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Explore every episode of the podcast Ausgeglaubt: ein RefLab-Podcast

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Special (Teil 2): Ist Abhängigkeit der Bruder oder Endgegner von Freiheit?04 Sep 202401:09:03
Es geht weiter in der fulminanten Freiheitsgeschichte – Manuel und Stephan fragen sich, ob man denn eigentlich frei sein und sich zugleich an etwas oder jemanden binden kann… In der letzten Folge sind Manuel und Stephan bis zu Martin Luther gekommen – diese Folge setzt ein mit Immanuel Kants Ruf zur Autonomie des vernünftigen Menschen, der sich von der selbstverschuldeten Unmündigkeit befreit – und Jean-Jacques Rousseaus Idee der «Volkssouveränität», wonach die wahre Freiheit darin besteht, sich den Gesetzen zu unterwerfen, die man sich selbst gegeben hat. Und hier ist sie wieder: die eigenartige Verschränkung von Freiheit und Gebundenheit, von Unabhängigkeit und (freiwilliger) Unterwerfung – ein Miteinander, das bei Schleiermacher theologisch gefasst wird: Der Mensch wird wahrhaft frei, wenn er seine «schlechthinnige Abhängigkeit» von Gott anerkennt. Barth, ein eigentlicher Antipode Schleiermachers, bekräftigt diesen Grundsatz auf seine Weise: Wahre Freiheit gewinnt der Mensch nur im Gehorsam gegenüber Gott. Aber wie ist das zu denken? Stephan und Manuel diskutieren über die christliche Idee, dass der Mensch erst dann zu sich selbst und seiner Bestimmung (und damit zu seiner «positiven Freiheit») findet, wenn er in Beziehung zu Gott steht – zugespitzt (und mit Paulus) ausgedrückt: Wenn er sich unter die Herrschaft Gottes begibt. Aber ist das nicht ein übler Taschenspielertrick, mit dem Menschen doch wieder unter ein fremdes Gesetz gebracht und in eine bestehende Ordnung eingefügt werden? Gibt es nicht viele Christ:innen, welche den geistlichen Gehorsam gegenüber Gott und die lebenspraktischen Vorgaben christlicher Kirchen alles andere als befreiend erlebt haben?
Special (Teil 1): Ist Freiheit eine christliche Erfindung?28 Aug 202401:02:39
Mit diesem Special reagieren Manuel und Stephan auf eine Podcast- und Videoserie, welche das Fribourger «Zentrum für Glaube und Gesellschaft» unter dem Titel «Freiheitsprojekt» lanciert haben. Es hebt stark auf die Unterscheidung von «negativen» und «positiven» Freiheiten ab: Der Freiheit von staatlichen Restriktionen, und gesellschaftlichen Zwängen (negative Freiheiten wie Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, freie Marktwirtschaft, Pressefreiheit…) – und der Freiheit zur selbstbestimmten Gestaltung des eigenen Lebens nach persönlichen Werten und Zielen (positive Freiheiten wie Berufsfreiheit, Bildung, soziale Sicherheit, Gleichstellung, Kultur, Kunstfreiheit…). Doch woher kommt diese Unterscheidung – und in welchem Verhältnis steht sie zur biblischen Rede von der Freiheit in Christus, oder zu Luthers Plädoyer für die «Freiheit eines Christenmenschen»? Manuel und Stephan nehmen euch mit auf eine biblisch-theologische Spurensuche. Sie führt von der paradigmatischen Exoduserzählung über das Freiheitsversprechen von Jesus Christus bis zu Paulus («Zur Freiheit hat Christus euch befreit!») – und sie zeigt auch die Gefahren theologischer Freiheitsbegriffe auf: Braucht man sich um die Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse überhaupt noch zu kümmern, wenn Christ:innen doch sowieso «innerlich», geistlich frei sein können? Wie soll man das berühmte Lutherwort verstehen: «Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan – und: Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan»?
Summertime-Special 2: «Was ist christlich?» (mit Thorsten Dietz)26 Jun 202400:32:12
Was kann sich mit Recht «christlich» nennen? Und wer bitte darf das bestimmen? Manuel und Stephan streiten mit Thorsten Dietz über die Grenzen des christlich Annehmbaren… Wir sind im Ausgeglaubt-Sommer 2024 – und haben für euch unsere zehn Lieblingsfolgen aus bald fünf Jahren «Ausgeglaubt»-Geschichte ausgewählt und mit einer aktuellen Einleitung versehen! In dieser Folge haben wir zum ersten Mal einen Gast eingeladen – den wir damals noch gar nicht so gut kannten: Thorsten Dietz. Wir verwickeln den Rockstar unter den deutschen «christlichen» Podcastern in ein Gespräch über das, was eigentlich und wirklich «christlich» genannt werden kann (Podcaster inklusive…;-). Auch das ist noch eine richtig kurze Folge – die man ausserdem auch als Video verfolgen kann! Hier die ursprüngliche Kurzbeschreibung dazu – viel Spass und Inspiration beim Hören! Heute läufts bei »Ausgeglaubt« mal anders: Wir haben Thorsten Dietz zu Gast – und reden mit ihm über die Frage, was denn eigentlich das »Christliche« ausmacht. Wer oder was darf als »christlich« gelten? Kann oder muss man hier Grenzen ziehen? Manuel hat Erfahrungen gemacht mit »christlichem« Thrash Metal, Stephan wird zuweilen das Christsein abgesprochen, und Thorsten will den Begriff »christlich« nicht mehr als Adjektiv, sondern nur noch als Adverb gebrauchen…
Richard Dawkins: Der Gotteswahn09 Feb 202200:58:55
Das Buch, das wir in der aktuellen Folge besprechen, ist nichts für Zartbesaitete. Der Evolutionsbiologe und bekannte Atheist Richard Dawkins rechnet in seinem Pamphlet «Der Gotteswahn» mit der Religion in all ihren Formen ab. Wir reden nicht nur über die Stärken und Probleme des Buches, sondern diskutieren auch die Frage, was es uns über das Christentum in unserer Zeit sagt, dass eine solche aggressive Fundamentalkritik ein derartiger Erfolg werden konnte. Haben wir Dawkins Kritik verdient? Und was lässt sich daraus lernen?
