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Explorez tous les épisodes du podcast Wendeweiber

Plongez dans la liste complète des épisodes de Wendeweiber. Chaque épisode est catalogué accompagné de descriptions détaillées, ce qui facilite la recherche et l'exploration de sujets spécifiques. Suivez tous les épisodes de votre podcast préféré et ne manquez aucun contenu pertinent.

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TitreDateDurée
4. Christine Friedrich – "Ich durfte kein Abitur machen"18 Jan 202600:27:40

Christine und ihr Mann täuschen eine Einladung zu einer Hochzeit in Budapest vor. Es gibt ein sorgfältig ausgewähltes Hochzeitsgeschenk und sogar die Adresse des angeblichen Brautpaares – alles wirkt glaubwürdig. Doch hinter der Fassade verbirgt sich ein riskanter Plan: In Wahrheit wollen sie über Ungarn und Österreich aus der DDR in den Westen fliehen.

Christine Friedrich wird zu DDR-Zeiten in Greifswald geboren, ist gut in der Schule – und darf trotzdem kein Abitur machen. Nicht wegen ihrer Leistungen, sondern weil ihr Vater Arzt ist.

Sie findet andere Wege: eine Ausbildung, ein Studium ohne Abitur, Arbeit am Theater. Doch über die Jahre wächst das Gefühl, nicht bleiben zu wollen: aus beruflichen, persönlichen und politischen Gründen.

Eine Geschichte über verweigerte Bildung, Umwege – und den Mut, zu gehen.

Mehr Infos zu Christine auf ihrer Webseite: https://christinefriedrich.com/

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Folge 3 – Mama, erzähl mal!05 Dec 202500:26:17

Wir selbst haben die Wende nicht erlebt – deshalb haben wir unsere Mütter gefragt: Wie war das am Tag des Mauerfalls? Welche Erfahrungen machten sie bei den ersten Besuchen „auf der anderen Seite“? Und was konnte man sich eigentlich vom Begrüßungsgeld kaufen?

Außerdem hört ihr, wie Caros Mutter als Westbesucherin in Ostberlin plötzlich einem Volkspolizisten gegenüberstand. Und auch Caros Oma kommt zu Wort – wir berichten, warum für sie Gleichberechtigung schon bei der Wahl des Nachnamens eine Rolle spielt.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an unsere Mamas fürs Erzählen!

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Folge 2 – Klischees in unseren Köpfen23 Nov 202500:24:35

Plattenbau, Bonn als Bundeshauptstadt, sächsischer Dialekt und Loriot – was verbinden wir eigentlich noch mit „dem Osten“ und „dem Westen“? Bevor wir in den kommenden Folgen mit unseren Interviewpartnerinnen über ihre Wendeerfahrungen sprechen, wollten wir herausfinden, welche Bilder und Vorstellungen uns heute noch prägen.

Daher nehmen wir in dieser Folge Klischees unter die Lupe; von sprachlichen Besonderheiten über Familienstrukturen bis hin zu regionalen Spezialitäten.

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Folge 1 – Wir und die Wende?!08 Nov 202500:25:30

Im Osten oder im Westen geboren – macht das noch einen Unterschied?

Wir, Carolin Hasse und Caroline Kraft – eine im Osten, eine im Westen aufgewachsen – wurden nach dem Mauerfall geboren und trotzdem spüren wir sie noch, die Unterschiede zwischen Ost und West. Wir erzählen, welche Erfahrungen uns geprägt haben: vom ersten Besuch im Osten über das Mittagessen in der Schule bis hin zur Jugendweihe.

Doch wie muss das erst für die Frauen gewesen sein, die die Wende selbst erlebt haben? In dieser ersten Folge geht es darum, wie Wendeweiber entstanden ist und warum wir herausfinden wollen, wie die Wende das Leben von Frauen bis heute beeinflusst.

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Trailer Wendeweiber07 Nov 202500:00:29

Gespräche über das Leben nach der Wende - mit Frauen, die sie selbst erlebt haben.

