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Explore every episode of the podcast Börsen-Zeitung | Nachhaltiges Investieren
Dive into the complete episode list for Börsen-Zeitung | Nachhaltiges Investieren. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.
| Title | Pub. Date | Duration | |
|---|---|---|---|
| Grüner Wasserstoff & Co.: Finanzierung für die Energiewende | Episode 80 | 28 Nov 2024 | 00:33:51 | |
Mit einem Volumen von 270 Mill. Euro soll der Power-to-X Entwicklungsfonds (PtX) der KfW Bankengruppe in den nächsten Jahren Wasserstoffprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern fördern. Das Mandat als Investment Manager des Fonds liegt bei dem Vermögensverwalter KGAL. Thomas Engelmann, der das Energy Transition Team bei KGAL verantwortet, ist nun in Personalunion auch Geschäftsführer des PtX-Entwicklungsfonds.
Bei den PtX-Mitteln handelt es sich um Zuschüsse – die Perspektive als Investment Manager bei KGAL, wo im Bereich Sustainable Infrastructure rund 3,5 Mrd. Euro Assets under Management liegen, ist daher eine andere: „Ich vergleiche jetzt mit dem PtX-Fund: Dort versuchen wir, die Projekte zu stimulieren, indem wir Geld geben zum Financial Close. Im Fonds der KGAL ist es anders, dort können wir die gesamte Wertschöpfungsstufe bearbeiten“, erklärt Engelmann in der aktuellen Podcast-Episode von „Nachhaltiges Investieren“.
Dass er sich mit seinen zwei Perspektiven am Markt selbst begegnet, ist ausgeschlossen: Der PtX-Development Fund sei auf sieben Länder fokussiert, in denen der KGAL-Fonds nicht aktiv ist, sagt Engelmann. Auch wenn bei den KfW-Zuschüssen keine Renditeerwartungen im Fokus stehen, sieht er Parallelen, etwa bei der Projektanalyse. Dort gehe das Team genauso vor wie ein Investment Management.
Wie der mehrmonatige Auswahlprozess für das PtX-Mandat gelaufen ist, warum Erfahrung in Entwicklungsländern für die Rolle wichtig ist und wieso er politische Risiken als besonders relevant für einen Erfolg der Energiewende einstuft, erklärt Engelmann im aktuellen Podcast. | |||
| Wie ein Forstwissenschaftler auf Waldinvestments schaut | Episode 79 | 14 Nov 2024 | 00:29:19 | |
Für FS Impact Finance, eine Tochter der Frankfurt School, berät Thomas Richter Investoren bei der Restoration Seed Capital Facility zu nachhaltigen Waldinvestments im globalen Süden. Als Forstwissenschaftler hat er einen ungewöhnlichen beruflichen Hintergrund. Doch für Richter stand früh fest, dass er beruflich mit Natur und Wäldern zu tun haben möchte, berichtet er im Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Nach dem Studium der Forstwissenschaft arbeitete er zunächst für eine auf die Holzindustrie spezialisierte Unternehmensberatung, von dort wechselte er in die Finanzindustrie.
Die mit 25 Mill. Euro ausgestattete Facility beteiligt sich an den Investitionen im globalen Süden durch eine Co-Finanzierung der Projektentwicklungskosten. An diesem Punkt scheitern Richter zufolge viele Investments. Richter ist regelmäßig auch vor Ort, um die Partner für die lokale Umsetzung kennenzulernen. „Wenn Sie im Amazonas oder in Afrika unterwegs sind und wirklich mit ‚boots on the ground‘ die Projekte anschauen – das ist glaube ich auch eine der wichtigsten Komponenten der Due Diligence, dass man wirklich eine Vertrauensbasis zu den Partnern aufbaut“, sagt er.
Welche Projekte ihn besonders beeindruckt haben, wie es bei den Investitionen um das Thema Rendite steht und wie der Blick des Forstwirtes ihm in der täglichen Arbeit hilft, das erklärt er im Podcast. | |||
| Wie geht man mit Öl- und Gasinvestments um? | Episode 70 | 11 Jul 2024 | 00:27:55 | |
Der Umgang mit Investitionen in Öl und Gas ist für Investoren und Unternehmen ein kritisches Thema. Die Fondsgesellschaft Union Investment hat nun angekündigt, fossile Investitionen einzuschränken. So dürfen etwa ESG-Fonds von April 2025 an nicht mehr direkt in Wertpapiere von Unternehmen der Öl- oder Gasförderung investieren.
Konventionelle Fonds sollen kein Geld mehr in Unternehmen stecken, die mehr als 5% des Umsatzes in der Förderung von Teersand erzielen. Allerdings werden Öl und Gas in der Wirtschaft nach wie vor gebraucht. „Wir verabschieden uns nicht vollkommen aus dem Öl- und Gasgeschäft“, betont deshalb Henrik Pontzen, seit April Chief Sustainability Officer bei Union Investment, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Man wolle aber klare Vorgaben schaffen. Grundsätzlich gelte: „Was wir in Zukunft begleiten, das muss sich glaubwürdig transformieren.“
Pontzen setzt dafür auf den direkten Dialog. Daneben arbeitet er seit Juni im Sustainable Finance Beirat auch am Zukunftsbild eines nachhaltigen Finanzsystems mit. Wie er den Start dort erlebt hat und wo er als neuer CSO bei Union Investment Schwerpunkte setzen will, berichtet er im aktuellen Podcast. | |||
| Die ersten Erfahrungen der Wirtschaftsprüfer mit CSRD & Co. | Episode 69 | 27 Jun 2024 | 00:26:25 | |
Seit fünf Jahren befasst Yvonne Meyer sich als Wirtschaftsprüferin intensiv mit ESG-Themen – länger als die meisten in der Branche. Mit regulatorischen Vorstößen wie der CSRD werde Nachhaltigkeitsberichterstattung nun jedoch in der Breite ein Thema, betont Meyer im Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Nachhaltigkeit sei für Investoren längst entscheidungsrelevant: „Ohne Nachhaltigkeit wird künftig eine holistische Betrachtung von Unternehmen gar nicht mehr möglich sein.“
Auch für die Prüfer bringt die Nachhaltigkeitsberichterstattung eine große Veränderung: Teilweise gibt es Prognosezeiträume von bis zu zehn Jahren – bislang beschränkte sich die zu prüfende Berichterstattung dagegen zumeist auf die kommenden zwölf Monate. „Die neue Berichterstattung ist wirklich ein Paradigmenwechsel“, findet Meyer. Warum sie die Entwicklung ihres Berufs „mega“ findet, wie sich die Prüfer vorbereiten und wie man Mandanten beim ersten Nachhaltigkeitsbericht die Angst vor dem weißen Blatt nehmen kann, erklärt sie im aktuellen Podcast. | |||
| Wie die Deutsche Telekom Nachhaltigkeit im Konzern verankert | Episode 68 | 13 Jun 2024 | 00:30:19 | |
Jura-Studium, Stationen in Finanzabteilung und Einkauf – mit ESG-Themen ist Melanie Kubin-Hardewig erst im Laufe ihrer Karriere in Berührung gekommen. Heute ist sie bei der Deutschen Telekom für den Bereich unternehmerische Verantwortung zuständig, arbeitet an der Nachhaltigkeitsstrategie und an ESG-Initiativen im Konzern. Die Quereinsteigerrolle sei für den noch jungen ESG-Bereich typisch, berichtet sie im Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Mittlerweile nehme die Spezialisierung aber zu.
Um das Thema im Unternehmen breit zu verankern, setzt die Telekom auf Nachhaltigkeitsteams in allen zentralen Segmenten der Organisation. Zentrale Ziele seien zudem in der finanziellen Vergütung für sehr viele Beschäftigte verankert. Damit erreiche man auch Menschen, die sich für ESG-Themen sonst weniger interessiert hätten, stellt Kubin-Hardewig fest.
Die Fragen von Investoren zu ESG-Themen haben sich über die Jahre verändert: „Es kommt nicht mehr die Grundsatzfrage nach der Nachhaltigkeitsstrategie“, berichtet sie. Stattdessen gingen viele Fragen „ganz tief in die Details“. Ihr Nachschlagewerk zu häufig wiederkehrenden Fragen ist auf 140 Seiten angewachsen.
Intern sieht sie große Herausforderungen an die Soft Skills von Führungskräften. Ein Langfristthema wie Nachhaltigkeit komme mit neuen Herausforderungen und Unsicherheiten – das erfordere ein Umdenken: „Viele unserer Informationen sind eben nicht klar und sind auch nicht 100% klar belegt, und trotzdem müssen wir eine Entscheidung treffen.“ Wie die Deutsche Telekom versucht, ihre Beschäftigten dabei mitzunehmen und welche Ansätze es gibt, um die Transparenz entlang der Lieferkette zu erhöhen, berichtet Kubin-Hardewig im Podcast. | |||
| ESG-Finanzierung durch Venture Capital und Debt | Episode 67 | 29 May 2024 | 00:26:50 | |
Mit Zusagen über gut 100 Mill. Euro vom Europäischen Investitionsfonds EIF sowie von Eon im Rücken hat Future Energy Ventures vor wenigen Monaten seinen zweiten Fonds gelauncht. Gut 20 Mill. Euro sind von weiteren Investoren hinzugekommen, bis zum Final Closing am Jahresende sollen es 250 Mill. Euro werden. Der neue Fonds ist ein geöffneter Artikel-9-Kapitalmarktfonds, während der erste Fonds 2016 noch ein reiner Corporate Fonds von Eon war. Die Öffnung erklärt Jan Lozek, Managing Partner von Future Energy Ventures, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ mit der rasanten Marktentwicklung in den zurückliegenden Jahren.
