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Explore every episode of the podcast Was jetzt? – Spezial
Dive into the complete episode list for Was jetzt? – Spezial. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.
| Title | Pub. Date | Duration | |
|---|---|---|---|
| "Hauptsache, ich wähl die AfD und nicht das andere Gelumpe!" | 31 Aug 2024 | 00:37:27 | |
Plauen liegt da, wo Deutschland einen Knick nach rechts macht.
Geografisch gesehen, aber auch politisch. Im Südwesten Sachsens, in der
fünftgrößten Stadt des Bundeslandes, leben rund 64.000 Menschen. Bei der
Europawahl im Juni haben 32 Prozent die AfD gewählt. Keine andere Partei
hat mehr Stimmen erhalten. Auch bei der Landtagswahl am 1. September
könnte die AfD gewinnen.
Viele Menschen haben dieses Jahr zum ersten Mal die AfD gewählt. Isabel
zum Beispiel. Das Vertrauen in die Politik hat sie schon lange
verloren. Sie will einfach ihre Ruhe. Frieden, keinen Krieg. Vor einem
Jahr hat sie noch ausgeschlossen, die AfD zu wählen. "Also mit denen
geht es uns nicht besser. Definitiv nicht", hat sie damals gesagt. Aber
seitdem hat sich etwas verändert. Bei der Europawahl und den
Kommunalwahlen hat Isabel die AfD gewählt, erzählt sie. Dabei kann sie
sich mit kaum einem Politiker der Partei identifizieren. Warum wählt sie
eine Partei, die in Sachsen als gesichert rechtsextrem gilt?
Kassem Taher Saleh schätzt Plauen und dessen Einwohner sehr. Sie hätten
ihn zu dem gemacht, der er heute sei. Ein Grünenpolitiker mit einer
Persönlichkeit, die stark sei, "resistent und mit einem gewissen Fell
überzogen". Taher Saleh wurde im Irak geboren, aufgewachsen ist er in
der sächsischen Stadt. Heute sitzt er für die Grünen im Bundestag. Die
Partei gilt für viele Menschen in Sachsen als Feindbild. Wenn Taher
Saleh mit Leuten aus Plauen über Politik ins Gespräch kommt, spürt auch
er den Unmut über die Unterstützung der Ukraine. Da, sagt er, habe auch
seine Partei einen Fehler gemacht, nicht genügend kommuniziert. Auch
sein Fußballtrainer, der ihn sehr geprägt hat, wählt inzwischen AfD.
"Der ist ein super Typ, der extrem große und viele soziale Kompetenz
hat." Wie will er Menschen wie ihn überzeugen, nicht die AfD zu wählen?
Wer sind die Menschen, die einer gesichert rechtsextremistischen Partei
ihre Stimme geben wollen? Und was befürchten diejenigen, die zu der
Mehrheit gehören, die nicht die AfD wählt? Um das herauszufinden, sind
Pia Rauschenberger und Ann-Kristin Tlusty nach Plauen gefahren.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Paulina Kraft
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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| Podcast-Empfehlung 5: Bücher von Wolfgang Schäuble bis Susan Sonntag (Was liest du gerade?) | 24 Aug 2024 | 00:55:31 | |
Wir machen Sommerpause mit den Was jetzt?-Spezialfolgen. Aber wir
möchten die Zeit nutzen, um Ihnen andere schöne Dinge zum Hören zu
empfehlen: Deshalb veröffentlichen wir hier unsere Lieblingsfolgen aus
anderen ZEIT-Podcasts.
Dieses Mal empfiehlt Was jetzt?-Host Mounia Meiborg den Bücherpodcast
"Was liest du gerade?" mit einer Folge über Sachbücher: Darin reden Maja
Beckers und Alexander Cammann über die Autobiografie von Wolfgang
Schäuble und das spezielle Genre der Politikermemoiren. Und sie
besprechen eine Essay-Sammlung von Susan Sonntag aus den 70er Jahren und
diskutieren darüber, was man aus 50 Jahre altem Feminismus für die
Gegenwart lernen kann.
Ab dem 31.8. erscheinen samstags wieder reguläre Was
jetzt?-Spezialfolgen. Sie erreichen uns jederzeit unter wasjetzt@zeit.de
.
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| WHITE – Geständnis eines Neonazis (Folge 1/9) | 22 Jun 2024 | 00:34:42 | |
Das ist die erste Folge von "WHITE – Geständnis eines Neonazis". Ein
Doku-Podcast der ZEIT, in dem wir die Geschichte von Mike Kent erzählen.
Einem Ex-Neonazi aus Arizona, der unserem Reporter mitten im Interview
einen Mord gestanden hat. "Was ich dir gerade erzählt habe, weiß
niemand", sagte er. So ging alles los: Zwei Reporter, drei Jahre, neun
Folgen. Die ganze Geschichte gibt es unter www.zeit.de/white
Die nächste Folge von WHITE, Folge 2: "Was ich dir gerade erzählt habe,
weiß niemand", gibt es hier. Und hier finden Sie alle neun Folgen des
Podcasts.
Schreiben Sie der Redaktion an podcast@zeit.de.
Moderation und Skript: Bastian Berbner und Amrai Coen
Produktion: Pia Rauschenberger, Ole Pflüger
Redaktion: Pia Rauschenberger, Ole Pflüger und Constanze Kainz
Sounddesign: Alexander Krause, Bony Stoev
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| Katar – Schlaraffenland mit Schattenseiten (17.9.2022) | 17 Sep 2022 | 00:44:43 | |
Katar ist unglaublich reich. Die Hauptstadt Doha glänzt und funkelt. In
wenigen Monaten wird Katar Gastgeber für eines der größten
Sportereignisse sein: die Fußball-Weltmeisterschaft.
Aber was ist das für ein Land, in dem vor wenigen Jahrzehnten noch der
Perlenhandel eine wichtige Einnahmequelle war? Ein Land, das nun
unglaublichen Reichtum angesammelt hat durch Öl und Gas? Ein Land, das
den Namen Qatar bei Sportveranstaltungen auf der ganzen Welt auf Banden
und Trikots schreiben lässt? Darum geht es in unserem neuen Podcast
"Geld Macht Katar", der zusammen mit der ARD entstanden ist.
In dieser Langfolge von "Was jetzt?" hören Sie die erste Folge von "Geld
Macht Katar". Vorab erzählt Yassin Musharbash aus dem
Investigativressort der ZEIT, der an der Recherche beteiligt war, wie es
zu dem Projekt kam, was Katars globale Strategie ist – und warum wir uns
für dieses kleine Land interessieren sollten.
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Redaktion: Moses Fendel
"Geld Macht Katar"-Moderation und Skript: Lena Petersen "Geld Macht
Katar"-Team: Pune Djalilevand, Yassin Musharbash und Benedikt Nabben
Fragen, Kritik, Anmerkungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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| Undercover in der Welt der Klimalabels (10.9.2022) | 10 Sep 2022 | 00:30:18 | |
Wer mit offenen Augen durch Supermärkte und Einkaufsstraßen geht, kommt
an Klimalabels seit einigen Jahren nur noch schwer vorbei: Sie schmücken
Hautcremes, Sneaker oder Dosenthunfisch. Start-ups wie Großkonzerne
werben mit Siegeln, die suggerieren, dass ihre Produkte "klimaneutral"
hergestellt seien. Hinter diesen Labels steht eine boomende Branche aus
Beratungsfirmen, die den Unternehmen gegen Gebühr einen grünen Anstrich
verspricht, aber selbst weitgehend intransparent arbeitet.
Astrid Geisler, Redakteurin im Investigativteam von ZEIT ONLINE, und
Hannah Knuth aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT wollten mehr über diese
Firmen und ihre Arbeit herausfinden und haben sich in den vergangenen
Monaten mit einem erfundenen Blumengeschäft bei mehreren Anbietern um
Klimaneutral-Labels beworben.
Im Samstagsspezial des Nachrichtenpodcasts Was jetzt? mit Jannis
Carmesin berichten die beiden von ihrer Recherche zum Geschäft mit der
Klimakrise und unserem ökologischen Gewissen, an deren Ende klar ist:
Damit die Labels dem Klima zugutekommen, statt ihm zu schaden, braucht
es strenge Kontrollen und verbindliche Standards.
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Mounia Meiborg
Recherche: Astrid Geisler, Hannah Knuth
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Transparenzhinweis: Die ZEIT-Verlagsgruppe lässt seit 2019 ihren
Corporate Carbon Footprint auf der Basis des Greenhouse Gas Protocol von
der Firma KlimAktiv berechnen. Der TÜV Rheinland hat im Sommer die
Angaben für das Jahr 2021 zusätzlich überprüft und zertifiziert. Ziel
der ZEIT-Verlagsgruppe ist es, bis 2025 klimaneutral zu werden, indem
Treibhausgase vermieden, reduziert oder kompensiert werden.
Links zur Folge:
- Klimalabel: Ein Strauß leerer Versprechen
- Klimaneutralität: Ist das wirklich klimaneutral?
- Greenwashing: Nur grün geschminkt?
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| Atomkraft – Stresstest für die Bundesregierung (3.9.2022) | 03 Sep 2022 | 00:37:41 | |
Vor rund zehn Jahren wurde der Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen.
Bis Ende 2022 sollten die letzten Kraftwerke abgeschaltet werden. Ein
Zurück zur Atomenergie schien undenkbar – bis jetzt. Seit der Krieg in
der Ukraine begann, steckt Deutschland in einer Energiekrise: Russland
drosselt das Gas, die Preise steigen, das Heizen wird teurer und der
Winter kommt erst noch. Ist Atomkraft die Antwort auf die
Energieengpässe? Die Politik ist sich uneins.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte, dass eine längere Laufzeit "Sinn
machen" könne. Die Union drängt auf einen Weiterbetrieb, die FDP schlägt
vor, die Laufzeit gleich bis 2024 zu verlängern. Und die Grünen, die
Antiatompartei? Sie schließen einen sogenannten Steckbetrieb erst mal
nicht aus. Vorher soll aber ein Stresstest Klarheit bringen. Vier
Übertragungsnetzbetreiber schätzen ein, ob eine Laufzeitverlängerung
dabei helfen würde, die stark gestiegenen Strompreise zu senken.
