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Explore every episode of the podcast BredowCast
Dive into the complete episode list for BredowCast. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.
| Title | Pub. Date | Duration | |
|---|---|---|---|
| Geschichte der Deutschen Presse-Agentur (dpa) | 10 Sep 2024 | 00:39:54 | |
Mehr als 30 laufende Meter Akten hat er jahrelang durchforstet, sie akribisch studiert und zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen geführt. Die Ergebnisse sind in das im Juli erschienene Buch „Im Dienst der Nachricht“ geflossen. Von den hürdenreichen Anfängen in der Nachkriegszeit, über die Kämpfe um politische Unabhängigkeit in den Adenauer-Jahren bis zu den jüngsten Aufregern über vermeintlich von der dpa gefälschte Pressefotos deckt es alles ab, was man über die 75-jährige Geschichte von Deutschlands wichtigster Nachrichtenagentur wissen muss.
Forschen in der Lücke
Für den Medienhistoriker Hans-Ulrich Wagner war die Arbeit daran ein großes Herzensprojekt. „Über Nachrichtenagenturen wurde medienhistorisch bislang wenig geforscht“, sagt er. „Es gibt viele Publikationen zu Zeitungen oder Rundfunkanstalten, aber über die Agentur im Hintergrund, den Großhändler, den ‚METRO der Nachrichten‘, haben wenige gearbeitet.“ Genau das zu erforschen sei von großem Interesse für Hans-Ulrich Wagner gewesen.
Die Deutsche Presse-Agentur gewährte ihm vorbehaltlosen Einblick in das bis ins Gründungsjahr 1949 zurückreichende Aktenarchiv. In einem eigenen Büroraum durfte er arbeiten und bei der dpa ein und ausgehen, als wäre er Mitarbeiter. Das Buch umfasst 350 Seiten und ist im Juli im Societäts-Verlag erschienen. | |||
| Gesellschaftlichen Zusammenhalt erforschen – Ein Zwischenfazit | 23 Apr 2024 | 00:39:52 | |
Am Anfang war die Frage: Was ist überhaupt dieser sogenannte „gesellschaftliche Zusammenhalt“? Und wie kann man ihn messen? Dass gesellschaftlicher Zusammenhalt heutzutage weniger mit geteilten Werten und Lebensstilen zu tun habe, war für Jan-Hinrik Schmidt schon zum Start des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt klar. Dazu sei unsere Gesellschaft zu heterogen geworden. Wichtiger für die Definition und Messbarkeit des Zusammenhalts sei die Art und Weise, wie eine Gesellschaft Konflikte austrage.
Auch heute, nach vier Jahren Forschung zum Thema, sieht Jan-Hinrik Schmidt die Lage ähnlich. Allerdings würde er heute stärker hervorheben, dass es weniger um Zusammenhalt als Zustand gehe, den es zu erforschen und messen gelte, „sondern um den Prozess, in dem Zusammenhalt immer wieder gestärkt und geschwächt wird.“
Rolle der Medien für den gesellschaftlichen Zusammenhalt
Das FGZ steht kurz vor seiner zweiten fünfjährigen Förderphase durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. 2020 wurde es als dezentrales Institut auf elf Standorte in ganz Deutschland verteilt gegründet. Am Leibniz-Institut für Medienforschung ist der Standort Hamburg angesiedelt. Er erforscht die Rolle der Medien bei der Herausbildung sowie Gefährdung gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Vier Teilprojekte untersuchten den Einfluss der Mediennutzung auf gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Integrationsaufgabe öffentlich-rechtlicher Medien sowie die Rolle der Journalismus-Publikums-Beziehung für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein weiteres Projekt widmete sich dem Aufbau einer technischen Infrastruktur für systematische Forschung mit Social-Media-Daten. Eine Art Unterstützungsleistung für das gesamte FGZ. In all diesen Projekten war der Transfer zentral. Wie die Forschung an die Leute gebracht werden kann, wurde in den Projekten immer von Anfang an mitgedacht.
