Back

Explore every episode of the podcast Regionalgeschichte auf die Ohren

Dive into the complete episode list for Regionalgeschichte auf die Ohren. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.

Rows per page:

1–22 of 22

TitlePub. DateDuration
untold 1: Westfalen neu gedacht: Die Gebietsreform 1975 und ihre Folgen20 Mar 202500:43:35

1975 wurde NRW neu geordnet: Aus 2300 Kommunen wurden 396. Doch was als Modernisierungsschub gedacht war, um leistungsfĂ€higeren Gemeinden zu schaffen und gleichwertige LebensverhĂ€ltnisse zwischen Stadt und Land zu ermöglichen, stieß vielerorts auf heftigen Widerstand. Doch war die Reform wirklich so ungewollt? Welche Herausforderungen gab es – fĂŒr wen? Wie verĂ€nderte sich das Leben der Menschen?

 

Die Historiker:innen Claudia Kemper und Christoph Lorke besprechen einen bedeutenden Wendepunkt der deutschen Verwaltungsgeschichte und seine Auswirkungen auf Westfalen und Lippe. Im historischen Kontext besprechen wir die oft unterschÀtzte Bedeutung von Emotionen in politischen Prozessen, Planungseuphorie und welche Rolle Akteure aus NRW nach der Wiedervereinigung bei der Brandenburger Reform spielten.

 

Weiterlesen und selber zum Thema recherchieren zum Beispiel hier:

 Merschjohann, David: Umgekrempelt.Die kommunale Gebietsreform in Ostwestfalen-Lippe (1966-1975),Forschungen zur Regionalgeschichte, Brill Schöningh, 2022.

 

Das Projekt Schilderwechsel


Zur Folgenseite:


Hintergrund: Untold Stories

Westfalens verborgene Geschichte[n] erzÀhlen

Zum Themenjahr „1.250 Jahre Westfalen“ erzĂ€hlt die Podcast-Serie Untold Stories in zwölf Folgen unbekannte Kapitel der Geschichte Westfalen-Lippes. Das LWL-Institut fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte und das LWL-Medienzentrum fĂŒr Westfalen nehmen mit auf eine Reise durch die Zeit. Dabei blicken wir nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch auf die Gegenwart. Von unbekannten Helden bis hin zu vergessenen Ereignissen – „Untold Stories“ inspiriert und eröffnet neue Perspektiven – auf Westfalen, auf Lippe, auf Geschichte.

 

Die Reihe wird veröffentlicht im Podcastkanal„Regionalgeschichte auf die Ohren (RadiO)“ und hier: https://www.lwl-regionalgeschichte.de/de/vermittlung/untold/

Das Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung im Rahmen des Kulturprogramms zum JubilĂ€umsjahr 2025 "1250 Jahre Westfalen“ gefördert. Schirmherr des Kulturprogramms istBundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier.

Good things will happen11 Mar 202500:01:07

Regionalgeschichte auf die Ohren - kurz RadiO - entwickelt sich: unser Coverbild wurde aufgefrischt und mit der nÀchsten Folge (am 20.3.) startet eine neue Reihe: Untold Stories. In dieser werden Aspekte der westfÀlischen Geschichte erzÀhlt, die wenig bekannt sind.

Das Projekt "Untold Stories- Westfalens verborgene Geschichte[n] erzÀhlen" wird von der LWL-Kulturstiftung im Rahmen des Kulturprogramms zum JubilÀumsjahr 2025 "1250 Jahre Westfalen" gefördert. Schirmherr des Kulturprogramms ist BundesprÀsident Frank-Walter Steinmeier

„Die Reformen waren ein Weg voller WiderstĂ€nde“13 Jul 202200:27:29

Seit Ende der 1960er-Jahre standen Anstalten wie Psychiatrien sowie Heime der Jugendhilfe und des Behindertenwesens in der Kritik. Sie galten als starres Instrument der Sozialpolitik, als totale Institutionen und Widerspruch zu zeitgemĂ€ĂŸen Lebensformen. Mit dem jetzt veröffentlichten Sammelband „Ende der Anstalten?“ bietet das LWL-Institut fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte erstmals einen systematischen Überblick ĂŒber die Deinstitutionalisierung dieser Einrichtungen. Dr. Wilfried Rudloff, Mitherausgeber des Bandes, gibt in der zwölften Folge der Podcast-Reihe „Regionalgeschichte auf die Ohren“ Einblicke in das Buch.

