Retour

Explorez tous les épisodes du podcast Wiener Wissen

Plongez dans la liste complète des épisodes de Wiener Wissen. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.

Rows per page:

1–26 of 26

TitreDateDurée
Lieferketten-Experte Peter Klimek: „Wir sind geopolitisch erpressbar“02 Apr 202600:30:47

Mehrere Krisen gleichzeitig, Abhängigkeiten, die uns geopolitisch erpressbar machen und ein System, das jederzeit kippen kann: Der Wiener Komplexitätsforscher Peter Klimek schlägt Alarm. Im Podcast „Wiener Wissen“ erklärt er bei Elisabeth Oberzaucher, warum unterbrochene Lieferketten große Folgen haben können, aber auch, wie Wissenschaft hilft, Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln.

Ob Donald Trumps Zollpolitik, globale Konflikte oder blockierte Schifffahrtsrouten: eine einzelne Krise wäre oft noch beherrschbar, gemeinsam aber würden sie eine gefährliche Dynamik entwickeln. „Irgendwann funktionieren die Systeme nicht mehr so, wie wir es gerne hätten“, warnt Klimek. Genau dieser Kipppunkt sei entscheidend – und gleichzeitig schwer vorherzusagen. Denn in komplexen Systemen hängt alles mit allem zusammen.

Besonders brisant: Staaten und Unternehmen würden ihre Lieferketten oft nicht wirklich im Detail kennen. Selbst Firmen haben oft nur einen begrenzten Überblick: sie kennen ihre direkten Zulieferer, aber schon bei den Zulieferern der Zulieferer wird es meist unübersichtlich. Und genau dort entstehen oft kritische Abhängigkeiten.

Denn es zeigt sich immer wieder: hinter vielen Produkten steckt am Ende dieselbe Quelle – etwa ein einzelnes Unternehmen in China, das wichtige Vorprodukte liefert. Fällt dieses Glied aus, kann das ganze System ins Wanken geraten. Die Folge: wirtschaftliche Probleme, politische Erpressbarkeit und ganz konkrete Auswirkungen für uns alle, etwa bei Autos, Mikrochips oder anderen wichtigen Gütern.

Peter Klimek und sein Team arbeiten daran, diese unsichtbaren Verflechtungen sichtbar zu machen. Ziel ist es, besser zu verstehen, „wer von wem abhängt“. Nur so lässt sich im Ernstfall schnell erkennen, wo das Problem liegt – und wie man darauf bestmöglich reagieren kann. Denn längere Lieferketten-Blockaden beeinflussen Wohlstand, Arbeitsplätze und die Versorgungssicherheit.

Zu den Personen:
Menschliches Verhalten zu erforschen, ist die große Leidenschaft von Verhaltensbiologin Elisabeth Oberzaucher. Einem breiten Publikum wurde die mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin und Direktorin von Urban Human als Mitglied der „Science Busters“ bekannt.

Peter Klimek
ist Physiker und Komplexitätsforscher. Bekannt wurde er durch seine Covid-19-Analysen in Österreich. Seit März 2023 ist er der Leiter eines neuen Forschungsinstituts für Lieferketten, dem Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII).

Wenn der Ernstfall geübt wird: Wie Europa für Katastrophen lernt21 Dec 202500:33:09

Erdbeben, Überflutungen, Chemieunfälle oder Krieg: Was passiert, wenn eine Katastrophe ein Land überfordert und ohne internationale Hilfe nichts mehr geht? In der neuen Folge von Wiener Wissen gibt die Sicherheitsforscherin Eva Maria Kern einen eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen europaweiter Katastrophenschutzübungen.

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Neues Science Communication Center in Wien: "Wissenschaft für alle"11 Jul 202500:31:09

Elisabeth Oberzaucher hat diesmal Christoph Lindinger zu Gast. Der Innovationsforscher, Informatiker und Kulturmanager hat Wissenschaftskommunikation zu seinem Thema gemacht und arbeitet daran, einen Ort der Begegnung zu schaffen, an dem Wissenschaft lebendig, verständlich und für alle zugänglich ist.

