handelt sich um ein weltweit führendes Unternehmen der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Es werden mehr als 100 Marken in mehr als 100 Ländern vermarktet. Der Kurs war zum Jahresbeginn bei 85, jetzt liegt er bei etwa 65. Die Spitze war aber auch schon bei über 90 Dollar. Ernährung ist zweifelsohne ein sehr wichtiger Bereich, vor allem wenn es auch immer mehr Menschen auf der Welt gibt. Die Dividendenrendite liegt bei satten 3,6 %, das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei rund 14 %. 

Coca-Cola

Coca-Cola ist eines der größten - wenn nicht sogar das größte - Getränkeunternehmen der Welt. Seit 1892 gibt es mittlerweile weltweit über 500 Marken, die zum Unternehmen gehören. Über 3,5k Produkte werden auch der ganzen Welt verkauft. Von 65 Dollar zum Jahresanfang sank der Wert mittlerweile auf rund 58 Dollar, die Dividende liegt bei über 

3 %. Gehen die Zinsen wieder zurück, was 2024 zu erwarten ist, dann ist eine Coca-Cola Aktie mit diesem Wert als Basisinvest bestimmt nicht verkehrt. 

South West Airlines

Da die zyklischen Werte in diesem Jahr sehr gelitten haben, habe ich als letzte Aktie die der South West Airlines mit aufgenommen. Diese Airline-Aktie ist für mich auch so ein klassischer Turnaround-Kandidat. Mit einer Dividendenrendite von 0,66 % ist sie nicht ganz unattraktiv und von 40 Dollar zu Jahresbeginn ging es auf Stand heute 27 Dollar zurück. Nach Corona waren wir in der Spitze schon bei 65. Die Renditemöglichkeiten liegen also theoretisch bei 150-200 %. Wenn wir davon ausgehen, dass sich die Kurse nächstes Jahr wieder weiter beruhigen, dann könnte diese Aktie ganz interessant sein.

Wie gesagt, sind all diese Aktien keine Kaufempfehlungen. Aber es sind alles Werte, die sich in 2023 nicht ganz so toll gemacht haben. Daher machen sie für mich in meinem Portfolio absolut Sinn.

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#225 Durch den Nebel des Grauens: Eine klare Sicht auf 2024 mit Robert Halver!04 Dec 202300:25:05

Rückblick und Ausblick: Robert Halver analysiert das Börsenjahr 2023 und wirft einen Blick in die Zukunft!

Heute gibt es wieder ein spannendes Interview für Dich! Robert Halver ist zwar kein neuer Gast, sein Know-how macht ihn aber zu einem sehr beliebten. Der ehemalige Börsenkommentator ist immer wieder zu Fachthemen präsent - und deswegen für mich DAS Gesicht der Börse. Bis heute ist er zudem als Leiter für die Kapitalmarktanalysen bei der Bader Bank tätig. Vollumfängliches Fachwissen gepaart mit rheinischem Humor. Viel Spaß beim heutigen Interview!

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was ist Dein Fazit für 2023 — haben sich Deine Vorhersagen bewahrheitet?
    1. Welche positiven Dinge sind Dir aufgefallen?

  2. Healthcare und Pharma haben in den letzten Jahren kräftig gewonnen — wie schätzt Du die Lage für 2024 ein?

  3. Was erwartet uns 2024 in Wirtschaft/Rezession, Inflation und Zinsen?
    1. Wirtschaft & Rezession

    2. Inflation & Zinsen

  4. Welche Branchen siehst Du für 2024 im Fokus?

  5. Roberts Abschlusstipp für Anleger

Was ist Dein Fazit für 2023 — haben sich Deine Vorhersagen bewahrheitet?

Wir haben fast das Ende von 2023 erreicht und damit ist für mich natürlich wichtig zu wissen, wie der Experte das Jahr einschätzt? Haben sich die bisher von ihm getroffenen Vorhersagen bewahrheiten können oder lag er doch das ein oder andere Mal etwas daneben? 

Im Großen und Ganzen ist Robert zufrieden; sehr vieles lief so wie erwartet:

"Meine Vorhersagen haben zum Großteil getroffen. Man darf nie vergessen, wo Risiken sind, da sind auch Chancen. Wir Deutschen sind ja eher so, dass für uns das Glas immer halb leer ist. (...) Ich will ja keine Konflikte leugnen - ob Nahost oder Ukraine - aber offensichtlich ist die Börse immer wieder bereit, durch den Nebel des Grauens durchzuschauen und die positiven Dinge auch zu sehen. Man muss auch die positiven Dinge sehen, ich glaube das ist die große Kunst."

Welche positiven Dinge sind Dir aufgefallen?

Mein Podcast ist eher für die Optimisten gedacht, und die negativen Dinge werden zur Genüge durch die Presse getrieben. Ich wollte daher unbedingt von Robert wissen, welche positiven Aspekte ihm 2023 aufgefallen sind. Er konnte uns einige nennen:

  • Nahostkonflikt eskaliert bisher nicht - und damit logischerweise auch nicht die Ölpreise. 
  • Die Börse bezahlt Zukunft: Ja, wir haben Rezession, und die deutsche Wirtschaft ist etwas angeschlagen. Man darf aber nicht vergessen, dass sich die Weltkultur nicht nur aus Deutschland zusammensetzt. Wir haben ein enormes Wirtschaftswachstum in China. In Amerika scheint das Soft Landing bisher zu funktionieren. Deutschland profitiert als Industrie- und Exportland durch die positiven Werte der Weltwirtschaft.
  • Es gibt Chancen, dass der Ukrainekrieg einfriert: Angenommen, der nächste US-Präsident wird ein Republikaner, dann könnte die finanzielle Unterstützung für den Krieg einbrechen. Damit würde der Konflikt einfrieren und hoffentlich abnehmen. Der Haken: Es könnte sein, dass dann Deutschland wieder mit Russland Energiegeschäfte macht.

Auch was die Unternehmenszahlen angeht, sieht Robert die typisch deutsche Vorgehensweise: Die Unternehmen haben lieber tief gestapelt, damit die Unternehmenszahlen umso schöner aussehen. Sein Fazit dazu:

"Klar, wir hatten in einem schwierigen Jahr auch keine guten Unternehmenszahlen. Doch die Aussichten sind bei weitem nicht so verheerend. Und man kann deutlich erkennen, dass der Gewinntrend in den USA, Europa und Schwellenländern langsam nach oben will."

Bei der Auto-, Chemie- und Pharmabranche weist Robert aber deutlich auf  die Konkurrenz aus z. B. China hin, die weiter ernst zu nehmen ist; es war mehrfach ersichtlich in der letzten Zeit, dass heimische Unternehmen schwer zu kämpfen haben. 

"Wir müssen ganz klar vom Industriestandort besser werden. Wir waren schon damals immer relativ teuer - aber innovativ ganz weit vorne. Da müssen wir wieder hinkommen."

Im Gesamten geht es nicht nur darum, dass es den Unternehmen gut geht und die Börse dies honoriert, sondern auch die Wirtschaftsstandorte müssen eine Zukunft haben.

Healthcare und Pharma haben in den letzten Jahren kräftig gewonnen - wie schätzt Du die Lage für 2024 ein?

Die letzten Jahre waren gute Jahre für die Healthcare- und Pharmabranche. Gerade in den USA ging es gut bergauf. 2023 war der Trend etwas rückläufig. Wird sich dieser Trend auch 2024 noch fortsetzen? 

Laut Robert waren Healthcare und Pharma in 2023 einfach nicht mehr "en vogue". Corona hat beiden einen großen Boom beschert, durch die Rückbildung der Pandemie gab es in diesem Jahr aber einen größeren Fokus auf Tech beispielsweise. Dennoch könnte es im neuen Jahr wieder bergauf gehen - je nachdem, was die Pharma-Pipeline zu bieten hat:

"Wenn man jetzt natürlich hört, dass auch Krebserkrankungen mit mRNA-Technologie behandelbar gemacht werden sollen, dann wäre das ein riesen Ding. Natürlich sind wir da noch nicht, aber wenn es wirklich dazu kommt, dann wird die Börse das natürlich frühzeitig im großen Stil einfangen. Diesen Spirit braucht es eben aber, die Pharma muss wieder rauskommen aus "nur" Kostensenkungen."

Ganz persönlich wäre Robert ein zyklischer, kulturabhängiger Wert im nächsten Jahr aber lieber.

Was erwartet uns 2024 in Wirtschaft/Rezession, Inflation und Zinsen?

Wirtschaft & Rezession

Natürlich habe ich Robert auch nach den Top 4 Topics für 2024 gefragt: Was erwartet uns seiner Meinung nach in den Themen Wirtschaft/Rezession, Inflation und Zinsen im neuen Jahr?

Ein Wirtschaftswunder erwartet Robert für 2024 auf gar keinen Fall, trotzdem geht er davon aus, dass wir endlich "den Karren aus dem Dreck ziehen" und es weiter vorangeht. China und USA werden die deutsche Wirtschaft stützen, es wird mehr Schulden geben (auch von Deutschland). Zum Thema Schulden hat Robert eine ganz klare Meinung:

"Ich habe immer gesagt: Lasst gute Schulden zu! Gute Schulden sind Schulden, die der Infrastruktur zugutekommen: Brücken, Straßen, Netzinfrastruktur, Energieversorgung zu vernünftigen Preisen - das gehört eben auch dazu, um bei der Konkurrenz mitstinken zu können. Gerade Amerika macht uns gerade eine lange Nase."

Kaputtsparen bringe nichts, man müsse das Wirtschaftsgefüge wieder heben. Schlechte Schulden hingegen, wie noch mehr steigende Sozialleistungen, wären keine Hilfe. Robert wünscht sich ganz klar, "dass die Politiker mehr in Ludwig Erhard-Bettwäsche schlafen, als in Karl Marx-Bettwäsche".

Inflation & Zinsen

Aktuell sind wir bei ca. 4 % Inflation angekommen, daher möchte ich von Robert auch wissen, wie er die Inflations-Situation für 2024 einschätzt. 

Die USA ist inzwischen so hoch verschuldet, das kann man mit steigenden Zinsen alleine nicht mehr bewältigen. Der US-Notenbank hilft hier die weiterhin fallende Inflation. Robert geht daher von einer Kerninflationsrate mit einer 2 vor dem Komma aus, die man im Frühjahr erreichen wird. 

Das würde den USA helfen, die Zinsen nicht weiter erhöhen zu müssen und das bereits erreichte Zins-Plateau im Frühjahr langsam nach unten fallen zu lassen. 

Robert erwartet aus diesem Grund zur Verhinderung der Rezession 3-4 Zinssenkungen. Das würde entsprechend das gesamte Zinsgefüge entspannen - inklusive Themen wie Anleiherenditen. Die EZB wird laut Roberts Meinung nachziehen und als "Abziehbild der US-Notenbank" fungieren: 

Auch sie weiß, dass die Inflation im Trend weiter runterkommen wird, auch wenn die Konjunktur das so nicht hergibt. Die Roberts Meinung nach völlig überzogenen Gehaltsforderungen machen den Wirtschaftsstandort nur noch unattraktiver. Italien wird wahrscheinlich deutlich mehr Schulden aufnehmen (müssen), und die müssen bezahlbar bleiben. Die Zinsen werden also auch bei uns wieder fallen. 

Roberts Bonustipp: Dividende nicht vergessen! Gerade bei den amerikanischen Aktien wie Coca-Cola, Software/Tech und… Windeln! 

Welche Branchen siehst Du für 2024 im Fokus?

Um noch etwas tiefer in 2024 einzutauchen, habe ich Robert noch gefragt, welche Branchen er für 2024 als wichtig erachtet, und was man ins Depot aufnehmen sollte. Wie immer sind das reine Informationen und keine Kaufempfehlungen.

Nach wie vor sieht Robert in Amerika die High Tech - Branche ganz vorne:

"Wie kommt man denn dazu zu sagen, dass KI nur eine weitere Sau ist, die übers Parkett gejagt wird? Nein - es ist ein nachhaltiges, wichtiges Geschäftsmodell. Alleine wegen der Tatsache, dass China und die USA um die Pool Position in der Welt konkurrieren. Digitalisierung und Ersetzung des Menschen durch die Maschine - das läuft weiter."

Doch auch die zweite Reihe behält laut Robert weiter ihre Relevanz: Die Microsofts, die Alphabets, die Apples von morgen. Wenn die amerikanische Wirtschaft Aufschwung erlebt, wird auch ein Russell 2000, der die kleineren Werte umfasst, einen Aufschwung erleben. 

"Wir haben nicht die High Tech - Branche wie in Amerika, das haben wir politisch verschlafen. Was wir aber können, sind die Zykliker - und da sind wir auch in der zweiten Reihe sehr gut aufgestellt."

Robert selbst ist ein sehr großer Fan des MDAX, also von allem, was Fahrzeugzulieferer, Maschinenbau, Elektrotechnik, Chemie etc. umfasst. Da sieht er direkt den Hebel, sobald die Weltkonjunktur zunimmt: "Eine Renaissance Europas mit zyklischen Branchen."

Roberts Abschlusstipp

Zum Ende der Folge möchte ich natürlich auch von Robert noch einen Abschlusstipp für meine treuen Hörerinnen und Hörer und alle Anleger da draußen bekommen. Wie sieht Robert den Jahresendspurt und was ist jetzt noch zu tun?

"Ich würde weniger spekulieren, sondern es geht mir mehr darum, positioniert zu sein. Man muss ein wenig von schlechten Nachrichten abstrahieren, die sich grundsätzlich immer besser verkaufen als gute Nachrichten. Klicks sind immer dann möglich, wenn es Blut, Schweiß und Tränen gibt. Man muss sich mehr eine amerikanische Sichtweise, was Börsen und Kapitalmärkte angeht, zu eigen machen: Nicht nur die Risiken, sondern auch die Chancen sehen. Das Glas ist mindestens halb voll. Ich würde mich in den genannten Branchen positionieren und auch die Schwellenländer nicht vergessen."

Beispiele für wichtige Schwellenländer seien Brasilien und Mexiko. Außerdem wichtig: Langfristige Anleihen beachten! 

Danke Robert, für das mega spannende Interview!

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Wie immer gilt: Alle im Podcast genannten Aktien sind keine Kaufempfehlung! Wir geben lediglich Vermutungen und Meinungen nach bestem Wissen und Gewissen, wie es kommen könnte. 

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#224 Vermögensaufbau leicht gemacht: Die 3 Formeln für Deinen finanziellen Erfolg27 Nov 202300:19:43

Geldanlagen, Zinsen, Invests & Co.: Ein Prolog zum Reichtum

Es gibt verschiedene Wege, reich zu werden. In einem Börsenpodcast sprechen wir natürlich über das Thema der Börseninvestitionen. Es gibt jedoch noch ein "davor" und ein "danach". Die Börse ist eine Assetklasse, über die man nachdenken kann, um Vermögen aufzubauen. Es gibt Gold, es gibt Cash, es gibt Kryptos, Rohstoffe etc. Auch in Richtung Kunst, Uhren und Oldtimer gibt es eine schier unendliche Liste. Welche Assetklassen gibt es also, wie strukturiere ich das Ganze, und wie baue ich denn überhaupt Vermögen auf? Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten, aber ich habe auch eine sehr einfache Formel, die ich immer wieder gerne empfehle: ESI, für Einkommen, Sparen, Investieren. Diese Formel kann auch noch ergänzt werden: ESI + ZGZ + IW. Dazu bekommst Du ebenfalls Informationen in dieser Folge.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was hat es mit den Formeln auf sich?

  2. Welche Assetklassen gibt es, und wie könnten sich diese nächstes Jahr entwickeln?

  3. Welche Rolle spielst Du?

Was hat es mit den Formeln auf sich?

Fangen wir klein an: Wenn Du Dein E steigerst, also dafür sorgst, dass Dein Einkommen ansteigt, dann kannst Du mehr S, also sparen, und mehr I, also investieren. Beim Investieren möchte ich noch zwischen Zinsen und Rendite unterscheiden. Ich persönlich verbinde das Sparen mit Zinsen, Investieren heißt, eine Rendite zu erzielen. Rendite bedeutet, dass etwas im Wert steigt. 

ESI ist für mich also die Formel, um Vermögen aufzubauen. Darunter kommt noch das ZGZ und das steht für: Zinsen, Geld, Zeit. Zeit ist dabei ziemlich selbsterklärend: Wenn Du heute jung bist und einen langen Zinseszins-Effekt hast, dann kannst Du natürlich entsprechend viel Geld aufbauen. Das G für Geld ist auch einfach erklärt: Je mehr Geld Du beiseite legst, und umso mehr Geld Du anlegst, desto besser kann Dein Vermögen wachsen.

Z (R), Zinsen und Rendite: Wenn Du nur 1-2 % Zinsen mehr pro Jahr bekommst, hört sich das erstmal wenig an. Doch je länger Du die Zinsen behältst, je höher sie sind, umso mehr steigt Dein Vermögen anschließend weiter an. Jetzt haben wir noch das W und das I: Das I steht für Ich, denn es ist unglaublich wichtig, dass Du wächst und Dein Mindset passt. Dazu gehören auch Selbstvertrauen und der Selbstwert. Investiere daher auch immer in Dich und in Deine Persönlichkeit. Das W ist Dein Motor: Das W ist Dein Warum. Dein Warum kann vielseitig sein: Mehr Reisen, ein eigenes Haus, eine Altersvorsorge für Deine Eltern… Geld allein macht nicht glücklich, aber es schafft Dir Möglichkeiten und vor allem Freiheit.

Mein Bonustipp für Dich: Kümmere Dich immer um Dein Finanzwissen!

Welche Assetklassen gibt es, und wie könnten sich diese nächstes Jahr entwickeln?

Diese Prognosen sind natürlich keine Garantie! Aber ich möchte Dir eine Richtung zeigen, was theoretisch alles möglich ist. 

Schauen wir uns die größten Assetklassen an: Aktien, Gold & Silber, Rohstoffe, Krypto, Anleihen, Immobilien und Cash.

Wenn Du Dein Depot mit verschiedenen Assetklassen füllst, musst Du keine Angst haben, diese könnten miteinander korrelieren: Während eine Assetklasse verliert, gewinnt in der Zeit eine andere.

Für nächstes Jahr schätze ich die Lage wie folgt ein:

Aktien bekommen ein Plus, da stellt sich auch grundsätzlich nicht die Frage, ob sie in Dein Depot gehören. Aktien gehören immer ins Depot, vor allem, auch wenn Du langfristig planst.

Rohstoffe: Bei den Rohstoffen müssen wir ein bisschen unterscheiden zwischen Gold, Silber und dem Bereich Kupfer (Lithium,...)/anderen Rohstoffen. Bei Gold vergebe ich ein Plus, denn wenn man auf dem Zinsmarkt keine Zinsen mehr bekommt, kann man auch Gold kaufen. Bei Silber sehe ich es ähnlich, vielleicht wird Silber sogar noch ein bisschen stärker als das Gold. Rohstoffe wie Kupfer etc. sehe ich auch mit einem Plus. Die Nachfrage nach Rohstoffen wird immer größer. 

Bei der Verteilung in Deinem Depot sehe ich Rohstoffe, Gold und Silber als Beimischung bei etwa 10 %.

Coins: Mit Coins meine ich hier Bitcoin und Ethereum. Ich habe nicht mal 1 % in den Coins und beschränke mich deshalb einfach auf die beiden großen Coins am Anfang der Liste. Ich glaube, auch hier kann es nächstes Jahr ein Plus geben.

Anleihen: Unternehmensanleihen, Staatsanleihen, … sind vor allem abhängig vom Gang der Welt. Das bedeutet, man muss immer ein bisschen schauen, was gerade so passiert und auch, wie sich die Zinsen entwickeln. Wenn Du eine Anleihe mit hohen Zinsen eingekauft hast und die Zinsen sinken, wird Deine Anleihe im Kurs gewinnen. Gemäß meinem Gefühl für 2024, werden die Zinsen ab April/Mai nach unten gehen.

Cash/Bargeld: Das ist natürlich kein richtiges Investment, aber Cash/Bargeld gehört auf jeden Fall immer mit dazu. Ich glaube gerade in der jetzigen Zeit macht es Sinn, etwa  15-20 % Bargeld zu haben. Einfach aus dem Gedanken heraus "das ist Geld, das ich an der Seite habe, damit gehe ich erstmal kein Risiko ein". Sollten die Märkte nach unten gehen, hat man Geld frei, um zu investieren. 

Welche Rolle spielst Du?

Neben der eigenen Persönlichkeit und dem eigenen Mindset ist für mich abschließend noch eine Sache ganz wichtig: das Geben. Spenden lässt sich auch wieder zweierlei aufteilen: Du kannst es über Zeit oder über Geld tun. Grundsätzlich vermute ich, dass man nie genug Geld verdienen könnte, um es allen Menschen zu geben, die Hilfe brauchen. 

Wenn Du dem Universum zeigst, dass Du mit Geld gut umgehst, dann bekommst Du immer mehr davon.

Abschließend kann man sagen, investiere immer in Dich, Deine Persönlichkeit und Dein Finanzwissen/Mindset, dann stehen Dir alle Wege offen. Wenn Du dann auch noch Gutes für andere tust, wirst Du für Deine Mühen belohnt.

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#223 Vom Büro zum Beach: Das veränderte das komplette Leben von Joana und Axel!20 Nov 202300:33:33

Vom öffentlichen Dienst in die Sonne: Interview mit Joana und Axel Kleiner

Ich habe diesmal zwei spannende Gäste für Dich und eine Folge, die Dir zeigt, wie schnell sich im Leben alles ändern kann. Joana und Axel haben sich vor gerade mal vier Jahren an einer Imbissbude getroffen, mittlerweile sind sie sogar verheiratet. Das Power-Couple kann heute seinen Cashflow in der Sonne mithilfe eines Laptops am Laufen halten - doch das war nicht immer so. Gestartet sind sie im öffentlichen Dienst, und das ist beinahe richtig schiefgelaufen. 

Axel war 28 Jahre lang Polizist in Berlin und wurde immer unzufriedener. Der Käfig seines vermeintlich sicheren Beamtenlebens schnürte ihm die Luft zum Atmen ab. Das Thema Finanzen hat ihm andere Perspektiven geboten. Ein gesundheitlicher Notfall im Beruf hat ihm schließlich die Reißleine gezeigt, die er so sehr brauchte.

Joana hat 17 Jahre einen "typischen Bürojob" hinter sich. Was als Gedanke des "schnell aus dem Elternhaus raus" begann, hat sich hinterher als noch größere Fessel herausgestellt: Statt spannendes politisches Geschehen bei ihrem Ausbilder, dem Deutschen Bundestag, gab es eine gefühlte Gefangenschaft im Archiv. Sie "habe irgendwann keinen Sinn mehr in der täglichen Arbeit gesehen" und schließlich, ähnlich wie Axel, aufgrund einer psychischen Dauerbelastung kurz vorm Herzinfarkt das Weite gesucht. Eine private Trennung nach mehr als einem Jahrzehnt in Verbindung damit, hat schließlich für Josy den Grundstein gelegt, alles zu verändern.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was war Euer bisher bestes/schlechtestes Investment & was waren die Learnings daraus?
    1. Euer schlechtestes Investment

    2. Euer bestes Investment

  2. Wie seid Ihr zu Ulrich Müller gekommen und was habe ich in Eurem Leben verändert?

  3. Wie sieht Euer Lebensalltag auf Gran Canaria aus?

  4. Worüber sollte man nachdenken, um das Leben mit anderen Augen zu sehen?

Was war bisher Euer bestes/schlechtestes Investment & was waren die Learnings daraus?

Natürlich habe ich Joana und Axel als erstes gefragt, was sie mir über ihre Investments sagen können. Investiert in ein besseres Leben haben sie bereits - doch vielleicht gibt es noch mehr?