William Paul Young: Die Hütte02 Feb 202201:01:38
Für heute haben wir uns kein eigentliches Sachbuch, sondern eine Erzählung vorgenommen. Es ist eine Geschichte, die vor gut zehn Jahren um die ganze Welt ging und nicht nur über 20 Millionen Leser*innen begeisterte, sondern in hochkarätiger Besetzung auch als Hollywood-Film umgesetzt wurde. Sie erzählt von einem Familienvater namens Mack, der seine Tochter verloren hat und erst aus seiner Verbitterung herausfindet, als ihm Gott in einer abgelegenen Waldhütte begegnet. In ausgedehnten Gesprächen mit den drei Figuren, welche für die Personen der Dreieinigkeit stehen, wird das Bild eines liebenden Gottes enthüllt, der mit unserem Leid mitfühlt und den Schmerz unseres Lebens heilen kann. Manuel und Stephan unterhalten sich über die Stärken des Buches, über das, was sie daran berührt oder auch stört – und über den Wandel unserer Zeit, der ein solches Buch zum Bestseller machen konnte…
C.S. Lewis: Mere Christianity («Pardon, ich bin Christ»)26 Jan 202201:01:47
Ok, heute geht's um einen absoluten Klassiker der christlichen Literatur, aus der Feder des britischen Denkers C.S. Lewis. Selber kein Theologe, sondern Professor für Literaturwissenschaft, hat Lewis mit «Mere Christianity» eine Verteidigung des christlichen Glaubens geschrieben, die viele Millionen Mal verkauft und in 36 Sprachen übersetzt wurde. Stephan und Manuel unterhalten sich über die Plausibilität der Argumente, die Lewis für den Glauben an den christlichen Gott vorbringt, über das berühmte Trilemma «Lord, Liar or Lunatic» (Herr, Halunke oder Hirnrissiger) und über die poetische Kraft seiner Sprache. Und sie fragen sich, ob das Buch in den letzten 70 Jahren gut gealtert ist – oder ob es heute nur noch nostalgischen Wert hat…
Eckhart Tolle: Jetzt! Die Kraft der Gegenwart19 Jan 202200:56:00
Heute geht's um das bekannteste Buch des modernen Weisheitslehrers Eckhart Tolle. Das Gespräch findet allerdings unter sehr unterschiedlichen Voraussetzungen statt: Stephan ist das Buch in den vergangenen Jahren sehr wichtig geworden, während Manuel bis vor wenigen Wochen weder vom Titel noch vom Verfasser je etwas gehört hat. Mit dem esoterischen Jargon kann er wenig anfangen, und auch sonst hat er einige kritische Anfragen an Tolles Spiritualität der Selbstfindung. Stephan liest ihn wesentlich wohlwollender und sieht zahlreiche Parallelen zur christlichen Tradition – sogar mit seinem Christusverständnis kann er erstaunlich viel anfangen… Ein spannendes und spannungsvolles Gespräch, das auch jenen zu empfehlen ist, die das Buch nicht kennen.
Johannes Hartl: Eden Culture12 Jan 202200:51:09
In unserer neuen Staffel – Bücher mit Impact – unterhalten wir uns über Bücher zu den Themen Religion, Spiritualität und christlicher Glaube, die eine grosse Reichweite erreicht haben und viele Menschen prägen. In der ersten Folge besprechen wir Johannes Hartls «Eden Culture», das eigentlich zu aktuell ist, um diesen Status schon behaupten zu können. Das Buch ist aber kaum zu übersehen: Es rangiert in der Spiegel Bestseller-Liste und liegt in vielen Buchläden prominent auf. Sogar in der «ZEIT» wurde es besprochen. Bietet das Buch zeitgemässe Orientierung für Christinnen und Säkulare in unserer Gegenwart? Oder ist es ein hoffnungslos retourgewandtes Projekt, das sich aufgeschlossen gibt? Wir freuen uns auf eure Leseerfahrungen und Einschätzungen!
Auf ein Neues… (Staffelschluss)15 Dec 202101:01:00
Mit dieser Folge beenden Manuel und Stephan das «Ausgeglaubt»-Jahr 2021. Sie werden dabei ganz persönlich – indem sie folgende drei Fragen für sich beantworten und gemeinsam diskutieren: – Was sehe ich anders als vor einem Jahr? – Was hat mich inspiriert? – Ein grosses Fragezeichen? Die gedankliche Reise führt sie vom düsteren Menschenbild der reformatorischen Theologie über den Himmel bis zur grossen Frage nach der Zukunft der Kirche. Was eigentlich als kurze, knackige Schlussepisode geplant war, wächst sich hier zu einem ebenso langen wie leidenschaftlichen Gespräch aus…
Stephans Bekenntnis…08 Dec 202100:53:51
Zum Schluss unserer aktuellen Staffel von «Ausgeglaubt» formulieren wir unser ganz persönliches Glaubensbekenntnis – und jetzt ist Stephan an der Reihe! Manuel spricht mit ihm über den eigenwilligen Einstieg seines Textes, und dann auch über die Idee, dass Gott Platz macht, damit seine Schöpfung entstehen kann. Spannend wird auch die Diskussion über die Frage, ob es wirklich etwas gibt, was eine Schwimmübung im Rhein von einer kirchlichen Taufe unterscheidet, oder warum das Leiden und der Tod von Jesus es nicht in Stephans Bekenntnis geschafft hat… Viel Spass mit dieser persönlichen Folge von «Ausgeglaubt»!
Manuels Bekenntnis…01 Dec 202100:46:41
Heute wird's persönlich. Manuel wagt den Aufschlag – und formuliert sein eigenes, selbstgestricktes Glaubensbekenntnis. Mit Stephan kommt er dann über den Gott ins Gespräch, der Liebe ist, der irgendwie aus drei Personen besteht – und der mal wiederkommen wird. Nicht, um die Geschichte zu beenden, sondern um eine neue Geschichte anzufangen…
Das Glaubensbekenntnis (Teil 2)24 Nov 202100:54:52
So, heute sind wir durchgekommen! Der zweite Teil des Credos steht. Wir haben dabei natürlich auch über das Jüngste Gericht gesprochen... Und über den Heiligen Geist, die Trinität und die Kirche. Das Glaubensbekenntnis gibt wirklich viel Stoff zum nachdenken. Aber welchen Status hat so ein Glaubensbekenntnis eigentlich? Ist es eine Aufgabe an die Kirche oder mehr eine Stichwortgeberin für die eigene Auseinandersetzung mit Glaubensfragen? In den nächsten Folgen wollen wir über das sprechen, was wir selbst glauben. Und wir hoffen, dass ihr uns dazu viele Anregungen und Ideen aus eurem eigenen Zweifeln und Glauben zuschickt!
