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| Titre | Date | Durée | |
|---|---|---|---|
| Das Birthkeeper System (4/4): Die Frage der Verantwortung | 14 Jul 2024 | 00:35:52 | |
Sie bezeichnet Allein- oder Freigeburten als «Akt des zivilen Ungehorsams» und bildet Birthkeeperinnen aus. Antonia Unger polarisiert. Manche Frauen legen für sie die Hand ins Feuer, andere bezeichnen sie als Sektenguru. Wer ist die Frau, die mit Alleingeburten Geld verdient?
In dieser Folge erzählt Antonia Unger, warum sie auf Social Media teils provozierende Aussagen macht und wie sie zur Frage der Verantwortung steht. Wie sehr werden Frauen und deren Entscheidungen von der Freebirth-Bewegung beeinflusst?
Ausserdem meldet sich die Schweizerin Sue Strack, die zu Beginn der Serie von ihrer geplanten Alleingeburt in Guatemala erzählt hat. Seit der Geburt ihrer Tochter sind einige Wochen vergangen. Verlief sie so, wie die Freebirtherin sich das erhofft hat?
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(00:00) Triggerwarnung
(00:18) Antonia Unger
(01:37) Intro
(03:05) Wer ist die Frau, die Birthkeeperinnen ausbildet?
(09:41) Antonia Unger über Spitalgeburten, Risiken, Geld, Verantwortung und ihr Auftreten auf Social Media
(22:39) Charlotte Kings Recherche über vermeidbare Todesfälle im Zusammenhang mit Alleingeburten
(26:40) Hebamme Barbara Stocker: Brenzlige Situationen auch in der Schweiz
(27:54) Das Baby von Freebirtherin Sue Strack ist da
(31:19) Was von der Recherche bleibt
(34:38) Impressum
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Gesprächspartnerinnen:
- Antonia Unger
- Charlotte King, Journalistin ABC
- Sue Strack
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Gern empfehlen wir die neue REC-Reportage von Viktoria Kuttenberger. Die SRF-Reporterin spricht mit Frauen, die von Gewalt unter der Geburt erzählen. Wie weiter nach solch einer Erfahrung?
https://www.srf.ch/play/tv/sendung/rec-?id=187d27f8-1cb8-4afa-8b88-1524c6bef530
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Team:
Vanessa Ledergerber (Host), Céline Raval, Lea Saager, Thomas Baumgartner (Titelmusik und Sounddesign) | |||
| Das Birthkeeper System 3/4: Eine Hebamme am Rande des Systems | 07 Jul 2024 | 00:30:45 | |
In der Schweizer Freebirth-Community ist sie bekannt, und doch unter dem Radar geblieben: Regula Junker-Meyer. Erstmals erzählt die Hebamme, wie sie jahrelang Alleingeburten am System vorbeigeschleust hat, von dem sie selbst Teil war. Was trägt das System dazu bei, dass Frauen Alleingeburten wollen?
Regula Junker-Meyer leitete 23 Jahre lang ein Geburtshaus.
Auch Gynäkologe Werner Stadlmayr ist seit über dreissig Jahren in der Geburtshilfe tätig. Er setzt sich für selbstbestimmte Geburten ein. Wie bereits Hebamme Barbara Stocker, ortet auch er Bereiche in der Geburtshilfe, wo man dringend genauer hinschauen sollte. Er spricht über mangelnde Kommunikation in den Schweizer Kreisssäälen. Es sei erstaunlich, wie viele Frauen nach der Geburt psychisch belastet seien.
«News Plus Hintergründe» über das polarisierende Thema Alleingeburt – und warum Frauen einem der teuersten Gesundheitssysteme der Welt den Rücken kehren. Die nächste Folge erscheint am Montag.
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(00:00) Triggerwarnung
(00:20) «Hast du schon von Regula Junker-Meyer gehört?»
(01:32) Intro
(02:35) Regula Junker-Meyer über das System und ihre Unterstützung von Alleingeburten
(11:09) Die Hebamme als Bergführerin
(11:58) Gynäkologe Werner Stadlmayr über Alleingeburten und die Kritik der Freebirth-Community
(15:47) Geburtshilfe früher und heute
(18:08) Stadlmayr über Müttersterblichkeit und die Gründe dafür
(22:31) Kritischer Blick auf die medizinische Geburtshilfe im Spital
(28:21) Ausblick auf Folge 3 und Impressum
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Gesprächspartnerinnen:
- Regula Junker-Meyer
- Werner Stadlmayr, Gynäkologe
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Team:
Vanessa Ledergerber (Host), Céline Raval, Lea Saager, Thomas Baumgartner (Titelmusik und Sounddesign) | |||
| Frachtgiganten (2/3): Milliarden im Rappengeschäft | 14 Feb 2024 | 00:30:01 | |
Besonders dann, wenn die Welt im Krisenmodus ist, muss die Logistik funktionieren. Doch die Konkurrenz ist gross, das Geschäft knallhart. Es geht um Milliarden, gleichzeitig zählt jeder Rappen. Das ist auch bei den mächtigen Playern so, die von der Schweiz aus den Welthandel mitsteuern.
«Wir sind unsere gegenseitigen Gefangenen», beschreibt Jürg Bandle das Verhältnis zwischen Speditionsunternehmen wie Kühne & Nagel und Reedereien wie der grossen MSC. Es ist ein kompetitives Umfeld, in das der Ultramarathonläufer und Bergsteiger Bandle zu passen scheint. Doch weder an ihm, noch am Welthandel geht alles spurlos vorbei.
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(00:00) Intro
(02:06) 9/11: Die Logistikbranche im Krisenmodus
(11:11) Welthandel vs. Weltkrisen
(14:30) MSC, die grösste Reederei der Welt
(16:32) Reedereien und Spedition: Preiskampf, Abhängigkeiten, One-Stop-Shopping
(20:16) Die Wichtigkeit der Familie
(21:37) Jürg Bandle, der Ultramarathonläufer und Bergsteiger
(24:34) Warum in der Logistik jeder Rappen zählt
(28:55) Impressum
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Begriffserklärungen:
Welthandel beschreibt alle Importe und Exporte zwischen den verschiedenen Staaten der Erde.
Globalisierung: Gemeint ist damit, dass die Welt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs politisch, kulturell und wirtschaftlich immer vernetzter ist - Menschen, Organisationen und ganze Staaten.
Logistik: Der Begriff bezeichnet gemeinhin das Planen, Steuern und Kontrollieren von Warenströmen.
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Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via newsplus@srf.ch
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Gesprächspartner:innen:
- Jürg Bandle (73), langjähriger Spediteur und Verfasser des Buchs «Sea Fright Insights»
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Team:
- Recherche: Dario Pelosi, SRF Wirtschaftsredaktion
- Host: Raphaël Günther
- Produktion: Céline Raval
- Sounddesign: Thomas Baumgartner | |||
| Frachtgiganten (1/3): Der Container verändert die Welt | 07 Feb 2024 | 00:35:42 | |
Die Banane, der Kaffee, das Smartphone in deiner Hand: Wir wissen wenig darüber, wie all das zu uns kommt. Obwohl wir abhängig sind vom globalen Handel, obwohl Weltmächte deswegen gerade Luftangriffe fliegen. Wie funktioniert der Welthandel, die Logistik? Und wie tickt diese verschwiegene Branche?
Antworten weiss ein Insider: Jürg Bandle hat als Spediteur sein Leben dem Welthandel verschrieben. Um das Heute zu verstehen, reisen wir mit ihm zurück. Bandle hat die Anfänge der Globalisierung und die Container-Revolution hautnah miterlebt. Er kennt das knallharte Milliardengeschäft dahinter.
Weitere Folgen:
Milliarden im Rappengeschäft (Folge 2 ab 14.2.)
Die dunkle Seite der Fracht (Folge 3 ab 21.2.)
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(00:00) Intro
(02:45) Jürg Bandle, das wandelnde Logistiklexikon
(06:19) Erster Halt: Japan - die Globalisierung kommt in Fahrt
(11:27) Zehnkämpfer des Welthandels
(12:46) Nächster Halt: New York
(17:50) Frachtgigant Kühne & Nagel
(21:08) Container und Paletten revolutionieren den Welthandel
(28:12) Die Logistikbranche: Krisenerprobt und verschwiegen
(34:47) Impressum
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Begriffserklärungen:
Welthandel beschreibt alle Importe und Exporte zwischen den verschiedenen Staaten der Erde.
Globalisierung: Gemeint ist damit, dass die Welt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs politisch, kulturell und wirtschaftlich immer vernetzter ist - Menschen, Organisationen und ganze Staaten.
Logistik: Der Begriff bezeichnet gemeinhin das Planen, Steuern und Kontrollieren von Warenströmen.
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Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via newsplus@srf.ch
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Gesprächspartner:innen:
- Jürg Bandle (73), langjähriger Spediteur und Verfasser des Buchs «Sea Fright Insights»
- Monika Dommann, Historikerin an der Universität Zürich
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Team:
- Recherche: Dario Pelosi, SRF Wirtschaftsredaktion
- Host: Raphaël Günther
- Produktion: Céline Raval
- Sounddesign: Thomas Baumgartner | |||
| Klimahandel: Das Kariba-Grounding (Folge 5) | 30 Nov 2023 | 00:25:27 | |
Die Schweizer Firma South Pole, weltweit führend im Handel mit CO2-Zertifikaten, lässt ihr Prestigeprojekt in Kariba fallen. Sie kündigt die Verträge mit dem Geschäftspartner des Klimaschutzprojektes. Und: CEO Renat Heuberger tritt zurück.
Auch Nationalrat Bastien Girod will das Unternehmen verlassen, dessen prominentes Aushängeschild er war.
Die Recherchen von SRF, «Die Zeit» und dem Recherchekollektiv «Follow the Money» haben Vieles ins Rollen gebracht. Wer trägt wie viel Verantwortung im Fall des Waldschutzprojektes (REDD+) in Kariba, das durch Klimazertifikate finanziert wird? Und welche Folgen könnten die Ereignisse für den freiwilligen CO2-Markt haben?
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(00:19) Treffen in der Toscana und Red Flags
(06:25) Die Zertifizierungsstelle Verra sistiert das Kariba-Projekt
(08:52) Steve Wentzel und die Trophäenjagd
(10:35) South Pole lässt das Karibaprojekt fallen
(13:37) South Pole verkündet CEO-Rücktritt
(15:58) Patrick Krauskopf über die Verantwortungsfrage
(21:00) Jürg Füssler über Probleme und Lösungen auf dem CO2-Markt
(24:19) Impressum
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Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via data@srf.ch
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Gesprächspartner:innen:
- Patrick Krauskopf, Rechtsprofessor und Anwalt, Leiter des Zentrums für Wettbewerbsrecht und Compliance an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW)
- Jürg Füssler, leitet die Themenfelder Umwelt und Klima beim Forschungs- und Beratungsunternehmen INFRAS
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Team:
- Recherche: Julian Schmidli von SRF Data in Kooperation mit dem Recherche-Kollektiv «Follow the Money»
- Host: Raphaël Günther
- Produktion: Céline Raval
- Sounddesign: Thomas Baumgartner | |||
| Der Fall Antepay: Mehrere Festnahmen (Update) | 18 Sep 2023 | 00:04:45 | |
Neue Entwicklung in der turbulenten Geschichte rund um die Bezahlkarte «Antepay»: Es gab Hausdurchsuchungen, die Polizei hat mehrere Männer festgenommen - darunter den mutmasslichen Boss einer Glücksspielmafia.
Die Verhafteten stehen im Verdacht, mit illegalen Sportwetten und Casino-Spielen einen Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe erwirtschaftet zu haben. Das teilt die Kantonspolizei Zürich in einer Medienmitteilung von heute mit. Zudem gäbe es Hinweise, dass dafür das Antepay-Zahlsystem genutzt worden sei. «Antepay» ist ehemaliger Hauptsponsor des FC Zürich.
