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Explorez tous les épisodes du podcast Förderbande – ein Podcast der NRW-Stiftung
Plongez dans la liste complète des épisodes de Förderbande – ein Podcast der NRW-Stiftung. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.
| Titre | Date | Durée | |
|---|---|---|---|
| Folge 26: Wo Zwillinge als Tandem fördern und ein Berg-Regal lebendig wird | 12 Aug 2024 | 00:30:14 | |
Wer fehlerfrei das Wort „Zwillingstandem-Dampffördermaschine“ über die Lippen bringt, hat in Dorsten schon mal gute Karten und ganz sicher Chancen auf die Mitgliedschaft im „Verein für Bergbau, Industrie und Sozialgeschichte Dorsten“. Ein Verein, der sich in der Maschinenhalle der Zeche Fürst Leopold (schönster Industriebarock) nicht nur um eine imposante Maschine (die mit 34 Buchstaben) kümmert, sondern auch auf sympathische Art Geschichte vermittelt: Wie funktionierte die Kohleförderung? Wie lief das Miteinander von Mensch und Maschine? Wie war das Leben rund um die Zeche Fürst Leopold? Beeindruckend, wenn sich dann noch Nockenwelle und Koepescheibe (bitte Führung buchen!) per Originalhebel in Bewegung setzen und die 20 Tonnen schwere Maschine beginnt, ganz eigene Erinnerungen zu fördern. Und das Berg-Regal? Ein Wortspiel das zum überlebensgroßen Setzkasten wurde und auch der NRW-Stiftung besonders Spaß macht. Hier gibt’s gelebte Förderbande und es ist noch lange nicht Schicht im Schacht…
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Jürgen Robbert, Vorstand Verein für Bergbau, Industrie und Sozialgeschichte
Vor Ort:
Gabi Beer, Manfred Wissing, (Vorstand Verein f. Bergbau, Industrie und Sozialgeschichte
O-Ton:
Stefan Ast, Geschäftsführer NRW-Stiftung
Besichtigung des Leopoldregals: jeden Sonntag, 13 – 17 Uhr
Führungen auf Anfrage: siedlung@bergbau-dorsten.de
Mehr Infos zum Bergbauverein und der Zeche Fürst Leopold
https://bergbau-dorsten.de/
Mehr zur NRW-Stiftung:
www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 25: Wenn’s aus Bäumen nicht nur zwitschert, sondern twittert | 11 Jul 2024 | 00:31:10 | |
Mal im Ernst, warum sollte man ausgerechnet bei einem schönen Spaziergang im Wald mit dem Smartphone vor der Nase herumlaufen, ist da nicht eher digital detox angesagt? Berechtigte Frage, aber was, wenn der Wald selbst Nachrichten aufs Handy schickt?
Im Historischen Tiergarten Siegen twittern tatsächlich die Bäume. Wer den QR-Code von „Natur digital begreifen“ (Nadib) scannt, erfährt sofort mehr über das Innenleben von Buche und Eiche. Wie viel Wasser geht gerade durch den Stamm, wann verändert sich sein Umfang? Sensoren am Baum senden die Daten direkt ins Webportal. Mit diesem Blick hinter die Borke will das Siegener Modellprojekt die Faszination Wald vermitteln und dabei neue Wege gehen (und die NRW-Stiftung geht da sehr gerne mit!).
Spannende Einsichten geben auch eine Phäno- und eine Wildtier-Kamera und bald kommt noch der Live-Sound des Waldes: Wie klingt Leben im Totholz? Welcher Vogel singt? Also Smartphone schnappen und ab in den Wald – vorher natürlich gern in diese Förderbande-Folge.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Prof. Dr. Jasmin Mantilla-Contreras, wissenschaftliche Leiterin der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein
Vor Ort:
Prof. Dr. Klaudia Witte, Universität Siegen, Initiatorin des Projekts „Natur digital begreifen“
O-Ton:
Jens Spiegelberg, NRW-Stiftung
Mehr Infos zu „Nadib“ und Zugang zu bestehenden Modulen:
https://www.natur-digital-begreifen.de/
Mehr zur NRW-Stiftung:
https://www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 16: Knackig und mit Biss - Engagement in Königswinter | 12 Oct 2023 | 00:30:45 | |
Damit hatten sie damals wirklich nicht gerechnet. Als Ulrike und Ignaz Schmitz Mitte der 1980er Jahre eine Bürgerinitiative ins Leben rufen, geht es erstmal darum, einige sehr alte Streuobstwiesen vor der Bebauung zu schützen. Die beiden leben in Oberdollendorf, einem Stadtteil von Königswinter, ihre Familien sind seit Jahrhunderten verwurzelt im Ort, in der Landschaft. Sie wissen, was sie daran haben. Die Streuobstwiesen und Weinbergsbrachen – einst gegründet von den Heisterbacher Mönchen – sind Hotspots der Artenvielfalt und eine natürliche Kraftquelle für die Menschen in der Gegend. Als Mitte der 80er-Jahre Baupläne für den Hang im Umlauf sind, wird eine kleine Gruppe aktiv, kämpft sich durch Amtsdickicht und zugewucherte Wiesen gleichzeitig. 1991 steigt die NRW-Stiftung ein und finanziert den Kauf einer Weinbergsbrache, heute Naturschutzgebiet. Der Verein Bürgerinitiative Naturschutz Siebengebirge wächst mit den Jahren auf rund 300 Mitglieder. Wer kann, hilft bei der Pflege und Instandhaltung der Flächen und natürlich: bei der Apfelernte. Respekt. Aber warum sehen alle hier trotz der körperlichen Anstrengung so dermaßen happy aus? Marija Bakker sammelt einen Podcastkorb voller Eindrücke und spricht mit dem Gründerpaar Ulrike und Ignaz Schmitz im Förderbandestudio.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Ulrike Schmitz, Ignaz Schmitz, Bürgerinitiative Naturschutz Siebengebirge
O-Ton:
Stefan Ast (NRW-Stiftung)
https://www.naturschutz-siebengebirge.de | |||
| Folge 15: Hochprozentiges Engagement an der Saline Gottesgabe in Rheine | 14 Sep 2023 | 00:30:43 | |
Am Anfang sind es 6%. So viel Salz ist im Grundwasser in Bentlage enthalten. Eine Pumpe fördert die Sole (salzhaltiges Wasser) nach oben, wo sie über ein Gradierwerk (Erklärung im Podcast) heruntertröpfelt. Passiert das vier, fünf Mal, werden aus 6% satte 22% Salzgehalt und damit lässt sich arbeiten. Wie genau nun aber kostbare 100% Salz entstehen, das erfährt man am besten bei einem Besuch in der Saline Gottesgabe. Seit 1000 Jahren wird hier schon Salz gesiedet! Um das historische Handwerk lebendig zu halten, engagiert sich der Verein zur Förderung der Saline Gottesgabe. Mit Unterstützung der NRW-Stiftung haben die Vereinsmitglieder eine Schausiedepfanne eingerichtet, an der die Abläufe besser vorstellbar werden. Als Zugabe bekommt man 100% ungewöhnliche Geschichten erzählt und ehe man sich‘s versieht, steht eine Flasche Dry Gin auf dem Tisch, auch hochprozentig, auch mit Salz aus der Saline Gottesgabe. Herzhafter kann ein vorindustrielles Denkmal sich kaum präsentieren. Bitte besuchen.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Thomas Liedmeyer (Förderverein Saline Gottesgabe)
vor Ort:
Bernhard Borgert, Britta Bonk-Klitsiotis (Förderverein Saline Gottesgabe) Paula Winter (Städtische Museen Rheine)
O-Ton:
Gregor Wessel (NRW-Stiftung)
Saline Gottesgabe bei Instagram:
https://www.instagram.com/salinegottesgabe/?hl=de
Termine Schausieden u.a.:
https://www.saline-gottesgabe.de/aktuelles/termine
Infos:
https://www.saline-gottesgabe.de | |||
| Folge 14: Friedliches Wiederkäuen am Truppenübungsplatz in der Senne | 10 Aug 2023 | 00:31:06 | |
Privatpersonen haben hier keinen Zutritt, Ziegen, Schafe und die, die sie hüten aber schon. Der Ort birgt eines der vermutlich wertvollsten Naturgebiete in ganz Nordrhein-Westfalen in sich:
Der Truppenübungsplatz in der Senne, Ostwestfalen. Das sind 116 km², auf denen zwar viel geschossen wird (vor allem britisches Militär übt dort den Einsatz), genauso ist hier aber eine Herde Heidschnucken bei der Arbeit. 500 Schafe und etwa 300 Lämmer, dazu rund 20 Ziegen betreiben Landschaftspflege zugunsten der Natur. Welche Rolle die Hüteschäferei dabei spielt, wie der Job des Schäfers bzw. der Schäferin aussieht, und warum die NRW-Stiftung ein wichtiger Partner dabei ist, das erzählt diese Förderbande-Folge.
Willkommen in der Heidschnuckenschäferei Senne – ein wolliger Ort, an dem Meckern zum großen Hörvergnügen wird.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Peter Rüther, Biologische Station Paderborn-Senne
vor Ort:
Mike Lindley, Schäfer
Kathi Popielas (angehende Schäferin) | |||
| Folge 13: Insektenschutz gewinnt – „Hünxe summt“ und der Engagementpreis NRW | 13 Jul 2023 | 00:29:41 | |
Hünxe, im Kreis Wesel, liegt idyllisch am Rand des Naturparks Hohe Mark. Alles ganz schön dort, finden die Vereinsmitglieder von „Hünxe summt“, aber es geht deutlich grüner, vielfältiger und summender. Wo in Hünxe eine Fläche brach liegt und vor sich hin verödet, wo ein Grünstreifen raspelkurz gemäht wird und irgendwann auch nicht mehr grün, sondern braun ist, da sorgt der Verein „Hünxe summt“ für lebendige Veränderung und schafft so genannte Biotoppunkte. Das sind Orte an denen Insekten ein vielfältiges Nahrungsangebot finden. Im besten Fall liegt der nächste Biotoppunkt auch nur einen kurzen Insektenflug entfernt, und so entsteht ein Netzwerk, das sich irgendwann über ganz Hünxe und darüber hinaus erstreckt.
„Hünxe summt“ ist Vereinsname und Zielvorgabe in einem. Und die Menschen dahinter – begeisternd, einladend, ansteckend! Mitmachen wird leicht gemacht. Darum hat die Initiative im Jahr 2022 den Engagementpreis NRW bekommen, und zwar in der Kategorie „Sonderpreis der NRW-Stiftung“. Und was will dieser Preis, wer steckt dahinter, wer kann sich bewerben, wie geht das alles? – Auch darum geht’s in dieser Förderbandefolge.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Stefan Ast, Geschäftsführer NRW-Stiftung
vor Ort:
Sabine Höcker und Max Kapalla (Hünxe summt e.V.), Thomas Guttenberg (Bürgergarten Hünxe e.V.)
Hünxe summt bei Insta:
https://www.instagram.com/huenxe_summt/?hl=de
Engagementpreis NRW:
https://www.engagiert-in-nrw.de/engagementpreis-nrw
Motto für 2024: „Nachhaltig engagiert in NRW“. Bewerbungen ab 15. Juli 2023 bis 30. September 2023 | |||
| Folge 12: Ort der neuen Chancen: Denkmalpflege-Werkhof Steinfurt | 08 Jun 2023 | 00:31:02 | |
Nachhaltigkeit ist inzwischen zu einem echten Marketing-Schlagwort geworden und steht auch auf Produkten, die kaum Nachhaltiges in oder an sich haben… Wer einen Ort kennenlernen möchte, der Nachhaltigkeit in allen Facetten lebt, sollte unbedingt den Denkmalpflege-Werkhof in Steinfurt besuchen.
Hier gibt es diverse Materialien aus Abbruchhäusern, ob Ziegelsteine, Dachpfannen, Türblätter, Fensterrahmen, Fliesen… es ist ein Eldorado für alle, die historisch sanieren, bauen oder einfach Spaß am Upcycling haben. Gleichzeitig ist es ein Ort, in dem Langzeitarbeitslose einen neuen Weg in den Arbeitsmarkt finden können. Sie bereiten z.B. die Baumaterialen auf, tischlern Holzprodukte aller Art aus alten Paletten oder ernten Äpfel in den hofeigenen Apfelplantagen – und machen daraus die leckersten Apfelchips und Knusperlis der Welt (probieren!!!).
Und das war immer noch längst nicht alles, was dieser besondere Ort (eine Liegenschaft der NRW-Stiftung) zu bieten hat. Mehr zu den Menschen, den Materialien und den 2. Chancen in dieser Förderbande-Folge (danach aber unbedingt: hinfahren, selbst erleben und wirklich nachhaltig einkaufen :-) ).