Zugabe: Das Glaubensbekenntnis (Teil 1)17 Nov 202100:51:14
Der Gang durch die mächtigsten Texte der Bibel wurde mit der letzten Folge über das Buch der Offenbarung geendet. In dieser Zusatzfolge nehmen sich Stephan und Manuel das sog. «Apostolische Glaubensbekenntnis» vor. Es ist das berühmteste und verbreitetste Bekenntnis des christlichen Glaubens – und es versucht letztlich, die Botschaft der Bibel in einigen Sätzen zu verdichten. Die Reformierten Kirchen in der Schweiz haben eine spannungsvolle Geschichte mit dem Apostolikum – sie verstehen sich seit den Bekenntnisstreitigkeiten im 19. Jahrhundert als «bekenntnisfrei». Manuel und Stephan diskutieren über die Bedeutung des Bekenntnisses für ihren Glauben, über das, was sie stark finden und das, was ihnen dort fehlt… Natürlich schaffen sie es nicht durch das ganze Bekenntnis durch, so dass ihr euch auf einen weiteren Teil freuen dürft…;-)
Summertime-Special 1: «Die Bibel ist kein gutes Buch für Kinder»19 Jun 202400:49:22
Sollte man die Bibel von Kindern fernhalten? Viele ihrer Geschichten sind pädagogisch jedenfalls hoch problematisch – meint Manuel in dieser Folge von Ausgeglaubt. Ausgeglaubt läuft durch den Sommer! Manuel und Stephan haben aus bald fünf Jahren Podcastgeschichte ihre zehn liebsten, aufregendsten, hörenswertesten Folgen ausgesucht: Schnallt euch an für die TopTen von «Ausgeglaubt» – neu anmoderiert und frisch abgemischt! Wir starten in diese Reihe mit der vierten Folge des Podcasts «Ausgeglaubt», die wir überhaupt aufgenommen haben. Sie stammt aus einer Zeit, in der unsere Gespräche nur eine halbe Stunde dauerten… aber keine Angst: mit der aktuellen Einleitung kommt die Folge doch wieder fast auf heutige Normallänge…;-) Hier die ursprüngliche Kurzbeschreibung dazu – und dann viel Spass mit einer richtigen Nostalgie-Folge… Manu glaubt nicht mehr, dass man Kindern biblische Geschichten erzählen sollte. Jedenfalls nicht so, wie sie ihm erzählt worden sind. Stephan mag aber die Geschichte von König David oder die Josephsnovelle aus dem Alten Testament. Liegt das Problem an den Geschichten oder eher am Anspruch, mit dem sie erzählt werden? Heute werden sich die beiden jedenfalls nicht einig…
Offenbarung10 Nov 202101:16:57
Heute schliessen wir unsere Reihe zu den grössten, wirkmächtigsten Texten der Bibel ab – mit dem Buch der Offenbarung! Dieser apokalyptische Text strotzt nur so von blutrünstigen Bildern und bedeutungsschwangeren Symbolen, und er gibt seinen Lesern seit jeher Rätsel auf. Während Stephan das Buch bis zu seinem Theologiestudium gemieden hat, bekam Manuel in seiner Kindheit eher eine Überdosis davon. Die beiden sprechen über Endzeitvisionen und Zukunftshoffnungen, über die Bedeutung der Zahl 666, über Allversöhnung und das Fegefeuer, über Gorbatschows Muttermal, über die Entrückung und den Himmel…: Ihr Lieben, in dieser Folge kriegt ihr die volle Dröhnung! Ein grandioses Finale unserer Auseinandersetzung mit biblischen Texten… mit einer Ankündigung dessen, was bei «Ausgeglaubt» noch auf euch wartet!
Pfingsten03 Nov 202101:01:51
Heute fällt der Geist! Manuel und Stephan nehmen sich die Pfingstgeschichte vor – und es gibt einiges zu diskutieren. Die sagenhafte Story der Ausgiessung des Geistes ist zuerst einmal eine Globalisierungsgeschichte: Menschen aus der ganzen Welt verstehen plötzlich die Botschaft von Jesus Christus, und eine bemerkenswerte Erweckungsbewegung bricht sich Bahn. Macht es Sinn, sich auch heute noch an der Beschreibung dieser «Urgemeinde» zu orientieren? Taugt die Wassertaufe (oder die Geisttaufe) als Entscheidungskriterium für die Mitglieder der Kirche? Und haben sich die heutigen Kirchen von den Werten wegbewegt, die uns in der Gemeinde der Apostelgeschichte begegnen? Zum Gedenken an den Geburtstag der Kirche leisten sich Stephan und Manuel eine spannende Folge mit einer gewissen begeisterungsbedingten Überlänge…
Auferstehung27 Oct 202100:43:21
Diesmal wird's wieder fröhlicher: Jesus ist auferstanden! So zumindest berichten es uns die Evangelien. Wie sollen wir uns das denken – und welchen Unterschied macht die Auferstehung Jesu für unser Leben? Manuel und Stephan gehen vom Auferstehungsbericht des Evangelisten Markus aus und tasten sich an das Geheimnis der christlichen Hoffnung heran. Die aufbrechende Jesusbewegung ist ohne das einschneidende Erlebnis der Auferstehung nicht denkbar – da sind Menschen in die ganze damals bekannte Welt aufgebrochen und haben unter grossen persönlichen Entbehrung diese Botschaft vom Reich Gottes unter die Leute gebracht. Geht es dabei vor allem um etwas, was in einer anderen Welt auf uns wartet – oder um etwas, was hier und jetzt schon aufbricht? Für Stephan hat die Auferstehung viel mit der Praxis des Gebets zu tun – mit der Gewissheit, dass da jemand am anderen Ende der Leitung ist…
Kreuzigung20 Oct 202100:48:32
Dass diese Geschichte in die Liste der bedeutendsten Texte der Bibel gehört, war für Stephan und Manuel völlig klar. Die Passion Jesu und im engeren Sinne seine Kreuzigung steht unbestrittenerweise im Zentrum des christlichen Glaubens. Aber was hat sie genau zu bedeuten? Musste Jesus wirklich sterben, oder ist er einfach Opfer eines tragischen und unnötigen Justizirrtums geworden? Und wäre es auch denkbar gewesen, dass er von Pilatus begnadigt wird, eine Familie gründet und mit 95 Jahren an einem Herzinfarkt stirbt? Und wenn er denn sterben musste: Welche Bedeutung hat sein Tod für uns? In dieser Folge geht's ans Eingemachte, und trotz leidenschaftlichstem Einsatz gelingt es Stephan und Manuel nicht, all diese Fragen ein für allemal zu klären…;-)
Seligpreisungen13 Oct 202100:46:57