Euer schlechtestes Investment

Für Axel ist die Antwort ziemlich klar: Er bereut sich so lange auf dem Beamtenstatus ausgeruht zu haben:

"Ich hatte keine Ahnung wie man mit Geld umgeht, war immer in Watte gepackt. Wenn Du keine Ahnung von Finanzen hast, kannst Du nicht selbstbestimmt leben - Du lebst nur nach den Entscheidungen, die andere für Dich treffen und nach den Dingen, die Du für vermeintlich richtig (weil du nichts anderes kennst) hältst."

Joana geht sogar noch einen Schritt weiter und erzählt mir, dass "die pure Faulheit" sie davon abgehalten hat, sich mit ihren Finanzen auseinanderzusetzen. Das wurde aus preislicher Sicht irgendwann zur Vollkatastrophe, denn sie investierte an der falschen Stelle:

"Es war einfach die pure Faulheit, die mich davon abgehalten hat, mich mit meinen Finanzen zu beschäftigen. Ich wollte das auch gar nicht. Geld war für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Das ging dann so weit, dass ein befreundeter Versicherungsmakler meine German Angst total ausgenutzt hat. Ich war völlig überversichert, ich glaube es gibt niemanden, der so viele Versicherungen hatte wie ich."

Falsches Vertrauen führte bei Josy dazu, dass sie sich, wenn auch nicht böswillig, ausnutzen ließ und einen Haufen Geld ausgab, ohne richtig zu wissen, wofür eigentlich. 

Das Learning daraus sieht für beide ziemlich identisch aus: "Du musst Deine Finanzen kennen!" Und genau das haben sie bis heute auch umgesetzt und feiern jetzt die Erfolge. Denn mittlerweile kennen sie sich mit ihren eigenen Zahlen aus und wissen, was sie und wie sie etwas tun. 

Euer bestes Investment

Auf die Frage nach dem bisher besten Investment muss Axel lachen:

"Ich habe vier Euro für einen Döner ausgegeben und dafür meine Frau kennengelernt.", sagt er mir halb im Scherz, halb ernstgemeint. 

Außerdem habe ihm aber das Investment in gute Fachliteratur sehr geholfen:

"Ich habe mir einen Wälzer von 800 Seiten gekauft, das hätte mich früher total abgeschreckt. Aber das mündete irgendwann in einem ganzen Bücherregal voller Bücher über Aktien, Finanzen, Mindset. Darüber kam ich dann zu Seminaren. Da kam nicht nur eine ganze Menge Wissen zusammen, sondern auch der Mut, endlich etwas anzufangen."

Gemeinsam haben die Beiden sich schließlich so gut entwickelt, dass sie über eine Immobilieninvestition (und den nachfolgenden Verkauf) einen schönen Gewinn einstreichen konnten. Finanziell und emotional sei das am Ende das bisher beste Investment für beide gewesen; zusammen mit dem Invest in die eigene Persönlichkeitsentwicklung.

Wie seid Ihr zu Ulrich Müller gekommen und was habe ich in Eurem Leben verändert?

In einem Interview mit mir kommen meine Gäste auch um eine Frage nicht herum: Was konnten sie von mir lernen bzw. wie konnte ich ihr Leben positiv beeinflussen? 

Erstmals getroffen haben wir uns auf dem Immopreneur-Kongress, der damals wegen Corona online stattfinden musste. Mein Gastvortrag zum Thema Aktien gab schließlich den Ausschlag, Kontakt aufzunehmen und dann auch erste Pakete zu buchen:

"Ich hab dann einfach endlich den Ausweg aus der ganzen beruflichen Misere gesehen. Wenn man dadurch auch monatliches Einkommen generieren kann, konnte das ja nur ein guter Ansatz sein. Wir fingen an herumzurechnen und zu schauen, ob man die Haushaltskosten damit abdecken würde, und wie wir unsere Kosten verringern können."

Nach den Seminaren und einem Jahr in der VIP-Platin-Mitgliedschaft fühlen die Beiden sich nun "sehr gut für ihr weiteres Leben gerüstet". Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr mich das freut.

Wie sieht Euer Lebensalltag auf Gran Canaria aus?

Da Axel und Josy mittlerweile in der Sonne leben, durfte eine ganz wichtige Frage nicht fehlen: Wie sieht der aktuelle Lebensalltag der Beiden aus? Für so viele Menschen ist diese Perspektive so unrealistisch und weit weg, da möchte ich gerne Erfahrenen die Möglichkeit geben, ihr Wissen und ihr Leben zu teilen, damit auch Du davon profitieren kannst. Gibt es etwas Inspirierenderes und Motivierenderes, als solch eine Geschichte zu hören?

Ausschlaggebend war tatsächlich der Ausschnitt eines Disneyfilms auf der Finance Mastery: Ein Pärchen träumt von Reisen und heftet immer Bilder ihrer Träume an den Kühlschrank. Mit dem eigenen Haus kommen jedoch so viele Verpflichtungen, dass beide bis zu ihrem Tod nicht schaffen, das Leben zu leben, das sie sich so sehr wünschen. Für Josy war das der Punkt, ab dem es kein Zurück mehr gab:

"Natürlich war das ein riesen Schritt. (...) Aber jetzt am Ende haben wir die Möglichkeit, ein Leben zu führen, das nach all unseren Werten und unserem Willen ist. Wir leben einerseits total eigenbestimmt, aber eben mit einer gewissen Struktur."

Auch der Ausbruch aus der "falschen Klimazone" gehörte für beide dazu. Finanzielle Freiheit und auch neue gesundheitliche Strukturen (Meditation, Journaling, Sport) haben ihr Übriges dazu geleistet. Arbeit im Einklang mit Freizeit und dem eigenen Willen - das ist das Traumleben, was Axel und Joana heute mental gesund leben können. 

Die Freiheit, selbstbestimmt und gesund zu leben, ist auch für mich ein bewundernswerter Faktor: Denn wenn Du frei und gesund bist, bist Du unsterblich reich.

Über was sollte man nachdenken, um das Leben mit anderen Augen zu sehen?

Zum Schluss möchte ich von Joana und Axel wissen, welche "Hallo wach"-Tipps sie Dir mit an die Hand geben können. Platt gesagt muss es ja nicht immer erst zum Äußersten kommen wie bei den Beiden, damit man im Leben etwas ändert. Welche Dinge kann unser Powerpaar empfehlen, um das Leben mit anderen Augen zu sehen und es zum Positiven zu verändern?

  1. "Ich glaube, das große Geheimnis ist, einfach mal zu machen. Ins Tun zu kommen. Uns hat das Buch 'Denke nach und werde reich' von Napoleon Hill sehr geholfen, Dinge klarer zu sehen und umzusetzen. Ein Tipp daraus war beispielsweise, seine Schiffe abzubrennen. Genau das haben wir getan: Wir haben uns ein wenig den Weg verbaut, zurückzugehen. Dadurch schauen wir mit einer ganz anderen Ernsthaftigkeit in die Zukunft."

  2. Ein weiterer Buchtipp: "Sorge Dich nicht, lebe!" von Dale Carnegie: "Wir neigen dazu, uns von Sorgen und Ängsten auffressen zu lassen. Du sollst nicht mit dem Kopf durch die Wand, hab eine Strategie. Aber Du weißt um Deine Stärken und wie Du sie einsetzen kannst."

Herzlichen Dank, Joana und Axel, für dieses spannende und inspirierende Interview!

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#222 Jahresend-Check: So optimierst Du Deine Rendite!13 Nov 202300:20:36
Was Du zum Jahresende tun musst!

Es ist November und damit stellt sich die Frage: Kommt da noch was oder war es das für das Börsenjahr 2023? Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir eine schlimme Krise an der Börse. Dieses Jahr haben sich viele Werte wieder berappelt. Nun ist wieder November und daher gebe ich Dir in dieser Folge einen Überblick darüber, was Du jetzt in den letzten zwei Monaten tun bzw. worauf Du achten solltest, um das Jahr gut zu Ende zu bringen. Hast Du Rendite gemacht? Wie hoch war sie und was sagt das im Vergleich über Deine Werte aus? 

 

Es wird Zeit für einen Rückblick: Ist das Jahr gut gelaufen oder nicht? Ich persönlich glaube, es ist der falsche Ansatz, in den letzten 6-7 Wochen alles vom Jahr aufholen zu wollen. Das wird nicht funktionieren - Du würdest zwangsweise ein zu großes Risiko eingehen. Für mich persönlich gibt es vier ganz wichtige Themen, die ich mir im November/Dezember jeden Jahres mal zur Brust nehme. Natürlich kannst Du diese Punkte auch das ganze Jahr über betrachten, für mich sind sie in den letzten Wochen eines Jahres wichtig, weil ich mir dann das Feedback ziehe, wie es gelaufen ist. Schauen wir uns an, welche das sind!

 

Diese vier Themen sind jetzt unglaublich wichtig:

 

  1. Deine Rendite

  2. Deine Strategie

  3. Deine Steuern

  4. Ziehe privat und an der Börse Dein Fazit: Wie ist Dein Jahr gelaufen?

Deine Rendite

Jetzt ist die beste Zeit, um ein Resümee zu ziehen: Wo stehe ich, wie sieht meine Rendite für das Jahr 2023 aus? Doch nicht nur der Status Quo ist super wichtig - fast noch wichtiger für jeden Investor ist: Wo wollte ich denn eigentlich stehen, was wollte ich erreichen? Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Du hast die Rendite wirklich erzielt - dann herzlichen Glückwunsch! Wenn Du sie nicht erreicht hast, solltest Du Zweierlei tun: Dir überlegen und nachprüfen, warum Du sie nicht erreicht hast und Du solltest auch schauen, ob Deine Emotionen und Du es verbockt haben oder die Marktsituation an sich.

Wenn Du das analysiert und verstanden hast, hast Du einen letzten großen Punkt zu tun: Was änderst und lernst Du daraus? Hierfür empfehle ich es immer, ein Trading Journal zu führen. So hast Du die Möglichkeit, immer den Überblick zu behalten. Du bekommst aus diesem Trading Journal ein Feedback und mit diesem Feedback kannst Du es besser machen. 

Deine Strategie: 

Du wirst hoffentlich mit einer gewissen Strategie an die Märkte herangetreten sein. Vielleicht warst Du in einem meiner Seminare oder bei der Finance Mastery. Dann weiß ich ganz bestimmt, Du hast eine persönliche Strategie ausgearbeitet. Wenn Du aktuell "nur" meinen Podcast hörst und vielleicht mein Buch gelesen hast, wirst Du dennoch wissen: Du brauchst als Investor eine glasklare Strategie. Jetzt zum Jahresende ist der Zeitpunkt gekommen:

Hast Du alles so umgesetzt, wie Du es Dir vorgenommen hast?

Jetzt haben wir wieder zwei Möglichkeiten, wenn Du alles umgesetzt hast: Hat es geklappt? Wenn nicht nur die Renditen gut waren, sondern Du auch Deine Strategie konsequent umgesetzt hast und das erzielt hast, was Du wolltest, dann gratuliere ich Dir!
Wenn Du es jedoch nicht geschafft hast, musst Du auch hier wieder in die Analyse gehen: Warum hast Du es nicht geschafft? Hast Du nicht alles umgesetzt? Was hast Du nicht umgesetzt und vor allem - warum? Es ist ganz wichtig herauszufinden, wo der Fehler lag. Waren es strategische Fehler? Gab es Emotions-(Ver-)Käufe? Ein Extratipp: Trade mit jemand anderem zusammen und macht einmal die Woche einen Abgleich. So könnt ihr gegenseitig kontrollieren, ob der jeweils andere seine eigenen Regeln befolgt hat. 

Deine Steuern:

Bei diesem Thema würde ich Dir tatsächlich empfehlen, auch während des Jahres schon mal einen Blick darauf zu werfen. Für das Thema Steuern ist vorrangig erstmal ganz wichtig, wie Du tradest: Tradest Du in einer Stiftung, privat, für eine GmbH? Wir können hier nicht auf alles detailliert eingehen. Was wir uns aber anschauen, ist die Tatsache, dass Aktien und Gewinne der verschiedenen Vehikel verschieden versteuert werden. Wenn Du über unsere Seminare kommst, generierst Du z.B. einen großen Cashflow über die Optionen.

Jetzt zum Jahresende ist daher die beste Zeit, sich auf legalem Wege anzuschauen, wie man das ganze Steuergame ein wenig optimieren kann. Ich persönlich bin immer der Meinung, wenn wir so viele Steuern haben und so viel Steuern zahlen können, dann ist es auch völlig legitim zu schauen, wo man Steuern sparen kann. Wenn Du beispielsweise einerseits Aktien mit Verlusten hast und auf der anderen Seite solche mit Gewinnen, dann kann man hier gewisse Dinge ein wenig verrechnen. Bonustipp auch für 2024: Ich empfehle, quartalsweise mal in die Steuersituation reinzuschauen. So kannst Du unter dem Jahr auch schon Deine Strategie anpassen. Beachte nur immer: Verzock Dein Steuergeld nicht, das gehört bestenfalls auf ein Extrakonto. Steuern werden immer fällig.

Ziehe privat und an der Börse Dein Fazit: Wie ist Dein Jahr gelaufen?

Ein letzter sehr wichtiger Punkt ist für mich immer das Fazit. Das kannst und solltest Du sowohl privat als auch für Dein Börsenjahr ziehen. Wie ist es denn gelaufen? Bist Du zufrieden? Wie planst Du das nächste Jahr? Über diese vier Punkte kannst Du in diesem Zusammenhang nachdenken:

 

  1. Wie hat sich Dein Einkommen verändert - verdienst Du heute mehr? Sowohl bei Ja als auch bei Nein - mach Dir bewusst, woran es liegt. Warum hast Du in diesem Jahr mehr verdient/warum nicht? Kümmere Dich Ende des Jahres um Dein Geld. Was hat funktioniert/was nicht? Nutze diese Erfahrungen, um Deine Strategie fürs neue Jahr anzupassen. 

  2. Klug & konstant lernen & wachsen: Nimm Dir Ende des Jahres Zeit und schau Dir an, was Du erreicht hast. Wo stehst Du/wo wolltest Du hin? Ist das Jahr gut für Dich gelaufen? Beachte dafür auch Faktoren wie Gesundheit, Soziales, Zufriedenheit. 

 

Du kannst vieles messen: Dein Gewicht, Dein Geld, Deine Rendite. Es gibt aber auch viele Softfacts, wie die Tatsache, wie Du Dich fühlst. Das bringt mich zu meinen drei Gs:

 

Glück, Gesundheit und Geld.

 

Diese drei Faktoren gehen immer zusammen. Sie beeinflussen Dein Leben. Ich persönlich glaube, wenn es Dir richtig gut geht, wenn Du richtig strahlst, dann strahlst Du es auch ins Universum aus, und damit wirst Du die richtigen Menschen anziehen. Damit wirst Du das Geld anziehen. Damit wirst Du die richtigen Aktien kaufen. Denn alles auf der Welt ist Energie.

 

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#221 Meine Prognose für das Jahresende: Das solltest Du mit Deinen Aktien machen!06 Nov 202300:20:47

Was bisher geschah… und was Dich in den letzten 8 Wochen des Jahres noch erwartet: Marktüberblick Oktober & Ausblick November/Dezember

Ganz so schrecklich wie Halloween wird es an der Börse wohl nicht werden. Doch Monatsende bedeutet für uns immer: Zeit für einen neuen Marktüberblick! Was ist im Oktober passiert, was erwarten wir in den letzten Wochen des Jahres, und wie kannst Du Deine Rendite und Dein Depot jetzt noch auf Vordermann bringen? Wie immer schauen wir dabei auf das Who-is-Who der Börsennamen, mit dabei sind unter anderem der Dow Jones und die Nasdaq. Natürlich darf auch ein Blick auf Gold/Silber sowie Euro/Dollar nicht fehlen, und wir schauen uns auch an, was sich beim UM Strategy Fund getan hat.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was ist im Oktober auf den Märkten passiert?

  2. Was bewegt die Märkte?

  3. Was erwartet uns?

  4. Wie geht es weiter?

Was ist im Oktober auf den Märkten passiert?

Schauen wir uns zunächst mal im Überblick die gängigen Größen der Börse an: Was war los, und was bedeuten die Zahlen im Vergleich zum Vormonat? Wir haben für einen besseren Überblick unsere monatliche Liste noch um den Russell 2000 und den MSCI World ergänzt.

Dow Jones: Von 33.500 ging es ein Stückchen runter auf 32.900, das bedeutet ein Minus von 1,8 %. 

Nasdaq: Von 14.715 gibt es ein Minus auf 14.335, das ist in Prozenten ausgedrückt ein Minus von 2,6 %. Wenn wir uns die Nasdaq gleichgewichtet anschauen, hat sie sogar ein Minus von 5,5 % erwirtschaftet. Auf Jahressicht haben wir sogar ein sattes Plus von 31 %.

S&P 500: 4.288 auf 4.166 runter - das macht ein Minus von 2,8 %. Gleichgewichtet hätten wir auch hier einen Verlust von über 5 %. Auf Jahressicht haben wir 8,5 % Plus - und das ist interessant - denn gleichgewichtet haben wir einfach ein Minus von stattlichen 5 %.

Russell 2000: Hier gibt es einen Abwärtstrend von 1.785 auf 1.647, das macht ein Minus von satten 7,8 %. Auf Jahressicht hat er 6,5 % verloren.

MSCI World: Im Oktober ist er von 2.853 auf 2.757 gesunken, das sind - 3,4 %. Jahressicht: knappe 6 % im Plus.

DAX: Der DAX hat von 15.386 auf 14.700 rund 4,6 % verloren. Jahressicht: 5,5 % im Plus.

Öl: Hier ging es üppige 10 % runter, von 90/91 auf rund 82. Auf Jahressicht ist die Lage fast unverändert.

Euro/Dollar: Hier gab es faktisch keine Veränderung, wir haben im September bei 1,06 die Werte verlassen, dort steht der Wert heute immer noch. Nach dem Komma haben wir eine Veränderung von ungefähr 0,4 %. Auch aufs Jahr gesehen gibt es fast keine Veränderung.

Gold/Silber: Gold hat im letzten Monat knapp 8 % zugelegt (von 18,48 auf 19,96), Silber immerhin noch 5,2 % (von 22,18 auf 23,34). 

Bitcoin: Auch der Bitcoin ist beachtlich gestiegen - von 27.072 ging es rauf auf 34.440. Das ist ein schönes Plus von 27 %. Auf Jahressicht ergibt sich sogar ein großes Plus von 108 %. Allerdings muss man dabei auch immer bedenken, dass dem ein gigantisches Minus vorausgeht - der Bitcoin kommt eigentlich von knapp 65.000.

UM Strategy Fund: Unser Fund ist im letzten Monat von 91,55 auf 88,50 gesunken, das macht ein Minus von rund 3,4 %. Auf Jahressicht sind wir aber weiterhin 13 % im Plus.

Was bewegt die Märkte?

Tatsächlich hat der Oktober seine gewöhnlichen Erwartungen nicht erfüllt: Normalerweise gehen die Märkte ab Mitte Oktober etwas rauf, das ist diesmal nicht passiert. Lediglich in den letzten ein, zwei Tagen wurde es ein wenig positiver. Tatsächlich sind die Anleger aber gerade vorsichtig euphorisch, denn die Berichtssaison ist in vollem Gange und bisher haben rund 75 % der Unternehmen bessere Zahlen präsentiert als ursprünglich angenommen. Fairerweise sei hier aber erwähnt, dass die Erwartungen grundsätzlich recht niedrig gehalten wurden.

Natürlich gibt es aber weiterhin die üblichen verdächtigen Themen, die uns schon längere Zeit beschäftigen: Zinsen, Inflation, Russland-Ukraine, mittlerweile auch Hamas-Israel, Rezession, und wie geht es eigentlich weiter? Und zu guter Letzt die aktuellen Sparraten  - all das beeinflusst die Menschen und damit die Märkte und die Wirtschaft. 

Was erwartet uns?

Wenn wir uns die Saisonalität einmal anschauen, dann stehen wir am sogenannten "Halloween-Effekt": Man sagt, nach Halloween, ab Anfang November, kommen die besten sechs Monate an der Börse. Das bedeutet also nicht nur einen positiven Blick auf das Jahresende, sondern auch einen weiteren Blick bis in den April hinein. Was die Inflation angeht, geht es ein Stück weit zurück: Wir liegen aktuell bei unter 4 %. Damit liegen wir schon deutlich unter den Werten vom Jahresanfang. Vor etwa einem Jahr lagen wir in der Spitze sogar bei über 10 %. 

Damit stehen aber dennoch weiter die Rezessionssorgen vor der Tür: EZB und FED haben immer zwei sehr wichtige Aufgaben: Stabilität und Vollbeschäftigung - und beides ist nun mal nicht zu bekommen. Das ist ein bisschen wie Ebbe und Flut, auch die Wirtschaft bewegt sich in Wellen. Die Analysten und Experten tappen natürlich ebenfalls immer ein bisschen im Dunkeln - bei der EZB/FED ist das ähnlich. Der Zinsanstieg zuletzt war gigantisch, jetzt bleibt die Frage, ob wir die Inflation abgewürgt haben und ob die Zinsen schon zu hoch sind. Aktuell haben wir eine Zinspause, aber man darf gespannt sein, in welche Richtung es dann weitergeht. 

Zinsanhebungen und -Senkungen kommen in der Regel auch immer erst nach 3-6 Monaten in der Wirtschaft an, und durch diese Verdachtsmomente kann es eben auch passieren, dass eine EZB/FED zu weit oder zu kurz läuft und entsprechend ihren Entscheidungen korrigieren muss. Auch das hat selbstverständlich wieder Auswirkungen, entweder wird die Wirtschaft mit der Inflation abgewürgt oder wieder stimuliert.

Wie geht es weiter?

Schauen wir uns jetzt nochmal den Fear & Greed Index an, dann lagen wir letzten Monat bei 24. Null ist die größte Angst, 100 die größte Gier. Aktuell liegen wir bei 28, damit sind wir also immer noch im Bereich der Angst. Ein Wert von 50 wäre neutral. Das bedeutet für uns, die Menschen werden immer noch durch Angst geleitet und daher können wir immer noch eher darüber nachdenken, in Aktien zu investieren. 

Wichtig ist, ganz genau hinzuschauen, denn am Ende geht es immer um Umsätze, Dividenden, Schulden, Mitarbeiter - das sind die Punkte, die die Börsenkurse langfristig bewegen. Hinzu kommen dann noch Dinge wie aktuell Israel, das sind Situationen, die die Märkte natürlich deutlich beeinflussen können und auch die Angst fördern. Zusätzlich sorgt das hohe Zinsniveau unter Umständen auch für weniger Investitionen seitens der Unternehmen.

Sind die Zinsen so hoch wie jetzt, werden Kredite deutlich teurer - das betrifft neben Unternehmen auch Verbraucherkredite. Auch hier wird also das Geld enger beisammen gehalten. Ganz schlimm trifft es aktuell die Bauindustrie, weil viele Haus- und Wohnungseigentümer jetzt schon große Schwierigkeiten bekommen haben. Spannend wird hier noch sein, wie eine EZB auf diese Entwicklungen (auch in Hinblick auf die vielen bisherigen Pleiten) reagiert, denn sie darf natürlich die Wirtschaft nicht komplett abwürgen. Der Wiederaufbau wäre kaum zu schaffen und unfassbar aufwändig.

Bisher ist die deutsche Wirtschaft geschrumpft, allerdings um einen unbedeutend niedrigen Wert. Es bleibt spannend, wie es weitergeht und wie die Konjunkturprognosen letztendlich aussehen. Bisher erwartet man einen negativen Wachstums-Wert von 0,6 %.

