Viel wurde schon über Heavy Metal geredet - und dennoch nicht genug: Der Metal-Podcast BLECH stellt endlich die großen Fragen an Musik und Subkultur. Wir sind Martina und Justus und wir reden BLECH als Teil des Metal1.info-Universums.
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BLECH Folge 61: Future World – Metal-Zukunftsvisionen
Episode 61
Thursday, September 3, 2026 • Duration 01:00:09
Wie wird Metal in zehn Jahren aussehen? In 20 Jahren? Oder in 50? Gibt es dann überhaupt noch eine Szene, wie wir sie heute kennen? Wir wagen den Blick in die Glaskugel.
Neben der weltbewegenden Frage, ob “Future World” von Helloween oder von den Pretty Maids der bessere Song ist, geht es um mögliche Zukunftsszenarien für Konzerte, Ticketpreise, Mainstreamisierung, den Einfluss von KI und vieles mehr.
Was passiert, wenn die stilprägende 80er-Generation das Zeitliche segnet? Wie lange läuft das noch mit den Retro-Trends und Reunions? Ist in Sachen Extreme schon alles gesagt? Wie können Festivals der Klimakrise trotzen? Werden überhaupt noch neue Genres oder Subgenres erfunden? Und wird die Szene den gesellschaftlichen Rechtsruck überwinden können?
Wir versuchen uns sowohl die Cyberpunk-Dystopie als auch eine utopische Solarpunk-Zukunft mit Solarstrom und Gitarren aus Pilzholz auszumalen, spekulieren über Guitar-Cams mit der Creep-Brille, immersive Erlebniswelten, Barbie Metal und den Motörbot.
Außerdem erzählt Martina von ihrer Begegnung mit einem Roboterhund und spekuliert über 80er-Ästhetik als baudrillardsches Simulacrum, während Justus Ghosts “The Future is a Foreign Land” auf seine Playlist packt und überlegt, wie viele Besetzungswechsel es braucht, bis Iron Maiden zum Schiff des Theseus werden.
BLECH Folge 60: Metal und Nostalgie – war früher alles besser?
Episode 60
Thursday, August 6, 2026 • Duration 55:54
Wenn man sich die Jubiläums-Touren und die seit 30 Jahren gleichen Headliner auf den großen Festivals anguckt, kommt uns der Gedanke: Ist Metal eine Subkultur mit eingebauter Nostalgiemaschine?
Nach 60 Folgen BLECH fragen wir uns also, ob früher alles besser war. Oder sind wir einfach unfähig, Musik jemals wieder so abzufeiern wie in unserer Teenagerzeit oder unseren Zwanzigern?
Wir klären, wo der Begriff der Nostalgie eigentlich herkommt (Achtung, Barock-Exkurs!), worin der Unterschied zu Sentimentalität besteht und warum Nostalgie nicht immer etwas Schlechtes sein muss.
Nicht nur im Metal, auch überall sonst in der Popkultur begegnen uns Remakes, Reboots und Reunions – als Marketing-Tool für die eingebaute Zielgruppe. Und während anderswo die 50er Jahre, die Y2K-Ära oder die Ostalgie gefeiert werden, kennt Metal vor allem ein großes Goldenes Zeitalter: die 80er Jahre. Wir diskutieren, was die Dekade so besonders macht und ob es nicht auch Dinge gibt, die in der Szene heute besser laufen.
Wie verhält es sich mit Nostalgie in anderen Musikrichtungen? Warum gibt es bei aller Rückwärtsgewandtheit so wenig Metalsongs, in denen die Vergangenheit lyrisch verklärt wird? Und sind die ersten drei Alben und die Vorkriegsdemos immer das Beste, was eine Band je gemacht hat?
Ihr erfahrt außerdem, warum Martina beim Geschmack von Vanilla Coke an Manowar denken muss und warum Justus den Geruch von Regen auf warmem Asphalt hasst. Und dann geht es noch um Freibadpommes, Los Wochos, Coke and Burger bei Johnny Cash und Kai Hansen, der heimlich auf dem Judas-Priest-Konzert raucht.
BLECH Folge 59: Metal und Kinder – mit Christof Leim aka Riffi Raffi von Heavysaurus
Episode 59
Thursday, July 9, 2026 • Duration 01:03:03
Metal für Kinder? In Dinokostümen? Vor ein paar Jahren hätte man das noch belächelt. Heute spielen Heavysaurus auf der großen Wacken-Bühne und werden auch vom erwachsenen Publikum abgefeiert. Zeit für einen Schnack mit Christof Leim, dem “besten Freund” von Gitarren-Drache Riffi Raffi. Wir sprechen über die besonderen logistischen und textlichen Herausforderungen, harte Gitarrenmusik für das ganz kleine Publikum zu machen, aber auch über Kinder im Metal und in der Metalszene allgemein.