Wie Auswahl eines Textes aus den Predigten von Jesus ist uns nicht leicht gefallen – aber der Beginn der berühmten Bergpredigt hat sich schon angeboten: In den sogenannten «Seligpreisungen» nennt Jesus gerade diejenigen «glücklich», die vom Leben nicht verwöhnt wurden – die Armen, Hungernden, Verfolgten, ungerecht Behandelten. Handelt es sich dabei um billige Vertröstungen aufs Jenseits: Hier geht's euch dreckig, aber irgendwann im ewigen Leben wird die Rechnung dann aufgehen? Oder sind die Seligpreisungen ein ethisches Programm, auf das Jesus seine Nachfolger:innen verpflichtet? Über diese Fragen kommen Stephan und Manuel in ein angeregtes Gespräch – und es zeigt sich, dass es noch andere Möglichkeiten gibt, diesen bekannten Text zu verstehen…
Weihnachtsgeschichte06 Oct 202100:43:54
Endlich! Stephan und Manuel sind mit ihrer «Ausgeglaubt»-Staffel bei Jesus angekommen! Heute geht's um die legendäre Weihnachtsgeschichte. Es wird schnell deutlich, wie wenig Glühweinatmosphäre diese Geschichte eigentlich vermittelt – und wie politisch brisant das ganze Setup ist. So kommen Manuel und Stephan auch bald auf die Frage zu sprechen, was Jesus als der König eines neuen Reiches uns heute zu sagen hat. Wie geht Christsein jenseits von Rückzug in den Bunker und Gründung einer christlichen Partei?
Daniel29 Sep 202100:46:34
Und einmal mehr geht es um eine biblische Story, die in keiner Kinderbibel und keiner Sonntagsschule fehlen darf: Daniel in der Löwengrube! Stephan und Manuel nähern sich dem Text über seine bewegte Entstehungsgeschichte – und sie diskutieren, warum sich Daniel nach hebräisch-jüdischem Verständnis gerade nicht als eigentlicher Prophet qualifiziert. Spannend ist dann aber auch die subversive Art zu sprechen, in welcher sich Jesus Christus dieses Buch aneignet: Er greift den Titel des «Menschensohnes» aus dem Danielbuch auf, stellt ihn aber auf den Kopf…
Hiob22 Sep 202100:41:34
Und wieder wartet eine legendäre biblische Figur bei «Ausgeglaubt» auf ihre Entdeckung: Hiob, der prototypisch rechtschaffene, gottesfürchtige Mensch, der vom Leben in die Knie gezwungen wird. Er verliert alles, was er hat – Besitz, Vieh, Frau und Kinder, zuletzt auch seine Gesundheit – und seine Freunde sind ihm auch keine grosse Hilfe. Stephan und Manuel diskutieren anhand dieser bewegenden Geschichte die Kritik am Tun-Ergehen-Zusammenhang und ziehen Parallelen zum populären positiven Denken unserer Zeit. Wenn um die Frage geht, ob nun wirklich auch das Böse letztlich auf Gott selbst zurückzuführen ist, werden sie sich aber nicht einig…
David15 Sep 202100:43:22
Heute kommt bei «Ausgeglaubt» der König David zur Sprache – ein Glaubensheld allererster Güteklasse: Psalmendichter, Singer-Songwriter, Bezwinger Goliaths… aber dann doch auch eine zutiefst fragwürdige Figur. Schonungslos beschreibt die Bibel, wie David seine Macht missbraucht, um sich Batseba aufzudrängen und ihren Mann um die Ecke zu bringen. Stephan und Manuel sprechen über die Abwärtsspirale, in die David gerät, und über die vielen Ausstiegsgelegenheiten, die er ignoriert. Ist die Scham über sein Fehlverhalten die treibende Kraft, die ihn immer tiefer in Scheisse reitet? Und wie gehen wir heute mit Beschämung und Gesichtsverlust um? Gibt es ein Evangelium, eine gute Nachricht für diejenigen, die sich dafür schämen, ihren eigenen Werten und Maßstäben nicht gerecht geworden zu sein?
Gesetzgebung08 Sep 202100:48:22
Ja, uns ist klar, dass wir mit der heutigen Episode eine Menge wichtiger Geschichten überspringen… Aber der Text der heutigen Folge MUSS auf jeden Fall in diese Staffel rein: Es geht nämlich um die zehn Gebote. Mose empfängt auf dem Berg Sinai die neuen Regeln für das Zusammenleben Israels – und ist bei seiner Rückkehr bereits mit dem Scheitern des Volkes konfrontiert. Manuel und Stephan werfen einen genaueren Blick auf die zehn Gebote und machen dabei faszinierende Entdeckungen. Sie diskutieren dann auch darüber, wie Jesus die mosaischen Gebote aufgegriffen hat – und was es eigentlich heute heissen könnte, diese Texte ernst zu nehmen ohne an ihnen zu verzweifeln…
Ist die multimediale Ablenkung der grösste Feind der Religion?12 Jun 202401:01:32
Nie zuvor hatten Menschen derart vielfältige und stets verfügbare Möglichkeiten, sich abzulenken. Kann das für das Christentum zum Problem werden? In den frühen 1980er Jahren hat Neil Postman mit seinem Buch «Wir amüsieren uns zu Tode: Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie» eine kritische Zeitanalyse vorgelegt, die für einigen Wirbel gesorgt hat. Er untersucht die Auswirkungen des Fernsehens und der Massenmedien auf die Gesellschaft und kommt zu einem vernichtenden Fazit: Fernsehen und moderne Massenmedien sind primär darauf ausgerichtet, zu unterhalten, anstatt zu informieren oder zu bilden. Diese Dominanz der Unterhaltung verändert, wie Menschen Informationen aufnehmen und verarbeiten: Der öffentliche Diskurs verflacht, komplexe Themen und tiefergehende Diskussionen werden vermieden, da sie nicht dem Unterhaltungsformat entsprechen. Längst hat nach Postmann das Showbusiness-Modell des Fernsehens auf alle Bereiche der Gesellschaft übergegriffen, einschließlich Politik, Bildung und Religion. Politiker, Lehrer und religiöse Führer passen ihre Kommunikation an, um den Erwartungen eines durch Unterhaltung geprägten Publikums gerecht zu werden… Manuel und Stephan unternehmen zuerst einen Spaziergang in die Vergangenheit, um sich die Unterschiede in der Freizeitgestaltung ihrer Groseltern und Eltern klarzumachen. Seit Neil Postmans Buch sind mehrere Jahrzehnte vergangen – das Fernsehen wurde längst durch Streamingplattformen und Social Media eingeholt, die unser Leben noch lückenloser einnehmen können. Könnte es sein, dass Christentum unserer Zeit nicht durch eine nächste Weltanschauung oder Ideologie bedroht wird, sondern durch die permanente Ablenkung in einer Unterhaltungs- und Multimedia-Gesellschaft, welche die grossen Fragen des Lebens gar nicht mehr aufkommen lässt?
