Z00224 Mein Geist gleicht dem Herbstmond (Herbst-Sesshin 17.10.2024)
Épisode 224
samedi 25 janvier 2025 • Durée 34:35
Im Oktober 2012 hat die Europäische Union den Friedensnobelpreis erhalten für ihren erfolgreichen Einsatz zur Förderung von Frieden und Versöhnung sowie Demokratie und Menschenrechte seit den furchtbaren Leiden des zweiten Weltkrieges. Deutschland und Frankreich sind durch gut ausgerichtete Anstrengung und den Aufbau gegenseitigen Vertrauens zu engen Partnern geworden. Der Fall der Berliner Mauer machte den Beitritt mehrerer zentral- und osteuropäischer Staaten möglich und leitete eine neue Ära der europäischen Geschichte ein auf der Basis einer Bruderschaft der Nationen. An diese Ideale erinnernd stellt Christoph Rei Ho Hatlapa in diesem Teisho seinen aktuellen Zehn-Punkte-Friedensplan für Europa und die Welt vor, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Er knüpft an die vier allumfassenden Methoden der Bodhisattva an, die Dôgen im Shōbōgenzō beschreibt und dabei insbesondere die grundlegende Bedeutung der freundlichen Rede betont. Sie entspringt dem klaren Geist des Herbstmondes und die Saat eines liebevollen Geistes ist Mitgefühl. Freundliche Sprache besitzt die Kraft, das Schicksal der ganzen Welt zu drehen.
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Z00223 Jeder hat sein eigenes Licht (Sesshin 13.10.2024, Zenkreis Wuppertal)
Épisode 223
samedi 11 janvier 2025 • Durée 47:05
In der aktuell als düster empfundenen Weltsituation stellen sich einige die Frage, wie sie erhellend auf die Umstände einwirken können. Martin Luther King hat uns aufgefordert, für den Umgang mit menschlichen Konflikten eine Methode zu entwickeln, die Rache, Aggression sowie Bestrafung ausschließt und deren Grundlage Liebe ist. Bereits der Buddha lehrte, mit einem großzügigen Herzen und freundlicher Sprache ein mitfühlendes Leben des Dienens zu führen, damit auf diese Weise die Menschheit erneuert und die Erde geschützt wird. In Koan 86 des Hekiganroku versichert uns Ummon, dass jeder sein eigenes Licht hat. Es leuchtet mitten im Herzen und gibt ständig Impulse, wie wir uns kreativ und liebevoll uns selbst sowie sämtlichen anderen Wesen zuwenden können. Wenn wir dieses innere Licht kultivieren, werden wir zu Rebellen des Mitgefühls im Sinne des Dalai Lama und schaffen lebensdienliche Strukturen sowohl für uns als auch unseren Planeten.
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Z00214 Ihr alle seid nichts anderes als Buddha! (Zendo-Einweihung 24.02.2024)
Épisode 214
samedi 7 septembre 2024 • Durée 19:08
Die Huaku Ba Zen Kutsu in Springe wurde von Christoph Rei Ho Hatlapa am 24. Februar 2024 eingeweiht. Der Name der Übungshalle lehnt sich an den Weiß-Pferd-Tempel in China an, von dem aus sich der Buddhismus dort verbreitete. Manchmal bedarf es eben nur weniger Menschen, die den entscheidenden Impuls geben. So war es auch mit Bodhidharma, der lediglich vier Schüler hatte und zu einer entscheidenden Geistesgröße mit Millionen von Nachfahren wurde. Dabei ist das, was er den Menschen zeigte, nichts Besonderes, wie es Meister Linji im Rinzai Roku, Abschnitt X beschreibt. Es ist nur, sich nicht von anderen täuschen zu lassen. Damit die Kraft, mit der wir ursprünglich ausgerüstet sind, unverzüglich wirken kann. Wenn wir aber den lebendigen Buddha nicht jetzt in diesem Augenblick antreffen, werden wir für immer in den drei Reichen, dem Reich der instinktiven Vorlieben, der materiellen Vorlieben und der geistigen Vorlieben herumirren. Nur wer den Geist aufgibt, der von Moment zu Moment außerhalb herumsucht, der ist so, wie er ist, ein Mensch im Frieden, der zum wahren Selbst zurückgekehrt ist. Dazu lädt nun auch die Huaku Ba Zen Kutsu ein.