6. Vũ Thị Hoàng Hà – Von Hanoi in die DDR20 Mar 202600:40:36

Was für ein Privileg: Vũ Thị Hoàng Hà darf in der DDR studieren. Sie ist stolz und sich der Verantwortung bewusst. Denn die Ausbildung soll ihr ermöglichen, später am Wiederaufbau Vietnams nach dem Krieg mitzuwirken. Doch dann kommt alles anders.

Vũ Thị Hoàng Hà wird 1960 mitten im Vietnamkrieg in Hanoi geboren. Dank ihrer herausragenden schulischen Leistungen erhält sie die Chance auf ein Studium in der DDR. Also besteigt sie im September 1978 ein Flugzeug nach Moskau – von dort geht es mit dem Zug in einer zweitägigen Reise weiter nach Leipzig.

In Leipzig ist zunächst alles fremd: das Essen, die Menschen, die Architektur. Und die junge Frau weiß, dass sie sich beweisen muss – nur mit guten Leistungen an der Universität kann sie bleiben. Denn ein Scheitern hätte Konsequenzen: die Rückkehr in die Heimat. Auch das Leben außerhalb des Studiums ist reglementiert. Schlaghosen, Diskobesuche oder gar Liebesbeziehungen zu DDR-Bürgern werden vom Staat nicht gern gesehen.

Frau Ha meistert die Herausforderungen und bekommt eine Arbeit in der DDR. Doch dann kündigt sich die nächste Zäsur an: Mit der Wende laufen die Verträge der vietnamesischen Arbeiter in der DDR aus – ihre Zukunft ist ungewiss. Doch Frau Hà geht ihren Weg.

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5. Annette Evans – Sie war im Westen und ging dennoch zurück in die DDR14 Feb 202600:30:51

Annette, ein junges Mädchen aus Jena, hat es über die Mauer in den Westen geschafft - und das sogar ganz legal. Nun fährt sie mit dem Fahrrad am Rhein entlang. Lange Zeit hat sie sich nichts sehnlicher gewünscht als diesen Moment. Ihre Sehnsucht nach Freiheit hält sie in Tagebüchern fest und in selbstgeschriebenen Gedichten. Doch dann trifft sie eine unerwartete Entscheidung.

Annette Evans wird 1967 in Jena geboren und wächst in der DDR auf. Schon als Kind träumt sie von Freiheit und dem Westen. Reisen ins nichtsozialistische Ausland sind für sie jedoch verboten. Sie hinterfragt viel und stößt an die Grenzen des Systems. Zuflucht findet sie in der Jungen Gemeinde und in ihren eigenen Gedichten.

Als junge Frau bekommt sie schließlich doch die Chance, nach Westdeutschland zu reisen – und trifft eine überraschende Entscheidung: Sie kehrt zurück in die DDR, zumindest vorerst.

Schaut doch mal auf Annettes Webseite vorbei: https://www.main-frankfurt-guide.com/ueber-mich/

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7. Ingrid Bahß – Von 40 Stasi-Spitzeln beschattet22 May 202600:40:04

Es ist 1983, als Ingrid ihre Ausbürgerungsurkunde in den Händen hält. Sie ist jetzt staatenlos und muss die DDR verlassen – obwohl sie im Gegensatz zu vielen anderen nie gehen wollte. Wie konnte es so weit kommen?

Ingrid Bahß wird im Gründungsjahr der DDR (1949) in Werben in Sachsen-Anhalt als Kind eines Großbauern geboren. 1968 beginnt sie in Magdeburg ein Lehramtsstudium für Russisch und Deutsch. Als Christin gerät sie dabei zunehmend in Konflikt mit dem DDR-System und wird nach mehreren Disziplinarverfahren 1972 exmatrikuliert.

Trotzdem bleibt sie in Magdeburg und schafft sich einen eigenen Raum. 1981 eröffnet sie gemeinsam mit ihrem Mann eine private Galerie in ihrer Wohnung. Die Räume werden schnell zu einem Treffpunkt für Künstlerinnen und Schriftsteller – und geraten damit ins Visier der Staatssicherheit.