Sintflut01 Sep 202100:46:37
Heute wird's nass. Stephan und Manuel nehmen sich die Geschichte der Sintflut vor – eine eindrückliche, aber auch gerne verniedlichte Erzählung, die eigentlich ein Katastrophenszenario beschreibt. Bitter enttäuscht von der Verdorbenheit des Menschen entschliesst sich Gott, das Projekt Menschheit zu «resetten». Der Neustart mit Noah macht aber klar, dass es um den Menschen noch immer nicht besser bestellt ist. Trotzdem stehen Noah und seine Nachkommen unter dem Segen Gottes. Stephan entdeckt darin ein kraftvolles Bild der Rechtfertigung des Menschen durch Gott. Auf jeden Fall scheint sich aber zu zeigen, dass Gott vom Menschen nicht so leicht loskommt. Manuel und Stephan diskutieren dann auch die Frage, wie die Flutgeschichte in unsere Zeit hineinsprechen könnte – und was die drohende Klimakatastrophe damit zu tun hat.
Schöpfungsgeschichte25 Aug 202100:45:09
In der 5. Staffel widmen wir uns den grossen Bibeltexten! Am Anfang steht da natürlich die Schöpfungsgeschichte. Oder eigentlich besser: Die Schöpfungsgeschichten! Was tragen sie heute aus, für den christlichen Glauben aber auch angesichts der Ökokrise? Sind diese Texte vielleicht sogar mit Schuld an unserem schädlichen Umgang mit unserer Um- und Mitwelt? Und wie steht es mit der Schöpfungsordnung? Hat Gott Männer und Frauen füreinander geschaffen, die er im Bund der Ehe vereinigen will? Vielleicht haben diese Texte nicht immer Antworten auf unsere gegenwärtigen Fragen. Aber sie prägen nach wie vor unser Suchen nach Lösungen und unser Nachdenken über Probleme. Höchste Zeit, genauer hinzuschauen!
Die grossen Bibeltexte18 Aug 202100:35:57
Ja klar, viele Bibeltexte sind grossartig. Aber wir wollen uns in dieser neuen Staffel denjenigen Texten zuwenden, die jeder kennt – oder wenigstens kennen sollte. Wie wir ausgewählt haben und was uns dabei antreibt, erfahrt ihr in dieser ersten Folge.
Wäre Jesus ein guter Präsident?30 Jun 202100:58:07
Im letzten Gespräch dieser Staffel haben wir Eric Nussbaumer zu Gast: Er ist Schweizer Nationalrat (also Mitglied des Schweizerischen Parlaments), Fraktionsmitglied der Sozialdemokratischen Partei… und Kirchengänger. Stephan und Manuel sprechen mit ihm über das, was eine Politik «christlich» machen könnte, über den mancherorts befürchteten Untergang des «christlichen Abendlandes», über den Sinn der Anrufung Gottes in der Präambel unserer Verfassung – und über die Frage, ob und wie sich Kirchen in die Politik einmischen sollten. Ein spannendes und ehrliches Gespräch, in dem ihr auch erfahrt, warum Stephan nicht gerne an seine erste Abstimmung zurückdenkt…
Wohnt Gott im Rausch?23 Jun 202100:53:28
Jesus soll ja ein "Fresser und Säufer" gewesen sein. Wirklich? Und wie werden Alkohol, Trunkenheit und Gelage biblisch beurteilt? Manuel Dubach hat dazu mehrere Jahre geforscht. Er zeichnet in dieser Podcastfolge ein differenziertes Bild. Und immer wieder gibt es überraschende und inspirierende Impulse für das eigene Leben.
Ist Gott die Kirche peinlich?16 Jun 202101:05:14
Heinzpeter Hempelmann ist zurück! In der letzten Staffel haben wir mit ihm über seine Behauptung gesprochen, die Kirche hätte keine Zukunft. Jetzt hat er einen zweiten Text verfasst, in dem er gerade einer schwachen, gebrochenen, gedemütigten Kirche dann doch eine Zukunftshoffnung zugesteht. Wir sprechen mit ihm über die verhängnisvolle Seite der jahrhundertealten Ehe zwischen Kirche und Staat, über die Chancen, die sich gerade dann auftun, wenn wir unsere bisherigen kirchlichen Privilegien loslassen – und über einen Gott, der sich für seine Kirche tatsächlich schämen mag… der mit ihr aber doch noch nicht abgeschlossen hat.