Zweite Förderphase
In den kommenden fünf Forschungsjahren soll es mehr Teilprojekte geben, voraussichtlich 7 bis 8, die zu drei Arbeitsschwerpunkten gebündelt werden. Thematisch wird über allen Teilprojekten diesmal die Frage nach der Verständigung stehen. Wie verständigt sich die deutsche Gesellschaft über sich selbst? Und welche Rolle spielen Medien dabei?
Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist aktuell häufig Thema in öffentlichen Debatten. „Oft wird das Bild vermittelt, unsere Gesellschaft sei gespaltener, als sie tatsächlich ist“, sagt Jan-Hinrik Schmidt. Zwar gibt es kleine Teile der Gesellschaft, die das Vertrauen in öffentliche Institutionen und die Politik verloren haben, die eine andere Gesellschaft wollen und vielleicht sogar autoritäre Vorstellungen haben.“ Wichtig werde sein, diese Stimmung in der öffentlichen Debatte ernst zu nehmen, ihr aber wissenschaftliche Fakten entgegenzusetzen, und darauf hinzuweisen, dass es sich eben nur um einen kleinen Teil handelt. In solchen Kontexten kann das FGZ mit seiner wissenschaftlichen Expertise Klarheit schaffen. | |||
| Schulfunk und Schulfernsehen | 27 Mar 2024 | 00:47:05 | |
Der Medienhistoriker Maximilian Brockhaus spricht in unserem Podcast über das mittlerweile historische Medienformat des Schulradios und Schulfernsehens in Österreich.
Dass man die neue Medientechnik Radio auch für Bildungszwecke nutzen konnte, war den Rundfunkmachern bald klar. Bereits wenige Jahre nach Sendestart in Österreich im Jahr 1924 erprobte die österreichische Radio-Verkehrs-AG (RAVAG) testweise den sogenannten landwirtschaftlichen Schulfunk. Er richtete sich dezidiert an Schüler*innen landwirtschaftlicher Schulen und bot Sendungen über die „Verwertung der Kartoffel in der Landwirtschaft“ oder Reportagen über „Bauernwirtschaft in Dänemark“. Ein Testlauf für den eigentlichen Schulfunk, der 1932 in Schulen in ganz Österreich startete.
Beleben und bereichern
„Die Idee war, den Schüler*innen etwas zu bieten, das die üblichen Darstellungsmittel im Klassenzimmer nicht leisten konnte“, sagt Maximilian Brockhaus, der am Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien zu diesem Thema promoviert und von Oktober 2023 bis Januar 2024 Gastforscher am HBI war. „Das Radio sollte den Unterricht beleben und bereichern. Besonders punkten konnte die neue Technik im Musikunterricht oder im Fremdsprachenunterricht, wenn die Schüler*innen übers Radio plötzlich Muttersprachlern zuhören konnten.“
In der Programmzeitschrift „Radio Wien“ wurde regelmäßig über das Schulfunk-Programm informiert, sodass die Lehrkräfte ihren Unterricht darum herum organisieren konnten. Lief eine Sendung, die die Schüler*innen hören sollten, versammelten sich alle um ein Hörgerät, entweder in der eigenen Klasse oder in einem eigens dafür eingerichteten Raum, und lauschten.
Skepsis gegenüber neuer Technik
Nicht alle waren sofort von der neuen Technik begeistert. Einem Leserbrief an die Programmzeitschrift konnte Maximilian Brockhaus entnehmen, dass sich eine Lehrkraft über den „disruptiven Charakter des Schulfunks“ empörte, dieser würde das „innige und geistliche Verhältnis“ zwischen Klasse und Lehrkraft stören.