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Wie "böse" sind Aerosole wirklich?26 Jun 202500:32:20

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Umgang mit Daten: Macht, Wissenschaft und soziale Gerechtigkeit12 Jun 202500:32:54

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Vielfalt in Gefahr: Warum wir die Biodiversität erhalten müssen28 May 202500:30:09

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Roboter & Co.: "Künstliche Intelligenz kann uns deppate Arbeit abnehmen"16 May 202500:31:22

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Social Media und digitale Medien: Gefahren und Chancen30 Apr 202500:36:23

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Michael Häupl: "Wenn ich mit Leuten reden will, stell ich mich zum Würstelstand"08 Apr 202500:32:53

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Unsere Jugend nach der Pandemie - im "Würgegriff" der sozialen Medien!03 Apr 202500:31:54

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Was wäre Österreich ohne EU? Ökonom enthüllt brisante Fakten27 Nov 202500:34:15

Wie wäre unser Leben, wenn wir der EU nicht beigetreten wären? Diesem Thema hat WIFO-Ökonom und WU-Professor Harald Oberhofer sich intensiv gewidmet. Bei Elisabeth Oberzaucher gibt er in der aktuellen „Wiener Wissen“-Podcast-Folge spannende Einblicke in seine Forschungsarbeit.

Seriöse Forschung steht und fällt mit der Qualität der Daten. Denn: „Viele Daten heißt nicht unbedingt gute Daten - und schlechte Daten führen zu schlechten politischen Schlussfolgerungen und Entscheidungen“, so das Fazit des Gesprächs zwischen Harald Oberhofer und Elisabeth Oberzaucher.

Der Ökonom fordert daher einheitliche internationale Datenstandards, um faktenbasierte und vergleichbare Ergebnisse zu ermöglichen. Welche Handelseffekte die Mitgliedschaft in der Europäischen Union Österreich gebracht hat, und wie Harald Oberhofer die aktuelle wirtschaftliche Lage einschätzt, erfahren Sie hier im Podcast.

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Leben in der Stadt: „Schönheit löst kleine Dosen von Glück in uns aus“30 Oct 202500:32:09

Grün in der Stadt tut gut – das weiß man. Aber was macht eigentlich Kunst mit uns, wenn sie im öffentlichen Raum auftaucht? Kann sie vielleicht genauso viel fürs Wohlbefinden tun wie Pflanzen und Parks?

Um diese Frage zu beantworten, hat sich Elisabeth Oberzaucher mit dem Psychologen Helmut Leder zusammengetan, der sich schwerpunktmäßig mit der Empirischen Ästhetik beschäftigt. Gemeinsam bespielen sie mobile Grätzloasen in Wien – mal mit Pflanzen, mal mit Kunst – und erforschen, was das mit uns Menschen macht.

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Donau & Co. in Gefahr? So geht es unseren Flüssen wirklich16 Oct 202500:26:01

Die heutigen Ansprüche an unsere Flüsse sind enorm: sie sind Teil des Wasserkreislaufs, Lebensraum, Wirtschaftsfaktor, Transportweg, Energielieferant und ein einzigartiger Naturraum. Jahrzehntelang wurden sie verbaut, gestaut und reguliert – mit teils dramatischen Folgen. In einer neuen „Wiener Wissen“-Podcast-Folge gibt der international renommierte Forscher Helmut Habersack spannende Einblicke in den Zustand der Donau. Hören Sie, wie sehr der Fluss sich im Laufe der Zeit verändert hat und beispielsweise der Rückgang der Gletscher sich auf ihn auswirkt.

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Der Überlebenskampf auf den Galapagos-Inseln03 Oct 202500:38:31

Verhaltensbiologin Sabine Tebbich ist diesmal zu Gast im „Wiener Wissen“-Podcast bei Elisabeth Oberzaucher. Sie erforscht, wie Tiere sich an verändernde Umweltbedingungen anpassen. Seit über 25 Jahren engagiert sie sich zudem im Naturschutz auf den Galapagos-Inseln und entwickelt Strategien zur Rettung der bedrohten Finkenarten.

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

ME/CFS verstehen: Wenn der Körper nicht mehr kann05 Sep 202500:40:55

Ständige Erschöpfung, Schmerzen, Schwindel, Gedächtnisprobleme und vieles mehr: ME/CFS bedeutet für Betroffene ein Leben im Ausnahmezustand. Im Podcast spricht die Medizinerin Kathryn Hoffmann mit Elisabeth Oberzaucher über diese lange übersehene Krankheit, die den ganzen Körper betrifft und oft nach Infektionen auftritt.

