Von toxischen Beziehungsmustern und Machtmissbrauch, über ADHS bis zu der Frage, wie unsere Kindheit das Heute steuert: DEEP SHIT TALKS geht in die Tiefe. Als schematherapeutische Paartherapeutin spreche ich, Tina Steckling mit Gäst:innen und mit der Community darüber, was in Beziehung, Arbeit und Alltag wirklich passiert, wenn es schwierig wird.
Ich richte mich an Psychologie-Interessierte wie an Profis.
Ganz wichtig dabei: In jeder Folge kommen O-Töne aus der Community und von Expert:innen vor. Diese Stimmen machen Themen greifbar, die sonst in Theorie steckenbleiben. Nichts wird glattgebügelt, sonern es gibt Raum für Ambivalentes und Unbequemes.
Bis Folge 40 war Katrin Siemens (vormals Katrin Terwiel) als Co-Hostin mit dabei. Für diese gemeinsame Zeit bin ich dankbar. Ab jetzt führe ich, Tina Steckling, den Podcast allein weiter, mit noch mehr Raum für die Perspektive von Gäst:innen und ihre Geschichten.
Über mich:
Tina Steckling, schematherapeutische Einzel- und Paartherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Diplom-Kunsttherapeutin und Sozialpädagogin, in eigener Praxis in Berlin Neukölln sowie BELTZ-Autorin. Auf Instagram kläre ich unter @soulmatesberlin über Beziehungsthemen und mentale Gesundheit auf. Als Autorin beschäftige ich mich mit Psychotherapie, Social Media und Ethik.
Ich poste zu Schematherapie, Beziehung und akuten seelischen Krisen auf meiner Homepage www.soulmates.berlin und auf Instagram: https://www.instagram.com/soulmatesberlin
Katrin Siemens (vormals Katrin Terwiel) war bis Folge 40 Co-Hostin dieses Podcasts. Sie ist diplomierte Wirtschaftspsychologin und approbierte Psychotherapeutin (TP) und arbeitet als Consultant, Coach und Trainerin zu Diversity-Strategie, Mental Health und Neurodivergenz. https://www.katrin-siemens.de/de/
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[42] Modediagnose ADHS & Autismus? Die schwierige Debatte um Selbst- und Wunschdiagnosen
Episode 42
Friday, October 2, 2026 • Duration 01:11:25
Ein Leitartikel im Psychotherapeutenjournal sorgt unter Therapierenden für Diskussionen: Kommen Patient*innen mit einer fertigen Selbstdiagnose " Ich habe ADHS" in die Praxis und wollen sie nur noch bestätigt haben? Von Wunschdiagnosen ist die Rede, von dem Wunsch Verantwortung abzugeben, von Identität und Aufwertung.
Zu dem Thema kommen in dieser Folge Stimmen von Kolleg*innen, die diagnostizieren und Expertinnen für Neurodivergenz und Menschen, die selbst betroffen sind. Außerdem spricht Miriam Junge darüber, wie wichtig eine gute fachliche Basis für Therapeut*innen und Coaches gerade in diesen Zeiten ist.
Ich frage: Was ist dran an der Sorge vor Überdiagnostik und Vereinnahmung des Themas? Was passiert, wenn Vorurteile auf beiden Seiten die therapeutische Beziehung beeinflussen?
Wir sprechen über die Datenlage, übersehene Frauen und Mädchen, über Masking, eine Versorgungslage, in der Diagnostik kaum zu bekommen ist, über den Umgang mit einem Diagnose-Verdacht und über die Rolle von Social Media in diesen Zeiten.
Mit dieser Folge geht DEEP SHIT TALKS als Solo-Podcast weiter. Schön, dass du dabei bist!
[41] Best Of - Ein Rückblick auf die letzten 40 Folgen
Episode 41
Thursday, June 11, 2026 • Duration 01:39:04
In dieser Best Of Folge nehmen wir euch mit durch einige der stärksten Ausschnitte der letzten 40 Folgen: Es geht um toxische Beziehungen, Mental Health am Arbeitsplatz, ADHS, Autismus im Erwachsenenalter, Macht und Missbrauch, Body Positivity, Konsum und Sucht, Emotionsregulation und schwierige Gespräche.
Mit dabei: ehrliche Stimmen aus der Community, fachlich kompetente Einordnungen - besondere Gästemomente und Gespräche, die zeigen, warum psychische Gesundheit eine gesellschaftliche Dimension hat und uns alle angeht.
Der Rückblick macht uns stolz und wir möchten vor allem euch Danke sagen, fürs Zuhören, Mitrden, Teilen, Fragenstellen und Dabeisein.
Auch wenn wir uns mit dieser Best Of Folge leider von Katrin Terwiel als Co-Host verabschieden.
Katrin geht, aber DST bleibt! Freut euch auf die neue Staffel. Wir versprechen, es bleibt deep!
