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Explorez tous les épisodes du podcast Aus der Bauhütte
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| Titre | Date | Durée | |
|---|---|---|---|
| Die Zuversicht – eine freimaurerische Überlebensstrategie? | 09 Aug 2024 | 00:19:50 | |
Als Zuversicht bezeichnet man die feste innere Überzeugung, dass Dinge sich positiv entwickeln. Oft wird Zuversicht mit Optimismus verwechselt, sie geht aber über den puren Glauben an eine positive Zukunft hinaus.
Zuversichtliche Menschen blenden die Schattenseiten des Lebens nicht aus, sie sind meist ebenso Realisten. Sie reflektieren und kalkulieren Risiken und sind sich der Probleme bewusst. Zuversicht beinhaltet den Mut, trotz Herausforderungen positiv und handlungsfähig zu bleiben. Die Grundannahme ist nur der gute Ausgang.
Ob wir zuversichtlich sind, hängt nur zu ca. 30 % von unserer genetischen Grunddisposition ab, eine zuversichtliche Haltung ist weitgehend geprägt durch unsere Erfahrungen und Selbstvertrauen. Das Schweizer Hoffnungsbarometer nennt tragfähige Bindungen, eine Partnerschaft, Familie und Freunde als Schlüsselkomponenten für Zuversicht. Eine zuversichtliche Haltung lässt sich also unter günstigen Umständen lernen. In der Loge entwickeln die Schwestern untereinander stabile Beziehungen und einen vertrauensvollen Austausch, der in unserer unsteten Zeit dazu beitragen kann, zuversichtlich im Jetzt zu handeln und in die Zukunft zu schauen. Antje und Barbara betrachten die Zuversicht von verschiedenen Seiten und sind so urlaubsreif, dass sie dabei die Sommermonate durcheinander werfen. | |||
| Die Rose in der Freimaurerei | 12 Jul 2024 | 00:19:31 | |
Seit Jahrhunderten dienen Rosen in Religion, Poesie, Kunst, Literatur und Musik als Symbole. Sie spielen eine wichtige Rolle in Mode, Medizin und Parfümindustrie und sind dekorative Elemente der Wohn- und Gartenkultur. Auch in moderner Zeit ist die Rose ein beliebter Bestandteil kultureller Ausdrucksformen. So begegnen wir Rosen nicht nur in der modernen Literatur, sondern auch in Musik, Filmen und Cartoons der Popkultur, aber auch als Symbole öffentlicher Veranstaltungen und in der Politik. Ob als Motiv für Tattoos, Gemälde oder Skulpturen – in allem Bereichen der Kultur nehmen wir sie auf neue Weise wahr.
Auch in der Freimaurerei haben Rosen eine symbolische Bedeutung, sie begleiten uns von unserer Aufnahme über verschiedenen freimaurerische Feste auf dem gesamten maurerischen Lebensweg. Im Johannisfest, das in allen Logen weltweit um den Johannistag, der Sommersonnenwende, gefeiert wird, symbolisieren die Johannisrosen z. B. das Licht, das Leben und die Liebe.
Im Stein des Anstoßes geht es diesmal um weitere Feste, die in Freimaurerlogen begangen werden. | |||
| Freiheit, Gleichheit, Sofa: Warum Vielfalt anstrengend ist und wie wir sie lieben lernen | 05 Oct 2023 | 00:57:06 | |
Vielfalt ist, wenn es gut läuft, ungemein bereichernd und beglückend. Wenn wir alle verschieden sind und wir ganz verschiedene Dinge können und dadurch alles, was wir als Gruppe brauchen, zur Verfügung steht, dann ist es leicht Vielfalt wertzuschätzen und fröhlich miteinander das (Logen-)Leben zu gestalten. Wenn es aber mal nicht so gut läuft, dann nervt Vielfalt auch schnell, da wir aktiv daran arbeiten müssen, ein Einvernehmen und einen Interessenausgleich herzustellen. Denn eigentlich wollen Menschen sich in bekannten Bahnen bewegen und sich möglichst mit Gleichem umgeben, da dies berechenbar ist, wenig Überraschungen bereithält und Stress vermeidet.
Gerade das wollen wir aber in unserer Freimaurerinnenloge nicht, wir schätzen und feiern die Vielfalt unserer Schwestern, auch wenn gerade in dieser Vielfalt bereits das Potential zu Konflikten angelegt ist. Wie wir diese Konflikte überwinden können und was das Sofa mit diesen Fragestellungen zu tun hat, diskutieren Antje und Barbara heute in einer öffentlich aufgezeichneten Podcast-Folge, die aufgrund der sich anschließenden Diskussion mit unseren Gästen ungewöhnlich lang und für uns ein ganz neues Format ist. Die aktuelle Folge entstand am 27. September auf Einladung der Freimaurerinnenloge CONSTANTIA im Quartier 8 in Düsseldorf und in Kooperation mit der Düsseldorfer Initiative Respekt und Mut, die sich als Teil unserer Stadtgesellschaft für die Überwindung von Rassismus und Diskriminierung einsetzt. | |||
| Keine Freimaurerei ohne die Zahl Drei?! | 07 Sep 2023 | 00:20:40 | |
Heute diskutieren Antje und Barbara über die positive Wirkung der Zahl 3, die wir alle aus Literatur, Kunst und Musik kennen. Gibt es psychologisch-biologische Gründe, warum die Zahl 3 bei Menschen so gut funktioniert? Wir beobachten, dass die Dreiheit ein wiederkehrendes Prinzip auch in den Naturwissenschaften und der Technik ist, dass sie die Ursache von Stabilität und Balance in Gruppen wie auch in unserem Staatswesen ist.
Da stellt sich die Frage: Ist die Zahl Drei möglicherweise ein universelles Symbol oder ist ihre Omnipräsens Folge ihrer sich selbstverstärkenden Nutzung?
In der Freimaurerei, im freimaurerischen Ritual, begegnet uns ständig die Drei und dies ist sicherlich kein Zufall. Deshalb denken wir darüber nach, in wieweit diese Zahl uns dabei unterstützt, die Ausrichtung auf die Gemeinschaft, auf das Wir, zu leben und einen Möglichkeitenraum zu öffnen, in dem die Gestaltung unseres Miteinanders erprobt und verfeinert werden kann. | |||
| Toleranz ist nicht Akzeptanz – Wird ein grundlegender freimaurerischer Wert heute missverstanden? | 10 Aug 2023 | 00:21:42 | |
Einer der wichtigsten Begriffe, die man immer wieder im Kontext "Freimaurerei" hört, ist die Toleranz. Sie ist fest im Wertesystems der spekulativen Maurerei verankert und wird von vielen Schwestern und Brüdern als kennzeichnend im gemeinsamen Umgang beschrieben. In dieser Podcast-Folge versuchen Antje und Barbara die Toleranz von Nicht-Duldung, Beliebigkeit und Akzeptanz abzugrenzen, da heute, im alltäglichen Miteinander, diese Begriffe oft kaum unterschieden, manchmal sogar synonym verwendet werden. Diese Verarmung der Perspektiven in ein "Es-gibt-nur-ein-für-oder-gegen-mich" fördert die Spaltung unserer Gesellschaft und zerstört zunehmend das gedeihliche Miteinander. Aus freimaurerischer Perspektive diesem Trend etwas entgegen zu setzen ist ein Anspruch, dem wir in unseren Logen als Übungsfeld einer herrschaftsfreien Begegnung gerecht werden möchten. Das ist häufig nicht einfach und manchmal auch unbequem, wie es trotzdem mit Lust gelingen kann und wie bereichernd es ist, wenn es gelingt, erörtern Antje und Barbara in der zweiten Hälfte dieser Podcast-Folge. | |||
| Freimaurerei nach Corona - Angekommen im neuen Normal? | 13 Jul 2023 | 00:17:46 | |
Die Covid-19-Pandemie hat eine Krise verursacht, die in vielen Gesellschaftsbereichen einen einschneidenden Wandel nach sich gezogen hat. In dieser sehr persönlichen Sommerfolge schauen Antje und Barbara auf das letzte Maurerjahr zurück und fragen sich, ob und wenn in wieweit dies auch für das gemeinsame Miteinander in den Logen gilt, welche Erfahrungen wir in das Jetzt mitnehmen und ob sich an den liebgewonnenen Routinen der Vor-Corona-Zeit etwas verändert hat. Dabei greifen sie auf die Erfahrungen aus ihrer Bauhütte zurück und überlegen, in wieweit diese Zäsur, die durch den Mangel an persönlicher Begegnung entstanden ist, vielleicht den Blick auf alternative, zukunftsorientierte Formate lenken könnte, was unbedingt für ein Gelingen des Miteinanders nötig ist und wo und wie wir vielleicht auch neue Wege einschlagen könnten. In wieweit haben freimaurerische Werte bei der Bewältigung der Pandemie-Situation unterstützt und wie können sie jetzt das Einschwingen in das "neue Normal" begleiten? Eine gemeinsame Diskussion mit den Schwestern in der Loge und das Finden von Antworten auf diese Frage scheint eine wichtige Entwicklungsaufgabe in den Logen zu sein, um gemeinsam voranschreiten zu können. In dieser Hinsicht ist Loge wieder einmal eine gute Werkstätte für unsere Orientierung in Alltag und dem gestalterischen Miteinander im Resonanzraum unserer Gesellschaft. | |||
| Sind wir eine Elite oder gar elitär? Ansichten zweier Freimaurerinnen | 08 Jun 2023 | 00:14:02 | |
Als Elite bezeichnet man eine Gruppierung überdurchschnittlich qualifizierter Personen. Sie ist eine Auswahl von Menschen aufgrund eines gemeinsamen, herausragenden Merkmals. So gibt es eine Elite im Sport, eine künstlerische Elite und Eliteuniversitäten, die gemeinhin als die Besten, die Führenden gelten. Auch die Freimaurerei wird mit dem Begriff Elite oder sogar, negativ konnotiert, mit dem Etikett elitär gelabelt. In dieser Folge gehen Antje und Barbara den Ursachen nach, warum mit der Freimaurerei der Begriff Elite assoziiert wird und ob diese Außenansicht möglicherweise den Blick auf die eigentlichen Ziele der Freimaurerei verstellt. Denn passen Ideen von Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Toleranz überhaupt zu einem abgrenzenden Elitebegriff?