„Corona ist ein VerstĂ€rker fĂŒr tiefgreifende soziale VerĂ€nderungen“08 Sep 202100:18:38

Im FrĂŒhjahr 2020 verĂ€nderte sich unsere Welt. Wir lebten im Lockdown und arbeiteten im Homeoffice. Wir gingen auf Distanz zur Familie und zu Freunden. Wir suchten nach Nudeln, Hefe und Klopapier. Die Coronapandemie fĂŒhrte zu massiven Verwerfungen in der Wirtschaft und Wissenschaft, in Parlamenten, in den Medien und sozialen Netzwerken, in der Außenpolitik ebenso wie im Alltag. Wie hat die Pandemie unsere Gesellschaft verĂ€ndert? Stellt Corona eine ZĂ€sur dar? Was wird von der Pandemie bleiben? Diese und weitere Fragen beantwortet Prof. Dr. Malte Thießen, Leiter des LWL-Instituts fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte, in der elften Folge der Podcast-Reihe „Regionalgeschichte auf die Ohren“.

„Wohnraum nimmt bei einer gelungenen Integration einen sehr großen Stellenwert ein“17 May 202100:24:49

Mit dem Forschungsprojekt „Migration, Wohnen und ‚Integration‘ im lĂ€ndlichen Raum 1975 bis 2000“ untersucht Dr. Jens GrĂŒndler, wissenschaftlicher Referent im LWL-Institut fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte, die WohnverhĂ€ltnisse und Ankunftsquartiere migrantischer Gruppen im lĂ€ndlichen Westfalen. Welchen Stellenwert nimmt der Wohnraum fĂŒr eine gelungene Integration auf dem Land ein? Diese und weitere Fragen beantwortet der Historiker in der zehnten Folge der Podcast-Reihe „Regionalgeschichte auf die Ohren“ am Beispiel der Hochhaussiedlung „Dammanns Hof“ in Harsewinkel (Kreis GĂŒtersloh).

„Es wurden sehr unterschiedliche Willkommenskulturen gelebt“22 Feb 202100:23:48

Welche Willkommenskulturen gab es in der Nachkriegszeit und in der frĂŒhen Bundesrepublik gegenĂŒber FlĂŒchtlingen und Vertriebenen? Dieser Frage gehen die Autorinnen und Autoren des Sammelbandes „Willkommenskulturen? Re-Aktionen auf Flucht und Vertreibung in der Aufnahmegesellschaft der Bundesrepublik“ (Forschungen zur Regionalgeschichte Bd. 86) nach. Sie zeigen anhand von lokalen und regionalen Beispielen die Erinnerungsgeschichten von IntegrationsbemĂŒhungen und Abgrenzungsverhalten der Aufnahmegesellschaften gegenĂŒber FlĂŒchtlingen und Vertriebenen auf. Mitherausgeber Dr. Matthias Frese erklĂ€rt in der neunten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte, wie eine wertschĂ€tzende Integration gelingen kann und welchen Beitrag die Geschichtswissenschaft zu der immer noch aktuellen FlĂŒchtlingsfrage leisten kann.

„Die britischen Soldaten sind weitestgehend unter sich geblieben“ 30 Sep 202000:15:36

Fast 70 Jahre lang haben die britischen StreitkrĂ€fte Gebiete in Westfalen als militĂ€rische StĂŒtzpunkte genutzt. Diese langjĂ€hrige Anwesenheit des britischen MilitĂ€rs in der Region steht fĂŒr eine weltgeschichtlich ausgesprochen seltene Konstellation: fĂŒr den allmĂ€hlichen Rollenwechsel vom Status einer Armee, die ursprĂŒnglich als Besatzungsarmee angetreten ist, zu einem militĂ€rischen Partner des Stationierungslandes. Auch die GrĂ¶ĂŸenordnung dieser Stationierung war und ist beachtlich: Zwischen 1945 und heute lebten mindestens 800.000 britische Soldaten einschließlich der Familienangehörigen in Westfalen und wahrscheinlich noch einmal 1,2 Millionen im benachbarten Rheinland und in Niedersachsen. Im Jahr 2010 kĂŒndigte die Regierung Cameron den vollstĂ€ndigen Abzug des britischen MilitĂ€rs an, der 2020 abgeschlossen sein soll. Dr. Thomas KĂŒster, wissenschaftlicher Referent im LWL-Institut fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte, erlĂ€utert in der achten Folge der Podcast-Reihe „Regionalgeschichte auf die Ohren“ die Bedeutung Westfalens als Standort fĂŒr das britische MilitĂ€r.