Hat Gott ein Problem mit Geld?09 Jun 202100:57:06
Der Gesprächsgast der heutigen Folge bringt einen einzigartigen Werdegang mit: Er ist gelernter Schreiner, hat ein Theologiestudium abgeschlossen und dann noch Betriebsökonomie studiert. Seit vielen Jahren arbeitet er als Risk Manager und stellvertretender CEO bei einer börsenkotierten Bank – und er spricht mit uns über die Versuchungen der Konsumgesellschaft, den Reputationsverlust der Banken und über ein Leben, das sich nicht über Wohlstand und Reichtum definiert. Eine spannende und lehrreiche Diskussion – nicht zuletzt für Stephan, der sich in seinem Konsumverhalten ertappt weiss und gelobt, seine Zalandosucht anzugehen…
Ist der Glaube lernfähig?02 Jun 202100:46:13
Keine Angst, uns sind die Gäste für diese Staffel von «Ausgeglaubt» noch nicht ausgegangen. Trotzdem wollten wir in dieser Episode mal wieder zu zweit sprechen – und zwar über die Frage, wie lernfähig wir unseren eigenen Glauben einschätzen. Welche Erfahrungen haben zur Transformation unseres Glaubens beigetragen? Wo ist das Problem mit den gängigen Stufenmodellen der Glaubensentwicklung? Würden wir unsere Glaubensbiographie als eine Erfolgsgeschichte beschreiben – oder sehnen wir uns manchmal zurück nach einer verloren gegangenen Kindlichkeit des Gottvertrauens? Und dann auch: Was möchten wir in unserem Glauben mal noch erleben?
Ist Religion (nur) ein Mythos?!26 May 202101:15:25
Gott ist für die einen eine Märchenfigur, die manchen hilft, weniger traurig zu sein, ihre Macht durchzusetzen oder die Augen vor der Wirklichkeit zu verschliessen. Für andere ist Gott derjenige, der sich in der ganzen Welt zu erkennen gibt, wenn man hinschaut und zuhört und manche finden, dass er sich den Propheten offenbart hat und in Jesus Mensch geworden ist. Aber was bleibt vom Glauben übrig, wenn man seine eigene Religion als Mythos versteht? Darüber sprechen Manu & Stephan in dieser Folge mit Andreas Kessler. Er ist Kirchengeschichtler, Religionsdidaktiker und vor allem ein wacher Geist, den religiöse Fragestellungen bewegen und der selbst äusserst sprachfähig von Glaube, Gott und Religion reden kann. Davon zeugen viele seiner poetischen Texte und seiner Poetry-Slam-Beiträge.
Ist Gott eine gute Poetin?19 May 202100:54:41
Heute haben wir die deutsche Theologin, Erzählerin, Slam-Poetin und Autorin Christina Brudereck bei «Ausgeglaubt» mit dabei! Sie tritt im Duo «2Flügel» mit einem einzigartigen musikalisch-poetisch-politisch-spirituellen Programm auf und ist «beflügelt» von einer tiefen Leidenschaft für die heilsame und zurechtbringende Kraft der Poesie. Wir wollten von ihr alles über die poetische Qualität der Bibel und über Gott als ultimative Poetin der Welt wissen… und wir haben eine Menge faszinierender Impulse erhalten. Christina zeichnet das Bild eines Gottes, der all unsere Geschichten zu einem guten Ende erzählen wird – und einer Bibel, mit der man auf Augenhöhe ins Gespräch kommen kann. Ganz nebenbei lernen wir dann auch noch, dass der Glaube an Einhörner grundbiblisch ist (und dass Stephan seiner Patentochter also keinen Bären aufgebunden hat…).
Die Kleinfamilie als Hort oder Erbin des Christentums?05 Jun 202400:55:16
Ist die bürgerliche Kleinfamilie der Wurzelgrund des Christentums – oder hat sie längst die Funktion übernommen, welche der christliche Glaube einmal hatte? In einer Umfrage der Redaktion von «Christ & Welt» antworten fast drei Viertel aller Leserinnen und Leser auf die Frage nach dem Sinn des Lebens mit dem Verweis auf die Familie (gefolgt von der Liebe und den Freunden). Erstaunlich ist das eher nicht: Das Christentum unserer Tage und Breitengrade hat sich ganz besonders eng mit dem Ethos der Familie – genauer: der bürgerlichen Kleinfamilie – verbunden. Je christlicher, je frommer, desto familienfreundlicher/familienzentrierter, könnte man sagen. Gemeindeleben, Glaubensweitergabe, Selbstverständnis als Gläubiger und Weltenbürger hängt ganz entscheidend von dieser kleinsten Zelle ab: Die Gründung einer Familie ist der Normalfall, Abweichungen sind eher erklärungsbedürftig. Deshalb ist ja auch die Sexual- und Familienethik ein derart zentraler Programmpunkt in christlichen Gemeinschaften: hier geht es ans Eingemachte! Doch woher stammt diese Allianz von Christentum und Kleinfamilie? Historisch selbstverständlich ist sie nämlich nicht: Jesus selbst blieb unverheiratet und kinderlos und stellte die leibliche Familie zugunsten der Gemeinschaft seiner Anhänger infrage. In der Bibel (Mt 12,46-50) wird beschrieben, wie Jesus seine Anhänger als seine wahre Familie bezeichnet, und die Kirche hat in den Jahrhunderten nach der Auferstehung Jesu die Schwächung traditioneller Großfamilien gefördert und sich für individuelle Haushalte eingesetzt. Heiratsverbote zwischen nahen Verwandten und das Verbot von Zwangsheiraten waren Maßnahmen, die die Kleinfamilie stärkten und die Individualität förderten. Manuel und Stephan diskutieren die Frage, ob sich in der Moderne das Blatt gewendet hat: Hat nach einer Zeit, in der das Christentum die Grossfamilien geschwächt hat, nun die Kleinfamilie das Christentum ersetzt?