Beide können ein gewisses Unbehagen nicht ganz abschütteln, wenn Freimaurer als Elite bezeichnet werden oder sich möglicherweise gar selbst so sehen, da in der Vergangenheit eine sogenannte geistige Elite häufig Werte, Normen und Denkrichtungen vorgegeben hat und freie Entfaltung und Meinungsbildung (der Anderen), wie wir sie uns in der Loge wünschen, nicht möglich war. Sie fragen sich außerdem, was denn wohl das gemeinsame, herausragende Merkmal sein könnte, wenn es so etwas gäbe, dass eine solche Bezeichnung überhaupt rechtfertigen könnte. | |||
| Lüge oder Wahrheit – warum Wissenschaftsfeindlichkeit FreimaurerInnen nicht kalt lassen darf | 11 May 2023 | 00:27:03 | |
Der Blick auf die Wissenschaft hat sich in den letzten Jahren in Deutschland positiv verändert, vor allem, da der persönliche Nutzen von Wissenschaft, besonders in der Pandemie, unübersehbar war. Dennoch beobachten wir auch hier wieder zunehmende und in anderen Ländern sogar eine deutliche Wissenschaftsfeindlichkeit.
Woher kommt es, dass Wissenschaft skeptisch beäugt oder gar grundsätzlich abgelehnt wird? Ist das eigentlich ein neues Phänomen?
In der neuen Folge "Aus der Bauhütte" stellen sich Antje und Barbara die Frage, welche Formen von Wissenschaftsfeindlichkeit es gibt, wie sie in unsere Gesellschaft Wirkung entfalten kann und warum wir unbedingt trennscharf zwischen Fakten und Meinungen unterscheiden müssen.
Obwohl eine möglichst breite Kenntnis wissenschaftlicher Sachzusammenhänge relevant für die Entwicklung des Staatswesens ist, beobachtet man vor allem in Demokratien Wissenschaftsfeindlichkeit.
Obwohl die Forschung weltanschauungsfrei betrieben wird, ist die im Grundgesetzt verbriefte Wissenschaftsfreiheit durch verschiedene gesellschaftliche Akteure bedroht.
Bereits die sprachlichen Gestaltung von vermeintlicher Wissenschaftskritik enthält so oft eine Wertung, die es den Bürgerinnen und Bürgern gar nicht mehr erlaubt, sich ein eigenes Werturteil zu bilden. Solche Manipulationsversuche, hinter denen oft handfeste Interessen stehen, zu entlarven, ist ein lohnendes Thema auch in unseren Logen, denn kritisches Bewusstsein ist auch heute tatsächlich keine Überforderung. | |||
| Das freimaurerische Geheimnis | 13 Apr 2023 | 00:32:25 | |
Was haben Buchners Woyzek, Dan Brown und Umberto Ecco mit Freimaurerei zu tun? Sie alle spielen mit dem freimaurerischen Geheimnis! Aber wie geheim ist denn dieses angebliche Geheimnis? Besteht es tatsächlich aus geheimen Informationen, sind es persönliche Erfahrungen oder hat es vielleicht sogar eine Funktion innerhalb des Bundes? Antje und Barbara begeben sich in dieser Folge des Freimaurerinnen-Podcasts auf Spurensuche, befragen FreimaurerInnen und lüften sogar die ein oder andere verstaubte Mottenkiste. | |||
| Freimaurerei! Auch "nur" Bildung? | 09 Mar 2023 | 00:32:47 | |
Über kaum ein Thema wird häufiger und härter gestritten. Bildung soll die Persönlichkeit entwickeln und ein erfülltes Leben ermöglichen. Bildung soll gut ausgebildete Fachkräfte für den Arbeitsmarkt bereitstellen und unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig halten. Bildung soll Frieden und Demokratie sichern und unser kulturelles Wissen über die Generationen weitergeben. Nach einem angemessenen Bildungsideal zu fragen, heißt danach zu suchen, was wir als Individuen können und wie wir handeln sollen, um Gegenwart und Zukunft zu bewältigen. Freimaurerinnen ist deshalb Bildung ein starkes Anliegen, denn wer Freimaurerin wird, hat sich für ein lebenslanges Lernen entschieden. Aber was bedeutet es eigentlich, wenn einem Bildung systematisch verweigert wird? Ist Bildung ein Menschenrecht? Diesen Fragen gehen Antje und Barbara in ihrer neuen Podcastfolge nach und stellen fest, dass Bildung keineswegs selbstverständlich ist, einer gewissen Anstrengung bedarf und häufig nicht ausreichend wertgeschätzt wird. | |||
| Werkzeuge – ein freimaurerischer Lifehack | 09 Feb 2023 | 00:13:09 | |
Mensch muss, anders als das Tier, sein Leben mit Werkzeugen bewältigen. Ein Werkzeug kann als Verbesserung oder Erweiterung einer vorhandenen oder als Ersatz einer fehlenden körperlichen oder geistigen Funktion interpretiert werden.
Im Bauhandwerk überprüft man zum Beispiel mit dem Winkelmaß die Rechtwinkligkeit und damit die Tragfähigkeit von Gebäuden. Wenn wir dieses Werkzeug in der FM benutzen, dann geht es uns im übertragenen Sinne darum, belastbare Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und zu erhalten. Das Benutzen von Werkzeugen ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft, die schon vor ca. 2,4 Mio. Jahren durch Homo rudolfensis begann und sicherlich als evolutionäre Kulturtechnik in der Menschwerdung bezeichnet werden kann.
In der Loge als Werkstätte des gemeinsamen Denkens haben wir einen Erfahrungsraum für eigenes Denken und Sprechen geschaffen, der uns die Anwendung dieser Erfahrungen in Alltagssituationen ermöglicht und dadurch zu unserer Selbstwirksamkeit beiträgt. | |||
| (K)eine Zeit für Freimaurerei | 12 Jan 2023 | 00:20:43 | |
Carpe diem, wie möchte ich eigentlich meine Zeit verbringen? Anlässlich des Jahreswechsels fragen sich Antje und Barbara, ob es noch zeitgemäß ist, den 8-Stunden-Erwerbstag als Vollzeitarbeit zu betrachten, was neben der Erwerbsarbeit außerdem nötig ist, und ob nicht die heute gängige Zeiteinteilung einen groben Konstruktionsfehler enthält. Dabei überprüfen sie verschiedene Zeit-Arrangements mit Hilfe der freimaurerischen Perspektive "die Zeit mit Weisheit einzuteilen" auf ihre gesellschaftliche Tragfähigkeit und räumen mit der uns allen bekannten Aussage "ich habe keine Zeit" auf. | |||
| Wir haben die Wahl | 07 Jun 2024 | 00:29:12 | |
Im Kontext der bevorstehenden Europawahl stellen sich Antje und Barbara die Frage, was bedeutet es eigentlich zu wählen? Nicht nur im politischen Sinne behandeln wir das Konzept des Wählens und beleuchten psychologische und neurobiologische Aspekte, die unser Wählen beeinflussen. Außerdem fragen wir uns, ob es überhaupt eine "falsche Wahl" gibt. Ist vielleicht nur in der Rückschau eine Beurteilung des Wahlverhaltens möglich? Denn jede Wahl ist ja immer auch eine Wette auf die Zukunft.
Die Konflikte, die mit einer Wahl einher gehen können, kennen wir nicht nur aus eigener Erfahrung, sie sind auch Stoff zahlreicher literarischer Texte, die wie bei Goethe oder Kafka die Notwendigkeit von Entscheidungen und die damit einhergehenden Gewissenskonflikte thematisieren.
Wie steht es denn aber nun um unseren "freien Willen"? Wissenschaftsorientiert wird erörtert, was dazu heute bekannt ist und welche Auswirkungen auf unser Handeln davon abzuleiten sind. Sie nähern sich dabei auch den Wirkmöglichkeiten unseres freimaurerischen Rituals an und fragen sich, in wie weit es uns in unserem Alltag beeinflussen kann.
