Explore every episode of the podcast Berliner Ensemble Podcast
| Title | Pub. Date | Duration | |
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| Audioeinführung "Mephisto" | 13 oct. 2026 | 00:16:20 | |
Klaus Manns im Exil geschriebener Roman – eine Satire über Opportunismus und den Verrat einst salonfähiger Werte – wurde 1936 sofort verboten. Im Mittelpunkt: Gustaf Gründgens alias Hendrik Höfgen, der berühmte Schauspieler, der im Nationalsozialismus "ein Clown zur Zerstreuung der Mörder" wurde. Frank Castorf konfrontiert uns mit dem Rausch der Macht, der Erotik des Verrats und dem Charme des Untergangs – damals nicht weniger verführerisch als heute. Mehr Informationen und Karten für "Mephisto" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/mephisto Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Schnee von gestern, Schnee von morgen" | 17 sept. 2026 | 00:13:07 | |
Ein Mensch unterwegs, mitten in der Unübersichtlichkeit der Welt, kein fest umrissener Charakter, sondern einer, der sich durch innere wie äußere Landschaften bewegt. Auf der Suche nach einem Du – "oder auch nicht"? Eine Selbstbefragung vielleicht, eine Abschiedsmelodie möglicherweise. Wie erzählt man von der Welt, ohne über sie zu verfügen? Peter Handke hat die Welt stets neu vermessen – mit Sprache und im Widerstand gegen ihre Abnutzung. Auch in seinem neuen Text bleibt er diesem poetischen Forschen treu – vielleicht radikaler, vielleicht zarter denn je, jedoch nicht ohne jenen Humor, jene Selbstironie, mit der er auch seinen eigenen Ernst nonchalant unterläuft. Alles "Schnee von gestern"? Und wenn? Da tanzt einer mit der Sprache, erlaubt sich Abschweifungen und Albernheiten, verliert sich mit voller Absicht – bis der eine, der da unentwegt spricht, zurücktritt, aufbricht, verschwindet und jemand anderes übernimmt. Peter Handke, 2019 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, hat mit Werken wie "Publikumsbeschimpfung" und "Immer noch Sturm" das Theater revolutioniert. Sein jüngster Text wird im Juli bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt – in der Regie von Jossi Wieler, mit Jens Harzer und Marina Galic. Ein "Lied ohne Kehrvers" über das Sehen, Fragen, Ertragen und den Jubel im Moment des Verschwindens. "Oder auch nicht." Mehr Informationen und Karten erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/schnee-von-gestern-schnee-von-morgen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Glücklich die Glücklichen" | 14 sept. 2026 | 00:08:17 | |
Hand aufs Herz: Sind Sie wirklich glücklich? Mit ihrer Ehe? Ihren Liebhabern? Den Menschen, mit denen Sie so tagtäglich ihr Leben verbringen? Und wenn nicht: Würden Sie es zugeben? Yasmina Rezas Roman über das Pariser Bürgertum ist ein präzises, bitterkomisches Panorama der Liebes- und Ehegeschichten, der Sehnsüchte und Gehässigkeiten derer, die stets Erwartungen mit Sehnsüchten verwechseln. Denn was heißt das schon, "glücklich sein"? Mehr Informationen und Karten für "Glücklich die Glücklichen" finden Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/gluecklich-die-gluecklichen Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audiodeskriptive Einführung "Mein Name sei Gantenbein" | 14 sept. 2026 | 00:15:04 | |
"Mein Name sei Gantenbein" von Max Frisch Regie: Oliver Reese Stellen Sie sich vor, Sie lassen alles hinter sich und fangen noch einmal neu an: andere Stadt, anderer Beruf, andere Liebschaft. Stellen Sie sich vor, es wäre an Ihnen, Ihr Leben zu gestalten; Sie selbst würden bestimmen, wie ihr Leben verläuft… Aber Moment: Tun wir das nicht? Wie würden wir denn leben, wenn wir nur anders könnten? Was würden wir tun, wenn wir nur anders wollten? "Mein Name sei Gantenbein" treibt Max Frischs Lebensfrage danach, wer wir sind und wer wir sein könnten, auf die Spitze und gibt der Zweifelhaftigkeit des modernen Menschen eine Stimme. Regisseur und Intendant Oliver Reese hat eine eigene Bearbeitung des letzten großen Frisch-Romans inszeniert – mit Matthias Brandt, der dafür nach 20 Jahren auf die Bühne zurückgekehrt ist. Die audiodeskriptive Einführung zu "Mein Name sei Gantenbein" entstand in Zusammenarbeit mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription. Mehr Informationen zum barrierefreien Besuch am Berliner Ensemble unter https://www.berliner-ensemble.de/barrierefrei-erleben. Mehr Informationen, aktuelle Termine und weitere Hinweise zu Vorstellungen mit Audiodeskription unter https://www.berliner-ensemble.de/audiodeskription. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Das Schloss" | 01 sept. 2026 | 00:08:08 | |
Als der Landvermesser K. im Dorf am Fuße eines Schlosses ankommt, darf er nicht bleiben. Er braucht eine Aufenthaltserlaubnis vom Schloss. Je dringlicher K. versucht, diese Beglaubigung seiner beruflichen wie persönlichen Existenz zu erlangen, desto weiter scheint er sich von seinem Ziel zu entfernen. Was bleibt sind die unnahbaren Dorfbewohner, die Beamten des Schlosses und ein absurdes bürokratisches Regelwerk – ein System, das bestimmt, wer Zugang erhält und wessen Existenz als störend gilt. "Das Schloss oder Wir müssen uns K. als einen glücklichen Menschen vorstellen" der britischen Autor:in Georgia Bruce verbindet Motive aus Franz Kafkas Romanfragment "Das Schloss" mit Albert Camus’ "Der Mythos des Sisyphos" und seinem Bild vom endlosen Kreislauf des Mühsals – erzählt aus der Perspektive eines trans Mannes auf der Suche nach Akzeptanz. Während weltweit trans- und queerfeindliche Gewalt zunimmt und die bloße Existenz queerer Körper infrage gestellt und kriminalisiert wird, widmet sich Jules Head der Sisyphos-Arbeit, die es bedeutet, trans zu sein und der Absurdität der Welt angesichts des einfachen Wunsches, sein zu dürfen. Camus beschreibt Sisyphos als einen Menschen, der inmitten seiner Mühen einen Moment der Freiheit findet. Was bedeutet es, in einer Welt, die verzweifelt nach Vollendung strebt, für immer unvollendet zu bleiben? Was, wenn es gar nicht darum geht, den Felsblock über den Gipfel zu stoßen, Zutritt zum Schloss zu erlangen und im Dorf anerkannt zu werden? Wenn wir uns Sisyphos glücklich vorstellen können – können wir uns dann auch einen trans Mann in Frieden vorstellen? Mehr Informationen und Karten für "Das Schloss oder Wir müssen uns K. als einen glücklichen Menschen vorstellen" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/das-schloss Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Sturm auf Berlin" | 27 mai 2026 | 00:17:24 | |