Gehört Gott an unsere Schulen?12 May 202100:43:05
Und weiter geht's mit «Ausgeglaubt» – diesmal haben wir Prof. Dr. Christina aus der Au in unserer Runde. Sie ist Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Kreuzlingen (TG) und bildet angehende Lehrpersonen im Fachbereich «Religion, Ethik, Politik» aus. Manuel und Stephan sprechen mit ihr über das gesellschaftspolitisch brisante Thema: «Gehört Gott an unsere Schulen?» Wenn Religion Privatsache ist, was hat sie denn im Lehrplan zu suchen? Gibt es weltanschaulich neutralen Religionsunterricht? Müssten diese Themen nicht von Kulturwissenschaftler:innen statt von Theolog:innen übernommen werden? Christina plädiert für einen Religionsunterricht mit Leidenschaft – und führt ein überraschendes Bild aus der Modewelt ein, um ihre eigene Aufgabe zu beschreiben…
Kämpft Gott gegen den Zeitgeist?05 May 202100:56:41
Christinnen und Christen und andere religiöse oder spirituelle Menschen lassen sich nicht nur nach Religionen oder Konfessionen unterscheiden. Für ihr Weltbild ist mindestens so entscheidend, ob sie sich Gott als eine Kraft vorstellen, die sich gegen den Zeitgeist, die Trends und Moden stemmt oder sie erwarten, ihn in diesen Strömungen besser kennen zu lernen. Der Theologe Andreas Loos beschäftigt sich in letzter Zeit intensiv mit dem Zeitgeist und er glaubt, dass uns der Zeitgeist ganz viel über Gott zu verstehen aufgibt. Wie meint er das? Und wie unterscheidet er die kurzlebigen, flattrigen Bewegungen unserer Kultur vom Heiligen Geist? Und macht diese Unterscheidung überhaupt Sinn? Wir freuen uns sehr, wenn ihr uns auf Instagram schreibt, wie und wo ihr Gott wahrnehmt! @reflab.ch
Thorsten Dietz: Weiss Gott was richtig ist?28 Apr 202100:55:36
Heute ist Thorsten Dietz zu Gast! Wir sprechen mit ihm über die Möglichkeit einer christlichen, ja sogar biblischen Ethik. Thorsten ist nicht nur ein sehr erfolgreicher Podcaster, sondern hat jüngst mit seinem Kollegen Tobias Faix einen Entwurf für eine solche Ethik vorgelegt. Es ist eine "Einführung in eine Ethik zum Selberdenken". Manu & Stephan wollten von ihm wissen, was das bedeutet und wie das gelingen kann.
Braucht Gott Sterbehilfe?21 Apr 202101:08:07
Heute haben Manu & Stephan hohen Besuch bei Ausgeglaubt: Der Freidenker-Papst himself kommt zum Gespräch. Zusammen unterhalten sich die drei über Religion, Säkularismus, aufgeklärten Umgang mit Heiligen Texten, gemeinsame Anliegen und trennende Unterschiede. Valentin Abgottspon ist durch den “Kruzifix-Skandal” zu nationaler Bekanntheit gekommen. Er ist ein scharfzüngiger Kritiker religiöser & esoterischer Statements, liebt Wortspiele und konfrontiert Religionsvertreter*innen mit Absurditäten und Kuriosem, das für diese schon fast selbstverständlich geworden ist. Viel Spass mit diesem ausführlichen Gespräch!
Birgit Mattausch: Hat Gott ein Frauenproblem?14 Apr 202100:57:20
Birgit Mattausch ist Autorin und Pastorin. Sie arbeitet am Michaeliskloster in Hildesheim und hilft Pfarrer*innen schönere und gehaltvollere Gottesdienste zu feiern. In den Social Media tritt sie für die Menschen und Gruppen ein, die in Kirchen und Theologie immer noch zu kurz kommen. Als präzise Beobachterin hinterfragt sie Selbstverständlichkeiten und schenkt uns immer wieder einen anderen Blick auf religiöse Sprache, institutionelle Rollenbilder, Bibeltexte und das eigene Gottesbild. Wer ihr folgt merkt rasch: Da verbindet sich eine gehörige Portion Wokeness mit viel persönlicher Hoffnung und ausdrucksstarkem Glauben. Mit Birgit sprechen wir über Rollenbilder und Geschlechterrollen. Und was die mit Gott zu tun haben.
Hat Gott einen Sinn für Kunst?07 Apr 202100:52:07
Es ist soweit: Wir starten in die vierte Staffel von «Ausgeglaubt»! In jeder Folge dieser Staffel ist ein anderer Gast zu Besuch – zum Start aber sind es gleich zwei: Die legendären Deutschen Podcaster, Performer und Kunstfanatiker «Jay» (Jakob Friedrichs) und Gofi (Gottfried Müller). Sie haben sich mit ihrem «Hossa Talk» einen Namen gemacht und vor kurzem den Kunst-Podcast «Cobains Erben» ins Leben gerufen. Wir reden mit ihnen über die Fähigkeit der Kunst, uns zu ergreifen, aufzuregen und abzustossen, über die Parallelen zwischen Kunst und Religion, über die Illusion «christlicher Musik» und einen künstlerischen Zugang zur Bibel…: Ein fulminanter Einstand in diese neue Staffel: unbedingt anhören und mitdiskutieren! … und wer mehr über die beiden Gäste erfahren oder mehr von ihnen hören möchte, ist hier gut bedient: https://cobainserben.de https://hossa-talk.de https://gofi-mueller.de
Private Religion? Gutes Leben? Tote Kirche? (Q&A)30 Mar 202100:35:16
Zum Schluss dieser Staffel muss natürlich nochmal ein Q&A her! Stephan und Manuel unterhalten sich über eure Rückfragen zu den letzten Folgen: Ist nur eine private Religion eine gute Religion? Oder geht es beim Glauben vielmehr darum, das gute Leben zu sichern? Und dann natürlich zur kontroversen Folge mit Peter Hempelmann: Stehen Kirchenverantwortliche der Zukunft ihrer Institution im Wege? Und was könnte es heissen, einer neuen Generation einen Sinn für den Glauben zu vermitteln?