[40] AuDHS & Co - Entwicklungen rund um Neurodivergenz & Neurodiversität
Episode 40
Thursday, April 2, 2026 • Duration 01:44:38
Das Thema Neurodivergenz ist gerade überall präsent, aber was steckt eigentlich wirklich dahinter? In dieser Folge sprechen wir darüber, was Begriffe wie ADHS, AuDHS, Neurodiversität und Neurodivergenz bedeuten, wo sie sich unterscheiden und warum die Debatte oft zu kurz greift. Zwischen persönlichen Erfahrungen, fachlichem Blick und gesellschaftlicher Einordnung wird schnell klar: Es geht nicht nur um Diagnosen, sondern um Lebensrealitäten und wie die Gesellschaft darauf reagiert.
Wir schauen uns an, wie schwierig der Weg zu einer fundierten Diagnostik derzeit sein kann, warum gerade Frauen oft spät oder gar nicht erkannt werden und wie groß die Lücke in der medizinischen Versorgung ist. Gleichzeitig geht es um die Rolle von Social Media zwischen hilfreicher Aufklärung und problematischen Vereinfachungen und um die Frage, was die ganzen Infos und daraus folgende Selbstdiagnosen mit uns machen und welcher Content hilfreich sein kann.
Außerdem sprechen wir über Zusammenhänge mit Queerness, Menopause, psychische und körperliche Belastungen, Arbeit, Armut und darüber, was echte Inklusion eigentlich bedeuten müsste. Und am Ende bleibt die Frage: Wie können neurodivergente Menschen besser unterstützt werden, individuell, therapeutisch und gesellschaftlich?
Eine Folge für alle, die genauer hinschauen wollen, ohne einfache Antworten, aber mit vielen wichtigen Perspektiven.
[39] Die Kunst, sich richtig zu beschweren - von Therapie bis Chefbüro
Episode 39
Friday, November 28, 2025 • Duration 01:13:40
„Der beschwert sich immer!“ - Beschweren gilt oft als etwas Negatives. Als Nörgelnd. Dabei ist „Beschweren“ eine absolute Schlüsselkompetenz für Job und Privatleben. Aber wie macht man das am besten? Wann ist es angemessen, wann zu viel?
Vielen Menschen fällt es schwer, für ihre Bedürfnisse und Rechte einstehen zu können. Sie erdulden oft jahrelang Dinge, die über ihre Grenzen gehen.
Auf der anderen Seite der Skala gibt es Menschen, die als cholerisch und impulsiv gelten. Sie geraten teils in gefährliche Situationen oder disqualifizieren sich für Jobs, in denen Diplomatie und Freundlichkeit gefragt ist.
Und dann gibt es noch jene, die sich beschweren, ohne etwas zu ändern. Ist es ok zu lästern um sich zu entlasten? Auch in der Gruppe? Oder sich bei Menschen beschweren, die mit dem Konflikt nichts zu tun haben?
Spannend ist auch, wie eine Therapeutin oder ein Coach reagieren sollte, wenn eine Klientin sich über eine Kollegin beschwert.
Wie sieht sie nun aus, die Kunst des Beschwerens?
Wann, wo und wie sollten wir uns beschweren, so dass es einen guten Effekt hat und die Beziehung nicht über Gebühr belastet wird?
Welche Formulierungen können helfen?
Und an welchen Stellen können wir uns beschweren?
An wen kann man sich wenden, wenn eine direkte Konfrontation ins Leere läuft?
Welche Gesetze und Strukturen schützen Patient*innen und Arbeitnehmer*innen?
Gibt es ethische Leitlinien, an die sich Führungskräfte oder Therapeut*innen halten müssen?
Was besagen diese und was passiert, wenn sie nicht eingehalten werden?
Wir tauchen ein in die Psychologie des Beschwerens und hören dazu:
[38] Heilpraktiker*in für Psychotherapie - Mythen, Mängel, Mehrwert
Episode 38
Saturday, October 25, 2025 • Duration 01:48:23
Katrin, approbierte Psychotherapeutin, und Tina, Heilpraktikerin für Psychotherapie, diskutieren über die zwei Wege zur Heilbehandlung von Menschen mit psychischen Störungen.
- Wer oder was ist eigentlich ein*e Heilpraktiker*in für Psychotherapie, was ist ein*e approbierte*r Psychotherapeut*in?
- Was bedeutet das Thema für die Versorgungslandschaft bei psychischen Erkrankungen?
- Woran erkennen Patient*innen, dass sie gut aufgehoben sind?
- Warum wird die Debatte über die Heilpraktiker für Psychotherapie oft so emotional und unsachlich geführt?
- Wie spielt spielt die Situation von Menschen in der Psychotherapeut*innen-Ausbildung mit rein?
- Was braucht es von Seiten der Politik?
- Was hat das ganze mit Klassismus und Diversität zu tun?
Dies ist eine Folge, die aufräumt mit falschen Stereotypen, in dem sie Kolleginnen zu Wort kommen lässt, die von ihrem Weg und Hintergrund berichten. Und für ein Differenzieren und einen guten Austausch wirbt.