Tatsächlich haben die Deutschen immer noch 4,5 Billionen Euro auf der hohen Kante (Tageskonten, Sparbücher, Festgeld), das hat der kürzliche Spartag gezeigt. Es werden zwar auch hier wieder 2,3,4 % Zinsen geboten, doch im tatsächlichen Leben, im Realzins, liegt man immer noch im Minus, wenn man die tatsächlichen Kosten und die Inflation berücksichtigt.

Ich glaube, wir werden eine gewisse Bodenbildung erleben. Im November und Dezember werden die Märkte meines Erachtens wieder etwas steigen. Vor allem, was die Weihnachtssaison und das Window Dressing angeht - da sind mit Sicherheit noch Gelder zu holen. Es gibt auch einige sinnvolle Aktien, die man aktuell einkaufen könnte. Wie immer ist das keine Kaufempfehlung, sondern gilt aus schulischer Sicht.

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#220 Hypes und Megatrends: Was Trader jetzt wissen müssen30 Oct 202300:20:44

Hypes & Megatrends: So machst Du Dir diese zu nutze!

Ein spannendes Thema erwartet Dich in dieser Folge: Es geht um Trends. Microtrends, Megatrends, Hypes. Wo ist der Unterschied, und wie kannst Du sie Dir zu Nutze machen? Wie entstehen solche Trends überhaupt? Du bekommst nicht nur interessante Hintergrundinformationen zum Thema, ich verrate Dir auch warum, und vor allem wie man mit Megatrends riesige Vermögen aufbauen kann. Wie kannst Du aus Megatrends die richtigen Schlüsse ziehen?

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was solltest Du über das Thema Megatrend wissen?

  2. Was sind Megatrends?

  3. Wie entstehen Megatrends?

  4. Welche großen 10 Megatrends gibt es aktuell auf der Welt?

Was solltest Du über Megatrends wissen?

Ich sage immer gerne, Megatrends sind so etwas wie Lawinen in Zeitlupe. Sie entwickeln sich in der Regel etwas langsam, sind aber enorm mächtig. Zudem entwickeln sie sich immer weiter. Außerdem solltest Du verstehen, dass Megatrends auf allen Ebenen der Gesellschaft wirken. Wirtschaft, Politik, Forschung, alle, die Entscheidungen treffen (müssen) sind besonders beeinflusst und halten ein Auge auf Megatrends. 

Was sind Megatrends?

Wenn wir über Megatrends nachdenken, möchte ich an dieser Stelle einen vermeintlich alten Trend aufgreifen: Das Spiel Pokémon Go. Vor Jahren kam das Thema auf. Im Laufe der Zeit ist ein regelrechter Hype darum entstanden. Ein Hype ist in der Regel zwar schnell, flacht aber vergleichsweise auch ebenso schnell wieder ab. Deswegen bezeichnet man Hypes als sogenannte Microtrends. 

Im Vergleich dazu ist ein Megatrend größer, länger und beschreibt weitgehend komplexe Veränderungsdynamiken. "Ein Modell für den Wandel der Welt" sozusagen, und ich glaube, wir sind uns alle einig: Pokémon Go hat die Welt nicht verändert, aber hinter diesem Hype, dem Microtrend, steht das Thema Konnektivität. Das gemeinsame Connecten, Dinge gemeinschaftlich erleben, … das gehört alles dazu. Facebook oder Twitter beispielsweise wären andere Megatrends in diesem Sinne. 

Klare Definitionen, um einen Megatrend zu erkennen (sogenannte Tiefenströmungen des Wandels):

  1. Dauer/Halbwertszeit, bei Megatrends in der Regel mindestens 50 Jahre

  2. Ubiquität, d.h. es betrifft alle Lebensbereiche

  3. Globalität, es ist also ein weltweites Phänomen

  4. Komplexität, d.h. das Thema ist mehrschichtig und mehrdimensional

Vereinfacht würde ich Megatrends als Blockbuster des Wandels bezeichnen. 

Wie entstehen Megatrends?

Wenn wir uns also die Welt der Trends anschauen, ist eine Frage besonders wichtig: Wie entstehen Megatrends überhaupt? Megatrends entstehen eigentlich gar nicht richtig, vielmehr geht es um die Beobachtung von langfristigen Entwicklungen, die am Ende eine große Relevanz für alle verschiedenen Bereiche haben. Außerdem lassen sie sich mit einer großen Wahrscheinlichkeit bis in die Zukunft verlängern. Klimawandel und erneuerbare Energien beispielsweise, wären auch so eine Beobachtung. Hinter der Digitalisierung steht der Megatrend der Konnektivität.

Welche großen Megatrends gibt es aktuell auf der Welt?

Welche Megatrends sind aktuell die großen Treiber von Wirtschaft und Gesellschaft?

  1. New Work (Homeoffice, Work-Life-Balance, Arbeitsweisen der Gen Z & Y, Digitale Arbeit)

  2. Globalisierung (internationaler Handel/internationale Handelsbeziehungen)

  3. Mobilität (Entstehung einer mobilen Weltkultur, vom Fahrrad bis zum selbstfahrenden Auto)

  4. Konnektivität (dominantes Grundmuster des gesellschaftlichen Wandels durch Vernetzung und digitale Internetstrukturen)

  5. Gesundheit (als fundamentalsten Wert, den die Menschheit hat, Nahrungsergänzungsmittel, Yoga, autogenes Training etc.)

  6. Neo-Ökologie (Nachhaltigkeit, Umwelt, Ökologie)

  7. Individualisierung (Kultur, Selbstverwirklichung, Freiheit)

  8. Urbanisierung (immer mehr Menschen leben in Städten)

  9. Silver Society (Menschen werden immer älter und möchten länger fit bleiben)

  10. Sicherheit (gefühlt gibt es ständig neue Gefahren, damit einher geht aber auch ein größeres Sicherheitsthema)

Kleinere Trends mit eventuellem Kurs zum Megatrend:

  1. KI

  2. Infrastruktur

Ob aus den letzten beiden wirklich Megatrends werden, das wird die Zeit zeigen. Das Zeug dazu haben sie meiner Meinung nach, vor allem in puncto Infrastruktur wird immer mehr passieren.

Wie immer gilt: Im Podcast genannte Aktien sind keine Kaufempfehlung.

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#219 Brennen statt Verbrennen: Nadine Hebbel über den Weg zur persönlichen und finanziellen Erfüllung23 Oct 202300:22:17

Brennen statt Verbrennen! So kommst Du selbstbestimmt zu mehr Glück im Beruf und im Alltag!

Heute habe ich einen spannenden weiblichen Gast im Interview: Nadine Hebbel. Nadine blickt auf viele Jahre als Entscheiderin und Verantwortliche zurück. Sie war Vorstandsvorsitzende, Verantwortliche für mehrere hundert Mitarbeitende und auch Krisenmanagerin. Von Standortschließungen und anderen Unternehmensherausforderungen kann sie ein Lied singen. Heute steht sie mir Rede und Antwort. Mittlerweile ist Nadine bei uns in der Akademie als Coach unterwegs und hilft anderen bei dem, was sie für sich mit ihrem Leitsatz schon umsetzt: "Brennen statt Verbrennen!". Außerdem arbeitet Nadine als Neurocoach und Interimsmanagerin, tradet und liebt ihr selbstbestimmtes Leben.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was konntest Du bisher aus Deinen Investments mitnehmen?

  2. Wie war unser Event für Dich und was daran war für Dich besonders?

  3. Wie wichtig schätzt Du die mentale Komponente im Börsenthema ein?

  4. Wie definierst Du das Thema Wohlstand?

  5. Du verlierst Dein gesamtes Vermögen: Welche drei Schritte würdest Du konkret starten, um wieder Vermögen aufzubauen?

Was konntest Du bisher aus Deinen Investments mitnehmen?:

War Dein bisher schlechtestes Investment & was waren Deine Learnings daraus?

Auf die Frage nach ihrem bisher schlechtesten Invest hat Nadine eine klare Antwort: Der Kauf einer Wohnung war nicht die beste Idee. Nicht mal finanziell, sondern ein klarer Fall von "zur falschen Zeit am falschen Ort":

"Ich würde nicht mal sagen, dass es finanziell schlecht war. Ich habe mir die Wohnung selbst gekauft und wollte selbst dort einziehen. Bin ich auch, aber ich musste dann feststellen, ich hab die Wohnung in der falschen Energie gekauft, am falschen Ort und zum falschen Zeitpunkt. Ein Jahr habe ich dann versucht, dort glücklich zu werden und habe gemerkt, okay, das funktioniert einfach nicht."

Nadines Lösung: Sie ist wieder ausgezogen und hat die Wohnung wenigstens mit einem finanziellen Gewinn wieder verkaufen können. Ihr Learning ist denkbar einfach und doch so wichtig: Investments sollte man nicht immer "schnell, schnell und impulsiv" entscheiden. 

Was war Dein bisher bestes Investment?

Wie fast immer ist auch Nadines erste Antwort auf diese Frage: "Das Investment in mich." Tatsächlich leitet sie diese Aussage aber etwas anders her als die meisten: Ihr bestes Investment in sich selbst war das Investment in ein neues Geschäftsmodell. Sie konnte sich am deutschen Markt an einem Unternehmen beteiligen, welches dann auch sehr erfolgreich nach ein paar Jahren erste Meilensteine erreichte. Das half nicht nur ihr finanziell weiter:

"Was mir besonders viel bedeutet, ist, dass ich von dem Geld eine kleine Immobilie im Stuttgarter Raum kaufen konnte, in der meine Mutter heute lebt."

Das war ihr sehr wichtig, da ihre Mutter sich finanziell (wie das damals eben so war) sehr auf ihren Mann verlassen und dies später bereut hatte. Durch die Immobilie konnte Nadine ihr ermöglichen, sich wieder um sich selbst kümmern zu können und auf sich selbst zu achten. In sich selbst zu investieren ist daher für Nadine das Schönste, weil sie sehen kann, wie das auch ihrer eigenen Mutter hilft.

Wie war unser Event für Dich und was daran war für Dich besonders?

Das gute Feeling des Events begann für Nadine schon mit dem Drumrum: Das Netzwerken und Bekanntwerden mit den Anderen war für sie sehr besonders und angenehm, wie sie mir erzählt:

"Sich einfach ein paar Tage rauszunehmen aus dem Alltag, um sich weiterzubilden, ist einfach großartig und hilft unfassbar!"

Ein weiteres Highlight waren für Nadine die anderen Trainer, die ergänzend zu mir und meinem Wissen nochmal andere Ansätze mitgebracht haben. Die Zusammenarbeit vor Ort hat auch Nadines Eigenverantwortungsgefühl gestärkt und ihr geholfen, außerhalb des "ich lerne das und setze das um" noch mehr für sich zu tun; auch im Bereich des Tradings. So war für Nadine auch die Brücke zu ihrer heutigen Arbeit möglich: Wie hängen Neurowissenschaft und Trading zusammen? Das hat für sie auch Vorsorgecharakter:

"Der Zusammenhang war mir für mein eigenes Trading auch sehr wichtig, also warum der eigene Zustand so wichtig fürs Trading ist. Und eben dann anderen Impulse mitzugeben, die im Alltag einfach umsetzbar sind, wie man sich eben für den Alltag, Job oder fürs Trading in einen guten Zustand bringen kann. Denn es gibt immer wieder Menschen, die sagen, dieses ganze mentale Zeug brauchen sie nicht. Die merken gar keinen Unterschied - bis dann die erste Krise kommt. Wie ein Burnout-Kandidat, der bis zum Umkippen gar nicht merkt, dass es gleich knallt."

Nadine merkt in solchen Momenten auch oft, dass es bei vielen Menschen einfach eine stete Wiederholung der wichtigen Ansätze braucht, damit die Leute in die Umsetzung kommen. 

Wie wichtig schätzt Du die mentale Komponente im Börsenthema ein?

Für Nadine ist der Fall sehr klar: Die mentale Komponente ist unfassbar wichtig. Aus ihrer Zeit in Führungspositionen weiß sie, wie schnell man mit schwierigen Situationen konfrontiert wird. Durch eine mentale Ausgeglichenheit waren diese Situationen für Nadine viel berechenbarer: Sie wusste genau, was sie zu tun hat und das Ziel war trotz der Stolpersteine klar. Auch an der Börse hat sie ein klares Ziel - ob die Börse dann darauf anspringt, steht auf einem anderen Blatt. Aber eben in solchen unberechenbaren Situationen an der Börse mental stabil zu bleiben und nicht aus der Ruhe zu geraten, das ist für Nadine von unschätzbarem Wert. 

Lernt man sich selbst an der Börse besser kennen?

Natürlich habe ich Nadine auch gefragt, wie ihre Einschätzung als Coach ist. Ich sage ja immer gern "Geh an die Börse, dann lernst Du Dich selber - auch in Bezug auf Geld - besser kennen." Nadine bestätigt das, denn auch ihre eigenen Coachees zeigen ihr immer wieder, wie sehr es hilft, mit Routinen und Mut mental gut drauf zu sein. Sie selbst hat für sich gelernt, wie wichtig Eigenverantwortung ist und es manchmal auch einfach hilft "die Krone zu richten und weiterzugehen". Eine mentale Vorbereitung auf die Börse hilft ihr auch, bewusste Blockaden zu lösen und sich so weiterentwickeln zu können.

Auf meine Frage, ob sie denn auch mal so schlechte Tage habe, dass ihr Gefühl ihr "verbietet", zu traden, muss sie lachen:

"Ich würde natürlich gerne sagen, ich hab's voll im Griff. Dann würde ich aber total lügen - denn es gibt bei mir natürlich auch Tage, die sind einfach scheiße. Da weiß ich dann aber auch, ich bin total unter Druck, habe zu viel im Kalender und habe es einfach nur eilig - da macht's dann gar keinen Sinn, zu traden."

Mittlerweile merkt Nadine, wenn sie in einem schlechten Zustand ist und tradet dann bewusst nicht. Es gab damals aber durchaus Zeiten, wo sie unreflektiert war und auch mal beim Gassi einfach "husch husch" getradet und so Fehler gemacht hat.

Wie definierst Du das Thema Wohlstand?

Auch eine meiner Lieblingsfragen an meine Interviewgäste darf natürlich in dieser Folge nicht fehlen und so habe ich auch Nadine gefragt, wie sie denn Wohlstand definiert. Sie hat darauf eine klare Antwort:

"Wohlstand ist für mich ein Zustand von Freiheit, ein Leben nach meinen inneren Werten zu führen und wachsen zu können."

Sowohl die finanzielle als auch die gesundheitliche Freiheit und auch ihr Umfeld gehören für sie zu diesem Zustand dazu. Stetig weiter zu wachsen und frei zu sein, das ist für Nadine Wohlstand. 

Frei war Nadine nicht immer: Zu ihren "Verantwortlichen-Zeiten" stand sie auch irgendwann vor der Entscheidung, alles zu ändern. Ihr großes Glück: Gesundheitlich war sie zu keiner Entscheidung gezwungen. Karriere und Geld waren auch nicht das Thema. Nadine war total frei in ihrer Entscheidung, ob sie geht oder ob sie weitermacht - als Verantwortliche von damals 500 Menschen trotzdem keine leichte Aufgabe.

Gemeistert hat Nadine sie trotzdem: Die Eigenverantwortung, für sich selbst zu entscheiden, was ihr wirklich guttut, hat ihr geholfen. Ganz klassisch hat sie anfangs dennoch versucht, die Lösung über Gespräche mit anderen und in Büchern zu finden. Erst ein Urlaub mit ausgeschaltetem Handy hat ihr die Klarheit gebracht, die sie brauchte. Sie entschied sich bewusst "gegen das viele Geld und für etwas, das auch ihr Herz füllt und nicht nur ihr Konto":

"Das war für mich ein toller Gedanke, in die Selbstbestimmung zu gehen: Ich kann jetzt tun, was ich möchte und wann - denn es erfüllt mein Herz und ist meine Aufgabe und ich bin nicht mehr fremdbestimmt. Hätte ich allerdings keine guten Coaches und guten Menschen um mich gehabt, weiß ich nicht, ob ich den Schritt mit dem Mut hätte gehen können."

Du verlierst Dein gesamtes Vermögen: Welche konkreten drei Schritte würdest Du starten, um wieder Vermögen aufzubauen?

Auf meine letzte Frage hat Nadine zunächst eine überraschende Antwort: In zweiter Linie hat sie genau das schon mal erlebt - bei ihrem Vater. In ihrer Jugend hat sie daher tatsächlich schon einmal die Erfahrung "vom Millionärskind zum Konkurskind" gemacht. Das hat ihr im frühen Leben schon sehr geholfen, nach dem Abitur alles selbst zu erwirtschaften. Sie hat früh gelernt, sich ihr Vermögen selbst aufbauen zu dürfen und sich nicht auf andere zu verlassen. Genau dieses Wissen ist ein riesiger Mehrwert für Nadine. Ihre drei Schritte sehen daher wie folgt aus:

  1. "Ich würde mich einmal schütteln, loslassen und für mich klären, wo ich als nächstes hinwill."

  2. Das neue Ziel manifestieren. Arbeit für die Zwischenzeit finden und das Geld ansparen.

  3. Über die nächsten Jahre wieder Erfolg aufbauen mit dem Wissen, das sie bereits hat und dem Geld aus den Ersparnissen.

Herzlichen Dank, Nadine, für dieses inspirierende Interview!

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#335 2026 an der Börse: DAS kommt jetzt auf Dein Depot zu! | DAX, Nasdaq & Aktien12 Jan 202600:18:13
Marktstart 2026: Wie geht es weiter mit DAX, Nasdaq & Co.?

Der Jahresstart ist gelungen: DAX und Dow Jones haben mit einem Plus eröffnet, während die Nasdaq seitwärts lief. Doch was bedeutet das für die kommenden Wochen und Monate? In dieser Folge blicken wir detailliert auf die Entwicklungen im Dezember, das Gesamtjahr 2025 und wagen einen ersten Ausblick auf 2026. Welche Sektoren haben Potential? Welche geopolitischen Themen bewegen die Märkte? Und welche konkreten Aktien stehen auf meiner Watchlist?

Das erwartet Dich in dieser Folge:

  1. Das Dezember-Fazit

  2. Das Jahr 2025 im Rückblick

  3. Die treibenden Kräfte

  4. In diesen Bereichen sehe ich 2026 Chancen

  5. Konkrete Aktien-Ideen

Das Dezember-Fazit

Der Jahresstart 2026 ist gelungen: DAX und Dow Jones starteten mit einem Plus, der S&P 500 legte leicht zu und die Nasdaq zeigte sich stabil. Doch wie verlief der entscheidende letzte Monat des alten Jahres? Ein Blick auf die Dezember-Performance zeigt ein differenziertes Bild und bestätigt einen laufenden Trend.

Die Dezember-Entwicklung der wichtigsten Indizes:

Dow Jones: Stieg von 47.700 auf 48.063 Punkte (+0,7 %).

Nasdaq: Fiel von 25.434 auf 25.249 Punkte (-0,7 %). Gleichgewichtet ein kleines Plus von 0,2 %.

S&P 500: Bewegte sich nahezu seitwärts von 6.849 auf 6.845 Punkte (-0,1 %). Gleichgewichtet sogar leicht im Plus von 0,2 %. 

Russell 2000: Fiel von 2.500 auf 2.481 Punkte (-0,7 %).

MSCI World: Stieg von 4.398 auf 4.430 Punkte (+0,7 %). 

DAX: Legte einen starken Endspurt hin und stieg von 23.836 auf 24.490 Punkte (+2,7 %).

Die Zahlen bestätigen, was ich bereits angedeutet habe: Die Old Economy (repräsentiert durch den DAX und teils den Dow) holte auf, während der Technologie-Sektor (Nasdaq) im Dezember etwas an Schwung verlor.

Öl: Leicht gefallen von 58,55 $ auf 57,42 $ (-1,9 %). 

EUR/USD: Stabil bei etwa 1,16–1,17.

Gold: Von 4.239 auf 4.319 (+1,9 %).

Silber: 56,50 auf knapp 72 (+26,8 %).

Bitcoin: Rückgang von 91.100 $ auf 87.650 $ (-4 %).

UM Strategy Fund: Leichtes Plus von 0,5 % bei rund 96 €.

Das Jahr 2025 im Rückblick

Das waren die Zahlen zum Dezember. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die Zahlen von 2025, denn da gab es ein paar interessante Entwicklungen.

Silber: Der absolute Top-Performer. Der Preis stieg von rund 28,90 $ auf über 72 $ (aktuell nahe 80$) – ein Plus von fast 160 %. Diese Entwicklung hatte ich vor einem Jahr als spannende Möglichkeit genannt.

Gold: Legte ein sehr starkes Jahr hin und stieg von 2.600 $ auf 4.300 $, ein Plus von 65 %.

Die treibenden Kräfte

Die massive Rallye bei Gold und Silber ist kein Zufall. Sie spiegelt eine tiefe Verunsicherung der Märkte wider, getrieben von mehreren Faktoren:

  • Geopolitische Risiken: Konflikte, die Lage in Venezuela und die politische Diskussion um die US-Regierung. 

  • Wirtschaftliche Schwäche: Vor allem in Europa und Deutschland.

In solchen Zeiten suchen Anleger Sicherheit in den Rohstoffen Gold und Silber – also außerhalb des Aktienmarkts, was anderen Mechanismen unterliegt. Daher sind die Edelmetalle immer spannend. Im Folgenden schauen wir uns die Zahlen auf Jahressicht (2025) an. 

Dow Jones: 42.500 auf 48.000 Punkte (+13 %). Ein Kursanstieg von z.B. 13 % impliziert, dass die Gewinne und Umsätze der enthaltenen Unternehmen im Idealfall mindestens im gleichen Maße gestiegen sind. Die Disziplin, Wert und Preis stets im Auge zu behalten, bleibt essentiell.

Nasdaq: 21.000 auf 25.249 Punkte (+20 %).

S&P 500: 5.800 auf 6.800 Punkte (+17 %).

Russell 2000: 2.200 auf 2.500 Punkte (+11 %).

MSCI World: +19,5 %.

DAX (Top-Performer): 19.909 auf 24.490 Punkte (+23 %)

Die fundamentale Triebkraft hinter diesen langfristigen Aufwärtsbewegungen ist für mich eindeutig: Die ultralockere Geldpolitik der Zentralbanken seit der Finanzkrise 2008/09, und auch schon seit der Lehmann-Pleite 2001. Das Gelddrucken wie die Großen, und extrem niedrige Zinsen haben Kapital in die Aktienmärkte getrieben.

Aktuell zeigt die Inflation mit 1,8 % erste Anzeichen der Beruhigung. Meine Erwartung für 2026: Wir werden eher wieder Zinssenkungen sehen, was den Märkten weiteren Schwung geben könnte.

Die geopolitische Lage in Venezuela ist meiner Meinung nicht so spannend, als dass sie die Märkte groß bewegen kann. Spannender ist eher, ob in diesem Bereich noch andere Länder hinzugezogen werden. Auch interessant ist die Frage, was Trump noch so machen wird. Denn er hat ja auch schon diverse Male über Grönland gesprochen, dass dort sehr viele russische und chinesische Schiffe und Bomber liegen. Grönland ist rein strategisch eine sehr interessante Insel. Dänemark hat die klare Stellung bezogen, dass Grönland zu Dänemark gehört. 

Der Blick zurück auf 2025 zeigt neben den spektakulären Edelmetallen auch starke Einzelperformances im Aktienmarkt. Während die großen Technologietitel von ihren Allzeithochs etwas zurückkamen, glänzten andere Sektoren und Einzelwerte:

Danaher (DHR): Stieg von einem Tief bei 170 $ auf über 240 $.