Welche Szenarien sind möglich? In dieser Spezialfolge von "Was Jetzt?"
spricht Host Pia Rauschenberger mit dem Politikredakteur von ZEIT ONLINE
Robert Pausch, was die Verlängerung der Atomkraftwerke bedeuten würde –
und wie wahrscheinlich sie ist. Wird die Debatte zu einem Stresstest für
die Bundesregierung?
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Alma Dewerny
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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| Das Trauma nach dem Taifun (27.8.2022) | 27 Aug 2022 | 00:34:38 | |
Erdbeben, Vulkanausbrüche und katastrophale Stürme sind auf den
Philippinen keine Seltenheit. Ein Tropensturm hat sich aber besonders
ins kollektive Gedächtnis der Menschen eingebrannt. Der Taifun Haiyan,
auf den Philippinen Yolanda genannt, brachte 2013 Tod und Zerstörung:
Tausende Menschen verloren ihr Leben, Millionen wurden obdachlos. Kurze
Zeit später wurde aber auch klar, dass die Stürme nicht nur
unvorstellbare physische Schäden hinterlassen, sondern auch psychisches
Leid verursacht hatten.
In dieser Sonderfolge des Was-Jetzt?-Podcasts wollen wir über die
psychischen Folgen der Klimakrise sprechen. Denn viele Arten von
Naturkatastrophen werden häufiger auftreten, wenn es auf der Erde heißer
wird. In vielen Teilen der Welt ziehen Naturkatastrophen fast
zwangsläufig Wellen psychischer Leiden nach sich. Und was tun
Helferinnen und Helfer dagegen? Studien deuten zum Teil darauf hin, dass
nach Katastrophen bis zu 40-mal so viele Menschen unter psychischen
Folgen leiden wie unter physischen. Dafür hat Jakob Simmank, Leiter des
Ressorts Gesundheit bei ZEIT ONLINE, auf den Philippinen recherchiert –
ein Land, das wegen seiner geografischen Extremlage besonders von der
Klimakrise betroffen ist.
Die Psychologin Lyra Verzosa hat mit den Opfern von Naturkatastrophen
zusammengearbeitet, mit Waisenkindern und Eltern, die ihre Kinder
verloren haben. Sie erklärt in dieser Sonderfolge, warum nach
Naturkatastrophen viele psychische Erkrankungen erst entdeckt werden –
und wieso sie auf die Zusammenarbeit mit Dorfheilern, Schamanen und der
Kirche setzt.
Moderation und Produktion: Ole Pflüger
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Alma Dewerny
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Weitere Links zur Folge:
Taifun Haiyan: Philippiner kämpfen um ihr Leben
Klimawandel: Supertaifun Haiyan ist erst der Anfang
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| Lichtenhagen: Wenn Rechtsextreme ausrasten, knickt der Staat ein (20.8.2022) | 20 Aug 2022 | 00:32:23 | |
Vier Tage lang, vom 22. bis zum 26. August, randalierten Rechtsextreme
1992 vor der zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber in
Rostock-Lichtenhagen und stecken eine benachbarte in Brand. Angefeuert
und unterstützt wurden sie dabei von Tausenden Anwohnerinnen und
Anwohnern.
"Nie wieder" dürfe so etwas passieren, das war in den Jahren danach der
Tenor in der Politik – und das Leitmotiv der Gedenkkultur. Und doch war
die rechte Gewalt nie weg: Die Morde des sogenannten NSU, Hanau, München
und Halle sind nur einige Beispiele. Und auch Demonstrationen, bei denen
Rechtsextreme und Bürgertum gemeinsam marschierten, hat es wieder
gegeben – von Pegida bis zu den Querdenkern.
Christian Bangel, politischer Autor bei ZEIT ONLINE, analysiert in
dieser Wochenend-Sonderausgabe von "Was jetzt?", wie es dazu kommen
konnte. Außerdem sprechen wir über die Vorgeschichte des Pogroms von
Lichtenhagen: Wie Medien und Politik im Vorfeld die Stimmung angeheizt
hatten, warum Warnungen nicht ernst genommen worden waren – und wie die
Opfer des Pogroms auch hinterher noch missachtet wurden.
Moderation: Elise Landschek
Produktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Ole Pflüger, Alma Dewerny
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| Ukraine-Krieg: “Von meinem alten Leben ist nichts mehr übrig” (13.08.2022) | 13 Aug 2022 | 00:39:05 | |
Seit etwa sechs Monaten führt Russland einen Angriffskrieg gegen die
Ukraine. In dieser Sonderausgabe unseres Nachrichtenpodcasts "Was
Jetzt?" kommen vier Menschen aus der Ukraine zu Wort, die in und mit dem
Krieg leben müssen. Sie erzählen von ihren Erfahrungen an der Front, vom
Kiewer Alltag und ihrer Suche nach einem neuen Leben.
Timur ist Mitte 20 und hat bis zum Kriegsausbruch elektronische Musik
produziert. Er hatte sich freiwillig als Soldat gemeldet, ist aber nach
Monaten im Krieg müde und enttäuscht. Blossom ist für ihr Studium vor
anderthalb Jahren aus Nigeria nach Kiew gezogen. Dieses Studium war
Blossoms Weg zu einem Uniabschluss, doch jetzt scheint der kaum
erreichbar. Sie berichtet von der Ungewissheit, ihr Studium fortsetzen
zu können, warum sie Deutschland verlassen musste und wie sie auf ihrer
Flucht immer wieder rassistische Anfeindungen erlebt hat. Dmytro
erklärt, wie er sich an den Krieg gewöhnt hat und welche Momente
plötzlich eine größere Bedeutung im Leben einnehmen. Er hat in den
ersten Kriegswochen noch versucht, eine Lieferkette für Medikamente
aufzubauen. Mittlerweile arbeitet er wieder als Filmemacher. Und
schließlich Irina, eine pensionierte Buchhalterin. Sie erzählt von den
früher belebten Plätzen in ihrer Heimatstadt, den Cafés und Parks in
Kramatorsk. Aber das war einmal. Die Stadt liegt seit Monaten mitten im
Kriegsgebiet. Ihre Nachbarinnen und Nachbarn sind geflohen, sie ist
geblieben. Was hält Irina in ihrer Stadt?
Timur, Dmytro und Blossom kennen sie bereits aus unserer ersten
Sonderfolge, in der sie uns mit ihren Geschichten einen Einblick in die
ersten dreieinhalb Wochen des Krieges gegeben haben.
Moderation und Produktion: Constanze Kainz
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Elisabeth Bauer, Andrea Backhaus und Malcolm Ohanwe
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| Warum Nachtzüge glücklich machen (06.08.2022) | 06 Aug 2022 | 00:30:24 | |
Weite Strecken über Nacht zurücklegen, schlafend das Klima schonen und
nebenbei vielleicht noch ein kleines Abenteuer erleben. Das versprechen
Nachtzüge – zumindest in der Theorie. Kein Wunder, dass sie in mehreren
europäischen Ländern seit ein paar Jahren eine Renaissance erleben.
Dabei war der Nachtzug in Deutschland vor ein paar Jahren schon so gut
wie tot. Ende 2016 stieg die Deutsche Bahn aus dem Geschäft aus und
begründete das unter anderem mit den schwierigen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen und angeblich fehlender Wirtschaftlichkeit. Einen Teil
des Nachtzugnetzes und auch der Schlaf- und Liegewagen übernahmen damals
die Österreichischen Bundesbahnen und brachten mit dem Nightjet ein
neues Konzept an den Start. Offensichtlich mit Erfolg: Inzwischen wächst
das europäische Netz wieder, fast jedes Jahr kommt eine neue Verbindung
hinzu.
Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten. Denn längst nicht alle,
die gern mit dem Nachtzug reisen würden, können das auch einfach tun.
Auf manchen Verbindungen sind die Plätze im Schlaf- und Liegewagen
nämlich auf Wochen hinaus ausgebucht. Andere Verbindungen, die
jahrzehntelang zuverlässig funktioniert haben, sind eingestellt und es
ist ungewiss, ob und wann sie zurückkehren.
Für diese Sonderfolge von "Was jetzt?" hat sich
ZEIT-ONLINE-Podcastredakteur Moses Fendel im Schlafwagen auf die Reise
von Hamburg nach Zürich gemacht, um das Phänomen besser zu verstehen.
Was sind die Gründe für den derzeitigen Nachtzugboom? Welche Rolle
können sie im Kampf gegen die Klimakrise und für eine Mobilitätswende
spielen? Und was müsste passieren, damit Nachtzüge in Zukunft von so
vielen Menschen genutzt werden, dass sie innereuropäische Flugreisen
überflüssig machen?
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Marc Fehrmann
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| Der Libanon, zwei Jahre nach der Explosion (30.07.2022) | 30 Jul 2022 | 00:30:39 | |
Im August 2020 löst ein kleiner Funke im Libanon eine Katastrophe aus.
Nach Schweißarbeiten brennt es im Hafen der Hauptstadt Beirut. Dann
explodiert eine Lagerhalle und der Druck der Detonation legt nicht nur
den Hafen in Schutt und Asche, sondern zerstört auch die umliegenden
Wohngebiete. Seitdem rutscht das Land immer tiefer in die Krise: Es gibt
nicht mehr genug Essen, die Preise steigen. Die Menschen protestieren,
die Regierung unter Premierminister Hassan Diab tritt sechs Tage nach
der Explosion zurück. Wie geht es dem Libanon zwei Jahre nach der
Explosion?
In der Sonderfolge von "Was jetzt?" spricht Host Elise Landschek mit der
Nahostkorrespondentin der ZEIT, Lea Frehse, über die Stimmung im Land.
Denn nach wie vor befindet sich der Libanon in einer Wirtschaftskrise,
die Preise für Lebensmittel haben sich vervielfacht. Und seit der
Angriffskrieg in der Ukraine begonnen hat, wird auch das Getreide knapp.
Das Land sei im Überlebensmodus, sagt Frehse. "Jeder muss erst mal
schauen, wie man diese Krise übersteht, wie man das Brot noch zahlen
kann." Wie konnte es überhaupt so weit kommen?
Und was tut die Politik? Länger als ein Jahr hatte der Libanon nach der
Explosion keine Regierung. Inzwischen ist der sunnitische Muslim
Nadschib Mikati Ministerpräsident. Mikati ist Milliardär, "er ist reich
geworden durch dieses kaputte libanesische System", sagt Frehse. Die
Regierung funktioniere wie ein Kartell. Gibt es noch Proteste gegen die
Regierung und die Wirtschaftspolitik? Nein, berichtet Frehse, aber die
Veränderung kommt trotzdem – Schritt für Schritt.