Was unterscheidet das in Finnland entstandene Dino-Projekt Heavysaurus von einer traditionellen Band? Wie entsteht das Songmaterial? Welche Botschaften wollen Heavysaurus den Kindern vermitteln? Ist das alles nur Kommerz, wenn man Kindern im Handyzeitalter die Liebe zur Livemusik vermittelt? Wie performt man im Dino-Kostüm bei Hitze und wie fühlt es sich an, mit so einem Projekt plötzlich vor Zehntausenden auf den größten Festivalbühnen zu performen?
Abseits vom Heavysaurus-Kosmos diskutieren wir, was genau Kinder an Heavy Metal anspricht und ob sie die Musik überhaupt als rebellisch verstehen. Über welche Einflugschneisen versuchen Eltern ihren Nachwuchs zu „metallisieren”? Welche anderen Bands mit Kinderpublikum gibt es noch? Ist Metal mit seiner „Never grow up, never grow old“-Attitüde nicht in sich ziemlich kindisch – und ist das nicht sogar gut so?
Außerdem verrät Christof, auf welche Paläontologiefehler Heavysaurus von ihrem Publikum (und von Justus!) hingewiesen wurden, warum neben den vier Dinos auch ein Drache in der Band ist und was sich Riffi Raffi von James Hetfield abgeguckt hat. Und schließlich geht es noch darum, welches Tier Punkrock wäre, was für Dinosaurier-Storys sich Martina mit sechs Jahren ausgedacht hat, und welche Rolf-Zuckowski-Songs uns fürs Leben geprägt haben.
BLECH Folge 58: Metal, Tiere, Sensationen
Episode 58
Thursday, June 4, 2026 • Duration 56:57
Welche Rolle spielt Tiersymbolk im Metal? In dieser Folge BLECH nehmen wir euch mit auf unsere persönliche Expedition ins Tierreich – denn zwischen “Eagle Fly Free”, “Of Wolf and Man”, "Blashyrkh Mighty Ravendark” und all den Albumcovern mit Wölfen, Löwen, Drachen, und Ziegenböcken kreucht und fleucht es in der Metalszene mehr, als man auf den ersten Blick denken mag.
Warum tauchen immer wieder die gleichen Tiere auf Metal-Covern und in Lyrics auf? Welche Symbolik und kultureller Kontext steckt dahinter? Wie verhält es sich mit der Tierliebe unter Metal-Musikern zwischen veganem Aktivismus, Jagd als Hobby und Fledermaus-Kopfabbeißen? Sind Metalfans eher Hunde- oder Katzenmenschen? Und wie reagieren Tiere eigentlich, wenn man ihnen Metal vorspielt?
Auf unserer Genre-Safari nerden wir über Heraldik, Mythologie und christliche Ikonografie, begegnen 80er-Jahre-Sextieren, satanischen Ziegenböcken und heidnischen Hirschen und finden heraus, was passiert, wenn man Marienkäfern 18 Stunden lang AC/DC vorspielt.
Außerdem geht es um Rob Halfords Katzen-T-Shirts, die korrekte Ausführung eines Blutadlers, Meerschweinchen-Metal und die Frage, warum so viele NWOBHM-Bands Tiernamen haben.
BLECH Folge 57: Gimmick-Bands im Metal – was soll das eigentlich?
Episode 57
Thursday, May 7, 2026 • Duration 01:00:05
Gimmick-Bands wie Ghost, Powerwolf, Sleep Token, Wind Rose, Gloryhammer, Kanonenfieber & Co. stehen wie wohl kaum etwas anderes für die Social-Media-Verwertung unserer Subkultur. Zeit, sich dem Phänomen, das wir schon oft am Rande gestreift haben, mit einem Deep Dive zu widmen, inspiriert von der “Kostümfieber”-Kolumne unseres Metal1.info-Kollegen Moritz. Wir versuchen nicht zu lästern – versprochen!
Was meinen wir eigentlich, wenn wir von einer Band mit Gimmick sprechen? Was ist der Unterschied zu Image, Konzept und Markenzeichen? Ist das alles nur Marketing und Content für Social Media? Oder liegen die Wurzeln des Trends viel tiefer?
Auf der Suche nach den Ursprüngen des Gimmick-Wahn holt Martina ihr 90er-Jahre-Wrestling-Halbwissen heraus und buddelt sich ins Rabbit Hole der Novelty Songs, während Justus der KISS-Story frönt und das Goldene Zeitalter der Gimmicks im Eurodance verortet.