Alphabet (Google): Legte von einem Tief bei 140 $ bis auf eine Spitze von fast 330 $ zu.

Johnson & Johnson (JNJ): Ein Favorit aus dem Healthcare-Sektor, stieg von 140 $ auf 215 $ (ein Plus von mehr als 50 %).

Medtronic (MDT): Zeigte eine starke Performance von 80 $ auf 106 $.

Während Kryptowährungen wie Bitcoin das Jahr mit einem Verlust von ca. 7 % (von 93.700 $ auf 87.600 $) beendeten, bewies der Aktienmarkt einmal mehr seine Stärke – insbesondere in den als „Old Economy" bezeichneten oder defensiveren Sektoren wie Healthcare.

Auch ein vermeintlicher Langweiler wie Ross Stores zeigte eine beachtliche Performance: Von einem Tief bei 125 $ stieg die Aktie auf rund 190 $. Dies unterstreicht, dass nicht nur die spektakulären KI-Titel wie Nvidia, sondern auch solide Unternehmen mit starken Geschäftsmodellen 2025 punkten konnten.

In diesen Bereichen sehe ich 2026 Chancen

Für das neue Jahr 2026 sehe ich eine Vielzahl treibender Themen, die Anlegern Chancen und Risiken bieten:

  1. Makroökonomische und politische Unsicherheit: Die geopolitische Lage (Ukraine, Naher Osten, US-Politik unter Trump) bleibt ein bestimmender Faktor. In Deutschland braucht es dringend eine wachstumsfördernde Agenda mit Fokus auf niedrigere Energiepreise, Steuerentlastung, reduzierte Lohnnebenkosten und massive Investitionen in Digitalisierung und Infrastruktur.

  2. Zinspolitik der FED: Die erwarteten Zinssenkungen könnten den Märkten weiteren Rückenwind geben.

Die Welt entwickelt sich immer weiter. Probleme schaffen auch Lösungen und neue Märkte – sei es in der Energiewende, der Digitalisierung oder Themen wie Human Robotik. Diese Dynamik schafft fortwährend Investitionsmöglichkeiten.

Diese Philosophie der ständigen Weiterentwicklung und Anpassung wende ich auch auf die Börse an: Jede Marktlage birgt Chancen. Bei Tiefs bieten sich Einstiegsgelegenheiten. Bei Höchstständen wie aktuell gilt es, besonders wachsam nach unterbewerteten Werten mit Nachholpotenzial zu suchen.

Ich glaube tatsächlich, dass in dem Jahr 2026 Gelder aus Aktien eher ein Stück weit rauslaufen werden und aus den Big Seven einiges an Luft abgelassen wird. Denn die Bewertungen sind schon etwas aberwitzig. Ich glaube, dass vielleicht die Dividendentitel, die Old Economy wieder mehr ins Spiel kommt.

Konkrete Aktien-Ideen

Ein konkreter Favorit für mich zu Beginn des Jahres ist Novo Nordisk (NVO). Die Aktie, bereits in meinen Top Ten für 2026, hat sich von einem Tief bei 45 $ auf rund 57 $ erholt. Der positive Impuls kam durch die Markteinführung der Abnehm-Pille in den USA zu einem Monatspreis von 149 $. Novo Nordisk sichert sich so frühzeitig Marktanteile, bevor Konkurrenz folgen kann. Die Aktie wurde meiner Einschätzung nach übermäßig abgestraft und bietet Nachholpotenzial.

Neben konkreten Einzelwerten bleiben für mich bestimmte Branchen im neuen Jahr besonders spannend.

Healthcare ist und bleibt ein zentraler Bereich. Die demografische Entwicklung ist eindeutig: Die Weltbevölkerung wächst und wird älter. Der Wunsch nach Gesundheit, Pflege und einem langen, vitalen Leben treibt diesen Sektor nachhaltig an.

Auch Künstliche Intelligenz (KI) bleibt ein absoluter Megatrend. KI verändert die Welt bereits jetzt fundamental. Ein entscheidender Unterschied zur Dotcom-Blase der Jahrtausendwende: Viele KI-Unternehmen generieren heute bereits enorme Umsätze und Gewinne. Die aktuellen Bewertungen mögen hoch sein, aber sie basieren auf einer realen wirtschaftlichen Basis. Zwar fließen weiter immense Summen in KI-Entwicklung, doch insgesamt ist die Lage eine andere.

Ich sehe außerdem Aufholpotenzial in der zweiten Reihe – also bei soliden, etablierten Unternehmen jenseits der absoluten Top-Konzerne, sowohl in Deutschland als auch international.

Der Bereich Infrastruktur wird weiter Schwung aufnehmen, was er in Teilen bereits tut. Parallel dazu wird der globale Energiedurst nicht gestillt werden können. Der Energieverbrauch wächst unaufhaltsam weiter. Unabhängig von politischen Debatten ist die zuverlässige Bereitstellung von Energie – ob konventionell oder erneuerbar – eine der fundamentalsten Aufgaben, die riesige Investitionen erfordert.

In diesen Bereichen wird es also mit Sicherheit die ein oder andere spannende Aktie geben. Wer in den letzten Wochen meinen Podcast verfolgt hat, den habe ich bereits mitgenommen auf eine kleine Reise durch mein Jahresende und habe dabei 10 bis 12 Aktien genannt, die ich für 2026 sehr spannend finde, darunter Novo Nordisk.

Doch abseits konkreter Empfehlungen möchte ich noch ein paar grundsätzliche Worte zur Börse loswerden. Dir als Hörer ist das Prinzip vertraut: Es geht um die Umsetzung der Blaupause eines Investors. Es geht darum, Wert und Preis zu unterscheiden. Es geht darum, den richtigen Moment zum Investieren zu finden, anstatt zu spekulieren.

Doch eines steht für mich unumstößlich fest, und das ist mein persönliches Plädoyer für die Aktie: Wir kommen um Aktien nicht mehr herum. Das Zinsniveau ist seit Jahrzehnten niedrig und wird angesichts der globalen Verschuldung und inflationären Tendenzen nicht massiv ansteigen. Wenn Du langfristig Vermögen aufbauen willst, wirst Du das mit Aktien tun.

Ich werde nicht müde, dieses Thema immer und immer wieder zu betonen. Denn ich bin überzeugt: Es gibt keine wirkliche Alternative. Langfristig bedeutet Vermögensaufbau, Geld in Aktien und damit in produktives Kapital der Wirtschaft zu investieren.

Die vielen positiven Feedbacks und Referenzschreiben, die mich über die Weihnachtstage erreicht haben  – per Post, Paket, Brief und E-Mail – haben mich zutiefst gefreut. Ich habe sie alle gelesen. Ein riesiges Dankeschön für diese Wertschätzung! Dass ich „mit Abstand der beste Trainer in Deutschland" bin, war dabei der häufigste Tenor – das bedeutet mir sehr viel.

Diese Rückmeldungen machen mich natürlich sehr glücklich. Vielleicht möchtest auch Du 2026 zu Deinem Jahr machen – zu Deinem Jahr des Vermögens, des Erfolgs und des Durchbruchs als Investor. Vielleicht startest oder legst Du dann endlich los.

Ein Brief hat mich dabei besonders berührt: Er kam handschriftlich, über zwei Seiten, von einem Menschen, der mich kaum kennt. Wir haben uns nur kurz auf der Cashflow Conference gesehen, und er hat zunächst nur eine Finance Mastery bei mir absolviert. In seinem Schreiben bedankte er sich für meine Art, mein Know-how, meine Energie und meine Power. Er spürte „bis in die letzte Zelle", dass ich Menschen wirklich nach vorne bringen will – als Investor, als Mensch, mit dem richtigen Mindset und der richtigen Umsetzung.

Ich liebe diesen Podcast und freue mich auf ein fantastisches 2026 mit Dir. Meine Hoffnung ist, viele Hörer irgendwann persönlich kennenzulernen. Ich wünsche mir, dass Du den Mut findest, ein Seminar zu besuchen und Dich dort auf ein neues Level zu bringen. Im Podcast werden wir weiterhin viele Ideen kreieren und konkrete Tipps geben.

Konkrete Aktien, die ich spannend finde, sind unter anderem:

  • Novo Nordisk

  • Nike

  • Die Big Seven

  • Medtronic 

  • Starbucks

  • Pfizer uvm.

Doch das Allerwichtigste ist und bleibt: Dass Du die Dinge lernst, dranbleibst, sie umsetzt und Dir damit Deinen Erfolg kreierst.

Ich wünsche Dir für 2026 von Herzen viel Erfolg. Möge sich Dein Depot so entwickeln, wie Du es Dir vorstellst. Vor allem wünsche ich Dir, dass Du mit der richtigen Strategie an die Märkte gehst, mit der richtigen Strategie das Investieren lernst und mit der richtigen Strategie in die Umsetzung kommst.

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#218 Kommt jetzt der Börsen-Jahresendspurt?16 Oct 202300:21:01

Kommt jetzt der Börsen-Jahresendspurt? Das könnte bis Ende des Jahres passieren!

Ich habe noch ein bisschen gründlicher recherchiert als sonst und mir angeschaut, was uns in Q4 erwartet. Kommt jetzt schon der Endspurt für 2023? Was kann in den letzten Monaten an der Börse noch passieren? Wie schätze ich die Lage ein? Auch ich habe keine Glaskugel, es gibt aber einige Dinge, die die Börse beeinflussen. Darunter fallen politische Themen, die Saisonalität und auch das Kriegsgeschehen. Gerade in Q4 locken auch noch Black Friday und die Weihnachtszeit. Letztendlich dreht sich Börse immer um Unternehmen — ob sie ihre Gewinne steigern, senken und ob sie überhaupt Gewinne machen. Fakt ist, wer mittel- und langfristig an der Börse unterwegs ist, wird auf Dauer gutes Geld verdienen. 

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was bedeutet Saisonalität für den Jahresendspurt?

  2. Wie beeinflussen geopolitische Risiken den Jahresendspurt?

  3. Warum glaube ich an einen erneuten Anstieg der Börse?

  4. Was ist an der Börse zu erwarten?

  5. Welche zwei Megatrends gibt es noch?

Was bedeutet Saisonalität für den Jahresendspurt?

Generell lässt sich sagen, saisonbedingt ist Q4 das stärkste Quartal des Jahres. Im September geht es noch heiß her, oft genug ist das der schwächste Monat, aber danach geht es normalerweise bergauf. Wenn wir uns das saisonal auf die letzten 50-100 Jahre anschauen, sehen wir ab Oktober meist steigende Kurse, manchmal gibt es noch einen kleinen Dämpfer dazwischen, aber in der Regel kennen die Kurse bis Jahresende dann nur noch eine Richtung. Muss das immer so sein? Natürlich nicht. Aber Statistik ist eben Statistik, und die Zahlen sind recht deutlich. 

Im Moment ist allerdings auch vieles etwas seltsam. Wir haben das Thema der Anleihen, die sehr an Zinsen gebunden sind. In der aktuellen Zeit sind die Zinsen deutlich gestiegen, was für Besitzer von Anleihen schlecht ist - denn wenn Du Anleihen hast mit nur 1 %, und jetzt die Zinsen bei 5 % liegen, dann sind die neuen Anleihen mit 5 % Zinsen natürlich um einiges besser zu bewerten. Es gibt also einen gewissen Kursverlust. Doch wie so oft gibt es auch hier zwei Seiten:

Da die Zinsen schon so weit gestiegen sind, hört man aus Expertenkreisen immer deutlicher, dass wir vielleicht den Zins-Zyklus endlich erreicht haben. Das würde bedeuten, wir hätten den Hochpunkt schon gesehen. Zinsen sind immer etwas nachgelagert, das bedeutet, wenn sie erhöht werden, ist das am Markt zumeist erst nach 3-6 Monaten sichtbar. Zinsen und FED tappen immer etwas im Dunkeln, denn sie haben im Grunde zwei übergeordnete Ziele: Einerseits möchte man möglichst viele Menschen in die Vollbeschäftigung bringen, aber die Preise sollen ebenfalls stabil gehalten werden. Das beißt sich ein wenig.

Unter Umständen könnten uns noch ein bis zwei Zinserhöhungen erwarten, dadurch kann es sein (wenn man die Verzögerung beachtet), dass wir am Ende etwas zu sehr erhöhte Zinsen haben. Die Wirtschaft wurde ein Stück weit abgewürgt ("Soft-Landing" - wir landen weich ein bisschen in der Rezession), und nun können wir das Spiel wieder umdrehen und Zinsen senken. Daran glaube ich für Q1 oder Q2 2024. Die Zinsen würden also sinken, die Wirtschaft würde dadurch angekurbelt, und wir könnten die Rezession wieder verlassen. Aber weder eine FED, noch wir oder andere Experten haben den heiligen Gral.

Wie beeinflussen geopolitische Risiken den Jahresendspurt?

Davon ausgehend, in den letzten zehn Wochen des Jahres nun den Jahresendspurt zu sehen, dürfen wir eines nicht vergessen: Wir haben immer noch eine Menge geopolitischer Risiken auf der Welt. Russland-Ukraine seit mittlerweile mehr als anderthalb Jahren. Jetzt aktuell kommt das Thema Israel-Hamas hinzu. Das bedeutet, wir haben nicht nur im Nahen Osten Konflikte, sondern auch in Russland. Wenn es da nun zur Eskalation kommen sollte (wie auch immer diese aussieht), sei es China-Taiwan, oder China mischt sich ein oder Europa wird noch weiter involviert, dann ist natürlich an einen Jahresendspurt nicht mehr zu denken. 

Ich persönlich glaube, solange keine Eskalation läuft, solange nicht noch mehr Länder hineingezogen werden, stehen die Börsenampeln für das Jahresende auf Grün. Wir werden nochmal deutlich steigende Preise sehen, und die Kurse werden nach oben laufen. 

Warum glaube ich, an einen erneuten Anstieg der Börse?

Wenn die Eskalation ausbleibt, bin ich der Meinung, die Kurse sollten zum Jahresende wieder steigen und der Börse sollte es gut gehen. Warum? Wenn wir uns das letzte Quartal anschauen, gibt es einiges, was die Wirtschaft pushen wird: Wir haben Black Friday, wir haben Weihnachten, allgemein werden die Menschen sehr viel Geld ausgeben und das Adventsgeschäft wird angeschoben. Zu Weihnachten wurde dann mitunter auch viel Geld verschenkt und da die Menschen zwischen Weihnachten und Neujahr nicht viel vorhaben, wird auch Geld ausgegeben. Warum steigen dann die Börsen? Ganz einfach - weil der Konsum angeschoben wird. Sogar Apple macht rund um Weihnachten das größte Geschäft des Jahres. 

Ein weiterer (institutioneller) Punkt: Das sogenannte Window-Dressing. Das gibt es erfahrungsgemäß jedes Quartal und es dient dazu, dass Investoren ihre Portfolios etwas aufstocken möchten. Die Portfolios sollen vernünftig laufen. Am Jahresende möchte natürlich jeder die beste Rendite haben, und deswegen sollte es gerade im letzten Quartal gut laufen. Dazu zählt auch, seine Investoren bei der Stange zu halten. So kommt es dann zu positiven Effekten des Window-Dressings.

Was ist an der Börse zu erwarten?

Zum Jahresende stellt sich natürlich auch die Frage: Was können wir jetzt noch bzw. zum Jahresbeginn noch an der Börse erwarten? Dazu möchte ich Dir auch noch was zum Thema Mega-Trends mit auf den Weg geben. Der Mensch an sich ist darauf fixiert, sich in Dingen verbessern zu wollen. Er möchte Dinge verschönern und effizienter gestalten. All das sind Sachen, die Unternehmen eben auch tun. Daher muss klar sein, dass Demografie und Bevölkerungswachstum zusammenhängen mit dem Anstieg der Aktien: Wir haben einen technologischen Fortschritt. 

Ich glaube, gerade dieser Bereich ist momentan sehr spannend und auch einige Notenbanker sagen, sie glauben nicht mehr an die Rezession, wenn überhaupt nur an ein Soft-Landing. Die Arbeitslosenzahlen in Deutschland und sogar in Amerika sind die besten seit langer, langer Zeit. Das bedeutet, die Wirtschaft ist immer noch sehr stark - was eigentlich eine schlechte Nachricht für die steigende Inflation ist. Andererseits ist gerade positiv, dass die Märkte immer noch so gut laufen, obwohl die Zinsen schon relativ stark erhöht wurden.

Die Bewertungen der Märkte sind sehr unterschiedlich: Old Economy ist etwas zurückgekommen, die Techs sind weiterhin sehr hoch bewertet (Big Techs sind immer noch relativ teuer vom Kurs-Gewinn-Verhältnis, Small Techs sind da fairer bewertet). Die Grundbewertung ist im Durchschnitt immer noch ein bisschen teuer. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist seit Jahrzehnten eigentlich zwischen 14 und 16, aktuell liegen wir eher noch bei 19/20. Das heißt, im Verhältnis sind die Aktien immer noch teuer. 

Um diese Verteuerung zu relativieren, gibt es zwei Möglichkeiten: Unternehmen steigern ihre Gewinne exorbitant oder die Kurse sinken. Dazu kommt noch der Fear & Greed-Index: Was machen Emotionen mit dem Markt? Bei null sind wir bei extremer Angst, bei hundert sind wir extrem gierig. Warren Buffett sagte mal: Sei ängstlich, wenn die anderen gierig sind und sei gierig, wenn die anderen ängstlich sind. Vor ein paar Wochen lagen wir bei einem Wert von sieben, aktuell (11.10.) sind wir bei 33. Es herrscht also allgemein immer noch Angst.

Welche zwei Megatrends gibt es noch?

Abschließend möchte ich Dir noch zwei Megatrends an die Hand geben, weshalb ich an einen weiteren Anstieg der Märkte glaube: Die künstliche Intelligenz ist extrem spannend. Für mich ist das ähnlich wie die Entwicklung des Internets. Irgendwann werden wir mit KI Geld verdienen, und es wird die Welt verändern. Außerdem gibt es noch den Bereich der Infrastruktur. Wenn man darüber nachdenkt, ist das eine logische Konsequenz: Wir schaffen beispielsweise Atomenergie ab und wollen mehr Windenergie, also brauchen wir mehr Stromtrassen. Das gilt auch für Solar usw. Die Massen an Strom müssen im Land vernünftig verteilt werden und damit weiß man, dass das Thema Infrastruktur einerseits im Thema Internet und andererseits mit erneuerbaren Energien ein sehr Wichtiges ist. 

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#217 Der Preis des Reichtums: Damit bist Du bereit, ihn zu zahlen!09 Oct 202300:20:45

Diese Punkte solltest Du beachten, um mehr Reichtum in Deinem Leben anzuziehen!

Das Thema " viel Geld zu haben" ist eines von wenigen Zielen, das sehr viele Menschen einfach nicht erreichen. Alles scheint möglich, aber Ziele im Bereich Geld fordern scheinbar wirklich heraus. Wir haben mittlerweile über 24.000 Menschen bei der Finance Mastery geschult, und da ging es stets darum, wer erfolgreich wird und wer nicht. Ich kann Dir auf jeden Fall Mut machen, bei uns ist die Quote sehr sehr gut. Wir schauen uns diesmal also den Reichtum allgemein an, es wird um Strategien gehen, um Mindset. 

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Wie steht's um den Reichtum in Deutschland?

  2. Warum wirst Du reich, aber so viele andere Menschen nicht?

  3. Wo ist das Problem, wenn's mal leicht läuft?

  4. Wie kann man vorgehen, um (erfolg)reich zu werden?

  5. Was macht Dein Umfeld mit Dir?

Wie steht's um den Reichtum in Deutschland?

Ich habe das Ganze mal ein bisschen unterteilt und mich mit den aktuellen Zahlen aus Deutschland beschäftigt. Daraus ergaben sich folgende Vermögensgruppen: 

  • 1 - 5 Mio.
  • 5 - 10 Mio.
  • 10 - 50 Mio.
  • 50 - 100 Mio.
  • 100 - 500 Mio.
  • über 500 Mio.

In Deutschland gibt es etwa 82 Mio. Menschen. Davon sind —  Stand heute — etwa 2,5 Mio. Menschen Millionäre. Das bedeutet, 2,5 Mio. Menschen in Deutschland haben mehr als 1 Mio. Euro und bis zu 5 Mio. Bei 5 Mio. bis 10 Mio. reden wir nur noch über 171.000 Menschen. Über 10 bis 50 Mio. Euro verfügen nur noch etwa 90.000 Menschen. Zwischen 50 und 100 Mio. Euro, zu denen ich mich zähle, besitzen nur noch ca. 6.000 Menschen. Bei 100 bis 500 Mio. Euro sind es schon nur noch halb so viele, gerade mal 3.000 Menschen. Über 500 Mio. Euro verfügen nur noch 300 Menschen.

Natürlich ist das Ganze zunächst eine Statistik, dennoch sagen mir die Zahlen, dass theoretisch jeder 34. Mensch Millionär ist. Wohin gehörst Du in dieser Statistik, wo möchtest Du hin und wie kommst Du dahin?

Was sind meine großen Tipps für Dich als Unternehmer?

  1. Schaffe Ablenkung ab! Alle unnötigen Newsletter, alles, was an Deinem Fokus zerrt, fliegt raus.

  2. Kümmere Dich um EPAs: Einkommens-produzierende-Aufgaben.

  3. Setze Deine Ziele schriftlich fest und verinnerliche sie. Du kannst auch gerade Rendite-Ziele wunderbar auf Monats-, Wochen- oder Tagesziele herunterbrechen.

Welche zwei Dinge solltest Du vorweg beachten?

Es gibt ein paar wichtige Punkte, die ich Dir für den Weg noch vorweg mitgeben möchte: Dankbarkeit und Demut: Alles, was Du im Leben ausgibst, solltest Du auch wieder reinbekommen. Arbeite also auch an Deiner Menschlichkeit und Deiner Persönlichkeit.

Warum wirst Du reich, aber so viele andere Menschen nicht?

Wir kennen das alle von Seminaren: Du kommst da raus und bist super motiviert. Seminare steigern Deine Motivation, loszulegen. Doch nach dem Seminar passiert noch was: Du kommst zurück in Deine "alte" Welt. Dein Umfeld, Deine Freunde, Dein Leben —  in genau das Umfeld, das Dein Mindset einst aufgebaut hat. Jetzt wird wahrscheinlich Tag für Tag, Woche um Woche die Energie wieder ein wenig nach unten gehen. Der Alltag stellt sich ein, es gibt Streit oder sonstige Probleme. Du bist nicht mehr fokussiert auf Deinen Erfolg.

Sogar Besucher von meinen Seminaren starten teilweise mit meinem System, verschwinden dann für ein, zwei Jahre von der Bildfläche, und wenn man sie später in einem Seminar wieder trifft, sind sie leider doch nicht drangeblieben. Zum einen kann Dich behindern, keine richtigen Ziele zu haben. Zum anderen musst Du Dein Warum kennen. Gerade für die Arbeit an der Börse ist Dein Warum erheblich, denn es bestimmt Dein Handeln. Wenn Du fokussiert bist und eine Strategie hast, dann wirst Du in Richtung Deiner Ziele arbeiten, und wenn Du dran bleibst, wirst Du sehr viel Erfolg haben. 

Wo ist das Problem, wenn's mal leicht läuft?

Am besten ist es tatsächlich, wenn Du direkt zu Beginn vor Herausforderungen gestellt wirst und vielleicht sogar ein wenig Geld verlierst. Wenn es zu schnell zu einfach läuft, ist das Risiko hoch, leichtsinnig zu werden. Du verlierst den Fokus auf Deine Strategie, weil "es läuft ja eh". Das führt zu Leichtsinn und unter Umständen sogar dazu, dass Du völlig falsche Hebel einbaust. 