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Alma Dewerny
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| "In den ersten Monaten im Bundestag habe ich zehn Kilo abgenommen" (23.07.2022) | 23 Jul 2022 | 00:36:12 | |
Der Bundestag ist in der Sommerpause. Corona, Ukraine-Krise, Inflation:
Hinter den Abgeordneten liegen aufreibende Monate. Besonders viel
Verantwortung lastet auf den Regierungsparteien. Wie muss sich das erst
anfühlen für Bundestagsneulinge? Wir haben bei drei jungen
Politikerinnen der Ampel nachgefragt.
Maja Wallstein (SPD), Kathrin Henneberger (Grüne) und Muhanad Al-Halak
(FDP) sind Mitte 30 und im vergangenen Herbst in den Bundestag
eingezogen. Für sie war seitdem alles neu, sie mussten in Berlin
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden, eine Wohnung, sich in ihren
ersten Reden behaupten und den komplizierten Parlamentsbetrieb
verstehen.
Außerdem berichten sie von ihren ersten politischen Erfolgen. Maja
Wallstein erklärt, wieso sie in den Plenarsitzungen so oft auf ihr Handy
schaut – und wieso das gar nicht so unerhört sei, wie man aus der Ferne
vielleicht meint. Muhanad Al-Halak berichtet, wie er sein Fachwissen als
Abwassermeister nutzen konnte, und Kathrin Henneberger erzählt, wie es
ist, plötzlich nicht mehr Aktivistin zu sein, sondern mittendrin im
politischen Betrieb zu arbeiten.
In unserer Interviewserie über neue Abgeordnete des Bundestags haben wir
die drei übrigens vor einigen Monaten schon einmal interviewt, die Texte
finden Sie hier: https://www.zeit.de/index
Interviews mit den Abgeordneten: Lisa Caspari
Moderation und Produktion: Simone Gaul
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Alma Dewerny
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| "Manchmal rede ich mit der Ahr: Warum warst du so sauer?" (16.07.2022) | 16 Jul 2022 | 00:31:24 | |
Das Ahrtal ein Jahr nach der Flut: Auf dem Marktplatz von Ahrweiler kann
man inmitten von gepflegten Blumenbeeten Eis essen. Aber drumherum
stehen die meisten Häuser noch leer. Überall wird gebaut, gebohrt,
gehämmert. Der Wiederaufbau ist zum neuen Alltag geworden, aber über
allem schwebt die Frage: wegziehen oder bleiben?
Ein Jahr lang haben wir Menschen im Ahrtal begleitet. Nun, zum Jahrestag
der Flut, hat Pia Rauschenberger sie wiedergetroffen. Myrna Mardo, die
syrische Kosmetikerin, die auf einen Berg gezogen ist, damit das
Hochwasser sie nicht wieder einholt. Karolin Mitevski, die trotz allem
zurück in ihr Haus in Altenburg ziehen möchte, und die gerade
provisorisch bei ihren Etern lebt. Und Karolins Großeltern Josef und
Waltraud Paetz, die im hohen Alter neu anfangen mussten – und nun
zwischen ihrem alten Garten und der neuen Wohnung hin- und herpendeln.
Außerdem sprechen in dieser Folge Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler darüber, was sich ändern muss, damit das Ahrtal
bewohnbar bleibt und sicherer wird: der Katastrophenschützer Wolfgang
Büchs, der selbst nicht ins Ahrtal ziehen würde. Und die Klimaforscherin
Friederike Otto, die erklärt, wie wahrscheinlich es ist, dass so etwas
noch einmal passiert.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Mounia Meiborg und Ole Pflüger
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| Sommermärchen 2.0 – Wird es wieder so, wie es nie war? | 12 Jun 2024 | 00:44:05 | |
Die WM 2006 in Deutschland ging als Sommermärchen in die Geschichte ein.
Die Deutschen überraschten die Welt: Sie spielten ganz anderen Fußball
als zuvor. Sie waren herzlich und gastfreundlich. Und: Sie waren
plötzlich ganz offen stolz auf sich und ihr Land. Schwarz-Rot-Gold
prägte die Fanmeilen, Balkone und Häuserfassaden. "Die Welt zu Gast bei
Freunden" lautete das offizielle Motto des Turniers – und die Deutschen
füllten es mit Leben. Der unverkrampfte Patriotismus, oft
"Partypatriotismus" genannt, gilt als großes Erbe der Weltmeisterschaft
2006. "Ich habe mich wirklich sehr gefreut, nicht nur für die Ergebnisse
der Mannschaft, sondern auch für das Land", sagt die französische
Journalistin Cécile Calla in dieser Folge von Was Jetzt. Sie berichtete
zu der Zeit aus Deutschland für französische Medien. Sogar der damalige
UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte: "Die Welt hat keine Angst mehr vor
übertriebenem Patriotismus in Deutschland."
Doch spätestens mit der Niederlage im Halbfinale gegen Italien kippte
mancherorts die Stimmung. So erinnert sich der Politologe Richard
Gebhardt an das Turnier. "Das ist die klassische Kritik am Patriotismus,
die stimmt", sagt er, "dass die Liebe zum Eigenen ganz schnell im Falle
der Erfolglosigkeit auch umschlagen kann in den Hass auf andere." Und
der Sozialwissenschaftler und Ex-Fußballer Özgür Özvatan erinnert sich
trotz aller "entspannten Begegnungen" auf der Berliner Fanmeile auch an
die Schattenseite jener Zeit: "Wir haben ja trotzdem den strukturellen
Rassismus gesehen."
Unmittelbar vor der WM hatten in Kassel nach dem Mord an Halit Yozgat
Migrantinnen wegen der Mordserie an migrantischen Menschen demonstriert.
Heute weiß man: Es war der Nationalsozialistische Untergrund (NSU).
Gehör fanden die Angehörigen der Opfer so kurz vor dem Sommermärchen
kaum. Die Deutschland-Party ging los. Ebenfalls vor der WM hatte es
Warnungen vor sogenannten No-go-Areas für Schwarze Menschen gegeben, die
sich auch in Übergriffen während der WM bestätigten. Nach der WM wurde
der NSU enttarnt. Thilo Sarrazin veröffentlichte seinen Bestseller
Deutschland schafft sich ab. Die AfD gründete sich, zog in den Bundestag
ein und ist heute fester Teil der Parteienlandschaft.
Nun, vor dem nächsten großen Turnier in Deutschland, der
Europameisterschaft 2024, die an diesem Freitag beginnt, stellt sich
also die Frage: Wird es ein zweites Sommermärchen geben? Dafür aber muss
geklärt werden, wie man sich angesichts des Rechtsrucks in Deutschland,
in dem eine in Teilen rechtsextreme Partei Wahlerfolge feiert, heute an
diese Zeit zurückerinnert.
In diesem Spezial von Was jetzt? geht Host Fabian Scheler zurück in den
Sommer 2006 und spürt der Stimmung von damals nach. Er versucht zu
verstehen, wie diese Wochen möglich waren, was von ihnen geblieben ist
und wie die Nationalmannschaft von Kulturkämpfen über Identität und
Zugehörigkeit erfasst wurde.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Jannis Carmesin und Christian Spiller
Sounddesign: Joscha Grunewald
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
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Weitere Links zur Folge:
WM 2006: Jetzt ging's los
Unser Ballgefühl - Müssen wir siegen? Können wir gut gelaunt sein? Was
die WM 2006 über uns Deutsche verrät
Deutschland, ein Sommermärchen (Der Spiegel)
Patriotismus: Die Nation
Studie zur Fußballweltmeisterschaft: Fußballtaumel und
Fremdenfeindlichkeit (Sueddeutsche Zeitung)
„Kein 10. Opfer!“ – Kurzfilm über die Schweigemärsche in Kassel und
Dortmund im Mai/Juni 2006
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| Wie entsteht eine "Was jetzt?"-Folge? (10.07.2022) | 10 Jul 2022 | 00:25:39 | |
Seit fast fünf Jahren gibt es den "Was jetzt?"-Podcast. Mit Beginn der
Corona-Pandemie haben wir im März 2020 angefangen, neben einer Folge am
Morgen auch ein Update am Nachmittag zu veröffentlichen. Und seit Kurzem
veröffentlichen wir auch am Wochenende regelmäßig Folgen. Zeit also, mal
hinter die Kulissen zu schauen. Wie sieht so ein Tag in der Redaktion
aus? Wie kommen die Hosts zu ihren Themen und Gesprächspartnern? Was
kann – von den Interviews über den Schnitt bis hin zum Upload – so alles
schiefgehen? Und was macht eigentlich der Podcaster vom Dienst?
In dieser Langfolge begleiten wir die Podcastproduktion einen Tag lang
in der Redaktion. Und wir beantworten Fragen, die unsere Hörerinnen und
Hörer uns beim Podcastfestival gestellt haben.
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit und Redaktion: Pia Rauschenberger und Fabian Scheler
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| EEG-Umlage: Gefeiert, verachtet, abgeschafft (02.07.2022) | 02 Jul 2022 | 00:38:02 | |
Mit großer Mehrheit beschloss der Bundestag Ende April, die EEG-Umlage
zum 1. Juli abzuschaffen, um die steigenden Stromkosten für
Endverbraucher abzufedern. Damit gehört ein Herzstück der deutschen
Energiewende nun der Vergangenheit an. Bremst die Reform die
Energiewende aus? Oder hätte sie schon viel eher kommen müssen?
Gemeinsam mit Petra Pinzler, Klimapolitikexpertin der ZEIT, rollt Ole
Pflüger in dieser Sonderfolge des Nachrichtenpodcasts "Was jetzt?" die
Geschichte der Umlage und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes auf, die
lange als deutsches Erfolgsmodell gegolten hatte und in Dutzenden
Ländern kopiert worden war, dann aber zunehmend in Ungnade fiel und als
vermeintlicher Kostentreiber der Strompreise kritisiert wurde.
Mit Hans-Josef Fell kommt einer der Gründerväter der Idee zu Wort, mit
Peter Altmaier ein Politiker, der vielen als ihr Totengräber gilt.