„Seuchen schĂŒren gewaltige Ängste, weil sie potenziell jeden treffen können“17 Mar 202000:12:30

Das neuartige Corona-Virus „SARS-CoV-2“ breitet sich auch in Deutschland weiter aus. Es werden immer mehr Schutzmaßnahmen ergriffen. Veranstaltungsabsagen, die Schließung von Schulen, Kitas und Museen, HamsterkĂ€ufe in SupermĂ€rkten: Das öffentliche Leben kommt mehr und mehr zum Erliegen. Die Unruhe in der Bevölkerung nimmt zu. In der siebten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte erklĂ€rt Prof. Dr. Malte Thießen, Historiker und Leiter der LWL-Forschungseinrichtung, woher die Angst vor Seuchen kommt, welche historischen Beispiele es gibt und warum Seuchen ein Seismograf des Sozialen sind.

„Ohne die Zwangsarbeit der sowjetischen Kriegsgefangenen wĂ€re die deutsche Kriegswirtschaft vermutlich zusammengebrochen“18 Feb 202000:29:02

Das Stammlager – Stalag – 326 (VI K) in der Senne bei Schloß Holte-Stukenbrock im Kreis GĂŒtersloh war von 1941 bis 1945 Deutschlands grĂ¶ĂŸtes Lager fĂŒr sowjetische Kriegsgefangene. Es diente als Rekrutierungs- und Durchgangslager fĂŒr mehr als 300.000 Rotarmisten, die Zwangsarbeit im Ruhrbergbau leisten mussten. Die Lebensbedingungen und hygienischen ZustĂ€nde waren katastrophal. Allein in den letzten drei Monaten des Jahres 1942 starben rund 5.000 Gefangene – so viele wie in keinem anderen Lager im Deutschen Reich. Jens Hecker, wissenschaftlicher Mitarbeiter, schildert in der sechsten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte welche Bedeutung das Stalag 326 (VI K) fĂŒr die Nationalsozialisten hatte, was nach 1945 mit dem Lager geschah und warum der Ort – unterstĂŒtzt vom LWL – zu einer bundesweiten GedenkstĂ€tte ausgebaut werden soll.

„Der Ruhraufstand war eine direkte Reaktion auf den Putsch in Berlin“ 16 Sep 201900:08:07

Die Konflikte der jungen Weimarer Republik wurden sowohl in den parlamentarischen Versammlungen als auch auf der Straße mit der Waffe in der Hand ausgetragen. Sie eskalierten bis zum BĂŒrgerkrieg. Im MĂ€rz 1920 schlossen sich im östlichen und im rechtsrheinischen Ruhrgebiet die Gegner der antirepublikanischen Putschisten um Kapp und LĂŒttwitz zusammen. Historiker und Autor Prof. Dr. Rainer Pöppinghege spricht in der fĂŒnften Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte ĂŒber sein Buch „Republik im BĂŒrgerkrieg. Kapp-Putsch und Gegenbewegung an Ruhr und Lippe 1919/20“.

Die Vergangenheit ragt in die Gegenwart24 Apr 201900:08:40

Warum ist der politische und historische Umgang mit der Zeit des  Nationalsozialismus auch noch heute gesellschaftlich relevant? Wie hat sich die Erinnerungskultur seit 1945 verĂ€ndert? In der ersten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte spricht Mitherausgeber Dr. Matthias Frese ĂŒber den Band Verhandelte Erinnerungen. Der Umgang mit Ehrungen, DenkmĂ€lern und Gedenkorten nach 1945. 