Huaku Ba Zen Kutsu – Bodywork am Deister (https://bodywork-am-deister.de)
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Z0124 Medizin und Krankheit heilen sich gegenseitig (Teisho vom 27.11.2020)
Épisode 124
dimanche 24 janvier 2021 • Durée 24:16
Wir sind gleichzeitig Kinder der Erde und Kinder der Grenzenlosigkeit. "Grenzenlosigkeit" im Sinne des Hannya Shingyo: "Grenzenlosigkeit ist nicht verschieden von Form und Form ist nicht verschieden von Grenzenlosigkeit". (’Shunyata’, sinojap.: ’ku’, wird hier nach Kazuaki Tanahashi als ’Unboundedness’, also als ’Unbegrenztheit’ verstanden; im Sinne der Eigenschaften aller Daseinselemente, die buddhistisch als ohne Eigensubstanz und als untrennbar miteinander verwoben erkannt werden.) Im Herz-Geist, in Bodhicitta, im Erleuchtungsgeist, kann unser Geist zur Verbundenheit mit den Mitmenschen und der Mitwelt erwachen.
Eine gelungene Verbindung beschreibt der Soziologe Hartmut Rosa mit der Metapher ’Resonanz’. Zu dieser Resonanz gehört:
Wir werden wirklich berührt und ergriffen.
Wir erleben uns als selbstwirksam. Im Daoismus wird von Wu wei gesprochen, vom absichtslosen Handeln in Übereinstimmung mit der Mitwelt.
Im Wechselspiel von Berührt-werden und Antworten verwandeln wir uns selbst.
Die Resonanzbeziehung ist grundsätzlich ’unverfügbar’; Resonanz ist keine Ressource, auf die wir beliebig zugreifen können und sie bleibt unserer Kontrolle existentiell entzogen.
In einer solchen Resonanz können wir - nach Umon - gar nicht anders als ’Medizin’ zu erwecken. Und wenn wir die ’Medizin’ im Sinne Umons erweckt haben, können wir nicht anders, als uns mitfühlend und hilfreich zu verhalten.
Und Umon fragt dann: Wo findest du dich selbst? Das heißt: Wo bist du selbst in diesem Prozess des durch Resonanz geleiteten Eingreifens in die Welt?
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Z0123 Zufluchtnahme-Zeremonie (Teisho vom 11.10.2020)
Épisode 123
samedi 2 janvier 2021 • Durée 29:28
1.Nicht töten und Leben erhalten. - Es geht darum, das Leben zu fördern ("Bring up all beings!" - Oi Saidan Roshi)
2. Nichts nehmen, was nicht gegeben ist. Großzügigkeit üben. - Weil das Leben eine großzügige Veranstaltung ist!
3. Kein sexuelles Fehlverhalten.
4. Wahrhaftigkeit praktizieren. Anderen und sich selbst gegenüber.
5. Den Geist nicht trüben und Klarheit bewahren. - Besonders auch in Bezug auf die zunehmende Abhängigkeit von Social Media.
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Z0122 Mit dem Unerklärlichen praktisch umgehen (Teisho vom 10.10.2020)
Épisode 122
samedi 19 décembre 2020 • Durée 39:47
Changshi schaut ein Polospiel an, geht es um die Beziehung zu den Wesen und Dingen dieser Welt.