Eine kritische Haltung gegenüber neuer Medientechnik zieht sich durch die Mediengeschichte und lässt sich auch heute beobachten. „Aktuell erleben wir eine ähnliche Skepsis, wenn es um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht geht”, sagt Maximilian Brockhaus. | |||
| Sexting im Strafrecht | 06 Feb 2024 | 00:45:34 | |
Das Verschicken selbst erstellter sexueller Inhalte kann für Jugendliche rechtliche Folgen haben. Auch dann, wenn es im Einvernehmen geschieht. Die Medienjurist*innen Sünje Andresen und Stephan Dreyer klären auf.
Sexting, also der konsensuale Austausch intimer Selfies, kann je nach Alter strafrechtlich relevant sein. Erhält eine unter 18-jährige Person von einer anderen unter 18-jährigen ein freizügiges Bild und löscht dieses nach Kenntnis nicht sofort, kann der Tatbestand der Jugendpornographie erfüllt sein (§ 184c StGB). Ist die Person, die das freizügige Bild erstellt und verschickt, unter 14 Jahre alt, muss wegen Kinderpornographie (§ 184b StGB) ermittelt werden.
Der Vorwurf der Sexualstraftat wiegt schwer. Eine Strafermittlung kann stigmatisierend sein und gravierende Folgen für Jugendliche haben. Der Gesetzgeber hat dies den letzten Jahren verschärft.
Verschärfung mit ungewollten Folgen
Als Reaktion auf eine Reihe grausamer Missbrauchsskandale hat der Gesetzgeber im Juni 2021 den Kinderpornographie-Paragraphen, §184b StGB, verschärft. Verbreitung, Erwerb und Besitz von kinderpornographischen Inhalten wurden hochgestuft von einem Vergehen auf ein Verbrechen. Das bedeutet, dass das Delikt nunmehr mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe zu bestrafen ist. Grausame Taten, wie dokumentierten Kindesmissbrauch, mit hohen Strafen zu belegen, ist mehr als schlüssig. Die Gesetzesverschärfung hat aber auch eine Reihe skurriler Folgen.
Wohlmeinende Eltern oder Lehrkräfte, die – in bester Absicht handelnd – Beweise sammelten und mit entsprechendem Material auf dem Handy zur Polizei gingen, wurden plötzlich zum Fall für die Justiz. Denn auch sie waren ja im Besitz von Kinderpornographie. „Bei einem Verbrechen kann, im Gegensatz zu einem Vergehen, der Prozess nicht wegen Nichtigkeit eingestellt werden“, erklärt Sünje Andresen. Solche „Nicht-Fälle“ gibt es seit der Verschärfung viele.
Sexualität findet auch digital statt
„Die polizeiliche Kriminalstatistik von 2023 zeigt, dass knapp die Hälfte aller Tatverdächtigen unter 21 Jahre alt war, davon waren wiederum knapp 30% sogar unter 14“, sagt Sünje Andresen. „Ich will nicht abstreiten, dass auch junge Menschen Täter sein können. Aber in diese Statistik fallen auch jene, die nicht dem Profil des pädo-kriminellen Straftäters entsprechen, den wir eigentlich im Blick haben sollten, sondern hier geht es auch um junge Menschen, die ihre Sexualität entdecken.“ Ist der Fall erst einmal erfasst, müssen Ermittler*innen, Staatsanwält*innen und Richter*innen sich damit beschäftigen. Das frisst viel Zeit und Ressourcen, die benötigt würden, um schwere Fälle von dokumentiertem Missbrauch zu verfolgen.
Stephan Dreyer ärgert sich, dass der Diskurs zu diesem Thema aktuell darum kreist, wie Kinder und Jugendliche einer Strafe entgehen, wenn sie einvernehmlich intime Inhalte austauschen. „Kinder und Jugendliche, die ihre Sexualität konsensual entdecken, sollten sich nicht davor fürchten, als Sexualstraftäter geahndet zu werden. Wie viele Lebensbereiche von Kindern und Jugendlichen wandert auch die Sexualität ins Digitale. Man sollte eher mit ihnen darüber reden, wie sie Sexting auf eine Weise betreiben, mit der sie sich wohlfühlen; dass sie es nur mit Menschen machen sollen, denen sie wirklich vertrauen, oder dass sie Nein sagen, wenn sie etwas nicht wollen.“ | |||
| Digitalisation Research Seminar: Exploring Digital Freedom | 22 Nov 2024 | 00:25:47 | |
What does digital freedom mean, and how can we shape it? The DigiSem underscores vital components: conducting research, sharing results, and collectively expanding ideas.