Unter dem Aspekt Wahlrecht oder Wahlpflicht thematisieren sie die Möglichkeit unsere Gesellschaft durch demokratische Teilhabe mitzugestalten. Das institutionalisierte Eintreten für unserer Werte und Bedürfnisse ist weltweit keine Selbstverständlichkeit und deshalb für Antje und Barbara ein besonders hohes Gut, das sie aktiv verteidigen wollen. Dazu gehört selbstverständlich die Teilnahme an politischer Willensbildung.
Zuletzt beantworten sie im "Stein des Anstoßes" die Frage: Wie wird man eigentlich Meisterin vom Stuhl einer Loge? | |||
| Kaufrausch oder strategischer Konsum? | 22 Dec 2022 | 00:25:41 | |
Kurz vor Weihnachten kommt Aus der Bauhütte eine Sonderfolge zum Thema Strategischer Konsum, in der sich Antje und Barbara vor dem manchmal knackenden Kaminofen fragen, ob sich Widerstand gegen den massenhaften Konsum lohnt oder ob Konsum auch nachhaltig sein könnte. Angeregt durch eine Diskussion in der Freimaurerinnenloge Constantia zur Kompensation des ökologischen Fußabdrucks der Logentreffen diskutieren sie über persönliche Verantwortung, die Möglichkeiten und die Lust zur Mitwirkung an einer nachhaltigen Zukunft. | |||
| Ist Schwesterlichkeit die neue Brüderlichkeit? | 09 Dec 2022 | ||
„Die Gesinnung, mit der sich die Mitglieder einer menschlichen Gruppe untereinander zur tätigen Mithilfe verpflichtetet fühlen, ohne dass diese Verpflichtung formell […] fixiert ist,“ ist die Definition von Brüderlichkeit, die man z. B. im Brockhaus unter dem entsprechenden Stichwort findet. Und obwohl sie dieses Ideal von menschlichem Miteinander gerne zustimmen, fühlen sich Antje und Barbara nicht immer ganz wohl mit dem Begriff der Brüderlichkeit. Warum das so ist und ob Schwesterlichkeit eine Alternative sein könnte, klären sie in der heutigen Podcast-Folge: Ist Schwesterlichkeit die neue Brüderlichkeit? | |||
| Twitter Gewitter | 10 Nov 2022 | 00:18:33 | |
"Die Mitte erzeugt keine Klicks", so kann man kurz die oft heftig geführten Debatten auf Twitter charakterisieren. Fast täglich hören wir von Hass und Hetze, Rückzug und fake news, dennoch hat Twitter mehr Nutzer*innen als jemals zuvor. In dieser Folge reflektieren Barbara und Antje ihr eigenes Nutzungsverhalten und überlegen, wie es gelingen kann, dass die Kommunikationsplattform etwas von ihrer oft toxischen Wirkung verlieren könnte. | |||
| Freiheit verpflichtet | 10 Nov 2022 | 00:10:41 | |
In unserem Grundgesetzt ist die Freiheit einer Person als verbrieftes Recht eines jeden Einzelnen fest verankert. Freiheit ist auch ein zentraler Wert in der Freimaurerei. Was bedeutet uns als Freimaurerinnen aber die Freiheit in einer Welt, in der viele Menschen in Unfreiheit leben, in der, wie gerade im Iran, Frauen und Männer ihr Leben für die Freiheit riskieren? Lehnen wir uns zurück und hoffen, dass unsere Freiheit erhalten bleibt, oder sind wir auch bereit, unsere demokratischen Grundwerte zu verteidigen und unsere Mitmenschen überall auf der Welt bei ihrem Freiheitskampf zu unterstützen? Antje und Barbara finden: Freiheit verpflichtet! | |||
| Warum bin ich Mitglied einer Frauenloge? | 10 Nov 2022 | 00:15:16 | |
Die Freimaurerei ist eine Wertegemeinschaft, die sich mit den Begriffen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Menschenliebe identifiziert. Dennoch haben wir uns jeweils unabhängig voneinander vor über 10 Jahren für die Mitgliedschaft in einer Frauenloge entschieden. Ist es also mit der Gleichheit gar nicht so weit her? In dieser Folge reflektieren Antje und Barbara darüber, warum in dieser unperfekten Welt die Mitgliedschaft in einer Frauenloge immer noch sinnstiftend sein kann. | |||
| Freimaurerei – ein Frauenbund | 10 Nov 2022 | 00:11:15 | |
Haben Sie es gewusst? Seit 1949 gibt es bereits Frauenlogen in Deutschland, inzwischen sogar schon über 30, die sich in der Frauen-Großloge von Deutschland zusammengeschlossen haben. Trotzdem heißt es immer wieder, dass Freimaurerei ein Männerbund sei. Mit diesem Irrglauben räumen Antje und Barbara in dieser Podcast-Folge gründlich auf und stellen dar, womit sich Freimaurerinnen beschäftigen, wie sie arbeiten und welche Relevanz die Loge in ihrem Leben hat. | |||
| Aus der Bauhütte - Trailer | 04 Nov 2022 | 00:01:23 | |
Lust auf Gespräche aus der Bauhütte? Monatlich sprechen Antje und Barbara hier über alles, was sie als Freimaurerinnen interessiert. | |||
| Freimaurerisch Arbeiten – eine lohnenswerte Lektüre, nicht nur für Freimaurerinnen | 10 May 2024 | 00:18:06 | |
Auf Gästeabenden und von FreundInnen werden wir häufig auf freimaurerische Literatur angesprochen. Wir wurden gefragt, ob es neben Klassikern wie "Gespräche von Freimaurern" von Lessing und verschiedenen bekannten Büchern von Freimaurer-Brüdern auch Bücher von Freimaurerinnen über die Freimaurerei gäbe - und ja, die gibt es!
Deshalb wollen wir in der Mai-Folge unseres Podcasts "Aus der Bauhütte" etwas Neues wagen: Eine Buchvorstellung! Aber ist das etwas für unseren Podcast? Auf Antworten von euch zu dieser Frage sind wir sehr gespannt!
Als Buch haben wir den Band Freimaurerisch Arbeiten - eine lohnenswerte Alternative der Autorin Helga Widmann, langjährige Großmeisterin der Frauengroßloge von Deutschland und damit absolute Insiderin in Sachen Freimaurerei, ausgewählt. Die klargegliederte Schrift gibt einen guten Überblick zur Entstehungsgeschichte der Freimauerei und stellt in mehreren Unterkapiteln relevante Aspekte des freimaurerischen Arbeitens für an Freimaurerei interessierte Leserinnen und Leser vor. Im Podcast liefern ausgewählte Textstellen einen guten Eindruck von der klaren Sprache und präzisen Begriffserklärungen, die in diesem Buch zu finden sind. Oft beginnen die Erläuterungen freimaurerischen Denkens und Handelns hier, wo an anderer Stelle ein Schlagwort den Einblick in die königliche Kunst beendet.
In unserer Rubrik "Stein des Anstoßes" erläutern wir heute den Begriff Kugelung. | |||
| Freimaurerei als Konstante in einer Welt voller Veränderung? | 12 Apr 2024 | 00:24:11 | |
Nicht nur im beruflichen Kontext fragen wir uns häufig, was kann man noch planen, welche Annahmen haben Bestand, wie schnell muss nachjustiert werden und wo ist eigentlich der Planungshorizont? Manchmal erscheint uns die Welt in einem wahren Durcheinander widerstreitender Interessen und gleichzeitig stattfindenden Ereignissen zu sein.
Ausgehend vom VUCA- und BANI-Modell, zwei Akronym-basierten Konzepten, die genutzt werden, um die Komplexität und die Herausforderungen der modernen Geschäfts- und Lebenswelt zu beschreiben, überlegen Antje und Barbara, welche Mittel, die Freimaurerei zur Verfügung stellt, um uns Wirklichkeit zu erschließen und Komplexität überschaubar zu machen.
Die Freimaurerei bekommt immer wieder das Attribut "aus der Zeit gefallen", aber ist dies nicht gerade jetzt absolut zeitgemäß? Die Loge bietet einen geschützten Raum, um sich mit der Welt auseinanderzusetzen. Die Schwestern und Brüder unterstützen sich gegenseitig dabei, das Bild, das wir von der Welt haben, zu erweitern, zu aktualisieren und zu verstehen. Die Freimaurerei bietet der Einzelnen Verlässlichkeit, Konstanz, einen Fixpunkt im Alltag, der bleibt und dadurch Gelegenheit zur Reflektion, zum Gespräch, zum Diskurs bietet. Sie liefert die feste Position, von der aus die Welt vermessen (mind. betrachtet) werden kann. So wird die Loge zu einer Wohltat im alltäglichen Hamsterrad und damit zu einer Chance zur eigenen Entwicklung ohne Überforderung. | |||
| Freimaurerische Spurensuche am 8. März | 08 Mar 2024 | 00:29:09 | |
In der Märzfolge "Aus der Bauhütte" haben sich Antje und Barbara anlässlich des Internationalen Frauentages auf Spurensuche begeben. Welche bekannten Freimaurerinnen kennen wir und welche sollten wir unbedingt kennenlernen? In Kurzportraits werden Elizabeth Aldworth, Maria Deraismes, Josephine Baker, Madeleine Pellitier und Gabriela Mistral vorgestellt und ihr Leben, auch als Freimaurerin, gewürdigt.
