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Explore every episode of the podcast Das aktuelle Energiestudio

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27 - Deep Dive Wärmepumpe: Auslegung, Kältemittel & Co – was muss beachtet werden?21 Nov 202500:50:39

In dieser Deep-Dive-Folge widmen wir uns den entscheidenden Aspekten beim Einsatz einer Wärmepumpe – und klären, worauf es wirklich ankommt, damit Planung, Betrieb und Effizienz stimmen.

Wir sprechen mit dem Experten & CEO der Heat Pump Academy Dr.-Ing. Christian Vering darüber wie die Auslegung auf Basis von Heizlast und tatsächlichem Verbrauch gelingt, warum eine Überdimensionierung unbedingt vermieden werden sollte und viele weitere Aspekte im Wärmepumpenbetrieb und geben dabei praxisnahe Empfehlungen für die normgerechte Auslegung einer Wärmepumpe, insbesondere wenn sie einen Gaskessel ersetzt. Christian forscht bereits seit Jahren zur optimalen Auslegung und Bewertung von Wärmepumpensystemen. 

Wärmepumpen sind sensibler im Betriebsverhalten: Mindestlaufzeiten, Mindeststillstandzeiten und die Notwendigkeit, sich intensiver mit der eigenen Heiztechnik auseinanderzusetzen sind die Begleitthemen um die man nicht herumkommt.

Wir klären außerdem: 

  • Welche Rolle spielt die Vorlauftemperatur – und was bedeutet sie für die Effizienz?
  • Was ist beim hydraulischen Abgleich entscheidend, wenn man auf Wärmepumpe umsteigt?
  • Muss wirklich immer eine Fußbodenheizung her – oder ist das nur ein hartnäckiges Vorurteil?
  • Ist Propan tatsächlich das Zukunfts-Kältemittel? Und welche Sicherheitsaspekte müssen beachtet werden?
  • Wie sollte die Warmwasserbereitung ausgelegt werden, damit die Wärmepumpe effizient und zuverlässig arbeitet?

Eine Folge für alle, die beim Thema Wärmepumpe nicht an der Oberfläche bleiben wollen – sondern wissen möchten, wie Planung und Betrieb richtig gut funktionieren.

Wertvolle Links


email: podcast@den-ev.de

26 - (Klima-) Kommunikation in der Energieberatung - Technik und Emotion im Einklang 09 Oct 202500:51:04

In dieser Folge geht es um ein oft unterschätztes Thema: Kommunikation. Denn erfolgreiche Energieberatung hat nicht immer nur mit rein technischen Fakten zu tun – sondern mit Menschen, Emotionen und Bedürfnissen.

Wir sprechen mit Carel Mohn, dem Geschäftsführer von Klimafakten darüber, wie Energieberatende ihre Gespräche emphatischer gestalten können, um Vorurteile abzubauen und Fehlinformationen zu begegnen. Warum blockieren Emotionen häufig das Handeln? Wie erkennt man die wahren Bedürfnisse hinter Aussagen von Kund-/innen? Und welche Rolle spielt dabei die Sozial- und Umweltpsychologie im Beratungsprozess?

Dabei wird deutlich: Zuhören ist oft wirkungsvoller als das bloße Argumentieren von der technischen Notwendigkeit. Materielle Anreize allein reichen längst nicht mehr aus, um Menschen zum Handeln zu bewegen. Gerade im Kontext des individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP), der oft als „trockener Ingenieurplan“ wahrgenommen wird, braucht es eine Kommunikation, die motiviert, verständlich macht und Vertrauen aufbaut – besonders dort, wo Handlungsspielräume (etwa in Mietwohnungen) begrenzt sind.

Eine Folge über die Kunst, Menschen für Klimaschutz zu gewinnen – mit Herz, Verstand und psychologischem Fingerspitzengefühl.

Links von Klimafakten


email: podcast@den-ev.de

17- Zirkuläres Bauen - Nachhaltigkeit durch Materialrückbau und Wiederverwertung18 Dec 202400:49:33

Die Baubranche ist für ca. 60 % des Brutto-Abfallaufkommens in Deutschland verantwortlich- ein gewaltiger Dreckspatz. Dominik Campanella ist Mitgründer der Concular GmbH, welche es sich zum Ziel gemacht hat Baumaterialien rückzubauen und wieder in den Kreislauf zu bringen. Mithilfe eines firmeneigenen Systems werden Materialien aus zum Rückbau freigegebenen Gebäuden aufgenommen und für neue Bauvorhaben zur Verfügung gestellt. Die Ökobilanzierung wird für Bauprozesse immer interessanter, vor allem beim geförderten Neubau gibt es hierzulande bereits Vorgaben. Inwiefern in anderen Ländern bereits Vorgaben zur Zirkularität durchgeführt wurden und was auf uns in Deutschland zukommen wird, klären wir im Gespräch mit Dominik. Aktuell gibt es weiterhin keine Vorgaben rückgebaute Materialen wiederzuverwenden. Dominik liefert uns Argumente für Rückbau und Wiederverwendung statt Abriss und Abfall und gibt uns Hintergrundinfos, wie es um die aktuellen Regularien zur Wiederverwendung bei uns steht und teilet mit uns Praxisbeispiele und gibt Hinweise, wie Energieberatende sich diesem Thema nähern können. 

Nützliche Links: 

email: podcast@den-ev.de

16 Energieberatung & Energiesparen - auch ohne Sanierungsfahrplan22 Nov 202401:06:29

Es ist Zeit über Energieberatung zu sprechen. Dafür haben wir uns Carsten Herbert, well known as „Energiesparkommissar“ und ebenfalls geschätztes DEN-Mitglied eingeladen. 

