Becoming CTO Secrets ist der Podcast für ambitionierte Tech-Leader, angehende und aktive CTOs und Unternehmer, die Technologie nicht nur verwalten, sondern strategisch wirksam einsetzen wollen.
Hosted von Philipp Deutscher, langjähriger CTO, Coach, Experte und Sparringspartner für Führungskräfte mit knapp 20 Jahren Erfahrung im Aufbau, in der Skalierung und der Führung internationaler Tech-Organisationen.
In diesem Podcast geht es nicht um Buzzwords oder Karriere-Romantik, sondern um die Realität der CTO-Rolle: Verantwortung, Entscheidungsdilemmata, Macht, Einfluss, Technologie und die oft unbequemen Wahrheiten dazwischen.
Wie baust du leistungsfähige Engineering-Organisationen?
Wie triffst du gute Entscheidungen unter Unsicherheit?
Wie verbindest du technische Exzellenz mit Business-Impact?
Wie navigierst du Skalierung, Kultur, Konflikte und politische Spannungsfelder?
Neben Solo-Episoden erwarten dich offene, ehrliche Gespräche mit erfahrenen CTOs, Tech-Executives und Entscheidern aus unterschiedlichsten Branchen mit konkreten Learnings, Denkmodellen und Perspektiven, die sich direkt auf deine eigene Rolle übertragen lassen.
Becoming CTO Secrets richtet sich an Menschen, die mehr wollen als Titel. An Tech-Leader, die Verantwortung übernehmen, Wirkung entfalten und Technologie als strategischen Hebel verstehen.
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Données mises à jour le 15/10/2026
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Der CEO baut am Wochenende einen Prototypen mit KI. Am Montag erklärt ihm sein Engineering-Team, warum das alles so nicht geht. Was passiert mit dem Vertrauen in die technische Führung, wenn aus berechtigten Einwänden keine brauchbare Lösung entsteht?
Mit Paul Lunow spreche ich darüber, wie CTOs diesen Konflikt führen. Paul ist CTO of Digital Solutions bei Vention und arbeitet als Field CTO mit unterschiedlichen Kundenorganisationen. Er kennt den Druck, der entsteht, wenn gute Demos plötzlich als Maßstab für ganze Entwicklungsteams dienen.
Sein Anspruch ist deutlich: Engineering muss herausfinden, unter welchen Bedingungen solche Anwendungen zuverlässig betrieben werden können. Dazu gehört auch, einen großen Eigenbauauftrag infrage zu stellen, wenn ein vorhandenes Produkt den Kunden besser bedient. Paul erzählt von genau so einer Entscheidung.
Wir diskutieren, warum pauschale KI-Verbote die Nutzung in private Accounts treiben, was die Zeit von einer Anforderung bis zum Deployment tatsächlich aussagt und weshalb zusätzliche Software noch keinen zusätzlichen Umsatz garantiert. Paul schlägt außerdem eine ungewöhnliche Beobachtung für die KI-Einführung vor: Wie oft scheitert sinnvolle Arbeit an „Zugriff verweigert“?
Zum Schluss wird es persönlich. Paul erzählt, warum er Clean Code heute anders gewichtet, wie eine KI-generierte Strategie ihn im Meeting enttäuscht hat und was er als Romanautor über Führung gelernt hat. Sein Rat an sein früheres CTO-Ich beginnt mit einer WordPress-Seite.
Eine Folge für CTOs, Tech Leads und Gründer, die technische Qualität erklären und mit ihrem Team neue Arbeitsweisen finden müssen.
AI macht Softwareentwicklung schneller. Aber sie macht gute Engineering-Praktiken nicht überflüssig – im Gegenteil.
Govinda Fichtner ist Group CTO bei Quanos und seit rund 30 Jahren in der Softwareentwicklung unterwegs. Mehr als zwei Jahrzehnte davon arbeitete er als Individual Contributor, bevor sein Weg über Architektur- und Führungsrollen in die CTO-Verantwortung führte.
In dieser Folge sprechen wir darüber, was nachhaltige Softwareentwicklung wirklich bedeutet – und warum die entscheidenden Faktoren häufig unter der Wasserlinie liegen: Architektur, Testbarkeit, Wartbarkeit, Security, Observability, Teamgrenzen und technische Führung.