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Rainer Brömmelhaus, Denkmalpflege Werkhof e.V.
vor Ort:
Andreas Fischer, Natalie Rengel, David Hildebrandt, Katrin Scheiding u.a. aus dem Denkmalpflege-Werkhof-Team | |||
| Folge 11: Eine versunkene Stadt erblüht – Archäologiepark Corvey | 11 May 2023 | 00:30:58 | |
Wenn ein lange im Boden verborgener Schatz, wenn die Vergangenheit samt Häusern und Menschen wie aus dem Nichts sichtbar wird, sich fast schon materialisiert, was ist das dann? Magie? Eine Halluzination?
Es ist der Archäologiepark Corvey!
Zur Geschichte: Die Civitas Corvey, eine mittelalterliche Siedlung an der Weser, die kulturell und wissenschaftlich ganz weit vorn mitspielt, wird 1265 überfallen und dem Boden gleich gemacht. Alles am Ort fällt in tiefen Dornröschenschlaf.
Bis zum April 2023! Im Rahmen der Landesgartenschau Höxter entsteht der Archäologiepark Corvey und das Bodendenkmal erwacht zu neuem Leben. Virtuell, aber spürbar. Augmented Reality gibt uns hier den Schlüssel zur Vergangenheit. Ein Projekt der NRW-Stiftung, das alle Sinne anspricht – und die Fantasie. Wer dahinter steckt, wer den Schatz hütet und wer die Illusion, das erzählt diese Förderbande-Folge!
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Thomas Schöning, Förderverein Landesgartenschau Höxter e.V.
vor Ort:
Ralf Mahytka (Stadtarchäologe Höxter), Fernando Norpoth (Nusec GmbH), Claudia Koch (Geschäftsführerin Landesgartenschau Höxter)
Termine:
Öffnungszeiten Landesgartenschau Höxter: 20.04. – 15.10.2023, 09.00-19.00 Uhr | |||
| Folge 10: Ein Universum für sich: Astropeiler Stockert | 13 Apr 2023 | 00:31:34 | |
Es wäre die perfekte James-Bond-Kulisse: Etwas entlegen in der Eifel steht ein achteckiges, pyramidenartiges Gebäude, auf dessen Spitze eine mächtige Parabolantenne sich datenhungrig ins All richtet. 25 Meter im Durchmesser, dreh- und kippbar in alle Richtungen.
Was der Volksmund bis heute salopp „Astropeiler“ nennt, ist in den späten 50er Jahren das leistungsfähigste Riesenradioteleskop Europas, stets umrankt von Geschichten zu militärischer Geheimhaltung und Radarforschung der Weltklasse. Nach einer politisch und wissenschaftlich bewegten Phase fällt der Astropeiler in eine Art Dornröschenschlaf und droht zu verfallen. Dass er heute lebendiger Lernort, universitäre Forschungsstation und wissenschaftlich-technisches Denkmal in einem ist, das ist dem Verein Astropeiler Stockert e.V. zu verdanken, mit der NRW-Stiftung als starker Partnerin.
Wie die Geschichte ihren Lauf nahm, was (Hobby-) Astronominnen und Astronomen heute am Astropeiler erforschen und welche Orte auf dem Gelände besonders spannend sind, das erzählt diese Förderbande-Folge.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Dr. Wolfgang Herrmann (Astropeiler Stockert e.V. )
vor Ort:
Elke Fischer (Astropeiler Stockert e.V.)
Bert Engelskirchen (Astropeiler Stockert e.V.)
Termine am Astropeiler Stockert:
Mai bis Oktober:
jeden Sonntag, 14 Uhr, Vortrag und Führung
Infos zur Barrierefreiheit: www.astropeiler.de
Hinweis:
Wir widmen diese Podcastfolge Bert Engelskirchen. Er hat sich viele Jahre für den Astropeiler engagiert und erzählt im Podcast von seiner Liebe für die Radio-Astronomie. Ende März 2023 ist er gestorben. | |||
| Folge 9: Lebendige Steine – Stadtmauer Zons | 09 Mar 2023 | 00:31:11 | |
Die ehemalige Zollfeste Zons, das ist ein kleines Städtchen zwischen Köln und Düsseldorf, direkt am Rhein gelegen. Die Besonderheit: Eine alte Festungsmauer aus dem 14. Jahrhundert umgibt die (inzwischen komplett denkmalgeschützte) Altstadt. Diese Mauer, etwa acht Meter hoch und bis zu drei Metern dick, diente über Jahrhunderte als Schutz gegen Bedrohungen von außen. Das konnten Fluten sein, vor allem aber Belagerungen, denn in Zons gab es Geld – Zölle, um genau zu sein. Das hatte ein cleverer Erzbischof vor 650 Jahren so angelegt und im Wort „Zollfeste“ verbrieft. Die Schutzmauern von damals brauchen nun selbst Schutz, Denkmalschutz. Allerdings hat sich im Lauf der Jahrhunderte in und an den Steinen vielfältiges Leben angesiedelt. Hier wohnen seltene Moose, Pflanzen und Schnecken. Auch sie brauchen Schutz: Artenschutz und Naturschutz.
Diese Förderbande-Folge erzählt von der ökologischen Sanierung eines Mauerabschnitts, von Lernprozessen aus früheren Sanierungen und von lebendigen Mauergesellschaften, die vermutlich ihre ganz eigene Stadtgeschichte erzählen würden, könnten sie sprechen. 650 Jahre Zons, das sind alte Steine mit einer Menge Leben drin!
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Jürgen Waldeck (Förderverein Denkmalschutz Zons e.V.)
vor Ort:
Thomas Braun (Biologische Station im Rhein-Kreis Neuss)
Norbert Grimbach (Naturschutzbeirat Rhein-Kreis Neuss)
Christiane Schneider (Förderverein Denkmalschutz Zons e.V.) | |||
| Folge 8: Mehr als ein Gipfel – Erlebnis Petersberg | 09 Feb 2023 | 00:29:32 | |
Der Blick geht meist direkt nach oben, denn auf dem Plateau des Petersberges steht das berühmte Hotel, früher Gästehaus der Bundesregierung. Dort haben in der Geschichte der Bundesrepublik immer wieder politische Gipfel-Treffen stattgefunden. Aber der Petersberg selbst ist mehr als der Weg zum Gipfel.
Ein 150 Jahre alter Buchenwald erzählt von früherem Weinbau, von Ramholzwirtschaft, aber auch von aktuellen Klimaveränderungen. Alte Steinbrüche raunen unter dem Moos noch von urzeitlichen Vulkanausbrüchen und, wer das Ohr hat, hört hinter einer Mondscheinwiese sogar noch das Meeresrauschen. All das mündet heute im Nationalen Naturerbe Petersberg, ein Hotspot der Artenvielfalt, im Besitz der NRW-Stiftung.
Wer das Erbe hütet? Was sonst noch zu entdecken ist? Antworten in dieser Förderbande-Folge!
Host: Marija Bakker
Gäste: Barbara Bouillon, Biostation Rhein-Sieg-Kreis; Thomas Härtel, NRW-Stiftung | |||
| Folge 7: Alles im Riff – Die Kluterthöhle in Ennepetal | 12 Jan 2023 | 00:30:24 | |
Einfach mal abtauchen und ein Korallenriff sehen? Das geht auch in Nordrhein-Westfalen. In der Kluterthöhle in Ennepetal kann man sich sogar dreidimensional durch das Korallenriff bewegen. Der besondere Reiz: Dieses Riff ist 385 Millionen Jahre alt!
Vor wenigen Jahren ahnt noch niemand, was für ein Schatz in dieser Höhle schlummert, bis der Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. Schicht um Schicht, mit großem ehrenamtlichen Engagement, die ganze Pracht der versteinerten Korallenwelt freilegt. Die NRW-Stiftung hat die Arbeiten finanziell unterstützt und staunt nun selbst, was die Kluterthöhle (seit 2019 Nationales Naturmonument) alles zu erzählen hat.
Marija Bakker ist dem Höhlenforscher Stefan Voigt in die faszinierende Unterwelt gefolgt. Ihr Motto: Im Schlaz zum Schatz. Kommen Sie mit, es funkelt in den Ohren!
Host: Marija Bakker
Gäste: Stefan Voigt, Arbeitskreis Kluterthöhle e.V.; Frauke Wilbert, NRW-Stiftung | |||
| Folge 24: Heimatliebe unter Dach und Fach - Altes Zollhaus Senden | 13 Jun 2024 | 00:30:50 | |
Junge Eltern kommen mit ihrem Nachwuchs zur Babymassage, die ältere Generation zu „Kaffee, Klönen, Spielen“. Das „Ehren-Wert“-Büro der Gemeinde, Anlaufstelle für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, hat hier seine Adresse, ebenso die Flüchtlingshilfe Senden. Der Fahrplan vom Bürgerbus wird hier organisiert. Und der Hospiz-Verein bietet Rat und Trost für den letzten gemeinsamen Weg mit einem geliebten Menschen.
Im Alten Zollhaus in Senden/Westfalen spiegelt sich das ganze Leben wieder. Und noch viele weitere Vereine und Initiativen nutzen dessen Räumlichkeiten. Lange Jahre stand das Jahrhunderte alte Fachwerkhaus im Herzen der Gemeinde leer und drohte letztlich zu zerfallen. Dank einer Initiative des Heimatvereins Senden e. V. konnte es saniert und umgebaut werden, mit viel Eigenleistung der Mitglieder. Auch die NRW-Stiftung unterstützte das Projekt mit Fördermitteln. Sie trägt den Begriff „Heimatpflege“ schließlich auch selbst im Namen. Und was in Senden geleistet wurde, ist ein großartiges Beispiel für bürgerliches Engagement. „Haus des Ehrenamtes“ lautet der passende Zweitname des Alten Zollhauses inzwischen. Der restaurierte „Blaue Salon“ ist dort für viele Sendener und Senderinnen zum zweiten Wohnzimmer geworden. Auch für den Münsterländer Kiepenkerl und seine Begleitung.
Host:
Cornelia Wegerhoff
Studiogast:
Karl Schulze Höping, 2. Vorsitzender des Heimatvereins Senden e.V.
Vor Ort:
Agnes Wiesker, Vorsitzende der Stiftung „Altes Zollhaus“
Susanne Espenhahn, Gemeinde Senden
Ahmad Omar Mohie, Flüchtlingshilfe Senden
Weitere:
Gregor Wessel, NRW-Stiftung
Website des Heimatvereins:
www.heimatverein-senden.de
Mehr Infos zum Alten Zollhaus:
https://www.senden-westfalen.de/altes-zollhaus
Mehr Infos zur NRW-Stiftung:
https://www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 6: Wo die Puppen tanzen – Ensemble Schlösschen Borghees in Emmerich | 08 Dec 2022 | 00:30:56 | |
Es wirkt ruhig und beschaulich rund um Emmerich am Niederrhein, nahe der niederländischen Grenze. Pferdekoppeln, grüne Wiesen, Weite. Insider aber wissen, dass im Emmericher Stadtteil Borghees, in einem alten Herrenhaus, jede Menge los ist. Im dortigen „Schlösschen“ gibt es schon seit einigen Jahren ein gutes Kulturprogramm mit Lesungen, Konzerten und einem feinen kleinen Figuren- und Marionettentheater. Problem nur: Nicht alle können hier rein. Das Haus ist nicht barrierefrei. Der Förderverein Schlösschen Borghees nimmt sich also vor, genau das zu ändern und baut mit bemerkenswertem Einsatz eine Kulturscheune, die wirklich alle einlädt. Aber wie wird daraus ein ganzes Ensemble an Begegnungsorten? Und was passiert, wenn adlige Vergangenheit auf bürgerschaftliches Engagement von heute trifft?
Marija Bakker hat Antworten und Eindrücke direkt aus Emmerich geholt und spricht mit der Vizepräsidentin der NRW Stiftung, Barbara Schock-Werner über engagierten Denkmalschutz und begeisterndes Strippenziehen.
Host: Marija Bakker
Gäste: Judith Hoymann und Sandra Heinzel, TIK Figuren- und Marionettentheater; Gerd Wölki und Anke Neubauer, Förderverein Schlösschen Borghees e. V.; Barbara Schock-Werner, NRW-Stiftung | |||
| Folge 5: Rein in die Büsche, rauf auf die Bäume: Wildnis für Kinder in Bochum und Herne | 10 Nov 2022 | 00:30:15 | |
Wildnis? Für Kinder? Gibt es! Und das auch noch mitten im Wohngebiet. In Bochum und Herne haben die Kinder sie schon in direkter Nachbarschaft: eine Wildfläche zum Spielen nur für sich. Offizielle Klettergerüste, Wippen oder Schaukeln sucht man hier vergebens. Dafür jede Menge Verstecke zwischen Büschen und Bäumen. Da kann man Dinge bauen oder einfach über die Wiese stromern und auf Entdeckungsreise gehen. „Naturerfahrungsraum“ und „selbstbestimmtes Spielen“ nennen es Fachleute. Am besten erklären aber die Kinder selbst, warum die Idee so gut ist.