In der Podcastserie «Der Fall Antepay», die wir hier vor knapp einem Jahr publiziert haben, zeigten die Recherchen von Christian Zeier von «Reflekt» und SRF Investigativ, dass mutmasslich ein grosses Netzwerk von der Schweiz aus illegale Glückspielseiten betreibt. Infolge der Recherche stiessen Zeier und SRF Investigativ auf den mutmasslichen Kopf des Netzwerks, der auch «Antepay» erfunden haben soll. Jetzt wurde der Mann festgenommen. | |||
| Lobbyland: So lobbyiert das Bundeshaus (Folge 3) | 29 Aug 2023 | 00:27:11 | |
Gewusst, dass unser gewähltes Parlament zu 17% aus Juristinnen und Juristen besteht? Das Bundeshaus sei ein «Biotop», hören wir in dieser Folge. Ein Biotop, in dem viele Akademiker und Hauseigentümerinnen zu finden sind, aber kaum Handwerker:innen. Parlamentsmitglieder sind die direktesten Lobbys.
Der Geschäftsführer von Transparency Schweiz und ein ehemaliger Lobbyist erzählen von Parlamentariershopping und Interessenshäufungen in Bundesbern, die Fragen aufwerfen.
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(00:00) Willkommen im Schweizer Parlament
(03:06) Ex-Migros-Lobbyist Martin Schläpfer
(06:21) Ex-Nationalrat Vogler: Biotop Bundeshaus
(07:40) Martin Hilti von Transparency Schweiz über Sonderinteressen im Politbetrieb
(11:10) Badge ins Bundeshaus
(13:11) Lobby-Fussabdruck für mehr Transparenz?
(16:21) Lobbyverbindungen im Parlament - eine Analyse
(22:50) Fazit & Impressum
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In dieser Folge zu hören:
- Martin Schläpfer, ehemaliger Lobbyist für die Migros
- Martin Hilti, Geschäftsführer Transparency Schweiz
- Karl Vogler, Alt-Nationalrat
- Andri Silberschmidt, FDP-Nationalrat
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Team:
- Recherche: Isabelle Maissen und Curdin Vincenz
- Produktion: Céline Raval
- Sounddesign: Thomas Baumgartner | |||
| Lobbyland: Was Lobbying mit Wellness zu tun hat (Folge 2) | 24 Aug 2023 | 00:26:15 | |
Zuhause frieren, weil die Heizung runtergedreht werden muss, aber im Hotel noch im Whirlpool blubbern? So wäre es möglicherweise gewesen, wenn letzten Winter eine akute Strommangellage eingetreten wäre. Wie es zur «Sonderbehandlung» der Wellnessanlagen kam – und wer wann mitredete.
Das Beispiel zeigt, wie in der Verwaltung lobbyiert wird und wie Verbände mitreden, wenn es etwa um Verordungen geht.
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(00:01) Intro
(01:27) Szenario Strommangellage
(04:41) Sonderbehandlung der Wellnessanlagen?
(06:03) Das sagt Hotelleriesuisse
(08:23) Das «Sounding Board» des Bundes
(11:28) Workshops
(16:20) Das sagt der Mieterinnen- & Mieterverband
(19:13) Ana Salzmann, Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung
(22:22) Fazit & Impressum
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Gesprächspartner:innen:
- Christoph Hans, Hotelleriesuisse
- Linda Rosenkranz, Mieterinnen- & Mieterverband
- Ana Salzmann, stellvertretende Delegierte für Landesversorgung
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Team:
- Recherche: Isabelle Maissen & Curdin Vincenz
- Produktion: Céline Raval
- Sounddesign: Thomas Baumgartner | |||
| Lobbyland: Ein Schweizer Lehrstück übers Lobbyieren (Folge 1) | 21 Aug 2023 | 00:26:09 | |
«Über Jahre wurde Druck aufgebaut», sagt ein Alt-Nationalrat heute über das Powerplay der Lobbys infolge der Konzernverantwortungsinitiative. Es ist ein Lehrstück darüber, wie Menschen in der Schweiz ganz oben in der Politik mitmischen, die gar nicht in ein politisches Amt gewählt worden sind.
Vieles spielt sich bereits hinter den Kulissen ab, bevor wir Stimmbürgerinnen und Stimmbürger überhaupt je vom Thema gehört haben.
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(00:01) Intro: Überblick auf dem Gurten
(03:59) Konzernverantwortung: Darum geht es
(05:00) Ein jahrelanger Abstimmungskampf
(06:35) Ein Kommissionsentscheid schreckt Wirtschaftsverbände auf
(08:08) Lobby-Kontakte mit einer neuen Bundesrätin
(11:51) Ein Gegenvorschlag als turning point
(16:16) Die ungelesene E-Mail
(20:54) Lobby-Powerplay im Parlament
(23:21) Fazit & Impressum
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Gesprächspartner:innen:
- Rahel Ruch, ehemalige Kampagnenleiterin Konzernverantwortungsinitiative
- Denise Laufer von Swiss Holdings
- Heidi Gmür, pers. Mitarbeiterin von Bundesrätin Karin Keller-Sutter
- Karl Vogler, ehemaliger CVP-Nationalrat
- Hans-Ueli Vogt, ehemaliger SVP-Nationalrat
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Team:
- Recherche: Isabelle Maissen und Curdin Vincenz
- Produktion: Céline Raval
- Sounddesign: Thomas Baumgartner | |||
| Lobbyland (TRAILER) | 17 Aug 2023 | 00:00:58 | |
Wer entscheidet wirklich in der Schweiz? Wir sezieren für euch das Lobbyland Schweiz. Anhand von konkreten Beispielen zeigen wir in der neuen SRF-Podcastserie, wie das Powerplay der Lobbys funktioniert und wie viel Macht Verbände und Vereine entwickeln können.
Die Podcastserie für Wählerinnen und Wähler und alle, die es werden wollen. Von News-Journalistin Isabelle Maissen und Bundeshausredaktor Curdin Vincenz. Ab kommender Woche hier bei «News Plus Hintergründe». | |||
| Klimahandel: Unsanfte Landung in Kariba (Folge 4) | 02 Aug 2023 | 00:39:59 | |
Was passiert mit den Millionenbeträgen aus den CO2-Zertifikaten, die gemäss Konzept für die lokale Bevölkerung in Kariba bestimmt sind? Reporter reisen nach Simbabwe und fragen Menschen vor Ort. Deren Antworten legen Interessenskonflikte offen und werfen Fragen zu den Geldflüssen auf.
Die Schweizer Firma South Pole verkauft Klimazertifikate, unter anderem für das riesige Waldschutzprojekt in Kariba. Aus dem Erlös soll ein Teil an die lokale Bevölkerung gehen. Ein Journalisten-Team konnte mit Bauern und Bäuerinnen sowie Community Chiefs vor Ort reden.
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(00:06) The Elephant in the room
(04:08) Reise ins Kariba-Gebiet und Stimmen vor Ort
(17:02) Was wir über die Geldflüsse (nicht) wissen
(22:50) Was wir über Steve Wentzel wissen
(26:22) Trophäenjagd im Kariba-Gebiet
(29:54) Die Anti-Poaching-Unit
(36:23) Fazit
(39:09) Impressum
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Gesprächspartner:innen:
- Polite Sianjem, Bäuerin aus Simbabwe
- Adam Mapokwe, Bauer aus Simbabwe
- Richman Kanyemba, Bauer aus Simbabwe
- Obriel Gopore, ehem. Mitglied der Feuerwehr in Negande
- Matricks Dzomba, Bauer aus Simbabwe
- Champion Rare, Community-Chief von Mola, Simbabwe
- Wilson Nebiri, Community-Chief
- Henry Varantine, Distrikt Nyami Nyami
- Renat Heuberger, CEO South Pole
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Team:
- Recherche: Julian Schmidli von SRF Data in Kooperation mit Tin Fischer von «Die Zeit» und dem Recherche-Kollektiv «Follow the Money»
- Host: Raphaël Günther
- Produktion: Céline Raval
- Sounddesign: Thomas Baumgartner | |||
| Klimahandel: Turbulenzen bei South Pole (Folge 3) | 02 Aug 2023 | 00:33:28 | |
Unzufriedene Mitarbeitende, ein Krisenmeeting: Es brodelt in der Schweizer Firma South Pole, die sich auf den Verkauf von CO2-Zertifikaten spezialisiert hat. Die «Cash Cow» des Unternehmens, das Waldschutzprojekt in Simbabwe, gerät in Kritik.
Der Nutzen des Projekts fürs Klima sei überschätzt, zeigt eine interne Analyse. Trotz Warnzeichen wurden eine Zeit lang weiterhin Kariba-Zertifikate verkauft, wie unsere Recherchen zeigen. Negative Medienberichte setzen die CO2-Branche unter Druck: Ein Erdbeben mit zahlreichen Nachbeben.
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(00:07) Eine Sitzung und Red Flags
(02:59) Interne Prüfung bei South Pole
(12:20) Ein LinkedIn-Post sorgt für Unruhe
(13:58) Angestellte zwischen Kritik & Loyalität
(16:27) Wertlose CO2-Zertifikate?
(21:44) Erdbeben auf dem CO2-Markt
(25:58) Simbabwe will «Royalties»
(29:23) Wo sind die Millionen?
(32:50) Impressum
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Gesprächspartner:innen:
- Renat Heuberger, CEO von South Pole
- Axel Michaelowa, Head of research «Internationale Klimapolitik» an der Universität Zürich
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Team:
- Recherche: Julian Schmidli von SRF Data in Kooperation mit Tin Fischer von «Die Zeit» und dem Recherche-Kollektiv «Follow the Money»
- Host: Raphaël Günther
- Produktion: Céline Raval
- Sounddesign: Thomas Baumgartner | |||
| Das Birthkeeper System 2/4: Rahel will Birthkeeperin werden | 30 Jun 2024 | 00:33:20 | |
Rahel Betschart rechnet nicht damit, ihr Kind im Auto zu gebären. Die ungeplante Alleingeburt bestärkt sie darin, ein weiteres Kind in Eigenregie zur Welt zu bringen. Ihr Ziel: Als Birthkeeperin will sie Frauen in der Schweiz bei ihrer Alleingeburt unterstützen - eine rechtliche Grauzone.
Für die Ausbildung bezahlt die sechsfache Mutter viel Geld. Sie vernetzt sich mit anderen Frauen, die den gleichen Weg eingeschlagen haben. Birthkeeperinnen würden sich in einer rechtlichen Grauzone bewegen, sagt Gesundheitsrechtsexpertin Mélanie Levy. Grundsätzlich dürfe aber jede Frau in der Schweiz selbstbestimmt über ihre Geburt und deren Verlauf entscheiden, so Levy. Doch die Realität sei eine andere, denn die Rechte von Frauen unter der Geburt würden teilweise eingeschränkt.
Der Podcast «News Plus Hintergründe» über Freebirtherinnen, über Frauen, die Alleingeburten unterstützen und ihre Beweggründe. Jeweils Montags eine neue Folge.
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(00:00) Triggerwarnung
(00:20) Die ungeplante Alleingeburt im Auto
(02:06) Intro
(03:16) Rahels Weg zur Freebirth-Community
(05:43) Was ist eine Birthkeeperin?
(09:53) Die Nahtoderfahrung von Rahel
(13:14) Die geplante Alleingeburt
(20:59) Rahel will Birthkeeperin werden
(22:47) Welche Rolle spielt das Geld?