Govinda erklärt, warum technische Schulden nicht grundsätzlich schlecht sind, wann sie den Handlungsspielraum eines Unternehmens auffressen und weshalb Architekturprobleme häufig auch Organisationsprobleme sind. Wir sprechen über Conway’s Law, Domain Driven Design, Team Topologies und die Frage, wie CTOs technische Leitplanken schaffen, ohne Teams jede Entscheidung abzunehmen.
Außerdem geht es um Cloud, DevOps und Agilität. Nicht als Buzzwords oder Toolchain, sondern als zusammenhängendes System für kurze Feedback-Loops und echtes Ownership. Govindas DevOps-Kern bleibt dabei erstaunlich einfach: „You build it, you run it.“
Und natürlich sprechen wir über AI Coding. Wenn ein Entwickler mit AI plötzlich deutlich mehr Änderungen und Pull Requests erzeugen kann, muss der Rest des Systems mithalten: Review, Tests, Integration, Security, Deployment und fachliche Validierung.
Govindas These: AI ist ein Verstärker. Schwache Engineering-Systeme skalieren ihre Probleme. Reife Engineering-Systeme skalieren ihre Qualität.
Themen der Folge:
Nachhaltige Softwareentwicklung und das Eisbergmodell
Technische und organisatorische Schulden
Testbarkeit, Security und Wartbarkeit als frühe NFRs
Vom Praktikanten zum CTO. Dann fiel er zwei Monate aus. Mit Christoph Trappl
Was passiert, wenn du als CTO weniger selbst erledigst und dich plötzlich weniger wirksam fühlst?
Christoph Trappl kennt diesen Moment. Bei fab4minds führte ihn sein Weg in rund acht Jahren vom Praktikanten zum CTO. Er griff neue Themen auf, übernahm Verantwortung und schlug die Führungsstruktur, in der seine heutige Rolle entstand, selbst mit vor. Doch als er sich später stärker aus dem Tagesgeschäft zurückzog, fehlte ihm etwas: die unmittelbare Bestätigung, ein Problem gelöst zu haben.
In dieser Folge von Becoming CTO Secrets sprechen wir darüber, warum Führungskräfte sich manchmal selbst in Abläufe einbauen, wie Christoph durch unser CTO Coaching seinen Blick auf die eigene Leistung verändert hat und weshalb ihm die Entwicklung seiner Führungskräfte bis heute anspruchsvoll erscheint.
Christoph erzählt außerdem von einer schweren Erkrankung unmittelbar nach seiner Ernennung zum CTO. Zwei Monate fiel er aus. Sein Team musste ohne Übergabe übernehmen; sein Geschäftsführer gab ihm Zeit zur Genesung. Auch ich teile eine persönliche Erfahrung aus meiner Zeit bei Tipico.
Zum Schluss wird es technisch: Bei fab4minds bedienen KI-Agenten ERP-Funktionen über MCP. Wir diskutieren, warum saubere APIs und passende Zugriffsrechte dadurch wichtiger werden und weshalb ein CTO bei dieser Transformation selbst praktische Erfahrung braucht.
Das nimmst du aus der Folge mit
• Wie Christoph seinen Weg in die CTO-Rolle selbst mitgestaltet hat. • Warum weniger operative Arbeit zunächst am eigenen Leistungsgefühl rütteln kann. • Wie Führungskräfte Verantwortung übernehmen können, ohne wie ihr CTO arbeiten zu müssen. • Was Christoph heute beim Abschalten hilft. • Welche Fragen KI-Agenten für ERP, Schnittstellen und Softwareentwicklung aufwerfen.
Christoph ist CTO beim österreichischen Softwareunternehmen fab4minds und spricht gemeinsam mit Simon Hodac im Podcast „Managementdialog – Führung mit Hausverstand“ über den Einstieg in Führung.
Er baut sich eine Firma aus KI-Agenten – mit Felix Baumann
Die KI kann den nächsten Codeblock schreiben. Wer entscheidet, ob daraus verlässliche Software wird?
Felix Baumann ist CTO und Co-Founder von VibeMind. Seit fast zwei Jahren arbeitet er an einem Multi-Agenten-System, das Aufgaben von der Softwareentwicklung bis zu Marketing und Videobearbeitung verbinden soll. Im Gespräch mit Philipp Deutscher erzählt er, was ihn im Alltag bereits entlastet und warum ein funktionierender Ablauf auf dem eigenen Rechner noch kein fertiges Produkt ist.
