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Title
Pub. Date
Duration
Die EiweiĂ-Milliarde, Ferraris iPhone-Moment und der Papst gegen KI
03 Jun 2026
01:06:48
Julia und Stephan ziehen einen roten Faden durch drei Geschichten, die alle dasselbe Muster haben: die Story wird gebaut, bis der Preis passt. Eine EiweiĂpulver-Marke macht eine Milliarde Umsatz, obwohl Deutschland lĂ€ngst das Doppelte an Protein isst, das es braucht. Ferrari baut mit zwei Apple-Designern einen Stromer fĂŒr 550.000 Euro und die Börse straft ab. Und dann stellt sich einer gegen das ganze Spiel: Der Papst veröffentlicht 82 Seiten gegen Effizienz-Kult die einzige Stimme der Woche ohne Preis.
Boardroom trifft Brand. Jeden Mittwoch sezieren Stephan Baier und Julia Jung drei Wirtschaftsthemen, die alle anderen nur weichspĂŒlen mit Insider-Drops aus Vorstandsetagen und Brand-Backstages.
Wer wir sind, warum jetzt - und warum du einen Psychopathen in der Hosentasche trÀgst
27 May 2026
01:10:34
Julia und Stephan starten Business ohne Bullshit mit einer Folge ĂŒber das, was gerade im Stillen passiert: KI simuliert Empathie schneller und mimikt damit klinisch sauber, was einen Psychopathen ausmacht.
Empathie ohne Erleben, NĂ€he ohne Verantwortung.
Dazu: warum âmasculine energy" der neue Standard im Valley ist, Gen Z die KI-Tools im eigenen Unternehmen sabotiert, Dupe Culture die Luxusmarken aushöhlt, und Frauen in FĂŒhrung weiter Mangelware bleiben.
Vorher kurz: wer hier eigentlich spricht, wie sich Julia und Stephan kennen, und warum aus einer Social-Media-Spielerei ein Format wurde, das kein Magazin so produzieren wĂŒrde.
KEY TAKEAWAYS
Empathie ist die meistsimulierte FĂŒhrungs-Eigenschaft seit AuthentizitĂ€t
KI mimikt Empathie ohne sie zu erleben â das ist die klinische Definition von Psychopathie, jetzt skaliert in jeder Hosentasche
Wer einen LLM-Coach im Ohr hat, lernt nicht Empathie, sondern bekommt sie verkauft
Diversity in Tech ist zu 80 % Performance, zu 20 % echte VerÀnderung
âMasculine energy" ist die neue Tarnung fĂŒr Verantwortungs-Verweigerung im Valley
Gen Z braucht keine Luxusmarken mehr â Dupe Culture ist MarkenfĂŒhrung von unten
Gen Z sabotiert KI-Tools im eigenen Unternehmen, und kein Vorstand redet drĂŒber
Empathie entscheidet, ob KI angenommen oder verbrannt wird
Gender Diversity in FĂŒhrung: das Problem, das niemand lösen will
Popkultur ist der einzige verlĂ€ssliche Lackmustest fĂŒr Markenrelevanz
KAPITEL
00:00 Wer wir sind, wie wir uns kennen, warum das Format
06:30 Der Psychopath in der Hosentasche: KI, Empathie und Manipulation
24:37 Tech-Branche, Diversity-Theater und âmasculine energy"
37:53 Dupe Culture: warum Gen Z Luxus nicht mehr braucht
46:55 Gen Z killt KI von innen
55:11 Frauen in FĂŒhrung & Popkultur als Marken-Lackmustest
HOSTS
Julia Jung & Stephan Baier
Schreibt uns auf www.business-ohne-bullshit.de
Der Kampf um dein Gesicht, der Super Bowl mit Eckfahnen und aus Motoren werden Granaten
10 Jun 2026
01:03:36
Julia und Stephan ziehen einen roten Faden durch drei Geschichten, die alle dasselbe Muster haben: Meta verbrennt 83 Milliarden Dollar, um die Kamera auf deinem Gesicht zu sein und der vermeintliche Flop ist in Wahrheit die Strategie wenn es um die neue Wearables Generation geht.