(26:14) Die Rechte der Frau unter der Geburt
(31:35) Ausblick auf Folge 3 und Impressum
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Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Ihr erreicht uns via newsplus@srf.ch
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Gesprächspartnerinnen:
- Rahel Betschart
- Mélanie Levy, Co-Direktorin am Institut für Gesundheitsrecht in Neuenburg
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Team:
Vanessa Ledergerber (Host), Céline Raval, Lea Saager, Thomas Baumgartner (Titelmusik und Sounddesign) | |||
| Klimahandel: Löwen, Elefanten und CO2-Zertifikate (Folge 2) | 28 Jul 2023 | 00:29:07 | |
Eine Mail bringt einen Unternehmer aus Simbabwe mit der Schweizer Firma South Pole ins Geschäft. Es ist der Startschuss für das Kariba-Projekt, eines der grössten Kompensationsprojekte der Welt. Und Klimaaktivistin Greta Thunberg hat zum Erfolg des Projekts beigetragen.
Mit dem Geld, das durch den Verkauf von CO2-Zertifikaten generiert wird, soll ein riesiges Waldstück in Simbabwe geschützt werden. Hochkarätige Firmen wie Gucci oder Volkswagen kaufen Zertifikate für das Kariba-Projekt. Aber es zeichnen sich Turbulenzen ab.
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(00:08) Ein Pionierprojekt entsteht
(06:46) Definition REDD+ Projekt
(07:28) Wie Waldschutz in Kariba funktionieren soll
(11:08) Berechnungsmethoden für Kariba REDD+
(16:43) Studie (2015) kritisiert Kariba-Projekt
(20:43) Was Greta Thunberg damit zu tun hat
(23:44) Kariba wird zur «Cash Cow»
(28:28) Impressum
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Gesprächspartner:innen:
- Renat Heuberger, CEO von South Pole
- Tin Fischer, Journalist für DIE ZEIT
- Klaus Ammann, SRF Wirtschaftsredaktion
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Team:
- Recherche: Julian Schmidli, SRF Data, in Kooperation mit Tin Fischer von «Die Zeit» und «Follow the Money»
- Host: Raphaël Günther
- Produktion: Céline Raval
- Sounddesign: Thomas Baumgartner | |||
| Klimahandel: Guten Flug (Folge 1) | 26 Jul 2023 | 00:29:28 | |
Alles beginnt mit einer Idee, die fünf ETH-Studentinnen und Studenten reich machen wird: Umweltsünden gegen Geld zu kompensieren. Sie gründen das Schweizer Unternehmen «South Pole», heute weltweit grösster Player in einem Milliardenmarkt. Doch die Branche gerät ins Wanken.
South Pole verkauft CO2-Zertifikate und hat globale Kompensationsprojekte ins Leben gerufen. In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach solchen Klimazertifikaten explodiert. Doch die Kritik an der Branche und South Pole wird lauter und lauter. Was kann uns die Geschichte des Schweizer Unternehmens über die grüne Wirtschaft lehren? Und über die Wege, der Klimakrise zu begegnen?
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(00:00) Eine visionäre Idee
(06:38) Kyoto eröffnet neue Wege
(10:35) Gründung von myClimate
(15:10) Renat Heuberger, Mitgründer von South Pole
(20:57) Goldrauschstimmung
(25:20) F wie Finanzkrise
(27:42) Nachricht aus Simbabwe
(28:44) Impressum
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Gesprächspartner:innen:
- Renat Heuberger, CEO von South Pole
- Patrick Hofstetter, Leiter Klima & Energie WWF
- Corinne Moser, Mitgründerin Stiftung myClimate
- Axel Michaelowa, Head of research "International Climate Policy" an der Universität Zürich
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Team:
- Recherche: Julian Schmidli von SRF Data in Zusammenarbeit mit Tin Fischer und Kolleg:innen von «Die Zeit» und dem Recherche-Kollektiv «Follow the Money»
- Host: Raphaël Günther
- Produktion: Céline Raval
- Sounddesign: Thomas Baumgartner | |||
| Neue Serie: Klimahandel (Trailer) | 21 Jul 2023 | 00:00:49 | |
Eine visionäre Idee macht fünf ETH-Studis reich. Wir erzählen euch die turbulente Geschichte von South Pole, einem millardenschweren Schweizer Unternehmen, das CO2-Zertifikate verkauft. Geld, mit dem Emissionen kompensiert und dem Klima geholfen werden soll. Doch die Branche gerät ins Wanken.
Die kritischen Stimmen werden lauter und lauter. Was kann uns die Geschichte über die grüne Wirtschaft lehren? Und über die Wege, dem Klimawandel zu begegnen? | |||
| Satanic Panic - im Teufelskreis: Das sagt Pro Mente Sana | 03 Jul 2023 | 00:14:06 | |
Thomas Ihde ist als Präsident der unabhängigen Organisation «Pro Mente Sana» Anlaufstelle und Sprachrohr für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung. Er erklärt, was es aus seiner Sicht im Umgang mit der «Satanic Panic» in der Schweiz nun braucht.
Der Experte und Psychiater spricht zudem über Tabuthemen in der psychiatrischen Behandlung in der Schweiz und dass es in diesem Umfeld wohl eine bessere Fehlerkultur bräuchte.
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Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via investigativ@srf.ch
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Gesprächspartner:
- Thomas Ihde, Pro Mente Sana
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«Satanic Panic»: Verschwörungstheorie, bei der rituelle Gewalt verbunden mit Gedankenkontrolle (Mind-Control) ausgeübt werden soll. Bei ritueller Gewalt soll eine Gruppe von Tätern systematisch und über lange Zeit Menschen missbrauchen. Dabei würden sie Symbole und Rituale einsetzen, so die Theorie. Durch den Missbrauch sollen Persönlichkeitsanteile der Opfer abgespalten und durch die Täter programmiert werden. Wir konnten während unserer Recherche keinerlei Beweise dafür finden, dass es dies so gibt.
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Team:
-Sonja Mühlemann (Recherche und Inhalt), Raphaël Günther (Host) und Céline Raval (Produzentin) | |||
| Satanic Panic - im Teufelskreis. Folge 3 | 28 Jun 2023 | 00:39:40 | |
Ein Netzwerk von Therapeutinnen und Therapeuten soll die «Satanic Panic» rund um rituelle Gewalt und Mind-Control in der Schweiz befeuern. Ein bekannter Psychiater gerät in den Fokus, der ein Vordenker der Verschwörungstheorie in der Schweiz sein soll.
Wer ist Jan Gysi? In einem Untersuchungsbericht wurde er als «Spin Doctor» bezeichnet. Was erzählt die Frau, die sich bei uns gemeldet hat und bei ihm in Therapie war?
In der dritten Folge von «Satanic Panic - im Teufelskreis» nähern wir uns einem Schweizer Netzwerk an, das die Verschwörungserzählung in der Schweiz verbreiten soll.
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(00:00) Intro
(02:15) Besuch Vortrag Thomas Maier
(04:14) Jan Gysi und der Verein für Opfersicherheit
(15:36) Stefanie* über ihre Therapie
(26:29) Therapeut:innen-Netzwerk
(36:28) Fazit
(38:46) Impressum
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Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via investigativ@srf.ch
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Gesprächspartner:innen:
- Thomas Maier, Psychiater und damaliger ärztlicher Direktor der Psychiatrie St. Gallen Nord
- Stefanie (Name geändert, Stimme nachgesprochen)
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«Satanic Panic»: Verschwörungstheorie, bei der rituelle Gewalt verbunden mit Gedankenkontrolle (Mind-Control) ausgeübt werden soll. Bei ritueller Gewalt soll eine Gruppe von Tätern systematisch und über lange Zeit Menschen missbrauchen. Dabei würden sie Symbole und Rituale einsetzen, so die Theorie. Durch den Missbrauch sollen Persönlichkeitsanteile der Opfer abgespalten und durch die Täter programmiert werden. Wir konnten während unserer Recherche keinerlei Beweise dafür finden, dass es dies so gibt.
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Team:
- Recherche: Sonja Mühlemann
- Host: Raphaël Günther
- Produktion: Céline Raval & SRF Investigativ
- Sounddesign: Thomas Baumgartner
- Mitarbeit: Recherche & Archive SRF | |||
| Satanic Panic - im Teufelskreis. Folge 2 | 21 Jun 2023 | 00:36:06 | |
«Es ist ein Albtraum», sagt Gabriella Hagger. Kein Fall der «Satanic Panic» in der Schweiz ist so gut dokumentiert wie der ihrer Familie. Sie erzählt im Erfahrungsbericht, wie ihre Familie aufgrund der Verschwörungstheorie zerbrochen ist. Auf Basis von Erinnerungen, die in einer Therapie auftauchen.
Ausserdem erklärt der forensische Psychiater Frank Urbaniok im Gespräch, wie er das Ausmass der «Satanic Panic» in der Schweiz beurteilt.
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(00:00) Intro
(02:15) Erfahrungsbericht Gabriella Hagger
(16:53) Erklärung: Dissoziative Identitätsstörung DIS
(22:24) DIS und Mind-Control
(23:46) Gespräch mit Frank Urbaniok, forensischer Psychiater
(34:00) Gabriella Hagger leitet rechtliche Schritte ein
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Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via investigativ@srf.ch
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Gesprächspartner:innen:
- Gabriella Hagger
- Frank Urbaniok, forensischer Psychiater
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«Satanic Panic»: Verschwörungstheorie, bei der rituelle Gewalt verbunden mit Gedankenkontrolle (Mind-Control) ausgeübt werden soll. Bei ritueller Gewalt soll eine Gruppe von Tätern systematisch und über lange Zeit Menschen missbrauchen. Dabei würden sie Symbole und Rituale einsetzen, so die Theorie. Durch den Missbrauch sollen Persönlichkeitsanteile der Opfer abgespalten und durch die Täter programmiert werden. Wir konnten während unserer Recherche keinerlei Beweise dafür finden, dass es dies so gibt.
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Team:
- Recherche: Sonja Mühlemann
- Host: Raphaël Günther
- Produktion: Céline Raval & SRF Investigativ
- Sounddesign: Thomas Baumgartner
- Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
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Links:
- SRF Rec | |||
| Satanic Panic - im Teufelskreis. Folge 1 | 14 Jun 2023 | 00:37:21 | |
Wie kann sich eine Verschwörungserzählung wie die «Satanic Panic» in der Schweiz verbreiten, für die es bis heute keine Beweise gibt? Welche Überzeugungen, Methoden und Netzwerke stecken dahinter? Der Besuch bei einem Seelsorger im Berner Oberland offenbart erste Antworten.
Paul Veraguth ist überzeugt, dass es satanistisch-rituelle Gewalt und organisierte Täterkreise gibt, die die Gedanken ihrer Opfer programmieren. Doch die Verschwörungstheorie der «Satanic Panic» zieht noch grössere Kreise.
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(00:00) Intro
(02:14) Besuch bei Seelsorger Paul Veraguth
(05:14) Definition «Rituelle Gewalt»
(18:07) Besuch bei Mira*, die von mutmasslichen Erinnerungen an rituelle Gewalt erzählt
(28:12) Thomas Knecht, forensischer Psychiater
(35:42) Vorschau auf die nächste Folge & Impressum
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Hast du Feedback oder Fragen? Du erreichst uns via investigativ@srf.ch
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Gesprächspartner:innen:
- Thomas Knecht, forensischer Psychiater
- Paul Veraguth, Seelsorger
- Mira (Name geändert)
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«Satanic Panic»: Verschwörungstheorie, bei der rituelle Gewalt verbunden mit Gedankenkontrolle (Mind-Control) ausgeübt werden soll. Bei ritueller Gewalt soll eine Gruppe von Tätern systematisch und über lange Zeit Menschen missbrauchen. Dabei würden sie Symbole und Rituale einsetzen, so die Theorie. Durch den Missbrauch sollen Persönlichkeitsanteile der Opfer abgespalten und durch die Täter programmiert werden. Wir konnten während unserer Recherche keinerlei Beweise dafür finden, dass es dies so gibt.