Kaiser-Wilhelm-Denkmal: „Es ist ein Spiegel unseres NationalgefĂŒhls“16 Apr 201900:08:16
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat am 8. Juli 2018 das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Porta Westfalica (Kreis Minden-LĂŒbbecke)  wiedereröffnet. Die 122 Jahre andauernde Historie des Monuments ist wechselhaft. In der zweiten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte spricht Institutsleiter Prof. Dr. Malte Thießen ĂŒber die Bedeutung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals und warum es gesellschaftspolitisch wichtig ist, sich kritisch damit auseinanderzusetzen. 
zBG05: "Digitalgeschichte nicht von der Technik her zu denken, sondern von der Gesellschaft"20 Feb 202500:36:39

1952 baut die Stadt GĂŒtersloh ihr erstes Rechenzentrum - ein Computer so groß wie ein Haus. Warum die Digitalisierung unsere Gesellschaft so tiefgreifend verĂ€ndert hat, wie aus dem "Kollegen Computer" ein allgegenwĂ€rtiger Begleiter wurde und welche Rolle Social Media in unserem Alltag spielt – all das beleuchtet diese Folge.
Prof. Dr. Malte Thießen spricht mit Dr. Greta Civis ĂŒber die Wurzeln der Digitalisierung, den technologischen Zeitgeist der 80er Jahre und die rasante Entwicklung bis heute. Einblicke in die Forschung zur Geschichte der digitalen Transformation und ihre Bedeutung fĂŒr die zeitgenössische Gesellschaftsforschung, Herausforderungen des Datenschutzes und wie Digitalisierung zu sozialen Ungleichheiten beitrĂ€gt ist Thema der 20. Folge von „Regionalgeschichte auf die Ohren“ kurz: „RadiO“. Dies ist die fĂŒnfte Folge der Reihe: Zum Beispiel GĂŒtersloh (zBG). Die Reihe begleitet die Forschungen im Projekt: "GĂŒtersloh im 20. und 21. Jahrhundert: Verwandlungen einer Stadt von 1945 bis 2025".

Der Band zu den Forschungen in GĂŒtersloh erscheint im Mai 2025:

Lorke, Christoph (Hrsg.). GĂŒtersloh – Geschichte einer Stadt (1945–2025). 1. Auflage. Bielefeld: Verlag fĂŒr Regionalgeschichte, 2025. ISBN 978-3-7395-1527-4.

Hier gehts zur Wayback Machine: https://web.archive.org/

68er-Bewegung: „Es ging um den Protest am Establishment“16 Apr 201900:10:11

Verschnarchte Provinz versus revolutionĂ€re Großstadt? Angesichts des 50-jĂ€hrigen JubilĂ€ums der 68er-Bewegung fragt der Band Bewegte Dörfer. Neue soziale Bewegungen in der Provinz 1970-1990 danach, ob es die 68er auch außerhalb der Metropolen wie Frankfurt, Berlin oder MĂŒnchen gab. Herausgeberin Dr. Julia Paulus erlĂ€utert in der  dritten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte was die Protestbewegung in KleinstĂ€dten und auf dem Land charakterisierte und warum eine regionale Forschungsperspektive sinnvoll ist. 

Die wissenschaftliche Aufarbeitung eines der grĂ¶ĂŸten Kriegsendphaseverbrechen in Deutschland16 Apr 201900:20:46

Zwischen dem 21. und 23. MĂ€rz 1945 – kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs – verĂŒbten die Nationalsozialisten zwischen Warstein und Meschede im Sauerland eines der grĂ¶ĂŸten Kriegsendphaseverbrechen in Deutschland. An drei Stellen im Arnsberger Wald wurden 208 polnische und russische Zwangsarbeiter ermordet. Dr. Marcus Weidner berichtet in der vierten Folge der Podcast-Reihe des LWL-Instituts fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte ĂŒber die wissenschaftliche Aufarbeitung der Ereignisse. 

Die „GedenkstĂ€tte Stalag 326 (VI K) Senne“: Erweiterung und zukĂŒnftige Ausrichtung12 Nov 202400:21:40

Von 1941 bis 1945 wurden im damals grĂ¶ĂŸten Kriegsgefangenenlager „Stalag 326 (VI K) Senne“ in Schloß Holte-Stukenbrock mehr als 300.000 Rotarmisten registriert, ĂŒberwiegend aus den ehemaligen 15 Sowjetrepubliken. Sie leisteten Zwangsarbeit in Industrie und Landwirtschaft im „Wehrkreis 6“, der in etwa dem heutigen Nordrhein-Westfalen entspricht. Tausende von ihnen starben an UnterernĂ€hrung und Infektionskrankheiten.