Nutzt sich ein starres Konzept nicht irgendwann ab? In welchen Fällen hat die Musik auch ohne das Gimmick Bestand? Was ist mit plakativen Ästhetiken – ist Corpsepaint auch ein Gimmick? Wir sprechen nicht nur über die Bands auf den großen Bühnen, sondern diskutieren auch Acts wie Perchta, Castle Rat, Cult of Fire, Witch Club Satan oder Antrisch.
Und dann geht es noch um die Scorpions-Pyramide, binomische Formeln, Landsknecht-Metal, die Pipeline von GWAR über Lordi zu Heavysaurus und die Frage, ob Iron Maiden, wenn sie sich heute gründen würden, nicht auch als gimmicky bezeichnet würden. Außerdem verraten wir, welche Gimmick-Bands wir persönlich eigentlich gar nicht so doof finden.
BLECH Folge 56: Metal und Folk – mit Rafi von Eluveitie
Episode 56
Thursday, April 9, 2026 • Duration 01:03:50
Harte Gitarren und traditionelle Folkinstrumente – wie passt das eigentlich zusammen? Und warum finden das alle so toll? Zusammen mit unserem Gast Rafael Fella – seit 2012 Gitarrist bei Eluveitie – nehmen wir in dieser Folge BLECH den Folk Metal unter die Lupe.
In unserem Genre-Deep-Dive berichtet Rafi aus der Musikerperspektive, wie sich Metal-Instrumente mit Geige, Flöte, Dudelsack und Co. vereinen lassen. Er erzählt von seinen musikalischen Wurzeln und gibt Einblicke, wie Songs bei Eluveitie entstehen und wie man so viele Musiker*innen und Instrumente im Studio und auf der Bühne organisiert. Wir sprechen über Gitarrentunings, Growling-Referenzen und die Herausforderung, aus dem begrenzten Inventar von Folk-Tunes immer wieder Neues zu erschaffen.
Wie entstand der Folk Metal? Welche Metal-Genres fusionieren am häufigsten mit Folk? Und wie wandelte sich das Ganze von seinen politisch-sozialkritischen Anfängen in Richtung Trinkhorn-Eskapismus? Zwischen amerikanischer Folk-Tradition, irischer Pubkultur und Schweizer Ländlermusik diskutieren wir, was an traditionellen Melodien und Instrumenten heute noch fasziniert, welche emotionalen Bedürfnisse Folk-Musik erfüllen könnte und warum Folk-Metal so viel mehr als nur Sauflieder und Lai-Lai-Lai-Refrains ist.
BLECH Folge 55: Wie peinlich ist Metal? (Und wie cool?)
Episode 55
Thursday, March 5, 2026 • Duration 01:00:25
Na, wer von euch ist schon mal auf einem Konzert oder beim Plattenhören zusammengezuckt, weil etwas so richtig peinlich war? In dieser Folge BLECH geht es um Cringe und Coolness – und zwar in der Eigen- und in der Fremdwahrnehmung der Szene.
Ist es cringe, Metalfan zu sein? Gelten im Metal andere Dinge als cool als im Mainstream? Welche Stilrichtungen, Bands oder Looks finden wir in der Szene so richtig peinlich? Und wieso gibt es eigentlich so viele metallische Selbstparodien? Schämt sich der Metal hier etwa für sich selbst?
Martina beschäftigt sich mit der Kulturgeschichte der Coolness, Justus hat sich damit auseinandergesetzt, was es über den Zeitgeist jüngerer Generationen aussagt, dass "cringe" so omnipräsent ist. Gemeinsam finden wir heraus, was Metal als Genre und Szene vielleicht ganz anders macht als die Massenkultur und teilen unsere gnadenlos subjektiven Einschätzungen: Schwarz-weiß-Ästhetik, Fusselbärte, Pathos-Balladen, Uralt-Bandshirts, Party Power Metal, knappe Ansagen, Kronkorken auf der Kutte, der D-Beat, Christopher Lee, Alan Averill oder Ihsahn – was davon finden wir cool? Und was ganz doll cringe?
Außerdem geht es um die unsichtbare Orange, Headbangen in der Kirche, die Erfindung der Bürokutte und die Frage, ob das Didgeridoo das Growling unter den Musikinstrumenten ist.
BLECH Folge 54: Metalbands und radikale Stilwechsel
Episode 54
Thursday, February 5, 2026 • Duration 56:46
Stellt euch vor, ihr habt 'ne Metalband, spielt eine Weile euren Stiefel – und dann macht ihr einfach mal was völlig anderes. WAS? Skandal! Das könnt ihr doch nicht bringen! Und ob: Für diese Folge BLECH haben wir die wichtigsten Kapellen herausgesucht, die im Laufe ihrer Karriere radikal an ihrem Sound geschraubt haben. Und natürlich fragen wir uns, welche Gründe das haben kann, dass eine Band sich weit von ihren Wurzeln entfernt.