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Team:
- Recherche: Sonja Mühlemann
- Host: Raphaël Günther
- Produktion: Céline Raval & SRF Investigativ
- Sounddesign: Thomas Baumgartner
- Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
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Links:
- SRF REC | |||
| Satanic Panic - im Teufelskreis (TRAILER) | 07 Jun 2023 | 00:00:57 | |
Eine Verschwörungserzählung hat sich in der Schweiz verbreitet. Es geht um Erinnerungen an Gewalt und Missbrauch, Satanismus und fragwürdige Psychotherapien. Was für Überzeugungen stecken dahinter? Und warum ist die Verschwörungserzählung scheinbar nicht aufzuhalten?
Die neue Serie von «News Plus Hintergründe» erscheint ab nächster Woche in diesem Kanal.
Produziert von Sonja Mühlemann, Raphaël Günther, Céline Raval, Thomas Baumgartner und SRF Investigativ. | |||
| Der Fall Antepay: Glücksspiel-König vom Bodensee (4) | 29 Mar 2023 | 00:26:21 | |
Neue Hinweise führen in die Ostschweiz und zu einem Mann, der den Journalisten bisher noch nicht aufgefallen ist. Welche Rolle spielt er im Konstrukt rund um Antepay? Und was hat er mit den Glücksspielseiten, die in der Schweiz illegal sind, am Hut? Die Geschichte nimmt nochmals neue Dimensionen an.
Der Fall Antepay: Die Podcastserie zu einem Milieu, das Vielen so wohl nicht bekannt ist. Es geht um Online-Glücksspiel in der Schweiz und die Konstrukte dahinter.
Mail: investigativ@srf.ch
Redaktion & Produktion: Christian Zeier, Raphaël Günther, Fiona Endres und Céline Raval | |||
| Single in Europa: Bonus-Interview mit Livia Leu | 04 Nov 2022 | 00:15:37 | |
Wo steht die Schweiz im Verhältnis zur EU? Chefunterhändlerin Livia Leu führt Sondierungsgespräche mit der EU um auszuloten, ob und inwiefern es Spielraum für neue Verhandlungen gibt. Am 11. November geht es in die nächste Runde.
Der ehemalige EU-Korrespondent und Bundeshausredaktor Oliver Washington fühlt Livia Leu auf den Zahn. Wird es zu einer Einigung mit der EU kommen?
Die Podcastserie «Single in Europa» beleuchtet die Geschichte der Beziehung Schweiz-EU - eine Geschichte mit viel politischem Zündstoff. | |||
| Das Birthkeeper System 1/4: Eine Alleingeburt geht viral | 27 Jun 2024 | 00:28:23 | |
Eine Alleingeburt im Meer am Strand. Das Video davon im Netz geht um die Welt: Die Frau, die ihr Kind ohne Hebamme oder ärztliche Begleitung zur Welt bringt, ist Teil der Freebirth-Community. Was und wer steckt hinter der Bewegung, die gegen das staatliche Gesundheitssystem rebelliert?
Auch die hochschwangere Sue Strack aus der Schweiz entscheidet sich für eine Alleingeburt. Eine Geburt im Spital mit Ärztinnen, Ärzten oder Hebammen möchte sie nicht. Sie erzählt von ihren Beweggründen und der Freebirth Community, mit der sie im Austausch ist. Die Bewegung hat nicht nur einen spirituellen Touch, sondern auch einen hochpolitischen. Viele Anhängerinnen kehren dem Gesundheitssystem den Rücken und fordern eine Revolution der Geburt.
Barbara Stocker, die langjährige Präsidentin des Schweizerischen Hebammenverbands, rät von Alleingeburten ab. Zahlen dazu gäbe es nicht, sagt sie im Podcast.
Host Vanessa Ledergerber für «News Plus Hintergründe» über die Welt der Freebirth Community und Frauen, die sich darin bewegen. Ab 28. Juni 2024 und ab da jeden Montag eine neue Folge.
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(00:00) Triggerwarnung
(00:20) Video einer Alleingeburt sorgt für Diskussionen
(02:31) Intro
(04:15) Geburt: Am Puls der Gesundheitsversorgung
(06:38) Sue plant eine Alleingeburt
(14:54) Hebamme Barbara Stocker über Alleingeburten
(22:27) Die Free Birth Society
(24:16) Die «Radical Birthkeeper School» und ihre Gründerinnen
(28:13) Ausblick auf Folge 2 und Impressum
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Abonniert den Podcast «News Plus Hintergründe», um keine Folge zu verpassen. Habt ihr Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf eure Nachricht via newsplus@srf.ch
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Gesprächspartnerinnen:
- Sue Strack
- Barbara Stocker, Präsidentin Schweizerischer Hebammenverband
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Team:
Vanessa Ledergerber (Host), Céline Raval, Lea Saager, Thomas Baumgartner (Titelmusik und Sounddesign) | |||
| Der Fall Antepay 3: Der Boss | 25 Oct 2022 | 00:19:37 | |
Wer betreibt die illegalen Glücksspielseiten, auf denen mit Antepay bezahlt wurde? Wir treffen einen Informanten, der für die Organisation gearbeitet hat und kommen dem mutmasslichen Drahtzieher auf die Spur. Dem Mann, der laut einem Infomanten mit Glücksspielseiten ein Vermögen verdient haben soll.
Die Recherche über eine scheinbar harmlose Bezahlkarte führt in ein Milieu, das vielen so wohl kaum bekannt ist. Es geht um illegales Glücksspiel in der Schweiz. Die Journalisten Christian Zeier und Raphaël Günther nähern sich einem kriminellen Netzwerk an und suchen nach dem Big Boss hinter dem System.
Redaktion: Christian Zeier, Raphaël Günther, Fiona Endres und Céline Raval
Sounddesign: Thomas Baumgartner
Mail: investigativ@srf.ch | |||
| Der Fall Antepay 2: Der FC Zürich | 24 Oct 2022 | 00:26:21 | |
Das Besitzerpaar Canepa lächelt in die Kameras, als der neue Hauptsponsor des FCZ vor drei Jahren präsentiert wird. Wie kam es, dass Antepay zum Hauptsponsor wurde? Eine Bezahlkarte, die wohl vor allem für illegales Glücksspiel verwendet wurde? Was sagt FCZ-Präsident Ancillo Canepa dazu?
Die Recherche über eine scheinbar harmlose Bezahlkarte führt in ein Milieu, das vielen so wohl kaum bekannt ist. Es geht um illegales Glücksspiel in der Schweiz. Die Journalisten Christian Zeier und Raphaël Günther nähern sich einem kriminellen Netzwerk an und suchen nach dem Big Boss hinter dem System.
Redaktion: Christian Zeier, Raphaël Günther, Fiona Endres und Céline Raval
Sounddesign: Thomas Baumgartner
Mail: investigativ@srf.ch | |||
| Der Fall Antepay 1: Die Karte | 23 Oct 2022 | 00:25:36 | |
Alles beginnt mit einer anonymen E-Mail. Von organisierter Kriminalität ist darin die Rede, von illegalem Glücksspiel und von der Bezahlkarte Antepay. Antepay taucht in der breiten Öffentlichkeit erstmals 2019 auf, als Trikotsponsor des FC Zürich. Was und wer steckt dahinter?
Die Recherche über eine scheinbar harmlose Bezahlkarte führt in ein Milieu, das vielen so wohl kaum bekannt ist. Es geht um illegales Glücksspiel. Die Journalisten Christian Zeier und Raphaël Günther nähern sich einem kriminellen Netzwerk an und suchen nach dem Big Boss hinter dem System.
Mail: investigativ@srf.ch
Redaktion: Christian Zeier, Raphaël Günther, Fiona Endres und Céline Raval
Sounddesign: Thomas Baumgartner | |||
| Der Fall Antepay TRAILER | 16 Oct 2022 | 00:01:08 | |
Der Schriftzug «Antepay» prangte auf den Trikots des Fussball Schweizermeisters FC Zürich. Antewas? Die Recherche über eine scheinbar harmlose Bezahlkarte führt in ein Milieu, das vielen so wohl kaum bekannt ist. Es geht um illegales Glücksspiel.
Die Journalisten Christian Zeier und Raphaël Günther nähern sich einem kriminellen Netzwerk an und suchen nach dem Big Boss hinter dem System. | |||
| Single in Europa 4: Feld eins | 05 Oct 2022 | 00:26:33 | |
Wie kommt es, dass der konservative Milliardär vom Zürichsee ein Loblied singt auf den Chef der Gewerkschaften? Und die FDP-Politikerin, einst jung und aufstrebend, politisch vereinsamt ist? Weil die Europa-Frage die Schweiz dauerhaft verändert hat. Der vorläufig letzte Akt im Beziehungsdrama.
SVP-Patron Christoph Blocher behauptet: Wären die Gewerkschaften nicht gewesen, wäre die Übung mit dem Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU nicht so schnell abgebrochen worden. Das sei vor allem der «klaren Haltung» von Gewerkschaftsboss Pierre-Yves Maillard zu verdanken, einem «Praktiker», der im Kanton Waadt ein «guter Regierungspräsident» gewesen sei.
Das sagt Blocher im Interview mit dem SRF-Bundeshausjournalisten Curdin Vincenz. Er und sein Kollege Oliver Washington haben für diese Podcast-Serie drei Jahrzehnte im Beziehungsdrama zwischen der Schweiz und der EU aufgearbeitet. In dieser letzten Episode der Serie ziehen sie Bilanz und fragen: Sind die Voraussetzungen da, damit es demnächst wieder zu einer Annäherung kommt?
Die Gewerkschaften befürchten, dass eine engere Anbindung an die EU den Lohnschutz in der Schweiz untergraben werde. Sie misstrauen den Bürokraten in Brüssel und den Bürgerlichen im Schweizer Parlament, und darum sind sie zu keinen Kompromissen bereit. Und darum ist die SP, die in den Neunzigerjahren noch klar für den EU-Beitritt war, heute in der Europa-Frage so gespalten.
Auch die FDP hat ihre Position in der Europa-Politik radikal verändert. Sie war einst die grosse Stütze im bürgerlichen Lager für eine Annäherung an die EU. Das Aushängeschild dieser Position war die Jung-Nationalrätin Christa Markwalder. Heute ist Markwalder in dieser Frage an den Rand der Partei gedrängt.
Diese Verschiebungen in der Parteienlandschaft hat es darum gegeben, weil in der Bevölkerung ganz allgemein die Europa-Skepsis zugenommen hat. Das zeigt sich am krassesten bei den Jungen. Gemäss den Nachwahlbefragungen, die von Schweizer Unis alle vier Jahre gemacht wurden, waren in den Neunzigerjahren die 18- bis 34-jährigen die Altersgruppe, die sich am deutlichsten für einen Beitritt zur EU aussprach. Heute sind sie die Altersgruppe, die am deutlichsten dagegen ist. Das zeigen neue Zahlen, die die Online-Wahlhilfe-Plattform Smartvote für SRF ausgewertet hat (https://www.srf.ch/article/20205434).
Wie wird es im Beziehungsdrama Schweiz - EU weitergehen? Wir können es nicht wissen. Der Zürcher SP-Politiker und Ex-Regierungsrat Markus Notter meint, eine erneute Annäherung werde es erst geben, wenn die Schweiz ihr Grund-Dilemma mit der EU gelöst habe: «Wir möchten dabei sein, ohne dazu zu gehören.»