Marija Bakker hat Kinder in Bochum Langendreer in IHRER Wildnis besucht. Mit dabei: Barbara Pflips, die Kümmerin vor Ort von der Biostation Ruhr Ost. Außerdem als special guest im Studio: der Erfinder von „Wildnis für Kinder“. Wie er auf die Idee kam, wie die Geschichte weitergeht? Einfach reinhören! Wieder ein tolles Förderprojekt der NRW-Stiftung...
Host: Marija Bakker
Gäste: Barbara Pflips und Jürgen Heuser, Biologische Station Östliches Ruhrgebiet | |||
| Folge 4: Die Papiere, bitte! Zu Besuch im Papiermuseum Düren | 13 Oct 2022 | 00:29:54 | |
Schreibpapier, Verpackungen, Kaffeefilter, Geldscheine und sogar Autodächer – wer genau hinsieht, entdeckt Papier fast überall. Das Papiermuseum Düren widmet sich dem vielseitigen Werkstoff auf besondere Art. Gemeinsam mit Dr. Heinrich Spies aus dem Vorstand des Museumsvereins taucht Marija Bakker in die Welt des Papiers ein. Dabei erfährt sie viel über Geschichte, Herstellung und teilweise erstaunliche Anwendungsbereiche. Als Studiogast berichtet Museumsleiterin Anja Dorn, warum Papier ein Material ist, das Tradition und Zukunftsvisionen unbedingt miteinander verbindet.
Die NRW-Stiftung unterstützte den Museumsverein Düren bei der grundlegenden Erneuerung der Dauerausstellung und bei Maßnahmen zu Barrierefreiheit und Inklusion im Papiermuseum.
Host: Marija Bakker
Gäste: Dr. Heinrich Spies, Museumsverein Düren e.V.; Anja Dorn, Papiermuseum Düren | |||
| Folge 3: Alles im Fluss. Besuch im Almetal, Kreis Paderborn | 08 Sep 2022 | 00:30:43 | |
Naturschutz, Artenschutz, Hochwasserschutz und sogar Klimaschutz: Auen sind wahre Alleskönner und spielen eine wichtige Rolle in unserer Natur. In der dritten Podcastfolge ist Marija Bakker gemeinsam mit Karsten Schnell von der Biologischen Station Paderborn-Senne im Almetal im Kreis Paderborn unterwegs. Hier hat die NRW-Stiftung Flächen erworben, damit die Alme und ihre Aue renaturiert werden können. Hier kann sich die Natur auf einer Fläche von 55 Fußballfeldern wieder frei entfalten. Als Studiogast berichtet Birgit Beckers vom Dachverband der Biologischen Stationen in NRW darüber, warum Auen wahre Hotspots für die Artenvielfalt sind, wieso der Biber einen hohen Stellenwert hat und welche Aufgaben eine Biologische Station hat.
Host: Marija Bakker
Gäste: Karsten Schnell, Biologische Station Paderborn-Senne; Birgit Beckers, Dachverband Biologische Stationen NRW | |||
| Folge 2: Zu Gast in Utopiastadt, Wuppertal | 11 Aug 2022 | 00:31:38 | |
Ein Bahnhof, in dem Zukunft gestaltet wird? Den gibt es: den Mirker Bahnhof in der Wuppertaler Nordstadt. Hier in Utopiastadt entwickeln die vielen Utopistinnen und Utopisten ihre Projekte und diskutieren, wie die Gesellschaft von morgen aussehen kann. Heute ist der Bahnhof ein lebendiger Kulturort. Das Café Hutmacher, ein Gemeinschaftsgarten, ein Fahrradverleih, Büros, Ateliers und Werkstätten schaffen viele Möglichkeiten für Begegnung und Austausch. Die NRW-Stiftung hilft mit Fördermitteln für die Sanierung des Baudenkmals und hat das Engagement mit einem Preis ausgezeichnet.
In unserer zweiten Podcastfolge spricht Marija Bakker mit Amanda Steinborn und David C. Becher vom Förderverein Utopiastadt e.V.
Host: Maria Bakker
Gäste: Amanda Steinborn und David C. Becher, Förderverein Utopiastadt e.V. | |||
| Folge 1: Ein Haus in Düsseldorf | 14 Jul 2022 | 00:30:23 | |
In unserer ersten Podcastfolge dreht sich alles um ein besonderes Haus in Düsseldorf: Das Haus der Stiftungen in NRW, das Zuhause der NRW-Stiftung. Von hier aus unterstützt die NRW-Stiftung Natur- und Kulturprojekte im ganzen Bundesland. Bei einem Rundgang durch das Haus begegnet Moderatorin Marija Bakker Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der NRW-Stiftung und erfährt Spannendes über die Stiftung – und die bemerkenswerte Geschichte des Hauses selbst. Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung, ist zu Gast im Studio. | |||
| Folge 23: Blickpunkt Jenseits: Vom Römergrab ins Leben der Antike | 09 May 2024 | 00:31:20 | |
Wer heute mit der Linie 1 von der Kölner Innenstadt in Richtung Weiden fährt, kommt auch an der Haltestelle „Weiden – Römergrab“ vorbei. Die quäkige Ansage in der Bahn lässt nicht vermuten, dass wenige Meter entfernt eine Zeitreise der besonderen Art möglich ist.
Die Nummer 1328 an der vielbefahrenen Aachener Straße wirkt unauffällig, und doch ist hier das Tor, das direkt in die Antike führt: 2000 Jahre alte Steinquader, ein reich verzierter Marmor-Sarkophag, Möbel und Statuen sind heute noch da, wo sie im 2. Jahrhundert nach Christus aufgestellt wurden. Was damals an der Via Belgica – so hieß die Aachener Straße – los war, wer hier lebte, trauerte, aß und feierte, das alles erfährt und erlebt man im Römergrab Weiden. Heute kümmert sich ein quicklebendiger, aktiver Förderverein um das Grab und die Bauwerke drum herum. Die erzählen noch eine eigene Geschichte, in der ein Schatzgräber, die Preußen und Dombaumeister Zwirner vorkommen. Die NRW-Stiftung spielt natürlich auch eine Rolle: Sie hat mitgeholfen, das Tor zur Antike für alle zu öffnen! Und jetzt laden wir ein, das Ohr zur Antike zu öffnen – und mitzureisen…
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Vize-Präsidentin der NRW-Stiftung.
Vor Ort:
Prof. Dr. Heinz Günter Horn, Gudrun Schmitz, Lisa Schadow (Mitglieder des Fördervereins Römergrab Weiden e. V.) und Besucher
Kontakt & Infos:
https://www.roemergrab.de
Öffnungszeiten:
Donnerstag: 10 – 13 Uhr
Samstag: 10 – 13 Uhr
Sonntag: 14 – 17 Uhr
An jedem 3. Samstag im Monat bietet der Förderverein Römergrab Weiden e.V. öffentliche Führungen an. (siehe „Veranstaltungen“).
Anmeldungen bis spätestens zwei Werktage vorher unter: +49 221-22124425 oder info@roemergrab.de
Mehr zur NRW-Stiftung:
https://www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 22: Flugkünstler sucht Weideland | 11 Apr 2024 | 00:31:08 | |
Sein Ruf eilt ihm voraus. „Kiwitt, kiwitt“ hört man ihn singen und dabei schwungvolle Flugbahnen in den Himmel zeichnen. Der Kiebitz ist für seine spektakulären Balzflüge bekannt. Allerdings ist der frühere Allerweltsvogel heute eine Seltenheit und steht in Deutschland auf der Roten Liste – und das trotz vieler Bemühungen im Kiebitzschutz.
Was ist passiert?
Mit zunehmender intensiver Landwirtschaft musste der Vogel, der eigentlich Feuchtgebiete und Brachen liebt, auf Ackerland ausweichen. Dort lebt er gefährlich, weil in der Brutzeit, von April bis Juni viele Felder bearbeitet werden. Dazu kommen Flächenversiegelung und Insektensterben. In NRW ist seine Population seit 2003 um 80% geschrumpft... Lässt sich da überhaupt noch etwas retten?
Die Nabu-Naturschutzstation Münster sagt ja, aber nicht mit Einzelmaßnahmen hier und da. Am besten wären ganze Felder, die zu Weideland und Kiebitz-Hotspots werden könnten... Genau dabei unterstützt die NRW-Stiftung und kauft Flächen. Und dass die einen ganz besonderen Sound haben, hört man in dieser Förderbandefolge. „Kiwitt!“
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Kristian Lijlje, Nabu-Naturschutzstation Münsterland
Vor Ort:
Kristian Lilje, Anuschka Tecker (Nabu-Naturschutzstation Münsterland), Stefan Ast (NRW-Stiftung)
Kontakt & Infos:
https://www.nabu-station.de | |||
| Folge 21: X-perimente-Mobil: Das Unsichtbare sichtbar machen | 14 Mar 2024 | 00:30:24 | |
Ein Raunen geht durch die Klasse. „Coooool“, wird gestaunt, sogar spontan applaudiert und immer wieder gelacht und gekichert. Wenn die eigene Nase auf einem Wärmebild plötzlich ulkig leuchtet. Wenn die Sonnenmilch im Gesicht beim Blick durch eine UV-Kamera eher wie schwarzes Motoröl aussieht. Uppps! Oder wenn die Kinder tatsächlich selbst ein Überraschungsei röntgen dürfen.
„Das Unsichtbare sichtbar machen“ ist das Motto des X-perimente-Mobils, das diese Erlebnisse möglich macht. Ein neues Angebot des Deutschen Röntgen-Museums in Remscheid-Lennep. Dort gibt es bereits seit Jahren das Museumslabor RöLab. Insbesondere für Grundschulen in ländlichen Regionen ist ein Ausflug an diesen außerschulischen Lernort oft aber nur schwer zu realisieren, sagt RöLab-Leiterin Anna-Katharina Kätker. Jetzt macht sich das Museum auf den Weg zu den Kindern.
Ins Rollen gebracht wurde das X-perimente-Mobil auch durch eine Förderung der NRW-Stiftung. Aus gutem Grund: Wilhelm Conrad Röntgen – dieser Name hat in der Wissenschaft und in der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen eine ganz besondere Strahlkraft. 1845 in Remscheid-Lennep geboren ist der geniale Entdecker der Röntgen-Strahlen eines unserer berühmtesten Landeskinder und der allererste Nobelpreisträger der Physik. „Ich fühle mich nur wohl, wenn ich experimentieren kann“, wird Wilhelm Conrad Röntgen zitiert. Jetzt können es ihm schon Grundschulkinder nachtun - die nächste Forschergeneration aus NRW!
Host:
Cornelia Wegerhoff
Studiogast:
Anna-Katharina Kätker, Leiterin des RöLabs am
Deutschen Röntgen-Museum Remscheid-Lennep
Vor Ort:
Chiara Walter (wissenschaftliche Volontärin) und das Team des X-perimente-Mobils
Die Klassen 4a und 4b des Grundschulverbundes Radevormwald, Standort Bergerhof
Alexandra Lemke, Projektbetreuung und Klassenleitung 3a
Weitere:
Markus Roos, NRW-Stiftung
Kontakt & Infos zum X-perimente-Mobil:
Das X-perimente Mobil « Röntgenlabor RöLab (museumslabor-roelab.de)
https://www.museumslabor-roelab.de/angebote/mobile-angebote
Website des Deutschen Röntgen-Museums:
https://www.roentgenmuseum.de
Öffnungszeiten:
Dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr
Termine:
Ostern 2024 auch an Karfreitag und Ostermontag geöffnet | |||
| Folge 20: Fischer, Fischer, wie alt ist deine Geschichte? | 08 Feb 2024 | 00:32:22 | |
Sie heißen Engels, Schell, Grommes, Klein, Mertens, Hennes, Heinzen, Boss oder Brungs. Niemand heißt Fischer. Aber all diese Familien beziehungsweise „Stämme“ gehören zur Fischerei-Bruderschaft zu Bergheim an der Sieg.
„Bruderschaft“, das ist im Grunde so etwas wie eine Zunft, Gilde, Gaffel oder Innung. Schon im frühen Mittelalter haben sich Berufsgruppen so organisiert, haben Pflichten und Rechte schriftlich festgelegt. Es gibt viele Beispiele. Die Fischerei-Bruderschaft in Bergheim ist dennoch etwas ganz Besonderes. Hier wird die Mitgliedschaft seit jeher vom Vater auf den Sohn übertragen. Kein anderer Weg ist möglich. Trotzdem gibt es die Fischerbrüder stolze 1037 Jahre.
