Wir alle sind jeden Tag viele Stunden im Internet, manchmal, ohne es zu merken. Künstliche Intelligenz wird immer schlauer, soziale Netzwerke immer ätzender und Smartwatches wissen mehr über unsere Gesundheit als der Hausarzt. Aber mal ganz ehrlich: Wie gut verstehen wir die digitale Welt wirklich?
Darum geht es in „Neustart“ dem Digitalpodcast der ZEIT. Jeden Donnerstag besprechen die Hosts Meike Laaff und Henrik Oerding, was gerade in der Digitalwelt passiert, und was das für die Offline-Welt bedeutet. Mit anderen Expertinnen aus der Redaktion reden sie über alles – von großen Konzernen zu kleinen Apps. Auch, aber nicht nur für Nerds.
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Was das Social-Media-Verbot der EU wirklich bringt
Épisode 42
jeudi 24 septembre 2026 • Durée 36:59
Australien hat längst ein Social-Media-Verbot, Deutschland will eines.
Jetzt legt die Europäische Union nach: In der vergangenen Woche stellte
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre Pläne für ein
entsprechendes Gesetz vor. Keine eigenen Social-Media-Konten für Kinder
unter 13 Jahren, Mini-Accounts für Jugendliche bis 15 und
Jugendschutzauflagen für Online-Gaming und KI-Chatbots stehen da unter
anderem drin.
Was die Europäische Union plant, sei einerseits folgerichtig – und
greife trotzdem an vielen Stellen zu kurz, kritisiert Lisa Hegemann,
Leiterin des Ressorts Digital, im ZEIT-Podcast Neustart. Im Gespräch mit
Neustart-Host Meike Laaff ordnet sie ein, warum die EU ein solches
Gesetz anstrebt, obwohl die Erfolge in Australien mau sind – und warum
die Technologien, die für Alterskontrollen zur Verfügung stehen, leider
wenig helfen.
Links zum Weiterhören und -lesen:
- Lisa Goldschmidtböing, Lisa Hegemann, Jakob von Lindern und Julius
Tröger (DIE ZEIT): So viel Zeit verbringen Teenies vor dem
Bildschirm – Minute für Minute
- Jochen Wegner und Lisa Hegemann (DIE ZEIT): Are our children happier
without social media, Jonathan Haidt?
- Lisa Hegemann (DIE ZEIT): Wie die EU das Internet für Kinder zähmen
will
- EU-Kommission (ec.europa.eu): Pressemitteilung zum EU Kids Act und
Gesetzesentwurf
- Lisa Hegemann (DIE ZEIT): »Ein riesiges Experiment«
- Chris Köver (netzpolitik.org): Dieses Gesetz macht es für Eltern
nicht besser, sondern schlimmer
- Instagram-Feed von Amaury Guichon
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Im ZEIT-Podcast »Neustart« ordnen die Hosts Henrik Oerding und Meike
Laaff mit ihren Kolleginnen und Kollegen ein, was gerade in der
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Was Sam Altman wirklich über die Risiken von KI denkt
Épisode 41
jeudi 17 septembre 2026 • Durée 42:06
Mehrere wichtige Firmenchefs in den USA haben sich für eine KI-Bremse
ausgesprochen – aus Sorgen um die Sicherheit. Einer von ihnen ist Sam
Altman, der Chef von OpenAI.
Gemeinsam mit dem Kollegen Johannes Dudziak hat unser KI-Korrespondent
Nicolas Killian den Mann hinter dem Chatbot ChatGPT kurz zuvor zum
Interview getroffen. Im ZEIT-Digitalpodcast »Neustart« erzählt Killian,
wo Altman die Risiken künstlicher Intelligenz sieht und wie er auf die
ausgebüxten KI-Agenten seiner Firma schaut. Das vollständige Gespräch
mit Altman ist in der aktuellen Ausgabe des ZEITmagazins (40/2026)
erschienen.