Moderation und Produktion: Ole Pflüger
Redaktion: Jannis Carmesin
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| Lange Schlangen, leere Regale – Kuba in der Krise (25.06.2022) | 25 Jun 2022 | 00:36:03 | |
Üppige Wälder, mit Palmen gesäumte Strände, davor das türkisblaue
karibische Meer – Kuba ist eine paradiesisch schöne Insel. Doch eine
schwere Wirtschaftskrise hat das Land fest im Griff. Die Kubanerinnen
und Kubaner verbringen Stunden damit, Lebensmittel zu besorgen. Meist
auf dem Schwarzmarkt, denn die Läden sind leer. Die Löhne sind niedrig,
die Preise hoch. "Was-jetzt?"-Host Elise Landschek war auf Kuba und hat
die Menschen dort gefragt, wie sie ihren Alltag bestreiten und wie sie
die politische Situation gerade sehen.
Maria aus Santa Clara erzählt zum Beispiel, ihre Tochter habe das Land
verlassen, weil sie als Ärztin umgerechnet nur 50 Dollar verdiente.
Leben konnte sie davon nicht. Camila aus Varadero vermietet in ihrem
Haus ein Zimmer an Touristen und Touristinnen, mit den Devisen, die sie
dadurch bekommt, versorgt sie ihre ganze Familie und die Nachbarn. Mit
der Ausgabe von Lebensmittelmarken sorgt der Staat zwar dafür, dass
theoretisch niemand verhungern müsste. "Fünf Eier im Monat stehen mir
zum Beispiel als Einzelperson zu", sagt Camila. Das reiche einfach
nicht.
Wie konnte es so weit kommen? Die Pandemie hat den Tourismussektor
weitgehend zum Erliegen gebracht, eine der wichtigsten Geldquellen des
Landes versiegte. Die Währungsunion im letzten Jahr hatte eine
gigantische Inflation zur Folge. Das US-Embargo verhindert schon seit
1960 den Handel mit dem direkten Nachbarn. Kubas Verbündetem Venezuela
geht es schlecht, also kommt auch von dort immer weniger Unterstützung.
Der Kern der Probleme liege allerdings in dem schon seit Jahrzehnten
maroden sozialistischen Wirtschaftssystem, sagt Kuba-Experte Bert
Hoffmann vom GIGA Institut für Lateinamerika-Studien.
Im vergangenen Sommer haben Tausende Menschen protestiert, Freiheit
gefordert und angeprangert: "Wir haben Hunger!" Viele Oppositionelle
sind verurteilt worden – zu bis zu 30 Jahren Haft.
In der Sonderfolge von "Was jetzt?" besprechen die Hosts Ole Pflüger und
Elise Landschek die Probleme auf Kuba. Und schauen in die Zukunft:
Welche Auswege aus der Krise gibt es?
Moderation und Produktion: Elise Landschek und Ole Pflüger
Mitarbeit: Alma Dewerny
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| Moldau zwischen Kriegsangst, Flüchtlingshilfe und EU-Euphorie (18.06.2022) | 18 Jun 2022 | 00:27:36 | |
Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist auch ein anderes Land in
den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt: die Republik Moldau. Das Land mit
rund 2,6 Millionen Einwohnern grenzt im Osten an die Ukraine. Und es
beherbergt die autonome Region Transnistrien, in der seit den
Neunzigerjahren russische Truppen stationiert sind. Dort gab es seit
Kriegsbeginn immer wieder Explosionen. Die Sorge vieler Beobachter war
und ist, dass von Transnistrien aus russische Kämpfer in die Ukraine
gelangen könnten – und dass Moldau von Russland angegriffen werden
könnte.
Wie lebt es sich also in einem kleinen Land, das keinem
Verteidigungsbündnis angehört und das nun das nächste Ziel des
russischen Präsidenten Wladimir Putin sein könnte? Ein Land, das bisher
mit Armut und Korruption schon genug zu tun hatte, und das nun – auf die
Einwohnerzahl gerechnet – die meisten ukrainischen Flüchtlinge
aufgenommen hat? Wie hat der Krieg in der Ukraine das Leben in Moldau
verändert?
Unsere "Was jetzt?"-Moderatorin Erica Zingher ist diesen Fragen
hinterhergereist. Weil sie Familie in Moldau und Transnistrien hat, ist
es eine persönliche Reise geworden. Zu Wort kommen in dieser Langfolge
eine junge Frau, die beinahe geflohen wäre und die sich nun um
ukrainische Flüchtlinge kümmert. Ein Mann in Transnistrien, der am
liebsten an der Seite der Russen kämpfen würde. Und eine investigative
Journalistin, die trotz allem Hoffnung für ihr Land hat.
Feedback zum Podcast können Sie uns gern schreiben an wasjetzt@zeit.de.
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Alma Dewerny und Marc Fehrmann
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| Was die hohen Preise für Menschen in Armut bedeuten (11.06.2022) | 11 Jun 2022 | 00:20:52 | |
Egal ob Strom, Gas oder Kraftstoff: Durch die Pandemie und Russlands
Krieg in der Ukraine ist Energie in Deutschland derzeit so teuer wie
nie. Wie kein zweiter Faktor treibt diese Entwicklung auch das
Preisniveau insgesamt: Die Inflation liegt so hoch wie seit fast 50
Jahren nicht mehr.
Besonders hart trifft das Menschen mit geringem Einkommen, die einen
überdurchschnittlich großen Teil ihres Einkommens für den Konsum
grundlegender Güter aufwenden müssen. Mit einer Umfrage wollte die
Community-Redaktion von ZEIT ONLINE erfahren, in welchen Schwierigkeiten
diese Menschen durch den massiven Preisanstieg stecken und wie sie
diesen begegnen.
Drei der vielen Geschichten, die uns erreicht haben, erzählen wir in
dieser Spezialfolge von "Was jetzt?".
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Ann-Kristin Tlusty und Marc Fehrmann
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| Warum der Regenwald fürs deutsche Schnitzel brennt (28.05.2022) | 28 May 2022 | 00:38:31 | |
In Brasilien wird Regenwald für den Anbau von Soja abgeholzt. 2,5
Millionen Tonnen Soja aus Brasilien landen jedes Jahr in Deutschland.
Mindestens 20 Prozent davon wird höchstwahrscheinlich auf illegal
entwaldeten Flächen angebaut.
Was hat die Abholzung des Regenwaldes mit meinem Einkauf im Supermarkt
zu tun? Warum versagen die Kontrollen? Und welche Folgen hat die
Abholzung vor Ort, im Amazonas? Maria Mast aus dem
ZEIT-ONLINE-Wissensressort ist diesen Fragen hinterhergereist.
Herausgekommen ist eine Geschichte über Globalisierung und ihre Folgen.
Über Menschen, denen Soja-Felder die Heimat wegnehmen und andere, die
sie reich machen. Und darüber, was passiert, wenn das wichtigste
Ökosystem der Welt auf internationale Wirtschaftsinteressen stößt.
Zu Wort kommen in diesem Spezial von Was jetzt? die Anführer einer
indigenen Gemeinschaft, deren Lebensgrundlage zerstört wird. Ein
Lastwagenfahrer, der durch das Geschäft mit Soja der Armut entkommen
will. Und der vielleicht einzige Waldkriminologe der Welt, der indigene
Communitys mit GPS-Kameras ausstattet, um Landräuber abzuschrecken.
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Redaktion und Overvoices: Ole Pflüger
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| "Ey, Corona hat richtig reingeschottert" (21.05.2022) | 21 May 2022 | 00:36:42 | |
Mit 14 beginnt eine aufregende Zeit. Blöd nur, wenn ausgerechnet dann
das Leben stillsteht, weil eine Pandemie ausgebrochen ist. Jugendliche
seien die großen Leidtragenden der Corona-Zeit, heißt es oft. Und: Ihre
Jugend sei verpfuscht. Was bedeutet das eigentlich, Teenager sein
während der Corona-Zeit? Annabelle Seubert, Redakteurin im Ressort X von
ZEIT ONLINE, hat vier Berliner Mädchen ein Jahr lang durch die Pandemie
begleitet. Die vier Freundinnen heißen Allegra, Alena, Neele und Sophie,
sie waren 14, als die Pandemie begann und 16 als der Ukraine-Krieg sie
in den Hintergrund schob. Wie ging es den Mädchen in diesen aufwühlenden
Jahren? Wie ist es, wenn man seine Freundinnen kaum sehen darf? Was,
wenn die Tante zur Corona-Leugnerin wird? Wie haben sie vom Krieg
erfahren? In diesem Audiotagebuch erzählen die Mädchen aus ihrem Leben.
Interviews und Tagebuch: Annabelle Seubert
Moderation und Schnitt: Simone Gaul
Redaktion: Ole Pfüger
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| Die vergessenen Kriege (14.05.2022) | 14 May 2022 | 00:30:28 | |
Der Krieg in der Ukraine bekommt viel mediale und politische
Aufmerksamkeit. Äthiopien, Mali oder Jemen eher weniger – warum ist das
so? Und welche Folgen hat es? In dieser Sonderfolge von "Was Jetzt?"
spricht Host Ole Pflüger mit Andrea Böhm über die vergessenen Kriege.
Böhm berichtet seit Jahrzehnten unter anderem für ZEIT ONLINE aus
Kriegs- und Krisenregionen der Welt. Wie ist die humanitäre Lage in
Jemen? Wie stehen die Chancen auf Frieden in Äthiopien? Welche
Verantwortung trägt die deutsche Regierung in Mali? Und: Wie muss sich
die deutsche Kriegs- und Krisenberichterstattung ändern?
Moderation und Produktion: Ole Pflüger
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Alma Dewerny
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| Windkraft in NRW - das Ärgernis, das sein muss (07.05.2022) | 07 May 2022 | 00:26:02 | |
Am 15. Mai wählt Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag und die
Energiekrise dominiert den Wahlkampf im bevölkerungsreichsten und
energiehungrigsten deutschen Bundesland. Die Landes-FDP plädiert für
eine längere Laufzeit der Atomkraftwerke sowie Fracking von Gas in NRW
und selbst die Grünen können sich vorstellen, Kohlekraftwerke als
Reserveleistung länger am Netz zu halten als geplant.
