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Explore every episode of the podcast Was jetzt? – Spezial

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TitlePub. DateDuration
"Hauptsache, ich wähl die AfD und nicht das andere Gelumpe!"31 Aug 202400:37:27
Plauen liegt da, wo Deutschland einen Knick nach rechts macht. Geografisch gesehen, aber auch politisch. Im Südwesten Sachsens, in der fünftgrößten Stadt des Bundeslandes, leben rund 64.000 Menschen. Bei der Europawahl im Juni haben 32 Prozent die AfD gewählt. Keine andere Partei hat mehr Stimmen erhalten. Auch bei der Landtagswahl am 1. September könnte die AfD gewinnen.  Viele Menschen haben dieses Jahr zum ersten Mal die AfD gewählt. Isabel zum Beispiel. Das Vertrauen in die Politik hat sie schon lange verloren. Sie will einfach ihre Ruhe. Frieden, keinen Krieg. Vor einem Jahr hat sie noch ausgeschlossen, die AfD zu wählen. "Also mit denen geht es uns nicht besser. Definitiv nicht", hat sie damals gesagt. Aber seitdem hat sich etwas verändert. Bei der Europawahl und den Kommunalwahlen hat Isabel die AfD gewählt, erzählt sie. Dabei kann sie sich mit kaum einem Politiker der Partei identifizieren. Warum wählt sie eine Partei, die in Sachsen als gesichert rechtsextrem gilt? Kassem Taher Saleh schätzt Plauen und dessen Einwohner sehr. Sie hätten ihn zu dem gemacht, der er heute sei. Ein Grünenpolitiker mit einer Persönlichkeit, die stark sei, "resistent und mit einem gewissen Fell überzogen". Taher Saleh wurde im Irak geboren, aufgewachsen ist er in der sächsischen Stadt. Heute sitzt er für die Grünen im Bundestag. Die Partei gilt für viele Menschen in Sachsen als Feindbild. Wenn Taher Saleh mit Leuten aus Plauen über Politik ins Gespräch kommt, spürt auch er den Unmut über die Unterstützung der Ukraine. Da, sagt er, habe auch seine Partei einen Fehler gemacht, nicht genügend kommuniziert. Auch sein Fußballtrainer, der ihn sehr geprägt hat, wählt inzwischen AfD. "Der ist ein super Typ, der extrem große und viele soziale Kompetenz hat." Wie will er Menschen wie ihn überzeugen, nicht die AfD zu wählen? Wer sind die Menschen, die einer gesichert rechtsextremistischen Partei ihre Stimme geben wollen? Und was befürchten diejenigen, die zu der Mehrheit gehören, die nicht die AfD wählt? Um das herauszufinden, sind Pia Rauschenberger und Ann-Kristin Tlusty nach Plauen gefahren.   Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Elise Landschek Mitarbeit: Paulina Kraft Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Podcast-Empfehlung 5: Bücher von Wolfgang Schäuble bis Susan Sonntag (Was liest du gerade?)24 Aug 202400:55:31
Wir machen Sommerpause mit den Was jetzt?-Spezialfolgen. Aber wir möchten die Zeit nutzen, um Ihnen andere schöne Dinge zum Hören zu empfehlen: Deshalb veröffentlichen wir hier unsere Lieblingsfolgen aus anderen ZEIT-Podcasts.  Dieses Mal empfiehlt Was jetzt?-Host Mounia Meiborg den Bücherpodcast "Was liest du gerade?" mit einer Folge über Sachbücher: Darin reden Maja Beckers und Alexander Cammann über die Autobiografie von Wolfgang Schäuble und das spezielle Genre der Politikermemoiren. Und sie besprechen eine Essay-Sammlung von Susan Sonntag aus den 70er Jahren und diskutieren darüber, was man aus 50 Jahre altem Feminismus für die Gegenwart lernen kann. Ab dem 31.8. erscheinen samstags wieder reguläre Was jetzt?-Spezialfolgen. Sie erreichen uns jederzeit unter wasjetzt@zeit.de .  [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
WHITE – Geständnis eines Neonazis (Folge 1/9)22 Jun 202400:34:42
Das ist die erste Folge von "WHITE – Geständnis eines Neonazis". Ein Doku-Podcast der ZEIT, in dem wir die Geschichte von Mike Kent erzählen. Einem Ex-Neonazi aus Arizona, der unserem Reporter mitten im Interview einen Mord gestanden hat. "Was ich dir gerade erzählt habe, weiß niemand", sagte er. So ging alles los: Zwei Reporter, drei Jahre, neun Folgen. Die ganze Geschichte gibt es unter www.zeit.de/white Die nächste Folge von WHITE, Folge 2: "Was ich dir gerade erzählt habe, weiß niemand", gibt es hier. Und hier finden Sie alle neun Folgen des Podcasts.  Schreiben Sie der Redaktion an podcast@zeit.de. Moderation und Skript: Bastian Berbner und Amrai Coen Produktion: Pia Rauschenberger, Ole Pflüger Redaktion: Pia Rauschenberger, Ole Pflüger und Constanze Kainz Sounddesign: Alexander Krause, Bony Stoev   [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Katar – Schlaraffenland mit Schattenseiten (17.9.2022)17 Sep 202200:44:43
Katar ist unglaublich reich. Die Hauptstadt Doha glänzt und funkelt. In wenigen Monaten wird Katar Gastgeber für eines der größten Sportereignisse sein: die Fußball-Weltmeisterschaft. Aber was ist das für ein Land, in dem vor wenigen Jahrzehnten noch der Perlenhandel eine wichtige Einnahmequelle war? Ein Land, das nun unglaublichen Reichtum angesammelt hat durch Öl und Gas? Ein Land, das den Namen Qatar bei Sportveranstaltungen auf der ganzen Welt auf Banden und Trikots schreiben lässt? Darum geht es in unserem neuen Podcast "Geld Macht Katar", der zusammen mit der ARD entstanden ist. In dieser Langfolge von "Was jetzt?" hören Sie die erste Folge von "Geld Macht Katar". Vorab erzählt Yassin Musharbash aus dem Investigativressort der ZEIT, der an der Recherche beteiligt war, wie es zu dem Projekt kam, was Katars globale Strategie ist – und warum wir uns für dieses kleine Land interessieren sollten. Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Redaktion: Moses Fendel "Geld Macht Katar"-Moderation und Skript: Lena Petersen "Geld Macht Katar"-Team: Pune Djalilevand, Yassin Musharbash und Benedikt Nabben Fragen, Kritik, Anmerkungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Undercover in der Welt der Klimalabels (10.9.2022)10 Sep 202200:30:18
Wer mit offenen Augen durch Supermärkte und Einkaufsstraßen geht, kommt an Klimalabels seit einigen Jahren nur noch schwer vorbei: Sie schmücken Hautcremes, Sneaker oder Dosenthunfisch. Start-ups wie Großkonzerne werben mit Siegeln, die suggerieren, dass ihre Produkte "klimaneutral" hergestellt seien. Hinter diesen Labels steht eine boomende Branche aus Beratungsfirmen, die den Unternehmen gegen Gebühr einen grünen Anstrich verspricht, aber selbst weitgehend intransparent arbeitet. Astrid Geisler, Redakteurin im Investigativteam von ZEIT ONLINE, und Hannah Knuth aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT wollten mehr über diese Firmen und ihre Arbeit herausfinden und haben sich in den vergangenen Monaten mit einem erfundenen Blumengeschäft bei mehreren Anbietern um Klimaneutral-Labels beworben. Im Samstagsspezial des Nachrichtenpodcasts Was jetzt? mit Jannis Carmesin berichten die beiden von ihrer Recherche zum Geschäft mit der Klimakrise und unserem ökologischen Gewissen, an deren Ende klar ist: Damit die Labels dem Klima zugutekommen, statt ihm zu schaden, braucht es strenge Kontrollen und verbindliche Standards. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Mounia Meiborg Recherche: Astrid Geisler, Hannah Knuth Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Transparenzhinweis: Die ZEIT-Verlagsgruppe lässt seit 2019 ihren Corporate Carbon Footprint auf der Basis des Greenhouse Gas Protocol von der Firma KlimAktiv berechnen. Der TÜV Rheinland hat im Sommer die Angaben für das Jahr 2021 zusätzlich überprüft und zertifiziert. Ziel der ZEIT-Verlagsgruppe ist es, bis 2025 klimaneutral zu werden, indem Treibhausgase vermieden, reduziert oder kompensiert werden. Links zur Folge: - Klimalabel: Ein Strauß leerer Versprechen - Klimaneutralität: Ist das wirklich klimaneutral? - Greenwashing: Nur grün geschminkt? [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Atomkraft – Stresstest für die Bundesregierung (3.9.2022)03 Sep 202200:37:41
Vor rund zehn Jahren wurde der Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Bis Ende 2022 sollten die letzten Kraftwerke abgeschaltet werden. Ein Zurück zur Atomenergie schien undenkbar – bis jetzt. Seit der Krieg in der Ukraine begann, steckt Deutschland in einer Energiekrise: Russland drosselt das Gas, die Preise steigen, das Heizen wird teurer und der Winter kommt erst noch. Ist Atomkraft die Antwort auf die Energieengpässe? Die Politik ist sich uneins. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte, dass eine längere Laufzeit "Sinn machen" könne. Die Union drängt auf einen Weiterbetrieb, die FDP schlägt vor, die Laufzeit gleich bis 2024 zu verlängern. Und die Grünen, die Antiatompartei? Sie schließen einen sogenannten Steckbetrieb erst mal nicht aus. Vorher soll aber ein Stresstest Klarheit bringen. Vier Übertragungsnetzbetreiber schätzen ein, ob eine Laufzeitverlängerung dabei helfen würde, die stark gestiegenen Strompreise zu senken. Welche Szenarien sind möglich? In dieser Spezialfolge von "Was Jetzt?" spricht Host Pia Rauschenberger mit dem Politikredakteur von ZEIT ONLINE Robert Pausch, was die Verlängerung der Atomkraftwerke bedeuten würde – und wie wahrscheinlich sie ist. Wird die Debatte zu einem Stresstest für die Bundesregierung? Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Alma Dewerny Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Das Trauma nach dem Taifun (27.8.2022)27 Aug 202200:34:38