Die FuĂball-WM in den USA wird zum Super Bowl mit Eckfahnen: erste Halbzeitshow im Finale, Tickets fĂŒr fast 11.000 Dollar, ein eigens erfundener Friedenspreis fĂŒr Donald Trump.
Und in Deutschland werden gerade aus Motoren Granaten â Rheinmetall verkauft sein AutogeschĂ€ft, Helsing wird mit Zielsystemen zum wertvollsten Startup des Landes.
Drei Booms, kein einziger ist das, wonach er aussieht. Der erste ist eine Wette auf die nÀchste Plattform. Der zweite ein Opportunisten-GeschÀft. Der dritte ein Angstindikator.
Key Takeaways
Meta hat 2025 sieben Millionen Smart Glasses verkauft â verdreifacht, ĂŒber 80 Prozent Marktanteil. Apples Vision Pro: rund 45.000 im Weihnachtsquartal. Das ist kein Vorsprung, das ist ein anderes Universum
Reality Labs verbrennt 19 Milliarden im Jahr, 83 Milliarden seit 2020 â kein Flop, sondern Zuckerbergs Versicherung gegen die nĂ€chste Plattform-Maut
Meta gewinnt den Brillen-Krieg, indem es kein Brillen-Unternehmen ist: Es hat sich in EssilorLuxottica (Ray-Ban, Oakley) eingekauft. Distribution schlÀgt Technik
Der Second Mover gewinnt: Meta macht als First Mover die teure Drecksarbeit, Apple operationalisiert den AI-native Massenmarkt â Stephans Wette fĂŒr die erste Brille, die er kauft
Das Tracking wandert ĂŒber den Körper â vom Oura-Ring am Finger ĂŒber Apple Watch und Brille bis zur Smart-Kontaktlinse: Das Startup Xpanceo liest Cortisol aus der TrĂ€nenflĂŒssigkeit und ist 1,35 Milliarden Dollar wert. Die Frage ist nicht ob, sondern wer â und ob wir das wollen
Die WM wird der Super Bowl mit Eckfahnen: Halbzeitshow im Finale, dynamische Ticketpreise von 1.600 auf fast 11.000 Dollar, FIFA kassiert als eigener Ticketmaster 15 Prozent von KÀufer und VerkÀufer
Zugang als WĂ€hrung: Trumps WeiĂes Haus kontrolliert die Visa, FIFA verleiht Trump einen Friedenspreis. Brot und Spiele â volle Stadien, aber zu welchem Preis
Aus Motoren werden Granaten: Helsing baut Zielsysteme und ist Deutschlands wertvollstes Startup, Rheinmetall verkauft das AutogeschĂ€ft und produziert mehr Munition als die USA. Wir wollten ein deutsches OpenAI â wir haben ein deutsches Palantir bekommen
Ein volles Auftragsbuch bei Rheinmetall ist kein Konjunkturindikator, sondern ein Angstindikator: Deutschland tauscht eine Industrie, die sich verzinst, gegen eine, die sich verbraucht
Hosts
Julia Jung & Stephan Baier
Eine Litauerin gegen den Einzelhandel, der erste BillionÀr auf Papier und der Tag, an dem Washington den Stecker zog
17 Jun 2026
01:05:35
Julia und Stephan ziehen einen roten Faden durch drei Geschichten, die alle dieselbe Frage stellen: Was ist echt und was steht nur auf dem Papier?
Eine Litauerin hat aus einem zu vollen Kleiderschrank ein Acht-Milliarden-Imperium gebaut und legt unter den Klamotten still ihr eigenes Logistik- und Bezahlnetz. Echte Substanz, langsam gewachsen.
Elon Musk wird beim gröĂten Börsengang der Geschichte zum ersten BillionĂ€r der Welt â auf Papier, das er 366 Tage nicht anfassen darf, wĂ€hrend der DAX in Frankfurt exakt dasselbe Spiel spielt: Rekord oben, Industrie unten.
Und am Freitag ging in Deutschland das stĂ€rkste KI-Modell der Welt einfach aus â per Anordnung aus Washington.