Gleichzeitig sind sich – bis auf die AfD – alle Parteien einig, dass
fossile und nukleare Energie höchstens kurzfristige Lösungen sein
sollen: Die erneuerbaren Energien sollen schneller und stärker ausgebaut
werden. Gerade der Ausbau der Windenergie ist in NRW aber eine besondere
Herausforderung: Weil in der städtischen Metropolregion um Rhein und
Ruhr kaum Platz für Windparks ist, fürchten Windkraftskeptiker in
Sauerland, Siegerland und den anderen ländlichen Randgebieten, über die
Maße belastet zu werden.
Für diese Folge unseres Nachrichtenpodcasts war Jannis Carmesin in
Nordrhein-Westfalen unterwegs, um herauszufinden, wie sich die Konflikte
befrieden lassen könnten.
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Moses Fendel
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| Long Covid – kommt jetzt die Pandemie nach der Pandemie? (30.04.2022) | 30 Apr 2022 | 00:34:30 | |
Leonie tanzt gerne, fährt Rad, geht schwimmen und arbeitet Vollzeit.
Dann krempelt Long Covid ihr Leben um. Sie sei zu einer Endzwanzigerin
im Körper einer 100-Jährigen geworden, sagt sie selbst.
Die Corona-Neuinfektionen werden weniger. Der Höhepunkt der Pandemie ist
wohl überstanden. Doch viele Menschen wird Corona noch länger
beschäftigen, vielleicht ihr Leben lang. Leonies Geschichte steht für
eine Frage, die sich viele Experten und Expertinnen stellen: Was wird
bleiben, auch wenn niemand mehr von Corona spricht? Kommt jetzt die
Pandemie nach der Pandemie?
In diesem Samstagsspezial von "Was jetzt?" erzählt Pia Rauschenberger
Leonies Geschichte und bespricht mit Jakob Simmank, Leiter des Ressorts
Gesundheit bei ZEIT ONLINE, was über die Krankheit Long Covid bereits
bekannt ist. Was sind die Symptome? Wer ist betroffen und wie geht die
Gesellschaft mit der Krankheit um? Und natürlich: Wie stehen die
Heilungschancen?
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Ole Pflüger
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| "Ich find schön, dass wir so ein bunter Haufen sind" | 08 Jun 2024 | 00:23:41 | |
Für viele Menschen in den ärmeren Stadtteilen im Ruhrgebiet fühle sich
die EU weit weg an, sagt Milad Tabesch. Europa, das sei was, bei dem sie
sowieso nicht mitmachen könnten. "Viele Jugendliche sagen: wir werden
doch gar nicht gehört." Tabesch ist 27 Jahre alt und selbst in Bochum
geboren und aufgewachsen, als Kind afghanischer Geflüchteter.
"Es läuft nicht alles perfekt in der EU", sagt er. Aber die Idee,
Nationalstaaten zu überwinden und frei und in Frieden zusammen zu leben
– die begeistert ihn. Und diese Begeisterung möchte er an junge Menschen
in seiner Heimat weitergeben. Er hat eine Initiative gegründet,
"Ruhrpott für Europa" und tourt seit vergangenen Sommer durch die
Klassenzimmer. Er kommt mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch,
spricht mit ihnen über die EU und will von ihnen wissen, was ihnen
wichtig ist, was sie bewegt, sorgt und was sie sich für die Zukunft
wünschen.
Wenige Tage vor der Europawahl haben wir Milad Tabesch für unseren
Podcast bei einem Workshop an der Willy-Brandt-Gesamtschule in
Bochum-Werne begleitet.
Werne ist ein Arbeiterviertel. Der Anteil an Menschen mit
Migrationshintergrund ist etwas höher als im Bochumer Durchschnitt,
genau wie die Arbeitslosenquote. Das Einkommen der Menschen und die
Mieten sind etwas geringer. Milad Tabesch kennt die Gegend gut, hier ist
er selbst aufgewachsen, bevor er zum Studium nach Osnabrück, Berlin und
schließlich New York ging. Dort, in New York, merkte er, dass er zurück
will nach Bochum. Und dass er sich für die Menschen in seiner Heimat
einsetzen will.
Was denken die Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule
über die EU? Wie europäisch fühlen sie sich? Welche Aspekte von Europa
sind ihnen wichtig? Und gehen sie überhaupt wählen? Das erzählen sie
Milad Tabesch bei seinem Workshop.
Moderation und Produktion: Simone Gaul
Redaktion: Pia Rauschenberger
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Links zur Folge:
Die Initiative Ruhrpott für Europa
Ist Sylt überall? Ja, wirklich überall
AfD im Westen: Das Ruhrgebiet sieht blau
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| Frankreich stolpert nach rechts (03.04.2022) | 03 Apr 2022 | 00:36:20 | |
Frankreich steht vor der Wahl – und ihr Ergebnis wird auch Einfluss auf
uns in Deutschland und ganz Europa haben. Es gilt als wahrscheinlich,
dass der amtierende Präsident Emmanuel Macron sich im zweiten Wahlgang
der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen stellen muss. Die "grande
nation" ist so weit nach rechts gerückt wie noch nie, die beiden
rechtsextremen Parteien von Marine Le Pen und Éric Zemmour vereinen
aktuellen Umfragen zufolge zusammen mehr als 30 Prozent hinter sich. Die
einst große Volkspartei Parti Socialiste spielt kaum noch eine Rolle im
Wahlkampf.
Auch wenn Macron die Wahl am Ende gewinnen sollte, stellt sich die
Frage: Wie konnte es so weit kommen? In dieser Sonderfolge gehen wir den
Ursachen für das französische Wahlverhalten auf den Grund und
analysieren politische, soziale und gesellschaftliche Gründe. Der
Frankreich-Korrespondent Matthias Krupa beobachtet den Wahlkampf für die
ZEIT und berichtet von seinen Recherchen: Warum wählen die Französinnen
und Franzosen so, wie sie wählen?
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Alma Dewerny und Annika Joeres
Redaktion: Mounia Meiborg
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| Stimmen aus der Ukraine: “Das ist meine War-Life-Balance” (20.03.2022) | 20 Mar 2022 | 00:44:25 | |
In dieser Sonderausgabe erzählen vier Menschen aus der Ukraine ihre
Geschichte vom Leben im und mit dem Krieg. Es ist ein Tagebuch der
ersten dreieinhalb Wochen im Krieg gegen die Ukraine. Der Filmproducer
Dymtro berichtet, wie er mit den regelmäßigen Bombenangriffen auf Kiew
zu leben lernt. Etwa: Wann man bei Flugalarm in einen Bunker geht und
wann nicht. Die nigerianische Studentin Blossom spricht über ihre Flucht
aus der Ukraine und den Rassismus, der ihr dabei widerfahren ist. Die
Personalerin Justyna erklärt, warum sie zunächst nicht aus Kiew geflohen
ist, dann aber doch nach Lwiw fuhr. Und warum sie bald zurück nach Kiew
will. Und Timur – der unter dem Alias John Object elektronische Musik
produziert – hat bis vor wenigen Wochen noch Antikriegssongs
geschrieben. Jetzt meldet er sich von wechselnden Orten in seiner neuen
Rolle: Er hat sich dem Militär angeschlossen.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Recherche: Ann-Kristin Tlusty, Phillipp Daum, Elisabeth Bauer, Pia
Rauschenberger und Malcolm Ohanwe
Redaktion: Pia Rauschenberger und Jannis Carmesin
Mitarbeit: Vanessa Vu, Julia Meyer, Frida Thurm, Jelena Burger und Ole
Pflüger
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| Ein Bauer kämpft gegen RWE (22.01.2022) | 22 Jan 2022 | 00:30:40 | |
Schon lange geht es für Eckardt Heukamp nur noch in eine Richtung.
Langsam nach vorn, ins Auge des Sturms, Stück für Stück, wie ein Bauer
auf dem Schachbrett. Seit Jahren kämpft Heukamp, Landwirt im Dörfchen
Lützerath im Rheinischen Braunkohlerevier, für den Erhalt seines Hofs –
und ist mit der Zeit zum Repräsentanten eines viel größeren Kampfs
geworden, der nur noch am Rande sein eigener ist.
In Solidarität mit Heukamp haben Klimaaktivisten ihre Zelte auf seinem
Grundstück aufgeschlagen und locken mit ihrem lauten Protest Reporter
aus aller Welt nach Lützerath. Aus dem sperrigen Einzelkämpfer ist ein
Mann geworden, an dessen Schicksal einige der großen Fragen unserer Zeit
verhandelt werden.
In den kommenden Wochen wird das Oberverwaltungsgericht Münster
entscheiden, ob Heukamp zugunsten des Kohleabbaus enteignet und sein Hof
abgebaggert werden darf oder nicht. Zu diesem Anlass haben ihn Manuel
Stark, Redakteur im Green-Ressort von ZEIT und ZEIT ONLINE, und
Podcastredakteurin Pia Rauschenberger besucht und sprechen in einer
Sonderausgabe unseres Nachrichtenpodcasts über Heukamps Geschichte.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Ole Pflüger und Jannis Carmesin
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| 2021 – diese Menschen haben unser Jahr besser gemacht (23.12.2021) | 23 Dec 2021 | 00:55:12 | |
Blickt man auf die großen Ereignisse des Jahres, lässt sich 2021 als
nervenaufreibende, oft frustrierende Horrorstory lesen. 2021 war das
Jahr des Sturms auf das Kapitol in Washington, der dritten und der
vierten Corona-Welle, der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan, der
Flut an Ahr und Erft und der humanitären Katastrophe an der Ostgrenze
der Europäischen Union. Doch wer sie sucht, findet hinter diesen
Ereignissen auch die ermutigenden Geschichten interessanter
Persönlichkeiten.
Für die letzte Folge des Jahres hat das Team unseres Nachrichtenpodcasts
"Was jetzt?" Geschichten zusammengetragen, die einen positiveren Blick
auf 2021 eröffnen. Es stellt eine subjektive Auswahl jener Menschen vor,
die die vergangenen zwölf Monate mit Mut, Engagement oder Empathie
geprägt haben.