Erdbeben, Vulkanausbrüche und katastrophale Stürme sind auf den Philippinen keine Seltenheit. Ein Tropensturm hat sich aber besonders ins kollektive Gedächtnis der Menschen eingebrannt. Der Taifun Haiyan, auf den Philippinen Yolanda genannt, brachte 2013 Tod und Zerstörung: Tausende Menschen verloren ihr Leben, Millionen wurden obdachlos. Kurze Zeit später wurde aber auch klar, dass die Stürme nicht nur unvorstellbare physische Schäden hinterlassen, sondern auch psychisches Leid verursacht hatten. In dieser Sonderfolge des Was-Jetzt?-Podcasts wollen wir über die psychischen Folgen der Klimakrise sprechen. Denn viele Arten von Naturkatastrophen werden häufiger auftreten, wenn es auf der Erde heißer wird. In vielen Teilen der Welt ziehen Naturkatastrophen fast zwangsläufig Wellen psychischer Leiden nach sich. Und was tun Helferinnen und Helfer dagegen? Studien deuten zum Teil darauf hin, dass nach Katastrophen bis zu 40-mal so viele Menschen unter psychischen Folgen leiden wie unter physischen. Dafür hat Jakob Simmank, Leiter des Ressorts Gesundheit bei ZEIT ONLINE, auf den Philippinen recherchiert – ein Land, das wegen seiner geografischen Extremlage besonders von der Klimakrise betroffen ist. Die Psychologin Lyra Verzosa hat mit den Opfern von Naturkatastrophen zusammengearbeitet, mit Waisenkindern und Eltern, die ihre Kinder verloren haben. Sie erklärt in dieser Sonderfolge, warum nach Naturkatastrophen viele psychische Erkrankungen erst entdeckt werden – und wieso sie auf die Zusammenarbeit mit Dorfheilern, Schamanen und der Kirche setzt. Moderation und Produktion: Ole Pflüger Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Alma Dewerny Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Taifun Haiyan: Philippiner kämpfen um ihr Leben Klimawandel: Supertaifun Haiyan ist erst der Anfang [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Lichtenhagen: Wenn Rechtsextreme ausrasten, knickt der Staat ein (20.8.2022)20 Aug 202200:32:23
Vier Tage lang, vom 22. bis zum 26. August, randalierten Rechtsextreme 1992 vor der zentralen Aufnahmestelle für Asylbewerber in Rostock-Lichtenhagen und stecken eine benachbarte in Brand. Angefeuert und unterstützt wurden sie dabei von Tausenden Anwohnerinnen und Anwohnern. "Nie wieder" dürfe so etwas passieren, das war in den Jahren danach der Tenor in der Politik – und das Leitmotiv der Gedenkkultur. Und doch war die rechte Gewalt nie weg: Die Morde des sogenannten NSU, Hanau, München und Halle sind nur einige Beispiele. Und auch Demonstrationen, bei denen Rechtsextreme und Bürgertum gemeinsam marschierten, hat es wieder gegeben – von Pegida bis zu den Querdenkern. Christian Bangel, politischer Autor bei ZEIT ONLINE, analysiert in dieser Wochenend-Sonderausgabe von "Was jetzt?", wie es dazu kommen konnte. Außerdem sprechen wir über die Vorgeschichte des Pogroms von Lichtenhagen: Wie Medien und Politik im Vorfeld die Stimmung angeheizt hatten, warum Warnungen nicht ernst genommen worden waren – und wie die Opfer des Pogroms auch hinterher noch missachtet wurden. Moderation: Elise Landschek Produktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Ole Pflüger, Alma Dewerny Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ukraine-Krieg: “Von meinem alten Leben ist nichts mehr übrig” (13.08.2022)13 Aug 202200:39:05
Seit etwa sechs Monaten führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. In dieser Sonderausgabe unseres Nachrichtenpodcasts "Was Jetzt?" kommen vier Menschen aus der Ukraine zu Wort, die in und mit dem Krieg leben müssen. Sie erzählen von ihren Erfahrungen an der Front, vom Kiewer Alltag und ihrer Suche nach einem neuen Leben. Timur ist Mitte 20 und hat bis zum Kriegsausbruch elektronische Musik produziert. Er hatte sich freiwillig als Soldat gemeldet, ist aber nach Monaten im Krieg müde und enttäuscht. Blossom ist für ihr Studium vor anderthalb Jahren aus Nigeria nach Kiew gezogen. Dieses Studium war Blossoms Weg zu einem Uniabschluss, doch jetzt scheint der kaum erreichbar. Sie berichtet von der Ungewissheit, ihr Studium fortsetzen zu können, warum sie Deutschland verlassen musste und wie sie auf ihrer Flucht immer wieder rassistische Anfeindungen erlebt hat. Dmytro erklärt, wie er sich an den Krieg gewöhnt hat und welche Momente plötzlich eine größere Bedeutung im Leben einnehmen. Er hat in den ersten Kriegswochen noch versucht, eine Lieferkette für Medikamente aufzubauen. Mittlerweile arbeitet er wieder als Filmemacher. Und schließlich Irina, eine pensionierte Buchhalterin. Sie erzählt von den früher belebten Plätzen in ihrer Heimatstadt, den Cafés und Parks in Kramatorsk. Aber das war einmal. Die Stadt liegt seit Monaten mitten im Kriegsgebiet. Ihre Nachbarinnen und Nachbarn sind geflohen, sie ist geblieben. Was hält Irina in ihrer Stadt? Timur, Dmytro und Blossom kennen sie bereits aus unserer ersten Sonderfolge, in der sie uns mit ihren Geschichten einen Einblick in die ersten dreieinhalb Wochen des Krieges gegeben haben. Moderation und Produktion: Constanze Kainz Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Elisabeth Bauer, Andrea Backhaus und Malcolm Ohanwe [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Warum Nachtzüge glücklich machen (06.08.2022)06 Aug 202200:30:24
Weite Strecken über Nacht zurücklegen, schlafend das Klima schonen und nebenbei vielleicht noch ein kleines Abenteuer erleben. Das versprechen Nachtzüge – zumindest in der Theorie. Kein Wunder, dass sie in mehreren europäischen Ländern seit ein paar Jahren eine Renaissance erleben. Dabei war der Nachtzug in Deutschland vor ein paar Jahren schon so gut wie tot. Ende 2016 stieg die Deutsche Bahn aus dem Geschäft aus und begründete das unter anderem mit den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und angeblich fehlender Wirtschaftlichkeit. Einen Teil des Nachtzugnetzes und auch der Schlaf- und Liegewagen übernahmen damals die Österreichischen Bundesbahnen und brachten mit dem Nightjet ein neues Konzept an den Start. Offensichtlich mit Erfolg: Inzwischen wächst das europäische Netz wieder, fast jedes Jahr kommt eine neue Verbindung hinzu. Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten. Denn längst nicht alle, die gern mit dem Nachtzug reisen würden, können das auch einfach tun. Auf manchen Verbindungen sind die Plätze im Schlaf- und Liegewagen nämlich auf Wochen hinaus ausgebucht. Andere Verbindungen, die jahrzehntelang zuverlässig funktioniert haben, sind eingestellt und es ist ungewiss, ob und wann sie zurückkehren. Für diese Sonderfolge von "Was jetzt?" hat sich ZEIT-ONLINE-Podcastredakteur Moses Fendel im Schlafwagen auf die Reise von Hamburg nach Zürich gemacht, um das Phänomen besser zu verstehen. Was sind die Gründe für den derzeitigen Nachtzugboom? Welche Rolle können sie im Kampf gegen die Klimakrise und für eine Mobilitätswende spielen? Und was müsste passieren, damit Nachtzüge in Zukunft von so vielen Menschen genutzt werden, dass sie innereuropäische Flugreisen überflüssig machen? Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Marc Fehrmann [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Der Libanon, zwei Jahre nach der Explosion (30.07.2022)30 Jul 202200:30:39
Im August 2020 löst ein kleiner Funke im Libanon eine Katastrophe aus. Nach Schweißarbeiten brennt es im Hafen der Hauptstadt Beirut. Dann explodiert eine Lagerhalle und der Druck der Detonation legt nicht nur den Hafen in Schutt und Asche, sondern zerstört auch die umliegenden Wohngebiete. Seitdem rutscht das Land immer tiefer in die Krise: Es gibt nicht mehr genug Essen, die Preise steigen. Die Menschen protestieren, die Regierung unter Premierminister Hassan Diab tritt sechs Tage nach der Explosion zurück. Wie geht es dem Libanon zwei Jahre nach der Explosion? In der Sonderfolge von "Was jetzt?" spricht Host Elise Landschek mit der Nahostkorrespondentin der ZEIT, Lea Frehse, über die Stimmung im Land. Denn nach wie vor befindet sich der Libanon in einer Wirtschaftskrise, die Preise für Lebensmittel haben sich vervielfacht. Und seit der Angriffskrieg in der Ukraine begonnen hat, wird auch das Getreide knapp. Das Land sei im Überlebensmodus, sagt Frehse. "Jeder muss erst mal schauen, wie man diese Krise übersteht, wie man das Brot noch zahlen kann." Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Und was tut die Politik? Länger als ein Jahr hatte der Libanon nach der Explosion keine Regierung. Inzwischen ist der sunnitische Muslim Nadschib Mikati Ministerpräsident. Mikati ist Milliardär, "er ist reich geworden durch dieses kaputte libanesische System", sagt Frehse. Die Regierung funktioniere wie ein Kartell. Gibt es noch Proteste gegen die Regierung und die Wirtschaftspolitik? Nein, berichtet Frehse, aber die Veränderung kommt trotzdem – Schritt für Schritt. Moderation und Produktion: Elise Landschek Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"In den ersten Monaten im Bundestag habe ich zehn Kilo abgenommen" (23.07.2022)23 Jul 202200:36:12