Im März 1920 steht die junge Weimarer Republik vor einer ihrer größten Herausforderungen. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Inkrafttreten des Versailler Vertrags weigern sich Teile des Militärs, sich aufzulösen. Das Freikorps Marinebrigade Ehrhardt marschiert auf Berlin, um die demokratisch gewählte Regierung zu stürzen. Der sogenannte Kapp-Putsch zwingt die Reichstagsabgeordneten zur Flucht – doch ein landesweiter Generalstreik vereitelt den Staatsstreich. Rund 100 Jahre später, im August 2021, führt eine Bundestagsabgeordnete ehemalige Elite-Soldaten durch den Reichstag. Wollte diese Gruppe das Parlament gewaltsam stürmen? Seit 2024 stehen 25 Angeklagte der sogenannten Gruppe Reuß an drei Standorten vor Gericht – darunter Ex-Soldaten, eine frühere Abgeordnete und Richterin, ein Adliger sowie ein Ex-Polizist. Der dokumentarische Theaterabend untersucht, was geschieht, wenn der Staat von innen, aus Parlament, Justiz, Militär und Polizei angegriffen wird: ein Stück über Rechtsextremismus, Verschwörungserzählungen und die Fragilität der Demokratie. Regisseurin Marie Schwesinger arbeitet an der Schnittstelle von Dokumentartheater und Journalismus. Seit 2021 recherchiert sie zu Rechtsextremismus und begleitete zahlreiche Prozesse als Prozessbeobachterin. "Sturm auf Berlin" stützt sich auf über 1200 Seiten Protokollnotizen, die Schwesinger während der laufenden Verhandlung in Frankfurt anfertigte. Mehr Informationen und Karten für "Sturm auf Berlin" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/sturm-auf-berlin Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Drei Schwestern" | 13 mai 2026 | 00:14:21 | |
In der Welt der drei Schwestern verrinnt die Zeit zwischen Realitätsferne und Sehnsucht nach einer verklärten Vergangenheit. Sie träumen von ihrer Kindheit, als ihr Vater, der General, noch lebte und Europa noch in Ordnung zu sein schien. Olga, die Älteste, opfert sich – mit ständigen Kopfschmerzen – für ihren Beruf als Lehrerin auf, Mascha, die verheiratet ist, sehnt sich nach einer leidenschaftlicheren Liebe und stürzt sich in eine Affäre und Irina, die Jüngste, glaubt, dass nur Arbeit der Schlüssel zu einem besseren Leben ist, schläft aber lieber die Hälfte des Tages. Doch die Dekadenz der Mittelstandslangeweile kann schnell von der gesellschaftlichen Wirklichkeit eingeholt werden: Die Regisseurin Mateja Koležnik versetzt Tschechows vorrevolutionäres Szenario mitten in das Militärgelände, welches im Stück nur im Hintergrund eine Rolle spielt. Die drei Töchter des toten Generals leben im Obergeschoss dieses Militärkomplexes, um sie herum werden rege Kriegsstrategien geplant, eine Privatsphäre haben sie nicht mehr und Birkenwälder existieren nur noch auf Fotografien. Als sich die Parallelwelt trotz allen Verdrängungswillens nicht mehr aufrecht halten lässt, wird Moskau zum Ziel der notwendigen Flucht, ein Sehnsuchtsort ist es längst nicht mehr. Mateja Koležnik zählt zu den renommiertesten Regisseurinnen Sloweniens. Sie erzählt mit psychologischer Präzision und atmosphärischer Schärfe von Rissen zwischen dem Außen- und dem Innenleben der Menschen. Sie inszeniert regelmäßig am Burgtheater Wien und am Berliner Ensemble. 2023 war sie mit ihrer Bochumer Inszenierung "Kinder der Sonne" beim Berliner Theatertreffen eingeladen. Mehr Informationen und Karten für "Drei Schwestern" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/drei-schwestern Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Das Bildnis des Dorian Gray" | 19 mars 2026 | 00:09:36 | |
Wer bin ich, wenn niemand hinsieht? Und wer darf ich sein, wenn alle mich sehen? Dorian Gray ist jung, schön und begehrt. Sein Äußeres öffnet ihm Türen, verschafft ihm Anerkennung, schützt ihn. Was dieses Bild stört – Schuld, Begehren, Alter – verschwindet. Es landet in einem Gemälde, das niemand sehen darf. Dort wird sichtbar, was Dorian nicht zeigen will. Außen bleibt er makellos, innen zerfällt er. Oscar Wildes Roman zeigt eine Gesellschaft, die nur duldet, was schön aussieht. Abweichung ist nur erlaubt, solange sie sich dekorativ tarnt, uneindeutig bleibt. Wer dazugehören will, lernt, sich anzupassen, wer anderes begehrt, sich zu verbergen. Dorians Geschichte ist kein fernes, viktorianisches Märchen. Heute verschwinden Widersprüche in Zahlen, Profilen und Marktwert. Wir glätten Biografien, filtern Emotionen, denn: Sichtbar sein heißt bewertet werden, unsichtbar sein heißt verschwinden. Wie lebt man mit dem Abstand zwischen der eigenen Sehnsucht und dem eigenen Bild? Der norwegisch-finnische Regisseur Heiki Riipinen, ehemaliger Teilnehmer des Internationalen Regienachwuchsprogramms WORX am Berliner Ensemble, bringt "Das Bildnis des Dorian Gray" als modernes Mythenspiel auf die Bühne. Zwischen Begehren und Kontrolle, zwischen Selbstentwurf und Selbstverlust stellen er und sein Team sich die Frage: Was kostet es, man selbst zu sein? Mehr Informationen und Karten für "Das Bildnis des Dorian Gray" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/das-bildnis-des-dorian-gray Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Kinder der Sonne" | 20 févr. 2026 | 00:12:44 | |
Maxim Gorki beschreibt 1905 in seinem Stück "Kinder der Sonne" eine Gruppe russischer Intellektueller, die sich vom Volk und vom konkreten Leben entfremdet haben. Während sich die Arbeiterklasse den Sturz des Zarenreichs wünscht, vertiefen sie sich in Bücher, Kunst und Liebesgeschichten. 120 Jahre später scheint die Situation eine andere: Ein großer Teil des intellektuellen Lebens bemüht sich um moralische Missstände und um unsere Zukunft. Forschende zu Klima, Migration und Wirtschaft kämpfen um Gehör, während – von oben nach unten – die Mittel gekürzt werden. Selbst wer zur Bildungsschicht gehört, kann sich Mieten in Innenstädten kaum mehr leisten. Welchen Wert hat Bildung also gegenwärtig in unserer Gesellschaft? Und welche Bedeutung hat sie für politische Prozesse? Oder hat das Akademische seinen Anspruch auf gesellschaftliche Teilhabe im Elfenbeinturm verspielt? Jakob Nolte treibt seine Klassiker-Kernsanierung in Richtung einer Schwarzen Komödie. Seine Figuren ringen sich durch eine Welt, die vom Verschwinden bedroht oder bereits unmerklich verschwunden ist. Mit nicht viel mehr bewaffnet als ihrem Wortschatz und ein wenig Würde. Mehr Informationen und Tickets für "Kinder der Sonne" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/kinder-der-sonne Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Antigone" | 23 janv. 2026 | 00:16:01 | |
Eine Stadt im Ausnahmezustand. Eteokles und Polyneikes, die Söhne des Ödipus, sollten sich nach dessen Sturz die Herrschaft über Theben teilen. Doch als Eteokles die Macht behalten wollte, zog Polyneikes gegen ihn in den Krieg – ein Bruderkrieg, in welchem sie sich gegenseitig töteten. Nun liegt die Stadt in Trümmern und der neue Herrscher Kreon muss das Chaos ordnen. Um der Unterscheidung nachhaltig Geltung zu verschaffen, die dem politischen Gemeinwesen zu Grunde liegt – der Unterscheidung zwischen denen, die es bewahren, und denen, die es zerstören wollen – erlässt er ein Bestattungsverbot gegen denjenigen Bruder, der die Stadt angriff. Eine Unterscheidung, die Antigone nichts zählt, weil ihr die beiden Brüder gleichviel zählen. Sie begräbt Polyneikes gegen Kreons Gesetz, den eigenen Tod in Kauf nehmend. Sowohl Kreon als auch Antigone berufen sich auf das Recht und seine Legitimierung durch eine höhere Autorität: die Götter. Doch wer oder was bestimmt, was Recht ist, wenn das Recht selbst, das Konflikte und Widersprüche lösen soll, sich widerspricht? Mehr Informationen und Karten für "Antigone" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/antigone Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Iran – Jetzt Regime Change? | 19 janv. 2026 | 01:34:20 | |