At DigiSem, doctoral and postdoctoral researchers from different countries, disciplines, and research focuses presented their projects and discussed whether digitalisation promotes democratisation and enhances personal well-being. They explored the digital realm's opportunities, its challenges, and the role of autonomy. In this podcast, we feature three researchers whose projects illustrate these dimensions of digital freedom. | |||
| Tschüss, Johanna, mach's gut! | 28 Oct 2024 | 00:21:08 | |
Sechs Jahre war Johanna Sebauer am HBI Gastgeberin des BredowCast. Nun hat sie das Institut verlassen und konzentriert sich ganz auf ihre Arbeit als Schriftstellerin. In dieser Folge blickt sie mit der neuen Gastgeberin des BredowCast, Kristina Kobrow, zurück auf die Jahre am HBI und spricht über das Verhältnis von Wissenschaft und Literatur. | |||
| Wie kann man die Sicherheit von Kindern im Internet stärken? | 20 Dec 2024 | 00:50:56 | |
Sicherheit von Kindern im Digitalen – was bedeutet das genau, warum muss die Sicherheit von Kindern im Digitalen gestärkt werden, wie kann das gelingen und wer ist dafür verantwortlich? | |||
| Verbreitung, Nutzung und Akzeptanz generativer KI-Systeme in der deutschen Bevölkerung | 24 Jan 2025 | 00:56:25 | |
Wer sich beim Wahl-O-Mat nicht selbst entscheiden möchte, kann das die generative KI übernehmen lassen. Oder aber aus Wahlprogrammen der Parteien Bilder generieren, um sich die Unterschiede zu veranschaulichen. Aber wie sieht es in der Bevölkerung aus? Verwenden alle bereits generative KI-Programme? Jein, haben Eva Luise Knor und Dr. Michael Reiss im Forschungsprojekt “Generative Künstliche Intelligenz für die Informationsnavigation” herausgefunden. Von den 16 bis 19-Jährigen verwenden bereits 94,7 Prozent generative KI-Programme. In der breiten Bevölkerung sieht es anders aus: 43,8 Prozent der Befragten nutzen diese Programme bereits. Für die politische Informationsnavigation werden die Programme kaum genutzt. Hat generative KI also keinen Einfluss auf die kommende Bundestagswahl?
Im BredowCast erläutern Eva und Michael ihre Forschungsergebnisse und erklären, warum es einen Unterschied macht, ob ich eine generative KI frage, wie lange ein Ei kochen muss oder welche Partei wofür steht, warum ChatGPT „weiß“, dass eine Ampel rot, gelb und grün ist und nicht blau, und warum eine Google-Suche manchmal der bessere Ratgeber ist. | |||
| Beauty-Filter: Kennzeichnungspflicht für bearbeitete Fotos? | 26 Feb 2025 | 00:28:02 | |
In der Folge geht es um das Gutachten „Kennzeichnung von bearbeiteten (Influencer-)Fotos: Erforderlichkeit, Wirkung, Regelungsansätze“, das Dr. Claudia Lampert, Sünje Andresen und Dr. Stephan Dreyer im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) erstellt haben.
Sollen retuschierte Bilder, insbesondere von Influencer*innen, gesetzlich gekennzeichnet werden? Hintergrund der Debatte ist die Sorge um den Einfluss verzerrter Schönheitsideale auf das Körperbild junger Menschen.