Im Gespräch mit »Neustart«-Host Meike Laaff analysiert Nicolas Killian,
warum die Debatte um KI-Sicherheit gerade jetzt hochkocht. Die beiden
sprechen über Sam Altmans Blick auf den Hugging-Face-Vorfall, bei dem
KI-Agenten von OpenAI aus einer sicheren Testumgebung ausbrachen und
mehrere Firmen attackierten. Sie erörtern, wie auch andere in den USA
auf die jüngsten Vorstöße zur KI-Bremse reagieren. Und sie sprechen über
die Frage von Regulierung und Altmans Ankündigung, den Börsengang von
OpenAI aufs kommende Jahr zu verschieben.
Links zum Weiterlesen und -hören:
- Johannes Dudziak und Nicolas Killian: »Ich bin Team Mensch« (Das
ausführliche Interview mit Sam Altman)
- Lisa Hegemann: Ihre Sorge: Eine Explosion der Intelligenz
- Nicolas Killian: »Der Staat muss eingreifen« (Interview mit
Microsoft-Gründer Bill Gates)
- Eva Wolfangel: Es ist wirklich so gefährlich, wie sie sagen
- Nicolas Killian und Meike Laaff: Gibt es die gute KI? Besuch beim
Claude-Entwickler Anthropic
- Nicolas Killian und Henrik Oerding: Wie das Silicon Valley wirklich
tickt
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Im ZEIT-Podcast »Neustart« ordnen die Hosts Henrik Oerding und Meike
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iPhone Duo: Was das faltbare iPhone kann
Épisode 40
jeudi 10 septembre 2026 • Durée 39:03
Seit Apple das erste iPhone vorgestellt hat, umgibt der Nimbus des
grandiosen Innovateurs das Unternehmen. Das war immer schon auch Folge
cleveren Marketings, und doch scheint der gute Ruf sich nicht
abzunutzen. Als das Unternehmen am Mittwochabend sein erstes faltbares
Smartphone, das iPhone Duo, vorstellte, waren die Social-Media-Kanäle
voll damit. Gerade so, als wäre es das erste faltbare Smartphone, das
jemals erschienen ist. Dabei bringt der große Konkurrent Samsung seit
mehr als sieben Jahren regelmäßig neue Iterationen seines Klapphandys
heraus.
Dass das iPhone Duo mit seinem reisepassartigen Format und den zwei
Bildschirmen (deswegen: Duo) so viele Menschen zu interessieren scheint,
liegt wahrscheinlich auch daran, dass Apple verspricht, dass es »anders«
ist als bisherige faltbare Smartphones. Vor allem auf eins ist das
Unternehmen merklich stolz: Den Falz soll das iPhone Duo besonders gut
kaschieren. Mit anderen Worten: Bei aufgeklapptem Bildschirm soll man
den Knick nicht mehr erkennen können.
Gadgetredakteur Henrik Oerding war für die ZEIT in Cupertino live bei
der Vorstellung des neuen iPhones dabei und durfte es schon einmal
ausprobieren. In einer neuen Folge des Digitalpodcasts »Neustart«
erzählt er Gastmoderatorin Lisa Hegemann, warum ihn besonders die
Details des neuen Geräts überzeugen und wieso dennoch die neuen nicht
faltbaren iPhone-Modelle, die Apple am Mittwochabend ebenfalls
vorgestellt hat, möglicherweise die größeren Kassenschlager werden
könnten. Außerdem reden sie über Henriks Begegnung mit dem Mann, der das
Apple-Event das erste Mal präsentierte, dem neuen CEO John Ternus.
Im »Rabbithole der Woche« geht es dieses Mal um Zahnzwischenräume. Die
soll die neue Dyson-Zahnbürste nämlich besonders gut säubern. Zumindest,
wenn man bereit ist, einen stattlichen Preis zu zahlen.
Zum Weiterlesen:
- Henrik Oerding: »Ein iPhone zum Falten? Könnte klappen«
- Henrik Oerding, Lisa Hegemann: »Apple stellt faltbares iPhone vor«
- Eike Kühl: »Ein echter Ingenieur für Apple«
- Henrik Oerding: »Klappt schon ganz gut«
- Henrik Oerding: »Das sind die interessantesten und absurdesten
Gadgets der IFA«
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Im ZEIT-Podcast »Neustart« ordnen die Hosts Henrik Oerding und Meike
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»GTA 6« – auf dieses Videospiel wartet die Welt seit 13 Jahren
Épisode 39
vendredi 28 août 2026 • Durée 34:26
Das am sehnlichsten erwartete Kulturprodukt des Jahres ist kein Film,
keine Serie, kein Buch. Sondern ein Computerspiel. Seit 13 Jahren warten
Fans auf den neuen Teil von »Grand Theft Auto (GTA)«. Nun soll er im
November endlich kommen.