Der Bundestag ist in der Sommerpause. Corona, Ukraine-Krise, Inflation: Hinter den Abgeordneten liegen aufreibende Monate. Besonders viel Verantwortung lastet auf den Regierungsparteien. Wie muss sich das erst anfühlen für Bundestagsneulinge? Wir haben bei drei jungen Politikerinnen der Ampel nachgefragt. Maja Wallstein (SPD), Kathrin Henneberger (Grüne) und Muhanad Al-Halak (FDP) sind Mitte 30 und im vergangenen Herbst in den Bundestag eingezogen. Für sie war seitdem alles neu, sie mussten in Berlin Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden, eine Wohnung, sich in ihren ersten Reden behaupten und den komplizierten Parlamentsbetrieb verstehen. Außerdem berichten sie von ihren ersten politischen Erfolgen. Maja Wallstein erklärt, wieso sie in den Plenarsitzungen so oft auf ihr Handy schaut – und wieso das gar nicht so unerhört sei, wie man aus der Ferne vielleicht meint. Muhanad Al-Halak berichtet, wie er sein Fachwissen als Abwassermeister nutzen konnte, und Kathrin Henneberger erzählt, wie es ist, plötzlich nicht mehr Aktivistin zu sein, sondern mittendrin im politischen Betrieb zu arbeiten. In unserer Interviewserie über neue Abgeordnete des Bundestags haben wir die drei übrigens vor einigen Monaten schon einmal interviewt, die Texte finden Sie hier: https://www.zeit.de/index Interviews mit den Abgeordneten: Lisa Caspari Moderation und Produktion: Simone Gaul Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"Manchmal rede ich mit der Ahr: Warum warst du so sauer?" (16.07.2022)16 Jul 202200:31:24
Das Ahrtal ein Jahr nach der Flut: Auf dem Marktplatz von Ahrweiler kann man inmitten von gepflegten Blumenbeeten Eis essen. Aber drumherum stehen die meisten Häuser noch leer. Überall wird gebaut, gebohrt, gehämmert. Der Wiederaufbau ist zum neuen Alltag geworden, aber über allem schwebt die Frage: wegziehen oder bleiben? Ein Jahr lang haben wir Menschen im Ahrtal begleitet. Nun, zum Jahrestag der Flut, hat Pia Rauschenberger sie wiedergetroffen. Myrna Mardo, die syrische Kosmetikerin, die auf einen Berg gezogen ist, damit das Hochwasser sie nicht wieder einholt. Karolin Mitevski, die trotz allem zurück in ihr Haus in Altenburg ziehen möchte, und die gerade provisorisch bei ihren Etern lebt. Und Karolins Großeltern Josef und Waltraud Paetz, die im hohen Alter neu anfangen mussten – und nun zwischen ihrem alten Garten und der neuen Wohnung hin- und herpendeln. Außerdem sprechen in dieser Folge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darüber, was sich ändern muss, damit das Ahrtal bewohnbar bleibt und sicherer wird: der Katastrophenschützer Wolfgang Büchs, der selbst nicht ins Ahrtal ziehen würde. Und die Klimaforscherin Friederike Otto, die erklärt, wie wahrscheinlich es ist, dass so etwas noch einmal passiert. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Mounia Meiborg und Ole Pflüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Sommermärchen 2.0 – Wird es wieder so, wie es nie war?12 Jun 202400:44:05
Die WM 2006 in Deutschland ging als Sommermärchen in die Geschichte ein. Die Deutschen überraschten die Welt: Sie spielten ganz anderen Fußball als zuvor. Sie waren herzlich und gastfreundlich. Und: Sie waren plötzlich ganz offen stolz auf sich und ihr Land. Schwarz-Rot-Gold prägte die Fanmeilen, Balkone und Häuserfassaden. "Die Welt zu Gast bei Freunden" lautete das offizielle Motto des Turniers – und die Deutschen füllten es mit Leben. Der unverkrampfte Patriotismus, oft "Partypatriotismus" genannt, gilt als großes Erbe der Weltmeisterschaft 2006. "Ich habe mich wirklich sehr gefreut, nicht nur für die Ergebnisse der Mannschaft, sondern auch für das Land", sagt die französische Journalistin Cécile Calla in dieser Folge von Was Jetzt. Sie berichtete zu der Zeit aus Deutschland für französische Medien. Sogar der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte: "Die Welt hat keine Angst mehr vor übertriebenem Patriotismus in Deutschland." Doch spätestens mit der Niederlage im Halbfinale gegen Italien kippte mancherorts die Stimmung. So erinnert sich der Politologe Richard Gebhardt an das Turnier. "Das ist die klassische Kritik am Patriotismus, die stimmt", sagt er, "dass die Liebe zum Eigenen ganz schnell im Falle der Erfolglosigkeit auch umschlagen kann in den Hass auf andere." Und der Sozialwissenschaftler und Ex-Fußballer Özgür Özvatan erinnert sich trotz aller "entspannten Begegnungen" auf der Berliner Fanmeile auch an die Schattenseite jener Zeit: "Wir haben ja trotzdem den strukturellen Rassismus gesehen." Unmittelbar vor der WM hatten in Kassel nach dem Mord an Halit Yozgat Migrantinnen wegen der Mordserie an migrantischen Menschen demonstriert. Heute weiß man: Es war der Nationalsozialistische Untergrund (NSU). Gehör fanden die Angehörigen der Opfer so kurz vor dem Sommermärchen kaum. Die Deutschland-Party ging los. Ebenfalls vor der WM hatte es Warnungen vor sogenannten No-go-Areas für Schwarze Menschen gegeben, die sich auch in Übergriffen während der WM bestätigten. Nach der WM wurde der NSU enttarnt. Thilo Sarrazin veröffentlichte seinen Bestseller Deutschland schafft sich ab. Die AfD gründete sich, zog in den Bundestag ein und ist heute fester Teil der Parteienlandschaft.  Nun, vor dem nächsten großen Turnier in Deutschland, der Europameisterschaft 2024, die an diesem Freitag beginnt, stellt sich also die Frage: Wird es ein zweites Sommermärchen geben? Dafür aber muss geklärt werden, wie man sich angesichts des Rechtsrucks in Deutschland, in dem eine in Teilen rechtsextreme Partei Wahlerfolge feiert, heute an diese Zeit zurückerinnert.  In diesem Spezial von Was jetzt? geht Host Fabian Scheler zurück in den Sommer 2006 und spürt der Stimmung von damals nach. Er versucht zu verstehen, wie diese Wochen möglich waren, was von ihnen geblieben ist und wie die Nationalmannschaft von Kulturkämpfen über Identität und Zugehörigkeit erfasst wurde. Moderation und Produktion: Fabian Scheler Redaktion: Jannis Carmesin und Christian Spiller Sounddesign: Joscha Grunewald Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.   Weitere Links zur Folge: WM 2006: Jetzt ging's los Unser Ballgefühl - Müssen wir siegen? Können wir gut gelaunt sein? Was die WM 2006 über uns Deutsche verrät Deutschland, ein Sommermärchen (Der Spiegel) Patriotismus: Die Nation Studie zur Fußballweltmeisterschaft: Fußballtaumel und Fremdenfeindlichkeit (Sueddeutsche Zeitung) „Kein 10. Opfer!“ – Kurzfilm über die Schweigemärsche in Kassel und Dortmund im Mai/Juni 2006 [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Wie entsteht eine "Was jetzt?"-Folge? (10.07.2022)10 Jul 202200:25:39
Seit fast fünf Jahren gibt es den "Was jetzt?"-Podcast. Mit Beginn der Corona-Pandemie haben wir im März 2020 angefangen, neben einer Folge am Morgen auch ein Update am Nachmittag zu veröffentlichen. Und seit Kurzem veröffentlichen wir auch am Wochenende regelmäßig Folgen. Zeit also, mal hinter die Kulissen zu schauen. Wie sieht so ein Tag in der Redaktion aus? Wie kommen die Hosts zu ihren Themen und Gesprächspartnern? Was kann – von den Interviews über den Schnitt bis hin zum Upload – so alles schiefgehen? Und was macht eigentlich der Podcaster vom Dienst? In dieser Langfolge begleiten wir die Podcastproduktion einen Tag lang in der Redaktion. Und wir beantworten Fragen, die unsere Hörerinnen und Hörer uns beim Podcastfestival gestellt haben. Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Mitarbeit und Redaktion: Pia Rauschenberger und Fabian Scheler [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
EEG-Umlage: Gefeiert, verachtet, abgeschafft (02.07.2022)02 Jul 202200:38:02
Mit großer Mehrheit beschloss der Bundestag Ende April, die EEG-Umlage zum 1. Juli abzuschaffen, um die steigenden Stromkosten für Endverbraucher abzufedern. Damit gehört ein Herzstück der deutschen Energiewende nun der Vergangenheit an. Bremst die Reform die Energiewende aus? Oder hätte sie schon viel eher kommen müssen? Gemeinsam mit Petra Pinzler, Klimapolitikexpertin der ZEIT, rollt Ole Pflüger in dieser Sonderfolge des Nachrichtenpodcasts "Was jetzt?" die Geschichte der Umlage und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes auf, die lange als deutsches Erfolgsmodell gegolten hatte und in Dutzenden Ländern kopiert worden war, dann aber zunehmend in Ungnade fiel und als vermeintlicher Kostentreiber der Strompreise kritisiert wurde. Mit Hans-Josef Fell kommt einer der Gründerväter der Idee zu Wort, mit Peter Altmaier ein Politiker, der vielen als ihr Totengräber gilt. Moderation und Produktion: Ole Pflüger Redaktion: Jannis Carmesin [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Lange Schlangen, leere Regale – Kuba in der Krise (25.06.2022)25 Jun 202200:36:03