Angesichts der dramatischen Lage in Iran lädt PEN Berlin zu einer öffentlichen Gesprächsrunde ins Neue Haus des Berliner Ensembles ein. Was passiert gerade in Iran und wie brutal ist die Repression inzwischen? Was kann Deutschland tun, was muss Europa tun und was wird bisher versäumt? Und vor allem: Welche Schritte sind jetzt möglich – politisch, zivilgesellschaftlich, konkret? Darüber diskutieren: Journalistin und Autorin Natalie Amiri, Mina Khani von der Menschenrechtsorganisation Hengaw, Autorin und Boardmitglied des PEN Berlin Daniela Sepehri und Bundestagsabgeordneter Johannes Volkmann (CDU) mit der Moderatorin Shila Behjat. PEN Berlin setzt sich seit Jahren konsequent für verfolgte Schriftsteller:innen, Journalist:innen und Aktivist:innen aus Iran ein – auch dann, wenn das Thema politisch unbequem war oder öffentliche Aufmerksamkeit fehlte. Das Berliner Ensemble zeigt sich seit Beginn der Protestbewegungen im Jahr 2022 solidarisch mit den Menschen in Iran und möchte nun zusammen mit PEN Berlin erneut auf die verheerende Situation im Land aufmerksam machen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audiodeskriptive Einführung zu "Was ihr wollt" | 16 janv. 2026 | 00:23:45 | |
"Was ihr wollt" von William Shakespeare aus dem Englischen von Thomas Brasch Regie: Antú Romero Nunes Illyrien erscheint als Rettungsinsel nach dem Drama eines Schiffbruchs, doch dort ereignen sich Täuschungen über Identitäten und daraus folgende Liebeswirren: Die überlebende, gestrandete Viola glaubt ihren geliebten Zwillingsbruder Sebastian ertrunken und verkleidet sich als Cesario, um in den Dienst des Herzogs Orsino eintreten zu können. Orsino ist verrückt nach der trauernden, unzugänglichen Gräfin Olivia und schickt Cesario zu ihr als seinen Liebesboten. Olivia verfällt nun jedoch Cesario, nicht ahnend, dass es sich in Wahrheit um Viola handelt, die sich wiederum in Orsino verliebt hat. Als Violas Zwillingsbruder Sebastian dann noch quicklebendig auftaucht und aufgrund seiner Ähnlichkeit zur als Mann verkleideten Viola für Cesario gehalten wird, ist das Chaos der Illusionen perfekt. "Was ihr wollt" gibt die Bühne frei für das karnevaleske und auch grausame Spiel von Schein oder Sein, Täuschung oder Wahrhaftigkeit, Sucht oder Liebe – voll Wahnwitz, Melancholie und mit jeder Menge Musik. Die audiodeskriptive Einführung zu "Was ihr wollt" ist in Zusammenarbeit mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription entstanden. Mehr Informationen zum barrierefreien Besuch am Berliner Ensemble unter https://www.berliner-ensemble.de/barrierefrei-erleben. Mehr Informationen, aktuelle Termine und weitere Hinweise zu Vorstellungen mit Audiodeskription unter https://www.berliner-ensemble.de/audiodeskription. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Srebrenica" | 22 déc. 2025 | 00:11:47 | |
Bosnien und Herzegowina, Juli 1995: Innerhalb von 5 Tagen werden in Srebrenica über 8.000 bosnisch-muslimische Jungen und Männer ermordet, obwohl die Stadt zu dieser Zeit UN-Schutzzone ist. Über 20 Jahre später begaben sich Fotograf Armin Smailovic und Regisseur Branko Šimić, beide aus Bosnien und Herzegowina, mit ihrem dokumentarischen Theaterprojekt auf Spurensuche. Entstanden ist eine minimalistische Theaterkomposition im Spannungsfeld Opfer – Täter – Zuschauer. Srebrenica – "I counted my remaining life in seconds …" basiert auf den Biografien von drei Männern: Ein Überlebender des Völkermords, einer der Hauptzeugen vor dem Den Haager Tribunal, ein holländischer UN-Soldat, der 1995 in der Stadt stationiert war, und ein Soldat der bosnisch-serbischen Kommandoeinheit, der heute mit komplett neuer Identität lebt. Der Fotograf Armin Smailovic hat die Biografien der Zeugen in tausenden von Fotografien nacherzählt, die die ästhetische Basis des Projekts bilden. Smailovic führte persönliche Interviews; Protokolle der Aussagen in Den Haag komplettieren die Materialsammlung. Srebrenica ist ein Projekt zwischen Berichterstattung, persönlichem Schicksal und politischer Metaebene, das die Dimension des größten Kriegsverbrechens in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg auf die Bühne bringt und seine fatalen Folgen für die politische Welt(un)ordnung der inzwischen letzten 30 Jahre beleuchtet. Mit dem Engagement von Jens Harzer übernimmt das Berliner Ensemble die erfolgreiche Produktion vom Thalia Theater Hamburg ins eigene Repertoire. Mehr Informationen und Karten erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/srebrenica Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Ein wenig Licht. Und diese Ruhe." | 22 déc. 2025 | 00:14:12 | |
Sibylle Bergs neues Stück spielt in einer Zukunft, die sich beunruhigend wie unsere Gegenwart anfühlt. Als in Europa ein Krieg zwischen Liechtenstein und Luxemburg ausbricht und mobil gemacht wird, dämmert es auch einem zum Wehrdienst eingezogenen Ingenieur langsam: Vielleicht war die eigene Queerness nie in Einklang mit dem Job in der Rüstungsindustrie zu bringen. Irgendwo im Schutz vor den nächsten Detonationen beginnt er zu forschen: nach der Textur des Denkens, die unsere Welt sein soll. Sibylle Bergs Text ist ein zarter Monolog über die Verzweiflung an unserer Gegenwart – einer Gegenwart, deren Diskurse wie ein Motor im Leerlauf unendlich vor sich hin rotieren – und über die Angst vor den wiederkehrenden Militarisierungstendenzen in unserer Gesellschaft. Inspiriert von der Fotografie "Fieldwork" des kanadischen Künstlers Jeff Wall nimmt Sibylle Berg an der Abbruchkante unserer Epoche Platz. Mit Musik. Und ein bisschen Stille. Mehr Informationen und Karten erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/ein-wenig-licht-und-diese-ruhe Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Das Archiv der Träume" | 17 déc. 2025 | 00:15:30 | |
Welche Erzählungen landen im Archiv, welche vergessen wir lieber? Wie umgehen mit den schmerzhaften Kapiteln der eigenen Lebensgeschichte? Mit den Episoden, die du lieber tief unten im Karton lässt, obwohl du ohne sie nicht wärst, wer du heute bist? In ihrem Memoir "Das Archiv der Träume" hat Carmen Maria Machado darauf eine Antwort gefunden: Sie erzählt von der Literaturstudentin Carmen, die sich die Deutungshoheit über ihre von Gewalt und Manipulation geprägte Beziehung zur charismatischen, unberechenbaren 'Frau im Traumhaus' zurückerobert. Spielerisch springt Machado zwischen den Genres, errichtet das Traumhaus ihrer Erinnerung immer wieder neu – als Liebesroman, Beichte, Spionagethriller oder Selbsthilfe-Ratgeber –, um es sogleich wieder einzureißen. Sie räumt auf mit dem Klischee von der lesbischen Liebesgeschichte als heiler Utopie: "Ich trage ins Archiv ein, dass häusliche Gewalt zwischen Partner*innen mit der gleichen Geschlechtsidentität möglich und nicht unüblich ist. Ich werfe den Stein meiner Geschichte in eine gewaltige Schlucht und ermittle das Ausmaß der Leere anhand des leisen Aufschlags." Weitere Informationen und Karten für "Das Archiv der Träume" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/das-archiv-der-traeume Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Der letzte Himmel" | 01 déc. 2025 | 00:07:39 | |