»Grand Theft Auto« setzte mit seiner detailverliebten offenen Welt, dem
Gangster-Setting und seiner US-Gesellschaftskritik immer wieder Maßstäbe
dafür, was Spiele alles erzählen können. »GTA 5«war das sich am
schnellsten verkaufende Unterhaltungsprodukt der Geschichte.
Henrik Oerding hat bereits einen ersten Blick auf das »GTA 6« werfen
können. Der Games-Redakteur der ZEIT hat den Entwickler Rockstar im
schottischen Edinburgh besucht und ist mit dem Chefentwickler Rob Nelson
schon einmal ins Spiel eingetaucht. In der neuen Folge des
ZEIT-Digitalpodcasts »Neustart« erzählt er der Moderatorin Meike Laaff,
was ihm besonders gut gefallen hat, was passiert, wenn man seinen
Protagonisten zu viel Fastfood futtern lässt – und er erklärt, wie aus
einer Spielreihe übers Autoklauen ein derart gigantisches
Popkulturphänomen wurde.
Im »Rabbit-Hole der Woche« berichtet Henrik Oerding von seinem Ausflug
in die Welt der Klapphandys. Und verrät, warum besonders das
ungewöhnliche Format des Samsung Galaxy Z Fold 8 es ihm angetan hat.
Zum Weiterlesen:
- Neues »GTA 6«-Video: »Grand Theft Auto VI – ein ausführlicher Blick«
- Henrik Oerding: »Auf dieses Videospiel wartet die Welt seit 13
Jahren«
- Henrik Oerding und René Wiesenthal (Video): »Wir haben mehr gesehen
als den Netflix-Trailer – drei Erkenntnisse«
- Henrik Oerding: »Zur Karre, zur Freiheit«
- Denis Gießler: »Auf dieses Lebenszeichen haben sehr viele sehr lange
gewartet« (über den GTA-6-Trailer von 2023)
- Achim Fehrenbach: »GTA 5 – große Gangster, große Welt«
- David Hugendick: »Der Himmel ist leer« (über »Red Dead Redemption
2«)
- Henrik Oerding: »Klappt schon ganz gut«
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Skibidi, 6-7, Pepe? Wie Memes längst nicht nur das Netz regieren
Épisode 38
jeudi 13 août 2026 • Durée 38:54
Eine mürrisch guckende Katze, ein Frosch namens Pepe, Köpfe, die aus
Toilettenschüsseln emporsteigen, und eine Zahlenfolge, mit der Kinder
Lehrkräfte zur Verzweiflung treiben: Memes wirken auf den ersten Blick
wie beiläufige Gags, doch dahinter steckt eine der größten politischen
Kräfte im Netz. Davon ist Magdalena Pulz überzeugt. Sie ist freie
Journalistin und Host beim Podcast »Browser History«, in dem es um
legendäre Internetgeschichten geht. Als Meme-Fachfrau ist Pulz
überzeugt: Memes entscheiden mit über Wahlen. Es ist kein Zufall, dass
Donald Trump sie ganz selbstverständlich benutzt. Und sie erzählt auch:
In Indien haben sie in diesem Jahr zum Rücktritt eines Ministers
beigetragen.
Gemeinsam mit »Neustart«-Host Henrik Oerding bespricht sie, wie aus
Memes politische Werkzeuge geworden sind. Waren das nicht ungefähr
gestern noch tanzende Babyanimationen gewesen?
Die beiden gehen der Frage nach, was ein Meme überhaupt zum Meme macht
und weshalb hinter den lustigsten Bildern manchmal tragische Geschichten
stecken. Sie sprechen über die dunkle Seite der Memekultur – über
Provokation und Wut als Köder für Aufmerksamkeit, über russische
Trollarmeen und darüber, wie der Streit über die Rettung des in der
Ostsee gestrandeten Buckelwals Timmy zu einem regelrechten Meme-Krieg
wurde. Außerdem diskutieren sie, warum gerade das Hässliche in der
Netzkultur wieder Konjunktur hat – und ob die ältere Generation von
Meme-Lords tatsächlich Probleme hat, die jüngere überhaupt noch zu
verstehen.