Carsten ist seit über 20 Jahren im Geschäft und hat sich dabei mehr zu einer Art Botschafter energiesparender Maßnahmen gemausert- besonders aktiv ist er auf seinem Youtube-Kanal, wo er leicht verständlich über Themen der Energieberatung informiert. 

Steffi und Carsten -zwei echte EB-Profis- sprechen ausführlich über den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) und warum Carsten in seiner Arbeit ganz bewusst auf dessen Einsatz verzichtet. Der Energiesparkommissar wäre nicht solcher, wenn er uns nicht auch noch einige Praxistipps mitgeben würde. Wie kann man mit geringinvestiven Maßnahmen und wenigen Handgriffen viel Energie sparen kann ohne groß zu investieren? Zum Beispiel durch das Einstellen der Heizkurve oder dem Wechsel zum wassersparenden Duschkopf! Dabei verrät uns Carsten mehr zum Projekt "Schlafender Riese" und wie das zu einem großen Schritt in Sachen Energieeffizienz bei (älteren) Heizungen führen kann. 

Eine Folge mit vielen wertvollen Insights – reinhören lohnt sich!

Links zur Folge

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15 Klima der Zukunft – was bedeutet das für unsere Gebäude?09 Oct 202400:33:06

Erleben Sie die 15. Jubiläumsfolge unseres „Aktuellen Energiestudios“ mit dem renommierten Klimawissenschaftler Prof. Dr. Mojib Latif! 

Prof. Latif gibt uns einen Einblick in die zukünftigen klimatischen Entwicklungen und macht deutlich, wie gravierend die Auswirkungen von CO2-Emissionen und anderen Treibhausgasen auf das Klima sind und betont ihre entscheidende Rolle trotz ihres geringen Anteils an der Atmosphäre.

Obwohl die Frosttage stetig abnehmen und die Erwärmung weiter steigt, werden wir auch zukünftig Heizungen in Gebäuden benötigen. Doch sowohl im Neubau als auch im Bestand müssen sich die Bauwerke auf neue Anforderungen durch beispielsweise Hitzeperioden und Schlagregen einstellen. Wie gehen wir in Zukunft mit denkmalgeschützten Gebäuden um?

Unser Ziel bei all den Herausforderungen ist es, den Mut nicht zu verlieren und die Chance der Energiewende wahrzunehmen und entsprechend sowohl beim Einfamilienhausbesitzer als auch großen Objekteigentümern zu argumentieren. Die Klimafolgekosten für zukünftige Generationen werden ansonsten bei unzureichenden Anstrengungen weiter steigen.  

Bewerten Sie unsere Episode und teilen Sie Ihre Gedanken und Themenvorschläge für zukünftige Folgen mit uns – wir freuen uns über Ihr Feedback!

Hier finden Sie Publikationen von Prof.Dr. Mojib Latif

email: podcast@den-ev.de

14 How to: Trinkwarmwasser 02 Sep 202401:10:13

Wow, nach dieser Folge bleibt keine Frage zur Trinkwasser-Erwärmung offen! Prof. Dr.-Ing. Kati Jagnow (Hochschule Magdeburg-Stendal) hat sich in ihrer Laufbahn viel mit Heizungs- und Trinkwarmwassersystemen beschäftigt und teilt ihr umfangreiches Wissen mit uns. Angefangen vom Anteil des Wasserverbrauchs (EFH/MFH) und einem kritischen Blick auf die Nutzung der erwärmten Wassermenge gibt uns Kati Jagnow auch Hinweise zur Trinkwasserhygiene, Energieverlusten und was es eigentlich mit der Trinkwasser-Zirkulation auf sich hat. Sehr wertvoll sind ihre Anmerkungen über Warmwasserspeicherverluste- auch im Hinblick beispielsweise auf die Warmwasserbereitung über Wärmepumpen.

DELTA-Q – Wissenswertes über TGA und Energiekonzepte

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13 Sommerlicher Wärmeschutz– Anpassungen der DIN 4108 -2 18 Jul 202400:41:35

Laut Deutschem Wetterdienst steigen die Hitzetage pro Jahr an und dadurch wird es auch in unseren Gebäuden zunehmend heißer. Der bauliche sommerliche Wärmeschutz wird maßgeblich durch die richtigen (Planungs-) Maßnahmen beeinflusst mit dem Ziel, zusätzliche Anlagentechnik zur Klimatisierung zu vermeiden. 

Prof. Dr. Spitzner ist mit seiner Tätigkeit im Normausschuss ein willkommener Fachmann, um die Methoden des Nachweises und der Pflichten im sommerlichen Wärmeschutz nach DIN 4108-2, die nach GEG gefordert sind, zu besprechen. Die Norm befindet sich aktuell in der Überarbeitung und wird voraussichtlich 2025 mit Neuerungen in Kraft treten. Was sich in den einzelnen Anforderungen z.B. Sonneneintragsverfahren, Nachtlüftung, passive Kühlung, ändern wird, erfahren Sie in dieser Folge!

Weiterführende Infos:
Kühle Gebäude im Sommer – so geht‘s | Umweltbundesamt
Energiedaten - Berechnung Sommerlicher Wärmeschutz (energie-m.de) 

 

email: podcast@den-ev.de

12 Zukunftsfähige Gebäude- Perspektiven von Energieeffizienz und Nachhaltigkeit26 Jun 202400:49:23

Veränderungen haben Kulturen immer begleitet. Es ist wohl kein Geheimnis mehr, dass sich auch in unserer Gebäudelandschaft etwas verändern wird. Mit welchen Anpassungen in unserer Baukultur in Zukunft gerechnet werden muss -auch aber nicht nur im Hinblick auf klimatechnischer Veränderungen- besprechen wir mit Joost Hartwig, Geschäftsführer bei ina Planungsgesellschaft mbH (Darmstadt). Joost teilt mit uns seine langjährige Planungs- und Praxiserfahrung für Neubau und Bestandsgebäude. Dabei kommen wir keinesfalls um Themen wie Optimierung und Flexibilität im Entwurf,  die ökologische Bewertung von Baustoffen und Bauweisen und deren Bewertungssysteme. Die oft gestellte Frage nach „Neubau oder Sanierung ?“  ist ebenfalls Thema. Und inwiefern fördert oder blockiert das aktuelle Hauptregelwerk für das energieeffiziente Bauen -das Gebäudeenergiegesetz (GEG)- eine zukunftsfähige Entwicklung der Baupraxis- all das klären wir in dieser Folge. 

