Woher wir kommen wohin wir gehen – Détails, épisodes et analyse

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Podcast Woher wir kommen wohin wir gehen

Woher wir kommen wohin wir gehen

Alexander Kluge

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Fréquence : 1 épisode/0j. Total Éps: 15

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Hier geht es um Geschichte, Evolution und Biologie des Geistes.
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Das flexible Gedächtnis

lundi 24 février 2025Durée 41:45

Prof. Dr. Eric R. Kandel, Columbia University New York, gilt als "Einstein der Hirnforschung". Im Jahr 2000 erhielt er den Nobelpreis für Medizin für seine Forschungen über die biologischen Grundlagen des Geistes. An einer sehr einfachen Schnecke, die besonders große Nervenzellen besitzt, dem "Seehasen", entdeckte er Proteine, aus denen das Langzeitgedächtnis besteht. Begegnung mit dem Nobelpreisträger Eric R. Kandel. Aus Anlass seines neuen Buches: "Auf der Suche nach dem Gedächtnis".

Wir Philosophen aus der Rippe Evas

lundi 24 février 2025Durée 44:01

200 Jahre nach Beginn der Französischen Revolution erschien 1989 das erste Werk des streit lustigsten der Philosophen Frankreichs: MICHEL ONFRAY, DER BAUCH DER PHILOSOPHEN. Schlag auf Schlag folgten jährlich weitere Publikationen. Alle kommen sie aus dem subversiven Denken, das sich aus der KYNISCHEN VERNUNFT des Diogenes herleitet. Militant operiert Onfray gegen alles Religiöse. Ein „Tribun des Volkes für das Projekt der Aufklärung“. Dieses Projekt führt keine Historie auf, sondern versteht sich als Angriffswaffe im 21. Jahrhundert. Inzwischen hat der Arbeitersohn aus der Normandie, der durch viele Examen durchfiel, eine eigene Volksuniversität in Caen eröffnet. Onfray empört z. B. die Behauptung der Bibel, die wissensdurstige Eva sei aus der Rippe Adams entstanden. Er dreht das um: wir, die Philosophen, stammen aus der Rippe Evas: aufgrund von deren Wagemut, „wage dich, deines eigenen Verstandes zu bedienen und esse vom Baum der Erkenntnis“. In solcher Weise liest er in religiösen Überlieferungen unbefangen wie in Texten von Tacitus. Mit großer Aufmerksamkeit und mit definitivem Unglauben. Sein neuestes Buch „Den Islam denken“ beruht auf präziser Lektüre des Koran. Das Bild ist differenzierter als üblich. Die Debatte hat Onfray erneut auf alle Titelseiten der französischen Presse gebracht. Militant und rücksichtslos geht er gegen den Schematismus der öffentlichen Meinung und der „political correctness“ vor, die „Texte der wirklichen Verhältnisse“ wie die Attentate in Paris und Brüssel nur zudeckt und nicht erklärt. Eine Nachricht, sagt er, hat eine Lebenszeit von 72 Stunden. Eine gründliche politische Erfahrung, und damit eine Frage an den Philosophen, braucht gut 100 Jahre, um stabil zu sein. Oft wird über Onfray debattiert, ob er neuerdings mehr links oder mehr rechts reagiere. Der Philosoph liegt quer zu diesem Schematismus. Auf die Frage, mit wem er sich in der Französischen Revolution am meisten identifiziere, antwortet er: mit der Mörderin des Marat, Charlotte Corday, im Moment, in dem sie umgebracht wird. Seiner philosophischen Herkunft nach nennt Onfray sich einen Schüler Nietzsches. Eine seiner dichtesten Parabeln aber stammt von Arthur Schopenhauer: DIE ZWEI SIBIRISCHEN STACHELSCHWEINE. Draußen ist es extrem kalt, die Kälte treibt uns menschliche Stachelschweine eng zueinander. Wir haben Stacheln. Das treibt uns wieder auseinander. So ist Balance zwischen zu nah und zu weit weg und kein Entweder/Oder das Gebot der Stunde. Begegnung mit Michel Onfray in Paris.