Gerade an der Börse ist das tückisch, wenn Du Dich unschlagbar fühlst. Du bist nicht unschlagbar. Wenn Du riskante Manöver versuchst, wirst Du höchstwahrscheinlich scheitern und in diesem Fall dann viel Geld verlieren. Es ist der Anfang vom Ende.

Wie kann man vorgehen, um (erfolg)reich zu werden?

Kommen wir also zurück zu unserem motivierten Seminarteilnehmer: Was kannst Du also tun, um Erfolg zu haben? Zunächst solltest Du eine ganz wichtige Sache beachten: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Der Mensch macht immer das Gleiche. Dein Gehirn und Dein Unterbewusstsein fühlen sich gut dabei, Dinge zu tun, die sie schon immer getan haben. Das ist die sogenannte Komfortzone.

Dinge, die plötzlich neu sind, werden erstmal zerdacht: Du veränderst etwas, was der Körper eigentlich immer mochte. Er bleibt nur entspannt, wenn Du gewohnte Dinge tust. Wenn Du aber neue Dinge desöfteren wiederholst, wirst Du irgendwann wieder in die Phase kommen, in der Dein Körper, Geist und Gehirn sich wieder wohlfühlen werden.

Was macht Dein Umfeld mit Dir?

Wenn wir uns anschauen, warum Du an der Börse reich wirst, aber viele andere nicht, dann ist Dein Umfeld ein ganz großes Thema: Neid, Missgunst, falscher Umgang sind nur ein paar der Gründe, warum Menschen scheitern. Neid ist leider gerade in Deutschland ein riesen Thema, ganz zu schweigen von "über Geld spricht man nicht".

"Warum geht's dem so gut, warum mir nicht?"

"Warum hat der das neue Auto und ich nicht?"

Kennst Du, oder?

Das ist ein ganz wichtiger Faktor zum Thema Mindset. Meiner Meinung nach kannst Du alle Seminare besuchen, Du kannst den VIP-Club besuchen und eine ganze Menge lernen. Du musst Dich dabei aber auch um Deine Einstellung und Dein Mindset kümmern, sonst nützt Dir all das Lernen nichts. Du wirst in dem System entweder gar kein Vermögen aufbauen können oder Vermögen aufbauen und wieder verlieren. Geld ist ganz einfach: Geld ist Energie, es gibt gewisse Strategien, aber es geht auch immer darum, was Du denkst. Kannst Du Dir wirklich vorstellen, reich zu werden und dieses Geld zu besitzen? Wie ernst nimmst Du Deine Ziele, und wie konkret setzt Du sie um? Bleibst Du dran?

Das ist ein großer Hebel, warum Menschen an der Börse nicht reich werden. In meiner Welt ist Reichtum an der Börse sehr einfach: Du weißt, was Du zu tun hast und setzt das ganz emotionslos um. Doch die meisten Menschen haben nicht die Disziplin, um durchzuhalten.

Halte Dir immer vor Augen: Jeder Experte hat mal bei Null angefangen. Auch die besten Tennisspieler der Welt haben irgendwann ihren ersten Schlag gemacht. All diese Menschen haben irgendwann ihr erstes Mal irgendwas getan — aber sie sind drangeblieben und haben trainiert. Viele Menschen werden an der Börse nicht reich, weil sie nicht bereit sind, diesen Preis zu zahlen und dranzubleiben.

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#216 War der September wirklich der schlechteste Monat in diesem Jahr?02 Oct 202300:19:55

Meine Prognose hat sich bestätigt: Das könnte uns im letzten Quartal erwarten!

Was hat sich getan, welche Werte sind jetzt wichtig und welche Vorahnungen haben sich bewahrheitet? Wie immer blicken wir auf die Big Player wie Nasdaq, S&P 500, aber auch auf Dauerbrenner wie Gold, Öl und Euro/US-Dollar. Sei gespannt, welche News die Märkte im September beeinflusst haben, und lass uns schauen, was uns wahrscheinlich in Q4 erwartet! War der September wie üblich der schlechteste Monat des Jahres? Wie immer gilt — alle genannten Aktien und Werte sind keine Kaufempfehlung.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Wie haben sich die Werte an den Märkten verändert?

  2. Was bewegt die Märkte aktuell?

  3. Wie schätze ich die Märkte in der nächsten Zeit ein?

Wie haben sich die Werte an den Märkten verändert?

Wie es scheint, hat sich meine Prognose bestätigt, als ich in den vorigen Marktupdates vorgeschlagen habe, im September "ein bisschen Geld vom Tisch zu nehmen", wie wir Börsianer so gerne sagen. Wie schwach es wirklich war, schauen wir uns jetzt an:

Dow Jones: Bei 34.721 standen wir noch Ende August, jetzt sieht es ein bisschen magerer aus: 33.618 ist der aktuelle Wert, damit gibt es ein Minus von 3,3 %.

Nasdaq: Die Nasdaq hat es tatsächlich noch stärker erwischt: Von 15.501 ist sie auf 14.545 gesunken. Das macht ein sattes Minus von etwa 6,3 %.

S&P 500: Auch hier gibt es im September wenig Gutes zu berichten: Von 4.507 ging es runter auf 4.273, was einem Minus von etwa 5,3 % entspricht. 

DAX: Beim DAX sieht es erwartungsgemäß ähnlich aus — von 15.947 ging es auch hier bergab auf nun 15.255, daraus ergibt sich ein Minus von 4,4 %.

UM Strategy Fund: Wir haben ebenfalls leicht verloren, von 92,80 auf 91,50 ergibt sich ein kleines Minus von 1,4 %.

Crude Oil: Es gibt ein Plus! Von 83,63 auf über 90 gestiegen - das bedeutet ein Plus von satten 9 %!

Euro/Dollar: Hier haben wir den tiefsten Wert seit März zu verzeichnen: Der Dollar liegt mittlerweile bei 1,0554.

Gold/Silber: Gold ist fast unverändert geblieben: Von 1940 auf 1900 gibt es ein kleines Minus von etwa 2 %. Bei Silber sieht es schlechter aus: Von 2444 auf 2285 gibt es ein sattes Minus von 6,5 %.

Die Staatsanleihen sind weiter deutlich gestiegen, durch die Zinsen von 4,11 auf 4,54 gibt es ein Plus von 10,4 %. 

Bitcoin: Ein kleines Plus von 26.000 auf 26.100 von 0,5 %.

Was bewegt die Märkte aktuell?

Nachdem wir nun die Zahlen kennen, schauen wir uns an, was die Märkte aktuell bewegt. Das ist relativ einfach festzuhalten: Der September ist erfahrungsgemäß der schwächste Börsenmonat, hier gibt es grundsätzlich die größte Down-Tendenz. Das ist ganz einfach saisonbedingt. Am Markt an sich haben sich inzwischen verschiedene Divergenzen aufgebaut, was durchaus auf steigende Märkte hoffen lässt. Es ist gerade ein bisschen nebulös. Der Ölpreis beispielsweise ist ein gutes Stück gestiegen, das ist für die Produktionsseite schwierig. Wenn die Wirtschaft Öl braucht, ist es aktuell sehr teuer. Das gilt auch für Benzin - und damit auch für die Inflationsrate.

Für Dich als Hörer ist es gerade sehr wichtig, sich nochmal Gedanken dazu zu machen, was das Thema Zinsen wirklich für Dich heißt. Was machen die Zinsen mit den Optionsprämien? Grundsätzlich lässt sich sagen: Wenn Geld teurer wird, wird die Wirtschaft gebremst, wenn Geld günstiger wird, wird die Wirtschaft entfacht. Aktuell haben wir die Konstellation einer Stagnation in China, die USA läuft in eine Rezession hinein und die FED spricht davon, das sogenannte "Soft Landing" wahrscheinlich gar nicht zu schaffen. Solche Aussagen der FED haben unter anderem für den Rückgang der Märkte in den letzten Tagen gesorgt.

Wie immer noch im Raum steht, könnte es dieses Jahr noch 1-2 weitere Zinserhöhungen geben. Die Dots der Analysten weisen ebenfalls darauf hin. Das ist im Hinblick auf die immer noch viel zu hohe Inflation sowieso schon schwierig. Sowohl die EZB als auch die FED rücken weiterhin nicht von ihrem Inflationsziel von ca. 2 % ab.

Wie schätze ich die Märkte in der nächsten Zeit ein?

Alle Zahlen zusammengenommen vermute ich, Zinssenkungen frühestens in Q2 oder sogar Q3 2024 zu sehen. André Kostolany hat mal gesagt: "In Phasen, wo die Märkte Geld drucken, sind es gute Märkte für die Aktien."

Durch die steigenden Kurse ist das Ganze aktuell etwas schwer, und wie man auch sagen muss, sind im September fast alle Gewinne zerstört worden, die im Laufe des Jahres aufgebaut wurden. 

Wie wurden diese Gewinne aufgebaut? Das waren im Grunde die paar großen Konzerne: Apple, Microsoft, Nvidia, Google, Amazon. Diese Werte sind enorm gestiegen und da sie auch von der Gewichtung her in den Indizes sehr viel ausmachen, sind die Gewinne entsprechend groß gewesen. Hinzu kommt noch die Old Economy wie P&G, Coca Cola und Co.; diese Unternehmen haben teilweise deutlich verloren. Die Börse ist also im Grunde im ersten Halbjahr hauptsächlich von ca. sieben Werten getragen worden (die gefühlt 40 % der ganzen Welt ausmachen). Unter anderem hat auch das Thema KI die Märkte ein Stück weit getrieben.

Wir dürfen uns weiter fragen, wie KI in nächster Zeit die Märkte weiter beeinflussen wird. Der Betreiber OpenAI hat sich kürzlich offen dazu geäußert, man denke über Investoren nach. Diese könnten über den Aktienverkauf zwischen 80 und 90 Milliarden US-Dollar bekommen. Den Menschen draußen ist zudem mittlerweile auch klar, dass wir noch ganz viel Geld und Entwicklung brauchen, bevor mit KI wirklich Geld verdient wird.

Wir sind bei vielen der großen Indizes an wichtigen Marken angekommen und ganz wichtig wird in naher Zukunft sein, ob diese Marken halten. Wenn sie halten, kann es auch wieder nach oben gehen - die Frage ist jetzt eben, ob es noch weiter runter geht oder nicht. Die Märkte werden von vielen Dingen beeinflusst, mit dabei wie immer Politik und aktuelle Situationen. Bald ist wieder die Earnings-Saison, da wird es wieder Zahlen geben und die Erwartungen werden ein Stück weit zurückgeschraubt. Der Super-GAU wäre, wenn diese Erwartungen dann nicht mehr erreicht würden, denn dann könnten die Kurse weiter bröckeln.

Ich persönlich gehe für Oktober, November, Dezember eher von einer Seitwärtsbewegung bis zum Jahresende aus. Es könnte auch noch ein bisschen weiter sinken, aber ich vermute eine zunehmende Stabilisierung im Dezember. Steil ansteigende Kurse sehe ich aktuell nicht, das hängt ein Stück weit damit zusammen, dass die KI-Luft raus ist, die Zinsen immer noch sehr hoch sind und die Weltwirtschaften China, Deutschland, USA einfach nicht das richtige Wachstum hinbekommen. Zudem halten die Menschen gerade gerne Geld zurück, für den Fall evtl. Hausrenovierung. Fehlender Hausbau, fehlende Facharbeiter und brachliegende Projekte sind weitere Faktoren — ganz zu schweigen vom Krieg Russland/Ukraine.

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#215 9 Tricks für den Vermögensaufbau!25 Sep 202300:20:47

Mit diesen 9 Tricks habe ich es geschafft, mein Vermögen aufzubauen!

Wenn Du die Überschrift liest, was geht Dir da durch den Kopf? Was könnten diese Tricks sein? Eine Lebenseinstellung? Geht es um Disziplin? Das Beispiel für diese Tricks bin ich. Ich habe mir die Frage gestellt, wie ich eigentlich reich geworden bin? Welche Erkenntnisse kann ich mit Dir teilen, die Dir auch helfen könnten? Es gibt in dieser Folge nicht nur Neues. Einiges wiederholt sich, und Du hast es vielleicht schon gehört. Aber wichtiger ist die Umsetzung. Bleib dran und setze das um, was Du hörst. Das Meiste erklärt sich von selbst, doch der ein oder andere Trick wird Dir vielleicht noch nicht ganz so geläufig sein.

Diese Tricks erwarten Dich in der Folge:

  1. Schmerz

  2. ESI

  3. Persönlichkeit

  4. Mensch sein & netzwerken

  5. Marketing & Verkauf

  6. Ein unschlagbares Produkt

  7. Bargeld haben

  8. Tue Dinge, die andere nicht tun!

  9. Handle vom Grundsatz antizyklisch

Trick 1: Schmerz 

Ein vielleicht etwas unerwarteter Punkt für Deinen Vermögensaufbau ist, mit einem gewissen Schmerz zu arbeiten. Vielleicht bist Du zu dick und hast schon zig Diäten hinter Dir — nichts funktioniert. Warum nicht? Du willst es doch. Motivation hat zwei große Hebel: Der erste ist die Freude, der zweite der Schmerz. Diese beiden Hebel kennst Du vielleicht auch unter den Begriffen der "Hin-zu"- bzw. "Weg-von"-Motivation. Wie groß ist also Dein Schmerz, um wirklich Vermögen aufbauen zu müssen oder zu wollen?

Vielleicht bist Du mal wie ich, finanziell an die Wand gefahren und hast erhebliche Schulden gemacht. Wenn Du nicht mal mehr Geld in der Tasche hast, um Dein Auto zu tanken oder den Einkauf zu bezahlen, dann ist der Schmerz sehr groß. Ein ganz großer Trick im Vermögensaufbau ist daher, Schmerz zu empfinden bzw. einen Schmerz zu erzeugen. 

Trick 2: ESI

Einkommen, Sparen, Investieren - im Podcast kurz ESI genannt - sind die Grundsteine für einen gesunden Vermögensaufbau. Du musst Einkommen generieren, Geld sparen und auch Geld investieren. So kannst Du auf verschiedenen Pfeilern eine Basis für Deinen Vermögensaufbau schaffen.

Trick 3: Persönlichkeit

Über das Thema Disziplin habe ich schon oft gesprochen. Tatsächlich hilft aber auch Deine ganze Persönlichkeit beim Vermögensaufbau. Je größer Deine Persönlichkeit und Deine Charakterstärke ist, und je mehr Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl Du hast, desto mehr Menschen werden Dir folgen und Deine Vision größer machen. Und umso mehr Vermögen wird am Ende auf Dich zurückfallen. 

Trick 4: Mensch sein & netzwerken 

Innerhalb von sieben Sekunden hat man einen ersten Eindruck von einem Menschen. Da klären sich schon Dinge wie "den mag ich vielleicht", "dem könnte ich vertrauen", "über den will ich mehr wissen". Ein ganz großer Faktor der heutigen Zeit ist das Thema Dankbarkeit. Wertschätzung und Ehrlichkeit sind weitere wichtige Werte. Menschlichkeit hilft Dir zudem dabei, ein großes Netzwerk aufzubauen. Einerseits, um mit diesem Netzwerk Geld zu verdienen, andererseits gibt Dir dieses Netzwerk aber auch eine gewisse Sicherheit. Man kann zusammen brainstormen oder Masterminds machen. Ihr könnt Euch austauschen und wichtige Informationen zum Thema teilen.

Trick 5: Marketing & Verkauf

Manchmal, wenn ich auf der Bühne über das Thema Marketing und Verkauf rede, zucken die Menschen schon zusammen: "Oh, jetzt will er mir was verkaufen." Am Ende verkaufe ich meine Seminare, das stimmt. Doch die Frage ist, was passiert da eigentlich? Letztendlich kann man festhalten - alles, was Du im Leben tust, ist Marketing und Verkauf. Wenn Du jemanden kennenlernst, verkaufst Du ihm Deine Person. Damit Du gemocht wirst, damit man sich verliebt oder damit Du einen Rabatt bekommst. Alles was Du tust, verkauft.

Trick 6: Ein unschlagbares Produkt

Wenn Du darüber nachdenkst, dann gibt es auf der Welt sehr viele Produkte. Der Trick ist, ein sehr gutes Produkt zu haben — gekoppelt mit einem guten Service. Aber wenn Du ein unschlagbares Produkt hast, also ein top Produkt mit sehr gutem Service und einer Menge Menschlichkeit dahinter, dann ist das auch etwas, was sich ein Stück weit von alleine weiterträgt. 

Trick 7: Bargeld haben

Warum ist dieser Punkt so wichtig? Wenn Du viel Bargeld besitzt, hast Du ein ganz anderes Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Man sagt, wenn Du zwischen 6 und 9 Monatsgehältern als Schutzpuffer auf dem Konto hast, werden bis zu 80 % aller Probleme nicht mehr eintreten. Du wirst auch rein psychologisch sehr positiv unterwegs sein. Du siehst, mit Bargeld ist hier in dem Fall eher "jederzeit bar verfügbar" gemeint, weil Du diese Summe auf dem Konto hast und jederzeit Zugriff darauf besteht. Du bist liquide. 

Trick 8: Tue Dinge, die andere nicht tun!

Krise = Chance. Warum ist das so? Gerade jetzt stehen viele Häuser im Umkreis zum Verkauf. Doch warum sinken die Immobilienpreise gerade jetzt? Wir haben eine Krisensituation - der Krieg, die Inflation, davor Corona. Viele Menschen können ihre Immobilien nicht mehr halten - vielleicht gar nicht bauen - und sind zum Verkauf gezwungen. Menschen wie ich schauen sich dann an, wo man Immobilien "einsammeln" kann. Dann nehme ich mein Bargeld und kann Assets für einen sehr guten Preis kaufen. Ähnliches gilt übrigens auch für Aktien, wie beispielsweise vor ein paar Monaten Intel, Uhren oder Autos (Oldtimer). Du kannst allerdings nur Geld in der Krise generieren, wenn Du entsprechend liquide bist, daher geht dieser Punkt mit dem vorherigen Hand in Hand.

Trick 9: Handle vom Grundsatz antizyklisch

Am Ende können wir mit dem letzten großen Trick enden, der irgendwie zu allen vorherigen Aussagen passt: Handle vom Grundsatz her immer antizyklisch! Es gibt immer gewisse Wellen, an der Börse, bei Immobilien etc., wo es sich lohnt. Wichtig hierbei: Meide Hype-Phasen. Wenn alle wollen, wirst Du nicht viel gewinnen. Aber sobald die Masse nichts mehr davon wissen will, kommt Deine Chance und Du hast große Möglichkeiten auf Schnäppchen und Rabatte.

Wie immer gilt: Alle im Podcast genannten Aktien sind keine Kaufempfehlung!

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#214 Die 5 größten Börsen-Fehler: So vermeidest Du sie!18 Sep 202300:20:32

Die 5 größten No-Gos für Dich zusammengefasst!

In dieser Folge geht es um mein Lieblingsthema Börse, aber diesmal in negativer Weise: Ich erkläre Dir, welche Fehler Du unbedingt vermeiden solltest! Warum? Weil diese Dich nicht nur daran hindern, Vermögen aufzubauen, sondern Du so auch noch riskierst, vorhandenes Vermögen zu verlieren. Das möchte niemand, und deshalb habe ich die 5 größten "No-Gos" für Dich zusammengefasst. Nimm Dir also am besten Stift und Zettel zur Hand, und lass Dich nicht um Dein Geld bringen! Das Gute vorweg: Börse ist eine Strategie, die Du erlernen kannst. Dann gibt sie Dir sehr große Sicherheit. 

Diese Fehler erwarten Dich in der Folge:

  1. Fehler 1: Vermögensstruktur

  2. Fehler 2: Die Laufzeit

  3. Fehler 3: Strategie

  4. Fehler 4: Emotionen

  5. Fehler 5: Disziplin

Fehler 1: Vermögensstruktur

Starten wir mit dem ersten großen Fehler: Vermögensstruktur. Was gehört an die Börse, wie wächst das Vermögen an der Börse und wie sparst Du zusätzliches Geld? Eines der schlimmsten, aber auch typischsten Szenarien: Menschen bringen Geld an die Börse und brauchen es ein paar Monate später doch für etwas anderes. Es war beispielsweise der Notfallpuffer. Jetzt ist die Waschmaschine kaputt oder das Dach, oder es lauert eine Steuernachzahlung.

Die Börse ist als Methode ein langfristiges Vehikel, wir reden hier von Laufzeiten über mehrere Jahre. 

Mach Dir also folgende Gedanken zu Deiner Vermögensstruktur:

  • Wie sieht Dein Vermögen aus (es ist egal, wie klein oder groß)?
  • Welcher Teil sind Rücklagen?
  • Welchen Teil brauchst Du für Deinen Lebensunterhalt?
  • Welcher Teil wird vielleicht gespendet oder fließt in die Fortbildung?
  • Welcher Teil kann wirklich angelegt werden, ohne später zu fehlen?

Nur, wenn Du Dir dazu Gedanken gemacht hast, kann der letzte Teil (der an die Börse geht) auch wirklich langfristig ein Vermögen aufbauen. Die Vermögensstruktur ist zudem unabhängig von der Höhe Deines Vermögens. Auch wenn es sehr nach großen Summen klingt, eine Struktur solltest Du für jede Höhe haben.

Fehler 2: Die Laufzeit

Der zweite Fehler, die Frage der Laufzeit, gehört ein bisschen zum ersten Fehler. Wenn man über Aktien nachdenkt, spricht man eher über 7-10 Jahre, und da kann man nicht oft genug wiederholen: Nimm kein Geld mit an die Börse, das Du für Notfälle oder andere Pläne benötigst!!

Sehr wichtig sind bei der Laufzeit zwei Dinge: Geld an der Börse braucht "Zeit zum Atmen". Ein Baum wächst nicht von heute auf morgen, und genauso wenig baut sich an der Börse ein Vermögen von heute auf morgen auf. 

Ähnlich ist es auch mit dem Lernen: Wie wir in der Akademie sagen, bist Du nach einem Jahr sehr gut vorbereitet. Du hast entsprechende Seminare und Webinare besucht, vielleicht ein 1:1 Coaching. Doch vielleicht waren die Märkte auch gnädig in diesem Jahr und liefen gut, es gab keine wirklichen Herausforderungen. Jetzt kommt das nächste Jahr, und die Börse bricht ein wenig ein, läuft seitwärts oder verliert an Kraft. Du verlierst Geld und fängst an zu zweifeln. Du siehst, das Lernen dauert länger. Du musst erst Erfahrungen in allen Bereichen machen  — das Lernen fängt erst dann an, wenn Du wirklich die ersten Jahre an der Börse bist.

Mein wichtiger Tipp daher an Dich: Halte Dich ein bisschen zurück und lerne in Ruhe. Bleibe bodenständig und achte auf die Laufzeit - sowohl an der Börse als auch bei Deiner Lernkurve.

Fehler 3: Strategie

Mit dem dritten Fehler könnte man Folgen über Folgen füllen, aber ich möchte ihn Dir dennoch kurz angerissen mit auf den Weg geben: Die Strategie. Zu viele Menschen die an die Börse gehen, haben keine Strategie. Auch Deine Strategie (sofern Du schon an der Börse bist) ist vermutlich noch nicht komplett ausgereift. Lass mich nur drei Fragen dazu stellen:

  1. Wann steigst Du an der Börse in eine Aktie ein und wann steigst Du wieder aus?

  2. Wie hoch ist Deine Cash-Quote, und wann veränderst Du diese?

  3. Wann legst Du bei einer Aktie nach, und wann steigst Du wieder aus?

Wie ich vermute, hast Du dafür keinen glasklaren Plan. Aus der Strategie entwickelt sich ein Plan, und daraus folgen Deine Handlungen an der Börse. Mein Tipp: Schreibe Deine Strategie auf ein paar Seiten sehr sehr genau auf, und überlege Dir wirklich bewusst, was Deine Strategie und Deine klare Handlung ist, und wie Du das Ganze umsetzt. Alles im Leben folgt einer Strategie.