email: podcast@den-ev.de

11 Passivhaus- das System, die Anforderungen & seine Mythen 24 May 202400:53:59

"Passivhaus"- der Begriff ist bekannt,  aber was es damit konkret auf sich hat bleibt oft im Verborgenen. Mythen und Vorurteile wie z.B. eine manuelle Fensterlüftung ist nicht (mehr) möglich begleiten das System Passivhaus. Dr. Berthold Kaufmann ist schon seit über 20 Jahren beim Passivhausinstitut in Darmstadt beschäftigt und gibt uns u.a. Klarheit über Dämm- und Lüftungsstandards, Wärmebrücken und Luftdichtheit im Kontext der Passivhaus Planung. Darüber hinaus reden wir über Baustoffe und inwiefern die Wissensdatenbank „Passipedia“ auch passivhausunerfahrene Energieberater beim Planungsprozess unterstützen kann. 

Passivhaus-Wissensdatenbank "Passipedia"


 

email: podcast@den-ev.de

10 Goodbye Gasheizung - wie heizen wir mit mind. 65% erneuerbaren Energien? 24 Apr 202400:48:50

Viele Menschen sind aktuell verunsichert von den neuen Anforderungen an Heizen in Zukunft, sprich den neuen Anforderungen nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG). Vor allem die Frage nach einem adäquaten und vor allem GEG-konformen Ersatz platziert einen Menge Fragezeichen in den Köpfen von Endverbraucher*innen und Planende. Prof. Dr.-Ing. Volker Quaschning ist Professor für das Fachgebiet Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin und wirft mit uns einen Blick zu den verschiedenen Erfüllungsoptionen zu „65% erneuerbare Energien“ und den Herausforderungen der Wärmeplanung. Dabei kommen wir natürlich nicht um die Themen: Wärmenetze, Wärmepumpen, Stromdirektheizungen, Solarthermie, Biomasse und Hybridheizungen. Nach dieser Folge bleiben keine Fragen offen!

Links

Wir empfehlen Volkers & Cornelias Podcast „Das ist eine gute Frage“ https://open.spotify.com/show/5bvYKa9gakaEl4L9roLfKz?si=3ad9e920d5604b4e 

Volker Quaschning: Erneuerbare Energien und Klimaschutz (volker-quaschning.de) 

email: podcast@den-ev.de

09 Praxistest Wärmepumpe- Erkenntnisse aus den Feldstudien26 Mar 202401:02:25

Zum Abschluss unserer Wärmepumpen-Serie liefert uns Dr.-Ing. Marek Miara nochmal wichtige Erkenntnisse zur Wärmepumpenpraxis. Er erforscht Wärmepumpen schon seit über 20 Jahren. Mit uns spricht er über die Erkenntnisse aus seiner langjährigen Erfahrung und einer 5-jährigen Studie „WPsmart im Bestand“ am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) die er begleiten durfte. 

Welchen Einfluss haben Vorlauftemperaturen, Heizkurve und Leistungsregelung tatsächlich im Betrieb, wo machen bivalente Systeme Sinn und wie lässt sich die Warmwasserbereitung über die Wärmepumpe sinnvoll darstellen. 

Sie erfahren außerdem, wieso eine holistische Planung erforderlich ist, welche administrativen Herausforderungen es in Deutschland (noch) gibt und welche kulturellen Unterschiede es für die Wärmepumpe in verschiedensten Ländern gibt. 

Auch über die Themen Stromversorgung (Stichwort: „Smart Grid“), Propan als Kältemittel und Wirtschaftlichkeit (Gaspreise, Investitionskosten, Förderung) gibt uns Dr. Miara neue Impulse aus seiner Forschung. 

Link zur Studie: WPsmart im Bestand: Wärmepumpenfeldtest – Fokus Bestandsgebäude und smarter Betrieb - Fraunhofer ISE
Link zum Blog: Wärmepumpen im Bestand, eine Serie in 12 Folgen | Innovation4E

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08 Wärmepumpe- Diva unter den Wärmeerzeugern12 Mar 202400:59:11

Diven haben bekannterweise hohe Ansprüche, aber wenn diese erfüllt werden, können sie Großes leisten. Warum die Wärmepumpe als Diva bezeichnet werden kann, erklärt uns Hochschulprofessor (Hochschule Biberach) und Wärmepumpen-Forschender Prof. Dr. Alexander Floß. Wir erfahren woher die Wärmepumpe kommt und wie sie überhaupt behandelt werden sollte, um langlebig und effizient Dienste zu leisten. Hydraulischer Abgleich, Art der Wärmeübergabe, JAZ, Pufferspeicher, Elektroheizstäbe, Kältemittel. Prof. Floß gibt uns einen kurzen Einblick in den komplexen Alltag dieser Diva und warum sie z.B. allergisch gegen einen „Silent Mode“ reagiert. 

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25 - Bauen als ob's ein Morgen gäbe - 10 Punkte für die Bauwende 11 Sep 202501:04:30

In dieser Jubiläumsfolge sprechen wir mit Prof. Dipl.-Ing. Eike Roswag-Klinge (TU Berlin, Präsident Architektenkammer Berlin) über die Zukunft des Bauens – und warum wir dringend anders über Gebäude, Städte und unser Wohnen nachdenken müssen.