Seit 1996 befindet sich in einer ehemaligen Arrestbaracke des frĂŒheren Rekrutierungs- und Durchgangslagers die „GedenkstĂ€tte Stalag 326 (VI K) Senne“, die vom gleichnamigen Förderverein unterhalten wird. Die Forschungs- und Vermittlungsarbeit der GedenkstĂ€tte soll ausgebaut werden. Der LWL bereitet die Erweiterung organisatorisch und wissenschaftlich vor. Christoph Herkströter, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Projektstelle „Stalag 326 (VI K Senne) des LWL-Instituts fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte, spricht in dieser Folge mit Susanne Kneer darĂŒber, an welchem Punkt der Ausbau der GedenkstĂ€tte steht, welche Projekte es gibt und wie sich dem Thema Kriegsgefangenschaft zukĂŒnftig angenĂ€hert werden könnte – digital wie analog.

Hinweis: In dieser Podcast-Folge ist ein Ausschnitt der Rede des BundesprĂ€sidenten a.D. Joachim Gauck zu hören, die er bei der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges am 6. Mai 2015 in Schloß Holte-Stukenbrock hielt. Quelle des Mitschnitts ist phoenix.

Tipp: Wer sich zur Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers „Stalag 326 (VI K) Senne“ informieren möchte, dem sei unsere Podcast-Folge mit dem Titel „Ohne Zwangsarbeit wĂ€re die deutsche Kriegswirtschaft vermutlich zusammengebrochen“ empfohlen.

zBG04: "Feuerwehren sind die RĂŒckversicherer der Moderne"31 Oct 202400:29:02

Eine stĂ€dtische Feuerwehr, zwei Werksfeuerwehren, zahlreiche freiwillige Feuerwehren und bis 1993 auch noch die Feuerwehr der Royal Air Force – GĂŒtersloh ist gut geschĂŒtzt. Doch wie kam es zu dieser Konstellation, was zeigt das aus stadtgeschichtlicher Perspektive und wie entwickelt sich das Sicherheitsdenken – in GĂŒtersloh und darĂŒber hinaus?

Christopher Kirchberg, wissenschaftlicher Referent fĂŒr das Projekt: "Gefahrenabwehr und Daseinsvorsorge lernen: Eine Geschichte des Instituts der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen zwischen Diktatur und Demokratie" beschreibt Feuerwehrgeschichte als Stadtgeschichte in der vierten Folge der Reihe: zBGĂŒtersloh (zBG04).

zBG03: „Das Jugendzentrum gab es nicht geschenkt“18 Mar 202400:22:57

Im Januar 1974 eröffnete das Jugendzentrum in GĂŒtersloh - nach einer jahrelangen Suche nach geeigneten RĂ€umen fĂŒr Jugendliche, die nicht (oder nicht nur) die Freizeitangebote der Kirchengemeinden wahrnehmen, sondern sich einfach so im Stadtzentrum treffen wollten.
Warum urbanes Leben soziokulturelle Zentren braucht, ĂŒber die Durchsetzung der offenen Jugendarbeit in Blankenhagen und schnelle Lösungen, die dann 30 Jahre lang Provisorium bleiben - in der dritten Folge der Reihe: zBGĂŒtersloh (zBG03) berichtet Tim Zumloh aus seiner Forschung zur Geschichte des GĂŒtersloher Jugendzentrums und zur Rolle von Jugendzentren in der zeithistorischen Stadtforschung.

Die in der Folge genannte Literatur ist:

Matthias Frese, Thomas KĂŒster und Malte Thießen (Hg.), Varianten des Wandels. Die Region in der jĂŒngsten Zeitgeschichte 1970-2020. (Forschungen zur Regionalgeschichte, Bd. 89), Paderborn 2023.


Zeitzeug*innen können sich gerne melden bei Tim Zumloh: Tim.Zumloh[at]lwl.org


„Queerness so wie wir das heute kennen, lĂ€sst sich ohne die Homosexuellenbewegung der 70er und 80er Jahre nicht vollstĂ€ndig verstehen“ 14 Dec 202300:30:27

 „Queer“ ist heute ein gĂ€ngiger Begriff, doch das ist erst seit wenigen Jahren so. Wer in den 1970er oder 1980er Jahren fĂŒr sexuelle Selbstbestimmung kĂ€mpfte, bezeichnete sich eher als schwul oder lesbisch. Erst seit den 1990er Jahren wurden immer mehr Transpersonen in der Bewegung sichtbar. Der Begriff „queer“ setzte sich als Selbstbezeichnung durch fĂŒr ein breites Spektrum von IdentitĂ€ten und Diskursen. Im Sommersemster 2022 wurde diese Geschichte in einer „Historiographie von Queerness“ in einem Seminar aufgearbeitet. RĂ€umlicher Bezugspunkt der Recherchen war MĂŒnster: wohlhabend, gebildet, katholisch – und 1972 Schauplatz der ersten bundesweiten Homosexuellen-Demo.  

