Diesmal beginnt alles mit einer Freundin in einer Bar, die Liebeskummer hat – und der hilflosen Frage: Was sagt man da eigentlich? In Folge 5 von „Was in uns leise ist“ sprechen Sally und Manja darüber, wie wir Menschen begleiten, denen es schlecht geht – bei Liebeskummer, bei Trauer, beim Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres.
Es geht darum, warum es diesen einen erlösenden Satz nicht gibt, warum „Er kommt bestimmt zurück“ das Gegenteil von hilfreich ist, und warum die beste Frage oft lautet: Was brauchst du gerade? Manja erzählt vom Trauerkalender, der sich Jahr für Jahr wiederholt, und davon, wie schwer es ist, überhaupt zu fragen – aus Angst vor der eigenen Hilflosigkeit.
Im zweiten Teil wird es grundsätzlich: Was sind Gefühle eigentlich – und was sind bloß Pseudogefühle? Warum „ich bin enttäuscht“, „ich bin verletzt“ und „ich bin eifersüchtig“ keine echten Gefühle sind, sondern versteckte Schuldzuweisungen. Und wie ehrliche Kommunikation über Ich-Botschaften statt Du-Botschaften Beziehungen verändern kann.
Und weil ein Gespräch selten geradeaus läuft, landen die beiden zum Schluss beim Feminismus – bei der Frage, wann Zuhören wirkt, warum Erklären erschöpft, und ob Self-Care eigentlich Selbstfürsorge ist oder doch ein Kind des Patriarchats. (Über den letzten Punkt sind sich die beiden herrlich uneinig.)
Ein Gespräch, das von Trauer bis Feminismus springt – und am Ende doch immer beim Selben landet: Lasst uns einander zuhören. Und dafür müssen wir uns zeigen.