Wir sprechen über Agenten, die versehentlich dieselbe Aufgabe in zwei Browsern ausführen, über die Grenzen großer Tool-Auswahl und über einen Lauf seiner Coding Engine, für den Felix Kosten von rund 500 Euro nennt. Wie hält man solche Systeme beherrschbar? Welche Aufgaben brauchen ein Sprachmodell, welche lassen sich vorab durch feste Regeln zuordnen? Und wie passen Vibe Coding, Clean Code und unabhängige Reviews zusammen?
Persönlich wird es beim Übergang vom Solo-Entwickler zum CTO. Felix beschreibt, warum die Arbeit mit Menschen andere Fähigkeiten verlangt als die Steuerung von Agenten und wie sich durch das Bauen mit KI seine eigene Denkweise verändert hat.
In dieser Folge:
Was VibeMind bereits leistet und was zum Aufnahmezeitpunkt noch nicht stabil war.
Wie Kontext, Routing und Aufgabenzerlegung zusammenspielen.
Warum mehr Agenten auch mehr Abstimmung, Wartezeit und Kosten bedeuten können.
Welche Fragen zu Secrets, Berechtigungen und Agenten-Identitäten offenbleiben.
Was technische Gründer über Produktverantwortung und Führung lernen müssen.
Welche Rolle lokale Modelle und Open Source für Felix spielen.
Das Gespräch wurde am 7. September 2026 aufgezeichnet. Aussagen zu Entwicklungsstand und Finanzierung beziehen sich auf diesen Zeitpunkt.
Copilot-Lizenzen kaufen und das Ganze KI-Transformation nennen? Für Bendri Batti ist das höchstens der Anfang.
Der CTO von enovetic baut den Softwareentwicklungsprozess seines Unternehmens mit Agentic AI neu auf: von der Spezifikation über Design und Implementierung bis zur Verifikation. In einem Umfeld mit Lohn-, Personen- und Vorsorgedaten muss dabei mehr stimmen als die Geschwindigkeit der Codegenerierung.
In dieser Folge von Becoming CTO Secrets sprechen Philipp Deutscher und Bendri darüber, was eine prüfbare Spezifikation leisten muss, weshalb KI ungeklärte Annahmen nicht einfach verschwinden lässt und wie technische Leitplanken verlässliche Entwicklung ermöglichen. Es geht um Datenflüsse vor dem ersten Prompt, den Umgang mit kritischen Geschäftsregeln und die Frage, welche Fähigkeiten Engineering-Teams künftig brauchen.
Bendri beschreibt auch, was noch nicht funktioniert: Der neue Workflow stößt bei bestehenden Monolithen an Grenzen, und eine belastbare Erfolgsmessung ist noch im Aufbau. Gerade diese offenen Punkte machen das Gespräch interessant für CTOs, die ihre Organisation durch eine ähnliche Veränderung führen.
Außerdem: Warum Bendri als CTO wieder mehr selbst ausprobiert, wie er seine Teams in die Veränderung einbezieht und weshalb mehr Features noch keinen höheren Kundennutzen bedeuten.
Für CTOs, Engineering Leader und Entwickler, die Verantwortung für KI-gestützte Softwareentwicklung übernehmen wollen.
Ein CTO-Titel im Lebenslauf öffnet nicht automatisch die Tür zur nächsten C-Level-Rolle. Für Executive Recruiter Kai Bättenhausen ist er bei der Suche häufig nicht einmal das entscheidende Kriterium.
Kai ist Senior Manager Software bei HAGER Executive Consulting und begleitet Suchmandate für Softwareunternehmen, Plattformanbieter sowie PE- und VC-finanzierte Unternehmen. In dieser Folge erklärt er, welche CTO-Profile derzeit tatsächlich gesucht werden – und warum die erfolgreichen Skalierer der vergangenen Jahre nicht automatisch für die nächsten Aufgaben geeignet sind.
Wir sprechen darüber, weshalb Restrukturierung und Value Creation an Bedeutung gewinnen, wie sich CTO- und CPTO-Mandate verändern und warum technische Urteilskraft im AI-Zeitalter wieder wichtiger wird.
