Tango Argentino gut zu tanzen ist wohl für viele Personen eine Herausforderung. Diese Herausforderung setzt sich aus vielen kleineren und größeren Herausforderungen zusammen: die Einladung zum Tanz mittels Cabeceo; die Umarmung; Tanz-Elemente wie Caminata, Ocho, Parada, Boleo, Sacada, Giro, Gancho, etc.; komplexe Sequenzen; das Prinzip von Lead und Follow; das fortwährende Improvisieren zu den Melodien und musikalischen Stimmen; die Körperhaltung und die Balance.
Groß ist aber dann die Belohnung für die oft langjährigen Bemühungen. So groß, dass manche von einer regelrechten Sucht sprechen.
In diesem Podcast begegne ich Menschen, die sich intensiv mit dem Tango Argentino auseinandersetzen. Möglicherweise ist das Darüber-Sprechen eine Sucht-Therapie. Aber will man vom Tango Argentino wirklich loskommen?
Ein Podcast von Heinz Duschanek, Wien
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Data updated on 16/10/2026
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Cabeceo - Gespräche über den Tango Argentino, a podcast by Heinz Duschanek - Stats, Episodes and Rankings - My Podcast Data
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Lena, Sylvia, was macht das perfekte Tango-Outfit aus?
Episode 47
Wednesday, October 7, 2026 • Duration 01:35:58
Tangokleidung soll gut aussehen, Bewegungsfreiheit bieten und auch in der engen Umarmung angenehm sein. Ich spreche mit der Modedesignerin Lena Michailova und der erfahrenen Tangotänzerin Sylvia Schumacher über Schlitze, Stoffe, Rückenausschnitte und rutschende Träger. Wir reden über Maßanfertigung, unterschiedliche Anlässe und die Frage, für wen Frauen sich auf der Milonga eigentlich kleiden: für sich selbst, für andere oder für beides? Und was sagen die beiden Frauen zur Herrenbekleidung auf der Pista?
Judith Kölblinger, wie bildet man eine Tango Community?
Episode 46
Wednesday, September 2, 2026 • Duration 01:08:09
Judith Kölblinger gelingt es, mit ihrem Verein "Tango in Salzburg" die Salzburger Tango-Szene zu einer Tango-Community zu machen. Kooperation statt Konkurrenz, Eindrücke statt Einsamkeit, Aufforstung statt Abschottung.
Ani Andreani, wie machen Leader ihre Follower glücklich?
Episode 45
Wednesday, July 1, 2026 • Duration 01:15:28
In dieser Folge steht eine der zentralen Fragen jeder Milonga im Fokus: Wie gelingt ein glücklicher Tanz? Geht es um sensationelle und beeindruckende Schrittkombinationen und Tango-Elemente? Ani Andreani erklärt, warum eine empathische Umarmung und echte Musikalität das wahre Geheimnis für eine harmonische Verbindung auf der Tanzfläche sind – denn was Follower wirklich wollen, ist ein gemeinsames Kreieren statt technischer Überforderung.
Ani Andreani, was muss man über Tango wirklich wissen?
Episode 44
Wednesday, June 3, 2026 • Duration 01:00:42
In dieser Folge eins einer zweiteiligen Serie ist Ani Andreani zu Gast – Biologin, Tangolehrerin und Autorin des Buches „111 Dinge über Tango, die man wissen muss“. Mit ihrem Ansatz „Tango ohne Blabla“ bringt sie wissenschaftliche Präzision in die Tanzwelt und schöpft dabei aus einer vielseitigen Karriere, die von Ballett bis hin zu Burlesque reicht.
Christian Oberndorfer, wie siehst Du die Arbeit als Tango-DJ?
Episode 43
Wednesday, May 6, 2026 • Duration 01:34:58
Christian Oberndorfer bezeichnet sich selbst augenzwinkernd als den „Udo Huber des Tango“ (österreichischer Radio-Moderator). Der Hintergrund ist eine tiefe musikpsychologische Einsicht, die er von der Tango-Legende Susan Miller übernahm: Erfahrene Milongueros tragen etwa 1.000 bis 1.200 Tangos wie ein Mantra in sich. Sie kennen jede Wendung, jeden Takt. Wenn ein DJ diese bekannten Stücke spielt, können sich die Tänzer vollkommen entspannen und ganz in der Umarmung aufgehen.