Dr. Stephan Dreyer diskutiert im BredowCast wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirkung retuschierter Bilder und erläutert die Haltung von Jugendlichen zu diesem Thema. Er wirft einen Blick auf bestehende Kennzeichnungspflichten in Ländern wie Israel, Frankreich und Norwegen und geht der Frage nach, wie eine Kennzeichnung in Deutschland gesetzlich umgesetzt werden könnte - und ob sie überhaupt sinnvoll wäre. Was sind die Herausforderungen? Und welche Alternativen gibt es? | |||
| Bundestagswahlkampf auf TikTok – welche Parteien sind erfolgreich und warum? | 26 Mar 2025 | 00:39:40 | |
Gregor Wiedemann leitet das Media Research Methods Lab am Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut, an das auch das Social Media Observatory angegliedert ist.
Vor der Bundestagswahl untersuchte er mit seinem Team, wie der Wahlkampf auf TikTok geführt wurde. Die Erfolge der AfD auf der Plattform waren seit den Wahlen im vergangenen Jahr bekannt. Daher stand für die Forscher*innen nun diese Frage im Fokus: Wie haben die anderen Parteien darauf reagiert – und ist die Dominanz der AfD inzwischen gebrochen?
Im BredowCast erläutert Gregor Erfolgsstrategien demokratischer Parteien, analysiert Videos mit hohen View-Zahlen, spricht über die Rolle von Authentizität und erklärt, wie sich TikTok überhaupt wissenschaftlich untersuchen lässt. | |||
| 75 Jahre Hans-Bredow-Institut – 75 Jahre Medienforschung | 16 Jun 2025 | 00:40:31 | |
Im Podcast blicken Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts und Medienrechtler, und Dr. Hans-Ulrich Wagner, Forschungsprogrammleiter und Medienhistoriker, auf 75 Jahre Medienforschung am Hans-Bredow-Institut. | |||
| Wie verbreiten sich klimabezogene Mis- und Desinformationen in sozialen Medien? | 02 May 2025 | 00:52:19 | |
Ziele des Forschungsprojekts waren die Entwicklung einer technischen Methode zur Erkennung und Verarbeitung von Desinformation in großen Datensätzen sowie ein Verständnis ihrer plattformübergreifenden Dynamiken und Inhalte. Dafür wurden zwischen 2019 und 2023 1.500 Postings aus einem Datensatz von 3,3 Millionen Beiträgen von Telegram, Instagram, Facebook und X quantitativ und qualitativ analysiert.
Hanna und Philipp erläutern das methodische Vorgehen und berichten, welche Accounts, Medienverweise und Narrative sie identifizieren konnten. | |||
| Wie geht‘s den deutschen Journalist*innen? | 29 Jan 2024 | 00:51:53 | |
Der deutsche Durchschnittsjournalist ist männlich, 45,3 Jahre alt und hat einen akademischen Abschluss. Er arbeitet Vollzeit im Online- oder Printbereich einer Zeitung, fühlt sich oft gestresst und hat in letzter Zeit Beleidigungen im Internet und Herabwürdigung seiner Arbeit erlebt. So lässt sich in aller Kürze zusammenfassen, was die Journalismusforscherinnen Anna von Garmissen und Wiebke Loosen bislang über den Journalismus in Deutschland haben feststellen können. | |||
| Ergebnisse des Reuters Institute Digital News Reports 2025 | 03 Jul 2025 | 00:45:27 | |
Wie nutzen Erwachsene in Deutschland Nachrichten? Dieser Frage sind Dr. Sascha Hölig und Julia Behre im Rahmen des Reuters Institute Digital News Reports nachgegangen, der jährlich Daten zur Nachrichtennutzung erhebt – aktuell in 48 Ländern auf sechs Kontinenten. Immer im Januar und Februar werden insgesamt rund 100.000 Menschen online befragt. Im Podcast sprechen die beiden Medienforschenden über zentrale Ergebnisse der aktuellen Erhebung und ordnen sie ein. | |||
| Social Media erst ab 16? | 19 Aug 2025 | 00:39:13 | |
In Australien tritt am 10. Dezember 2025 ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Kraft. Auch in Deutschland wird über ein solches Verbot diskutiert. Aber wäre so ein Totalverbot rechtlich möglich und wäre es überhaupt sinnvoll? Der Medienrechtler Dr. Stephan Dreyer und die Kommunikationswissenschaftlerin Kira Thiel erläutern, welche Hürden und Gefahren mit einem Totalverbot verbunden wären und zeigen Alternativen zu einem Verbot auf. | |||
| Der Beitrag öffentlich-rechtlicher Medien zum gesellschaftlichen Zusammenhalt | 18 Sep 2025 | 00:44:03 | |
Wie nimmt die Bevölkerung in Deutschland den Zusammenhalt wahr? Fühlen sich die Menschen eingebunden? Betrachten sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt als gefährdet? Was erwarten sie von den öffentlich-rechtlichen Medien – von ARD, ZDF und Deutschlandradio – und wie steht es in der Folge um die Leistungswahrnehmungen? Decken sich die Erwartungen der Bevölkerung mit den wahrgenommenen Leistungen?