Warum wird aus frostigem Black Metal auf einmal atmosphärische Avantgarde, krachender Death Metal verwandelt sich in filigranen Progrock oder kreischender Speed Metal macht Platz für dramatische Musical-Sounds? Ist das einfach der Zeitgeist der 90er Jahre? Was ist mit Besetzungswechseln und neuen Einflüssen? Und spielen manchmal sogar kommerzielle Gründe eine Rolle?
Wir haben viel gelernt bei der Recherche: Justus ist völlig aus dem Häuschen, wie ein Fan auf ein neues Album von Opeth reagierte, während Martina die wilden Stilfindungsphasen von Pantera, Anthrax oder Sepultura seziert. Und auch Baby-Darkthrone-Fotos sowie die Wollmütze von Kristoffer Rygg dürfen nicht unerwähnt bleiben.
BLECH Folge 53: Kultfiguren und Personenkult im Metal
Episode 53
Thursday, January 8, 2026 • Duration 01:00:23
Starkult? So wie um Taylor Swift oder Cristiano Ronaldo? Kann uns im Metal nicht passieren, oder? Aber hallo! Passend zum zehnjährigen Todestag von Lemmy Kilmister widmet sich diese Folge BLECH der kultischen Verehrung mancher Metal-Ikonen. Denn wenn Fans sich Altäre bauen oder Gesichter tätowieren lassen, ist ein fast schon religiöses Level erreicht.
Wir gehen der Frage auf den Grund, warum "Personenkult" einerseits negativ behaftet ist, aber eigentlich kaum ein Musikfan drum herum kommt. Gar nicht so leicht zu sagen ist, wer eigentlich "kult" im Metal ist: Welche Figuren haben es geschafft, wer bleibt trotz Erfolg un-kultig? Braucht es immer Tod, Selbstzerstörung und die Mitgliedschaft im Club 27, um zur Kultfigur zu werden? Und was ist eigentlich mit maskierten Bands und Musiker*innen, die behaupten, sie wollen sich dem Personenkult entziehen?
Bei den zuweilen bizarren Ausprägungen von Metal-Personenkult stolpern wir über Insta-Fanpages und Funko-Pop-Figuren, über Wallfahrtsorte und Reliquien, "Kvlt"-Memes und 90er-Jahre-Talkshow-Auftritte. Außerdem geht es um die sehr große Floor Jansen, Gaahl und die Kult-Satan-Pause, Lippenstift am Grab von Oscar Wilde und die Frage, ob wir gerne selbst Kultfiguren wären.
BLECH Folge 52: Wie wurde der Metal extrem? Mit Tom G. Warrior
Episode 52
Thursday, December 4, 2025 • Duration 01:02:37
Was ist da eigentlich passiert, als der Heavy Metal seine Grenzen gesprengt hat und innerhalb weniger intensiver Jahre Anfang bis Mitte der 80er so ziemlich alle extremen Metal-Genres auf einmal entstanden? Für unsere "BLECH History"-Folge freuen wir uns über einen besonderen Gast – Tom G. Warrior von Hellhammer, Celtic Frost und Triptykon, der diese Zeit entscheidend mitgeprägt hat.
Wir fragen uns: Was macht extreme Musik aus? Ist das nur Härte? Wie funktioniert extremer Sound in anderen Genres? Welches innere Ziel verfolgt eine Band eigentlich damit, wenn sie Grenzen auslotet und immer noch einen Schritt weiter gehen will? Ist Provokation das gleiche wie "Extremität"? Und ist so etwas heute überhaupt noch möglich, in einer Zeit, in der extreme Musik normal teilweise sogar Mainstream geworden ist?
Tom berichtet aus der Anfangszeit mit Hellhammer und Celtic Frost, seiner Jugend auf dem Schweizer Dorf, von der Freundschaft mit Martin Eric Ain und davon, wie harte Musik auch ein Schutzraum sein kann. Wir sprechen über die ersten internationalen Schritte, den Austausch mit anderen Bands, seine musikalischen und künstlerischen Einflüsse – von Motörhead über Metallica bis Punk und Wave –, aber auch über die innere Einstellung und die Frage, ob extreme Musik immer aus Leid geboren wird.
Außerdem geht es darum, wie man sich das Growlen selbst beibringt, wie sich Tom beim Klassentreffen fühlen würde, ob es bald Hologramm-Black-Metal-gibt und warum Metal vielleicht irgendwann wie Jazz wird.
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