Üppige Wälder, mit Palmen gesäumte Strände, davor das türkisblaue karibische Meer – Kuba ist eine paradiesisch schöne Insel. Doch eine schwere Wirtschaftskrise hat das Land fest im Griff. Die Kubanerinnen und Kubaner verbringen Stunden damit, Lebensmittel zu besorgen. Meist auf dem Schwarzmarkt, denn die Läden sind leer. Die Löhne sind niedrig, die Preise hoch. "Was-jetzt?"-Host Elise Landschek war auf Kuba und hat die Menschen dort gefragt, wie sie ihren Alltag bestreiten und wie sie die politische Situation gerade sehen. Maria aus Santa Clara erzählt zum Beispiel, ihre Tochter habe das Land verlassen, weil sie als Ärztin umgerechnet nur 50 Dollar verdiente. Leben konnte sie davon nicht. Camila aus Varadero vermietet in ihrem Haus ein Zimmer an Touristen und Touristinnen, mit den Devisen, die sie dadurch bekommt, versorgt sie ihre ganze Familie und die Nachbarn. Mit der Ausgabe von Lebensmittelmarken sorgt der Staat zwar dafür, dass theoretisch niemand verhungern müsste. "Fünf Eier im Monat stehen mir zum Beispiel als Einzelperson zu", sagt Camila. Das reiche einfach nicht. Wie konnte es so weit kommen? Die Pandemie hat den Tourismussektor weitgehend zum Erliegen gebracht, eine der wichtigsten Geldquellen des Landes versiegte. Die Währungsunion im letzten Jahr hatte eine gigantische Inflation zur Folge. Das US-Embargo verhindert schon seit 1960 den Handel mit dem direkten Nachbarn. Kubas Verbündetem Venezuela geht es schlecht, also kommt auch von dort immer weniger Unterstützung. Der Kern der Probleme liege allerdings in dem schon seit Jahrzehnten maroden sozialistischen Wirtschaftssystem, sagt Kuba-Experte Bert Hoffmann vom GIGA Institut für Lateinamerika-Studien. Im vergangenen Sommer haben Tausende Menschen protestiert, Freiheit gefordert und angeprangert: "Wir haben Hunger!" Viele Oppositionelle sind verurteilt worden – zu bis zu 30 Jahren Haft. In der Sonderfolge von "Was jetzt?" besprechen die Hosts Ole Pflüger und Elise Landschek die Probleme auf Kuba. Und schauen in die Zukunft: Welche Auswege aus der Krise gibt es? Moderation und Produktion: Elise Landschek und Ole Pflüger Mitarbeit: Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Moldau zwischen Kriegsangst, Flüchtlingshilfe und EU-Euphorie (18.06.2022)18 Jun 202200:27:36
Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine ist auch ein anderes Land in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt: die Republik Moldau. Das Land mit rund 2,6 Millionen Einwohnern grenzt im Osten an die Ukraine. Und es beherbergt die autonome Region Transnistrien, in der seit den Neunzigerjahren russische Truppen stationiert sind. Dort gab es seit Kriegsbeginn immer wieder Explosionen. Die Sorge vieler Beobachter war und ist, dass von Transnistrien aus russische Kämpfer in die Ukraine gelangen könnten – und dass Moldau von Russland angegriffen werden könnte. Wie lebt es sich also in einem kleinen Land, das keinem Verteidigungsbündnis angehört und das nun das nächste Ziel des russischen Präsidenten Wladimir Putin sein könnte? Ein Land, das bisher mit Armut und Korruption schon genug zu tun hatte, und das nun – auf die Einwohnerzahl gerechnet – die meisten ukrainischen Flüchtlinge aufgenommen hat? Wie hat der Krieg in der Ukraine das Leben in Moldau verändert? Unsere "Was jetzt?"-Moderatorin Erica Zingher ist diesen Fragen hinterhergereist. Weil sie Familie in Moldau und Transnistrien hat, ist es eine persönliche Reise geworden. Zu Wort kommen in dieser Langfolge eine junge Frau, die beinahe geflohen wäre und die sich nun um ukrainische Flüchtlinge kümmert. Ein Mann in Transnistrien, der am liebsten an der Seite der Russen kämpfen würde. Und eine investigative Journalistin, die trotz allem Hoffnung für ihr Land hat. Feedback zum Podcast können Sie uns gern schreiben an wasjetzt@zeit.de. Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Alma Dewerny und Marc Fehrmann [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Was die hohen Preise für Menschen in Armut bedeuten (11.06.2022)11 Jun 202200:20:52
Egal ob Strom, Gas oder Kraftstoff: Durch die Pandemie und Russlands Krieg in der Ukraine ist Energie in Deutschland derzeit so teuer wie nie. Wie kein zweiter Faktor treibt diese Entwicklung auch das Preisniveau insgesamt: Die Inflation liegt so hoch wie seit fast 50 Jahren nicht mehr. Besonders hart trifft das Menschen mit geringem Einkommen, die einen überdurchschnittlich großen Teil ihres Einkommens für den Konsum grundlegender Güter aufwenden müssen. Mit einer Umfrage wollte die Community-Redaktion von ZEIT ONLINE erfahren, in welchen Schwierigkeiten diese Menschen durch den massiven Preisanstieg stecken und wie sie diesen begegnen. Drei der vielen Geschichten, die uns erreicht haben, erzählen wir in dieser Spezialfolge von "Was jetzt?". Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Ann-Kristin Tlusty und Marc Fehrmann [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Warum der Regenwald fürs deutsche Schnitzel brennt (28.05.2022)28 May 202200:38:31
In Brasilien wird Regenwald für den Anbau von Soja abgeholzt. 2,5 Millionen Tonnen Soja aus Brasilien landen jedes Jahr in Deutschland. Mindestens 20 Prozent davon wird höchstwahrscheinlich auf illegal entwaldeten Flächen angebaut. Was hat die Abholzung des Regenwaldes mit meinem Einkauf im Supermarkt zu tun? Warum versagen die Kontrollen? Und welche Folgen hat die Abholzung vor Ort, im Amazonas? Maria Mast aus dem ZEIT-ONLINE-Wissensressort ist diesen Fragen hinterhergereist. Herausgekommen ist eine Geschichte über Globalisierung und ihre Folgen. Über Menschen, denen Soja-Felder die Heimat wegnehmen und andere, die sie reich machen. Und darüber, was passiert, wenn das wichtigste Ökosystem der Welt auf internationale Wirtschaftsinteressen stößt. Zu Wort kommen in diesem Spezial von Was jetzt? die Anführer einer indigenen Gemeinschaft, deren Lebensgrundlage zerstört wird. Ein Lastwagenfahrer, der durch das Geschäft mit Soja der Armut entkommen will. Und der vielleicht einzige Waldkriminologe der Welt, der indigene Communitys mit GPS-Kameras ausstattet, um Landräuber abzuschrecken. Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Redaktion und Overvoices: Ole Pflüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"Ey, Corona hat richtig reingeschottert" (21.05.2022)21 May 202200:36:42
Mit 14 beginnt eine aufregende Zeit. Blöd nur, wenn ausgerechnet dann das Leben stillsteht, weil eine Pandemie ausgebrochen ist. Jugendliche seien die großen Leidtragenden der Corona-Zeit, heißt es oft. Und: Ihre Jugend sei verpfuscht. Was bedeutet das eigentlich, Teenager sein während der Corona-Zeit? Annabelle Seubert, Redakteurin im Ressort X von ZEIT ONLINE, hat vier Berliner Mädchen ein Jahr lang durch die Pandemie begleitet. Die vier Freundinnen heißen Allegra, Alena, Neele und Sophie, sie waren 14, als die Pandemie begann und 16 als der Ukraine-Krieg sie in den Hintergrund schob. Wie ging es den Mädchen in diesen aufwühlenden Jahren? Wie ist es, wenn man seine Freundinnen kaum sehen darf? Was, wenn die Tante zur Corona-Leugnerin wird? Wie haben sie vom Krieg erfahren? In diesem Audiotagebuch erzählen die Mädchen aus ihrem Leben. Interviews und Tagebuch: Annabelle Seubert Moderation und Schnitt: Simone Gaul Redaktion: Ole Pfüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Die vergessenen Kriege (14.05.2022)14 May 202200:30:28
Der Krieg in der Ukraine bekommt viel mediale und politische Aufmerksamkeit. Äthiopien, Mali oder Jemen eher weniger – warum ist das so? Und welche Folgen hat es? In dieser Sonderfolge von "Was Jetzt?" spricht Host Ole Pflüger mit Andrea Böhm über die vergessenen Kriege. Böhm berichtet seit Jahrzehnten unter anderem für ZEIT ONLINE aus Kriegs- und Krisenregionen der Welt. Wie ist die humanitäre Lage in Jemen? Wie stehen die Chancen auf Frieden in Äthiopien? Welche Verantwortung trägt die deutsche Regierung in Mali? Und: Wie muss sich die deutsche Kriegs- und Krisenberichterstattung ändern? Moderation und Produktion: Ole Pflüger Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Windkraft in NRW - das Ärgernis, das sein muss (07.05.2022)07 May 202200:26:02