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

So wird an der tückischen Krankheit ME/CFS geforscht18 Aug 202500:34:39

Es ist eine schwere Erkrankung, doch für Betroffene gibt es bisher kaum Hilfe: ME/CFS. Etwa 25 Prozent der Betroffenen sind so schwer krank, dass sie das Haus oder Bett nicht mehr verlassen können. An dieser schweren, chronischen Multisystemerkrankung leiden hierzulande geschätzte 80.000 Menschen. Die Medizinerin Eva Untersmayr-Elsenhuber spricht bei Elisabeth Oberzaucher über die Herausforderungen bei Diagnose und Behandlung dieser noch so wenig erforschten Krankheit.

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Natur und Mensch: „Wir haben eine Risikospirale in Gang gesetzt“08 Aug 202500:31:59

Verena Winiwarter ist diesmal bei Elisabeth Oberzaucher zu Gast. Die Umwelthistorikerin erforscht, wie Umwelt und Gesellschaft zusammenhängen und welche Folgen Eingriffe von uns Menschen in die Natur haben.

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

Cyberangriffe auf dem Vormarsch - Wie schützen wir uns?27 Jul 202500:36:16

Alles schon passiert und da gewesen: Millionen Computer auf der ganzen Welt fallen aus, darunter auch wichtige Systeme von Krankenhäusern, Banken oder Flughäfen – ausgelöst durch einen Softwarefehler. Informatikerin Laura Kovacs forscht mit ihrem Team an mehr Sicherheit für Software und gibt in dieser Folge spannende Einblicke in ihre Arbeit.

Unsere allgemeinen Datenschutzrichtlinien finden Sie unter https://art19.com/privacy. Die Datenschutzrichtlinien für Kalifornien sind unter https://art19.com/privacy#do-not-sell-my-info abrufbar.

ME/CFS-Expertin Corinna Geiger: "Die Versorgung muss einmal beginnen"26 Jul 202600:28:09

Die Versorgung von Menschen mit ME/CFS, einer schweren, chronischen Multisystemerkrankung, steckt in Österreich noch immer in den Kinderschuhen. Internistin und Gastroenterologin Corinna Geiger hat deshalb eine Online-Klinik gegründet, um Betroffenen den oft kräftezehrenden Weg in die Ordination zu ersparen. Im Podcast „Wiener Wissen“ spricht die Expertin über Versorgungslücken, Forschung und warum Telemedizin für viele Erkrankte der einzig machbare Weg ist.

Die Versorgung von Menschen mit ME/CFS, einer schweren, chronischen Multisystemerkrankung, steckt in Österreich noch immer in den Kinderschuhen. Internistin und Gastroenterologin Corinna Geiger hat deshalb eine Online-Klinik gegründet, um Betroffenen den oft kräftezehrenden Weg in die Ordination zu ersparen. Im Podcast „Wiener Wissen“ spricht die Expertin über Versorgungslücken, Forschung und warum Telemedizin für viele Erkrankte der einzig machbare Weg ist.

Neben der Versorgung sieht Geiger auch großes Potenzial für die Forschung. Die pseudonymisierten Langzeitdaten könnten künftig helfen, wirksamere Therapien zu entwickeln und Patientengruppen besser zu unterscheiden. Denn zugelassene Medikamente für ME/CFS gibt es bislang nicht. Gleichzeitig mahnt sie, die Diskussion über die genaue Zahl der Betroffenen dürfe nicht vom eigentlichen Problem ablenken. „Alle Spezialistinnen und Spezialisten, die sich damit auskennen, sind ausgebucht und haben teilweise jahrelange Wartezeiten„, betont sie. Ob es 80.000 Erkrankte seien oder mehr, spiele letztlich eine untergeordnete Rolle: „Es sind auf jeden Fall zu viele – und die Versorgung muss irgendwie mal beginnen.“

Bürgerbudget: Was Wien von Amsterdam lernen kann12 Jul 202600:31:18

Wie können Bürgerinnen und Bürger stärker in politische Entscheidungen eingebunden werden? Der Mathematiker Jan Maly erklärt im „Wiener Wissen“-Podcast im Gespräch mit Elisabeth Oberzaucher, warum Bürgerbudgets die Demokratie stärken und Vertrauen in die Politik fördern können – und weshalb Wien bei der Umsetzung noch einiges von Amsterdam lernen könnte.