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Das ist ein Podcast von SRF. Inhalt: Curdin Vincenz und Oliver Washington, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Mirjam Emmenegger und Franz Baumann, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF | |||
| Single in Europa 3: Adieu | 28 Sep 2022 | 00:26:38 | |
Wären die Schweiz und die EU zur Paartherapie gegangen, hätte die Diagnose so ausfallen können: Sie stritten über die unwesentlichen Dinge und sprachen nie über das Wesentliche, das sie trennt. Darum war der Bruch unvermeidlich. Wieso das so war, darum geht es in dieser Episode.
Ehemalige Bundesräte hüten sich gewöhnlich davor, sich in aktuelle Geschäfte ihrer Nachfolgerinnen und Nachfolger einzumischen. Zum Bruch mit der EU, den der Bundesrat im Mai 2021 herbeigeführt hat, mögen aber einige von ihnen nicht mehr schweigen. Die beiden SRF-Bundeshausjournalisten Curdin Vincenz und Oliver Washington haben für diese Podcast-Serie mit vier Ex-Bundesräten und einer Ex-Bundesrätin Interviews geführt.
Darin nehmen die Ex-Magistraten ungewohnt pointiert Stellung. Sie kritisieren vor allem, wie kampflos der Bundesrat das Rahmenabkommen mit der EU aufgegeben hat - ohne Abstimmung im Parlament, erst recht nicht mit einer im Volk. Und ohne Plan B. Und das alles, nachdem man acht Jahre lang miteinander verhandelt hatte.
Dabei war man doch so gut unterwegs gewesen. Die Schweiz und die EU erlebten in den Nullerjahren eine Art Honeymoon. Gleich zwei Pakete an bilateralen Abkommen regelten die Beziehungen. Einzig ein Dach fehlte, das die verschiedenen Abkommen zusammenhält und schützt - indem es zum Beispiel regelt, was im Fall eines Streits geschehen soll.
Der Bau eines solchen Dachs hatte gerade begonnen, als etwas völlig Unerwartetes geschah, am 9. Februar 2014. Das Schweizer Stimmvolk sagte Ja zur Masseneinwanderungsinitiative der SVP. Es war ein Protestvotum gegen den freien Personenverkehr mit der EU.
Seither ist im Verhältnis zwischen Bern und Brüssel nichts mehr wie zuvor. Nach einer Phase der Funkstille begann man zwar zu verhandeln über ein so genanntes Rahmenabkommen. Doch es folgte ein Missverständnis aufs andere, und die Verhandlungen kamen nicht vom Fleck.
Und eben, man sprach über Anmeldefristen für Handwerker und über abstrakte Dinge wie die Unionsbürgerrichtlinie, aber nicht über die Grundsatz-Frage, die einer Einigung im Weg stand: Wieviel Souveränität ist die Schweiz bereit preiszugeben, um dieselben Vorteile geniessen zu können wie die EU-Mitglieder?
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Das ist ein Podcast von SRF. Inhalt: Curdin Vincenz und Oliver Washington, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Mirjam Emmenegger und Franz Baumann, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
Folge 4 unserer Serie kommt am Mittwoch 5.10.22 | |||
| Single in Europa 2: Der Basar | 21 Sep 2022 | 00:24:01 | |
Ein amtierender Schweizer Bundesrat, ganz allein auf geheimer Verhandlungsmission in Luxemburg. Unglaublich, aber wahr! Eine weitere Episode im Beziehungsdrama zwischen der Schweiz und der EU, in dem sich beide Seiten plötzlich auf ihre Stärken besinnen und miteinander reden.
Wir verraten hier nur so viel: Der Bundesrat auf geheimer Mission hiess Moritz Leuenberger. Er wurde 1995 in die Landesregierung gewählt. Eine seiner neuen Aufgaben war, mit der EU eine Einigung im komplizierten Verkehrsdossier zu finden. Es galt nach dem Schock des Volks-Neins zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) vom 6. Dezember 1992 die Scherben im Verhältnis zur EU zu kitten.
Das war noch schwieriger geworden, nachdem 1994 das Schweizer Stimmvolk ein weiteres Negativ-Signal nach Brüssel geschickt hatte, mit der Annahme der Alpeninitiative. Sie verlangte, dass der alpenquerende Gütertransitverkehr von der Strasse auf die Schiene verlagert werden müsse – ein No-Go aus Sicht der EU.
Die beiden SRF-Bundeshausjournalisten Oliver Washington und Curdin Vincenz lassen in dieser vierteiligen Podcast-Serie das Beziehungsdrama der Schweiz und der EU Revue passieren. Sie haben mit vielen Ex-Bundesräten und einer Ex-Bundesrätin geredet und mit den Schlüsselfiguren von heute. Entstanden ist daraus ein Doku-Drama.
Als der frisch gewählte Bundesrat Leuenberger 1995 das Verkehrsdossier übernahm, setzte er sich gleich selber an den Verhandlungstisch. Dort fühlte er sich zeitweise wie auf einem orientalischen Basar, wie er heute sagt. Und er nervte sich über das Heer von Beamten, das ihn stets umgab und argwöhnisch darauf achtete, dass er die Interessen der Schweiz nicht verkaufte.
Schliesslich gelang aber der Durchbruch, und in der Beziehung der Schweiz zur EU begann der Honeymoon. Ein erstes Paket von bilateralen Abkommen kam unter Dach und Fach, wenige Jahre später folgte ein zweites. Jedes Mal sagte das Stimmvolk klar und deutlich Ja.
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Das ist ein Podcast von SRF. Inhalt: Curdin Vincenz und Oliver Washington, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Mirjam Emmenegger, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
Folge 3 unserer Serie gibts ab Mittwoch 28.9.22 | |||
| Single in Europa 1: Der Bauchentscheid | 14 Sep 2022 | 00:31:50 | |
Die Schweiz und die EU – das ist wie in einer Beziehung, in der sich zwei Menschen auseinanderleben, bis sie sich nicht mehr verstehen. Dabei hatte alles so gut angefangen, mit einer Art Verlobungsantrag, damals im Mai 1992. Aus heutiger Sicht war es eher der Anfang eines langsamen Abschieds.
Es sei ein «Bauchentscheid» gewesen, erinnert sich Arnold Koller. Der damalige Justizminister ist heute 89-jährig. Er war einer von drei Bundesräten, die damals Nein sagten zum Entscheid, in Brüssel ein Gesuch für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen einzureichen. Adolf Ogi, der damalige Verkehrsminister, war einer der vier, die dafür waren. Er findet noch heute: «Das war der richtige Entscheid.»
Die beiden SRF-Bundeshausjournalisten Curdin Vincenz und Oliver Washington lassen in dieser vierteiligen Podcast-Serie das Beziehungsdrama der Schweiz und der EU Revue passieren. Sie haben mit vielen Ex-Bundesräten und einer Ex-Bundesrätin geredet und mit Schlüsselfiguren von heute.
Die Mehrheit im Bundesrat fand damals, im Mai 1992: Verhandeln über einen Beitritt kann man ja mal. Der Beitritt zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), über den das Schweizer Stimmvolk wenige Monate später abstimmte, sollte nur ein erster Schritt dazu sein.
Heute wäre ein solcher Entscheid der Schweizer Regierung undenkbar. Aber damals befand man sich in einer Zeit, in der Europa neu geordnet wurde. Die Mauer in Berlin war zusammengebrochen, die Sowjetunion ebenso, und in Europa wurde der Grundstein gelegt für einen freien Binnenmarkt, der den ganzen Kontinent umspannte. Aus Sicht des Bundesrats galt es zu vermeiden, dass die Schweiz den Anschluss an diese rasanten historischen Umwälzungen verpasste.
Die Mehrheit der Stimmbevölkerung sah das aber anders. Sie misstraute dem Bundesrat und fürchtete um die Eigenständigkeit des Landes. So kam es, dass Christoph Blocher mit seiner Kampagne gegen den EWR massiv Auftrieb erhielt und das Volk schliesslich am 6. Dezember 1992 mit hauchdünner Mehrheit Nein sagte zum EWR.
Und so befanden sich die Schweiz und die EU in einer tiefen Beziehungskrise – nur ein halbes Jahr nach dem Verlobungsantrag.
Schreibt uns auf hotspot@srf.ch
Das ist ein Podcast von SRF. Inhalt: Curdin Vincenz und Oliver Washington, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Mirjam Emmenegger, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF
Folge 2 unserer Serie gibts ab Mittwoch 21.9.22 | |||
| Neue Serie: Single in Europa | 13 Sep 2022 | 00:01:20 | |
| «Willkommen in der Schweiz, Ukrainer:innen», 2: Die Überforderung | 06 Jul 2022 | 00:23:17 | |
Die Schweizer Gemeinden waren auf die vielen Flüchtlinge aus der Ukraine nicht vorbereitet. Sie konnten nicht so schnell Personal aufbauen. Das Geld, das sie von Bund und Gemeinden erhalten, reicht nicht. Der Vizepräsident des Gemeindeverbandes, Jörg Kündig, sagt: Viele Gemeinden sind am Anschlag.
Yelena und Yeva, die beiden Ukrainerinnen, die wir in Folge 1 kennengelernt haben, geht es seither nicht besser. Yeva hat nun Kontakt zu einem psychologischen Dienst, aber das Geld ist weiterhin knapp. Und Yelena will nur noch nach Hause, weil sie hier keine Arbeit findet und sich ihre Lage nicht verbessert. Sie kann sich eine Rückreise aber nicht leisten und bekommt auch keine Hilfe von der Gemeinde.
Es deutet vieles darauf hin, dass es für eine grössere Zahl Ukrainerinnen und Ukrainer vorerst nicht besser wird. Denn die Gemeinden sind damit konfrontiert, dass immer mehr Flüchtlinge ankommen, sie aber die bereits angereisten nicht richtig unterstützen können. Sie rufen bei Kantonen und Bund um Hilfe. Doch von dort kommt, sagt Jörg Kündig, noch nicht viel. Das Staatssekretariat für Migration kündigt immerhin an, vom Parlament einen Nachtragskredit zu erhalten. Doch das Geld kommt frühestens im Herbst.
Alles umsonst also? Der bekannte Migrationsforscher Professor Dominik Hangartner von der ETH Zürich sagt, dass die Schweiz noch etwas Zeit hat. Wenn es den Schweizer Behörden erst sei mit der Wilkommenskultur, dann könne man mit den nötigen Investitionen etwas erreichen. Integration koste am Anfang viel Geld, zahle sich dann aber langfristig aus.
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Inhalt und Recherche: Simon Jäggi und Stefan Brand, Produktion: Philip Meyer und Céline Raval, Sounddesign: Thomas Baumgartner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF | |||
| Das Ende der Credit Suisse (5/5): Sonntag, 19. März | 15 Mar 2024 | 00:23:47 | |
Die letzten Stunden der Grossbank brechen an. Vor der historischen Medienkonferenz kommen die Verhandlungen zum Höhepunkt. Bundesrätin Karin Keller-Sutter wird zeitweise ungeduldig und pocht auf eine Lösung, doch dafür müssen die Verwaltungsräte der CS und der UBS einwilligen.
Erstmals begegnen sich am Sonntag die Spitzen der beiden Banken in Person. Im Finanzdepartement werden Geheimgänge benutzt, um vor neugierigen Blicken geschützt zu sein. Und am Abend heisst es unter CS-Angestellten: «Die Würfel sind gefallen.» Am Sonntag, 19. März, 19:28 Uhr, wird das Ende der Credit Suisse bekanntgegeben.
Der Blick hinter die Kulissen mit «News Plus Hintergründe».
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(00:00) Intro
(02:02) So lief der Sonntagmorgen ab
(04:05) Die CS-Spitze überzeugen
(06:21) Neunstündige Sitzung der Finanzdelegation
(09:06) Die UBS trifft auf Credit Suisse
(11:16) Sitzungsmarathon bis zur Unterschrift
(13:25) Gabs die Grossbank zum Schnäppchenpreis?