Die Verhandlungsmacht hat sich verschoben: Während 2020/21 die Unternehmer oftmals am längeren Hebel saßen, war der Markt zuletzt „eher von Investoren getrieben“, beobachtet Lozek. Zuletzt wurden vermehrt auch Debt-Finanzierer aktiv. Sind sie aus Sicht eines Venture-Investors eher Konkurrenz oder Ergänzung? Grundsätzlich sei es für ein dynamisches Wachstum wünschenswert, wenn in der Branche verschiedene Arten von Finanzierung verfügbar seien, findet Lozek. Allerdings seien die Volumina für Fremdfinanzierungen oft noch grenzwertig klein. „Ich glaube, die Herausforderung für uns als Eigenkapitalinvestoren ist, noch stärker auf das Skalierungsgaspedal zu treten, um dann Fremdkapitalanbietern anzubieten, mit in diese Strukturen einzusteigen. Und gemeinsam können wir dann viel mehr erreichen“, sagt Lozek.
Wie Future Energy Ventures bei der Auswahl von Beteiligungen von einer „Bierdeckel-Kalkulation“ zu einer Investitionsentscheidung kommt und ob der Name von Großinvestor Eon bei Start-ups eher Türen öffnet oder für Sorgenfalten sorgt, erklärt Lozek im aktuellen Podcast. | |||
| Cleantech: Wo sind die Hoffnungsträger? | Episode 66 | 15 May 2024 | 00:23:50 | |
Für seinem im März aufgelegten 10xDNA Clean-Technologies-Fonds will Promi-Investor Frank Thelen Hoffnungsträger im Cleantech-Bereich finden. Sich Umweltziele zu setzen findet Thelen wichtig – auch wenn er ESG-Siegel als Nachweis skeptisch sieht. „Diese ganzen Siegel – wir haben auch welche in unseren Fonds – aber, ich bin einfach ehrlich: Ich glaub da nicht dran“, sagt er im Podcast „Nachhaltiges Investieren“.
Aufgelegt ist der neue Fonds als Artikel-8-Fonds, etwa 30 Titel soll das Portfolio einmal umfassen. Investoren in ältere Fonds von 10xDNA sitzen auf teils deutlichen Verlusten. Doch die Strategie, möglichst auf Nummer Sicher zu gehen bei der Portfoliozusammensetzung, kritisiert Frank Thelen: Es sei „wirklich erschreckend“, in wie vielen Cleantech-Fonds sich Titel wie Microsoft oder Nvidia fänden, sagt er. Mit einer solchen Auswahl verringerten Fondsmanager das Risiko, sich Ärger einzuhandeln. Auch Thelen setzt auf Tesla und BYD, will aber bei Clean Technologies auch in kleine Firmen investieren. Welche Technologien ihm Hoffnung machen und warum er nicht mehr über Renditeziele spricht, erklärt er im aktuellen Podcast. | |||
| Von ESG-Regulatorik zum Kundenfokus | Episode 65 | 30 Apr 2024 | 00:24:02 | |
Banken müssen einerseits die ESG-Themen in ihrer Organisation verankern, andererseits aber auch Kunden bei Fragen zur Nachhaltigkeit unterstützen. Für BNP Paribas in Deutschland soll dies Katharina Nickel umsetzen, die vor zwei Jahren „Head of Sustainable Business Investment & Protections Services & Institutional Clients“ angetreten ist. Sie verantwortet Nachhaltigkeit für alle investmentnahmen Bankbereiche – und will den Themenfokus künftig gern verlagern. „Die letzten zwei Jahre waren leider sehr regulatorisch getrieben“, berichtet sie im Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Warum leider? „Weil die Regulatorik in einigen Aspekten doch vergessen hat, den Endkunden abzuholen.“
Künftig will sie „hin zu kundenfreundlicher Kommunikation“. Die regulatorischen Dokumente ließen Investoren zu häufig noch ratlos zurück. Das ist ihrer Meinung nach auch ein Grund dafür, dass in Umfragen erst 20 bis 25% der Endinvestoren Interesse an nachhaltigen Investments äußern. In Belgien sei die Zahl deutlich höher, berichtet Nickel – dort seien Schulungen von Kunden zu Nachhaltigkeitsthemen bereits viel stärker verbreitet. Was sie sich von ihren Kollegen im Ausland abschauen kann, welche zentralen Vorgaben von BNP Paribas in Paris kommen und welchen organisatorischen Kraftakt es bedeutet, verschiedene Abteilungen bei internen Vorhaben zu koordinieren, berichtet sie im aktuellen Podcast. | |||
| ESG in der Immobilienfinanzierung | Episode 64 | 18 Apr 2024 | 00:25:13 | |
Einen aktiven Beitrag zur Erreichung des Pariser Klimaabkommens zu leisten – das hat sich die Deutsche Pfandbriefbank pbb vorgenommen. Den größten Hebel bildet dabei nicht der bankeigene ökologische Fußabdruck, sondern das milliardenschwere Kreditportfolio, das die Bank finanziert, sagt Vorstandsmitglied Pamela Hoerr. „Wir haben uns eine grüne Quote von 30% gesetzt, bezogen auf unser Immobilienkreditportfolio – im Vergleich dazu stehen wir aktuell bei einer Quote von rund 22% unseres Immobilienportfolios“, berichtet Hoerr im Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Bis 2026 habe man sich damit „ein ambitioniertes Ziel in der Weiterentwicklung“ gesetzt.
Eine der größten Aufgaben sieht Hoerr darin, die Daten zu erheben. Dabei ist die Pfandbriefbank, die für diesen Zweck ein eigenes Scoring-Modell nutzt, auch auf Zulieferung der Kunden angewiesen. Die Anzahl der Datensätze, die eingesammelt werden müssen, sei „enorm“, sagt Hoerr. Das Verständnis der Kunden für den Aufwand ist ihrer Wahrnehmung nach jedoch gestiegen.
Bei allen Anforderungen sieht Hoerr auch einen positiven Nebeneffekt in der ESG-Regulierung: Wettbewerber würden sich mit Blick auf die neuen Herausforderungen stärker austauschen und häufiger zusammenschließen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Welche Aspekte dabei im Fokus stehen und ob sich Fonds ohne Artikel-8-Klassifizierung überhaupt noch vermarkten lassen, sind Themen im aktuellen Podcast. | |||
| Kann man Nachhaltigkeit objektiv bewerten? | Episode 63 | 04 Apr 2024 | 00:27:58 | |
Zur Nachhaltigkeitsbewertung eines Investments gibt es verschiedene Modelle – doch für Investoren sind diese oft schwer nachvollziehbar. Es herrsche große Unzufriedenheit, was Transparenz und Verständlichkeit der verschiedenen Konzepte angehe, sagt Andreas Gintschel, Geschäftsführer von Effectual Capital, einer 2022 gegründete Tochtergesellschaft des Investment Office Perpetual Investors.
Viele Investoren stünden vor einem Dilemma: „Wir wollen diese Transformation begleiten, wir sollen das auch tun – entweder durch die Politik getrieben oder durch letztendlich die Eigentümer, die hinter uns stehen. Auf der anderen Seite finden wir das, was uns an Kriterien aufgezeigt wird, ein sehr großes Stückwerk, uneinheitlich, intransparent“, fasst er das Problem im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ zusammen.
Er setzt auf eine Analyse, die sich auf messbare Faktoren fokussiert und deren externe Effekte bewertet. 15 Kriterien aus den Bereichen Umwelt und Soziales fließen darin bereits ein, weitere sollen hinzukommen. Dass die EU die Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung ausweitet, sei mit Blick auf den datenbasierten Ansatz „fast ein Geschenk des Himmels“, sagt Gintschel.
Für mehr Vergleichbarkeit engagiert Effectual sich auch in der Value Balancing Alliance, wo Gintschel den Austausch mit Unternehmen der Realwirtschaft schätzt. Wo es Gemeinsamkeiten gibt, wo Bewertungen an Grenzen stoßen und an welchen Stellen er die Finanzindustrie in der Pflicht sieht, erklärt er im aktuellen Podcast. | |||
| Klima-Aspekte im Fördergeschäft | Episode 62 | 21 Mar 2024 | 00:26:09 | |
Seit dem Jahreswechsel gilt bei der NRW.Bank eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie. Nicht nur das eigene Haus soll bis 2045 klimaneutral werden, auch in der Kapitalanlage und im Fördergeschäft sollen ESG-Kriterien stärker einfließen. Gerade im Fördergeschäft ist das eine Herausforderung, sagt Jan Gerdts, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeit und Wirkungsmanagement, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Die zentrale Frage aus seiner Sicht: „Wie können wir weiterhin relativ zugängliche und einfache Förderprogramme strukturieren, aber gleichzeitig auch das Thema Nachhaltigkeit stärker in den Fokus setzen?“
Ein Fokus soll künftig darauf liegen, Unternehmen zu fördern, die besonders transformativ unterwegs sind. Zudem gibt es Mindestanforderungen in den Förderkriterien. Die Datenlage, um die finanzierten Emissionen zu beurteilen, ist allerdings noch lückenhaft: Gerade im Geschäft mit kleineren Mittelständlern können nicht alle Kunden CO2-Bilanzen vorweisen, berichtet Gerdts. Wie sich die Bank in solchen Fällen behilft, welche Steuerungsgrößen die NRW.Bank im Kapitalmarktgeschäft anlegt und welche Hebel er noch sieht um im eigenen Haus auch ohne Kompensationen der Klimaneutralität näher zu kommen, erklärt er im aktuellen Podcast. | |||
| Asset-Bewertung in Grad Celsius | Episode 61 | 07 Mar 2024 | 00:25:24 | |
Das Klimaziel der UN ist ehrgeizig: Bis Ende des Jahrhunderts soll die menschengemachte globale Erwärmung möglichst auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden. Hannah Helmke, CEO des Tech-Unternehmens Right°, will Portfolien daraufhin prüfen, wie stark sie zur Erderwärmung beitragen. Am Ende der Analyse steht eine Kennzahl in Grad Celsius: „Das Schöne ist, dass es tatsächlich etwas macht mit den Leuten, weil sie die Klimawirkung plötzlich in Bezug setzen können zum Ziel“, berichtet sie im Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Oft seien dies „große Aha-Momente“, mitunter werde es emotional.