Im Rabbit-Hole der Woche erzählt Magdalena Pulz von einem der frühesten
deutschen Memes: dem Staplerfahrer Klaus.
Zum Weiterhören und -lesen:
- »Browser History«: der Podcast von Magdalena Pulz und Dennis Kogel
- »Browser History« (mit Henrik Oerding): 50 Jahre Apple – die Firma,
die niemand kaufen wollte
- Alles Memes zum Nachlesen in der Meme-Datenbank Know Your Meme
- Rose Tremlett (DIE ZEIT): Warum Ihr Kind wegen einer Nummer
ausrastet
- Rose Tremlett (DIE ZEIT): Die große Meme-Rückkehr
- Sara Geisler und Noelle Konate (DIE ZEIT): »Ich war auch mal ein
Klingelton«
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So gefährlich war der OpenAI-Vorfall wirklich
Épisode 37
jeudi 30 juillet 2026 • Durée 43:43
Es klingt wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film: Eine künstliche
Intelligenz (KI) verselbstständigt sich und tut Dinge, die niemand von
ihr verlangt hat. Vergangene Woche berichtete das ChatGPT-Unternehmen
OpenAI in einem Blogpost, dass mehrere seiner Modelle in einer
Testumgebung genau das getan haben: Sie brachen aus der isolierten
Umgebung aus und führten einen Cyberangriff auf die Server des
Unternehmens Hugging Face durch – unaufgefordert. Ist das der Moment, in
dem die Warnungen der sogenannten Doomer – also der Menschen, die den
Weltuntergang durch KI vermuten – wahr werden?
Neustarthost Henrik Oerding spricht mit ZEIT-Cybersicherheitsexpertin
Eva Wolfangel darüber, was in dem Test wirklich vorgefallen ist. Sie
sprechen darüber, ob Nick Bostroms Gedankenexperiment vom Paperclip
Maximizer hier taugt, was das über die versprochene Zukunft der
selbstständigen KI-Agenten sagt und welche realen Gefahren sich bei dem
Vorfall zeigen. Außerdem diskutieren sie, wie viel an der Sache
Marketing ist, was nun Europas Rolle sein könnte und was der Fall über
OpenAI verrät, das wohl eine Woche lang nichts von dem Ausbruch
mitbekam.
Diese Folge wurde am 29. Juli 2026 aufgenommen. Danach wurde bekannt,
dass die OpenAI-Modelle im gleichen Test noch vier weitere Onlinedienste
attackiert hatten.
Zum Weiterlesen:
- Eva Wolfangel (DIE ZEIT): Es ist wirklich so gefährlich, wie sie
sagen
- Eva Wolfangel (DIE ZEIT): Höchste Zeit
Im Rabbit-Hole der Woche geht es um Tilly Norwood: Die
»KI-Schauspielerin« soll bald in Filmproduktionen mitspielen. Wer steckt
dahinter, und was heißt das für die Filmindustrie?
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Wie das Silicon Valley wirklich tickt
Épisode 36
jeudi 16 juillet 2026 • Durée 46:05
Das Silicon Valley steht wie kein anderer Ort für die Zukunft: Hier
sitzen Techunternehmen wie Google, Apple oder OpenAI, dazu unzählige
Start-ups. Von hier kommt ein Großteil der Technik, die wir täglich
nutzen, vom iPhone über Instagram bis zu ChatGPT. Der gesellschaftliche
und wirtschaftliche Hype um künstliche Intelligenz verändert diese
Region gerade massiv: Wie denkt man dort über die Gegenwart – und vor
allem über die Zukunft?
Neustarthost Henrik Oerding spricht mit Nicolas Killian,
ZEIT-Korrespondent in San Francisco, über das Weltbild des Silicon
Valley. Die beiden reden darüber, was Deutschland über die Techbranche
regelmäßig falsch versteht, wie der KI-Boom San Francisco verändert und
was Artificial General Intelligence (AGI) und Singularität sind, über
die dort so viele reden. Sie sprechen über rivalisierende Fraktionen in
der KI-Welt, von Doomern über effektive Altruisten bis zu
Akzelerationisten. Außerdem ordnen sie ein, wo diese politisch stehen,
und diskutieren, wie man im Valley auf Europas Wunsch nach digitaler
Souveränität und auf China blickt.