Kai zeigt außerdem, wie er die AI-Kompetenz von Kandidaten einschätzt, welche Antworten ihn skeptisch machen und warum gescheiterte Projekte manchmal glaubwürdiger sind als die nächste Erfolgsgeschichte.
Du erfährst:
Warum Executive Recruiter kaum nach dem CTO-Titel suchen
Welche Unterschiede zwischen PE-, VC- und inhabergeführten Unternehmen bestehen
Wann eine CPTO-Rolle strategisch sinnvoll ist – und wann sie nur Kosten sparen soll
Wie angehende CTOs ihren wirtschaftlichen Impact belegen können
Welche AI-Antworten im Interview sofort zur Red Flag werden
Wie du deine Marktposition innerhalb von 90 Tagen verbessern kannst
Warum regulierte Branchen derzeit einen unterschätzten Vorteil haben
Vor einem Jahr war Dominik Kowol frisch in der CTO-Rolle. Heute ist die naive Romantik weg: Aus dem Team-Beschützer ist ein unternehmerischer CPTO geworden, der Produkt, Technologie und langfristige Unternehmensverantwortung zusammenbringen muss.
In dieser zweiten Runde sprechen Philipp Deutscher und Dominik darüber, warum größere Verantwortung zwangsläufig Distanz erzeugt, wie höhere Ansprüche kommuniziert werden müssen und weshalb Klarheit nicht auf Kommando entsteht. Dominik erzählt auch, warum ein grüner 'Klarheit'-Sticker auf seiner Tastatur und eine Wanderung allein mit Zelt mehr verändert haben als das nächste Leadership-Framework.
Dann wird es operativ: Bei eperi beschleunigt Agentic AI die Entwicklung so stark, dass der Flaschenhals weiterwandert. Ein Feature kostete in einem konkreten Fall rund fünf Euro an Modellnutzung und sparte drei Arbeitstage - doch Requirements, Abnahme und QA brauchen weiterhin Zeit. Das Ergebnis: neue Prozesse, neue Rollen und die Frage, wie aus lokalem Engineering-Speed echter Unternehmens-Speed wird.
Außerdem: Warum Enterprise-Software weiterhin erfahrene Engineers braucht, wie eperi Coding Agents mit Confidential Computing absichert und weshalb technische Garantien mehr wert sein können als viele Seiten Vertrag.
Eine ehrliche Folge über CTO-Reife, unternehmerisches Denken, Agentic AI und die Engpässe, die erst sichtbar werden, wenn Coding plötzlich nicht mehr das langsamste Glied der Kette ist.
Agentic AI klingt nach Produktivitätssprung. Aber was passiert, wenn die Daten, der Quellcode oder die Entwicklungsunterlagen das Unternehmen nicht verlassen dürfen?
In dieser Folge spreche ich mit Frank Güttler, CEO der bitaggregat GmbH und ehemaliger CTO. Frank erklärt, warum lokale, souveräne KI für sensible und geheimschutzrelevante Umgebungen nicht nur eine Architekturfrage ist, sondern eine Geschäftsentscheidung.
Wir sprechen über seinen Wechsel vom CTO zum Geschäftsführer, über den schwierigen Balanceakt zwischen technischer Tiefe und Marktlogik und über die Frage, wann aus einer internen technischen Lösung ein echtes Geschäftsfeld werden kann.
Außerdem geht es um bitSeekr, ein KI-gestütztes Angriffserkennungssystem, das Anomalien auf Systemcall-Ebene erkennt und mit LLM-Unterstützung verständliche Reports erzeugt. Frank zeigt, warum Security-Teams nicht nur hohe Erkennungsraten brauchen, sondern vor allem eine niedrige Fehlalarmquote - und warum AI im Security-Bereich gleichzeitig Angriffsfläche und Verteidigungswerkzeug ist.