(15:57) Die historische Medienkonferenz
(20:42) Was wir heute wissen - und was nicht
(21:44) Impressum
(22:30) Abspann: Nach der Pressekonferenz
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Wenns euch gefällt, empfehlt den Podcast gerne weiter. Über euer Feedback, Fragen oder Wünsche freuen wir uns. Ihr erreicht uns via newsplus@srf.ch
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Gesprächspartner:innen:
- Karin Keller-Sutter, Bundesrätin und Finanzministerin
- Lukas Gähwiler, UBS-Vizepräsident
- Dirk Schütz, Chefredaktor «Bilanz»
- Jan Baumann, Wirtschaftsredaktor SRF
- Ursula Schneider Schüttel, damals Präsidentin der Finanzdelegation
- Basil, Anna, Rico, Sophie (CS-Angestellte, Namen geändert)
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Team:
- Recherche: Oliver Kerrison und Nicolas Malzacher
- Host: Raphaël Günther
- Produktion: Céline Raval
- Sounddesign: Thomas Baumgartner
- Mitarbeit: SRF Recherche und Archive | |||
| «Willkommen in der Schweiz, Ukrainer:innen», 1: Das Versprechen | 29 Jun 2022 | 00:23:45 | |
Die Schweiz machte ein grosses Versprechen. Die Ukrainerinnen und Ukrainer sollen hier rasch eine neue Heimat finden mit Sicherheit, Unterkunft und Arbeit. Doch jetzt zeigen sich Risse in der Willkommenskultur und die Frage taucht auf: Ist die Schweiz überfordert?
«Willkommen in der Schweiz, Ukrainer:innen» haben die Schweizer Behörden ausgerufen. Bundesrätin Karin Keller-Sutter versprach, dass die Schweiz unbürokratisch helfen werde. Immer wieder wurde betont: Die vom Krieg Vertriebenen, die ukrainischen Flüchtlinge, sollen schnell Unterkunft, Betreuung und Sprachkurse erhalten. Sie sollen hier zur Ruhe kommen und, wenn sie länger hierbleiben müssen, für sich selbst sorgen können.
Doch nun zeigt sich: Das grosse Ziel könnte verfehlt werden. Denn die Hilfe kommt bei vielen Ukrainerinnen und Ukrainern nicht an. Sie profitieren nicht vom Schutzstatus S, der erstmals ausgerufen wurde; der ihnen mehr Möglichkeiten bieten sollte als anderen Flüchtlingen.
Wir treffen bei unseren Recherchen Yelena und Yeva – bei einer Essensausgabe der Caritas, zusammen mit vielen anderen ukrainischen Frauen. Die beiden haben zu wenig Geld zum Leben. Sie erhalten von der Gemeinde Thal 375 Franken pro Person und Monat, sagen sie. Und sind praktisch auf sich selbst gestellt.
Von der Gemeinde erhalten sie kaum Hilfe, kein Zugang zu Sprachkursen oder psychologische Betreuung. Keine Hilfe bei der Suche nach Arbeit. Sie möchten nur noch nach Hause – in ein kriegsversehrtes Land. Aber auch eine Rückkehr können sie sich nicht leisten.
Warum die Hilfe bei den beiden Ukrainerinnen nicht ankommt, wollen wir von den Behörden wissen. Und erhalten keine Antwort. Wir erfahren im Verlaufe der Recherchen auch weshalb: Viele Gemeinden sind selbst überfordert von der Aufgabe. Sie rufen um Hilfe bei Kanton und Bund – und fühlen sich ungehört.
Gleichzeitig steigt die Zahl der Ukrainerinnen und Ukrainer, die in der Schweiz ankommen, weiter stark an. Steuern wir auf ein grosses Problem zu wegen des Versprechens, das die Behörden in guter Absicht gegeben haben? Auf jeden Fall steigt die Zahl der Anfragen verzweifelter Ukrainerinnen und Ukrainer bei Inna Praxmarer von der Caritas Beratungsstelle Zürich weiter an.
"Willkommen in der Schweiz Ukrainer:innen" - Folge 2: "Die Überforderung" folgt hier in diesem Kanal am 7. Juli 2022
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Inhalt und Recherche: Simon Jäggi und Stefan Brand, Produktion: Philip Meyer, Sounddesign: Thomas Baumgartner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF | |||
| Der Krieg und wir, 3: China vergessen? | 15 Jun 2022 | 00:14:29 | |
Eine Lehre aus dem Ukraine-Krieg kann schon jetzt gezogen werden: Sich mit Tyrannen einzulassen, kann böse enden. Höchste Zeit darum, dass wir uns auch über unser Verhältnis zu China Gedanken machen. Dort stellt sich die Frage: Gibt es überhaupt Handlungsspielraum?
China greift Taiwan an, die Insel vor dem chinesischen Festland, deren Unabhängigkeit Peking bestreitet. Für Mareike Ohlberg ist das kein unrealistisches Szenario. Sie ist China-Expertin beim German Marshall Fund, einer US-amerikanischen Denkfabrik. Was würde der Westen dann tun, Sanktionen ergreifen?
Schon im Fall Russlands ist das eine recht zähe Angelegenheit. Zu gross ist die Abhängigkeit des Westens von russischen Energielieferungen. Im Fall von China wäre die Herausforderung um ein Vielfaches grösser. Ohne Werkbank in China, wäre manches westliche Unternehmen verloren.
Für Mareike Ohlberg ist es darum höchste Zeit, dass sich der Westen aus seiner Abhängigkeit von China zu lösen beginnt. Einfach so den Stecker zu ziehen, das gehe allerdings nicht, warnt Felix Sutter, der Chef der schweizerisch-chinesischen Handelskammer. Eine solche wirtschaftliche Entflechtung brauche Zeit, sonst sei der wirtschaftliche Schaden zu gross.
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Inhalt und Recherche: Raphaël Günther und Marco Morell, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Chris Weber, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF | |||
| Der Krieg und wir, 2: Pazifismus am Ende? | 08 Jun 2022 | 00:18:41 | |
Eine Welt ohne Krieg und Waffen. Dieses Ideal ist für die Pazifistin Vanessa Bieri in weite Ferne gerückt. Wladimir Putin hat den Krieg wieder nach Europa gebracht, mit seinem Angriffsbefehl auf die Ukraine. Ist der Pazifismus damit am Ende oder gibt es eine gewaltlose Antwort auf den Krieg?
Wenn einem Volk das passiert, was den Ukrainerinnen und Ukrainern am 24. Februar passiert ist, nämlich dass man von seinem Nachbarn brutal überfallen wird, dann ist auch für die GsoA-Aktivistin Vanessa Bieri klar: Sich einfach ergeben, ist keine Option. Da ist es legitim, sich zu verteidigen. Waffenlieferungen lehnt Bieri trotzdem ab. Und sie sagt, in Kriegszeiten sei es nicht einfach, eine pazifistische Haltung zu vertreten.
Während Jahrhunderten prägte der Krieg die Geschichte der Menschheit. Für nichts gaben Regenten so viel Geld aus wie fürs Militär. Seit 1945 wird der Krieg von der Staatenwelt geächtet, und unter dem Dach der Vereinten Nationen herrscht eine Ordnung, in der das Recht Vorrang hat gegenüber militärischer Gewalt. Darum sei es jetzt nach Russlands Überfall auf die Ukraine so wichtig, dass die Staaten die «richtigen» Entscheide treffen, sagt der israelische Historiker Yuval Noah Harari in einem TED-Talk.
Die westlichen Staaten haben den russischen Angriff auf die Ukraine einhellig verurteilt und gegen Putin und seine Gefolgsleute Sanktionen verhängt. Mit nicht-militärischen Mitteln versuchen sie den russischen Aggressor zu stoppen. Ob das gelingt, ist alles andere als sicher. In der politischen Anti-Putin-Front zeigen sich Risse. Aber es wäre die «richtige» Antwort: Wer sich stark fühlt und denkt, er könne einfach seinen Nachbarn überfallen, kommt damit nicht durch.
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Inhalt und Recherche: Raphaël Günther und Marco Morell, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Luki Fretz, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF | |||
| Der Krieg und wir, 1: Aufrüsten, aber wofür? | 01 Jun 2022 | 00:16:44 | |
Der 24. Februar hat Vieles verändert. Der Panzergrenadier weiss jetzt, was der Ernstfall für ihn bedeutete. Der Zivildienstler ist am Zweifeln, ob es wirklich keine Armee mehr brauche. Wie genau hat sich mit dem russischen Überfall auf die Ukraine die Bedrohungslage der Schweiz verändert?
Aufrüsten! Mehr Waffen! Das ist für viele Regierungen der Welt das Gebot der Stunde. Der russische Präsident Wladimir Putin hat mit seinem Befehl zum militärischen Angriff auf die Ukraine die Illusion des «ewigen Friedens» in Europa jäh beendet. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz spricht von einer «Zeitenwende» und begründet damit ein massives Aufrüstungsprogramm. Finnland und Schweden haben den Antrag gestellt, Mitglied im westlichen Verteidigungsbündnis Nato zu werden.
Auch in der Schweiz ist für die bürgerliche Mehrheit im Parlament klar: Wir brauchen wieder eine starke Armee. Dagegen hat Georg Häsler, Journalist bei der NZZ und Oberst im Heeresstab der Armee, grundsätzlich nichts einzuwenden. Er findet aber, die Aufrüstung müsse genau abgestimmt werden mit den europäischen Partnern. Die Zeiten seien vorbei, da die Schweiz im Glauben leben konnte, sich allein gegen einen Feind vom Kaliber Russlands verteidigen zu können.
Und ein zweiter Punkt ist Häsler wichtig: Der Krieg in der Ukraine darf nicht andere Bedrohungen aus unserem Bewusstsein verdrängen. Den Klimawandel zum Beispiel. Für den obersten Risikoanalysten im Bundesamt für Bevölkerungsschutz, Stefan Brem, sind das die Top-3-Gefahren für die Schweiz: Strommangel, Pandemie und Ausfall des Mobilfunknetzes. Alles Risiken also, die mit nicht-militärischen Mitteln kontrolliert werden müssen. Mit dem Krieg in der Ukraine ist laut Brem das Risiko von Engpässen in der Energieversorgung noch grösser geworden.
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Inhalt und Recherche: Raphaël Günther und Marco Morell, Produktion: Marco Morell, Sounddesign: Luki Fretz, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF | |||
| Liebesgrüsse aus Lugano: Putins Spur in die Schweiz, Teil 2 | 28 Apr 2022 | 00:23:21 | |
In der Villa am Luganersee haben wir die angebliche Geliebte des russischen Präsidenten nicht gefunden. Aber es gibt noch weitere Spuren. Jedenfalls wenn man den Gerüchten glaubt, die über Alina Kabajewa kursieren und die besagen, dass sie unbehelligt von jeglichen Sanktionen im Tessin leben soll.
Eine dieser Spuren führt SRF-Investigativ-Reporterin Fiona Endres in die Privatklinik Sant‘Anna in Lugano. Eine noble und diskrete Adresse, an der schon der Nachwuchs anderer Prominenz das Licht der Welt erblickt hat. Dort soll die 38-jährige Geliebte von Wladimir Putin Zwillinge zur Welt gebracht haben.
Wenn es stimmt, dass eine der wichtigsten Bezugspersonen des russischen Präsidenten im Tessin lebt, würde das die Schweizer Behörden in eine ungemütliche Lage bringen. Denn schon nach Beginn des russischen Angriffkriegs auf die Ukraine, als viele Staaten rasch harte Sanktionen gegen Russland verhängten, agierte der Bundesrat zögerlich.