Im Rabbit-Hole der Woche erzählt Henrik Oerding von Gadgets, die den
Sommer besser machen. Darunter: das vielleicht vernünftigste
Smarthome-Gadget, ein Sensor, der teure Wasserschäden verhindern soll.
In der vorherigen Folge: Braucht Europa ein eigenes ChatGPT?
Zum Weiterhören: Wann fährt mich endlich ein Robotaxi nach Hause?
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Braucht Europa ein eigenes ChatGPT?
Épisode 35
jeudi 2 juillet 2026 • Durée 54:01
Spitzen-KI aus den USA gibt es erst mal nur für Staatsbürger: Das ist
offenbar der Kurs, auf den die Trump-Regierung setzt. Schon vor einigen
Wochen entschied sie, dass Mythos, das Spitzenmodell der KI-Entwickler
Anthropic, Ausländern nicht mehr zur Verfügung stehen darf. Und auf
Geheiß der Regierung darf nun auch GPT 5.6, die neueste Entwicklung des
Konkurrenten OpenAI, nur von ausgewählten US-Firmen genutzt werden.
Mythos und die abgespeckte Variante für die breite Öffentlichkeit, Fable
5, sind seit dieser Woche wieder freigegeben. Für Europa ist das Ganze
dennoch eine bedrohliche Situation. Denn hierzulande hängt im KI-Sektor
fast alles an Modellen aus den USA.
Wie können sich die EU und Deutschland aus dieser Lage befreien? Wie
kann auch die hiesige Wirtschaft sicher vom KI-Boom profitieren? Fehlt
es hierzulande an einem eigenen KI-Spitzenmodell – oder sollten sich
europäische Firmen lieber auf Nischen-Anwendungen spezialisieren? All
diese Fragen zur richtigen KI-Strategie bespricht Neustart-Host Meike
Laaff mit dem Digital-Ressortleiter Jakob von Lindern.
Sie reden darüber, welche KI-Fähigkeiten Europa eigentlich schon hat,
was noch fehlt – und was genau an diesen Leerstellen gefährlich ist.
Jakob von Lindern erklärt, warum er das ständige Reden von einer
Jahrhundertanstrengung im KI-Bereich für etwas überzogen hält und
berichtet von eustella, einer neuen KI-App aus Österreich, die eine
unabhängigere Chatbot-Alternative aus Europa werden will.
Im Rabbithole der Woche erzählt Jakob von Lindern vom wundersamen
Aufstieg von Freddy, einem deutschen Fußballfan, der auf der Plattform X
begeistert seine WM-Reise durch die USA dokumentiert. Was wiederum
US-Amerikaner so elektrisiert, dass seine euphorischen Posts über
Countrymusik, Fast-Food-Ketten und die schiere Größe von Tankstellen
millionenfach angesehen werden.
Links zum Weiterlesen:
- Eva Wolfangel (DIE ZEIT): »Es kann eine gefährliche Waffe sein«
- Jakob von Lindern (DIE ZEIT): »Donald Trump zeigt, dass er am
längsten KI-Hebel sitzt«
- Rose Tremlett (DIE ZEIT): »WWW-Weltmeisterschaft«
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Kann Apple mit der neuen Siri noch aufholen?
Épisode 34
jeudi 11 juin 2026 • Durée 40:37
Vor zwei Jahren kündigte Apple an, seine Sprachassistentin Siri solle
schlauer werden – und dann passierte lange nichts. Jetzt, nach der
Apple-Entwicklerkonferenz WWDC, soll sie wirklich kommen. Die neue
Version von Siri soll Weltwissen beherrschen, den Bildschirm seiner
Nutzerinnen und Nutzer verstehen, auf persönliche Daten wie Kalender und
Mails zugreifen und selbst Aktionen auf dem Gerät ausführen. Hat Apple
damit einen Knaller präsentiert – oder hinkt der Konzern der Konkurrenz
nur hinterher?
