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Explore every episode of the podcast Das Infomagazin aus Polen

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TitlePub. DateDuration
US-Truppen für Polen, Viadrina-Preis für Steffen Möller, erster Auftritt Chopins22 May 202600:28:38
Die USA wollen nun offenbar doch 5.000 zusätzliche Soldaten nach Polen schicken – viele Details bleiben allerdings offen. Und: Die EU-Kommission sieht Polen weiter an der Wachstumsspitze der Union, warnt aber zugleich vor dem höchsten Haushaltsdefizit aller Mitgliedstaaten. Mehr zu diesen Themen im Infoteil – mit den Nachrichten und der Presseschau, in der auch der Antrittsbesuch des neuen ungarischen Regierungschefs Péter Magyar in Polen kommentiert wird. Im Magazin würdigen wir den Kabarettisten Steffen Möller, der den 25. Viadrina-Preis für seine Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung erhalten hat – Arkadiusz Łuba war bei der Verleihung in Frankfurt an der Oder dabei. Anschließend führt uns unsere Chopin-Reihe in den heutigen Präsidentenpalast am Krakowskie Przedmieście, wo der achtjährige Fryderyk Chopin zum ersten Mal öffentlich auftrat. Kamila Lutostańska nimmt Sie mit auf eine akustische Reise durch das alte Warschau.
Millionen Polen von Cyberangriff betroffen, Moniuszkos Musik soll weltweit bekannt werden13 Aug 202600:28:23
Fast 19 Millionen Menschen in Polen könnten von einem massiven Datenleck betroffen sein. Nach einem Cyberangriff auf das Unternehmen MyDr könnten persönliche Daten von Patienten in die Hände der Angreifer gelangt sein. Die Behörden untersuchen den Vorfall. Was ist über den Cyberangriff bekannt? Welche Daten könnten betroffen sein – und was können Bürger jetzt tun? Außerdem sprechen wir mit Prof. Andrzej Szadejko, einem Danziger Komponisten und Dirigenten über Stanisaw Moniuszkos Musik. In Polen beliebt, im Ausland kaum bekannt. Das soll sich aber schon bald ändern.
Polen und die Ukraine – warum hat sich das Verhältnis zum Schlechteren verändert?12 Aug 202600:26:39
Das Verhältnis zu den Ukrainern hat sich in den vergangenen Monaten verändert. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen – sei es verbal, aber auch körperlich. Doch wie konnte es dazu kommen – und gibt es einen Ausweg aus dieser schwierigen Situation?
Besuch im Museum des Warschauer Aufstands02 Aug 202600:26:21
Gestern gedachte Polen des 82. Jahrestages des Ausbruchs des Warschauer Aufstands. Um Punkt 17 Uhr – zur sogenannten „Stunde W“, dem Beginn des Aufstands am 1. August 1944 – heulten in der hauptstadt die Sirenen, Tausende Menschen standen auf Straßen und Plätzen für eine Schweigeminute still. Mit zahlreichen Gedenkveranstaltungen erinnerte die Hauptstadt an die Kämpfer der Heimatarmee und an die zivile Bevölkerung, die den höchsten Preis für den Freiheitskampf bezahlte. Auch das heutige Infomagazin widmen wir dem Warschauer Aufstand. Zunächst sprechen wir über die historischen Hintergründe, die militärischen und politischen Entscheidungen sowie über die Rolle der Sowjetunion. Anschließend besuchen wir das Museum des Warschauer Aufstands und gehen der Frage nach, wie der Alltag im kämpfenden Warschau aussah und wie das Museum die dramatischen Wochen des Sommers 1944 vermittelt.
Folgen des Einschlags eines russischen Marschflugkörpers in Polen UND Radio "Błyskawica"31 Jul 202600:28:19
Das Thema Nummer eins ist seit gestern in Polen der Einschlag eines russischen Marschflugkörpers. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag im Zusammenhang mit russischen Angriffen auf die Ukraine. Ministerpräsident Donald Tusk sagte gestern, es gebe keine Anzeichen dafür, dass Polen gezielt angegriffen werden sollte. Der Vorfall hat auch eine Reaktion der NATO ausgelöst. Mehr dazu im Infomagazin. Wir berichten außerdem über die Vorbereitungen auf die morgigen Feierlichkeiten anlässlich des 82. Jahrestages des Ausbruchs des Warschauer Aufstands. Anschließend senden wir einen Archivbeitrag über die Rolle des Untergrundradios während der Erhebung von 1944. Außerdem geht es um eine deutsch-polnische Wissenschaftsinitiative. Für wen ist sie gedacht? Mehr dazu im Infomagazin.
Ein mutmaßlich russischer Marschflugkörper verletzt den polnischen Luftraum 30 Jul 202600:28:19
Nach der nächtlichen Verletzung des polnischen Luftraums im Osten des Landes hat die Regierung in Warschau ein Krisenverfahren aktiviert. Nach Angaben von Ministerpräsident Donald Tusk handelte es sich dabei vermutlich um einen russischen Marschflugkörper vom Typ Ch-101. Mehr dazu in den Nachrichten. Doch das ist nicht unser einziges Thema heute. Wir fragen: Warum bleiben die Menschen in Polen immer länger berufstätig – und wie schneidet das Land im Vergleich zu anderen EU-Staaten ab? Und schließlich erinnern wir an den polnischen Franziskaner Maximilian Kolbe. Vor 85 Jahren meldete er sich im deutschen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz freiwillig, um anstelle eines Mitgefangenen in den Tod zu gehen.