Das gibt es in dieser Episode von Cabeceo unter anderem zu hören:
- Was die Qualitäten eines Tango-DJs sind.
- Warum „Motivation“ der Tänzer/innen durch den DJ ein Mythos ist, und wie ein Unternehmensberater die Pista liest.
- Wie eine Tanda bei Christian üblicherweise aufgebaut ist.
- Wie ein puristisches technisches Setup aussieht, das Kabelsalat vermeidet und Klangqualität priorisiert.
- Warum die „Hits“ der Goldenen Ära für die Entspannung der Tänzer/innen essenziell sind.
- Warum man in Buenos Aires bei „Adiós Muchachos“ wegen des Carlos-Gardel-Mythos vorsichtig sein sollte
- Warum die richtige Software und das richtige Dateiformat der Musiktitel den Unterschied zwischen Lärm und Leidenschaft macht
- Wie und welche Musik Christian bei Cortinas einsetzt.
Nicole Nau, Du sprichst lieber von Männern und Frauen anstelle von Leader und Follower?
Episode 42
Wednesday, April 1, 2026 • Duration 01:06:43
In Teil 2 des Gesprächs mit Nicole Nau setzen wir fort über die kulturellen Wurzeln und die „Wahrheit“ des Ursprungs des Tango Argentino. Wir sprechen über Bewegung und Technik, über das Rollenverständnis: Mann und Frau statt Leader und Follower, und was Nicole Nau am modernen Tango-Betrieb kritisiert.
Nicole Nau sieht den Tango als „urbane Folklore“, die aus dem Schrei nach Befreiung unterdrückter Gruppen wie Sklaven und Gauchos entstanden ist. Der Tango sei im Kern „schwarze Musik“, synkopische Rhythmen vermischen sich mit der indigenen Melancholie. Die oft erzählten Bordell-Geschichten bezeichnet sie als bloße „Filmkulisse“ und kommerzielle Nebenschauplätze, die der Ernsthaftigkeit und kulturellen Tiefe des Tanzes nicht gerecht werden.
Ein zentrales Thema ist die technische Einzigartigkeit des Tangos, die Nau vor allem in der Beinarbeit im Raum des Partners sieht – ein Merkmal, das den Tango von allen anderen Tänzen der Welt unterscheidet. Figuren wie der Ocho (die Acht) entstanden ursprünglich, weil die Menschen in sandigem Boden tanzten und die Figuren dort sichtbar wurden. Die Tänzerin plädiert dafür, die ursprüngliche „wellige, runde und freie“ Form des Tangos zu bewahren, anstatt ihn in moderne, lineare und viereckige Schemata zu pressen.
Die Begriffe „Leader“ und „Follower“ lehnt sie ab, da diese die kulturelle Essenz von Mann und Frau im Tango nicht erfassen. Der Mann ist die „Säule“ und der Rahmen; er bewegt nicht die Frau direkt, sondern er bewegt den Raum, in dem die Frau tanzt. Und die Frau ist keine passive Folgende, sondern eine aktive Tänzerin, die ihren "Eigensinn“ und ihre Stärke in den Dialog einbringt.
Nicole Nau, wie entstand der Tango Argentino wirklich?
Episode 41
Wednesday, March 4, 2026 • Duration 56:55
Die Profitänzerin und Choreografin Nicole Nau ist in Düsseldorf geboren, und lebt seit Jahrzehnten in Buenos Aires. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Tänzer Luis Pereyra, erforscht sie die ursprünglichen Wurzeln des Tango Argentino, und präsentiert das Ergebnis sowohl im Buch "Der Klang meiner Erde" als auch in einer Show.
Vielfach kolportiert wird die Entstehung des Tango Argentino in verruchten Hafenvierteln in der Gegend des Rio de la Plata. Das Künstlerpaar Nicole Nau und Luis Pereyra stellen dagegen die These auf, dass der Tango viel „argentinischer“ ist als bisher angenommen und dass seine Wurzeln in der ländlichen Folklore sowie in der der vorkolumbianischen indigenen Kultur liegen. Der Tango habe seine Basis im „Tanzen in Erde und Sand“. Der Gaucho ist die zentrale Figur, die sich zum städtischen Compadre und damit zum Tangotänzer wandelte.