Roswag-Klinge beschreibt die Schattenseiten heutiger Bau- und Wohnkultur: verwaiste Einfamilienhäuser, überhitzte Glasfassaden, Stress durch lange Arbeitswege. Gleichzeitig zeigt er konkrete Lösungen: Umbau statt Neubau, ein stärkerer Fokus auf die Potenziale des Gebäudebestands, echte Kreislaufwirtschaft durch sortenreinen Rückbau und das Konzept des „einfachen Hauses“, das auf Low-Tech und natürliche Baustoffe setzt.

Er stellt infrage, ob teure Effizienzstandards wie KfW 40 noch zeitgemäß sind, und bricht mit dem Mythos Eigenheim, der längst nicht mehr den Bedürfnissen einer modernen Gesellschaft entspricht. Stattdessen plädiert er für weniger Pro-Kopf-Flächenverbrauch, gemeinschaftliches Wohnen und soziale Innovationen.

Eine Folge, die inspiriert, über Baukultur, Klimaschutz und soziale Verantwortung neu nachzudenken – und Mut macht, gewohnte Pfade zu verlassen 

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07 Wärmepumpe und Wärmedämmung – eine sinnvolle Kombination im Altbau26 Feb 202400:41:10

Die Wärmepumpe gilt als einer der Hauptprotagonisten für die Wärmewende in Deutschland. Bis 2050 sollen rund doppelt so viele Wärmepumpen in Deutschland zum Einsatz kommen, als es heute der Fall ist. Dabei kommt es zu ganz neuen Herausforderungen, vor allem im Zusammenspiel mit der Gebäudehülle und bei Bestandsgebäuden. NT-ready, Netzdienlichkeit, Heizlastberechnung sind Begriffe, um die man bei Wärmepumpen im Bestand nicht herumkommt. Eins wird klar: die Einbeziehung der Gebäudehülle in den Planungsprozess ist unerlässlich. Warum das so ist und wissenswerte Details für Energieberatende liefert uns Christoph Sprengard vom Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FiW) München.

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06 Contracting für Energiedienstleistungen23 Nov 202300:36:58

Entscheidungen in Punkto Energieversorgung werden künftig keine einfache Entscheidung mehr sein- die Erfüllung der Anforderungen an die Nutzung erneuerbare Energien, Förderprogramme und Einhaltung von Vorschriften wie z.B. dem GEG erfordern vermehrt fachliche Unterstützung. Vor allem dort, wo viel Energie benötigt wird, wird das Modell des sogenannten "Contracting" immer beliebter.  Contractoren unterstützen Immobilienbesitzer:innen in Auswahl,  Finanzierung und Betrieb  Ihrer Anlagentechnik. Dave Welmert ist Referent für Klima- und Energiepolitik beim Verband für Energiedienstleistungen, Effizienz und Contracting e.V. (Vedec) und informiert umfangreich zu dieser aktuellen Thematik.  

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05 Pump it- wieviel Energiesparpotenzial in Pumpen steckt10 Aug 202300:47:55

Circa 90% aller Heizungen in Deutschland sind nicht hydraulisch abgeglichen. Dazu sind bundesweit ca. 20. Mio. ungeregelte und/oder überdimensionierte Pumpen in Betrieb, was zu einem unnötig hohen Stromverbrauch führt. Matthias Meevissen von Wilo nimmt uns auf spannende Weise mit in sein Fachgebiet. Wir sprechen über mögliches Energiesparpotenzial durch hocheffiziente Pumpen in Heizungs- und Trinkwasseranlagen und welches Potenzial in einer Heizungsoptimierung steckt (Spoiler: unterschätztes Potenzial). Weiter sprechen wir über die Förderung von Trinkwasser und Wasser als schützenswerte Ressource und die Nutzbarmachung von Regenwasser- Matthias gibt äußerst sinnvolle Hinweise hierzu.
 
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04 Energieeffiziente Gebäudehülle17 May 202300:37:55

Wir erweitern das aktuell viel diskutierte Thema "Heizenergie" um die im Diskurs zu kurz kommende Gebäudehülle. Eine effiziente Gebäudehülle ist unerlässlich für ein energieeffizientes Gebäude. Mit Jan Peter Hinrichs vom Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) nehmen wir die Energieeffizienz der Gebäudehülle unter die Lupe und diskutieren über deren Wichtigkeit in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Des Weiteren werfen wir einen Blick nach Europa und wie im Vergleich zu Deutschland die Bewertung der Gebäudehülle gehandhabt wird.

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03 Nachhaltigkeitszertifizierung mit dem NaWoh-Siegel29 Mar 202300:40:53

Passend zum Start der kürzlich aufgelegten KfW-Neubauförderung „Klimafreundlicher Neubau (KFN)“ spricht Stefanie Koepsell mit Oliver Heckmann (Verein zur Förderung der Nachhaltigkeit im Wohnungsbau, NaWoh) über die Möglichkeit der Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden mit dem NaWoh-Siegel „Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau“. Nach dieser Folge wissen Sie, welche Anforderungen an ein nachhaltiges Gebäude gestellt werden, wie eine NaWoh-Zertifizierung abläuft und wer diese durchführen kann. 

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02 Endlich Schluss mit dicker Luft- alles zum Thema Wohnraumlüftung27 Feb 202300:43:24

Die mechanische Lüftung von Wohnräumen ist ein wichtiges Thema, das zu jeder Energieberatung dazugehört, Energie spart, Fördermöglichkeiten in Aussicht stellt und darüber hinaus einen großen Beitrag zu Luftqualität und Wohnkomfort leistet. DEN-Gründungsmitglied Jutta Maria Betz gibt praktische Hinweise für die Energieberatungs-Praxis zur Sensibilisierung der Beratungskunden für das Thema, zu Luftqualität, zu den technischen Anforderungen und einen kurzen Überblick über die Lüftungsanlagen. 