Im Bewusstsein, dass Vorbilder und die Kenntnis der eigenen Vergangenheit für eine Entwicklung in die Zukunft beflügelnd sind, feiern wir diese Frauen und wünschen uns, auch mehr über Freimaurerinnen zu erfahren, die in Deutschland gelebt und an den Gründungen der Freimaurerinnenlogen hierzulande mitgewirkt haben.
Gleichzeitig werfen wir einen kritischen Blick auf die Praxis, berühmte Männer, die auch Freimaurer waren, als berühmte Freimaurer darzustellen und stellen grundsätzlich die Frage, ob das Rekurrieren auf Vergangenes die Attraktivität unseres Bundes tatsächlich steigern kann.
Und natürlich beantworten wir in unserer neuen Rubrik, bei der Namensgebung kommen wir auch langsam weiter, wieder eine Frage rund um freimaurerische Themen. | |||
| Streiten, eine super Sache | 08 Feb 2024 | 00:28:51 | |
Wie bitte, streiten soll gut für uns sein? Ist Streit nicht zumindest eine fürchterlich nervige und unbequeme Angelegenheit, die allzu oft zu Zwietracht, im Extremfall sogar zu gewalttätigen Auseinandersetzung führt? Ja, so kann Streit sein.
Wenn es uns aber gelingt fair zu streiten und den Mitmenschen auch im Streit auf Augenhöhe zu begegnen, dann kann das Streiten ungemein beflügeln und uns in der Sache und auch persönlich sehr voranbringen. | |||
| Schon wieder? Neue, alte Zuschreibungen zur Freimaurerei | 11 Jan 2024 | 00:19:59 | |
Anfang des Jahres 2024 haben Antje und Barbara um sich geschaut und erstaunt festgestellt, dass eine überregionale, österreichische Zeitung einer Anfrage der FPÖ zu Freimaurern in Regierungsverantwortung und Staatsdienst beinahe eine ganze Seite in ihrem Politikteil gewidmet hat. Ist dieses Thema tatsächlich so interessant oder was triggert dieses starke Interesse?
Die Analyse dieses Artikels ergibt jedenfalls, dass 70 Prozent des Textes direkte oder indirekte Zitate aus der FPÖ-Anfrage sind und die darin vorhandenen stereotypen, altbekannten rechten Verschwörungserzählungen auf diese Weise leider unkommentiert reproduziert werden. Das muss nicht so sein, wie andere Pressebeispiele zeigen.
Um nicht ebenfalls in diese Falle zu tappen und indirekt Falschaussagen zu wiederholen, versucht der Freimaurerinnen-Podcast über diesen Artikel zu sprechen, ohne die Aussagen zu nennen oder sich gar zu rechtfertigen. Wir versuchen im Gegenteil zu entlarven, welche möglichen Interessen hinter solch einer Anfrage stehen, und warum dieser Artikel großes Stirnrunzeln bei uns ausgelöst hat. Erstrecht soll die Berichterstattung Schwestern und Brüder nicht ängstigen, sich öffentlich für die freimaurerischen Werte einsetzen. Das wäre nämlich ein bekanntes Ziel rechter Verleumdungskampagnen, das wir auf keinen Fall bedienen wollen. Aufklärung tut also auch hier einmal mehr Not. Einen Baustein dazu soll eine neue Rubrik in der Bauhütte beitragen, die jeden Monat ein Stichwort zur Freimaurerei beleuchten wird. Den Auftakt macht aus gegebenem Anlass die Frage: Ist Freimaurerei ein Geheimbund? Wir freuen uns auf eure Kommentare! | |||
| Freimaurerische Erfahrungsräume - diesmal im ÖPNV | 08 Dec 2023 | 00:25:46 | |
Reisen in Bussen, Bahnen und Zügen ist gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit oft unbequem und manchmal herausfordernd, bietet uns aber auch uneingeforderte Begegnungen. Ausgehend von eigenen Erfahrungen überlegen Antje und Barbara, welche Möglichkeiten und Bereicherungen in diesen Begegnungen liegen und wo eigentlich im Alltag Begegnungen mit Menschen außerhalb des eigenen Umfeld noch stattfinden.
Wissenschaftliche Analysen unterstützen die Beobachtung, dass wir in öffentlichen Verkehrsmitteln positive Begegnungen haben können und dass die regelmäßige Nutzung des ÖPNVs sogar zum Training der sogenannten soft skills beiträgt.
Vom Wunsch nach Begegnung ist auch das freimaurerische Reisen geprägt, das fester Bestandteil des Gesellengrades ist, aber auch die Schwestern Meisterinnen bereichert. Es fördert die Auseinandersetzung mit den eigenen Routinen in der Loge, erlaubt einen neuen Blick auf unser Ritual und ermöglicht durch Perspektivwechsel neue Gedanken und Interpretationen. Reisen bildet – auch in der Freimaurerei!
Liebe Hörerinnen und Hörer, liebe Schwestern und Brüder, wir bedanken uns ganz herzlich für die vielen wohlwollenden Rückmeldungen in diesem Jahr, für das rege Interesse und die Bereitschaft, sich mit uns jeden Monat neu auf den Weg "Aus der Bauhütte" zu machen. Auf Wiederhören im Neuen Jahr! | |||
| Weitergabe: Tradition in der Freimaurerei | 09 Nov 2023 | 00:24:36 | |
"Traditionen wurden und werden, je nach den Interessen ihrer Trägergruppe, verändert, verschwiegen, verschleiert oder gar erfunden", so äußert sich Fr. Prof. Dr. Regina Grundmann von der Uni Münster, auf die Frage, ob Traditionen beständige Elemente des menschlichen Miteinander seien.
Die Ausdeutung des Begriffs Tradition, lat. traditio, Weitergabe, hat heute oftmals einen eher statischen Charakter, der dem aktiven Aspekt von Weitergabe nicht (mehr) gerecht wird. Antje und Barbara diskutieren in der aktuellen Podcast-Folge, was Weitergabe in verschiedenen Kontexten bedeutet und welche Bedeutung die Weitergabe in der Freimaurerei hat. Dabei steht jede Loge im Spannungsfeld von Tradition und Zukunftsorientierung, denn ohne die kritische Auseinandersetzung mit liebgewonnenen Gewohnheiten droht Stillstand in der persönlichen Entwicklung und der Transformation der Gruppe. Gibt es Hinweise im freimaurerischen Ritual oder in der freimaurerischen Symbolik auf die Notwendigkeit der Weitergabe? Wir finden, dies genauer zu untersuchen und in den Logen zu besprechen, lohnt sich. | |||
| Aus der Zeit gefallen? Die Bekleidung der Freimauer*innen | 13 Sep 2024 | 00:21:49 | |
Selten, aber gelegentlich doch, sieht man Bilder von Freimaurern in der Zeitung oder anderen Medien. In der Regel sieht man Bilder von Männern in schwarzen Anzügen, mit Zylindern, Handschuhen und einen Schurz um die Hüfte, manchmal mit Schärpen, Bändern oder Kleinodien. Bilder von Frauen im Ornat sieht man kaum. Die Abbildungen erinnern oft an alte Gemälde aus dem vorletzten Jahrhundert und wirken dadurch vielleicht auf den Betrachter merkwürdig aus der Zeit gefallen. Dennoch tragen Freimauer und Freimaurerinnen auch heute noch bei ihren Arbeiten selbstverständlich die typisch maurerische Bekleidung und es gibt, soweit wir informiert sind, auch keinerlei Gedanken dies zu ändern. Welche Kleidungsstücke getragen werden, wie sie Eingang in die Logen gefunden haben und welche Bedeutung die maurerische Bekleidung für Freimaurer*innen heute hat, besprechen Antje und Barbara in der aktuellen Folge > Aus der Bauhütte <. | |||
| Würde - ein freimaurerisches Thema! | 11 Oct 2024 | 00:21:34 | |
Angeregt durch das Projekt "Königin Würde" des Teams Kulturladen Huchting beschäftigen sich Barbara und Antje heute mit dem Begriff der WÜRDE. Wann haben Menschen angefangen dem Menschen eine ihm inne wohnende Würde zuzuschreiben? Wie wirken heute Gedanken aus der Renaissance und der Aufklärung fort und wie ist das Konzept der menschlichen Würde in der Freimaurerei verankert?
Der Neurobiologe Gerald Hüther beschreibt die Subjekthaftigkeit des Menschen und deren Unverletzlichkeit als konstituierendes Element der menschlichen Würde und bietet zahlreiche Beispiele, wie ein würdevolles Miteinander gelingen kann. Neben philosophischen Aspekten werden im Podcast auch die konkrete Empfehlung diskutiert, die Würde zu einem Kriterien des Handelns zu machen.