Dass das 1,5°-Ziel fallengelassen wird, hält sie für ein mögliches Szenario, doch Helmke meint: „Davon muss man aber unabhängig sehen, dass ich dennoch den Anspruch haben kann, mein eigenes Unternehmen auf 1,5° zu bringen und allen Menschen, die damit zu tun haben, eine Alternative zu geben, die – wenn die Welt sich selber so verhalten hätte – 1,5°-konform ist.“ Wie Unternehmen auf die Ergebnisse reagieren und welche Punkte bisher die größten Schwierigkeiten bereiten, berichtet Helmke im aktuellen Podcast. | |||
| „Verwirrung“ durch EU-Vorgaben | Episode 78 | 30 Oct 2024 | 00:26:14 | |
Die EU-Vorgaben stellen Anleger, die sich in nachhaltigen Produkten engagieren wollen, noch immer vor schwierige Aufgaben, unterstreicht Roland Kölsch, Verantwortlicher Standards & Labels beim gemeinnützigen Wissenschaftsverein F.I.R.S.T. e.V. im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung. Denn das Zusammenspiel von Taxonomie, MiFiD und Offenlegungs-Verordnung ist verwirrend, beispielsweise wegen der unterschiedlichen Möglichkeiten der Definition des Begriffs einer nachhaltigen Investition. Die Märkte haben auf der Suche nach Differenzierungsmerkmalen die Kategorisierung von Fonds in Art. 6, Art. 8 oder Art. 9 dazu beigetragen, dass diese Kategorien als Qualitäts-Labels wahrgenommen worden. Die Tatsache, dass in den EU-Institutionen über Reformen des Regelwerks nachgedacht wird und Vorbereitungen für Anpassungen gestartet wurden, ist aus Sicht von Kölsch ein Hoffnungszeichen. | |||
| Greenwashing wirft jede Menge Rechtsfragen auf | Episode 60 | 22 Feb 2024 | 00:24:39 | |
Was genau ist Greenwashing? Wer ist der Geschädigte? Und wie ist Greenwashing schadensrechtlich zu bewerten, wenn der Investor letztlich Gewinn gemacht hat? Diese und viele andere sehr praxisnahe Fragen treiben die Leibniz-Forschungsgruppe "Nachhaltiges Finanzrecht in Europa" am Frankfurter Forschungsinstitut SAFE um. Der Leiter der Forschungsgruppe, Nikolai Badenhoop, ist in dieser Woche zu Gast bei "Nachhaltiges Investieren", der Podcast der Börsen-Zeitung. Er berichtet über eine umfangreiche Studie, die zu ergründen versucht hat, warum Anfang vorigen Jahres sehr viele "dunkelgrüne" Art.-9-Fonds in "hellgrüne" Art.-8-Fonds umgewidmet worden sind. Und er gewährt einen Ausblick auf das langfristige Projekt eines Gesetzeskommentars über nachhaltiges Finanzrecht in Europa – von der Offenlegungsregeln über die Klimareferenzvorgaben und die Taxonomie-Verordnung bis hin zum europäischen Rechtsrahmen für Green Bonds. | |||
| Das Transparenzproblem am Markt für CO₂-Zertifikate | Episode 59 | 08 Feb 2024 | 00:28:06 | |
Auf dem Weg zur Klimaneutralität spielen CO₂-Kompensationen für viele Unternehmen eine Rolle. Doch die Projekte mit Blick auf Wirksamkeit und Risiko zu überblicken, ist alles andere als einfach. Neben dem Risiko seien auch der Preis und die künftige Verfügbarkeit wichtige Aspekte, sagt Magnus Drewelies, CEO und Gründer der Plattform für CO₂-Zertifikate Ceezer, im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Man müsse die Kompensation auch in fünf oder zehn Jahren in der gewünschten Menge sichern können.
Die Plattform umfasst nach eigenen Angaben weltweit über 8.000 Projekte unterschiedlicher Kategorien. Für Kunden sei es häufig nicht einfach, die unterschiedlichen Plattformen und ihre Angebote zu beurteilen, räumt Drewelies ein. Zumal die Branche gegen einen Vertrauensverlust ankämpfen muss: Immer wieder werden Zweifel an der Wirksamkeit einzelner Zertifikate laut. David Antonioli, Chef des Zertifizierungsdienstes Verra, trat 2023 zurück. „Der Markt hat das gemerkt, ganz klar“, sagt Drewelies.
Er glaubt, dass eine stärkere Regulierung sinnvoll wäre, um die Transparenz zu steigern und eine Mindestqualität der Angebote zu sichern. Wie er die Entwicklung auf Anbieterseite wahrnimmt, ob er eine Konsolidierung kommen sieht und wie man die Kriterien für eine Risikoeinstufung von Projekten findet, berichtet er im Podcast. | |||
| Wie Klimarisiken die Investmentstrategie beeinflussen | Episode 58 | 25 Jan 2024 | 00:28:03 | |
Der Weltrisikobericht des World Economic Forum spricht eine deutliche Sprache: Auf Zehnjahressicht sind nach Einschätzung der 1.500 Befragten vier der fünf größten Risiken ökologisch begründet. Eine Investmentstrategie müsse diese Entwicklung einbeziehen, sagt Henrik Pontzen, Abteilungsleiter ESG im Portfoliomanagement bei Union Investment, im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“: „Wir reden ja hier über langfristigen Vermögenserhalt, über langfristige Vermögensmehrung. Und das wird ohne eine ganz systematische Berücksichtigung des Themas Klimawandel nirgendwo funktionieren.“
Dabei sei es dann auch einerlei, ob das Produkt als nachhaltig gekennzeichnet sei oder ob es sich um ein konventionelles Finanzmarktprodukt handle. „Die Integration dieser Risiken in die Kapitalanlage – ohne die kann es nicht gehen.“
Auch wenn sich einige Umweltrisiken wie Extremwetterphänomene durch den Kapitalmarkt
nicht unmittelbar beeinflussen lassen, so müsse man diese strategisch berücksichtigen. „Wir werden aus vielen Gründen in den nächsten Jahren die Lieferketten von Unternehmen sehr viel genauer, detaillierter verstehen müssen“, sagt Pontzen. Neben physischen Risiken gehe es dabei zunehmend auch um regulatorische Anforderungen.
Pontzen sieht auch die Unternehmen gefordert, in ihrem Einflussbereich für Verbesserungen zu sorgen. Eine Erhebung unter den Dax-Mitgliedskonzernen zeige selbst bei Unternehmen mit ähnlichem Branchenhintergrund noch große Unterschiede. Welche Dax-Unternehmen besonders gut oder schwach abschneiden, wie Asset Manager mit den Nachzüglern umgehen und wieso er es für problematisch hält, wenn Umweltrisiken auf der Zeitachse zu sehr aus einer Langfristperspektive betrachtet werden, das erklärt Pontzen im aktuellen Podcast. | |||
| So schauen Banken auf ESG-Daten | Episode 57 | 11 Jan 2024 | 00:26:50 | |
Wenn das Pricing von Finanzierungen und Finanzmarktprodukten festgelegt wird, fließt neben weiteren Daten auch die ESG-Performance eines Unternehmens in die Analyse mit ein. Eddy Henning, der das Wholesale Banking im Vorstand der ING Deutschland verantwortet, will aber nicht allein auf ein „Greenium“ als finanziellen Anreiz für nachhaltige Unternehmen abstellen. Er wünscht sich stattdessen mehr Begeisterung für das Thema: „Zum jetzigen Zeitpunkt geht’s noch gar nicht so sehr um harte Daten, es geht wirklich darum: Wie wollen wir 2050 CO2-neutral sein?“.
Henning geht davon aus, dass der Wettbewerb um die Finanzierung „grüner“ Adressen zunehmen wird. Seine Firmenkundenbetreuer setzen neben Informationen aus Nachhaltigkeitsreports und Ratings auf regelmäßige Gespräche, um die Entwicklung der Kunden einzuschätzen.
In welchen Bereichen sich die Bank mittlerweile aus Finanzierungen zurückzieht, welche Herausforderungen er beim Sammeln von Nachhaltigkeitsdaten derzeit sieht und wie man es schaffen kann, auch in Zeiten von Polykrisen die Euphorie für ESG-Themen aufrechtzuerhalten, berichtet Henning im aktuellen Podcast. | |||
| Biodiversität rückt bei Investoren in den Fokus | Episode 56 | 14 Dec 2023 | 00:28:10 | |
Die Vielfalt von Arten und Ökosystemen rückt am Kapitalmarkt immer mehr in den Fokus. Biodiversität betrifft die gesamte Wertschöpfungskette, die Datenlage ist jedoch lückenhaft und wird teilweise von regionalen Gegebenheiten beeinflusst. Noch gebe es kein einheitliches Verständnis von Biodiversität, sagt Soňa Stadtelmeyer-Petru, Global Head of Sustainable Investing Client Solutions bei JP Morgan Asset Management, im aktuellen Podcast.
Während im Bereich Klima Einigkeit darüber herrscht, mit welchen Methoden sich etwa der Treibhausgasausstoß messen lässt, ist bei Biodiversität vieles noch offen. Asset Manager setzen im Moment stark auf Engagement und den Austausch mit Unternehmen, berichtet Stadtelmeyer-Petru.
Wichtig ist es aus ihrer Sicht, dass die Marktteilnehmer sich nicht von der Komplexität des Themas abschrecken lassen. Stattdessen könne man mit konkreten, abgegrenzten Aspekten wie Plastik- oder Wassermanagement starten.
Wie sich das Interesse an Biodiversität auf die Nachfrage nach Investments in Wald- und Forstwirtschaft auswirkt und welche Initiativen sich für Rahmenbedingungen einsetzen, sind Themen im Podcast. | |||
| Artikel-9-Klassifizierung: Hilfe oder Hindernis? | Episode 55 | 30 Nov 2023 | 00:28:09 | |
Eine Klassifizierung nach Artikel 9 soll es Investoren erleichtern, nachhaltige Investitionsmöglichkeiten zu erkennen. Doch Fonds außerhalb der EU werden davon kaum erfasst. Sie haben oft ähnlich ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategien wie Artikel-9-Fonds, tragen aber nicht diese Klassifizierung. „Es ist eine regulatorische Eingrenzung, ob ein Fonds sich den EU-Behörden unterwirft oder nicht“, sagt Andreas Nilsson, Head of Impact bei Golding Capital Partners, im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“.