Am 15. Mai wählt Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag und die Energiekrise dominiert den Wahlkampf im bevölkerungsreichsten und energiehungrigsten deutschen Bundesland. Die Landes-FDP plädiert für eine längere Laufzeit der Atomkraftwerke sowie Fracking von Gas in NRW und selbst die Grünen können sich vorstellen, Kohlekraftwerke als Reserveleistung länger am Netz zu halten als geplant. Gleichzeitig sind sich – bis auf die AfD – alle Parteien einig, dass fossile und nukleare Energie höchstens kurzfristige Lösungen sein sollen: Die erneuerbaren Energien sollen schneller und stärker ausgebaut werden. Gerade der Ausbau der Windenergie ist in NRW aber eine besondere Herausforderung: Weil in der städtischen Metropolregion um Rhein und Ruhr kaum Platz für Windparks ist, fürchten Windkraftskeptiker in Sauerland, Siegerland und den anderen ländlichen Randgebieten, über die Maße belastet zu werden. Für diese Folge unseres Nachrichtenpodcasts war Jannis Carmesin in Nordrhein-Westfalen unterwegs, um herauszufinden, wie sich die Konflikte befrieden lassen könnten. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Moses Fendel [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Long Covid – kommt jetzt die Pandemie nach der Pandemie? (30.04.2022)30 Apr 202200:34:30
Leonie tanzt gerne, fährt Rad, geht schwimmen und arbeitet Vollzeit. Dann krempelt Long Covid ihr Leben um. Sie sei zu einer Endzwanzigerin im Körper einer 100-Jährigen geworden, sagt sie selbst. Die Corona-Neuinfektionen werden weniger. Der Höhepunkt der Pandemie ist wohl überstanden. Doch viele Menschen wird Corona noch länger beschäftigen, vielleicht ihr Leben lang. Leonies Geschichte steht für eine Frage, die sich viele Experten und Expertinnen stellen: Was wird bleiben, auch wenn niemand mehr von Corona spricht? Kommt jetzt die Pandemie nach der Pandemie? In diesem Samstagsspezial von "Was jetzt?" erzählt Pia Rauschenberger Leonies Geschichte und bespricht mit Jakob Simmank, Leiter des Ressorts Gesundheit bei ZEIT ONLINE, was über die Krankheit Long Covid bereits bekannt ist. Was sind die Symptome? Wer ist betroffen und wie geht die Gesellschaft mit der Krankheit um? Und natürlich: Wie stehen die Heilungschancen? Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Ole Pflüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"Ich find schön, dass wir so ein bunter Haufen sind"08 Jun 202400:23:41
Für viele Menschen in den ärmeren Stadtteilen im Ruhrgebiet fühle sich die EU weit weg an, sagt Milad Tabesch. Europa, das sei was, bei dem sie sowieso nicht mitmachen könnten. "Viele Jugendliche sagen: wir werden doch gar nicht gehört." Tabesch ist 27 Jahre alt und selbst in Bochum geboren und aufgewachsen, als Kind afghanischer Geflüchteter.  "Es läuft nicht alles perfekt in der EU", sagt er. Aber die Idee, Nationalstaaten zu überwinden und frei und in Frieden zusammen zu leben – die begeistert ihn. Und diese Begeisterung möchte er an junge Menschen in seiner Heimat weitergeben. Er hat eine Initiative gegründet, "Ruhrpott für Europa" und tourt seit vergangenen Sommer durch die Klassenzimmer. Er kommt mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch, spricht mit ihnen über die EU und will von ihnen wissen, was ihnen wichtig ist, was sie bewegt, sorgt und was sie sich für die Zukunft wünschen.  Wenige Tage vor der Europawahl haben wir Milad Tabesch für unseren Podcast bei einem Workshop an der Willy-Brandt-Gesamtschule in Bochum-Werne begleitet.  Werne ist ein Arbeiterviertel. Der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund ist etwas höher als im Bochumer Durchschnitt, genau wie die Arbeitslosenquote. Das Einkommen der Menschen und die Mieten sind etwas geringer. Milad Tabesch kennt die Gegend gut, hier ist er selbst aufgewachsen, bevor er zum Studium nach Osnabrück, Berlin und schließlich New York ging. Dort, in New York, merkte er, dass er zurück will nach Bochum. Und dass er sich für die Menschen in seiner Heimat einsetzen will. Was denken die Schülerinnen und Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule über die EU? Wie europäisch fühlen sie sich? Welche Aspekte von Europa sind ihnen wichtig? Und gehen sie überhaupt wählen? Das erzählen sie Milad Tabesch bei seinem Workshop. Moderation und Produktion: Simone Gaul Redaktion: Pia Rauschenberger Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.   Links zur Folge:  Die Initiative Ruhrpott für Europa Ist Sylt überall? Ja, wirklich überall AfD im Westen: Das Ruhrgebiet sieht blau [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Frankreich stolpert nach rechts (03.04.2022)03 Apr 202200:36:20
Frankreich steht vor der Wahl – und ihr Ergebnis wird auch Einfluss auf uns in Deutschland und ganz Europa haben. Es gilt als wahrscheinlich, dass der amtierende Präsident Emmanuel Macron sich im zweiten Wahlgang der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen stellen muss. Die "grande nation" ist so weit nach rechts gerückt wie noch nie, die beiden rechtsextremen Parteien von Marine Le Pen und Éric Zemmour vereinen aktuellen Umfragen zufolge zusammen mehr als 30 Prozent hinter sich. Die einst große Volkspartei Parti Socialiste spielt kaum noch eine Rolle im Wahlkampf. Auch wenn Macron die Wahl am Ende gewinnen sollte, stellt sich die Frage: Wie konnte es so weit kommen? In dieser Sonderfolge gehen wir den Ursachen für das französische Wahlverhalten auf den Grund und analysieren politische, soziale und gesellschaftliche Gründe. Der Frankreich-Korrespondent Matthias Krupa beobachtet den Wahlkampf für die ZEIT und berichtet von seinen Recherchen: Warum wählen die Französinnen und Franzosen so, wie sie wählen? Moderation und Produktion: Elise Landschek Mitarbeit: Alma Dewerny und Annika Joeres Redaktion: Mounia Meiborg [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Stimmen aus der Ukraine: “Das ist meine War-Life-Balance” (20.03.2022)20 Mar 202200:44:25
In dieser Sonderausgabe erzählen vier Menschen aus der Ukraine ihre Geschichte vom Leben im und mit dem Krieg. Es ist ein Tagebuch der ersten dreieinhalb Wochen im Krieg gegen die Ukraine. Der Filmproducer Dymtro berichtet, wie er mit den regelmäßigen Bombenangriffen auf Kiew zu leben lernt. Etwa: Wann man bei Flugalarm in einen Bunker geht und wann nicht. Die nigerianische Studentin Blossom spricht über ihre Flucht aus der Ukraine und den Rassismus, der ihr dabei widerfahren ist. Die Personalerin Justyna erklärt, warum sie zunächst nicht aus Kiew geflohen ist, dann aber doch nach Lwiw fuhr. Und warum sie bald zurück nach Kiew will. Und Timur – der unter dem Alias John Object elektronische Musik produziert – hat bis vor wenigen Wochen noch Antikriegssongs geschrieben. Jetzt meldet er sich von wechselnden Orten in seiner neuen Rolle: Er hat sich dem Militär angeschlossen. Moderation und Produktion: Fabian Scheler Recherche: Ann-Kristin Tlusty, Phillipp Daum, Elisabeth Bauer, Pia Rauschenberger und Malcolm Ohanwe Redaktion: Pia Rauschenberger und Jannis Carmesin Mitarbeit: Vanessa Vu, Julia Meyer, Frida Thurm, Jelena Burger und Ole Pflüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ein Bauer kämpft gegen RWE (22.01.2022)22 Jan 202200:30:40
Schon lange geht es für Eckardt Heukamp nur noch in eine Richtung. Langsam nach vorn, ins Auge des Sturms, Stück für Stück, wie ein Bauer auf dem Schachbrett. Seit Jahren kämpft Heukamp, Landwirt im Dörfchen Lützerath im Rheinischen Braunkohlerevier, für den Erhalt seines Hofs – und ist mit der Zeit zum Repräsentanten eines viel größeren Kampfs geworden, der nur noch am Rande sein eigener ist. In Solidarität mit Heukamp haben Klimaaktivisten ihre Zelte auf seinem Grundstück aufgeschlagen und locken mit ihrem lauten Protest Reporter aus aller Welt nach Lützerath. Aus dem sperrigen Einzelkämpfer ist ein Mann geworden, an dessen Schicksal einige der großen Fragen unserer Zeit verhandelt werden. In den kommenden Wochen wird das Oberverwaltungsgericht Münster entscheiden, ob Heukamp zugunsten des Kohleabbaus enteignet und sein Hof abgebaggert werden darf oder nicht. Zu diesem Anlass haben ihn Manuel Stark, Redakteur im Green-Ressort von ZEIT und ZEIT ONLINE, und Podcastredakteurin Pia Rauschenberger besucht und sprechen in einer Sonderausgabe unseres Nachrichtenpodcasts über Heukamps Geschichte. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Ole Pflüger und Jannis Carmesin [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
2021 – diese Menschen haben unser Jahr besser gemacht (23.12.2021)23 Dec 202100:55:12
Blickt man auf die großen Ereignisse des Jahres, lässt sich 2021 als nervenaufreibende, oft frustrierende Horrorstory lesen. 2021 war das Jahr des Sturms auf das Kapitol in Washington, der dritten und der vierten Corona-Welle, der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan, der Flut an Ahr und Erft und der humanitären Katastrophe an der Ostgrenze der Europäischen Union. Doch wer sie sucht, findet hinter diesen Ereignissen auch die ermutigenden Geschichten interessanter Persönlichkeiten. Für die letzte Folge des Jahres hat das Team unseres Nachrichtenpodcasts "Was jetzt?" Geschichten zusammengetragen, die einen positiveren Blick auf 2021 eröffnen. Es stellt eine subjektive Auswahl jener Menschen vor, die die vergangenen zwölf Monate mit Mut, Engagement oder Empathie geprägt haben. Und sonst so? Das große "Was-Jetzt?"-Tierorchester Produktion: Pia Rauschenberger und Jannis Carmesin [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ahrtal: "Im Leben ist nichts beständig. Das lehrt uns diese Flut" (18.12.2021)18 Dec 202100:35:37