Auch wenn der Begriff der Würde nicht plakativ in freimaurerischen Schriften herausgestellt wird, so wird das Thema Würde in der Freimaurerei eigentlich die ganze Zeit verhandelt. Die Loge ist eine wunderbare Gelegenheit an der eigene Würde und der des Gegenübers zu arbeiten. Die gegenseitige Bestärkung der Schwestern untereinander und die Einübung der eigenen Subjekthaftigkeit wird im gemeinsamen Handeln erfahren. Der Stein des Anstoßes ist diesmal die Zahl der Freimaurer*innen in Deutschland. | |||
| Hierarchien - (k)ein Zukunftskonzept? | 08 Nov 2024 | 00:28:12 | |
Hierarchische Strukturen sind uns sehr vertraut, denn sie sind fester Bestandteil unserer Menschheitsgeschichte. Sie prägen seit langem unsere Erfahrungen im Miteinander, sowohl in der Arbeitswelt, als auch in religiösen Kontexten und sogar in der Familie. Antje und Barbara fragen sich in dieser Folge des Freimaurerinnenpodcasts "Aus der Bauhütte", ob das eigentlich immer schon so war, welche Vor- und Nachteile hierarchische Strukturen in Gruppenprozessen haben und ob klassische Hierarchien überhaupt noch als Zukunftskonzept taugen. Dabei greifen sie ausgehend von Beobachtungen in ihrem eigenen Arbeitsumfeld die aktuellen Diskussionen um Netzwerkorientierung vs. Top-Down-Strukturen sowie das Konzept "working-out-loud" auf und fragen nach Macht- und Verantwortungsverschiebung, die Veränderungen mit sich bringen.
Da die Loge in unserem Verständnis ein Labor für die Welt darstellt, drängt sich natürlich die Frage auf, wie steht es denn mit Hierarchien in den Logen? Sind Logen hierarchisch organisiert oder wie gestalten wir unser Miteinander? Welche Wirkung hat die Anwesenheit von Hierarchien und welche Wirkung kann ihre Abwesenheit haben? Im Gespräch werden typische Treiber von Hierarchien entlarvt und Verhaltensweisen diskutiert, die begünstigend oder abschwächend wirken können.
Außerdem haben wir in dieser Folge auch noch etwas zu feiern! | |||
| Freimaurerische Literatur – zwei Beispiele | 13 Dec 2024 | 00:27:25 | |
Die Dezember-Folge des Freimaurerinnenpodcasts "Aus der Bauhütte" beschäftigt sich mit zwei neueren, über den Buchhandel zugänglichen Schriften über Freimauerei.
Vorgestellt werden die Bücher von Gwenda Roland "Frauen in der Freimaurerei – Eine verborgene Geschichte", das im Selbstverlag mit Unterstützung der tredition GmbH erschienen ist, und das Buch "Die Freimaurer – Der mächtigste Geheimbund der Welt" von John Dickie, erschienen im Fischer Verlag.
Das erste Buch erhebt den Anspruch "historische Einblicke, persönliche Zeugnisse und eine detaillierte Untersuchung" freimaurerische Rituale und Grade zu liefern und ein "lebendiges Porträt der sich entwickelnden Rolle der Frau und ihres tiefgreifenden Einflusses auf die freimaurerische Welt" zu zeigen. Das zweite Buch zeigt wissenschaftlich fundiert, angereichert mit zahlreichen Anekdoten den Einfluss der Freimaurerei auf gesellschaftliche Entwicklungen. Dickie beschreibt, "wie tief die Werte der Freimaurer in den Kerndebatten westlicher Gesellschaften verankert sind".
Nach einer kurzen inhaltlichen Vorstellung beider Bücher tauschen sich Antje und Barbara über ihre Gedanken während der Lektüre, über ihren Einschätzungen zu Relevanz und Exemplarität der Schriften aus, diskutieren, welche LeserInnenschaft hier vielleicht angesprochen werden soll, und ob sich vielleicht eines oder gar beiden Bücher als Weihnachtsgeschenk für Interessierte eignet. | |||
| Macht uns die Freimaurerei zu mutigeren Menschen? | 10 Jan 2025 | 00:37:47 | |
Der Begriff Mut scheint einerseits so klar und einfach, zugleich ist er doch bei dem Versuch einer eindeutigen Definition nicht ganz so leicht zu fassen. In der ersten Folge Aus der Bauhütte des Jahres 2025 setzen sich Antje und Barbara mit der Frage auseinander, warum der Mut gemeinhin als Tugend gilt und wie er in unterschiedlichen Epochen betrachtet wurde. Dabei werden sowohl philosophische Aspekte als auch vergangene und aktuelle Literatur berücksichtigt. Dass die Überschrift Mut heute ein brandaktueller Bestsellertitel ist und Albert Camus Worte „Anders zu sein ist weder eine gute noch eine schlechte Sache. Es bedeutet lediglich, dass man mutig genug ist, um man selbst zu sein“, wie ein frisch entsprungenes Zitat aus einem Diversity-Ratgeber klingt, ist unserer Meinung nach kein Zufall.
Mut ist notwendig, um sich politisch und sozial zu engagieren, um gegen Ungerechtigkeiten zu kämpfen und Veränderungen herbeizuführen. Wir profitieren also alle von mehr Mut. Deshalb die Frage: Kann uns die Freimauerei zu mutigeren Menschen machen? Hört gerne rein und gebt uns ein Feedback. Und natürlich setzen wir auch dieses Jahr den Stein des Anstoßes wieder fort. | |||
| Eingriff ins Gehirn – wie wir durch Freimaurerei lernen | 14 Feb 2025 | 00:20:37 | |
Lebenslanges Lernen ist heute in aller Munde, denn wissenschaftlicher Fortschritt, neue Technologien und veränderte (Arbeits-)Welten verlangen ständige Anpassungen unserer Kenntnisse und unseres Handelns. Dennoch fragt Bob Blume, Bildungsinfluencer und Lehrer, in seinem neuen Buch: "Warum noch lernen?" Gerade in Zeiten von KI, Krisen und sozialer Ungerechtigkeit überrascht die Frage.
Lernen bedeutete Umgruppierung und Neubildung von Nervenverknüpfungen im Gehirn, die Erweiterung und Verdichtung unserer neuronalen Netze, die Weiterentwicklung unserer Gedächtnislandkarten. Antje und Barbara diskutieren in dieser Folge Aus der Bauhütte, wo und wann es Lernanlässe in der Loge und in der Auseinandersetzung mit freimaurerischen Themen gibt, dass Schwestern eine Haltung zeigen, mit der sie sich gegenseitig einladen, ermutigen und inspirieren zu denken, dass die Loge ein Ort des persönliches Wachstum durch Wissenserwerb und Erfahrungslernen sein kann. Eine besondere Bedeutung nimmt in diesen Lernprozessen das freimaurerische Ritual ein. Es arbeitet, obwohl grundsätzlich bereits mehr als 300 Jahre alt, mit einer Technik, die heute die Kognitionswissenschaft „verkörperlichte Kognition“ nennt.
Im freimaurerischen Ritual wird diese Form des Lernens besonders erfolgreich bedient, da für abstrakte Begriffe Symbole gefunden wurden, die gleichzeitig ein Bild und eine bekannte Erfahrung aufrufen. Zusätzlich werden sie in einem Dialog mit Handlung verknüpft, wodurch neben dem sensorischen (visuell/akustisch) Nervensystem auch das motorische System aktiviert wird. | |||
| Alles (nur) Theater? Das freimaurerische Ritual | 11 Apr 2025 | 00:23:39 | |
Das Vorlesen einer Gute-Nacht-Geschichte, eine feierliche Begrüßung von Gästen oder die Vereidigung auf die Verfassung - alle diese Handlungen sind Rituale, die viele Menschen im Laufe ihres Lebens erleben und durchleben. In allen Kulturen kennt man Rituale als ein Phänomen der Interaktion mit der Umwelt, sie lassen sich als geregelte Kommunikationsabläufe beschreiben. Einzeln sehr verschieden, folgen sie alle einem bestimmten Ablauf und beinhalten eine Reihe von symbolischen Handlungen. Darin stimmen sie mit Theaterstücken überein.
Rituale und Theateraufführungen dienen oft der Stärkung von Gemeinschaften, wobei Rituale die Zugehörigkeit zu einer Gruppe betonen können, während Theaterstücke als gemeinsames Erlebnis fungieren, das Menschen zusammenbringt und soziale Bindungen fördert. Sowohl Rituale als auch Theaterstücke nutzen Darstellungen, um Ideen, Werte und Glaubenssysteme zu kommunizieren. Sie zielen darauf ab, Emotionen hervorzurufen und die Zuschauer oder Teilnehmer in eine bestimmte Stimmung zu versetzen. Dies kann durch Musik, Bewegung und Sprache erreicht werden.
In der April-Folge diskutieren Antje und Barbara, welche Elemente typisch für freimaurerische Rituale sind und was Wissenschaftlerin Kristiane Hasselmann meint, wenn sie die Rituale der Freimaurer als Cultural Performance bezeichnet. | |||
| Aufklärung 2.0 oder "Glauben Sie das wirklich?" | 14 Mar 2025 | 00:19:29 | |
Die unglaublichsten Geschichten finden heute – nicht zuletzt in den sozialen Medien – eine gefühlt immer größer werdende Anhängerschaft. Aber stimmt das wirklich oder ist die Neigung Verschwörungsfantasien nachzuhängen gar eine stabile menschliche Eigenart?