 

email: podcast@den-ev.de

01 Gemüse statt Schokolade für unsere Gebäude13 Oct 202200:41:45

In der ersten Podcastfolge treffen wir uns mit Martin Kutschka, dem Gründungsvater des Deutschen Energieberater Netzwerks und lassen uns von ihm erklären, wie die Energieberater:innenbranche vor 20 Jahren ausgesehen hat.  Welche Themen bewegen die Branche, welche Fragen müssen gestellt werden, wo gibt es Handlungsbedarf, wie steht es um die Energieberatung in Deutschland? Zusammen mit Marita Klempnow (DEN-Vorständin) und Stefanie Koepsell (DEN Vorstandssprecherin) werden diese Themen diskutiert.
Weitere Informationen zu unseren Themen und unserer Arbeit sind zu finden auf:
www.den-ev.de 

email: podcast@den-ev.de

24 - Erdwärmedich eG- ein kaltes Netz als genossenschaftliche Wärmelösung 08 Aug 202500:50:46

In Folge 24 sprechen wir mit Phillip Metz, Physiker und Initiator der Bremer Bürgerinitiative „Erdwärmedich“. Aus der Frage, wie er sein innerstädtisches Gebäude künftig klimafreundlich beheizen kann – ohne Zugang zu Fernwärme – entstand die Entscheidung, auf Erdwärme zu setzen. Was zunächst als private Lösung begann, entwickelte sich schnell zu einer Bewegung: Über 1.400 Interessierte aus der Nachbarschaft wollen gemeinsam ein kaltes Wärmenetz (Anergie) aufbauen.

Phillip Metz erklärt, wie diese Netze funktionieren, welche Vorteile sie bieten und wie die Genossenschaft den Bau, Betrieb und die Finanzierung organisiert. Wir sprechen über bürokratische Hürden, Fördermöglichkeiten und warum Fachbetriebe und Energieberater*innen manchmal eher Bremsklötze als Unterstützer sind.

Neben der technischen Seite beleuchten wir auch die soziale Dimension des Projekts: Das genossenschaftliche Modell ermöglicht es auch Haushalten mit geringerem Budget, an der Energiewende teilzuhaben – ohne sofort eine teure Heizung anschaffen zu müssen.

Eine inspirierende Geschichte über Eigeninitiative, Gemeinschaft und den Mut, die Wärmewende von unten zu starten.

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23 - How to Dämm - Mythen, Fakten, Anwendungen von EPS-Dämmstoffen17 Jul 202500:57:37

Dämmen? Ja, aber womit eigentlich? In dieser Folge sprechen wir mit Sabine Breitner vom Industrieverband Hartschaum (IVH) über das Dämmmaterial expandiertes Polystyrol kurz „EPS „-  und warum dieser Dämmstoff mehr kann, als viele denken.

Wussten Sie zum Beispiel, dass das graue EPS bessere Dämmeigenschaften hat als das weiße? 

Wir tauchen tief ein in die Welt der Dämmstoffe – weit über das hinaus, was man in der Energieberater-Ausbildung lernt. Sabine erklärt uns, warum EPS oft die clevere Wahl ist, wie die Dämmwirkung entsteht und worauf man bei unterschiedlichen Anwendungen achten sollte.

Weitere Themen:

  •  Bauartgenehmigungen & Systemanbieter – was braucht man wirklich?
  •  Atmende Wände – Mythos oder Muss?
  • Ökobilanz & Entsorgung: Ist WDVS wirklich ein Müllproblem?
  •  Lebensdauer von Dämmstoffen – was hält wie lange?
  • Brandverhalten: Wie sicher ist EPS wirklich?
  • Vögel & Algen: Warum WDVS nicht gleich „Fassade im Chaos“ heißen muss
  • Feuchtes Mauerwerk – und was EPS hier leisten kann
  • Dämmung & Wohlfühlklima – warum warme Wände glücklich machen

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22 - Energieberatung Plus- 3 Tools zur Beschleunigung der Energiewende13 Jun 202501:13:22

Die Energieberatung hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, wurde angepasst, erweitert - aber auch verbessert? In dieser Folge sprechen wir mit den beiden Professoren Prof. Dr.-Ing. Kati Jagnow (Hochschule Magdeburg-Stendal) und Prof. Dr.-Ing. Dieter Wolff (Ostfalia Hochschule - Wolfenbüttel).

Seit Jahrzehnten beschäftigen sie sich mit dieser Entwicklung und haben in einem Gutachten für den Deutschen Bundestag und in vielen von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt – DBU geförderten Feldstudien Vorschläge für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemacht, wie man Energie- und Wärmewende mit einer entbürokratisierten Gesetzgebung und Förderung beschleunigt. 

Im Gespräch gehen sie auf die Anforderungen in der Verbrauchsbewertung ein und zeigen, wie sich mit dem entwickelten System aus Exceltools und dem hierbei wichtigen H-Wert die Gebäudebewertung schneller, unkomplizierter und bedarfsgerechter gelingen kann, um damit z.B. auch effizienter und einfacher auf den Wechsel auf ein neues Heizsystem vorzubereiten.

Wozu das führt? Eine realistischere, schnellere Beratung – vor allem für Ein- und Zweifamilienhäuser, bei denen insbesondere bei den neueren Baujahren „nur“ der Wärmeerzeuger zur Debatte steht und zur schnelleren Umsetzung der Wärmewende ohne überdimensionierte Wärmepumpen. Auch Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Sanierungsszenarien lassen sich mit wenigen Eingaben ableiten, um ein erstes Konzept zu erstellen oder die Wärmepumpe auch schon auszulegen. Und klar wird auch: Nicht jede Beratung braucht gleich einen individuellen Sanierungsfahrplan. Manchmal reicht ein präziser Blick auf die Verbrauchsdaten – vorausgesetzt, man weiß, wie. Genau darum geht’s. Zudem kann nach der Sanierung mittels der Verbrauchsdaten auch die tatsächliche Performance überprüft werden.

