Bei UM VIER ECKEN diskutieren Miriam Zlobinski und Alexander Hagmann über Fotografie. Das ist so einfach wie spannend. Hochkultur und Familienalbum, bildende Kunst und angewandte Fotografie, digitale Strategien und analoge Faszination - alle zwei Wochen ein neues Thema. Ein Audiowalk um vier Ecken über Gesehenes, Übersehenes und die Begeisterung für Fragen und Phänomene des Visuellen in Medien und Kunst.
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Données mises à jour le 25/09/2026
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Oft erwarten wir, auf alles eine Antwort zu haben. Etwas nicht zu wissen ist keine angenehme Situation – weder in Seminaren noch in Gesprächen oder im Job. Doch die Akzeptanz von Nichtwissen kann überraschend produktiv sein. In der Photoszene Sonderfolge zum „Kongress des Nichtwissens“ sprechen Miriam und Alex über die Bedeutung des Nichtwissens und die Kraft offener Fragen.
Wenn von „Ausstellung“ die Rede ist, haben die meisten Menschen wahrscheinlich mehrere Beispiele im Kopf. Sie finden ständig statt, über sie wird geschrieben und der eigene Besuch oder die eigene Teilnahme sind ein präsentes Thema im Leben von Fotografinnen und Fotografen. Doch was gilt es zu beachten, wenn Fotografie und Raum zusammenkommen? Welche Kriterien lassen sich aufstellen? Gibt es No-Gos? Und wo endet bei aller Liebe zum Medium Fotografie das Verständnis? Bei tropischen Temperaturen diskutieren wir die Gesten des Zeigens und die Kategorien möglicher Präsentationen.
Fotografische Porträts zeigen Menschen, aber welche Aspekte von ihnen? Erzählen sie von ihrem Inneren, inszenieren sie gekonnt ihr Äußeres oder zeigen sie schlicht die Regeln der menschlichen Darstellung? In dieser Folge diskutieren wir den Blick auf Augen, Ausdruck und Gestik im 19. Jahrhundert und kommen dabei von Autogrammkarten über Karsh bis Mahler auf die unterschiedlichsten Porträts zu sprechen. Alex spürt dem anonymen Porträt nach und Miriam fragt sich, wo das Zeigen für das Porträt überhaupt anfängt.
Geballte Symbolik, technische Meisterleistung oder doch nur ein Produktbild? Das Genre des Stilllebens hat eine lange Tradition in der bildenden Kunst, und viele Fotografinnen und Fotografen widmen sich bis heute diesem Genre. Woraus speist sich die aktuelle Interpretation der „Kunst der Anordnung“? Wie viel Leben darf in einem Stillleben stecken? Spielt Vergänglichkeit noch eine Rolle, und welche Veränderungen lassen sich innerhalb der ästhetischen Repräsentation und des materiellen Reichtums abzeichnen? Wir sprechen über Definitionsansätze, Arbeitsbereiche und Fotografinnen und Fotografen, die sich diesem Genre angenommen haben.
Das Wort „Narrativ“ wird inflationär in Eigen- und Fremdbeschreibungen von Fotoarbeiten verwendet. Es wirkt fast zwanghaft. Doch was bedeutet „narrativ“ eigentlich? Ist es lediglich eine akademische Bezeichnung für Storytelling, also eine Erzählung? Und wie lässt es sich konkret für die verschiedenen Formen der Fotografie – das Einzelbild, die Serie, die Sequenz – bestimmen? In der aktuellen Folge versuchen wir, ein wenig Ordnung zu schaffen. Natürlich haben wir auch Wünsche für neue Arbeiten an unserer imaginären Wohnzimmerwand dabei.
Wer kennt sie nicht: das Badezimmer-Selfie, das Urlaubsbild mit Sonnenuntergang, Fotos von Familienfesten oder Geburtstagspartys? Der Fachbegriff hierfür ist bereits gefunden: „Vernacular Photography“. Doch das alltägliche, günstige und konventionelle Foto ist nur ein Aspekt. Was ist das Reizvolle an Vernacular Photography? Wie kommen diese Bilder lange vernachlässigter Genres und Praktiken in die Kunst? Nicht zuletzt sprechen Alex und Miriam darüber, ob die Quelle der Flohmarktfunde, und damit die Auseinandersetzung mit diesen Bildern, aussterben wird.
Ein Jahresrückblick von Um vier Ecken. Was ist denn in diesem Jahr so passiert? Woran erinnern sich Miriam und Alex? Dass wir diesen Podcast 2025 begonnen haben, ist klar, aber welche Projekte und Momente bleiben darüber hinaus?
Alex erzählt von seinen positiven wie negativen Erlebnissen während der Festivalsaison. Ein Pizza-Highlight inklusive, außerdem erklärt er, warum Arles vielleicht einmal ausfallen sollte und wohin er stattdessen reisen möchte. Vorsätze für das neue Jahr? Selbstverständlich. The Stringer? Naja.
Und einen kleinen Ausblick auf das Jahr 2026 gibt es natürlich auch.
Zum Ende der Episode wird noch ein Buch verlost.
Gewinner:in wird in der kommenden Episode verkündet.
Die analoge Fotografie ist inzwischen immaterielles Kulturerbe und war schon immer eine sehr emotionale Angelegenheit – zumindest, wenn man den Glaubenskriegen zwischen analog und digital fotografierenden Menschen zusieht. Welche Vorstellungen von analoger Fotografie dienen bis heute als Argumente und was steckt dahinter? Wie findet eine Aneignung statt? Welchen Mehrwert hat analoge Kultur noch und haben Grenzziehungen zwischen analog und digital unter dem Eindruck von KI überhaupt Bestand? Miriam und Alex diskutieren in dieser Folge den Klassiker unter eigenen Vorzeichen.
Erfolg zu haben, scheint das Ziel vieler zu sein, egal ob im angewandten oder künstlerischen Bereich der Fotografie. Dabei lässt sich Erfolg nur schwer definieren. Wir sprechen über die einzelnen Schritte eines Karrierewegs und lassen auch wichtige Soft Skills nicht unerwähnt. Am Beispiel eines bekannten Fotografen zeigt sich: Technisches Können allein reicht schon lange nicht mehr aus. Welche Schritte genau nötig sind, diskutieren Miriam und Alex in dieser Episode.
Was braucht es, um erfolgreich zu sein? Und woraus besteht dieser Erfolg? Ist Kalkulation ein probates Mittel für die Planung?
Während Tanz, Theater und Film Handlung und Bewegung vermitteln wollen, gilt Fotografie vielen als ein Mittel, mit dem sich diese „einfrieren” und anhalten lassen. Dabei sind Bewegung und Fotografie zwei Konzepte, bei denen es gleichermaßen um Zeit und Raum geht. Bewegung stellt die Technik auf die Probe und spornt zu immer neuen Entwicklungen an.
Welche Geschichten erzählt die Fotografie, wenn sie das Tempo der Welt einfängt? In unserer neuen Folge tauchen wir in Überlegungen zur Bewegung ein und stellen Fotograf:innen vor, die immer wieder aufs Neue eine einzigartige, subtile und vielschichtige künstlerische Ausdrucksweise schaffen. Dabei können auch visuelle Ordnungen in den Blick rücken, die aus dem Umgang mit Bildern entstehen.