Vor knapp fünf Monaten hat sich in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz die größte Flutkatastrophe der Geschichte der Bundesrepublik ereignet. Hunderte Menschen sind gestorben. Vielen Menschen wurde ihr ganzes Leben weggespült: ihre persönlichen Dinge, ihr Haus oder ihre Wohnung, der Sportverein, ihre Heimat. Wie lebt man nach so einer Katastrophe weiter? Die Sonderfolge erzählt die Geschichte von Betroffenen, die ihre Heimat wieder aufbauen. Sie trauern, hoffen und ringen um jedes bisschen Normalität. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger und Ole Pflüger Redaktion: Mounia Meiborg [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Spezial zum Klimagipfel: Wer bezahlt, wenn Staaten untergehen? (14.11.2021)14 Nov 202100:30:44
"Wenn Glasgow scheitert, dann scheitert das Ganze", sagte Großbritanniens Premierminister Boris Johnson zum Auftakt der 26. Weltklimakonferenz in Glasgow vor zwei Wochen. Der Gipfel brachte unter anderem ein Abkommen zur Reduktion von Methan, dem Schutz der Wälder und ein überraschendes Statement der USA und China, – außerdem wird erstmals ein Weg aus der Kohle skizziert. Doch unter dem Strich steht kein Abkommen, das einen Kurs auf den im Paris-Abkommen anvisierten 1,5-Grad-Pfad verspricht. In einer Sonderfolge unseres Nachrichtenpodcasts zieht Ole Pflüger mit mehreren Redakteuren und Redakteurinnen von ZEIT und ZEIT ONLINE eine Bilanz: Wie haben sie die Veranstaltung vor Ort wahrgenommen? Und wie bewerten sie die Ergebnisse – vor allem aus Sicht der stark betroffenen Länder des Südens? Moderation und Produktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Jannis Carmesin und Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"Ein LinkedIn für Neonazis" (23.10.2021)23 Oct 202100:42:26
2018 gründet ein US-Amerikaner The Base. Die Gruppe soll ein internationaler Dachverband für gewaltbereite Rassisten sein, die sich auf den "Zusammenbruch des Systems" vorbereiten – und diesen gewaltsam beschleunigen wollen. ZEIT und ZEIT ONLINE haben über eine Quelle Zugriff auf die interne Kommunikation von The Base erhalten. Neben Zehntausenden Chatnachrichten sind darunter auch Mitschnitte privater Telefongespräche, die in dieser Sonderfolge von Was jetzt? in Ausschnitten zu hören sind. Astrid Geisler, stellvertretende Leiterin des Investigativressorts, erzählt bei Jannis Carmesin von ihrer Recherche. Das Material zeigt: Nazzaro versuchte auch in Deutschland eine Zelle aufzubauen. Mindestens drei Deutsche waren ab 2019 Mitglied bei The Base. Trotzdem taucht die Gruppe hierzulande in keinem Verfassungsschutzbericht auf. Wie ist das möglich? Moderation: Jannis Carmesin Redaktion: Ole Pflüger Produktion: Jannis Carmesin und Ole Pflüger Mitarbeit: Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Was jetzt, Deutschland? Der Wahlcheck zur Wirtschaftspolitik (18.09.2021)18 Sep 202100:36:46
Die Corona-Pandemie hat in Deutschland die größte Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Aber inzwischen ist oft die Rede von einem Aufschwung. Welche Konzepte haben die Parteien für die Wirtschaftspolitik nach der Corona-Krise? Brauchen wir Steuererhöhungen oder -senkungen? Welche neuen Ideen für die Rente gibt es? Und ist die Schuldenbremse noch zeitgemäß? Eine Woche vor der Wahl spricht Mounia Meiborg mit ZEIT-Wirtschaftskorrespondentin Lisa Nienhaus darüber, wie die Parteien in Zukunft die Wirtschaft gestalten wollen. Denn die Politik steht vor einigen Herausforderungen: Deutschland muss digital werden und angesichts einer alternden Gesellschaft brauchen wir neue Konzepte für unser Rentensystem. Außerdem muss sich die Politik fragen, ob sich der klimaneutrale Umbau des Landes mit unserem Wohlstand vereinbaren lässt. Es ist viel zu tun, aber auch viel möglich. Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Was jetzt, Deutschland? Der Wahlcheck zur Außenpolitik (11.09.2021)11 Sep 202100:37:21
Mit dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan hat der Bereich Außenpolitik in diesem Bundestagswahlkampf noch einmal an Brisanz gewonnen. In jeder wichtigen Wahlkampfrede thematisieren die Parteienvertreterinnen und -vertreter ihre Haltung in der Verteidigungs- und Rüstungspolitik und versuchen sich an prägnanten Antworten auf komplexe außenpolitische Fragen. Wir wollen in dieser Folge einen Überblick darüber geben, wo Schwerpunkte und inhaltliche Herausforderungen liegen. Zwei Wochen vor der Wahl spricht Elise Landschek mit dem Außenpolitikexperten der ZEIT, Michael Thumann, über die migrations- und außenpolitischen Ziele der Parteien. Welche Lehren haben die Parteienvertreterinnen aus dem Bundeswehreinsatz in Afghanistan gezogen? Welche Russlandpolitik verfolgt die Linke im Gegensatz zur SPD? Und was unterscheidet CDU und Grüne im Kurs mit China? Und welche Antworten geben die Parteien auf migrationspolitische Fragen? [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Was jetzt, Deutschland? Der Wahlcheck zur Klimapolitik (04.09.2021)04 Sep 202100:34:02
Die Corona-Pandemie hat in Deutschland die größte Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Aber inzwischen ist oft die Rede von einem Aufschwung. Welche Konzepte haben die Parteien für die Wirtschaftspolitik nach der Corona-Krise? Brauchen wir Steuererhöhungen oder -senkungen? Welche neuen Ideen für die Rente gibt es? Und ist die Schuldenbremse noch zeitgemäß? Eine Woche vor der Wahl spricht Mounia Meiborg mit ZEIT-Wirtschaftskorrespondentin Lisa Nienhaus darüber, wie die Parteien in Zukunft die Wirtschaft gestalten wollen. Denn die Politik steht vor einigen Herausforderungen: Deutschland muss digital werden und angesichts einer alternden Gesellschaft brauchen wir neue Konzepte für unser Rentensystem. Außerdem muss sich die Politik fragen, ob sich der klimaneutrale Umbau des Landes mit unserem Wohlstand vereinbaren lässt. Es ist viel zu tun, aber auch viel möglich. Moderation und Produktion: Mounia Meiborg Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Narendra Modi und die größte Wahl der Welt01 Jun 202400:33:56
Die größte Wahl der Welt geht zu Ende: Sechs Wochen lang, bis zum 1. Juni, konnten 970 Millionen Menschen in Indien ihre Stimme zur Wahl des Unterhauses abgeben, am 4. Juni werden die Ergebnisse verkündet. Dabei geht es auch um die Frage, wer der nächste indische Premierminister wird. Narendra Modi, der aktuelle Amtsinhaber, gilt als klarer Favorit. In der Bevölkerung erzielt er enorme Zustimmungswerte. Seine Anhänger feiern Modi wie einen Popstar und verehren ihn wie einen Heiligen. Seine Kritiker hingegen sehen in dem Premier einen Hassprediger, der gegen Muslime hetzt und die säkulare Verfassung missachtet.  In dieser Spezialfolge von "Was jetzt?" wirft Julian Sadeghi einen Blick zurück auf die vergangenen zwei Amtszeiten von Modi: Wie hat es der Mann aus ärmlichen Verhältnissen geschafft, zum Premier aufzusteigen? Und was hat er politisch erreicht? Antworten auf diese Fragen gibt Anant Agarwala aus dem ZEIT-Wissensressort, der in den vergangenen Wochen in Indien auf den Spuren Modis unterwegs war.  Außerdem geht es im Podcast um die jungen Wählerinnen und Wähler. Denn ein Fünftel der Wahlberechtigten Indiens sind unter 29 Jahren. Sie sind besonders stark von der Arbeitslosigkeit betroffen. Doch viele haben Berührungsängste mit der Politik und den Wahlen. Südasien-Journalistin Natalie Mayroth erzählt, wie unter anderem eine junge Gewerkschaftlerin und ein junger Anwalt versuchen, das zu ändern.  Moderation und Produktion: Julian Sadeghi Redaktion: Pia Rauschenberger und Helena Schmidt Mitarbeit: Olga Ellinghaus und Clara Löffler Sounddesign: Joscha Grunewald Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge:  Narendra Modi: "Unser Gott" Wahlen in Indien: Der Kampf um das säkulare Indien [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Was jetzt, Deutschland? Der Wahlcheck zur Sozialpolitik (28.08.2021)28 Aug 202100:36:43
Einkommen und Vermögen sind in Deutschland so ungleich verteilt wie seit dem ersten Weltkrieg nicht mehr. Kindern aus ärmeren Familien fällt das Lernen schwerer, Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, beklagen, dass sie keinen Weg mehr hinaus in ein eigenständiges Leben finden. Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware. Sozialpolitisch gibt es viel zu tun in Deutschland. In Teil zwei unserer Wahlcheckserie vor der Bundestagswahl befassen wir uns deshalb mit den Ideen der Parteien für ein gerechteres Zusammenleben in Deutschland. Simone Gaul spricht darüber mit Anna Mayr, Redakteurin im Politikressort der ZEIT. Außerdem kommen auch in dieser Folge wieder Teilnehmende unseres ZEIT-ONLINE-Minideutschlands die 49 vor, sie berichten von ihren persönlichen Erfahrungen. Die Sonderfolgen erscheinen an jedem Samstag bis zur Bundestagswahl. Moderation und Produktion: Simone Gaul Redaktion: Pia Rauschenberger und Ole Pflüger Mitarbeit: Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Was jetzt, Deutschland? Der Wahlcheck zur Gesundheitspolitik (21.08.2021)21 Aug 202100:32:22