Er hat einen Dachfonds aufgesetzt, der Zielfonds ohne eine solche Klassifizierung evaluiert und prüft, ob sie mit den Artikel 9-Kriterien konform sind. Durch diese „Schattenklassifizierung“ vergrößert sich das investierbare Fondsuniversum um etwa das Dreifache, sagt Nilsson. Dabei sollen die Zielfonds strengere Kriterien als für eine reine Artikel-9-Klassifizierung erfüllen. Ein „Impact Pathway“ legt für jeden Fonds bestimmte Nachhaltigkeitsziele fest. „Es geht um hohe finanzielle Rendite, aber nie ohne messbaren Impact“, sagt Nilsson.
Von der Prüfung bis zur Investitionsentscheidung vergehen oft mehrere Monate. Nilsson findet es wichtig, sich Zeit zu nehmen. „Impact Investing als Thema ist nicht wirklich ausgearbeitet. Wir lernen immer wieder dazu.“ Wie aufwendig der Prozess der Schattenklassifizierung ist, was bei regulatorischen Änderungen passiert und wie das Feedback von Investoren und Wettbewerbern ist, verrät Nilsson im aktuellen Podcast. | |||
| Landwirtschaft und ESG – auf dem Weg zu Standards | Episode 54 | 16 Nov 2023 | 00:29:09 | |
Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist mit der Aufgabe konfrontiert, Finanzierungen für Landwirte auf Basis unterschiedlicher Datensätze über den CO2-Fußabdrück der Kreditnehmer auszureichen. Denn die Daten, die die Hausbanken der Rentenbank liefern, unterscheiden sich in Intensität, Qualität und Umfang. Deshalb bemüht sie sich um Standardisierung: "Wir sind dabei, gemeinsam mit den Bankenverbänden und Vertretern der Branche zu überlegen, wie wir dieses Datenset vereinheitlichen können", berichtet Vorstandssprecherin Nikola Steinbock. Der Förderbank gehe es nicht darum, Kapital nur in bereits grüne Vorhaben zu lenken, sondern Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit zu finanzieren – also auch Aktivitäten, die "nicht per se grün sind". Wenn Verbraucher in Deutschland weiterhin Fleisch konsumieren wollten, müsse man sich damit befassen, Ställe umzubauen. Aber es bleibe ein Stall mit Tieren drin – und somit Treibhausgasemissionen. | |||
| Der Faktor G in ESG: Wird Governance zu wenig mitgedacht? | Episode 53 | 02 Nov 2023 | 00:31:00 | |
Wenn es um ESG-Aspekte geht, steht Governance oft eher in der zweiten Reihe. Das hat auch regulatorische Gründe, erklärt Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit & Corporate Governance bei Deka Investment und seit diesem Jahr Mitglied der Kommission des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), in der neuen Podcast-Episode von „Nachhaltiges Investieren“. So gebe es bei Governance-Themen stark länderbezogene Regelungen, etwa über das Aktienrecht in Deutschland.
Klare übergeordnete Vorgaben seien schwierig: „Es gibt ja auch jetzt nicht den Anspruch an den perfekten Aufsichtsrat, an den perfekten Vorstand, das perfekte Board über alle Ländergrenzen hinweg“, sagt Speich. Es sei dahingehend im ersten Schritt auch folgerichtig zu sagen, dass Governance ein etwas exotischeres Dasein in der Nachhaltigkeitsbetrachtung friste. „Wenngleich wir jetzt feststellen, dass eben die ökologisch-sozialen Aspekte eine Steuerung benötigen, und diese Steuerung kann eben nur über die Governance erfolgen. Und das führt dann doch die drei Säulen ESG wieder zusammen“, sagt Speich.
Wie sich Governance in Anlagestrategien bereits niederschlägt, was er mit seinem Einsatz für die Kodexkommission erreichen möchte und welche Kritikpunkte er bei Unternehmen mit Blick auf Governance-Fragen immer wieder adressiert, erklärt Speich in der neuen Episode von „Nachhaltiges Investieren“. | |||
| ESG in der Arbeit der Investment Professionals | Episode 52 | 19 Oct 2023 | 00:28:07 | |
Bilanzierung nach IFRS, Auseinandersetzen mit neuen digitalen Geschäftsmodellen, und jetzt ein verstärkter Fokus auf ESG-Aspekte: Das Berufsbild der Investment Professionals hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach stark gewandelt, sagt Michael Schmidt, Vorstandsmitglied der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA), im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“.
Die Fragestellung, welche Nachhaltigkeitsaspekte auf das Unternehmen wirken, und wie umgekehrt auch das Unternehmen selbst auf Umwelt und Gesellschaft wirkt, seien ein spannendes neues Feld. Dieses komme nicht aus der klassischen Analystenarbeit, sagt Schmidt – „aber es muss voll integriert werden“.
Der erweiterte Analyserahmen verändert auch die gesuchten Qualifikationen. Dabei gehe es für Analysten und Asset Manager auch um die Frage, wie sie in ihrem Beruf wettbewerbsfähig bleiben. Entsprechende Stellen für Nachhaltigkeitsexperten gebe es – und zum Teil sei es für Häuser schwer, sie zu besetzen, beobachtet Schmid. Welche Weiterbildungen sich als Standard herauskristallisieren und wie sich die Motivation junger Berufsanfänger verändert, das berichtet er im aktuellen Podcast. | |||
| Wie man die Taxonomie in einer Organisation verankert | Episode 51 | 05 Oct 2023 | 00:28:19 | |
Bei der EU-Taxonomie ist vieles noch im Fluss. Regulierte Branchen wie Banken sind dagegen daran gewöhnt, sich an festen Vorgaben zu orientieren. Bei der Taxonomie, für die es noch keine Referenzwerte gibt, tun sich daher noch viele Fragestellungen auf, berichtet Luis-Miguel Gutiérrez Demmel, Senior Referent und Spezialist für Nachhaltigkeit und Strategie bei der KfW Ipex-Bank, in der neuen Episode des Podcast „Nachhaltiges Investieren“. „Das große Thema bei der EU-Taxonomie ist: Wie gehe ich mit Unsicherheiten in der Regulatorik um? Und wie schaffe ich das, das in die Bank zu tragen und auch für Verständnis zu werben. Denn am Ende des Tages müssen natürlich die Kollegen mit der Regulatorik leben.“
Das Vorgehen bezeichnet er als „Lernprozess“, sowohl für die Kunden als auch für die Beschäftigten der Bank. Intern habe man versucht, sich an bestehenden Prozessen zu orientieren, um die Vorgaben möglichst effizient und schlank umzusetzen. Wo die Verantwortung für die Taxonomie zurzeit verankert ist, welche Herausforderungen sich speziell mit Blick auf Projektfinanzierungen auftun und wie der gemeinsame Austausch über Taxonomie-Fragen die Zusammenarbeit mit den Kunden verändert, berichtet Luis-Miguel Gutiérrez Demmel im Podcast. | |||
| Wie Siemens Healthineers über Nachhaltigkeit berichtet | Episode 77 | 17 Oct 2024 | 00:33:07 | |
Über die Schwerpunkte der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie berichtet Siemens Healthineers bereits, doch mit der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung kommen künftig weitere Angaben hinzu. Neben eigenen Daten werden dann auch Angaben von Lieferanten und Kunden entlang der Wertschöpfungskette erhoben. In der Kommunikation werde es darum gehen, für Investoren und andere Stakeholder die wirklich wesentlichen Informationen in den Fokus zu rücken, sagt CFO Jochen Schmitz im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung.
Wer Unternehmensinformationen lese, werde künftig in der Finanz- und in der Nachhaltigkeitsberichterstattung mit einer Flut an Informationen konfrontiert. „Diese Flut hat ja nur eine Richtung, sie wird mehr.“ Eine wesentliche Aufgabe der Investoren- und der Unternehmenskommunikation müsse darin liegen, die strategischen Schwerpunktthemen herauszuheben.
Siemens Healthineers engagiert sich in der Debatte um regulatorische Anforderungen im Deutschen Rechnungslegungs-Standards-Committee. Insgesamt bewertet Schmitz die Entwicklung der zurückliegenden Jahre positiv: „Ich glaube, gerade im Bereich der Corporate Governance, der Finanzberichterstattung, ist die deutliche Mehrheit der Themen sinnvoll“, sagt er. „Ich muss jetzt gestehen, bei dem Sustainability-Thema bin ich mir noch nicht so sicher. Ich glaube, da sind wir sehr schnell vorangegangen. Da müssen wir jetzt mal gucken, was sich da wirklich etabliert, was wirklich sinnvoll ist.“
Wie Siemens Healthineers sich auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vorbereitet, wo er Mehraufwand auf das Unternehmen zukommen sieht und welche strategischen Schwerpunkte der Dax-Konzern in seiner Nachhaltigkeitsstrategie setzt, erklärt Schmitz im Podcast. | |||
| Was ELTIF für die grüne Transformation leisten sollen | Episode 50 | 21 Sep 2023 | 00:29:58 | |
Bereits seit 2015 gibt es das Konstrukt des European long-term investment fund (ELTIF), doch die langfristigen Fonds werden bislang kaum genutzt. Dabei sollen sie eine wichtige Rolle dabei spielen, Kapital für Zukunftsbereiche einzuwerben, auch für die grüne Transformation.
Über ELTIF sollen Investitionen in Infrastrukturanlagen, die bisher Großanlegern vorbehalten waren, auch für Privatanleger zugänglich werden. Doch die regulatorischen Vorgaben waren bislang eher hinderlich, sagt Christian Humlach, Leiter Client Advisory Österreich und Deutschland bei der Investmentgesellschaft Aquila Capital, im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“.
Doch nun hat die EU Erleichterungen auf den Weg gebracht. Für die Investitionen in Assets wie Windparks oder Solaranlagen müssen die Anbieter jedoch erst einmal Vertrauensarbeit leisten. Strengere Vorgaben zu Transparenz und Diversifikation sind für Humlach ein Schritt in die richtige Richtung.