Wird Polen Anti-Ukrainisch? Festival der Alten musik UND: Die polnischen Tataren29 Jul 202600:22:57
Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 galt Polen als Musterbeispiel der Solidarität. Das Land gehörte zu den ersten, die den aus der Ukraine Geflüchteten umfassende Hilfe anboten. Viele Polinnen und Polen nahmen sie in ihren eigenen Wohnungen auf, unterstützten sie im Alltag und litten mit ihnen. Polen wurde international als Vorzeigeland der humanitären Hilfe wahrgenommen. Vier Jahre später hat sich die Stimmung jedoch verändert. Das Verhältnis vieler Menschen zu den Ukrainern ist kritischer geworden. Immer häufiger kommt es zu Auseinandersetzungen und Angriffen auf Ausländer im öffentlichen Raum. Die zunehmende antiukrainische Stimmung in Polen ist eines unserer heutigen Themen. Außerdem berichten wir über das Festival Forum Musicum, das am Samstag in Wrocław beginnt, und stellen Ihnen die Geschichte der polnischen Tataren vor.
Das Berlin der 20er Jahre UND: Der „Fußballkrieg“ aus der Sicht eines Jahrhundertreporters28 Jul 202600:28:20
Wir nehmen Sie mit in das Berlin der Goldenen Zwanzigerjahre. Die polnische Publizistin Dorota Danielewicz, die seit Jahrzehnten in der deutschen Hauptstadt lebt, streift gerne langsam durch Berlin und entdeckt dabei immer wieder neue Facetten der Stadt. Außerdem sprechen wir über Politik und Fußball. Denn jeder erfolgreiche Torschuss kann zur Metapher für Hoffnung werden – oder sogar einen militärischen Konflikt auslösen.
Deutsch-polnischer Schüleraustausch UND: Wieso Friedrich der Große in Polen umstritten ist27 Jul 202600:28:20
Es ist das politische Thema der letzten Tage in Polen: Der ehemalige Ministerpräsident Mateusz Morawiecki verlässt gemeinsam mit 44 Abgeordneten die konservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Die Spannungen hatten sich zugespitzt, nachdem PiS-Vorsitzender Jarosław Kaczyński den früheren Bildungsminister Przemysław Czarnek als Kandidaten der Partei für das Amt des Ministerpräsidenten bei der Parlamentswahl im kommenden Jahr nominiert hatte. Czarnek gilt als Vertreter eines nationalkonservativen und europaskeptischen Kurses. Morawiecki kündigte inzwischen an, eine eigene Partei gründen zu wollen. Außerdem berichten wir über den deutsch-polnischen Schüleraustausch. Und wir sprechen über Friedrich II., der in Polen als Totengräber der Republik Polen-Litauen gilt. Warum ein renommiertes Fachbuch über den preußischen König dennoch jetzt auf Polnisch erschienen ist, hören Sie ebenfalls in dieser Sendung.
„Berlin hat mich sehr geprägt“. Interview mit Joanna Parys26 Jul 202600:21:22
Die "Berliner Trilogie" von Magdalena Parys ist eine preisgekrönte Krimi- und Thrillerreihe. Nun ist in Polen der dritte und letzte Teil der Trilogie erschienen. In düsterer Atmosphäre beleuchtet Magdalena Parys die Nachkriegsgeschichte Europas. Der erste Band, „Der Magier“, wurde 2015 mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. Nun ist in Polen der dritte und letzte Teil der Trilogie erschienen. Aus diesem Anlass reiste die in Berlin lebende Autorin nach Polen. Jakub Kukla sprach mit ihr über ihre Lebens- und Literaturerfahrungen.
Zwischen Rauschen und Weltpolitik. Die Geschichte des Auslandsrundfunks25 Jul 202600:28:33
Wir blicken zurück auf eine Zeit, in der die Kurzwelle weit mehr war als nur ein Übertragungsweg. Sie war Informationsquelle, Propagandainstrument und für Millionen Menschen ein Fenster zur Welt. Auch das deutschsprachige Programm des Polnischen Rundfunks spielte dabei eine wichtige Rolle. Daniel Kaiser erzählt die Geschichte des internationalen Auslandsrundfunks – und zeigt, warum seine Bedeutung bis heute nachwirkt.
Machtkampf in der PiS UND Literatur zwischen Polen und Deutschland24 Jul 202600:28:06
Im heutigen Infomagazin sprechen wir über die wachsenden Spannungen in der oppositionellen PiS-Partei und die Frage, ob ihr eine Spaltung droht. Außerdem geht es um neue Erkenntnisse aus der Wolfsschanze: Archäologen haben das Rätsel um menschliche Überreste unter dem ehemaligen Wohnhaus von Hermann Göring aufgeklärt. Und: Die Schriftstellerin Magdalena Parys erzählt, wie sie Deutschland mit dem Blick einer Beobachterin von innen und außen beschreibt – und was Identität und Literatur für sie bedeuten.
2.700 Kilometer neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken und Deutschlandforschung in Poznań23 Jul 202600:28:19
Im heutigen Magazin berichten wir unter anderem über den Ausbau des integrierten Schienennetzes in Polen. Vorgesehen sind 2.700 Kilometer Hochgeschwindigkeitsstrecken, mehr als 2.000 Kilometer neuer konventioneller Bahnlinien sowie die Modernisierung bestehender Gleise. Außerdem erfahren Sie über Demonstrationen gegen die zunehmende Feindseligkeit gegenüber Ukrainerinnen und Ukrainern. Und dann: Wussten Sie, dass es in Polen ein Forschungsinstitut gibt, das sich seit mehr als 80 Jahren mit Deutschland beschäftigt? Dort beobachten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen bei unserem westlichen Nachbarn. Warum diese Forschung gerade heute wichtig ist und wer von ihr profitiert, erfahren Sie in wenigen Minuten.