Projektwebsite: DELTA-Q 

email: podcast@den-ev.de

21- How to: Luftdichte Gebäudehülle30 Apr 202501:03:14

"Luftdichtheit - mehr als nur ein Konzept"

In unserer neuen Folge sprechen wir mit Oliver Solcher vom Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen (FLiB) über die Notwendigkeit von Luftdichtheit in der gebäudehülle – und darüber, was das verpflichtende Luftdichtheitskonzept in der Praxis wirklich bedeutet. Denn so klar der Anspruch „Planen, Ausschreiben, Ausführen und Kontrollieren“ auch klingt, so oft scheitert er an der Umsetzung auf der Baustelle und führt bei Nichtbeachtung schlimmstenfalls zu Bauschäden.

Wir diskutieren, wer für die Ausführungsplanung verantwortlich ist, warum die Sichtkontrolle luftdichter Anschlüsse auch bei Einzelmaßnahmen zur Aufgabe der Energieeffizienz-Experten (EEE) gehört und weshalb der n50-Wert allein nicht ausreicht, um dauerhafte Luftundurchlässigkeit nachzuweisen. Ein zentraler Punkt dieser Folge ist auch: Kommunikation ist das A&O. Damit ein Luftdichtheitskonzept funktioniert, müssen alle am Bau Beteiligten – Planer:innen, Ausführende, Energieberater:innen – besser und respektvoll zusammenarbeiten und dabei ihre Rollen kennen .

Außerdem geht es darum, wie wir mehr baubegleitende Messungen in Modernisierung und Neubau etablieren können – und welche Rolle die EEE dabei spielen. Eine Folge voller Klartext, Fachwissen und Anstöße für bessere Zusammenarbeit auf dem Weg zur luftdichten Gebäudehülle.

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20 - Der "Hamburger Weg" zum klimaneutralen Wohngebäudebestand14 Apr 202500:51:27

Erfahren Sie in dieser Folge, wie Hamburg seine Gebäudewende angeht – zwischen städtischer Strategie, realen Herausforderungen und praktischen Lösungen zur Motivation der Menschen vor Ort. Im Gespräch sind wir mit Sophie Brauer, Projektleiterin „Klimaplan Wohnen“ (Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen) und folgen Hamburg auf dem Weg zur Transformation im Gebäudesektor – denn die Hansestadt will bis 2045 einen klimaneutralen Gebäudebestand erreichen. Der aktuelle Sanierungsstand zeigt, dass ca. 1 % der Gebäude pro Jahr energetisch modernisiert werden – was im Vergleich zu anderen Kommunen gut ist - aber immer noch zu wenig, um die selbst gelegten Sektorziele im Gebäudebereich zu erreichen.

Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) kommt eine bedeutende Rolle zu, denn die Gebäudestruktur in Hamburg setzt sich zwar überwiegend (zwei Drittel) aus Ein- und Zweifamilienhäusern zusammen, bezogen auf die Emissionen liegen die Mehrfamilienhäuser jedoch vorne. Wohnbereichsbezogene Emissionen sind, wie in anderen Städten auch zurückzuführen auf die Bereitstellung von Heiz- und Warmwasserenergie - daher ist der kommunale Wärmeplan eine äußerst wichtige Grundlage für die klimaneutrale Transformation der Großstadt. 

Was ist also die Strategie der 1,96 Mio.-Einwohner-Stadt? Für den „Hamburger Weg“ kommt der Fernwärme aufgrund von vielen dicht besiedelten Gebieten eine bedeutende Rolle zu. Die Wärmenetzpotenzialkarte soll es Hamburger*innen leichter machen, sich schon für einen neuen Wärmeerzeuger zu entscheiden. Weiterhin gibt es innovative Projekte wie den Thermografie-Spaziergang, den Energie-Express und das Nachbarschaftliche Sanierungsmanagement, die direkt an der Haustür informieren und auf dem Weg zur Sanierung und darüber hinaus begleiten. 

Für die besondere Herausforderungen bei WEGs - die oft schwer Sanierungsbeschlüsse fassen können – bietet Hamburg Unterstützungen, wie z.B. ein spezielles Kreditprogramm der Hamburgischen Investitions- und Förderbank, die bundesweite Fördersätze sogar übertrifft (z. B. 20 % zusätzlich zur BAFA-Förderung). 

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19 - Europäische Gebäuderichtlinie - welche Änderungen erwarten uns durch die EPBD?06 Mar 202500:52:38

Ziel der Europäischen Union ist es, bis 2050 klimaneutral zu sein. Um einen emissionsfreien Gebäudebestand aufzubauen sind EU-weite Regelwerke notwendig. Die Gebäuderichtlinie (Energy Performance of Buildings Directive, EPBD) ist eine EU-Richtlinie, die erstmals im Jahr 2002 erlassen wurde und regelmäßig -letztmalig 2024- angepasst wird, um sich ändernden Herausforderungen anzupassen. Zentrale Regelungen der Richtlinie müssen sukzessiv in nationales Recht überführt werden. Der Zeitraum für die Umsetzung beträgt generell 24 Monate nach Inkrafttreten. In Deutschland werden die Anforderungen über Anpassungen im Gebäudeenergiegesetz (GEG) verankert, das bedeutet zum 29.05.2026 sind diese in einer GEG-Novelle niedergeschrieben. 