Die Berufsfischerei an Sieg und Rhein hat die letzten Jahrzehnte nicht mehr überlebt. Aber die Fischereirechte und die Verantwortung für ihre Gewässer nehmen die Fischerbrüder bis heute wahr. Sie kennen die Tiere und Pflanzen dort schließlich über viele Generationen. Darum ist ihre wichtigste Aufgabe heute: Naturschutz, Traditionspflege, Wissensvermittlung.
Die Arbeit ist längst zum Ehrenamt geworden – und die Fischerei-Bruderschaft zu einer wichtigen Partnerin der NRW-Stiftung. Sie hat die Bruderschaft unter anderem beim Aufbau ihres Fischereimuseums unterstützt. Ein Ort, an dem man perfekt in den Fluss der Geschichte eintauchen und dabei klingende Wörter wie Aalschocker, Geding, und Sargassosee aufschnappen kann. Wer erste Eindrücke angeln will, einfach direkt reinhören!
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, früherer Direktor im Bundesamt für Naturschutz
Vor Ort:
Fischereibrüder: Günter Engels (1. Brudermeister), Horst Schell (Museumführer), Wilfried Schell
Weitere:
Dr. Petra Recklies-Dahlmann, Museumleiterin des Fischereimuseums Bergheim
Öffnungszeiten des Fischereimuseums:
samstags von 14 bis 17 Uhr
sonntags von 12 bis 17 Uhr
Termine:
24.02.2024 Reinigungsaktion am Diescholl / Sieg
Aalschocker & Museumsaktionen:
https://fischereimuseum-bergheim.de/events/category/aktionen
Kontakt & Infos:
https://fischereibruderschaft.de | |||
| Folge 19: Werde Zweitzeuge! – erinnern next generation | 11 Jan 2024 | 00:26:53 | |
„Jeder, der heute einem Zeugen zuhört, wird selbst ein Zeuge werden“. Man darf diesen Satz des Schriftstellers und Holocaustüberlebenden Elie Wiesel definitiv als Aufruf und Aufgabe verstehen. Denn die, die noch erzählen können, was sie im faschistischen Deutschland erlebt und überlebt haben, werden immer weniger. Wie also lässt sich – auch ohne die Zeitzeugen selbst – ihre Geschichte erinnern, ihre Botschaft weitertragen?
Einen (schon im Namen) völlig einleuchtenden Weg zeigt der Essener Verein „ZWEITZEUGEN e. V.“. Er hat in den vergangenen zehn Jahren 37 Überlebende interviewt und ihre Geschichten in Foto, Film und Original-Ton dokumentiert. Diese Lebensgeschichten erzählen Ehrenamtliche dann als „Zweitzeugen“ auf sehr nahbare Weise Schülerinnen und Schülern. Und die werden dabei (manchmal fast, ohne es zu merken) zur nächsten Generation „Zweitzeugen“. So hat der Verein schon 22.000 Jugendliche erreicht – in Workshops, Klassenzimmern und: in der interaktiven Ausstellung „Werde Zweitzeuge“.
Ein überzeugendes und wichtiges Projekt, das die NRW-Stiftung sehr gerne unterstützt und in dieser Förderbande-Folge vorstellt. Marija Bakker war im Jüdischen Museum Westfalen in Dorsten – zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Wulfen.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Eva Majbour, ZWEITZEUGEN e. V., (Team Ausstellung und Veranstaltungen)
Vor Ort:
Judith Manusch, Bildungsreferentin Zweitzeugen e. V., Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Wulfen
Weitere:
Stefan Ast, NRW-Stiftung
Termine:
19.02.2024 Werde-Zweitzeuge-Ausstellung eröffnet im LWL-Landeshaus, Münster
Webseite mit Infos zu Führungen und Kontakten:
www.zweitzeugen.de (alles zum Entdecken )
https://zweitzeugen.de/aktuelles (Neuigkeiten vom Zweitzeugen e. V.)
https://werde-zweitzeuge.de/podcast-geschichten-die-bleiben (direkt zum Zweitzeugen-Podcast)
Quellen + weitere Infos:
https://zweitzeugen.de/geschichten/zeitzeuginnen/chava-wolf (Bio Chava Wolf)
https://zweitzeugen.de/geschichten/zeitzeuginnen/henny-brenner (Bio Henny Brenner)
https://zweitzeugen.de/geschichten/zeitzeuginnen/leon-weintraub (Bio Dr. Leon Weintraub)
https://zweitzeugen.de/geschichten/zeitzeuginnen/wolfgang-lauinger (Bio Wolfgang Lauinger)
https://www.youtube.com/watch?v=svLCNN8BlA8 (Briefe für die Heimatsucher – so hieß der ZWEITZEUGEN e. V. vorher, darin auch Chava Wolf)
https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-mittagsmagazin/mima-menschen-leon-weintraub-100.html (Beitrag im ZDF Mittagsmagazin von Martina Morawietz am 09.11.2023) | |||
| Folge 18: Kitsch, Kunst, Krieg – Engel in allen Lebenslagen | 14 Dec 2023 | 00:30:50 | |
Wo sonst, wenn nicht in Engelskirchen, sollte es wohl ein Engelmuseum geben? Und was für eine Adresse sollte das Museum haben, wenn nicht „Am Engelsplatz 7“? (Da schwebt die Wolke 7 ja gleich mit im Namen). Aber kaum, dass man das Museum betritt, wird klar: ursprünglich hat das alles nichts miteinander oder mit Engeln zu tun. Umso spannender, wie die Geschichten an diesem Ort, in der Alten Schlosserei der Baumwollfabrik Ermen und Engels, doch zusammenkommen. Das Engelmuseum beherbergt seit 2015 die größte private Engelsammlung der Welt – dafür bürgt das Guinnessbuch der Rekorde. Und wer den Engelfiguren aus dem 17. bis 20. Jahrhundert zuhört, erfährt viel über die Menschen in ihren Ängsten und Nöten, in ihrer Vorstellung von Erziehung, Gesellschaft, Liebe und Trauer. Engel aus aller Welt haben sich hier niedergelassen, sie kreisen zwischen Kitsch, Kunst und Krieg. Dank der vielen Engagierten im Engelverein e.V. ist ihre Botschaft und Vielfalt heute gut zu erkennen. Umso mehr, weil der Ausstellungsraum – auch mit Hilfe der NRW-Stiftung - nun noch größer und barrierefrei ist.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Lukas Schlichtebrede, Engelverein e.V.
Vor Ort:
Beate Gatzsch & Wilfried Hangesberg, Engelverein e.V.
Weitere:
Markus Roos, NRW-Stiftung
Webseite mit Infos zu Führungen und Kontakten:
http://engel-museum.de | |||
| Folge 17: Schräg, schräger, … Barmer Anlagen! | 09 Nov 2023 | 00:31:24 | |
Kleine Zeitreise in das Jahr 1864: Wuppertal im Bergischen Land ist noch keine Stadt, sondern einfach ein Tal, durch das die Wupper fließt. Barmen, heute Stadtteil von Wuppertal, ist damals eigenständige Großstadt und ein Hotspot der Industrialisierung. Fabrikschornsteine ragen in den Himmel, Arbeiterinnen und Arbeiter strömen in die Stadt, es ist voll, eng, stickig. Eine Zeit voller Bewegung.
Die Arbeiterbewegung hat Hochkonjunktur, aber auch Bürger organisieren sich und gründen Vereine. Der Barmer Verschönerungsverein ist 1864 einer davon. Finanzkräftige Unternehmer und Fabrikanten kaufen Flächen und lassen sie kunstvoll begrünen. Die Barmer Anlagen entstehen und werden mit den Jahren größer und schöner. 100 Hektar Park und Wald – bilden bis heute die grüne Lunge in Barmen und ein reizvolles Ausflugsziel bis hoch auf 360 Höhenmeter – mit tollem Ausblick.
Immer noch ist die Fläche im Besitz des Vereins und der kümmert sich um – alles! Wie organisiert der Verein den riesigen Park mit etlichen Denkmälern, Turm und Treppen? Wer hält hier das Ehrenamt hoch? Und wie sehen die Bürgerinnen und Bürger von heute „ihren“ Park? Für die NRW-Stiftung steht fest: hier gibt es jede Menge Schätze zu entdecken und zu fördern, und das tut sie. Marija Bakker hat herbstliche Höreindrücke gesammelt und dabei den wohl schrägsten Verein Wuppertals kennengelernt, der ganz sicher auch einer der ältesten ist.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Klaus Günther Conrads, Vorstandsmitglied Barmer Verschönerungsverein e. V. (BVV)
Vor Ort:
Michaela Dereschewitz, Geschäftsführerin BVV, Christian Stöckmann und Monika Elbers, engagierte Vereinsmitglieder BVV
O-Ton:
Mona Wehling (NRW-Stiftung)
Webseite mit Infos zu Führungen und Kontakten:
https://www.barmer-anlagen.de
Nächste Termine:
https://www.barmer-anlagen.de/aktuelles/
16.12.2023, 12.00 – 20.00 Uhr:
Weihnachtsdorf am Toelleturm, Hohenzollernstraße 33, Wuppertal-Barmen
17.12.2023, 11.00 – 17.00 Uhr:
Weihnachtsdorf am Toelleturm mit historischem Kinderkarussell | |||
| Folge 27: Glanzleistung mit viel Geduld: Die Rettung der Flussperlmuschel | 12 Sep 2024 | 00:30:23 | |
Winzige Wohngemeinschaften, eine mütterliche WG-Betreuerin, die beim Einzug hilft und danach sogar einmal die Woche „feucht durchwischt“: In der Eifel wird alles dafür getan, um es dem Nachwuchs der Flussperlmuscheln so angenehm wie möglich zu machen. Und das ist auch nötig, es sind die letzten ihrer Art in Nordrhein-Westfalen!
Während es um das Jahr 1800 in den Gewässern der Region Millionen Flussperlmuscheln gegeben haben soll, waren es Anfang der 2000er Jahre nur noch wenige Dutzend. Viele Faktoren, darunter auch starke Landschaftsveränderungen durch die menschliche Nutzung, hatten das Ökosystem der Muscheln nachhaltig gestört. Jahrzehnte lang blieb der Nachwuchs aus. Die Art vor dem Aussterben zu bewahren, schien ein Ding der Unmöglichkeit zu werden, eine „Mission: impossible/Muscheln: impossible“…
Mit wissenschaftlicher Akribie und viiiiiel Geduld startete die Biologische Station StädteRegion Aachen e.V. trotzdem einen Rettungsversuch. Ihre Partnerin dabei: Die NRW-Stiftung, die mit Fördermitteln in dieses „Bio-Start Up“ investiert hat. Ob im Perlenbach jetzt alles wieder im Fluss ist? Warum ausgerechnet Taxifahrten dabei helfen, wie überhaupt Perlen entstehen und wieso Morgennebel zum „Mantel des Schweigens“ wird… hören Sie rein!
Host:
Cornelia Wegerhoff
Studiogast:
Dr. Björn Scholz-Starke, Geschäftsstellenleiter Biologische Station StädteRegion Aachen e.V.
Vor Ort:
Dipl. Landschaftsökologin Heidi Selheim, Leiterin Artenschutzprojekt Flussperlmuschel NRW; MARA-Margaritifera Restoration Alliance Eifel
Stefan Ast, Geschäftsführer NRW-Stiftung
O-Ton:
Gudrun Opladen, Kinderbuchautorin und Illustratorin
Mehr Infos und Kontakt zur Biologischen Station StädteRegion Aachen e.V.
https://www.bs-aachen.de
Dort kann auch kostenlos das Kinderbilderheft „Margarete – Königin der Flussperlmuscheln“ bestellt werden, das von Gudrun Opladen geschrieben und illustriert wurde.
Infos zur Autorin:
https://www.gudrun-opladen.de
Mehr Infos zum Schutz der Flussperlmuscheln und dem MARA-Projekt:
https://www.flussmuscheln.de | |||
| Folge 28: Hamburg, Berlin, … Bad Wünnenberg | 10 Oct 2024 | 00:29:21 | |
Diese Geschichte klingt ein bisschen nach Märchen… Vor wenigen Jahren befand sich mitten in Fürstenberg* im Paderborner Land ein seelenloser Bauhof in einer verwunschenen Scheune. Es war eine Zehntscheune, in der vor langer, langer Zeit** Begegnung und Austausch an der Tagesordnung waren. Eine gräfliche Ordnung war es, denn ihm, dem Adligen, mussten die Menschen einen Zehnt ihrer Ernte und Einkünfte geben. Manchmal stritten sie darum. Bis diese Epoche endete und eine neue kam und endete usw. – um eines Tages in der staubig-tristen Bauhofära zu münden.