Anfang 2020 zog die deutsch-palästinensische Journalistin Alena Jabarine für drei Jahre nach Ramallah und begab sich auf ihre Suche nach "Palästina". Was bleibt von den sorglosen Erinnerungen ihrer Kindheit, den Sommernächten in Umm Al-Fahem, Haifa und Jaffa? Wie lebt es sich in einem Land, das von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen durchzogen ist, für die Menschen auf der einen Seite und für die auf der anderen? Und was lässt sie, trotz allem, an ihrem Land festhalten? In "Der letzte Himmel" erzählt Alena Jabarine Geschichten von ihrem Alltag an einem Ort, über den viel gesprochen wird, den jedoch die wenigsten kennen. Sie nimmt uns mit durch die kühlen Gassen Jerusalems, in überfüllte Schönheitssalons in Ramallah, auf die Dächer der Flüchtlingscamps in Bethlehem. Sie erzählt von Gewalt und Menschlichkeit, von Verlust und Solidarität, von Geduld und Hoffnung, um eine Realität zu bewahren, die tief in palästinensisches Leben blicken lässt – und deren Vergänglichkeit gerade in diesen Tagen besonders spürbar ist. Weitere Informationen und Karten für "Der letzte Himmel" finden Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/der-letzte-himmel Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Transit" | 27 nov. 2025 | 00:15:42 | |
Marseille 1940. Tausende stranden auf der Flucht vor den Nazis in der französischen Hafenstadt. Gefangen in einem aufreibenden Wartezustand und der permanenten Angst vor Razzien geht es weder vor noch zurück. Auf den Konsulaten der Stadt beginnt ein Wettlauf um Papiere: Visa, Transit, Passierschein… nur wenn alles vollständig ist, besteht Hoffnung auf eine Schiffspassage raus aus Europa. In den Wirren der Flucht fallen dem jungen Seidler die Papiere eines Toten in die Hände. Aus Seidler wird Weidel – zumindest auf dem Papier. Als Seidler auf Marie trifft, die zusammen mit einem deutschen Arzt geflüchtet ist, verliebt er sich – ohne zunächst zu ahnen, dass Marie noch immer auf der Suche nach ihrem verschollenen Mann ist. Anna Seghers hat mit dem stark autobiografisch beeinflussten Roman "Transit", der 2018 prominent von Christian Petzold verfilmt wurde, nicht nur eines der wichtigsten Werke der deutschen Exilliteratur geschrieben, sondern auch eine Liebesgeschichte unter liebesfeindlichen Umständen. Karten und weitere Informationen zu "Transit" finden Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/transit Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Herkunft" | 13 nov. 2025 | 00:09:13 | |
Stellen Sie sich vor, Ihre Vergangenheit passt in einen Koffer. Oder auf ein Blatt Papier. Oder in einen Theaterabend. Stellen Sie sich vor, Sie müssten erzählen, woher Sie kommen, wer Sie sind – und Sie wüssten: Die Wahrheit hat viele Versionen. Saša Stanišić schreibt in seinem preisgekrönten Roman "Herkunft" gegen allzu leichte Wahrheiten und gegen das Vergessen an – mit Witz, Wut, Wärme und einem Blick für die Absurditäten des Erinnerns. Zwischen Višegrad, Heidelberg und dem Labyrinth der eigenen Biografie entsteht so ein vielstimmiges Spiel rund um Identität, Flucht, Familie – und die Kraft des Erzählens sowie den Drang, sich immer wieder selbst zu erfinden. Stanišić selbst, 1978 im damaligen Jugoslawien geboren und 1992 als Jugendlicher nach Deutschland gekommen, macht seine eigene Geschichte zum Ausgangspunkt einer literarischen Erkundung: Was bleibt von einem Menschen, wenn er seine Heimat verliert? Wie viel Herkunft steckt in dem, was wir Zukunft nennen? Und lässt sich Heimat vielleicht gerade dort finden, wo Geschichten geteilt werden und Erinnerungen eine gemeinsame Sprache finden? Daran knüpft der ukrainische Regisseur Stas Zhyrkov an, der seit der russischen Invasion im deutschen Exil lebt. Auch er trägt die Erfahrung des plötzlichen Aufbruchs, der Entwurzelung, in seiner Arbeit. Gemeinsam mit seinem Team und dem Ensemble inszeniert er "Herkunft" nicht als bloße Adaption, sondern als Dialog verschiedener Biografien, der die Fragen nach Identität und Heimat in die Gegenwart holt. Weitere Informationen und Karten für "Herkunft" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/herkunft Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audiodeskriptive Einführung zu "Warten auf Godot" | 11 nov. 2025 | 00:12:56 | |
"Warten auf Godot" von Samuel Beckett Regie: Luk Perceval Zwei Heimatlose in einer unbestimmbaren Landschaft und einer ungewissen Zeit. Sie sprechen erwartungsvoll über den zukünftigen Tag und suchen verzweifelt nach gemeinsamen Erinnerungen aus vergangener Zeit, ihre Gegenwart besteht aus nichts als Warten. Um die Marter des Wartens und Nicht-gehen-könnens zu ertragen, widmen sie sich dem Spiel. Wenn Beckett gewusst hätte, worauf dieses Paar wartet, hätte er das Stück nicht geschrieben, antwortete er einst. Worauf warten wir? Und welche Spiele erfinden wir, um die Zeit zu vertreiben und ohne Bewusstsein in unserer Gegenwart zu existieren? Womöglich hat kein Bühnenwerk so viele Interpretationen provoziert wie dieses, obwohl es sich jeglichen Thesen und Antithesen entzieht. Luk Perceval interessiert daran die Komik sowie die Grausamkeit dieser universellen Menschheitskomödie. Die audiodeskriptive Einführung zu "Warten auf Godot" ist in Zusammenarbeit mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription enstanden. Mehr Informationen zum barrierefreien Besuch am Berliner Ensemble unter https://www.berliner-ensemble.de/barrierefrei-erleben. Mehr Informationen, aktuelle Termine und weitere Hinweise zu Vorstellungen mit Audiodeskription unter https://www.berliner-ensemble.de/audiodeskription. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Was ihr wollt" | 28 oct. 2025 | 00:11:16 | |
Illyrien erscheint als Rettungsinsel nach dem Drama eines Schiffbruchs, doch dort ereignen sich Täuschungen über Identitäten und daraus folgende Liebeswirren: Die überlebende, gestrandete Viola glaubt ihren geliebten Zwillingsbruder Sebastian ertrunken und verkleidet sich als Cesario, um in den Dienst des Herzogs Orsino eintreten zu können. Orsino ist verrückt nach der trauernden, unzugänglichen Gräfin Olivia und schickt Cesario zu ihr als seinen Liebesboten. Olivia verfällt nun jedoch Cesario, nicht ahnend, dass es sich in Wahrheit um Viola handelt, die sich wiederum in Orsino verliebt hat. Als Violas Zwillingsbruder Sebastian dann noch quicklebendig auftaucht und aufgrund seiner Ähnlichkeit zur als Mann verkleideten Viola für Cesario gehalten wird, ist das Chaos der Illusionen perfekt. "Was ihr wollt" gibt die Bühne frei für das karnevaleske und auch grausame Spiel von Schein oder Sein, Täuschung oder Wahrhaftigkeit, Sucht oder Liebe – voll Wahnwitz, Melancholie und mit jeder Menge Musik. Weitere Informationen und Karten für "Was ihr wollt" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/was-ihr-wollt Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Aus Ruinen und ZEIT-Recherchen: Hendrik Bolz, Caterina Lobenstein und Johannes Nölting | 13 oct. 2025 | 00:44:34 | |
Seit der Spielzeit 2025/26 hat das Berliner Ensemble zwei neue diskursive Gesprächsformate. Für die ZEIT-Recherchen lädt Caterina Lobenstein Expert:innen und Reporter:innen ein, um über spannende Recherchen zu sprechen, die sich an die Themen der BE-Inszenierungen anlehnen. Hendrik Bolz thematisiert mit seiner Reihe "Aus Ruinen" den Osten. Mal im Berliner Ensemble, mal auswärts trifft er Menschen, die sich engagieren. Kuratiert werden beide Reihen von Johannes Nölting, Dramaturg am BE. Im gemeinsamen Gespräch tauschen sie sich über Anekdoten, Perspektiven und Erfahrungen aus.