Die Zahl der Angebote nehme von niedrigem Niveau an zu, sagt Humlach. Zudem sieht er Bemühungen, die Konstrukte zugänglicher zu machen: „ELTIF haben in der Regel eine lange Laufzeit von acht bis zwölf Jahren. Aber da merke ich auch, dass viele Anbieter den Weg gehen, hier sukzessive liquidere Möglichkeiten anzubieten“, beobachtet er. Wie sich das aktuelle Zinsniveau auf die Nachfrage auswirkt und wie der Wissensstand bei Beratern zum Thema ELTIF ist, erklärt Humlach im Podcast. | |||
| So arbeitet das Green and Sustainable Finance Cluster Germany | Episode 49 | 07 Sep 2023 | 00:30:49 | |
Aus Sicht der Finanzindustrie aufzeigen, wie Finanzstrukturen nachhaltiger gestaltet werden können – diesem Ziel hat sich das Green and Sustainable Finance Cluster Germany verschrieben. Die rund 20 Mitglieder kommen aus Banken, Versicherungen oder Fintechs. „Diese Diversität ist ein hohes Gut, um verschiedene Perspektiven abbilden zu können“, sagt Geschäftsführerin Kristina Jeromin im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Die Interessen seien aber nicht immer gleich gelagert. „Eine Versicherung hat andere Herausforderungen und sieht andere Chancen als eine Bank.“
Wichtig ist ihr der Austausch mit anderen Initiativen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft oder Politik, wie dem Sustainable Finance Beirat der Bundesregierung, um Wirkung zu generieren. Dabei gibt es immer auch mal frustrierender Erfahrungen, räumt sie ein. Ihre Einstellung dazu: „Wir haben jetzt die Möglichkeit, das Richtige zu tun, da muss man sich auch teilweise gegenseitig frustrieren, da muss man auch immer wieder miteinander ringen – aber vor allem muss man weitermachen.“ | |||
| Wie gut kann man Impact messen? | Episode 48 | 24 Aug 2023 | 00:35:35 | |
Viele Family Offices, Stiftungen und vermögende Privatleute wollen mit ihren Investments Gutes bewirken. Gerade bei Vertretern der Erben-Generation sei dies zu beobachten, sagt Susanne Bregy, Head of Impact Investing bei Phineo. Die Generation sehe ihr Erbe als Verantwortung und wolle etwas zurückgeben – „aber eben nicht nur mit Philanthropie, sondern auch über Investments“.
Dabei ist Transparenz ein wesentlicher Faktor, um die Wirksamkeit zu prüfen – und häufig sei man da abseits des breiten Kapitalmarkts unterwegs, sagt Bregy: „Ein Artikel-9-Aktienfonds, der vor allem im Sekundärmarkt tätig ist – also: ich schmeiße Coca-Cola aus dem Portfolio, weil ich die Firma nicht mag, jemand anders kauft aber diese Aktie – das wäre für uns nicht Impact Investing, trotz Artikel 9.“
Die Befürchtung, dass Impact automatisch mit weniger Rendite einhergehe, will Bregy zerstreuen: „Es gibt einfach auch ganz, ganz viele Investmentstrategien, die skalierbar sind, die durchaus Marktrenditen erwirtschaften können – und einen hohen Impact haben können.“
Was aus ihrer Sicht Warnzeichen für „Impact Washing“ sind und was sie aus ihrer Zeit bei Private-Equity-Investoren für ihre heutige Arbeit gelernt hat, das verrät Bregy im aktuellen Podcast. | |||
| Wie Natur zur Assetklasse werden soll | Episode 47 | 10 Aug 2023 | 00:29:42 | |
Nach rund 20 Jahren im Investmentbanking, unter anderem als Deutschland-Chef der Bank Mainfirst, ist Ebrahim Attarzadeh zum Gründer geworden: Die Plattform Callirius widmet sich dem Thema CO2-Kompensationen. Attarzadeh bezeichnet den Markt für CO2-Zertifikate als „undurchsichtig“ und will das ändern. Zurzeit ist die Preisspanne enorm – Zertifikate seien ab 3 Dollar zu haben und könnten bis zu 1.000 Dollar kosten, berichtet Attarzadeh in der aktuellen Episode des Podcast Nachhaltiges Investieren. „Maßgebend für den Preis ist die Qualität.“
Mitte Juli ging die Plattform an den Start, zunächst mit Fokus auf große Unternehmen und institutionelle Investoren. Perspektivisch will Attarzadeh mit seinem Team Natur als eine Assetklasse etablieren, in die jeder investieren kann, etwa über Fonds. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg: „Wenn wir Klimaschutz ernstnehmen wollen, und wenn wir tatsächlich auch was schaffen wollen, dann geht es nur, wenn dieser Markt professionalisiert wird“, sagt Attarzadeh.
Welche Schritte er für notwendig hält, wie die Qualitätssicherung für Projekte auf der Plattform läuft und wie sein Netzwerk aus Bank-Zeiten ihm heute hilft, das berichtet Attarzadeh im aktuellen Podcast. | |||
| Wie man „grüne Perlen“ bei Small- und Midcaps findet | Episode 46 | 27 Jul 2023 | 00:31:03 | |
Wie findet man Unternehmen für einen Nachhaltigkeitsfonds, der nicht in Large Caps investiert, sondern kleinere Marktteilnehmer im Blick hat? „Das Wichtigste ist, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen“, sagt Marian Klemm, Geschäftsführer der Research- und Beratungsgesellschaft Green Growth Futura. „Also das heißt, tatsächlich zu schauen, wo hört man irgendwas Neues, wo hört man eine neue Technologie, und sich dann zu hinterfragen: Okay, welche Unternehmen sind in diesen Technologien unterwegs?“ Um spannende Unternehmen in der zweiten Reihe zu finden, setzt Klemm beispielsweise auf einen engen Draht zu Hochschulen.
Unter 100 Unternehmen, die das Research- und Beratungshaus für den Mittelstandsfonds analysiert, schaffen es etwa zehn durch die Nachhaltigkeitsfilter. Diese werden von einem Nachhaltigkeitsbeirat final geprüft. Die Analysten gehen Klemm zufolge auch direkt mit den Unternehmen ins Gespräch. Das Fondsportfolio wird regelmäßig durchleuchtet. Kommt es zu Verstößen gegen ESG-Kriterien, droht der Ausschluss. „In diesem Jahr gab es so einen Fall“, sagt Klemm.
Green Growth Futura berät auch Stiftungen und Family Offices dabei, nachhaltige Portfolien zusammenzustellen. Gerade die jüngere Generation in den Family Offices ist Klemms Beobachtung stark an nachhaltigen Investments interessiert: „Für sie ist es eine Grundanforderung“, sagt er. Welche Technologie er mit Blick nach vorn besonders spannend findet und wie der Midcap-Fonds mit stark wachsenden Unternehmen umgeht, verrät Klemm im aktuellen Podcast. | |||
| Klimastrategie konkret: Was Investoren durchsetzen können | Episode 45 | 13 Jul 2023 | 00:31:02 | |
Deutlich weniger Co2-Ausstoß bis 2030, Klimaneutralität bis 2050 – an Langfristzielen für eine grünere Wirtschaft mangelt es nicht. Doch vieles ist noch vage. Union Investment will von ihren Portfoliounternehmen bereits vor 2050 konkrete Zwischenziele sehen. In einem ersten Schritt geht es um die Vorlage vollständiger Klimaziele bis 2025, erklärt Henrik Pontzen, Abteilungsleiter ESG im Portfoliomanagement bei Union Investment, im aktuellen Podcast "Nachhaltiges Investieren".
Bei der Frage, was die Portfoliounternehmen leisten sollen, ist Augenmaß gefragt: „Leere Forderungen machen keinen Sinn, aber Unmögliches zu fordern ebenso wenig. Es geht um diesen Mittelweg, und da werden wir – von Unternehmen zu Unternehmen, von Argument zu Argument – abwägen, um dann in 2025 eine Entscheidung zu treffen“, sagt Pontzen.
Liefert ein Unternehmen nicht, drohen Konsequenzen: „Wer uns nicht überzeugen kann, dass er oder sie das maximal Mögliche unternommen hat, um hier zu guten Lösungen zu kommen, wer nicht belegen kann, warum das nicht gelungen ist – von dem werden wir uns verabschieden müssen. Und das eben nicht nur für die nachhaltigen Fonds, sondern diese Klimastrategie betrifft alle Fonds, auch und insbesondere die konventionellen.“
Wie die Portfoliounternehmen auf die Pläne reagieren, welche weiteren Zwischenziele der Investor in den folgenden Jahren fordert, und wie groß der Anteil an Unternehmen im Portfolio ist, die noch Schwierigkeiten bei der Zielformulierung haben, berichtet Pontzen in der aktuellen Episode von „Nachhaltiges Investieren“. | |||
| Die Rolle der Banken bei Transition Finance | Episode 44 | 28 Jun 2023 | 00:29:54 | |
Nachhaltigkeitsregulierung, Leitfäden zu Taxonomie und Klimastresstests: Im Bundesverband deutscher Banken (BdB), der sich als Stimme der privaten Finanzwirtschaft sieht, nimmt das Thema Nachhaltigkeit einen immer größeren Raum ein. Für Sustainable Finance gibt es mittlerweile ein eigenes Team, berichtet Torsten Jäger, Leiter Sustainable Finance beim BdB, im neuen Podcast „Nachhaltiges Investieren“.
Von Unternehmen hört er regelmäßig die Sorge, es könnte schwieriger werden, als nicht Taxonomie-konformes Unternehmen noch an Kredite zu kommen. „Ich kann da so ein bisschen Entwarnung geben“, sagt Jäger. „Wir wollen die Unternehmen begleiten, sie auch mit finanziellen Mitteln unterstützen.“ Klar sei aber auch, dass auch die Unternehmen sich Gedanken machen müssten, was sie tun können.