Sogar mit Werkzeugen, Maschinen und Heizungsanlagen können wir in eine rein mechanistisch gegenständlich oder aber in eine angemessene Art und Weise der Beziehung treten. Wenn wir dann mit einer Blume oder einem Stein zu tun haben, dann analysieren wir die Blume nicht nur und benutzen den Stein nicht nur sondern "werden" gewissermaßen Blume, "werden" Stein. In einem Universum, das unermesslich weit über unser Fassungsvermögen hinausgeht, haben wir es ständig auch mit Geheimnissen und mit dem Wunderbaren zu tun. Das Geheimnsivolle können wir vielleicht nicht analysieren, aber wir können trotzdem damit in Kontakt gehen.
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Z0121 Die grundlegende Frage von Leben und Tod (Teisho vom 9.10.2020)
Épisode 121
samedi 5 décembre 2020 • Durée 50:45
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Z0120 Zen als Durchdringung von Versenkung und alltäglichem Leben (Teisho vom 8.10.2020)
Épisode 120
samedi 21 novembre 2020 • Durée 44:27
In der Traditon des Zenbuddhismus wird seit Hyakujo Ekai, er lebte von 720 bis 814, ausdrücklich Wert auf die Verbindung von Versenkung und täglicher Arbeit gelegt. Die produktive praktische Tätigkeit wird dabei als spirituelle Disziplin verstanden. Hyakujo Ekai legte die heute noch praktizierten Regeln für das Leben der Mönche in den Selbstversorgerklöstern fest.
Wenn wir diesem Weg folgen, können wir immer mehr erleben, dass der Umgang mit den praktischen Lebensfragen und den Dingen des Alltags zu unserem eigentlichen Lehrer wird.
Bleiben wir nur im Funktionieren, dann fehlt etwas Entscheidendes. Vollständiges Zen wird dagegen immer mehr zur Durchdringung von Versenkung und alltäglichem Leben. Und im Prozess des Erwachens werden wir natürlicherweise zu achtsamen Menschen.
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Z0119 Welche Normalität wünschen wir uns? (Teisho vom 27.9.2020 in Wuppertal)
Épisode 119
samedi 7 novembre 2020 • Durée 46:54
Der Kaiser, der viel für den Buddhismus getan hat, befragte den indischen Mönch Bodhidharma, welches Verdienst er durch seine Förderung des Buddhismus erworben hätte. Bodhidharma antwortet: "Kein Verdienst".
Wir selber greifen heute kollektiv tief in die Welt ein und glauben oft noch, die Dinge im Griff zu haben. Gleichzeitig werden wir selber mit alltäglichen Herausforderungen konfrontiert bis hin zur existentiellen Frage von Leben und Tod. Und speziell in der herrschenden Corona-Situation stellt sich uns die Frage, zu welcher "Normalität" wir zurückkehren wollen.
Wie der Dalai Lama sagt: Wir können dazu beitragen, zur größten Revolution der Menschheit beizutragen: der Revolution des Mitgefühls.
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Z0118 Die Frage von Leben und Tod (Teisho vom 6.9.2020)
Épisode 118
samedi 24 octobre 2020 • Durée 38:52
Christoph Hatlapa nimmt ein Zitat von Zenmeister Dogen Zenji (1200-1253) als Anlass für diesen Vortrag: "Zusammen sind Leben und Tod das tatsächliche Erscheinen der Wahrheit" (Aus dem Zenki, Kapitel 18 Shobogenzo).
Auch in der Corona-Krise wird unser Verhältnis zum Tod und zur Vergänglichkeit kaum öffentlich thematisiert.
Wir können uns, besonders auch in Zeiten des Dank Corona entschleunigten öffentlichen Lebens, noch einmal verstärkt für die Natur im Kleinen wie im Großen öffnen. Wir können dann erkennen: gerade in der Vergänglichkeit zeigt sich die Liebe des Großen Lebens für sich selbst. Wie Dogen sagt: "Die Verwirklichung der Erleuchtung bedeutet wahres Leben – vollständiges freies Handeln". Und die Übung und die Praxis fördert denjenigen flexiblen Geist, der sich im Großen Leben - zu dem Leben UND Sterben gehört - als Lebenselexier erweisen kann.
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