Antje und Barbara haben sich dazu die neuste Ausgabe des Religionsmonitors der Bertelsmann Stiftung angesehen, sie fragt: "Wie verbreitet ist der Verschwörungsglaube in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern in Europa und den USA?
Unter Verschwörungsglaube werden dort Einstellungen verstanden, denen zufolge angeblich geheime Organisationen den Politikbetrieb maßgeblich beeinflussten, vermeintlich unverbundene Ereignisse das Ergebnis geheimer Aktivitäten seien und der Staat die Bevölkerung überwache.
Menschen, die diese Fragen zumindest teilweise bejahen, erleben ständig eine gewissen Unsicherheit. Sie sind auf der hut, sie leben mit einer Vertrauenskrise gegenüber Institutionen, die sich oft auch Fremden gegenüber äußert. Wie lässt sich Verschwörungsglaube entgegenwirken, politisches Misstrauen und Enttäuschungen auffangen und faktenorientiertes Denken und Handeln stärken? Über diese Fragen tauschen wir uns in der März-Folge "Aus der Bauhütte" aus und überlegen, ob auch freimaurerischen Logen dazu einen Beitrag leisten können. | |||
| Freimaurerei - wandeln zwischen Polaritäten | 13 Jun 2025 | 00:22:16 | |
Hell – Dunkel, Geist – Materie, Himmel und Erde, das sind Gegensatzpaare, die uns nicht nur in der Freimaurerei häufig begegnen. Unser Leben ist geprägt von Gegensätzen, die Polaritäten oder Dualitäten darstellen. Schon sehr früh, wahrscheinlich bereits im alten Ägypten, begannen Theoretiker mit einem antagonistischen Blick Lebenswelt und Beziehungen zu kategorisieren, häufig verknüpft mit einer Bewertung. Das ist in nicht-europäischen Kulturen durchaus andern, so ist zum Beispiel in der chinesischen Philosophie das Ying und Yang, das Eine ohne das Andere, nicht zu denken und in ihm immer auch enthalten.
Nun leben wir in einer Zeit, in der unserer Lebenswirklichkeit sehr schnell Entscheidungen von uns erwartet und es einen Druck zur Vereinfachung hin zu einer binären Reduktion gibt. Oft erscheint uns die Welt als eine ständige antagonistischen Auseinandersetzung. Wie kann uns nun aber trotz dieser teilweise auch codierten Konfliktanschärfung ein gedeihliches Miteinander weiterhin gelingen? Wie können wir als Freimaurerinnen zwischen diesen Polaritäten wandeln und zu einer Synthese menschlicher Bedürfnisse beitragen? In dieser Folge Aus der Bauhütte diskutieren Barbara und Antje wie freimaurerische Symbole eine Brücke zwischen Polaritäten sein können und wie im maurerischen Miteinander ein offener, wertungsfreierer Blick auf mehr als zwei Möglichkeiten eingeübt werden kann.
Natürlich gibt es am Ende dieser Folge auch wieder den Stein des Anstoßes, diesmal mit der Frage: Warum sind sie Mitglied in einer Frauenloge und nicht in einer gemischten Loge? | |||
| Zuhören - wie Logentreffen diese Schlüsselkompetenz fördern können | 09 May 2025 | 00:26:52 | |
Zuhören können gilt oftmals als Grundlage für Wissenserwerb und ist sicherlich die Grundlage jeder gelingenden Kommunikation. Und doch wird diese Schlüsselkompetenz aufgrund der zahlreichen Ablenkungen und immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspannen nur noch selten trainiert. Ja, Sie lesen richtig: Zuhören muss trainiert werden. Das meint jedenfalls Bernhard Pörksen in seinem Buch Zuhören - die Kunst sich der Welt zu öffnen.
In dieser Folge Aus der Bauhütte lässt sich Antje auf ein kleines Hörexperiment ein und erfährt ganz direkt, dass es kein neutrales, objektives Zuhören gibt und auch, dass Zuhören zu den wenigen tatsächlich freiwilligen Handlungen des Menschen gehört. Zuhören kann nicht erzwungen werden! Barbara und Antje besprechen, wie sich das Zuhören bereits in ihrer Lebensspanne verändert hat und welche Auswirkungen die Fragmentierung der Aufmerksamkeit, z. B. durch mediale Ablenkung, auf das Zuhören und unser Wahrnehmung hat. Auch diskutieren sie, in wieweit die Logentreffen ein Trainingsraum fürs Zuhören sein können und welche Werkzeuge das freimaurerische Ritual dazu eventuell bereithält. | |||
| Das Gute braucht mehr Aufmerksamkeit | 11 Jul 2025 | 00:17:39 | |
"Nutze die Kraft der positiven Gedanken", "entwickle ein positives Mindset" und ähnliche Sprüche schallen uns vielfach in sozialen Medien, in firmeninternen Resilienztrainings und Gesundheitsportalen entgegen. Doch was ist dran an derartigen Heilsversprechen und lohnt sich eine Perspektivverschiebung oder machen wir uns hier nur eine heile Welt, während die Realität ganz anders aussieht?
In der aktuellen Folge Aus der Bauhütte schauen sich Antje und Barbara dazu wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Medizin an und diskutieren, in wieweit sich diese Erkenntnisse auf unser alltägliches Leben übertragen lassen. Medial werden wir in der Regel vor allem mit negativen Nachrichten gefüttert, selten wird über positive Entwicklungen ausführlich berichtet. Dadurch liegt der Fokus unserer Aufmerksamkeit eher bei negativen Entwicklungen und das Gute hat es schwer, von uns wahrgenommen zu werden.
In der Freimaurerei möchten wir mit dem Streben nach dem Guten, Wahren und Schönen zu dieser antrainierten Haltung einen klaren Kontrapunkt setzen und in der Gemeinschaft Erfahrungsräume schaffen, die einen Perspektivwechsel zu den medial transportierten und allzu oft destruktiven Narrativen unserer Zeit ermöglichen. Das heißt nicht, dass die Augen vor katastrophalen Entwicklungen verschlossen werden, sondern, dass sehr bewusst die eigenen Möglichkeiten analysiert und danach gehandelt wird. Mit dem Fokus auf den eigenen Möglichkeiten und den Möglichkeiten als Gruppe, können neue Projekte angestoßen und der circle of influence möglicherweise erweitert werden. Indem wir uns mit zahlreichen Facetten von Realität auseinandersetzen, schulen wir unseren Blick auf Vielfältigkeit, stellen uns den gesellschaftlichen Herausforderungen und sind bestrebt, aktiv an Lösungen für diese Herausforderungen mitzuarbeiten. | |||
| Veränderung, das freimaurerische Paradoxon | 08 Aug 2025 | 00:22:13 | |
Wechsel, Umwandlung, Neugestaltung - Berichtigung, Innovation und Übergang sind nur einige Worte, mit denen der Begriff Veränderung umschrieben werden kann. Veränderung erscheint erst einmal neutral, die Synonyme zeigen aber, dass im Aussprechen oder Hören bereits ein hohes Potential für mögliche Bewertungen liegt.
So facettenreich der Begriff auch sein mag, er begegnet uns immer wieder in der Freimaurerei. Sei es ursprünglich in der maurerischen Tradition, wo der Steinmetz mit seinen Werkzeugen den Stein so bearbeitet, verändert, dass er einen Platz im Kathedralenbau finden kann oder heute, im übertragenen Sinne, dass wir mit unseren Werkzeugen des Verstandes ein Thema so bearbeiten, dass darauf Zukunft gebaut werden kann.
Was heißt das konkret? Freimaurerin sein bedeutet, Neuem gegenüber aufgeschlossen zu sein, nicht auf Altem unreflektiert zu beharren und Innovation, Veränderung nicht nur zuzulassen, sondern zu begrüßen. In dem freimaurerischen Erkenne dich selbst ist der nächste Schritt hin zum Gewünschten ja bereits angelegt, denn das Erkennen des Ist-Zustands ist kein Selbstzweck, sondern der Startpunkt der gewünschten Veränderung zu dem, was wir selbst als richtig und wichtig erkannt haben. Dieser Wunsch nach Veränderung wird in dem Ausspruch Werde die, die du bist deutlich auf den Punkt gebracht.
Freimaurerisch Denken endet aber nicht bei der eigenen Veränderung, sondern nimmt auch die Veränderung der Gesellschaft hin zu einem friedlichen, demokratischen, gleichberechtigten Miteinander in den Blick und entwickelt Strategien, wie Geschwisterlichkeit als Leitmotiv unseres Handelns umgesetzt werden kann. Die Entwicklung einer schöpferischen Haltung, mit der die Gestaltung des eigenen Umfeldes möglich wird, ist in der Loge Auftrag und Herausforderung zugleich. | |||
| Schreibend denken – die freimaurerische Zeichnung | 11 Sep 2025 | 00:24:34 | |
In der vierzigsten Folge "Aus der Bauhütte" stellen Antje und Barbara ein Kernstück jeder freimaurerischen Arbeit vor, die Zeichnung.