Auf unserer Spurensuche begegnen wir noch einer ganz anderen Geschichte. Den im Podcast genannten Artikel findet ihr hier:?https://www.swissinfo.ch/ger/youssef-nada-war-on-terror_jahre-des-zorns/47042494
Dies ist ein Podcast von Hotspot und SRF Investigativ. Habt Ihr einen Recherche-Hinweis für uns? Dann schreibt uns auf investigativ@srf.ch
Inhalt und Recherche: Fiona Endres und Roger Aebli, Produktion und Storytelling: Marco Morell, Jonathan Sippel und Nina Blaser, Technik und Gestaltung: Thomas Baumgartner, Musikauswahl: Jérôme Brunner | |||
| Liebesgrüsse aus Lugano: Putins Spur in die Schweiz, Teil 1 | 27 Apr 2022 | 00:19:18 | |
Die Geliebte des russischen Präsidenten soll in einer Villa in Lugano leben – unbehelligt von irgendwelchen Sanktionen. Dieses Gerücht hat ein Promi-Blog in den USA in die Welt gesetzt. Ist das so? Wir machen uns auf die Suche.
Wer zu Putins Freunden zählt, für den oder die ist das Leben schwierig geworden ausserhalb der Grenzen Russlands. Denn nach dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 haben viele Staaten Sanktionen verhängt gegen alle, die in enger Verbindung stehen zum Kreml.
Bisher nicht auf den Sanktionslisten aufgetaucht ist die 38-jährige angebliche Geliebte des 69-jährigen russischen Autokraten. Alina Kabajewa heisst sie. Einst war sie eine erfolgreiche russische Sportlerin. Ihre Disziplin war die rhythmische Sportgymnastik.
Offiziell tritt Kabajewa nie als Präsidentengattin auf. Darum kursieren auch so viele Gerüchte. Zum Beispiel eben, dass Kabajewa in Lugano lebe. Dort nimmt SRF-Investigativ-Reporterin Fiona Endres die Spurensuche auf. Zusammen mit Roger Aebli berichtet sie darüber in diesem Podcast von Hotspot und SRF Investigativ.
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Inhalt und Recherche: Fiona Endres und Roger Aebli
Produktion und Storytelling: Marco Morell, Jonathan Sippel und Nina Blaser
Technik und Gestaltung: Thomas Baumgartner
Musikauswahl: Jérôme Brunner | |||
| Im Reich Orbans, 3: Die Ohnmacht der Gegner | 23 Mar 2022 | 00:25:34 | |
Wer sich Viktor Orban in den Weg gestellt hat, ist gescheitert. Das galt bisher für seine politischen Gegner in Ungarn, wie auch für die Europäische Union. Selbst wenn er jetzt die Wahlen verlieren sollte, wird ein Teil des «Systems Orban» weiterbestehen. Gibt es jemanden, der Orban stoppen kann?
Peter Marki-Zay hofft auf den Bonus des Unverbrauchten und will damit bei den Parlamentswahlen vom 3. April 2022 den Sieg einfahren. Er will denjenigen von der Macht drängen, den er einst bewundert hat: Regierungschef Viktor Orban. Marki-Zay ist der Kandidat, der aus dem politischen Nichts kam und jetzt an der Spitze steht eines breiten Parteienbündnisses von links bis rechts.
Doch diese vermeintliche Stärke - die breite politische Basis - ist gleichzeitig auch Marki-Zays Schwachpunkt. Das findet SRF-Osteuropakorrespondent Roman Fillinger, der den ungarischen Präsidentschaftskandidaten in Budapest getroffen hat. Denn zu Marki-Zays Bündnis gehören auch die Sozialisten, die vor Orban regierten. Und die haben noch heute den Ruf, korrupt und unfähig zu sein.
Orban versteht es meisterhaft, die Stärken seiner Gegner zu seinem Vorteil zu nutzen. Das gilt auch für seinen aussenpolitischen Hauptfeind, die Europäische Union. Diese will ihn dafür bestrafen, dass er sich dauernd über EU-Regeln hinwegsetzt. Er aber inszeniert sich damit gegenüber den eigenen Wählerinnen und Wählern als einer, der Ungarns Unabhängigkeit verteidigt.
Das Ringen zwischen der EU und ihrem widerspenstigen Mitglied Ungarn wird darum höchst wahrscheinlich auch nach der Parlamentswahl weitergehen. «Orbans Mechanismen kriegt man nicht weg», sagt Katrin Barley, die Vizepräsidentin des EU-Parlaments im Gespräch mit SRF-Osteuropa-Korrespondentin Sarah Nowotny. In seinen zwölf Jahren an der Macht hat Orban das politische System dauerhaft zu seinen Gunsten umgebaut.
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Inhalt: Sarah Nowotny und Roman Fillinger, Produktion: Marco Morell, Technik: Mirjam Emmenegger, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF | |||
| Im Reich Orbans, 2: Der Zauberer der Macht | 16 Mar 2022 | 00:23:37 | |
Viktor Orban versteht es, sein Publikum in den Bann zu ziehen. Während der Wende von 1989 wurde er zum Vorkämpfer für die Freiheit. Heute indes ist Ungarn ein autoritärer Staat, in dem eine Minderheit das Sagen hat und eine noch kleinere Minderheit schamlos profitiert. Wie hat Orban das geschafft?
Zsuszanna Szelényi gehörte auch zu denen, die Viktor Orban bewunderten. «Er hatte Charme, war angenehm», sagt sie. «Wir sind ihm gerne gefolgt.» Noch vor dem Fall des Eisernen Vorhangs erhob Orban mutig gegen die kommunistische Diktatur das Wort. Mit dem Versprechen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Korruption zu bekämpfen, kam er vor zwölf Jahren an die Macht.
Inzwischen ist der Zauber längst verflogen. Orban wird von den Medien auch «Puszta-Putin» genannt. Szelényi hat sich - wie viele andere Ungarinnen und Ungaren - von ihm abgewendet und wird ihm bei den Parlamentswahlen vom 3. April 2022 ihre Stimme nicht geben.
Sarah Nowotny und Roman Fillinger, die für Radio SRF über Osteuropa berichten, zeigen in dieser zweiten Episode ihrer Podcast-Serie auf, wie sich Viktor Orban an der Macht gewandelt hat, vom liberalen Politiker zum autoritären Regierungschef. Wie er immer mehr nach rechts rückte und in Kauf nahm, dass ihm Anhängerinnen wie Zsuszanna Szelényi und viele andere den Rücken kehrten. Und wie er das Wahlrecht so änderte, dass ihm heute eine Minderheit der Stimmen genügt, um seine Vorstellungen umfassend durchzusetzen.
Dazu passt, dass Orban abgeschottet lebt, fast nur noch mit Gleichgesinnten spricht – und seinem engsten Umfeld Reichtum und Privilegien zuschanzt.
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Inhalt: Sarah Nowotny und Roman Fillinger, Produktion: Marco Morell, Technik: Mirjam Emmenegger, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF | |||
| Im Reich Orbans, 1: Zwei Welten | 09 Mar 2022 | 00:25:26 | |
Ungarn ist keine Diktatur. Niemand muss ins Gefängnis, weil er oder sie die Regierung kritisiert. Aber Ungarn ist auch keine funktionierende Demokratie mehr. Das System von Regierungschef Viktor Orban bevorzugt seine Freunde und lässt kaum Raum für Andersdenkende.
Wie frei oder unfrei leben die Ungarinnen und Ungaren heute? Das wollten Sarah Nowotny und Roman Fillinger im Vorfeld der Parlamentswahlen vom 3. April 2022 herausfinden. Sie berichten beide für Radio SRF über die Länder Osteuropas.
Der Punkmusiker Tamas Rupaszow gibt seine Antwort auf die Frage "frei oder unfrei?" mit einem Bild aus einem Kindermärchen. Die Regierung Orban sei wie ein Monster. Sie fresse alles, was sich ihr in den Weg stelle, kritische Geschäftsleute, kritische Medien, kritische Kulturschaffende, und das ohne jegliche Anwendung von Gewalt.
Rupaszow hatte schon in den Achtzigerjahren Musik produziert, aus dem Untergrund heraus, unter der Herrschaft der Kommunisten. Dann kam der grosse Aufbruch von 1989. Die Ungarinnen und Ungaren erkämpften sich die Freiheit.
Heute ist der "vorauseilende Gehorsam" zum Überlebensprinzip geworden: Man steht auf der Seite von Regierungschef Orban oder man hält den Mund. Sonst verliert man Geschäftskunden, Inserenten, Auftrittsgelegenheiten.
In dieser ersten Episode der Podcast-Serie "Im Reich Orbans" kommen aber nicht nur die Verlierer des Systems zu Wort, sondern auch die Gewinner. Dazu gehören junge Eltern. Sie werden von der Regierung belohnt fürs Kinderkriegen, unter anderem mit billigen Hypotheken. Ab dem vierten Kind müssen Mütter nicht einmal mehr Einkommenssteuer bezahlen.
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Inhalt: Sarah Nowotny und Roman Fillinger, Produktion: Marco Morell, Technik: Mirjam Emmenegger, Musik: Jérôme Brunner, Mitarbeit: Recherche & Archive SRF | |||
| Fall Pilatus 2: Auf der Spur der PC-12 | 02 Mar 2022 | 00:20:59 | |
Im Jahr 2012 verkauft die Flugzeugfirma Pilatus in Stans im Kanton Nidwalden zivile 18 PC-12 an die USA. Es sind diejenigen Flugzeuge, die letzten Sommer afghanische Bomber bei Luftangriffen begleiten und filmen. Die Pilatus-Flugzeuge werden in den USA von einer Rüstungsfirma mit modernster Technik ausgestattet. Und alles deutet darauf hin, dass die PC-12 bereits in Stans auf diesen Umbau ausgerichtet werden. Wie verläuft der Weg der Pilatus-Flugzeuge in den Afghanistan-Krieg? Und wo sind sie heute, nachdem die Taliban die Macht übernommen haben?
Bereits beim Verkauf der Pilatus-Flugzeuge an die USA im Jahr 2012 werden Befürchtungen laut, die PC-12 landeten einmal im Krieg in Afghanistan. Es seien zivile Standardversionen ohne militärische Spezifikationen, beschwichtigen Bundesrat und Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Doch wie Bilder und Pläne zeigen, sind die Flugzeuge mit einer Heckklappe versehen. Diese braucht es für den Einbau der Kameras durch die Rüstungsfirma Sierra Nevada mit Sitz in Sparks in den USA. So werden die PC-12 modifiziert und gelangen später, mit weiteren technischen Geräten versehen, nach Kabul. Dass es dazu gekommen sei, dürfe niemanden überraschen, sagt Lukas Hafner von Amnesty International.
Der afghanischen Armee dienen die Schweizer Flugzeuge, die sie von den USA erhält, im Krieg gegen die Taliban; denn die PC-12 seien zuverlässig, robust und unauffällig, sagt der österreichische Luftfahrt- und Militärexperte Georg Mader. Genau das, was es für einen solchen Einsatz brauche. Die afghanische Luftwaffe setzt die PC-12 in der Endphase des Kriegs denn auch intensiv als Begleitflugzeug bei Bombenangriffen ein. Doch im September übernehmen dann die Taliban die Macht. Die Piloten versuchen, die Pilatus-Flugzeuge in Sicherheit zu bringen. Eine aufwändige Suche mit Videos, Satellitenbildern und Flugdaten führt auf die Spuren der PC-12.
Hotspot ist ein Podcast von SRF
Inhalt: Ben Heubl und Andreas Schmid (SRF Investigativ), in Zusammenarbeit mit Lighthouse Reports
Produktion und Story: Eliane Leiser
Archivmaterial: SRF R+A
Technik: Mirjam Emmenegger | |||
| Das Ende der Credit Suisse (4/5): Samstag, 18. März | 14 Mar 2024 | 00:19:48 | |
Wie viel kostet eine Grossbank in Schieflage? Eine Milliarde Franken soll UBS-Chef Colm Kelleher dem CS-Präsidenten Axel Lehmann vorgeschlagen haben. «Ein Schnäppchen», findet Bankenkenner Dirk Schütz. Im Finanzdepartement wird zwischen Pizzaschachteln und Militärdecken rund um die Uhr gearbeitet.