Skandal in Deutschland um das Massaker von Wola UND: Das Rote Kreuz in der Ukraine 11 Aug 202600:28:21
Kürzlich haben wir ein Interview mit der Leiterin des Pilecki-Instituts in Berlin über Heinz Reinefarth ausgestrahlt. Der SS-General war für die Ermordung von mehr als 60.000 Polen im Warschauer Stadtteil Wola verantwortlich. Nach dem Krieg machte er auf der Insel Sylt eine politische Karriere und bekleidete dort ein wichtiges Amt. Das Interview hat im Internet hohe Wellen geschlagen. Unter dem Beitrag entwickelte sich eine intensive Debatte, in der teilweise sogar die deutsche Verantwortung für die Verbrechen infrage gestellt wurde. Was steckt dahinter? Dazu gleich mehr. Außerdem sprechen wir mit Jürg Eglin. Er stand an der Spitze einer der schwierigsten Missionen in der Geschichte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz.
Ukrainer gegen Selenskyj UND:das Schicksal der Deutschen aus Ostpreußen nach 194522 Jul 202600:30:46
Die Ukraine erlebt die schwerste innenpolitische Krise seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Tausende Menschen demonstrieren gegen Präsident Wolodymyr Selenskyj, nachdem der populäre Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow aus der Regierung ausgeschieden ist. Gleichzeitig bemüht sich der Präsident um eine Entspannung der Beziehungen zu Polen. Steht die Ukraine vor einem politischen Wendepunkt? Außerdem blicken wir auf das Schicksal der Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Ostpreußen nach Westdeutschland kamen.
Polen und die Ukraine zwischen Geschichte und Gegenwart21 Jul 202600:24:51
ie Beziehungen zwischen Polen und der Ukraine stehen vor einer schwierigen Bewährungsprobe. Der Streit über die historische Erinnerung, die Debatte um Wolhynien und unterschiedliche Sichtweisen auf die gemeinsame Vergangenheit belasten das Verhältnis der beiden Nachbarländer zunehmend. Die Ankündigung, weitere Archive zu öffnen und die Exhumierungsarbeiten im Zusammenhang mit den Verbrechen in Wolhynien auszuweiten, sei jedoch ein „positives Signal“, betonte der Sprecher des polnischen Präsidenten. Mehr dazu gleich in den Nachrichten. Außerdem befassen wir uns mit den EU-Beitrittsverhandlungen der Ukraine und mit den Forderungen aus dem rechten politischen Lager, den ukrainischen EU-Beitritt wegen des Streits um Wolhynien zu blockieren. Experten ordnen diese Debatte ein. Sie erfahren auch, wie die Polinnen und Polen zur Wehrpflicht stehen.
Steht die PiS kurz vor dem Zerfall? Zu Besuch an der Katholischen Universität Lublin20 Jul 202600:30:22
Die größte Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) steht vor einer Krise, wie es sie in ihrer Geschichte noch nie gegeben hat. Der Partei droht der Zerfall. Bis zu 40 PiS-Abgeordnete könnten die Partei von Jarosław Kaczyński verlassen und gemeinsam mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki eine neue politische Formation gründen. Die Krise auf der rechten Seite des politischen Spektrums ist eines unserer heutigen Themen. Außerdem besuchen wir die Katholische Universität Lublin. Seit ihrer Gründung im Jahr 1918 spielt die Deutsche Philologie dort eine besondere Rolle – selbst in Zeiten schwieriger deutsch-polnischer Beziehungen und während der kommunistischen Ära. Und wir gehen der Frage nach: Warum wird es immer schwieriger, Jugendliche für einen Schüleraustausch mit dem Nachbarland zu begeistern?
35 Jahre Deutsch-Polnisches Jugendwerk: Bilanz und Perspektiven UND Jan Karski19 Jul 202600:26:07
Vor 35 Jahren wurde das Deutsch-Polnische Jugendwerk gegründet. Seitdem haben mehr als 3,3 Millionen junge Menschen an Austauschprojekten teilgenommen. Wie hat sich der Jugendaustausch in dieser Zeit verändert und wie lässt sich auch künftig das Interesse junger Menschen am Nachbarland wecken? Das ist heute unser Thema. Außerdem erinnern wir an Jan Karski. In dieser Woche jährte sich sein Tod zum 26. Mal. Aus diesem Anlass senden wir ein Porträt des legendären Kuriers des polnischen Untergrundstaates, der als einer der ersten Augenzeugen den Holocaust dokumentierte.
Prof. Anna Rutka über 100 Jahre Germanistik an der Katholischen Universität Lublin18 Jul 202600:26:54
Die Katholische Universität in Lublin feiert hundert Jahre Germanistik. Wir wollen das zum Anlass nehmen, um heute einen genaueren Blick auf die bewegte Geschichte des Fachs, auf seine Öffnung nach Westen in Zeiten des Kalten Krieges, auf die Herausforderung der künstlichen Intelligenz – und auf das jüngste Projekt der Universität zu werfen: den russisch-ukrainischen Krieg im Spiegel der Literatur zu werfen. Die Katholische Universität Lublin, 1918 gegründet, war stets mehr als eine Kaderschmiede – in einer Vielvölkerstadt wurde sie zum Ort der Begegnung und der Gedankenfreiheit, zu einer kleinen Insel der Freiheit. Hier studierte der spätere Primas Stefan Wyszyński, hier lehrte Karol Wojtyła bis zu seiner Wahl zum Papst 1978. Auch die Germanistik nahm eine Sonderstellung ein. Mehr dazu im Infomagazin.