Und sonst so? Das große "Was-Jetzt?"-Tierorchester
Produktion: Pia Rauschenberger und Jannis Carmesin
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| Ahrtal: "Im Leben ist nichts beständig. Das lehrt uns diese Flut" (18.12.2021) | 18 Dec 2021 | 00:35:37 | |
Vor knapp fünf Monaten hat sich in Nordrhein-Westfalen und
Rheinland-Pfalz die größte Flutkatastrophe der Geschichte der
Bundesrepublik ereignet. Hunderte Menschen sind gestorben. Vielen
Menschen wurde ihr ganzes Leben weggespült: ihre persönlichen Dinge, ihr
Haus oder ihre Wohnung, der Sportverein, ihre Heimat. Wie lebt man nach
so einer Katastrophe weiter? Die Sonderfolge erzählt die Geschichte von
Betroffenen, die ihre Heimat wieder aufbauen. Sie trauern, hoffen und
ringen um jedes bisschen Normalität.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger und Ole Pflüger
Redaktion: Mounia Meiborg
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| Spezial zum Klimagipfel: Wer bezahlt, wenn Staaten untergehen? (14.11.2021) | 14 Nov 2021 | 00:30:44 | |
"Wenn Glasgow scheitert, dann scheitert das Ganze", sagte
Großbritanniens Premierminister Boris Johnson zum Auftakt der 26.
Weltklimakonferenz in Glasgow vor zwei Wochen. Der Gipfel brachte unter
anderem ein Abkommen zur Reduktion von Methan, dem Schutz der Wälder und
ein überraschendes Statement der USA und China, – außerdem wird erstmals
ein Weg aus der Kohle skizziert. Doch unter dem Strich steht kein
Abkommen, das einen Kurs auf den im Paris-Abkommen anvisierten
1,5-Grad-Pfad verspricht.
In einer Sonderfolge unseres Nachrichtenpodcasts zieht Ole Pflüger mit
mehreren Redakteuren und Redakteurinnen von ZEIT und ZEIT ONLINE eine
Bilanz: Wie haben sie die Veranstaltung vor Ort wahrgenommen? Und wie
bewerten sie die Ergebnisse – vor allem aus Sicht der stark betroffenen
Länder des Südens?
Moderation und Produktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Jannis Carmesin und Alma Dewerny
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| "Ein LinkedIn für Neonazis" (23.10.2021) | 23 Oct 2021 | 00:42:26 | |
2018 gründet ein US-Amerikaner The Base. Die Gruppe soll ein
internationaler Dachverband für gewaltbereite Rassisten sein, die sich
auf den "Zusammenbruch des Systems" vorbereiten – und diesen gewaltsam
beschleunigen wollen.
ZEIT und ZEIT ONLINE haben über eine Quelle Zugriff auf die interne
Kommunikation von The Base erhalten. Neben Zehntausenden Chatnachrichten
sind darunter auch Mitschnitte privater Telefongespräche, die in dieser
Sonderfolge von Was jetzt? in Ausschnitten zu hören sind. Astrid
Geisler, stellvertretende Leiterin des Investigativressorts, erzählt bei
Jannis Carmesin von ihrer Recherche.
Das Material zeigt: Nazzaro versuchte auch in Deutschland eine Zelle
aufzubauen. Mindestens drei Deutsche waren ab 2019 Mitglied bei The
Base. Trotzdem taucht die Gruppe hierzulande in keinem
Verfassungsschutzbericht auf. Wie ist das möglich?
Moderation: Jannis Carmesin
Redaktion: Ole Pflüger
Produktion: Jannis Carmesin und Ole Pflüger
Mitarbeit: Alma Dewerny
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| Was jetzt, Deutschland? Der Wahlcheck zur Wirtschaftspolitik (18.09.2021) | 18 Sep 2021 | 00:36:46 | |
Die Corona-Pandemie hat in Deutschland die größte Wirtschaftskrise seit
dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Aber inzwischen ist oft die Rede von
einem Aufschwung. Welche Konzepte haben die Parteien für die
Wirtschaftspolitik nach der Corona-Krise? Brauchen wir Steuererhöhungen
oder -senkungen? Welche neuen Ideen für die Rente gibt es? Und ist die
Schuldenbremse noch zeitgemäß?
Eine Woche vor der Wahl spricht Mounia Meiborg mit
ZEIT-Wirtschaftskorrespondentin Lisa Nienhaus darüber, wie die Parteien
in Zukunft die Wirtschaft gestalten wollen. Denn die Politik steht vor
einigen Herausforderungen: Deutschland muss digital werden und
angesichts einer alternden Gesellschaft brauchen wir neue Konzepte für
unser Rentensystem. Außerdem muss sich die Politik fragen, ob sich der
klimaneutrale Umbau des Landes mit unserem Wohlstand vereinbaren lässt.
Es ist viel zu tun, aber auch viel möglich.
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Alma Dewerny
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| Was jetzt, Deutschland? Der Wahlcheck zur Außenpolitik (11.09.2021) | 11 Sep 2021 | 00:37:21 | |
Mit dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan hat der Bereich
Außenpolitik in diesem Bundestagswahlkampf noch einmal an Brisanz
gewonnen. In jeder wichtigen Wahlkampfrede thematisieren die
Parteienvertreterinnen und -vertreter ihre Haltung in der Verteidigungs-
und Rüstungspolitik und versuchen sich an prägnanten Antworten auf
komplexe außenpolitische Fragen. Wir wollen in dieser Folge einen
Überblick darüber geben, wo Schwerpunkte und inhaltliche
Herausforderungen liegen.
Zwei Wochen vor der Wahl spricht Elise Landschek mit dem
Außenpolitikexperten der ZEIT, Michael Thumann, über die migrations- und
außenpolitischen Ziele der Parteien. Welche Lehren haben die
Parteienvertreterinnen aus dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan gezogen?
Welche Russlandpolitik verfolgt die Linke im Gegensatz zur SPD? Und was
unterscheidet CDU und Grüne im Kurs mit China? Und welche Antworten
geben die Parteien auf migrationspolitische Fragen?
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| Was jetzt, Deutschland? Der Wahlcheck zur Klimapolitik (04.09.2021) | 04 Sep 2021 | 00:34:02 | |
Die Corona-Pandemie hat in Deutschland die größte Wirtschaftskrise seit
dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Aber inzwischen ist oft die Rede von
einem Aufschwung. Welche Konzepte haben die Parteien für die
Wirtschaftspolitik nach der Corona-Krise? Brauchen wir Steuererhöhungen
oder -senkungen? Welche neuen Ideen für die Rente gibt es? Und ist die
Schuldenbremse noch zeitgemäß?
Eine Woche vor der Wahl spricht Mounia Meiborg mit
ZEIT-Wirtschaftskorrespondentin Lisa Nienhaus darüber, wie die Parteien
in Zukunft die Wirtschaft gestalten wollen. Denn die Politik steht vor
einigen Herausforderungen: Deutschland muss digital werden und
angesichts einer alternden Gesellschaft brauchen wir neue Konzepte für
unser Rentensystem. Außerdem muss sich die Politik fragen, ob sich der
klimaneutrale Umbau des Landes mit unserem Wohlstand vereinbaren lässt.
Es ist viel zu tun, aber auch viel möglich.
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Redaktion: Ole Pflüger
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| Narendra Modi und die größte Wahl der Welt | 01 Jun 2024 | 00:33:56 | |
Die größte Wahl der Welt geht zu Ende: Sechs Wochen lang, bis zum 1.
Juni, konnten 970 Millionen Menschen in Indien ihre Stimme zur Wahl des
Unterhauses abgeben, am 4. Juni werden die Ergebnisse verkündet. Dabei
geht es auch um die Frage, wer der nächste indische Premierminister
wird. Narendra Modi, der aktuelle Amtsinhaber, gilt als klarer Favorit.
In der Bevölkerung erzielt er enorme Zustimmungswerte. Seine Anhänger
feiern Modi wie einen Popstar und verehren ihn wie einen Heiligen. Seine
Kritiker hingegen sehen in dem Premier einen Hassprediger, der gegen
Muslime hetzt und die säkulare Verfassung missachtet.
In dieser Spezialfolge von "Was jetzt?" wirft Julian Sadeghi einen Blick
zurück auf die vergangenen zwei Amtszeiten von Modi: Wie hat es der Mann
aus ärmlichen Verhältnissen geschafft, zum Premier aufzusteigen? Und was
hat er politisch erreicht? Antworten auf diese Fragen gibt Anant
Agarwala aus dem ZEIT-Wissensressort, der in den vergangenen Wochen in
Indien auf den Spuren Modis unterwegs war.
Außerdem geht es im Podcast um die jungen Wählerinnen und Wähler. Denn
ein Fünftel der Wahlberechtigten Indiens sind unter 29 Jahren. Sie sind
besonders stark von der Arbeitslosigkeit betroffen. Doch viele haben
Berührungsängste mit der Politik und den Wahlen. Südasien-Journalistin
Natalie Mayroth erzählt, wie unter anderem eine junge Gewerkschaftlerin
und ein junger Anwalt versuchen, das zu ändern.
Moderation und Produktion: Julian Sadeghi
Redaktion: Pia Rauschenberger und Helena Schmidt
Mitarbeit: Olga Ellinghaus und Clara Löffler
Sounddesign: Joscha Grunewald
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Narendra Modi: "Unser Gott"
Wahlen in Indien: Der Kampf um das säkulare Indien
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| Was jetzt, Deutschland? Der Wahlcheck zur Sozialpolitik (28.08.2021) | 28 Aug 2021 | 00:36:43 | |
Einkommen und Vermögen sind in Deutschland so ungleich verteilt wie seit
dem ersten Weltkrieg nicht mehr. Kindern aus ärmeren Familien fällt das
Lernen schwerer, Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind,
beklagen, dass sie keinen Weg mehr hinaus in ein eigenständiges Leben
finden. Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware. Sozialpolitisch gibt es
viel zu tun in Deutschland.
In Teil zwei unserer Wahlcheckserie vor der Bundestagswahl befassen wir
uns deshalb mit den Ideen der Parteien für ein gerechteres Zusammenleben
in Deutschland. Simone Gaul spricht darüber mit Anna Mayr, Redakteurin
im Politikressort der ZEIT.
Außerdem kommen auch in dieser Folge wieder Teilnehmende unseres
ZEIT-ONLINE-Minideutschlands die 49 vor, sie berichten von ihren
persönlichen Erfahrungen. Die Sonderfolgen erscheinen an jedem Samstag
bis zur Bundestagswahl.