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| Audioeinführung "K." | 26 sept. 2025 | 00:13:16 | |
Sein ganzes Leben hat Franz Kafka mit der Frage gerungen, was sein Jüdischsein für ihn bedeutet. Aufgewachsen in einer assimilierten Familie verband er die sporadischen Synagogenbesuche eher mit Zwang. Die religiösen Regeln, ihre Auslegungen und Erzählungen befremdeten ihn mindestens genauso, wie sie ihn faszinierten. Kaum verwunderlich, dass es vielmehr die jüdische Kultur, die Kunst, genauer gesagt: das Theater in jiddischer Sprache war, welches Kafka den ersten Anstoß gab, sich dem Judentum zu nähern. Im Herbst 1911 besuchte Kafka regelmäßig die Aufführungen einer ostjüdischen Theatergruppe. Ihre tragikomische Erzählweise, die Vermischung von Gesang, Tanz, Drama und der selbst-verständliche Umgang mit dem Jiddischen beeinflusste nachweislich sein Schreiben. Vor diesem Hintergrund inszeniert Opernregisseur Barrie Kosky Kafkas berühmtesten Roman "Der Prozess" und weitere Texte als Auseinandersetzung mit Kafkas Judentum auf Deutsch, Jiddisch, Hebräisch, jeweils mit deutschen Untertiteln, und – natürlich – mit viel Musik! Für den schwerkranken Kafka selbst mündete diese stets auch schuld- und schambehaftete Auseinandersetzung erst durch die Begegnung mit Dora Diamant im letzten Jahr vor seinem Tod, wenn nicht in Erlösung, so doch zumindest in eine Art Trost. Mehr Informationen und Karten für "K." erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/k Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "De Profundis" | 10 sept. 2025 | 00:15:08 | |
Oscar Wilde wurde 1895 zu zwei Jahren Haft verurteilt – weil er provozierte; weil er sich über Konventionen hinwegsetzte, weil er Männer liebte und sich nicht versteckte. Sein Strafprozess war ein Exempel – weniger gegen eine Tat als gegen eine Haltung, gegen seinen unbändigen Drang nach Freiheit und Anerkennung. Sein langer Brief an Alfred "Bosie" Douglas aus dem Gefängnis, der unter dem Titel "De Profundis" bekannt wurde, ist der letzte Aufschrei eines gebrochenen, aber nicht gebändigten Geistes; das Protokoll eines Menschen, der stets nach den Grenzen seines bürgerlichen Lebens gesucht und der am Ende alles verloren hat. Wilde schreibt mit größter literarischer Meisterschaft von Verachtung und Einsamkeit, von Stolz und Schmerz. Und über eine Gesellschaft, die nicht duldet, was sie nicht versteht. Was bleibt, wenn einem alles genommen wird, was man je war? Was lässt sich noch hoffen, wenn man nichts mehr hat außer sich selbst? Mehr Informationen und Karten für "De Profundis" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/de-profundis Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| "Seid Menschen" - Hommage an Margot Friedländer | 17 juil. 2025 | 00:14:19 | |
Am 12. Juli fand im Berliner Ensemble eine Gedenkveranstaltung für Margot Friedländer statt, in der einige Wegbegleiter:innen mit Musik und Reden ihrer erinnerten. Hören Sie hier die Rede von Michel Friedman. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Iran heute: Chronik eines Widerstandes | 16 juil. 2025 | 01:02:39 | |
Iran heute: Chronik eines Widerstands. Wie steht es heute um den iranischen Freiheitskampf? Wie ist die aktuelle Lage in Iran nach Ausbruch des Krieges mit Israel? Und wie hat sich der Widerstand in den letzten Jahren verändert, die Form weiterentwickelt? Aus aktuellem Anlass sprach in einer kurzfristig angesetzten Sonderveranstaltung Moderatorin Daniela Sepehri mit der iranischen Künstlerin Ghazal Abdollahi und der Journalistin und Autorin Shila Behjat über die Lage in Iran. Mitschnitt der Gesprächsrunde im Anschluss an die Lesung aus dem Stück "Chronik der Revolution" am 15. Juli 2025 im Werkraum in deutscher und englischer Sprache. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Adam Benzwi über "K." | 05 juin 2025 | 00:15:30 | |
Nach der "Dreigroschenoper" kehren Barrie Kosky und sein Musikalischer Leiter Adam Benzwi mit "K." an das Berliner Ensemble zurück – eine Auseinandersetzung mit Kafkas Judentum anhand seines Romans "Der Prozess" und weiteren Texten mit Musik von Bach über Schumann bis Jiddischem Vaudeville. Im Gespräch mit Adam Benzwi erhalten Sie hier einen ersten Eindruck. Informationen und Karten für "K." erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/k Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Stella – A Play For Lovers" | 09 mai 2025 | 00:12:59 | |
Stella ist nicht glücklich. Von Liebeskummer zerfressen, hofft sie auf die Rückkehr von Fernando. Auch Cäcilie wurde einst sitzen gelassen. Im gemeinsamen Schmerz um das verlorene Objekt merken beide nicht, dass sie um ein und dieselbe Person trauern. Die Uraufführung löste 1776 einen Theaterskandal aus, denn am Ende gehen die drei Liebenden eine Dreiecksbeziehung ein. "Eine Wohnung, Ein Bett, und Ein Grab." – Goethes Stück als Plädoyer queerer Beziehungsweisen? Lucia Wunsch versetzt "Stella" in ein Meer aus Blumen, in dem (Liebes-)Traum und -Realität luzide miteinander verschwimmen: "Wache ich oder träume ich?" Welche Verletzungen fügen wir uns gegenseitig in der Liebe zu? Und ist es möglich, einen geliebten Menschen so zu sehen, wie er wirklich ist? Infos und Karten für "Stella – A Play For Lovers" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/stella-play-lovers Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Remember the Future | 29 avr. 2025 | 01:24:07 | |
Podiumsdiskussion zu Erinnerungspolitik und Demokratie mit Sascha Chaimowicz, Dana Vowinckel und Harald Welzer Moderation: Shelly Kupferberg "People love dead jews", schreibt die Autorin Dara Horn in ihrem gleichnamigen Essay: Die offizielle Erinnerungskultur diene mehr dem schlechten Gewissen der Trauernden als den Betrauerten. Die pluralen Perspektiven jüdischer Identität finden in ihr nicht statt. Wie ist eine andere Erinnerungskultur möglich? Wann ist Erinnern selbst eine widerständige Praxis? Welche Rolle spielt das Erinnern und Gedenken für unsere Demokratie? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Widerstand und Freiheit | 29 avr. 2025 | 01:31:35 | |
Podiumsdiskussion mit Rahel Jaeggi und Maximilian Steinbeis. Moderation: Paul Starzmann "Widerstand" ist derzeit ein sehr umkämpfter Begriff: er wird von rechtsextremen genauso gebraucht, wie von libertären, zentristischen oder linken Bewegungen. Wer Widerstand übt, wehrt sich gegen (vermeintliches) Unrecht, das die eigene Freiheit einschränkt. Doch wann lässt sich die eigene Freiheit über die Freiheit anderer stellen und legitimiert damit Widerstand? Was genau bedeutet eigentlich Freiheit in einer Demokratie? Was sind demokratische Widerstandsformen, was undemokratische? Und wann ist Widerstand geboten, wann legitim? Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Warten auf Godot" | 10 avr. 2025 | 00:14:19 | |