Und dann endet auch die. Wir schreiben das Jahr 2020.
Ab jetzt wird der gute Geist der Scheune wiederbelebt. Engagierte Frauen und Männer aus Fürstenberg nehmen ihr Herz und auch ihr Geld in die Hand und kaufen die historische Scheune. Kraft ihrer Ideen und Fähigkeiten*** schaffen sie einen Ort zum „Genießen, Begegnen und Gestalten“, einen Ort für Jung und Alt und alle dazwischen. Die KulturScheune 1a wird in nur drei Jahren zum Anlaufpunkt für die ganze Region. Wochenmarkt, Rockkonzert, Quizabend, Lesung oder einfach Café, hier ist ein Ort der Möglichkeiten. Plakate namhafter Bands verkünden längst, sie spielen auf in „Hamburg, Berlin, Bad Wünnenberg“. Eine Geschichte voller Tatendrang – so soll es bleiben!
*einem Stadtteil von Bad Wünnenberg, das sollte man eigentlich dazusagen
** seit 1776, um genau zu sein
*** und weil sie mit ihrer Begeisterung Freunde und Förderer gewinnen, darunter auch die NRW-Stiftung
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Peter Gödde, Sintfeld Stiftung e. V., KulturScheune 1a
Vor Ort:
Julia Mühlenbein, KulturScheune 1a,
Ehrenamtliche der KulturScheune 1a,
Händlerinnen und Händler Scheunenmarkt 1a,
Quizabendgäste, Quiz-Moderator Michael Herbst.
O-Ton:
Stefan Ast, NRW-Stiftung
Infos zur KulturScheune 1a:
https://www.kulturscheune1a.de
Infos zum Scheunenmarkt 1a:
https://scheunenmarkt1a.de
Programmheft (PDF bis 12/2024):
https://www.kulturscheune1a.de/wp-content/uploads/2023/12/7.-Programmheft_1_2024-kompr.pdf
https://www.kulturscheune1a.de/programm
Monatskalender im Überblick:
https://www.kulturscheune1a.de/kalender
NRW-Stiftung:
https://www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 29: Das Römer-Bullerbü am Rhein | 14 Nov 2024 | 00:32:00 | |
Kein Wunder, dass Kinder hier gern ihre Ferientage verbringen und ein tolles Programm erleben, in dem sie Apfelsaft pressen, Pferden begegnen oder antike Schätze heben. Wer Haus Bürgel in Monheim am Rhein besucht, erlebt mit gurrenden Hühnern, Bauernhofduft und freundlich grüßenden Menschen ein Best-of-Bullerbü. Und das alles mitten in original römischen Mauern!
Also, was ist das hier?
1. Haus Bürgel ist ein römisches Museum. Hier haben die Römer im 4. Jahrhundert ein Kastell errichtet, das Teil des Niedergermanischen Limes war. (Seit 2021 UNESCO-Welterbe!) Das Besondere: Vieles davon ist noch gut erhalten und erlebbar!
2. Haus Bürgel ist Sitz der Biologischen Station. Die kümmert sich um Naturschutzgebiete der Stadt Düsseldorf und des Kreises Mettmann. Arten- und Naturschutz finden aber auch direkt am Haus statt, jede, jeder kann mitmachen.
3. Haus Bürgel ist ein Zuhause für die sehr selten gewordenen Kaltblutpferde. Mit dem Einzug von großen Maschinen in die Landwirtschaft gab es für diese besonderen Tiere keine Verwendung mehr, fast wären sie ausgestorben.
Was diesen Ort aber ausmacht, ist das ungewöhnliche Zusammenspiel und wie die Vergangenheit hier (im wörtlichen Sinn) ihren Fuß- beziehungsweise Pfotenabdruck hinterlassen hat. Seit 1989 ist Haus Bürgel im Besitz der NRW-Stiftung – zum Glück, denn es hätte alles auch ganz anders kommen können…
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Anna-Lena Weber, Geschäftsführerin Haus Bürgel
Vor Ort:
Thomas Härtel, NRW-Stiftung, Geschäftsführer Haus Bürgel
Julian Oymanns, Biologische Station Haus Bürgel
Katrin und Herbert Reuter, Kaltblutzucht Reuter, Haus Bürgel Ehrenamtliche der Biostation, Kinder im Ferienprogramm
Tontechnik:
Erik Gierich, sounds fresh
Infos/ Öffnungszeiten/ Events Haus Bürgel:
www.hausbuergel.de/
Infos NRW-Stiftung:
www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 30: Spektakulär umbaute Ruhe: Die Autobahnkirche Siegerland | 12 Dec 2024 | 00:30:58 | |
Ist da etwa gerade ein Raumschiff gelandet? Gleich neben dem Parkplatz vom Autohof, an der Autobahnabfahrt Wilsndorf? Der Elkersberg oberhalb der A45 wäre natürlich ein idealer Landeplatz. Die Aussicht über das südliche Siegerland ist einmalig. Wer immer hier Halt macht, findet eine große Tankstelle, blitzblanke Toiletten, diverse gastronomische Angebote und sogar Hotelzimmer. Man kann an diesem geschäftigen Ort aber auch Ruhe und Besinnlichkeit finden – genau in diesem futuristisch anmutenden Objekt, das manch einen an „Star Wars“ erinnert: die Autobahnkirche Siegerland, eines der spektakulärsten Kirchenbauwerke in Nordrhein-Westfalen.
Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr geöffnet, sorgt sie nicht nur für Staunen, sondern bietet allen, die unterwegs sind, Raum für eine echte Auszeit. Anders als das Äußere der Autobahnkirche vermittelt das Innere der Kirche Wärme und Geborgenheit. Hier kann man sich auch auf sein eigenes Inneres besinnen, auf der „Autobahn des Lebens“ einen Gang runterschalten. Mit Gott oder allein, das steht jedem frei.
Getragen wird diese ungewöhnliche Kirche nicht nur von einem Sockel aus Beton, sondern von vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Mitgliedern des Vereins Autobahnkirche Siegerland e. V. Als eine umfangreiche Sanierungs-maßnahme anstand, haben sie selbst Hilfe bekommen. Von der NRW-Stiftung!
Host:
Cornelia Wegerhoff
Studiogast:
Ute Pohl
Vorsitzende Autobahnkirche Siegerland e.V.
Vor Ort:
Herbert Kring
2. Vorsitzender Autobahnkirche Siegerland e.V.
O-Ton:
Prof. Dr. Barbara Schock-Werner
Vizepräsidentin der NRW-Stiftung
Musikalische Eindrücke:
Ensemble Glissando
Soundmischung:
Erik Gierich
Die Autobahnkirche Siegerland befindet sich an der A45, Abfahrt Wilnsdorf (Ausfahrt 23). Die Wochenschlussandacht wird abwechselnd evangelisch und katholisch gehalten und findet freitags um 18 Uhr statt.
Mehr Infos zur Autobahnkirche Siegerland:
www.autobahnkirche-siegerland.de
Mehr Infos zur NRW-Stiftung:
www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 31: Am Ende des Tunnels – der Blick auf die Geschichte | 09 Jan 2025 | 00:32:52 | |
Es ist hügelig und idyllisch am Tor Westfalens. Die Weser schlängelt sich vorbei am Wittekindsberg, auf dem weithin sichtbar das Kaiser-Wilhelm-Denkmal prunkt – ein majestätischer Gruß aus der Vergangenheit. Nicht so prominent zu sehen sind die Folgekapitel dieser Geschichte.
Die Nationalsozialisten nutzen in den letzten Kriegsjahren alte Bergwerksstollen der Region, um Teile der Rüstungsindustrie unter Tage zu verlegen. „Dachs“, „Kröte“ oder „Stör“ sind Tarnnamen für diese Untertageverlagerungen, in denen KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter unter grausamen Bedingungen schuften müssen. Viele von ihnen sterben. Mitten im Ort entstehen in kurzer Zeit mehrere KZ-Außenlager. Nach dem Krieg wird darüber kaum mehr gesprochen. Die alten Porta-Stollen entwickeln sich zu Lost Places und Partyzonen.
Erst als sich 2009 der Verein „KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte e.V.“ gründet, geht die Aufarbeitung konsequent weiter. Dachs 1, der Nazi-Stollen im Jakobsberg (direkt gegenüber vom Kaiser-Wilhelm-Denkmal) wird mit viel ehrenamtlichem Engagement zu einem Ort der Spurensuche und des Erinnerns umgestaltet. Auch die NRW-Stiftung hilft dabei. Heute sind in den Sommermonaten Führungen möglich, die am Ende des Tunnels noch lange nachwirken.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Thomas Lange, KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte e. V.
Vor Ort:
Milena Bock, KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte e. V.
O-Ton:
Markus Roos, NRW-Stiftung
Mehr über Gedenkstätte, Verein und Termine:
https://www.gedenkstaette-porta.de/
Virtuelle Führungen des Vereins durch „Dachs 1“
https://www.youtube.com/watch?v=wi7mVvyYvCc
Mehr zur NRW-Stiftung:
www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 32: Der Immerkopf und sein Hang zum Quatschen | 13 Feb 2025 | 00:31:38 | |
Vorneweg: Es war eine knappe Geschichte mit dem Immerkopf, oder besser, am Immerkopf, einem 364 Meter hohen Berg in der Nähe der Stadt Wiehl im Oberbergischen.
Schon in den 1930er Jahren beschreiben Naturkundler hier ein besonderes Biotop, in dem man es „quatschen und matschen“ hört. Unterirdische Quellen sorgen dafür, dass es feucht und sumpfig ist. Es entsteht ein Hangmoor, in dem seltene Arten wie Torfmoose, Wollgras, Sonnentau und Moorlilie zu finden sind. Verwunschen muss das ausgesehen haben und wunderschön.
Trotzdem wird das Gebiet seit den 1940ern entwässert und mit Fichten bepflanzt. Fast hätte man vergessen, dass dort je etwas anderes war. Der Zufall will, dass ein Biologiestudent in den 1980ern die alten naturkundlichen Schriften entdeckt und sich durch eine Menge Dickicht schlägt, um das alte Hangmoor freizulegen. Auch bürokratisches Dickicht ist zu bewältigen, denn ein Flurbereinigungsverfahren steht an. Den Schlüssel zum Erfolg bringt die NRW-Stiftung, indem sie Flächen kauft und unter Schutz stellt.
Wie es heute am Immerkopf aussieht, was ein Hangmoor ausmacht und wer in dieser Geschichte welche Rolle spielt, das erzählt die aktuelle Förderbandefolge.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Christine Wosnitza, Biologische Station Oberberg
Vor Ort:
Jörg Lob, Volker Bitzer, Kerstin Wolf, Biologische Station Oberberg
Weitere:
Dr. Gero Karthaus, Biologe und Bürgermeister der Gemeinde Engelskirchen
Thilo Kötters, NRW-Stiftung
Produktion:
Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio
Sprecher:
Christian Rex
Infos zur Biologischen Station Oberberg:
https://biostationoberberg.de
Infos zur NRW-Stiftung:
www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 33: Kunst, Natur und gelebte Menschlichkeit | 13 Mar 2025 | 00:31:22 | |
Große Kunst findet nicht nur in großen Metropolen statt. Zum Pankok Museum in der Nähe von Hünxe am Niederrhein geht es an Tulpenfeldern vorbei und dann über eine schmale Straße am Wald entlang. Das Haus Esselt, ein ehemaliges Rittergut mit wild-romantischem Garten, war hier von 1958 an der Ruhesitz des bekannten Künstlers Otto Pankok. In der Gutsscheune gleich nebenan ist heute das Museum, modern umgestaltet und erweitert, auch dank der Förderung der NRW-Stiftung!
Der Ausflug dorthin lohnt sich doppelt und dreifach. Denn: Die Gäste lernen Otto, Hulda und Eva Pankok kennen. Malerische Landschaften finden sich draußen und drinnen an den Wänden. Und hinzu kommen die einzigartigen Porträts von Otto Pankok. In den 1930ern wurde er zum „Molari“, dem Maler der Sinti-Gemeinschaft am Düsseldorfer Heinefeld. Die Nationalsozialisten verfemten seine Kunst daraufhin als „entartet“. Otto, seine Frau Hulda, eine renommierte Journalistin und Verlegerin, und Tochter Eva Pankok, später selbst Malerin, mussten untertauchen. Viele ihrer Sinti-Freunde wurden zu Opfern des Holocaust, wurden deportiert und ermordet.