Umstrittenes Veto, Zoff in der PiS, Kiews Führungskrise, 100 Jahre Germanistik in Lublin17 Jul 202600:26:47
Polnische Kampfjets fangen den dritten Tag in Folge russische Militärflugzeuge über der Ostsee ab. In der Ukraine spitzt sich die Führungskrise zu – Präsident Selenskyj tauscht seinen Verteidigungsminister aus, begleitet von anhaltenden Protesten. Und Präsident Nawrocki stoppt das Gesetz zur rechtlichen Absicherung informeller Partnerschaften. Im Magazin reisen wir nach Lublin: Vor hundert Jahren nahm dort die Germanistik an der Katholischen Universität ihren Anfang. Heute fragt sich, wer das Fach noch studiert – und welche Zukunft es hat, wenn Maschinen das Übersetzen übernehmen. Die Germanistin Anna Rutka spricht über Studierende, Berufswege und die Herausforderung der künstlichen Intelligenz. Mehr dazu im Infomagazin.
Erhöhtes Budget für Schutzschild Ost, Machtprobe in der PiS und der erste Radiohit Polens16 Jul 202600:21:59
Polnische Kampfjets haben erneut russische Militärflugzeuge über der Ostsee abgefangen, und Warschau vervierfacht das Budget für den Schutz seiner Ostgrenze auf 40 Milliarden Złoty. In Kyjiw sterben bei einem neuen russischen Angriff mindestens zwei Menschen – nur Stunden nach einem Drohnenabkommen zwischen der EU und der Ukraine. In der größten Oppositionspartei PiS eskaliert unterdessen der Machtkampf: Ex-Ministerpräsident Mateusz Morawiecki widersetzt sich der Parteiführung. In der Presseschau geht es um den antiukrainischen Rechtskurs von Przemysław Czarnek – durchdachtes Kalkül oder gescheitertes Experiment? – und um die Frage, ob Schiedsrichter Szymon Marciniak am Sonntag das WM-Finale pfeift. Im Magazin nehmen wir Sie mit ins Lwów der 1930er-Jahre: Die „Lustige Lemberger Welle" machte das Komikerduo Szczepko und Tońko – Kazimierz Wajda und Henryk Vogelfänger – zu den ersten Stars des Polnischen Rundfunks. Zwischen 1933 und 1938 hielt die Sendung ganz Polen in Atem.
Warnung vor einer russischen False-Flag-Operation und Aus dem Archiv (1965) 15 Jul 202600:28:05
„Putin ist verzweifelt und verliert.“ Außenminister Radosław Sikorski warnt erneut vor einer möglichen russischen False-Flag-Operation. Seiner Meinung nach könnte Moskau eine Provokation mit einer Desinformationskampagne verbinden, um eine Reaktion gegen ein NATO-Land oder gegen die Ukraine zu rechtfertigen. Mehr dazu gleich. Außerdem berichten wir über die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und die Haltung Polens dazu. Wir besuchen auch das Festival Forum Musicum in Wrocław und sprechen mit dem Organisator des Festivals für Alte Musik. Später hören Sie einen Ausschnitt aus einer Archivsendung aus dem Jahr 1965. Damals wurden Texte aus dem Essayband des polnischen Schriftstellers Kazimierz Brandys gelesen – Gedanken, die auch heute noch erstaunlich aktuell wirken.
Militärübungen der Koalition der Willigen und 35 Jahre Deutsch-Polnisches Jugendwerk14 Jul 202600:27:14
Im heutigen Infomagazin berichten wir über die neue Raketenabwehrkoalition für Europa und internationale Militärübungen. Laut Premierminister Donald Tusk sollen die ersten gemeinsamen Übungen der Koalition der Willigen bereits im Herbst in Polen stattfinden. Daran sollen vor allem französische und britische Truppen teilnehmen. Außerdem berichten wir über eine aktuelle Umfrage zum Wiederaufbau der Ukraine. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob polnische Unternehmen dabei bevorzugt berücksichtigt werden sollten. Und noch ein Thema: Vor 35 Jahren wurde das Deutsch-Polnische Jugendwerk gegründet. Seitdem haben mehr als 3,3 Millionen junge Menschen an Austauschprojekten teilgenommen. Wie hat sich der Jugendaustausch in diesen 35 Jahren verändert? Vor welchen Herausforderungen steht er heute? Und wie kann es gelingen, auch künftig junge Menschen für Begegnungen mit dem Nachbarland zu begeistern? Darüber sprechen wir heute mit den beiden Geschäftsführern des Deutsch-Polnischen Jugendwerks.
Jan Karski als Zeuge des Holocaust und ein Besuch in der Masurischen Hütte 13 Jul 202600:28:20
Polen will in den kommenden Tagen ein Verhandlungsteam für Gespräche mit den USA über eine mögliche dauerhafte Stationierung amerikanischer Truppen bilden. Außerdem richtet die Europäische Weltraumorganisation ESA in Warschau einen neuen Sitz ihres polnischen Zentrums ein. Mehr zu diesen Themen erfahren Sie im heutigen Infoteil. Und ausserdem? Heute vor 26 Jahren starb der legendäre Kurier und Emissär des polnischen Untergrundstaates Jan Karski. Während des Zweiten Weltkriegs versuchte er, die Welt über den Holocaust zu informieren. Warum scheiterte seine Mission? Mehr dazu später im Infomagazin. Und zum Abschluss haben wir noch einen Reisetipp für Sie. Wir nehmen Sie mit in die Masurische Hütte, ein privates ethnografisches Museum im masurischen Dorf Sądry. Es beherbergt vermutlich eine der umfangreichsten volkskundlichen Sammlungen der Region. Über die Entstehung des Museums und seine Exponate sprachen wir mit dem Museumsbesitzer.