Moderation und Produktion: Simone Gaul
Redaktion: Pia Rauschenberger und Ole Pflüger
Mitarbeit: Alma Dewerny
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| Was jetzt, Deutschland? Der Wahlcheck zur Gesundheitspolitik (21.08.2021) | 21 Aug 2021 | 00:32:22 | |
In Deutschland herrscht schon seit Jahren ein Pflegenotstand: Die
Arbeitsbedingungen sind häufig strapaziös, die Bezahlung gering, viele
Pflegekräfte wechseln den Job nach nur wenigen Jahren. Die Pandemie hat
das schonungslos offengelegt und, weil Deutschland immer älter wird,
wird sich das Problem weiter verschärfen.
Deshalb machen wir die Gesundheitspolitik und die Pflege zum Thema
unseres ersten Spezials vor der Bundestagswahl. Fabian Scheler bespricht
mit ZEIT-ONLINE-Redakteur David Gutensohn die drängendsten Fragen der
Pflege. Wir haben die Wahlprogramme gelesen, damit Sie es nicht machen
müssen.
"Was jetzt, Deutschland?" heißt unsere Podcastserie zur Bundestagswahl.
Darin prüfen die Hosts des "Was Jetzt?"-Podcasts mit ZEIT- und
ZEIT-ONLINE-Redakteurinnen und -Redakteuren in je 30 Minuten die
wichtigsten Wahlkampfthemen: Was fordern die Parteien in ihren
Programmen zu Gesundheitspolitik, sozialer Gerechtigkeit, Klimakrise,
Wirtschaftspolitik und Außenpolitik? Außerdem kommen Teilnehmende des
ZEIT-ONLINE-Projekts "die 49" zu Wort. Die Folgen erscheinen immer
samstags.
Moderation und Produktion: Fabian Scheler
Redaktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Alma Dewerny
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| Ahrtal-Katastrophe: "Das war schlimmer als im Krieg" (24.07.2021) | 24 Jul 2021 | 00:30:26 | |
In dieser Sonderfolge sprechen wir mit Menschen aus den
Hochwassergebieten Ahrweiler und Altenburg über ihre Erlebnisse: Eine
85-Jährige hat das Haus verloren, in dem sie seit über 60 Jahren mit
ihrem Ehemann lebt. Ihre Enkelin vermisst vor allem ihr Hochzeitsalbum –
und den Familienstammbaum, den sie nie ihren Enkeln wird zeigen können,
weil er weggespült wurde. Eine Syrerin aus Aleppo ist mit ihren Kindern
um ihr Leben geschwommen. "Ich hatte Angst, auch in Aleppo. Aber das war
anders", erzählt sie. Ihre Wohnung und ihr Geschäft sind überschwemmt
worden. Nun will sie von vorne anfangen in ihrer neuen Heimat, die
idyllisch zwischen Weinbergen liegt und über Nacht zum Krisengebiet
wurde.
Gehen oder bleiben? Das fragen sich im Ahrtal viele, und noch nicht alle
kennen die Antwort darauf. Noch sind viele so sehr mit den
Aufräumarbeiten beschäftigt, dass sie sich mehr nebenbei eine Träne
wegwischen. Ein kurzer Smalltalk an der Tankstelle kann in der
Schilderung einer Tragödie enden. Helferinnen und Helfer, die aus Köln,
aus Osnabrück und sogar aus Österreich angereist sind, versuchen, den
Schlamm wegzuschippen – eine Solidarität, die vielen Betroffenen Trost
spendet und Zuversicht schenkt.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger und Ole Pflüger
Redaktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Hannah Grünewald
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| Der Schattenmann der AfD (26.06.2021) | 26 Jun 2021 | 00:33:30 | |
Luxushotelaufenthalte mit Alice Weidel (AfD), Briefkastenfirmen mit
dubiosen Namen und politische Beratung mit ungewisser Absicht: Tom
Rohrböck ist eine der schillerndsten Figuren im Umfeld der AfD. Er hält
sich im Hintergrund und agiert weitgehend unbemerkt von der
Öffentlichkeit.
Aber wer ist Tom Rohrböck wirklich? Was treibt den Mann an, der von sich
selbst behauptet, "inhaltlich kein AfDler" zu sein? Und woher kommt sein
Geld?
In der Spezialausgabe gehen wir diesen Fragen nach und sprechen mit
Christian Fuchs aus dem Investigativressort. In einer dreijährigen
Recherche hat ein Reporterteam von der ZEIT, dem WDR und NDR unzählige
E-Mails und Chatprotokolle ausgewertet. Sie sprachen mit Hunderten
Menschen, die Tom Rohrböck persönlich kennen oder mit ihm Geschäfte
machten, mit Hotelangestellten und Politikern aus der AfD. Im Podcast
erzählt Christian Fuchs von den unglaublichen Methoden eines Mannes, der
versucht, die Republik nach rechts zu rücken.
Moderation: Pia Rauschenberger
Produktion und Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Hannah Grünewald
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| Kein gewöhnlicher Soldat (05.06.2021) | 05 Jun 2021 | 00:27:05 | |
Franco A. gab sich als Geflüchteter aus und plante mutmaßlich ein
Attentat auf Politiker. Seit zwei Wochen läuft der Prozess gegen ihn und
es gibt noch viele offene Fragen:
Wie konnte Franco A. sich als Geflüchteter ausgeben, ohne von den
Behörden entlarvt zu werden? Was ist, wenn Franco A. in Gestalt eines
syrischen Geflüchteten ein Attentat ausgeübt hätte? Warum wurde seine
politische Gesinnung nicht schon früher erkannt? Und was wäre seine
Rolle an einem sogenannten Tag X gewesen?
In der Spezialausgabe gehen wir diesen Fragen nach und sprechen mit
Christina Schmidt aus dem Investigativressort. Gemeinsam mit Kolleginnen
und Kollegen von der taz hat sie ein rechtes Netzwerk bei der Polizei
und bei der Bundeswehr aufgedeckt. Und sie hat Franco A. mehrmals
persönlich getroffen. Sie berichtet über eine der spektakulärsten
Kriminalgeschichten, die es zurzeit im Bereich Rechtsextremismus in
Deutschland gibt.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Hannah Grünewald und Ole Pflüger
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| Spezial mit Olaf Scholz: "Das, was ich gesagt habe, ist immer wahr" (29.05.2021) | 29 May 2021 | 00:24:13 | |
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland wünscht sich laut einer Studie
der Bertelsmann Stiftung, dass die Bundesregierung nach der
Bundestagswahl im Herbst wechselt, auch zwei Drittel der SPD-Anhänger
und Anhängerinnen sehen das so. Olaf Scholz, langjähriger SPD-Minister
und nun Kanzlerkandidat, sagt dennoch: "Ich will Kanzler werden." In
Umfragen liegt seine Partei derzeit bei 15 bis 16 Prozent.
In dieser Sonderfolge spricht der Vizekanzler darüber, wie er die
Stimmung bis zum Herbst drehen will, über die jüngsten Niederlagen von
Regierungen mit SPD-Beteiligung vor dem Bundesverfassungsgericht beim
Klimaschutz und beim Mietendeckel und über seine Erinnerungslücken bei
den Skandalen um Wirecard und die Cum-Ex-Affäre in Hamburg.
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Ole Pflüger, Jannis Carmesin
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| Spezial mit Christian Lindner: "Ich bin CO2-neutral" (15.05.2021) | 15 May 2021 | 00:22:36 | |
Die Langfassung des Interviews mit dem FDP-Parteichef: Christian Lindner
erklärt, warum er denkt, dass die Münchner und Berliner Mietmärkte
"perfekt" funktionieren – ohne das provokant zu meinen –, warum das
FDP-Klimaschutzgesetz das "härteste in Deutschland" sei und warum die
FDP für Frauen das attraktivste Angebot bereit halte, trotz geringen
Frauenanteils in seiner Partei und einem misslungenen Altherrenwitz, den
er selbst vor nicht allzu langer Zeit gemacht hat.
Und Lindner geht auf die Frage ein, inwieweit seine Partei am rechten
Rand fischt – erinnert sei an die Wahl des FDP-Politikers Thomas
Kemmerich zum Kurzzeit-Ministerpräsidenten von Thüringen mit den Stimmen
der Höcke-AfD und an jüngste Äußerungen seines Parteivizes Wolfgang
Kubicki, der das Robert Koch-Institut als "willfährigen
Erfüllungsgehilfen" für die harten Maßnahmen der Bundesregierung
kritisiert hatte.
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Ole Pflüger
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| "Es ist nicht fünf nach zwölf. Es ist 12.15 Uhr" (01.05.2021) | 01 May 2021 | 00:23:33 | |
Die Infektionszahlen sinken ein wenig und das erhöhte Impftempo macht
Hoffnung. Die Lage auf den Intensivstationen bleibt aber angespannt.
ZEIT ONLINE hat Menschen, die auf den Intensivstationen arbeiten,
aufgerufen, die Situation in Sprachnachrichten zu beschreiben. Im
Nachrichtenpodcast und auf ZEIT ONLINE veröffentlichen wir, was sie zu
sagen haben: Geschichten die von Verzweiflung, Erschöpfung und Empörung,
von Hoffnungslosigkeit und Wut erzählen – aber auch von einem neuen
Teamgeist auf den Stationen.
ZEIT ONLINE-Redakteur David Gutensohn recherchiert seit Langem über die
Arbeitsbedingungen in deutschen Krankenhäusern. Im Podcast erklärt er:
In der Pandemie werden Probleme im Gesundheitssystem besonders sichtbar,
die schon vorher bestanden.
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Ole Pflüger
Mitarbeit: Pia Rauschenberger, Hannah Grünewald
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| "Der Lockdown war das Beste, was uns passieren konnte" (06.03.2021) | 06 Mar 2021 | 00:30:59 | |
Durch den Ausnahmezustand fand Philipp die nötige Ruhe, um die Trauer
über den Tod seines Sohnes zu bewältigen. In dieser Sonderfolge von "Was
jetzt?" erzählen wir seine Geschichte.
Normalerweise erscheint unser Nachrichtenpodcast "Was jetzt?" nur von
Montag bis Freitag. Doch ein Jahr nachdem das Virus Deutschland erreicht
hat, erzählen wir in Sonderfolgen die Geschichten von Menschen, deren
Leben durch die Pandemie eine Wendung genommen hat. Sie erscheinen in
loser Reihe samstags.