Antworten auf diese Fragen gibt die Studie „Was die Gesellschaft zusammenhält und was öffentlich-rechtliche Medien dazu beitragen“ von ARD, ZDF und Deutschlandradio. PD Dr. Jan-Hinrik Schmidt, Senior Researcher am Leibniz-Institut für Medienforschung I Hans-Bredow-Institut und Leiter des am Standort Hamburg angesiedelten Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, hat die Anstalten beraten und ordnet im BredowCast die Befunde ein. | |||
| Wie wachsen Kinder und Jugendliche in einer mediatisierten Welt auf? | 25 Nov 2025 | 00:42:22 | |
Das Projekt „Connected Kids“ hat untersucht, wie sich das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in einem sich rasant verändernden Medienumfeld über die Zeit entwickelt. Die Ergebnisse des Langzeitprojekts liegen nun in Form eines Abschlussberichts vor. | |||
| Wie gelingt gute Content Moderation? | 13 Nov 2025 | 00:34:33 | |
Menschen und Maschinen entscheiden darüber, welche Inhalte in sozialen Medien sichtbar bleiben. Matthias C. Kettemann erforscht, wie diese Content Moderation fairer und transparenter gestaltet werden kann. Unter seiner Leitung wurde am HIIG ein Verhaltenskodex entwickelt, der den Digital Services Act durch praxisnahe, branchenspezifische Standards ergänzen soll. | |||
| Erwartungen an Journalist*innen und die Rolle des konstruktiven Journalismus | 27 Jan 2026 | 00:40:55 | |
Welche Ansprüche stellen Journalist*innen an ihr eigenes berufliches Handeln? Welche Erwartungen richtet die Bevölkerung an den Journalismus? Und welche Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem konstruktiven Journalismus zu? Verena Albert diskutiert im BredowCast Ergebnisse aus der Forschung zur Journalismus- Publikumsbeziehung. | |||
| Wie gehen junge Menschen mit dem TikTok-Algorithmus um? | 17 Dec 2025 | 00:52:37 | |
Was wissen junge Menschen über die Funktionsweise des TikTok-Algorithmus? Wie interagieren sie mit ihm und welche Emotionen sind dabei im Spiel? Das hat eine Studie der Initiative #UseTheNews, durchgeführt von Leonie Alatassi am HBI, untersucht. Im BredowCast erläutert sie die unterschiedlichen algorithmischen Kompetenzen der jungen Menschen. | |||
| Zukunftswerkstatt: Öffentlich-rechtliche Medien und gesellschaftlicher Dialog | 18 Feb 2026 | 00:42:17 | |
Wie können öffentlich-rechtliche Medien in einer digitalen, fragmentierten Öffentlichkeit künftig gesellschaftlichen Dialog ermöglichen und organisieren? Welche Infrastrukturen braucht es dafür und welche medienpolitischen Handlungsschritte sind erforderlich?