Heinz Reinefarth und die Geschichte der Straflosigkeit UND: Sommerkolleg vor dem Aus?10 Aug 202600:28:21
Zwei Themen stehen heute auf dem Programm. Es geht um die Verfolgung der Täter aus der Zeit der deutschen Besatzung. Am Fall Heinz Reinefarth sprechen wir darüber, wie glaubwürdig die Aufarbeitung auf deutscher Seite war. Außerdem geht es um ein Projekt, das seit über 30 Jahren besteht, aber schon bald für immer zu Ende gehen könnte.
Kultur als Brücke: deutsch-polnische Nachbarschaft UND Kunst und Musik aus Polen12 Jul 202600:28:21
35 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag - Kultur als Brücke zwischen Polen und Deutschland - ein Gespräch mit dem deutschen Generalkonsul Martin Kremer, Józef Mehoffer im Nationalmuseum in Warschau und ein Blick ins Archiv mit dem Komponisten Mieczysław Karłowicz.
83 Jahre Wolhynien-Massaker: Polens Gedenken zwischen Konfrontation und Versöhnung11 Jul 202600:27:48
Am 11. Juli begeht Polen den Nationalen Gedenktag für die Opfer des Völkermords an den Bürgern der Zweiten Republik. Vor 83 Jahren, am sogenannten Blutsonntag, griffen Einheiten der Ukrainischen Aufständischen Armee rund 150 polnische Ortschaften in Wolhynien an. Der Jahrestag fällt in eine angespannte Zeit zwischen Warschau und Kiew. Wir zeigen, wie Polens Staatsspitze der Opfer gedenkt — Präsident Nawrocki, Ministerpräsident Tusk und Senatsmarschallin Kidawa-Błońska — und wo das Erinnern zum Politikum wird. In der Presseschau streiten Historiker und Politiker aus Polen und der Ukraine über die UPA, die Europäische Union und die Frage, ob der Geschichtsstreit die Hilfe für die kämpfende Ukraine berühren darf. Wir gehen auch der Frage nach, wieso die Kinder nach dem Massaker jahrzehntelang schwiegen. Zum Abschluss ordnet der Historiker Janusz Tycner das Geschehen historisch ein.
Jedwabne, Wolhynien und Kultur als Brücke zwischen Polen und Deutschland10 Jul 202600:23:19
Erinnerung, Verantwortung und deutsch-polnische Beziehungen stehen heute im Mittelpunkt unseres Infomagazins. Wir berichten vom Gedenken an die Opfer des Pogroms von Jedwabne und blicken auf die Debatte um die Wolhynien-Massaker. Anschließend werfen wir einen Blick in die polnische Presse. Dort äußert sich der frühere Staatspräsident Aleksander Kwaśniewski zum 85. Jahrestag von Jedwabne. UND wir sprechen mit dem deutschen Generalkonsul in Wrocław, Martin Kremer, über die Rolle von Kultur und persönlichen Begegnungen für die deutsch-polnischen Beziehungen – 35 Jahre nach dem deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag.
NATO baut Pipelines, Treffen Nawrocki-Selenskyj, Jugend über deutsch-polnische Beziehungen09 Jul 202600:26:02
Die NATO will ihr Treibstoff-Pipelinenetz bis an die Ostflanke ausbauen. Polen und Litauen sollen erstmals an das zentrale Netz des Bündnisses angeschlossen werden. Im Streit über die Ukrainische Aufstandsarmee UPA gibt es zwischen Warschau und Kiew dagegen weiter keinen Durchbruch. Zugleich kritisiert das Europäische Parlament die Benennung einer ukrainischen Eliteeinheit nach den „Helden der UPA". Und nach neuen US-Angriffen gegen Iran ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus stark eingebrochen. Mehr zu diesen Themen im Infoteil und in der Presseschau, in der wir außerdem fragen, wie sich das polnische Gesundheitssystem heilen lässt. Im Magazin geht es um die Zukunft der deutsch-polnischen Beziehungen – aus der Sicht derer, die sie gestalten werden. Claire Bogdanski und Maciej Dziadek studieren an der Freien Universität Berlin, beide haben polnische Wurzeln. Über Reparationen, Sichtbarkeit und den Elefanten im Raum sprach mit ihnen Arkadiusz Łuba.
Polens Erwartungen an den NATO-Gipfel und ein Blick in die polnische Kulturgeschichte08 Jul 202600:26:57
Im heutigen Infomagazin berichten wir über Polens Erwartungen an das Bündnistreffen in Ankara, besuchen das Nationalmuseum in Warschau und erinnern an den Maler Józef Mehoffer. Außerdem hören Sie einen Archivbeitrag über den Komponisten Mieczysław Karłowicz, der unter anderem in Berlin studierte.
NATO-Gipfel in Ankara, neue Spannungen mit Kyjiw – und zwei Pionierinnen der Architektur07 Jul 202600:27:40
In Ankara beginnt der NATO-Gipfel, und Polen unterstreicht seine Rolle als verlässlicher Partner an der Ostflanke – mit Verteidigungsausgaben von fünf Prozent der Wirtschaftsleistung. Wenige Tage vor dem Jahrestag der Wolhynien-Massaker warnt die ukrainische Seite vor einer neuen Belastungsprobe, während ein früherer polnischer Elite-General im Streit nur einen Gewinner sieht – den Kreml. Außerdem setzt eine Affäre um ein Warschauer Krankenhaus die Regierung von Ministerpräsident Tusk unter Druck, und eine polnische Forscherin meldet Fortschritte bei einer synthetischen Zelle. Im Magazin führt uns eine neue Ausstellung im Architekturmuseum Wrocław zu zwei Pionierinnen der modernen Architektur: Barbara Brukalska und Helena Syrkus. Kuratorin Małgorzata Jędrzejczyk erzählt, wie internationale Netzwerke der Avantgarde Kriege und politische Umbrüche überdauerten – und woran manche Freundschaften zerbrachen. Mehr dazu im Infomagazin.
