Nur wenige Zentimeter hinter deiner Stirn liegt das komplexeste Gebilde des bekannten Universums: dein Gehirn. In dieser Folge reisen wir hinein, ins weiche, blassrosa Gewebe aus sechsundachtzig Milliarden Nervenzellen. Wir schauen uns an, wie eine einzelne Nervenzelle gebaut ist, wie aus einem Ungleichgewicht winziger Teilchen ein elektrischer Impuls entsteht und wie dieser Impuls an der Synapse für einen Augenblick chemisch wird, ehe er zur nächsten Zelle springt. Von dort spannt sich der Bogen weiter: über Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin, über das Geheimnis des Lernens in wandelbaren Synapsen bis hin zu den großen Landschaften von Hirnstamm, Kleinhirn und Großhirnrinde. Berühmte Fälle wie Phineas Gage zeigen, wie eng Persönlichkeit und Gewebe verwoben sind. Am Ende bleibt das größte Rätsel: Wie wird aus messbarer Physik das warme Gefühl, du selbst zu sein? Diese Folge erscheint als Gemeinschaftsproduktion in „Wissensreise durch die Psychologie" und der neuen Reihe „Wissensreise durch Medizin und Körper" und schlägt so die Brücke zwischen Körper und Seele.QuellenHerculano-Houzel, S. (2009). The human brain in numbers: A linearly scaled-up primate brain. Frontiers in Human Neuroscience, 3, 31. https://doi.org/10.3389/neuro.09.031.2009Kandel, E. R., Schwartz, J. H., Jessell, T. M., Siegelbaum, S. A., & Hudspeth, A. J. (2013). Principles of neural science (5. Aufl.). McGraw-Hill.Purves, D., Augustine, G. J., Fitzpatrick, D., Hall, W. C., LaMantia, A.-S., & White, L. E. (2018). Neuroscience (6. Aufl.). Oxford University Press.Xie, L., Kang, H., Xu, Q., Chen, M. J., Liao, Y., Thiyagarajan, M., … Nedergaard, M. (2013). Sleep drives metabolite clearance from the adult brain. Science, 342(6156), 373–377. https://doi.org/10.1126/science.1241224
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