Ob Spielplatz, Radweg oder Begrünung - bei sogenannten Bürgerbudgets entscheidet die Bevölkerung selbst mit, wofür öffentliche Gelder ausgegeben werden. Besonders wichtig sei dabei, dass möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen fair repräsentiert werden. Genau daran arbeitet der Informatikwissenschaftler gemeinsam mit Politikwissenschaftlern im Rahmen eines Forschungsprojekts zum Digitalen Humanismus.

Verbesserungspotenzial sieht Maly bei der praktischen Umsetzung. Während die Wienerinnen und Wiener sich erst auf der dafür eingerichteten Plattform registrieren und die ID Austria nutzen müssen, setzt Amsterdam auf einfache QR-Codes, mit dem Bürger direkt auf die Abstimmungsseite kommen. Zusätzlich werde dort gezielt in Stadtteilen geworben, in denen die Beteiligung noch niedrig ausfällt. „Niederschwelligkeit ist eigentlich das Wichtigste, es muss für die Leute so einfach wie möglich sein, da mitzumachen und sie müssen wissen, dass sie mitmachen können“, betont Maly. Kein Zufall also, dass Amsterdam weltweit zu den Städten mit den höchsten Beteiligungszahlen bei Bürgerbudgets zählt.

Nikolaus Forgó über Europas KI-Wettlauf: „Wir spielen einfach nicht in der ersten Liga“28 Jun 202600:30:13

Künstliche Intelligenz verändert die Welt rasanter als jede Technologie zuvor. Doch während Europa stark hinterherhinkt, sitzen die mächtigsten Player längst in den USA und China. IT-Rechtsexperte Nikolaus Forgó warnt im Podcast „Wiener Wissen“ vor einem gefährlichen Ungleichgewicht.

Europa droht im globalen KI-Wettlauf den Anschluss zu verlieren. Während die großen Technologieunternehmen in den USA und China die Entwicklung vorantreiben, sieht IT-Rechtsexperte Nikolaus Forgó den Kontinent zunehmend in der Zuschauerrolle: „Wir spielen einfach nicht in der ersten Liga.“ Besonders alarmierend sei, dass selbst bei strategisch wichtigen Zukunftstechnologien europäische Unternehmen und Institutionen oft nicht zu den entscheidenden Akteuren zählen. Gleichzeitig versuche Europa vor allem über Regulierung Einfluss zu nehmen – mit durchwachsenem Erfolg.

Besorgt zeigt sich Forgó auch darüber, dass in der digitalen Welt immer öfter private Unternehmen die Regeln festlegen. „Die Technologie nimmt sich Rechte - und zwar durch die Menschen und Unternehmen, die sie entwickeln“, betont er. Und diese haben weder gesellschaftliche noch demokratische Ziele, sondern rein wirtschaftliche Interessen. Gerade deshalb brauche es klare politische Antworten darauf, wie KI künftig reguliert werden soll – auf nationaler, europäischer und globaler Ebene.

Thomas Starlinger: "Krisen können nur von Gesellschaft gemeinsam bewältigt werden"14 Jun 202600:29:05

Pandemie, Blackout, Klimakrise oder KI: Österreich müsse sich deutlich besser auf kommende Krisen vorbereiten, fordert der sicherheitspolitische Berater Thomas Starlinger. Im Podcast „Wiener Wissen“ bei Elisabeth Oberzaucher spricht der ehemalige Verteidigungsminister über verlorenes Vertrauen nach der Corona-Pandemie, die Bedeutung von Bürgerbeteiligung und warum Resilienz nur gemeinsam mit der Bevölkerung entstehen kann.

Die Corona-Pandemie habe schonungslos offengelegt, wo Österreichs Krisenmanagement Schwächen aufweist, sagt Thomas Starlinger. Besonders problematisch seien widersprüchliche Botschaften aus Politik und Behörden gewesen. „Wir hatten während der Krise fast zwei Strategien zu begegnen – eine vom Gesundheitsministerium, eine vom Bildungsministerium“, erinnert sich der Sicherheitsexperte. Die Folge sei ein massiver Vertrauensverlust gewesen – nicht nur in politische Entscheidungsträger, sondern teilweise auch in die Wissenschaft. Für künftige Krisen brauche es daher eine abgestimmte Gesamtstrategie und eine transparente Kommunikation darüber, was man wisse und was noch unklar sei.