Er hält Transitionspläne für eine gute Möglichkeit, den Weg zu nachhaltigerem Wirtschaften aufzuzeigen. Allerdings brauch es einen übergeordneten Rahmen, was unter „Transition Finance“ zu verstehen sei, findet Jäger. „Es muss ein gewisses Ambitionsniveau haben.“ Welche Schritte er als nächstes von regulatorischer Seite erwartet und warum der Fokus auf dunkelgrüne Investments aus seiner Sicht zu kurz greift, berichtet er im aktuellen Podcast. | |||
| Wo findet man noch ESG-Experten? | Episode 43 | 15 Jun 2023 | 00:27:31 | |
Ob Banken, Fonds, Konzerne oder Mittelständler – sie alle müssen zunehmend über ESG-Themen berichten. Doch die richtigen Mitarbeiter dafür zu finden, ist nicht einfach. „Man braucht Personen, die über Seniorität verfügen“, sagt Stephan Lang, Partner bei der Personalberatung Indigo Headhunters, in der neuen Episode des Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Denn die Anforderungen sind hoch: Von fachlichen Themen über regulatorische Vorgaben bis hin zu technischen Implikationen sollten ESG-Experten alles im Blick behalten – und idealerweise auch noch die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Unternehmensstrategie vorantreiben.
Solche Kandidaten sind Mangelware. Das zeigt sich auch, wenn es darum geht, Stellen zu besetzen. „Es ist ein Kandidatenmarkt, definitiv“, sagt Lang. Wer sich verändern wolle, könne in der Regel verschiedene Optionen gegeneinander abwägen. Im Podcast erklärt der Personalberater, wo speziell auch Mittelständler nach Experten suchen können, warum Unternehmen mitunter Budgets zu ESG-Themen umschichten, und wie lange es noch dauern wird, bis neue Aus- und Weiterbildungsangebote den Engpass abmildern könnten. | |||
| Wie man ESG-Kriterien für Alternative Assets auslegt | Episode 42 | 01 Jun 2023 | 00:29:04 | |
An ESG-Vorgaben, die es zu berücksichtigen gilt, herrscht kein Mangel. Doch viele sind auf liquide Investments oder Investitionen in Unternehmen ausgelegt. Für Janna Brokmann, Head of Sustainability bei dem auf alternative Assetklassen spezialisierten Assetmanager Prime Capital, der stark bei Infrastruktur- und Erneuerbare-Energie-Projekten engagiert ist, ist das eine Herausforderung: „Das lässt sich nicht immer eins zu eins übertragen“, erklärt sie im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Sie müsse daher die regulatorischen Themen auslegen – und dabei versuchen, die Intention des Regulators bestmöglich zu treffen, erklärt sie.
Als hilfreich empfindet Brokmann den Austausch mit anderen Assetmanagern, um ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln. Gerade bei Artikel-8- oder Artikel-9-Fonds müsse man dabei immer auch neue Auslegungshinweise berücksichtigen, die nur schrittweise kommen. Wie Nachhaltigkeitsaspekte bei Investments im Due-Diligence-Prozess berücksichtigt werden und welche Fragen die Investoren mit Blick auf grüne Investitionen stellen, darüber spricht Brokmann in der neuen Folge von „Nachhaltiges Investieren“. | |||
| Wie aussagekräftig sind ESG-Ratings? | Episode 41 | 17 May 2023 | 00:26:30 | |
ESG-Ratings sollen Investoren Orientierung bieten, doch nicht immer gelingt dies auch. Denn im Gegensatz zu Kreditratings gibt es bei den Nachhaltigkeitseinstufungen große Unterschiede. Das liegt nicht zuletzt an den drei Hauptbereichen Ökologie, Soziales und Governance, sagt Oliver Everling, Geschäftsführer des Unternehmens „Rating Evidence“, der zu Ratingfragen bei Investitions- und Finanzierungsentscheidungen sowie beim Aufbau von Ratingsystemen berät. Die Wertungen in diesen drei Teilbereichen könnten stark variieren. „Das zeigt sich dann mitunter in den Ergebnissen unterschiedlicher Ratingagenturen“, sagt er im Podcast „Nachhaltiges Investieren“.
Letztlich sei ein Rating eine Meinungsäußerung, die Kriterien und Maßstäbe würden nicht zuletzt von kulturellen Faktoren beeinflusst. Anleger sollten sich daher intensiver mit Ratingagenturen befassen, um zu entscheiden, wem sie vertrauen, rät Everling. „Der Anleger delegiert einen Teil der Analysetätigkeit, indem er Ratingagenturen vertraut.“ Welche regulatorischen Anforderungen an ESG-Ratingagenturen er sinnvoll fände und wie Agenturen mit schwacher Datenlage umgehen, erklärt Everling im aktuellen Podcast. | |||
| Kleiner Investor, großer Konzern: Wie aussichtsreich ist aktive Beteiligung? | Episode 76 | 02 Oct 2024 | 00:32:35 | |
Weil er selbst mit den Angeboten für Geldanlage unzufrieden war, gründete Tillmann Lang mit einem Kommilitonen die Plattform Inyova, die sich auf Impact Investing spezialisiert hat. Mit 300 Mill. Franken Assets under Management ist das in Zürich gegründete Unternehmen ein vergleichswese kleiner Marktteilnehmer. „Wir sind nicht Blackrock“, sagt Lang. Ernstgenommen werde man aber trotzdem: „Wir vertreten Kleininvestoren aus dem Streubesitz. Das sind Aktionäre, die kennen die Unternehmen oft gar nicht genau, das ist für die interessant“, beobachtet er.
Bei BMW, Netflix oder der Zurich Versicherung hat Inyova schon auf Veränderungen gedrungen, um die Unternehmen nachhaltiger auszurichten. BMW habe er als „relativ offen“ für ihr Anliegen empfunden, sagt Lang – im Gegensatz zu Netflix. Ihm ist wichtig, den Konzernen mit konstruktiven Vorschlägen zu begegnen. „Wir treten nicht die Tür ein und werfen Farbbeutel.“
Dass nachhaltige Investments zuletzt weniger Rendite erzielt haben, sei für die Anleger „eine starke Probe des Nachhaltigkeitswunsches“, räumt er ein. Nach welchen Kriterien Inyova die investierbaren Unternehmen auswählt, welche Rolle Crowd-Investments für die Finanzierung des Start-ups spielen und was ein Konzertflügel mit der Gründungsgeschichte zu tun hat, erklärt er im Podcast-Gespräch. | |||
| ESG im Private-Equity-Portfolio | Episode 40 | 04 May 2023 | 00:32:56 | |
Finanzinvestoren bewegen große Summen, und auch bei Private Equity wächst der Druck, mehr Transparenz über ESG-Fortschritte zu erhalten. Denn auch die Limited Partners, die in die Fonds investieren, setzen auf das Thema: „Wir sehen immer mehr Interesse von unseren LPs, nicht nur im Fundraising, sondern auch unterjährig als Teil ihres Monitorings“, berichtet Kim Woehl, Head of Sustainability bei Montagu Private Equity, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Dabei nehme auch der Detailgrad der Nachfragen zu.
Montagu selbst ist regelmäßig mit seinen Portfoliounternehmen in Kontakt. Ein jährlicher Report sei ein guter Weg, um zu zeigen, wie man ESG im Investitionslebenszyklus integriere wo es Fortschritte gebe, sagt Woehl. Eine gute Entwicklung der Nachhaltigkeitsfaktoren hilft nicht zuletzt dabei, einen guten Preis beim Exit zu erzielen.
Welche Rolle ESG bei der Due Diligence vor einer Investition spielt und welche Anstrengungen die Private-Equity-Community unternimmt, um die Vergleichbarkeit über verschiedene Fonds hinweg zu erhöhen, berichtet Woehl im aktuellen Podcast. | |||
| Sustainable-Finance-Aktionspläne für Kommunen | Episode 39 | 20 Apr 2023 | 00:29:44 | |
Die Budgets in vielen Kommunen sind knapp, die Verwaltung ist häufig mit Alltagsprobleme schon mehr als ausgelastet – findet man da mit einer Idee wie Sustainable Finance überhaupt Gehör? Markus Duscha, Mitglied im Sustainable Finance Beirat der Bundesregierung und Gründer des Fair Finance Institute, hat die Pilot-Städte Mannheim und München zu Sustainable-Finance-Aktionsplänen beraten.
Die Idee dahinter: die Sustainable-Finance-Bemühungen der EU, die eher Top-down-getrieben sind, durch Ansätze von unten zu ergänzen. „Wir wollten möglichst viele Menschen mitnehmen“, berichtet Duscha in der aktuellen Podcast-Episode von „Nachhaltiges Investieren“. Neben der Verwaltung sollen auch NGOs, Unternehmen und regionale Banken in die Aktionspläne eingebunden werden.
Eine Hürde liegt Duscha zufolge darin, für das Thema Zuständigkeiten zu definieren: Das Thema Sustainable Finance sei als Querschnittsthema für eine Stadt nicht so einfach zu behandeln, hat er festgestellt. „Es würde helfen, wenn politische Initiativen das auch strukturell unterstützen.“ Welche Vorschläge für die Sustainable-Finance-Aktionspläne der beiden Städte bereits auf dem Tisch liegen und wie es nun weitergeht, darüber spricht Markus Duscha im aktuellen Podcast. | |||
| Das lange Warten auf die Sozialtaxonomie | Episode 38 | 06 Apr 2023 | 00:30:37 | |
Während einige Banken erst in den vergangenen Jahren das Thema Nachhaltigkeit für sich entdeckt haben, zählt die Bank für Kirche und Caritas in Paderborn zu den Pionieren in diesem Bereich. Bereits seit rund 20 Jahren arbeitet sie daran, ihre Eigenanlagen und die Bankprodukte mit einer ethisch-nachhaltigen Anlagestrategie zu verknüpfen. Nachhaltigkeit sei „Kernbestandteil der Geschäftstätigkeit“, betont Tommy Piemonte, Leiter des Nachhaltigkeitsresearch bei der Bank für Kirche und Caritas (BKC). Die BKC gehört zum genossenschaftlichen Finanzverbund, ist aber ein Spezialinstitut, dessen Hauptklientel im katholisch-caritativen Sektor zu finden ist.