In dieser Folge geht es unter anderem um:
den Rollenwechsel vom CTO zum CEO
warum technische Tiefe als CEO hilfreich, aber auch gefährlich werden kann
lokale, souveräne KI für sensible Daten und geheimschutzrelevante Projekte
Agentic AI, Code Reviews und Dokumentation ohne Datenabfluss
Planmodus, Human-in-the-Loop, Docker/VM-Isolation und Netzsperren
lokale Inferenzcluster, Kosten und praktikable Setups für kleinere Teams
bitSeekr, Systemcalls, Anomalieerkennung und KI-gestützte Angriffsklassifizierung
warum Fehlalarme für SOCs und Managed Security Provider ein echter Produktkiller sein können
weshalb Business-Kompetenz für CTOs auch in der AI-Ära entscheidend bleibt
Copilot ausrollen, ein paar Agents testen und neue Lizenzen verteilen – fertig ist die AI-Strategie? Nein. Dann wurden zunächst einmal Tools eingekauft.
In der ersten Solo-Folge von Becoming CTO Secrets spricht Philipp Deutscher darüber, warum AI-Transformation vor allem eine Führungs- und Systemaufgabe ist. Denn ein Engineer kann mit Claude Code oder Codex deutlich schneller werden, während das Unternehmen insgesamt kein Stück schneller liefert. Der Engpass ist dann nicht verschwunden. Er ist nur in Richtung Requirements, Review, QA oder Abnahme gewandert.
Gleichzeitig hören CEOs von anderen Unternehmern spektakuläre AI-Geschichten. Wenn der CTO keine eigene Sicht, Roadmap und Messlogik hat, werden diese Geschichten schnell zum internen Benchmark.
In dieser Folge geht es unter anderem um:
lokale Produktivität versus Durchsatz des Gesamtsystems
vier Fragen, die vor jeder Modell- und Toolentscheidung beantwortet werden müssen
Kosten, ROI und die Metrikfalle bei Lead Time und Cycle Time
fünf Autonomiestufen im Software Engineering bis zur Dark Factory
Shadow AI, private Accounts, API-Keys und fehlende Verantwortlichkeiten
die Frage, warum der CTO bei der AI-Transformation in den Driver’s Seat gehört
Wenn dir die Folge hilft, abonniere Becoming CTO Secrets und leite sie an einen CTO weiter, der gerade mehr Tools als Strategie auf dem Tisch hat.
Seit 1997 wartet der HTTP-Statuscode 402 „Payment Required“ auf seine eigentliche Aufgabe. Fast 30 Jahre lang blieb er eine Fußnote des Internets. Jetzt könnte ausgerechnet Agentic AI ihn zum Leben erwecken.
Denn sobald AI-Agents nicht mehr nur Informationen suchen, sondern selbstständig Daten, Inhalte, APIs oder Dienstleistungen einkaufen, stoßen klassische Bezahlsysteme an ihre Grenzen. Maschinen klicken sich nicht durch Checkouts, tippen keine Kreditkartendaten ein und schließen nicht für jede einzelne Anfrage ein Abonnement ab. Sie brauchen eine Zahlungsinfrastruktur, die genauso schnell, offen und programmierbar ist wie das Internet selbst.
Peter Großkopf erklärt, wie x402 Bezahlvorgänge direkt in HTTP-Anfragen integrieren kann und warum Stablecoins für globale Echtzeit- und Mikropayments interessant werden. Wir sprechen darüber, wie ein Agent kostenpflichtige Inhalte findet, eine Zahlung auslöst und die angeforderte Ressource erhält – aber auch über die gefährliche Seite dieser Idee: Was passiert, wenn ein schlecht konfigurierter Agent in wenigen Minuten Hunderte korrekte, aber unerwünschte Transaktionen ausführt? Wer setzt Mandate, Spending Limits und Kontrollmechanismen? Und könnte Europas Regulierung hier vom vermeintlichen Bremsklotz zum Vertrauensvorteil werden?
Peter hat als Mitgründer und CTO die Solarisbank aufgebaut, war Geschäftsführer und CTO der Börse Stuttgart Digital Exchange, Co-Founder von Unstoppable Finance und ist heute CTO und COO von AllUnity. Deshalb geht es in dieser Folge nicht nur um Agentic Payments. Peter beschreibt den CTO als obersten Tech-Unternehmer, erklärt, warum er sich permanent selbst überflüssig machen will, und zeigt, wie AllUnity mit Ephemeral Teams statt starrer Produktteams arbeitet.
Eine Folge über einen HTTP-Code, der seiner Zeit voraus war, CTOs, die keine Abhängigkeiten von sich selbst bauen – und ein Internet, in dem der nächste zahlende Kunde womöglich kein Mensch mehr ist.
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