Ihr Andenken hielt Otto Pankok zeitlebens durch seine Kunst lebendig. Auch das Pankok-Museum versteht sich als ein „Museum der Vielen“. Und das Haus Esselt steht für „gelebte Menschlichkeit“. Das Erbe der Pankoks: hochaktuell und ganz nahbar. Auch durch den Familienbesuch im Förderbande-Studio!
Host:
Cornelia Wegerhoff
Studiogast:
Moritz Pankok, Vorstand Otto Pankok Stiftung
Vor Ort:
Dr. Dagmar Schmengler, Leiterin des Pankok Museums / Vorstand Otto Pankok
Stiftung
Annette Dohrmann-Burger, Vorstand Otto Pankok Stiftung
Weitere:
Mona Wehling, NRW-Stiftung
Wladimir Asbel, Betreiber des Bistro Cafés Ehra im Pankok Museum
Norbert Osterholt, Vorstand Otto-Pankok-Gesellschaft / Vorstand BDK e.V. – Fachverband für Kunstpädagogik
Soundmischung:
Joschka Arenz, sounds fresh Tonstudio
Infos zum Pankok-Museum und zum Haus Esselt:
www.pankok.de
Ausstellungen/Events:
Noch bis 30.3.25:
„Otto Pankoks letzte Reise. Grüße aus der Bretagne nach Esselt“
30.3.25, 17 bis 19 Uhr: Finissage mit Lesung
aus dem Briefwechsel der Künstlerfamilie Pankok
Eröffnung der neuen Ausstellung, 6. 4.2025, 17 Uhr
„Herzlichen Glückwunsch, Eva Pankok!“
Eine Hommage an die Stifterin zum 100. Geburtstag
Ehrengast in der Ausstellung: Bert Gerresheim
Laufzeit 9. 4. bis 12.10.2025
Kurzfilm des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte
"Papa hat immer nur gemalt". Otto Pankok - kurze Einführung in Leben und
Werk“
https://www.youtube.com/watch?v=ADsqzl8AoPs
Mehr Infos zur NRW-Stiftung
www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 34: Wo Kauz und Kunst sich Guten Tag wünschen | 10 Apr 2025 | 00:32:14 | |
Westlich von Münster im Kreis Coesfeld gibt es eine Menge Land und Landwirtschaft und viele kleine Dörfer. Eines davon ist Darup, es gehört zur Gemeinde Nottuln. Man könnte daran vorbeifahren und würde denken – ja, hübsch, so ist das hier. So sind die Dörfer. Aber in Darup ist es dann doch ein bisschen anders.
Mitten im Ort gibt es einen alten Hof. Über Jahrhunderte bewirtschaftet von der Familie Schoppmann. Als die Familie samt Landwirtschaft vor 13 Jahren auszog, blieben ein paar renovierungsbedürftige Gebäude, ein Grundstück mit alter Quelle darunter, ein Schleiereulenpaar, ein Pony und eine ziemlich ungewisse Zukunft.
Und dann hat sich eine Idee eingenistet: Wie wäre es, hier einen Ort zu schaffen, an dem der Naturschutz ein Zuhause hat, aber auch die soziale Arbeit? An dem sich die Vereine aus dem Dorf treffen, die Kinder zum Mittagstisch kommen, Familien und Freunde sich im Café treffen? Verwegene Idee, fand auch die NRW-Stiftung, hat sich aber begeistern lassen und ihren Teil zum Gelingen beigetragen.
Und heute? Heute ist der Alte Hof Schoppmann einer dieser Orte, die zeigen, was möglich ist, wenn Menschen sich zusammentun und anpacken. Denn hier ist so viel mehr entstanden als planbar wäre. Kunst hat sich angesiedelt, genau wie Steinkauz und Turmfalke. Der Hof ist zum pulsierenden Mittelpunkt des Dorfes geworden und wirkt weit über die Region hinaus. In Werkstatt, Café und Gemüsegarten trifft man auf Menschen, die gern hier arbeiten, ob haupt- oder ehrenamtlich. Kaum zu glauben? Aber zu erleben – und zu hören!
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Thomas Zimmermann, Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V.
Vor Ort:
Sandra Dirks, Roland Kaul, David Nieters, Marion Tibroni, Axel Köhler, Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V.
Andre Dieker, Uwe Wackrow, Alexianer IBP
Weitere:
Frauke Wilbert, NRW-Stiftung
Produktion:
Tizian Satlek, sounds fresh tonstudio
Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld e.V. im Alten Hof Schoppmann:
https://naturschutzzentrum-coesfeld.de/kuckuck-01-mehr
Veranstaltungen + Naturtouristik:
https://naturschutzzentrum-coesfeld.de/veranstaltungskalender
https://www.daruper-landpartie.de/ (letztes Wochenende der NRW-Sommerferien)
https://steverlandroute.de/ (auf Komoot + Instagram: https://www.komoot.com/de-de/tour/84363335, https://www.instagram.com/steverlandroute/)
Alexianer IBP im Alten Hof Schoppmann:
https://www.alexianer-muenster.de/leistungen/besondere-angebote/ibp-interkulturelle-begegnungsprojekte-in-coesfeld-und-billerbeck/alter-hof-schoppmann
Infos zur NRW-Stiftung:
www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 36: Anziehend anders: Ein Zuhause aus Stahl | 12 Jun 2025 | 00:30:52 | |
Da hat die Familie Hoff aber was ins Rollen gebracht. „Plötzlich kommt ein halbes Haus um die Ecke. Und die andere Hälfte gleich hinterher!“ Nicht nur die Nachbarschaft in Dortmund-Kleinholthausen staunt, als im November 2022 ein Bungalow auf Reisen geht. Gaaaaaaanz langsam und mittig durchgeschnitten, als wäre das Baumaterial ein westfälischer Schinken und nicht aus Stahl!
Drei Stunden dauert damals die Fahrt durch die Nacht, begleitet von verblüfften Blicken, Polizei und Blaulicht und der aufgeregten Museumsleiterin Isolde Parussel. Die Familie Hoff hat ihr altes Zuhause nämlich dem Dortmunder Hoesch-Museum geschenkt. Und uns damit eine packende Homestory. Denn zu den „Umzugshelfern“ gehört auch die NRW-Stiftung!
Was Fachleute Translozierung nennen, mündet in eine Zeitreise. Als Wolfgang Weick vom Verein „Freunde des Hoesch-Museums“ die Haustür des Hoesch-Stahlhauses L141 aufschließt, schauen wir zurück in die 1960er. Zwischen Wohnzimmer und Gäste-Bad werden Industrie- und Architekturgeschichte erlebbar. Und die Poster der Hoff-Teenies hängen mit Magneten an den Wänden. Die Hoesch AG wollte mit den Stahlhäusern damals ganz groß ins Fertighaus-Geschäft einsteigen. Seien wir ehrlich: Es wurde ein Flop. Aber man kann auch „erfolgreich scheitern“. Das Dortmunder Hoesch-Museum und sein großartiges Team aus Hoeschianerinnen und Hoeschianern und anderen ehrenamtlichen Kräften liefern den Beweis.
Host:
Cornelia Wegerhoff
Studiogast:
Isolde Parussel, Leiterin des Hoesch-Museums Dortmund
Vor Ort:
Wolfgang Weick, stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Freunde des Hoesch-Museums e. V.“
Udo Szubyn, Ehrenamtlicher des Hoesch-Museums
Die Familie Hoff
O-Ton:
Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Vizepräsidentin der NRW-Stiftung
Musikalische Eindrücke:
Richard Orthmann
Soundmischung:
Erik Gierich, sounds fresh Tonstudio
Website des Museums:
www.dortmund.de/hoeschmuseum
Mehr Infos zur NRW-Stiftung:
www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 35: Drei sind keiner zu viel – im Bildungshaus Modexen | 08 May 2025 | 00:28:27 | |
Sie alle arbeiten im Grünen, sie alle lieben es im Grünen, aber so richtig grün sind sie sich untereinander meistens nicht: Wenn Naturschutz, Landwirtschaft und Jagd aufeinandertreffen, dann kann das schon mal im Streit enden. Es gibt etliche Vorurteile übereinander, aber auch ganz konkrete Konfliktlinien, wenn zum Beispiel der Naturschutz – wie der Name schon sagt – Schutzräume für Arten fordert, die Landwirtschaft dort aber – wie der Name ebenfalls schon sagt – wirtschaftliche Interessen verfolgt und das Land intensiv nutzt. Und die Jägerschaft, naja, die schießt halt mal hier, mal da mal quer, so ungefähr wird es beschrieben. Im Lauf der Jahre haben sich die Fronten vielerorts ziemlich verhärtet.
In Modexen im Kreis Höxter gibt es seit einigen Jahren eine aktive Gegenbewegung. Hier haben die drei Bereiche sich zusammengetan, um die Grenzen aufzuweichen, um nach Gemeinsamkeiten zu suchen und einander überhaupt erst einmal kennenzulernen.
Das erste große gemeinsame Projekt: einen Ort schaffen, an dem alle drei zuhause sind, sich um Bildungsaufgaben und um die Verständigung miteinander kümmern.
Das Bildungshaus Modexen wird gebaut – mit Unterstützung der NRW-Stiftung, denn die kennt die Vorbehalte auch aus dem Stiftungsalltag und setzt sich voller Überzeugung für den Verständigungsauftrag ein. Was dann entsteht ist ein idyllischer und lebendiger Ort, der Menschen zusammenbringt. Menschen, die einander zuhören, sich kennenlernen, zusammen essen, feiern – und immer wieder auch gemeinsam anpacken. Zum Beispiel beim „Heckentag“. Erwachsene und Kinder pflanzen verschiedene Hecken, schaffen Lebensräume für Tiere und Pflanzen und machen ganz nebenbei auch noch begreifbar, dass etwas, das trennt, wie eben eine Hecke, genauso gut auch verbinden kann.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Christiane Sasse, Bildungshaus Modexen
Vor Ort:
Harald Gläser, Stadtförster Brakel, Annette Cabron, Naturpädagogin, sowie weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim „Heckentag“ in Modexen
Weitere:
Antonius Tillmann, Britta von Weichs, Burkhard Beinlich, Vorsitzende des Trägerverein Bildungshaus Modexen
Frauke Wilbert, NRW-Stiftung
Produktion:
Joschka Arenz, sounds fresh tonstudio
Weiterführende Links:
www.nrw-stiftung.de
https://bildungshaus-modexen.de
https://www.landschaftsstation.de/aktuelles/nachrichten-2024/die-amphibienarche-nimmt-ihre-arbeit-auf
https://www.naturpädagogin-annette-cabron.de | |||
| Folge 37: Der etwas andere Schmetterlingseffekt | 10 Jul 2025 | 00:29:03 | |
Diese Geschichte könnte sich auf vielen ganz normalen Wiesen im südlichen Nordrhein-Westfalen abspielen. Oder auch südlicher, da sind wir offen. Aber was ist bitte „ganz normal“? Und schon sind wir mitten im Schmetterlingsschlamassel.
Der Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist ein Falter, dessen blauschimmernde Schönheit sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Er ist eben kein Tagpfauenauge. Sein Name aber steht für alle, die sein Leben reich und überhaupt möglich machen. Er lebt rund um den Großen Wiesenknopf, eine Staudenpflanze, die auf langen Stängeln puschelige, dunkelrote K(n)öpfchen entwickelt. Die umschwirrt der Schmetterling, solange er lebt, denn hier hat alles angefangen, als kleines Ei zwischen den Blüten. Daraus wird eine Raupe, die gut futtern kann und sich bald gesättigt zu Boden lässt. Dort entdeckt ihn die Knotenameise, die meint, an ihm eine ihrer Ameisenlarven zu riechen. Guter Trick, Ameisenbläuling! Denn im Ameisennest kommt er gut über den Winter, frisst sogar die Ameisenlarven. Kein feiner Zug, könnte man sagen, aber so funktioniert diese Beziehung. Alle Beteiligten sind zufrieden. Eigentlich.
Leider gibt es kaum mehr solche Wiesen, die lange der Normalfall waren. Und damit sind auch Wiesenknopf, Ameise und Bläuling sehr selten geworden. Grund dafür sind intensive Landwirtschaft, Flächenversiegelung und Klimawandel. Die NRW-Stiftung hat es sich also zur Aufgabe gemacht, den Schmetterling und damit auch die artenreichen Wiesen zu schützen. Daraus sind neue Beziehungen entstanden und ein Artenschutzprogramm, das sich als toller Erfolg entpuppt. Und von diesem Schmetterlingseffekt erzählt der Podcast!