Zwei Heimatlose in einer unbestimmbaren Landschaft und einer ungewissen Zeit. Sie sprechen erwartungsvoll über den zukünftigen Tag und suchen verzweifelt nach gemeinsamen Erinnerungen aus vergangener Zeit, ihre Gegenwart besteht aus nichts als Warten. Um die Marter des Wartens und Nicht-gehen-könnens zu ertragen, widmen sie sich dem Spiel. Wenn Beckett gewusst hätte, worauf dieses Paar wartet, hätte er das Stück nicht geschrieben, antwortete er einst. Worauf warten wir? Und welche Spiele erfinden wir, um die Zeit zu vertreiben und ohne Bewusstsein in unserer Gegenwart zu existieren? Womöglich hat kein Bühnenwerk so viele Interpretationen provoziert wie dieses, obwohl es sich jeglichen Thesen und Antithesen entzieht. Luk Perceval interessiert daran die Komik sowie die Grausamkeit dieser universellen Menschheitskomödie. Mehr Informationen und Karten für "Warten auf Godot" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/warten-auf-godot Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Die Verstreuten" | 07 avr. 2025 | 00:14:36 | |
Die Welt fällt auseinander und nicht erst seit den Lockdowns wird deutlich, wie immer mehr zwischenmenschliche Verbindungen abreißen, Menschen und Lebensentwürfe auseinanderdriften, die Macht der einfachen Antworten wächst. Am Vorabend einer Routineoperation ruft eine Mutter ihre vier erwachsenen Töchter zusammen. Verstreut über ganz Europa führen sie Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und dann war da noch die Pandemie, die tiefere Spuren hinterlassen hat, als man wahrhaben will. Mehr Informationen und karten für "Die Verstreuten" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/die-verstreuten Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audiodeskriptive Einführung "It's Britney, Bitch!" | 11 mars 2025 | 00:15:58 | |
"It's Britney, Bitch!" von Lena Brasch und Sina Martens mit Texten von Laura Dabelstein, Miriam Davoudvandi, Fikri Anıl Altıntaş und Lena Brasch Regie: Lena Brasch Sina Martens Solo "It’s Britney, Bitch!" ist ein musikalisch-erzählerischer Abend über unglückliche Liebe und Abhängigkeit, über Wahrheit und Wahrhaftigkeit im Pop, über Väter von Töchtern und über Töchter und ihre Väter. Ein Abend über Britney Spears und über die Britney in uns allen. Die audiodeskriptive Einführung zu "It's Britney, Bitch!" in Zusammenarbeit mit dem Berliner Spielplan Audiodeskription. Mehr Informationen zum barrierefreien Besuch am Berliner Ensemble unter https://www.berliner-ensemble.de/barrierefrei-erleben. Mehr Informationen, aktuelle Termine und weitere Hinweise zu Vorstellungen mit Audiodeskription unter https://www.berliner-ensemble.de/audiodeskription. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" | 06 mars 2025 | 00:11:48 | |
Chicago 1930: die Viehbörse wird vom "Fleischkönig" Mauler kontrolliert, die Fabriken sind geschlossen. Johanna Dark will den hungernden Arbeitern helfen, sie will wissen, wer an deren Elend schuld ist. In ihren drei Gängen "in die Tiefe" begegnet sie Mauler und glaubt ihn zur Menschlichkeit zu bekehren. Zunächst will er die Fabriken wieder öffnen, den Arbeitern wieder Lohn und Brot verschaffen. Doch Johanna wurde getäuscht. Die Kälte, die Armut, den Hunger der Arbeiter – Mauler nimmt sie in Kauf, als er die Chance sieht, die anderen Fleischfabrikanten zu erpressen. Johanna kommt zur Einsicht, dass nur "Gewalt hilft, wo Gewalt herrscht"! Doch damit ist sie schon nicht mehr zu hören, sie wird übertönt von den Gesängen, die die Kapitalisten anstimmen, sie erklären sie darin, jetzt da sie unwirksam ist, zur Märtyrerin, zur ihrer "heiligen Johanna der Schlachthöfe". Mehr Informationen und karten für "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/die-heilige-johanna-der-schlachthoefe Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Always Carrey On" | 21 févr. 2025 | 00:10:56 | |
"Always Carrey On" basiert auf dem radikalen Wandel, den der Hollywood-Schauspieler Jim Carrey in den letzten Jahren an seiner öffentlichen Person vorgenommen hat. Nachdem er nach eigener Aussage sein bisheriges Leben der Imitation, der Übertreibung, der Künstlichkeit gewidmet hat, will er jetzt, im mittleren Alter, mit diesem Für-Andere-Sein brechen und zu tiefen und ehrlichen Wahrheiten durchdringen. Dabei gelangt er einerseits zu hellsichtigen Einblicken in die brutale Logik der Öffentlichkeit – zugleich verliert er sich jedoch immer öfter in kruden spirituellen Selbstbeschwörungen. Auf diesem Grat zwischen einer authentischen Sinnsuche und einer schrillen, esoterischen Geste offenbart sich Carrey als Figur des Traurigen Clowns, der die Welt erkennt und an ihr verzweifelt: Wie kann man im Angesicht der Krisenhaftigkeit der Welt die eigene Menschlichkeit bewahren? Und was bedeutet es eigentlich, ein Mensch zu sein? Mehr Informationen und karten für "Always Carrey On" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/always-carrey Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Faustus :: 1550 San Remo Drive" | 14 févr. 2025 | 00:12:02 | |
Die neue VR-Inszenierung von RAUM+ZEIT beschäftigt sich anlässlich des 150. Geburtstags mit Thomas Mann. Ausgehend von seinem Opus magnum "Doktor Faustus", entstanden im kalifornischen Exil während des Zweiten Weltkriegs, erzählt RAUM+ZEIT vom Liebesverbot als Teufelspakt. Als Thomas Mann im Wohnzimmer seiner Villa am San Remo Drive in Los Angeles der versammelten Familie jenes Kapitel vorliest, in dem der heiß geliebte Ziehsohn des Protagonisten grausam sterben muss, herrscht allgemeines Entsetzen. Denn in einer Ecke spielt währenddessen Frido, Thomas Manns Lieblingsenkel, dem das tote Kind aufs Haar gleicht. RAUM+ZEIT verwebt Roman und Biografie, virtuelle und Live-Szenen zu einem traumhaften Spiel um Realität und Fiktion, Kunst und Leben, Begehren und Schuld. Mehr Informationen und karten für "Faustus :: 1550 San Remo Drive" erhalten Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/faustus-1550-san-remo-drive Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Worx im Gespräch: Lucia Wunsch | 06 févr. 2025 | 00:17:10 | |
Mit WORX hat das Berliner Ensemble ein internationales Residenzprogramm für junge Regiepersonen geschaffen. Lucia Wunsch ist neben Malin Lamparter Teil des diesjährigen dritten Jahrgangs, hat in der ersten Spielzeithälfte bereits zwei Arbeiten im Werkraum gezeigt und bereitet sich gerade auf die nächste Produktion Ende April vor. Höchste Zeit also, Lucia etwas besser kennenzulernen, eine Zwischenbilanz zu ziehen und einen Blick auf das nächste halbe Jahr zu werfen. Mehr über das WORX-Nachwuchsprogramm erfahren Sie hier: https://www.berliner-ensemble.de/worx Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Future Macbeth" | 09 janv. 2025 | 00:07:23 | |