Im Teil 1 des Gesprächs (diese Episode) erzählt Nicole Nau über die Ursprünge des Tango Argentino, über den Unterschied - den es nicht geben sollte - zwischen dem Tanzen auf der Bühne und im sozialen Kontext der Milonga, über ihre Kritik am modernen Tango und an Wettbewerben, wie den jährlichen Weltmeisterschaften. Tango ist für sie eine „ernste Angelegenheit“. Der Tango sei ein ritueller, fast heiliger Moment der Begegnung.
Mit ihrem Ehemann Luis Pereyra und ihrer Company El Sonido de mi Tierra tourt sie durch die ganze Welt. Die Kraft des Tango stammt aus der „Kraft der Erde“ und der Geschichte unterdrückter Völker, das ist der Kernpunkt der aktuellen Show VIDA. Zu sehen ist sie in Österreich und Deutschland im Februar und März 2026, und dann nochmals 2027.
Mariell, warum tut uns der Tango so gut?
Episode 40
Wednesday, February 4, 2026 • Duration 01:05:59
Wer Tango tanzt, macht viel für die eigene Gesundheit. Denn Berührung, ohne die Tango Tanzen kaum möglich ist, gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Und die Dosis an Berührung ist auf Milongas ja außergewöhnlich hoch.
Wie kommt es zur gesundheitsfördenden Wirkung von Berührung? Die Haut ist das Organ, an dem unser Selbstbewusstsein, unsere Identität hängt und das über eine eigene Intelligenz verfügt. Wie entsteht das Wohlgefühl einer sanften Berührung? Was passiert dabei im Körper? Welche Arten von Berührung gibt es, und wer darf uns wie berühren?
In dieser Episode spreche ich darüber mit der Massage- und Körpertherapeutin Gabriele Mariell Kiebgis. Gemeinsam mit Prof. Dr. Bruno Müller-Oerlinghausen hat sie das Buch "Berührung: Warum wir sie brauchen, und wie sie uns heilt" geschrieben. Weiters hat Gabriele Mariell Kiebgis auch das Buch "Lehrbuch der Psychoaktiven Massage (PAM): Berührung als integrativ-komplementäre Therapie" gemeinsam mit anderen Autor/innen verfasst. Darin stellt sie die theoretischen Grundlagen sowie die Praxis einer berührungstherapeutischen Methode vor, die dem Grundbedürfnis nach Berührung gerecht wird und präventiv die psychophysische Gesundheit fördert.
Bei soviel Beschäftigung mit Berührung ist es kein Zufall, dass Mariell auch begeisterte Tangotänzerin ist, und ihr eigene Milonga "mare Tango" in Kressbronn am Bodensee veranstaltet.
Barbara, Josef, wie erlebt Ihr eine Tangoreise nach Buenos Aires?
Episode 39
Wednesday, January 7, 2026 • Duration 01:23:59
Einem Teil der Tango-Community ist Buenos Aires ziemlich egal. Andere schwärmen von einer Reise ins Mekka des Tango Argentino, und sie wollen es nicht bei einem einzigen Aufenthalt bleiben lassen. Petra Wimmer (nachzuhören in Episode 4 des Cabeceo Podcast) ist sogar von Österreich nach Buenos Aires gezogen.
Barbara Fiala ist noch nicht soweit, sie hat im November 2025 ihre erste Reise in die Hauptstadt Argentiniens und des Tangos gemacht. Josef Herget, der zweite Gesprächspartner, hält sich dagegen seit Jahren regelmäßig dort auf, und kennt daher die Sitten und Gebräuche mittlerweile sehr gut.
Sabine und Thomas, sagt Satho Tango zum Abschied leise "Adiós"?
Episode 38
Wednesday, December 3, 2025 • Duration 01:41:02
Mit 1. Dezember 2025 gibt es bei SaTho Tango in Wien keine Gruppenkurse mehr und keine Milongas. Damit geht eine Ära in Wien zu Ende.