In einer zweitägigen Werkstatt im Herbst 2025 haben Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen Szenarien und Strategien für zukunftsfähige öffentlich-rechtliche Dialogformate entwickelt. Konzipiert und geleitet wurde die Werkstatt von Zukunftsforscherin Rosa Berndt.
Über das methodische Konzept dieser Zukunftswerkstatt und die kürzlich veröffentlichte Studie sprechen im BredowCast Zukunftsforscherin Rosa Berndt und Magdalena Stratmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Rechtsregulierung am Leibniz-Institut für Medienforschung I Hans-Bredow-Institut. | |||
| Digital Services Act (DSA): Wie kann eine unabhängige Durchsetzung gewährleistet werden? | 19 Mar 2026 | 00:38:57 | |
Über den DSA, das Verfahren gegen X und die Rolle der EU-Kommission spricht im BredowCast Jan-Ole Harfst, Junior Researcher am Leibniz-Institut für Medienforschung I Hans-Bredow-Institut. | |||
| Wie eignet sich der Journalismus KI an? | 21 Apr 2026 | 01:03:14 | |
Was passiert, wenn künstliche Intelligenz (KI) Teil gesellschaftlicher Kommunikation wird? Das untersucht die Forschungsgruppe „Kommunikative KI“ in zehn Teilprojekten mit unterschiedlichen Schwerpunkten an vier Standorten in Deutschland und Österreich. Das von der DFG und dem FWF geförderte Verbundprojekt ist 2025 gestartet und läuft bis Ende 2028.
Eines der drei Teilprojekte hier am HBI untersucht unter dem Titel „Journalismus: Die Automatisierung der Nachrichten und journalistische Autonomie“, wie sich Journalismus KI aneignet – und umgekehrt. Im BredowCast sprechen Prof. Dr. Wiebke Loosen, Antonia Eichenauer und Jonah Wermter über die Erkenntnisse nach dem ersten Forschungsjahr. | |||
| Family Influencing: Kinderdarstellungen auf Instagram, TikTok und YouTube | 11 Jun 2026 | 00:48:19 | |
Wie werden Babys und Kinder bis zu fünf Jahren auf den Plattformen Instagram, TikTok und YouTube in monetarisierten deutschsprachigen Family-Influencing-Profilen dargestellt? Das hat ein Team von Dr. Stephan Dreyer und Dr. Claudia Lampert am HBI im Auftrag der Bremischen Landesmedienanstalt (brema), der Landesmedienanstalt für Medien NRW, der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), der Medienanstalt Hamburg/Schleswig Holstein (MA HSH) und der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) untersucht.
Im BredowCast erläutert Stephan Dreyer die Studienergebnisse und die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen. | |||
| Dr. med. KI – Künstliche Intelligenz als Arztersatz? | 26 May 2026 | 00:36:58 | |
„Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.“ Diesen Warnhinweis für Arzneimittel kennen alle. Müsste er mittlerweile ergänzt werden um „oder fragen Sie Ihren KI-Chatbot?“ Nach Angaben von OpenAI (Januar 2026) wenden sich wöchentlich 230 Millionen Menschen weltweit mit Gesundheitsfragen an den KI-Chatbot ChatGPT. In Deutschland ist es laut einer Befragung der Beratungsfirma Deloitte (Dezember 2025) bereits fast jeder Zweite (47 %), bei den 18- bis 34-Jährigen sogar 71 %. Aber sind diese KI-Systeme auch gute Diagnostiker und Ratgeber?
Dr. Claudia Lampert forscht als Senior Researcherin am HBI zu Herausforderungen digitaler Transformation für die Mediensozialisation und Gesundheitskommunikation und ordnet im BredowCast die Nutzungsgründe, die Chancen, sowie Risiken und Nebenwirkungen von KI-Chatbots ein. | |||
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