»Neustart«-Host Meike Laaff spricht mit ZEIT-Digitalredakteur Henrik
Oerding in Cupertino, Kalifornien, wo er die WWDC besucht hat. Die
beiden gehen der Frage nach, warum die KI-Aufholjagd bei Apple so lang
gedauert hat, was die neue Siri wirklich kann – und warum sie
ausgerechnet auf Googles KI-Modell Gemini aufbaut. Sie diskutieren,
weshalb Software-Chef Craig Federighi gegen OpenAI austeilte – und warum
Nutzerinnen und Nutzer in Europa die neue Siri vorerst nicht aufs iPhone
bekommen.
Im Rabbithole der Woche spricht Henrik Oerding über smarte
Kaffeemaschinen, die er für die ZEIT getestet hat. Das sind
halbautomatische Geräte, die einem das mühselige Einstellen abnehmen
sollen – Henrik aber erzählt: Manchmal ist manuelles Kaffeemachen doch
einfach schöner.
Zum Weiterlesen und -schauen:
- Henrik Oerding (DIE ZEIT): Das sind die Neuheiten von Apple
- Henrik Oerding (DIE ZEIT): Jetzt muss Siri Gas geben
- Henrik Oerding (DIE ZEIT): Wie smart kann eine Siebträgermaschine
sein?
- Ausschnitte von einem Pressebriefing der EU-Kommission (YouTube)
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Die traurigste Ecke des Internets
Épisode 33
jeudi 4 juin 2026 • Durée 46:47
Seit Jahren schon formiert sich im Internet ein Club der Hoffnungslosen:
Männer, meist jung und heterosexuell, die keine Partnerin für Sex und
Liebesbeziehung finden, obwohl sie sich das wünschen. Sie halten sich
für zu hässlich, zu schüchtern, zu wenig liebenswert, als dass sich
jemals etwas daran ändern könnte. Incels nennen sie sich: involuntarily
celibates – unfreiwillig sexuell enthaltsam. Oft schlägt diese
Selbstdiagnose in Selbsthass um, in Wut auf die schönheitsfixierte
Oberflächlichkeit des Online-Dating-Marktes – bei vielen auch in den
Hass auf Frauen. Spätestens seit dem Erfolg der Netflix-Serie
»Adolescence« hat diese digitale Subkultur größere Bekanntheit erlangt.
Nur: Was genau sind eigentlich Incels? Was treibt sie um – und vor
allem: In welchem Verhältnis stehen sie zum Hass auf Frauen im Analogen
und Digitalen? Wie nihilistisch ist das Weltbild, auf das man in ihren
Kreisen trifft, wie viel Angst vor ihnen ist angebracht – und welche
Aussagen lassen sich überhaupt über ihre sehr diverse digitale Community
treffen? Oft wird nur über die Szene gesprochen. Philipp Daum, Redakteur
im Ressort X, hat den Kontakt zu Incels aufgenommen, mit ihnen über ihre
Welt, ihr Frauenbild und ihre Hoffnungslosigkeit gesprochen. Mit
Podcast-Host Meike Laaff bespricht er, was die Incel-Kultur ausmacht,
welche Rolle das Netz für sie spielt und wo ihre Probleme die Probleme
des digitalen Mainstreams berühren.
Im Rabbithole der Woche berichtet Philipp Daum, wie er bei der
Vorbereitung auf die Fußball-WM zurück zu den Wurzeln kehrt – und sich
ein Panini-Sammelheft für Kicker-Sticker besorgt hat.
Zum Weiterlesen:
- Philipp Daum (DIE ZEIT): »Die Könige der Loser«
- Studie vom britischen Evolutionspsychologen Andrew Thomas und
Kollegen über Incels aus dem Jahr 2025: »The Dual Pathways
Hyptothesis of Incel Harm: A Model of Harmful Attitudes and Beliefs
Among Involuntary Celibates«
[Incels: Die traurigste Ecke des Internets]
Künstliche Intelligenz ist die wichtigste Technologie unserer Zeit. Aber
auch ein riesiger Hype. Wie man echte Durchbrüche von hohlen
Versprechungen unterscheidet, lesen Sie in unserem KI-Newsletter.
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