Einen zentralen Baustein sieht Starlinger in der stärkeren Einbindung der Bevölkerung. Krisen aller Art könnten „nur von der Gesellschaft gemeinsam bewältigt werden“. Als positives Beispiel nennt er Bürgerforen, bei denen Menschen unterschiedlichster Berufs- und Lebenswelten gemeinsam Bedrohungen und Lösungsansätze diskutierten. Das Ergebnis habe ihn beeindruckt: „Ich habe es als Schwarmintelligenz bezeichnet.“ Die Teilnehmer hätten nicht nur Risiken von geopolitischen Konflikten bis zur Künstlichen Intelligenz erkannt, sondern auch konkrete Vorschläge für die eigene Rolle in der Krisenvorsorge entwickelt.

Mit Blick auf künftige Herausforderungen – von der Klimakrise über neue Pandemien bis hin zu möglichen Blackouts – plädiert Starlinger für mehr wissenschaftliche Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg. Wissenschaftler müssten frühzeitig mit Behörden, Organisationen und der Bevölkerung zusammenarbeiten. Sein Ziel: nicht nur neues Wissen schaffen, sondern konkrete Lösungen entwickeln, damit Österreich die nächste Krise besser bewältigen kann als die letzte. 

Quantenphysiker Philip Walther: „Erleben gerade eine Revolution“31 May 202600:30:52

Ein Quantencomputer in der Größe einer Schuhschachtel, der ins All fliegt und dort unter extremen Bedingungen arbeitet – was nach Science-Fiction klingt, ist dem Team rund um den Wiener Quantenphysiker Philip Walther gelungen. Bei Elisabeth Oberzaucher im Podcast „Wiener Wissen“ erzählt der Forscher, wie aus einem Quantenlabor ein miniaturisiertes Hightech-System wurde, das seit einer Satellitenmission im Oktober 2025 über unseren Köpfen im All kreist. Ein technologischer Meilenstein für Österreich!

Maria Zahlbruckner über Start-up-Gründung: „Traut euch - und fragt viele Leute“17 May 202600:30:15

Start-up statt Konzernkarriere, KI statt klassischer Planung: In der aktuellen Folge des Podcast „Wiener Wissen“ gibt Maria Zahlbruckner, Co-Gründerin und CEO des Wiener Deep-Tech-Start-ups „Factorymaker“ Einblicke in die Gründung eines Industrie-Design-Startups.

Bei Wiener-Wissen-Podcasterin Elisabeth Oberzaucher erklärt die Bauingenieurin, wie „Factorymaker“ mit einer KI-basierten Plattform die Frühphasenplanung von Industriebauten revolutioniert und digitale Zwillinge von Fabriken erstellt, um Produktionsprozesse effizienter zu gestalten.

Zahlbruckner spricht über ihren persönlichen Weg von der Uni zur Gründerin, über Schnelligkeit, Vorteile, aber auch Herausforderungen im Start-up-Alltag – und darüber, warum dieser Weg für sie erfüllender ist, als eine klassische Anstellung in großen Unternehmen: „Wenn wir uns im Team zusammensetzen und eine Entscheidung treffen, dann wird die morgen umgesetzt. Und wo ist das so? Wo hat man diesen Speed, diesen Drive, diese Leidenschaft?“

Und wir erfahren von ihr mehr über Frauen in der Start-up- und Tech-Szene. Warum sind Gründerinnen noch immer deutlich in der Minderheit? Gründen Frauen anders? Welche Hürden gibt es - und wo liegen auch Chancen durch Netzwerke und Diversität in Teams?