Neben Umweltaspekten sind für die Bank soziale Themen ganz zentral. Eine Sozialtaxonomie befindet sich allerdings noch im Entwurfsstadium – und bis zu einer finalen Vorlage könnte noch einige Zeit vergehen: So gebe es am Markt bereits Stimmen, die davon ausgehen, dass es in dieser Legislaturperiode wahrscheinlich nicht mehr zu einer Verabschiedung der EU-Sozialtaxonomie kommen werde, berichtet Piemonte. Eine Verabschiedung in der neuen Legislaturperiode fände dann frühestens 2024 statt. „Ich hoffe allerdings, dass es dann recht zügig geht“, sagt Piemonte. Sonst droht im Zweifel ein Ungleichgewicht zwischen Umwelt und Sozialem: Geld könnte vorerst am sozialen Bereich etwas vorbeigelenkt werden und stärker in den Umweltbereich fließen, fürchtet Piemonte.
Die Bank ist mit ihrer langjährigen Erfahrung im ESG-Bereich inzwischen auch als Ratgeber gefragt und international in verschiedene Netzwerke eingebunden. Auch mit Unternehmen steht die BKC regelmäßig in Kontakt. Engagement und der direkte Dialog über Nachhaltigkeitsaspekte seien ein essentieller Part der ethisch-nachhaltigen Anlagestrategie, sagt Piemonte. Wie er darüber von Paderborn aus schon Entscheidungen in Namibia und dem Vatikan mit beeinflusst hat und welche Zielkonflikte zwischen Nachhaltigkeitsleitlinien und Rendite man bei einer ethischen Investmentstrategie mitunter aushalten muss, das berichtet er in der aktuellen Podcast-Episode von „Nachhaltiges Investieren“. | |||
| Do investors care about impact? | Episode 37 | 23 Mar 2023 | 00:26:11 | |
Do investors care about impact? Dieser Frage sind Wissenschaftler der Universität St. Gallen (HSG) systematisch auf den Grund gegangen. Sie wollten herausfinden, ob Investoren bereit sind, für mehr Impact auch mehr zu bezahlen. Die Ergebnisse zeigen jedoch: Zwar bevorzugt die Mehrzahl bei ihrer Entscheidung ein nachhaltiges Produkt und nimmt dafür auch Preisaufschläge in Kauf. Wie stark der Nachhaltigkeitseffekt ist, macht jedoch für die Anleger dann keinen großen Unterschied mehr. „Den Leuten ist Impact wahnsinnig wichtig, aber auf einer emotionalen Basis“, sagt Julian Kölbel, Assistenzprofessor an der Universität St. Gallen, im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Die Herangehensweise sei emotional, nicht kalkulativ. Dies sei nichts grundsätzlich Schlechtes, meint er. Aber es sei wichtig, dass diese Emotionen auch in sinnvolle Produkte übersetzt würden.
Ein Risiko bestehe darin, dass Anbieter Produkte gezielt so gestalten könnten, dass sie den Investoren ein gutes Gefühl bescheren, auch wenn sie dabei kaum Impact erzeugen. Wer nicht in eine solche Falle tappen möchte, kommt um etwas Recherche nicht umhin, sagt Kölbel. So müsse man die gesamte Produktpalette in den Blick nehmen und sich die Abstufungen klarmachen. Wie die wissenschaftliche Beschäftigung mit nachhaltigen Geldanlagen seine eigene Sicht auf Investitionsentscheidungen verändert hat und was er sich an regulatorischen Rahmenbedingungen wünscht, das verrät Kölbel in der aktuellen Episode von „Nachhaltiges Investieren“. | |||
| Wie man Nachhaltigkeitsrisiken im Kreditportfolio aufspürt | Episode 36 | 09 Mar 2023 | 00:30:06 | |
Risikomanagement ist für Banken eine zentrale Aufgabe, und dabei rücken ESG-Risiken zunehmend in den Fokus – bis hin zu der Frage, mit welchen Kunden man im Kreditgeschäft überhaupt noch zusammenarbeitet. Ein wichtiger Treiber ist die Regulatorik: In der 6. MA-Risk-Novelle kam ESG nicht einmal vor. Im Konsultationspapier zur 7. Novelle, deren Veröffentlichung zeitnah erwartet wird, taucht der Begriff dagegen 47 Mal auf. „Das ist für die Banken ein ganz zentraler Treiber: Die Aufsicht möchte verbindlich, dass die themen ESG-Risiken und Nachhaltigkeit Anklang finden“, erklärt Patrick Jackes im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Jackes ist Projektleiter für den ESG-Risiko-Score im Bereich Prozessmanagement bei dem IT-Dienstleister Parc IT und berät Banken zur Messbarkeit von Nachhaltigkeitsrisiken.
Die ESG-Risiken zu identifizieren bedeutet allerdings viel Aufwand für Banken und Kunden. Denn viele Einschätzungen beruhen auf qualitativen Angaben, die manuell ausgewertet werden müssen. Es ist daher nicht gesagt, dass alle Banken zu einheitlichen Einschätzungen kommen. „Man setzt auf der grünen Wiese auf“, sagt Jackes. Die Banken müssen derzeit in einem Bottom-up-Ansatz erarbeiten, welche Faktoren die Nachhaltigkeitsrisiken im Kreditportfolio beeinflussen – und was dies wiederum für das Geschäftsmodell der Bank bedeutet. „Und das kann von Bankengruppe zu Bankengruppe unterschiedlich sein.“ Welche Faktoren in die Risiko-Scores einfließen und welche Perspektive es gibt, ein Nachhaltigkeitsrating mit den klassischen Kreditratings zusammenzuführen, erklärt Jackes im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“. | |||
| Nachhaltige Finanzierung ist auch Mittelstandsthema | Episode 35 | 23 Feb 2023 | 00:23:56 | |
Bei hochvolumigen syndizierten Finanzierungen großer Unternehmen ist es mittlerweile üblich, ESG-Kriterien zu berücksichtigen. Bei kleineren Unternehmen sei dieses Bild zwar gemischter, aber auch hier nehmen die Einbindung von ESG-Komponenten zu: „Es gibt einige Mittelständler, die da sehr, sehr weit sind“, berichtet Katlen Blöcker, Partnerin Banking und Finance bei der Kanzlei Hogan Lovells im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“.
Die Juristin stellt im Podcast unterschiedliche nachhaltige Finanzierungsformate vor. Green Loans etwa eigneten sich bei Finanzierungen, bei denen eine Tranche vollständig für einen bestimmten Verwendungszweck bestimmt seien, beispielsweise die energieeffiziente Sanierung einer Werkshalle. Alternativ dazu würden auch Sustainability Linked Loans genutzt, sei es orientiert an ESG-Ratings oder an vereinbarten Schlüsselindikatoren (Key Performance Indicators), mit denen etwa der Schadstoffausstoß messbar reduziert werde. | |||
| Wie Lieferkettenfinanzierung grüner wird | Episode 34 | 09 Feb 2023 | 00:24:40 | |
Bei Krediten und Anleihen sind nachhaltige Komponenten in der Finanzierung schon fast an der Tagesordnung, und auch in der Lieferkettenfinanzierung gewinnen Umweltaspekte immer mehr an Bedeutung. Wie die Programme ausgestaltet sind und welche Kennzahlen im Fokus stehen, ist allerdings sehr unterschiedlich, erklärt Marion Reuter, Regional Head of Transaction Banking Sales Europe bei Standard Chartered. Denn sämtliche Zulieferer vom Ein-Personen-Betrieb bis zum großen Mittelständler in ein Programm zu pressen, ist schwierig.
Regelmäßig werden Handelsfinanzierungen auch als normale Variante begonnen und eine Nachhaltigkeitskomponente dann später ergänzt, berichtet Reuter. „Oft ist es ein Zeitfaktor“, sagt sie. Wie regelmäßig die Kennzahlen für eine grüne Lieferkettenfinanzierung überprüft werden, welche Branchen sich mit Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette bereits besonders intensiv befassen und welche Folgen das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz für die Beschäftigung mit dem Thema hat, das berichtet Reuter im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“. | |||
| War 2022 ein „schwarzes Jahr“ für die Nachhaltigkeit? | Episode 33 | 26 Jan 2023 | 00:27:39 | |
Das Jahr 2022 haben manche schon als „schwarzes Jahr“ für Nachhaltigkeit abgehakt. Doch ist dieser Eindruck berechtigt? Wer auf die Rendite nachhaltiger Anleihen sowie die Ergebnisse politischer Großereignisse wie der Weltklimakonferenz COP27 schaut, könnte zu diesem Schluss kommen.
„Auch ich war enttäuscht von den Ergebnissen der Klimakonferenz“, sagt Henrik Pontzen, Abteilungsleiter ESG im Portfoliomanagement bei Union Investment. Doch massive Investitionsprogramme in den USA und Europa machen ihm Hoffnung.
Zwar hätten der Kriegsausbruch und im weiteren Jahresverlauf die Zinswende die Märkte unter Druck gesetzt, doch dadurch könne auch ein positiver Effekt entstehen: „Der Druck hat dazu geführt, dass Investitionen umfassender und schneller getätigt werden.“ Jedoch könne die Transformation zu einer klimafreundlichen Wirtschaft nicht allein durch Ausschlüsse gelingen – gerade Unternehmen, die noch ein Stück des Weges vor sich hätten, bräuchten Unterstützung, findet Pontzen.
Welche Rolle die Finanzbranche aus seiner Sicht beim Wandel zu mehr Nachhaltigkeit einnimmt, was er von der wachsenden Zahl an ESG-Labels hält und warum „Je strenger, desto besser“ im Nachhaltigkeitskontext aus seiner Sicht nicht immer der richtige Ansatz ist, das verrät Pontzen im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“. | |||
| ESG in der digitalen Vermögensverwaltung | Episode 32 | 12 Jan 2023 | 00:30:06 | |
Immer mehr Anbieter setzen auch in der digitalen Vermögensverwaltung auf Nachhaltigkeitsaspekte. Einer der jüngsten Neuzugänge ist das im Herbst 2022 lancierte Angebot „Willbe“ der Liechtensteinischen Landesbank. Mensch und Maschine arbeiten dabei zusammen: Zwar könne Technologie inzwischen sehr gut ein Portfolio zusammenstellen, für fundamentale Analysen sei aber nach wie vor ein Mensch gefragt, findet LLB-CEO Gabriel Brenna.