In Anlehnung an die Tradition der Dombauhandwerker bei ihren Treffen Konstruktionszeichnungen auszutauschen und zu besprechen, gehört zu einer freimaurerischen Arbeit ein kurzer Vortrag, in dem eine Schwester einen Auszug ihrer Gedankenwelt vorstellt, der zum Weiterdenken anregt und sich mit Fragen des Lebens und der Freimaurerei beschäftigt.
Schreiben trägt zur Ordnung und Analyse von Wissen bei, ist auch heute noch Mittel zur Erkenntnis, ganz in der Nachfolge der von Aristoteles begründeten wissenschaftlichen Methodik.
Spätestens seit der Zeit der Aufklärung ist Schreiben auch ein Mittel zur Selbstreflexion und Selbstbildung. Für Frauen war und ist Schreiben darüber hinaus auch immer ein emanzipatorischer Akt und das Schreiben einer freimaurerischen Zeichnung somit eine Möglichkeit, die eigene Stimme zu finden und zu trainieren.
In der Kognitionswissenschaft ist Schreiben ein zentrales Denkmuster, da beim Schreiben Gedächtnislandkarten aktiviert, gespeichertes Wissen verknüpft und neue Gedankenwege gebahnt werden. So ist Schreiben ein schöpferischer Akt, der zur persönlichen Weiterentwicklung und Bildung beiträgt.
Diese Zeichnungen, in den Logen vorgetragen und durch ergänzende Beiträge der Schwestern bereichert, sind ein Impuls zum Weiterdenken und so entsteht reflexiv ein Wissenszuwachs in der gesamten Gruppe. Die Verschriftlichung und damit die Möglichkeit später auf die Skripte zurückzugreifen, bewahrt die Gedanken der Schwestern und trägt zur Erweiterung des kollektiven Wissen über Freimaurerei bei. | |||
| Freimaurerei im Spiegel der Medien | 09 Oct 2025 | 00:35:22 | |
Wie ist das eigentlich? Kommt Freimaurerei in der Öffentlichkeit überhaupt vor und wenn, wie wird sie in den Medien dargestellt? Nach nun drei Jahren Freimaurerinnen-Podcast wollen Antje und Barbara wissen, ob sich die Sichtbarkeit von Freimaurerei verändert hat und wie und über welche Anlässe heute berichtet wird. Dazu nehmen sie verschiedene Medien, darunter Zeitungen, Fernseh- und Rundfunksender, aber auch Social Media- und YouTube-Beiträge unter die Lupe und analysieren, wie Freimaurerei dargestellt und beurteilt wird.
Bereits bei einer Google-Suche zeigen sich je nach Quelle deutliche Unterschiede wie Freimaurerei dargestellt wird. Viele Treffer sind Beiträge einzelner Logen und Großlogen, die informativ sind und meist auf Veranstaltungen hinweisen. Bei YouTube finden sie aber beispielsweise einen bunten Strauß unterschiedlichster Formate und Darstellungsarten, je nachdem welche Zwecke verfolgt werden und wer der Verfasser dieser Beiträge ist. Offensichtlich beschäftigen sich hier sehr unterschiedliche Menschen mit dem Thema Freimaurerei, welche, die erkennbar Freimaurer*innen sind oder offen damit umgehen, dass sie keiner Loge angehören, aber auch Personen, die keine Klarnamen verwenden und deren Aktivitäten möglicherweise ausschließlich monetär begründet sind.
Hier den Überblick zu behalten ist nicht leicht. Welchen Eindruck bekommen also Menschen, die sich über Freimaurerei informieren möchten, digital vermittelt? Eine Einschätzung dazu geben Antje und Barbara in ihren Oktober-Folge AUS DER BAUHÜTTE. | |||
| Die Deadline des Lebens: Wie Endlichkeit uns antreibt | 06 Nov 2025 | 00:21:19 | |
Über den Tod reden wir nicht gern. Was ist es, das uns so sprachlos macht? Verdrängen wir? Müssen wir den Tod beiseiteschieben, um uns aufs Leben zu konzentrieren? Oder macht gerade die Auseinandersetzung mit dem Tod unser Hier und Jetzt lebenswerter?
Von der Antike bis zur Moderne ist wohl kaum ein Thema in Philosophie und Theologie mehr bearbeitet worden, als die eigene Endlichkeit und die Frage, was von uns bleibt. Von Aristoteles bis Sartre, von Arendt bis Schopenhauer, sie alle haben dazu spannende, bisweilen überraschende Anschauungen geäußert und alle wollen einen Weg aufzeigen, um mit Anfang und Ende in unserem Leben umgehen zu lernen.
In der November-Folge des Freimaurerinnen-Podcasts setzen sich Antje und Barbara mit der Frage auseinander, warum es sinnvoll ist, sich mit der eigenen Sterblichkeit zu beschäftigen und in welcher Weise die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit ein fundamentaler Aspekt freimaurerischer Ritualpraxis ist.
Dabei untersuchen sie auch die Longevity-Trends, die zwischen dem vernünftiger Wunsch, möglichst lang gesund zu leben und dem Wunsch nach ewiger Jugend und Unsterblichkeit pendeln.
Die Endlichkeit, die der Tod unserem Leben vorgibt, ist eine wichtige Richtschnur für unsere Entscheidungen. Wenn ich weiß, dass das Leben endlich ist, bekommt es eine andere Gewichtung. Je früher ich darauf achte, desto zufriedener kann ich am Ende sein. Und letztlich führt die Auseinandersetzung mit dem Tod zu der Frage: Wie will ich eigentlich leben? | |||
| Sprache baut die Welt - Wie wir Wirklichkeit erschaffen | 11 Dec 2025 | 00:26:43 | |
In der Dezemberfolge tauchen Antje und Barbara einmal tief in die vielleicht fundamentalste aller Fragen ein: Wie sehr bestimmt unsere Sprache, was wir überhaupt denken und wahrnehmen können?
Ausgehend von verschiedenen philosophischen Theorien untersuchen sie im Dialog, in wieweit Sprache die ordnende Macht der Gedanken sein kann, in wieweit sie ein Instrument der Gedankenformung ist und welchen Einfluss Framing und Priming bereits auf die Wahrnehmung von Wirklichkeit hat.
Gerade in sozialen Interaktionen zeigt sich die Macht der Worte deutlich: Je nach Tonfall, Wortwahl und Rhetorik können wir Beziehungen aufbauen, Konflikte lösen oder sogar Manipulation ausüben. Auch in Bereichen wie Werbung und Politik wird Sprache gezielt eingesetzt, um unser Verhalten zu beeinflussen.
Sprache ist also nicht nur ein Spiegel unseres Denkens und Fühlens, sondern hat auch eine unmittelbare Auswirkung auf unser Handeln. Durch Sprache können wir andere Menschen motivieren, überzeugen und zu bestimmten Verhaltensweisen anregen.
Mit der Sapir-Whorf-Hypothese schlagen die Podcasthosts schließlich eine Brücke zur Neurobiologie, wo sie zeigen, dass Sprachen unser Gehirn physisch verdrahten und unterschiedliche neuronale Pfade aktivieren. Das bedeutet: Wenn wir uns sprachlich verändern, verändern wir unsere Neurologie und damit unser Bewusstsein auf zellulärer Ebene.
So kommen wir von der Philosophie zur Neurologie – und zur These: die Kontrolle über die Sprache ist die Kontrolle über das Selbst. Die Wahl unserer Worte ist letztlich die Wahl unserer Realität. Deshalb wähle deine Worte bewusst und weise! Und mit diesem Gedanken befinden wir uns mitten in der Freimaurerei, wie Antje und Barbara erläutern.
Wir wünschen allen Hörerinnen und Hörern ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Abschluss des Jahres 2025. Wir hoffen, dass ihr auch 2026 wieder vorbeischaut und gemeinsam mit uns über Freimaurerei nachdenkt. | |||
| Die Macht des Geheimnis – Magie, Esoterik und die Freimaurerei | 08 Jan 2026 | 00:23:09 | |
Häufig tauchen freimaurerische Symbole im Kontext geheimnisvoller Bilder und Schriften auf. Die Logen und die freimaurerischen Arbeiten umgibt ein Nimbus des Geheimnisvollen – vielleicht, weil öffentlich wenig darüber gesprochen wird, aber sicher auch, weil Freimaurerlogen diskrete Gemeinschaften sind.
Es gibt keine direkte Traditionslinie von alten Mysterienkulten, über Zauberbücher hin zu der modernen Freimaurerei, doch haben sich Freimaurer-Gruppen wie auch andere Sinngemeinschaften aus dem Werkzeugkasten dieser alten magischen Traditionen bedient, um ihre eigene Philosophie bildhaft auszudrücken.
Wie in der Esoterik findet in der Freimaurerei ein Symboltransfer statt. Lässt sich die Suche nach Erkenntnis auf einen gemeinsamen Ursprung zurückführen?
Sind Magie und Esoterik also vielleicht doch Bestandteile maurerischer Arbeiten und verfügen FreimaurerInnen über geheimes Wissen?