William Shakespeares Tragödie "Macbeth" ist der Prototyp einer Parabel über Machtgier. Sie handelt vom Aufstieg des Heerführers Macbeth, der durch Mord und Intrigen zum König von Schottland wird. Der ukrainische Regisseur Stas Zhyrkov, der seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im deutschen Exil lebt, untersucht die Fragen nach Macht und Anerkennung, nach Schuld und Tyrannei gemeinsam mit seinem Team und Studierenden der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch auf sein heutiges Potential. Wie funktioniert Macht? Woher kommt Gewalt? Welche Geschichten erzählen wir uns, um sie zu rechtfertigen? Was können wir ihr entgegensetzen? Was tun gegen Tyrannei? Ist eine Welt ohne Gewalt denkbar? Mehr Informationen und Tickets für "Future Macbeth" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/future-macbeth Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| "Wie werden?" | Einblicke | 27 déc. 2024 | 00:24:29 | |
In der Herbstferienwerkstatt unserer theaterpädagogischen Abteilung Einblicke haben sich unterschiedliche Menschen aus drei Generationen unter dem Titel "Wie werden?" zu einem Audio-Experiment getroffen. Wir haben das Experiment für Sie aufbereitet. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Der Lügenprinz" | 18 déc. 2024 | 00:08:36 | |
"Peer, du lügst". Schon in diesem einfachen Satz zeigt sich der Kern des Peer-Gyntschen Kosmos: die verschwommene Grenze zwischen Sein und Schein. Denn der junge Peer, aufgewachsen in ländlicher Armut, erfindet sich auf der Suche nach sich selbst und seinem Platz in der Welt durch Geschichten, Lügen und Fabulierkunst immer wieder neu. Der "Faust des Nordens" ist ein satirisches, zügelloses, rätselhaftes, alle Grenzen sprengendes Werk. Henrik Ibsen erzählt die Odyssee eines ichbezogenen Geschichtenerzählers und Verantwortungsverweigerers, dessen Hochmut allen Wandlungen zum Trotz bestehen bleibt. Peer kann alles sein. Peer will alles sein. Peer ist Prototyp unserer Gesellschaft des Überflusses. Mehr Informationen und Tickets für "Der Lügenprinz" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/der-luegenprinz Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Liliom" | 05 déc. 2024 | 00:10:09 | |
Liliom, stadtbekannter Ausrufer auf dem Rummelplatz, ein Kenner der Illusionsmaschinerie fürs Volk, trifft im Karussellbetrieb auf das Dienstmädchen Julie und damit auf eine schicksalhafte Liebe. Für ihre Sehnsucht nach einem Leben ohne Ausbeutung setzen beide augenblicklich ihre Anstellung aufs Spiel. Arbeitslos fühlt sich Liliom jedoch zunehmend gedemütigt in seinem sozialen Status. Für seine Scham findet er keine Worte, stattdessen schlägt er um sich und diese Schläge treffen Julie. Als sie schwanger wird, steigert sich die Existenznot der werdenden Familie, sodass Liliom sich von seinem Kumpel zu einem Raubüberfall verführen lässt. Der Überfall misslingt und Liliom ersticht sich, um Schmach und Strafe zu entkommen. Im Jenseits jedoch wartet ein Gericht auf ihn, welches ihm nach sechzehn Jahren Fegefeuer eine zweite Chance auf Erden gibt. Kann der Mensch sich verändern? Die vielfach ausgezeichnete deutsch-ungarische Autorin Terézia Mora hat das bekannteste Stück des ungarischen Dramatikers von 1909 neu übersetzt. Regisseurin Christina Tscharyiski legt den Fokus auf eine Gesellschaft, in welcher die Menschen wie Schießbudenfiguren dem gewaltsamen Karussell sozialer Ungleichheit ausgeliefert sind und diese gleichzeitig reproduzieren. Mehr Informationen und Tickets für "Liliom" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/liliom Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Biedermann und die Brandstifter" | 25 nov. 2024 | 00:12:58 | |
Die Empörung von Biedermann über die Brandstifter, die seit einiger Zeit überall Feuer legen, ist groß – zumindest am Stammtisch in der Kneipe und auf Social Media. Kaum stehen sie jedoch vor seiner Haustür, werden sie höflich hereingebeten, obwohl sie keinen Hehl daraus machen, was sie vorhaben. Man hat ja Manieren. Ein Unmensch ist man auch nicht, schließlich sind es nur zwei harmlose Hausierer. Und falls nicht, macht man sie sich besser nicht zum Feind. Das möchte man sich dann doch nicht leisten, obwohl man sich sonst (fast) alles leisten kann. Geschrieben als politische Parabel zielt das Stück auf eine Geisteshaltung, die dem Zerstörerischen zum Erfolg verhilft. Wie kommt’s? Aus welchen Gründen, wozu und von wem werden Impulse von Einsicht einfach weggeschoben? Mehr Informationen und Tickets für "Biedermann und die Brandstifter" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/biedermann-und-die-brandstifter Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Letzte Generation Ost? | 15 nov. 2024 | 01:27:21 | |
LETZTE GENERATION OST? Sie sind rund um die Wende geboren und erlebten eine Kindheit im Umbruch zweier Systeme. Diese vielleicht letzte Generation Ost ringt um das Erzählen vom "Osten" – auch jenseits von AfD und Stasi. Was heißt es, 35 Jahre nach dem Mauerfall "ostdeutsch" zu sein? Podiumsdiskussion MIT Hendrik Bolz (Autor), Lena Brasch (Regisseurin & Autorin), Mai-An Nguyen (Theaterpädagogin & Regisseurin) MODERATION Johannes Nölting Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Gittersee" | 13 nov. 2024 | 00:08:10 | |
"Wie läuft es mit Paul", fragt Marie. "Gut", sagt Karin. Doch das ist nicht wahr. Paul ist verschwunden. Wickwalz nennt es "Republikflucht" und der kommt jetzt übrigens häufiger. Der ist nett und stellt Karin Fragen. Ob Paul was erzählt hat. Was er erzählt hat. Dass man es vertrauten Menschen ansieht, wenn sie lügen. Und überhaupt, wer liebt, der geht nicht fort. In ihrem viel beachteten Romandebüt "Gittersee" erzählt Charlotte Gneuß die Geschichte der 16-jährigen Karin, die ohne Vorwarnung aus ihrem jugendlichen Alltag gerissen wird. Sie erwacht in einer Welt, in der Wahrheit und Lüge gleichermaßen staatlich verordnet werden. Eine Welt, in der sie sich bald danach sehnt, die Wahrheit gar nicht zu kennen – um sie nicht verraten zu können. Mehr Informationen und Tickets für "Gittersee" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/gittersee Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Pick me Girls" | 16 oct. 2024 | 00:05:50 | |
"Ich bin nicht so wie andere Frauen", ist der typische Satz eines pick me girls. Wahrscheinlich haben das die meisten Frauen schon einmal gedacht. Nicht nur als maßlose Selbstüberschätzung der eigenen Individualität, sondern auch als Herabwürdigung des eigenen Selbst: nicht so schön, nicht so dünn. Besonders als Frau ist man von klein auf damit konfrontiert, bewertet zu werden: Der männliche Blick, das Begehrtwerden, ist die wichtigste aller Währungen. Wenn Aufmerksamkeit und Anerkennung von Männern das höchste Gut für eine Frau ist, dann erklärt man sie gerne zum pick me girl. In ihrem sehr persönlichen Essay "Pick me Girls", den sie gemeinsam mit der Regisseurin Christina Tscharyiski auf die Bühne bringt, erzählt Sophie Passmann von eben diesem männlichen Blick und wie er sie geprägt hat, von den Idealen und Bildern, mit denen sie aufgewachsen ist und von der "Frau, die ich eigentlich geworden wäre." Mehr Informationen und Tickets für "Pick me Girls" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/pick-me-girls Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Die Kameliendame oder: stirb schöner!" | 15 oct. 2024 | 00:07:24 | |