In Deutschland herrscht schon seit Jahren ein Pflegenotstand: Die Arbeitsbedingungen sind häufig strapaziös, die Bezahlung gering, viele Pflegekräfte wechseln den Job nach nur wenigen Jahren. Die Pandemie hat das schonungslos offengelegt und, weil Deutschland immer älter wird, wird sich das Problem weiter verschärfen. Deshalb machen wir die Gesundheitspolitik und die Pflege zum Thema unseres ersten Spezials vor der Bundestagswahl. Fabian Scheler bespricht mit ZEIT-ONLINE-Redakteur David Gutensohn die drängendsten Fragen der Pflege. Wir haben die Wahlprogramme gelesen, damit Sie es nicht machen müssen. "Was jetzt, Deutschland?" heißt unsere Podcastserie zur Bundestagswahl. Darin prüfen die Hosts des "Was Jetzt?"-Podcasts mit ZEIT- und ZEIT-ONLINE-Redakteurinnen und -Redakteuren in je 30 Minuten die wichtigsten Wahlkampfthemen: Was fordern die Parteien in ihren Programmen zu Gesundheitspolitik, sozialer Gerechtigkeit, Klimakrise, Wirtschaftspolitik und Außenpolitik? Außerdem kommen Teilnehmende des ZEIT-ONLINE-Projekts "die 49" zu Wort. Die Folgen erscheinen immer samstags. Moderation und Produktion: Fabian Scheler Redaktion: Pia Rauschenberger Mitarbeit: Alma Dewerny [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Ahrtal-Katastrophe: "Das war schlimmer als im Krieg" (24.07.2021)24 Jul 202100:30:26
In dieser Sonderfolge sprechen wir mit Menschen aus den Hochwassergebieten Ahrweiler und Altenburg über ihre Erlebnisse: Eine 85-Jährige hat das Haus verloren, in dem sie seit über 60 Jahren mit ihrem Ehemann lebt. Ihre Enkelin vermisst vor allem ihr Hochzeitsalbum – und den Familienstammbaum, den sie nie ihren Enkeln wird zeigen können, weil er weggespült wurde. Eine Syrerin aus Aleppo ist mit ihren Kindern um ihr Leben geschwommen. "Ich hatte Angst, auch in Aleppo. Aber das war anders", erzählt sie. Ihre Wohnung und ihr Geschäft sind überschwemmt worden. Nun will sie von vorne anfangen in ihrer neuen Heimat, die idyllisch zwischen Weinbergen liegt und über Nacht zum Krisengebiet wurde. Gehen oder bleiben? Das fragen sich im Ahrtal viele, und noch nicht alle kennen die Antwort darauf. Noch sind viele so sehr mit den Aufräumarbeiten beschäftigt, dass sie sich mehr nebenbei eine Träne wegwischen. Ein kurzer Smalltalk an der Tankstelle kann in der Schilderung einer Tragödie enden. Helferinnen und Helfer, die aus Köln, aus Osnabrück und sogar aus Österreich angereist sind, versuchen, den Schlamm wegzuschippen – eine Solidarität, die vielen Betroffenen Trost spendet und Zuversicht schenkt. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger und Ole Pflüger Redaktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Hannah Grünewald [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Der Schattenmann der AfD (26.06.2021)26 Jun 202100:33:30
Luxushotelaufenthalte mit Alice Weidel (AfD), Briefkastenfirmen mit dubiosen Namen und politische Beratung mit ungewisser Absicht: Tom Rohrböck ist eine der schillerndsten Figuren im Umfeld der AfD. Er hält sich im Hintergrund und agiert weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Aber wer ist Tom Rohrböck wirklich? Was treibt den Mann an, der von sich selbst behauptet, "inhaltlich kein AfDler" zu sein? Und woher kommt sein Geld? In der Spezialausgabe gehen wir diesen Fragen nach und sprechen mit Christian Fuchs aus dem Investigativressort. In einer dreijährigen Recherche hat ein Reporterteam von der ZEIT, dem WDR und NDR unzählige E-Mails und Chatprotokolle ausgewertet. Sie sprachen mit Hunderten Menschen, die Tom Rohrböck persönlich kennen oder mit ihm Geschäfte machten, mit Hotelangestellten und Politikern aus der AfD. Im Podcast erzählt Christian Fuchs von den unglaublichen Methoden eines Mannes, der versucht, die Republik nach rechts zu rücken. Moderation: Pia Rauschenberger Produktion und Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Hannah Grünewald [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Kein gewöhnlicher Soldat (05.06.2021)05 Jun 202100:27:05
Franco A. gab sich als Geflüchteter aus und plante mutmaßlich ein Attentat auf Politiker. Seit zwei Wochen läuft der Prozess gegen ihn und es gibt noch viele offene Fragen: Wie konnte Franco A. sich als Geflüchteter ausgeben, ohne von den Behörden entlarvt zu werden? Was ist, wenn Franco A. in Gestalt eines syrischen Geflüchteten ein Attentat ausgeübt hätte? Warum wurde seine politische Gesinnung nicht schon früher erkannt? Und was wäre seine Rolle an einem sogenannten Tag X gewesen? In der Spezialausgabe gehen wir diesen Fragen nach und sprechen mit Christina Schmidt aus dem Investigativressort. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen von der taz hat sie ein rechtes Netzwerk bei der Polizei und bei der Bundeswehr aufgedeckt. Und sie hat Franco A. mehrmals persönlich getroffen. Sie berichtet über eine der spektakulärsten Kriminalgeschichten, die es zurzeit im Bereich Rechtsextremismus in Deutschland gibt. Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Hannah Grünewald und Ole Pflüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Spezial mit Olaf Scholz: "Das, was ich gesagt habe, ist immer wahr" (29.05.2021)29 May 202100:24:13
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland wünscht sich laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung, dass die Bundesregierung nach der Bundestagswahl im Herbst wechselt, auch zwei Drittel der SPD-Anhänger und Anhängerinnen sehen das so. Olaf Scholz, langjähriger SPD-Minister und nun Kanzlerkandidat, sagt dennoch: "Ich will Kanzler werden." In Umfragen liegt seine Partei derzeit bei 15 bis 16 Prozent. In dieser Sonderfolge spricht der Vizekanzler darüber, wie er die Stimmung bis zum Herbst drehen will, über die jüngsten Niederlagen von Regierungen mit SPD-Beteiligung vor dem Bundesverfassungsgericht beim Klimaschutz und beim Mietendeckel und über seine Erinnerungslücken bei den Skandalen um Wirecard und die Cum-Ex-Affäre in Hamburg. Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Ole Pflüger, Jannis Carmesin [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Spezial mit Christian Lindner: "Ich bin CO2-neutral" (15.05.2021)15 May 202100:22:36
Die Langfassung des Interviews mit dem FDP-Parteichef: Christian Lindner erklärt, warum er denkt, dass die Münchner und Berliner Mietmärkte "perfekt" funktionieren – ohne das provokant zu meinen –, warum das FDP-Klimaschutzgesetz das "härteste in Deutschland" sei und warum die FDP für Frauen das attraktivste Angebot bereit halte, trotz geringen Frauenanteils in seiner Partei und einem misslungenen Altherrenwitz, den er selbst vor nicht allzu langer Zeit gemacht hat. Und Lindner geht auf die Frage ein, inwieweit seine Partei am rechten Rand fischt – erinnert sei an die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Kurzzeit-Ministerpräsidenten von Thüringen mit den Stimmen der Höcke-AfD und an jüngste Äußerungen seines Parteivizes Wolfgang Kubicki, der das Robert Koch-Institut als "willfährigen Erfüllungsgehilfen" für die harten Maßnahmen der Bundesregierung kritisiert hatte. Moderation und Produktion: Rita Lauter Redaktion: Ole Pflüger [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"Es ist nicht fünf nach zwölf. Es ist 12.15 Uhr" (01.05.2021)01 May 202100:23:33
Die Infektionszahlen sinken ein wenig und das erhöhte Impftempo macht Hoffnung. Die Lage auf den Intensivstationen bleibt aber angespannt. ZEIT ONLINE hat Menschen, die auf den Intensivstationen arbeiten, aufgerufen, die Situation in Sprachnachrichten zu beschreiben. Im Nachrichtenpodcast und auf ZEIT ONLINE veröffentlichen wir, was sie zu sagen haben: Geschichten die von Verzweiflung, Erschöpfung und Empörung, von Hoffnungslosigkeit und Wut erzählen – aber auch von einem neuen Teamgeist auf den Stationen. ZEIT ONLINE-Redakteur David Gutensohn recherchiert seit Langem über die Arbeitsbedingungen in deutschen Krankenhäusern. Im Podcast erklärt er: In der Pandemie werden Probleme im Gesundheitssystem besonders sichtbar, die schon vorher bestanden. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Pia Rauschenberger, Hannah Grünewald [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
"Der Lockdown war das Beste, was uns passieren konnte" (06.03.2021)06 Mar 202100:30:59
Durch den Ausnahmezustand fand Philipp die nötige Ruhe, um die Trauer über den Tod seines Sohnes zu bewältigen. In dieser Sonderfolge von "Was jetzt?" erzählen wir seine Geschichte. Normalerweise erscheint unser Nachrichtenpodcast "Was jetzt?" nur von Montag bis Freitag. Doch ein Jahr nachdem das Virus Deutschland erreicht hat, erzählen wir in Sonderfolgen die Geschichten von Menschen, deren Leben durch die Pandemie eine Wendung genommen hat. Sie erscheinen in loser Reihe samstags. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Die Sehnsucht wird immer größer (30.01.2021)30 Jan 202100:29:20