Fehler 4: Emotionen

Das Schlimmste, was Dir an der Börse passieren kann, ist, dass Dir Deine Emotionen dazwischen pfuschen. Angst ist grundsätzlich ein sehr schlechter Berater - das gilt auch an der Börse. Gier macht Dich leichtsinnig - auch das kann Dir an der Börse unter Umständen das Genick brechen. Die Menschen sind Emotionsbündel, die einen haben sie besser unter Kontrolle, andere schlechter. Wichtig ist, dass Du Dich rational an Deine Strategie hältst. Wusstest Du, dass viele Emotionen eine Angst sind? Sogar die Gier begründet sich in der Angst: Der Angst, zu wenig zu haben. 

Emotionen entstehen in der Regel auch durch ein zu hohes Risiko. Wenn Du irrationale Entscheidungen triffst, gerätst Du schnell in einen Strudel, der Dich unter Umständen aus Angst oder Panik schlechte Entscheidungen treffen lässt. Diese sind wieder ein Risiko - Du drehst Dich im Kreis. Aus dieser Nummer dann heile herauszukommen, ist nahezu unmöglich.

Fehler 5: Disziplin

Fehler fünf wirst Du vielleicht nicht ganz erwarten, aber es geht um das große D: Durchhalten und Disziplin! Denn es ist fantastisch, wenn Du es schaffst, all die bisherigen vier Fehler zu vermeiden. Es ist toll, wenn Du eine klare Strategie hast, eine Vermögensstruktur, Dir Gedanken gemacht hast, wie die Laufzeit aussehen sollte und wenn Du Deine Emotionen soweit im Griff hast. Aber all das ist nichts wert, wenn eines fehlt. All das ist nichts wert, wenn Du es nicht durchhalten kannst. Wenn Du nicht die Disziplin hast, dranzubleiben.

Grundsätzlich kannst Du Dir merken: Risiko entsteht, wenn Du nicht weißt, was Du tust. Handle also nach bestem Wissen und Gewissen, bilde Dich weiter, habe eine klare Strategie und vermeide es, spontane Emotionen-gesteuerte Entscheidungen zu treffen. 

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#213 Geld: Freund oder Feind? Wie Dein Mindset Deine Finanzen beeinflusst11 Sep 202300:20:32

GELD: Gut oder böse?

Erstmal finde ich Deine Bereitschaft, in Deine Fortbildung zu investieren sowie das Thema Geld für Dich zum Fokus zu machen, großartig. Wie immer ist auch diese Folge relativ kurz gehalten, 15-20 Minuten bekommt man immer irgendwo unter. So kannst Du Dich kurz auf ein wichtiges Thema konzentrieren und dann mit Deiner Tagesplanung fortfahren. Das Thema Geld ist super wichtig, daher ist es toll, Dich wieder mit dabei zu haben. Eine heiße Frage, die mir immer mal wieder gestellt wird, ist, ob Geld gut oder böse/schlecht sei. Wie kommt das? "Geld regiert die Welt" — da bleibt die Frage nicht aus. Hat der Kapitalismus die Welt zerstört? Ist dauerhaftes Wachstum gesund? Und allem voran — was hat es eigentlich mit dem Geld auf sich? Schauen wir uns mal genauer an, was das liebe Geld so zu bieten hat.

Auf diese drei Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Wie sieht die Geschichte des Geldes aus?

  2. Wie wichtig ist Geld — und wie gut/böse?

  3. Was bedeutet Geld für die Wirtschaft?

Wie sieht die Geschichte des Geldes aus?

Das Geld ist  — wie so vieles — als Tauschmittel gestartet. Früher wurden Waren gegeneinander getauscht, das Brot gegen das Vieh, Obst gegen Gemüse... Irgendwann wurde der Wunsch nach einem Tauschmittel laut, welches dem Gegenwert des zu tauschenden Gegenstandes entsprach. Zunächst tauschte man die puren Metalle, das Gold oder das Silber. Doch Dinge, die wertvoll sind, können gefälscht werden. Bis heute versucht man sogar den Euro zu fälschen und in Umlauf zu bringen. 

Das Geld ist also durch den Gedanken eines Tauschobjektes entstanden. Ein weiterer Vorteil: Es ist relativ klein und dadurch gut zu transportieren. Selbst wenn Du mehrere 200-Euro-Scheine in der Tasche hast, würdest Du sie immer noch in ein Portemonnaie stecken können, obwohl Du unter Umständen einen Gegenwert von mehreren tausend Euro mitführst. Man kann also Geld nicht nur als Tauschmittel bezeichnen, sondern auch als Wertaufbewahrungsmittel. Dieser Wert entsteht allerdings nur durch das Vertrauen, das wir in diese Scheine und damit in die Währung haben. 

Wie wichtig ist Geld - und wie gut/böse?

Wenn ich sage, ich liebe Geld — bzw. ich liebe mein Geld — dann bekomme ich manchmal die etwas blöde Frage "mehr als Deine Familie?" zurück. Natürlich nicht! Aber schon dicht dran. Das ist die etwas scherzhafte Antwort von mir. Grundsätzlich haben wir gelernt, dass erstmal alles Energie ist. Geld ist auch Energie. Und oft sieht man: Wenn man in etwas viel Energie investiert, bekommt man meistens auch bessere Ergebnisse. Ein simples Beispiel: Wenn Du mehr Energie in Dein Golfspiel investierst und öfter spielst, dann wirst Du mit der Zeit immer besser. So ist es auch mit dem Geld: Wenn Du Dein Wissen zum Thema Geld ausbaust, wenn Du Deine Glaubenssätze verbesserst und damit Fähigkeiten erlernst, wie man Geld besser versteht, dann wirst Du damit mehr Geld in Dein Leben ziehen, weil Du verstehst, wie es funktioniert.

Wenn wir uns nun anschauen, ob Geld gut oder böse ist, ist die Antwort relativ einfach: Geld ist erstmal nichts davon — aber Du kannst es positiv oder negativ einsetzen. Geld ist das, wozu Du es machst. Du kannst mit Deinem Geld beispielsweise einen Brunnen bauen, damit Menschen mit Wasser versorgt sind. Du kannst Geld spenden oder Schulen bauen. Dann setzt Du Dein Geld positiv ein. Gesundheit ist eines der Dinge, die Du nicht kaufen kannst. Gesundheit ist in Dir, sie hängt von verschiedenen Faktoren ab: trinke genug gesundes Wasser, ernähre Dich gesund, mach ausreichend Sport usw. Aber Geld kann Dir hier helfen, leichter an gesunde Nahrung oder an Bildung zu kommen. 

Was bedeutet Geld für die Wirtschaft?

Geld verdirbt den Charakter. Diesen Spruch haben wir wohl alle schon mal gehört. Ich persönlich bin anderer Meinung: Geld verdirbt in meinen Augen nicht den Charakter, es hat eine Lupenwirkung — es bringt die Eigenschaften deutlicher zum Vorschein, die es sowieso schon gibt. Das können wir nun auch auf die Themen Wirtschaft und Börse anwenden, denn diese beiden Bereiche stecken auch oft genug negative Kommentare ein. Zunächst lässt sich ganz einfach sagen: Geld in der Wirtschaft schafft z. B. Arbeitsplätze. Durch diese Arbeitsplätze entstehen Steuern und Sozialabgaben, deswegen ist das Ganze ein Sozialstaat, denn aus diesen Geldern werden Menschen "gefördert", die nicht (mehr) arbeiten können.

Zum anderen brauchst Du in einem Unternehmen natürlich Geld, um die Mitarbeiter zu bezahlen. Hier sind wir wieder beim Tauschgeschäft: Der Mitarbeiter tauscht seine Arbeit gegen Dein Geld. Zudem ist Geld für viele eine Motivation oder ein Zeichen der Anerkennung. Geld ist auch heutzutage noch ein Wertaufbewahrungsmittel. Menschen sparen auf vielfältige Weise. Geld hält die Wirtschaft am Laufen, indem es im Kreislauf bleibt. Würden wir alles Geld abheben und horten, käme die Welt an ihre Grenzen.

In der Folge schauen wir uns zudem an, ob die Börse gut oder böse ist, welche Rolle die Börse für die Wirtschaft spielt, und warum finanzielle Bildung für Kinder unheimlich wichtig ist.

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#212 Was jetzt wichtig ist! Meine Einschätzung zum 4. Quartal!04 Sep 202300:21:18

Die relevanten Entwicklungen im Blick

Der August ist vorbei, und damit wird es wieder Zeit für den monatlichen Marktbericht! Wir schauen uns die Märkte und die aktuellen Zahlen des vergangenen Monats an. Es gibt nur noch den September, und dann beginnt tatsächlich schon das letzte Quartal des Jahres. In dieser Folge wagen wir natürlich auch wieder einen kleinen Ausblick, wie sich die Märkte in der nächsten Zeit entwickeln könnten. Alle Zahlen sind vom 30.08., also von dem Tag, an dem Warren Buffett 93 wurde.

Auf diese drei Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Wie haben sich die Märkte entwickelt?

  2. Was hat die Märkte beeinflusst?

  3. Was erwartet uns voraussichtlich für Q4?

Wie haben sich die Märkte entwickelt?

Wir hatten den Verdacht, die Märkte könnten ab etwa Mitte Juli etwas nach unten korrigieren. Tatsächlich ist auch genau das passiert. Gerade im Bereich Tech-Werte wurde ein bisschen Luft abgelassen, dagegen hat Nvidia Zahlen präsentiert, die deutlich besser geworden sind. Allerdings hat der Wert aus zunächst 8-10 % Plus am Ende doch nur mit 0 geschlossen. Börse besteht einerseits immer aus ZDF - Zahlen, Daten, Fakten — steht andererseits aber auch immer ein wenig unter Beeinflussung der Blasen. Schauen wir uns die aktuellen Zahlen an: 

  • Dow Jones: Der Dow hat von 35559 auf 34814 knappe 2,1 % verloren.
  • Nasdaq: Hier gibt es ein kleines Plus von 15179, rauf auf 15345 um knapp 1 %.
  • S&P 500: Beim S&P 500 sehen wir ebenfalls ein kleines Plus von 1 %: Von 4450 stehen wir jetzt bei 4493.
  • DAX: Von 16147 ging es um etwa 1,7 % runter auf 15879.
  • Öl: Von 81,8 kamen wir, bei 81,8 sind wir - hier hat sich tatsächlich nichts getan. 
  • Gold/Silber: Gold kommt von 1965 und steht jetzt bei 1937, das macht ein Minus von ca. 1,43 %. Bei Silber sieht es ähnlich aus: von 2475 ging es runter auf 2457, also ein Minus von ca. 0,75 %. 
  • Bitcoin: Von 29206 ging es ein ganzes Stück runter auf 27420, das macht ein Minus von satten 6,12 %. 
  • UM Strategy Fund: Von 92,90 auf 92,60 gibt es ein kleines Minus von überschaubaren 0,3 %.

Was hat die Märkte beeinflusst?

Wir sind quasi im September angekommen und an der Börse ist der September einer der schlechtesten, wenn nicht sogar DER schlechteste Monat. Danach kommt theoretisch das beste Quartal. Rückblickend hat das Jahr sehr gut angefangen und es war klar, dass es so nicht die ganze Zeit weiterlaufen konnte. Ansonsten ist der Ölpreis ein Stück weit auf dem Vormarsch. Es gab viele Zinserhöhungen seitens EZB/FED, und der Krieg Ukraine/Russland ist leider immer noch im Gange. 

Wie die FED langsam durchscheinen lässt, ist die Wirtschaft doch noch nicht so stark geschwächt. Daher gibt es einige, die von Zinssenkungen erst im ersten oder zweiten Quartal 2024 ausgehen. Grundsätzlich kann man sagen, Zinsveränderungen kommen erst nach 6-8 Monaten in der Wirtschaft wirklich an. Seit etwa 1,5 Jahren werden die Zinsen aktuell stetig erhöht, das heißt, ein Großteil der Erhöhungen ist mittlerweile angekommen. Entsprechend dauert es aber immer etwas, bis die Auswirkungen wirklich zu spüren sind. 

Die Inflation ist ein ganzes Stück gesunken. Experten gehen davon aus, dass die Rate bald endlich auf einen Prozentsatz von etwa 2-3 % zurückgeht. Das Weihnachtsgeschäft steht zudem vor der Tür und auch die Reisebranche hat sehr profitiert, weil viele Menschen ihre Reisen aus der Coronazeit nachgeholt haben. 

Was erwartet uns voraussichtlich für Q4?

Was bedeuten all diese Informationen denn nun für einen Ausblick? Dürfen wir positiv gestimmt sein? Wenn wir uns den September und dann Q4 ansehen, dann glaube ich in dieser Zeit eher an eine Seitwärtsbewegung. Es wird vermutlich noch keine ganz klare Richtung nach oben geben. Wenn wir aber auf all die Informationen schauen, mit den Zinserhöhungen, der sinkenden Inflation, der nicht ganz so geschwächte Wirtschaft, dann lässt das hoffen, dass wir diese Null-Zins-Phase mal beendet haben und theoretisch in ein "normales" Leben zurückkehren können. 

Ein Faktor, der ganz groß hinein spielt, ist die Kabinettsklausur. Dort werden gerade wieder Milliarden für Pakete beschlossen: Bildung, Infrastruktur, Klimawandel… Es gibt mehr als genug Baustellen. Wenn man die Grundthemen einmal bearbeitet und sich die Kriegssituation entschärft, dann kann ich mir durchaus Positives vorstellen und ein insgesamt großes Wachstum, welches in den nächsten 1-2 Dekaden auf uns wartet. 

Abschließen würde ich also sagen, momentan sehe ich die Märkte eher noch seitwärts laufen, vielleicht gibt es aber bereits zum Jahresende schon leichte Tendenzen nach oben. Es ist aber lange nicht mehr so hoffnungslos, wie es zwischendurch einmal schien.

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#211 Vorsorge ist besser als Nachsorge28 Aug 202300:20:05

Sichere jetzt Deine Zukunft: Warum Altersvorsorge nicht unterschätzt werden darf!

Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit der Altersvorsorge. Ich zeige Dir, warum Aktien und die Börse dafür ein wichtiges Thema sind. Du bekommst von mir ein paar Tipps und Features, denn es ist unglaublich wichtig, sich um die Altersvorsorge zu kümmern. Die Altersvorsorge ist sogar der letzte Schritt zur finanziellen Freiheit, wenn Du das "Rentengame" mitspielst, denn wenn Du bereits vor dem Rentenalter finanzielle Freiheit erlangt hast, hast Du auch die finanziellen Möglichkeiten, Deine Alterszeit finanziell abzusichern. Du kannst von Deinem Vermögen leben. Das betrifft im Vergleich zu den knapp 8 Milliarden Menschen aber nur vergleichsweise wenige, daher ist Vorsorge besser als Nachsorge und deswegen sind wir heute hier. 

Auf diese drei Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was ist eine Altersvorsorge & wofür brauchst Du sie?

  2. Welche Rolle spielt das Alter?

  3. Wie wichtig ist die Inflation bei der Altersvorsorge?

Was ist eine Altersvorsorge & wofür brauchst Du sie?

Bevor wir uns nun im Detail dem "How to" widmen, ist es zunächst wichtig zu klären, was Altersvorsorge überhaupt ist, und wofür Du sie brauchst. Allgemein kann man sagen, wir sprechen hier von der "Versorgungslücke". Du bist angestellt oder vielleicht auch selbstständig. Als Angestellter zahlst Du in die Rentenkasse ein und vom Brutto fließt ein Teil in die sogenannten Sozialkassen. Du zahlst mit einem Teil Deines Einkommens Deine Rentenbeiträge. Daraus ergibt sich dann für die Zukunft die Höhe Deiner Altersrente. Wenn wir realistisch sind, sind das in der Regel (bedingt durch Ausbildung, Studium, Elternzeit, Krankheit, Steuern etc.) 50 % von dem, was Du heute netto verdienst. Das ist dann entsprechend mit Versorgungslücke gemeint: Wer heute z.B. 2000 Euro netto verdient, hat eine Rente von ca. 1000 Euro und damit eine Versorgungslücke von ebenfalls 1000 Euro. 

Ein beliebtes Ammenmärchen zum Thema Rente: "Ich brauche im Alter nicht mehr so viel, ich mache ja dann auch nicht mehr so viel." Ich kann Dir heute sagen - das ist bei weitem nicht richtig. Ich habe in meinen 17 Jahren in der Versicherungsbranche viele Menschen bis in die Rente begleitet. Ich bin heute auch selbst finanziell frei und lebe mein Leben so, wie ich das möchte. Ich habe es auch durch meine eigenen Eltern erlebt: Wenn man alt ist, dann hat man extrem viel Zeit. Und Zeit ist teuer. Du wirst des Öfteren einkaufen gehen, vielleicht ein paar Urlaube mehr machen. Du willst Dir etwas gönnen können, Dein Hobby ausleben oder vielleicht einfach in der Stadt öfter mal einen Kaffee trinken gehen. Freizeit kostet Geld, und ich kann Dir aus den erlebten Erfahrungen sagen, dass Menschen später eher das gleiche Netto brauchen, was sie vorher hatten. 

Wenn wir nun auf die Selbstständigen schauen, dann gibt es eine Reihe von Leuten, die weiterhin in die Rentenkassen einzahlen (müssen). Es gibt aber auch viele, die ein Konstrukt wie eine GmbH bauen oder ähnliche Strukturen schaffen, mit denen sie gar nicht mehr sozialversicherungspflichtig sind. Hier muss dann darauf geachtet werden, dass Du nirgendwo "automatisch" einzahlst, und Du somit gar nichts für die Rente hast. Fang also frühzeitig damit an, Dich um Deine Altersvorsorge zu kümmern. 

Welche Rolle spielt die Lebenserwartung?

Wenn wir über Reichtum und Altersvorsorge sprechen, gibt es drei ganz große Bausteine, die wir nicht vergessen dürfen: 

  1. Geld (Sparrate)

  2. Zeit, die Du bis zur Rente hast

  3. Rendite, die Du mit der Anlage erzielst

Bei der Zeit ist eines ganz wichtig zu beachten. Die Generation spielt hier eine erhebliche Rolle. Während bei uns das Renteneintrittsalter irgendwo zwischen 64 und 67 liegt, wird bei Menschen, die jetzt gerade anfangen zu arbeiten, wahrscheinlich eine 70 dabei sein. Natürlich kannst Du auch früher in Rente gehen. Dann allerdings reduziert sich Deine Rente um einen Abschlag von im Schnitt 0,3 % pro Monat. Wenn Du statt mit 67 schon mit 65 in Rente gehst, würden daher ca. 4 % Deiner Rente wegfallen. Zudem zahlst Du auch zwei Jahre weniger in die Rente ein, UND Du lebst zwei Jahre länger von Deinem Kapital. Man kann also sagen, der frühere Renteneintritt kostet eine Menge Geld.

Wie beim Vermögensaufbau sind Geld, Zeit und Rendite das alles Entscheidende. Wenn Du an einer dieser Stellschrauben schlecht aufgestellt bist, dann wird die ganze Unternehmung relativ schwierig. Achte auf die Zeit, achte auf die Rendite und achte auf die Summe, damit Du einen vernünftigen Ansatz wählst. Wenn Du relativ früh anfängst (zwischen 20 und 30), reichen ca. 10-15 % Sparrate für Deine Altersvorsorge, wenn Du erst mit Mitte 30 oder 40+ anfängst, dann sind es eher schon 15 - 20 %, die Du von Deinem Netto beiseite legen solltest. 

Wie wichtig ist die Inflation bei der Altersvorsorge?

Aktuell gibt es ein zusätzliches spannendes Thema, wenn man sich die Altersvorsorge anschaut, und das ist die Inflation. Viele Berater berechnen die Inflation mit. Mein Tipp für Dich: Wenn Du heute weißt, dass Du später eine Versorgungslücke von 1000 Euro zu decken hast, aber noch 30 Jahre einzahlen oder ansparen kannst, dann rechne wie folgt: 

1000 Euro Versorgungslücke x 2 % Inflation und das auf die 30 Jahre

Dann sieht Du schnell, dass aus den 1000 Euro "mal eben" 1811 Euro geworden sind. 

Der zweite wichtige Punkt: Inflation gilt auch noch im Rentenalter. Das ist ein ganz großer Fehler, der auch von vielen Beratern gemacht wird. Viele gehen davon aus, dass die 1811 Euro aus unserem Beispiel dann schon inflationsbereinigt sind und es reicht, die Rente daher auf diese 1811 Euro zu berechnen. 

Das ist falsch!

Wenn Du mit 67 in Rente gehst und dann noch z.B. 30 Jahre lebst, dann sind aus den 1811 Euro, die Du monatlich zur Verfügung hast, bei 2 % Inflation in diesen 30 Jahren wieder 1000 Euro geworden, da die Inflation Dir Dein Geld weggefressen hat. Es ist also enorm wichtig, die Rente im Alter weiter in Hinblick auf die Inflation im Auge zu behalten und das auch mitzuberechnen, um später dieselbe Kaufkraft zu haben wie heute. 

Mein Tipp: Achte darauf, später dieselbe Rente zu haben, wie heute Dein Nettoeinkommen, abzüglich der Rate für Deinen Rentensparplan. Damit solltest Du relativ gut hinkommen.

In der Folge gebe ich Dir außerdem verschiedene Vehikel an die Hand, um die Altersvorsorge zu decken. 

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#210 So wirst Du erfolgreich (auch an der Börse)21 Aug 202300:20:36

So wirst Du erfolgreich (auch an der Börse): Diese wichtigen Regeln solltest Du kennen!

Welchen Einfluss hat Dein persönlicher Erfolg auf Deinen Erfolg an der Börse? Einen erheblichen! Denn wenn Du allgemein im Leben erfolgreich bist, besitzt Du die richtige Zielstrebigkeit und Disziplin, um auch an der Börse Erfolge zu feiern. Auch Deine allgemeinen Lebensstrategien und Deinen Ehrgeiz kannst Du zu Deinen Gunsten an der Börse einsetzen. "Du tradest nicht die Börse, Du tradest nicht das System, Du tradest Dich selbst" — und Norman Welz hat recht! Mit ZDF ist an dieser Stelle natürlich nicht das Fernsehprogramm gemeint, sondern Zahlen, Daten, Fakten. Eine Sache kannst Du Dir jetzt schon merken: Wenn Du in etwas erfolgreich sein willst, dann musst Du dieses Etwas richtig gut beherrschen, und wenn Du etwas liebst, dann hast Du auch Freude daran, darüber mehr zu lernen, zu lesen oder zu erfahren. 

Auf diese drei Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Warum sind ZDF so wichtig?

  2. Für welche Bereiche nutze ich ZDF?

  3. Welche Rolle spielen ZDF bei Investitionen?

Warum sind ZDF so wichtig?

Warum aber sind ZDF so wichtig? Weil Du nur dann einen Überblick hast und reagieren kannst. Ich treffe immer wieder Unternehmer, die keine Ahnung haben, wie es intern gerade aussieht: "Wie viel Umsatz hast Du denn letztes Jahr gemacht?" "Weiß ich nicht." "Wie viel Umsatz willst Du dieses Jahr erreichen?" "Weiß ich nicht." - und das ist fatal!

Genauso oft treffe ich Menschen, die ein eigenes Unternehmen führen und nicht mal ihre BWA lesen können, weil sie schlichtweg nicht wissen, was die Sachen dort bedeuten. 