Key Takeaways
Vinted ist 2025 auf 10,8 Milliarden Euro Handelsvolumen gewachsen (+47 %) und wird mit rund 8 Milliarden Euro bewertet aber der Gewinn ist auf 62 Millionen gefallen (â19 %): Sie verzichten freiwillig auf Profit, um Schienen zu bauen. Das gesunde Gegenteil von Reichtum auf Papier
Vinted ist kein Flohmarkt, sondern Infrastruktur in Tarnkleidung: ein eigenes Liefernetz mit ĂŒber 500.000 Abgabepunkten (in fĂŒnf LĂ€ndern, Deutschland noch nicht), ein eigenes Bezahlsystem, ein eigener Investment-Arm
Re-Commerce boomt nicht, weil wir grĂŒn geworden sind â sondern weil neu zu teuer ist. âNachhaltigkeitâ ist oft das schönere Wort dafĂŒr, dass wir uns das Neue nicht mehr leisten
Beim Verkauf eigener Kleidung gilt: steuerfrei aber seit 2023 meldet die Plattform dich ab 30 VerkĂ€ufen oder 2.000 Euro ans Finanzamt. Gemeldet heiĂt noch nicht steuerpflichtig, aber auf dem Radar
Elon Musk ist nach dem SpaceX-Börsengang (75 Milliarden Dollar eingesammelt, Bewertung 1,77 Billionen) der erste BillionĂ€r der Geschichte â die Washington Post schreibt âauf Papierâ in die Ăberschrift. Seinen Anteil darf er erst in 366 Tagen verkaufen
Die Distanz zwischen Million, Milliarde und Billion: eine Zahl pro Sekunde gezĂ€hlt sind das knapp 12 Tage, fast 32 Jahre â und 31.700 Jahre. Bei der Billion hĂ€ttest du anfangen mĂŒssen, als in Europa noch Mammuts gejagt wurden
Musk verkauft nie ein Produkt, er verkauft das nĂ€chste Kapitel: heute Raketen, morgen Rechenzentren im Orbit, ĂŒbermorgen Platin auf Asteroiden. Eine Meme-Aktie mit Startrampe â Morningstar nennt sie rund 50 % ĂŒberbewertet
Wer eine Billion bĂŒndelt, bĂŒndelt Macht: Musk lieĂ Starlink im Herbst 2022 wĂ€hrend einer ukrainischen Gegenoffensive abschalten. Ein Privatmann am Stromschalter einer Frontlinie
Der DAX notiert nahe Allzeithoch, aber die Gewinne stiegen im ersten Quartal nur, weil der Umsatz fiel (â3,7 %): verdient durchs Sparen, getragen von der Finanzbranche (+16 %), die Industrie bei +0,5 %, alle Autobauer im Minus. Papierreichtum oben, Substanz unten
Vier Tage nach einer groĂen Digitalisierungs-AbsichtserklĂ€rung musste Anthropic sein neues Spitzenmodell in Deutschland abschalten â auf US-Anordnung. Niemand hat es âverbotenâ, es war einfach weg
SouverĂ€nitĂ€t fĂ€ngt beim Word-Dokument an: 96 % der deutschen Bundesbehörden arbeiten mit Microsoft, drei US-Konzerne halten 70 % der EU-Cloud. Und es ist ein Kapital-Problem â die USA stecken zwölfmal so viel in KI wie die EU
00:00 EinfĂŒhrung und Smalltalk
06:18 GenerationenĂŒbergreifende Kommunikation
12:15 Vinted: Die Erfolgsgeschichte einer Kleiderbörse
18:21 Steuerliche Aspekte des Re-Commerce
20:54 Wirtschaftliche Unsicherheiten und Konsumverhalten
22:56 Elon Musk und der erste BillionÀr der Welt
26:02 Die Dimensionen von Reichtum und Macht
29:01 Privatisierte Geopolitik und Machtkonzentration
40:30 Digitale SouverÀnitÀt und AbhÀngigkeit von den USA
45:00 Die Grenzen der KI: Ein Ausbruch aus dem GefÀngnis
46:17 Die AbhÀngigkeit von KI: Ein Blick auf Entropic und SAP
51:17 Digitale SouverÀnitÀt: Illusion oder erreichbares Ziel?
55:15 Die Zukunft der KI: BörsengÀnge und Konkurrenzkampf
56:17 Sieger und Verlierer der Woche: Ein Blick auf aktuelle Ereignisse