Kirche hat keine Zukunft!24 Mar 202100:56:51
Wir schliessen diese Staffel von «Ausgeglaubt» mit einem Special ab, das es in sich hat. Der Theologe Prof. Dr. Heinzpeter Hempelmann hat vor kurzem für einige Aufregung gesorgt mit einem Text zur Frage, ob die Kirche überhaupt noch eine Zukunft hat. Er meint ganz frech: nein. Und verteidigt diese Überzeugung in 11 provokativen Thesen. Darüber mussten wir mit ihm natürlich reden. Ist die Kirche wirklich in der Situation der Titanic, die ihrem unausweichlichen Ende entgegengeht? Und was bedeutet das für uns? Sollen wir an Bord noch so lange wie möglich zur (Orgel-)Musik tanzen? Oder gibt es Rettungsboote, die sich noch rechtzeitig wassern lassen? Schlussendlich wird klar, dass wir gemeinsam sowohl an der Kirche leiden als auch für sie hoffen. In diesem Sinne: Schiff ahoi! Hier schon mal die 11 Thesen im Wortlaut: (1) Kirche hat keine Zukunft, weil sie kommunikativ ihre Anschlussfähigkeit verloren hat. (2) Kirche hat keine Zukunft, weil Kirche ein geschlossenes System und veränderungsunfähig ist. (3) Kirche hat keine Zukunft, weil Konstantinisches Kirchentum nur noch eine historische Größe ist. (4) Kirche hat keine Zukunft, weil viele Christen sich schämen, zur Kirche zu gehören, und sich deshalb auch nicht gerne zu ihr bekennen. (5) Kirche hat keine Zukunft, weil sie nicht (mehr) lebensnotwendig ist. (6) Kirche hat keine Zukunft, weil Kirche falsch ausbildet, die falschen Leute ausbildet und auch noch stolz darauf ist. (7) Kirche hat keine Zukunft, weil Kirche eine Theologie duldet, akzeptiert und sogar fördert, die tödlich ist und geistliches Leben wie Gemeindewachstum zerstört. (8) Kirche hat keine Zukunft mehr, weil Kirche ihren Unique Selling Point (USP) verloren hat. (9) Kirche hat keine Zukunft, weil sie nicht mehr weiß, wer sie ist, und weil sie scheut und zutiefst ablehnt, was sie ist. (10) Kirche hat keine Zukunft, weil sie selbstsicher im Bewusstsein lebt, sie besitze eine Ewigkeitsgarantie. (11) Kirche hat keine Zukunft, weil Kirche ihre Zukunftsfähigkeit verspielt, indem sie ihre Ressourcen für deren Reflexion aufbraucht.… Anmerkung: Der Text von Heinzpeter Hempelmann in voller Länge ist auch auf unserer Website einsehbar!
Wie soll ich leben?17 Mar 202100:32:34
Die Frage nach dem «guten Leben» wird in der Philosophie wieder angeregt diskutiert, nachdem sie für lange Zeit in Verruf geraten ist. Auch Bücher wie Jordan Petersons «12 Rules for Life», die Tipps zum gelungenen Leben weitergeben, feiern grosse Erfolge. Manuel und Stephan nehmen in dieser Episode Mass an einer denkwürdigen Jesusgeschichte, in der deutlich wird, wie einfach es eigentlich ist, ein gutes Leben zu führen… und wie unendlich komplex es dann doch werden kann.
Leben wir mit Religion besser?10 Mar 202100:33:41
Religion sitz in der Neuzeit vermehrt auf der Anklagebank. Sind nicht die Religionen die eigentlichen Brandbeschleuniger der Weltgeschichte, die Menschen zu Kriegen im Namen Gottes treiben und grosses Leid verursachen? Stephan und Manuel unterhalten sich über die Berechtigung solcher Anschuldigungen – und dann auch über die ganz individuellen Vorteile, die Menschen aus ihrer Religiosität ziehen. Laut Studien sind religiöse Menschen im Durchschnitt ausgeglichener, gesünder und glücklicher. Das wirft allerdings auch die Frage auf, ob es den Sinn von Religion nicht gerade pervertiert, wenn man sie um persönlicher Vorteile Willen verfolgt…
[Special] Warum können wir uns auf die Wahrheit nicht einigen?29 May 202401:09:13
Menschen ticken sehr unterschiedlich. Auch Christinnen und Christen. Und manchmal gerade sie… Konservativ-evangelikale bis fundamentalistische Inhalte feiern auch heute noch erstaunliche Erfolge. Entsprechende Podcasts, Blogs und Predigten werden von Tausenden wahrgenommen und geteilt. Manuel und Stephan sprechen über verschiedene Zugänge zur Wahrheit – und darüber, warum die Verständigung zwischen Angehörigen unterschiedlicher «Mindsets» oft so schwer fällt… Dabei hilft ein Modell, das Peter Hempelmann auf dem Hintergrund der soziologischen Sinusmilieu-Studien entwickelt hat. Er geht von drei verschiedenen Basismentalitäten aus: (1) Prämodern-traditionsorientiert; (2) Modern-rationalistisch; und (3) Postmodern-pluralistisch. Kann dieses Modell dabei helfen, einander über Milieugrenzen hinaus zu verstehen? Und was ist von der These von Stephan zu halten, dass manche evangelikal-fundamentalistische Stimmen sich bei näherer Betrachtung als postmodern erweisen?
Böser Gott? Objektive Wahrheit? Irrationale Gläubige?03 Mar 202100:26:34
Es ist mal wieder höchste Zeit für ein Q&A zu den letzten drei Folgen von Ausgeglaubt! Ihr habt uns zahlreiche Rückfragen gestellt und eure Kommentare zu den heissen Themen dieser Staffel abgegeben. Hat nicht Gott selber auch eine dunkle Seite? Ist das Problem mit der Wahrheit, dass es sie nicht gibt – oder dass wir Mühe haben, sie zu erkennen? Und sind Gottesgläubige per Definition irrational? Danke für eure engagierte Beteiligung an der Diskussion um diese Fragen! Und bis nächsten Mittwoch!
Gibt es Gott?24 Feb 202100:32:41
An dieser Frage arbeiten sich Philosoph*innen und Theolog*innen seit Jahrhunderten ab. Berühmt geworden sind verschiedene Arten des Gottesbeweises – Anläufe also, mit rationalen Mitteln die Existenz eines göttlichen Wesens zwingend aufzuweisen. Sie sind in der Neuzeit zu Recht in Verruf geraten. Aber auch der Gottesglaube überhaupt gilt vielen als naiv, dumm, sogar gefährlich. Manuel und Stephan unterhalten sich in dieser Episode über jene Götter (oder Gottesvorstellungen), von denen sie sich verabschiedet haben – und versuchen dann klarzumachen, von welchem Gott sie sehr wohl behaupten würden, dass es ihn gibt…
Gibt es Wahrheit?17 Feb 202100:38:43
An dieser Episode haben sich Stephan und Manuel die Zähne ausgebissen. Es ist ja auch ein schwerer Brocken, diese Frage nach der Wahrheit. Und weil sich die beiden nicht wirklich einig werden konnten, zeichnen sie hier einmal ihre sehr unterschiedlichen Wege der »Wahrheitsfindung« nach. Dass die Wahrheit des Glaubens etwas ist, über das wir nicht einfach verfügen, sondern das uns vielmehr existenziell in Beschlag nimmt – damit stimmen schlussendlich aber beide überein…
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