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Steffen Steenken, Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis
Auf der Wies’n:
Heidrun Brieskorn, Maculinea-Stiftung NRW, Ingrid Dittmann, Ehrenamtliche der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis, Steffen Steenken
NRW-Stiftung:
Stefan Ast, Geschäftsführer
Produktion:
Arnold Kaup, sounds fresh tonstudio
Weiterführende Links:
https://www.nrw-stiftung.de
https://www.biostation-rhein-sieg.de
https://www.nrw-stiftung.de/presse/nrw-stiftung-verlaengert-artenschutzprojekt-fuer-seltene-schmetterlinge.html | |||
| Folge 38: Die Magie der Freilichtbühnen | 14 Aug 2025 | 00:29:56 | |
Die Kulissen ähneln sich und sind doch sehr verschieden. Freilichtbühnen können mitten im Wald liegen oder im Steinbruch, vor Burgruinen oder Industrieanlagen, direkt am See oder am Marktplatz im Ort. Eines haben alle gemeinsam: Nach oben sind sie offen. Die direkte Umgebung ist immer Teil der Kulisse – genau wie das Wetter. Und das bedeutet einiges an Herausforderungen, und zwar nicht nur während des Stücks…
Die NRW-Stiftung unterstützt seit vielen Jahren schon Freilichtbühnen im Land, weil sie „kulturelles Engagement par excellence sind“, wie Gregor Wessel von der Abteilung Heimat- und Kulturpflege sagt. Oft stehen die Vereine aber vor der Frage, wo und wie können wir Requisite, Kostüme, Technik, Maske, Umkleiden – und natürlich unsere Schauspielerinnen und Schauspieler wetterfest unterbringen? Was tun, wenn klimabedingte Starkregen zunehmend die Bühne abtragen und die ganze Szenerie verrutscht, inklusive Bühnenbild?
In dieser Förderbande-Folge sind wir zu Besuch im FreilichtWanderTheater Alfter im Rheinland und an der Münsterländischen Freilichtbühne Greven-Reckenfeld. Bei den einen zieht der Zauberer von Oz gerade in eine neues Bühnengebäude, bei den anderen ist es der Liebeszauber aus Shakespeares Sommernachtstraum, der durch die Kulisse spukt.
Beide Ensembles aber strahlen eine Anziehungskraft, fast schon Magie aus, die sich nur durch die besondere und einladende Gemeinschaft erklären lässt, die hier gelebt wird. Auf der Bühne, für die Bühne und vor allem hinter der Bühne.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Gregor Wessel, NRW-Stiftung
Rund um die Bühnen:
Neele Niepel, Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld e. V., sowie diverse Ensemblemitglieder
Thomas Lehnen und Jörg Unterkofler, Freilichtbühne Alfter e. V.
Produktion:
Thilo Ruthmann-Schultheis, sounds fresh tonstudio
Weiterführende Links:
www.nrw-stiftung.de
Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare und Ansprechpartner/innen.
https://www.fbalfter.de
Infos zum Verein und den theaterpädagogischen Angeboten, Spieltermine und Online-Tickets für das FreilichtWanderTheater Alfter
https://www.reckenfeld-freilichtbuehne.de
Infos zum Verein und den aktuellen Stücken, Termine und Online-Tickets für die Münsterländische Freilichtbühne Greven-Reckenfeld | |||
| Folge 41: Die Strahlkraft der Dunkelheit | 13 Nov 2025 | 00:32:08 | |
„Wir leben auf einem Planeten, der sich dreht. Die Hälfte der Zeit ist es hell und die andere Hälfte ist es dunkel. Und das Leben hat sich in 3,7 Milliarden Jahren entsprechend entwickelt und auch daran angepasst“ (Harald Bardenhagen, Initiator des Sternenparks Eifel).
Die Dunkelheit hat ein Imageproblem. Sie ist die Schattenseite, steht eher für Angst und Bedrohung als für Aufbruch und Lebendigkeit. Dabei ist die Dunkelheit genauso wichtig für die Natur und unser Wohlbefinden wie das Licht. Mehr noch: Ohne Dunkelheit können wir manches Licht gar nicht sehen – das der Sterne zum Beispiel.
Am Vogelsang IP, dem Internationalen Platz im Nationalpark Eifel, führt der Astronom Harald Bardenhagen eine eigene Sternwarte und setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz des Nachthimmels ein. Dank seines überzeugenden Engagements treten inzwischen 21 Kommunen in der Region aktiv gegen Lichtverschmutzung an. Das Motto: „Licht aus – Himmel an“. Damit hat die Eifel ein echtes Alleinstellungsmerkmal.
Dass die Mission ein solcher Erfolg geworden ist, hat auch damit zu tun, dass Harald Bardenhagen sich früh Verbündete gesucht hat. Der Verein Naturpark Nordeifel ist seit 2011 dabei und konnte auch die NRW-Stiftung schnell von der Idee überzeugen. Sie hat die große Informationskampagne gleich am Anfang unterstützt, eine Initialzündung.
Seit 2014 trägt die Region den Titel Internationaler Sternenpark Nationalpark Eifel. Inzwischen gehören auch zehn Sternenblicke dazu, ausgewählte Orte, an denen man den Sternenhimmel beobachten und auch Sternenführungen buchen kann. Es gibt Sternen-Guides, Sternengastgeber und jede Menge Sternstunden. Marija Bakker ist losgezogen, um das Funkeln im Dunkeln für die Förderbande einzufangen.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Harald Bardenhagen, Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“
NRW-Stiftung:
Thilo Kötters
im Sternenpark:
Dominik Hosters, Naturpark Nordeifel, e. V.
Susanne und Rainer Kuhl, Sternengastgeber
Michaela Wüller, Sternen-Guide
Produktion
Erik Gierich, sounds fresh Tonstudio
Weiterführende Links:
www.nrw-stiftung.de
Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
https://www.sterne-ohne-grenzen.de/
Astronomie-Werkstatt von Harald Bardenhagen
https://www.naturpark-eifel.de/de/untermsternenzelt/
Die Sternenseiten des Naturpark Nordeifel e. V.
https://www.nationalpark-eifel.de/de/nationalpark-erleben/sternenpark/
Alle Infos rund um den Internationalen Sternenpark Nordpark Eifel
https://www.erlebnis-region.de/sternenlandschaft/sternenfuehrungen/offene-sternenfuehrungen
Direkter Link zu den offenen Sternenführungen
https://www.sternenregion-eifel.de/
Infos zum Projekt Sternenregion (Harald Bardenhagen)
https://sternengarten-eifel.de/
Infos zu Haus und Sternengarten von Rainer und Susanne Kuhl | |||
| Folge 40: Fahrn fahrn fahrn – mit der Eisenbahn! | 09 Oct 2025 | 00:30:27 | |
Sie suchen das Gleis 9 ¾? Den Zug nach Hogwarts? Wenn es dafür einen Abfahrtsort in Nordrhein-Westfalen gibt, dann liegt er am Stadtrand von Gütersloh.
Schon von fern hört man Lokomotiven pfeifen, Waggons über Gleise rattern und findet einen kleinen Bahnhof in freundlicher Zeitreise-Kulisse. Glänzend polierte Dampfloks zischen ihr „startklar“, ein Mann in blauer Bahnuniform ruft zur Abfahrt und los geht‘s…
Dieser Teil der Geschichte beginnt in den frühen 1970er Jahren, als ein paar Freunde und Eisenbahnfans eine historische Lok kaufen, sie in Eigenarbeit restaurieren und funktionstüchtig machen. Fahren soll sie schließlich auch, also verlegt man kurzerhand Schienen und schafft ein Areal, auf dem mehrere Stationen angefahren werden, inklusive Gleiswechsel und Rangiermanöver. Hier rollen Denkmäler!
Der Verein Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth e. V. entwickelt den Ort im Lauf der Jahre zu einem beliebten Ausflugsziel in der Region. An Fahrtagen ist richtig Dampf im Kessel. Gäste erleben mit allen Sinnen, wie eine historische Dampflok funktioniert und wie Menschen vor 100 Jahren gereist sind. Dem Verein ist wichtig, auch Geschichte zu vermitteln. Die Dampf-Kleinbahn war – gerade im ländlichen Raum – die Mobilität für Mensch und Material. Sie hat die Region verändert. Klar, dass die NRW-Stiftung da gerne einsteigt und selbst eine Schippe drauflegt, damit dieses besondere Engagement weiterläuft.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Ole Lebek, Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth e. V.
Gregor Wessel, NRW-Stiftung, Abteilung Heimat- und Kulturpflege
Am Gleis:
Jessica Schwanke, Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth e. V.
Hajo Müller, Nikolas Johannknecht, Marcel Steinmann (Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth e. V.)
Produktion:
Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio
Weiterführende Links:
https://www.nrw-stiftung.de
Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.
https://www.dkbm.de
Vereinsseite mit Infos zu Lokomotiven, Standort, Geschichte und Fahrplan. Außerhalb der Betriebstage sind auch Sonderfahrten buchbar.
Nikolausfahrten 2025:
29.+ 30. November 2025
06.+ 07. Dezember 2025
(Anmeldungen ab 06. Oktober online möglich) | |||
| Folge 39: Entscheidend is nich nur auf'm Platz | 11 Sep 2025 | 00:31:13 | |
Zuerst gibt‘s Handschuhe für alle, nicht nur für den Torwart. Und eine Weile später: verschwitzte Trikots, mal ganz ohne Laufarbeit. Denn beim VfR Sölde muss ausnahmsweise nicht das Runde ins Eckige, sondern ein Apfelbäumchen in die Erde. Die Kids der F- und G-Jugend schaufeln unter Anleitung emsig mit. „Wir wollen der Natur ein bisschen was zurückgeben“, erklärt ihnen Alex Lange vom Jugendvorstand des Fußballvereins. Hier im Dortmunder Osten lernt der Nachwuchs nicht nur Dribbeln, Passspiel und die Abseitsregel, sondern auch Naturschutz und Nachhaltigkeit.
„Klima ist unser Heimspiel“, lautet das Motto des VfR Sölde, der sich schon vor Jahren einem gründlichen Öko-Check unterzogen hat. Seither zählt neben Torbilanzen auch die Energieeffizienz, blüht neben dem Kunstrasen inzwischen eine Wildblumenwiese, stehen neben dem Vereinsheim auch Insekten- und Igelhotels auf dem Gelände „Am Rosengarten“. Und wer hält den Ball dabei am Laufen? Auf‘m Platz und nebenan? Ein riesiges Team Ehrenamtlicher, darunter viele Eltern, die beim Training und auch an den Helfertagen tatkräftig mitwirken.
„Bei uns spielt der VfR Sölde schon mal in der 1. Liga“, schwärmt Stefan Ast, der auch andere Sportvereine dazu einlädt, sich bei Naturschutzprojekten gern die Unterstützung bei der NRW-Stiftung zu holen. Unsere neue Podcast-Folge holt Euch dank Siggi Müller sogar in den „Dschungel“.
Host:
Cornelia Wegerhoff
Studiogast:
Michael Peschke, 1. Vorsitzender des VfR Sölde
Auf’m Platz und daneben:
Siggi Müller, VfR Sölde Projektleitung „Klima ist unser Heimspiel“,
Alex Lange, VfR Sölde Jugendvorstand,
Kinder von F1 und G1 des VfR Sölde,
Kinder und Betreuerinnen des Familienzentrums „Hand in Hand“, Sölde
NRW-Stiftung:
Stefan Ast, Geschäftsführer
Produktion:
Arnold Kaup, sounds fresh Tonstudio
Website des Vereins:
www.vfr-soelde.de
Projektbeschreibung und Kurzfilm auf dem Engagement-Portal des Landes Nordrhein-Westfalen:
www.engagiert-in-nrw.de/vfr-soelde
Mehr Infos zur NRW-Stiftung:
www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 42: Beethovens ganz besondere Note(n) | 11 Dec 2025 | 00:32:14 | |
Auf dem Münsterplatz in Bonn (und nicht nur da) steht er ja auf einem ziemlich hohen Sockel: Ludwig van Beethoven, legendärer Komponist, Musik-Ikone und berühmtester Sohn der Stadt. Klassik-Fans aus der ganzen Welt pilgern zum Beethoven-Haus, wo er im Dezember 1770 geboren wurde. Aber die Ausstellung dort holt das Genie auf sympathische Weise vom Sockel runter, zeigt ihn auf Augenhöhe – als Mensch.
Ludwig van Beethoven liebte es zum Beispiel, seinen Freunden Geschenke zu machen. Jaja, auch Freundinnen... Das Geschenk „Für Elise“ ist ein Klassiker. Aber Beethoven verschenkte beispielsweise auch das Originalmanuskript des 4. Satzes seines Streichquartetts Opus 130, „Alla danza tedesca“. Der Violinist und Vertraute Karl Holz erhielt die Notenblätter wohl zum Dank dafür, dass er bei den Druckvorbereitungen so sorgfältig Korrektur gelesen hatte. Und das war echt nötig. Beethoven hat nämlich immer wieder Noten gestrichen und korrigiert. Es war eben nicht immer auf Anhieb genial, was der große Komponist so zu Papier brachte.