Dumas’ Roman "Die Kameliendame" ist ein Musterbeispiel für die Romantisierung von Krankheit als Metapher. Marguerite, eine Näherin und umworbene Kurtisane, ist an Tuberkulose erkrankt. Ihr Leiden wird metaphorisch mit ihrer Liebesbeziehung verbunden: Ist das Paar vereint, scheint auch die Krankheit nicht so schwer. Doch nach der Trennung verschlechtert sich ihr Zustand und sie stirbt – aber nicht an einem gebrochenen Herzen. Narrative, die noch heute virulent sind: die Verklärung des Lebens mit chronischer Erkrankung. Malin Lamparter führt die romantischen Vorstellungen ad absurdum – irgendwo zwischen Show und Aufklärung, Realitätscheck und Groteske. Was bedeutet die Abhängigkeit von medizinischer Versorgung? Und wie damit umgehen, wenn man als Element des Nicht-Funktionierens wahrgenommen wird? Mehr Informationen und Tickets für "Die Kameliendame oder: stirb schöner" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/die-kameliendame-oder-stirb-schoener Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Der nackte Wahnsinn" | 10 oct. 2024 | 00:04:37 | |
Es ist der Abend vor der Premiere. Die Generalprobe des "Nackten Wahnsinns" ist in vollem Gange und das Ensemble macht dem Titel alle Ehre: Nichts funktioniert, der Text sitzt noch nicht und die Sardinenteller stehen immer dort, wo sie gerade nicht hingehören; der Regisseur ist am Rande des Nervenzusammenbruchs, die Produktionsleiterin hat seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen. Und ständig muss man sich auch fragen: Will und kann man das so noch spielen? Immerhin stammt das Stück aus den 80ern! Frayn bringt in seiner Komödie die gängige Theaterformel "Menschen mit Nöten treffen aufeinander" auf den Höhepunkt. Das Ringen um Ordnung, die Notwendigkeiten des Weitermachens und der Routine; das In-der-Rolle-bleiben solange es geht – im Theater wie im Leben: "Morgen ist Premiere, wir hatten nur vierzehn Tage zum Probieren, wir wissen überhaupt nicht, wo’s langgeht, aber mein Gott, seien wir ehrlich, wer weiß das schon." Mehr Informationen und Tickets für "Der nackte Wahnsinn" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/der-nackte-wahnsinn Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Fremder als der Mond" | 18 sept. 2024 | 00:14:21 | |
Bertolt Brecht war nicht nur Stückeschreiber, Theatertheoretiker, politischer Denker und Gründer des Berliner Ensembles, sondern auch ein begnadeter Lyriker und Singer-Songwriter avant la lettre. Fremder als der Mond verwebt Brecht-Lieder von Hanns Eisler und anderen mit Dichtungen und autobiografischer Prosa zu einer musikalisch-fragmentarischen Lebenserzählung. Sie handelt vom Werden einer Künstlerpersönlichkeit, den Schwierigkeiten des Liebeslebens, von Krieg, Exil und Heimkehr – und vom Sterben und dem Verhältnis von Autor und Nachwelt. Die Sängerin und Schauspielerin Katharine Mehrling, dem Berliner Publikum durch ihre Auftritte in der Komischen Oper Berlin und der Bar jeder Vernunft bekannt, ist dafür erstmals am Berliner Ensemble zu erleben, an ihrer Seite Paul Herwig. Mehr Informationen und Tickets für "Fremder als der Mond" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/fremder-als-der-mond Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Kleiner Mann - was nun?" | 17 sept. 2024 | 00:08:57 | |
Das junge Elternpaar Pinneberg und Lämmchen hält an seiner Liebe und am Glauben an eine bürgerliche Moral fest – trotz Armut, Arbeitslosigkeit und sozialer Härte. Ihr Kampf um einen letzten Rest Würde endet am Rand des Molochs Berlin. Hans Fallada fasst seinen international erfolgreichen Roman, welchen er 1932 in Zeiten von höchster wirtschaftlicher und politischer Anspannung in Deutschland nur zensiert veröffentlichen konnte, so zusammen: "Ehe und Wehe von Johannes Pinneberg, Angestellter, verliert seine Stellung, bekommt eine Stellung, wird endgültig arbeitslos. Einer von sechs Millionen, ein Garnichts, und was der Garnichts fühlt, denkt und erlebt." Die Frage "Was nun?" wurde historisch von der Machtergreifung der Nationalsozialisten beantwortet. Die Frage, wie wirkungsvoll individueller Zusammenhalt in einer Massengesellschaft sein kann, beantwortete Fallada mit einem utopischen Moment. Frank Castorf adaptiert die Ursprungsfassung des Romans und setzt sie in Bezug zu autofiktionalen Texten von Fallada, die er größtenteils im Gefängnis und in der Psychiatrie verfasste, wie etwa "Die Kuh, der Schuh, dann du". Mehr Informationen und Tickets für "Kleiner Mann - was nun?" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/kleiner-mann-was-nun Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Audioeinführung "Tod eines Handlungsreisenden" | 17 sept. 2024 | 00:07:57 | |
Willy Loman ist ein Selfmademan! Vor mittlerweile ein paar Jahrzehnten war er einer der Fleißigsten seiner Branche. Er war erfolgreich. Leider läuft das Geschäft heute nicht mehr so gut und während sich die Rechnungen stapeln, ändern sich die Zeiten – nur Willy nicht. Er kann nicht verstehen, warum harte Arbeit und der Glaube an sich selbst nicht mehr reichen sollen. Was ihm bleibt, sind seine Träume, der Stolz und die Nostalgie. Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden" zeigt den Abstieg eines Mannes, der bedingungslos an den "American Dream" glaubt und dabei dessen Brutalität übersieht: all die Lügen, die wir uns erzählen, um unsere Sehnsucht nach Macht, nach Sicherheit und nach Anerkennung zu rechtfertigen; all die Menschen, die wir opfern für unsere Erwartungen; aber auch die Momente, in denen Gemeinschaft trotz allem doch möglich gewesen wäre. Max Lindemann ist im Ruhrgebiet aufgewachsen und studierte Schauspielregie. Nach seinem Debüt mit "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" inszenierte er am Berliner Ensemble zuletzt die Uraufführung von Sibylle Bergs "Es kann doch nur noch besser werden" und die inszenierte Lesung von Michel Friedmans "Fremd" mit Sibel Kekilli. Mehr Informationen und Tickets für "Tod eines Handlungsreisenden" gibt es unter https://www.berliner-ensemble.de/inszenierung/tod-eines-handlungsreisenden Schickt uns Euer Feedback zum Podcast per Mail an podcast@berliner-ensemble.de oder schreibt uns Eure Meinung auf den Social-Media-Kanälen unter dem Hashtag #BEpodcast. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||
| Über Israel reden | 09 juil. 2024 | 01:39:11 | |
Der 7. Oktober und der darauffolgende Krieg in Gaza haben die Debatten über die politische Zukunft Israels, aber auch die deutsche Diskussion darüber, was die vielzitierte deutsche "Staatsräson" konkret bedeute, erneut angefacht. Über Israel "am Scheideweg" und die deutsche Verantwortung spricht die ehemalige Nahostkorrespondentin Lea Frehse mit Hanna Veiler und Avner Ofrath. Eine Aufzeichnung der Veranstaltung aus dem Neuen Haus des Berliner Ensembles vom 4. Juli 2024. Mehr Infos und aktuelle Termine unter https://www.berliner-ensemble.de/diskurs. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information. | |||