[37] Mental Health am Arbeitsplatz - Balance zwischen Leistung und Fürsorge
Episode 37
Monday, September 15, 2025 • Duration 01:27:38
In dieser Folge von DEEP SHIT TALKS sprechen wir über einen schwierigen Balanceakte im Arbeitsleben:
Wie viel Empathie ist gut – und wo braucht es klare Grenzen? Was tun wir, wenn Mitarbeitende uns plötzlich von persönlichen Krisen oder psychischen Belastungen erzählen? Wir beleuchten, welche Verantwortung Führungskräfte und HR haben und warum unbegrenztes Verständnis nicht immer hilfreich ist.
Mit O-Tönen von Expertinnen aus Führung, HR und Arbeitsrecht zeigen wir, wie Empathie und klare Strukturen zusammenwirken und Sicherheit schaffen. Wir diskutieren, welche Details Arbeitgeber*innen überhaupt wissen dürfen, welche Rolle Arbeitsrecht dabei spielt und wie Unternehmen Fürsorge und Fairness für alle Mitarbeitenden in Einklang bringen können.
Und natürlich teilen wir viele praxisnahe Tipps: Wie man zuhört, Sicherheit gibt und gleichzeitig Grenzen klar benennt. Eine Folge voller Impulse für alle, die Verantwortung tragen – und für alle, die sich eine gesunde, klare Arbeitskultur im Umgang mit Mental Health wünschen.
[36] Dialog auf dünnem Eis - Schwierige Gespräche führen
Episode 36
Wednesday, June 18, 2025 • Duration 01:35:24
Ob politische Diskussion am Esstisch, hitzige Debatten im Netz oder das Gefühl, im Gespräch plötzlich einer Front gegenüberzustehen – wir leben in einer Zeit, in der viele Gespräche schneller eskalieren, als uns lieb ist. Doch wie bleibt man im Dialog, wenn Meinungen unvereinbar erscheinen? Wenn man sich verletzt fühlt – oder vielleicht sogar persönlich angegriffen wird?
In dieser Folge sprechen die beiden Therapeutinnen Katrin und Tina darüber, wie wir auch in konflikthaften Momenten in Verbindung bleiben können – ohne uns selbst zu verlieren. Warum es Übung, Geduld und Klarheit braucht, um den Kontakt zu halten. Und wie wir zwischen Recht-Haben-Wollen und echtem Verstehen unterscheiden lernen.
[35] Erlebnisse und Emotionen der Migration
Episode 35
Wednesday, February 19, 2025 • Duration 40:13
Migration wird gerade als DAS gesellschaftliche Problem dargestellt. Was macht das mit Menschen, wenn solche Narrative nicht nur in den Raum gestellt werden, sondern zentral die aktuelle politische Debatte bestimmen? Oder auch, wenn man immer sein Leben lang als "fremd" oder zumindest nicht richtig zugehörig einsortiert wurde - Oft auch nur aufgrund der Hautfarbe.
Zu welchen psychischen Belastungen und konkreten Erfahrungen führt das bei Menschen, die eine tatsächliche oder unterstellte Migrationsgeschichte haben? Und was kann helfen?
Wir überlassen in dieser Folge die Bühne Menschen, die einen persönlichen Bezug zu dem Thema haben.
[34] Gereizt, gestresst und down? Emotionsregulation in Krisenzeiten
Episode 34
Wednesday, December 18, 2024 • Duration 01:34:04
Warum reagieren wir in manchen Situationen extremer als in anderen? Warum unterscheiden wir uns darin Gefühle wahrzunehmen und auf sie zu reagieren? Wie wirken sich äußere Belastungen und besondere innere Bedingungen, wie ADHS oder Traumatisierung aus?
In dieser Folge tauchen wir tief ein in die Welt der Gefühle und tragen zusammen, was helfen kann mit ihnen umzugehen.
Von Gefühlsrädern, über Katzen streicheln bis zu "Horst dem Rentner", beleuchten wir verschiedenste Strategien.
[33] Konsum und Sucht
Episode 33
Saturday, November 9, 2024 • Duration 01:11:14
Das Thema Suchtdynamik kennt wohl jede, in unterschiedlichem Ausmaß. Nicht von der Kippe lassen können, sich eine bestimmte Abstinenz vornehmen und es dann doch nicht schaffen.... und sich danach schlecht fühlen. Wir gehen dem Thema auf den Grund und stoßen auf Scheinheiliges, Widersprüchliches und Überraschendes.
Wir beleuchten Fragen wie: Wie definiert sich eigentlich Abhängigkeit? Geht es da um die Menge? Braucht es Abstinenz, um therapiert werden zu können? Welche Rolle spielt Stigmatisierung und Schuld? Haben wir als Gesellschaft eine kollektive Alkohol - Abhängigkeit? Was braucht es gesellschaftlich für einen hilfreicheren Umgang? Was können Betriebe im Bereich des Arbeitsschutzes tun?
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