Was möchte die EU-Richtlinie und was wird sich für uns in Deutschland ändern? Im Regelwerk gibt es formulierte Anforderungen über z.B. Sanierungspflichten von Gebäuden, Anforderungen an Nullemissionsgebäude, Solarpflichten, Gebäudeautomatisierung für Nichtwohngebäude und Digitalisierung, Gebäudedatenbanken und Monitoring. Dr. Sibyl Steuwer arbeitet beim BPIE (Buildings Performance Institute Europe), einem Institut, welches die Umsetzung der Gebäuderichtlinie auf europäischer Ebene begleitet und hat dadurch einen reichhaltigen Einblick in die Vorgehensweisen und Studienlagen zu den Themen der Gebäuderichtlinie der verschiedensten europäischen Länder. Eine einleuchtende Vorschau in die Zukunft (der Gebäude) mit spannenden sowie hilfreichen Insights aus Europa bietet diese Folge. 


Link zum BPIE

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18- „Nachweisbasierte Baumethodik“ – Qualitätssicherung für die Wärmewende10 Feb 202500:46:14

Die Qualitätssicherung bei der Sanierung von Bestandsgebäuden stellt sich oft als problematisch dar, denn häufig entsprechen die Gebäude in der Nutzung nicht den berechneten Energieverbrauchswerten und geplante Sanierungsmaßnahmen lieferten nicht die erwarteten Einsparungen. Es fehlen klare und verständliche Grundlagen für gezielte Investitionen in energieeffiziente und emissionsarme Gebäude. Dadurch wird nicht nur zu wenig saniert, sondern viele Maßnahmen bleiben trotz hoher Investitionen aufgrund von Qualitätsmängeln unwirksam und kostenintensiv.

Ein Problem der Thematik ist die Bewertung nach der DIN V 18599, die auf theoretischen Annahmen basiert, während die tatsächlichen Verbrauchswerte oft stark abweichen. Einen innovativen Ansatz um diese Diskrepanz zu überbrücken bietet die nachweisbasierte Baumethodik. Dipl.-Ing Jörg Ortjohann ist Vorstand der „Stiftung Energieeffizienz“ und nimmt uns mit in ein komplexes und vielversprechendes Thema, wo Daten eine immense Rolle spielen. Die Methodik nutzt digitale Gebäudemodelle, reale Verbrauchsdaten sowie Monitoring, um realistische Zielwerte zu definieren und den Erfolg von (Sanierungs-) Maßnahmen zu überprüfen. Die Ergebnisse fließen in eine Gebäu-dedatenbank, die Vergleichsmöglichkeiten zwischen Projekten schafft. Die Methode umfasst ebenso Zielsetzungen wie EPBD, EU-Taxonomie und Nachhaltigkeitsanforderungen. Die „Sustainable Data Platform“ bietet damit eine wertvolle Entscheidungsunterstützung für Sanierungs- und Bauvorhaben mit Einsatz und der Standardisierung von Modellierungs-, Monitoring- und Optimierungstools.

Links zur Folge


email: podcast@den-ev.de

28 - How to: Wärmedämmverbundsystem 20 Jan 202600:54:04

In dieser Folge dreht sich alles um das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) aus der Sicht der Praxis. Zu Gast haben wir uns den Baustellenfachmann- und Leiter  Tobias Nordmann von der JWS GmbH – einem Spezialisten für Putz & Dämmung eingeladen, der mit uns Themen abklärt, die einem in der Praxis begegnen und die man schon bei der Planung und der Energieberatung mitdenken muss. 

Tobias erklärt u.a., wie die Montage eines WDVS Schritt für Schritt abläuft – von der Vorbereitung der Fassade über das Kleben und Dübeln der Dämmplatten bis hin zu Putz und Schlussbeschichtung. Ein zentrales Thema ist die richtige Planung: Energieberater:innen sollten Details wie Untergrund, Anschlüsse, Materialwahl und Brandschutz frühzeitig mitdenken, da viele Probleme bereits in der Planungsphase entstehen. Wir erfahren, welchen häufigen Fehlern, etwa unzureichend vorbereitete Untergründe, Feuchtigkeit im Mauerwerk, problematische Dachüberstände oder schlecht gelöste Fensteranschlüsse und Wärmebrücken bei Balkonen und Vorbauten er oft begegnet. Außerdem geht es um gängige WDVS-Materialien, Brandschutzanforderungen, die richtige Dübeltechnik sowie um typische Fassadenprobleme wie Veralgung oder Spechtschäden. Zum Abschluss werden der Umgang mit bestehenden WDVS-Systemen, mögliche Aufdoppelungen sowie Fragen zu Entsorgung und Nachhaltigkeit beleuchtet. 

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29 - How to: Luftdichte Ausführung und Messung20 Feb 202601:06:02

Blowerdoor, Leckageortung & Co

In dieser Folge sprechen wir über die luftdichte Ausführung von Gebäuden – und zwar ganz praktisch gedacht. Zur Seite steht dabei DEN-Mitglied & Profi in Sachen Luftdichtheitsmessungen - Benjamin Sihler. Wir fragen ihn: Wie wird Luftdichtheit eigentlich gemessen und sauber nachgewiesen? Und sagen wir nun Blower-Door-Messung oder heißt es bei uns in Deutschland korrekterweise Differenzdruckmessung? Wir bringen Licht ins Begriffschaos und erklären, wie die Messung technisch funktioniert, was dabei wirklich gemessen wird und welche n₅₀-Werte eingehalten werden müssen. Vor allem schauen wir uns an, was diese Werte konkret für die Gebäudehülle und die Außenwand bedeuten. 

Natürlich geht es auch um die Leckageortung, die gesetzlich verpflichtend ist und untrennbar mit der Luftdichtheitsprüfung zusammenhängt. Leckagen zu finden und richtig zu bewerten ist oft alles andere als einfach – hier braucht es Erfahrung. Benjamin teilt sein persönliches Leckage-Ranking aus der Praxis und verrät nicht nur die typischen Schwachstellen, sondern auch konkrete Lösungsvorschläge. Echtes Praxiswissen, das auf der Baustelle weiterhilft. Zum Schluss werfen wir noch einen Blick auf die Unterschiede zwischen einer Luftdichtheitsprüfung im Einfamilienhaus und im Mehrfamilienhaus – denn hier gibt es mehr Unterschiede, als man denkt.