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| Die Sehnsucht wird immer größer (30.01.2021) | 30 Jan 2021 | 00:29:20 | |
Normalerweise erscheint "Was jetzt?" zweimal täglich. Ein Jahr nachdem
das Virus Deutschland erreicht hat, erzählen wir in Sonderfolgen die
Geschichten von Menschen, deren Leben durch das Virus eine Wendung
genommen hat. Sie erscheinen in loser Reihe samstags.
Für Franziska Schuster stand schon mit drei Jahren fest, dass sie mal
auf der Bühne stehen will. Wenn ihre ältere Schwester ein Geigenvorspiel
hatte, stellte sie sich neben sie und ahmte jede ihrer Bewegungen nach.
Konzerte zu spielen ist auch noch mit 31 Jahren das Schönste, was sie
sich vorstellen kann: "Wenn man alles vergisst um sich herum, wenn der
Kopf einfach komplett ausgeschaltet ist. Wir sind hier, in einem Raum
und es gibt nur uns." Mit 11 hat sie ihre ersten eigenen Songs
geschrieben, mit 16 singt sie in ihrer ersten Band. Später spielt sie
jedes Wochenende vier, manchmal fünf Konzerte. Irgendwann stößt sie an
ihre Grenzen – körperlich und mental.
Im Frühjahr 2020 trifft die Corona-Krise Franziska Schuster genauso wie
die gesamte Musikbranche. Viele Musikerinnen und Musiker haben wie sie
viel geopfert für ihre Karriere. Trotzdem erspielen sie normalerweise
nur Einkommen von durchschnittlich 15.000 Euro im Jahr. Ein knappes Jahr
nach dem Beginn der Epidemie in Deutschland denkt laut einer Umfrage
unter freischaffenden Musikern in Berlin knapp ein Drittel daran, den
Beruf aufzugeben, sieht keine Perspektive mehr oder hat sich einen
anderen Job gesucht.
In dieser Sonderfolge von "Was jetzt?" erzählt Pia Rauschenberger die
Geschichte von Franziska Schuster, von ihren Zweifeln und von ihren
Versuchen, in einer schweren Zeit durchzuhalten.
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| Zwei neue Leben (Plan D) | 28 May 2024 | 00:37:34 | |
Vor etwa sechs Jahren begegnen sich an einer Straßenecke in
Berlin-Moabit, zwischen Späti und Bäckerei, zwei Männer.
Der eine ist Jerome: einsam, Workaholic, Anzugträger.
Der andere ist Andi: obdachlos, drogensüchtig, eine klaffende Wunde am
Bein.
Die Leben der beiden sind nicht dazu bestimmt, miteinander in Kontakt zu
kommen, und tun es doch. Denn Jerome macht Andi ein Angebot, das Andis
Leben verändern wird – und sein eigenes.
In diesem Spezial von Was jetzt? erzählt Jannis Carmesin die Geschichte
von Andi und Jerome, die zeigt: Manchmal reicht eine einzige Person, um
ein Leben in völlig neue Bahnen zu lenken.
Moderation und Produktion: Jannis Carmesin
Redaktion: Pia Rauschenberger
Die Folge ist Teil des ZEIT-ONLINE-Projekts Plan D. Dafür sammeln wir
Probleme, Ärgernisse und Sorgen aus Ihrem Alltag in Deutschland – und
zeigen in einem interaktiven Verzeichnis, wie Menschen und Initiativen
etwas gegen diese Probleme tun. Über ausgewählte Einreichungen berichten
wir in aller Tiefe.
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| Jahresrückblick 2020 Teil 3: Von Lesbos bis Washington (23.12.2020) | 23 Dec 2020 | 00:31:14 | |
Im dritten und letzten Teil des Was jetzt?-Jahresrückblicks sprechen wir
über Themen aus aller Welt – außer Corona:
Waldbrände in Australien, Kalifornien und eine Rekord-Hurrikansaison.
2020 war kein gutes Jahr für den Klimaschutz. Oder doch? Immer mehr
Staaten, Regionen und Unternehmen bekennen sich zur Klimaneutralität bis
Mitte des Jahrhunderts. Reicht das? Und warum folgen solchen
Ankündigungen so selten Taten. Antworten gibt Stefan Schmitt aus dem
Wissensressort der ZEIT.
Denn gleichzeitig sind viele Menschen gezwungen zu flüchten, weil
Umweltveränderungen oder Naturkatastrophen ihre Heimat unbewohnbar
machen. Aber auch Kriege und Konflikte treiben Menschen in die Flucht.
Moria wird in diesem Jahr Symbol für die gescheiterte Asylpolitik der
EU: mangelnde medizinische Versorgung in der Pandemie und ein
zerstörerischer Brand. Michael Thumann, außenpolitischer Korrespondent
der ZEIT analysiert die Gründe für das politische Scheitern.
Ein historisches Jahr geht auch in den USA zu Ende. Inmitten der
Pandemie lösen etliche, öffentlich dokumentierte Fälle von
Polizeigewalt, die Proteste der "Black Lives Matter"-Bewegung aus. Wie
beeinflussten die innenpolitischen Ereignisse Bidens Wahlsieg? Wir
sprechen darüber mit ZEIT ONLINE US- Korrespondentin Rieke Havertz.
Außerdem: Auch in Osteuropa blickt man auf ein bewegtes Jahr zurück. In
Belarus beginnen, nach der gefälschten Wahl Lukaschenkos, landesweite
Proteste und Streiks gegen den autoritären Machthaber. Und: Putins
Widersacher, der russische Oppositionsführer Alexej Nawalny überlebt
einen Giftanschlag. Warum die deutsch-russischen Beziehung nun auf einem
Tiefpunkt sind, erklärt unsere Korrespondentin Alice Bota.
Moderation und Produktion: Ole Pflüger, Elise Landschek, Hannah
Grünewald, Moses Fendel
Mitarbeit: Anne Schwedt
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| Jahresrückblick 2020 Teil 2: Von Kemmerich bis Wirecard (22.12.2020) | 22 Dec 2020 | 00:26:50 | |
Im dreiteiligen Was-Jetzt-Jahresrückblick besprechen wir das, was uns
2020 bewegt hat.
Im Februar wird Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten in Thüringen
gewählt. Unter anderem mit den Stimmen der AfD. Der Eklat löst ein
politisches Erdbeben aus. Kemmerich kündigt nach nur einem Tag im Amt
seinen Rücktritt an. FDP-Vorsitzender Christian Lindner übersteht die
Vertrauensfrage im Bundesvorstand der FDP – aber wie steht es um das
Vertrauen der Wählerinnen und Wähler?
Am 19. Februar tötet ein Rechtsextremist in Hanau neun Menschen vor und
in zwei Shishabars. Der Täter hatte im Vorfeld seines Anschlags
Verschwörungsmythen und rassistische Ansichten auf seiner Website im
Internet veröffentlicht. Angehörige der Opfer fordern eine lückenlose
Aufklärung, sie möchten erfahren, warum der Täter trotz "Warnsignale"
nicht aufgehalten werden konnte. Das Attentat führte in ganz Deutschland
zu Protesten und Demonstrationen gegen Rassismus und auch zu neuen
politischen Maßnahmen gegen Rassismus. Die Namen der Opfer, die durch
die rassistische Tat aus dem Leben gerissen wurden, sind : Ferhat Unvar,
Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović,
Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Said Nesar Hashemi.
"Weil nicht sein kann, was nicht sein darf" – so begründete
Bundesinnenminister Horst Seehofer noch im Sommer, warum es keine Studie
zu Rassismus in der Polizei geben sollte. Mittlerweile hat Seehofer eine
Studie in Auftrag gegeben, in der es neben Alltagserfahrungen von
Polizistinnen und Polizisten auch um Rassismus gehen soll. Aber reicht
das in Anbetracht von immer neuen rassistischen und rechtsradikalen
Polizeichats und Videos von Polizeigewalt?
Im Juni erschüttert der Skandal um den Zahlungsanbieter Wirecard den
Finanzplatz Deutschland – aber auch die Politik. Wirecard hat
Marktmanipulationen und Bilanzfälschung in Höhe von zwei Millionen Euro
eingeräumt. Wie konnte das passieren? Wussten die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht und Finanzminister Olaf Scholz (SPD)
davon?
Produktion: Rita Lauter, Susan Djahangard, Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Christina Felschen
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| Jahresrückblick 2020 Teil 1: Das Corona-Jahr (21.12.2020) | 21 Dec 2020 | 00:26:46 | |
Das Jahr begann mit dieser Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation
(WHO): "Pneumonia of unknown cause – China. Disease outbreak news." Eine
Lungenentzündung mit unbekannter Ursache, festgestellt am 31. Dezember
2019. Sars-CoV-2 war mit dem ersten Tag des neuen Jahres in der Welt.
Und es ist geblieben.
Im dreiteiligen Jahresrückblick des "Was Jetzt?"-Podcasts besprechen wir
das, was uns 2020 bewegt hat. Fabian Scheler redet mit Jakob Simmank aus
dem Wissensressort über die Suche nach dem Impfstoff. Simone Gaul hat
David Gutensohn aus dem Arbeitsressort zu Gast, der in diesem Jahr mit
vielen Pflegerinnen und Pflegern gesprochen hat. Er rekapituliert mit
Simone Gaul die sozialen Folgen dieser Pandemie. Eine Mehrheit der
Deutschen findet die einschränkenden Maßnahmen in der Pandemie richtig.
Doch haben sie auch eine Welle der Proteste der sogenannten
Querdenken-Bewegung ausgelöst. Erica Zingher fragt Lenz Jacobsen: Was
treibt diese Menschen auf die Straße? Und Mathias Peer berichtet aus
Bangkok, wie Thailand die Pandemie in den Griff bekommen hat.
Im ersten Teil des "Was Jetzt?"-Jahresrückblicks sprechen wird über ein
Jahr, das als das Corona-Jahr in die Geschichte eingehen wird. Der
zweite und der dritte Teil des "Was Jetzt?"-Jahresrückblicks erscheinen
am Dienstag, dem 22. Dezember, und am Mittwoch, dem 23. Dezember.
Produktion und Moderation: Simone Gaul, Erica Zingher, Fabian Scheler,
Mathias Peer /
Mitarbeit: Hannah Grünewald
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