Auch wenn Du einen Steuerberater hast, der sich um alles Wichtige kümmert; es ist unglaublich wichtig, immer selbst im Bilde zu sein, was Deine Zahlen bedeuten! Sollte es dann hart auf hart kommen, bist Du vorbereitet und kannst schneller reagieren und Deine Strategien anpassen. Alles im Leben ist eine Strategie!

Für welche Bereiche nutze ich ZDF?

In so vielen Bereichen Deines Lebens können ZDF eine große Rolle spielen. Nehmen wir uns das Beispiel Gewicht/gesunde Figur. Hier macht es ebenfalls unglaublich viel Sinn, eine gute Strategie zu haben und auch dieses Unterfangen basiert auf ZDF. Aus den Zahlen, Daten, Fakten entsteht ein Plan und aus diesem Plan entsteht eine Handlung. Das Schöne: ZDF sind messbar. Sachen wie Verliebtsein zum Beispiel sind nicht messbar. Geld und Erfolg sind messbar. Renditen sind messbar. Rendite kannst Du sogar auf einzelne Wochen herunterbrechen, um zu errechnen, welche Rendite Du monatlich erreichst und wie Du Deine Pläne anpasst.

Stelle Dir folgende Fragen:

  1. Wie bist Du dorthin gekommen? Und entsprechend: Was hast Du eingenommen/was hast Du ausgegeben?

  2. Wo stehst Du heute konkret?

  3. Wo willst Du hin?

  4. Wie sieht Deine Strategie aus?

Ich persönlich führe bis heute eine Excel-Tabelle. Früher jeden Tag, heute in größeren Abständen von einem Monat. Aber dort habe ich alle ZDF meines Lebens aufgelistet, wenn auch manche nicht auf den Cent genau. So habe ich immer einen Überblick und kann reagieren, sollte sich etwas "falsch" entwickeln. Und ich weiß immer, wie viel Vermögen ich gerade habe.

Welche Rolle spielen ZDF bei Investitionen?

Ein weiteres Thema, bei dem Zahlen, Daten, Fakten im privaten und unternehmerischen Bereich wichtig und präsent sind: Investitionen. Bei Investitionen kann man auch wieder unterscheiden zwischen 1. der Investition in Dich selbst und in Deinen Erfolg (das kann beispielsweise ein gutes Buch sein oder Seminare/Weiterbildungen); auch diese privaten Investitionen solltest Du geplant haben, damit Du die Gelder dafür frei hast und 2. der Investition an der Börse. 

Nichts ist schlimmer, als eine Aktie, die Du gekauft hast, dann zurückgekommen und danach noch weiter gesunken ist. Wenn Du diese Investition nicht geplant hast, hast Du nun kein Geld, um nochmals nachzukaufen. Auch an der Börse brauchst Du eine Strategie und planbares Budget, damit Du gewappnet bist und reagieren kannst.

Als Unternehmer kannst Du beispielsweise in die Situation kommen, einen Mitbewerber für einen günstigen Betrag übernehmen zu können. Damit könntest Du Dir ein weiteres Standbein aufbauen und Dein Unternehmen voranbringen — aber Du hast das Geld nicht. Jetzt hast Du die Möglichkeit, Geld bei der Bank aufzunehmen (dann musst Du ZDF sowieso immer parat haben) oder aber Du kannst es in bar bezahlen, weil Du geplant hast. Sowohl an der Börse, als auch als Unternehmer sind geplante Strategien und Investitionen Gold wert.

Ich erkläre Dir in der Folge außerdem noch, warum Steuern Unternehmer und Unternehmen in die Pleite reißen, wenn man sich nicht auskennt und welche Rolle ZDF beim Thema Rücklagen spielen.

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#209 Die falsche Geldanlage der Deutschen: Zeit zum Handeln!14 Aug 202300:22:07

Geld investieren leicht gemacht: Dein Weg zur optimalen Geldanlage

Ich habe Dir insgesamt 10 Assetklassen mitgebracht, und gemeinsam schauen wir in dieser Folge über die Vor- und Nachteile der einzelnen Geldanlage-Möglichkeiten. Welches ist die beste Geldanlage? Und welches ist die schlechteste Geldanlage, die die Deutschen wählen können? Sei gespannt, auf welche Weise Du Dein Geld möglichst sicher anlegen kannst! Sicherheit und Garantie sind für die Deutschen nach wie vor das A und O beim Thema Geld. Es gab zahlreiche Krisen und Kriege. Seit knapp 80 Jahren leben wir nun in Freiheit und Ruhe nach dem 2. Weltkrieg. Für die Menschen, die ihr Geld hart verdienen, zählt daher ganz besonders: dieses Geld nicht zu verlieren.

Auf diese drei Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Welche Assetklassen nutzen die Deutschen am häufigsten?

  2. Fonds & ETFs: Wie sinnvoll sind sie?

  3. Eigenheim vs. Mietobjekt: Wie sicher sind Immobilien?

Welche Assetklassen nutzen die Deutschen am häufigsten?

Wenn wir uns die Geldanlagen der Deutschen anschauen, kommen wir nicht drumherum: Nach wie vor ist das klassische Sparbuch eine der am häufigsten genutzten Assetklassen hierzulande. Wenn Du jetzt gerade denkst, "wie, Sparbuch?…das nutzt doch keiner mehr!", dann muss ich Dich leider enttäuschen: Aktuell spricht man sogar von Werten um 5 Billionen Euro, die inlands auf den Sparbüchern liegen. Jetzt stell Dir einmal vor, man würde dieses Geld nehmen und einigermaßen vernünftig in Aktien investieren… 

Ein Sparbuch ist übrigens ein typischer Geldwert: Bei einem Geldwert wird ein Vertrag mit einem Dritten geschlossen, allermeistens handelt es sich dabei um eine Bank oder einen Versicherungsmakler. Du gibst Dein Geld an eine Bank und erhältst am Ende Zinsen zurück. Andere bekannte und in Deutschland sehr häufig genutzte Geldwerte sind beispielsweise das Bausparen, das Tagesgeldkonto oder die Lebensversicherung. Du solltest Dir darüber im Klaren sein, dass Du bei solchen Geldwerten grundsätzlich Geld verleihst. 

Ich sage dazu immer zwei Dinge:

  1. Geld zu verleihen, ist in der Regel ein Fehler.

  2. Geld zu verleihen, hat nichts mit Investieren zu tun —  zumindest für Dich nicht.

Eine Bank ist auch immer ein Unternehmen, die ihr Geld durch das Handeln mit Deinem Geld verdient. Es gibt da eine Reihe an Sicherheitsmechanismen, damit Dein Geld geschützt ist; richtige Garantien gibt es aber nur, solange man Vertrauen in die Währung hat. Wenn Du Dein Geld an eine Bank gibst, hast Du Vertrauen in den Einlagensicherungsfonds (durch den Du geschützt bist) und erlaubst der Bank, das Geld ihrerseits anzulegen bzw. damit zu handeln. Dadurch verdient die Bank Geld und gibt Dir einen kleinen Teil davon ab.

Wie sinnvoll Tagesgeld, Bausparen und eine Lebensversicherung wirklich sind, das erfährst Du ebenfalls in dieser Folge.

Fonds & ETFs: Wie sinnvoll sind sie?

Bei der Betrachtung sicherer Geldanlagen, kommen wir nicht um die Anlageform in Aktien herum, denn Aktien sind die sicherste Geldanlage der Welt. Sogar Christian Lindner denkt mittlerweile über eine Aktienrente nach, denn nur so ließen sich zuverlässig Versorgungslücken schließen. Wenn es um Aktien geht, stehen an erster Stelle die Fonds. Bei einem Aktienfonds hast Du den Vorteil, definitiv einen Sachwert zu erwerben, denn Du legst Dein Geld wirklich in der Wirtschaft an. Du hast zwar einen Vertrag mit dem Fonds, aber das Geld wird ausschließlich in Aktien angelegt. Beim Fonds gibt es zudem große Sicherheitsmöglichkeiten. Ein Nachteil sind die hohen Kosten, und wo Aktienfonds draufsteht, ist auch Aktienfonds drin — das heißt, auch wenn die Märkte nur nach unten laufen, bleibst Du ausschließlich in Aktien investiert.

Der ETF (Exchange Traded Fund) ist ähnlich aufgebaut, aber eher passiv. Er bildet eher den DAX nach oder die Nasdaq. Du bist also passiv investiert und breit gestreut, dadurch sind die Kosten etwas reduziert. Das alles sind Gründe, warum ETFs aktuell ganz klar bevorzugt werden. Ich persönlich bevorzuge die Einzelaktie und halte diese für am sichersten, alle Infos dazu bekommst Du gegen Ende der Folge.

Eigenheim vs. Mietobjekt: Wie sicher sind Immobilien?

Immobilien sind ein eigenes riesiges Thema. Tatsächlich besitzen aber rund 50-60 % der Deutschen ein Eigenheim, daher darf das Thema Immobilien als Geldanlage in dieser Folge natürlich nicht fehlen. Ich persönlich unterscheide hier aber zwischen zwei Dingen: Immobilie als Eigenheim und Immobilie als Mietobjekt. Das Eigenheim ist eben keine Assetklasse, sondern als Luxusgut zu betrachten. Wenn Du ein Eigenheim finanziell analysierst, kommt am Ende nicht wirklich etwas dabei heraus. Wenn Du die Immobilie jedoch vermietest, kommen wir zur Assetklasse Immobilie. 

Du investierst zwar, aber jemand anderes zahlt durch seine Miete das Objekt für Dich ab. Somit hast Du einen Sachwert. Eine interessante Immobilie ist immer ein gutes Investment, da ist es ganz wie mit der Aktie. Ein großer Nachteil: Du musst Dich wirklich gut auskennen, um kein Geld zu verlieren. Zu Immobilien als Geldanlage gibt es auch eine eigene Podcastfolge, die das Thema von Grund auf beleuchtet.

In dieser Folge bekommst Du außerdem noch Infos zu Krypto und Rohstoffen als Geldanlage.

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#334 So baust Du durch die Aktien-Vermietungsstrategie Vermögen auf!05 Jan 202600:20:49
Dein Aktienjahr 2026: Mit der Aktien-Vermietungsstrategie zum Vermögensaufbau

Mit dem Jahreswechsel beginnt alles wieder von vorne. Das ist also die perfekte Zeit, um Ziele neu zu justieren und endlich die Dinge anzupacken, die wirklich zählen. Die zentrale Frage: Wie kann 2026 für Dich nicht nur ein gutes, sondern ein herausragendes Börsenjahr werden? Ich nehme Dich heute mit auf eine Reise durch die wichtigsten Lektionen und stelle Dir meine mächtigste Strategie vor: die Aktien-Vermietungsstrategie. Egal, ob Du bereits investierst oder am Anfang stehst: In dieser Folge erfährst Du, wie Du die richtigen Aktien auswählst, ein renditestarkes Depot aufbaust und mit einem klaren Plan durchstartest.

Das erwartet Dich in dieser Folge:

  1. Der Jahresstart: Vom Vorsatz zur Gewohnheit

  2. Die kritische Selbstreflexion

  3. Die Blaupause des Investors in 4 Schritten

  4. Das große Geheimnis: Die Aktien-Vermietungsstrategie mit Optionen

  5. Dein nächster Schritt: Wie Du 2026 zu einem finanziell erfolgreichen Jahr machst

Der Jahresstart: Vom Vorsatz zur Gewohnheit

Der Januar ist der klassische Zeitpunkt für Neuanfänge, aber die Wahrheit ist: Du hast jeden Tag die Chance, Dein Leben zu verändern. Immer wieder höre ich den Satz: „Ulli, im nächsten Jahr fange ich an." Jetzt ist dieser Zeitpunkt! 

Zuerst möchte ich Dir gratulieren, dass Du den Podcast regelmäßig verfolgst. Doch die entscheidende Frage ist: Was machst Du mit dem Gehörten? Hörst Du nur passiv zu oder machst Du Dir aktiv Notizen und – noch wichtiger – setzt Du die Inhalte in die Tat um? Denn nur die Umsetzung verwandelt Wissen in persönlichen Erfolg.

Vergleiche es mit dem Fitnessstudio. Viele starten am 1. Januar hochmotiviert, doch der langfristige Erfolg stellt sich nur ein, wenn aus dem Vorsatz eine feste Gewohnheit wird. Ähnlich ist es mit unseren Glaubenssätzen über uns selbst. Der Schlanke sagt: „Ich bin einfach so." Der Übergewichtige sagt: „Ich war schon immer so." In ihrer jeweiligen Welt haben beide recht. Du allein entscheidest, in welche dieser Realitäten Du künftig einsteigen möchtest. Mit einem klaren und starken Warum schaffst Du die Grundlage, um 2026 zu dem Jahr zu machen, das Du Dir wirklich wünschst.

Ich selbst habe die letzten Tage zwischen Aktivität und Reflexion verbracht – mit Spaß auf der Skipiste, aber auch mit einem intensiven Rückblick auf das vergangene Jahr. Vieles ist geschehen, und ich habe diese Zeit genutzt, um mein Unternehmen konsequent weiterzuentwickeln, um Dich noch besser zu unterstützen: Wir haben unseren Seminarbereich modernisiert und jedes Seminar mit dem aktuellsten Content neu aufgesetzt. Unser Coaching-Team hat weitere Ausbildungen durchlaufen, und wir haben den Vertrieb verstärkt. Außerdem ist ein komplett neues CRM-System im Einsatz, und wir haben neue Produkte gelauncht.

Hinter diesen Strukturen steht ein engagiertes Team: Mehr als 25 Menschen in der Ulrich Müller Wealth Academy arbeiten mit der Mission, Dich auf Deinem Weg zum Erfolg zu begleiten und Dich dabei zu unterstützen, endlich die volle Kontrolle über Deine Finanzen zu übernehmen.

Ein zentrales Learning und Produkt aus dem Jahr 2025 ist unsere Aktien-Vermietungsstrategie. Als regelmäßiger Hörer weißt Du: Ich halte Aktien für die beste und sicherste Geldanlage der Welt. Doch die entscheidende Frage lautet: Wie setzt Du dieses Wissen für Dich persönlich und profitabel um?

Immer wieder werde ich gefragt: „Ulli, wo finde ich den nächsten heißen Aktientipp?" oder „Soll ich jetzt meinen Gewinn mitnehmen?" Statt nur nach Tipps zu suchen, möchte ich Dich ermutigen, 2026 zu Deinem Aktienjahr zu machen. Dafür ist eine ehrliche Bestandsaufnahme nötig.

Die kritische Selbstreflexion

Wenn Du bereits investierst, frag Dich selbstkritisch: Bist Du wirklich erfolgreich? Erzielst Du eine konsistente, gute Rendite oder betreibst Du Investieren eher als Hobby? Um erfolgreich zu sein, brauchst Du Antworten auf fundamentale Fragen:

  • Wie findest und bewertest Du eine Aktie?

  • Wann steigst Du ein und wann aus?

  • Wie diversifizierst Du (über Branchen, Länder, Währungen)?

  • Wie generierst Du Cashflow (durch Dividenden oder andere Strategien)?

  • Welchen Broker und welche Chartsoftware nutzt Du?

  • Vor allem: Hast Du einen klaren Handelsplan und eine tägliche Routine?

Genau hier setzt die Aktien-Vermietungsstrategie an. In dieser Folge nehme ich Dich mit und zeige Dir, wie ich mit meiner Blaupause eines Investors vorgehe, und wie Du mit dem Thema Optionen Deine Ergebnisse deutlich verbessern kannst. In 20 Minuten können wir das Feld nicht vollständig abdecken, aber ich werde Dir einige goldene Nuggets mit auf den Weg geben, die Du sofort umsetzen kannst.

Egal, auf welchem Stand Du bist – ob Du am Anfang stehst, bereits investierst, aber unzufrieden bist, oder eine reine Buy-and-Hold-Strategie verfolgst, die in den letzten Jahren an Schwung verloren hat. Vielleicht hattest Du mit den „Big Seven" Erfolg – oder eben nicht. Vielleicht hattest Du FOMO (Fear Of Missing Out) oder Zweifel. All diese Fragen und Gefühle sind entscheidend für Deinen Börsenerfolg.

Bevor wir in die Strategie einsteigen, möchte ich Dir zwei entscheidende Hinweise mitgeben. Der erste betrifft Deine Emotionen. Sie steuern alles in unserem Leben. Denke an Momente tiefer Verliebtheit, Eifersucht oder Wut – oft handeln wir dann irrational und bereuen es später.

Genau so emotional ist das Thema Geld. Es geht um Wünsche, Ängste und Sicherheit. Der Weg zum Vermögen folgt drei unumgänglichen Stufen, die Du nicht überspringen kannst:

  1. Geld verdienen: Du musst einen Wert für andere schaffen, also „dienen", um Einnahmen zu generieren.

  2. Geld behalten: Die Fähigkeit, das Verdiente nicht gleich wieder auszugeben, ist fundamental.

  3. Geld investieren: Erst das intelligente Investieren lässt Dein Vermögen nachhaltig wachsen.

Mach 2026 zu dem Jahr, in dem Du diese drei Komponenten umsetzt – ob Du es nun Dein Vermögens-, Spar- oder Investorjahr nennst.

Die Blaupause des Investors in 4 Schritten

Um erfolgreich zu investieren, brauchst Du einen klaren Prozess. Meine Blaupause des Investors basiert auf vier Schritten, die systematisch aufeinander aufbauen.

Schritt 1: Eine vernünftige Auswahl treffen

Aus über 30.000 Aktien musst Du die richtigen Unternehmen auswählen. Eine Aktie ist eine Unternehmensbeteiligung. Daher solltest Du auf steigende Gewinne und Umsätze, eine solide Bilanz und idealerweise eine lange, stabile Dividendenhistorie achten. Diese Fundamentaldaten geben Dir die Sicherheit, dass das Unternehmen auch in Zukunft bestehen und wachsen wird.

Schritt 2 und 3: Die technische Bestätigung 

Hier kommt die Charttechnik und die Analyse von Indikatoren ins Spiel. Es geht darum, den optimalen Zeitpunkt für Deinen Einstieg zu finden. Keine Sorge – Du musst kein Experte werden. Wir haben dieses Wissen für Dich in ein anwendbares System gepackt, das Du 1:1 umsetzen kannst. Diese Schritte beantworten die Frage: Wann ist der richtige Moment, um in eine ausgewählte Aktie ein- und auszusteigen?

Die Blaupause gibt Dir genau diese klaren Signale für den Ein- und Ausstieg, denn Erfolg an der Börse hängt maßgeblich davon ab, zu wissen, wann man einsteigt und wann man geht. Wie ein Sprichwort sagt: „An der Börse wird nicht geklingelt, wenn der Markt nach oben geht." Die Märkte sind unberechenbar, was schon Isaac Newton verzweifeln ließ, der die Sterne berechnen, aber nicht, was die „wilde Hammelhorde" der Börse macht.

Schritt 4: Die richtige Strategie. Die konkrete Umsetzung ist wichtig: Dazu gehören präzise Kauf- und Verkaufssignale und das große Geheimnis: die Aktienvermietung durch Optionen.

Das große Geheimnis: Die Aktien-Vermietungsstrategie mit Optionen

Optionen sind ein mächtiges Werkzeug, aber sie sind wertlos, wenn Du das zugrundeliegende Spiel nicht verstehst. Wenn Du in einem steigenden Markt ständig Calls verkaufst, begrenzt Du Deine Gewinne. Wenn Du in einem fallenden Markt Puts verkaufst, kannst Du Verluste einfahren. Optionen allein sind keine Magie.

Der Durchbruch kommt erst, wenn Du die vorherigen Schritte der Blaupause beherrschst: Die Auswahl hochwertiger Aktien (Wert vs. Preis), die Analyse der Charts und Indikatoren. Dann kannst Du Optionen strategisch einsetzen, um von Deinem Wissen zu profitieren. Du musst nicht zu 100 % wissen, wohin der Markt geht, Du musst nur vermeiden, zu investieren, wenn der Markt in die andere Richtung läuft.

Für mich sind Optionen einer der größten Mythen und gleichzeitig eine der größten Chancen. Ich habe die Optionen schon im Jahre 1999 kennengelernt und konnte sie die ersten Jahre noch gar nicht handeln, weil es als Deutscher noch gar nicht möglich war, überhaupt so ein Depot zu eröffnen. Auf der anderen Seite kann man festhalten, Optionen sind wie das Salz in der Suppe. Zu viel Salz ist nicht gut und mit zu wenig Salz schmeckt das Essen fad. Erst die Kombination einer soliden Strategie mit den richtigen Optionen (dem passenden Delta, der optimalen Laufzeit) führt Dich zum Erfolg.

Das Prinzip der Aktienvermietung ist simpel: Stell Dir vor, Du vermietest eine Immobilie. Du hast einmalig investiert und erhältst regelmäßig Mieteinnahmen. Genau das kannst Du mit Aktien tun. Du vermietest Deine Aktienposition und kassierst dafür regelmäßig eine Prämie – die Optionsprämie. Das generiert einen zusätzlichen Cashflow auf Dein bestehendes Investment.

Diese Macht der regelmäßigen „Mieteinnahmen" aus Aktien und Optionen ist eine der stärksten Kräfte an den Finanzmärkten. Selbst Investoren-Legenden wie Warren Buffett bedienen sich dieser Methode.

Der große Vorteil von Optionen: Du kannst in fast jeder Marktphase Geld verdienen – ob die Kurse steigen, fallen oder seitwärts laufen. Diese Flexibilität ist unschätzbar wertvoll, besonders in Phasen wie heute, in denen viele Märkte auf Allzeithochs stehen.

Diese Situation wirft fundamentale Fragen auf: Solltest Du bei hohen Kursen aussteigen? Oder einfach halten, weil Dein Anlagehorizont 20 Jahre beträgt? Bist Du eher Investor oder Trader? Auch die Wahl des richtigen Brokers ist entscheidend. Zu hohe Gebühren schmälern nämlich langfristig Deine Rendite. Der billigste Anbieter ist aber auch keine Lösung, wenn finanzielle Stabilität und Sicherheit fehlen. Denn was bringen geringe Gebühren, wenn Dein Broker irgendwann pleite gegangen ist und die Einlagensicherung diese Verluste nicht vollständig auffangen kann?

Kehren wir zu den aktuellen Märkten zurück: Der DAX, Dow Jones und besonders der Nasdaq stehen nahe ihren Allzeithöchstständen. 2025 war ein gigantisches Jahr mit Renditen von teils 15 bis 25 Prozent. Mach Dir klar: Solche Kursgewinne implizieren, dass die Unternehmen auch entsprechende Gewinnsteigerungen erzielt haben müssten.

Haupteinnahmequellen durch Aktien sind:

  1. Kursgewinne: Der klassische Weg – kaufen bei 10, verkaufen bei 11.

  2. Dividenden: Hier schauen die meisten nur auf die Höhe der Rendite. Doch es gibt essentielle Kennzahlen wie die Ausschüttungsquote. Sie zeigt, wie viel Prozent des Gewinns als Dividende ausgezahlt wird. Schüttet ein Unternehmen 100 % aus, hat es kein Geld für Innovationen und Rücklagen. Eine moderate Quote von z.B. 30–50 % ist oft ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Eine gesunde Ausschüttungsquote (oft zwischen 30 % und 60 %) signalisiert, dass das Unternehmen gleichzeitig in sein Wachstum investiert. Selbst bei einem vorübergehenden Gewinneinbruch kann es die Dividende so aufrechterhalten.Ein weiterer kritischer Faktor ist die Quelle der Ausschüttung. Schüttet ein Unternehmen Dividenden aus seinen Rücklagen oder – noch problematischer – mit extra dafür aufgenommenen Schulden, ist das ein klares Warnsignal. Eine Dividende, die aus Schulden finanziert wird, ist auf Dauer nicht nachhaltig.