Großangriff auf Kiew, Vertrag mit US-Gigant Anduril und 125 Jahre Rembek06 Jul 202600:27:13
Russland hat Kiew in der Nacht erneut massiv angegriffen. Die Luftverteidigung konnte keine einzige ballistische Rakete abfangen. Polen will außerdem alle Angaben zu seinen Militärlieferungen an die Ukraine aus den Jahren 2022 bis 2026 offenlegen. In der Presseschau warnt ein Soziologe vor einer wachsenden Ablehnung der Ukrainer in Polen, außerdem geht es um eine polnische Unternehmergeschichte und um den Protest junger Ärzte gegen eine Reform. Im Magazin erinnern wir an den vor 125 Jahren geborenen Schriftsteller Stanisław Rembek: Der Krakauer Literaturforscher Maciej Urbanowski spricht mit Wojciech Osiński über einen zu Unrecht vergessenen Meister der Kriegsprosa – und über die beklemmende Aktualität seiner Romane über den polnisch-sowjetischen Krieg. Mehr dazu im Infomagazin.
Briefe von Maria Skłodowska-Curie und Albert Einstein auf Deutsch UND Chopin in Warschau 05 Jul 202600:27:39
Heute stehen zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten im Mittelpunkt unserer Sendung: die Physikerin und Chemikerin Maria Skłodowska-Curie und der Komponist Fryderyk Chopin. Beide verbrachten einen großen Teil ihres Lebens im Ausland. Und doch sind sie bis heute untrennbar mit Polen verbunden und prägen das Bild unseres Landes in der Welt.
Einstellung der Polen gegenüber den Ukrainern UND letzte Folge von „Chopin in Warschau“03 Jul 202600:28:07
Die USA signalisieren Offenheit für einen möglichen Beitritt Polens zur nuklearen Teilhabe der NATO, während Donald Trump den Nutzen des Bündnisses erneut infrage stellt. In der Presseschau geht es um Forderungen deutscher Medien nach Entschädigungen für die noch lebenden Opfer deutscher NS-Verbrechen in Polen sowie um eine neue Umfrage zur Einstellung der Polen gegenüber den Ukrainern. Außerdem hören Sie die letzte Folge unserer Reihe „Chopin in Warschau“. Gemeinsam mit Dr. Aleksander Laskowski vom Chopin-Institut sprechen wir darüber, warum Fryderyk Chopin bis heute so präsent ist und weshalb er als wichtigstes kulturelles Symbol Polens gilt.
Eiszeit Warschau–Kiew, Rolle von Kultur, Briefe von Skłodowska-Curie an Einstein02 Jul 202600:28:21
Russland hat Kyjiw mit einem der schwersten Luftangriffe seit Kriegsbeginn überzogen – Polen ließ in der Nacht vorsorglich Kampfjets aufsteigen, der eigene Luftraum wurde nicht verletzt. Zwischen Warschau und Kiew herrscht derweil Eiszeit. Und auch im Europaparlament flammt der Streit um das Massaker von Wolhynien neu auf. Vor dem NATO-Gipfel in Ankara wirbt Polen zudem für eine starke amerikanische Präsenz an der Ostflanke. Im Magazin sprechen wir mit Peter Oliver Loew, dem Direktor des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt, darüber, wie sich das Bild von Polen und Deutschland gewandelt hat und was Kultur leisten kann. Außerdem: 25 Briefe, jahrzehntelang unbekannt und teils noch radioaktiv – die neu veröffentlichte Korrespondenz zwischen Marie Curie und Albert Einstein. Mehr dazu im Infomagazin aus Polen.
Infomagazin aus Polen: Der Fall Heinz Reinefarth08 Aug 202600:25:31
Mit Gedenkveranstaltungen hat Warschau in dieser Woche an die Opfer des Wola-Massakers erinnert. In den ersten Augusttagen, kurz nach dem Ausbruch des Warschauer Aufstands 1944, ermordeten die deutschen Besatzer innerhalb weniger Tage schätzungsweise 15.000 bis 60.000 Zivilisten. Niemand wurde verschont – auch Frauen und Kinder wurden erschossen. In der heutigen Sendung sprechen wir über den Mann, der hinter diesem Verbrechen stand, dafür aber nie verurteilt wurde: Heinz Reinefarth. Er war der einzige SS-General des Dritten Reiches, der nach 1945 auf Landesebene ein politisches Amt bekleidete. Um den Fall Reinefarth entwickelte sich schließlich eine publizistische Debatte, die den Anstoß für die juristische Aufarbeitung der deutschen Verbrechen während des Warschauer Aufstands gab. Dennoch starb Reinefarth 1979 auf Sylt – ohne jemals verurteilt worden zu sein und weitgehend in Vergessenheit geraten. Unser Gast ist Dr. Philipp Marti, Historiker und Autor des Buches „Der Fall Reinefarth"
Poczobut will nach Belarus zurück UND: FC Polonia Berlin träumt vom ganz großen Fußball 01 Jul 202600:28:20
Der Streit zwischen Polen und der Ukraine über den Umgang mit der gemeinsamen Geschichte verschärft sich weiter. Auslöser ist die Entscheidung des ukrainischen Präsidenten, Mitglieder der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) in ein nationales Heldenpantheon aufzunehmen. In Polen stößt das auf scharfe Kritik. Auch in Tschechien regt sich Widerstand: Dort fordert eine der Regierungsparteien, Präsident Selenskyj den Orden des Weißen Löwen abzuerkennen. Mehr dazu gleich. Außerdem sprechen wir mit Andrzej Poczobut, der mehr als fünf Jahre in belarussischer Haft verbracht hat. Und passend zur Fußball-Weltmeisterschaft stellen wir Ihnen den neuen Trainer des FC Polonia Berlin, Michael Wołyński, vor.