Die rein digitale Vermarktung eines Produkts ist auch für die LLB ein Lerneffekt, räumt Brenna ein. Das Thema Nachhaltigkeit dagegen hat inzwischen in der Geldanlage seinen festen Platz, bei institutionellen Kunden sei es Bestandteil jedes Gesprächs. „Bei den Privatkunden ist es unterschiedlich“, beobachtet Brenna. Dort gehe der Wissenstand noch weiter auseinander.
Die Liechtensteinische Landesbank will selbst bis 2040 klimaneutral werden, Energieverbrauch und Reiseverhalten sind bereits in den Fokus gerückt. Brenna sagt aber auch: „Eine Bank ist nicht die große CO2-Schleuder.“ Der deutlich größere Hebel liege auf der Kundenseite, wo nachhaltigere Produkte mehr Impact erzeugen könnten. Wie lange es gedauert hat, einen Algorithmus für die digitale Vermögensverwaltung so zu programmieren, dass er neben Risiko und Rendite auch Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigen kann und wie gut die Datenlage dafür ist, das verrät Brenna im aktuellen Podcast „Nachhaltiges Investieren“. | |||
| Mit Crowdinvesting den Klimawandel bekämpfen | Episode 31 | 15 Dec 2022 | 00:26:04 | |
Ausgezogen, um mit Crowdinvesting den Klimawandel zu bekämpfen: Das Scale-up-Unternehmen ecoligo sammelt mit einem Schwarmfinanzierungsansatz Geld von Privatanlegern ein, finanziert damit Solarprojekte in Vietnam, Kenia oder Costa Rica und will so Rendite für die Anleger erzielen sowie den Planeten retten. Wie sieht dieses Modell im Einzelnen aus? Welche Anforderungen werden an die Gewerbeindustriekunden in Sachen Nachhaltigkeit gestellt? Was bedeutet das bankaufsichtlich? Und wie sehen die Konditionen für die Anleger aus? Diese und andere Fragen beantwortet ecoligo-Mitgründer und CFO Markus Schwaninger in der aktuellen Episode von „Nachhaltiges Investieren“.
Dabei spricht er unter anderem über den Track Record von ecoligo, was Kreditausfälle angeht, erklärt welche Branchen als Kunden ausgeschlossen werden und warum – und er erläutert auch, wie das Unternehmen die eigenen Risiken minimiert. | |||
| Was auf Fonds mit „grünen“ Namen zukommt | Episode 75 | 19 Sep 2024 | 00:31:20 | |
Eine neue ESMA-Leitlinie soll künftig die Namensgebung von Fonds mit Fakten unterlegen – wer Begriffe wie Umwelt, Sozial oder Impact verwendet, muss bestimmte Vorgaben erfüllen. „Aus meiner Sicht ist die Leitlinie ein Meilenstein“, sagt Daniel Sailer, Head of Sustainable Investment Office bei Metzler Asset Management, im Podcast Nachhaltiges Investieren. Die Zahl der betroffenen Fonds ist hoch: Über 60% des Fondsmarkts in Europa sind Sailer zufolge bereits als Artikel 8 oder Artikel 9 klassifiziert, davon tragen etwa 16% einen Nachhaltigkeitsnamenszusatz. „Das sind 16% von 6 Billionen Fonds.“
Anleger könnten die „grünen“ Fonds dank der Richtlinie künftig transparenter vergleichen und sicherstellen, dass ihre Anlagepräferenzen wirklich berücksichtigt sind. Doch auf die Anbieter kommt nun Arbeit zu. Die Übergangsfrist für die Anpassung auf die ESMA-Leitlinie endet im Mai 2025. Für Unternehmen mit Nachhaltigkeitsbezug im Namen greifen künftig bestimmte Benchmarks und klimaspezifische Grenzwerte. Sailer rechnet damit, dass es auch Fälle geben wird, in denen die Fonds den Umwelt-Bezug im Namen lieber streichen werden als sich daran anzupassen.
Außerdem erwartet Sailer, dass es eine große Zahl an Transitionsfonds geben wird. Diese aufzunehmen, sei ein „absoluter Wunsch von vielen Marktteilnehmern“ gewesen, berichtet er. Mitunter müsse man dorthin gehen, „wo es dreckig ist, um sauber zu machen“. Dies ermögliche der Transitionsrahmen. Allerdings muss auch dieser Transitionspfad messbar gemacht werden. Wie das aussehen kann und wie Metzler Asset Management sich selbst in den nächsten Monaten auf die ESMA-Leitlinie vorbereitet, erklärt Sailer im Podcast. | |||
| Warum Mikrofinanz allein keine Lösung ist | Episode 30 | 01 Dec 2022 | 00:23:51 | |
In rund 40 Ländern ist Günther Kastner, geschäftsführender Gesellschafter und CIO bei Impact Asset Management, mit einem Mikrofinanzfonds aktiv. An diesem Markt bewegt er sich seit 2006. Bis zu einem Jahr dauert es, bis ein neues Institut in einem neuen Markt an Bord ist, berichtet Kastner.
Ein Großteil seiner Arbeit entfalle auf Recherchen und Analysen, um mögliche Kooperationspartner zu identifizieren, erklärt er. Sein Fonds gibt Gelder an lokale Finanzinstitute, die dann ihrerseits Mikrokredite ausreichen. Aus einem Markt von Tausenden Mikrofinanzinstituten gelte es diejenigen herauszufiltern, die wirklich in unternehmerische Projekte investieren. „Man braucht Menschen, die bereits wirtschaftlich aktiv sind“, sagt Kastner. Diese könnten profitieren, wenn sie mit zusätzlichen Mitteln ihr Geschäft ausbauen können. Aber auch Politik und lokale Förderinstitute müssten dafür sorgen, dass sich das wirtschaftliche Umfeld verbessert. „Mikrofinanz allein ist keine Lösung“, stellt Kastner klar.
Wie sich die Gewichtung von Impact und Rendite auf Investorenseite seit dem Start des Fonds verändert hat und auf welches Projekt er besonders stolz ist, berichtet Kastner in der aktuellen Episode des Podcast „Nachhaltiges Investieren“, die es ab heute auf allen gängigen Podcast-Plattformen gibt. | |||
| Das Rohstoffdilemma bei der Grünen Transformation | Episode 29 | 17 Nov 2022 | 00:27:56 | |
Der Abbau von Rohstoffen gilt nicht gerade als umweltfreundlich. Doch viele Bereiche der Wirtschaft brauchen Rohstoffe wie Lithium oder Graphit, um ihre Transformation zu bewältigen – von der Herstellung von Windparks und Solaranlagen bis hin zur Fertigung von Komponenten für Elektroautos. Rohstoffproduzenten sind daher ein wesentlicher Faktor auf dem Weg zur Klimaneutralität, sagt Tilmann Galler, Globaler Marktstratege bei J.P. Morgan Asset Management. Das zentrale Dilemma dabei: „Sie sind gleichzeitig ein Teil der Lösung, aber auch ein Teil des Problems.“
Er hält es für wichtig, die Bedingungen beim Rohstoffabbau zu verbessern. Dabei sieht er auch die Investmentbranche in der Pflicht. Für Geldgeber ist die Rohstoffbranche wegen der hohen Nachfrage attraktiv, auch wenn sie mit Blick auf ESG-Faktoren problematisch sein kann. Wie dieser Spagat zu schaffen ist, welchen Beitrag Asset Manager und Investoren Gallers Meinung nach jetzt schon zur Transformation leisten können und wie offen Minenbetreiber und Rohstoffkonzerne für ESG-Themen sind, verrät er in der aktuellen Episode von Nachhaltiges Investieren. | |||
| Wie viel Impact erzeugen kleine Fonds? | Episode 28 | 03 Nov 2022 | 00:27:22 | |
Seit Juli 2021 war Felix Eisel mit f3x Capital am Markt unterwegs, mit zuletzt 8 Mill. Euro Assets under Management war er ein kleiner Spieler. Nun wickelt er den Fonds ab – nicht zuletzt, weil die regulatorischen Anforderungen im ESG-Bereich mit hohen Kosten verbunden sind. Das Problem trifft viele Boutiquen. „Es gibt eine Konzentration in der Asset-Management-Industrie“, sagt Eisel. Vielfalt werde reduziert – wobei man sich auch fragen müsse, wie groß der Kundennutzen einer solchen Vielfalt sei.
Als kleiner Fonds habe man ohnehin nur wenig Möglichkeit, Impact zu erzeugen, bedauert Eisel. Er sieht großes Potenzial in der Private-Equity-Industrie, die direkter auf Unternehmen einwirken könne. Wie er den Ansatz der Best Owner Group in der Automotive-Industrie bewertet und welche Erkenntnisse er aus der Lektüre von Offenlegungsverordnung und Taxonomie-Verordnung gezogen hat, das verrät Felix Eisel im aktuellen Podcast, zu hören donnerstags ab 7 Uhr auf allen gängigen Podcast-Plattformen. | |||
| Als ESG-Themen noch exotisch waren | Episode 27 | 20 Oct 2022 | 00:27:32 | |
Kurz vor der Finanzkrise stieg Henning Padberg bei Nordea in Kopenhagen an und übernahm dort einen Umweltfonds – der zunächst ein sehr stilles Dasein fristete. „Es gab kein Interesse, nicht einmal intern“, erinnert sich der Portfoliomanager im Gespräch mit dem Podcast „Nachhaltiges Investieren“. Während der Finanzkrise mussten sie kämpfen, damit der Bereich nicht zum Streichkandidaten wurde. Die Ausdauer hat sich gelohnt: Mittlerweile ist der Fonds rund 10 Mrd. Euro schwer.
Die Krise hat ihn viele wichtige Lektionen zum Thema Risikomanagement gelehrt, sagt Padberg rückblickend. Er will in Lösungen investieren. „Was wirtschaftlich Sinn macht, setzt sich durch“, ist er überzeugt. Auch privat beschäftigt Padberg sich mit Nachhaltigkeit: Gemeinsam mit seiner Frau baut er Obst Gemüse an und züchtet Blumen. Wann man ihn auf dem Feld findet und wie er auf die aktuelle Schwächephase am Markt blickt, verrät Henning Padberg im aktuellen Podcast, zu hören donnerstags ab 7 Uhr auf allen gängigen Podcast-Plattformen. | |||
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