  3. Nach Kursgewinn und Dividenden kommt die dritte und für mich mächtigste Einnahmequelle: Optionen. Die sind für mich ein wahrer Gold-Nugget. Mit Optionen kannst Du regelmäßig zusätzliches Geld durch Optionsprämien einnehmen. Dies geschieht über das Stillhaltergeschäft. Stell es Dir vor wie das Vermieten einer Wohnung: Du besitzt ein Asset (die Aktie) und erhältst für das „Verleihen" oder das Einräumen von Rechten eine Miete (die Prämie). Du wirst zum Vermieter Deiner Aktien.

Die Mentalität macht den Unterschied: Der Anfänger jagt dem großen, schnellen Gewinn hinterher. Der Profi hingegen konzentriert sich darauf, Verluste zu vermeiden und durch konsistente Einnahmen aus Dividenden und vor allem Optionsprämien sein Vermögen stetig und vorhersehbar wachsen zu lassen. Es geht um regelmäßiges Einnehmen.

Schau Dir Warren Buffett an: Er hält fast 400 Milliarden Dollar in Aktien und einen ähnlich großen Betrag in Cash. Warum? Weil die Märkte hoch bewertet sind. Dieses Cash liegt nicht untätig herum. Ein Teil wird in Anleihen geparkt, aber vor allem nutzt er Optionen, um damit Prämien einzunehmen – selbst in einer teuren Marktphase.

Die Analogie zur Wohnungsvermietung macht es klar: Du kassierst Miete (Prämie) dafür, dass Du jemandem das Recht einräumst, Deine Aktie zu einem vorher festgelegten Preis (z.B. $92) zu kaufen, obwohl sie aktuell vielleicht nur bei $90 steht. Der Käufer dieser Option spekuliert darauf, dass die Aktie auf $100 steigt. Für ihn ist das Recht, sie dann für $92 zu kaufen, sehr wertvoll. Für Dich als „Vermieter" ist die vereinnahmte Prämie ein sofortiger Gewinn.

Dieses Spiel spielt man in zwei Hauptrichtungen:

  1. Puts verkaufen: Um Aktien zu einem von Dir gewünschten, günstigeren Preis zu bekommen.

  2. Calls verkaufen: Um die Aktien, die Du bereits besitzt, zu vermieten und Prämien zu kassieren.

In meinen Gesprächen stelle ich immer wieder fest: Kaum jemand kennt diese Strategie wirklich oder setzt sie erfolgreich um. Genau das ist einer der größten Hebel in der Ulrich Müller Wealth Academy. Ich bin seit über 30 Jahren an der Börse und handle seit fast 20 Jahren Optionen – und habe damit nachweislich ein sehr großes Vermögen aufgebaut. Die Aktienvermietungsstrategie, gekoppelt mit der Blaupause des Investors, ist eines der wirkungsvollsten Geheimnisse der Börsenwelt.

Dein nächster Schritt: Wie Du 2026 zu einem finanziell erfolgreichen Jahr machst

Wenn Du die ersten Schritte in diese Welt lernen möchtest, dann lade ich Dich herzlich zu unserer Finance Mastery ein. Die nächste Online-Veranstaltung findet Ende Januar statt. Du findest sie leicht, wenn Du nach „Finance Mastery Ulrich Müller" suchst. 

Vielleicht ist das Dein Startschuss für 2026 – nicht ins Fitnessstudio zu gehen, sondern Dich mithilfe der Finance Mastery um Deine Finanzen zu kümmern.

Die vorgestellte Aktienvermietungsstrategie ist nur der Anfang. Dahinter stehen ein System und ein Team von über 25 Menschen in der Ulrich Müller Wealth Academy, die bereitstehen, um Dich zu unterstützen. 

Egal, ob Du:

  • neu starten und endlich erfolgreich an der Börse werden willst,

  • bereits investierst, aber Deine Ergebnisse verbessern möchtest,

  • oder einfach einen unstillbaren Wissensdurst hast, es besser zu machen.

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Marker:

(00:00:00) Neues Jahr, neue Chance

(00:05:33) Erfolg geht jeden an

(00:08:44) Die Blaupause des Investors

(00:16:08) Lerne mehr über Optionen

 

#208 USA verliert Top-Bonität! Das sollten Anleger jetzt wissen!07 Aug 202300:20:41

Sind wir bereits im Sommerloch? Das bewegt die Märkte aktuell!

Fakt ist, es bleibt spannend. Was war im Juli los, und welche Veränderungen erwarten uns wahrscheinlich im August? In welche Richtung werden sich die Märkte noch entwickeln? Beim Thema Aktien gilt für mich der Grundsatz: Du tradest nicht das System, Du tradest nicht die Börse, Du tradest Dich selbst. Denn abgesehen davon, dass die Börse das sicherste Vehikel für Vermögensaufbau ist, lernst Du dort auch unheimlich viel über Deine Glaubenssätze zum Thema Vermögen und Geld. Statistisch gesehen ist der August übrigens einer der schwächsten Monate des Jahres. Das klassische Sommerloch gibt es auch an der Börse. Ein kleineres Marktvolumen hat größere Schwankungen zur Folge: Bei weniger Volumen können schon kleine Veränderungen die Märkte in andere Richtungen schieben.

Auf diese drei Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Wie sehen die aktuellen Zahlen aus?

  2. Was bewegt die Märkte aktuell?

  3. Wie sieht derzeit der Punkt Energieversorgung aus?

Wie sehen die aktuellen Zahlen aus?

Schauen wir uns also zunächst mal an, wie der Juli gelaufen ist und wie die aktuellen Zahlen aussehen. Dazu blicken wir wie immer auf die üblichen Verdächtigen wie den Dow, das Öl und natürlich auch Euro/Dollar. 

Dow Jones: 34407 Zähler im Juni, hat der Dow im Juli mit 35559 Dollar ein Plus von rund 3,3 % eingefahren.

Nasdaq: Im Juni noch bei 15179 Dollar, ist auch die Nasdaq positiv mit 15757 Dollar aus dem Juli gegangen. Das macht ein Plus von 3,8 %.

S&P 500: Auch beim S&P 500 ging es bergauf: von 4450 auf 4588, also rund 3,1 %.

DAX: Der DAX hängt tatsächlich ein bisschen hinterher - von 16147 ging es "nur" um 1,9 % auf 16446 nach oben. Das könnte mit der bereits erfolgten, langen Ralley vom DAX zusammenhängen. Irgendwann bleibt die Steigerung dann etwas aus.

Öl: Das Öl ist deutlich angesprungen, von 70,64 ging es ein gutes Stück auf 81,8 hinauf, das macht ein sattes Plus von 16 % - und damit ein Drei-Monats-Hoch.

Euro/Dollar: Hier gibt es eine kleine Veränderung von 1,09 auf 1,10, das sind 0,8 %.

Gold/Silber: Für das Gold ging es von 1919 auf 1965 rauf, das macht ein Plus von 2,4 %. Silber hat hingegen deutlicher zugelegt: Von 22,77 ging es ein gutes Stück nach oben, auf 24,75, das ist ein Plus von 8,7 %.

Bitcoin: Der Bitcoin hat es Ende Juni seit langem nochmal über die 30k geschafft. Mittlerweile ist er wieder bei 29206 angekommen, das macht ein kleines Minus von rund 4 %.

UM Strategy Fund: Bei uns hat es ebenfalls ein kleines Plus gegeben: Von 91 auf 93 sind es rund 2 % geworden.

Was bewegt die Märkte aktuell?

Die Märkte sind immer in Bewegung und natürlich gibt es aktuell genug Themen, die die Märkte beeinflussen. Wir strahlen diese Folge am 07.08. aus, daher können wir auch noch auf die Veränderungen Anfang August eingehen. Zum einen haben wir immer noch die Inflation, dann ging es natürlich um die Kreditwürdigkeit der USA, und auch die Quartalszahlen haben aktuell die High Noon Phase. 

Die Inflationsrate sinkt fleißig weiter, mittlerweile sind wir bei 5,7 %. Das ist immer noch ein stolzer Wert, aber da wir von 10 % Inflationsrate kommen, ist es immerhin etwas. Es ist der niedrigste Wert seit Anfang 2022. Was bewegt das Ganze? Natürlich weiterhin der Russland-Ukraine-Krieg, aber auch die EZB. Diese versucht, mit teilweise sehr großen Zinserhöhungen gegen diese Entwicklung zu steuern. Der Leitzins ist teilweise bei 4,6 %. Wie es dort weitergeht, ist nicht ganz klar, da es immer zwischen 3 und 6 Monaten dauern kann, bis eine Zinsanhebung ihre Tragweite entfaltet hat. 

Das BIP der Eurozone hat im Zeitraum April-Juni um 0,3 % zugelegt. Die Zielinflation von 2 % wird immer noch deutlich überschritten, gemäß der Aussage verschiedener Analysten und Experten. Dennoch haben sinkende Energiepreise und auslaufende Angebotsengpässe die Inflation weiter nach unten gedrückt und das ist etwas Positives. 

In der Podcastfolge erfährst Du außerdem, wie das Urteil der Ratingagentur Fitch die Märkte beeinflusst hat - diese hat nämlich den USA die Bestnote entzogen.

Wie sieht derzeit der Punkt Energieversorgung aus?

Bei den ganzen Gesprächen über Markt und Krise darf natürlich ein Thema nicht fehlen: Die Energieversorgung. Auf lange Sicht muss hier auf jeden Fall eine verlässliche beständige Lösung her, um die Netzwerkstabilität weiterhin zu gewährleisten. Mittlerweile kommt immer mehr Energie aus erneuerbaren Quellen, die nicht wirklich planbar sind, wie beispielsweise Windkraft. Das kann auf Dauer unter Umständen ein stabiles Netz gefährden. 

Meiner Meinung nach bleiben fossile Energien demnächst noch weiter relevant, aber auch die Idee von Batteriespeichern im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien, kann durchaus sinnvoll sein. So könnte man Engpässen vorbeugen und das Netz am Laufen halten. Denn egal, wie man über das Thema Klima denkt, der größte Stromverbraucher ist immer noch die Wirtschaft, daher muss dort eine zuverlässige Abdeckung gewährleistet bleiben, damit es weitergehen kann. Zusätzlich müssen die Preise zudem für alle Verbraucher bezahlbar bleiben.

Insgesamt können wir auf einen positiven Juli zurückblicken. Warum? Große Unternehmen konnten weiterhin gute Zuwächse verzeichnen, Google und Amazon haben sich der Rallye endlich angeschlossen. Auch eine gewisse Sorglosigkeit und Gier hilft den Märkten. Fitch und die USA könnten allerdings auch im August ein Thema bleiben, was zu einem Entweichen von Druck aus der derzeitigen Blase führen könnte, die dadurch ein wenig unattraktiv wird. Schauen wir mal, wie sich das Sommerloch an der Börse im Zusammenhang mit den vorhandenen Krisen entwickeln wird. Ich denke, die Märkte könnten eher etwas seitwärts oder runter laufen.

Wie immer sind alle in der Folge genannten Aktien keine Kaufempfehlung.

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#207 So hast Du Aktien noch nie gesehen!31 Jul 202300:22:13

So hast Du Aktien noch nie gesehen! Heute nehmen wir einen anderen Blickwinkel ein!

Diese Folge wird Dir ein bisschen Grundlagenwissen vermitteln, damit Du einen Überblick darüber bekommst, warum Aktien die sicherste Geldanlage der Welt sind. Viele reiche Menschen investieren in Aktien und bauen so zusätzliches Vermögen auf. Die armen Menschen und die Mittelschicht tun das eher nicht. Wir schauen uns an, warum das so ist und was Du tun kannst, um sicher ein Vermögen aufzubauen. Außerdem gebe ich Dir einen Überblick über die Handlungsweisen und Maßnahmen von EZB und FED - und was diese Zentralbanken mit unserer Wirtschaft und Inflation zu tun haben.

Auf diese Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Was solltest Du zum Thema Wirtschaft wissen?

  2. Schulden vs. Vermögen, Geldwert vs. Sachwert - was ist wichtig?

  3. Was ist der Zusammenhang von FED/EZB und Unternehmen?

Was solltest Du zum Thema Wirtschaft wissen?

Wenn wir uns das Thema Aktien anschauen, sollten wir natürlich auch einen allgemeinen Blick auf das Thema Wirtschaft werfen. Wir leben in einem Kapitalmarkt, und grundsätzlich sagt man, Kapitalismus funktioniert nur dann gut, wenn wir ein Zinsniveau haben. In den letzten 10-15 Jahren waren die Zinsen extrem niedrig. Mittlerweile ist das anders, was auch der Inflation geschuldet ist. Bei einer so starken Inflation, wie wir sie hier stellenweise hatten (zwischen 6 und 10 %), war es notwendig, die Zinsen anzuheben. Das sorgt jedoch dafür, dass die Wirtschaft ein Stück weit abgewürgt wird.

Für das gesamte Thema ist in Europa die EZB zuständig. In Amerika ist es die FED. Man spricht hier im Allgemeinen von den Zentralbanken. Zu den Hauptaufgaben dieser Institutionen gehören beispielsweise die Überwachung der Wirtschaft und der Inflation sowie die Stabilität der Währung und des Währungsfonds. Zu den Werkzeugen und Mechanismen gehören eben auch die Zinsen. Wenn die Zinsen gesenkt werden, wird das Geld günstiger (für Privatpersonen und vor allem für Unternehmer), das macht beispielsweise auch Kredite günstiger. Zinsen kann der Unternehmer zudem von der Steuer absetzen. Die Wirtschaft wird stimuliert. Wenn die Zinsen nun erhöht werden (wie aktuell), wird das Geld teurer und weniger Menschen leihen sich Geld — das senkt die Wirtschaftskraft und die Wirtschaftsleistung. 

Schulden vs. Vermögen, Geldwert vs. Sachwert - was ist wichtig?

Wenn man sich die Wirtschaft und Geld allgemein anschaut, kommt man auch an den Themen Schulden und Vermögen nicht vorbei. Tatsächlich liegt das Thema Schulden in Deutschland aktuell eher beim Staat, der um die 2 Billionen Euro Schulden hat. Das Durchschnittsvermögen des Deutschen liegt wiederum bei etwa 75 000 Euro. Wenn wir uns in dem Zusammenhang die Inflation nochmal anschauen, dann gibt es sogar positive Faktoren - wenn man den Unterschied zwischen Geldwert und Sachwert kennt. 

Bei einem Geldwert wie Bausparvertrag, Sparbuch oder Lebensversicherung ist die Inflation schlecht, denn sie knabbert am Wert Deines Geldes. Bei Sachwerten wie Aktien oder Immobilien hingegen sind mit den Jahren immer wieder die Preise gestiegen. Man nennt das auch eine inflationäre Tendenz - die Dinge werden ein Stück weit teurer. Die EZB/FED können zudem auch Geld drucken, dafür werden Anleihen aufgekauft bzw. übernommen und Geld in den Markt gebracht. Wenn es dazu kommt, wird zwar die Inflation erhöht, aber eben auch die Wirtschaft (und die Börse) angeschoben. Wenn mehr Geld zur Verfügung steht, kann mehr Geld in Aktien und Unternehmen fließen. 

Was ist der Zusammenhang von FED/EZB und Unternehmen?

Die FED/EZB haben außerdem die Möglichkeit, Unternehmen zu stärken oder gar zu verstaatlichen. Das haben wir in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten immer wieder erlebt, denn Krisen gibt es, seit es die Menschen gibt. Das Wichtigste in der Krise: Wie reagierst Du darauf? Das Problem ist nicht das Problem, es geht immer darum, was Du daraus machst. Bist Du in einer Schockstarre oder handelst Du?

Wenn wir Unternehmen nun unterstützen oder verstaatlichen wollen, schauen wir uns die letzte große Krise an: In der Coronakrise passierte das beispielsweise mit TUI und Lufthansa. Der Staat hat eingegriffen, damit die Unternehmen am Markt bleiben konnten und tausende Arbeitsplätze gerettet wurden. 

Wenn Krise herrscht, gibt es außerdem die Möglichkeit des Helikoptergeldes. Auch das hast Du in der Coronakrise erlebt: Plötzlich gab es beispielsweise mehr Geld für Familien. Es wird mehr Geld in Umlauf gebracht. Die Menschen sollen mehr Geld haben, das sie ausgeben können.

Wenn nun Unternehmen gerettet werden, bleiben Arbeitsplätze erhalten und es gibt schon mal Sozialabgaben und Steuern für den Staat. Zudem wirst Du Dein Geld auch ausgeben, wenn Du einen sicheren Job und ein sicheres Gehalt hast. Das ist ein ganz wichtiger Faktor, denn wenn der Bürger kein Geld hat, kann er auch nichts zurück in die Wirtschaft führen. In Deutschland sind ein ganz großer Teil des BIP die Konsumausgaben und dazu gehört alles, vom Waschen bis zum Essen. Wenn wir unser Geld nicht ausgeben oder investieren, bleibt die Wirtschaft stehen.

In der Podcastfolge erkläre ich Dir auch noch, warum während Corona die Schere zwischen Schulden und Vermögen sehr groß wurde, und welche Auswirkungen das neu gedruckte Geld auf die Börse hat. Außerdem lernst Du, welche Assetklassen welche Risiken/Chancen bieten, und welche Sicherheiten hinter den verschiedenen Assetklassen liegen.

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#206 Die Emotionsfalle an der Börse: Wie Du Dich von Panik und Angst befreist!24 Jul 202300:19:22

Deine Emotionen haben keinen Platz an der Börse!

Der Titel dieser Folge ist bewusst provokant gewählt, denn Emotionen beeinflussen uns sehr! Wir sprechen daher darüber, was Emotionen auslösen können, warum Emotionen etwas auslösen können, und wie wir uns davor schützen, falsche Entscheidungen aufgrund von Emotionen zu treffen. Natürlich ist es nicht immer einfach, losgelöst von Emotionen Entscheidungen zu treffen, und genau deshalb ist das Thema an der Börse so wichtig! Ein großes Problem ist auch: Man selbst kann oft nur sehr schlecht einschätzen, ob man emotional ist oder nicht.

Auf diese drei Fragen bekommst Du in der Folge eine Antwort:

  1. Wie hältst Du Deinen Emotionen stand?

  2. Was ist die Gefahr von Emotionen?

  3. Wie hilft Deine Strategie, die Emotionen in den Griff zu bekommen?

Wie hältst Du Deinen Emotionen stand?

Super wichtig ist, zu begreifen, dass Börse immer zum Großteil Psychologie ist. Ich sage immer gerne, das Verhältnis ist so 80:20 (wenn nicht sogar 90:10) - 80 % Psychologie und der Rest ist Deine Strategie. Warren Buffett hat es erst neulich wieder schön zusammengefasst, als er gefragt wurde, warum nur so wenige ihre Börsenstrategie auch wirklich umsetzen: "Die Strategie zu lernen, ist einfach. Die Kunst ist, sich den Rahmen der Strategie nicht durch Emotionen zu zerstören."

Es gibt vier Kompetenz-Stufen:

  1. Unbewusste Inkompetenz: Dir ist gar nicht bewusst, dass Du ein bestimmtes Thema gar nicht richtig kannst.

  2. Bewusste Inkompetenz: Dir ist bewusst, dass Du zum Thema XY gar nichts weißt.

  3. Bewusste Kompetenz: Du führst bei einem bestimmten Thema sehr sicher die einzelnen Schritte aus, weil Du genau weißt, worum es geht.

  4. Unbewusste Kompetenz: Du kriegst etwas sehr gut hin, obwohl Du hinterher die einzelnen Schritte nicht rekonstruieren kannst.

Diese Stufen solltest Du vom emotionalen Bereich entkoppeln, damit Du nichts kaputt machst. Nutze dafür am besten die folgenden drei Schritte:

Schritt 1: Laufzeit: Welches Geld gehört überhaupt an die Börse?

Schritt 2: Strategie: Es ist unabdingbar, einen Plan zu haben, bevor Du startest.

Schritt 3: Emotionen: Lass Dich nicht verleiten, sonst verlierst Du.

Was ist die Gefahr von Emotionen?

Was meine ich also mit emotionaler Tod = Börsengewinne? 

Wenn Du von Natur aus ein sehr emotionaler und ängstlicher Mensch bist und nun an die Börse gehst, dann bist Du stark beeinflussbar. Du hast vielleicht eines meiner Seminare besucht, hast Mut gefasst und eine Aktie erworben. Alles läuft gut und jetzt gibt es plötzlich einen schwachen Markttag, Du gehst mit 1 % Miesen aus dem Börsentag heraus. Schon ist der kleine Mann wieder auf Deiner Schulter: "Siehst Du, ich habe es Dir doch gesagt, das kann gar nicht funktionieren!", "Oh man, wieso hast Du Ulrich Müller so viel Geld gezahlt, hat der überhaupt Ahnung?". Und am nächsten Tag siehst Du die Prognosen, der Tag wird wieder schwach und Du hast nach den zwei Tagen 3 % verloren. 

Nun fängst Du an, zu zweifeln und lässt Dich sehr von den negativen Schwingungen leiten. Vielleicht sprichst Du auch mit einem Freund, der ebenfalls im Seminar war und ebenfalls Miese gemacht hat. Nun seid Ihr zu zweit - gibt es also gar niemanden, der was gewonnen hat? Du verkaufst panisch alles wieder, nachdem noch zwei Minus-Tage folgen und schaust Dir nochmal an, ob Du irgendwo einen Fehler gemacht hast. 

Nach dem Wochenende stellst Du fest, die Märkte gehen hoch, am Turnaround-Tuesday gibt es schließlich ein sattes Plus. Du bist verzweifelt, weil Du doch erst alles verkauft hast und neu starten wolltest.

Diese Geschichte kommt zu tausenden jede Woche vor. Es ist der typische Börsenalltag bei Anfängern und Unsicheren. Weil der kleine Mann kommt und Dich verunsichert und damit kommen die Emotionen, die Dich beeinflussen.

Wie hilft Deine Strategie, die Emotionen in den Griff zu bekommen?

Der erste Teil der Strategie ist immer,  eine gewisse Cash-Quote zu haben. Diese Cash-Quote gibt Dir persönlich eine gewisse Ruhe, damit Du weißt, da kann nichts schiefgehen. Und selbst wenn die Aktie fällt, hast Du genug Geld, um nochmal nachzulegen. 

Die Grundstrategie sieht dann so aus, wie ich es Dir immer in meiner Blaupause erkläre:

  1. Fundamental: ZDF (Zahlen, Daten, Fakten) - Preis ist immer das, was Du bezahlst, Wert ist immer das, was Du bekommst. Mach Dich schlau über Deine Unternehmen und hol Dir Infos ein. Je mehr Du weißt, umso entspannter ist es. 

  2. Charts & Indikatoren: Stell Dir dazu einfach die Frage, ob Du bei der Charttechnik aufgepasst und alle Indikatoren mit reingenommen hast. 

  3. Die für Dich passende Strategie: Risiko entsteht, wenn Du nicht weißt, was Du tust oder wenn Du nachts schläfst und ständig an Deine Aktien denkst. Stell Dir ganz zu Anfang daher die Frage, welche Rendite Du erzielen willst und leite daraus die für Dich passende Strategie ab.

  4. Plan B/Absicherung: Wie viel Risiko willst Du gehen und welche Strategien hast Du, um im Zweifel im Markt eine gewisse Absicherung zu haben?

  5. Die emotionale Seite bist Du: Es ist immer wichtig, wenn Du an die Börse gehst, dass Du in einem guten State bist. Trinke ausreichend, reagiere nicht überstürzt und ATME! Bevor Du eine tragende Entscheidung triffst, atmest Du erstmal 3-5 mal tief durch. Fahre Dich und Deinen Geist ein bisschen herunter. 

Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg bei Deinem Börsenstart! Wie immer gilt:

Alle im Podcast genannten Aktien sind keine Kaufempfehlung. 

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