Normalerweise erscheint "Was jetzt?" zweimal täglich. Ein Jahr nachdem das Virus Deutschland erreicht hat, erzählen wir in Sonderfolgen die Geschichten von Menschen, deren Leben durch das Virus eine Wendung genommen hat. Sie erscheinen in loser Reihe samstags. Für Franziska Schuster stand schon mit drei Jahren fest, dass sie mal auf der Bühne stehen will. Wenn ihre ältere Schwester ein Geigenvorspiel hatte, stellte sie sich neben sie und ahmte jede ihrer Bewegungen nach. Konzerte zu spielen ist auch noch mit 31 Jahren das Schönste, was sie sich vorstellen kann: "Wenn man alles vergisst um sich herum, wenn der Kopf einfach komplett ausgeschaltet ist. Wir sind hier, in einem Raum und es gibt nur uns." Mit 11 hat sie ihre ersten eigenen Songs geschrieben, mit 16 singt sie in ihrer ersten Band. Später spielt sie jedes Wochenende vier, manchmal fünf Konzerte. Irgendwann stößt sie an ihre Grenzen – körperlich und mental. Im Frühjahr 2020 trifft die Corona-Krise Franziska Schuster genauso wie die gesamte Musikbranche. Viele Musikerinnen und Musiker haben wie sie viel geopfert für ihre Karriere. Trotzdem erspielen sie normalerweise nur Einkommen von durchschnittlich 15.000 Euro im Jahr. Ein knappes Jahr nach dem Beginn der Epidemie in Deutschland denkt laut einer Umfrage unter freischaffenden Musikern in Berlin knapp ein Drittel daran, den Beruf aufzugeben, sieht keine Perspektive mehr oder hat sich einen anderen Job gesucht. In dieser Sonderfolge von "Was jetzt?" erzählt Pia Rauschenberger die Geschichte von Franziska Schuster, von ihren Zweifeln und von ihren Versuchen, in einer schweren Zeit durchzuhalten. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Zwei neue Leben (Plan D)28 May 202400:37:34
Vor etwa sechs Jahren begegnen sich an einer Straßenecke in Berlin-Moabit, zwischen Späti und Bäckerei, zwei Männer. Der eine ist Jerome: einsam, Workaholic, Anzugträger. Der andere ist Andi: obdachlos, drogensüchtig, eine klaffende Wunde am Bein. Die Leben der beiden sind nicht dazu bestimmt, miteinander in Kontakt zu kommen, und tun es doch. Denn Jerome macht Andi ein Angebot, das Andis Leben verändern wird – und sein eigenes. In diesem Spezial von Was jetzt? erzählt Jannis Carmesin die Geschichte von Andi und Jerome, die zeigt: Manchmal reicht eine einzige Person, um ein Leben in völlig neue Bahnen zu lenken. Moderation und Produktion: Jannis Carmesin Redaktion: Pia Rauschenberger Die Folge ist Teil des ZEIT-ONLINE-Projekts Plan D. Dafür sammeln wir Probleme, Ärgernisse und Sorgen aus Ihrem Alltag in Deutschland – und zeigen in einem interaktiven Verzeichnis, wie Menschen und Initiativen etwas gegen diese Probleme tun. Über ausgewählte Einreichungen berichten wir in aller Tiefe.  [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Jahresrückblick 2020 Teil 3: Von Lesbos bis Washington (23.12.2020)23 Dec 202000:31:14
Im dritten und letzten Teil des Was jetzt?-Jahresrückblicks sprechen wir über Themen aus aller Welt – außer Corona: Waldbrände in Australien, Kalifornien und eine Rekord-Hurrikansaison. 2020 war kein gutes Jahr für den Klimaschutz. Oder doch? Immer mehr Staaten, Regionen und Unternehmen bekennen sich zur Klimaneutralität bis Mitte des Jahrhunderts. Reicht das? Und warum folgen solchen Ankündigungen so selten Taten. Antworten gibt Stefan Schmitt aus dem Wissensressort der ZEIT. Denn gleichzeitig sind viele Menschen gezwungen zu flüchten, weil Umweltveränderungen oder Naturkatastrophen ihre Heimat unbewohnbar machen. Aber auch Kriege und Konflikte treiben Menschen in die Flucht. Moria wird in diesem Jahr Symbol für die gescheiterte Asylpolitik der EU: mangelnde medizinische Versorgung in der Pandemie und ein zerstörerischer Brand. Michael Thumann, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT analysiert die Gründe für das politische Scheitern. Ein historisches Jahr geht auch in den USA zu Ende. Inmitten der Pandemie lösen etliche, öffentlich dokumentierte Fälle von Polizeigewalt, die Proteste der "Black Lives Matter"-Bewegung aus. Wie beeinflussten die innenpolitischen Ereignisse Bidens Wahlsieg? Wir sprechen darüber mit ZEIT ONLINE US- Korrespondentin Rieke Havertz. Außerdem: Auch in Osteuropa blickt man auf ein bewegtes Jahr zurück. In Belarus beginnen, nach der gefälschten Wahl Lukaschenkos, landesweite Proteste und Streiks gegen den autoritären Machthaber. Und: Putins Widersacher, der russische Oppositionsführer Alexej Nawalny überlebt einen Giftanschlag. Warum die deutsch-russischen Beziehung nun auf einem Tiefpunkt sind, erklärt unsere Korrespondentin Alice Bota. Moderation und Produktion: Ole Pflüger, Elise Landschek, Hannah Grünewald, Moses Fendel Mitarbeit: Anne Schwedt [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Jahresrückblick 2020 Teil 2: Von Kemmerich bis Wirecard (22.12.2020)22 Dec 202000:26:50
Im dreiteiligen Was-Jetzt-Jahresrückblick besprechen wir das, was uns 2020 bewegt hat. Im Februar wird Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten in Thüringen gewählt. Unter anderem mit den Stimmen der AfD. Der Eklat löst ein politisches Erdbeben aus. Kemmerich kündigt nach nur einem Tag im Amt seinen Rücktritt an. FDP-Vorsitzender Christian Lindner übersteht die Vertrauensfrage im Bundesvorstand der FDP – aber wie steht es um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler? Am 19. Februar tötet ein Rechtsextremist in Hanau neun Menschen vor und in zwei Shishabars. Der Täter hatte im Vorfeld seines Anschlags Verschwörungsmythen und rassistische Ansichten auf seiner Website im Internet veröffentlicht. Angehörige der Opfer fordern eine lückenlose Aufklärung, sie möchten erfahren, warum der Täter trotz "Warnsignale" nicht aufgehalten werden konnte. Das Attentat führte in ganz Deutschland zu Protesten und Demonstrationen gegen Rassismus und auch zu neuen politischen Maßnahmen gegen Rassismus. Die Namen der Opfer, die durch die rassistische Tat aus dem Leben gerissen wurden, sind : Ferhat Unvar, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Said Nesar Hashemi. "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf" – so begründete Bundesinnenminister Horst Seehofer noch im Sommer, warum es keine Studie zu Rassismus in der Polizei geben sollte. Mittlerweile hat Seehofer eine Studie in Auftrag gegeben, in der es neben Alltagserfahrungen von Polizistinnen und Polizisten auch um Rassismus gehen soll. Aber reicht das in Anbetracht von immer neuen rassistischen und rechtsradikalen Polizeichats und Videos von Polizeigewalt? Im Juni erschüttert der Skandal um den Zahlungsanbieter Wirecard den Finanzplatz Deutschland – aber auch die Politik. Wirecard hat Marktmanipulationen und Bilanzfälschung in Höhe von zwei Millionen Euro eingeräumt. Wie konnte das passieren? Wussten die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) davon? Produktion: Rita Lauter, Susan Djahangard, Pia Rauschenberger Mitarbeit: Christina Felschen [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
Jahresrückblick 2020 Teil 1: Das Corona-Jahr (21.12.2020)21 Dec 202000:26:46
Das Jahr begann mit dieser Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO): "Pneumonia of unknown cause – China. Disease outbreak news." Eine Lungenentzündung mit unbekannter Ursache, festgestellt am 31. Dezember 2019. Sars-CoV-2 war mit dem ersten Tag des neuen Jahres in der Welt. Und es ist geblieben. Im dreiteiligen Jahresrückblick des "Was Jetzt?"-Podcasts besprechen wir das, was uns 2020 bewegt hat. Fabian Scheler redet mit Jakob Simmank aus dem Wissensressort über die Suche nach dem Impfstoff. Simone Gaul hat David Gutensohn aus dem Arbeitsressort zu Gast, der in diesem Jahr mit vielen Pflegerinnen und Pflegern gesprochen hat. Er rekapituliert mit Simone Gaul die sozialen Folgen dieser Pandemie. Eine Mehrheit der Deutschen findet die einschränkenden Maßnahmen in der Pandemie richtig. Doch haben sie auch eine Welle der Proteste der sogenannten Querdenken-Bewegung ausgelöst. Erica Zingher fragt Lenz Jacobsen: Was treibt diese Menschen auf die Straße? Und Mathias Peer berichtet aus Bangkok, wie Thailand die Pandemie in den Griff bekommen hat. Im ersten Teil des "Was Jetzt?"-Jahresrückblicks sprechen wird über ein Jahr, das als das Corona-Jahr in die Geschichte eingehen wird. Der zweite und der dritte Teil des "Was Jetzt?"-Jahresrückblicks erscheinen am Dienstag, dem 22. Dezember, und am Mittwoch, dem 23. Dezember. Produktion und Moderation: Simone Gaul, Erica Zingher, Fabian Scheler, Mathias Peer / Mitarbeit: Hannah Grünewald [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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