Last Minute werden Alternativen zur CS-Übernahme durchgespielt. Und war da nicht noch etwas mit «too big to fail»? Derweil erhält Top-Manager Sergio Ermotti im Tessin einen Anruf von der Aufsichtsbehörde Finma.
«News Plus Hintergründe» erzählt, was hinter den Kulissen passiert ist. Täglich eine Folge bis Freitag 15.3.
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(00:00) Intro
(02:09) Anruf für Colm Kelleher beim Italiener
(04:20) Wie man den Preis einer Grossbank berechnet
(06:15) Überraschender Vorschlag der Nationalbank
(09:24) Pizzaschachteln und Militärdecken im Finanzdepartement
(11:20) Alternativen zur CS-Übernahme
(13:59) Anruf für Sergio Ermotti auf dem Fussballplatz
(16:41) Bundesrätin Keller-Sutter erlebt nächtliche Anrufe
(18:24) Ausblick und Impressum
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Empfehlt uns gerne weiter! Habt ihr Feedback oder Fragen? Wir freuen uns auf eure Nachricht via newsplus@srf.ch.
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Gesprächspartner:innen:
- Karin Keller-Sutter, Bundesrätin und Finanzministerin
- Lukas Gähwiler, UBS-Vizepräsident
- Sergio Ermotti, heutiger UBS-SEO
- Dirk Schütz, Chefredaktor «Bilanz»
- Jan Baumann, Wirtschaftsredaktor
- Aymo Brunetti, Wirtschaftsprofessor an der Universität Bern
- Basil (CS-Mitarbeiter, Name geändert)
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Team:
- Recherche: Oliver Kerrison und Nicolas Malzacher
- Host: Raphaël Günther
- Produktion: Céline Raval
- Sounddesign: Thomas Baumgartner
- Mitarbeit: SRF Recherche und Archive
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Link zum SRF DOK «Das Ende der Credit Suisse» von 2023: https://www.playsuisse.ch/de/show/2169697 <../add/Link%20zum%20SRF%20DOK%20«Das%20Ende%20der%20Credit%20Suisse»%20von%202023:%20https:/www.playsuisse.ch/de/show/2169697> | |||
| Fall Pilatus 1: Das PC12-Flugzeug in Afghanistan | 23 Feb 2022 | 00:22:48 | |
Mit einer Luftoffensive versucht die afghanische Armee im Sommer 2021 die Machtübernahme der Taliban doch noch zu verhindern. Die Streitkräfte fliegen in der Endphase des Afghanistan-Kriegs Angriff um Angriff. Nicht nur Talibankämpfer kommen dabei ums Leben, die Bomben töten auch Hunderte von Zivilpersonen. Bei den Luftattacken sind auch Pilatus-Flugzeuge aus der Schweiz im Einsatz. Welche Rolle spielen diese PC-12? Und wie kommt es, dass sie in einem Krieg im Einsatz sind?
Der afghanischen Armee stehen im Kampf gegen die Taliban 18 Pilatus-Flugzeuge des Typs PC-12 zur Verfügung. Obwohl aus der Schweiz laut Gesetz keine militärischen Güter in Kriegsgebiete exportiert werden dürfen, fliegen die Pilatus-Flieger bei Attacken mit. Die USA haben die PC-12 den Afghanen 2015 und 2016 überlassen.
Die Pilatus-Flugzeuge sind mit Kameras und modernen Überwachungsgeräten versehen und begleiten Luftangriffe der afghanischen Kampfbomber. Die Kameras in den PC-12 filmen die Attacken, und mit den technischen Geräten kann die Besatzung Ziele auskundschaften. PC-12 sind auch dabei, als bei einem Luftangriff vom 15. Juli 2021 nicht nur Taliban, sondern auch unbeteiligte Zivilpersonen sterben. Das lässt sich mit einer akribischen Auswertung von offenen Datenquellen nachweisen, und Augenzeugen bestätigen es. Fatal sei die mangelnde Ausbildung der afghanischen Operatoren, die in den PC-12 dabei sind, sagt der amerikanische Experte Marc Garlasco, der früher für das US-Verteidigungsministerium tätig war. Statt mit dem Auskundschaften der Ziele zivile Opfer zu verhindern, ist laut Garlasco das Gegenteil passiert.
Hotspot ist ein Podcast von SRF
Inhalt: Ben Heubl und Andreas Schmid (SRF Investigativ) in Zusammenarbeit mit Lighthouse Reports
Produktion und Story: Eliane Leiser
Archivmaterial: SRF R+A
Technik: Mirjam Emmenegger | |||
| Dark Social 3 - Die Hassmaschine | 09 Feb 2022 | 00:29:48 | |
Die dritte Folge von «Dark Social» startet mit einer Warnung. Denn es geht um tausende von Gewaltfantasien und Drohungen auf Telegram. Deren Ziel: Politiker, Wissenschaftlerinnen, Journalisten. Und es stellt sich die Frage: Wie gewaltbereit sind die Massnahmengegner wirklich?
Julian Schmidli und das Team von SRF Data haben sich dür die Reihe «Dark Social» von SRF Hotspot in Chat-Gruppen umgehört, wo Menschen ganz offen über die Ermordung von Bundesräten fantasieren. Die Mitglieder verabreden sich, um konkret den Umsturz zu planen. Oder wenigstens Aktionen, welche die Gesellschaft aufhorchen lassen sollen.
Kaum jemand widerspricht, niemand unternimmt etwas dagegen. Die Gewaltdrohungen und Hassbotschaften werden von Telegram nicht gelöscht. Und die Behörden? Handeln nur in Einzelfällen. Telegram kooperiert nicht mit ihnen.
Der Ton auf Telegram wird toxischer. Das lässt sich auch messen. SRF Data hat Daten analysiert und die Verantwortlichen identifiziert. Es ist eine kleine Minderheit von allen Telegram-Nutzer:innen, die sich in Gruppen wie «Widerstand Zürich» zusammenfinden. Und nur wenige Leute sind für die meisten Mitteilungen verantwortlich. Aber ihre Zahl wächst. Und sie werden lauter und wütender. Das hat mit Telegram zu tun – und mit der Impfkampagne.
In der dritten Folge erklärt Julian zudem, wie sich neben anonymen Aufwieglern auch bekannte Rechtsextreme in diesen Gruppen bemerkbar machen und mithelfen, den Ton zu verschärfen. Er spricht mit dem Journalisten Fabian Eberhard, der seit langem in extremistischen Kreisen recherchiert, darüber, welche Auswirkungen diese «Hassmaschine» auf den gesellschaftlichen Diskurs hat. Am Ende stellt sich die Frage: Was kann die Gesellschaft gegen die Radikalisierung auf «Dark Social» tun?
Dies ist die dritte und letzte Folge der Reihe «Dark Social» auf #srfhotspot. Folge 1 «Die SMS-Aktion» ist am 26.1. erschienen, Folge 2 «Telegram – Königin der Dunkelheit» am 2.2.
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Inhalt: Julian Schmidli, Lukas Frischknecht, Produktion: Philip Meyer, Technik: Belia Winnewisser und Mirjam Emmenegger | |||
| Dark Social 2: Telegram - Königin der Dunkelheit | 02 Feb 2022 | 00:25:00 | |
Führt die Covid-Impfung bei Kindern zu starken Lungenschäden? Eine Telegram-Nachricht behauptet das. Doch sie ist falsch. Erfunden vom Videokünstler Sputim, als Experiment. Innert Kürze erreicht sie auf Telegram Hunderttausende. Niemand überprüft, niemand widerspricht. So funktioniert «Dark Social».
Für Sputim, 34, aufgewachsen in Winterthur, war es eine Art Bubenstreich. Er wollte schauen, was passiert, wenn er auf Messenger-Programm Telegram Falschinformationen verbreitet. Und er war überrascht, wie einfach das ging.
Telegram ist seit Beginn der Corona-Pandemie zum Tummelfeld geworden für Massnahmengegner und Anhängerinnen von Verschwörungserzählungen. Hier kommunizieren sie miteinander in geschlossenen Gruppen von teilweise 100'000 Nutzerinnen und Nutzern. Der grosse Vorteil gegenüber anderen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Youtube: Hier löscht niemand Inhalte, weil sie falsch sind. Alle können posten, was sie wollen. Wer hinter einer Nachricht steckt, kann im Dunkeln bleiben.
Julian Schmidli und das Team von SRF Data haben sich mit einem falschen Profil in diese mediale Unterwelt geschlichen und sie mit der Taschenlampe ausgeleuchtet. Sie haben über 90 verschiedene Schweizer Telegram-Kanäle verfolgt und eine halbe Million Nachrichten ausgewertet. Was sie dabei entdeckt haben, das berichten sie in dieser zweiten Episode unserer Podcast-Serie.
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Inhalt: Julian Schmidli, Pascal Albisser, Produktion: Marco Morell, Technik: Belia Winnewisser und Björn Müller
Die dritte und letzte Folge von «Dark Social» ist ab 9. Februar online. | |||
| Dark Social 1: Die SMS-Aktion | 26 Jan 2022 | 00:25:03 | |
Es ist kurz vor einer Volksabstimmung. Hunderttausende erhalten ein SMS. Es enthält einen Link, und der führt auf eine Webseite voller Falschinformationen. Kosten der Aktion: fast keine. Absender: anonym. So einfach ist es heutzutage, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Dank «Dark Social».
Die SMS-Aktion fand im Frühsommer 2021 statt, vor der ersten Abstimmung übers Covid-Gesetz. Das SMS führt auf die Webseite 13juni.ch. Diese ruft dazu auf, bei allen fünf Vorlagen Nein zu stimmen. Zum Covid-Gesetz ist da unter anderem zu lesen: «Der Bundesrat bekommt alle Macht über uns.» Und: «Mit unseren Steuergeldern kauft er sich die Medien.» Beides sind Falschaussagen. Wer dafür verantwortlich ist, darüber steht nichts auf der Webseite.
Die Handy-Nummern für die SMS-Aktion stammen sehr wahrscheinlich aus einem Facebook-Daten-Leck. Ein paar Zeilen Programmiercode genügten, und schon war daraus ein Massenversand geworden. Das ist es, was «Dark Social» so gefährlich macht. Das sind Plattformen wie Telegram oder Whatsapp, wo Inhalte nicht gelöscht werden, weil sie falsch sind. Hier kann jeder und jede posten, was sie wollen. Darum ist «Dark Social» zum Tummelfeld geworden für alle Querdenker, Impfgegnerinnen und Verschwörungstheoretiker.
Wer genau steckt hinter der Abstimmungs-Propaganda-Aktion per SMS? Julian Schmidli und sein Team von SRF Data machen sich auf die Suche. Die Spur führt sie zu Hackern in Baselland und ins Umfeld der «Freunde der Verfassung», einer Organisation von Corona-Massnahmen-Gegnern. Der professionelle Hacker Marc Ruef erklärt, wieso solche Massen-SMS-Versände so wirkungsvoll sind. Und die Journalistin Adrienne Fichter fordert, dass es Regeln braucht gegen solche massenhaft personalisierte Abstimmungsempfehlungen. Denn was, wenn auf einmal eine ausländische Macht mit dunklen Absichten eine solche SMS-Aktion lanciert?
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Inhalt: Julian Schmidli, Produktion: Marco Morell, Technik: Belia Winnewisser und Roland Fatzer
Folge 2 ist ab 2. Februar online, Folge 3 ab 9. Februar | |||
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