Warum das so war, wie ein Seminar erst Ausstellung und dann Studierendenprojekt wurde und wie die Erforschung sozialer Bewegungen funktionieren kann, das erlÀutern die Ausstellungsmacherinnen Dr. Julia Paulus und Dr. Claudia Kemper im GesprÀch.

Die Ausstellung kann ausgeliehen werden und ist vollstÀndig online abrufbar unter:

https://queer-muenster.de/

zBG02: „Schmutz existiert nicht einfach so“06 Sep 202300:29:44
„Schmuddelecken“ fallen wohl niemandem als erstes ein, wenn es um die jĂŒngste Geschichte GĂŒterslohs geht. Joana Gelhart, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projekts: „GĂŒtersloh im 20. und 21. Jahrhundert: Verwandlungen einer Stadt von 1945 bis 2025“ spricht mit Dr. Greta Civis ĂŒber (empfundenen) Schmutz und Moral in der Stadtgesellschaft am Beispiel: GĂŒtersloh. Es handelt sich um die zweite Folge der Reihe: zBGĂŒtersloh (zBG02).   In der Podcastfolge wird etwas Literatur genannt, und zwar: Greta Civis, Entsorgungspraxis im mittelalterlichen Dorf. Die Abfallfunde von Diepensee. Forschungen zur ArchĂ€ologie im Land Brandenburg 22 (WĂŒnsdorf 2022). Bzw.: Dissertationsschrift: Entsorgungspraxis im mittelalterlichen Dorf. Die Abfallfunde von Diepensee. (kostenloser Download unter: http://othes.univie.ac.at/38680/). Mary Douglas, Reinheit und GefĂ€hrdung. Eine Studie zu Vorstellungen von Verunreinigung und Tabu. 1985. (Original 1966: Purity and Danger: An Analysis of Concepts of Pollution and Taboo). Joana Gelhart / Christoph Lorke, Schmuddelecken in der Provinz. Zur Konstruktion von „Schmutz“ in der mittelstĂ€dtischen Gesellschaft, 1970-2000, in: Zeitgeschichte in Hamburg. Jahrbuch 2023 [im Erscheinen].    
zBG01: „Wir wollen eine behutsame Stadtgeschichte von GĂŒtersloh schreiben“15 Aug 202200:16:22

Das Projekt „GĂŒtersloh im 20. und 21. Jahrhundert: Verwandlungen einer Stadt von 1945 bis 2025“ erforscht die Geschichte der Stadt GĂŒtersloh vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis heute. Anlass fĂŒr die Untersuchung ist das 200-jĂ€hrige StadtjubilĂ€um im Jahr 2025. Das Vorhaben ist am LWL-Institut fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte und der Forschungsstelle fĂŒr Zeitgeschichte in Hamburg angesiedelt. In dieser Folge der Podcast-Reihe „Regionalgeschichte auf die Ohren“ schildert Projektleiter PD Dr. Christoph Lorke, vor welchen Herausforderungen das Team bei der Erstellung eines Buches in so kurzer Zeit steht. Die Folge beschließt die Serie „Geschichte schreiben – wie Historiker:innen arbeiten“ und eröffnet die neue Reihe „zB:GĂŒtersloh“.

„Die Geschichtswissenschaft ist ein sehr dynamisches Feld“15 Aug 202200:25:16

Taxi fahren, brotlose Kunst, Elfenbeinturm: Historiker:in sein, ist das ein Beruf oder eine Berufung? Was bedeutet Grundlagenforschung in der Geschichtswissenschaft? Welche Arbeitsbedingungen herrschen in der Wissenschaft? Wie hĂ€ufig ist man im Berufsalltag mit Vorurteilen konfrontiert? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt PD Dr. Claudia Kemper, wissenschaftliche Referentin am LWL-Institut fĂŒr westfĂ€lische Regionalgeschichte, in dieser Podcast-Folge der Reihe „Regionalgeschichte auf die Ohren“. Die Folge ist Teil der Serie „Geschichte schreiben – wie Historiker:innen arbeiten“.

© My Podcast Data