Wieso Beethoven seine Werke sogar „rasiert“ hat, was die Originalhandschriften für die Musikforschung bedeuten und wie der „letzte Tanz“ von Beethoven 2025 weltweit für Schlagzeilen sorgte, das erzählt – Tatatataaaa !!! – diese Förderbande-Folge. Da ist dieses Mal reichlich Musik drin und natürlich auch die NRW-Stiftung. „Wie wir sie nicht anders kennen“, freut sich NRW-Kulturministerin Ina Brandes.
Host:
Cornelia Wegerhoff
Studiogast:
Malte C. Boecker, Direktor des Beethoven-Hauses
Vor Ort:
Dr. Nicole Kämpken, Leiterin des Museums im Beethoven-Haus
Dr. Julia Ronge, Kustodin des Beethoven-Hauses
Beim Festakt:
Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW
NRW-Stiftung:
Gregor Wessel
Wir danken dem Beethoven-Haus für die freundliche Zurverfügungstellung der ausgewählten Musik-Zitate aus dem Mediaguide sowie aus dem Klangraum des Museums, sowie der Linon Medien KG für den O-Ton „Beethoven als Teenager“.
Musikzitat aus dem Festakt: Das Avada String Quartet mit dem Quartett B-Dur, op. 130, 4. Satz „Alla danza tedesca“, Ludwig van Beethoven.
Produktion:
Joschka Arenz, sounds fresh Tonstudio
Website des Beethoven-Hauses Bonn:
www.beethoven.de
Link zum Festakt anlässlich des Sammlungserwerbs am 7.1.2025:
https://youtu.be/FrwVaxADW8Q
Mehr Infos zur NRW-Stiftung:
www.nrw-stiftung.de | |||
| Folge 43: Der Blick hinter die Fassaden | 08 Jan 2026 | 00:32:01 | |
1980 in Warendorf: Etliche historische Häuser sind in desolatem Zustand. Kaum jemand interessiert sich für sie, also könnten die Gebäude aus dem 17. oder 18. Jahrhundert doch auch einfach weg? Platz schaffen für eine schöne breite Straße, damit der Autoverkehr gut fließt! Die Logik ist zeitgemäß, doch es regt sich Widerstand. Die Altstadtfreunde Warendorf treten auf den Plan und sorgen nicht nur für einen Sinneswandel in der Stadtgesellschaft, sie befreien auch wunderschöne Fachwerkfassaden aus dem Dornröschenschlaf, und entwickeln ein Konzept, das den Bürgerinnen und Bürgern die historischen Schätze ihrer Stadt ganz neu zugänglich macht: ein Museum, in dem man hinter die Fassaden schauen und authentische Räume erleben kann. Orte, an denen Menschen schon vor Jahrhunderten gelebt und Spuren hinterlassen haben.
Wer zum Beispiel das Gadem betritt, ein kleines Arbeiterhäuschen am Rand der Altstadt, steht mitten im Leben zweier sehr armer Familien im Jahr 1925. Jeder Gegenstand hier fügt sich historisch und atmosphärisch ein, erzählt aber auch vom Engagement und vom Fachwissen, das durch die Altstadtfreunde Warendorf mit eingezogen ist. Das gilt auch für das klassizistische Bürgerhaus, wenige Straßen weiter, wo eine Bildtapete aus dem 19. Jahrhundert ihre wundersame Geschichte erzählt, wo aber auch Konzerte stattfinden und zum geselligen Treffpunkt werden. Besonders auffallend aber: Wann immer man Altstadtfreunde trifft, bekommt man Altstadtfreude zu spüren.
Die NRW-Stiftung hat sich schon früh begeistern lassen für die vielen guten Ideen und im Lauf der Jahrzehnte diverse Projekte mitfinanziert. Völlig klar, dass diese Geschichte weitergeht, sie ist einfach gut.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Cristina Costas, Altstadtfreunde Warendorf e. V.
NRW-Stiftung:
Mona Wehling, Heimat- und Kulturpflege
In Warendorf:
Alfred Smieszchala, Laurenz Sandmann, Bettina Sallermann, Altstadtfreunde Warendorf e. V.
Produktion:
Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio
Weiterführende Links:
Infos zu allen Orten des dezentralen Stadtmuseums Warendorf und zur Arbeit des Vereins
https://www.altstadtfreunde-warendorf.de
Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
https://www.nrw-stiftung.de
Direkt zum Förderprojekt
https://www.nrw-stiftung.de/entdecken/foerderprojekte/dezentrales-stadtmuseum-in-warendorf.html | |||
| Folge 44: Kopier-Originale in Mülheim an der Ruhr | 12 Feb 2026 | 00:31:30 | |
Kopiert haben die Menschen immer schon, aber noch nie waren sie darin so effizient, so schnell wie heute. In der digitalen Textverarbeitung sind es nur wenige Klicks um seitenweise zu duplizieren. Der Weg dahin war allerdings lang und wäre ohne die Erfindung der Fotokopie kaum möglich gewesen. Was viele nicht wissen: Eine wichtige Fotokopiertechnik kommt aus dem Rheinland und ist der Chemikerin Edith Weyde zu verdanken: die sogenannte Blitzkopie, oder auch Copyrapid.
So dröge und technisch es erst einmal klingen mag – Kopierer haben die Welt verändert. Und zwar nicht nur die der Buchhaltung. Copyshops werden über viele Jahre zu einem Begegnungsort und in der Kunst entsteht ein neues Genre: die Copy-Art. Hier zeigt sich die spielerische, kreative Seite der Technikgeschichte.
Im Museum für Fotokopie in Mülheim an der Ruhr lässt sich der Weg der Kopiertechnik und Copy Art nicht nur nachvollziehen, jede und jeder darf auch selbst an die historischen Geräte. Das Museum versteht sich als offene Werkstatt und das passt zum Gesamtsetting, denn es ist eingebettet in das soziokulturelle Kunsthaus „Macroscope e. V.“ Für die NRW-Stiftung ist der Ort wie eine Wundertüte, die echte Schätze bereithält. Darum hat sie gern den Museumsraum mitfinanziert. Also, Deckel hoch, Ohren auf, hier sind echte Kopier-Originale zu entdecken.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Therese Schuleit, freie Kuratorin, Museum für Fotokopie
NRW-Stiftung:
Gregor Wessel, Heimat- und Kulturpflege
Vor Ort:
Klaus Urbons, Künstler und Museumsgründer
Produktion:
Tizian Satlek, sounds fresh
Weitere Quellen:
Youtube-Video MeyneXOne:
https://www.youtube.com/shorts/J-EZRAc5kGg?feature=share
WDR-Interview mit Edith Weyde, Sommer 1986, von Paul Patrick Nelles und Patrick Odijk.
Weiterführende Links:
https://www.nrw-stiftung.de
Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartner:innen
https://museum-fotokopie.de
M.F.F. – Museum für Fotokopie – jeden Donnerstag 16:00-19:00 Uhr geöffnet, Kontaktmöglichkeiten für Führungen, Kopierführerschein etc. auf der Homepage
https://www.makroscope.eu
Makroscope – Webseite des soziokulturellen Kunsthauses | |||
| Folge 45: Heiligtum mit nassen Füßen | 12 Mar 2026 | 00:30:39 | |
Es ist eigentlich klar, dass die Eiszeit ihre Spuren im Land hinterlassen hat, aber dass sie uns mit einem quicklebendigen Hotspot der Artenvielfalt grüßt und dabei sogar zum einschneidenden Erlebnis werden kann, ist vielleicht doch überraschend.
Kurzer geographischer und historischer Überblick: Wenn man die Orte Geldern, Kapellen und Issum am Niederrhein auf der Landkarte anguckt, ergeben sie ein Dreieck. Mittendrin schlängelt sich die Issumer Fleuth durchs Land, ein schmaler Fluss, der in „nacheiszeitlichen“ Rinnen fließt. Das heißt: hier hat der Rhein vor Urzeiten Wasser- und Steinmassen durchs Land geschoben und dabei ein Muster in der Landschaft hinterlassen. Im Lauf der Zeit sind darin Gewässer und Niedermoore entstanden und mit ihnen eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt. Das, was davon heute noch übrig ist, sind die Fleuthkuhlen, Feuchtgebiete von ungeahnter Schönheit. Dass die nicht vertrocknen, ist wiederum der Issumer Fleuth zu verdanken, darum wird sie auch das Rückgrat der Region genannt.
Durch intensive Landwirtschaft und Entwässerungen drohte dieses seltene System zu kippen und vermutlich wäre heute nicht mehr viel übrig, wenn nicht eine Gruppe engagierter Leute schon in den frühen 1990ern gesagt hätte: Hier ist Handlungsbedarf.
Mit Hilfe der NRW-Stiftung werden Flächen gekauft und unter Schutz gestellt. Die Pflege dieser Flächen liegt beim Naturschutzzentrum Gelderland. Was das genau heißt, warum man bei der Arbeit auch ein Heiligtum mit nassen Füßen betritt und was dabei zum einschneidenden Erlebnis werden kann, das hören Sie in dieser Podcastfolge.
Host:
Marija Bakker
Studiogast:
Monika Hertel, NABU-Kreisverband Kleve
NRW-Stiftung:
Alexander Kappes, Abteilung Naturschutz
Vor Ort:
Stefan Wallney, Geschäftsführer NABU-Naturschutzzentrum Gelderland
Michael Papenkort, ehrenamtlicher Mitarbeiter
Produktion:
Arnold Kaup, sounds fresh
Weiterführende Links:
https://www.nrw-stiftung.de
Infos zur Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartner:innen
https://www.nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/einrichtungen/gelderland/index.html
Infos und Kontakt NABU-Naturschutzzentrum Gelderland | |||
| Folge 46: Die Kunst der Romantik im Palais mit Grandezza | 09 Apr 2026 | 00:32:28 | |
Wie er ausgesprochen wird, das weiß der Kuckuck. Und in Kleve am Niederhein wissen es natürlich auch alle. Schließlich ist kein anderer Künstlername so eng mit der Stadt verbunden wie seiner: Barend Cornelis Koekkoek. Wenn Sie möchten, dürfen Sie auch B.C. sagen.
Schon zu Lebzeiten (1803-1862) war der Niederländer ein Star, wurde als „Prinz der Landschaftsmalerei“ verehrt. Echte Könige waren seine Stammkunden. Und damals wie heute schwärmen die Menschen: In diese Gemälde möchte man am liebsten hineinlaufen. Machen wir!!! In dieser Förderbande-Folge spazieren wir durch die „Große Waldlandschaft“, ein Meisterwerk der Romantik, und wir besuchen das strahlend schöne B. C. Koekkoek-Haus. Es wurde zweieinhalb Jahre saniert und ist endlich wieder eröffnet. Wobei... der Begriff „Haus“ ist ziemlich untertrieben. Der Maler hat es auf dem Höhepunkt seiner Karriere in Kleve bauen lassen. Und schon auf den ersten Blick wird klar: Erfolg verleiht Flüüüüüügel. „Das Palais könnte in Florenz stehen. Das ist italienische Grandezza am Niederrhein“, schwärmt Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung, seit 1997 Eigentümerin des einzigartigen Künstlerhauses. Die Nutzung wurde damals gleich an die Klever Bürgerinnen und Bürger weitergereicht, die sich ehrenamtlich im „Museum für Romantik“ engagieren. Beppi und Gerard zum Beispiel, Landsleute von B.C.Koekkoek, die die „niederländische Seele“ im Hause spüren lassen.
Gezellig een dagje uit? Dann Koekkoek doch mal!
Host:
Cornelia Wegerhoff
Studiogast:
Ursula Geisselbrecht-Capecki, künstlerische Leiterin des B.C. Koekkoek-Hauses
Im Koekkoek-Haus:
Wilfried Röth, Vorstandsvorsitzender der „Freunde Klever Museen“
Beppi und Gerard van Kessel, ehrenamtliches Helferpaar
Barend und Werner van Ackeren, Architekten
NRW-Stiftung:
Stefan Ast, Geschäftsführer
Produktion:
Erik Gierich, sounds fresh Tonstudio
Website des Koekkoek-Hauses:
https://www.koekkoek-haus.de
Kurzfilm:
„Romantik am Niederrhein - Das Museum B. C. Koekkoek-Haus in Kleve“:
https://vimeo.com/1134190009
Literatur:
Ursula Geisselbrecht, Guido de Wird:
„B.C.Koekkoek-Haus – Kleve“
Aus der Reihe „Künstlerhäuser in NRW“, erschienen im Wienand-Verlag
Mehr Infos zur NRW-Stiftung:
https://www.nrw-stiftung.de | |||
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