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Explore every episode of the podcast Augen zu
Dive into the complete episode list for Augen zu. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.
| Title | Pub. Date | Duration | |
|---|---|---|---|
| Eine AnkĂŒndigung | 10 Jan 2026 | 00:02:26 | |
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| Gian Lorenzo Bernini: Der Mann, der Rom erfunden hat | 06 May 2026 | 00:45:45 | |
Erstmals sprechen Giovanni di Lorenzo und Florian Illies in »Augen zu«,
dem Kunstpodcast der ZEIT, ĂŒber einen Architekten und Bildhauer: Der
groĂe BarockkĂŒnstler Gian Lorenzo Bernini hat den Petersdom
durchgestaltet, die Skulptur neu belebt â und zugleich den vielleicht
schönsten Brunnen Roms geschaffen. Die markantesten Punkte der
italienischen Hauptstadt tragen die Handschrift dieses wilden Genies.Â
Er lebte von 1598 bis 1680 und arbeitete in dieser Zeit gleich fĂŒr acht
verschiedene PÀpste. Vor allem die AuftrÀge von Papst Urban VIII.
machten ihn weltberĂŒhmt. Doch seine Kunst war so bezwingend, seine
FÀhigkeit, Marmor lebendig zu erscheinen und KirchenrÀume neu zu
gestalten, dass auch dessen Nachfolger nicht um Berninis Werke
herumkamen.Â
Als Person war er offenbar furchtbar: hochnĂ€sig, gefallsĂŒchtig,
cholerisch. Als ihn seine Geliebte mit seinem Bruder betrog, lieĂ er ihr
das Gesicht zerschneiden. Daraufhin ging seine eigene Mutter zum Papst
und bat ihn, ihren Sohn in seinem genialischen Wahn zu mĂ€Ăigen. Ihr
Sohn, so klagte sie, halte sich wohl fĂŒr Gott. Aber selbst das
beeindruckte Gottes Stellvertreter auf Erden nicht â und er beauftragte
Bernini gleich mit dem nĂ€chsten Umbau des Petersdoms.Â
Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an augenzu@zeit.de.
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| Was ist deutsch an Anselm Kiefer? | 03 Jun 2026 | 00:38:46 | |
Er begann seine Karriere mit einer unerhörten Aktion: Er reiste zu allen
Schlachtfeldern Europas aus dem Zweiten Weltkrieg, wo das deutsche Wesen
Vernichtung hinterlassen hatte, und posierte genau dort fĂŒr Fotografien
mit dem HitlergruĂ. Er wollte, wie er spĂ€ter sagte, noch einmal die
VerfĂŒhrbarkeit der VorgĂ€ngergeneration durch den eigenen Körper
hindurchgehen lassen. Seit diesen ersten »Besetzungen«, wie er das Werk
von 1969 nannte, hat Anselm Kiefer dieses Thema nicht mehr losgelassen.
Kein Wunder bei jemandem, der in den letzten Kriegstagen des Jahres 1945
geboren wurde â und zwar genau an der deutsch-französischen Grenze. Der
Epochenbruch dieses Zweiten Weltkrieges durchzieht von Anfang das Ćuvre
Kiefers, das nicht nur durch seine schiere Anzahl, sondern auch durch
seine Dimensionen monumental ist.
Mit Gerhard Richter und dem gerade verstorbenen Georg Baselitz ist
Kiefer der berĂŒhmteste deutsche KĂŒnstler der Gegenwart â aber zugleich
sind es meist die groĂen Museen im Ausland, die ihm die wichtigsten
Ausstellungen einrichten. Warum ist das so? Das fragen Florian Illies
und Giovanni di Lorenzo in der neuesten Folge des Podcasts »Augen zu«.
Er ĂŒberzieht seine Werke mit alten alchemistischen Materialien wie Blei
und reichert sie an mit Stroh und Worten aus den Untiefen der
Geschichte. Aber selbst die gröĂten Hinweise auf deutsche Schuld auf
seinen Bildern geschehen in der unschuldigen Kinderschrift, die
charakteristisch fĂŒr Kiefers Werk geworden ist. »Augen zu« erzĂ€hlt die
Lebensgeschichte Kiefers und die seines Werkes und fragt, warum er
glaubt, mit der MonumentalitÀt seiner Kunst auf die MonumentalitÀt der
deutschen Geschichte antworten zu mĂŒssen.
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| Die blaue Reiterin â wer war Marianne von Werefkin? | 01 Jul 2026 | 00:43:06 | |
Sie hat ein Leben gefĂŒhrt, das wie ein russischer Roman klingt: BehĂŒtet
aufgewachsen in einer adligen Offiziersfamilie der Zarenzeit, hat die
junge Marianne von Werefkin selbst im Sommerhaus der Familie ein eigenes
AteliergebĂ€ude. Sie ist so begabt, dass sie der berĂŒhmteste Maler der
Zeit, Ilja Repin, unter seine Fittiche nimmt. Sie wird schnell so gut
und berĂŒhmt, dass man vom »russischen Rembrandt« spricht. Aber dann
lernt sie im Atelier ihres Lehrers den jungen Maler Alexej von Jawlensky
kennen â und ihr ganzes Leben verĂ€ndert sich.Â
Sie liebt ihn â und fördert ihn dermaĂen, dass sie selbst fĂŒr ein
Jahrzehnt ihr eigenes Malen einstellt. SchlieĂlich zieht es die beiden
um 1900 nach MĂŒnchen, gemeinsam mit Mariannes DienstmĂ€dchen Helene.
Wenig spĂ€ter bekommt Helene ein Kind von Jawlensky â aber sie leben bis
zum Ersten Weltkrieg in dieser unglĂŒcklichen Dreiecksbeziehung zusammen.
Vor allem aber werden sie Teil des Blauen Reiters. Genau wie bei einem
anderen berĂŒhmten Paar, Wassily Kandinsky und Gabriele MĂŒnter, steht
auch hier die Frau sehr lange im Schatten des Mannes. Heute aber werden
ihre traumverlorenen Landschaften der Einsamkeit, ihre kĂŒhnen
Farbsetzungen und ihre malerischen Formulierungen von auswegloser
Sehnsucht immer mehr gefeiert â ab Oktober zum Beispiel in einer
groĂartigen Ausstellung, die im Museum Wiesbaden erstmals die Werke
aller »Blauen Reiterinnen« zeigen wird.
Von all dem erzÀhlen Florian Illies und Giovanni di Lorenzo in der
neuesten Folge des Podcasts Augen zu.
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