Diese Fragen stellen sich Antje und Barbara zu Beginn des Jahres 2026. Sie untersuchen, was man eigentlich unter Esoterik versteht, wo die Ursprünge einiger freimaurerischer Traditionen liegen und ob das Spiel mit dem Geheimnisvollen nicht vielleicht von jeher vor allem eines ist: ein sehr gelungener Marketing-Trick. | |||
| Mehr Liebe wagen | 13 Feb 2026 | 00:20:43 | |
Wir beobachten im öffentlichen Diskurs eine zunehmend stärker werdende Polarisierung hin zu einfachem Schwarz-Weiß-Denken. Sachverhalte und Äußerungen können nicht mehr sowohl- als auch sein. An die Stelle des besseren Arguments tritt eine Zugehörigkeitspolitik, die häufig zumindest von einer Diskreditierung des Gegenübers gekennzeichnet ist. Dem möchten wir als Freimaurerinnen ein radikales Konzept entgegensetzen und dazu aufrufen, mehr Liebe zu wagen.
Wenn wir im Februar, einen Tag vor dem Valentinstag, von Liebe reden, denken viele vielleicht zunächst an die romantische Liebe. Diese ist aber kulturhistorisch ein relativ neues Konzept. Vorher war Liebe Gottesliebe, Nächstenliebe, Feindesliebe, die Liebe für ein Land, für eine Gemeinschaft, zu einer Kultur, freundschaftliche Liebe. "Liebe ist eine Form der Fürsorge für jemanden und etwas. Es ist ein aktiver Prozess, eine Aktivität, etwas, das man tut als eine Praxis", so beschrieb Erich Fromm den Begriff der Liebe. Antje und Barbara untersuchen in der aktuellen Folge Aus der Bauhütte wie sich der Liebesbegriff philosophisch entwickelt hat und diskutieren das Problem des Mitseins mit Anderen in der Welt.
Daraus lässt sich ableiten, dass eine liebevolle Praxis erlernbar ist und sich ein politischer Auftrag zu radikaler Freundlichkeit ergibt. | |||
| Weibliche Freimaurerei? | 13 Mar 2026 | 00:30:59 | |
Was bedeutet es, als Frau in der Freimaurerei aktiv zu sein? Diese Frage, die zunächst sicherlich ehrliches Interesse an unserer freimaurerischen Arbeit bekundet, enthält noch eine weitere Botschaft. Denn sie grenzt "weibliche" Freimaurerei von "männlicher" Freimaurerei ab.
Der Blick der Brüder (das „Außen“) bringt uns dazu, uns mit unserer eigenen „Innensicht“ auseinanderzusetzen. In der Märzfolge Aus der Bauhütte, stellen Antje und Barbara sich diesmal die Frage, ob das Geschlecht überhaupt eine Rolle innerhalb der Freimaurerei spielt.
Sie untersuchen frei von sozialen Zuschreibungen und Klischees, was Männer- und Frauenlogen verbindet und auch was sie trennt.
Das Konzept der Alterität (von lateinisch alter - der Andere) prägt die Philosophie seit der Mitte des 20. Jahrhunderts, als Denker wie Emmanuel Levinas es ins Zentrum der Ethik rückten. Es ist überall dort relevant, wo es um die Anerkennung des Gegenübers als eigenständiges Wesen geht, das nicht auf die eigenen Vorstellungen reduziert werden darf (z. B. in der interkulturellen Kommunikation oder Geschlechterforschung). Man kennt es heute aus Debatten über Diversität und Toleranz, in denen es darum geht, dem „Fremden“ mit Respekt zu begegnen, ohne dessen Andersartigkeit sofort bewerten oder „passend machen“ zu wollen.
Das „Andere“ der Frauenlogen ist folglich nicht ein Defizit oder eine Abweichung vom „männlichen Standard“, sondern eine eigenständige Perspektive auf dieselbe Wahrheit.
Das Konzept der „Alterität", das die radikale Verschiedenheit des Anderen anerkennt, führt in der Auseinandersetzung erst dazu, dass wir Klarheit über die eigene Identität gewinnen.
Ohne das Gegenüber, hier in Form der Brüder, wäre unsere Arbeit einfach „Freimaurerei“. Erst durch die Existenz dieses „Anderen“ wird unsere Arbeit zur „weiblichen“ Freimaurerei.
Der Podcast lädt ein, Fragen zu stellen und einen respektvollen Dialog über die Freimaurerei und ihre Werte zu führen. | |||
| Connected, but alone? | 10 Apr 2026 | 00:18:39 | |
Trotz 5.000 Followern an Feiertagen oder sonntagabends isoliert? Obwohl wir überall und jederzeit via Social Media dabei sein können, ist der „Disconnect“ zur Welt deutlich spürbar.
Und Menschen in Einzelhaushalten suchen außerdem seltener Gemeinschaftszentren auf – eine Spirale der Isolation.
Das Bedürfnis nach Verbundenheit, vielleicht sogar nach Spiritualität, hat die Wellness-Industrie längst entdeckt und die vielen Self-Care-Projekte, die sicherlich ihre Berechtigung haben und wertvolle Wege zur inneren Ruhe sein können, befriedigen dann doch nicht ganz die Sinnsuche. Oftmals ist man dabei nämlich wieder alleine auf der (Yoga-)Matte.
Dies zeigt auch die Einsamkeits-Studie 2025/2026 der Bertelsmann-Stiftung: Aktuelle Daten belegen, dass soziale Zugehörigkeit der entscheidende Faktor gegen psychisches Leid ist.
Antje und Barbara beobachten, dass hier die Loge ein niederschwelliges, aber tiefgründiges Angebot machen und ganz unterschiedliche Menschen auch generationenübergreifend zusammenbringen kann. In der April-Folge "Aus der Bauhütte" diskutieren sie, wie die Freimaurerei eine Resonanz-Erfahrung fördert, die nicht bei mir selbst aufhört, sondern im Gegenüber stattfindet. | |||
| Bauhütte oder Behörde? Systemvertrauen stärken | 08 May 2026 | 00:23:30 | |
Manche Menschen blicken neidisch (oder besorgt) auf die „Effizienz“ autokratischer Systeme, weil demokratische Prozesse oft langwierig und bürokratisch erscheinen.
Das Erleben von bürokratischem Frust mit der Verwaltung führt nicht selten zu einem Erleben von Demokratie als ineffizientem System, denn die Verwaltung ist mitverantwortlich dafür, dass die Menschen sich mit der Demokratie identifizieren. In dieser Folge aus der Bauhütte fragen sich Antje und Barbara, ob das Gefühl, im „Apparat“ nicht mehr gehört zu werden, zum Rückzug ins Private führt - und, ob es dieses Phänomen auch in der Freimaurerei gibt. Wenn Treffen überwiegend aus Organisation, aus Protokollen, Kassenberichten und Satzungsfragen bestehen, stirbt dann der freimaurerische Geist?
Wenn die Logenverwaltung oder die Großloge wichtiger werden als das gemeinsame Erleben, die inhaltliche Auseinandersetzung und die Arbeit an rauem Stein, dann müssen wir uns fragen: Dient die Struktur noch dem Inhalt oder verwaltet sie sich nur noch selbst?
Wenn Mitglieder sich fragen: „Warum bin ich eigentlich hier?“, sollte die Antwort lauten: „Um ein besserer Mensch zu werden und Gemeinschaft zu erleben - und nicht um den Vorstand zu entlasten.
Wer im Beruf schon in Hierarchien und Bürokratie steckt, sucht in der Loge Freiheit und Tiefe.
Wie müssen Organisationsformen in Logen also sein, damit sie Kreativität und Einsatzbereitschaft ihrer Mitglieder fördern und Lust wecken auf ein Mittun in jeder Form?
Auch bei diesen Fragen möchten wir Loge als ein Labor erleben, das uns hilft, einen positiven Blick auf Mitgestaltung und demokratische Prozesse beizubehalten. | |||
| Feiern – universelle menschliche Erfahrung | 12 Jun 2026 | 00:21:38 | |
Ob kulturelle Feste, religiöse Feiern oder persönliche Anlässe – das Feiern ist ein universelles Phänomen, das in allen Kulturen vorkommt. Feste drücken oft gemeinsame Werte und Identitäten aus und bieten Menschen die Möglichkeit, ihre Emotionen und Überzeugungen in einer unterstützenden Umgebung auszudrücken.
Die gesellschaftliche Funktion von Festen geht weit über die reine Unterhaltung hinaus. Sie tragen zur Bildung eines kollektiven Gedächtnisses bei, das die Gemeinschaft stärkt und ein Gefühl des Zusammenhalts fördert. In Krisenzeiten oder während der Herausforderungen des Lebens können Feste Menschen zusammenbringen und Hoffnung und Freude spenden.
Auch in der Freimaurerei gibt es tradierte Feste, die rituell strukturiert sind oder auch einfach ein ungezwungenes Zusammenkommen ermöglichen. Im Juni feiern die Freimauer*innen angelehnt an die Sommersonnenwende ihr traditionelles Johannisfest und beschließen damit das vorangegangene Maurerjahr. | |||
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