Mehrere Jahre lebt Ingrid Bahß unter Beobachtung – über 40 Inoffizielle Mitarbeiter werden auf sie und ihre Familie angesetzt. 1983 wird Bahß schließlich aus der DDR ausgewiesen, zeitweise staatenlos, und muss in den Westen gehen, gegen ihren Willen hinein in ein System aus Überfluss und Konsum, in dem sie sich erst einmal zurechtfinden muss.

Hier geht's zu Ingrids Webseite: https://www.bahss.de/

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8. Marion Brasch – Das Leben in einer besonderen DDR-Familie28 Jun 202600:44:13

Der Vater ist hoher DDR-Funktionär, die Brüder hadern mit dem System, und Marion versucht lange Zeit, diejenige zu sein, um die der Vater sich keine Sorgen machen muss. Dafür tritt sie sogar der SED bei. Doch irgendwann geht auch Marion für eine andere DDR auf die Straße und wünscht sich einen demokratischeren Sozialismus.

Marion Brasch wird 1961, im Jahr des Mauerbaus, in Ost-Berlin geboren und wächst mit drei Brüdern auf. Alle drei werden Schauspieler oder Schriftsteller und rebellieren auf ihre eigene Weise gegen ihren Vater und das System. Als stellvertretender Kulturminister der DDR ist er überzeugter Anhänger des ostdeutschen Staates. Seine Position verschafft der Familie gewisse Privilegien – Marion darf schon vor dem Mauerfall nach London und West-Berlin reisen. Nach einer Ausbildung zur Schriftsetzerin in einer Abteilung voller Männer wird sie Hörfunkjournalistin und später Schriftstellerin. Aus einer berühmten Familie kommend, sucht Marion Brasch ihren eigenen Weg – und hat ihn heute gefunden.

Hier geht's zu Marions Webseite: https://marionbrasch.de/

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9. Dottie Richter - "Pionier sein ist besser als Christ sein"30 Jul 202600:37:24

Bei Dottie zu Hause gibt es keine Kartenspiele, Fasching ist verboten, und Sex vor der Ehe sowieso tabu. Freundschaften außerhalb der Glaubensgemeinschaft darf sie nicht haben – außer sie versucht, andere Menschen von ihrem Glauben zu überzeugen. Denn Dottie wächst in einer pietistischen Gemeinschaft auf, die sie heute selbst als Sekte bezeichnet.

Während Religion für die meisten Menschen in der DDR keine große Rolle spielt, 1989 bekennen sich nur noch etwa 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung zum Christentum, lebt Dotties Familie einen extrem strengen Glauben. Den Bibelvers „Wer seine Kinder liebt, züchtigt sie“ nimmt ihr Vater wörtlich und verprügelt Dottie und ihre Brüder.

Doch nicht nur zu Hause erlebt Dottie Kontrolle und Angst. Die DDR-Führung, die sich den berühmten Satz von Karl Marx – „Religion ist Opium fürs Volk“ – zu Herzen nimmt, versucht den Einfluss der Kirchen systematisch zurückzudrängen. Wer seinen Glauben offen lebt, muss mit Benachteiligungen rechnen: schlechtere Chancen im Beruf, kein Abitur und ständiger Druck, sich dem sozialistischen Staat anzupassen. Gleichzeitig wird ihre Gemeinde von der Stasi überwacht.

Als 1989 die Mauer fällt, endet die staatliche Kontrolle. Doch die Regeln und Zwänge ihrer Glaubensgemeinschaft bleiben. Für Dottie beginnt der lange Kampf um Freiheit jetzt so richtig – ein Kampf für ein selbstbestimmtes Leben und gegen Grenzen, die nicht aus Beton bestehen.

Dottie arbeitet heute als Künstlerin. Schaut doch mal auf ihrer Webseite vorbei: https://www.artbydottierichter.com/#/

Hilfe beim Sektenausstieg gibt es unter anderem hier: https://ausstieg-info.de/

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