Zu den Personen: 
Elisabeth Oberzaucher ist Verhaltensbiologin und studierte Zoologie an den Universitäten Wien und Würzburg. Sie promovierte in Anthropologie mit Spezialisierung auf das menschliche Verhalten. Forschungsschwerpunkte: Mensch-Umwelt-Interaktionen, nonverbale Kommunikation sowie evolutionäre Gender Studies: www.oberzaucher.eu 

Maria Zahlbruckner studierte Bauingenieurwesen an Universitäten in Innsbruck und Wien sowie in Melbourne, Australien. Während ihres Masterstudiums nahm Maria an einem Forschungsprojekt teil, das die Grundlage für ihr unternehmerisches Vorhaben wurde und zur Gründung von factorymaker führte: https://factorymaker.at/

Katrin Vohland: „Citizen Science bereichert Forschung ganz stark“03 May 202600:30:12

Forschung zum Anfassen statt verstaubter Vitrinen: Im Naturhistorischen Museum Wien zeigt Direktorin Katrin Vohland, wie Bürgerinnen und Bürger selbst Teil der Wissenschaft werden – und warum das für Klima, Natur und Gesellschaft immer wichtiger ist.

Bei so genannten Citizen-Science-Projekten wirken Menschen – oft ohne wissenschaftliche Ausbildung – aktiv an Forschung mit. In der neuen Podcast-Folge von „Wiener Wissen“ verrät Katrin Vohland bei Elisabeth Oberzaucher, wie das konkret aussieht. 

Denn das Naturhistorische Museum Wien versteht sich längst nicht mehr nur als Ort zum Anschauen, sondern als aktiver Forschungsraum. Mit interaktiven Angeboten im multifunktionalen Raum „Deck 50“ können Besucherinnen und Besucher Wissenschaft hautnah erleben - von Shows bis hin zu kleinen Laboren, in denen Fossilien bestimmt oder Tierknochen untersucht werden. Ziel ist es, Wissen verständlich zu vermitteln und gleichzeitig Neugier für Forschung zu wecken.

„Citizen Science“ ist aber noch viel mehr. Ob beim Beobachten von Tieren per App oder bei großen Zählaktionen: Laien liefern wertvolle Daten, die Wissenschaftler allein nie sammeln könnten. So lassen sich etwa Veränderungen in der Natur früh(er) erkennen. Gleichzeitig profitieren auch die Teilnehmenden, weil sie Natur bewusster wahrnehmen und besser verstehen.

Mehr dazu und wie Sie ein Teil von „Österreich forscht“ werden können, erfahren Sie im Podcast!

 

 

Autoreifenabrieb: Die unterschätzte Gefahr für uns und die Umwelt19 Apr 202600:31:02

Was wir nicht sehen, kann uns trotzdem schaden: Mikroplastik ist längst überall – in der Luft, im Wasser und sogar dort, wo wir uns eigentlich gesund fühlen wollen. Thilo Hofmann, Universitätsprofessor für Umweltgeowissenschaften an der Universität Wien, schlägt Alarm und zeigt im Podcast bei Elisabeth Oberzaucher auf: Die größte Gefahr kommt aus einer völlig unterschätzten Quelle.

Mikroplastik ist kein neues Problem - aber eines, das lange ignoriert wurde. Heute wissen wir: es ist praktisch überall. Doch während viele an Plastiksackerl oder Verpackungen denken, liegt die wahre Hauptquelle ganz woanders: beim Autoverkehr. Von den Gesamtemissionen, die - insbesondere in Nordeuropa – in der Umwelt landen, entfallen 80 bis 90 Prozent auf den Autoreifenabrieb. „Das wurde lange enorm stark unterschätzt“, so der Forscher. 

Auch Elektroautos werden – zumindest - dieses Problem nicht lösen. Im Gegenteil: schwerere E-Autos könnten sogar noch mehr Abrieb verursachen. Entscheidend ist vor allem der Fahrstil: Wer aggressiv beschleunigt und bremst, produziert deutlich mehr Mikroplastik. 

Warum ausgerechnet in Kletterhallen die Belastung in der Atemluft ähnlich hoch wie an stark befahrenen Straßen ist, und wie sich steigende Temperaturen auf die Schadstoffe in der Umwelt auswirken, erfahren Sie im Podcast.

Zur Person: Thilo Hofmann erforscht, wie sich Schadstoffe wie Mikroplastik, Nanopartikel und chemische Verbindungen in Umwelt und Wasser verhalten, um deren Auswirkungen besser zu verstehen und nachhaltige Lösungen für globale Umweltprobleme zu entwickeln.

© My Podcast Data · Projet indépendant · Données issues d'Apple & Spotify