Vertauschte Köpfe

lundi 24 février 2025Durée 00:00

Eine letzte Blüte der historisch-materialistischen Wissenschaft findet sich in Transnistrien. Der dort übrig gebliebene Rest der Sowjetunion beherbergt den Akademiker Prof. Dr. med. Sedow. Er ist spezialisiert auf die Transplantation von Köpfen bei Tieren und neuerdings auch von Menschen. So kann der Kopf eines Menschen, dessen Körper an Krebs erkrankt ist, im Notfall auf den Leib eines soeben tödlich verunglückten jugendlichen Motorradfahrers gesetzt werden und so einen Neuanfang gewährleisten. Peter Berling als Akademiemitglied Prof. Dr. med. Sedow.

Sterben unter Kostendruck

lundi 24 février 2025Durée 43:27

Über Tausende von Jahren galt für Menschen die ZYKLISCHE ZEIT der Landwirtschaft, der Jahre und der Generationenfolge. Die Moderne, in der wir seit etwa 400 Jahren leben, fügte die LINEARE ZEIT des industriellen Fortschritts hinzu. Gibt es an der Schwelle des 21. Jahrhunderts eine radikale, neue Veränderung des Zeitgefühls? Eine Frau kümmert sich um ihr Kind und kocht, zugleich telefoniert sie, weil sie berufstätig ist, über das Handy. An diesem Tag geht es um wichtige Entscheidungen über die Zukunft ihres Mannes: drei verschiedene Zeitgestalten, alle simultan. Menschen leben heute MULTI-PHASISCH. Was bedeutet es für das Zeitgefühl, wenn ein Mensch nicht in einem Lebenslauf, sondern in mehreren zugleich lebt? Wie werden Menschen geboren und wie können sie sterben, wenn die Zeitverkürzungen, die durch Kostendruck erzeugt werden, in die Lebenszeit einwirken? Lebenswelt kämpft gegen Systemwelt. Eine der wichtigsten Veränderungen an der Schwelle des 21. Jahrhunderts ist nicht die Globalisierung, sondern die Veränderung der Zeitstruktur. Alle früheren Zeiten bleiben gültig und gleichzeitig kommt die elektronische Zeit hinzu. Prof. Dr. Christine Morgenroth, Sozialpsychologin, berichtet.

Haben Sie Ihren Sarg schon organisiert?

lundi 24 février 2025Durée 21:25

Die Dienstleister des Todes nennen sich Thanatologen. Ihre Stichworte heißen: Bestattungskultur und Trauerqualität. Gerade diese beiden Begriffe verändern sich derzeit in Mitteleuropa vehement. An die Stelle des überlieferten Friedhofszwangs und des Schematismus treten die Ideale Individualisierung und Globalisierung. Jeder soll nach seiner Fasson bestattet werden. Dr. Lange, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Bestattungsunternehmen e.V., berichtet.

Ewige Jugend

lundi 24 février 2025Durée 23:00

Es geht um "Rassenhygiene", Verjüngung und "ewiges Leben". Vom späten 19. Jahrhundert bis zum Dritten Reich wurde an dem Idol der Verjüngung experimentiert. Durch Menschenversuche, Versuche an Tieren, durch Verabreichung von Hormonen und durch Operationen. "Jugend ist physische Revolution". "Den Verjüngungsbazillus bringt niemand mehr hinaus". Im 21. Jahrhundert haben sich die Methoden und die Bezeichnungen geändert, das Verlangen nach Verjüngung ist gleich geblieben. Heiko Stoff über sein Buch "Ewige Jugend".