Streit zwischen Warschau und Kiew verschärft sich, Polnische Sprache in Berlin 30 Jun 202600:25:12
Der Streit zwischen Polen und der Ukraine über historische Fragen hat in den vergangenen Wochen deutlich an Schärfe gewonnen. Im Mittelpunkt steht die Aberkennung des Ordens des Weißen Adlers für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Inzwischen geht es um weit mehr als nur einen diplomatischen Konflikt. Mehr dazu gleich. Außerdem stellen wir das neue Buch „Stärker als die Angst“ vor. Es erzählt die Geschichten von 36 Frauen und Männern, die während der Zeit des Nationalsozialismus Jüdinnen und Juden versteckten und retteten. Und wir besuchen das SprachCafé Polnisch in Berlin – einen Treffpunkt für alle, die die polnische Sprache lernen und die polnische Kultur kennenlernen möchten.
Hitzewelle in Polen. Schulprojekte die verbinden. UND: Mühsame „Spurensuche"29 Jun 202600:28:23
Ist es bei Ihnen auch so heiß wie derzeit bei uns in Polen? Am Wochenende wurde hier sogar ein neuer Hitzerekord gemessen – fast 41 Grad Celsius! Auch heute werden in Warschau Temperaturen zwischen 34 und 38 Grad erwartet. Für große Teile Polens werden am Nachmittag schwere Gewitter mit Hagel und Sturmböen vorhergesagt. Doch nun zu den Themen unserer heutigen Sendung: Wir sprechen über deutsch-polnische Schulprojekte, die junge Menschen beider Länder zusammenbringen und die gemeinsame Erinnerungskultur stärken. Außerdem besuchen wir eine Fotoausstellung in Berlin, die sich mit den heutigen westlichen Gebieten Polens befasst – den sogenannten wiedergewonnenen Gebieten – und zeigt, wie sich diese Regionen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs verändert haben.
Debatte zu 35 Jahren Nachbarschaftsvertrag und und eine neue Folge unserer Chopin-Reihe28 Jun 202600:27:19
Im heutigen Infomagazin diskutieren wir über die deutsch-polnischen Beziehungen, hören einen Archivbeitrag über private Geschäfte in der Volksrepublik Polen und besuchen gemeinsam mit Dr. Aleksander Laskowski den Alten Powązki-Friedhof in Warschau – auf den Spuren von Fryderyk Chopin.
Infomagazin aus Polen: Wie geht es den Polen in Berlin? 27 Jun 202600:28:14
Für die heutige Sendung besuchen wir Katarzyna Niewiedział in ihrem Büro – die Polonia- und die Beauftragte des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration. In Berliner Kreisen ist sie bekannt, aber wissen die im Rest Deutschlands lebenden Polen, wer sie ist? Arkadiusz Łuba sprach mit ihr über die Partizipation, Integration und Migration, auch der Polonia, im Land und in der Stadt Berlin.
Welche Rolle spielt die deutsch-polnische Erinnerungskultur heute? Chopin in Warschau.26 Jun 202600:33:03
Die vergangenen Tage und Wochen standen ganz im Zeichen des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags. Am 17. Juni 1991 unterzeichneten die damaligen Außenminister Krzysztof Skubiszewski und Hans-Dietrich Genscher in Bonn den Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Welche Rolle die deutsch-polnische Erinnerungskultur heute spielt und wie sie die Beziehungen zwischen beiden Ländern beeinflusst, darüber sprechen wir in unserer heutigen Sendung. Außerdem besuchen wir den Alten Powązki-Friedhof in Warschau. Dort gehen wir gemeinsam mit Dr. Aleksander Laskowski der Frage nach, welche Rolle Chopins Eltern und seine Schwestern in seinem Leben spielten. Und schließlich laden wir Sie zum Polonia-Tag nach Berlin ein. Das große Fest der polnischen Gemeinschaft findet morgen in der deutschen Hauptstadt statt.
Streit zwischen Warschau und Kiew. Ein Erfolg für Putin. Interview mit Cornelius Ochmann.25 Jun 202600:31:28
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges trifft sich die internationale Gemeinschaft jedes Jahr zur Ukraine-Wiederaufbaukonferenz. In diesem Jahr ist Polen Gastgeber. In der Hafenstadt Gdańsk beraten Vertreter aus mehr als 50 Ländern über den Wiederaufbau des Landes, milliardenschwere Hilfen und neue Investitionen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bleibt der Konferenz jedoch fern. Die Wiecderaufbaukonferzn und der jüngste Streit zwischen Warschau und Kiew ist DAS Thema heute.