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30 - Sanierungssprint - energetisch saniert in 22 Tagen20 Mar 202601:04:33

Sanieren dauert oft lange, ist komplex und mit vielen bürokratischen Prozessen verbunden – das kennen wohl viele Energieberater*innen und Handwerksbetriebe. Doch geht es auch anders?

In unserer 30. Folge ist Dipl.- Ing. Ronald Meyer - Entwickler des Sanierungssprints und CEO von Renaldo (Projektsteuerungs-App) - zu Gast und spricht über seinen Sprint-Ansatz: energetische Sanierung in nur 22 Tagen. Seine Reise begann mit einer Affinität für die Bauzeitenplanung und führte über TV-Formate wie „Zuhause im Glück“ zu der Frage, wie sich Bauprozesse deutlich effizienter und schlanker gestalten lassen. Über nahezu 20 Jahre hinweg entwickelte er sein System, das heute das Potenzial hat, den Sanierungsstau in Deutschland zu lösen und somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Wir erfahren, wie der Sanierungssprint funktioniert und z.B. klassische Engpässe wie lange Trocknungszeiten umgangen werden können. Der Schlüssel zum Erfolg liegt  in einem starken Netzwerk an Handwerksbetrieben, die Teamarbeit leben und offen für neue Wege sind. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wie realistisch das 22-Tage-Ziel ist, wo typische Fehlerquellen liegen und wie sich das Konzept in der Praxis bewährt.

Im Sanierungssprint wird weniger in Einzelprojekten, sondern mehr in skalierbaren Lösungen mit einem standardisierten Ansatz gedacht. Durch optimierte Abläufe und den Verzicht auf unnötige Prozessschritte lassen sich dabei bis zu 30 % der Baukosten einsparen.

Unterstützt wird der Prozess zusätzlich durch digitale Tools wie Apps, mit der sich der gesamte Sanierungsablauf KI-gestützt planen und steuern lässt.

Eine Folge über Tempo, Teamwork und die Frage, wie wir Sanierung endlich schneller, effizienter und klimawirksamer machen können. 🚀

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32- Der iSFP - Planungsinstrument oder Bonusbringer? 19 Jun 202600:54:38

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist aus der Energieberatung kaum noch wegzudenken und für einen 5 - %- Bonus bei energetischen Einzelmaßnahmen unumgänglich. Doch wie individuell ist er eigentlich? Und braucht es wirklich für jede Beratung einen iSFP?

In dieser Folge sprechen wir mit iSFP-Profi, DEN-Mitglied & Akademie-Referent Peter Preisendörfer über die Entwicklung der Energieberatung hin zum heutigen iSFP und zeigen, wie ein guter Sanierungsfahrplan entsteht. Wir geben Tipps für das Erstgespräch, erläutern die Auswahl sinnvoller Maßnahmenpakete und diskutieren typische Fragestellungen aus der Beratungspraxis – von Wärmepumpen über Fassadendämmungen bis hin zu Lüftungsanlagen, bei denen oft auch Komfort- und Gesundheitsaspekte eine Rolle spielen.

Außerdem klären wir, welche Vorteile und Grenzen der iSFP hat, wie er mit der Förderung verknüpft ist und wann auch andere Beratungswege sinnvoll sein können. Ein Blick auf den geplanten digitalen iSFP sowie die spätere Umsetzungsbegleitung rundet die Folge ab.

Jetzt reinhören und erfahren, warum der iSFP weit mehr sein kann als nur ein Förderbonus.

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31 - GModG – Klimaschutz adé? Was die Energiewende eigentlich braucht13 May 202601:09:26

Das neue Gebäudeenergiegesetz (GModG) sollte den Klimaschutz im Gebäudesektor voranbringen – wir sind anderer Meinung. Im Zuge unserer offiziellen Stellungnahme an das Wirtschaftsministerium haben wir uns mit den Details beschäftigt - in dieser Folge unser Erklärungen dazu. 

 Wir werfen einen kritischen Blick auf den veröffentlichten Entwurf und diskutieren, warum das Gesetz aus unserer Sicht an vielen Stellen hinter den Anforderungen der Zukunft zurückbleibt. Wir sprechen darüber, wie Unsicherheiten in der Politik die kommunale Wärmeplanung erschweren und warum das GModG zur Stolperfalle für Klimaziele und Haushalte werden wird.

Ein zentraler Kritikpunkt: Statt Fortschritt ist es ein Rückschritt. Neue Regelungen wie die Einschränkung auf Verbrauchsausweise, veraltete Referenzgebäude-Standards oder unzureichend angepasster sommerlicher Wärmeschutz zeigen, dass aktuelle und zukünftige klimatische Herausforderungen nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Auch der Vollzug bestehender Regelungen bleibt problematisch – uneinheitliche Vorgaben in den Bundesländern führen dazu, dass Anforderungen oft nicht konsequent umgesetzt werden. Gleichzeitig fehlen wichtige Ansätze wie die Integration von Lebenszykluskosten in gesetzliche Standards oder die Förderung wirklich zukunftsfähiger Lösungen.

Positiv hervorzuheben ist die Anpassung des Primärenergiefaktors für den Strommix, die jedoch aus unserer Sicht noch nicht weit genug geht.

Unser Fazit: Das GModG verliert sich in Details, statt die großen Hebel zu adressieren – etwa den Fokus auf den Gebäudebestand, Sektorenkopplung oder innovative, resiliente Bauweisen. 

➡️ Hier finden Sie unsere Stellungnahme: Stellungnahmen DEN Deutsches Energieberater Netzwerk e.V.

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