Cosmic Web

lundi 24 février 2025Durée 01:07:57

6.000 Sterne konnte ein Jäger oder Seefahrer in der Antike mit bloßem Auge unterscheiden. Die moderne Astrophysik von heute erforscht Trilliarden von Sternen, Galaxien und Galaxienhaufen. Wir befinden uns im goldenen Zeitalter der Kosmologie. Dabei ist die sichtbare Materie der Sterne und Sterneninseln ("Baryonenmaterie") nur ein kleiner Prozentsatz der tatsächlichen Masse des Universums. Mehr als 70% sind dunkle Materie und dunkle Energie, die für uns unsichtbar sind, aber für den Kosmos entscheidende Wirkungen haben. Dieses Universum unterliegt (wie das Leben) einer Evolution: Mutation, Selektion. Ihr verdankt der Kosmos seine Robustheit, Gleichförmigkeit und Schönheit. Begegnung mit Prof. Dr. Günther G. Hasinger, Direktor am Max Planck Institut für Extraterrestrische Physik in Garching, mit Dr. Matthew Coleman und Dr. David Weldrake vom Max Planck Institut für Astronomie in Heidelberg und dem Planetologen Prof. Dr. Gerhard Neukum von der Freien Universität Berlin. Es geht um die Entwicklung des Universums als Ganzem, um Paralleluniversen, aber auch um Besonderheiten wie die Zwerggalaxie Herkules (eine unserer Nachbargalaxien, auch Zigarren-Galaxie genannt), die offenbar um die Milchstraße rotiert und vor etwa 4 Milliarden Jahren sich durch das Zentrum unserer Galaxie bewegte (wodurch die zigarrenförmige Gestalt entstand). Interessante Besonderheiten sind inzwischen auch bekannt über extrasolare Planeten und die Lebensumstände auf dem Saturnmond Titan. Ein Doppelprogramm von 90 Minuten über das kosmische Netz und die Evolution im Universum.

Vom Ur-Ozean und von Snowball-Earth

lundi 24 février 2025Durée 14:00

Hat der Ur-Ozean ursprünglich den ganzen Planeten bedeckt? Was geschah mit dem Leben während und nach der Großen Eiszeit, die man Snowball-Earth nennt. Wie entwickelte sich die Vielfalt des Lebens, das ursprünglich wie im Garten Eden in den Tiefen der Meere miteinander ko-existierte und wie entstand daraus das Prinzip: "fressen und gefressen werden". Der Geo-Biologe und Paläontologe Prof. Dr. Bernd-D. Erdtmann berichtet.

Erst die Musik, dann die Worte

lundi 24 février 2025Durée 43:59

Lungenfische und Löwen, Nachtigallen und Wale äußern sich durch Laute und sie "singen". Aber nur Menschen haben eine grammatische Sprache entwickelt. Entstanden die Wörter dieser Sprache einzeln? Oder gab es zuerst die "Sprache minus Bedeutung", d.h. die Musik? Der Bioakustiker Prof. Dr. William Tecumseh Fitch von der Harvard University erforscht die Evolution der Sprache. Es geht um den gesellschaftlichen Ursprung der Sprache.

Drei Schiffe zum Glück

lundi 24 février 2025Durée 23:00

Auf hoher See, in exterritorialen Gewässern des Mittelmeeres, kreuzen die Schiffe des Kapitäns de Munoz. Gegen hohe Gebühren verwahrt er dort illegale Einwanderer, die an den Küsten Europas zurückgewiesen, aber von ihren Heimatländern nicht zurückgenommen werden. Die Unterbringung auf den drei Schiffen des Kapitän de Munoz unterscheidet sich deutlich von den vom deutschen Minister des Inneren geplanten Camps auf nordafrikanischem Boden. Auch Weiterbildung ist auf den Schiffen des Kapitäns möglich. Wächst auf den Meeren eine zweite Menschheit heran? Kapitän den Munoz berichtet. Peter Berling als Kapitän de Munoz.

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