Warum braucht Europa gerade jetzt neue Visionen und mehr Mut zur Zusammenarbeit?24 Jun 202600:26:52
Morgen beginnt in Gdańsk die Ukraine-Wiederaufbaukonferenz. Die meisten europäischen Spitzenpolitiker haben ihre Teilnahme bestätigt. Doch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seinen Besuch abgesagt. Hintergrund sind die jüngsten politischen Spannungen zwischen Polen und seinem östlichen Nachbarn. Außerdem sprechen wir heute mit dem Historiker Basil Kerski. Warum braucht Europa gerade jetzt neue Visionen und mehr Mut zur Zusammenarbeit?
Polnisch-ukrainische Spannungen UND Kultur als Brücke zwischen Polen und Deutschland23 Jun 202600:28:20
Wir blicken anlässlich des 35. Jahrestags des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags auf die Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Ländern im Kulturbereich zurück. Wir sprechen mit der ehemaligen Generalkonsulin in Köln und München, Elżbieta Sobótka. Sie erinnert sich u.a. an eine Kampagne in Deutschland, die Polen kurz vor dem EU-Beitritt dem deutschen Publikum näherbringen sollte. Außerdem hören Sie einen Archivbeitrag über die Tradition des Wroclawer Trompetenspiels.
Polnisch-ukrainische Spannungen UND Erinnerungsstücke aus deutschen Konzentrationslagern22 Jun 202600:27:25
Die aktuellen Spannungen zwischen Warschau und Kiew, die Zukunft der amerikanischen Militärpräsenz in Polen sowie die Frage nach Polens Rolle in Mittel- und Osteuropa – das sind die Themen im heutigen Infoteil. Außerdem im Magazin: Persönliche Gegenstände von Opfern deutscher Konzentrationslager werden immer wieder auf Auktionen angeboten. Wie solche Objekte geschützt und für die Öffentlichkeit bewahrt werden können, darüber sprechen wir mit dem Generaldirektor der Stiftung Auschwitz-Birkenau.
Infomagazin aus Polen: War der Warschauer Aufstand berechtigt?07 Aug 202600:27:58
Vor 82 Jahren erhoben sich die Soldaten der Polnischen Heimatarmee gegen die deutschen Besatzer. 63 Tage lang kämpften sie um die Freiheit Warschaus – in der Hoffnung, dass die Rote Armee der eingeschlossenen Stadt zu Hilfe kommen würde. Doch diese Hilfe blieb aus. Nach der Niederschlagung des Aufstands zerstörten die Nationalsozialisten Warschau nahezu vollständig. Hunderttausende Menschen verloren ihr Leben, die polnische Hauptstadt lag in Trümmern. Angesichts dieses ungeheuren Ausmaßes an Leid und Zerstörung stellt sich bis heute eine zentrale Frage: War der Warschauer Aufstand gerechtfertigt?
35 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag UND das Chopin-Denkmal in Warschau21 Jun 202600:27:54
35 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag – das ist ein guter Anlass, auf die Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Ländern zurückzublicken. Wie steht es heute um die deutsch-polnischen Beziehungen? Welche Erwartungen gibt es an die Zusammenarbeit mit der neuen Bundesregierung in Berlin? Und welche Herausforderungen bleiben auch 35 Jahre nach der Unterzeichnung des Vertrags bestehen? Darüber sprechen wir mit Jan Tombiński, dem Geschäftsträger der Republik Polen in Deutschland. Außerdem hören Sie die achte Folge unserer Sendereihe „Chopin in Warschau“. Diesmal besuchen wir das Chopin-Denkmal im Łazienki-Park. Seine Geschichte erzählt nicht nur von Musik. Sie erzählt auch von Krieg, Zerstörung, nationalem Stolz und Erinnerung.
35 Jahre Nachbarschaft: Ein erscheinungsloses Jubiläum20 Jun 202600:25:22
Zum 35. Jahrestag des deutsch-polnischen Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit werden die Beziehungen zwischen beiden Ländern weiterhin von offenen Streitpunkten begleitet. Was haben Deutschland und Polen in den vergangenen 35 Jahren gemeinsam erreicht? Und in welchen Bereichen besteht weiterhin Nachholbedarf? Die Verteidigungsminister beider Länder, Władysław Kosiniak-Kamysz und Boris Pistorius, haben am Mittwoch in Warschau ein neues Abkommen zur Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich unterzeichnet. Berlin hatte ursprünglich weitergehende Vorstellungen, während Warschau in einigen Punkten auf Distanz blieb. Worauf ist diese Zurückhaltung zurückzuführen? Darüber und über weitere Themen sprechen wir mit Małgorzata Kopka-Piątek vom Institut für Öffentliche Angelegenheiten in Warschau.
Polen wirbt um US-Basen, Deutsch-Polnischer Jugendpreis, Chopindenkmal in Warschau19 Jun 202600:27:12
Nach erneuten Drohnenangriffen auf Moskau warnt der ukrainische Präsident Selenskyj den Kreml mit drastischen Worten vor weiteren Angriffen. Bei der NATO in Brüssel wirbt Polen für dauerhafte amerikanische Stützpunkte – Washington reagiert positiv, entschieden ist aber noch nichts. Und der Skandal um ein Warschauer Krankenhaus und eine mutmaßliche VIP-Schiene für Politiker zieht weitere Kreise: Der gesamte Klinikvorstand muss gehen. Im Magazin nehmen wir Sie mit nach Berlin, wo der Deutsch-Polnische Jugendpreis verliehen wurde – und fragen, warum die Förderung des gemeinsamen Jugendwerks gesichert bleiben soll. Außerdem besuchen wir in unserer Chopin-Reihe das berühmte Denkmal im Warschauer Łazienki-Park: wie aus dem Komponisten ein nationales Symbol wurde, warum die deutschen Besatzer es 1940 sprengten und wie es nach dem Krieg wieder auferstand.
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